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Angelika Kauffmann
Angelika Kauffmann ( - 30. Oktober 1741 in Chur; † 5. November 1807 in Rom) war eine der bedeutendsten Malerinnen des 18. Jahrhunderts. Ihre Porträtmalerei ist von europäischem Rang; ihr Schaffen ist zwischen Klassizismus und Empfindsamkeit angesiedelt.
Leben
Sie lernte bei ihrem Vater und übernahm selbständig einen Teil der Ausmalung der Kirche von Schwarzenberg (Vorarlberg), wo der Vater her stammte. Dies blieb ihr einziges Werk auf dem Gebiet der Wandmalerei.
Sie lebte lange Zeit in Rom; dort malte sie zahlreiche Zeitgenossen, u. a. Johann Joachim Winckelmann (1764), Johann Wolfgang von Goethe (1787) und Johann Gottfried Herder (1791) zu denen sie auch enge freundschaftliche Kontakte pflegte.
Zwischenzeitlich arbeitete sie von 1766 bis 1781 auch in London, wo sie mit Joshua Reynolds zusammentraf. In London war sie als einzige Frau Gründungsmitglied der Royal Academy (1768).
1792 malte sie als ihr wohl wichtigstes Selbstbildnis, das Selbstbildnis am Scheideweg zwischen Musik und Malerei (Moskau, Puschkin-Museum).
Werke
- Portrait der Gräfin Catherine Skawronska (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 1931), 1789
- Selbstbildnis am Scheideweg zwischen Musik und Malerei (Moskau, Puschkin-Museum)
- Ferdinand IV., König von Neapel, und seine Familie (Vaduz, Staatliche Kunstsammlung), 1783
Sonstiges
Ihr Portrait war auf dem vorletzten Einhundert-Schillingschein, der 2006 seine Gültigkeit verliert.
Ausstellungen
- 1998/1999 Düsseldorf / München / Chur: Angelika Kauffmann
- permanente Dokumentation im Heimatmuseum Schwarzenberg
Literatur
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/9/seite/0626/meyers_b9_s0626.html#Kauffmann Kauffmann, Angelika], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 9, S. 626.
Weblinks
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Kauffmann, Angelika
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30. OktoberDer 30. Oktober ist der 303. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 304. in Schaltjahren) - somit bleiben 62 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1864 - Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich, Preußen und Dänemark beenden den Deutsch-Dänischen Krieg.
- 1880 - Tegucigalpa wird endgültig honduranische Hauptstadt.
- 1905 - Russland erhält sein erstes Parlament: Zar Nikolaus II gesteht der Duma legislative Vollmachten zu.
- 1918 - Unterzeichnung des Waffenstillstandvertrags von Mudros.
- 1930 - Griechenland und die Türkei unterzeichnen in Ankara einen Freundschaftsvertrag, nachdem erst 1923 noch 1,25 Millionen Griechen Kleinasien verlassen mussten.
- 1983 - Bei den ersten freien Wahlen nach der Militärdiktatur in Argentinien gewinnt die Radikale Bürgerunion mit 52% der Stimmen.
- 1989 - Das DDR-Fernsehen stellt Karl-Eduard von Schnitzlers montägliche Sendung Der schwarze Kanal ein.
- 1990 - Im Kanaltunnel zwischen Frankreichund England wird ein erster Durchstich geschafft.
- 1991 - Bei der in Madrid stattfindenden ersten Runde der Nahost-Friedenskonferenz setzen sich Israelis und Araber nach 43 Jahren und fünf Kriegen erstmals wieder zu Gesprächen an einen Tisch.
- 1996 - In Peking wird der Menschenrechtsaktivist Wang Dan in einem vierstündigen Verfahren zu elf Jahren Haft verurteilt, weil er das "sozialistische System" habe stürzen wollen.
- 1997 - Mary McAleese wird Staatspräsidentin der Republik Irland.
- 2003 - Gerhard Schröder besucht als erster deutscher Bundeskanzler seit der Unabhängigkeitserklärung 1991 Kroatien.
- 2005 - Die Dresdener Frauenkirche wird geweiht.
Wirtschaft
- 1947 - Die britische Kronkolonie Hongkong wird Mitglied der Welthandelsorganisation WTO.
Wissenschaft, Technik
- 1994 - Prof. Nicely informiert die Öffentlichkeit über den FDIV-Bug im Intel Pentium
Kultur
- 1821 - Uraufführung der Oper "Elisa e Claudio" von Saverio Mercadante am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1836 - Uraufführung der komischen Oper "Sérafine" von Friedrich von Flotow in Royaumont.
- 1900 - Die Wiener Symphoniker geben unter dem Namen "Conzertvereinsorchester" - im Musikverein ihr Eröffnungskonzert unter der Leitung von Ferdinand Löwe.
- 1903 - Die Tragödie "Elektra" von Hugo von Hofmannsthal wird im Kleinen Theater in Berlin uraufgeführt.
- 1921 - Die Filmpremiere von "Der Scheich" mit Rudolpho Valentino als Hauptdarsteller macht diesen über Nacht berühmt.
- 1925 - Uraufführung der Operette "Paganini" von Franz Lehár am Johann-Strauß-Theater in Wien.
- 1926 - Die "dramatische Legende" "Paulus unter den Juden" von Franz Werfel wird gleichzeitig in München, Köln, Breslau und Wien uraufgeführt.
- 1938 - Der 22-jährige Orson Welles verursacht aufgrund seines erschreckend echt wirkenden Hörspiels "Krieg der Welten" bei den Radiohörern der US-amerikanischen Oststaaten eine Massenhysterie.
- 1986 - "Down by Law" von Jim Jarmusch kommt in die Kinos der USA.
- 1990 - Uraufführung der Oper "Der Tulifant" von Gottfried von Einem in Wien.
Religion
1632 - Die Hugenotten unterliegen bei Castelnaudary den königlichen französischen Truppen. Henri II. de Montmorency, der letzte Hugenottenfürst, wird hingerichtet.
Katastrophen
- 1983 - Ein Erdbeben bei Erzurum und Kars in der Türkei fordert mehr als 1.300 Todesopfer.
- 1998 - In Honduras fordert der Wirbelsturm „Mitch“ ca. 5.500 Tote.
- 1998 - 67 Jugendliche sterben im schwedischen Göteborg beim Brand einer überfüllten Diskothek.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1974 - Muhammad Ali gewinnt den als "Rumble in the Jungle" bezeichneten WM-Kampf gegen Box-Weltmeister George Foreman im 20th of May Stadium, Kinshasa, Kongo, überraschend durch KO, wird Weltmeister und bricht damit das ungeschriebene Gesetz des Boxens: "They never come back".
Geboren
- 1218 - Chukyo, 85. Kaiser von Japan
- 1663 – Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg
- 1668 - Sophie Charlotte von Hannover, preußische Königin
- 1698 - Paul Troger, deutscher Maler
- 1701 - Anton Gogeisl, deutscher Jesuit und China-Missionar
- 1735 - John Adams, US-amerikanischer Politiker, zweiter US-Präsident
- 1741 - Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- 1751 - Richard Brinsley Sheridan, angloirischer Dramatiker
- 1762 - André Chénier, französischer Lyriker
- 1763 - Heinrich von Cotta, deutscher Forstwissenschaftler
- 1785 - Hermann Fürst von Pückler-Muskau, deutscher Standes- und Gutsherr, Schriftsteller, Park-Gestalter (Landschaftsarchitekt)
- 1816 - Henry L. Dawes, US-amerikanischer Politiker
- 1839 - Alfred Sisley, französischer Landschaftsmaler
- 1848 - Sinowi Petrowitsch Roschestwenski, russischer Admiral
- 1864 - Theodor Wiegand, deutscher Archäologe
- 1871 - Paul Ambroise Veléry, französischer Lyriker
- 1873 - Francisco Madero, mexikanischer Revolutionär, Staatsmann und Präsident Mexikos (1911-1913)
- 1877 - Salman Schocken, deutsch-israelischer Kaufmann
- 1881 - Lena Christ, deutsche Schriftstellerin
- 1883 - Karel Gleenewinkel-Kamperdijk, niederländischer Fußballnationalspieler
- 1884 - Rudolf Forster, österreichischer Schauspieler
- 1885 - Ezra Pound, US-amerikanischer Dichter
- 1887 - Georg Heym, deutscher Lyriker
- 1890 - Jakow Eschpai, russischer Komponist
- 1893 - Roland Freisler, deutscher Richter (Präsident des Volksgerichtshofs)
- 1895 - Gerhard Domagk, deutscher Mediziner, Nobelpreis für Medizin (1939)
- 1896 - Ruth Gordon, US-amerikanische Schauspielerin (Harold und Maude)
- 1905 - Christian Darnton, englischer Komponist
- 1906 - Giuseppe Farina, italienischer Automobil-Rennfahrer und erster Formel 1-Weltmeister
- 1909 - Homi Jehangir Bhabha, indischer Physiker
- 1914 - Patsy Montana, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1916 - Kurt Hübner, deutscher Theaterregisseur
- 1928 - Daniel Nathans, US-amerikanischer Biologe
- 1931 - Hedi Lang, schweizerische SPS-Politikerin, erste Nationalratspräsidentin der Schweiz
- 1932 - Louis Malle, französischer Filmregisseur
- 1933 - Johanna von Koczian, ddt.-öst. Schauspielerin
- 1937 - Claude Lelouch, französischer Regisseur
- 1939 - Eddie Holland, US-amerikanische Songschreiber
- 1939 - Grace Slick, US-amerikanisches Modell, Sängerin und Songschreiberin
- 1941 - Otis Williams, US-amerikanischer Sänger
- 1946 - René Jacobs, belgischer Countertenor und Dirigent
- 1946 - Chris Slade, britischer Musiker
- 1947 - Timothy B. Smith, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1949 - Josef Pühringer, Landeshauptmann des Bundeslandes Oberösterreich
- 1960 - Diego Armando Maradona, argentinischer Fußballspieler
- 1962 - Stefan Kuntz, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1963 - Stanislav Gross, tschechischer Politiker
- 1964 - Jean-Marc Bosman, belgischer Fußballspieler
- 1966 - Ljudmila Rogatschowa, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1970 - Xie Jun, chinesische Schachspielerin
- 1971 - Fredi Bobic, deutscher Fußballspieler
- 1973 - Adam Copeland, kanadischer Profi-Wrestler
- 1986 - Thomas Morgenstern, österreichischer Skispringer
Gestorben
- 655 - Foillan, irischer Benediktinermönch und Missionsbischof
- 1522 - Jean Mouton, französischer Komponist und Sänger
- 1572 - Francisco De Borgia, spanisch-italienischer Theologe und Universitätsgründer
- 1626 - Willebrord Snell, niederländischer Naturforscher
- 1632 - Henri II. de Montmorency, französischer Großadmiral, Marschall, Vizekönig von Neu-Frankreich
- 1654 - Go-Komyo, 110. japanische Kaiser
- 1723 - Johann Werner de Veyder, Weihbischof und Generalvikar in Köln
- 1760 - Christian Ludwig Liscow, deutscher Satiriker
- 1773 - Philippe de La Guêpière, französischer Architekt (in Stuttgart)
- 1799 - Esteban de Arteaga, in Paris; spanischer Musiktheoretiker
- 1802 - Charles Alexandre de Calonne, französischer Finanzminister 1783-1787
- 1816 - Friedrich I., erster König von Württemberg
- 1823 - Edmond Cartwright, britischer Erfinder
- 1883 - Robert Volkmann, deutscher Komponist
- 1886 - Franz Adolf Eduard Lüderitz, Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika
- 1892 - Olga Nikolajewna Romanowa, Königin von Württemberg
- 1893 - John Joseph Caldwell Abbott, kanadischer Anwalt, Politiker und Premierminister
- 1893 - Karl Bodmer, schweizerischer Maler
- 1910 - Henri Dunant, schweizerischer Schriftsteller, Philanthrop
- 1914 - Ernst Stadler, elsässischer Lyriker
- 1915 - Charles Tupper, kanadischer Politiker und Premierminister
- 1917 - Heinrich Gontermann, deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg
- 1923 - Andrew Bonar Law, britischer Politiker und Premierminister
- 1927 - Maximilian Harden, deutscher Publizist
- 1943 - Max Reinhardt, öst.Regisseur (1873-1943)
- 1953 - Emmerich Kálmán, ungarischer Komponist
- 1960 - Giorgos Theotokas, griechischer Komponist, Sänger und Politiker
- 1962 - Heinrich Weitz, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes
- 1968 - Ramon Novarro, mexikanischer Schauspieler
- 1974 - Hanns Otto Münsterer, deutscher Mediziner, Schriftsteller und Volkskundler
- 1975 - Gustav Hertz, deutscher Physiker und Nobelpreisträger für Physik (1925)
- 1975 - Kurt Roth, deutscher Maler
- 1981 - Georges Brassens, französischer Dichter, Autor, und Schriftsteller
- 1986 - Elisabeth Schwarzhaupt, deutsche CDU-Politikerin, erste Bundesministerin (Gesundheitswesen, 1961-1966)
- 1988 - Ernst Fritz Fürbringer, deutscher Schauspieler
- 1991 - Erwin Lange, deutscher SPD-Politiker
- 1997 - Samuel Fuller, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1998 - Heinz Westphal, deutscher SPD-Politiker
- 2000 - Steve Allen, US-amerikanischer Entertainer
- 2002 - Jason Mizell alias (Jam Master Jay), US-amerikanischer Rap-Sänger der Gruppe Run DMC
- 2002 - Juan Antonio Bardem, spanischer Filmemacher
- 2004 - Ernst Cincera, schweizerischer FDP-Politiker
- 2004 - Fernando Chueca Goitia, spanischer Historiker und Architekt
- 2005 - Gordon A. Craig, US-amerikanischer Historiker und Schriftsteller
Feier- und Gedenktage
Siehe auch
- 29. Oktober - 31. Oktober
- 30. September - 30. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1030
ja:10月30日
ko:10월 30일
simple:October 30
th:30 ตุลาคม
1741
- 10. April: Schlacht bei Mollwitz im Ersten Schlesischen Krieg
- Österreichischer Erbfolgekrieg: Maria Theresia verteidigt Erbfolge mit England und den Niederlanden gegen Spanien, Frankreich und Preußen
- Vitus Bering, dänischer Entdeckungreisender, entdeckt die Durchfahrt zwischen Sibirien und Alaska
- Interregnum: Das deutsche Reich ist erstmalig seit der Phase von 741 bis 743 ohne einen König oder Kaiser!
Kultur
- 29. April: Uraufführung der Oper Ezio von Niccolò Jommelli in Bologna
- 26. Dezember: Uraufführung der Oper Merope von Niccolò Jommelli am Teatro San Giovanni Crisostomo in Venedig
- 14. Januar: Benedict Arnold, amerikanischer General († 1801)
- 31. Januar: Theodor Gottlieb von Hippel, preußischer Politiker und Schriftsteller († 1796)
- 8. Februar: André Grétry, Komponist († 1813)
- 9. Februar: Ferdinand Franz Maria Bouget, deutscher Oberst
- 13. März: Kaiser Joseph II., Sohn Maria Theresias († 1790)
- 20. März: Jean-Antoine Houdon, Bildhauer († 1828)
- 25. März: Daniel Schiebeler, deutscher Schriftsteller († 1771)
- 28. März: Johann André, deutscher Musiker, Komponist und Musikverleger († 1799)
- 14. April: Momozono, 116. Kaiser von Japan († 1762)
- 15. April: Charles Wilson Pealé, amerikanischer Portrait- und Landschaftsmaler († 1827)
- 17. April: Johann Gottlieb Naumann, deutscher Komponist († 1801)
- 9. Mai: Giovanni Paisiello, italienischer Komponist († 1816)
- 23. Mai: Andrea Luchesi, italienischer Komponist († 1801)
- 10. Juni: Joseph Warren, Wurde bekannt als der erste amerikanischer Soldat, der im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg starb. († 1775)
- 13. Juli: Carl Friedrich Hindenburg, deutscher Mathematiker, Professor der Philosophie und Physik († 1808)
- 23. August: Jean-François de La Pérouse, französischer Seefahrer und Geograf († 1788)
- 28. August: Johann Christian Kestner, deutscher Jurist und Archivar, Ehemann von Charlotte Buff († 1800)
- 31. August: Jean Paul Egide Martini, Komponist († 1816)
- 3. September: Johann Wilhelm Archenholz, preußischer Historiker und Buchverleger († 1812)
- 22. September: Peter Simon Pallas, deutscher Naturforscher († 1811)
- 2. Oktober: Johann Christian von Mannlich, deutscher Maler
- 11. Oktober: James Barry, britischer Maler († 1806)
- 17. Oktober: Heinrich Zimmermann, deutscher Reisender und Reiseschriftsteller († 1805)
- 18. Oktober: Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos, französischer Schriftsteller und Offizier († 1803)
- 30. Oktober: Angelika Kauffmann, Schweizer Malerin († 1807)
- 15. November: Johann Caspar Lavater, Schweizer Theologe und Philosoph († 1801)
- 10. Dezember: Salomon Landolt, Schweizer Politiker († 1818)
- 13. Februar: Johann Joseph Fux, österreichischer Komponist ( - 1660)
- 2. April: Christoph Hackner, schlesischer Architekt ( - 1663)
- 3. Mai: Joseph Munggenast, österreichischer Barockbaumeister ( - 1680)
- 28. Juli: Antonio Vivaldi, italienischer Komponist ( - 1678)
- 24. November: Ulrike Eleonore, war Königin von Schweden von 1718 bis 1719 ( - 1688)
- 19. Dezember: Vitus Bering, dänisch-russischer Marineoffizier und Entdecker ( - 1680)
ko:1741년
simple:1741
5. NovemberDer 5. November ist der 309. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 310. in Schaltjahren) - somit bleiben 56 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1494 - Zar Iwan III. lässt das Kontor der Hanse in Nowgorod schließen.
- 1605 - Gunpowder Plot: Guy Fawkes, ein englischer Katholik, wird beim Versuch, das englische Parlament zu sprengen, verhaftet.
- 1688 - Die Landung Wilhelm von Oraniens bei Brixham wird der Auftakt für die "Glorious Revolution" in England.
- 1757 - Siebenjähriger Krieg: Preußen schlägt die Franzosen und das Reichsheer in der Schlacht von Roßbach.
- 1838 - Honduras Endgültige Konstituierung als unabhängige Republik. Neue Hauptstadt wird Comayagua
- 1854 - Krimkrieg: Ein Erfolg der Russen nach einem Ausfall aus Sewastopol gegen die Engländer wird bei Inkerman durch Eingreifen der Franzosen unterbunden.
- 1911 - Zum ersten Mal militärische Verwendung von Flugzeugen: Italienischer Bombenabwurf über einer Oase in Libyen.
- 1914 - Die Briten annektieren die bis dahin zum Osmanischen Reich zählende Insel Zypern.
- 1916 - Die Mittelmächte rufen die Marionetten-Erbmonarchie Polen aus.
- 1938 - Die Reichsautobahn Berlin-München wird fertiggestellt.
- 1968 - Der Republikaner Richard Nixon wird mit 0,7% Vorsprung auf seinen demokratischen Konkurrenten Hubert H. Humphrey als US-Präsident gewählt.
- 1978 - In Österreich ergibt die Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme des betriebsbereiten Kernkraftwerks Zwentendorf im niederösterreichischen Tullnerfeld eine hauchdünne Mehrheit von 50,5% gegen die Inbetriebnahme.
- 1987 - Spanien unterzeichnet den Atomwaffensperrvertrag.
- 1995 - In Georgien wird Eduard Schewardnadse erneut zum Staatspräsidenten gewählt.
- 2000 - Parlamentswahlen in Aserbaidschan
- 2003 - Der litauische Staatspräsident Rolandas Paksas besucht Deutschland.
Wirtschaft
- 1920 - Der Zusammenschluss des Siemens-Schuckert-Konzerns mit der Rhein-Elbe-Union führt zum neuen Konzernnamen Hugo Stinnes.
- 1982 - An der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay wird in Itaipu das größte Wasserkraftwerk der Welt eröffnet.
Wissenschaft, Technik
- 1929 - Der Arzt Werner Forßmann veröffentlicht sein Werk "Über die Sondierung des rechten Herzens", in dem er über die ersten Herzkatheterversuche berichtet.
- 1930 - Das größte Flugzeug der Welt, die zwölfmotorige Do-X startet vom Bodensee aus nach Amsterdam, um von dort nach New York den Atlantik zu überfliegen. Die Maschine besitzt drei übereinanderliegende Decks und erreicht eine Spannweite von 48 m.
- 1934 Das unter der Anleitung von Umberto Nobile erbaute russische Luftschiff CCCP-B6 (UdSSR-W6) führt seine Jungfernfahrt durch. Es gilt als das erfolgreichste russische Luftschiff.
Kultur
- 1718 - Uraufführung der Oper "Ifigenia in Aulide" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1757 - Uraufführung der Oper "La clemenza di Tito" von Ignaz Holzbauer in Mannheim.
- 1759 - Uraufführung des musikalischen Dramas "Ippolito ed Aricia" von Ignaz Holzbauer in Mannheim.
- 1772 - Uraufführung der Oper "Themistokles" von Johann Christian Bach in Mannheim.
- 1832 - Uraufführung des historischen Melodrams "The Dark Diamond" von Adolphe Adam im Covent Garden in London.
- 1892 - Nach nur einwöchiger Dauer wird in Berlin eine Ausstellung mit Bildern von Edvard Munch vorzeitig abgebrochen. Das Publikum äußerte sich entsetzt.
- 1898 - "Fuhrmann Henschel", ein Schauspiel in fünf Akten von Gerhart Hauptmann wird im Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt.
- 1955 - Mit der Oper "Fidelio" wird die Wiener Staatsoper nach dem Krieg wiedereröffnet.
Religion
Wiener Staatsoper
- 1414 - In Konstanz wird das Große Abendländische Konzil zur Überwindung des Großen Schismas eröffnet.
- 1439 - Als Papst Eugen IV. das Konzil von Basel nach Ferrara verlegt, spaltet sich das Konzil. Der in Basel verbliebene Teil setzt Eugen ab und wählte in einer nur wenige Stunden dauernden Konklave Amadeus "den Friedfertigen" zum Papst. Dieser nimmt den Namen Felix V. an.
Katastrophen
Sport
- 1994 - George Foreman wird - 20 Jahre nach Rumble in the Jungle - erneut Boxweltmeister.
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
- 1494 - Hans Sachs, deutscher Lyriker und Meistersinger
- 1607 - Anna Maria von Schürmann, niederländisch-deutsche Universalgelehrte
- 1733 - Michael Cheraskow, russischer Dichter
- 1779 - Washington Allston, US-amerikanischer Maler und Dichter
- 1804 - Carl Leverkus, deutscher Apotheker und Fabrikant
- 1837 - Arnold Janssen, Gründer der Steyler Missionare
- 1854 - Paul Sabatier, französischer Chemiker
- 1855 - Léon-Philippe Teisserenc de Bort, französischer Meteorologe
- 1873 - Edwin Flack, australischer Leichtathlet
- 1878 - Michail Petrowitsch Arzybaschew, russischer Schriftsteller
- 1882 - Ludwig Marum, deutscher Rechtsanwalt, SPD-Politiker und Opfer des NS-Regimes
- 1883 - Lou Otten, niederländischer Fußballspieler
- 1892 - J. B. S. Haldane, englischer Genetiker
- 1894 - Warwara Stepanowa, russische Künstlerin
- 1895 - Walter Gieseking, deutscher Pianist
- 1901 - Bruno Goller, deutscher Maler
- 1905 - Joel McCrea, US-amerikanischer Schauspieler
- 1905 - Louis Rosier, französischer Rennfahrer
- 1905 - Dmitri Trofimowitsch Schepilow, sowjetischer Außenminister
- 1911 - Roy Rogers, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1912 - Carl Baumann, deutscher Maler und Bildhauer
- 1913 - Gisela Andersch, deutsche Malerin
- 1913 - Vivien Leigh, englische Schauspielerin
- 1916 - Franz K. Opitz, schweizerischer Maler, Fotograf, Poet, Musiker und Autor
- 1916 - Madeleine Robinson, französische Schauspielerin
- 1917 - Jacqueline Auriol, französische Pilotin
- 1919 - Félix Gaillard, französischer Politiker
- 1920 - Douglass North, US-amerikanischer Ökonom
- 1921 - György Cziffra, ungarischer Pianist
- 1923 - Rudolf Augstein, deutscher Publizist
- 1930 - Wolfgang Mommsen, deutscher Historiker
- 1931 - Charles Taylor, kanadischer Politologe und Philosoph
- 1931 - Ike Turner, US-amerikanischer Musiker, Musikproduzent und Songschreiber
- 1935 - Lester Keith Piggott, britischer Jockey
- 1936 - Uwe Seeler, deutscher Fußballspieler
- 1936 - Billy Sherrill, US-amerikanischer Musikproduzent und Songwriter
- 1938 - Joe Dassin, französischer Sänger
- 1938 - César Luis Menotti, argentinischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1940 - Elke Sommer, deutsche Schauspielerin
- 1941 - Art Garfunkel, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Axel Zerdick, deutscher Ökonom und Publizistikwissenschaftler
- 1943 - Sam Shepard, US-amerikanischer Dramatiker
- 1944 - Siegfried Scheffler, deutscher SPD-Politiker, MdB seit 1990
- 1946 - Maja Gerber-Hess, Schweizer Schriftstellerin
- 1946 - Gram Parsons, US-amerikanischer Country-Musiker (Byrds)
- 1947 - Peter Noone, britischer Sänger (Herman's Hermits)
- 1948 - Rick Cobb, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Peter Hammill, britischer Musiker
- 1948 - William D. Phillips, US-amerikanischer Physiker
- 1950 - Manfred von Bohr, deutscher Musiker
- 1951 - Hanns-Josef Ortheil, deutscher Schriftsteller
- 1951 - Ulla Berkéwicz, deutsche Schriftstellerin
- 1952 - Oleg Blochin, ukrainischer Fußballspieler
- 1952 - Vandana Shiva, indische Physikerin und Philosophin
- 1957 - Mike Score, britischer Sänger
- 1959 - Bryan Adams, kanadischer Rockmusiker
- 1960 - Tilda Swinton, schottische Schauspielerin
- 1963 - José Manuel Pérez, spanischer Motorradfahrer
- 1963 - Tatum O'Neal, US-amerikanische Schauspielerin
- 1963 - Jean-Pierre Papin, französischer Fußballspieler
- 1965 - Famke Janssen, niederländische Schauspielerin und Model
- 1967 - Kayah, polnische Sängerin
- 1971 - Sergej Berezin, russischer Eishockeyspieler
- 1974 - Jane Saville, australische Leichtathletin, Olympionikin und Gewinnerin der Commonwealth Games
- 1974 - Ryan Adams, amerikanischer Singer und Songwriter
- 1979 - Patrick Owomoyela, deutscher Fußball-Nationalspieler
- 1980 - Christoph Metzelder, deutscher Nationalspieler in Diensten von Borussia Dortmund
- 1983 - Mike Hanke, deutscher Fußball-Nationalspieler
Gestorben
- 1515 - Mariotto Albertinelli, italienischer Maler
- 1758 - Hans Egede, norwegischer Pfarrer
- 1761 - Thedel von Münchhausen, deutscher Junker
- 1803 - Choderlos de Laclos, französischer Schriftsteller
- 1807 - Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- 1879 - James Clerk Maxwell, schottischer Physiker
- 1888 - Ludwig Müller-Uri, deutscher Glaskünstler
- 1905 - Rudolf Koller, schweizerischer Maler
- 1914 - August Weismann, deutscher Biologe
- 1917 - Anna Fischer-Dückelmann, österreichische/ deutsche/schweizerische Ärztin, Autorin und Lebensreformerin
- 1921 - Antoinette Brown Blackwell, US-amerikanische Frauenrechtlerin
- 1954 - Oran Thaddeus 'Hot Lips' Page, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1955 - Maurice Utrillo, französischer Maler
- 1956 - Art Tatum, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1956 - Freda Wuesthoff, deutsche Physikerin und Friedensaktivistin
- 1960 - Mack Sennett, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 1960 - Johnny Horton, US-amerikanischer Sänger
- 1960 - Erich Neumann, deutsch-israelischer Psychologe und Psychoanalytiker
- 1969 - Brunolf Baade, deutscher Ingenieur und Erfinder
- 1972 - Lubor Bárta, tschechischer Komponist
- 1973 - Al Romer, US-amerikanischer Paläontologe
- 1977 - René Goscinny, französischer Comic-Autor
- 1977 - Guy Lombardo, kanadischer Musiker und Bandleader
- 1989 - Wladimir Horowitz, russischer Pianist
- 1991 - Robert Maxwell, britischer Medienunternehmer
- 1991 - Fred MacMurray, US-amerikanischer Schauspieler
- 1992 - Jan Hendrik Oort, dänischer Astronom
- 1992 - Arpad Elo, amerikanischer Statistiker
- 1997 - Isaiah Berlin, politischer Philosoph
- 1998 - Anna Henkel, deutsche Schauspielerin (Ehefrau von Herbert Grönemeyer)
- 2000 - Roger Peyrefitte, französischer Schriftsteller
- 2000 - Jimmie Davis, US-amerikanischer Sänger und Politiker
- 2003 - Bobby Hatfield, US-amerikanischer Sänger
- 2005 - John Fowles, Schriftsteller
Feiertage und Gedenktage
- 1605 - Guy Fawkes Day in Großbritannien
- Elisabet - zu Ehren der Mutter von Johannes dem Täufer
Siehe auch
- 4. November - 6. November
- 5. Oktober - 5. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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Rom
Rom (italienisch: Roma) ist eine Stadt mit 2.823.201 Einwohner an den Ufern des Flusses Tiber. In der näheren Agglomeration wohnen 3.615.972 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2005).
In der Antike war sie das Zentrum des Römischen Reiches und seit 1871 ist sie die Hauptstadt Italiens. Darüber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium und der Provinz Rom. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche. Außerdem ist Rom auch der Sitz des Malteser Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Somit kann Rom als dreifache Hauptstadt gelten.
Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist Rom der Sitz folgender UN-Organisationen: FAO, IFAD, WFP.
Geografie
Geografische Lage
WFP
Rom liegt im Zentrum des Landes, am Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres durchschnittlich 37 Meter über dem Meeresspiegel. Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im Süden die Albaner Berge.
Rom liegt in der Tiberebene, in welcher sich Tiber und Aniene kurz vor der Stadt vereinigen. Die geografischen Koordinaten sind 41,53 Grad nördlicher Breite und 12,29 Grad östlicher Länge. Die weitere Umgebung ist die Campagna Romana oder kurz Campagna.
Die Provinz Rom grenzt im Norden an die Provinz Viterbo und die Provinz Rieti, im Osten an die Provinz L'Aquila in der Region Abruzzen, sowie im Süden an die Provinz Frosinone und die Provinz Latina.
Stadtgliederung
Rom gliedert sich in 19 Munizipien und 155 Stadtbereiche. Die Munizipien sind Stadtbezirke, welche zur leichteren Regierbarkeit der Stadt Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurden. Ursprünglich waren es 20 municipi, aber das Municipio XIV ist Mitte der 1990er Jahre ausgemeindet worden und heute als Stadt Fiumicino bekannt. Die Stadtbezirke sind :
- Area Nord-Est: Municipi I, III, V und XVII
- Area Nord-Ovest: Municipi II, IV, XVI, XVIII, XIX und XX
- Area Sud-Ovest: Municipi XII, XIII und XV
- Area Sud-Est: Municipi VI, VII, VIII, IX, X und XI
Klima
Fiumicino
Das Klima Roms ist von seiner mediterranen Lage geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,4 Grad Celsius und die jährliche Niederschlagsmenge 758 Millimeter im Mittel.
Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 21 bis 23,8 Grad Celsius und die trockensten Juni und Juli mit 19 bis 21 Millimeter Niederschlag im Mittel.
Die größten Niederschläge sind im Herbst und Winter mit durchschnittlich 74 bis 104 Millimeter zu verzeichnen. Der kälteste Monat ist der Januar mit 7,9 Grad Celsius im Mittel.
Geschichte
Gründung
Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden.
Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch „von der Gründung der Stadt (Rom) an“. Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus.
Königszeit und Republik
Römischen Kalenders
Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius (auch Caelian(us)).
Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich, als erster Etruskerkönig wird Tarquinius Priscus (616 bis 578 v. Chr.) genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus - angeblich im Jahr 509 v. Chr. - wurde Rom eine Republik - wenngleich dies wohl erst um 475 v. Chr. geschah. Die Folgezeit war von Ständekämpfen zwischen den rechtlosen, wenn auch freien Plebejern und den adeligen Patriziern gekennzeichnet. Rom begann nun, die umliegenden Gebiete anzugliedern.
Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch ständig. Zum Schutz vor weiteren Übergriffen wurde die Servianische Mauer errichtet. 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten Aquädukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die Punischen Kriege (264-146 v. Chr.) bei.
Nachdem die Brüder Tiberius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus, die versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet wurden, kam es zu einer Phase der Instabilität, welche in Bürgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ermordet. Zu diesem Zeitpunkt erreichte das Forum Romanum bereits eine Bebauungsdichte, die eine Ausweitung des Areals nötig machte. Aus diesem Grund begann Caesar mit dem Bau des Forum Iulium.
Kaiserzeit
Forum Iulium
Im 1. Jahrhundert vor Christus war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfügte über ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein gut ausgebautes Straßennetz, funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles) welche als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Trotzdem wurde der Ausbau Roms, welcher besonders unter Caesars Erbe Kaiser Augustus forciert worden war, durch einen großen Brand unter Nero im Jahr 64 vorübergehend zurückgeworfen.
Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69-96 n. Chr.) begannen umfangreiche Bautätigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören die berühmtesten Baudenkmäler, wie das Kolosseum und die Kaiserforen. Das letzte dieser Foren wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter Trajan fertiggestellt. Zu dieser Zeit erreichte Rom den Höhepunkt seiner Zivilisation. Große Thermen wie die von Caracalla und Diokletian, welche sogar Bibliotheken einschlossen, waren fester Bestandteil des römischen Lebens geworden. Besessen vom Gigantismus errichteten die Kaiser immer größere Bauwerke, wie die Maxentiusbasilika. Hierin begann sich bereits der Niedergang des Kaiserreiches abzuzeichnen.
Spätantike und Niedergang
Maxentiusbasilika
Zu Beginn der Spätantike erreichte Rom wohl seine größte Bevölkerungszahl, verlor aber bald an politischer Bedeutung. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom während der Völkerwanderung 410 von den Westgoten, 455 von den Vandalen und 472 von den Burgundern geplündert wurde.
Nach dem formellen Untergang des Weströmischen Reiches im Jahr 476 wurden bekannte städtische Einrichtungen wie die Diokletiansthermen und das Kolosseum zunächst weiter unterhalten und trotz sinkender Einwohnerzahlen bestand das antike Leben fort. Prokopios hielt fest, dass die Bauwerke der Stadt während der Herrschaft der Ostgoten instand gehalten worden seien. Um 530 lebten noch etwa 100.000 Menschen in Rom. Die eigentliche zivilisatorische Katastrophe war der Gotenkrieg mit der endgültigen Zerstörung fast aller römischen Wasserleitungen durch Witichis 537, der Auslöschung der das antike Erbe bewahrenden Senatorenschicht und einem mehrjährigen Aussetzen des städtischen Lebens durch oströmisch-gotische Belagerungskämpfe.
Das letzte spätantike Bauwerk in der Stadt ist die 608 errichtete Phokas-Säule. Die Stadt entging nur knapp einer vollständigen Zerstörung. Rom gehörte zwar formell seit 554 wieder zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert folgten weitere Belagerungen, Angriffe und Plünderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, so dass sich das Stadtgebiet zeitweise kaum über die Tiberufer hinaus erstreckte.
siehe Untergang des Römischen Reiches
Hochmittelalter und Neuzeit
Untergang des Römischen Reiches
Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.
Die Gräber der nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostel Simon Petrus und Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch das Sacco di Roma ("Plünderung Roms") unterbrochen, als die Söldnertruppen Karls V. Rom plünderten und verwüsteten.
In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt.
Hauptstadt Italiens
Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die Lateranverträge mit dem Heiligen Stuhl 1929 beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ 1946 der König das Land, und Italien wurde Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt.
Rom heute
XVII. Olympischen Sommerspiele
Die großen Bauten des 20. Jahrhunderts wurden fast alle in den Außenvierteln wie dem E.U.R. errichtet, so etwa der Palazzo del Lavoro. In der Innenstadt dagegen sind Baumaßnahmen aus denkmalpflegerischen Gründen nur selten erlaubt. Derzeit finden große Grabungen im Bereich der antiken Kaiserforen statt.
Im modernen Stadtbild ist die Vergangenheit noch an vielen Stellen anzutreffen. So ist etwa das Theater des Pompeius am Campo de' Fiori aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., in dessen Vorhof zu Cäsars Zeit die Kurie untergebracht war und er wohl auch getötet wurde, noch zu großen Teilen erhalten. Allerdings ist im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Halbrund für die Zuschauer eine Wohnbebauung geworden. Heute befinden sich darin Keller und eine Tiefgarage, Restaurants und Bars, Privatwohnungen und Hotelpensionen. Alle Zimmer haben aufgrund der ursprünglichen halbrunden Theaterstruktur einen trapezförmigen Grundriß.
Die Erneuerung der Stadt stellt die Römer im Alltag oft vor große Probleme. Schon der Bau einer riesigen Tiefgarage zum Jahr 2000 in einen Tuffhügel am Petersplatz war umstritten, weil die Zerstörung archäologischer Reste befürchtet wurde. Aus demselben Grund wurde die immer noch dringend benötigte dritte Metro-Linie bis heute nicht gebaut.
Größere Probleme als die historische Innenstadt machen die oft unschönen Vorstädte mit ihrer hohen Kriminalitätsrate. Dort waren nach dem 2. Weltkrieg oft nachträglich gegen eine Gebühr genehmigte Gebäude fast unkontrolliert in die römische Campagna gebaut worden. Während in der Innenstadt die Kirchen aufgrund ihrer Überzahl oft kaum noch zu erhalten sind, fehlten sie in der Umgebung häufig völlig. Bis heute sind in der einstigen Stadt der "Thermen für alle" öffentliche Bäder kaum vorhanden.
Die Einwohner die es sich leisten können, besitzen eine Wohnung in einem der oft begrünten und sorgsam gepflegten Innenhöfe oder gar eine kleine Villa im Stadtbereich. Insgesamt hat sich seit der Wahl des grünen Bürgermeisters Rutelli Anfang der 1990er Jahre und unter der Regierung von Silvio Berlusconi die Situation nur wenig gebessert.
Unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. erlebte die Stadt zweimal einen nie zuvor dagewesenen Menschenandrang. Im Jahr 2000 kamen zum Gottesdienst am Weltjugendtag zwei Millionen Menschen vor die Tore der Stadt. An den Begräbnisfeierlichkeiten am 8. April 2005 auf dem Petersplatz nahmen 200 Staats- und Regierungschefs sowie drei bis vier Millionen Menschen aus aller Welt teil, von denen aber nur 300.000 Platz fanden, die übrigen verfolgten die Zeremonien auf Videogroßbildschirmen.
- Siehe auch: Zeittafel Rom
Religionen
Zeittafel Rom
In der Antike war die Römische Mythologie mit ihren Kulten die am weitesten verbreitete Religion in der Stadt. Dennoch waren in diesem Kulturzentrum auch alle anderen Religionen vertreten. Bereits sehr früh entstand eine christliche Gemeinde in der Stadt, welche trotz der Christenverfolgungen rasch anwuchs.
Ab der Herrschaftszeit Konstantins des Großen nahm das Christentum im Römischen Reich einen Aufschwung und überlebte auch dessen Untergang. Nachdem die Stadt mehrfach von heidnischen Völkern geplündert und zerstört wurde, setzte sich Rom als Zentrum des Kirchenstaates durch. Infolgedessen wurden in Rom unzählige Kirchen errichtet, die die wichtigsten Heiligtümer beherbergen.
Nachdem Rom 1797 von Napoleon Bonaparte erobert worden war, wurde es nach dem Wiener Kongress 1815 wieder unter päpstliche Hoheit gestellt. Da das italienische Nationalbewusstsein unter der französischen Besatzung gewachsen war, kam es zum Krieg zwischen dem inzwischen vereinigten Italien und dem Papstsitz Rom.
Der Papst zog sich darauf hin in den Vatikan zurück, der 1929 in den Lateranverträgen als eigenständiger Staat akzeptiert wurde. Seitdem ist Rom, besonders der Vatikan, wieder das geistliche Zentrum des Christentums.
Einwohnerentwicklung
Roms Geschichte begann etwa 800 v. Chr. mit einem Bündnis verschiedener kleiner Dörfer mit wenigen hundert bis tausend Einwohnern. Von da an wuchs Rom in den nächsten Jahrhunderten kontinuierlich zu einer Megastadt, die über eine Million Einwohner zählte. Erst mit dem Einsetzen des Mittelalters nahm die Bevölkerung wieder ab und sank rasch bis zum Jahr 530 auf 100.000.
Im frühen Mittelalter war Rom mit 20.000 Einwohnern nur mehr eine Kleinstadt. Erst mit dem Aufstieg des Kirchenstaates blühte Rom erneut auf und konnte als Wallfahrtszentrum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Einwohnerzahl wieder auf 230.000 steigern. Erst im 20. Jahrhundert wuchs Rom erneut zur Millionenstadt heran, indem es in rund 100 Jahren seine Einwohnerzahl mehr als verzehnfachte.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1858 handelt es sich um Schätzungen, von 1861 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
530
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Überblick
530
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Rom wurde der Überlieferung zufolge im Jahre 753 v. Chr. auf einem der sieben Hügel gegründet. Jedoch lassen Funde darauf schließen, dass bereits 1000 v. Chr. in diesem Bereich menschliche Siedlungen existiert haben müssen. Das Bild der Hügel Kapitol und Palatin, sowie des Tales zwischen den beiden, ist besonders durch antike Bauwerke bestimmt.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Kapitol lange als Sitz der Regierung des Imperium Romanum diente, während der Palatin vor allem als Residenzhügel der Kaiser verwendet wurde. Im Tal zwischen den beiden Hügeln befindet sich das Forum Romanum, welches das Zentrum des städtischen Lebens im antiken Rom darstellte.
Als Innenstadt Roms gilt der Bereich innerhalb der Aurelianischen Mauer, welche im 3. Jahrhundert um das Gebiet der 7 Hügel, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius, Aventin und Palatin, errichtet wurde. Das historische Zentrum breitet sich fast ausschließlich am linken Ufer des Tibers aus.
Hier befinden sich die meisten und größten Baudenkmäler aus der Antike. Die christlichen Gebäude hingegen sind auf beiden Seiten des Tiber verstreut. Die Vatikanstadt, mit dem weithin sichtbaren Petersdom, befindet sich jedoch auf der rechten Seite des Tibers. Das historische Zentrum von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt.
Die äußere Stadt und der Peripherie Roms befindet sich im Bereich außerhalb der aurelianischen Mauer. Die Konzentration antiker Bauwerke ist hier deutlich geringer, wenn man auch immer wieder solche antrifft. Man findet jedoch zahlreiche Kirchen, welche auch in diesem Bereich errichtet wurden, so zum Beispiel die Basilika St. Paul vor den Mauern.
Theater
St. Paul vor den Mauern
Rom spielt eine führende Rolle im italienischen Kulturleben. Im Opernhaus der Stadt, das zu den größten in Italien zählt, werden Opernaufführungen geboten, die im Sommer auch in den Caracalla-Thermen stattfinden. Außerdem gibt es in Rom etwa 20 Theater und sechs Konzertsäle, die außerhalb der Sommermonate mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten.
Im April 2002 wurde im nördlichen Teil der Stadt ein Konzertpark eröffnet; das rund 50.000 Quadratmeter große Areal umfasst unter anderem drei Konzerthallen mit 700, 1.200 und 2.700 Plätzen, die nach Plänen des Genoveser Architekten Renzo Piano erbaut wurden.
Museen
Das älteste Museum Roms sind die 1471 eingerichteten Kapitolinischen Museen, die neben den wesentlich größeren Vatikanischen Museen zu den bedeutendsten Kunstkollektionen Roms gehören.
In der Villa Giulia, dem Landhaus Papst Julius II. welches Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, ist eine herausragende Sammlung etruskischer und antiker Römischer Kunst untergebracht. Die Kunstsammlung der Familie Borghese wird in ihrem Palast aus dem frühem 17. Jahrhundert ausgestellt. Sie trägt den Namen Galerie Borghese und besteht vor allem aus Gemälden und Plastiken.
Im von Michelangelo entworfenen Museo Nazionale Romano delle Terme sind griechische und römische Plastiken ausgestellt. Ebenfalls bedeutend sind die Gemäldegalerie im Palazzo Farnese, die Renaissance-Bronzensammlung im Palazzo Venezia und die Gemäldesammlung im Palazzo Barberini.
Bauwerke
Palazzo Barberini
Palazzo Barberini
Palazzo Barberini
Rom beherbergt als eine der großen Kulturstädte Europas zahlreiche Denkmäler von der Zeit der Etrusker bis hin zur Gegenwart, wobei die Zeugnisse aus der Zeit der etruskischen Könige und der römischen Frühgeschichte eher spärlich sind. Umso umfangreicher sind die Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches.
Sie reichen vom fast vollständig erhaltenen Pantheon (gegründet im Jahre 27 v. Chr., wiederaufgebaut zwischen 118 und 128 n. Chr.), dem einzigen erhaltenen Kuppelbau der Antike, bis zum eindrucksvollen Kolosseum (fertiggestellt 80 n. Chr.), dem größten Amphitheater der Antike, das Austragungsstätte von Gladiatorenkämpfen und anderen Schauspielen war. Seit dem Jahre 1999 dient das Kolosseum auch als Monument gegen die Todesstrafe: Immer wenn ein Staat dieser Welt die Todesstrafe abschafft, wird das Kolosseum 48 Stunden lang hell erleuchtet – was aber nur selten geschieht.
In der Stadt findet man neben den antiken Stadtmauern Triumphbögen, einzigartige Kirchen und Paläste sowie große öffentliche Plätze; besonders bedeutend sind das Forum Romanum und die Kaiserforen, ebenso wie die Caracalla-Thermen (erbaut um 217 n. Chr.), die heute als Szenerie für die Opernaufführungen im Sommer genutzt werden, die Katakomben - weit verzweigte unterirdische Anlagen, in denen Christen ihre Gottesdienste feierten und bestattet wurden - und die Engelsburg, die als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian erbaut und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde.
Im 4. Jahrhundert wurde die Kirche San Paolo fuori le mura gebaut und nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1823 wiedererrichtet. Die Basilica San Giovanni in Laterano wurde im 4. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert im Wesentlichen wiederaufgebaut. Die aus dem 5. Jahrhundert stammende Kirche San Pietro in Vincoli ist im 15. Jahrhundert restauriert worden und beherbergt die berühmte Moses-Statue von Michelangelo Buonarroti.
Weitere bedeutende Bauwerke sind die Piazza Navona mit drei Brunnen (darunter die Fontana dei Quattro Fiumi, ein Hauptwerk des italienischen Bildhauers Gian Lorenzo Bernini), die Piazza del Campidoglio (Kapitolsplatz mit einer Bronzestatue des Kaisers Marcus Aurelius, die im 2. Jahrhundert n. Chr. fertiggestellt wurde), die Fontana di Trevi (ein Barock-Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, in den Touristen traditionell Münzen hineinwerfen und sich etwas wünschen) und die Piazza di Spagna mit der berühmten, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Spanischen Treppe, die zu der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche Santa Trinità dei Monti hinaufführt.
Weitere Sehenswürdigkeiten des christlichen Roms sind über die gesamte Stadt verstreut. Das christliche Zentrum bildet hierbei der nicht zugängliche Staat der Vatikanstadt mit dem Petersdom. Weitere große Kirchen wie die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern befinden sich innerhalb des Stadtgebiets. Die meisten Kirchen sind besonders prunkvoll ausgestattet und enthalten Kunstwerke von unschätzbarem Wert.
Sehenswürdigkeiten des modernen Roms befinden sich eher in den äußeren Bezirken der Stadt, wie zum Beispiel Bauwerke für die Olympischen Sommerspiele 1960, entworfen von Pier Luigi Nervi, einem der führenden italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts, aber auch Ehrenmäler und Hochhäuser. Über die ganze Stadt verteilt sind zahlreiche weitere Baudenkmäler, Plätze, Brunnen und Obelisken, welche von großen Künstlern geschaffen und prunkvoll verziert wurden.
- Siehe auch: Aquädukte in Rom, Brunnen in Rom, Kirchen in Rom, Obelisken in Rom und Plätze in Rom.
Sport
Plätze in Rom
In der Stadt gibt es mit dem 1927 gegründeten AS Rom und dem im Jahre 1900 gegründeten Lazio Rom zwei national und international bedeutende Fußballvereine. Beide Vereine tragen ihre Heimspiele im 85.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion aus.
Der AS Rom wurde dreimal Italienischer Fußball-Meister, siebenmal Italienischer Fußball-Pokalsieger und gewann einmal (1961) den UEFA-Pokal. Lazio Rom wurde zweimal Meister, viermal Pokalsieger und gewann einmal (1999) den Europapokal der Pokalsieger.
Rom war Austragungsort der Olympische Sommerspiele 1960 und der ersten Paralympics überhaupt. Das Olympiastadion liegt im Norden der Stadt.
Kulinarische Spezialitäten
Paralympics
Rom bietet eine reiche Auswahl an absoluten Qualitätsrestaurants. Das kulinarische Angebot in Rom ist sehr abwechslungsreich und reicht von ausgezeichneter Küche der berühmtesten Köche internationalen Niveaus bis zur typisch römischen Küche mit ihrer Vielfältigkeit, von der jüdischer Küche zur Zubereitung von Schalentieren, von Spezialitäten aus Latium zu ausgezeichneten Fischgerichten, außerdem befinden sich in der Stadt auch zahlreiche Restaurants, die Spezialitäten aus allen fünf Erdteilen bieten.
Typische Gerichte der römischen Küche sind die "coda alla vaccinara", Schwänze junger Rinder in Wein, Tomaten und Pfefferschoten gekocht, oder die "pajata", Kalbsmagen mit Tomatensoße, der "abbacchio alla scottadito" oder die "trippa alla romana", die mit der Zeit immer weiter verfeinert wurden und heute wahre Spezialitäten sind.
Die traditionellen Restaurants der Stadt mit echten römischen Spezialitäten befinden sich überwiegend in Testaccio rund um den früheren Schlachthof. Unter den beliebten Lokalen steht den Pizzerien sicherlich ein Ehrenplatz zu. Sie sind über die ganze Stadt verteilt, aber Trastevere bietet wahrscheinlich das größte Angebot an Pizzerien mit Holzofen. Empfehlenswert sind hier die berühmten flachen römischen Pizzen mit dem knusprigen Rand. Schmackhaft sind auch die Supplì al Telefono, frittierte Reisklößchen gefüllt mit Mozzarella, die Kartoffelkroketten, die frittierten Klippfischfilets, die Kürbisblüten und die Bruschette, getoastete Brotscheiben mit Tomaten, Öl und Knoblauch.
Wirtschaft und Infrastruktur
Supplì al Telefono
Rom ist seit dem 2. Weltkrieg der wichtigste Wirtschaftsstandort in Italien. Seine Wirtschaft basiert auf der staatlichen Verwaltung, sowie dem Fremdenverkehr. Daneben dominieren andere Dienstleistungsbranchen, wie ganz besonders der Einzelhandel.
Als Industriestandort produziert Rom vor allem die traditionellen Industrieerzeugnisse Textilien und Souvenirs für Touristen, sowie die neueren Erzeugnisse wie Nahrungsmittel, pharmazeutische Produkte, Maschinen, Papier- und Metallwaren. Daneben ist Rom wegen des Klimas und der Monumente auch für die Filmindustrie ein wichtiger Standort.
Die Hauptverwaltungen zahlreicher internationaler Unternehmen und Organisationen haben ihren Sitz in Rom. Hierzu zählen unter anderem die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), der Welternährungsrat (WFC) und das Welternährungsprogramm (WFP).
Verkehr
WFP
Rom selbst hat zwei internationale Flughäfen, Fiumicino (Leonardo da Vinci) und Ciampino (G.B. Pastine). Der an der Küste gelegene internationale Flughafen Leonardo da Vinci ist einer der geschäftigsten Flughäfen der Welt.
Als zentraler Knotenpunkt des italienischen Eisenbahnsystems verfügt Rom über die Bahnhöfe Roma Tiburtina, Roma Ostiense, Roma Trastevere, Roma San Pietro, sowie den Hauptbahnhof Roma Termini. Mit der Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke nach Neapel in diesem Jahr und dem baldigen Ausbau des Bahnhofes Tiburtina werden Züge, die Rom nur als Durchgangsstation durchfahren, nicht mehr den Hauptbahnhof Termini anfahren.
Rom verfügt über ein gut ausgebautes, aber nur chaotisch funktionierendes ÖPNV-System, bestehend aus Bussen, Tram und U-Bahn. Während die ganze Stadt durch ein System aus Express- und Stadtbussen recht gut erschlossen ist, ist das U-Bahnsystem, mit den Linien A und B, nur mäßig ausgebaut und in den Stoßzeiten vollkommen überlastet, da eine Beschädigung vieler historischer Gebäude und Anlagen durch den Bau der Tunnel befürchtet wurde und wird. Der erste Streckenabschnitt der Metro wurde am 9. Februar 1955 zwischen Termini und Laurentina eingeweiht. Heute fährt sie auf zwei Linien mit einer Länge von 41 Kilometern. Eine Erweiterung der Linie B und eine neue Linie C sind in Bau.
Nachdem zwischen dem 8. Januar 1937 und dem 2. Juli 1972 schon einmal Trolleybusse in Rom fuhren, wurde das System nach einer Unterbrechung von 33 Jahren am 23. März 2005 in der Stadt wieder eingeführt. Die Straßenbahn von Rom nahm am 2. August 1877 den Betrieb auf. Sie verkehrt auf einem 84 Kilometer langen Streckennetz.
Medien
- Tageszeitungen: La Repubblica, Il Messaggero, Il Tempo, Corriere dello Sport, Gazzetta dello Sport (beides Sportzeitungen).
- Fernseh-/Radiosender: RAI TV, Radio Vatikan
Bildung
Rom hat drei staatliche Universitäten: Die Universitá degli Studi di Roma La Sapienza ist eine der ältesten Universitäten Europas (Gründung: 1303) und mit 147.000 Studenten die größte Universität Europas. Die beiden anderen Universitäten sind die Tor Vergata und Roma Tre. Daneben bestehen mehrere katholische Universitäten als Einrichtungen des Heiligen Stuhls bzw. einzelner geistlicher Orden.
Außerdem ist Rom der Sitz der Akademie der Schönen Künste, der Nationalen Akademie für Tanz, der Nationalen Akademie für dramatische Kunst, des Musikkonservatoriums und des Zentralinstituts für die Restaurierung von Kunstwerken.
Söhne und Töchter der Stadt
Siehe: Liste der Söhne und Töchter von Rom
Literatur
- Jansen, D. / Poeschel, S.: Rom. München, 1990.
- Gregorovius, F.: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom V. bis XVI. Jahrhundert. München, 1988.
- Neumeister, C.: Das antike Rom. - Ein literarischer Stadtführer. München, 1991.
- Coarelli, F.: Rom. - Ein archäologischer Führer. Freiburg, 1989.
- Titus Livius: Ab urbe condit. Rom, ab 27 v.Chr.
- Kolb, Frank: Rom - Geschichte der Stadt in der Antike. München 1995
- Clemens Bombeck: "Auch sie haben Rom geprägt. An den Gräbern der Heiligen und Seligen in der Ewigen Stadt", Verlag Schnell & Steiner Regensburg 2004 , ISBN 3795416914
Filme
- Roman Holiday (Ein Herz und eine Krone), Regie: William Wyler, 1953
- La dolce vita (dto.), Regie: Federico Fellini, 1960
- Roma (Fellinis Roma), Regie: Federico Fellini, 1972
- Caro diario (Liebes Tagebuch), Regie: Nanni Moretti, 1991
- Gente di Roma, Regie: Ettore Scola, 2003
Partnerstädte
- New York City (USA)
Siehe auch
- Portal und Themenliste Rom
- Römisches Reich
Weblinks
- [http://www.comune.roma.it Offizieller Webauftritt] (italienisch)
- [http://www.die-roemer-online.de/rom/rom.html die-roemer-online Das antike Rom]
- [http://rubens.anu.edu.au/htdocs/bycountry/italy/rome/popolo/ Popolo-Projekt der Australien National University] - 4,3 Gigabyte Bilder zum Thema Rom (englisch)
- [http://www.kirke.hu-berlin.de/ressourc/roma.html Kirke] Rom im WorldWideWeb
- [http://www.gottwein.de/roge/rom_hist.php Römische Geschichte in annalistischer Darstellung]
- [http://www.urlaub-rom.de/ 3 Tage in Rom] - Empfehlungen für Stadtrundgänge
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Places/Europe/Italy/Lazio/Roma/Rome/home.html Thayer's Gazetteer of Rome] (english/italienisch)
- [http://rom.antikefan.de Das antike Rom - Geschichte und Bauwerke]
- [http://rome.arounder.com/fullscreen.html Interactive high quality fullscreen QTVR panoramas] - mit Breitband (englisch)
- [http://rome.arounder.com/java.html Interactive high quality fullscreen QTVR panoramas] - ohne Breitband (englisch)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/ Rome Virtual Travel] (englisch/italienisch/französisch)
- [http://www.romaculta.it/it/souvenirs.html Historische Fotos von Rom] (italienisch)
- [http://www.discover-rome.de/index_de.html Discover Rome]
- [http://www.euxus.de/rom.html Ein deutscher Reisebericht mit vielen Fotos von 2004]
- [http://formaurbis.stanford.edu/ Stanford Digital Forma Urbis Romae Project - Stadtplan Roms Anfang des 3. Jhdts] (englisch)
- [http://www.italien-inseln.de/italia/latium-lazio/roma/hauptstadt.html Provinz Rom]
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Kategorie:Ort im Latium
Kategorie:Hauptstadt in Europa
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Kategorie: Hauptstadt in Italien
als:Rom
ja:ローマ
ko:로마
simple:Rome
PorträtmalereiAls Porträtmalerei (zu franz. portrait, "Bildnis") bezeichnet man ein Genre der Malerei, dessen Gegenstand die Abbildung eines Menschen in einem Gemälde ist.
Differenzierungsbereiche
Je nach der Größe des Bildes unterscheidet man in der Malerei Kopfstück, Brustbild, Hüftbild (halbe Figur), Kniestück (Porträt vom Kopf bis zum Knie) und ganzes Porträt.
Nach der Haltung oder Wendung der Figur, besonders des Kopfes, bezeichnet man das Bildnis als von vorn (en face) oder von der Seite genommen (en profil) oder als Halb- (Dreiviertel-) Profil.
Studienköpfe nennt man die skizzenhaft, mehr zur Übung ausgeführten Bildnisse.
Geschichte
Die Porträtmalerei war bereits im Altertum bei den Ägyptern gut ausgebildet, wie zahlreiche Bildnisse der Verstorbenen beweisen. Bei den Griechen gelangte sie erst in der alexandrinischen Zeit zur höchsten Vollendung. Zur meisterhaften Gestaltung gelangten in der griechischen Kunst auch Idealporträts. Das sind frei erfundene Charaktertypen, geschaffen nach dem idealen Wesen des betreffenden Individuums und dem Künstler auch nicht persönlich bekannt (Statuen und Köpfe des Homer, Äsop etc.). Mit Lysipp und seinem Bruder Lysistratos, der zuerst Gesichtsmasken nach dem Leben abformte, drang die realistische Auffassung in die Porträtkunst ein. Die Römer haben daraufhin diese Porträts in virtuoser Weise ausgebildet (Augustusstatue des Vatikanischen Museums, Köpfe des Caracalla, Hadrian).
In der Renaissancezeit wurde das Porträt zuerst durch die Bildhauer (Mino da Fiesole, Desiderio da Settignano, Rossellino, Luca della Robbia u.a.) zu höchster, naturalistischer Virtuosität ausgebildet. Die Maler folgten erst später. In der Blütezeit der italienischen Malerei gelang es ihr dann, dem Porträt die Bedeutung eines Charakterbildes zu geben, in welchem das ganze Wesen des Dargestellten zum Ausdruck gelangt.
Raffael und Tizian stehen hierin voran, unter den Niederländern Rubens, van Dyck, Frans Hals und Rembrandt, aus der spanischen Schule besonders Velázquez. Die letzteren Meister wissen auch durch koloristische Stimmung und bedeutsamen Hintergrund die Schilderung zu vertiefen.
Einfacher, aber ungemein charak | | |