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Anne (Großbritannien)

Anne (Großbritannien)

Anne Stuart (
- 6. Februar 1665 im St.-James-Palast in London; † 1. August 1714 im Kensington-Palast ebd.) war Königin von England und Schottland 1702-1707 und von Irland 1702-1714. Am 1. Mai 1707 wurde Anne zur ersten Herrscherin über Großbritannien, nachdem England und Schottland sich zu einem Königreich vereinten. Anne war die letzte britische Königin aus dem Hause der Stuarts; Georg I., der ihr auf dem Thron nachfolgte, gehörte zum Haus von Hannover.

Geschichtliche Einordnung

Annes Leben prägten wiederholt Staatskrisen in Zusammenhang mit der englischen Thronnachfolge, die mit einschneidenden verfassungspolitischen Reformen einhergingen. Annes Regierungszeit, die von 1702 bis 1714 währte, ist vor allem durch die Entwicklung des britischen Kabinetts-Systems gekennzeichnet. Annes römisch-katholischer Vater James II. wurde 1688/1689 in der Glorious Revolution entmachtet, ihm folgten der protestantische William III. und Mary II. - Annes Schwager und Schwester - auf dem Thron nach. Anne selber hatte den unblutigen Regierungsumsturz, der ihren Vater entmachtete, unterstützt. Keines der Kinder von Mary II. oder Anne überlebte bis ins Erwachsenenalter, daher hätte der entthronte, römisch-katholische James II. oder seine Nachkommen erneut Ansprüche auf den britischen Thron erheben können. Das englische Parlament erließ aus diesem Grund eine Gesetzgebung (Act of Settlement), die es dem Haus der Guelfen (Welfen) erlaubte, nach dem Tod von Anne auf dem englischen Thron nachzufolgen. Mit dieser Gesetzgebung wurden nicht weniger als 50 römisch-katholische Thronanwärter übergangen, die aufgrund ihrer Abstammung einen größeren Anspruch auf den englischen Thron gehabt hätten. Das schottische Parlament verweigerte anfangs seine Zustimmung zu dieser Gesetzgebung, wurde jedoch durch Maßnahmen wie beispielsweise Handelsbeschränkungen, die Schottland wirtschaftlich erheblich schadeten, zur Zustimmung bewegt. Der Act of Union von 1707, mit dem sich England und Schottland zu Großbritannien vereinigten (Realunion), war ein Resultat der darauf folgenden Verhandlungen. Ergebnis dieser Entwicklung war, dass für die britische Thronnachfolge nicht nur die Abstammung entscheidend war, sondern auch das protestantische Glaubensbekenntnis. Realunion - er war Annes erfolgreichster Heeresführer]] Mit der "Glorious Revolution" von 1688/89 war England außerdem ins antifranzösische Lager gewechselt. Während fast der gesamten Regierungszeit von Anne war England als Mitglied der Haager Allianz in den Spanischen Erbfolgekrieg verwickelt, in dem England an der Seite Hollands, Preußens, Hannover und dem Kaiser den Einfluss Frankreichs in Europa zu begrenzen versuchte. Parallel dazu erlebte England eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, die die größte Manifestation von Englands Macht und Einfluss seit der Regierungszeit von Heinrich V. war. Mit dem Sonderfriedensschluß von Utrecht von 1713 scherte England aus dieser Allianz aus, legte damit aber die Grundlage für den Ausbau des britischen Empires im 18. Jahrhundert. Anne selber trug dazu wenig bei; sie war weder gebildet noch klug und vertrieb sich ihre Zeit mit Klatschgeschichten und Kartenspielen. Ihre Biographen schildern sie als geistig schwerfällige, starrköpfige und eher scheue Frau. Gleichzeitig war sie sich ihrer Rolle als Staatsoberhaupt bewusst und zeigte ein hohes Pflichtgefühl gegenüber ihrem Amt. Unter den heftigen Auseinandersetzungen in ihrem Kabinett kurz vor ihrem Tod litt sie stark - einige ihrer Biografen machen diese sogar für ihren Tod verantwortlich. Wesentlichen politischen Einfluss übten die langjährige Freundin von Anne, Sarah Churchill sowie deren Ehemann John Churchill, 1. Herzog von Marlborough aus. Der spätere englische Premier, Literaturnobelpreisträger und Nachfahre von Sarah und John Churchill, Winston Churchill prägte daher den Satz "Sarah lenkte die Königin, Marlborough [John Churchills Adelsname] lenkte den Krieg und Godolphin das Parlament." Über die persönliche Situation Anne zum Zeitpunkt ihres Regierungsantrittes schrieb die Historikerin Ulrike Jordan: :Die psychologischen Voraussetzungen, die Prinzessin in ihre Regierungszeit einbrachte, erscheinen dem späteren Betrachter in ihrem Zusammenwirken...fast unüberwindlich schwierig: Fundamentale religiöse und politische Gegensätze in der Herrscherfamilie hatten Anna weitgehend menschlich isoliert. Insbesondere von Vater und Halbbruder - beide im Exil - entfremdet, fand sie intellektuelle und emotionale Sicherheit vor allem in zwei Bereichen: zum einen auf dem Felder der Politik durch das Prinzip verfassungskonformen Verhaltens und die Akzeptanz der Rolle und Machtbegrenzung der Krone, zum anderen durch den Aufbau enger emotionaler Bindungen. Hier muss vor allem Annas überaus glückliche Beziehung zu ihrem Gemahl, Prinz Georg von Dänemark genannt werden, der sich durch seine menschlichen Qualitäten, nicht aber sein politisch eher blasses Profil auszeichnete. Die Ehe zwischen der achtzehnjährigen Anna und dem zwölf Jahre älteren Georg wurde im Jahre 1685 geschlossen und stellte für 25 Jahre - neben engen Freundschaften zu vertrauten Hofdamen - die hauptsächliche Quelle persönlichen Rückhalts dar. (Jordan, S. 178f) Das Verhältnis von Anne zu ihren Hofdamen Sarah Churchill und später Abigail Masham war so eng, dass in Biographien immer wieder über ein homosexuelles Verhältnis zwischen diesen spekuliert wird. Dafür gibt es jedoch keine wirklichen Belege. In die Geschichtsschreibung ging Anne von Großbritannien als "Good Queen Anne" ein - in dieser Bezeichnung drücken sich auch die militärischen und politischen Erfolge sowie die wirtschaftliche Blüte aus, die Großbritannien während ihrer Regierungszeit erlebte.

Leben

Frühe Jahre

Abigail Masham Anne war die zweite Tochter von James, dem Herzog von York und späteren James II. Ihre Mutter war Lady Anne Hyde, Tochter von Edward Hyde, dem 1. Earl of Clarendon, einem einflussreichen englischen Politiker. Ihr Onkel herrschte als Charles II.. Anne und Mary waren die einzigen Kinder des Herzogpaars von York, die bis ins Erwachsenenalter überlebten. Anne litt allerdings an einer Augenkrankheit, so dass man sie bereits als Kleinkind nach Frankreich sendete, um sie dort medizinisch behandeln zu lassen. Sie lebte anfangs bei ihrer Großmutter, der Königin Henrietta Maria und anschließend bei ihrer Tante, Henrietta Anne, der Herzogin von Orléans. 1670 kehrte Anne von Frankreich nach England zurück. Ungefähr im Jahre 1673 lernte sie Sarah Jennings kennen, die als junges Mädchen in den Hofstaat der zweiten Frau des Herzogs von York, Maria Beatrice von Modena aufgenommen worden war. Trotz des Altersunterschiedes von fünf Jahren schlossen die zwei Mädchen eine enge Freundschaft, die über viele Jahre andauern sollte und die dazu führte, dass Sarah Churchill zur einflussreichsten Beraterin der späteren englischen Königin wurde. 1672 wurde es öffentlich bekannt, dass Annes Vater zum römisch-katholischen Glauben konvertiert war. Auf Anweisung von Charles II. wurden Anne und ihre Schwester Mary weiterhin im protestantischen Glauben erzogen. Charles II. sorgte auch dafür, dass Anne den protestantischen Prinzen Georg von Dänemark, Bruder des dänischen Königs Christian V., heiratete. Ihre Schwester Mary hatte bereits 1677 den protestantischen William von Orange geheiratet. Als Charles II. 1685 - er konvertierte noch auf dem Todesbett zum römisch-katholischen Glauben - starb, bestieg Annes Vater als König James II. den englischen Thron. Der Historiker Alexander Gauland schrieb über diesen Herrscher: :Mit Jakob [James] II. kehrte das Unglück auf Englands Thron zurück. Die von seinem Bruder ererbten Probleme hätten einen weitblickenden Staatsmann, einen geschickten Politiker und einen ebenso weitherzigen wie großzügigen Monarchen erfordert. Doch Jakob war nichts von alledem. Sein intellektueller Horizont war begrenzt und seine Einbildungskraft beschränkt. Er war ein bigotter Frömmler und ein eigensinniger Rechthaber. (Gauland, S. 102) James lag viel daran, seinen Thron an einen römisch-katholischen Nachfolger weiterzugeben, und stellte Anne in Aussicht, dass sie seine Thronerbin werde, wenn sie sich zum römisch-katholischen Glauben bekennen würde. Die tief religiöse Anne hielt jedoch an ihrem anglikanischen Glauben fest. James II. sendete ihr zwar weiterhin Bücher und Essays über den katholischen Glauben zu, unterließ jedoch intensivere Bekehrungsversuche. Christian V. James II. Versuche der Rekatholisierung Englands, der Wiederherstellung einer absoluten Monarchie und Rückführung Englands in ein Bündnis mit Frankreich stieß auf wenig Gegenliebe in der englischen Öffentlichkeit. Da der König aber alt und Mary, die Thronfolgerin protestantisch war, war in England die Überzeugung weit verbreitet, hier nur eine Übergangsphase zu erleben. Diese Einschätzung änderte sich, als James zweite Frau, Maria Beatrice von Modena 1688 einen Sohn und damit potentiellen römisch-katholischen Thronnachfolger zur Welt brachte. Gerüchte behaupteten, das Kind wäre untergeschoben worden, um so England wieder der katholischen Seite zuzuführen. In der so genannten Glorious Revolution, seit vier Jahren vorbereitet, wurde gegen Ende des Jahres 1688 der unpopuläre und despotische James II. entmachtet; mit einem kleinen Heer landeten Wilhelm und seine Frau Mary aus den Niederlanden an Englands Küste. James II. floh am 23. Dezember 1688 von England nach Frankreich. Anne verzichtete auf eine Unterstützung ihres Vaters und schloss sich den Bündnispartnern rund um William an. Das britische Parlament trat zusammen und entschied, dass James II. mit seiner Flucht aus dem englischen Königreich abgedankt habe. Die englische Krone wurde dem Paar William und Mary gemeinsam angeboten und von ihnen angenommen. Als gleichberechtigte Souveräne wurden beide am 11. April 1689 gekrönt, obwohl Wilhelm keinerlei dynastischen Anspruch auf den englischen Thron hatte. Neu war auch die Eidesformel, die beide sprachen. Verpflichteten sich englische Monarchen bisher üblicherweise, die von ihnen erlassenen Gesetze zu achten, so sagten Wilhelm und Maria zu "to govern the people of this kingdom of England … according to the statutes in parliament agreed on, and the laws and customs of the same". Damit begann die Machtverschiebung zugunsten des Parlaments, die langfristig in einer konstitutionellen Monarchie endete. Die vom Parlament erlassene "Bill of Rights" aus dem Jahre 1689 regelte außerdem die Thronnachfolge. Unter dem Einfluss ihrer Freundin Sarah und deren Ehemann John Churchill hatte Anne zugestimmt, dass William auch dann die englische Krone tragen dürfe, wenn seine Frau Mary vor ihm stürbe. Prinzessin Anne und ihre Nachkommen würden ihm auf dem Thron nachfolgen, Nachkommen von William würden erst nach ihnen einen Anspruch auf den englischen Thron haben.

Die Herrschaft von William III. und Mary II.

Die ersten Jahre

John Churchill]] Als Dank für seine Rolle in der Glorious Revolution ernannten William und Mary John Churchill zum Grafen von Marlborough. Die nachfolgende Behandlung der Churchills war jedoch nicht ganz so freundlich. 1692 verdichtete sich für William III. der Verdacht, dass John Churchill weiterhin Kontakte zu James II., der im französischen Exil war, aufrecht hielt. Churchill wurde aus allen seinen Ämtern entlassen und wurde sogar für kurze Zeit im Tower inhaftiert. Annes Freundin Sarah Churchill, mittlerweile eine der Ehrendamen von Anne, wurde es untersagt, am königlichen Hof zu erscheinen. Prinzessin Anne verließ darüber verärgert ihre königliche Residenz und bezog Residenz im Syon Haus. Daraufhin wurde ihr ihre Ehrengarde entzogen und den Wachen des königlichen Palastes wurde es untersagt, ihrem Ehemann zu salutieren. 1694 starb Mary II. an den Pocken, William III. war damit britischer Alleinherrscher. Die Popularität von Mary II. war stets größer als die des eingeheirateten William III. gewesen. Um sein Ansehen in der englischen Bevölkerung zu verbessern, stattete er Anne wieder mit allen ihr zustehenden Ehren aus und erlaubte ihr, im St. James Palace zu residieren. Die Wiederernennung von John Churchill in all seine Ämter im Jahre 1695 war ein weiterer Versuch seitens William III. das Verhältnis zu Anne zu verbessern. Tatsächlich demonstrierte Anne öffentlich ihre Unterstützung von Williams Regierung. Ihr Schwager vertraute ihr jedoch keineswegs vollständig. Er verzichtete beispielsweise darauf, sie als seine Regentin während seiner militärischen Unternehmungen auf dem europäischen Festland zu ernennen.

"Act of Settlement"

Anne und ihr Ehemann, Prinz George, erlebten während dieser Zeit eine Reihe persönlicher Tiefschläge. Bis zum Jahre 1700 war die zukünftige Königin mindestens achtzehn Mal schwanger; dreizehn Mal erlitt sie eine Fehlgeburt oder brachte ein totes Kind zur Welt. Von den fünf Kindern, die sie lebend gebar, erlebten vier nicht ihren zweiten Geburtstag. Wilhelm, Herzog von Gloucester, der einzige Sohn, der die Kleinkindphase überlebte, starb im Alter von 11 Jahren am 29. Juli 1700 an den Pocken. William III. und Mary II. hatten gleichfalls keine überlebenden Kinder; Anne war damit die Thronfolgerin und gleichzeitig die letzte lebende Person der Linie, die nach dem Thronfolgegesetz „Bill of Rights“ eine Anwartschaft auf den englischen Thron hatte. Mit ihrem Tod würde diese Linie aussterben und der entthronte römisch-katholische James II. und seine Nachkommen hätten die englische Herrschaft wieder für sich reklamieren können. Um dies auszuschließen erließ das englische Parlament den Act of Settlement. Dieses Gesetz regelte, dass im Falle des Todes von Anne und William III. ohne leibliche Nachkommen das Recht der Thronfolge auf Sophie von Hannover und ihre Nachkommen übergehen würde. Sophie von Hannover stammte durch ihre Mutter Elisabeth von Böhmen, der so genannten Winterkönigin, von Charles I. ab. Es gab zwar eine Reihe von Personen, die mit dem regierenden englischen Königshaus näher verwandt waren als Sophie von Hannover, diese waren jedoch allesamt katholischen Glaubens. Anne selber hätte es präferiert, wäre die Thronnachfolge ihrem Vater und seinen Nachkommen zugesprochen worden. Aus Einsicht in die Notwendigkeit eines protestantischen Nachfolgers fand sie sich mit dem "Act of Settlement" ab. Als ihr Vater jedoch 1701 starb, trug sie Trauerkleidung. Zu ihrem Halbbruder, dem Sohn von James II. und sein Erbe, James Francis Edward Stuart, entwickelte sie dagegen kein herzliches Verhältnis.

Die ersten Herrschaftsjahre

William III. starb 1702; Anne folgte ihm - wie im "Bill of Rights" geregelt - auf dem englischen Thron nach. Körperlich war sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein Krüppel. Die zahllosen Schwangerschaften und die Gicht hatten ihren Körper ruiniert. In einer Sänfte wurde sie zur Krönung getragen. Fast zeitgleich mit dem Regierungsantritt von Anne brach der Spanische Erbfolgekrieg aus. Der Spanische Erbfolgekrieg war die militärische Auseinandersetzung über die Frage, ob der Enkel von Ludwig XIV. (Frankreich), Philip, ein Recht auf die Nachfolge auf den spanischen Thron hatte. Philip war zwar als Erbe vom vorherigen spanischen König Karl II. eingesetzt worden, aber der größte Teil von Europa widersetzte sich dieser Nachfolge, da damit Frankreichs Einflusszone auf dem europäischen Festland zu groß geworden wäre. Der Spanische Erbfolgekrieg währte fast bis ans Ende von Annes Regentschaft und beeinflusste sowohl die Außen- als auch die Innenpolitik maßgeblich. Karl II. war Annes königliches Geschenk an John Churchill für seinen Sieg in der Schlacht von Höchstädt ]] Kurz nach ihrer Inthronisierung ernannte Anne ihren Ehemann zum Lord High Admiral; John Churchill erhielt die Führung des Heeres. Churchill erhielt außerdem eine Reihe von Ehrungen, er wurde unter anderem mit dem exklusivsten Orden Englands, dem Hosenbandorden ausgezeichnet und wurde als "1. Duke of Marlborough" in den Rang eines Herzogs ernannt. Sarah Churchill, nun Herzogin von Marlborough, und Annes langjährige Freundin seit Kindertagen, wurde zur "Mistress of the Robes" ernannt - das höchste Amt, dass einer Frau am englischen Königshof zur damaligen Zeit offen stand. Annes erstes Kabinett unter der Leitung von Sydney Godolphin bestand überwiegend aus Tories. Die Whigs - die anders als die Tories entschieden die englische Beteiligung am Spanischen Erbfolgekrieg unterstützten - gewannen wesentlich an Einfluss, nachdem 1704 John Churchill, der Herzog von Marlborough, in der Schlacht von Höchstädt einen entscheidenden Sieg für die englische Nation herbeiführen konnte. Dem Sieg folgten eine Reihe weiterer. Aufgrund des Einflusses des Herzogs wurden fast alle Tories des Kabinetts durch Whigs ersetzt. Lord Godolphin war zwar ein Tory, er ging jedoch ein enges Bündnis mit Marlborough ein. Obwohl nominell Lord Godolphin der Kabinettschef war, war es letztlich Marlborough, der gemeinsam mit zwei Staatssekretären (Charles Spencer, 3rd Earl of Sunderland und Robert Harley) die englische Politik bestimmte. Auch Nepotismus war Marlborough dabei nicht fremd; sowohl Lord Godolphins Sohn als auch Lord Sunderland waren mit Töchtern des Herzogpaars Marlboroughs verheiratet.

Herrscherin von Großbritannien

Neben dem Spanischen Erbfolgekrieg prägten die Versuche, England und Schottland zu einem Königreich zu verschmelzen, die Politik während der ersten Regierungsjahre von Anne. Als das englische Parlament 1701 den Act of Settlement verabschiedete, hatte es sich zuvor nicht mit dem schottischen Parlament abgestimmt, die eine Thronnachfolge durch jemanden aus dem Hause Stuart wünschten. Das schottische Parlament verabschiedete den "Act of Security": Verstarb die Königin ohne Nachkommen, dann konnte Schottland aufgrund dieser Regelung einen eigenen Monarchen wählen, sofern er protestantisch und königlicher Abstammung war. Es war wenig wahrscheinlich, dass Schottland als Monarchen jemand wählen würde, der mit dem englischen identisch war. Anne konnte trotz anfänglichen Widerstands ihre Zustimmung zum Act of Settlement nicht verweigern, da das schottische Parlament damit drohte, die schottischen Heeresteile aus Marlboroughs Heer abzuziehen und keine Steuern zu erheben. Das englische Parlament, das fürchten musste, dass ein unabhängiges Schottland die alte Allianz mit Frankreich wieder aufleben ließ, antwortete mit dem Alien Act im Jahre 1705. Dieser Alien Act erlaubte es, dem Handel mit Schottland erhebliche Beschränkungen aufzuerlegen, Schotten zu Ausländern zu erklären und damit ihr Recht einzuschränken, in England Eigentum zu besitzen. Das englische Parlament hatte unmissverständlich klar gemacht, dass man diese Maßnahmen umsetzen würde, wenn nicht Schottland den Act of Security widerrufe oder sich mit England vereinige. Die schottischen Abgesandten stimmten am 22. Juli 1706 einer Vereinigung mit England zu und das schottische Parlament billigte diese Entscheidung am 16. Januar 1707 – obwohl die Mehrheit der schottischen Bevölkerung dieser Vereinigung ablehnend gegenüberstand. Am 1. Mai 1707 wurde aus England und Schottland damit das Königreich Großbritannien, Anne war nun Herrscherin eines vereinten Königreichs. Die langjährige, enge Beziehung zwischen Anne und Sarah Churchill verschlechterte sich im Jahre 1707. Der Literaturnobelpreisträger und englische Premierminister Winston Churchill, ein Nachfahre von John und Sarah Churchill, schrieb darüber: :Etwa um diese Zeit [1707] traten die Beziehungen Sarahs zur Künigin in ein prekäres Stadium. Sie wurde von ihrer Herrin zum Sündenbock für das Eindringen der Whigs in Kabinett gemacht. Anna hasste die Whigs aus tiefstem Herzen, aber ihre Minister sahen, da nur die Hälfte der Tory-Partei sie stützte, keine Möglichkeit, den Krieg [gegen Frankreich] ohne die Whigs fortzusetzen. Sarah verlor die Freundschaft der Königin, weil sie es für ihre Pflicht hielt, ihr zu einer Regierungspolitik zu raten, die mit dem Parlament im Einklang stand. Gleichzeitig tauchte eine Nebenbuhlerin auf. Als Sarah älter wurde und die Aufgaben einer großen Dame, die über mehr Macht gebot als ein Kabinettsminister, immer schwerer auf ihr lasteten, suchte sie sich der dauernden Beanspruchung durch den persönlichen Dienst bei der Königin, der so viele Jahre ihres Lebens ausgefüllt hatte, zu entziehen. Annas Freundinnen hatten es nicht leicht. Sie verlangte von ihren Gefährtinnen, dass sie den ganzen Tag um sie waren und bis tief in die Nacht mit ihr Karten spielten. Sarah hielt nach einer Möglichkeit Ausschau, sich der Last dieses dauernden Zusammenseins zu entledigen. In Abigail Hill, einer armen Verwandten, fand sie eine geeignete zweite Besetzung. Sie führte sie in das Leben der Königin als „Kammerjungfer“ oder Zofe ein. Nach einer Weile gewann die neue Bedienstete die Zuneigung der Königin. Sarah fühlte sich entlastet, verbrachte mehr Zeit auf dem Land und widmete sich ihrer Familie. (Churchill, S. 76ff) Abigal Masham, Cousine der Herzogin von Marlborough, war außerdem mit einem von Annes Whig Ministern verwandt. Robert Harley begann über Masham die Politik der Königin zu beeinflussen. Sowohl Lord Godolphin als auch John Churchill betrieben daraufhin seine Amtsentlassung, was ihnen 1708 gelang. Eine Gruppe von fünf Whigs – Lord Sunderland, Thomas Wharton, John Somers, Charles Montagu und Robert Walpole – begannen die britische Politik maßgeblich zu beeinflussen und wurden unter dem Namen „Die Junta“ bekannt. Harley gelang es trotzdem als privater Berater der Queen Einfluss auszuüben. Annes Ehemann, Prinz Georg von Dänemark, starb im Oktober 1708. Seine Oberbefehlshaberschaft über die britische Flotte war seitens der Whig-Führung nie gerne gesehen worden. Selbst als er bereits auf dem Sterbebett lag, versuchten einige Whigs seine Entlassung aus seinem Amt zu betreiben. Anne musste sich an John Churchill wenden, um dies zu verhindern. Nach dem Tod ihres Ehemanns löste sich Anne noch stärker von Sarah Churchill und wandte sich mehr Abigail Masham zu. Die Freundschaft zwischen Anne und Sarah Churchill endete im Jahre 1709.

Die späten Jahre

Die Entmachtung der Whigs kam sehr rasch, nachdem der kostenintensive Spanische Erbfolgekrieg in der englischen Öffentlichkeit zunehmend unpopulär wurde. Robert Harley nutzte diesen Stimmungsumschwung insbesondere während der anstehenden Wahlen aus. Die Wahlberechtigten waren besonders verärgert über den Fall Dr. Henry Sacheverell, einem Kirchenmann, der den Tories angehörte. Er griff die Whig-Regierung an, weil sie nach seiner Meinung zu große Toleranz gegenüber religiösen Abweichlern (sogenannten Dissenters) zeigte. Er wurde daraufhin wegen übler Nachrede verklagt. Den Whigs gelang es jedoch nicht, dass der Richter das Urteil fällte, dass sie sich wünschten: Sacheverell erhielt lediglich ein Predigtverbot für drei Jahre und erhielt keineswegs die Gefängnisstrafe, auf die viele Whigs gehofft hatten. In der Wahl im Jahre 1710 wählte eine unzufriedene Bevölkerung mit großer Mehrheit eine Tory-Regierung. John Churchill war immer noch zu einflussreich, um des Amtes enthoben zu werden. Seine Verwandten verloren mit dem Regierungsantritt der Tories jedoch ihre Ämter. Godolphin wurde am 7. August 1710 entlassen; Robert Harley stand nun den Ministern vor. Die neue Tory-Regierung versuchte nun einen separaten Friedensschluß für Großbritannien im Spanischen Erbfolgekrieg auszuhandeln. Aus ihrer Sicht würde ein uneingeschränkter Sieg Österreichs in diesem Krieg den britischen Interessen genauso schaden wie ein Sieg der Franzosen. Die Tories waren daher bereit zuzulassen, dass ein Enkel des französischen Königs den spanischen Thron inne habe. Für die Whigs dagegen war der Gedanke, einem Bourbonen den spanischen Thron zuzuspielen, unerträglich. Im House of Commons hatten die Tories zwar die uneingeschränkte Mehrheit, das galt aber nicht für das House of Lords. Um den Friedensplan zu sabotieren, schlossen die Whigs ein Bündnis mit Daniel Finch, dem 2nd Earl of Nottingham und seinen Tory-Verbündeten im House of Lords. Gezwungen zu handeln, enthoben Königin Anne und ihre Minister John Churchill seines Amtes und übertrugen die Heerführung der britischen Truppen an James Bulter, den 2nd Duke of Ormonde. Anne ernannte außerdem 12 neue Peers an einem einzigen Tag. Eine solche Anzahl von Erhebungen in den Adelsstand war beispiellos. Elisabeth I. hatte während ihrer fast fünfzig Jahre währenden Regierungszeit weniger Personen in den Adelsstand erhoben als Anne an einem einzigen Tag. Mit den Neuernennungen war jedoch die Mehrheit der Whigs im House of Lords beseitigt; der Friedensschluss war nun erreichbar. Mit dem Frieden von Utrecht endete Großbritanniens Beteiligung am Spanischen Erbfolgekrieg. Philipp, Enkel von Ludwig XIV. durfte auf seinem Thron bleiben und einen Großteil der spanischen Kolonien in Süd- und Nordamerika behalten. Das übrige spanische Einflussgebiet wurde aufgeteilt: Großbritannien erhielt Gibraltar und Minorca und bekam eine Reihe vormals französischer Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent zugesprochen.

Tod und Nachfolge

Minorca James Francis Edward Stuart, Sohn von James II. und katholischer Halbbruder von Anne, hatte immer wieder Initiativen ergriffen, Anne auf dem Thron nachzufolgen. Bei jeder Erkrankung Annes wurde in Londons Kaffeehäusern spekuliert, wie weit er mit seinen Vorbereitungen sei, auf der britischen Insel zu landen und damit einen Bürgerkrieg einzuleiten. Anne selber hatte nicht viel Unterstützung gegenüber Kurfürstin Sophie von Hannover gezeigt, die seit dem Act of Settlement im Jahre 1701 ihre präsumptive Nachfolgerin war. Besuche von ihr oder ihrem Sohn - der aufgrund von Sophies hohem Lebensalter der wahrscheinliche zukünftige Herrscher war - lehnte sie ab. Die Kurfürstin starb im Juni 1714 und knappe zwei Monate später erkrankte auch Anne schwer. Ihre letzten Tage waren wenig würdevoll, die Zwistigkeit zwischen ihren Ministern setzten sich bis in ihr Sterbezimmer fort. Noch kurz bevor sie am 30. Juli ins Koma fiel, ernannte Anne unter dem Drängen ihrer Regierungsräte ein neues Haupt ihrer Regierung. Während dessen bereiteten sich die Anhänger der Whigs, die sich dem Thronfolgegesetz und dem Bekenntnis der Nation zum Protestantismus verpflichtet fühlten, darauf vor, zu den Waffen zu greifen. Auch der Rat traf seine Vorbereitungen; :Man traf wirksame Maßnahmen zur Sicherung der hannoverschen Thronfolge. Man entsandte Boten in alle Himmelsrichtungen, um jeden Beamten und jeden Offizier auf seinen Posten zu rufen. Die Flotte wurde unter dem Kommando eines Whigs, des Grafen von Berkeley, mobilisiert und erhielt den Befehl, im Kanal zu patrouillieren und die französischen Häfen zu beobachten. Zehn Bataillone wurden aus Flandern zurückgerufen. Die Garnisonen wurden bewaffnet, und die Miliz alarmiert. Man erinnerte die Holländer an ihre Vertragspflichten. Alles war gerüstet, um die Thronbesteigung des Kurfürsten von Hannover als Georg zu sichern.... Als Königin Anna am 1. August um halb acht Uhr ihren letzten Atemzug tat, stand fest, daß es keine Papismus, keine umstrittene Thronfolge, keine französischen Bajonette und keinen Bürgerkrieg geben würde. (Churchill, S. 107). Am 23. August wurde die verstorbene Königin in Westminster Abbey während der Nacht beigesetzt. Während heute kein Grabmonument mehr an "Good Queen Anne" erinnert, steht das Denkmal aus weißem Marmor noch, dass ihr die langjährige Vertraute Sarah Churchill im Blenheim Palace errichtete.

Sonstiges

Nach der britischen Königin Anne wurde ein Bau- und Möbel-Stil benannt. Kennzeichnend für diesen Stil ist ruhige, zurückhaltende Eleganz und ausgewogene Symmetrie.

Literatur


- Alexander Gauland; Das Haus Windsor, Siedler Verlag Berlin, 1996, ISBN 3-88680-534-4
- Ulrike Jordan; Anna (1702 -1714) in Peter Wende (Hsg.); Englische Könige und Königinnen, Verlag C.H.Beck München 1998, ISBN 3-406-43391 X
- Winston Churchill; Geschichte, Band III - Das Zeitalter der Revolutionen, Scherz & Coverts Verlag, Stuttgart 1957
- "Anne, Queen" in Encyclopædia Britannica, 1911, 11th ed. London: Cambridge University Press.
- Marita A. Panzer; Englands Königinnen - Von den Tudors zu den Windsors, Piper Verlag München, 2003, ISBN 3-492-23682-0

Weblinks


- [http://jacobite.ca/index.htm McFerran, Noel S. (2004). "The Jacobite Heritage." - Englische Webpage] Kategorie:Frau Kategorie:König (Großbritannien) Kategorie:König (England) Kategorie:König (Schottland) Kategorie:König (Irland) KAtegorie:Stuart Kategorie:Geboren 1665 Kategorie:Gestorben 1714 ja:アン (イギリス女王)

1665

Ereignisse

Weltgeschehen


- 23. März: Entdeckung des Saturnmondes Titan (Mond)
- Beginn der Pestepidemie in London
- Robert Hooke veröffentlicht seine Vorstellungen von der Wellennatur des Lichts. In seiner Micrographica beschreibt er die Erklärung des Verschwimmens von Objekten in heißer Luft als Brechung an Luftschichten unterschiedlicher Dichte
- Entdeckung der Roten Blutkörperchen durch den Leibarzt des Papstes
- Großes Feuer von London
- In Frankreich erscheint mit dem „Journal de Scavans“ die erste Zeitschrift

Geboren


- 6. Februar: Anne Stuart, Königin von Großbritannien und Irland († 1714)
- 2. April: Christoph I. von Dohna-Schlodien, brandenburgisch-preußischer General
- 15. Oktober: Franz Joachim Beich, deutscher Maler
- Antonio Lotti, italienischer Komponist

Gestorben


- 12. Januar: Pierre de Fermat, französischer Mathematiker und Jurist (
- 1601)
- 16. FebruarStefan Czarniecki, polnischer General und Hetman (
- 1599)
- 15. März: Christian Ludwig (Braunschweig-Lüneburg), Herzog des Fürstemtums Lüneburg (
- 1624)
- 25. Juni: Sigmund Franz (Tirol), von 1662 bis 1665 Landesfürst von Tirol (
- 1630)
- 17. September: Philipp IV. (Spanien), König von Spanien, Neapel und Sizilien und als Philipp III letzter Habsburger König von Portugal (
- 1605) ko:1665년

St. James's Palace

St. James's Palace war bis 1837 die offizielle Londoner Residenz des jeweiligen britischen Monarchen. Er ist heute noch der offizielle Verwaltungssitz des königlichen Hofes. Hier werden die Botschafter von Großbritannien akkreditiert. Auch die Proklamation eines neuen Monarchen findet hier statt. Das Gebäude wurde in der Zeit von 1532 bis 1540 durch Heinrich VIII. errichtet. Heute wird der Palast vom Prince of Wales und anderen Verwandten der Queen bewohnt. Der frühere Sitz der britischen Königinmutter, Clarence House, liegt innerhalb der Palastmauern. Das Anwesen wird nur durch den St. James's Park vom Buckingham Palast getrennt.

Touristisches

Ein interessantes Schauspiel ist die Wachablösung am Palast. In den Sommermonaten April bis Juli findet diese täglich, ansonsten alle zwei Tage statt. Um das interessante Ereignis aus der Nähe betrachten zu können, sollte man sich rechtzeitig vor der Palast einfinden, da hierfür keine Karten verkauft werden. Seit 1660 sind die Household troops (Gardetruppen) für die Bewachung der königlichen Paläste zuständig. Nachdem Queen Victoria 1837 in den Buckingham Palast umzog, teilten sich die Truppen auf. Eine Garde verblieb am St James's Palast, die andere folgte der Queen zum Buckingham Palast. So marschiert auch heute noch ein Teil der Garde um 11.15 durch den St James's Park zum Buckingham Palast und kehrt um 12.05 Uhr zum St. James's Palace zurück. Die Wachablösung findet allerdings nur an den Tagen statt, an denen auch die Buckingham Palace Wache abgelöst wird. Kategorie:Palast in London

1. August

Der 1. August ist der 213. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 214. in Schaltjahren) - somit bleiben 152 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 527 - Justinian I. wird byzantinischer Kaiser.
- 762 - Kalif al-Mansur erhebt Bagdad zur Hauptstadt des Kalifats.
- 1291 - Mythos: Gründung der Schweiz (Rütli-Schwur, Nationalfeiertag).
- 1619 - Die ersten Sklaven kommen in Jamestown (Virginia) an.
- 1664 - Graf Raimund von Montecuccoli besiegt in der Schlacht bei Mogersdorf ein türkisches Heer unter Achmed Köprülü.
- 1714 - Kurfürst Georg Ludwig von Hannover wird britischer König (Georg I.).
- 1834 - Großbritannien entläßt die Sklaven in die Freiheit.
- 1838 - Krönung von Königin Viktoria I. von England.
- 1844 - Eröffnung des Berliner Zoos - der erste Zoo Deutschlands (der 9. in Europa).
- 1855 - Erstbesteigung der Dufourspitze, des höchsten Bergs der Schweiz, durch eine Seilschaft unter der Leitung von Charles Hudson.
- 1914 - Das Deutsche Reich erklärt Russland den Krieg.
- 1919 - Ende der ungarischen Räterepublik.
- 1929 - Das preußische Gesetz zur kommunalen Neuordnung tritt in Kraft. Die Stadt Barmen-Elberfeld wird durch Vereinigung von Barmen und Elberfeld gegründet und ein Jahr später in Wuppertal umbenannt. Die Stadtkreise Duisburg und Hamborn werden zur Stadt Duisburg-Hamborn vereinigt.
- 1936 - Eröffnung der XI. Olympische Spiele in Berlin
- 1941 - Der erste Jeep wird produziert.
- 1943 - Das von Japan besetzte Birma erklärt Großbritannien und den USA den Krieg und proklamiert die staatliche Unabhängigkeit.
- 1944 - Anne Frank macht den letzten Eintrag in ihr Tagebuch.
- 1944 - Aufstand der polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzungstruppen im besetzten Warschau (Warschauer Aufstand).
- 1944 - Neuer Reichspräsident in Finnland wird Carl Gustaf von Mannerheim.
- 1945 - Die Frankfurter Rundschau erscheint als die erste Lizenzzeitung im Deutschland der Nachkriegszeit.
- 1953 - Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung.
- 1955 - In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestrahlt.
- 1960 - Benin, das damalige Dahomey, erhält die Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1960 - Ingrid Pedersen überfliegt in einer einmotorigen Cessna als erste Frau den Nordpol.
- 1966 - bei einem Amoklauf erschießt Charles Whitman 15 Menschen von der Aussichtsplattform im Turm der Universität Texas in Austin aus, bevor er selbst von der Polizei erschossen wird.
- 1975 - OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki: Gründung der KSZE und Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki.
- 1976 - In Wien stürzt die Reichsbrücke ein.
- 1984 - Beginn der Sanktonierung gegen nicht angeschnallte Autofahrer („Gurtmuffel“) in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1990 - Schelju Schelew wird Staatspräsident Bulgariens.
- 1994 - Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft).
- 1998 - In den deutschsprachigen Ländern tritt die Rechtschreibreform in Kraft.
- 2000 - Mosche Katsav wird als erster Likud-Politiker Staatspräsident von Israel.
- 2001 - Mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft werden gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland erstmals rechtlich anerkannt.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik


- 1930 - Erste Fernsehempfangsgeräte sind auf der 7. Großen Deutschen Funkausstellung in der Vorführphase.
- 1972 - Das mit 100 m Durchmesser bis 2000 größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen.

Kultur


- 1981 - MTV geht in New York City auf Sendung.

Religion

Katastrophen


- 1948 - Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückt über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord.
- 1990 - Eine aus Eriwan, Armenien kommende Jakowlew Jak-40 der Aeroflot prallt beim Anflug auf Stepanakert, Nagorny-Karabach bei schlechter Sicht gegen einen Berg. Keiner der 47 Insassen überlebt.
- 2004 - Beim Brand eines Supermarktes in Asuncion (Paraguay) sterben 215 Menschen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1922 - Als erste Sport-Rundfunkreportage wird das Autorennen in Brooksland (USA) live übertragen.
- 1987 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Hilton Hotel, Las Vegas durch Sieg nach Punkten.
- 1976 - Niki Lauda verunglückt am Nürburgring schwer.

Geboren


- 10 v. Chr. - Claudius, römischer Kaiser
- 126 - Pertinax, römischer Kaiser
- 1377 - Go-Komatsu, 100. Kaiser von Japan
- 1495 - Jan van Scorel, niederländischer Maler
- 1500 - Johann Rivius, deutscher Pädagoge und Theologe
- 1685 - Pier Giuseppe Sandoni, italienischer Komponist
- 1714 - Richard Wilson, britischer Maler
- 1744 - Jean-Baptiste de Lamarck, französischer Naturforscher
- 1770 - William Clark, amerikanischer Entdecker
- 1779 - Francis Scott Key, US-amerikanischer Lyriker
- 1779 - Lorenz Oken, deutscher Naturforscher
- 1782 - Eugen von Mazenod, katholischer Heiliger
- 1802 - Karl Uschner, deutscher Übersetzer antiker Dichtungen
- 1818 - Maria Mitchell, US-amerikanische Astronomin
- 1819 - Herman Melville, US-amerikanischer Autor
- 1858 - Hans Rott, österreichischer Komponist
- 1863 - Gaston Doumergue, französischer Präsident
- 1865 - Alfred Hoche, deutscher Psychiater
- 1881 - Rose Macauley, britische Schriftstellerin
- 1881 - Otto Toeplitz, deutsch-jüdischer Professor der Mathematik
- 1882 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1885 - George de Hevesy, ungarischer Physiochemiker
- 1889 - Walther Gerlach, deutscher Physiker
- 1891 - Enrique Mario Casella, argentinischer Komponist
- 1891 - Karl Kobelt, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1893 - Alexandros I., König von Griechenland
- 1894 - Ottavio Bottecchia, italienischer Radrennfahrer
- 1898 - Morris Stoloff, US-amerikanischer Musiker und Bandleader
- 1907 - Marga von Etzdorf, deutsche Pilotin
- 1908 - William Ling, englischer Fußball-Schiedsrichter
- 1913 - Bhagwan, indischer Sektengründer
- 1913 - Heinz Ellenberg, deutscher Biologe, Botaniker, Landschaftsökologe
- 1915 - Hann Trier, deutscher Maler, unter anderem des Informel, und Grafiker
- 1918 - Artur „Atze“ Brauner, deutscher Filmproduzent
- 1922 - Hans Löfflad, deutscher Politiker
- 1924 - Georges Charpak, französischer Physiker
- 1925 - Ernst Jandl, österreichischer Schriftsteller
- 1926 - Theo Adam, deutscher Sänger
- 1929 - Josef Homeyer, Bischof von Hildesheim
- 1930 - Lionel Bart, britischer Komponist
- 1930 - Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 1933 - Dom DeLuise, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Ko Ûn, koreanischer Dichter und Schriftsteller
- 1934 - Oskar Negt, deutscher Sozialphilosoph
- 1936 - Yves Saint Laurent, französischer Modedesigner
- 1938 - Bernward Vesper, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Horst Herrmann, deutscher Kirchenkritiker
- 1942 - Claes-Håkan Ahnsjö, schwedischer Tenor
- 1942 - Jerry Garcia, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Geoff Britton, britischer Musiker
- 1945 - Douglas D. Osheroff, US-amerikanischer Physiker
- 1946 - Peter F. Bringmann, deutscher Regisseur
- 1946 - Boz Burell, britischer Musiker
- 1947 - Rick Coonce, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Ditmar Staffelt, deutscher Politiker
- 1950 - Roy Williams, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1952 - Zoran Đinđić, serbischer Politiker
- 1953 - Robert Cray, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Michael Badnarik, US-amerikanischer Software-Ingenieur und Politiker
- 1956 - Axel Milberg, deutscher Schauspieler
- 1957 - Beate Merk, deutsche Politikerin
- 1957 - Klaus Brähmig, deutscher Politiker
- 1959 - Peter-Martin Schmidt, Generalvikar im Bistum Fulda
- 1960 - Chuck D, US-amerikanischer Rapper
- 1960 - Ann-Kathrin Linsenhoff, deutsche Dressurreiterin
- 1960 - Joe Elliot, britischer Sänger
- 1963 - Coolio, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 1965 - Sam Mendes, britischer Regisseur
- 1968 - Marco Börries, deutscher Unternehmer
- 1970 - Fabio Casartelli, italienischer Radrennfahrer
- 1974 - Enie van de Meiklokjes, deutsche TV-Moderatorin
- 1979 - Sascha Bäcker, deutscher Fußballspieler
- 1984 - Bastian Schweinsteiger, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 1137 - Ludwig VI., König von Frankreich 1108-1137
- 1252 - Giovanni Piano Carpini, italienischer Forschungsreisender
- 1348 - Blanca Margarete von Valois, erste Ehefrau des böhmischen Königs Karl I.
- 1443 - Metrophanes II., ökumenischer Patriarch von Konstantinopel
- 1457 - Lorenzo Valla, italienischer Humanist und Kanoniker
- 1464 - Cosimo de Medici, florentiner Politiker
- 1546 - Peter Faber, Mitbegründer der Jesuiten
- 1562 - Virgilius Solis, deutscher Zeichner und Kupferstecher
- 1580 - Albrecht Giese, Danziger Ratsherr und Diplomat
- 1580 - Everard Mercurian, Jesuit
- 1589 - Heinrich III., König von Frankreich
- 1589 - Jacques Clément, Dominikanermönch, der den französischen König Heinrich III. erstach
- 1714 - Anne Stuart, Königin von England und Schottland und von Irland
- 1787 - Alfonso Maria de Liguori, italienischer Jurist, Bischof und Ordensgründer
- 1798 - Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral
- 1798 - François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral
- 1815 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1845 - Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona, Oberpräsident von Altona
- 1851 - Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller
- 1861 - Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat
- 1869 - Alexandrine Tinné, niederländische Entdeckerin und Afrikaforscherin
- 1882 - Henry Kendall, australischer Schriftsteller
- 1884 - Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1895 - Heinrich von Sybel, deutscher Historiker
- 1907 - Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro, portugiesischer Politiker
- 1911 - Konrad Duden, deutscher Gymnasiallehrer, Herausgeber des Duden
- 1913 - Lesja Ukrainka, ukrainische Dichterin, Dramaturgin und Übersetzerin
- 1935 - Alfred Müller, Ethnologe, Autor, Realschuldirektor
- 1935 - Hellmut von Gerlach, deutscher Politiker und Publizist
- 1940 - Hugo Lederer, Bildhauer
- 1944 - Antoine de Saint Exypéry vermisst, französischer Schriftsteller
- 1959 - Jean Behra, französischer Rennfahrer
- 1968 - Anton Hoppe, deutscher Politiker
- 1970 - Frances Farmer, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Otto Heinrich Warburg, deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe
- 1973 - Gian Francesco Malipiero, italienischer Komponist und Musikwissenschaftler
- 1973 - Walter Ulbricht, Politiker (SED) und Staatsmann, Staatsratsvorsitzender der DDR
- 1974 - Alois Hundhammer, deutscher Politiker, Minister und stellvertretender Ministerpräsident
- 1974 - Ildebrando Antoniutti, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1977 - Francis Gary Powers, US-amerikanischer Pilot
- 1979 - Ethelbert Stauffer, protestantischer Theologe
- 1980 - Patrick Depailler, französischer Formel 1-Rennfahrer
- 1981 - Paddy Chayefsky, US-amerikanischer Autor
- 1982 - Otto Bayer, deutscher Chemiker
- 1984 - Paul Le Flem, französischer Komponist
- 1985 - Alois Carigiet, schweizerischer Zeichner
- 1986 - Robert Wolfgang Schnell, deutscher Schriftsteller
- 1987 - Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms
- 1990 - Norbert Elias, deutsch-britischer Soziologe, Philosoph und Dichter
- 1996 - Mohammed Farah Aidid, Führer des somalischen Habr Gidr-Klans
- 1996 - Tadeus Reichstein, schweizer Chemiker
- 1997 - Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist
- 2000 - Karl Reinthaler, österreichischer Politiker
- 2003 - Guy Thys, belgischer Fußball-Nationaltrainer
- 2003 - Marie Trintignant, französische Schauspielerin
- 2004 - Madeleine Robinson, französische Schauspielerin
- 2005 - König Fahd von Saudi Arabien
- 2005 - Constant, niederländischer Maler und Bildhauer

Feier- und Gedenktage


- Schweizer Nationalfeiertag zum Gedenken an den (Rütli-Schwur von 1291)
- Nationalfeiertag in Benin (Unabhängigkeitstag von 1960)
- Katholische Kirche: Alfons - Gebotener Gedenktag für Alfonso Maria de Liguori, Kirchenlehrer und Schutzpatron der Beichtväter und Moraltheologen

Siehe auch


- 31. Juli - 2. August
- 1. Juli - 1. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0801 als:1. August ja:8月1日 ko:8월 1일 simple:August 1 th:1 สิงหาคม

Kensington Palace

Der Kensington Palace (deutsch: Kensington-Palast) ist ein wichtiges Gebäude in der Geschichte der britischen Monarchie. Der von Sir Christopher Wren umgestaltete Palast war früher privater Landbesitz und wurde im Jahr 1689 von Mary II. und Wilhelm III. ausgebaut, um im Winter nicht die Feuchtigkeit der Whitehall ertragen zu müssen. In den nächsten 70 Jahren wurde der Palast immer wichtiger für das gesellschaftliche und politische Leben des Landes. In der Lebenszeit von George I. und George II. wurde das Anwesen verschwenderisch mit Prunkgemächern ausgestattet und erhielt eine herausragende Möbel- und Gemäldesammlung. Besonders bekannt sind vor allem die aufwendigen Deckenverzierungen von William Kent. Nachdem George II. im Jahr 1760 plötzlich starb, verlor das Gebäude immer mehr an Bedeutung. Bis heute lebte nie wieder ein regierender Monarch hier. Prinzessin Viktoria wurde 1819 im Kensington-Palast geboren. Im Juni 1837 ereignete sich wieder ein geschichtsträchtiges Ereignis im Palast: Prinzessin Viktoria, die damalige Bewohnerin, erwachte als neue Königin Englands. Daraufhin zog sie sofort in den Buckingham-Palast um. Im Jahr 1912 wurde der Palast erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es fand eine Ausstellung über Reliquien und andere Gegenstände der City of London statt, die an nur einem Tag mehr als 13.000 Besucher begeistern konnte. Heute kann man die Ausstellungsstücke im Museum of London bewundern. Prinzessin Diana lebte von 1981 bis zu ihrem Tod 1997 im Palast. Die Hauptausstellung des Jahres im Kensington Palace ist "The Queen's Working Wardrobe" - Die Arbeitskleidung von Königin Elisabeth II., 1945-1972, die Besuchern einen Einblick in die königlichen Kleiderschränke verschafft..

Weblinks


- [http://www.kensingtonpalace.org.uk www.kensingtonpalace.org.uk] Kategorie:Palast in London ja:ケンジントン宮殿

England

England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.

Geografie

England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.

Politik

Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution). Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.

Heraldik

Liste der britischen Premierminister Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund. Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.

> Konstitutionelle Demokratie

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Englands

Sport

Siehe: Fußball in England, Rugby, Cricket, Snooker, Fernwanderwege (Vereinigtes Königreich) Können nicht Fußball spielen, obwohl sie es erfunden haben.

Verwaltungsgliederung

Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)

Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands

Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung

Traditionelle Grafschaften Englands Traditionelle Grafschaften Englands Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs) 1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung. Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar. Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.

Großstädte

Verwaltungsgrafschaften Englands In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet. Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town". Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann. Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands). Siehe auch: Greater London, Unitary Authority Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200) Kultur

Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.

Weblinks

als:England ja:イングランド ko:잉글랜드 ms:England simple:England th:แคว้นอังกฤษ zh-min-nan:England

Irland (Insel)

Irland ist die westliche, kleinere Insel der beiden großen nordwesteuropäischen Inseln, welche generell, jedoch nicht unumstritten, als die Britischen Inseln bekannt sind. Sie ist ca. 450 km lang und ca. 260 km breit und liegt im Atlantik bei . Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84 421 km². Man bezeichnet Irland auch als die "Grüne Insel". Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire. Der lateinische Name lautet Hibernia. Auf der Insel liegen die Republik Irland und Nordirland, welches Teil des Vereinigten Königreichs bildet. Irland wurde im Mittelalter in vier (zeitweise fünf) Provinzen (engl. province, ir. cúige) eingeteilt: Ulster im Norden, Connacht (früher geläufige englische Schreibung: Connaught) im Westen, Munster im Südwesten und Leinster im Südosten und Osten. Die Provinzen waren in der Vorzeit wichtige Regionen sind aber seit langer Zeit politisch bedeutungslos, jedoch fühlen sich viele Iren "ihrer" Provinz zutiefst zugehörig. Heute sind die Provinzgrenzen im Allgemeinen entlang der Grafschaftsgrenzen gezogen:
- Ulster stimmt bis auf die Grafschaften (engl. county, ir. condae) Donegal, Cavan und Monaghan mit Nordirland (Sechs Grafschaften: Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Derry und Tyrone), überein.
- Connacht umfasst die Grafschaften Galway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon.
- Munster setzt sich aus Cork, Kerry, Limerick, Clare, Tipperary und Waterford zusammen.
- In Leinster liegt die Hauptstadt der Republik Irland Dublin, die gleichzeitig auch eine eigene Grafschaft bildet. Weiterhin sind in Leinster die Grafschaften Wexford, Carlow, Kilkenny, Wicklow, Kildare, Offaly, Laois, Meath, Westmeath, Longford und Louth vertreten.

siehe auch

Portal Irland

Weblinks


- http://www.irish-net.de/
- http://www.irishtourist.com
- [http://home.versanet.de/~jleine/index.htm Sehr umfangreiche Linksammlung über Irland]
- http://www.irland-inside.de/
- http://irland-fahrt.de/
- http://www.irland-photos.com/
- http://www.europaserviceba.de/ Generelle Informationen zu Arbeiten in Irland
- [http://www.irland-reise.org/ Webseite über Irland aus der Sicht eines deutschen Auswanderers] Kategorie:Insel (Irland) ja:アイルランド島 ko:아일랜드 섬 simple:Ireland th:ไอร์แลนด์

1707

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Johann V. wird König von Portugal
- 29. März: Wilhelm Hyacinth, Prinz von Oranien und Regent von Nassau-Siegen, wird von der Bevölkerung von Siegen aus der Stadt und dem Amt gejagt
- 1. Mai: Act of Union: Durch die Vereinigung der Königreiche England (mit dem Fürstentum Wales 1536) und Schottland entsteht das Königreich von Großbritannien
- 1. September: Altranstädter Konvention

Katastrophen


- 22. Oktober: Strandung von 4 Schiffen eines Geschwaders der Royal Navy unter Admiral Sir Clowdisley Shovell auf den Scilly Inseln wegen Navigationsfehlern. Über 1600 Tote, 26 Überlebende

Geboren


- 20. Januar: Friedrich Ludwig, Prinz von Wales († 1751)
- 25. Februar: Carlo Goldoni, italienischer Dramatiker († 1793)
- 28. Februar: Johann Christian Senckenberg, Arzt und Naturforscher
- 1. April: Franz de Paula Penz, Pfarrer und Kirchenbaumeister († 1772)
- 4. April: Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General und der Intimfreund Friedrich II. († 1757)
- 15. April: Leonhard Euler, Schweizer Mathematiker († 1783)
- 22. April: Henry Fielding, britischer Schriftsteller († 1754)
- 23. Mai: Carl von Linné, schwedischer Botaniker und Taxonom († 1778)
- 17. Juli: Johann Joseph Graf von Trautson, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal († 1757)
- 4. August: Johann August Ernesti, Deutscher Theologe und Philologe († 1781)
- 25. August: Ludwig (Spanien), im Jahr 1724 König von Spanien († 1724)
- 3. September: Johann Peter Süßmilch, deutscher Pfarrer und Statistiker († 1767)
- 7. September: Georges Louis Leclerc Graf von Buffon, französischer Naturforscher († 1788)
- 1. November: Giuseppe Bonito, italienischer Maler († 1789)
- 2. November: Johann Julius Hecker, Begründer des ersten preußischen Lehrerseminars († 1768)
- Johann Nikolaus Tischer, deutscher Komponist († 1774)
- Charles Wesley
- Johann Baptist Georg Neruda

Gestorben


- 4. Januar: Ludwig Wilhelm (Baden), war der siegreiche kaiserliche Feldherr in den Türkenkriegen (
- 1655)
- 9. März: Jean II. d'Estrées, Marschall und Admiral von Frankreich (
- 1624)
- 30. März: Sébastien Le Prestre de Vauban, französischer General, Festungsbaumeister Ludwigs XIV und Marschall von Frankreich (
- 1633)
- 9. Mai: Dietrich Buxtehude, dänisch-deutscher Organist und Komponist des Barock (
- 1637)
- 17. Mai: Benjamin Raule, holländischer Reeder und kurbrandenburgischer Generalmarinedirektor (
- 1634)
- 27. Mai: Françoise-Athénaïs de Rochechouart de Mortemart, Marquise de Montespan, Mätresse (
- 1640)
- 24. Juni: Kaspar Stieler, deutscher Gelehrter und Sprachwissenschaftler (
- 1632)
- 1. Dezember: Jeremiah Clarke, englischer Komponist (
- um 1674)
- 27. Dezember: Jean Mabillon, Begründer der Historischen Hilfswissenschaften (
- 1632) ko:1707년

England

England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.

Geografie

England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.

Politik

Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution). Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.

Heraldik

Liste der britischen Premierminister Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund. Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.

> Konstitutionelle Demokratie

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Englands

Sport

Siehe: Fußball in England, Rugby, Cricket, Snooker, Fernwanderwege (Vereinigtes Königreich) Können nicht Fußball spielen, obwohl sie es erfunden haben.

Verwaltungsgliederung

Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)

Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands

Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung

Traditionelle Grafschaften Englands Traditionelle Grafschaften Englands Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs) 1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung. Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar. Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.

Großstädte

Verwaltungsgrafschaften Englands In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet. Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town". Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann. Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands). Siehe auch: Greater London, Unitary Authority Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200) Kultur

Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.

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Schottland

Schottland (Gälisch: Alba, lat.-kelt.: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil auf Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden.

Geografie

Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Grossbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den Munros. Die südlich gelegenen Lowlands sind aufgrund des leichteren Zugangs zu diesen Regionen stärker von England geprägt. So ergaben sich die kulturellen Unterschiede in den beiden Gebieten. Die bevölkerungsreichste Gegend ist der sogenannte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Bevölkerung

Die Schotten stammen ethnisch von den Angelsachsen, Kelten und Skandinaviern ab, haben zum Teil aber auch irische Einflüsse. Die meisten sprechen Englisch oder Lowland Scots, auch als 'Lallans', d.h. 'Lowlands' bekannt. Eine Minderheit, größtenteils vertreten auf den westlichen Inseln, spricht noch schottisches Gälisch. Vor der Vereinigung mit England im Jahr 1707 wurde Lowland Scots in den Gerichten und im schottischen Parlament gesprochen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schottlands
- seit ca. 10.000 v. Chr. erste Zuwanderung über die Landbrücke, welche bis etwa 4.000 v.Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verbindet und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwindet. Die frühesten Einwohner sind mesolitische Jäger und Fischer bzw. ab etwa 4.500 v.Chr. einwandernde neolitische Bauern.
- 6.000 v. Chr. Früheste archäologische Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten.
- 82-208 n. Chr. Die Römer marschieren mehrmals in die Region ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft aufrichten. Der Hadrianswall wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut und wird zur endgültigen Nordgrenze von Römisch-Britannien.
- 503 Die Skoten,