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| Anhydrid |
AnhydridEin Anhydrid (von griech.: án(h)ydros = wasserlos) ist eine chemische Verbindung, die aus einer Säure oder Base durch Entzug von Wasser entsteht.
- Nichtmetalloxide wie Schwefeltrioxid oder Phosphor(V)-oxid sind Säureanhydride.
- Metalloxide wie Calciumoxid bezeichnet man als Basenanhydride.
- Anhydride, die aus zwei Carbonsäure-Molekülen durch Abspaltung eines Wasser-Moleküls entstehen, werden Carbonsäureanhydride genannt.
Wasserfreie Salze (z.B. weißes Kupfer(II)-sulfat), die durch Erwärmen aus kristallwasserhaltigen Salzen (z.B. Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat) durch Verlust des Kristallwassers entstehen, bezeichnet man als Anhydrate.
Siehe auch: Anhydrit
Kategorie:Stoffgruppe
Griechische Sprache
Griechisch (griechisch ελληνικά) ist eine indogermanische Sprache, die einen eigenen Zweig dieser Sprachfamilie darstellt. Eine nähere Verwandtschaft scheint nur zur antiken makedonischen Sprache bestanden zu haben. Griechisch wird von ca. 16 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen ca. 10,5 Millionen in Griechenland leben, wo es Amtssprache ist. Die anderen Muttersprachler sind auf 35 andere Staaten verteilt. Auf Zypern ist Griechisch ebenfalls Amtssprache, offiziell neben dem Türkischen. Außerdem ist in einigen südalbanischen und süditalienischen Gemeinden, in denen Angehörige der griechischen Minderheit leben, das Griechische als lokale Amts- und Schulsprache zugelassen.
Siehe: Griko in Italien
Eine Vielzahl von altgriechischen Wörtern werden darüber hinaus auch in diversen Fachsprachen verwendet und haben Eingang in viele moderne Sprachen gefunden.
Die Sprachcodes nach ISO 639 für Neugriechisch (ab 1453) sind el
bzw. ell oder gre und für Altgriechisch (bis
1453) grc.
Geschichte
1453
Die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Sprache sind in Linearschrift B geschrieben. Sie begegnen ab dem 14. Jahrhundert v. Chr. - also in mykenischer Zeit - als sehr kurze Texte auf Transportamphoren, wo sie den Inhalt bezeichnen. Längere Texte auf zahlreichen Tontäfelchen, ebenfalls rein praktischer Natur, wurden in den Archiven einiger mykenischer Paläste gefunden. Sie stammen aus dem Beginn des 12. Jahrhundert v. Chr.. Nach Zerstörung der meisten bisher bekannten mykenischen Paläste im 12. Jh. ging die Linearschrift B und damit die Schriftlichkeit der ägäischen Welt nach herrschender Meinung verloren. Zumindest gibt es bisher keine Schriftfunde aus der Zeit der dunklen Jahrhunderte. Gegen Ende der dunklen Jahrhunderte, vermutlich um 800 v.Chr., übernehmen die Griechen das phönizische Schriftsystem, das sie im Grunde auch heute noch benutzen. Eines der bekanntesten frühen Beispiele der neuen alphabetischen Schrift zeigt der sog. Nestor-Becher. In klassischer Zeit ist eine Vielzahl von Dialekten feststellbar, zu den wichtigsten zählen das (noch heute in den Schulen als Altgriechisch gelehrte) Attische, das Ionische, das Dorisch-Nordwestgriechische, das Aeolische und das Arkadisch-Kyprische. Die am Anfang der schriftlichen Überlieferung stehenden homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, sind zum Beispiel in einer künstlerischen Sprachform verfasst, die Worte aus verschiedenen Dialekten benutzte, oft nach den Anforderungen des Metrums, im ganzen jedoch Ionisch mit äolischer Prägung ist.
Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. machte den dort gesprochenen attischen Dialekt zur Grundlage einer überregionalen Gemeinsprache (Koiné, griechisch κοινή, die Gemeinsame oder Allgemeine), die durch die Eroberungen Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Weltsprache und lingua franca aufstieg. Auch im Römischen Reich blieb Griechisch neben Latein Amtssprache, dies auch aufgrund der kulturellen Abhängigkeit der Römer von den Griechen. In der Osthälfte des Reiches war Griechisch bereits seit dem Hellenismus die dominierende Sprache. Der Einfluss fremder Sprachen und der fortbestehenden Dialekte führte immer wieder, insbesondere im 2. Jahrhundert, zu Bemühungen um eine Reinigung der griechischen Sprache unter Rückgriff auf das klassische Attisch. Eine solche bereinigte Form des Altgriechischen wurde nach der Teilung des Römischen Reiches (395) zur Amts- und Literatursprache des oströmischen Reiches, das nach der Abschaffung der lateinischen Amtssprache um 630 endgültig vom römischen zum byzantinischen Reich wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt versiegt die Produktion literarischer Werke auf Altgriechisch; die Sprache des byzantinischen Reiches weist da schon deutliche Unterschiede in Grammatik und Aussprache auf. Nach der arabischen Eroberung Syriens und Ägyptens blieb Griechisch dort zunächst noch für einige Jahrzehnte Amtssprache, bevor es diese Funktion ab etwa 700 an das Arabische verliert.
Während der Besetzung Griechenlands durch das osmanische Reich war der Unterricht in griechischer Sprache offiziell verboten. Jedoch lebte sie im Alltag der Griechen (und vielfach von Priestern heimlich gelehrt) fort, veränderte sich aber aufgrund geringer Schriftkenntnis und mangelnder Gelehrsamkeit relativ stark. Nach der modernen Staatsgründung wurde die so genannte Katharévousa (griechisch καθαρεύουσα, Reinsprache; die Grundlagen wurden von Korais geschaffen) offizielle Unterrichts- und Amtssprache, eine „künstlich“ geschaffene Standardsprache, die den Wortschatz der am klassischen Attisch orientierten Koiné abermals künstlich konservierte, jedoch innerhalb weitgehend neugriechisch geprägter Aussprache- und Grammatikstrukturen. Erst 1976 wurde die Volkssprache (Dimotikí, griechisch δημοτική) endgültig zur Sprache der staatlichen Verwaltung und der Wissenschaft; allerdings sind viele Katharévousa-Worte im Laufe der Zeit wieder in die Dimotikí zurück übernommen worden.
Im Verlauf der Jahrtausende hat sich die griechische Sprache vielfach in der Aussprache geändert, die Orthographie blieb jedoch dank vielerlei Bemühungen um eine Reinhaltung der Sprache weitgehend konstant. Die in hellenistischer Zeit in die griechische Schriftsprache eingeführten Akzente und Symbole für Hauchlaute wurden noch bis vor kurzem verwendet. Durch Erlass Nr. 297 des griechischen Präsidenten vom 29. April 1982 wurden der Akzent Gravis, der Akzent Zirkumflex sowie die Hauchzeichen Spiritus asper und Spiritus lenis abgeschafft. Es gibt seitdem in der griechischen Schriftsprache nur noch den Akzent Akut, der die betonte Silbe anzeigt.
Die griechische Sprache und Schrift hatte auf die Entwicklung Europas immensen Einfluss: Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet wurde auf der Basis des griechischen Alphabets entwickelt. Die Rückbesinnung auf das im Westen fast vergessene Griechisch, ausgelöst unter anderem durch die Flucht vieler Byzantiner in den Westen nach dem Fall Konstantinopels 1453, war eine der Hauptquellen der Renaissance und des Humanismus (siehe hierzu auch: Philhellenismus).
Noch heute werden wissenschaftliche Fachbegriffe gerne unter Rückgriff auf griechische (und lateinische) Wörter geprägt.
Das Neue Testament wurde ursprünglich in hellenistischem Griechisch geschrieben und das erste Mal von Erasmus von Rotterdam gedruckt.
Grammatik
Altgriechisch
Die ersten Grammatiken des Abendlandes wurden zu hellenistischer Zeit in der philologischen Schule von Alexandria abgefasst. Aristarch von Samotrake schrieb eine tékhne grammatiké des Griechischen. Die vermutlich erste autonome grammatische Schrift ist die tékhne grammatiké des Dionysios Thrax (2. Jh. v.Ch.), welche die Phonologie und Morphologie einschließlich der Wortarten umfasst. Die Syntax ist Gegenstand eines sehr systematischen Werks des zweiten bedeutenden griechischen Grammatikers, des Apollonios Dyskolos (2. Jh. n.Ch.). Angeblich im Jahre 169/8 "importierten" die Römer die griechische Grammatik und adaptierten sie.
Die Grammatik des Altgriechischen ist auf den ersten Blick recht ähnlich zum Lateinischen, was Partizipialkonstruktionen und sonstige grammatische Phänomene (AcI etc.) anbelangt, so dass Lateinkenntnisse beim Erlernen des Altgriechischen sehr hilfreich sind – und umgekehrt. Gutes Verständnis der deutschen Grammatik hilft allerdings auch; in vielen Fällen ist das Altgriechische dem Deutschen strukturell ähnlicher als dem Lateinischen, beispielsweise sind die bestimmten Artikel im Griechischen vorhanden, während sie im Lateinischen fehlen. Es gibt auch Fälle, in denen die Ähnlichkeit mit dem Lateinischen eher oberflächlicher Art ist und mehr Verwirrung stiftet als hilft – beispielsweise werden die Zeitformen der Verben im Griechischen oft anders verwendet als im Lateinischen.
Im Westen und auch in diesem Artikel werden gewöhnlich lateinische Begriffe (wie Substantiv, Dativ, Aktiv, Person … ) zur Bezeichnung von altgriechischen grammatischen und semantischen Kategorien verwendet, die direkte Übersetzungen der griechischen Definitionen darstellen. In Griechenland werden dagegen bis heute die griechischen Originalbegriffe aus der tékhne grammatiké des Dionysios Thrax verwendet.
Nominale Wörter
Hierzu zählen die Wortarten Substantiv, Adjektiv und Pronomen, die alle dekliniert werden. Auch Partizipien, Verbaladjektive und Infinitive werden dekliniert, sie gelten aber als Zwischenformen (sogenannte Nominalformen des Verbs). Hinsichtlich der Deklination ist folgendes zu benennen:
- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
- (allgemeine) Regeln:
- Maskulinum: bei Bezeichnungen für männliche Wesen, Winde, Flüsse und Monate
- Femininum: bei Bezeichnungen für weibliche Wesen, Länder, Inseln und Städte
- Neutrum: dient unter anderem zur Verkleinerung oder Verächtlichmachung von Wörtern männlichen und weiblichen Geschlechts.
- Für den sonstigen Gebrauch lassen sich keine eindeutigen Regeln aufstellen.
- Besonderheit des Neutrums: Bei Neutrum-Subjekten steht das Verb, auch wenn das Subjekt im Plural steht, in der 3. Person Singular. Diese Besonderheit besteht deswegen, weil das Griechische im Fall des Neutrums einen echten Plural nicht gebildet hat. Der Plural des Neutrums ist eigentlich ein aus dem Indogermanischen ererbter "kollektiver Singular", d.h. ein Sammelbegriff, der formal ein Singular ist, von der Funktion her aber einem Plural entspricht (wie im Deutschen: der Busch, das Gebüsch). Ferner haben im Neutrum – wie in allen indogermanischen Sprachen – Akkusativ und Nominativ identische Formen. Im Griechischen tritt noch die Form des Vokativs den beiden anderen Kasus als identisch hinzu.
Kasussystem
Von den acht Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen fünf erhalten: Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ und Vokativ. Die Funktionen der nicht erhaltenen Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen auf den Dativ und den Genitiv verteilt. Die Aufteilung ähnelt der der deutschen Sprache.
Grundfunktionen der Kasus:
- Akkusativ
- echter Akkusativ (direktes Objekt)
- adverbial: Lativ (Richtung, Ausdehnung, Dauer)
- Genitiv
- echter Genitiv (Bereich)
- Separativ (Herkunft)
- Dativ
- echter Dativ (indirektes Objekt)
- Soziativ (Gemeinschaft)
- Instrumental (Mittel)
- Lokativ (Ort, Zeit)
Verben
Tempussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Tempusstämme: Präsensstamm, Aoriststamm, Perfektstamm, Futurstamm; wovon die ersten drei ein System bilden. Das Altgriechische besitzt aber kein ausgebildetes Tempussystem. Die Tempusstämme drücken Aspekte aus; – die subjektive Betrachtungsweise, das heißt die Art, wie der Sprechende den Verbalinhalt auffasst. Deswegen ist der Begriff Tempusstamm genaugenommen nicht richtig; besser zu sagen wäre Aspektstamm.
Der Aspekt des Präsensstamms ist durativ (linear, iterativ oder konativ). Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt der Verlauf oder das Andauern einer Handlung ausgedrückt.
Beispiele:
- νοσειν = (krank sein = ) krank darniederliegen
- (απο)θνησκειν = sterben ( = im Sterben liegen)
Der Aspekt des Aoriststamms ist punktuell. Das bedeutet, es wird der bloße Vollzug einer Handlung vermeldet. (Die Bezeichnung punktuell wird benutzt, um den Gegensatz zum linearen Präsensstamm auszudrücken. Der Aoriststamm ist die Normalform und benennt eine Handlung oder ein Ereignis, ohne ausdrücken zu wollen, ob diese Handlung in Wirklichkeit punktuell oder linear war/ist.) Bei diesem Aspekt wird in der Sprachpraxis gern ein bestimmter Punkt des Verbalbegriffs ins Auge gefasst, nämlich der Abschluss (effektiv) oder der Beginn (ingressiv) einer Handlung.
Beispiele:
- ingressiv: νοσησαι = krank werden oder erkranken
- effektiv: (απο)θανειν = sterben (als Moment des Dahinscheidens)
Der Aspekt des Perfektstamms ist resultativ. Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt ein (erreichter) Zustand oder einfach ohne jede nähere Bestimmung die Qualität einer Sache ausgedrückt.
Beispiele:
- τεθνηκεναι (τεθναναι) = (gestorben und nun) tot sein
- πεποιθεναι = vertrauen
Mit der Handhabung dieser drei Aspekte stellt der Griechischsprechende aber die zeitlichen Bezüge her, die von den Aspekten selbst nicht ausgedrückt werden. Die Aspekte gelten nun generell, während es eine direkt zeitliche Bedeutung nur im Indikativ gibt (bis auf das Futur. siehe unten).
Die Vergangenheit wird mit Hilfe der Nebentempora, die nur im Indikativ auftauchen, gebildet. Das sind im Präsensstamm das Imperfekt, im Perfektstamm das Plusquamperfekt und im Aoriststamm der Aorist. (Der Aoriststamm ist der älteste Tempusstamm und hat ein Haupttempus im Indikativ nie ausgebildet.)
Der vierte Tempusstamm des Altgriechischen, der Futurstamm, ist eine jüngere Entwicklung und hat in der Tat in allen Modi zeitliche Bedeutung.
Übersicht über die Tempusformen im Indikativ:
Modussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Modi: Indikativ, Optativ, Konjunktiv, Imperativ. Die Funktionen, die diese Formen syntaktisch erfüllen, sind sehr vielfältig. Hier kann nur eine grundsätzliche Bestimmung ihrer Bedeutung vorgenommen werden.
Der Modus bringt die geistige Einstellung des Sprechenden gegenüber dem Verbalinhalt zu Ausdruck.
Mit dem Indikativ drückt der Sprecher aus, dass ihm ein Vorgang oder Zustand als wirklich (real) erscheint.
In den anderen Modi drückt der Sprecher aus, dass ihm der Vorgang oder Zustand nur als vorgestellt gilt.
Der Imperativ drückt einen Befehl aus.
Der Konjunktiv drückt einen Willen (Voluntativ) oder eine Erwartung (Prospektiv) aus. (Er hat also leicht futurische Bedeutung, was umgekehrt für das Futur in Bezug auf den Konjunktiv auch gilt).
Der Optativ drückt einen Wunsch (Kupitiv) oder eine Möglichkeit (Potentialis) aus.
Genera Verbi (eigentlich und für das Griechische besser: Diathese)
Von den drei Genera Verbi sind zwei (Aktiv und Medium) aus dem Indogermanischen geerbt. Das Passiv ist eine jüngere Entwicklung.
Das Aktiv drückt einfach eine Tätigkeit aus.
Das Medium drückt aus, dass das Subjekt an der Handlung beteiligt ist, oder an ihr interessiert ist, dass also eine nähere Beziehung zwischen Subjekt und Handlung besteht (transitives Medium). Ferner kann es ausdrücken, dass das Subjekt von seiner eigenen Handlung betroffen ist (intransitives Medium). Der Begriff Medium soll in etwa ausdrücken, dass diese Form zwischen Aktiv und Passiv stehe. Das ist jedoch weder sprachgeschichtlich, noch morphologisch richtig. Das Passiv ist im Griechischen der Grenzfall des Mediums, denn:
Das Passiv drückt die Wirkung einer Handlung auf das Subjekt aus, die nicht von ihm ausgeht. Insofern die Handlung nur noch auf das Subjekt wirkt, ohne von ihm auszugehen, bildet es den Grenzfall des Mediums. (Außerhalb des Futur- und Aoriststamms hat das Passiv keine eigenständige Form. Formal übernimmt dort das Medium neben der eigenen Funktion auch die des Passivs, was nur aus dem syntaktischen Zusammenhang, oder bei genauer Kenntnis der Beschaffenheit des entsprechenden Verbums zu unterscheiden ist.)
Beispiele:
Aktiv: er löst (etwas)
transitives Medium: er löst (etwas) für sich
intransitives Medium: er löst sich, er lässt sich lösen
Passiv: er wird gelöst (von jdm.)
- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Erste Person (ich / wir), zweite Person (du / ihr), dritte Person (er, sie, es, Substantiv im Singular / sie, Substantiv im Plural).
Die Personalpronomen des Nominativ werden wie in vielen anderen indogermanischen Sprachen meist ausgelassen, wenn sie nicht besonders betont werden sollen. Es muss also nicht zwangsläufig ein das Subjekt ausdrücklich nennendes Bezugswort (Pronomen oder Substantiv) beim Verb stehen – die Endung reicht aus, um die Person und damit das Subjekt zu identifizieren.
Neugriechisch (Dimotiki)
Die neugriechische Sprache hat einen Großteil der altgriechischen Grammatik vereinfacht, ist aber immer noch eine stark flektierende Sprache. Sie ist eine der wenigen indogermanischen Sprachen, die eine synthetische (also nicht mit Hilfsverben konstruierte) Diathese behalten hat. Der Dativ ist bis auf wenige Formen wie εν τάξει (en táxei //) ("in Ordnung") verloren gegangen und wird meist durch die Konstruktion eis (eigentl. in... hinein) + Akkusativ ersetzt. Andere wichtige Änderungen der Grammatik sind der Verlust des Optativs (wird durch den Konjunktiv ersetzt), des Infinitivs (wird durch Nebensätze ersetzt "Ich will kaufen" -> "Ich will, dass ich kaufe") und des Duals (wird durch den Plural ersetzt), die Verkleinerung der Anzahl von Deklinationen und der verschiedenen Formen in jeder Deklinaton, der neue Modalpartikel θα (aus θέλω να ("ich will, dass...") > θε' να > θα) für das Futur und Konditional, die Einführung von Hilfsverben, die Reduzierung der Partizipien auf zwei, ein aktives und ein passives, die Erweiterung des Futurs auf die Aspektunterscheidung zwischen Präsens/Imperfekt und Aorist, der Verlust der dritten Person Imperativ, außer in Archaismen wie ζήτω! ('Lang lebe!'); neue Pronomen für die 2. Person Plural, da die alten wegen der Lautveränderung akustisch nicht mehr von denen der 1. Person Plural zu unterscheiden waren; und der Vereinfachung des Systems der Präfixe, wie bei der Augmentation und Reduplikation.
Das Phonemsystem der neugriechischen Sprache:
Vokale
geschlossen
halbgeschlossen
offen
Alle Vokale werden kurz ausgesprochen.
laut IPA
Konsonanten
p t k
b d g
v δ z γ
f θ s χ
m n
l
r
Siehe auch
- Griechisches Alphabet
- Liste griechischer Präfixe
- Liste griechischer Suffixe
- griechische Präpositionen
- Liste griechischer Magischer Quadrate
- Namenforschung
- Griechische Zahlen
- griechische Zahlwörter
- Griechische Phrasen und Redewendungen
Literatur
- Geschichte:
- Francisco R. Adrados: Geschichte der griechischen Sprache von den Anfängen bis heute. Tübingen/Basel 2002
- Hans Eideneier: Von Rhapsodie zu Rap. Aspekte der griechischen Sprachgeschichte von Homer bis heute. Tübingen 1999
- etymologische Wörterbücher (altgriechisch):
- Pierre Chantraine: Dictionnaire étymologique de la langue grecque : histoire des mots. 4 Bände. Paris 1968-80 (Neuauflage 1999)
- Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. 3 Bände. Heidelberg 1973
- Alois Vanicek: Griechisch-lateinisches etymologisches Wörterbuch. Leipzig 1877 (Nachdruck 1972)
- Wörterbücher (altgriechisch):
- Wilhelm Gemoll: Griechisch–Deutsches Schul- und Handwörterbuch bei Oldenburg Schulbuchverlag. ISBN 3-486-13401-9
- Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache in 4 Bänden. Braunschweig 1842 ff. (3. Aufl. 1880; Nachdruck 1954)
- Grammatiken (altgriechisch):
- Eduard Bornemann (u. Mitw. v. Ernst Risch): Griechische Grammatik. Frankfurt a.M. 1978
- Adolf Kaegi: Kurzgefasste griechische Schulgrammatik. Berlin 1884 (seither ständig nachgedruckt), ISBN 3-615-70100-3
- Historische Grammatik:
- Helmut Rix: Historische Grammatik des Griechischen. Laut- und Formlehre. Darmstadt 1992
Weblinks
- [http://www.geocities.com/kurogr/ Wörterbuch Mykenisches Griechisch - klassisches Altgriechisch - Englisch (PDF)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/graeca/Auctores/g_alpha.html griechische Texte in der Bibliotheca Augustana]
- [http://info.uibk.ac.at/c/c6/c604/pdf/Hajnal/Griech.Dial.pdf Die Vorgeschichte der griechischen Dialekte] - Ein Aufsatz über Entstehen und Geschichte der altgriechischen Dialekte.
- [http://kypros.org/LearnGreek/ Online-Kurs vom zypriotischen Rundfunk CyBC, 105 Lektionen à 30 Min., engl., Real Audio]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.chairete.de/ Materialen zum Altgriechischen, Autoren]
- [http://www.altesprachen.de/heureka/heureka.htm Altesprachen.de]
- [http://www.geocities.com/Athens/Agora/6594/inhalt.html Altgriechisch] (Ziemlich umfangreicher Einstiegskurs)
- [http://www.combib.de/infoseiten/griechisch/griechisch.html Aussprachehilfe zum neutestamentlichen Griechisch] (Deutsche Schulaussprache, nicht Originalaussprache!)
- [http://www.gottwein.de/grueb/gr000.htm Altgriechischer Online-Sprachkurs]
- [http://www.gottwein.de/ Navicula Bacchi] (exzellente Seite rund um die Klassische Philologie mit sehr vielen Unterrichtsmaterialien)
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechisch.html Bibliographie - Griechisch]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Einzelsprache
als:Griechische Sprache
ja:ギリシア語
ko:그리스어
ms:Bahasa Greek
simple:Greek language
th:ภาษากรีก
SureDer Begriff Sure (arabisch سورة) bezeichnet einen Abschnitt des Korans, der heiligen Schrift des Islam.
Die 114 Suren, die im Verlauf von über zwei Jahrzehnten nach der islamischen Glaubensvorstellung dem Religionsstifter Muhammad von Allah offenbart wurden, sind nicht inhaltlich oder chronologisch, sondern grob ihrer Länge nach absteigend geordnet. Eine Ausnahme bildet al-fatiha (الفاتحة), die Eröffnungssure, die, obwohl relativ kurz, am Anfang des Korans steht. Jede Sure trägt im Arabischen einen eigenen Namen, der auch beim Zitieren als Quellenangabe benutzt wird; die Zitierweise nach Surennummern ist nur im Westen üblich.
Üblicherweise werden die Suren nach dem Ort und der Zeit der Offenbarung in mekkanisch und medinensisch unterteilt, dies ist in den üblichen Druckausgaben im Titel mit angegeben. Im Koran selbst kommt das Wort sura zehn mal vor, z.B. in Sure 24, Vers 1: »[Dies ist] eine Sure, die wir hinabgesandt und für verbindlich erklärt, und in der wir klare Zeichen (oder: Verse) hinabgesandt haben.« (Paret). Am Anfang jeder Sure, mit Ausnahme der neunten, die als Mahnung herabgesandt wurde, steht die Basmala. Die Suren gliedern sich wiederum in einzelne, in Reimprosa (sadsch`سجع) verfasste Verse, so genannte Ayat. Die Zahl der Verse wird im Surentitel mit angegeben.
Die Herkunft dieses arabischen Wortes ist bis heute im Wesentlichen ungeklärt, ebenso eine eventuelle vorislamische Wortbedeutung. Im heutigen Arabisch wird das Wort nur im hier beschriebenen Sinne benutzt.
Siehe auch: Liste islamischer Begriffe auf Arabisch, Portal:Religion, Liste der Koransuren
Kategorie:Literarischer Begriff
Kategorie:Islam
Wasser
Wasser ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff und Wasserstoff. Die Bezeichnung Wasser wird besonders für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf oder einfach nur Dampf.
Dampf
Etymologie und alternative Bezeichnungen
Das Wort Wasser leitet sich vom althochdeutschen wazzar „das Feuchte, Fließende“ ab.
Andere chemische Bezeichnungen für Wasser sind:
- Wasserstoffoxid (auf deutsch die korrekte, weil einfachste Bezeichnung)
- Diwasserstoffmonoxid, Wasserstoffhydroxid, Dihydrogeniumoxid, Hydrogeniumoxid, Hydrogeniumhydroxid oder Dihydrogenmonoxid
Vorkommen
Erde
Große Teile der Erde sind vom Wasser bedeckt, wobei dies besonders auf der Südhalbkugel der Fall ist und sich als Extrem an der Wasserhalbkugel zeigt. Die Versorgung der Weltbevölkerung mit hygienisch und toxikologisch unbedenklichem Trinkwasser, sowie einer ausreichenden Menge Nutzwasser, stellt eine der größten Herausforderungen der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten dar.
Die Wasservorkommen der Erde belaufen sich auf circa 1 386 Millionen km3, wovon allein 1 338 Millionen km3 (96,5 %) auf das Salzwasser der Weltmeere entfallen. Nur 48 Millionen km3 (3,5 %) des irdischen Wassers liegen als Süßwasser vor. Das mit 24,4 Millionen km3 (1,77 %) meiste Süßwasser ist dabei als Eis an den Polen, Gletschern und Dauerfrostböden gebunden und somit nicht der Nutzung zugänglich. Einen weiteren wichtigen Anteil macht das Grundwasser mit 23,4 Millionen km3 aus. Das Wasser der Fließgewässer und Binnenseen (190 000 km3), der Atmosphäre (13 000 km3), des Bodens (16 500 km3) und der Lebewesen (1 100 km3) ist im Vergleich rein mengenmäßig recht unbedeutend. Dabei ist jedoch nur ein geringer Teil des Süßwassers auch als Trinkwasser verfügbar. Insgesamt liegen 98,233 % des Wassers in flüssiger, 1,766 % in fester und 0,001 % in gasförmiger Form vor. In seinen unterschiedlichen Formen weist das Wasser dabei spezifische Verweilzeiten auf und zirkuliert fortwährend im globalen Wasserkreislauf.
Diese Anteile sind jedoch nur näherungsweise bestimmbar und wandelten sich auch stark im Laufe der Klimageschichte, wobei im Zuge der globalen Erwärmung von einem Anstieg des Wasserdampfanteils ausgegangen wird.
Sonnensystem
Auch außerhalb der Erde kommt zwar Wasser vor, aber nur in sehr geringen Mengen und dann als Eis oder Wasserdampf. Als Eis wurde Wasser in Kometen („schmutzige Schneebälle“), auf dem Mars und auf einigen Monden der äußeren Planeten nachgewiesen. Viele Hinweise deuten darauf hin, dass der Mars in der Frühzeit seiner Entwicklung offene Wasserflächen enthielt. Zu den Monden zählen die Jupitermonde Europa, Ganymed und Kallisto, der Neptunmond Triton, sowie Charon, der einzige bekannte Mond Plutos. Hinweise auf das Vorhandensein von Eis in Meteoritenkratern in Polnähe gibt es sogar bei Merkur, dem sonnennächsten Planeten. Es ist möglich, dass auf dem Erdenmond in den Polregionen am Grund tiefer Krater Eisvorkommen als Relikte von Kometeneinschlägen überlebt haben. Solche Vorkommen wären wichtige Wasser- und Sauerstoffquellen für künftige Mondbasen, sind jedoch bis auf weiteres spekulativ.
Herkunft
Hauptartikel: Herkunft des irdischen Wassers
Die Herkunft des Wassers auf der Erde, insbesondere die Frage, warum auf der Erde deutlich mehr Wasser vorkommt als auf den anderen erdähnlichen Planeten, ist bis heute nicht befriedigend geklärt. Ein Teil des Wassers dürfte durch das Ausgasen der Magma entstanden sein, also letztlich aus dem Erdinneren stammen. Ob dadurch aber die Menge an Wasser erklärt werden kann, ist fragwürdig. Weitere große Anteile könnten aber auch durch Einschläge von Kometen, transneptunischen Objekten oder wasserreichen Asteroiden (Protoplaneten) aus den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels auf die Erde gekommen sein. Messungen des Isotopenverhältnisses von Deuterium zu Protium (D/H-Verhältnis) deuten dabei eher auf Asteroiden hin, da in Wassereinschlüssen in kohligen Chondriten ähnliche Verhältnisse gefunden wurden wie in ozeanischem Wasser, wohingegen bisherige Messungen dieses Isotopenverhältnisses an Kometen und transneptunischen Objekten nur schlecht mit irdischem Wasser übereinstimmten.
Wassermolekül
Chondriten
Chondriten
Hauptartikel: Wassermolekül
Das Molekül des Wassers besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Geometrisch ist das Wassermolekül gewinkelt, so dass die zwei Wasserstoffatome und die zwei Elektronenpaare in die Ecken eines gedachten Tetraeders gerichtet sind. Der Winkel, den die beiden O-H-Bindungen einschließen beträgt 104,45°. Er weicht aufgrund des erhöhten Platzbedarfs der freien Elektronenpaare vom idealen Tetraederwinkel (~109,47°) ab. Die Bindungslänge der O-H-Bindungen beträgt jeweils 95,84 Picometer.
Sauerstoff hat in der Pauling-Skala mit 3,5 eine höhere Elektronegativität als Wasserstoff mit 2,1. Das Wassermolekül weist dadurch ausgeprägte Partialladungen auf. In Kombination mit der dreieckigen Geometrie kommt es auf der Seite des Sauerstoffs zu einer negativen und auf der Seite der beiden Wasserstoffatome zu einer positiven Polarität. Diese bewirkt das Dipolmoment, das in der Gasphase 1,84 Debye beträgt.
Wassermoleküle wechselwirken miteinander über Wasserstoffbrückenbindungen und besitzen dadurch ausgeprägte zwischenmolekulare Anziehungskräfte. Es handelt sich dabei um keine beständige, feste Verkettung. Der Verbund der über Wasserstoffbrückenbindungen unbeständig verketteten Wassermoleküle besteht nur Bruchteile von Sekunden, wonach sich die einzelnen Moleküle wieder aus dem Verbund lösen und sich in einem ebenso kurzen Zeitraum erneut verketten. Dieser Vorgang wiederholt sich ständig und führt letztendlich zur Ausbildung eines variablen Clusters. Hierdurch werden wichtige Eigenschaften wie die Dichteanomalie hervorgerufen.
Je nach Isotopenzusammensetzung des Wassermoleküls unterscheidet man „schweres Wasser“, „halbschweres Wasser“ und „überschweres Wasser“.
Eigenschaften des Wassers
Hauptartikel: Eigenschaften des Wassers, Stoffdaten des Wassers
Synthese, Elektrolyse und Nachweis
Wasser wurde zum ersten Mal synthetisiert, als Henry Cavendish ein Gemisch aus Wasserstoff und Luft zum Explodieren brachte.
Da Wasserstoff in der Zukunft Energieträger werden soll, ist geplant, durch die Elektrolyse des Wassers diesen Wasserstoff zu gewinnen. Allerdings ist ein hoher Energieaufwand für die Elektrolyse nötig. Mittlerweile ist es Forschern gelungen, Wasser durch Anwesenheit eines Katalysators nur mittels Sonnenlicht in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten:
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Wasser färbt weißes Kupfersulfat hellblau und blaues Cobalt(II)-chloridpapier wird durch Wasser rot gefärbt, Karl-Fischer-Titration.
Geschichte der Wassernutzung
Hauptartikel: Geschichte der Wassernutzung
Die Geschichte der menschlichen Nutzung des Wassers und somit jene der Hydrologie, der Wasserwirtschaft und besonders des Wasserbaus, ist durch eine vergleichsweise geringe Zahl von Grundmotiven geprägt. Von den ersten sesshaftwerdenen Menschen zu den Hochkulturen der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit, stand im Zentrum immer ein Konflikt zwischen einem zu viel und einem zu wenig an Wasser. Ihm war man dabei fast immer ausgeliefert, ob durch Dürren die Ernte einging oder Hochwasser Leben und Besitz bedrohte. Ohne die Kenntnis woher das Wasser kam und wohin es ging, wurde es zu einem Gegenstand der Mytholgie und später auch Naturphilosophie. Noch heute kommt dem Wasser in den meisten Religionen der Welt eine Sonderstellung zu, besonders dort, wo die Frage des Überlebens von der Lösung der zahleichen Wasserprobleme abhing.
Ziel war es allen Nutzungsansprüchen gerecht zu werden und dabei auch jedem Menschen den ihm zustehenden Teil des Wassers zu garantieren. Hierzu wurde das Wasserrecht als eine der ersten Rechtsformen zum Mitbegründer der ersten zentralistischen Zivilisationen von Mesopotamien und Ägypten, bis in die Flusstäler Chinas und Indiens.
Die lange Geschichte der Wassernutzung zeigt sich dabei, wie die Menschheitsgeschichte insgesamt, nicht als ein kontinuierlicher Entwicklungspfad. Sie wurde vor allem durch einzelne Zentren hohen wasserwirtschaftlichen Standards sowie immer wiederkehrende Brüche geprägt, neben oft Jahrhunderte lang währenden Stagnationsphasen. So beeindruckend die frühen wasserbaulichen Anlagen dabei auch waren, wie groß sich Innovationskraft und Kreativität unserer Vorfahren auch zeigte, letztlich war und ist man auch heute noch abhängig von der Natur, die man jedoch erst in vergleichsweise jüngster Zeit anfing wirklich zu verstehen.
Bedeutung des Wassers in den Wissenschaften
Zur Bedeutung für das Leben und die Welt allgemein siehe: Bedeutung des Wassers
Wasser spielt wegen seiner besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften, vor allem des Dipolmoments, der Wasserstoffbrückenbindung und der Dichteanomalie, eine zentrale Rolle in vielen Wissenschaften und Anwendungsgebieten. Es ist der wahrscheinliche Entstehungsort des irdischen Lebens und unter Umständen auch eine Bedingung für dieses. In Organismen und in unbelebten Bestandteilen der Geosphäre spielt es als vorherrschendes Medium bei fast allen Stoffwechselvorgängen beziehungsweise geologischen und ökologischen Elementarprozessen eine entscheidende Rolle. Die Erdoberfläche ist zu circa 72 % von Wasser bedeckt, wobei Ozeane hieran den größten Anteil tragen. Süßwasserreserven bilden lediglich 2,53 % des irdischen Wassers und nur 0,3 % sind als Trinkwasser zu erschließen (Dyck 1995). Durch die Rolle des Wassers in Bezug auf Wetter und Klima, als Landschaftsgestalter im Zuge der Erosion und durch seine wirtschaftliche Bedeutung unter anderem in den Bereichen der Land-, Forst- und Energiewirtschaft ist dieses zudem in vielfältiger Weise mit Geschichte, Wirtschaft und Kultur der menschlichen Zivilisation verbunden.
Die Wissenschaft, welche sich mit der räumlichen wie zeitlichen Verteilung des Wassers und dessen Eigenschaften beschäftigt, bezeichnet man als Hydrologie. Insbesondere untersucht die Ozeanologie das Wasser der Weltmeere, die Limnologie das Wasser der Binnengewässer, die Hydrogeologie das Grundwasser und die Aquifer, die Meteorologie den Wasserdampf der Atmosphäre und die Glaziologie das gefrorene Wasser unseres Planeten. In flüssiger Form wurde Wasser bislang nur auf der Erde nachgewiesen.
Wasserchemie
Die Chemie beschäftigt sich unter anderem mit der Analyse von im Wasser gelösten Stoffen, den Eigenschaften des Wassers, dessen Nutzung, dessen Verhaltensweise in verschiedenen Zusammenhängen.
Wasser ist ein Lösungsmittel für viele Stoffe, für Ionenverbindungen, aber auch für hydrophile Gase und hydrophile organische Verbindungen. Sogar gemeinhin als in Wasser unlöslich geltende Verbindungen können in Spuren im Wasser enthalten sein. Daher liegt Wasser auf der Erde nirgends in reinem Zustand vor. Es hat je nach Herkunft die unterschiedlichsten Stoffe in mehr oder weniger großen Konzentrationen in sich gelöst.
In der Analytik unterscheidet man unter anderem folgende Wassertypen:
- Reinstwasser
- Demineralisiertes Wasser
- Destilliertes Wasser
- Enteisentes Wasser
- Ätherisches Wasser
- Rohwasser
- Regenwasser
- Grundwasser
- Oberflächenwasser (Fließ- und Stehgewässer),
- Süßwasser/Salzwasser/Brackwasser
- Mineralwasser
- Trinkwasser
- schweres Wasser
- Abwasser, (Haushalts-Abwässer, landwirtschaftliche Abwässer,Industrie-Abwässer)
Aber auch bei den wässrigen Auslaugungen (Eluaten) von Sedimenten, Schlämmen, Feststoffen, Abfällen und Böden wird die Wasseranalytik eingesetzt.
Um die Eigenschaften des Wassers und eventuell darin gelöster Stoffe, bzw. damit in Kontakt stehender fester Phasen aufzuklären hat sich die Molekulardynamik-Simulation bewährt.
Siehe auch: Wasserhärte, Gewässergüteklasse, Hydrophobie, Hydrophilie
Wasser in den Geowissenschaften
Hydrophilie
In den Geowissenschaften haben sich Wissenschaften herausgebildet, die sich besonders mit dem Wasser beschäftigen: die Hydrogeologie, die Hydrologie, die Glaziologie, die Limnologie, die Meteorologie und die Ozeanographie.
Besonders interessant für die Geowissenschaften ist, wie Wasser das Landschaftsbild verändert (von kleinen Veränderungen über einen großen Zeitraum bis hin zu Katastrophen, bei denen Wasser innerhalb weniger Stunden ganze Landstriche zerstört), dies geschieht zum Beispiel auf folgende Weisen:
- Flüsse oder Meere reißen Erdmassen mit sich und geben sie an anderer Stelle wieder ab (Erosion).
- Durch sich bewegende Gletscher werden ganze Landschaften umgestaltet.
- Wasser wird von Steinen gespeichert, gefriert in diesen und sprengt die Steine auseinander, weil es sich beim Gefrieren ausdehnt (Frostverwitterung).
- Durch Dürren werden die natürlichen Ökosysteme stark beeinflusst.
Wasser ist nicht nur ein bedeutender Faktor für die mechanische und chemische Erosion von Gesteinen sondern auch für die klastische und chemische Sedimentation von Gesteinen. Dadurch entstehen unter anderem Grundwasserleiter.
Auch interessiert Geowissenschaftler die Vorhersage des Wetters und besonders von Regenereignissen (Meteorologie).
Siehe auch: Gewässer, Gletscher, Permafrostboden, Binnenmeer, Binnensee, Teich, Meer, Ozean, Fluss, Bach, Flussaue.
Wasser in der Hydrodynamik
Die verschiedenen strömungstechnischen Eigenschaften und Wellentypen auf mikroskopischer und makroskopischer Ebene werden intensiv untersucht, wobei folgende Fragestellungen im Mittelpunkt stehen:
- Optimierung von Bootskörpern und exponierter Baukörper (zum Beispiel Wehre) - Minimierung des Strömungswiderstandes
- Optimierung des Wirkungsgrades von wassergetriebenen Turbinenrädern
- Untersuchung von Strömungsphänomenen und Resonanzkatastrophen (Tsunami, Monsterwellen)
- Untersuchung der Konsistenz und Qualität des Mediums Wasser aus der Analyse seiner charakterisierenden Strömungseigenschaften. Mit diesem Aspekt beschäftigt sich das Institut für Strömungswissenschaften in Herrischried im Südschwarzwald.
Kulturelle Bedeutung des Wassers
Aufgrund der großen Bedeutung des Wassers wurde es nicht zufällig bereits bei den frühesten Philosophen zu den vier Urelementen gezählt. Thales von Milet sah im Wasser sogar den Urstoff allen Seins.
Wasser in der Mythologie
Thales von Milet
Wasser ist in der von Empedokles eingeführten und dann vor allem von Aristoteles vertretenen Vier-Elemente-Lehre neben Feuer, Luft und Erde ein Element.
Ebenso ist Wasser in der taoistischen Fünf-Elemente-Lehre (neben Holz, Feuer, Erde, Metall) vertreten. Die Bezeichnung Elemente ist hier jedoch etwas irreführend, da es sich um verschiedene Wandlungsaspekte eines zyklischen Prozesses handelt.
Im antiken Griechenland wurde dem Element Wasser das Ikosaeder als einer der fünf Platonischen Körper zugeordnet.
Wasser in der Religion
In den Religionen hat Wasser häufig einen hohen Stellenwert. Oft wird die reinigende Kraft des Wassers beschworen, zum Beispiel bei den Moslems in Form der rituellen Fußwaschung vor dem Betreten einer Moschee, oder im Hindu-Glauben beim rituellen Bad im Ganges. Die christliche Taufe wurde bis ins späte Mittelalter durch Untertauchen oder Übergießen mit Wasser als Ganzkörpertaufe vollzogen, im Westen heute meist nur noch durch Besprengen mit Wasser. Die Taufe bedeutet Hinwendung zu Christus und Aufnahme in die Kirche. Sie steht auch symbolisch für Sterben (Untertauchen) und Auferstehen (ankommen am Ufer des neuen Lebens). In der katholischen und orthodoxen Kirche spielt das Weihwasser eine besondere Rolle. Vor allem die reinigende Kraft des Wassers gab immer wieder Anlass, über die Bedeutung des Wassers für das Leben und auch für ein Leben nach dem Tod nachzudenken.
Wasser in der Esoterik
In der Esoterik heißt es, Wasser sei in seiner Struktur veränderbar und übertrage so Informationen. Diese Wasser werden als "Polywasser", "levitertes", "formatiertes" oder Belebtes Wasser bezeichnet und gehen zum Teil zurück auf Masaru Emoto, Viktor Schauberger oder Wilfried Hacheney.
Wasser als Trinkwasser und Produkt
Wilfried Hacheney
Die zur Trinkwasserversorgung nutzbaren Wasservorkommen werden unterschieden in Niederschlagswasser, Oberflächenwasser in Flüssen, Seen, Talsperren, Grundwasser, Mineralwasser und Quellwasser. Die Nutzung der Gewässer wird im Wasserhaushaltsgesetz (in Deutschland, Österreich und der Schweiz (?)) geregelt. In Mitteleuropa gibt es eine zuverlässige, weitgehend kostendeckende und hochwertige Wasserversorgung, meist noch durch öffentliche Anbieter. Meist kommt Leitungswasser aus der näheren Region, für die der kommunale Versorger auch ökologisch Verantwortung übernimmt. Der weltweite Wassermarkt hat ein Wachstum wie kaum eine andere Branche. Deshalb haben private Anbieter großes Interesse, Wasser als Handelsware zu definieren, um diesen Markt zu übernehmen.
Auch wenn das normale Trinkwasser nicht direkt eine Handelsware darstellt, so wird auch von manchen Organisationen ins Treffen geführt, dass durch die Globalisierung auch ein indirekter Wasserexport, vor allem der Länder der dritten Welt, stattfindet. Das bedeutet beispielsweise, dass für den Anbau von Bananen 1.000 l/m² Boden notwendig ist. Durch Produktionssteigerungen, die für den Export bestimmt sind, fehlt das Wasser der einheimischen Bevölkerung. (Quelle: Wuppertaler Institut)
Wasserverbrauch
Der Wasserverbrauch ist das für den menschlichen Verbrauch benötigte Wasser. Dieses umfasst den unmittelbaren menschlichen Genuss (Trinkwasser) ebenso wie den zum alltägliche Leben (Waschen, Kochen etc.) sowie für die Landwirtschaft, das Gewerbe und die Industrie (siehe Nutzwasser) gegebenen Bedarf. Wie der Wortsinn - verbrauch darlegt, wird hierbei das Wasser im Hinblick auf seine Menge und Qualität geändert. Der Wasserverbrauch ist daher nicht nur eine Kenngröße für die nachgefragte Wassermenge, sondern zumeist auch für die Entsorgung (Kanalisation, Kläranlage)
Der Wasserbedarf in Deutschland betrug 1991 47,9 Milliarden m3, wovon allein 29 Milliarden m3 als Kühlwasser in Kraftwerken dienten. Rund 11 Milliarden m3 wurden direkt von der Industrie genutzt, 1,6 Milliarden m3 von der Landwirtschaft. Nur 6,5 Milliarden m3 dienten der Trinkwasserversorgung. Der durchschnittliche Wasserverbrauch beträgt rund 130 Liter pro Einwohner und Tag (davon etwa 1 Liter zum Trinken, neben Cola, Bier oder anderen Getränken welche ebenfalls Wasser enthalten).
Siehe auch: Abwasser, Nutzwasser, Verbrauch
Wasserversorgung
Verbrauch
Die Versorgung der Menschheit mit sauberem Wasser stellt Menschen nicht nur in den Entwicklungsländern vor ein großes logistisches Problem. Nur 0,3 % der weltweiten Wasservorräte sind als Trinkwasser verfügbar, das sind 3,6 Millionen km3 von insgesamt ca. 1,38 Milliarden km3.
Um die Wasserknappheit in niederschlagsarmen Ländern zu lindern, wurden schon verrückt erscheinende Ideen erwogen: so wurde vorgeschlagen, mit Schleppern einen riesigen Eisberg über das Meer zu schleppen, der nur zum Teil schmelzen würde, und von dem auftauenden Eisberg Trinkwasser aufzufangen.
Siehe auch: Wasserverteilungssystem, Wasseraufbereitung, Wasseraufbereitungsanlage, Wasserwirtschaft, Wasserreinhaltung
Gesetzliche Grundlagen und Behörden
Hauptartikel: Wasserrecht
Die wasserrechtlichen Grundlagen der Wasserwirtschaft und des öffentlichen Umganges mit den Wasserresourcen bilden in Deutschland das Wasserhaushaltsgesetz und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Wichtige Behörden und Institutionen sind:
- Wasser- und Schifffahrtsamt
- LAWA (Arbeitsgemeinschaft)
Ausstellungen und Veranstaltungen rund ums Wasser
- Von 2005 bis 2014 hat die UNO zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser – Quelle des Lebens“ aufgerufen
- Weltwasserforum
- Weltwassertag
- [http://www.hww-hamburg.de/hww_prod_engine.shtml?id=137 Museum Wasserforum HWW (Hamburger Wasserwerke)]
Siehe auch
- Trinkwasser, Mineralwasser, Aquavit - Wasser als Getränk
- Brackwasser, Salzwasser und Süßwasser - Wasserarten nach Salzgehalt
- Gewässer - Allgemeine Bezeichnung für natürliche und künstliche Wasseransammlungen
- Wasser als Handelsware, Umwelt- und Ressourcenkonflikte
- Weihwasser - als Symbol in der Religionsgeschichte
- Wasser - Der Film, einen Film aus Großbritannien, 1985, mit deutschem Titel
- Mpemba-Effekt, abnormaler Gefriervorgang
Literatur
Allgemeine Inhalte
- Karl Höll, Andreas Grohmann et. al. (2002): Wasser. Nutzung im Kreislauf. Hygiene, Analyse und Bewertung. 8. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin - New York.
- Dyck & Peschke (1995): Grundlagen der Hydrologie. 3. Auflage, Verlag Bauwesen. ISBN 3345005867
- Philip Ball (2001): H2O – Biographie des Wassers. Piper Verlag. ISBN 3492041566
Wasserchemie
- Günter Wieland (1999): Wasserchemie. 12. Auflage, Essen. ISBN 3802725425
- Bernd Naumann (1994): Chemische Untersuchungen der Lebensgrundlage Wasser. Herausgeber: Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (LISA)], (=Anregungen zur ökologischen Bildung, Bd. 2), Halle.
Nutzung und Schutz
- Christian Opp (Hrsg.): Wasserressourcen - Nutzung und Schutz (=Beiträge zum Internationalen Jahr des Süßwassers 2003) Marburg/Lahn 2004, 320 S., ISBN 388353049
Gesundheit/Esoterik
- Batmanghelidj, F. (2002): Wasser - die gesunde Lösung. Ein Umlernbuch. VAK Verlag. ISBN 3924077835
- Batmanghelidj, F. (2003): Sie sind nicht krank, Sie sind durstig! Heilung von innen mit Wasser und Salz. VAK Verlag. ISBN 3935767250
Weblinks
Allgemeine Inhalte
- [http://www.quarks.de/dyn/15851.phtml Quarks & Co: Lebensquell Wasser]
- [http://www.wasser-wissen.de/ Wasserlexikon der Uni Bremen]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/wasserwanderweg/index.html Wasserwanderweg]
- [http://www.wasser.de Informationen über Wasser]
Informationen zum Wasser für Kinder
- [http://www.klasse-wasser.de/ bei klasse-wasser.de]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/wassertropfen/index.html Ein Wassertropfen auf Reisen]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/wasserumwelt/index.html Wasser Umwelt]
Multimedialinks
- Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=021027.rm Ist Wasser magisch?]
Kategorie:Alkoholfreies Getränk
Kategorie:Wasserwirtschaft
Kategorie:Ernährung
Kategorie:Flüssigkeit
Kategorie:Chemische Verbindung
als:Wasser
ja:水
ko:물
ms:Air
simple:Water
th:น้ำ
zh-min-nan:Chúi
Schwefeltrioxid
Schwefeltrioxid, SO3, bildet farblose, nadelförmige Kristalle, die äußerst hygroskopisch sind und sehr heftig mit Wasser reagieren. Es existieren für den Feststoff Schwefeltrioxid drei verschiedene Modifikationen. Es ist das Anhydrid der Schwefelsäure.
Es wird hergestellt durch katalytische Oxidation mit Vanadiumpentoxid von Schwefeldioxid und Luftsauerstoff bei 420°C, siehe Kontaktverfahren.
Es dient hauptsächlich zur Herstellung von Schwefelsäure:
Weiter zur Herstellung von Fluorsulfonsäure
Weiter ist Schwefeltrioxid als Oxidationsmittel geeignet.
Die angegebene Strukturformel setzt sich aus wie folgt aussehenden mesomeren Grenzstrukturen zusammen:
center
Kategorie:Chemische Verbindung
ja:三酸化硫黄
MetalloxidMetalloxide sind chemische Verbindungen eines Metalles mit Sauerstoff.
Natürliche Metalloxide dienen als Erze zur Metallgewinnung. Ihnen wird durch Verhüttung der Sauerstoff entzogen und so das reine Metall gewonnen.
Herstellung
Metalle neigen in unterschiedlichem Ausmaß zur Reaktion mit Sauerstoff. Sehr heftig und leicht lassen sich beispielsweise die Alkalimetalle oxidieren.
Andere, wie beispielsweise das Eisen, reagieren weniger heftig. Ein Beispiel dafür ist das Rosten von Eisen.
Die Edelmetalle wiederum lassen sich kaum bis gar nicht in Metalloxide überführen.
Eigenschaften
Metalloxide reagieren mit Wasser zu Laugen.
Manche Metalloxide bilden mit Wasser sogenannte Amphotere, die sowohl als Lauge also auch als Säure reagieren können, je nach Reaktionspartner.
Kategorie:Stoffgruppe
Calciumoxid
Kalziumoxid (auch gebrannter Kalk, Branntkalk, ungelöschter Kalk oder Ätzkalk) ist ein weißes Pulver, das sich in Wasser unter starker Wärmeentwicklung löst. Durch die Reaktion wird Kalziumhydroxid (gelöschter Kalk) gebildet:
:CaO + H2O -> Ca(OH)2
Herstellung
Im Industriemaßstab wirkt Kalziumoxid durch Kalkbrennen hergestellt. Ab einer Temperatur von etwa 800 °C wird Kalkstein (Kalziumkarbonat) entsäuert, das heißt Kohlendioxid wird ausgetrieben und es entsteht Kalziumoxid.
:CaCO3 -> CaO + CO2
Weichbrannt entsteht bei Temperaturen von 900-1000°C, Hartbrannt bei bis zu 1400°C. Letzterer enthält weniger Poren sowie eine geringere spezifische Oberfläche. Darüberhinaus reagiert er langsamer mit Wasser.
Wenn kleinere Mengen (Labormaßstab) ausreichen, kann man es durch Oxidieren von Kalzium gewinnen.
Verwendung
Branntkalk wird in der Bauindustrie als Beimischung zu Mörtel verwendet. In der Chemie nutzt man die Substanz außerdem als Trocknungsmittel. Weitere Einsatzbereiche von Branntkalk ist z. B. Düngekalk, die Produktion von Calciumcarbid sowie zur Herstellung von Kalkmörtel, Kalkputz und Kalkfarbe und zur Nutzung als Neutralisationsmittel.
Eine wichtige Anwendung findet Kalziumoxid als Vorstufe bei der Herstellung von Kalziumhydroxid durch Zugabe von Wasser (gelöschter Kalk oder Löschkalk).
:CaO + H2O -> Ca(OH)2
Der gelöschte Kalk wird unter anderem als Alternative zum Kalkstein in der Rauchgasentschwefelung eingesetzt.
Die Einsatzmenge ist hierbei ca. 1,8-fach geringer als für Kalkstein. Der dabei aus Branntkalk gewonnene Gips (Kalziumsulfat) hat einen Weißgrad von 80 % und kann kommerziell weiterverwendet werden. Durch seine hohe Reaktivität werden geringere Verbrauchmengen benötigt. Nachteil ist sein deutlich höherer Preis gegenüber Kalkstein.
Durch weitere Reaktionen kann aus Kalziumhydroxid Natronlauge oder Chlorkalk hergestellt werden.
Kategorie:Chemische Verbindung
ja:酸化カルシウム
CarbonsäureCarbonsäuren sind organische Säuren. Sie tragen die funktionelle Gruppe R-COOH (Carboxylgruppe). Die einfachste Carbonsäure ist die Ameisensäure. Die Alkansäuren gehören zu den Carbonsäuren.
Eigenschaften
Monocarbonsäuren sind einprotonige Säuren, andere mehrprotonige Säuren.
Die kurzkettigen Carbonsäuren sind farblose, stark riechende Flüssigkeiten. Sie haben polaren Charakter, was zu relativ hohen Siedetemperaturen aufgrund der Wasserstoffbrückenbindungen führt. Mit zunehmender Kettenlänge nimmt der fettartige Charakter zu. Das gilt auch für die Salze der Carbonsäuren. Die häufigsten Fettsäuren haben 16 bis 18 Kohlenstoffatome. Ihre Triglycerid-Ester sind die Fette. Die Natrium- und Kalium-Salze der Fettsäuren werden als Kernseife und Schmierseife verwendet.
Acidität der Carbonsäuren
Der saure Charakter der Carbonsäuren entsteht durch die Mesomerie-Stabilisierung des Carboxylat-Anions, welches durch Resonanzstrukuren beschrieben werden kann.
Die Stabilität des Anions begünstigt die deprotonierte Form der Carbonsäure.
Die Acidität kann noch gesteigert werden, indem am alpha-C-Atom ein Substituent mit einem elektronenziehenden, induktiven Effekt (-I-Effekt) eingefügt wird, da dieses dem C-Atom der Carboxyl-Gruppe eine positivere Partialladung zuführt, welche die negative Ladung stärker ausgleichen kann.
Beispiel dafür wäre Trichloracetat im Gegensatz zum hen" Acetat.
Herstellung
Carbonsäuren entstehen durch Oxidation aus primären Alkoholen, wobei als Zwischenstufen Aldehyde auftreten. Oxidationsmittel: Kaliumpermanganat, Chromtrioxid, Salpetersäure
- Oxidation von primären Alkoholen oder Aldehyden
- Verseifung von Estern
- Reaktion von Grignard-Verbindungen mit Kohlenstoffdioxid
- Hydrolyse von Nitrilen (Cyaniden)
- Kolbe-Nitril-Synthese von Halogenalkanen und anschließende Hydrolyse des Nitrils ergibt die um einen C-Baustein erweiterte Carbonsäure. Dadurch brauchen Hydroxy- und Carboxylgruppen nicht wie bei der Grignard-Methode geschützt zu werden
- Oxidation von alkylierten Aromaten
- Hydrolyse von aktivierten Carbonsäurederivaten, z.B. Halogencarbonsäuren
- Saure oder basiche Hydrolyse von Amiden (wegen der Stabilität der Aminde unter energetischen Bedingungen)
- Oxidation von Olefinen mit basischem Kaliumpermanganat (unter neutralen Bedingungen bleibt die Reaktion beim vicinalen Diol stehen)
- Kolbe-Reaktion
- Benzilsäure-Umlagerung
Spektroskopie von Carbonsäuren
Die wichtigsten analytischen Methoden zur Strukturaufklärung von Carbonsäuren sind die IR- und NMR-Spektroskopie.
Im IR-Spektrum sind die C=O-Valenzschwingung bei ca. 1710-1760 cm-1 und die breite OH-Valenzschwiungung um 3000 cm-1 charakteristisch.
Im 1H-NMR-Spektrum sind die aciden Hydroxy-Protonen zu ungewöhnlich niedrigem Feld verschoben, 10-13 ppm. Die Protonen am Carbonyl-C haben eine chemische Verschiebung im Bereich von ca. 2.0-2.5 ppm, eine Ausnahme bildet hier Ameisensäure mit 8.08 ppm. In einer C-Kette einer nicht konjugierten Carbonsäure sind die Peaks, die weiter von der Carbonylfunktion entfernt sind, mit zunehmendem Maße weniger stark tieffeld verschoben, weil der Einfluss des induktiven Effekts der Carbonylgruppe abnimmt.
Im 13C-NMR-Spektum findet man das Carbonyl-C im Bereich von ca. 170-200 ppm.
Klassen von Carbonsäuren
Nach Art des Restes R unterscheidet man aliphatische Carbonsäuren und aromatische Carbonsäuren. Außerdem unterscheidet man genauer, von welcher Stoffgruppe der Rest abstammt, so gibt es zum Beispiel Alkansäuren, Alkensäuren und Alkinsäuren. Fettsäuren sind unverzweigte Monocarbonsäuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen. Als Harzsäuren bezeichnet man Carbonsäure, die in Harzen vorkommen. Metallacarbonsäuren sind Komplexe mit einem Caboxyl-Ligand.
Nach der Anzahl der Carboxylgruppen unterscheidet man Monocarbonsäuren, die eine Carboxylgruppe besitzen. Die einfachste Monocarbonsäure ist die Ameisensäure. Dicarbonsäuren haben zwei Carboxylgruppen, wie zum Beispiel die Oxalsäure, Tricarbonsäuren drei (wie zum Beispiel die Zitronensäure) und so weiter.
Neben den gesättigten Carbonsäuren existieren auch ungesättigte Carbonsäuren, also Carbonsäuren mit mindestens einer Doppelbindung. Die kürzeste Säure dieser Gattung ist die Acrylsäure, die beiden Isomere der Butendisäure heißen Maleinsäure und Fumarsäure.
abc
Wichtige Reaktionen
Gegeben durch die zwei Nachbarsauerstoffatome, die elektronenziehend wirken, können nucleophile Angriffe auf das Kohlenstoffatom stattfinden, z.B. die Reaktion mit Ammoniak zu einem Amid.
Veresterung
Bei der Veresterung reagieren die COOH-Gruppe einer organischen Säure und die OH-Gruppe eines Alkohols. Unter Abspaltung von Wasser entsteht dabei ein Ester.
Allgemein sei R1 der Rest der Säure, und R2 der Rest des Alkohols.
Dann findet folgende Gleichgewichtsreaktion statt:
center
Kategorie:Stoffgruppe
ja:カルボン酸
Kupfer(II)-sulfat
Kupfersulfat (alte Bezeichnung: Kupfervitriol), genauer Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat CuSO4·5H2O bildet sich beispielsweise aus Kupferhydroxid und Schwefelsäure. Es kommen auch Kupfersulfatverbindungen mit drei, einem und keinem Kristallwasser vor.
Vorkommen und Gewinnung
In der Natur kommt Kupfersulfat nicht vor. Sein Mineralname ist Chalkanthit. Technisch wird Kupfersulfat durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Kupferoxide oder Kupfersulfide gewonnen. Es ist das mit Abstand wichtigste Kupfersalz.
Eigenschaften
Kupfersulfat–Pentahydrat CuSO4·5 H2O (Molekulargewicht: 249,68 g/mol ) bildet himmelblau gefärbte, trikline Kristalle, die beim Erhitzen das Kristallwasser abgeben und das farblose Kupfersulfat-Anhydrat bilden: CuSO4. Bei 95 °C spalten sich 2 Wassermoleküle ab, es entsteht das Trihydrat. Weitere zwei Wassermoleküle werden bei 116 °C abgespalten, das fünfte bei 200 °C, dabei färbt sich das Kupfersulfat weiß. Der Vorgang ist reversibel (umkehrbar), denn beim Auflösen des wasserfreien Anhydrates in Wasser bildet sich wieder das Pentahydrat zurück, dabei erwärmt sich das Kupfersulfat durch die Aufnahme von Wasser und färbt sich wieder blau. Das Pentahydrat sollte besser [Cu(OH2)4] SO4·1 H2O geschrieben werden, da im Kristall 4 Wassermoleküle direkt an das Kupfer(II)-Ion koordiniert sind.
Kupfersulfat ist in Wasser gut, in organischen Lösungsmitteln nicht löslich.
Bei starkem Erhitzen (über 500° C) zerfällt das wasserfreie Kupfersulfat in Kupfer(II)-oxid und Schwefeltrioxid.
Verwendung
Kupfersulfat wird verwendet zur galvanischen Verkupferung, zur Herstellung von kupferhaltigen Farben, zur Kupferstichätzung, in der Medizin als zusammenziehendes (adstringierendes) Mittel, früher auch als Brechmittel (es schmeckt unangenehm bitter, ist aber nicht ganz ungiftig) und in Silvester-Raketen (erzeugt einen bläulich-grünen Farbton).
Kupfervitriol findet man auch als Zusatz in Anreißfarben, welche vor dem Anreißen einer metallischen Oberfläche auf dieselbe gestrichen wird um den eigentlichen Riss nach dem Anreißen besser sichtbar zu machen.
Bordeauxbrühe ist eine Mischung von Kalkmilch und Kupfersulfat, welche im Weinbau zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen eingesetzt wird.
Das wasserfreie, weiße Kupfersulfat dient als Trocknungsmittel (beispielsweise zur Herstellung von wasserfreiem Ethanol) und zum Nachweis von Wasser, wobei es sich hierbei blau färbt.
Die paramagnetische Eigenschaft von Kupfersulfat macht die Nutzung als Kontrastmittel in der Magnetresonanztomografie möglich.
Des weiteren wird Kupfersulfat, besonders in der Schule, sehr gerne zum Kristallzüchten verwendet.
Weblinks
- [http://www.kristallzuechtung.de/cuso4.htm Kristallzüchtung - Kupfersulfat]
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Chalkanthit?redirectfrom=Kupfervitriol Mineralienatlas - Chalkanthit]
Kategorie:Chemische Verbindung
((es:el sulfato del cobre))
Anhydrit
Anhydrit (Anhydritspat) ist ein im orthorhombischen Kristallsystem kristallisierendes Sulfat-Mineral der chemischen Zusammensetzung CaSO4. Es hat eine Härte von 3 bis 3,5, ist entweder farblos oder hat eine weiße, seltener auch rötliche oder bläuliche Farbe. Die Strichfarbe ist weiß.
Vorkommen
Anhydrit kommt fast immer grobkörnig oder massiv, selten kristallin vor. In letzterem Fall ist es an drei im rechten Winkel zueinander stehenden Flächen gut spaltbar und unterscheidet sich dadurch von dem ansonsten äußerlich sehr ähnlichen Gips, in das es durch Wassereinlagerung übergeht. Es kann sich, weil es schwer wasserlöslich ist, direkt aus überhitztem Meerwasser ablagern oder aber zusammen mit Gips und Steinsalz bei Verdampfung desselbigen entstehen.
Bedeutung als Rohstoff
Anhydrit ist in Pulverform Bestandteil von Zement und wird auch bei der Produktion von Schwefelsäure und Porenbeton eingesetzt.
Anhydritbinder sind lufthärtende, nicht hydraulische Bindemittel aus natürlichem oder synthetischem Anhydrit sowie Anregern. Sie sind in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften mit Gips vergleichbar. Anhydritbinder wird zum Beispiel im Wohnungsbau zur Herstellung von Anhydrit-Estrich oder Fließanhydrit-Estrich verwendet.
Geschichte
Der Name des Minerals leitet sich von dem griechischen anudros: wasserlos ab.
Siehe auch: Liste von Mineralen, Anhydride
Weblinks
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Anhydrit Anhydrit im Mineralienatlas]
Kategorie:Mineral
Kategorie:Chemische Verbindung
MorpgsMMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Games) follow a client-server model in which players, running the client software, are represented in the game world by an avatar — a graphical representation of the character they play. Providers (usually the game's publisher), host the persistent worlds these players inhabit. This interaction between a virtual world, always available for play, and an ever-changing, world-wide stream of players characterizes the Massively Multiplayer Online Role-Playing Game.
Once a player enters the gameworld, they can engage in a variety of activities with other players from all over the world. MMORPG developers are in charge of supervising the virtual world and offering the users a constantly updated set of new activities and enhancements to guarantee the interest of their customers.
Because most MMORPGs are commercial, players must purchase the client software, pay a monthly fee to access the virtual world, or both. There are free-of-charge online games found on the Internet, although their production quality is generally lower compared to their "pay-to-play" counterparts.
MMORPGs are immensely popular, with several commercial games reporting over 2,000,000 subscribers. South Korea boasts the highest subscription numbers, with millions of registered users for a few popular games (see list of MMORPGs).
History
list of MMORPGs
MMORPGs are computer games that can be traced back to the 1970s to non-graphical online MUD games, to text-based computer games such as Adventure, Dungeon and Zork, and to pen and paper role-playing games like Dungeons & Dragons.
In the late-1970s the PLATO System featured several graphical dungeon games. Earlier games such as pedit5, dnd, orthanc, baradur, bnd, and sorcery, were multi-user games, but the players could not interact with one another. Subsequent games on PLATO including oubliette, avathar (later renamed avatar), emprise, and moria, allowed players to interact, including helping each other in battle and trading equipment. A line-drawn pseudo-3D display style also evolved during this time. (Moria should not be confused with the later VAX VMS based game, Moria.)
The first text-based commercial MMORPG (although what constitutes "massive" requires some context when discussing mid-1980s mainframes) was Islands of Kesmai by Kelton Flinn and John Taylor, which went live in 1984 at the cost of $12.00 per hour, offered via the CompuServe online service.
Habitat, a graphical environment designed at LucasArts where users could interact, chat and exchange "items" debuted in a reduced form under the name Club Caribe on AOL in 1988. Although it was not a game, its combination of graphics, avatars and chat was revolutionary for the time.
During the early-1990s, commercial use of the Internet was limited by NSFNET acceptable use policies. Consequently, early online games relied upon proprietary services for distribution such as CompuServe, America Online, and GEnie -- where such games as Gemstone III, Dragon's Gate and Federation II were created. As these restrictions were relaxed, traditional game companies and online services began to deploy games on the Internet.
The first commercial text-based MMORPG to transition from a proprietary network provider (CompuServe, in its case) to the Internet was Legends of Future Past, designed by Jon Radoff and Angela Bull. It was a fantasy roleplaying game featuring an evolving world and professional Game Masters who conducted online events. The game was offered through the Internet for $3.60 per hour in 1992 and ran until 2000.
The first graphical MMORPG was Neverwinter Nights by designer Don Daglow and programmer Cathryn Mataga, which went live on AOL in 1991 and ran through 1997. The project was personally championed and green-lighted by AOL President Steve Case, and cost $6.00 per hour to play.
Following Neverwinter Nights was The Shadow of Yserbius, an MMORPG within The Sierra Network, which ran from 1992 through 1996. The game was produced by Joe Ybarra. TSN was an hourly service, although it also offered unlimited service for $119.99 per month, until AT&T acquired TSN and rendered it strictly an hourly service.
The Realm Online was a successful early MMORPG, launched by Sierra Online in 1996. The Realm included a basic, two-dimensional graphics engine and Dungeons & Dragons style character levels. It had a basic user inferface and turn-based combat, also taken from the Dungeons & Dragons mold.
Ultima Online (1997) is credited with popularizing the genre. The game featured a flat monthly subscription fee (first introduced by the 3DO game Meridian 59 in 1996) instead of the hitherto-traditional per-hour plan; the monthly fee has since become the standard for most if not all MMORPGs. This new pricing model has also been seen as the motivation for business to shift from the 'hardcore gamer' audience (who racked up massive fees) towards a broader, more massive market. M59 and UO also set the precedent for monthly $10 USD subscriptions, a figure that would later gradually increase across the genre. These were the first games that used and spread the term "massively multiplayer".
Meanwhile, commercial online games were becoming extraordinarily popular in South Korea. Nexus: The Kingdom of the Winds, designed by Jake Song, began commercial service in 1996 and eventually gained over one million subscribers. Song's next game, Lineage (1998), was an even bigger success. Lineage reached millions of subscribers in Korea and Taiwan, and gave developer NCsoft the strength to gain a foothold in the global MMORPG market for the next few years.
Launched in March 1999 by Verant and later acquired by Sony Online Entertainment, EverQuest drove fantasy MMORPGs into the Western mainstream. It was the most commercially successful MMORPG in the United States for five years and was the basis for ten expansions (as of September 13, 2005) and several derivative games. TIME magazine and other non-gaming press featured stories on EQ, often focusing on the controversies and social questions inspired by its popularity. Asheron's Call launched later in the year and was another hit, rounding out what is sometimes called the original "big three" of the late 1990s (UO, EQ, AC). Yet another fantasy game, it at least featured an original universe. The future continued to look bright as Origin revealed it had started developing Ultima Online 2.
By the late 1990s the concept of massively multiplayer online games expanded into new video game genres. Many of these games, such as the "massively multiplayer online first-person shooter" World War II Online (2001) brought some of the RPG heritage with them.
RPG
For fans of the genre, 2000 was a relatively quiet year, but developers and investors were buzzing to jump into the continually expanding market. Dark Age of Camelot launched in 2001 and can be seen as a successful post-big-three fantasy game: It launched smoothly, required less time to gain levels, and had an integrated player versus player system. Critics dismissed the sci-fi MMORPG Anarchy Online while it suffered through its rough first month in June. Growth of the big three nearly plateaued during 2001 as well and UO2 was cancelled while still in development, indicating that the market possibly had been saturated.
Among challenges, the effort to keep players paying monthly fees companies such as Sony Online Entertainment (SOE) seek solutions of their own. One of such is a single flat rate allowing players to play games from previous older products such as Everquest and Planetside with a more recently released variety, Everquest II and Starwars Galaxies. Many players argue the fees, the lack of information supporting the need and the unwillingness of most major MMO companies to properly specify where the money is being spent.
The release of Guild Wars on April 28th, 2005 represents NCsoft, an MMORPG publisher, investing in the possible profitability of an online RPG with a one-time fee. Guild Wars does not share many of the distinguishing features of typical MMORPGs such as the massive persistent game world, the subscription fee, the large time investment required to play, and the largely server-dependant software architecture.
The Walt Disney company has now joined the world of MMORPG, with the launch of Disney's Virtual Magic Kingdom. This free-to-join game allows players to explore Disney's Magic Kingdom park, interact with each other, and undertake tasks and games in order to earn 'credits', which can be used to purchase clothing, posters, pins etc. Gamers can also customise their own 'room' and make friends with each other. There are strict guidelines concerning speech - if a gamer attempts to type in a word that is considered unsuitable (such as 'love' for instance), it will be replaced by a series of hash signs in the sentence. There is also the opportunity to continue to play your game if you visit Walt Disney World in Florida, by going to DisneyQuest, their virtual-reality and simulator attraction.
On August 4, 2005, the Chinese government announced a ban on all "violent" gameplay for minors under 18. Chinese officials declared violent any game that involves player vs. player combat, a common feature among MMORPGs. Later in August the same year, the Chinese government imposed online gaming curbs so players can not play more than three consecutive hours. See [http://news.bbc.co.uk/1/hi/technology/4183340.stm BBC news article].
Academic attention
MMORPGs have begun to attract significant academic attention, notably in the fields of economics and psychology. Edward Castronova specializes in the study of virtual worlds (MUDs, MMOGs, and similar concepts). Most of his writings, including "Virtual Worlds: A First-Hand Account of Market and Society on the Cyberian Frontier" (2001), have examined relationships between real world economies and synthetic economies.
With the growing popularity of the genre, a growing number of psychologists and sociologists study the actions and interactions of the players in such games. One of the more famous of these researchers is Sherry Turkle. Another researcher is Nick Yee who has surveyed more than 35,000 MMORPG players over the past few years, focusing on psychological and sociological aspects of these games. His research can be found at [http://www.nickyee.com/daedalus The Daedalus Project].
Amateur development
Many small teams of amateur programmers and artists have tried to create their own MMORPG. The average MMORPG project takes three to four years to create. Amateur development usually takes longer because of lack of time, manpower or money. Additionally, the costs required for running servers may be a reason for projects to be abandoned. Free MMORPGs usually rely on the spare-time efforts of a small team of programmers, artists, and game designers.
The most well-established amateur projects are AWplanet, FreeWorld, Daimonin and Endless Online. The developers of Endless Online have released [http://www.endless-online.com/information.html technical development information] with details about their coding. Daimonin is entirely open source. FreeWorld has not released any source.
Most amateur games cannot measure graphically with any commercial game. The most promising cost-free MMORPG is Navarea Online [http://cheezerzone.com/navarea/], which is available for Windows. It is currently in beta testing, but in the final release is supposed to measure up to commercial MMORPGs like WoW or Everquest.
Browser-based MMORPGs
Everquest, RuneScape is an example of a popular browser-based MMORPG.]]
With the success of the MMORPG genre in recent years, several multiplayer games played in web browsers have also begun using the MMORPG moniker. This largely text-based sub-genre developed from old BBS games and pre-dates the modern idea of an MMORPG. Browser-based MMORPGs are usually simpler games than their stand-alone counterparts, typically involving turn-based play and simple strategies (e.g. "build a large army, then attack other players for gold"), though there are many interesting variations on the popular themes to be found. Many of these games are more like turn-based strategy games or wargames than role-playing games. In Dark Galaxy players control planets and fleets of ships; in Kings of Chaos the player commands an army rather than a single player character. In Pardus, the player controls a character who owns a spaceship and gains XPs through trading or fighting, in a way similar to the classic game Elite.
One of the earliest examples of a browser-based MMORPG is Archmage, which dates back to early 1999. Currently, an extremely popular browser-based MMORPG, Kings of Chaos, boasts a player population numbering in the hundreds of thousands. Its popularity is primarily fuelled by a reciprocal link clicking system where users give each other more soldiers by clicking on their friends' unique links, taking advantage of the small world phenomenon to spread word of the game across the world. Some examples of click based MMORPG's are Legend of the Green Dragon and World of Phaos, whose code is open source, allowing anyone to create their own game server. Another browser-based MMORPG, Kingdom of Loathing, largely parodies other games. Some of the more popular of these have become profitable through user subscriptions. One example of a free modern, popular text-based MMORPG is Urban Dead. Others are played by free but get little money through advertisements and donations like Syrnia.
Not all browser-based MMORPGs are turn-based text games. More recently, faster computers and the Java programming language have allowed the introduction of graphical browser-based MMORPGs such as RuneScape which are more similar to standalone MMORPGs. Amateur MMORPG-makers are also beginning to make graphical games which don't require browser-extensions, such as [http://www.futureinfinity.com Future Infinity] (which is in ongoing development) and [http://www.wolispace.com/cow COW - Creative Object World] (also in development but quite functional), which both use Javascript and server-side languages.
Role Playing
Unlike most video-games, MMORPG offers the possibility to not just interact with other players, but to create a whole background for yourself, be part of a online community, and have a reputation. Some games offer this posibility such as [http://www.tibia.com Tibia]. In games such as this, there are different jobs, vocations, professions, etc. MMORPGs are usually medieval based (though some are futurist) and vocation dynamics usually are: Different kinds of mages or druids that use all sorts of magic, knights that use melee fighting, archers that use bows, and some games even have merchants. The name may change but the dynamic usually is the same in all MMORPGs. Usually, vocations complement each other in order to enhance the community.
Genre challenges
Most MMORPGs require significant development resources to overcome the logistical hurdles associated with such large production efforts. Online games require virtual worlds, significant hardware requirements (e.g., servers and bandwidth), and dedicated support staff. Despite the efforts of developers cognizant of these issues, reviewers often cite non-optimal populations (such as overcrowding or under-populated worlds), lag, and poor support as problems of games in this genre. These problems tend to be worse for free MMORPGs. Peer-to-peer MMORPGs could theoretically scale better because peers share the resource load, but practical issues such as asymmetric network bandwidth and CPU-hungry rendering engines make peer to peer MMORPGs a difficult proposition. Additionally, they become vulnerable to other problems such as cheating.
Several MMORPGs have suffered through technical difficulties through the first few days (or weeks) after launch. Early successes such as Ultima Online and EverQuest managed to pass through this stage with little permanent damage. Few games may have significant failures, leading ultimately to their demise, if they launch too early and contain frequent bug fixes, downtime, or structural game changes that may discourage players from continuing to play the game. Due to these problems, games such as Anarchy Online and World War II Online struggled to regain good press after their first month, and gained good press after stabilizing their servers. Dark Age of Camelot and City of Heroes showed hardly any signs of such difficulties.
In addition to the challenges faced in making an MMORPG, designers also must face problems largely unique to the genre:
World state
It is very uncommon in an MMORPG for an individual player to significantly affect the overall state of the game's virtual world. There are clear difficulties involved in storylines where hundreds or thousands of players are simultaneously "the chosen one" or "the ring-bearer".
These difficulties give rise to an important difference between RPG and MMORPG. In the classic "high fantasy" plots shared by most RPGs, the player is the hero and single-handedly saves (or conquers) the world. MMORPGs, on the other hand, typically are set in the realm of "low fantasy", where every player is a relatively minor character in a story involving a vast nation, tribe or clan of other players of approximately equal importance.
In spite of the obvious problems, "high fantasy" subplots are often featured in MMORPGs. In RuneScape, for example, these subplots are called "quests". Quests may be done only once per player, but every quest can be done by every player. This requires a certain collective suspension of disbelief on the part of the players as each player takes a turn repeating a common (and frequently well known) subplot in the story. While NPCs and other game elements may react differently to players depending on the individual status of their quests in these situations, no major change affecting all players occurs.
There are some notable exceptions. In A Tale in the Desert, the game world ends when certain criteria are met by the players. Similarly, in Nationstates, it is possible for a small group of players to effectively control the entire game world by controlling certain territories. The game Achaea (MUD) has a politics model and player-driven economy which allows players to have meaningful power over large groups.
World composition
Several games handle their world composition differently. Games like EverQuest, Anarchy Online and Final Fantasy XI are composed of regional zones. Transition from one part of the world to the next requires a process known to players as zoning, where data is effectively loaded for that one particular "zone". As a result of zoning, monsters can not follow players into the next zone. In addition, immersion of the game is broken during this waiting period.
Other games decide to make their world continuous (or "seamless"). Games like Asheron's Call, Ultima Online, World of Warcraft, and The Matrix Online make it possible to travel from one point of the gaming world to the other without the transition of zones, although in many of these games certain cases (e.g. going into a dungeon, travelling to different continents) exist where you must go through a loading period.
Both have their technical limitations, mostly in regard to memory requirements for the game client, bandwidth usage by the client computer, as well as how the world is managed by the game servers.
Data compression effects | | |