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| Anmoor |
AnmoorAnmoor sind Bodenausprägungen mit einem sehr hohen Anteil organischer Masse (über sieben Volumenprozent Rohhumus); anmoorige Böden. Häufig sind sie bei Marschen und Gleyen, bei denen auf Grund der Feuchte eine unvollständige Zersetzung stattfindet und die Moorbildung beginnt, z. B. Anmoorgley.
Verbreitet sind sie auch durch menschliche Eingriffe entstanden (anthropogene Böden), z. B. durch Tiefumbruch von Mooren zur Melioration (Tiefumbruchboden) oder in durch Plaggenhieb entstandenen Heiden. Auch andere Böden können als anmoorig bezeichnet werden, z. B. Waldböden nach Rodung.
Kategorie:Bodenkunde
BodentypAls Bodentyp werden in der Bodenkunde unterschiedliche Erscheinungsformen von Böden bezeichnet, die weltweit nach mehreren verschiedenen Systemen klassifiziert werden, siehe Bodenklassifikation.
Grundsätzliches
Wenn man Böden aufgräbt, sind hinsichtlich Substrat und/oder Färbung differenzierte "Schichten" zu erkennen, die als Bodenhorizonte bezeichnet werden. (Der Begriff Schichten bezieht sich in der Bodenkunde nur auf Formen der Sedimentation, einem Prozess der Lithogenese.)
Die Differenzierung ergibt sich zum einen aus den Ausgangsmaterialien (Bodenarten) für die Bodenbildung (Pedogenese), zum anderen aus bodenchemischen Prozessen. Diese ergeben sich u.a. durch unterschiedliche Klimaeinflüsse, den Wasserhaushalt, die Vegetation, die Bodenfauna, ggf. die Bearbeitung, die Immissionen und die landschaftliche Umgebung (Bsp.: In Senken oder Flussauen staut sich Wasser). Zwischen diesen Faktoren bestehen untereinander vielerlei, teilweise rückgekoppelte Einflüsse.
Bodenhorizonte tauchen in verschiedenen charakteristischen Kombinationen auf. Diese werden systematisch in Bodentypen eingeteilt. Hierbei werden Horizontfolgen im Bodenprofil beschrieben, bei denen ähnliche chemische und physiksalische Veränderungen übereinstimmende Merkmale und damit ähnliche Horizonte und Horizont-Kombinationen erzeugt haben. Der Bodentyp kennzeichnet den Entwicklungszustand eines Bodens.
Die Unterschiede in den Horizonten können unterschiedlicher Herkunft sein. Oft werden organische oder mineralische Stoffe gelöst, umgelagert und in Einlagerungshorizonten abgelagert.
Wichtig ist, dass Bodentypen selten in "Reinform" auftreten, sondern immer kleinräumige Kombinationen und Übergänge von Bodentypen vorzufinden sind (Vergesellschaftung). Somit kann für jeden Bodentyp wiederum eine Reihe von unterschiedlichen Ausprägungen festgestellt werden, und damit die Verwandtschaft der einzelnen Bodentypen beschrieben werden.
Die Klassifizierung der folgenden Bodentypen erfolgt hierarchisch (Abteilung, Klasse, Typ, Subtyp, Varietät) nach bodensystematischen Einheiten. Der Arbeitskreis Bodensystematik, der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, gibt die in Deutschland heute (2004) gültige Systematik: SYST 4 [AK Bodensystematik] heraus, nach der hier vorgegangen wurde.
Abteilung Terrestrische Böden (Landböden)
- FF - Felshumusboden
- FS - Skeletthumusboden
Klasse O - Terrestrische Rohböden
- OO - Syrosem
- OL - Lockersyrosem
Klasse R - Ah/C-Böden außer Schwarzerden
- RN - Ranker
- RQ - Regosol
- RR - Rendzina
- RZ - Pararendzina
Klasse T - Schwarzerden
- TT - Tschernosem (Schwarzerde)
- TC - Kalktschernosem
Klasse D - Pelosole
- DD - Pelosol
- BB - Braunerde
Klasse L - Lessivés
- LL - Parabraunerde
- LF - Fahlerde
Klasse P - Podsole
- PP - Podsol
- PS - Staupodsol
Klasse C - Terrae calcis
- CF - Terra Fusca
- CR - Terra rossa
Klasse S - Stauwasserböden (Staunässeböden)
- SS - Pseudogley
- SH - Haftnässepseudogley
- SG - Stagnogley
Klasse X - Reduktosole
- .. - Reduktosol
Klasse Y - Terrestrische anthropogene Böden
- YK - Kolluvisol
- YE - Plaggenesch
- YO - Hortisol
- YY - Rigosol
- YU - Tiefumbruchboden
Abteilung Semiterrestrische Böden (Grundwasserböden)
- AO - Rambla (Auenlockersyrosem)
- AQ - Paternia
- AZ - Kalkpaternia
- AT - Tschernitza
- AB - Vega (Braunauenboden)
Klasse G - Gleye
- GG - Gley
- GN - Nassgley
- GM - Anmoorgley
- GH - Moorgley
Klasse M - Marsche
- MR - Rohmarsch
- MC - Kalkmarsch
- MN - Kleimarsch
- MH - Haftnässemarsch
- MD - Dwogmarsch
- MK - Knickmarsch
- MO - Organomarsch
Abteilung Semisubhydrische und Subhydrische Böden
Klasse I - Semisubhydrische Böden
- IW - Watt
Klasse J - Subhydrische Böden (Unterwasserböden)
- JP - Protopedon
- JG - Gyttja
- JS - Sapropel
- JD - Dy
Abteilung Moore
Klasse H - Natürliche Moore
- HN - Niedermoor
- HH - Hochmoor
kultivierte Moore
Moorboden
Wichtige außereuropäische Bodentypen
International sind insbesondere zwei Klassifikationssysteme für Böden sehr gebräuchlich, die USDA-Bodenklassifikation und die FAO-Bodenklassifikation.
Die USDA-Klassifikation teilt sämtliche Böden weltweit in zwölf Ordnungen ein, die dann feiner in Unterordnungen, Familien, usw. untergliedert werden.
Literatur
- AG BODEN: Bodenkundliche Kartieranleitung (KA4). 4. Auflage. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und Geologische Landesämter, Hannover 1994. 392 Seiten. ISBN 3510958047
Weblinks
- Lern- und Arbeitsumgebung zum Themenfeld "Boden" im Unterricht: [http://hypersoil.uni-muenster.de/ hypersoil.uni-muenster.de]
- [http://www.wzw.tum.de/bk/pdfs/vorlesungen/bk2_ss Skripte und Materialien zur Bodenkunde]
Kategorie:Bodenkunde
Kategorie:Bodentyp
Marschen
Der Ausdruck Marsch (v. französ.: marche, aus altfränk. mark eine Spur hinterlassen) bezeichnet meist einen geordneten Aufzug von Menschen zu demonstrativen oder militärischen Zwecken. Doch auch eine längere zu Fuß zurückgelegte oder zurück zu legende Strecke wird als Marsch bezeichnet.
Hauptsächlich beim Militär gehören Märsche, insbesondere auch Gewaltmärsche (besonders lange und unter erschwerten Bedingungen stattfindende Märsche) und Nachtmärsche zur Grundausbildung. Dabei tragen die Teilnehmer ihr Marschgepäck und die nötige Marschverpflegung. Oft ist die Marschroute vorher bekannt und wird in einer bestimmten Zeit absolviert.
Im Gegensatz zu dem oben genannten Geländemarsch steht der geordnete, im Gleichschritt durchgeführte Marsch von Angehörigen einer meist militärischen oder paramilitärischen Einheit durch Straßen oder über Plätze. Hier wirkt die oft dazu gespielte Marschmusik unterstützend beim Bemühen die Ordnung zu wahren. Die Teilnehmer solcher Märsche befinden sich oft in geordneten Reihen oder Kolonnen und grüßen beim Vorbeimarsch höher stehende Vorgesetzte oder Honoratioren.
Protest- oder auch Trauermärsche hingegen zeichnen sich weniger durch strammes Reglement aus. Sie werden von allen möglichen Personengruppen durchgeführt und ähneln in ihrem Charakter eher einem geordneten Demonstrationszug. Hier gehen die Teilnehmer zwar ebenfalls in Reihen, aber doch ungeordnet hinter Transparenten, oder auch hinter Symbolen oder gar einem Sarg her.
Man unterscheidet u.a.
- Parade
- Militärparade
- Christopher Street Day
- Love Parade
- Karnevalsumzug
- Schützenumzug
- Protestmarsch
- Demonstration
- Defilée - ein mehr oder wenig feierliches Vorbeischreiten
- Kraftfahrzeugmarsch
Bekannte Märsche waren u.a.
- Langer Marsch
- Marsch auf Washington
- Marsch auf Rom
siehe auch: Marsch durch die Institutionen, Spaziergang, Ausflug
Kategorie:Allgemeine Truppenkunde, Marsch (Schwemmland)
Moor
Moore (norddeutsch Bruch, Fehn, Fenn oder Luch süddeutsch Filz, Moos, Ried) sind natürliche Lagerstätten von Torf oder anderen mineralarmen Humusansammlungen. Moore sind, oder waren mindestens zu ihrer Entstehung, mit Wasser durchtränkt, so dass hauptsächlich Torfmoose und andere typische Pflanzengesellschaften gedeihen können bzw. konnten. Die Reste dieser Pflanzen können sich durch den Sauerstoffabschluss unter Wasser nicht oder nicht vollständig zersetzen und bilden so den Torfkörper.
Moore entstehen, wenn Flächen anhaltend überschwemmt werden. Mann kann sie ökologisch grob in Anmoor, Niedermoor, Zwischen- oder Übergangsmoor und Hochmoor einteilen. Eine weitere Einteilung geschieht oft nach hydrologischer und geologischer Situation (hydrologische Moortypen). Eine pflanzensoziologische Einteilung ist schwierig, da die meisten Moore heute nicht mehr leben. Die Abgrenzung zu Bruchwäldern und Sümpfen ist fließend und die Unterteilung in Waldmooren, Grasmoore und Heidemoore schwierig.
Obwohl Moore keine Mineralböden darstellen, werden sie von der Bodenkunde als Moorböden bzw. organische Böden (Hochmoor, Niedermoor oder Zwischenmoor) erfasst.
Vorkommen
Moore kommen in Deutschland v.a. im Nordwesten und im Alpenvorland vor, es gibt aber auch Hochmoore in den Mittelgebirgen. Besonderen Reichtum an Mooren haben Finnland, Teile Russlands und Alaska. Moore sind aber nicht nur auf kalte oder gemäßigte Breiten beschränkt, sondern kommen auch in subtropischen und tropischen Regionen vor.
Genetisch-ökologische Einteilung der Moore - Mineralstoffregimetypen
- Niedermoor - minerogen
Nieder- oder Flachmoore werden von Mineralbodenwasser d. h. durch mineralstoffhaltiges Grundwasser bzw. Bodenwasser, gespeist. Das Grundwasser ist meist sauerstoffarm und gleichmäßig temperiert. Die dünne Torfschichten des Niedermoores liegen auf dem Mineralboden auf und können auch periodisch trockenfallen. Die Oberfläche des Moores folgt dem Grundwasserstand um mehrere Dezimeter (Mooratmung). Hierbei können Gehölze keimen, jedoch sterben diese in einem ausreichend feuchten Niedermoor rasch wieder ab.
Sonderformen von Niedermooren sind Quell- und Überflutungsmoore. Quellmoore werden durch Wasser aus tiefer liegenden Grundwasserschichten gespeist (lithogen); Überflutungsmoore sind durch Fremdwassereintrag aus Flüssen, Bächen oder Seen überprägt (fluviogen).
- Übergangsmoor - ombrominerogen
Übergangsmoore liegen zeitlich oder räumlich zwischen Hochmooren und Niedermooren. Sie werden sowohl vom Grundwasser, als auch vom Regenwasser gespeist und können sich bei Niederschlagsüberschuss zum Hochmoor entwickeln. Der Zwischenmoorbegriff wird häufig synonym verwendet; in der Pflanzensoziologie werden damit Fadenseggenriede (Caricion lasiocarpae) bezeichnet.
- Regenwassermoor (Hochmmoor) - ombrogen
Regenwassermoore decken ihren Nährstoffbedarf ausschließlich durch Niederschlagswasser. Der Begriff Hochmoor wird häufig synonym verwendet, streng genommen fallen hierunter aber nur uhrglasförmig aufgewölbte Regenwassermoore. Für Regenwassermoore bezeichnend sind Torfmoose, von denen einige Arten (z.B. Sphagnum magellanicum, S. rubellum, S. capillifolium) ihren Nährstoffbedarf alleine durch Regenwasser decken können und bei Niederschlagsüberschuss über den Grundwasserspiegel aufwachsen. Durch ihr schnelles und dichtes Wachstum verdrängen sie z.T. andere Pflanzen und bewirken so die Ausbreitung eines Moores. Neue Hochmoore enstehen nur bei hohen Niederschlägen (über 1000 mm / Jahr) und sind empfindlich gegenüber Schwankungen im Grundwasserspiegel.
Einteilung der Moore nach ihrem Wasserregime - Hydrologische Moortypen
Neben Herkunft und Mineralstoffgehalt des Wassers beeinflussen Wasserstand und -bewegung den aktuellen Torfbildungsprozess. Nach der horizontalen Wasserströmung im Torfkörper und nach Wasserstand können folgende hydrologischen Moortypen unterschieden werden:
- Verlandungsmoor
- Versumpfungsmoor
- Durchströmungsmoor
- Überrieselungsmoor
Bei nicht oder kaum geneigtem Grundwasserspiegel besteht i. d. R. Verlandungs- oder Versumpfungsregime. Verlandungsmoore entstehen durch fortschreitende Verlandung von Stillgewässern, Versumpfungsmoore durch flach austretendes Wasser direkt über dem anstehenden Mineralboden. Bei stärker geneigtem Grundwasserspiegel besteht Durchströmungs- oder Überrieselungsregime. Ebenso kann in horizontalem Gelände durch Quellwasser Strömung verursacht werden.
Einteilung der Moore nach Lage und Geländeform - Topographische Moortypen
Je nach Betrachtungsmaßstab kann eine Vielzahl topographischer Moortypen unterschieden werden, z.B
- Hangmoor
- Plateaumoor
- Sattelmoor
- Kesselmoor
- Talmoor
- Tieflandsmoor
- Gebirgsmoor
Ökologie der Moore
Eine besondere Rolle spielt der Nährstoffgehalt und der pH-Wert des Wassers, Regenwassers und Grundwassers (Mineralbodenwasser), also der anstehende Mineralboden.
Die Hauptpflanzen des Moores sind Sauergräser (Cyperaceae), Braunmoose (Amblystegiaceae) oder Torfmoose (Sphagnum); bei nicht so starker Nässe, z. B. an den Rändern können verstärkt Gehölze wachsen wie z.B. Fichte, Birke, Bergkiefer, Waldkiefer oder Erle. Auch verschiedene Beeren, wie Heidelbeere, Preiselbeere oder Moosbeere kommen in Mooren häufig vor. Die Fauna des Moores ist eher arm an Arten, die aber spezialisiert sind und woanders nicht vorkommen.
Geschichte der Moore in Mitteleuropa
In Deutschland bildeten sich Moore nach dem Ende der letzten Eiszeit, im Norden auf ca. 30 Prozent der Fläche. Mit der kompletten Eindeichung der Nordsee um ca. 1200 („Goldener Ring“) wurde eine Entwässerung der Küstenregionen über Siele auf das Niveau der Ebbe möglich. Obwohl hierdurch bereits das Ende der Moore begann, blieben sie wegen ihrer Unzugänglichkeit und des geringen wirtschaftlichem Nutzen noch lange intakt. Nur gelegentlich wurden Bruchwälder in der Nähe der Siedlungen für Brennholz genutzt und in Mähwiesen oder Streuwiesen umgewandelt.
Der wachsende Brennholzbedarf machte erst in der Neuzeit eine Abtorfung der tieferligenden Torfschichten mit hohem Brennwert interessant, da die technischen Voraussetzungen für eine großflächige Entwässerung gegeben waren. Der wachsende Bevölkerungsdruck Ende des 17. Jahrhunderts und die so genannte landwirtschaftliche Revolution im 20. Jahrhundert führten zur Trockenlegung der meisten Moore.
In der heutigen Zeit werden Moore in Deutschland nur noch sehr selten trocken gelegt, da sie zur Regulierung des Wasserhaushalts beitragen. Oftmals bilden sie auch die letzten Rückzugsgebiete für bedrohte Pflanzen- und Tierarten, weshalb sie heute unter gesetzlichem Schutz stehen. Einige Moore, zum Beispiel das Rote Moor in der Rhön, das Georgenfelder Hochmoor im Osterzgebirge oder kleinere Gebiete wie das Haspelmoor in der Nähe von Augsburg/Fürstenfeld, sind für Besucher erschlossen.
Moore in der Kulturgeschichte
In der Vergangenheit wurden Moore als Sitz von Göttern und Geistern angesehen, denen auch Gegenstände und seltener Tiere, aber vermutlich auch Menschen geopfert wurden.
Um Moore, die einen sumpfigen und wenig tragfähigen Untergrund haben, begehbar zu machen, legte man seit alters her Knüppeldämme an, also durch Holzbohlen befestigte Wege.
Begünstigt durch die Wirkung des Luftabschlusses werden Dinge, die im Moor untergehen, für sehr lange Zeit konserviert.
Aus untergegangenem Holz, z.B. von Knüppeldämmen, können dendrochronologische, aus der Analyse von Moorleichen kulturelle und anthropologische Erkenntnisse gewonnen werden.
Auch in der Literatur und Poesie gibt es viele Bezüge zum Moor. Als weithin bekannte Beispiele seien die Ballade "Der Knabe im Moor" von Annette von Droste-Hülshoff ("O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn /...) oder der - auch verfilmte - Kriminalroman "Der Hund von Baskerville" von Arthur Conan Doyle genannt.
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Literatur
- Succow, M., 1988: Landschaftsökologische Moorkunde. Gustav Fischer Verlag, Jena.
- Ellenberg, H., 1996: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. Ulmer, Stuttgart.
Ellenberg, H.
Weblinks
- [http://www.moormuseum.de Moormuseum Geeste-Groß Hesepe, Emsland]
- [http://www.wsl.ch/land/inventory/mireprot/besmos/moorbiotope/moorbiotope-de.ehtml Definition und Entstehung von Mooren (WSL - Schweiz)]
- [http://moorschutz.de Moorschutzprojekt für Schulen, Entstehung von Mooren]
- [http://www.wagner-ugau.de/data/moore/links/links.html Linksammlung zu Mooren und Moorschutz]
- [http://www.nordwestreisemagazin.de/moor/index.htm Moor - Naturlandschaft Nordwestdeutschlands]
- [http://www.wagner-ugau.de/data/moore/moore.html Moore und Moorschutz in Süddeutschland und im Alpenraum]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/moorlehrpfad/index.html Virtueller Moorlehrpfad der Grundschule Friedrichsfehn]
- [http://www.dgmtev.de Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde]
- [http://www.imcg.net International Mire Conservation Group (engl.)]
Kategorie:Biotop
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MeliorationDieser Artikel beschreibt die Melioration von Landschaften, für den gleichnamigen Begriff aus der Linguistik, siehe Melioration (Linguistik).
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Melioration ist ein Begriff der Bodenkunde und Landschaftspflege, der innerhalb der deutschsprachigen Staaten eine unterschiedliche Verwendung findet.
Deutschland
In Deutschland sind darin kulturtechnische Maßnahmen zur Werterhöhung des Bodens, also
- zur Steigerung seiner Ertragsfähigkeit,
- zur Vereinfachung seiner Bewirtschaftung und
- zum Schutz vor Schädigung oder Zerstörung zu sehen.
Solche Maßnahmen sind zum Beispiel die Be- oder Entwässerung, Drainierung, Eindeichung von Überschwemmungsgebieten und die Urbarmachung von Ödland.
Teilweise zählt auch die Kultivierung von Mooren und Heide dazu, der Wildbachverbau, die Verbesserung von Bodengefüge und Nährstoffzustand (Lockerung verdichteter Bodenschichten, Anhebung des pH-Wertes, Entsteinung usw.), doch wird heute vermehrt beachtet, keine Feuchtgebiete mehr zu zerstören (s. Artensterben) und Interessenkollisionen von Landwirtschaft und Naturschutz zu vermeiden.
Die Bezeichnung Melioration wird gleichermaßen in Land- und Forstwirtschaft sowie der Bodenkunde verwendet. Sie leitet sich vom lateinischen meliorare (verbessern) ab, daher ist der umgangssprachliche Begriff Bodenverbesserung großteils gleichbedeutend.
Österreich
Im Gegensatz zur Bundesrepublik versteht man in Österreich unter Melioration vor allem Maßnahmen zur Bodenordnung - also eine Änderung der Grundstücksgrenzen, um bessere Zufahrten, Schonung der Landschaft und ein besseres Wegenetz zu erreichen. Das Ziel ist weniger eine höhere Fruchtbarkeit der Äcker als die Verbesserung ihrer Struktur.
Optimierung und Landschaftspflege
Diese Maßnahmen - welche die Landwirte oft noch nach der früheren Bezeichnung Kommassierung nennen - bestehen vor allem in der Zusammenlegung von zu kleinen Grundstücken bzw. ihrer besseren Formgebung. Auch die Richtung der Fahrwege oder Böschungen wird optimiert, um ökonomische Bewirtschaftung und geringere Boden-Erosion zu erreichen. Oft wird für eine komplette "Umlegung" des Parzellenbestandes ein Zeitpunkt gewählt, zu dem der Kataster ohnehin neu zu vermessen ist.
Die weitgehende Beschränkung auf Maßnahmen der Bodenordnung hängt mit der jetzigen Situation der Landwirtschaft zusammen: die weithin herrschende Überproduktion und der resultierende Preisverfall ist
- für Bauern im Hügelland und Gebirge schwieriger wettzumachen als im deutschen Flachland. Die Bodenqualität kann kaum mehr verbessert werden.
- die Gewinnung von mehr anbaufähigem Land, die nach dem 2. Weltkrieg nötig war, ist daher nicht mehr sinnvoll. Statt Neuland ("10.Bundesland") etwa durch Trockenlegungen, Melioration, vermehrte Düngung usw. geht es nun um bessere, dem Gelände und Umweltschutz angepasste Strukturen.
- betr. der Düngung sind eher Reduktion der Ausbringung und Kontrolle ihres Effektes angesagt.
Ziele der Agrarbehörden
In Niederösterreich kooperiert die NÖ Agrarbezirksbehörde bei Kommassierungs-Verfahren nicht nur wie früher mit den Gemeinden. Neben der besseren Bebaubarkeit der landwirtschaftlichen Flächen soll an bestimmten Flächen (z.B. an kleinen Gewässern oder für früher brachliegende Böschungen eine Rekommassierung möglich sein. So soll langfristig ein Biotop-Verbundsystem entstehen.
Mit der Zusammenlegung erreicht man eine bessere Bearbeitbarkeit des früher durch die Erbteilung oft stark zerstückelten Grundbesitzes (man nennt die schmalen, im Laufe der Zeit durch Grundstücksteilung entstandenen Flächen auch Riemenfelder, Riemenparzellen oder Lissen). Dadurch ist es möglich, biologisch wichtige Landschaftselemente wie Hecken, Baumgruppen, Feuchträume usw. wieder in die Landwirtschaft einzubringen.
Wildbach- und Lawinenschutz
Diese für alpines Gelände, Siedlungen und Fremdenverkehr gleichermaßen wichtige Aufgabe untersteht in Österreich (und ähnlich auch in der Schweiz) nicht den Agrarbehörden, sondern eigenen, regionalen geotechnischen Abteilungen.
Arten der landwirtschaftlichen Melioration
Hydromelioration
- Bewässerung in möglichst nachhaltiger Weise,
- einschließlich der Verregnung von Gülle,
- geeignete Verwendung u/o. Ableitung der Abwässer von Landwirtschaft, Industrie und der Kommunen
- Entwässerung einschließlich Schaffung und Sicherung der Vorflut.
zur Werterhöhung des Bodens, also
- zur Steigerung seiner Ertragsfähigkeit,
- zur Vereinfachung seiner Bewirtschaftung und
- zum Schutz vor Schädigung oder Zerstörung.
Solche Maßnahmen sind zum Beispiel die Be- oder Entwässerung, die Eindeichung von Überschwemmungsgebieten und die Urbarmachung von Ödland.
Bodenmelioration
- Bodengefüge-Melioration (Auflockerung des von schweren Traktoren verdichteten Bodens, besserer Nährstoffzustand
- Oberflächen- und Krumen-Entsteinung, evt. Tiefumbruch.
- Anhebung des pH-Wertes, z. B. durch Kalkung
Kulturlandgewinnung und -rekultivierung
- Ödlandkultivierung einschließlich Moor- und Heidekultivierung
- Rekultivierung von bergbaulich genutzten Gelände, Schottergruben oder Mülldeponien
- Landgewinnung an Küsten (Polder)
- Bodensanierung
Bodenerhaltung, Bodenschutz
- Erosionsschutz gegen Wind und Wasser, Richtung des Ackerns
- Windschutzstreifen (auch für den Artenschutz)
- Wildbachverbauung, Schutz gegen Plaiken usw.
- Rutschhangsanierung.
Interessenkollisionen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz sollten möglichst vermieden werden (Landwirtschaftsklausel, Naturschutzgesetz von Bund bzw. Ländern. Meliorationsprojekte sollten nur erfolgen, wenn ein gesamt-ökologisches Gutachten vorliegt. Die (kurzfristigen) Nutzen sind mit (langfristigen) volkswirtschaftlichen Kosten und ökologischen Schäden zu vergleichen (Umweltverträglichkeitsprüfung).
Weblinks
- http://www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/melioration.htm
- http://umweltordner.i-gap.at/artikel.php?id=115 Ziele der NÖ Agrarbehörde
- http://www.lexhist.ch/externe/protect/textes/d/D7847.html
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Kategorie:Bodenkunde
PlaggenPlaggen (niederdeutsch zu Placken) sind rechteckige, durchwurzelte Oberbodenstücke mit der Gras- oder Heidekrautvegetation von rund 4 - 6 cm Stärke. Sie wurden in Nordwestdeutschland und in den östlichen Niederlanden vom 9. Jahrhundert bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, teilweise bis in die 1930er Jahre, auf ackerbaulich nicht genutzten Flächen gestochen (Plaggenstechen, Plaggenhieb) und als Streu für die Ställe verwendet. Zusammen mit dem Mist bildete das Material dann einen organischen Dünger, der vor allem auf Eschländer aufgetragen wurde. Durch den hohen mineralischen Anteil des Düngers bildete sich mit einer Geschwindigkeit von ca. 1 mm/Jahr ein Mineralbodenhorizont, der vor allem die Esche (Plaggenesche) prägt. Die für das Plaggenstechen genutzten Flächen degenerierten zu Heideflächen, teilweise mit Flugsanden und Dünenbildung.
Kategorie:Bodentyp
Kategorie:BodenkundeHier bitte Artikel zum Thema Bodenkunde einordnen.
Kategorie:Geowissenschaft
Kategorie:Land- & Forstwirtschaft
Okavirus
Okavirus is a genus of virus, given its own family (Roniviridae) in the order Nidovirales. Its type species is Gill-associated virus.
Category:Viruses
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Higashi-Kakogawa is the second city centre of Kakogawa City in Hyogo Prefecture, Japan.
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chemical compound nitric acid (HNO3), otherwise known as aqua fortis, is a colorless, corrosive liquid, a toxic acid which can cause seve
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