Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Anglesey

Anglesey

Anglesey (englisch für Insel der Angeln, walisisch Ynys Môn; auch Anglesea) ist eine britische Insel vor der Nordwest-Küste von Wales in der Irischen See und eine gleichnamige Grafschaft.
- Fläche: 712 km²
- Einwohner: 68.500
- Hauptstadt: Llangefni Die Mehrheit der Einwohner spricht die Walisische Sprache. Die Landschaft ist von Hügeln geprägt. Vorwiegend werden Rinder und Schweine gezüchtet. Über die Menaistraße führen zwei Brücken, welche die Insel mit Großbritannien verbinden. Eine Straße führt auch zum Hafen Holyhead, von dort verkehrt eine Fähre nach Dublin und Dun Laoghaire (gespr. dun Liery) in Irland. Früher war Anglesey ein wichtiger Anzugspunkt für Druiden, weshalb sie auch "Insel der Druiden" genannt wurde. Um 60 zerstörten die Römer unter Gaius Suetonius Paulinus das dortige Heiligtum, um so den anhaltenden und durch die Priesterschaft geförderten Widerstand der keltischen Bevölkerung zu brechen. Sie nannten die Insel Mona, wie sie auch früher genannt wurde. Die Engländer fügten Anglesey im 13. Jahrhundert zu ihrem Königreich hinzu. Anglesey ist ein beliebtes Touristenziel. Auf der Insel befindet sich mit Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch außerdem der Ort mit dem längsten Ortsnamen Europas. Kategorie:Waliser Grafschaft Kategorie:Unitary Authority (Wales) Kategorie:Insel (Großbritannien)

Englische Sprache

Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an. In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache. Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt. Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache. Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.

Verbreitung

Amtssprache

Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt: Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.

Sonstige Verwendung

Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern

Sprachwissenschaftliche Einordnung

Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen. Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf. Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen. Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat. Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen. Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft. Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach ISO 639); der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.

Sprachvarianten der englischen Sprache

Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt. Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind. Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache) Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt. Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.

Ähnliche/Verwandte Wörter

Deutsch und Niederländisch

Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.

Dänisch

Französisch

Textsammlungen

Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.

Siehe auch


- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien

Literatur


- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468

Weblinks


- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Englische Sprache Kategorie:Anglistik als:Englische Sprache ja:英語 ko:영어 ms:Bahasa Inggeris simple:English language th:ภาษาอังกฤษ zh-min-nan:Eng-gí

Großbritannien und Nordirland

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland. __TOC__ Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen. Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.

Geographie

Bretagne Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne. Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste. Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen. Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry. Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien

Klima und Vegetation

Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden. Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut. Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.

Sprachen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel. Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language. Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall). Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)

Minderheiten

Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten: Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen) Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Inder (über 1 Million - 2001) Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle. Pakistaner (747.285 - 2001) Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam. Bengalen (283.063 - 2001) Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime. Chinesen (247.403 - 2001) Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens. Sinti & Roma (ca. 120.000) Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.

Religion

Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion. Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden. Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
  - Church of England (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
  - Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
  - Methodistische Kirche
- Wales die
  - Church in Wales (Anglikanisch)
  - United Reformed Church (Reformiert)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
- Nordirland die
  - Church of Ireland (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Verschiedene Presbyterianische Kirchen Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden). Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte. Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet. Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente. Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005

Politik

Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung. Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.

Militär

Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird. Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question). Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet. Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten. Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten. Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie

Infrastruktur

Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung. Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert. Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden. Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester. Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen. Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten. Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.

Siehe auch


- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland

Wirtschaft

Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas. In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin. Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).

Kultur

Höchste Bauwerke


- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter

Weitere Themen


- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus

Weblinks

Geschichte Großbritanniens


- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)

Landschaft und Natur


- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)

Politik


- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)

Institutionen


- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin

Reisen


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich

Vermischtes


- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU als:Grossbritannien und Nordirland ja:イギリス ko:영국 ms:United Kingdom simple:United Kingdom th:สหราชอาณาจักร zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok

Irische See

Die Irische See trennt die Inseln Irland und Großbritannien. Mit dem Atlantik ist sie im Süden durch den St George's Channel (zwischen Irland und Wales) und im Norden durch den Nordkanal (zwischen Irland and Schottland) verbunden. Die Isle of Man liegt in der Mitte der Irischen See. Die Irische See ist das am schwersten radioaktiv belastete Meer der Welt (siehe Sellafield).

Fährverbindungen


- Swansea, Fishguard \leftrightarrow Cork
- Pembroke, Fishguard \leftrightarrow Rosslare
- Roscoff \leftrightarrow Rosslare, Cork
- Holyhead \leftrightarrow Dún Laoghaire, Dublin
- Stranraer \leftrightarrow Belfast, Larne
- Cairnryan \leftrightarrow Larne
- Liverpool \leftrightarrow Dublin, Isle of Man \leftrightarrow Belfast Kategorie:Meer ja:アイリッシュ海 ko:아일랜드 해

Grafschaft

Eine Grafschaft war ursprünglich der Amtsbezirk, dem ein Graf als Richter vorstand; dann das reichsunmittelbare Besitztum und später die Standesherrschaft eines Grafen; auch Bezeichnung der Provinzen in Großbritannien (für England siehe Grafschaft (England)), der Republik Irland und Nordamerika (County), wobei in den USA aber Landkreis wohl die bessere Übersetzung ist. Die letzten souveränen deutschen Grafschaften fielen dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zum Opfer.
- Landkreise, die ihre Territorialgeschichte auf ehemals souveräne Grafschaften zurückführen können, tragen häufig diesen Titel in ihrem offiziellen Namen:
  - Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen, Deutschland)
  - Landkreis Grafschaft Diepholz (Niedersachsen, Deutschland)
- Es existieren außerdem Orte bzw. Ortsteile, die den Namen Grafschaft tragen:
  - Grafschaft (Friesland) (Deutschland)
  - Grafschaft (Sauerland) (Ortsteil der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
  - Grafschaft (Rheinland) (Gemeinde im Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, Deutschland)
  - Grafschaft Hoya (Gemeinde im Landkreis Nienburg, Niedersachsen, Deutschland)
  - Grafschaft VS (Gemeinde im Kanton Wallis, Schweiz)
  - Grafschaft ZH (Ortsteil der Gemeinde Niederglatt im Kanton Zürich, Schweiz) Kategorie:Region in Deutschland Kategorie:Geographischer Begriff

Hausrind

Als Hausrind oder schlicht Rind bezeichnet man das zunächst wegen seines Fleisches, später auch seiner Milch, seiner Zugleistung domestizierte Wildrind (Bos taurus). Die meisten heutigen Hausrinder (taurine oder echte Hausrinder), einschließlich des Zebu stammen vom Ur oder Auerochsen (Bos taurus primigenius) ab, der in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas lebte und seine größte Population im Alluvium hatte, danach gingen seine Bestände allmählich zurück. Am Ende waren vor allem die Jagd und menschliche Eingriffe in die Natur Gründe für die Ausrottung des Urs. Die letzten Urrinder Europas starben 1627 in Polen aus. Die Domestikation zum Hausrind erfolgte bereits im 9. Jahrtausend v. Chr. Als Beleg gilt, dass ab 8.300 v. Chr. Rinder zusammen mit Ackerbauern auf das bis dahin Rinderlose Zypern gelangten. Seitdem hat der Mensch eine große Zahl unterschiedlicher Rinderrassen gezüchtet, in die teilweise auch wilde Rinderarten (etwa der amerikanische Bison beim Beefalo) eingekreuzt wurden. Vor allem in Asien sind weitere Tiere domestiziert worden, die von anderen Arten herstammen, so das Balirind (Bos javanicus f. domestica) aus dem Banteng (Bos javanicus), das Gayal (Stirnrind) (Bos gaurus f. frontalis) aus dem Gaur (Bos gaurus), das Hausyak (Bos mutus f. grunniens) aus dem Wildyak (Bos mutus) und der im Gegensatz zu den eigentlichen Rindern der Gattung Bos zur Gattung Bubalus zählende Hausbüffel (Bubalus bubalis f. bubalis) aus dem Wasserbüffel (Bubalus bubalis f. arnee).

Bezeichnungen


- Jungtiere werden Kalb genannt.
- Das geschlechtsreife weibliche Hausrind heißt Kuh, dient es zur Milch- bzw. Fleischgewinnung wird es auch Milchkuh bzw. Mutterkuh genannt.
  - Ein geschlechtsreifes weibliches Rind vor dem ersten Kalben heißt Färse, Kalbin (Österreich, Süddeutschland), Queen, Queene oder Starke.
- Das geschlechtsreife männliche Hausrind heißt Bulle oder Stier, Fallen oder Fasel, in der Schweiz auch Muni.
  - Ein kastriertes männliches Rind heißt Ochse.

Nutzung

Ochse Ochse in Biberach/Riß]] Hausrinder sind in mehrerer Hinsicht nützlich, wobei einige Rassen im Hinblick auf eine oder mehrere bestimmte Nutzungsarten besonders gezüchtet wurden. Man unterscheidet dabei die Zweinutzungsrassen von den Milch- bzw. Fleischbetonten Rassen. Neben Milch, Fleisch und Leder liefern Rinder Gülle und Mist, die in der Landwirtschaft als natürliche Düngemittel eine wichtige Rolle spielen, außerdem erfüllen besonders Ochsen in vielen Teilen der Welt noch heute als Zugtiere für Karren oder zum Pflügen eine wichtige Funktion. Des Weiteren sind Tiere wie das Heckrind ein wichtiger Faktor in der Landschaftspflege und im Naturschutz (Almwirtschaft). Bei den Rindern selbst lassen sich die Nutzungsrichtungen Milchproduktion und Fleischproduktion unterscheiden. Es gibt Rassen, die überwiegend auf eine der beiden Nutzungsrichtungen hin gezüchtet wurden, aber auch solche, bei denen beide Nutzungsrichtungen züchterisch bearbeitet werden (=Doppelnutzung, DN). Die Unterschiede zwischen beiden Richtungen sind genetisch bedingt: Rassen mit hoher Milchleistung zeigen typischerweise hohe Spiegel endogen synthetisierter Wachstumshormone (Somatotropin, BST). Typische Milchvieh-Rassen sind beispielsweise Holstein-Friesian (= Rot- und Schwarzbunte, HF), Braunvieh (= Brown Swiss, BS) oder Fleckvieh (= Simmentaler, FV) als Doppelnutzungsrind. Fleischrinder haben eine günstigere Struktur des Fleisches (Faserigkeit, Marmorierung). Früher wurden männliche Tiere zur Verbesserung des Fleisches kastriert und somit zu Ochsen gemacht. Heutzutage ist dies in Deutschland nicht mehr üblich. Es werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere geschlachtet. Verbreitete Fleischrassen sind beispielsweise Hereford, Charolais und Limousin, daneben andere, mehr regional verbreitete Rassen wie Angus und Galloway. Bei der Nutzungsrichtung Fleischproduktion wird zwischen Rassen unterschieden, die ein schnelles Wachtum aufweisen, aber nicht zwangsläufig großrahmig sind (zum Beispiel Limousin) und solchen Rassen, die auf ein hohes Endgewicht kommen (beispielsweise Charolais). Galloway Kühe sind wie Pferde auch Pflanzenfresser, nutzen aber als Wiederkäuer wie auch Schafe und Kamele die Nahrung weit besser aus. Die Nahrung durchläuft 4 Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen). Trotzdem hat auch Kuhkot, landläufig als Kuhfladen bezeichnet, noch einen nennenswerten Brennwert. Getrocknete Kuhfladen werden deshalb in der 3. Welt als Brennstoff benutzt.
Die Kuh produziert beim Wiederkauen 98 - 190 Liter Speichelflüssigkeit am Tag.

Rassen

Labmagen thumb thumb] thumb thumb]] thumb] Es gibt eine große Zahl von Rinderrassen, die für verschiedene Ansprüche gezüchtet werden. Allerdings gehen gerade in der heutigen Zeit der Massentierhaltung und Technisierung der Landwirtschaft viele Rassen veloren. Aus diesem Grund wird jedes Jahr ein Haustier des Jahres gewählt, um auf diese Situation aufmerksam zu machen. Zur Katalogisierung der Rinderrassen und Kennzeichnung im Rinderpass gibt es einen verbindlichen Rasseschlüssel.

Einige Rassen des Hausrindes


- Aberdeen Angus
- Angler Rind (Haustier des Jahres 2002)
- Aubrac
- Ayrshire
- Bazadaise
- Beefalo
- Belted Galloway
- Blaarkop
- Blonde d'Aquitaine
- Brahman
- Brangus
- Braunvieh
- Boskarin (seltene, autochtone Rasse aus Istrien)
- Charolais
- Chianina
- Deutsche Angus
- Deutsches Braunvieh alter Zuchtrichtung
- Deutsche Schwarzbunte alter Zuchtrichtung
- Deutsches Shorthorn
- Dexter
- Doppelnutzung Rotbunt
- Ennstaler Bergschecken
- Eringer
- Fjäll-Rind
- Fleckvieh
- Fleisch Fleckvieh
- Galloway
- Gelbvieh
- Germanischer Angus
- Glanrind
- Grauvieh
- Hangrind
- Heckrind (Rückzüchtungsversuch des Auerochsen)
- Hereford
- Hinterwälder (Haustier des Jahres 1992)
- Holstein-Rotbunte
- Holstein-Schwarzbunte
- Jochberger Hummeln (aus der Pinzgauer, vom Aussterben bedroht)
- Jersey
- Kobe-Rind (das teuerste Rindfleisch der Welt)
- Lakenfelder
- Limousin
- Limpurger
- Limpurger Fleischnutzung
- Lincoln Red
- Longhorn
- Luing
- Maine Anjou
- Marchigiana
- Maremmana
- Montbeliard
- Murnau-Werdenfelser (Haustier des Jahres 1986)
- Murnau-Werdenfelser Fleischnutzung
- Normanne
- Piemonteser
- Pinzgauer
- Pinzgauer Fleischnutzung
- Pustertaler Schecken
- Romagnola
- Rotvieh (Haustier des Jahres 1997)
- Rotvieh Zuchtrichtung Alter Angler
- Rotvieh Zuchtrichtung Höhenvieh
- Salers
- Sanga
- Sayaguesa
- Schottisches Hochlandrind
- Schwarzbunte (Holstein Friesian)
- Shorthorn
- South Devon
- Tiroler Grauvieh
- Telemark
- Tuxer
- Uckermärker
- Ungarisches Steppenrind
- Vogesen-Rind
- Vorderwälder
- Vorderwälder Fleischnutzung
- Watussirind
- Weißblaue Belgier
- Welsh-Black
- White Galloway
- White Park
- Witrug
- Zwerg-Zebus

Krankheiten und Parasiten


- BSE
- Ketose
- Maul- und Klauenseuche
- Milzbrand
- Milchfieber
- Neurobrucellose
- Rinderbandwurm
- Rinderpest
- Seuchenhaftes Verwerfen
- Tuberkulose
- Weidefieber Weidetetanie
- BHV1 (IBR/IPV)
- BVD-MD (Bovine Virusdiarrhöe-Mucosal Disease)
- Paratuberkulose

Siehe auch


- Nutztier, Rinder, Kuh

Weblinks


- [http://vieh-ev.de/Rassen/rinder.html] Informationen über Aussterbende Rinderrassen
- [http://www.ansi.okstate.edu/breeds/cattle/ Sehr umfangreiche Liste von Rinderrassen] - von der Oklahoma State University (englisch)
- [http://dad.fao.org/en/Home.htm Seite der FAQ aller bekannter Nutztiere] (englisch)
- [http://www.kuehe-online.de Kuehe-online.de] Kategorie:Haustier Kategorie:Rind als:Hausrind ja:ウシ

Schweine

Als Schwein bezeichnet man
- im allgemeinen Sprachgebrauch meistens das Hausschwein
- zwei Familien der Paarhufer, nämlich
  - die altweltlichen oder echten Schweine und
  - die neuweltlichen oder Nabelschweine, auch Pekaris genannt;
- in der Umgangssprache
  - bedeutet "Schwein haben" so viel wie Glück (Dusel) haben;
  - in stark abwertender Weise bezeichnet Schwein, Sau oder Wutz einen unordentlichen, unsauberen oder unmoralischen Menschen.

Fähre

]] ]] Eine Fähre ist ein im Linienverkehr oder nach Bedarf auf einer festgelegten Route fahrendes Schiff oder Boot für den Verkehr über einen Fluss, See oder Meer zum Transport von Personen oder Fahrzeugen. Sie sind somit auch bei kurzen Strecken eine Alternative zu Brücken oder Tunneln. Nach der Transportaufgabe unterscheidet man
- Personenfähren
- Autofähren (siehe auch: RoRo-Verfahren)
- Eisenbahnfähren (Trajektschiffe) In den meisten Städten, ob am Meer oder an einem größeren Fluss gelegen (auch in Städten mit vielen Kanälen), spielen Fährverbindugen eine wichtige Rolle im Nahverkehr. Sie verursachen vergleichsweise weniger Kosten als Tunnel oder Brücken, und ermöglichen eine schnelle, direkte Verbindung zweier Ufer. Die Deutsche Fährstraße, die von Bremervörde nach Kiel führt, verbindet Fähren nahezu aller Art. Die Ferienstraße, die rund 250 Kilometer lang ist, wurde im Mai 2004 eröffnet. Eine der wohl kleinsten Fähren Deutschlands verkehrt in Schleswig-Holstein auf der Bundeswasserstraße Krückau. Die Fähre für maximal acht Personen ist eigentlich nur ein kleines Holzboot, welches durch das Wriggen per Hand vorwärts betrieben wird. War sie bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts beinahe 400 Jahre lang die einzige Möglichkeit, in angemessener Zeit auf die andere Uferseite zu gelangen, wurde sie 1993 als Touristenatraktion wiedereröffnet. Eine weitere Ruderboot-Fähre verkehrt auf der Müggelspree zwischen Berlin-Rahnsdorf und Berlin-Müggelheim. Sie wird von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) als Linie F 24 betrieben und ist die kürzeste Fährlinie von Berlin.

Typen

Berlin]]Berlin Berlin Berlin Berlin und Mainstockheim]]

Hochseefähre

Hochseefähren verbinden viele vor den Küsten gelegene Inseln mit dem Festland oder z. B. Mitteleuropa mit Skandinavien, Italien mit Griechenland oder gar Europa mit Afrika. Sie werden überall dort eingesetzt, wo die direkte Strecke über See wesentlich kürzer ist als der Landweg bzw. die einzig sinnvolle Alternative ist. In Europa ist die Linie über den Ärmelkanal (DoverCalais) eine der wichtigsten Fährverbindungen, da sie Großbritannien mit dem europäischen Festland verbindet. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Schiffstypen die als Fähre genutzt werden, je nach Länge der Strecke, der benötigten Kapazität, sowie nach Geschwindigkeit und Seetüchtigkeit (Hochseetauglichkeit oder Binnenschifffahrt). Tragflächenboote wurden beispielsweise verwendet um auf beliebten Strecken die Geschwindigkeit zu erhöhen. Diese wurden jedoch großteils durch Luftkissenboote und Katamarane ersetzt. Auf der oben bereits erwähnten Verbindung (Dover/UK ↔ Calais/F), standen die Luftkissenboote in direkter Konkurrenz zu den Shuttle- und Eurostarzügen, die den Kanal-Tunnel benutzen. Obwohl die Luftkissenboote weiterhin hohe Gewinne einfuhren und gut ausgelastet waren, musterte die Reederei Hoverspeed im Oktober 2000 die letzten beiden Hovercrafts aus. Dies wurde mit dem Mangel an Ersatzteilen sowie der nicht mehr zeitgemäßen Konstruktion begründet. Seitdem sind Katamarane die schnellste Fährverbindung über den Ärmelkanal, benötigen jedoch, inklusive ent- und beladen, knapp eine Stunde länger als die Hovercrafts.

Doppelend-Fähren

Doppelend-Fähren sind Fährschiffe die an Bug und Heck jeweils eine Landeklappe zum Be- und Entladen besitzen, dadurch können die Fahrzeuge in Fahrtrichtung die Fähre wieder verlassen. Das Unterwasserschiff ist meist in beide Fahrtrichtungen gleich aufgebaut so dass in beide Fahrtrichtungen die gleich Manövrierfähigkeit besteht. Viele besitzen die Antriebe diagonal angeordnet (einer Oberstrom (zu Berg) und einer Unterstromseitig (zu Tal)) oder vier Antriebe (in jedem Kopf zwei). Durch die Anordnung der Antriebe ist eine Doppelend-Fähre auch in engem Fahrwasser sehr wendig und kann sich auch auf der Stelle drehen. Weit verbreitet sind 3 Antriebstypen: Ruderpropeller (die Schraube sitz fest auf einem drehbaren Schaft), Pumpjets (ohne Schraube dafür mit Wasserstrahl aus einer Art Turbine) und Voith-Schneider-Antrieb (Eine rotierende Scheibe mit bis zu 5 verstellbaren Flügeln . Die Platte hat einen Durchmesser von 1,6 - 2,1 m ). Das Steuerhaus bei den meisten Binnenfähren ist unterstromseitig (der Schiffmann steht mit dem Rücken zu Tal) mittig des Schiffes angeordnet. Seltener findet man das Steuerhaus mittig über der Fahrbahn auf einer Art Brücke (alte Fähre Loreley) oder gar Fähren mit 2 Steuerhäusern (für jede Fahrtrichtung eines). Doppelend-Fähren werden hauptsächlich auf Flüssen und Seen eingesetzt. Teilweise auch in Küstengewässern (z.B. zur Überfahrt von Rügen nach Hiddensee).

Flussfähren

Um die Energie zu sparen, die eine frei fahrende Fähre braucht, um gegen die Flussströmung anzufahren, werden an Flüssen Fähren eingesetzt die feste mit dem Ufer verbunden sind.

Seilfähre

Kurze Überfahrten können auch durch sog. Seilfähren geleistet werden, welche durch ein Stahlseil gelenkt und angetrieben werden und dadurch immer fest mit beiden Ufern verbunden sind. Manchmal werden die Seilfähren von jemandem an Bord angetrieben, oft aber maschinell vom Ufer aus. So genannte Gierseilfähren nutzen die Energie des strömenden Wassers von Flüssen aus, das sie, hängend an zwei Seilen (Gierseile) mit Laufkatzen, die auf einem hoch über dem Wasser gespannten Stahlseil laufen, schräg zur Strömung gestellt (gierend) überqueren. Durch die Richtung des Gierens (Verkürzung des einen oder anderen Gierseils mit Hilfe von Winden) wird die Fahrtrichtung bestimmt. Diese Art der Seilfähre behindert nicht die normale Flussschifffahrt. Bei der Benutzung eines Y-Gierseils (Foto) wird das lange Ende in Ufernähe im Wasser verankert und das Seil mit Bojen gegen Überfahren gesichert.

Rollfähre

Auf Flüssen gibt es auch die sog. Rollfähren. Dabei ist ein Stahlseil von einem Ufer zum anderen gespannt. Die Rollfähre selbst bewegt sich an einem Seil über eine Seilrolle von einem Ufer zum anderen. Es wird durch die Strömung getrieben. Diese Art Fähren hat in Basel eine Tradition seit 1854. Heute sind vier Fähren über den Rhein in Betrieb. Siehe auch: Basler_Fähren. Auch in Ottensheim gibt es seit mit Mitte des 19. Jahrhundert eine Rollfähre - die so genannte "Drahtseilbrücke Ottensheim".

Schwebefähre

Neben Fährschiffen und Fährbooten gibt es auch Schwebefähren, die an einer Seilkonstruktion unter einer Brücke hängen und das Gewässer schwebend überqueren. Beispiele dafür gibt es in Rendsburg (unter der Rendsburger Hochbrücke) und an der Oste. In manchen Teilen der Erde gibt es auch, auf die Benutzung bezogen, kostenlose Fähren wie z.B. in Woolwich (London, England über die Themse) und in Amsterdam (über den IJ). In Deutschland sind die Fähren über den Nord-Ostsee-Kanal deshalb für Benutzer kostenlos, weil der Kanal ein künstlich angelegtes Gewässer ist.

Fähren in Mythologie und Kunst

Die Fahrt mit einer Fähre ist in Mythen und Erzählungen oft als Metapher für Übergang oder entscheidende Phasen einer Reise zu finden. Der Fährmann erscheint dabei meist als ein Führer oder Helfer für jene die er zum anderen Ufer, sei es das Reich der Toten oder der nächste Abschnitt der Reise, bringt. Bereits im Gilgamesch Epos, einer der ältesten bekannten Dichtungen der Menschheit, die von der Suche des sumerischen Königs Gilgamesch (regierte etwa 2652 v. Chr.-2602 v. Chr.) nach Unsterblichkeit erzählt, erscheint der Fährmann Urschanabi, der den König über die Wasser des Todes bringt. Gemäß dem Ägyptischen Totenbuch bringt Mahaf die Seelen der Toten auf einem Boot aus Papyrus in die Unterwelt. Ein bemerkenswertes Detail: Das Totenschiff steht unter der Obhut des Gottes Aken, der die meiste Zeit damit verbringt am Ruder zu schlafen. Sollen Seelen zu dessen Gemahlin Amet, die die Seelen am Tor der Unterwelt begrüßt, gebracht werden, muss Mahaf ihn erst aufwecken - was allerdings, glaubt man den alten Texten, mitunter nicht einfach ist. Aus der griechischen Mythologie ist der Fährmann Charon bekannt, der ebenfalls die Seelen der Toten über den Fluss Acheron (auch Lethe oder Styx) zum Eingang der Unterwelt begleitet. In der nordischen Mythologie erscheint Odin als Fährmann namens Hárbarðr ("Graubart"), der seinem Sohn Thor eine Lektion erteilt. Die mythologische Figur des Fährmanns fand auch immer wieder Eingang in die Kunst. So erscheint in Dante Alighieris "Göttlicher Komödie" (Divina Comedia), entstanden im frühen 14. Jahrhundert, im achten Gesang des ersten Buches (Inferno, "Hölle"), der Fährmann Phlegias um Dante und Vergil über den Fluss Styx zu bringen. Das Motiv wird in den 1950er Jahren zum Vorbild für Salvador Dalís "Der Nachen mit dem Engel als Fährmann", in seiner, aus 101 Aquarellen bestehenden, Serie zur Divina Comedia. In der 25. Aventiure des Nibelungenlieds erschlägt Hagen den unwilligen Fährmann, setzt das Burgunderheer selber über die Donau und zerstört anschließend die Fähre, um niemandem die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. August Kopisch lässt in seiner Ballade Des winzigen Volkes Überfahrt den Fährmann ein unsichtbares Zwergenvolk übersetzen, das vor der modernen Zivilisation fliehen will. Hermann Hesse greift das Motiv des Fährmanns in seinem Buch "Siddhartha - eine indische Dichtung" (1922) auf, indem er Siddhartha, den Suchenden, an einem Wendepunkt seines Lebens zum Gehilfen des Fährmanns Vasudeva und später selbst zum Fährmann werden lässt. Chris de Burghs Lied Don't pay the ferryman von 1982 handelt von einem Fährmann mit finsteren Absichten.

Galerie

Bild:Tabor.jpg|Fährschiff Nr12 zwischen Konstanz und Meersburg auf dem Bodensee Bild:Roro_faehre.jpg|RoRo-Fähre (Roll-on Roll-off) Bild:Koh_Phangan_Faehre1.jpg|Fährschiffe in Thailand (zwischen den Inseln Samui und Phangan) Bild:Hovercraft in Calais 2.jpg|Hovercraft in Calais Bild:GierfaehreRathenElbe.jpg|Gierseilfähre in Rathen (Elbe) Bild:Faehre Veckerhagen.jpg|Gierseilfähre zw. Veckerhagen und Hemeln (Weser) Bild:Fähre_Altrip-Mannheim.jpeg|Rheinfähre Altrip-Mannheim Bild:Faehre Warnemuende Breitling.jpg|Fähre zw. Hohe Düne und Warnemünde Bild:FS Dronning Margrethe II Faehre.jpg|Fähre / Linie Rostock - Gedser Bild:Faehre04_holoever_gr.jpg|Kleinste Fähre Deutschlands: "Fähre Kronsnest" Neuendorf - Seester Image:Silja_Europa_2005.jpg|Silja-Europa, bei Mariehamn, 2005 Image:MS Peter Wessel i Larviksfjorden.jpg|MS Peter Wessel im Larviksfjord Image:MS Peter Wessel til kai i Larvik.jpg|Peter Wessel im Hafen von Larvik Bild:Zürichseefähre_Meilen-Horgen_-_002.jpg|Zürichseefähre Bild:Faehre_stephansposching.jpg|Fähre bei Stephansposching

Weblinks


- [http://www.deutsche-faehrstrasse.de/ Deutsche Fährstraße]
- [http://www.faehrverband.de/ Deutscher-Fähr-Verband (Binnenfähren)]
- [http://www.ab-travel.net/faehre-intranet-liste-0.php Auflistung Fährverbindungen Europa inkl. Reedereien]
- [http://www.ship-info.de/ Schiffe in Travemünde von Wolfgang Moebius]
- [http://www.fjordfaehren.de/ Kleine Fähren in Europa von Wilhelm Langes]
- [http://www.schwebefaehre.org/ Die Welt der Schwebefähren von Jochen Bölsche]
- [http://www.dfv-online.info/ Deutscher Fährschifffahrtsverein e. V.]
- [http://www.sw.konstanz.de/verkehr/faehre/allgemeines.htm Homepage Der Fähre Konstanz Meersburg auf dem Bodensee] Kategorie:Fähre Kategorie:Schiffstyp ja:フェリー ms:Feri

Dun Laoghaire

Dun Laoghaire (auch: Dún Laoghaire oder Dun Laoire) ist eine irische Hafenstadt ca. 10 km südlich von Dublin. Der Ort gehört zum County Dun Laoghaire Rathdown, der ca. 190.000 Einwohner hat. Attraktionen vor Ort sind unter anderem das National Maritime Museum of Ireland, der James Joyce Tower und die Hafenpromenade auf der Ostpier. Die Fährverbindung nach Holyhead auf Anglesey in Wales ist eine der wichtigsten Seeverbindungen des Landes. Es existieren Städtepartnerschaften mit Brest, und Ynys mon (Anglesey) in Wales.

Geschichte

Der Ort geht auf ein Dun einen umwallten Ort zurück, der als Befestigung angesprochen wird, den der irische Hochkönig Laoghaire, der auf engl. King Lear hieß, im 5. Jahrhundert einrichtete und ist damit als einer der ältesten Orte Irlands gilt. Der englische Name war Dunleary, was phonetisch in etwa der Aussprache des wieder zurückbenannten heutigen irischen Namens entspricht. Von den bis 1921 in Irland herrschenden Engländern wurde Dun Laoghaire 1821 in Kingstown umbenannt und entwickelte sich zu einem noblen Vorort Dublins. Hier resiedierte die Ascendancy, die englische Oberschicht, die die Küstenstadt zu einem eleganten Badeort mit prachtvollen Vilen ausbauen ließ.

James Joyce Tower

King Lear Der James Joyce Tower im Ortsteil Sandycove ist wohl der berühmteste Martello-Tower an der irischen Küste. Er wurde, wie alle anderen Türme diese Befestigungsart, 1804 nach dem Vorbild der korsischen Genuesertürme errichtet. Berühmtheit erlangte der Turm durch den Schriftsteller James Joyce, der hier 1904 eine Woche lang bei dem Medizinstudenten Olivier St. John Gogarty lebte. Die Geschehnisse in dem Turm verarbeitete Joyce in seinem Roman Ulysses und ließ die Tagesreise des Romanhelden Leopold Bloom hier beginnen. Der Turm beherbergt seit 1962 ein Joyce-Museum. Unterhalb des Turms befindet sich die legendäre Badestelle Forty Foot, mit ihren in den Fels gehauenen Stufen, die in die Irische See führen. Ursprünglich wurde Forty Foot als Nacktbadestelle "for gentlemen only" ausgewiesen. An die FKK-Pflicht wird sich heute allerdings nicht mehr streng gehalten.

Berühmte Persönlichkeiten

Bob Geldof (
- 5. Oktober 1951 in Dun Laoghaire), Musiker und Politaktivist

Weblink


- http://www.dun-laoghaire.com/ Kategorie:Ort in Irland Kategorie:Ort mit Seehafen

Republik Irland

Irland (amtlicher deutscher Name, irisch Éire, engl. Ireland), häufig auch Republik Irland (irisch Poblacht na hÉireann, engl. Republic of Ireland) ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Er grenzt an das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und ist Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum Römisch-Katholischen Glauben.

Geografie

Im Landesinneren der Insel finden sich überwiegend Ebenen, die nach außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. Der Fluss Shannon, welcher von Nord nach Süd verläuft, ist der längste Fluss der Insel. In den Ebenen liegen eine große Zahl von Seen, die die Landschaft maßgeblich geprägt haben. Lough Neagh ist der bekannteste der irischen Seen, auch wenn dieser genau genommen zu Nordirland gehörrt. Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks.

Geschichte

Die Geschichte Irlands beginnt mit der Besiedlung in der Steinzeit. Die Kelten brachten etwa 300 v. Chr. den Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit. Schon im Römischen Reich war die Insel Irland unter dem Namen Hibernia bekannt. Im Laufe der Geschichte gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland. Der Christianisierung Anfang des 5. Jahrhunderts durch Patrick von Irland, der bis heute die Stellung des Nationalheiligen der Iren inne hat, folgte die erste irische Blütezeit, die jäh durch die Beutezüge der Wikinger unterbrochen wurde. Es folgte im Jahre 1169 die Eroberung durch die Normannen, die eine fortgesetzte Dominanz Englands über Irland einläutete. Englische Eroberer konfiszierten den Landbesitz der Iren und vertrieben sie in westliche unfruchtbare Regionen der Insel. Die egoistische Politik der großen englischen Grundbesitzer in Irland verursachte eine Hungersnot von 1845-1847. 1.5 Millionen Iren starben an Hunger. Es folgte eine enorme Auswanderung nach Amerika. Die Unabhängigkeit Irlands von England begann am 6. Dezember 1921 nach politischen und militärischen Auseinandersetzungen des Nordirlandkonflikts mit der Gewährung eines Dominion-Status und damit innerer Eigenständigkeit durch die britische Regierung. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster blieben nach dem Abkommen Bestandteil Großbritanniens. Die Nordirland betreffende Problematik wurde damals nicht gelöst und überschattet die irisch-britische und innerirische Politik bis heute. Jedoch zeichnet sich seit dem Karfreitagsabkommen und dem Verzicht auf Nordirland durch die Republik Irland eine deutliche Entspannung ab. Nach mehr als 300 Jahren britischer Herrschaft schied Irland schließlich am 18. April 1949 aus dem britischen Commonwealth aus. Die sechs nordirischen Grafschaften verblieben im Vereinigten Königreich. Siehe auch Geschichte Irlands.

Politik

Die Republik Irland hat das politische System einer parlamentarischen Demokratie. Der Präsident (ir. Uachtaráin na hÉireann), das Staatsoberhaupt der Republik Irland, wird für sieben Jahre von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt und kann sein Amt höchstens für zwei Amtszeiten ausfüllen. Seine politische Macht ist nicht sehr hoch – im Wesentlichen kommen ihm repräsentative und zeremoniale Aufgaben im Inland wie im Ausland zu. Er hat keinen Einfluss auf die Regierungspolitik; dieser begrenzte tagespolitische Spielraum bringt ihm aber hohe Akzeptanz ein. Der Premierminister (ir. Taoiseach, gesprochen "Tíschach") wird vom Parlament nominiert und vom Präsidenten ernannt. Üblicherweise ist er der Parteichef der stärksten Parlamentspartei oder der größten Koalitionspartei. Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern und dem Präsidenten: Dabei bildet der Senat (Seanad Éireann) das Oberhaus und das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) das Unterhaus. Der Senat besteht aus 60 Mitgliedern, von denen 11 durch den Premierminister ernannt und 49 von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gewählt werden (Landwirtschaft und Arbeiterschaft je 11, Industrie und Handel 9, Öffentliche Verwaltung 7, Universitäten 6 und Kultur und Erziehung 5). Diese Wahlen finden innerhalb von 90 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses statt. Das Unterhaus besteht aus 166 Mitgliedern, wobei die Zahl der Mitglieder von der Einwohnerzahl Irlands abhängt. Auf je 20.000 bis 30.000 Einwohner kommt ein Abgeordneter. Die Mitglieder des Unterhauses werden nach der übertragbaren Einzelstimmgebung (engl. Single Transferable Vote) in 42 Wahlkreisen, in denen je zwischen drei und fünf Mandate zu vergeben sind, gewählt. Wahlen müssen innerhalb von 30 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses stattfinden. Das Unterhaus wird derzeit für höchstens fünf Jahre gewählt, eine frühere Auflösung ist aber möglich. Die Regierung (Án Rialtas) besteht aus höchstens 15 Mitgliedern. Dabei dürfen nicht mehr als zwei Minister aus dem Senat kommen, der Premier, der Stellvertreter des Premier und der Finanzminister müssen dem Repräsentantenhaus angehören. Irische Parteien:
- Fianna Fáil und Fine Gael (die größten Parteien Irlands)
- Sinn Féin (die älteste Partei Irlands)
- Grüne (Irland)
- Labour Party (Irland)
- Progressive Democrats Irland stellt einen EU-Kommissar: David Byrne und (bis 2004) den Präsidenten des Europaparlaments Pat Cox.

Aktuelle Politik

Pat Cox Am 29. März 2004 führte Irland als erstes EU-Land ein totales Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen ein. Nach einer Umfrage im vergangenen November hatten sich rund 80 Prozent der Bürger, darunter auch über 60 Prozent Raucher, für ein Rauchverbot ausgesprochen. Das Gesetz trat um 0:00 Uhr in Kraft. Ein Teil der 10.000 Pubbesitzer befürchtet, nicht nur mit Einkommensverlusten, sondern, bei Missachtung des Gesetzes, auch mit einer Strafe von bis zu 3.000 € rechnen zu müssen. Laut Kommissar Byrne entstehen jedoch völlig neue Umsatzchancen, so werden zukünftig auch Personengruppen ein Pub besuchen, die dies vorher nie getan hätten. Um die Einhaltung zu überwachen, wurden rund 400 amtliche Kontrolleure eingestellt. Das Verbot gilt nicht für Hotelzimmer, Gefängnisse und psychiatrische Anstalten. Mit dieser Entscheidung will Irland eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen und hofft auf ähnliche Reaktionen anderer Staaten. Am 25./26. Juni 2004 besuchte der US-Präsident George W. Bush für 18 Stunden Irland. Er traf mit dem irischen Premierminister Bertie Ahern zusammen und besprach zusammen mit seiner Führungscrew die europäisch-amerikanischen Beziehungen. 6.000 Polizisten und die Armee sorgten für die Sicherheit des Präsidenten, während einige tausend Demonstranten gegen die Politik von Bush am Flughafen Shannon protestierten.

Provinzen

Siehe Unterartikel: Gliederung Irlands Irland besteht aus 4 Provinzen (Connacht, Leinster, Munster, Ulster), die sich nochmal in Bezirke (counties) aufspalten. Diese Provinzen haben in dieser Form allerdings keine Bedeutung mehr für die Verwaltung des Staates. Sie sind historisch gewachsen und spielen lediglich im Sport noch eine Rolle, da dieser in Irland auf kommunaler Basis organisiert ist. Siehe auch: Liste der Städte in der Republik Irland

Infrastruktur

Irland hat Flughäfen in Dublin, Kerry, Cork, Shannon (Irland) u.a., die von Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Ryanair, HLX und der einheimischen Fluggesellschaft AerLingus angeflogen werden. Irland hat ein recht dünnes Eisenbahnnetz, das aber ausgebaut wird. Bus Eireann ist die nationale Busgesellschaft, die eine große Zahl von Verbindungen anbietet. Die Straßen in der Republik sind meistens schlechter als auf dem europäischen Festland; es gibt quasi keine Autobahnen bis auf den Ring um Dublin und einige Verlängerungen dessen. Anfang 2005 stellte die Republik auf das metrische System um, seitdem werden Geschwindigkeiten in km/h und nicht mehr in mph gemessen. Entfernungen wurden davor schon hauptsächlich in km angegeben.

Kultur

Bibliothekswesen

1947 wurde mit dem Public Library Act der Bibliotheksrat An Chomhairle Leabharlanna ins Leben gerufen. Damit wurde das Bibliothekswesen revolutioniert. An Chomhairle Leabharlanna, zunächst gegründet um die Versorgung und Entwicklung von Bibliotheksdienstleistungen zu gewährleisten, bekam 2001 zusätzliche Aufgaben. Diese Aufgaben sind im Wesentlichen, die Hauptbibliotheken zu beraten und sie unterstützen, Empfehlungen und Gutachten für die Ministerien zu erstellen und die Kooperation zwischen den öffentlichen Bibliotheken und den wissenschaftlichen Bibliotheken zu unterstützen und zu erleichtern. Außerdem ist An Chomhairle Leabharlanna in viele Aktivitäten und Programme, die die Bibliotheken fördern, integriert. (Zum Vergleich: in Deutschland gibt es weder ein Bibliotheksgesetz, noch - seit der Schließung des Deutschen Bibliotheksinstituts (DBI) im Jahre 2000 - eine zentrale Beratungs- und Entwicklungsagentur) In Irland gibt es 32 Hauptbibliotheken. Davon werden 27 von den Landkreisen getragen und 4 von den Städten Cork, Dublin, Limerick und Waterford. Eine Bibliothek liegt dabei zwischen zwei Counties und wird deshalb von beiden unterstützt. Die Strategien und Methoden der Bibliotheken variieren von Stadt zu Stadt, denn die Hauptbibliotheken handeln unabhängig voneinander. Zu den 32 Hauptbibliotheken kommen weitere 345 Zweigbibliotheken hinzu. Dazu zählen auch Bibliotheken von Krankenhäusern, Schulen, Gefängnissen und so genannte Kommunikationszentren. Auch die 29 Fahrbibliotheken sind hier mit einberechnet, welche entlegene oder bevölkerungsarme Landstriche mit Büchern und anderen Medien versorgen. Zu den Angeboten der Bibliotheken gehören im allgemeinen Sachliteratur und Belletristik, Service und Programme für Kinder und Jugendliche, Referenzmedien, Informationen zur Weiterbildung und allgemeine, lokale Informationen. Außerdem wird in jeder Bibliothek ein öffentlicher Zugang zum Internet angeboten. Alle Hauptbibliotheken bieten zusätzlich in der Bibliothek Opacs an, welche den Nutzern zur Verfügung stehen. Das heißt, dass alle Bibliotheken ein elektronisches Verwaltungssystem besitzen. Einige Kataloge sind auch über das Internet abrufbar. In den Öffentlichen Bibliotheken gibt es ca. 12,5 Millionen Medieneinheiten. Dazu gehören Bücher, Manuskripte, Bilder, Loseblattsammlungen, CDs, CD-Roms, DVDs, Kassetten, Videos und vieles mehr. Im Gegensatz zu Deutschland wird in irischen öffentlichen Bibliotheken pro Einwohner weniger ausgeliehen. In Deutschland sind es 4,1 Medieneinheiten pro Einwohner, in Irland 3,4. Die öffentlichen Bibliotheken werden dennoch von ca. 21% der Bevölkerung genutzt. 2002 gab es 809.158 Leser mit einem Bibliotheksausweis. Mit den Sachkosten liegen die irischen Bibliotheken jedoch höher als deutsche Bibliotheken. In Irland werden 2,10 € pro Einwohner und in Deutschland 1,10 € pro Einwohner ausgegeben. Finanziert werden die Bibliotheken hauptsächlich über Steuern. Ca. 10 % werden über Mitgliedsbeiträge, Nutzergebühren und Bußgelder finanziert. Außerdem unterstützt das Department of the Environment and Local Government die Bibliotheken seit 1998 mit 34 Millionen €, die für den Bau und das Mieten von Gebäuden verwendet werden. Aber auch die Automatisierung von Arbeitsabläufen und der Bestandsaufbau wird mit diesen Geldern gefördert.

Irische Renaissance

Siehe Unterartikel: Irische Renaissance

Bekannte Iren

- in alphabetischer Reihenfolge -
- Bartholomew ("Bertie") Patrick Ahern, Irischer Premierminister
- Mary McAleese, Staatspräsidentin
- Francis Bacon, Maler
- Samuel Beckett, Schriftsteller
- Brendan Behan, Schriftsteller
- Boyzone, erste Boyband aus Irland
- Máire Brennan, Sängerin
- Pierce Brosnan, Schauspieler
- Chris de Burgh, Musiker
- Jean Butler, Tänzer (Irish Dance)
- Gabriel Byrne, Schauspieler
- Nicky Byrne, Musiker
- Eoin Colfer, Schriftsteller
- Michael Collins, Gründer der IRA
- Gavin Friday, Musiker
- The Corrs, Band
- The Cranberries, Band
- James Michael Donnellan, Tänzer (Irish Dance)
- Roddy Doyle, wichtigster, zeitgenössischer Schriftsteller
- The Dubliners, Band
- Damien Duff, Fußballer
- Keith Duffy, Schauspieler, Musiker
- Collin Dunne, Tänzer (Irish Dance)
- Kian Egan, Musiker
- Enya, Musikerin
- Colin Farrell, Schauspieler
- Mark Feehily, Musiker
- Shane Filan, Musiker
- Rory Gallagher, Musiker
- Michael Gambon, Schauspieler
- Stephen Gately, Sänger, Musical-Star
- Bob Geldof. Rockmusiker, Live-Aid-Organisator
- Mikey Graham, Musiker
- Richard Harris, Schauspieler
- Moarin O'Hara, Filmstar
- Seamus Heaney, Dichter
- Ray Houghton, ehemaliger Fußballer
- Eddie Irvine, ehemaliger Formel-1 Fahrer
- James Joyce, Schriftsteller
- Roy Keane, Fußballer
- Robbie Keane, Fußballer
- Ronan Keating, Musiker
- Johnny Logan, Sänger
- Shane Lynch, Rennfahrer, Sänger
- Shane MacGowan, Musiker
- Constance Markiewicz, Freiheitskämpferin
- Brian McFadden, Musiker
- Danny Morrison, Schriftsteller / Politiker
- Gary Moore, Sänger, Gittarist
- Liam Neeson, Schauspieler
- Flann O'Brien, Schriftsteller
- Turlough O'Carolan, Komponist
- Sean O'Casey, Schriftsteller
- Daniel O´Connell, Politiker, Befreier der Katholiken
- Sinéad O'Connor, Musikerin
- Bram Stoker, Schriftsteller (Dracula)
- Peter O'Toole, Scha