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Anne Boleyn

Anne Boleyn

Anne Boleyn (dt.: Anna Boleyn;
- 1501 oder 1507, wahrscheinlich in Blickling/Norfolk; † 19. Mai 1536 in London), war die zweite der sechs Ehefrauen König Heinrichs VIII. von England und Mutter der späteren Königin Elisabeth I. Elisabeth I.

Leben

Jugend

Anne Boleyn entstammte väterlicherseits dem niederen Adel, mütterlicherseits der englischen Hocharistokratie. Ihr Vater war Thomas Boleyn, der als Diplomat Karriere am Hof König Heinrichs VII. machte. Ihre Mutter, Elizabeth Howard, war die Tochter des Herzogs von Norfolk. Anne hatte zwei Geschwister, George und Mary. Als Botschafter bei Margaretes von Österreich, der habsburgischen Statthalterin der Niederlande, gelang es Thomas Boleyn im Jahr 1513, seinen Töchtern als Hofdamen an Margaretes Residenz in Mechelen zu sichern. Beide verbrachten den Rest ihrer Kindheit zunächst in Flandern und anschließend am französischen Königshof, wo Anne Hofdame von Claude de France und Renée de France war. Sie erwarb sich dort eine ausgezeichnete Bildung und vermittelte später europäische Einflüsse in Kleidung und Kultur am englischen Hof.

Am englischen Hof

Ein Jahr nach Mary Boleyn kehrt 1521 auch Anne nach England zurück, wo sie wie zuvor ihre Schwester zur Hofdame Katharinas von Aragón ernannt wurde, der ersten Gemahlin Heinrichs VIII. Der König unterhielt damals eine Liebesbeziehung zu Mary, die er jedoch 1525 beendete. Möglicherweise war er damals schon auf ihre Schwester aufmerksam geworden. Spätestens seit Ende 1526 war Anne Boleyn die Geliebte Heinrichs VIII. Aus den Jahren 1527 und 1528 sind 17 Liebesbriefe des Königs an sie erhalten geblieben. Anne verführte den König systematisch, denn sie wollte nicht irgendwann als abgelegte Geliebte enden, sondern sie war ehrgeizig und ihr Ziel war nicht weniger als die Krone Englands. Da Katharina von Aragon ihrem Mann nicht den gewünschten männlichen Thronfolger schenkte, ließ dieser 1532 seine Ehe - gegen den Willen seiner Frau und ohne Zustimmung des Papstes - für ungültig erklären und heiratete im Mai 1533 Anne Boleyn. Das war bitternötig denn Anne hatte dem König endlich nachgegeben und war bei der Heirat bereits im 5. Monat schwanger. Die Hochzeit mit ihr führte zum Bruch mit der römisch-katholischen Kirche und zur Errichtung der anglikanischen Staatskirche.

Ehe mit Heinrich VIII.

Schon als Geliebte des Königs hatte sie sich viele Feinde gemacht, und es gelang ihr auch als Königin nicht, Verbündete zu gewinnen. Zudem scheint Anna Boleyn den zeitgenössischen Vorstellungen nicht entsprochen zu haben, nach denen von einer Ehefrau ein anderes Verhalten erwartet wurde als von einer Geliebten. Schon bald nach der Hochzeit soll es zu Eifersuchtsszenen und Streitigkeiten zwischen ihr und dem König gekommen sein. Statt Milde gegenüber seiner ersten Tochter Maria walten zu lassen, machte sie sie für ihre immer stärker werdende Unbeliebtheit verantwortlich und demütigte sie, wo sie nur konnte. Nach der Geburt einer Tochter - Elisabeth kam am 7. September 1533 zur Welt - und einer Fehlgeburt (einem Sohn), fiel Anne Boleyn bei Heinrich endgültig in Ungnade. Mit Jane Seymour hatte er bereits die nächste Ehekandidatin ins Auge gefaßt. Ironischerweise war ihr größter Schutz, dass Katharina von Aragon noch lebte, denn Heinrich befürchtete, wenn er die Ehe mit Anne für ungültig erklären würde, wäre die Ehe mit ihr automatisch wieder gültig

Prozess und Hinrichtung

Anne Boleyn wurde des mehrfachen Ehebruchs sowie inzestuöser Beziehungen zu ihrem Bruder angeklagt und 1536 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Kurz vor ihrer Hinrichtung wurde ihre Ehe mit dem König für ungültig erklärt. Dass sowohl die Anklage wegen Ehebruchs als auch die wegen Hochverrats hinfällig war, wenn die Ehe de jure nie bestanden hatte, war nur eine von zahllosen Ungereimtheiten des Prozesses. Zur Hinrichtung seiner Ehefrau am 19. Mai 1536 ließ Heinrich den französischen Henker Jean Rombaud aus St. Omer kommen, einer der wenigen Scharfrichter, die schnell mit dem Schwert statt mit dem Beil töteten. Des weiteren wurde Anne Boleyn nicht kniend, mit dem Kopf auf dem Richtblock, sondern aufrecht stehend hingerichtet. Bereits 11 Tage nach Annes Tod, am 30. Mai 1536, heiratete Heinrich seine dritte Frau, Jane Seymour. In der tat mußte sich Anna Boleyn nicht mit dem Gesicht nach unten auf den Block legen, sondern durfte den Kopf hochhalten. Aber selbstvertständlich kniete sie und stand nicht aufrecht!

Literatur


- Antonia Fraser: Die sechs Frauen Heinrichs VIII. Claassen Verlag, Berlin 1995 ISBN 3546000811
- Phillipa Gregory: Die Schwester der Königen. Rütten und Loening Verlag, 1. Auflage 2004, ISBN 3-352-00710-1
- Retha M. Warnicke: The Rise and Fall of Anne Boleyn. Cambridge University Press,Cambridge 1989, ISBN 0-521-40677-3
- C. C. Humphreys: Der Fluch der Anne Boleyn. Piper, München 2005, ISBN 3-492-27108-1 ab 26. Oktober 2005 erhältlich
- Anka Muhlstein: Die Gefahren der Ehe- Elisabeth von England und Maria Stuart
- Carolin Mayer: Das Gift der Königin

Weblinks


- [http://www.asn-ibk.ac.at/bildung/faecher/geschichte/maike/frauen/ren20.htm Deutschsprachige Seite zu Anne Boleyn]
- [http://tudorhistory.org/boleyn/ Englischsprachige Seite zu Anne Boleyn] Boleyn Anne Boleyn Anne Boleyn Anne Boleyn Anne Boleyn Anne ja:アン・ブーリン simple:Anne Boleyn

1501

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Eintritt der Kantone Basel (siehe Artikel zur Stadt und zur Landschaft) und Schaffhausen in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- Erste Entdeckung von Ascension
- Ferdinand von Aragonien und Ludwig XII. von Frankreich erobern das Königreich Neapel
- In Schrattenthal entsteht unter der Herrschaft der Eyczinger die erste Buchdruckerei in Niederösterreich

Katastrophen


- Verheerendes Hochwasser im Alpenvorraum und an der Donau. Die Wassermenge in Wien beträgt ca 14.000 m³.

Geboren


- 17. Januar: Leonhart Fuchs, deutscher Pflanzenkundler und Mediziner († 1566)
- 24. Februar: Sixtus Birck, deutscher Dramatiker († 1554)
- 23. März: Pietro Andrea Mattioli, italienischer Arzt und Botaniker
- 6. Mai: Marcellus II., Papst († 1555)
- 18. Mai: Isabella von Österreich, dänische Königin († 1526)
- 24. September: Gerolamo Cardano, italienischer Arzt, Mathematiker und Erfinder († 1576)
- 1. Oktober: Wolfgang zu Stolberg, deutscher Politiker († 1552)
- 4. November: Pietro Bertani, Kardinal der römisch katholischen Kirche († 1558)
- 14. November: Anna, Regentin in Ostfriesland († 1575)

Gestorben


- 28. September: Jean Cordier, Sänger (
- 1440) ko:1501년

19. Mai

Der 19. Mai ist der 139. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 140. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 226 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1536 - Die zweite Ehefrau des britischen Königs Heinrich VIII. Anne Boleyn (Mutter von Elisabeth I.) wird hingerichtet.
- 1780 - Dark Day in New England
- 1804 - Napoléon ernennt als Kaiser 18 Reichsmarschälle und führt den 1793 abgeschafften Titel wieder ein.
- 1935 - Deutschland. Zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg wird das erste Teilstück der Reichsautobahn eröffnet.
- 1948 - Deutscher Schriftstellerkongress zur 1848-Jahrfeier in der Paulskirche zu Frankfurt.
- 1950 - Costa Rica wird Mitglied in der UNESCO.
- 1969 - Helmut Kohl (CDU) wird Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.
- 1974 - In Frankreich wird Valery Giscard d'Estaing (50,8%) vor François Mitterrand (49,1%) zum Staatspräsidenten gewählt.
- 1983 - In Frankreich werden 41 Fässer mit dioxinverseuchtem Schlamm aus der Katastrophe im italienischen Seveso gefunden
- 1983 - Ein Untersuchungsausschuss zur Flick-Spendenaffäre wird auf Antrag der SPD eingesetzt.
- 2000 - Putsch auf den Fidschi-Inseln. Staatspräsident Ratu Sir Kamisese Mara erklärt den Ausnahmezustand.

Wirtschaft


- 1993 - Heide Simonis wird Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein und damit die erste Ministerpräsidentin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Wissenschaft, Technik


- 1909 - Der Simplontunnel wird in Brig eingeweiht
- 1910 - Der Halleysche Komet passiert die Erde.
- 2004 - Das Landgericht München bestätigt, als erstes Gericht auf der Welt, die Rechtswirksamkeit der GNU General Public License

Kultur


- 1792 - Uraufführung der Komödie Les Deux Sous-lieutenants ou Le Concert interrompu von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1842 - Uraufführung der Oper Linda di Chamounix von Gaetano Donizetti am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1967 - Uraufführung der Oper Bomarzo von Alberto Ginastera am Lisner Auditorium in Washington (D.C.)

Religion

Katastrophen


- 1314 - Die ganze schwedische Stadt Visby brennt ab.
- 1993 - Kolumbien. Auf dem Weg nach Medellin prallt eine Boeing 727 der SAM Colombia 40 km südöstlich des Flughafens bei schlechtem Wetter gegen einen Berg. Alle 133 Menschen an Bord sterben.
- 1997 - Bangladesch. Schwerer Wirbelsturm. Über 500 Tote, tausende Verletzte und etwa 2,5 Mio. Obdachlose.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2001 - Der FC Bayern München gewinnt im dramatischsten Finale der Fußball-Bundesliga Geschichte die Deutsche Meisterschaft.

Geboren


- 1593 - Jacob Jordaens, flämischer Maler
- 1611 - Innozenz XI., Papst ab 1676
- 1683 - Burkhard Christoph Graf von Münnich, russischer Generalfeldmarschall und Politiker
- 1762 - Johann Gottlieb Fichte, deutscher Philosoph
- 1767 - Sir George Prevost, britischer General und Gouverneur von Kanada
- 1771 - Rahel Varnhagen, deutsche Schriftstellerin
- 1782 - Michail Woronzow, russischer Offizier und Politiker
- 1795 - Johns Hopkins, amerikanischer Geschäftsmann und Philanthrop
- 1849 - Adrien Lachenal, Schweizer Politiker und Bundespräsident
- 1860 - Vittorio Orlando, italienischer Politiker
- 1861 - Nelly Melba, australische Sopran-Sängerin
- 1862 - João do Canto e Castro, portugiesischer Admiral und Staatspräsident
- 1879 - Nancy W. Astor, britische Politikerin
- 1881 - Kemal Atatürk, Staatsgründer und erster Präsident der Republik Türkei
- 1885 - Paul Bildt, deutscher Schauspieler
- 1890 - Ho Chi Minh, kommunistischer Revolutionär und Präsident von Nordvietnam
- 1896 - Jorge Alessandri, chilenischer Politiker
- 1897 - Frank Capra, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1898 - Julius Evola, italienischer Kulturphilosoph
- 1906 - Gerd Bucerius, deutscher Verleger und Politiker
- 1907 - Heinrich Eckstein, deutscher Politiker und MdB
- 1908 - Rolf Dahlgrün, deutscher Politiker, MdB und Bundesfinanzminister
- 1910 - Nathuram Godse, Mörder von Mahatma Gandhi
- 1914 - Max Ferdinand Perutz, britischer Chemiker und Nobelpreisträger 1962
- 1918 - Abraham Pais, niederländischer Physiker
- 1921 - Daniel Gélin, französischer Schauspieler
- 1923 - André Kaminski, Schweizer Schriftsteller
- 1923 - Reinhard Raffalt, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1925 - Malcolm X, US-amerikanischer Bürgerrechtler
- 1926 - Peter Zadek, deutscher Regisseur
- 1927 - Serge Lang, US-amerikanischer Mathematiker
- 1927 - Varkey Vithayathil, Großerzbischof von Ernakulam-Angamaly und ein Kardinal
- 1928 - (vermutlich) - Pol Pot, kambodschanischer Staatsführer
- 1930 - Loraine Hansberry, US-amerikanische Dramatikerin
- 1932 - Alma Cogan, englische Schlagersängerin
- 1935 - Fritz Rudolf Fries, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1939 - Livio Berrutti, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1939 - Tomasz Sikorski, polnischer Komponist
- 1940 - Frank Lorenzo, US-amerikanischer Manager
- 1940 - Jan Janssen, niederländischer Radrennfahrer
- 1940 - Mickey Newbury, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Doris Nefedov, deutsche Sängerin
- 1942 - Hans-Jürgen Ewers, Präsident der TU Berlin
- 1945 - Pete Townshend, britischer Musiker
- 1946 - Michele Placido, italienischer Regisseur und Schauspieler
- 1947 - Barbara Schöne, deutsche Schauspielerin
- 1947 - Džemaludin Alić, bosnischer Schriftsteller
- 1947 - David Helfgott, australischer Pianist
- 1947 - Jerry Hyman, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Mike Wedgewood, britischer Musiker
- 1950 - Romoe Challenger, britischer Musiker
- 1950 - Kirsten Boie, deutsche Schriftstellerin
- 1951 - Joey Ramone, US-amerikanischer Sänger
- 1952 - Barbara Joyce Lomas, US-amerikanische Sängerin
- 1952 - Bert van Marwijk, niederländischer Fußballtrainer
- 1952 - Grace Jones, jamaicanische Schauspielerin und Sängerin
- 1955 - Steve George, US-amerikanischer Musiker
- 1955 - Werner Kuhn, deutscher Politiker
- 1956 - Martyn Ware, britischer Musiker
- 1958 - István Bubik, ungarischer Schauspieler
- 1959 - James Gosling, einer der Schöpfer der Programmiersprache Java
- 1962 - Ulrich Borowka, ehemaliger Fußballspieler
- 1963 - Yazz, britische Popmusikerin
- 1968 - Theo de Raadt, Programmierer aus der OpenSource-Szene
- 1969 - Thomas Vinterberg, dänischer Filmregisseur
- 1971 - Alois Vogl, deutscher Skiläufer
- 1972 - Rohan Marley, jamaikanischer Schlagzeuger
- 1975 - Adnan Masić, bosnisch-deutscher Fußballspieler
- 1976 - Kevin Garnett, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1981 - Sina Schielke, deutsche Leichtathletin

Gestorben


- 804 - Alkuin, Gelehrter und Berater Karls des Großen
- 1296 - Coelestin V., zurückgetretener Papst (Juli-Dezember 1294) und einziger Eremit auf dem Papstthron, Heiliger
- 1303 - Yvonius, bretonischer Theologe, Rechtsgelehrter und Anwalt
- 1389 - Dmitri Donskoi, von 1359-1389 Großfürst von Moskau
- 1526 - Go-Kashiwabara, 104. Kaiser von Japan
- 1536 - Anne Boleyn, Gemahlin von Heinrich VIII.
- 1637 - Isaac Beeckman, holländischer Universalgelehrter
- 1675 - António Luís de Meneses, portugiesischer Feldherr
- 1691 - Jacob Leisler, deutschstämmiger amerikanischer Kolonialist
- 1706 - Simon Rettenpacher, lateinischsprachiger Dramatiker, Lyriker und Chronist
- 1762 - Christoph II. von Dohna-Schlodien, preußischer General
- 1789 - Giuseppe Bonito, italienischer Maler
- 1795 - James Boswell, schottischer Schriftsteller und Rechtsanwalt
- 1815 - Oran M. Roberts, 18. Gouverneur von Texas
- 1821 - Henri Franquetot, französischer Höfling und General
- 1825 - Claude-Henri Comte de Saint-Simon, Aristokrat, Offizier und Journalist
- 1837 - Antonio Rolla, italienischer Violinvirtuose
- 1864 - John Clare, englischer Naturdichter
- 1864 - Nathaniel Hawthorne, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1885 - William Huntington Russell, Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones
- 1895 - José Martí, kubanischer Nationaldichter und Symbol für den Unabhängigkeitskampf
- 1896 - Erzherzog Karl Ludwig, Adliger, Bruder des Kaisers Franz Joseph I.
- 1898 - William Ewart Gladstone, britischer Politiker
- 1907 - Benjamin Baker, englischer Bauingenieur
- 1912 - Boleslaw Prus, polnischer Schriftsteller
- 1914 - Thomas Koschat, österreichischer Komponist und Chorleiter
- 1918 - Ferdinand Hodler, Schweizer Maler
- 1928 - Max Scheler, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1933 - Rudolf Tarnow, plattdeutscher Schriftsteller
- 1935 - Thomas E. Lawrence, britischer Geheimagent und Archäologe
- 1938 - Adolf Schlatter, evangelischer Schweizer Theologe
- 1939 - Karl Radek, russischer Politiker und Journalist
- 1947 - John Heijning, niederländischer Fußballspieler
- 1954 - Charles Ives, US-amerikanischer Komponist klassischer Musik
- 1956 - Otto Pannenbecker, deutscher Politiker und MdB
- 1958 - Ronald Colman, britischer Schauspieler
- 1958 - Wilhelm Mellies, deutscher Politiker und MdB
- 1959 - Friedrich Funder, Herausgeber der Wiener Tageszeitung Reichspost
- 1961 - Richard Kuöhl, deutscher Bildhauer
- 1962 - Gabriele Münter, Malerin des Expressionismus
- 1965 - Maria Dabrowska, polnische Schriftstellerin
- 1969 - Coleman Hawkins, US-amerikanischer Musiker
- 1969 - Eberhard von Mackensen, deutscher General
- 1971 - Tor Johnson, schwedischer Catcher und Schauspieler
- 1976 - Jeanette Wolff, deutsche Politikerin
- 1981 - Erich Fiedler, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1982 - Reinhard Karl, deutscher Alpinist, Fotograf und Schriftsteller
- 1984 - Otto Rombach, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1985 - Hilding Rosenberg, schwedischer Komponist und Dirigent
- 1994 - Jacqueline Kennedy Onassis, Ehefrau von John F. Kennedy und Aristoteles Onassis
- 1994 - Luis Ocaña, spanischer Profi-Radfahrer
- 1996 - Georgi Filippowitsch Baidukow, sowjetischer Pilot und Autor
- 1997 - Troy Ruttman, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1998 - Ernst Leverkus, deutscher Motorradjournalist
- 2001 - Eliza Hansen, deutsche Klavierpädagogin, Pianistin und Cembalistin
- 2001 - Hans Mayer, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- 2002 - John Grey Gorton, australischer Premierminister
- 2003 - Erik Zimen, deutscher Verhaltensforscher
- 2004 - Carl Raddatz, deutscher Film- und Theaterschauspieler
- 2004 - Egon von Neindorff, deutscher Reitsportler
- 2004 - Elvin Ray Jones, US-amerikanischer Musiker
- 2005 - Henry Corden, kanadischer Schauspieler und Sprecherin Zeichentrickfilmen
- 2005 - Paul Schneider-Esleben, deutscher Architekt
- 2005 - Batya Gur, israelische Schriftstellerin

Feier- und Gedenktage


- katholischer Gedenktag der hl. Pudentiana und des hl. Pudens

Siehe auch


- 18. Mai - 20. Mai
- 19. April - 19. Juni
- Mai - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0519 ja:5月19日 ko:5월 19일 simple:May 19 th:19 พฤษภาคม

London

London (engl.: []) ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. In der Stadt leben 7.385.575 Menschen, davon etwa 2,7 Millionen in den zwölf Stadtbezirken von Inner London, in der Agglomeration 10.645.800(Stand jeweils 10. Juni 2005). Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London. London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt. In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen und Baudenkmäler. Das Stadtgebiet von Greater London, welches in Inner- und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in die City of London und weitere insgesamt 32 Stadtbezirke ("London boroughs"), darunter auch die City of Westminster. London ist auch UN-Stadt (IMO).

Geografie

Geografische Lage

IMO London erstreckt sich etwa 40 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 62 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war während vieler Jahrhunderte die einzige Brücke über den Fluss. Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde. Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich (östlich von Greenwich gelegen), wurde in den 1970er Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen. Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums (in der Nähe des Trafalgar Square) sind 51,30 Grad nördlicher Breite und 0,08 Grad westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium (Royal Observatory) in Greenwich wurde der bekannte Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit auch der Zeitzonen.

Klima

Zeitzone London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3° Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9° Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9° Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 753 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 80 Millimeter und der wenigste im Juli mit 44 Millimeter im Mittel. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978, als London geradezu im Schnee versank, sind eine Seltenheit. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Londons Geschichte Londons, im Vordergrund Parliament Square, im Hintergrund das Riesenrad "London Eye"]] Auf dem heutigen Stadtgebiet stand einst eine unbedeutende keltische Siedlung. Etwa um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie von den Römern eingenommen und "Londinium" getauft. Die römischen Siedler bauten eine Brücke über die Themse und nutzten das Lager für die Verschiffung von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten. Unter Kaiser Septimius Severus (146-211) entwickelte sich Londinium schnell zum Handelszentrum der römischen Provinz "Britannia superior". Im Jahre 61 n. Chr. zerstörten die Briten, angeführt von Königin Boudicca (30-61), die Siedlung. Nach deren Wiederaufbau wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. schützende Wallanlagen um die Stadt errichtet. Dennoch büßte sie ihre bedeutende Rolle nach dem Abzug der Römer im Jahre 410 und während der Eroberung Britanniens durch die Angeln und Sachsen vorübergehend ein. Während der Herrschaft der Dänen verwaisten weite Teile Londons. Im Jahre 886 nahmen die Sachsen unter der Führung von König Alfred dem Großen (848-899) die Stadt ein, die seit dem 7. Jahrhundert unter dem Namen "Lundenevic" Hauptstadt der Könige von Essex war. 1066 nahmen die Normannen die Stadt ein. Wilhelm I. (1027-1087) ließ sich nach der siegreichen Schlacht von Hastings als erster König in der Westminster Abbey krönen und bestätigte die besonderen Rechte Londons. In der Folgezeit strebte die Stadt wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit an. Im Jahre 1192 wählten die Einwohner ihr erstes eigenes Stadtoberhaupt, ab 1351 auch einen eigenen Stadtrat. Bis Ende des 14. Jahrhunderts durfte der regierende Monarch das freie und selbstverwaltete London nur mit einer gesonderten Genehmigung betreten. Die Entwicklung der Stadt lag überwiegend in den Händen einer Oberschicht von Kaufleuten, die den englischen Außenhandel als Mitglieder der Hanse (Stalhof) ausbauten. London musste in seiner wechselvollen Geschichte viele Rückschläge hinnehmen. Nachdem im 16. Jahrhundert die Gründung der ersten großen Handelskompanien und der ersten Warenbörse (1570) den wirtschaftlichen Aufstieg vorangetrieben hatte, wurde die Stadt 1664 und 1665 von einer verheerenden Pestwelle ("Great Plague") heimgesucht, die über 70.000 Menschenleben forderte. Im September 1666 verwüstete eine Feuerkatastrophe große Teile der Altstadt. Etwa 13.000 Häuser und 89 Kirchen fielen den Flammen zum Opfer. Nach dem "Großen Brand von London" wurde London in erster Linie nach Entwürfen des Architekten Sir Christopher Wren (1632-1723) wiederaufgebaut. Das Stadtgebiet entwickelte sich weiter nach Westen - in Richtung der Gemeinden Kensington und Chelsea. In den Bezirken am westlichen Stadtrand von London entstanden in der Folgezeit große Plätze, wie die in "Berkeley", "Grosvenor" und "Hanover". Zudem wurden Wasserversorgungsanlagen und Abwassersysteme installiert und die Straßen gepflastert. 1723] Zwischen 1675 und 1711 schuf Christopher Wren sein Hauptwerk, die "St. Paul's Cathedral" mit ihrer 110 Meter hohen Kuppel. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auch Soho mit seinem rechtwinkligen Straßennetz und dem "Soho Square" angelegt. Ein weiteres städtisches Viertel entstand in Westminster. Während des 19. Jahrhunderts wuchs London rapide und errang während des viktorianischen Zeitalters große Bedeutung als Hauptstadt des British Empires. 1851 ist London laut Volkszählung mit 2.651.939 Einwohnern die größte Stadt Europas und das Zentrum der industrialisierten Welt. Hier findet die erste Weltausstellung statt. Während des 2. Weltkrieges, vor allem 1940 und 1941 erlitt London, wie viele andere britische Städte auch, durch Angriffe der deutschen Luftwaffe schwere Verwüstungen. Diese Bombardements gingen mit dem Namen "the blitz" in die Geschichte der Stadt ein. London war gerade deshalb ein so "beliebtes" Ziel, weil die Stadt stark industrialisiert war und die Moral der Bevölkerung gebrochen werden sollte. Die zerstörten Gebäude wurden nach dem Krieg durch moderne Bauten ersetzt. Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 galt auch London, vor allem wegen des Einsatzes britischer Truppen an der Seite der US-Army im Irak, als Ziel möglicher Anschläge islamistischer Terroristen. Am 7. Juli 2005 kam es in der britischen Hauptstadt schließlich zu vier Bombenanschlägen in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus. Die Polizei und die englische Regierung gingen davon aus, dass die Täter aller Wahrscheinlichkeit nach dem Umkreis der islamistischen Terror-Organisation Al-Qaida zuzurechnen sind und britische Staatsbürger mit pakistanischen Wurzeln waren ("Homegrown terrorists"). Die Anschläge forderten 56 Todesopfer und mehr als 700 Verletzte.

Einwohnerentwicklung

London war von 1825 bis 1925 die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, bis sie von New York überholt wurde. Bei der Volkszählung im Jahre 2001 wurden 7.172.036 Einwohner gezählt. London ist traditionellerweise ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, beispielsweise Indien, Pakistan und Bangladesch, eingewandert. Heute stammen etwa zehn Prozent der Bevölkerung vom indischen Subkontinent und etwa fünf Prozent aus der Karibik, ein Prozent sind chinesischer Abstammung. 1,6 Millionen Einwohner sind Muslime. Insgesamt wurden 25,874 Prozent der Bevölkerung außerhalb der Europäischen Union geboren. Das Ballungsgebiet von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 12,6 Millionen Einwohner. Dies sind mehr als in Schottland, Wales und Nordirland zusammen. London ist damit der zweitgrößte Ballungsraum Europas und einer der größten in der Welt. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Nordirland

Politik und Verwaltung

Nordirland Im Jahre 1965 erfolgte die Gründung der Verwaltungsregion Greater London, ein Zusammenschluss der alten County of London mit Middlesex sowie Teilen der Grafschaften Essex, Hertfordshire, Kent und Surrey. Greater London ist unterteilt in 32 London Boroughs und die City of London. Die Boroughs sind für die lokale Selbstverwaltung und den Betrieb der meisten öffentlichen Einrichtungen auf ihrem Gebiet zuständig. Die City of London wird historisch bedingt von der Corporation of London verwaltet. Die Greater London Authority (GLA) koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Boroughs, ist für die strategische Planung zuständig und betreibt öffentliche Einrichtungen, die in der ganzen Stadt tätig sind; dazu gehören die Feuerwehr, die Polizei und der öffentliche Verkehr. Die GLA besteht aus dem Mayor of London (Oberbürgermeister) und der London Assembly (Stadtparlament mit 25 Sitzen), die beide ihren Sitz in der City Hall haben. Der aktuelle Mayor of London ist Ken Livingstone. Nachdem er im Jahre 2000 gegen den offiziellen Labour-Kandidaten angetreten war, wurde er aus der Partei ausgeschlossen, dann allerdings 2004 wieder aufgenommen und im Amt bestätigt. Der Lord Mayor of London, der Bürgermeister der City of London, übt lediglich zeremonielle Funktionen aus. Frühere Verwaltungsbehörden waren die Metropolitan Board of Works (MBW) von 1855 bis 1889, der London County Council (LCC von 1889 bis 1965 und der Greater London Council (GLC) von 1965 bis 1986. Der GLC wurde von Premierministerin Margaret Thatcher aufgelöst, nach politischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und dem GLC-Vorsitzenden Ken Livingstone. 14 Jahren besass London keine übergeordnete Verwaltung; die meisten Aufgaben wurden an die Boroughs übertragen, einzelne direkt an die Zentralregierung. Diese Maßnahme führte zu großen Koordinationsproblemen. Auch nach der Einsetzung der GLA im Jahr 2000 besitzen die Boroughs eine größere Autonomie als noch zu Zeiten der GLC. Die Polizeibehörde der 32 London Boroughs ist der Metropolitan Police Service, besser bekannt unter dem Namen Metropolitan Police oder kurz als "the Met". Die City of London besitzt eine eigene Polizeibehörde, die City of London Police.

Stadtbezirke

Nachfolgend sind die Stadtbezirke von London (London Boroughs) aufgeführt. In Klammern die Einwohnerzahl (Stand: UK Census, 2001).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

City of London Police Das National Theatre der National Theatre Company in South Bank und das Barbican Arts Centre der Royal Shakespeare Company gehören zu den vielen Zentren des professionellen Theaterschauspiels . Das Royal Court Theatre, eine der traditionsreichsten Bühnen in London, ist im Februar 2000 nach vier Jahren Umbauzeit wieder eröffnet worden. Das Royal Opera House in Covent Garden und das Coliseum, in dem die English National Opera Company untergebracht ist, sind die beiden berühmtesten Opernhäuser. Konzerthäuser sind die Barbican, die Royal Festival Hall und die Saint John’s Church in Westminster. Der beliebteste Konzertsaal liegt in der Wigmore Hall hinter der Oxford Street. Im Juni 2002 sind nach umfangreichen Renovierungsarbeiten Teile des 1988 im heutigen Finanzviertel entdeckten römischen Amphitheaters der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. London bietet eine breite Palette an kulturellen Veranstaltungen. Im Londoner Westend sind mehr als ein Dutzend Theater zu Hause. Gespielt wird alles von der Klassik bis zur Moderne. Dort wurde unter anderem Andrew LLoyd Webbers weltberühmtes Musical Cats uraufgeführt. Das Globe Theatre ist eine Rekonstruktion des Freiluftschauspielhauses, das 1599 entworfen wurde. Für dieses Theater schrieb Shakespeare viele seiner größten Stücke. Die Spielzeit läuft von einem Mai bis September mit Produktionen von Shakespeare, seinen Zeitgenossen und von modernen Autoren. The London Palladium ist das wohl berühmteste Londoner Theater. In den 1950er Jahren wurde die, in England, populäre Varieté Show „Sunday Night at the London Palladium“ live im Fernsehen ausgestrahlt. Das Royal Opera House, („Königliches Opern Haus“) in Covent Garden ist eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt. Es ist außerdem die Heimat des Royal Ballet. Weitere bekannte Theater sind das Theatre Royal Haymarket und das Theatre Royal Drury Lane. Am Trafalgar Square befindet sich die Kirche St. Martin-in-the-Fields. Sie wurde in den Jahren 1721 bis 1726 nach den Plänen des Architekten James Gibbs gebaut. In der Kirche finden häufig Konzerte statt; zu den dort auftretenden Orchestern zählen unter anderem die Academy of St. Martin in the Fields und New Trinity Baroque aus den USA. In der Krypta wurde ein Café eingerichtet, in dem manchmal Jazz-Gruppen auftreten. Die Pfarrei beherbergt auch einen der berühmtesten Kirchenchöre der Welt. London beheimatet fünf professionelle Symphonieorchester. Diese sind das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, die Philharmonia und das BBC Symphony Orchestra. Der Höhepunkt eines jeden Jahres ist die von der BBC weltweit übertragene “Last Night of the Proms“ aus der Royal Albert Hall.

Museen

Royal Albert Hall Royal Albert Hall Zu den größten und bekanntesten Museen weltweit zählt das British Museum in Bloomsbury. In ihm befinden sich über sechs Millionen Ausstellungsstücke. Dort kann man sich Sammlungen mit ägyptischen und klassischen Antiquitäten, Schätze aus dem Reich der Sachsen, aber auch zeitgenössischen Artefakte ansehen. Berühmt ist auch der Reading Room, ein kreisrunder Lesesaal, in dem schon Mahatma Gandhi und Karl Marx studierten. Rechtzeitig zum Millennium ist der Queen Elizabeth II Great Court festiggestellt worden. Es ist der größte überdachte Innenhof Europas. Das Victoria and Albert Museum im Stadtteil South Kensington verfügt über eine Sammlung von Kunstschätzen aus aller Welt, darunter Skulpturen, Kleidung und Kostüme, kostbare Porzellan- und Glasgefäße, Möbelstücke und Musikinstrumente. Nahe befinden sich das Science Museum London und die Museen für Geologie und Naturgeschichte auch Naturhistorisches Museum (Natural History Museum). Auf der anderen Seite der Stadt, direkt in der City, liegt das Museum of London, dessen Ausstellungen die Entwicklung Londons von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag zeigt. Die National Gallery am Trafalgar Square besitzt eine vielfältige Gemäldesammlung, die von den frühen Anfängen in Italien bis hin zu Werken von Cézanne und Seurat reicht. Nebenan ist die National-Portrait-Galerie, in der über 9.000 Porträts ausgestellt sind. Im Jahre 1897 ist die Tate Gallery auf der Uferstraße zwischen Chelsea und Westminster eröffnet worden. Sie umfasst die größte Sammlung britischer Gemälde vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gegenüber der Saint Paul’s Cathedral ist im Juni 2000 die Tate Modern, ein Ableger der Tate Gallery, eröffnet worden. Weitere bekannte Mussen und Ausstellungen sind Madame Tussaud's Waxworks, das National History Museum, die Cabinet War Rooms, das Medievel Archery Museum, das Imperial War Museum, Somerset House und in der Baker Street 221B das Sherlock Holmes Museum.

Bauwerke

Somerset House Somerset House Am westlichen Ende von London steht die Saint Paul's Cathedral und am nördlichen Ufer der Themse befindet sich der Tower von London, eine Festung der Normannen, die von Wilhelm dem Eroberer zur Verteidigung seiner neuen Ländereien Ende des 11. Jahrhunderts angelegt wurde. Die in der Nähe gelegene Tower Bridge zählt zu den Wahrzeichen von London. Westlich davon verläuft die London Bridge; sie ist an Stelle der einzigen Brücke errichtet worden, die bis Ende des 18. Jahrhunderts die Themse in der Stadt überquerte. Bekanntester Turm in London ist der 98 Meter hohe Glockenturm, in dem sich Big Ben befindet, die 13. Glocke, die die Stunde schlägt. Er ist ein Teil des Palace of Westminster, dem Sitz des Parlaments. Am nördlichen Ufer der Themse findet man die Docklands, zu denen auch Canary Wharf mit dem Wolkenkratzer 1 Canada Square gehört. Die altertümlichen Inns of Court, der Gerichtsbezirk, in dem sich viele Anwälte und Rechtsberatungsfirmen niedergelassen haben liegen im Westen und Nordwesten der City. Die Fleet Street, früher einmal Sitz der britischen Landespresseagentur, die heute in andere Teile der Stadt umgezogen ist, befindet sich im Westen der City. Den Stadtteil Bloomsbury, den eine berühmte Gruppe literarischer Intellektueller aus den 1920er Jahren dank seiner Nähe zur Universität in London und dem British Museum zu ihren Lieblingsplatz auserkoren hatte, kann man im Nordwesten besuchen. Im Süden von West End liegt der Verwaltungsbezirk Londons, der Regierungsbezirk mit der Whitehall, dem Parlamentssitz (offizieller Name: Palace of Westminster), der St James's Palace (Wohnsitz des Prince of Wales) sowie der Buckingham Palace mit dem Ritual der Wachablösung, die Residenz der Königin in London. Die Stadtbezirke Knightsbridge und Kensington, beides äußerst elegante Wohnviertel besitzen vielen Sehenswürdigkeiten, darunter das Warenhaus von Harrods und die Royal Albert Hall. Der Palast des Erzbischofs von Canterbury (Lambeth Palace) befindet sich im Süden von West End, am anderen Flussufer und in dessen Nähe der South Bank Arts Complex, zu dem auch die Royal Festival Hall gehört. Ganz in der Nähe liegen weitere Wohngebiete, die eng mit der Geschichte verknüpft sind, wie unter anderem Clapham, Dulwich, Greenwich und Wimbledon. Letzteres ist eine der ältesten Siedlungen der Stadt und Greenwich ist Namensgeber für die Greenwich Mean Time. Sie war früher die Hauptuhrzeit, von der die Uhrzeiten in der gesamten Welt berechnet wurden. In Wandsworth befindet sich eines der markantesten und zugleich umstrittensten Wahrzeichen Londons, die Battersea Power Station. Das 1939 in Betrieb genommene Kraftwerk wurde durch das Pink Floyd-Album Animals weltberühmt und soll nun umfangreich restauriert werden. Im Januar 2000 erregte die Eröffnung des London Eye-Riesenrades großes Aufsehen. Die Anlage, die mit einer Höhe von 137 Metern das höchste Riesenrad der Welt ist, sollte bereits zum Jahreswechsel fertig gestellt werden. Aufgrund von Sicherheitsmängeln ist das 35 Millionen Pfund Sterling teure Riesenrad aber erst einige Wochen später in Betrieb genommen worden. Kurz nach dem Bau des Eiffelturms wollte man auch in London einen ähnlichen Turm bauen, den sogenannten Watkins Tower. Allerdings blieb er ein Turmstumpf, der 1907 abgerissen wurde. Der 1950 errichtete Crystal Palace Tower, ein 222 Meter hoher Sendeturm ohne Aussichtsplattform trägt wegen seiner Bauweise den Spitznamen "Londoner Eiffelturm". Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Abbey Road Studios, der Kensington Palace, der Stadtbezirk Covent Garden, der Sitz des Premierministers in Downing Street No. 10, Hampton Court Palace, das Riesenrad London Eye, der Platz Piccadilly Circus, der Stadtteil Soho mit seiner Chinatown, die Temple Church, Westminster Abbey sowie Carnaby Street und Whitehall.

Parks

Whitehall London besitzt eine große Anzahl von luxuriösen Grünanlagen. Über 200 Parkanlagen breiten sich auf rund 220 Quadratkilometern aus. Die Royal Parks waren einst den englischen bzw. britischen Monarchen vorbehalten und wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in öffentlich zugängliche Parkanlagen umgewandelt. Der bekannteste der "Royal Parks" ist der Hyde Park mit der Marble Arch und dem Speakers' Corner, der an die Kensington Gardens angrenzt, ist früher als die „Lunge Londons” bezeichnet worden. Von eleganten Wohngebäuden umgeben, die für den Prinzregenten entworfen wurden, ist der Regent's Park im Norden des West End. Dieser Park umfasst gleichzeitig auch den zoologischen Garten (London Zoo). Mitten im Stadtzentrum befinden sich der Green Park und der St. James's Park. Im Januar 2001 ist der Thames Barrier Park fertig gestellt worden; die Anlage entstand bei den Stauwerken der Themse (Thames Barrier) auf alten Dockanlagen. In den äußeren Stadtbezirken von London befinden sich noch einige weitere ausgedehnte Grünflächen, wie der Greenwich Park, Richmond Park, Bushy Park, Hampstead Heath und die Kew Gardens.

Weltkulturerbestätten

Kew Gardens Die UNESCO hat insgesamt vier Bauwerke bzw. bauliche Ensembles in London zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Diese sind:
- Das Ensemble bestehend aus Palace of Westminster, Westminster Abbey und St. Margaret's Church (1987)
- Tower of London (1988)
- Greenwich Park mit Queens's House, Royal Greenwich Observatory und Royal Naval College (1997)
- Royal Botanic Gardens (2003)

Sport

In London gibt es 13 professionelle Fußballklubs; die meisten sind nach dem Stadtteil benannt, in dem sie ihre Heimspiele austragen. In der Premier League sind folgende Mannschaften vertreten: Arsenal, Charlton Athletic, Chelsea, Fulham, Tottenham Hotspur und West Ham United. In der Football League Championship, der zweithöchsten Spielklasse, spielen Crystal Palace, Millwall und Queens Park Rangers. Im legendären Wembley-Stadion fanden die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 und der Fußball-Europameisterschaft 1996 statt. Sehr beliebt in London ist Cricket. Die Mannschaft des Middlesex County Cricket Club spielt in Lord's, dem berühmtesten Cricketstadion der Welt, welches dem Marylebone Cricket Club gehört, die Mannschaft des Surrey County Cricket Club im Stadion The Oval. In Wimbledon findet jeweils im Juni das wichtigste der Grand Slam-Tennisturniere statt. Im Twickenham-Stadion finden nationale und internationale Rugby-Spiele statt. Im April wird jeweils der London Marathon durchgeführt, einer der beliebtesten Marathonläufe der Welt überhaupt. Mit der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 an die britische Hauptstadt ist London die erste Stadt, welche zum dritten Mal - nach 1908 und 1948 - Austragungsort der Spiele sein wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

1948 1948] In London haben die produzierenden Industriezweige seit vielen Jahren an Bedeutung verloren. Gegenwärtig sind lediglich noch 10 Prozent der Arbeitnehmer in diesem Sektor beschäftigt. Die Druck- und Verlagsindustrie schreibt noch die besten Umsatzzahlen. Sie stellt ein Viertel der oben genannten Arbeitsplätze und hat einen Anteil von einem Drittel an der gesamten Produktion in London. Die High-Tech-Industrie, die auf elektronische und pharmazeutische Erzeugnisse spezialisiert ist, arbeitet erfolgreich mit hohen Umsätzen. Viele der Industriebetriebe, die sich überwiegend in den äußeren Stadtbezirken befinden, tendieren dazu, sich völlig aus London zurückzuziehen. Im Sektor der Leichtindustrie sind Bekleidungswerke und Brauereien vertreten. Über den Hafen von London werden im Gegensatz zu früher nur noch zehn Prozent des Binnen- und Außenhandels Großbritanniens abgewickelt. Seit 1971 ist die wirtschaftliche Wachstumsrate der Stadt mit 1,4 Prozent geringer als die des gesamten Landes in einer Höhe von 1,9 Prozent. Trotzdem weist London eine positive Handelsbilanz auf, was überwiegend auf den Dienstleistungssektor – insbesondere die Bereiche Finanzdienstleistungen und Tourismus – zurückzuführen ist. Jährlich besuchen etwa 20 Millionen Touristen die Stadt. Die Internationale Börse Großbritanniens und der Republik Irland befindet sich in der City of London. Die Aufhebung der Regulierungen, bekannt unter dem Begriff Big Bang, ermöglichte 1986 den Einstieg in die moderne Welt des elektronischen Finanzwesens. Die Warenbörse London Metal Exchange ist die größte der Welt, die Wertpapierböse London Stock Exchange belegt weltweit den dritten Platz hinter New York und Tokio. London ist einer der drei globalen Finanzplätze. Ein anderer Dienstleistungsbereich sind die Versicherungen, denen die Stadt seit über 300 Jahren ihren Wohlstand verdankt. Lloyd's ist die bekannteste Institution, nicht als Versicherungsgesellschaft im eigentlichen Sinn, sondern als eine Börse für Versicherungsverträge. Es ist eine Aktiengesellschaft von Versicherern, die fast jede Art von Versicherungen auf dem internationalen Markt übernimmt. Eine Besonderheit der Londoner Stromversorgung stellte der Einsatz der HGÜ Kingsnorth, der bis heute einzigen innerstädtischen Anlage zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung dar. Diese 1975 in Betrieb genommene Anlage muss sich offenbar nicht sehr bewährt haben und wurde inzwischen stillgelegt.

Verkehr

Alle Verkehrsträger der Stadt (außer den Flughäfen und den Eisenbahnen) werden durch die Verkehrsgesellschaft Transport for London koordiniert und reguliert.

Luftverkehr

Transport for London London ist weltweit das wichtigste Zentrum des internationalen Luftverkehrs. Die fünf Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick, Luton, Stansted und City Airport fertigen jährlich über 120 Millionen Passagiere ab. Heathrow und City Airport befinden sich innerhalb der Grenzen von Greater London, die übrigen außerhalb. Gatwick, Heathrow und Stansted werden durch Airport-Express-Züge mit der Innenstadt verbunden. Daneben existieren in und um London mehrere Flugplätze für privaten und kommerziellen Luftverkehr. Dies sind Northolt Aerodrome, Biggin Hill Airport, Manston Airport und Southend Airport. Von London fand der allerletzte Flug des Überschall-Passagierflugzeugs Concorde statt. Die Maschine mit der Kennung G-BOAF startete am 26. November 2003 unter Leitung von Chefpilot Mike Bannister von London-Heathrow ins Museum nach Filton nahe Bristol.

Eisenbahn

Bristol Das britische Schienennetz ist weitgehend auf London zentriert. Insgesamt acht große Kopfbahnhöfe in der Innenstadt bilden das Zentrum des englischen Bahnnetzes. Diese sind: Charing Cross, Euston, King's Cross, Liverpool Street, Paddington, St Pancras, Victoria und Waterloo. Hinzu kommt der Durchgangsbahnhof London Bridge. Geringere Bedeutung haben die Bahnhöfe Cannon Street, Fenchurch Street, Marylebone und Moorgate. Der Bahnhof Clapham Junction im Stadtteil Wandsworth ist außerhalb Großbritanniens zwar relativ unbekannt, ist aber mit 2.000 Zugbewegungen täglich der meistbefahrene Bahnhof Europas. Von Waterloo fährt zudem der Eurostar, der durch den Eurotunnel London mit Paris und Brüssel verbindet. In einigen Jahren, wenn die Hochgeschwindigkeitsstrecke Channel Tunnel Rail Link nach London fertig gestellt ist, werden die Eurostar-Züge im Bahnhof St. Pancras enden. Zusätzlich entstehen die Eurostar-Bahnhöfe Stratford International im Stadtteil Stratford und Ebbsfleet im Nordwesten von Kent. Fast alle Vorortszüge enden in einem der Kopfbahnhöfe. Ausnahme ist Thameslink, eine S-Bahn-ähnliche Strecke in Nord-Süd-Richtung durch die Innenstadt. Eine weitere Verbindung in Ost-West-Richtung namens Crossrail befindet sich in der Planungsphase.

U-Bahn und Straßenbahn

Crossrail Die London Underground (the Tube), deren erstes Teilstück am 10. Januar 1863 eröffnet wurde, ist die älteste und mit einer Länge von 415 Kilometern auch die längste U-Bahn der Welt. Südlich der Themse gibt es weitaus weniger U-Bahnlinien als im Norden. Der Grund liegt in der für den Tunnelbau ungünstigen Geologie südlich des Flusses. Der Süden von London wird stattdessen mit einem engmaschigen Netz von oberirdischen Vorortseisenbahnen erschlossen. Die Docklands Light Railway, eine vollautomatische Stadtbahn, erschließt das ehemalige Hafengebiet Docklands. Mehrere Verlängerungen befinden sich in Bau oder sind geplant. Am 23. März 1861 fuhr die erste Pferdestraßenbahn durch London und am 4. April 1901 die erste elektrische Straßenbahn. Der Betrieb ist am 5. Juli 1952 eingestellt worden. Nach einer Zwangspause von fast 50 Jahren wurde am 10. Mai 2000 die Straßenbahn in London wieder eingeführt; Tramlink erschließt den südlichen Stadtteil Croydon und umliegende Gebiete. Geplant ist zudem eine Straßenbahnlinie durch das Stadtzentrum (Camden Town/ King's Cross - Euston - Waterloo - Elephant & Castle - Brixton/ Peckham).

Straßenverkehr

Auch der Straßenverkehr konzentriert sich auf London. Die wichtigsten Fernverkehrsstraßen und Autobahnen treffen in London aufeinander (siehe auch Straßensystem in Großbritannien). In den Außenbereichen von Greater London beginnen folgende Autobahnen: M1 nach Norden, M11 nach Nordosten, M2 und M20 nach Südosten, M23 nach Süden, M3 nach Südwesten, M4 nach Westen und M40 nach Nordwesten. Alle Autobahnen werden durch die M25 miteinander verbunden, eine rund um Greater London verlaufende Ringautobahn. Um das Stadtzentrum herum führt eine Ringstraße, die sich aus der A406 (North Circular Road) und der A205 (South Circular Road) zusammensetzt. A205 Im Februar 2003 führte Transport for London die City-Maut London Congestion Charge ein. Das Befahren der Mautzone in der Innenstadt mit PKWs und LKWs kostet acht Pfund (bis Juli 2005 fünf Pfund). Ausgenommen sind Busse, Taxis, Feuerwehr, Polizei, Ambulanzen, Fahrräder, Motorräder und mit Alternativenergien betriebene Fahrzeuge. Seit der Einführung hat sich der motorisierte Verkehr um etwa ein Drittel reduziert.

Busse und Taxen

Charakteristisch für London sind zudem die roten Doppeldeckerbusse. Der Busverkehr ist vollständig privatisiert; die einzelnen Gesellschaften sind aber gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Busse im traditionellen Rot anzustreichen. Die alten Routemaster-Doppelstockbusse sind bis circa 2006 noch unterwegs und werden allmählich durch Gelenkbusse (bendy buses) von Mercedes-Benz ersetzt. Zwischen dem 16. Mai 1931 und dem 8. Mai 1962 verkehrten Trolleybusse in der Stadt. London ist auch bekannt für die schwarzen Taxis. Um die begehrten Taxilizenzen für die Innenstadt zu erhalten, müssen die zukünftigen Fahrer einen anspruchsvollen Test bestehen. Dabei müssen sie sämtliche Straßen in einem Radius von sechs Meilen rund um Charing Cross auswendig kennen. Die Taxis in den Außenbezirken sind weniger stark reglementiert.

Bildung

Universitäten

Charing Cross Die Universitäten und Hochschulen in London können auf eine lange Geschichte zurückblicken. London ist auch die Stadt mit den meisten Studenten. Die Universitäten Londons können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Die föderal organisierte University of London ist mit über 100.000 Studenten die größte Universität Europas. Sie besteht aus über 50 Colleges und Instituten, die über einen hohen Grad an Autonomie verfügen. Die größten und prestigeträchtigsten Colleges sind University College London, Imperial College, King's College, Queen Mary und die London School of Economics and Political Science. Kleinere Schulen und Institute sind auf bestimmte Wissensgebiete spezialisiert, wie die School of Oriental and African Studies, das Institute of Education und das Birkbeck College. Daneben existieren weitere Universitäten, die nicht der University of London angeschlossen sind. Einige waren früher Technische Hochschulen, bis sie 1992 durch eine Gesetzesänderung den Status einer Universität erhielten wie z.B. die University of East London , während andere lange vor der der Gründung der University of London entstanden waren. Zu diesen zählen die City University im historischen Stadtzentrum, die Middlesex University im Norden Londons und die Brunel University im Westen Londons.

Kunstschulen

Brunel University London ist das britische Zentrum der künstlerischen Ausbildung. Die vier Konservatorien sind das Royal College of Music, die Royal Academy of Music, das Trinity College of Music und die Guildhall School of Music and Drama. Auf die Schauspielerei spezialisiert sind die Royal Academy of Dramatic Arts (RADA), und die Central School of Speech and Drama. Mit Kunst befassen sich das Central Saint Martins College of Art and Design, die Chelsea School of Art und die Camberwell School of Art (alle Bestandteil der University of the Arts), daneben auch das Goldsmith's College und die Slade School of Art (beide Bestandteil der University of London) sowie das Royal College of Art und die Wimbledon School of Art. Die ehemalige Hornsey School of Art ist heute ein Teil der Middlesex University.

Medizin und Forschung

Es gibt zahlreiche medizinische Fakultäten in London. Einige bestehen schon seit Jahrhunderten, darunter Queen Mary's School of Medicine and Dentistry, Guy's Hospital und St Thomas' Hospital. Das Imperial College ist ein führendes Zentrum der wissenschaftlichen Forschung und ist von der Reputation her mit dem MIT zu vergleichen. Ebenfalls von Bedeutung ist die Royal Institution.

Persönlichkeiten

London ist der Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Zu den bekanntesten gehören unter anderem mehrere britische Monarchen, die Premierminister Benjamin Disraeli, Clement Attlee, John Major, der Fußballer David Beckham, die Popsänger David Bowie, Phil Collins und Elton John, die Schauspieler Charlie Chaplin, Hugh Grant und Peter Ustinov, der Regisseur Alfred Hitchcock, der Theologe Thomas Morus, der Astronom Edmond Halley, die Supermodels Naomi Campbell und Kate Moss. Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten aus London

Literatur


- Chris Ellmers and Alex Werner: Dockland life : a pictorial history of London's docks 1860 - 2000, Museum of London., NA (1. Aufl. 1991) Edinburgh [u.a.] : Mainstream 2000, 221 S., ISBN 1-8401-8318-7
- Doreen Evenden: The midwives of seventeenth-century London, Cambridge [u.a.] : Cambridge University Press 2000, 260 S., ISBN 0-521-66107-2
- Edward Impey and Geoffrey Parnell: The Tower of London. The official illustrated history, London : Merrell 2000, 128 S., ISBN 1-85894-106-7
- Ralf Nestmeyer: "London. Ein Reisehandbuch." Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2004, ISBN 3-89953-187-6
- London suburbs, Einführung von Andrew Saint, London : Merrell Holberton [u.a.] 1999, 240 S., ISBN 1-85894-077-x
- Dale H.Porter: The Thames embankment : environment, technology, and society in Victorian London, Ohio : University of Ohio, Akon Press 1998. - XVI, 318 S., ISBN 1-88483-628-3
- Malcolm Thick, The Neat House gardens : early market gardening around London, Totnes, Devon : Prospect Books 1998, 175 S., ISBN 0-907325-78-5

Weblinks


- [http://www.london.gov.uk/ Offizielle Seite der Stadt London] (englisch)
- [http://www.routenplaner24.de/city/,0,,London,GB,-208614.957929,271607.213926.htm Stadtplan von London]
- [http://www.londonleben.co.uk Deutsche Seite mit vielfältigen Informationen über London]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Vereinigtes_K%c3%b6nigreich/England/St%c3%a4dte/London/ Linkliste zu London] Kategorie:Ort in England Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Ort mit Seehafen als:London fiu-vro:London ja:ロンドン ko:런던 ms:London simple:London th:ลอนดอน zh-min-nan:London

England

England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.

Geografie

England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.

Politik

Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution). Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.

Heraldik

Liste der britischen Premierminister Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund. Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.

> Konstitutionelle Demokratie

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Englands

Sport

Siehe: Fußball in England, Rugby, Cricket, Snooker, Fernwanderwege (Vereinigtes Königreich) Können nicht Fußball spielen, obwohl sie es erfunden haben.

Verwaltungsgliederung

Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)

Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands

Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung

Traditionelle Grafschaften Englands Traditionelle Grafschaften Englands Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs) 1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung. Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar. Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.

Großstädte

Verwaltungsgrafschaften Englands In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet. Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town". Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann. Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands). Siehe auch: Greater London, Unitary Authority Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200) Kultur

Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.

Weblinks

als:England ja:イングランド ko:잉글랜드 ms:England simple:England th:แคว้นอังกฤษ zh-min-nan:England

Heinrich VII. (England)

Heinrich VII. (
- 28. Januar 1457 in Pembroke, Wales, † 21. April 1509), König von England und Lord of Ireland in der Zeit vom 22. August 1485 bis zum 21. April 1509, war der Begründer der Tudor-Dynastie. Tudor

Leben

Heinrich Tudor war der posthume Sohn von Edmund Tudor, einem Halbbruder des Königs Heinrichs VI.. Seine Mutter war Margaret Beaufort, eine Nachfahrin des Königs Edward III.. Von seinem Vater erbte er den Titel Earl of Richmond, von seiner Mutter einen umstrittenen Anspruch auf den englischen Thron. Wegen der Befehdung mit dem Haus York floh die Familie in die Bretagne. Als ein möglicher Anwärter auf den englischen Thron war er den Anhängern Yorks ein Dorn im Auge. Nachdem die Revolte unter seinem Cousin, dem Herzog von Buckingham, fehlschlug, wurde Heinrich VII. das Oberhaupt des Hauses Lancaster und Bewerber für die englische Krone. Mit der Hilfe angeheirateter Verwandter des früheren Königs Edward IV. (ein Mitglied des Hauses York), landete er mit einer Armee in Wales und marschierte mit der Unterstützung seines Onkels, Jasper Tudor, einem militärischen Genie, in England ein. Wales war traditionell eine Hochburg des Hauses York und Heinrich verdankte die erhaltene Unterstützung seinen Vorfahren, die väterlicherseits von Lord Rhys, einem beliebten walisischen Herrscher, abstammten. Er sammelte eine Armee von ungefähr 5000 Soldaten und zog nordwärts. Dort gelang es seinen Truppen, das Heer des Hauses York unter Richard III. bei der Schlacht von Bosworth Field 1485 entscheidend zu schlagen. Dieser Sieg beendete zugleich den seit Jahren währenden Rosenkrieg zwischen beiden Häusern. Heinrichs Ansprüche auf den Thron waren nur sehr vage und beruhten auf einer illegitimen Nachkommenschaft. Jedoch erwies sich dies nicht als Barriere, um auf den Thron zu steigen, denn ohne ein Gesetz, das die Nachfolge auf dem Thron regelte, konnte das Parlament jedem Beliebigen die Krone anbieten. Tatsächlich war schon damals wie heute der Thronrat für die Vergabe der Krone zuständig, obwohl heute ein Gesetz zur Nachfolgebestimmung existiert. Heinrich jedoch gewann die Krone durch Eroberung.

Regentschaft

Heinrich sah es als wichtigste Aufgabe an, seine Macht als Monarch zu stärken und seine oberste Gewalt zu sichern. Lediglich einige wenige Adlige, die einen Anspruch auf die Krone erheben konnten, waren nach den Rosenkriegen noch am Leben. Mögliche Prätendenten wie Perkin Warbeck, die durch unzufriedene Adlige unterstützt wurden, waren ihm ein Dorn im Auge. Heinrich sicherte seine Macht durch erhebliche Geldzuwendungen an die Adligen, hauptsächlich jedoch spaltete er die Adelsschicht und sorgte somit für deren Entmachtung. Die zweifelhafte Frage des Königstitel ließ Heinrich durch im November 1485 durch das Parlament "klären", welches spitzfindig befand, daß dieser der richtige König von England sei, weil er sich auf dem Thron befinde. Außerdem wurden Richard III. und 28 seiner Hauptanhänger zu Hochverrätern erklärt, da man den Beginn von Heinrich's Herrschaft auf den Vorabend von Bosworth zurückdatierte und somit das königliche Heer in eine Rebellenbande zu verwandelte. Den Erben Richards III., John de la Pole, Earl of Lincoln, nahm er davon aus. Zwei Jahre später musste er seine Nachsicht bereuen, als Lincoln rebellierte und versuchte, einen möglichen Prätendenten, Lambert Simnel, an Heinrichs Stelle auf den Thron zu setzen. Lincoln wurde bei der Schlacht von Stoke getötet, Simnel wurde jedoch geschont und wurde Page am königlichen Hof. Eine weitere Methode Heinrichs war das Versprechen, Elisabeth aus dem Hause York, Tochter und Erbin König Edward IV., zu heiraten; dies führte zu einer Vereinigung beider verfeindeter Häuser. Heinrich und Elisabeth hatten zahlreiche Kinder:
- Arthur Tudor, Prince of Wales, Kronprinz, (
- 20. September 1486, † 2. April 1502).
- Margaret Tudor (
- 28. November 1489, † 18. Oktober 1541).
- Heinrich VIII. (England) (
- 28. Juni