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Angelo Poliziano

Angelo Poliziano

Angelo Poliziano, eigentlich Angiolo Ambrogini, (
- 14. Juli 1454 in Montepulciano; † 29. September 1494 in Florenz) war ein italienischer Humanist und Dichter der Renaissance. Poliziano wurde in Florenz erzogen und war dann als Kanzler und Erzieher der Söhne des Florentiner Staatsmannes Lorenzos de Medici tätig. Poliziano wendete sich ab 1477 fast ausschließlich klassischen Studien zu. 1480 erhielt er den Lehrstuhl der griechischen und lateinischen Literatur an der Universität von Florenz. Sein hervorragender Ruf zog Studenten aus ganz Italien und anderen europäischen Ländern an; zu seinen Hörern zählten Michelangelo, Johannes Reuchlin und die englischen Humanisten Thomas Linacre und William Grocyn. 1485 wurde er Kanonikus der Kathedrale zu Florenz.

Werke


- Kurzepos Stanze per la giostra (1475-1478)
- Schauspiel Fabula di Orpheo (1494)

Weblinks


- Poliziano, Angelo Poliziano, Angelo Poliziano, Angelo ja:アンジェロ・ポリツィアーノ

14. Juli

Der 14. Juli ist der 195. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 196. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 170 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1789 - Beginn der Französischen Revolution: Pariser Bürger stürmen die Bastille und befreien sieben Gefangene.
- 1865 - Erstbesteigung des Matterhorns durch Edward Whymper
- 1880 - In Frankreich wird die Marseillaise Nationalhymne und der Jahrestag der Erstürmung der Bastille von 1789 als Nationalfeiertag erstmalig gefeiert.
- 1933 - Deutschland. Die NSDAP wird zur einzigen rechtmäßigen Partei erklärt.
- 1958 - Bei einem Militärputsch im Irak werden König Faisal II. und seine Familie ermordet.
- 1966 - In Chicago werden acht Schwesternschülerinnen des South Chicago Hospitals auf brutale Weise von Richard Speck ermordet.
- 1969 - Der so genannte Fußballkrieg zwischen Honduras und El Salvador bricht aus.
- 1997 - Bonn, Deutschland. Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski und Polens Ministerpräsident Włodzimierz Cimoszewicz treffen zur ersten deutsch-polnischen Gipfel ein.
- 1997 - Indien. Kocheril Raman Narayanan wird Staatspräsident.
- 1997 - In Nairobi kommt es zu blutige Straßenschlachten mit mehreren Tausend Studenten, die den Rücktritt von Staatspräsident Daniel arap Moi fordern.

Wirtschaft

Daniel arap Moi
- 1914 - Der Rhein-Herne-Kanal wird nach 8 Jahren Bauzeit für die Schifffahrt freigegeben.

Wissenschaft und Technik


- 1729 - Der Physiker Stephen Gray baut die erste Freileitung der Welt, um nachzuweisen, dass man elektrische Energie übertragen kann.
- 1965 - Die amerikanische Raumsonde Mariner 4 fliegt am Mars vorbei und liefert die ersten Nahaufnahmen eines fremden Planeten.

Kultur


- 1786 - Uraufführung der Oper Rosine ou L'Epouse abandónnée von François-Joseph Gossec in Paris.
- 1787 - Uraufführung der Oper Les Promesses de mariage von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1902 - Der zu Beginn des 10. Jahrhunderts errichtete, zwischenzeitig 100 m hohe Campanile di San Marco, der Glockenturm der Kirche von San Marco in Venedig, stürzt in sich zusammen.
- 1955 - Der Spielfilm "Drei Männer im Schnee", ein Film von Kurt Hoffmann nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner und mit Paul Dahlke, Günther Lüders und Claus Biederstaedt in den Hauptrollen, wird in Köln uraufgeführt.

Religion

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Lucien Aimar gewinnt die Tour de France.

Geboren


- 1454 - Angelo Poliziano, italienischer Humanist und Dichter
- 1602 - Jules Mazarin, französischer Kardinal
- 1675 - Claude Alexandre de Bonneval, Französischer Abenteurer
- 1756 - Thomas Rowlandson, britischer Maler und Karikaturist
- 1774 - Hans Graf von Bülow, westfälisch-preußischer Staatsmann
- 1793 - George Green, britischer Mathematiker und Physiker
- 1798 - Alessandro Antonelli, italienischer Architekt
- 1801 - Johannes Peter Müller, deutscher Physiologe und vergleichender Anatom
- 1816 - Arthur de Gobineau, französischer Adeliger
- 1820 - Sigismund Wilhelm Kölle, deutsch-englischer Missionar und Sprachforscher
- 1825 - Adolf Cluss, deutsch-amerikanischer Architekt
- 1830 - Henry E. Bird, englischer Schachspieler
- 1833 - Joseph Brambach, deutscher Komponist
- 1839 - Alexander Linnemann, deutscher Architekt, Glasmaler und Kunstgewerbler
- 1840 - Heinrich Schwenger, deutscher Baumeister
- 1847 - Gustav Eberlein, deutscher Bildhauer, Maler und Dichter
- 1853 - Eduard Franz Ludwig Kullmann, deutscher Handwerker, Attentäter
- 1858 - Emmeline Pankhurst, britische radikal-feministische Theoretikerin, Frauenrechtlerin und Philosophin
- 1859 - Willy Hess, deutscher Violinvirtuose und -lehrer
- 1862 - Gustav Klimt, österreichischer Künstler
- 1866 - Ragnar Östberg, schwedischer Architekt
- 1868 - Gertrude Bell, britische Reiseschriftstellerin und Historikerin
- 1874 - Abbas II., der letzte Khedive (türkischer Vizekönig) von Ägypten
- 1877 - Karl Illner, österreichischer Pilot
- 1886 - Ernst Nobs, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1886 - Fred Sauer, österreichischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor
- 1887 - Phibul Songkhram, Feldmarschall, Premierminister und Militärdiktator
- 1888 - Kakuza Tscholokaschwili, georgischer Partisanenführer
- 1888 - Odile Defraye, belgischer Radrennfahrer
- 1890 - Ossip Zadkine, weißrussischer Maler und Bildhauer
- 1891 - Alexander Melentjewitsch Wolkow, russischer Schriftsteller, Mathematikprofessor
- 1896 - Buenaventura Durruti, spanischer Syndikal und anarchistischer Revolutionär
- 1898 - Ante Pavelic, kroatischer Politiker, Nationalist und Führer des kroatischen Ustasastaats (1941-1945)
- 1901 - Gerald Finzi, britischer Komponist
- 1903 - Irving Stone, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1904 - Isaac Bashevis Singer, polnischer Schriftsteller und Nobelpreisträger
- 1907 - Chico Landi, brasilianischer Rennfahrer
- 1910 - William Hanna, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent
- 1911 - Terry-Thomas, britischer Schauspieler
- 1912 - Willard Motley, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1912 - Woody Guthrie, US-amerikanischer Gewerkschafter und Liedermacher
- 1913 - Fritz Erler, deutscher Politiker und MdB
- 1913 - Gerald Ford, 40. Vizepräsident und 38. Präsident der USA
- 1913 - Mary Henle, Vertreterin der Gestalttheorie
- 1916 - Natalia Ginzburg, italienische Schriftstellerin
- 1918 - Arthur Laurents, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1918 - Ingmar Bergman, schwedischer Regisseur
- 1918 - Jay W. Forrester, US-amerikanischer Informatiker
- 1919 - Lino Ventura, italienisch-französischer Schauspieler
- 1920 - Wolfgang Stammberger, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1921 - Geoffrey Wilkinson, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1925 - Francisco Álvarez Martínez, Erzbischof von Toledo und Kardinal
- 1926 - Harry Dean Stanton, US-amerikanischer Schauspieler
- 1930 - Ruth Drexel, deutsche Schauspielerin und Regisseurin
- 1933 - Del Reeves, US-amerikanischer Sänger
- 1938 - Bob Scholl, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Karel Gott, tschechischer Schlagersänger
- 1939 - Karel Svoboda, tschechischer Komponist
- 1939 - Vince Taylor, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1941 - Andreas Khol, österreichischer Politiker und Professor für Verfassungsrecht
- 1942 - Javier Solana, spanischer Politiker und Außenminister
- 1943 - Hans Joachim Alpers, deutscher Schriftsteller und Verleger
- 1944 - Henning Pawel, deutscher Kinderbuchautor und Schriftsteller
- 1944 - Walter Mende, deutscher Politiker
- 1945 - Jim Davis, Comiczeichner und Erfinder von Garfield
- 1945 - Uwe Küster, deutscher Politiker und MdB
- 1951 - Erich Hallhuber, deutscher Schauspieler
- 1954 - Chris Cross, britischer Musiker
- 1959 - Mircea Geoană, rumänischer Politiker und Außenminister
- 1959 - Peter Angerer, deutscher Biathlet
- 1961 - Kyle Gass, US-amerikanischer Musiker
- 1962 - Kerstin Lorenz, war eine deutsche Politikerin.
- 1964 - John Maurer, US-amerikanischer Musiker (Social Distortion)
- 1971 - Ross Rebagliati, kanadischer Snowboarder
- 1977 - Kronprinzessin Viktoria, Kronprinzessin von Schweden
- 1978 - Mattias Ekström, schwedischer Autorennfahrer
- 1979 - Axel Teichmann, deutscher Skilangläufer
- 1981 - Matti Hautamäki, finnischer Skispringer

Gestorben


- 937 - Arnulf I. (Bayern), Herzog von Bayern
- 1217 - Hroznata, bömischer Märtyrer
- 1223 - Philipp II., König von Frankreich
- 1484 - Federico I. Gonzaga, Sohn des Markgrafen Luigi III. Gonzaga von Mantua
- 1614 - Kamillus von Lellis, italienischer Ordensgründer und ein Heiliger
- 1654 - William Forbes, Soldat und Söldner
- 1685 - Johann Caspar Bauhin, schweizerischer Arzt und Botaniker
- 1742 - Richard Bentley, englischer klassischer Philologe und Textkritiker
- 1791 - Joseph Gärtner, deutscher Botaniker
- 1794 - Jean Frédéric Edelmann, elsässischer Komponist
- 1812 - Christian Gottlob Heyne, deutscher Professor der Altertumswissenschaft
- 1816 - Francisco de Miranda, venezolanischer Freiheitskämpfer gegen die Spanier
- 1817 - Anne Germaine de Staël, französische Schriftstellerin
- 1827 - Augustin Jean Fresnel, französischer Physiker und Ingenieur
- 1828 - Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller
- 1862 - José Escolástico Andrino, salvadorianischer Komponist
- 1875 - Henri Dufour, schweizerischer Humanist, General, Politiker, Kartograf und Ingenieur
- 1877 - August von Bethmann-Hollweg, deutscher Jurist und Politiker
- 1881 - Billy the Kid, US-amerikanischer "Westernheld"
- 1882 - John Ringo, Revolverheld des US-amerikanischen Westens
- 1885 - Ernst Hello, französischer Schriftsteller und Philosoph
- 1887 - Alfred Krupp, deutscher Industrieller und Erfinder
- 1889 - P. G. Berg, schwedischer Verleger
- 1892 - Wilhelm Büchner, Apotheker, Chemiker, Fabrikant und Politiker
- 1893 - Karl Braun, deutscher Politiker und Anhänger der Freihandelspolitik
- 1895 - Karl Heinrich Ulrichs, Vorkämpfer der Schwulen-Bewegung
- 1904 - Paul Kruger, südafrikanischer Politiker und Gründer des Kruger-Nationalparks
- 1907 - William Henry Perkin, britischer Chemiker
- 1908 - William Mason, US-amerikanischer Komponist
- 1917 - Octave Lapize, französischer Radrennfahrer
- 1923 - Gustav Haensel, Unternehmer, Stadtverordnetenvorsteher und Ehrenbürger von Pirna
- 1927 - Fritz Hofmann, deutscher Teilnehmer der ersten Olympischen Sommerspiele
- 1929 - Hans Delbrück, deutscher Historiker und Politiker
- 1934 - Willo Welzenbach, deutscher Bergsteiger
- 1937 - Walter Simons, deutscher Jurist und Politiker
- 1939 - Alfons Maria Mucha, tschechischer Plakatkünstler, Graphiker und Kunstgewerbler
- 1946 - Jorge Ubico Castañeda, guatemalischer Präsident und Diktator
- 1946 - Arthur Greiser, Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP
- 1949 - Cäsar von Arx, Schweizer Dramatiker
- 1956 - Jos van Son, niederländischer Fußballspieler
- 1957 - Herbert MacKay-Fraser, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1958 - Faisal II. (Irak), König des Irak von 1939 bis 1958
- 1959 - Adrian Wettach, Musikclown
- 1965 - Adlai Stevenson, US-amerikanischer Politiker, Botschafter bei den UN
- 1966 - Friedrich Middelhauve, deutscher Politiker und Verleger
- 1966 - Isaak Pomerantschuk, russischer Physiker
- 1967 - Tudor Arghezi, rumänischer Schriftsteller
- 1970 - Adolf Uzarski, deutscher Schriftsteller, Maler und Graphiker
- 1970 - Herbert Zand, österreichischer Erzähler, Lyriker, Essayist und Übersetzer
- 1973 - Clarence White, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1973 - Rudolf Bella, ungarischer Komponist
- 1975 - Hermann Ahrens, deutscher Politiker und MdB
- 1990 - Walter Sedlmayr, deutscher Schauspieler
- 1991 - Axel Eggebrecht, deutscher Autor
- 1993 - Léo Ferré, französischer Chansonsänger und -komponist
- 1994 - Robert Jungk, deutscher Publizist, Journalist und Zukunftsforscher
- 1998 - Nguyen Ngoc Loan, südvietnamesischer General
- 2002 - Harry Igor Ansoff, russischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler
- 2002 - Joaquin Balaguer, Staatschef und Schriftsteller der Dominikanischen Republik
- 2003 - Compay Segundo, kubanischer Musiker
- 2003 - Gerhard Dickel, Kirchenmusikdirektor, Kantor, Organist und Musikprofessor
- 2004 - Hans A. Pestalozzi, schweizerischer Gesellschaftskritiker und Autor
- 2005 - Tilly Fleischer, deutsche Speerwerferin

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Frankreich (Sturm auf die Bastille 1789)

Siehe auch


- 13. Juli - 15. Juli
- 14. Juni - 14. August
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0714 ja:7月14日 ko:7월 14일 simple:July 14 th:14 กรกฎาคม

Montepulciano

Montepulciano ist # eine Weinbaugemeinde in der Toskana, siehe Montepulciano (Stadt) # eine rote Rebsorte, die in den Regionen Abruzzen und Marken angebaut wird, siehe Montepulciano (Rebsorte)

1494

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Luca Pacioli erklärt in seiner Summa di arithmetica das Prinzip der „doppelten Buchführung“. Daraus werden später die „Bücher“ der Händler. Die „Buchung“ führt zum Begriff „Buchgeld
- 7. Juni: Im Vertrag von Tordesillas teilt Papst Alexander VI. die Welt zwischen Spanien und Portugal auf
- Die Universität von Aberdeen wird gegründet

Geboren


- David Beaton, schottischer Kardinal, Erzbischof von St. Andrews und Beichtvater Franz I. (
- 1546)
- Franz I. (Frankreich), französischer König († 1547)
- Dominico de Soto, spanischer Theologe und Philosoph († 1560)
- 2. Februar: Bona Sforza, jüngste Tochter des Herzogs Gian Galeazzo Sforza von Mailand
- 24. März: Georgius Agricola († 1555)
- 20. April (auch 1490, 1492): Johann Agricola, Reformator († 1566)
- 24. Mai: Jacopo Pontormo, italienischer Maler des Manierismus († 1556)
- 12. September: Franz I. von Frankreich, König von Frankreich
- 5. November: Hans Sachs, deutscher Meistersinger († 1576)

Gestorben


- 7. Januar: Giovanni Pico della Mirandola, Italienischer Humanist (
- 1463)
- 25. Januar: Ferdinand I., war König von Neapel (
- 1423)
- 22. August: Hans Memling, belgischer Maler (
- 1433)
- 29. September: Angelo Poliziano, italienischer Humanist und Dichter (
- 1454)
- 22. Oktober: Gian Galeazzo Sforza, Herzog von Mailand (
- 1469)
- 8. November: Melozzo da Forlì, ein italienischer Maler (
- um 1438 in Forlì) ko:1494년

Humanist

Humanismus ist eine Philosophie und eine Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des individuellen Menschen orientiert. Toleranz zwischen Menschen, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten darin als wichtige Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Erste Anzeichen eines Humanismus in der christlich-abendländischen Geschichte entwickeln sich bereits im 11. Jahrhundert. Die Frage von Anselm von Canterbury (1033-1109), weshalb Gott Mensch geworden ist (cur deus homo), lässt den Menschen in seiner Beziehung zu Gott in einem anderen Licht erscheinen und die Bemühung entstehen, bereits vor dem angestrebten jenseitigen Heil in der irdischen Welt Ähnlichkeit mit Gott zu erlangen. Auf dieser ersten Hinwendung zu einem tugendhaften Diesseits und Mensch-Sein gründet sich der christliche Humanismus, der - wegen seiner Anknüpfung an antike Schriften u.a. des Aristoteles und des Sokrates auch als christlicher Sokratismus (Erkenne Dich selbst, Christ) bezeichnet - von einem neuen Sündenbegriff, von der Moral der Intention ausgeht und zur Innenschau führt. Der moderne Humanismus beginnt in der Aufklärung und sieht sich als einen Weg, unter anderem Fragen der Ethik unabhängig von Religionen zu betrachten. Insbesondere werden übernatürliche Erklärungen abgelehnt; man spricht vom 'säkularen Humanismus', siehe auch: secular Humanism (engl.). In etablierten Religionen finden sich auch humanistische Richtungen. Hier werden Glaubensvorstellungen und Traditionen übernommen und durch Elemente des Humanismus ergänzt. Weiter gibt es Bewegungen, die im Menschen ein Bedürfnis nach Zeremonien und Ritualen festzustellen glauben, und eine Organisation aufbauen, die letztere vermitteln, siehe auch: Freidenker, Freimaurerei.

Humanismus als Epochenbegriff

Freimaurerei Im Speziellen wird als Humanismus das fortschrittliche, sich vom Mittelalter abwendende geistige Klima des 14. bis 16. Jahrhunderts bezeichnet. Im Allgemeinen unterscheidet man heute zwischen der Renaissance als dem umfassenden kulturellen und sozialen Wandel zwischen Mittelalter und Neuzeit, und dem Humanismus als der Bildungsbewegung, die ihm zugrundeliegt. Den Humanismus als Bildungsbewegung in seiner Vielschichtigkeit hatte vor Jacob Burckhardt noch Georg Voigt erkannt. Der Begriff des Humanismus erscheint erst sehr spät. Abgeleitet wird er von dem lateinischen humanitas, welches schon bei Cicero vorkommt. In der deutschen Aufklärung sprechen Johann Gottfried Herder und Friedrich Schiller von Humanität. Sie meinen damit Menschlichkeit an sich. Im Unterschied hierzu gibt es bereits im 15. Jahrhundert ein Selbstverständnis gebildeter Kreise, die sich als humanistae begreifen und so bezeichnen, also als Humanisten. Der eigentliche Begriff Humanismus erscheint erst 1808 in der Schrift von Friedrich Immanuel Niethammer Der Streit des Philanthropinismus und Humanismus in der Theorie unserer Zeit. Diese Strömung, die man auch den deutschen Neuhumanismus zu nennen pflegt, dient bei Niethammer zur Charakterisierung einer älteren Pädagogik, der einer aus der Aufklärung erwachsenen an den praktischen und den gesellschaftlichen Bedürfnissen und auf unmittelbare Brauchbarkeit orientierten Pädagogik gegenübergestellt wird.

Frühhumanisten


- Dante Alighieri (
- 1265 in Florenz - † 1321 in Ravenna)
- Francesco Petrarca, (
- 1304 in Arezzo - † 1374 in Arquà)
- Giovanni Boccaccio, (
- 1313 in Florenz oder Certaldo - † 1375 in Certaldo bei Florenz)
- Coluccio Salutati, (
- 1331 in Stignano bei Buggiano - † 1406 in Florenz)
- Johannes von Tepl (auch Johannes von Saaz oder Johannes von Schüttwa), (
- 1342 oder 1350 in Westböhmen - † 1414 in Prag)
- Nikolaus von Kues, (
- 1401 in Kues an der Mosel - † 1464 in Todi/Umbrien)
- Enea Silvio de' Piccolomini (Papst Pius II.), (
- 1405 in Corsignano bei Siena - † 1464 in Ancona)

Berühmte Humanisten


- Rudolf Agricola, (
- 1443 oder 1444 in Baflo bei Groningen - † 1485 in Heidelberg)
- Martin Prenninger, (
- um 1450 in Erding - † 1501 in Tübingen)
- Johannes Reuchlin, (
- 1455 in Pforzheim - † 1522 in Stuttgart)
- Sebastian Brant, (
- 1457 oder 1458 in Straßburg, † 1521 ebenda)
- Conrad Celtis, (
- 1459 in Wipfeld bei Schweinfurt - † 1508 in Wien)
- Ulrich Zasius, (
- 1461 in Konstanz - † 1535 in Freiburg im Breisgau)
- Konrad Peutinger, (
- 1465 in Augsburg - † 1547 in Augsburg)
- Erasmus von Rotterdam, (
- 1469 in Rotterdam - † 1536 in Basel)
- Willibald Pirckheimer, (
- 1470 in Eichstätt - † 1530 in Nürnberg)
- Albrecht Dürer, (
- 1471 in Nürnberg - † 1528 ebenda)
- Thomas Morus, (
- 1478 in London - † 1535 ebenda)
- Ulrich von Hutten, (
- 1488 auf Burg Steckelberg/Deutschland - † 1523 auf der Ufenau/Schweiz)
- Philipp Melanchthon, (
- 1497 in Bretten - † 1560 in Wittenberg)
- Albert Einstein, (
- 1879 in Ulm - † 1955 in Princeton, USA)
- Albert Schweitzer, (
- 1875 in Kaysersberg/Oberelsass - † 1965 in Lambaréné/Gabun)
- Erich Fromm, (
- 1900 in Frankfurt am Main - † 1980 in Locarno)

Interpretation und Bezugsnahme

Es gibt keine einheitliche Interpretation des Begriffs. Vielmehr widersprechen sich die einzelnen Interpretationen des Humanismus mehr oder weniger. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen liberaldemokratischem, marxistisch-leninistischem, evangelisch-biblizistischem Humanismus und vielen anderen Auslegungen. Auch gibt es einen Humanismusbegriff schon seit der Antike, so zum Beispiel bei Cicero. Man spricht für die Renaissance-Zeit von einem Renaissance-Humanismus sowie einem Humanismusbegriff in der Aufklärung so zum Beispiel Goethe, Schiller, Herder, mit dem man Humanität meint, und dem im Historismus. Der Humanismusbegriff von Wilhelm von Humboldt unterscheidet sich grundlegend von dem der Aufklärung in der Stellung, welche die Geschichte in seinem Wissenschaftskonzept einnimmt. War es in der Aufklärung die Philosophie, die als die grundlegende Wissenschaft angesehen wurde, ist es bedingt auch durch politische Faktoren und im Zuge der preußischen Reformen von 1810 mit der Gründung der Berliner Universität die Geschichte. Auf diesem Boden kommt 1859 Georg Voigt zur Entwicklung eines Epochenbegriffs des Humanismus. Der Renaissance-Humanismus hat auch eine Unterart, den sogenannten Bibelhumanismus. Auf den Humanismus als Wurzel der sozialistischen Idee berief sich in Deutschland auch die sozialistische SED, insbesondere auch in dem gemeinsam mit der SPD veröffentlichten Papier Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit. Absicht hinter diesen Bemühungen war neben der internen politischen Agitation für die sozialistische Idee über allgemein akzeptierte Werte und die Suggestion einer historischen Zwangsläufigkeit in der Entwicklung des deutschen Sozialismus auch die Erreichung einer höheren Akzeptanz bei der westdeutschen Linken. Nach Ansicht des rechts-konservativen Politologen Konrad Löw ist ihr dies auch nachhaltig gelungen.

Siehe auch


- Humanistische Bewegung
- Transhumanismus
- Humanisten

Literatur


- Augustijn, Cornelis: Humanismus (Reihe: Die Kirche in ihrer Geschichte 2, Lieferung Heft 2), Göttingen 2003.
- Bracher, Karl Dietrich: Verfall und Fortschritt im Denken der frühen römischen Kaiserzeit: Studien zum Zeitgefühl und Geschichtsbewußtsein des Jahrhunderts nach Augustus, Wien-Köln-Graz 1987.
- Buck, August: Humanismus: seine europäische Entwicklung in Dokumenten und Darstellungen, Freiburg-München 1987.
- Buck, August: Der italienische Humanismus, in: Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte, hrsg. von Notker Hammerstein, Bd. 1: 15. bis 17. Jahrhundert. Von der Renaissance bis zum Ende der Glaubenskämpfe, München 1996, S. 1-56.
- Kristeller, Paul Oskar: Humanismus und Renaissance, hrsg. von Eckhard Keßler, München 1980.
- Kuhr, Rudolf: Wachstum an Menschlichkeit - Humanismus als Grundlage, (ISBN-3-933037-06-9)
- Ladwig, Perdita: Das Renaissancebild deutscher Historiker 1898-1933, Frankfurt/Main; New York 2004.
- Spitz, Lewis W.: Humanismus/Humanismusforschung, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 15, Berlin -New York 1986, S. 639-661.
- Todte, Mario: Georg Voigt (1827-1891): Pionier der historischen Humanismusforschung, Leipzig 2004. ISBN 3-937209-22-0

Antiquarisch


- Garin, Eugenio: Der italienische Humanismus [Nach dem Manuskript ins Deutsche übertragen von Giuseppe Zamboni], Bern 1947.
- Ferguson, Wallace K.: Renaissance Studies, Ontario 1963.
- Kristeller, Paul Oskar: Der italienische Humanismus und seine Bedeutung,Basel-Stuttgart 1969.
- Kristeller, Paul Oskar: The Classics and Renaissance Thought: [Lectures], Cambridge/Mass. 1955.
- Baron, Hans: The Crisis of the Early Renaissance. Civic Humanism and Republican Liberty in Age of Classicism and Tyranny, revised one-volume edition, Princeton 1966.
- Ferguson, Wallace K., The Renaissance in the Historical Thought, Five Centuries of Interpretation, Boston 1948.
- Ullman, B.L.: The Humanism of Coluccio Salutati, Padua 1953.
- Ullman, B.L.: Studies in the Italian Renaissance, Rom 1955.
- Newald, Richard: Humanitas, Humanismus, Humanität, Essen 1947.
- Rüegg, Walter: Cicero und der Humanismus: Formale Untersuchungen über Petrarca und Erasmus, Zürich 1946.
- Schneider, Josef. P.: Untersuchungen über das Verhältnis von humanitas zu Recht und Gerechtigkeit bei Cicero, Diss. Freiburg i.B. 1963.
- Burckhardt, Jacob: Die Cultur der Renaissance in Italien, Leipzig 1860. (Zahlreiche durch andere überarbeitete Auflagen auch in Übersetzungen).
- Martin, Alfred von: Salutati und das humanistische Lebensideal, Leipzig 1916.
- Niethammer, Friedrich Immanuel: Der Streit des Philanthropinismus und des Humanismus in der Theorie des Erziehungs-Unterrichts unsrer Zeit, Jena 1808.
- Voigt, Georg: Die Wiederbelebung des classischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus, 2 Bde. 3. Aufl., Berlin 1893 (Erstauflage in einem Band, Berlin 1859).

Weblinks


- [http://www.humanistische-aktion.de Die Humanistische Aktion - für verantwortliche Menschlichkeit]
- [http://www.gottwein.de/Eth/Human00.php Der Humanismus - Überblick über seine vielfältigen historischen, philosophischen und politischen Richtungen]
- [http://www.humanismus-heute.de/ Stiftung Humanismus heute e.V. zur Förderung der Pflege und Weitergabe des kulturellen Erbes der Antike]
- [http://www.humanistische-union.de/ Humanistische Union e.V.]
- [http://www.humanismus.de/ Humanistischer Verband Deutschlands HVD]
- [http://www.humanist-net.org/ das humanistische n.e.t.z. - offene Wählerliste]
- [http://www.kellmann-stiftung.de/ Kellmann-Stiftung Humanismus und Aufklärung]
- [http://www.plattform.org/ Humanistische Plattform (Österreich)] Kategorie:Weltanschauung ! ja:人文主義者

Renaissance

Das französische Wort Renaissance [] bedeutet Wiedergeburt. Bezogen auf seinen Ursprung meint der Begriff die „kulturelle Wiedergeburt der Antike“. Der Begriff wurde um 1820/30 von den Franzosen zunächst aus dem italienischen rinascimento [] abgeleitet und dann im deutschsprachigen Schrifttum um 1840 aus dem Französischen entlehnt, um eine kulturgeschichtliche Epoche Europas während des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit zu benennen. Die Epoche der Renaissance wird deshalb so bezeichnet, weil die Wiedergeburt der Antike eines der Ideale jener Zeit war. Diese Wiedergeburt des antiken Geistes schlug sich besonders in den Künsten und ihren neuen, als fortschrittlich empfundenen Prinzipien nieder. Der Renaissance voraus ging die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik, der Renaissance folgte der Barock. Neben der Epoche der Renaissance, die als geistige Bewegung im 14. Jahrhundert einsetzt und sich seit dem 15. Jahrhundert im europäischen Abendland vor allem in der Kunst manifestiert, unterscheiden manche Experten auch noch die so genannten mittelalterlichen Renaissancen:
- die Karolingische Renaissance des 8. und 9. Jahrhunderts,
- die Ottonische Renaissance des 10. und 11. Jahrhunderts,
- die Protorenaissance in der Toskana und im Südfrankreich des 11. bis 13. Jahrhunderts sowie
- die süditalienischen Renaissancen unter dem Stauferkaiser Friedrich II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 13. Jahrhundert Dies zeigt, dass die antike Tradition auch im Mittelalter noch wenigstens teilweise präsent gewesen und niemals ganz abgerissen ist. Allgemein wird der Begriff Renaissance auch verwendet, um die Wiedergeburt der Werte, Bauwerke usw. eines vergangenen Zeitalters oder einer Werteordnung zu bezeichnen.

Wiedergeburt des antiken Geistes

Die Epoche der Renaissance wird so bezeichnet, weil ihr wesentliches Charakteristikum die Wiedergeburt des antiken Geistes war. Der Humanismus ist die wesentliche Geistesbewegung der Zeit. Diese „Wiedergeburt“ manifestierte sich darin, dass zahlreiche Elemente des Gedankenguts der Antike neu entdeckt und belebt wurden (Schriften, Baudenkmäler, Skulpturen, Philosophen, etc.). Eine Voraussetzung für die neue Geisteshaltung der Renaissance waren die Gedanken selbstbewusster italienischer Dichter des 14. Jahrhunderts wie Francesco Petrarca, der durch seine ausgiebige Beschäftigung mit antiken Schriftstellern und durch seinen Individualismus den Glauben an den Wert humanistischer Bildung förderte und das Studium der Sprachen, der Literatur, der Geschichte und Philosophie außerhalb eines religiösen Zusammenhangs - als Selbstzweck - befürwortete. Das theozentrische Weltbild des Mittelalters wurde abgelöst durch eine stärker anthropozentrische Sicht der Dinge. Auch der Einfluss von Griechisch sprechenden Gelehrten war beachtlich. Manche kamen im 13. und 14. Jahrhundert aus Byzanz nach Italien. Besonders nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 kamen verstärkt Gelehrte nach Venedig und in andere italienische Städte, die das Wissen über die Kultur der Antike mitbrachten, welches im Byzantinischen Reich nach dem Untergang Westroms nahezu 1000 Jahre lang konserviert worden war. In Byzanz waren noch im Jahre 1400 beispielsweise Homer, Herodot, Platon und Aristoteles in aller Munde. Bereits einige Jahre vor dem Untergang von Byzanz war der Italiener Giovanni Aurispa nach Konstantinopel gegangen und hatte 1423 über 200 Codizes mit Texten antiker profaner Literatur nach Italien gebracht. Im weiteren Sinne nennt man Renaissance daher die Wiedergeburt des klassischen Altertums in seinem Einfluss auf die Wissenschaft, die Literatur, die Gesellschaft, das Leben der vornehmen Kreise und die Entwicklung der Menschen zu individueller Freiheit im Gegensatz zum Ständewesen des Mittelalters. Im engeren Sinne versteht man unter der Renaissance eine kunstgeschichtliche Epoche. Die italienische Bezeichnung rinascita im Sinne eines Epochenbegriffs findet sich bereits bei Giorgio Vasari, der eine der wichtigsten Lebensbeschreibungen von Renaissance-Künstlern verfasst hat. Vasari unterscheidet in der Entwicklung der Kunst drei Zeitalter: # das glanzvolle Zeitalter der griechisch-römischen Antike; # ein Zwischenzeitalter des Verfalls, das etwa mit der Epoche des Mittelalters gleichgesetzt werden kann; # das Zeitalter des Wiederauflebens der Künste und der Wiedergeburt des antiken Geistes im Mittelalter seit etwa 1250. So hätten bereits die italienischen Bildhauer, Architekten und Maler der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, darunter Arnolfo di Cambio, Niccolò Pisano, Cimabue oder Giotto, „in dunkelsten Zeiten den Meistern, die nach ihnen kamen, den Weg gewiesen, der zur Vollkommenheit führt“.

Philosophie

Giotto Die Renaissance-Philosophie wendet sich vom scholastisch verchristlichten aristotelischen Denken ab und ist vor allem dem Platonismus verpflichtet. Sämtliche Schriften Platons wurden ins Lateinische übersetzt. Viele Denker der Renaissance hängen dem Neuplatonismus an, der durch Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola verbreitet wird. Eine weitere große philosophische Richtung der Renaissance war der Humanismus. Vertreter des humanistischen Denkens sind unter anderen:
- Coluccio Salutati (1331-1406)
- Erasmus von Rotterdam (1466–1536)
- Niccolò Machiavelli (1469–1527)
- Thomas Morus (1478–1535)

Kunst

Thomas Morus In der Kunst waren Brunelleschi, Ghiberti und Donatello die Bahnbrecher der neuen Richtung, die schon im 13. und 14. Jahrhundert in den Pisani und in Giotto und anderen Künstlern ihre Vorläufer gehabt hatte (Protorenaissance). Grob kann man sagen: In Italien wird die Zeit etwa von 1420 bis 1600 als Renaissance bezeichnet, im übrigen Europa etwa die Zeit von 1500 bis 1600. Zur Nachahmung der antiken Kunst gesellte sich im 15. Jahrhundert die intensivere Beschäftigung mit der Natur, die einen wichtigen Aspekt in der Entwicklungsgeschichte der Renaissancekunst darstellt. Schon vor Vasari hatten Dichter wie Boccaccio den Maler Giotto dafür gerühmt, dass er die Dinge so naturgetreu wie niemand vor ihm abzubilden verstand. Die Tendenz, Gegenstände und Personen der Natur gemäß zu gestalten, war seitdem ein Hauptanliegen der Künstler. In nahezu perfekter Ausprägung gelang ihnen eine solche naturalistische Darstellungsweise allerdings erst seit dem 15. Jahrhundert. Daher beschränken Kunsthistoriker den Renaissancebegriff meist nur auf die Kunstäußerungen des 15. Jahrhunderts, des Quattrocento, und auf die des 16. Jahrhunderts, des Cinquecento. Eng mit der Forderung nach der Naturwahrheit in der Kunst hängt das Bekenntnis der Künstler zur Antike zusammen. Man bewunderte die antiken Kunstwerke als mustergültige Beispiele naturgemäßer Gestaltung und damit als nachzuahmende Beispiele dafür, wie man selbst die Natur darzustellen hatte. Der italienische Architekturtheoretiker Leon Battista Alberti forderte darüber hinaus, dass sich die Künstler darum bemühen sollten, „den antiken Meistern nicht nur gleichzukommen, sondern sie womöglich noch zu übertreffen“. Das heißt: Gute Kunst sollte das, was einem die Realität bietet, nicht getreu abbilden, sondern versuchen, das Naturvorbild zu verbessern und zu idealisieren. Neben der Neubestimmung des Verhältnisses der Kunst zur Natur und der Verehrung der Antike stellte die Renaissance also auch die Frage nach dem Wesen der Schönheit. Die Künstler versuchen z.B., den idealschönen Menschen darzustellen. Ideale Maße und Proportionen spielen sowohl bei der Darstellung des menschlichen Körpers in der Malerei und Skulptur als auch bei der Konzipierung von Gebäuden eine Rolle. Die Künstler entwickeln mit der Zentralperspektive eine Methode, mit mathematischer Exaktheit Verkürzungen in der Raumtiefe darzustellen. Üblicherweise teilt man die kunstgeschichtliche Epoche der Renaissance, vor allem die italienische Renaissance, in drei Perioden ein: # Frührenaissance # Hochrenaissance # Spätrenaissance oder Manierismus Manierismus Den ersten Abschnitt der Renaissance nennt man Frührenaissance (von etwa 1420 bis 1490/1500). Sie nimmt ihren Ausgangspunkt in Florenz mit den Skulpturen Donatellos, den Bronzereliefs Ghibertis, den Fresken Masaccios und den Bauten Filippo Brunelleschis. Die Zeit von ca. 1490/1500 bis 1520 bezeichnet man als Hochrenaissance. Zentrum dieser Periode, die sich durch das Streben nach höchster Vollkommenheit und Harmonie in der Kunst auszeichnet, ist das päpstliche Rom. In diese Zeit fallen Bramantes Zentralbau-Entwürfe für die neue Peterskirche in Rom, Leonardo da Vincis berühmteste Bilder („Abendmahl“; „Mona Lisa“, „Dame mit Hermelin“), Raffaels Ausmalung der „Stanzen“ (der Gemächer des Papstes) und sein berühmtestes Altarbild, die „Sixtinische Madonna“, Michelangelos Skulpturen („David“, „Moses“) und seine Fresken an der Decke der Sixtinischen Kapelle sowie Dürers Meisterstiche. Es folgt die etwa bis 1590 reichende Periode der Spätrenaissance oder des Manierismus, die durch unterschiedliche künstlerische Tendenzen gekennzeichnet ist. So neigt der Manierismus zu Übertreibungen des Formenrepertoires der Hochrenaissance (z.B. übertriebene Raumfluchten, überlange und verdreht dargestellte menschliche Körper in heftiger Bewegung). Ein Merkmal des Manierismus ist z. B. die Figura serpentinata, wie sie der Bildhauer Giovanni da Bologna in seinem „Raub der Sabinerin“ (1583) dargestellt hat. Menschliche Gestalten werden dabei als sich schlangenartig nach oben windende Körper wiedergegeben. Die letzte Phase der Spätrenaissance geht dann allmählich in den Barockstil über. Doch nicht überall in Europa läuft die Epoche der Renaissance nach einem identischen Muster ab. Während in Italien der Geist der Renaissance am frühesten einsetzte, besonders blühte und gleichermaßen Einfluss auf die Malerei, Bildhauerei und Architektur nahm, begann im Norden die Renaissance erst um oder nach 1500 und konnte sich hier nur bedingt und mit nationalem Einschlag durchsetzen. Auch sind in den Ländern außerhalb Italiens die Architektur und Bildhauerkunst stärker als die Malerei von der Antike beeinflusst worden. In Frankreich und Deutschland vermischte sich der antike Stil mit nationalen Elementen, welche in der ersten Epoche der Renaissance, der Frührenaissance, naturgemäß stärker hervortraten als in der Periode der Spätrenaissance, welche die antiken Formen üppiger und kräftiger ausbildete und so zu den Übertreibungen des Barockstils überleitete. Eine nationale Färbung hat die Renaissance auch in den Niederlanden, in Polen, in England und in Spanien erfahren.

wichtige Renaissancekünstler

Malerei

Spanien Die Mehrzahl der Gemälde der Renaissancekunst sind Altarbilder und Fresken religiösen Inhalts, die für Kirchen gemalt wurden. Die religiöse Gestalt wurde jedoch vermenschlicht, indem sie in einer irdischen Umgebung dargestellt wurde (Alltagskleidung). Außerdem entstanden Bilder mit weltlichen oder heidnisch-mythologischen Themen (z. B. Allegorien, antike Götter- und Heldensagen, antike Geschichte) und individuelle Bildnisse zeitgenössischer Persönlichkeiten. Daneben entwickelten sich auch erste Landschaftsdarstellungen und Sittenbilder, die das zeitgenössische Leben repräsentieren. Die Landschaftdarstellungen sollten jedoch nicht ein genaues Abbild der Wirklichkeit darstellen, vielmehr symbolisierten sie das Grundprinzip der Schönheit. Diese Schönheit wurde als Natur definiert. Die Raumtiefe wird mit den Mitteln der Zentralperspektive, also eines Fluchtliniensystems, geometrisch genau konstruiert. Hinzu kommen die Mittel der Luft- und Farbperspektive. Um eine dreidimensionales Bild auf zweidimensionalem Bildwerk herstellen zu können, musste sich der Künstler an optische und geometrische Regeln halten. Diese legten fest, dass der Horizont wagerecht auf Augenhöhe des Betrachtes liegt. Um eine Räumlichkeit zu erlangen, mussten nun jede verschiedene Linienschar eines Bildes einen Fluchtpunkt vorweisen. Hierbei liegt der Fluchtpunkt von parallel zum Erdboden verlaufenden Linienscharen auf dem Horizont. So wurde es ermöglicht, dem Bild räumliche Tiefe zu verleihen. In der Renaissance wurde immer mehr Wert auf die Anatomie des Menschen gelegt. Die Künstler erforschten Muskelzüge, Bewegungen, Verkürzugen und die Körperproportion an sich. Trotz dieser genauen Studien wurde der Mensch, wie bereits in der Antike, idealisiert. Der Künstler sah seine Aufgabe darin, dass er aus der Fülle der menschlichen Natur das Schöne herausfiltern und so ihre Vollkommenheit ausdrücken sollte. So kommt es auch, dass die Nacktheit als Symbol der Unschuld stand, da sie natürlich war und so Schönheit ausdrückte; dies ist wie andere Dinge aus der Antike übernommen. Die Künstler stellen den nackten menschlichen Körper als Akt in idealen Proportionen dar. Ein symmetrischer, harmonisch ausgewogener Bildaufbau, unterstützt durch innerbildliche Kreis-, Halbkreis- und Dreiecksformen, wird bevorzugt.

Bildhauerei

Akt]] Die Bildhauer der Renaissance schaffen vor allem Standfiguren und Bildnis-Büsten. Auf den Plätzen der Städte werden Monumentalplastiken, beispielsweise in Form von Reiterstandbildern aufgestellt. Die Grabplastik für weltliche und geistliche Würdenträger verbindet - z. B. in Form eines Wandgrabmals - die Skulptur mit der Architektur zu einem Gesamtkunstwerk. Renaissancebildhauer orientieren sich bei ihrer Arbeit an antiken Vorbildern. Skulpturen werden allseitig durchmodelliert, der Mensch in seiner Nacktheit dargestellt, die Beinstellung erfolgt oft im klassischen Kontrapost. Anatomische Vorstudien dienen dazu, den menschlichen Körper wirklichkeitsgetreu wiederzugeben.

Architektur

Prinzipiell kann man in der Architektur der Renaissance zwei Tendenzen ausmachen. Die eine besteht darin, die Formensprache der Antike in voller Strenge wieder zu beleben. In Italien war dieses Ziel mit der Hochrenaissance durch Donato Bramante gegen 1500 erreicht und setzte sich von da an in ganz Italien durch. Italienische Renaissancebauten wurden klar, überschaubar und harmonisch ausgewogen konzipiert. Die Architekten orientierten sich bei den Grundrissen an einfachen idealen geometrischen Formen wie dem Quadrat oder dem Kreis. Man entlehnt Bauelemente wie Säulen, Pilaster, Kapitelle, Dreiecksgiebel etc. direkt der Antike. Daneben kommt es zu eigenen, von antiken Vorbildern abgeleiteten Entwicklungen, etwa der toskanischen Säule. Die einzelnen Bauglieder hatten unter sich und mit dem ganzen Gebäude in Übereinstimmung zu stehen. Man studiert die Architektur-Traktate des römischen Baumeisters Vitruv, um daraus Anhaltspunkte für idealschöne Proportionen zu gewinnen. Bild:Tempietto-1.jpg|Tempietto, Donato Bramante, Rom Bild:La Rotonda.jpg|La Rotonda, Andrea Palladio Bild:FlorenceSantaMariaNovella20020318.JPG|Santa Maria Novella, Florenz Bild:020904_rathaus-augsburg-elias-holl-platz_1-640x480.jpg|Renaissance-Rathaus in Augsburg von Elias Holl Bild:Aschaffenburg Schloss Johannisburg.jpg|Das Schloss Johannisburg (1605-1619) in Aschaffenburg Bild:Mespelbrunn 02.JPG|Schloss Mespelbrunn Image:Ratusz Poznan od Wielkiej.jpg|Giovanni Baptista di Quadro - Poznań Die zweite Tendenz besteht darin, der Antike entlehnte, aber auch neue formensprachliche Elemente im Sinne der mittelalterlichen Baukunst in analogischer Weise zu variieren, ohne eine streng gesetzmäßige Baukunst anzustreben. Auf der Seite der Architekturtheorie findet sich erstere Tendenz im Architekturtraktat wieder, letztere im Musterbuch. Generell kann gesagt werden, dass je stärker eine Kultur im nordisch geprägten Mittelalter verwurzelt war, desto beharrlicher wurde an der analogischen Form der Renaissance festgehalten, d.h. vor allem im mittel- und nordeuropäischen Raum. In Frankreich war die klassische Strenge der Hochrenaissance gegen 1550 eingeholt (vgl. Westflügel des Louvre 1550 - 1558 durch Pierre Lescot). Auf der iberischen Halbinsel bilden beide Tendenzen ein Nebeneinander, dass sich bis in die Barockzeit fortsetzt. Im germanischen Europa und Polen kam es teilweise zu einer Vermischung beider Tendenzen (z.B. Heidelberger Schloss oder Wawel Schloss in Krakau), jedoch blieb die analogische Form der Renaissance bis zum Schluss dominant. Entsprechend diesen beiden Tendenzen muss man auch unterschiedliche Stilkriterien ansetzen:

Antikische Renaissance


- Akademisch korrekte Säulenordnungen nach dem Vorbild Vitruvs.
- Betonung der Horizontalen
- Säulenschäfte nach dem Vorbild der Antike entweder kanneliert oder glatt.
- Arkaden statt Kolonnaden.
- Grundrisse und Fassaden mit Rücksicht auf Symmetrie und Regelmäßigkeit gestaltet.
- Der Architekt versteht sich als Künstler und gehört der gebildeten Oberschicht des Landes.

Analogische Renaissance (Früh- bzw. nordische Renaissance)


- Die Nachahmung antiker Bauelemente wie Gesimse, Kapitelle geschieht nicht in voller Strenge, sondern gemäß der mittelalterlichen Baupraxis nur imitatorisch-variierend.
- Häufig reiche Ornamentierungen durch Maßwerk, Arabesken, später durch Rollwerk, Beschlagwerk, Schweifwerk u.a.
- Vertikale in der Tradition der Gotik nach wie vor stark betont
- Soziologisch der Tradition mittelalterlicher Handwerksbetriebe verpflichtet. Die Baumeister waren in der Regel keine Intellektuellen wie in Italien.
- Säulenschäfte werden oft noch zusätzlich mit Ornament überzogen.
- Kolonnaden statt Arkaden.
- Oft asymmetrische Grundrisse und Fassaden. Zu den ältesten Renaissance-Bauten Deutschlands zählt Schloss Hartenfels in Torgau, hier erfolgten zwischen 1533 und 1544 Um- und Erweiterungsbauten im Stil der Frührenaissance. Der Schönhof in Görlitz wurde ab 1526 erbaut. Ältester Deutscher Sakralbau im Renaissance-Stil ist der Turm der Heilbronner Kilianskirche.

Dichter und Schriftsteller der Renaissance

In der Literatur leiten im 14. Jahrhundert Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ (La Divina Commedia, 1307-21), Francesco Petrarcas Briefe, Traktate und Gedichte und Giovanni Boccaccios Il Decamerone (1353) das Zeitalter der Renaissance ein. Graf Baldassare Castiglione beschreibt in Il Cortegiano (1528) den Idealtypus eines Renaissancemenschen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Literatur nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg in der Renaissancezeit einen ungeheuren Aufschwung nahm. Zu den berühmten Dichtern und Schriftstellern der Renaissance zählen:
- Dante Alighieri (1265–1321)
- Francesco Petrarca (1304–1374)
- Giovanni Boccaccio (1313–1375)
- Angelo Poliziano (1454–1494)
- Ludovico Ariosto (1474–1533)
- Baldassare Castiglione (1478–1529)
- Andrzej Krzycki (1482–1537)
- Pietro Aretino (1492–1556)
- Torquato Tasso (1544–1595)
- François Rabelais (1494–1553)
- Sebastian Brant (1457–1521)
- Erasmus von Rotterdam (ca. 1466–1536)
- Thomas Murner (1475–1537)
- Philipp Melanchthon (1497–1560)
- Sebastian Franck (1500–1543)
- Andrzej Frycz Modrzewski (1503–1572)
- Mikołaj Rej (1505–1569)
- Łukasz Górnicki (1527–1603)
- Jan Kochanowski (1530–1584)

Musik

Die Musik der Renaissance war zunächst durch das Zeitalter der Franko-Flamen bestimmt, ab der Mitte des 16. Jahrhunderts kamen die wesentlichen Impulse dann aus Italien, besonders durch Komponistenströmungen wie die Florentiner Camerata, die Römische Schule und die Venezianische Schule. Auswahl von Komponisten der Renaissance:
- Guillaume Dufay (1400–1474)
- Johannes Ockeghem (1425–1497)
- Josquin Desprez (1440–1505)
- Heinrich Isaac (1450–1517)
- Jacob Obrecht (1450–1505)
- Paul Hofhaimer (1459–1537)
- Mateu Fletxa el Vell (1481-1553)
- Ludwig Senfl (1486–1543)
- Thomas Tallis (1505–1585)
- Hans Neusiedler (1508–1563)
- Giovanni da Palestrina (ca. 1525–1594)
- Orlando di Lasso (1532–1594) Siehe auch: Liste von Komponisten der Renaissance Besondere Eigenschaften und Stilmittel der Musik-Renaissance:
- Gegenüber der mittelalterlichen Musik geändertes Harmonie-Empfinden: Terzen und Sexten werden seit der Renaissance als konsonant empfunden.
- Verwendung des Neapolitaners als Schlusssequenz Instrumente der Renaissance waren Blockflöten, Orgeln,Traversflöte und viele mehr.

Ökonomie/Soziales

Ökonomisch kann die Renaissance charakterisiert werden durch die Durchbrechung des mittelalterlichen Zinsverbots und der Abschaffung der mittelalterlichen Brakteatenwährung. Dies ermöglichte einerseits den Aufstieg der frühneuzeitlichen Bankhäuser wie die der Fugger oder der Medici, andererseits bedeutete das für viele – insbesondere für die Landbevölkerung – einen beträchtlichen sozialen Abstieg. Die sich daraus ergebenden sozialen Spannungen entluden sich u. a. durch die Bauernkriege. Die Einführung der Doppelten Buchführung in Konten (Doppik) erlaubte eine sehr viel stärkere Kontrolle des Erfolges wirtschaftlicher Unternehmungen. Auch dies trug wesentlich zum Aufstieg von Medici und Fugger bei.

Literatur


- Jakob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien (1860). 2. Auflage Leipzig 1869.
- Hubert Janitschek: Die Gesellschaft der Renaissance in Italien und die Kunst. Stuttgart 1879.
- S. Harrison Thomson: Das Zeitalter der Renaissance. Von Petrarca bis Erasmus. Zürich 1969
- Heinrich Wölfflin: Die klassische Kunst. München 1898.
- Johan Huizinga: Das Problem der Renaissance. Tübingen 1953.
- Walter Paatz: Die Kunst der Renaissance in Italien. Stuttgart 1953.
- André Chastel: Italienische Renaissance. München 1965.
- André Chastel: Der Mythos der Renaissance. Genf 1969.
- Georg Kauffmann: Die Kunst des 16. Jahrhunderts. 1970.
- Jan Bialostocki: Spätmittelalter und beginnende Neuzeit. 1972.
- Paul Oskar Kristeller: Humanismus und Renaissance. 2 Bände. München 1976–1980.
- Richard Mackenney: Renaissances: The cultures of Italy, ca. 1300–ca. 1600, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2005, 302 S., ISBN 0-333-62905-1 (neueste engl. Monographie)
- Manfred Wundram: Renaissance. München 1978. ISBN 3-423-03173-5
- Erwin Panofsky: Die Renaissancen der europäischen Kunst. Frankfurt am Main 1979. ISBN 3-5182-8483-5
- Leonid M. Batkin: Die historische Gesamtheit der italienischen Renaissance. Dresden 1979.
- Denys Hay: Die Renaissance. Die Rückwendung zur Antike. München 1980.
- Edgar Wind: Heidnische Mysterien in der Renaissance., Suhrkamp Frankfurt am Main 1987; ISBN 3-518-28297-2
- Ludwig H. Heydenreich: Studien zur Architektur der Renaissance. München 1981. ISBN 3-7705-1066-6
- Ernst Hans Gombrich: Die Kunst der Renaissance I–IV. Stuttgart 1985–1988.
- Michael Jäger: Die Theorie des Schönen in der italienischen Renaissance. Köln 1990. ISBN 3-7701-1739-5
- Peter Burke: Die europäische Renaissance. Zentren und Peripherien. München 1998. ISBN 3-406-44200-5
- Boris von Brauchitsch: Renaissance. DuMont Verlag Köln 1999 ISBN 3-7701-4710-3
- Schunicht-Rawe, Anne; Lüpkes, Vera (Hrsg.): Handbuch der Renaissance. Deutschland, Niederlande, Belgien, Österreich. Köln 2002.
- Jeffrey Chipps Smith: The Northern Renaissance. London, New York 2004.

Weblinks


- [http://www.marcheworldwide.org/html/renaissance1.asp?lingua=de Frührenaissance]
- [http://www.marcheworldwide.org/html/renaissance2.asp?lingua=de Hochrenaissance]
- [http://www.ibiblio.org/wm/paint/glo/renaissance/ Webmuseum Paris: La Renaissance] (engl.) Siehe auch:
- Irische Renaissance, Renaissance-Humanismus, Philosophie der Renaissance und des Humanismus, Neorenaissance ! Kategorie:Stilrichtung in der Malerei Kategorie:Kunststil ja:ルネサンス ko:르네상스

Erzieher

Als Erzieherinnen/Erzieher bezeichnet man Personen, die in der Regel mit der Erziehung von Kindern im vor- und außerschulischen Bereich beschäftigt sind. Darüber hinaus sind sie auch bei der Betreuung Jugendlicher, älterer und häufig auch geistig behinderter Personen im Einsatz. Insbesondere ist Erzieherin/Erzieher die Berufsbezeichnung der Absolventen einer staatlich anerkannten Ausbildung an einer Fachschule für Sozialpädagogik (bzw. in Bayern an einer Fachakademie für Sozialpädagogik) oder einem Berufskolleg. Kindergärtnerin/Kindergärtner ist die veraltete Berufsbezeichnung. Die überwiegende Zahl der Erzieherinnen/Erzieher sind Frauen.

Ausbildung

Die Ausbildung wird in Deutschland von den einzelnen Bundesländern gestaltet und unterscheidet sich zum Teil stark voneinander. Die unten stehenden Ausführungen sind der Versuch, allgemein den aktuellen Stand wiederzugeben, und dürften auch für andere deutschsprachige Staaten Gültigkeit besitzen. Die Voraussetzung ist in der Regel ein Realschulabschluss bzw. die Fachschulreife. In den meisten Bundesländern Deutschlands dauert die Ausbildung 4 Jahre. Bei Vorliegen der Hochschulreife verkürzt sich diese in aller Regel. In Bayern dauert sie 5 Jahre (2 Jahre Vorpraktikum (SPS) mit anschließender Prüfung, nur wenn diese bestanden wurde, kann man die Ausbildung beenden. Dann zwei Jahre Besuch der Fachakademie für Sozialpädagogik, anschließend ein Jahr Berufspraktikum (Anerkennungsjahr) mit schulischer Begleitung (näheres unter Ausbildung an Fachakademien für Sozialpädagogik).

Struktur

Die Ausbildung findet an Fachakademien (Bayern) oder Berufsfachschulen (zum Beispiel 'Fachschulen für Sozialpädagogik' oder Fachschulen für Sozialwesen, Rheinland-Pfalz) statt und dauert 3-4 Jahre. Davon sind meist zwei bis drei Jahre schulische Ausbildung (möglicherweise BAföG-gefördert) und anschließend folgt meist ein einjähriges Berufspraktikum (Berufsanerkennungsjahr). Die bisherige Zulassungsvoraussetzung zur Ausbildung als Erzieherin/Erzieher bzw. Jugend- und Heimerzieher/-in ist in vielen Bundesländern in den letzten Jahren (2003) reformiert worden. Das heißt, dass ein Vorpraktikum vor Beginn der schulischen Ausbildung nicht mehr verlangt wird (gilt nicht für Bayern). Statt dessen ist z. B. in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern der Abschluss einer Ausbildung zum Sozialassistenten erforderlich oder der einer anderen Berufsausbildung (2 Jahre). Das Berufsanerkennungsjahr wurde dafür in die schulische Ausbildung integriert. Somit dauert die Ausbildung, inklusive Beruf, mittlerweile fünf Jahre. In einigen Ländern und Fachschulen ist die ErzieherInnenausbildung einem Studium an einer Fachhochschule angelehnt. Die Ausbildung kann auch berufsbegleitend erfolgen, dann in der Regel mit zwei Tagen Schule und drei Tagen Arbeit wöchentlich sowie mehreren schulischen Ausbildungsblöcken.

Inhalte

Inhalte der Ausbildung sind meist: Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Didaktik und Methodik der sozialpädagogischen Praxis, Religionslehre, d. h. Religionspädagogik, sonderpädagogische Aspekte, Jugendliteratur, rechtliche Fragen wie Jugendrecht und Familienrecht, Medienpädagogik, Musikerziehung, medizinische Grundkenntnisse, Kunst- und Werkerziehung, Gesundheitslehre, politisch-gesellschaftliche Aspekte sowie praktische Anleitung z. B. in Gesprächsführung oder Formen der Betreuung. In der Ausbildung erfolgt meist eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Praxisfeld bzw. eine bestimmte Klientel wie Kindergarten, Schulhort, Heimerziehung usw. Die Ausbildung endet mit der Anerkennung durch die entsprechende Landesschulbehörde. Unter Umständen ist mit dem Abschluss auch der Fachhochschul- oder allgemeine Hochschulzugang möglich. Nach den Ergebnissen der PISA-Studie wurde in einigen Bundesländern die Ausbildung reformiert: Die Zugangsvoraussetzungen wurden teilweise erhöht und die Ausbildungszeit auf 4 Jahre verlängert. In Rheinland-Pfalz wurde die Ausbildung zum Sozialassistenten vorgeschaltet, was in Niedersachsen und anderen Bundesländern schon vorher der Fall war. In Niedersachsen und neuerdings auch in Nordrhein-Westfalen wurde zudem das Lernfeldkonzept in die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher integriert. Das Land Rheinland-Pfalz bietet die Ausbildung in modularisierter Form an. Das heißt, die herkömmliche Fächerstruktur, orientiert an wissenschaftlichen Disziplinen, ist zugunsten von Modulen aufgehoben. Module sind thematisch abgegrenzte Lerneinheiten, die sich an konkreten pädagogischen Aufgabenstellungen (z. B. Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen), an der Arbeit in verschiedenen Einrichtungen (z. B. Kindergarten, Heime für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen) orientieren. Ziel ist die Erreichung der optimalen Berufsfähigkeit. Die Ausbildungsstruktur ist auch in vielen anderen Bundesländern in Bewegung, sodass es stetig neue Änderungen gibt. Die an Fachschulen für Kinderpflege angebotenen Ausbildungsgänge zum Kinderpfleger/ zur Kinderpflegerin sind ein Relikt aus der Vergangenheit. Sie entsprechen heute nicht mehr dem Qualitätsanspruch an eine Berufsausbildung. Daher sind sie nicht vergleichbar mit dem Ausbildungsniveau für Erzieher/-in bzw. Jugend- u. Heimerzieher/-in. Der Abschluss ist in etwa dem des Erzieherhelfers/ der Erziehungshelferin vergleichbar. Da aber oftmals damit der Realschulabschluss erworben werden kann, dient die Ausbildung zur Kinderpflegerin / zum Kinderpfleger mit als Vorstufe der Sozialassistent(inn)en.

Berufsfelder

Berufsfelder, in denen Erzieherinnen und Erzieher traditionell arbeiten, sind: Kinderkrippen, Kindergärten, Schulhorte, Integrationskindergärten und -horte, Ganztagesschulen, Behinderteneinrichtungen sowie Einrichtungen der Jugendhilfe (Heime) und Freizeiteinrichtungen. Hinzu kommen Einsatzstellen in Krankenhäusern und selten in der Altenarbeit. Die Tätigkeitsfelder von Erzieherinnen und Erziehern sind sehr vielfältig. Sie umfassen die Aufsicht, Erziehung, Bildung, Betreuung und Pflege der Klienten (in der Regel Kinder und Jugendliche), das Organisieren und Durchführen von Freizeitaktivitäten und vieles mehr. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften sowie anderen Kontaktpersonen der Klienten und Ämter (insbesondere dem Jugendamt). Die Partizipation der Kinder (die Beteiligung gemäß ihres Alters und Entwicklungsstandes) ist ebenfalls bei allen Aktivitäten zu berücksichtigen. Zudem rückt seit PISA/IGLU und den Bildungsplänen der Länder der Bildungsauftrag der jeweiligen Einrichtung weiter ins Blickfeld. Gerade im Bereich der Kindertageseinrichtungen sollen die Kinder explizit bei ihren Selbstbildungsprozessen unterstützt werden.

Geschichte

Erziehungseinrichtungen sind mit die ältesten gesellschaftlichen Institutionen, z. B. in Form von Waisenhäusern. Später kommen 'Besserungsanstalten' und 'Arbeitshäuser' hinzu; diese dienen in erster Linie der Verwahrung und Bestrafung. In bürgerlichen Häusern werden auch Erzieher zur Betreuung und Beschulung der Kinder beschäftigt. Mit der bürgerlichen Aufklärung wird ein verklärtes Bild von Kindheit vertreten und die Einstellung, mit Erziehung aus einem Menschen praktisch alles machen zu können. Aus diesem Gedanken wird der Kindergarten als neue Institution entwickelt. Bis ins 20. Jahrhundert ist öffentliche Erziehung oftmals so grausam, dass sie heute als Misshandlung unter Strafe gestellt würde. Mit der Reformpädagogik des späten 19. Jahrhunderts tritt allmählich eine neue Blickrichtung auf: Die Erziehung sollte vom Kind aus geschehen. Später werden antiautoritäre und demokratische Erziehungsansätze entwickelt. Bis in die 60er Jahre werden Erzieher/-innen fast ausschließlich in Kindergärten und -horten beschäftigt. In der Folgezeit wurde die Ausbildung mit dem Abschluss 'staatlich anerkannte/-r Erzieher/-in' bundesweit eingeführt, und die möglichen Einsatzgebiete haben sich wesentlich erweitert. Von großer Bedeutung für die Ausbildung von Erzieher/innen ist die Studie zur Kompetenzentwicklung von Erzieher/-innen ("Wie Schüler Erzieher werden"), die Andreas Gruschka 1985 im Rahmen des Kollegschulversuchs Nordrhein-Westfalen vorlegte: Er macht vier Entwicklungsaufgaben aus, die die Kompetenzentwicklung und Identitätsbildung in diesem Bildungsgang ausmachen.

Weblinks


- http://www.paedagoklick.de/
- http://berufenet.arbeitsamt.de/ - Weitere Informationen zur Ausbildung und Ausbildungsstellen beim Arbeitsamt
- http://www.gew.de - Rechtliche Fragen bei der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft
- http://www.kigaweb.de
- http://erzieherin.de/
- http://www.erzieherinnenausbildung.de/
- http://www.erzieher-online.info/ - Aktionsbuendnis für Mehr Männer in den Kindergarten!
- http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1830 - Infoportal des Deutschen Bildungsservers für ErzieherInnen siehe auch: Pädagogik - Erziehung - Kindergarten - Hort - Kinderkrippe - Jugendhilfe Kategorie:Jugendhilfe Kategorie:Pädagogik Kategorie:Beruf

Lorenzo de Medici

Lorenzo de' Medici (
- 1. Januar 1449 in Florenz, † 8. April 1492 in Villa Carregi, Florenz), genannt der Prächtige; oft auch il Magnifico, war ein italienischer Politiker und Stadtherr von Florenz aus dem Geschlecht der Medici. Medici]]

Leben

Politik

Zusammen mit seinem Bruder Giuliano wurde er umfassend humanistisch ausgebildet. Nach dem Tod seines Vaters Piero trat er 1469 an die Spitze der Republik Florenz. Bei der so genannten Pazzi-Verschwörung im Jahre 1478, in welcher die florentinische Familie Pazzi, der Erzbischof von Pisa und der Papst Sixtus IV. die führende Schicht der Medici-Sippe umbringen wollten, kam Lorenzos Bruder Giuliano ums Leben. Lorenzo entkam nur knapp dem Attentat, weshalb nicht nur der Putsch scheiterte, sondern der Papst und Neapel der Republik Florenz den Krieg erklärten. Durch das geschickte und gegenüber Neapel demütigende Handeln von Lorenzo konnte jedoch kurze Zeit später ein Friedensvertrag ausgehandelt werden. Durch diesen Aufopferungsbeweis wurde die Stellung von Lorenzo il Magnifico in Florenz erheblich gestärkt. Seine wichtigste politische Leistung jedoch war das Erreichen eines italienischen Gleichgewichts der fünf großen Mächte Rom, Florenz, Neapel, Mailand und Venedig nach dem Frieden von Lodi im Jahre 1454. Diese Balance sollte seinen Begründer Lorenzo jedoch nur zwei Jahre überleben, bis zum Einmarsch Frankreichs unter Karl VIII. in Italien 1494.

Lorenzo als Herrscher über Florenz

Lorenzo il Magnifico besaß in der Republik de jure keine Amtsgewalt, dennoch regierte er de facto die Stadt. Er regierte hinter vorgehaltener Hand, im Hintergrund, durch Mäzenatentum, indem er die Leute, die die offiziellen Ämter besaßen, um sich scharen konnte. Dies geschah nach dem Motto „Ich gebe, damit du gibst“: Nur wenn jemand durch Lorenzo protegiert wurde, konnte dieser überhaupt eine politische Laufbahn beginnen. In der neueren Forschung benennt man diese Art des Regierens mit Prinzipat, also der Regierungsform der frühen und hohen römischen Kaiserzeit. Weitere wichtige Voraussetzungen für das Regieren von Lorenzo waren der immense Reichtum der Familie, der vor allem durch die Medici-Bank unter der Leitung von Lorenzos Großvater und Vorvorgänger, Cosimo, erwirtschaftet worden war; die stark betriebene Propaganda und auch eine Manipulation der Verfassung, unter anderem eine Einführung von neuen Medici-treuen Räten oder durch Manipulation des Wahlverfahrens.

Die Förderung der schönen Künste

Propaganda Den Beinamen il Magnifico (der Prächtige) erhielt Lorenzo durch seine ausgeprägte Förderung der schönen Künste: Literatur, Malerei, Plastiken und Architektur. Zu seinen Protegés zählten unter anderem Sandro Botticelli und Michelangelo Buonarotti. Unter seiner Herrschaft wurde Florenz die wichtigste Stadt der Künste während der Renaissance. Die von Cosimo gegründete Platonische Akademie von Florenz (in Anlehnung an die 529 von Kaiser Justinian I. geschlossene Platonische Akademie in Athen) wuchs unter der Ägide Lorenzos zur wichtigsten philosophischen Schule der Renaissance, die wesentlich dazu beitrug, dass der wiederentdeckte Platonismus (die Lehre Platons; vor allem aber setzte man sich mit dem Neuplatonismus auseinander) sich in Italien und Europa verbreiten konnte und somit den Niedergang der Scholastik – die ihrerseits stark durch die Lehre Aristoteles' (Aristotelismus) geprägt war – in die Wege leitete. So lehrten in Florenz unter anderem Giovanni Aurispa und Marsilio Ficino. Aber Lorenzo förderte und beschützte nicht nur Künstler, er selber hatte genaue Kenntnisse in der Architektur und Literatur. Er verfasste Poesie in der Landessprache, die Zeugnis legten für seine große Begabung auf diesem Gebiet. Doch dem Erfolg in politischen und vor allem künstlerischen Angelegenheiten steht der wirtschaftliche Misserfolg vor allem in finanzieller Hinsicht (Niedergang der Medici-Bank) entgegen, der seine Gründe einerseits in den fehlenden wirtschaftlichen Kenntnissen Lorenzos, andererseits aber auch im historischen Umfeld hat (Auflösung des bei den Medici hochverschuldeten Burgunderreiches; Rosenkriege in England; Osmanische Expansion und damit zusammenhängend der osmanisch-venezianische Krieg). Ein zweiter Schandfleck lastete auf ihm, weil er 1472 seinen Truppen gestattete, die revoltierende Stadt Volterra zu plündern. Letztendlich schaffte es Lorenzo auch nicht, eine stabile Regelung für seine Nachfolger zu finden: das System der indirekten Machtausübung konnte nur so lange gelingen, wie die Bevölkerung Vertrauen in den Vorsteher der Medici-Sippe hatte. Lorenzo hatte insgesamt sechs Kinder: Giovanni war von 1513 bis 1521 unter dem Namen Leo X. Papst. Nachfolger wurde der erstgeborene Piero, der aber durch eine Mischung aus Inkompetenz, Desinteresse an den Staatsgeschäften, Selbstüberschätzung und einer unglücklichen historischen Situation – dem Einmarsch der Franzosen in Italien – bereits zwei Jahre später (1494) durch den Bußprediger Girolamo Savonarola vertrieben werden sollte.

Lorenzos Ende

Zeit seines Lebens litt Lorenzo, wie auch sein Vater und sein Großvater, an Gicht, die seine Mobilität erheblich einschränkte. Lorenzo il Magnifico starb im Jahr 1492 mit nur 43 Jahren. Die genaue Todesursache ist bis heute unklar, Fremdverschulden, wie etwa Gift, wird aber ausgeschlossen. Begraben liegt er in der Basilica di San Lorenzo in Florenz in der Neuen Sakristei.

Literatur


- Alfred von Reumont: Lorenzo de' Medici. Aachen 1883.
- Emmy Cremer: Lorenzo de' Medici. Staatsmann, Mäzen, Dichter. Klostermann, Frankfurt am Main 1970.
- Volker Reinhardt: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance. C. H. Beck, München 1998, ISBN 3-406-44028-2.
- Walter, Ingeborg: Der Prächtige. Lorenzo de' Medici und seine Zeit. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50309-8.

Weblinks


- Lorenzo der Prächtige Medici, Lorenzo de Medici, Lorenzo de Medici, Lorenzo de Medici, Lorenzo de Medici, Lorenzo de Medici, Lorenzo de ja:ロレンツォ・デ・メディチ

1480

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Die Osmanen besetzen Otranto in Italien und kontrollieren damit die Ausfahrt der Adria
- 11. August: Hermann IV. von Hessen wird Erzbischof von Köln
- Kaiser Friedrich III. verliert Niederösterreich und Wien an Matthias Corvinus, König von Ungarn (bis 1490)
- Iwan III. Großfürst von Moskau befreit Russland von der Herrschaft der Tataren

Geboren


- um 1479/1480: Peter Henlein, deutscher Schlosser und Erfinder der tragbaren Uhr († 1542)
- um 1480: Wendel Roskopf, deutscher Baumeister († 1549)
- um 1480: Ferdinand Magellan, portugiesischer Seefahrer († 1521)
- um 1480: Albrecht Altdorfer, deutscher Maler († 1538)
- um 1480: Gottfried von Berlichingen, bekannter auch als Götz von Berlichingen, „mit der eisernen Hand“, († 1563)
- 10. Januar: Margarete von Österreich, Tochter des Erzherzogs Maximilian, des späteren Kaisers († 1530)
- 18. April: Lucrezia Borgia, italienische Renaissance-Fürstin († 1519)
- Lorenzo Lotto, italienischer Maler ko:1480년

Griechische Literatur

Die griechische Literatur

Die Archaische Periode

Epik


- Homer
  - Ilias
  - Odyssee
- Kyklische Epen
- Hesiod
  - Theogonie
  - Werke und Tage

Lyrik


- Monodische Lyrik: Alkaios - Sappho - Anakreon
- Chorlyrik: Alkman - Stesichoros - Ibykos - Simonides - Bakchylides - Pindar
- griechische Jamben : Archilochos - Simonides - Hipponax
- Elegie: Kallinos - Tyrtaios - Solon - Mimnermos - Theognis von Megara - Xenophanes

Wissenschaftsprosa


- Um 550 - 450 v. Chr. wurden in Prosa verschiedene Realia (Neuigkeiten, Kenntnisse) über Völker, Städte und den Adel gesammelt und geordnet.
- Anders als im Epos, dessen Kennzeichen das Staunen über die Taten der Götter und Heroen war, wurde hier das Erkennbare sachlich und kritisch vorgestellt.
- Das Werk dieser Autoren basiert auf der eigenen Wahrnehmung (αυτοψία) auf der von anderen (ιστορία = Erfahrung) und auch auf Anekdoten und Novellen
- bedeutendster Vertreter: Hekataios von Milet (ca. 550 - 480 v. Chr.)

Philosophie

Die archaische Zeit (7./5. Jahrhundert v. Chr.) ist für die griechische Philosophie die Periode, die. als bedeudendstes Forschungsobjekt den Kosmos hat.
- Die Vertreter der Schule von Milet (die Naturphilosophen) stellen den die Ursprung (archè) des Seins im Urstoff der Materie fest.
  - Thales von Milet, ± 640-550 v. Chr.:
    - Urstoff = das "Wasser"
  - Anaximander, ± 610-545 v. Chr.:
    - Urstoff = das "apeiron"
  - Anaximenes, ± 585-528 v. Chr.:
    - Urstoff = die Luft
- Pythagoras:
- Das Problem Werden/Veränderung der Unveränderlichkeit?
  - Heraklit von Ephesos
  - Die Schule von Elea: Parmenides - Zeno ----

Die klassische Periode

Die Dramatik


- Die Attische Tragödie:
  - Aischylos - Sophokles - Euripides
- Das Satyrspiel
- Die Komödie: Aristophanes siehe auch: Theater der griechischen Antike

Andere Formen der Poesie

Dramatik und Rhetorik waren typische Formen der Gesellschaftskunst, und schufen für die (individuelle!) Lyrik dieser Periode weniger günstige Voraussetzungen.

Die