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| Anne Frank |
Anne FrankAnneliese Marie Frank ( - 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; † Februar oder März 1945 im KZ Bergen-Belsen) war ein jüdisch-deutsches Mädchen, das sich mit seiner Familie während des Zweiten Weltkriegs in Amsterdam versteckt hielt, aber noch kurz vor Kriegsende dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer fiel. Das Leben im Versteck hielt sie in einem Tagebuch fest, das erhalten blieb und nach dem Krieg veröffentlicht wurde. Das Tagebuch der Anne Frank gilt heute als einzigartiges menschliches Dokument aus der Zeit des Holocaust und Anne Frank selbst als Symbolfigur aller unschuldig Verfolgten.
Holocaust]
Leben
Flucht und Untertauchen
Im Sommer 1933, einige Monate nach der Machtergreifung, zog die Familie Frank von Frankfurt am Main nach Amsterdam, um sich der direkten Bedrohung durch die Nazis zu entziehen. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande im Mai 1940 verschlechterte sich die Situation für Juden auch dort rasch. Immer neue Judengesetze nahmen ihnen zunehmend ihre Rechte. Als schließlich Annes Schwester Margot ins Arbeitslager deportiert werden sollte, wurde die Situation so bedrohlich, dass die Familie Frank am 6. Juli 1942 früher als geplant ihr Versteck bezog. Dieses befand sich im Hinterhaus (niederl.: Achterhuis) der Firma Opekta in der Amsterdamer Prinsengracht 263, die Annes Vater Otto Frank aus Sicherheitsgründen an seine Mitarbeiter übergeben musste. Die Tür, die vom Lager der Firma zum Hinterhaus führte, war dabei hinter einem drehbaren Bücherschrank verborgen.
Die Versteckten lebten etwas länger als zwei Jahre im Hinterhaus. Während dieser Zeit konnten sie nicht nach draußen und durften keine Aufmerksamkeit erregen. Versorgt wurden sie von Helfern in der Firma. Anne Frank und ihre Mitbewohner lebten in ständiger Angst und Ungewissheit. Dies führte auch oft zu Unruhe zwischen den Versteckten. Über die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs (unter anderem den D-Day und das Attentat vom 20. Juli 1944) erfuhren sie aus dem Radio.
Die Versteckten
- Otto Frank ( - 12. Mai 1889 in Frankfurt am Main; † 19. August 1980 in Basel)
- Edith Frank ( - 16. Januar 1900 in Aachen; † 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau)
- Margot Betti Frank ( - 16. Februar 1926 in Frankfurt am Main; † im März 1945 im KZ Bergen-Belsen)
- Anne Frank ( - 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; † im März 1945 im KZ Bergen-Belsen)
- Hermann van Pels (von Anne genannt: Hans van Daan, im Buch (von Otto Frank) genannt: Hermann van Daan) ( - 31. März 1890 in Gehrde; † 6. September 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau)
- Auguste van Pels (Petronella van Daan) ( - 29. September 1906; † zwischen 9. April und 8. Mai 1945 im KZ Theresienstadt)
- Peter van Pels (von Anne genannt: Alfred van Daan, im Buch (von Otto Frank) genannt: Peter van Daan), das einzige Kind von Hermann und Auguste; ( - 8. November 1926 in Osnabrück; † 5. Mai 1945 im KZ Mauthausen)
- Fritz Pfeffer (Albert Dussel) ( - 30. April 1889 in Gießen; † 20. Dezember 1944 im KZ Neuengamme)
Der Überlebende
- Otto Frank überlebte als Einziger der Untergetauchten. Er veröffentlichte später das Tagebuch seiner Tochter.
Die Helfer
- Victor Kugler (von Anne genannt: Harry Kraler), ( - 1900 in Hohenelbe; † 16. Dezember 1981 in Toronto)
- Elisabeth van Wijk-Voskuijl (von Anne genannt: Elly Kuilmans), ( - 5. Juli 1919 in Amsterdam; † 6. Mai 1983 in Amsterdam)
- Miep Gies-Santrouschitz (von Anne genannt: Anne van Santen), ( - 15. Februar 1909 in Wien; sie lebt noch heute in Amsterdam)
- Jan Gies (von Anne genannt: Henk van Santen) ( - 18. Oktober 1905, † 26. Januar 1993)
- Johannes Kleimann ( - 1896 in Koog aan de Zaan (Niederlande); † 30. Januar 1959 in Amsterdam)
Das Tagebuch
Ihr erstes Tagebuch bekam Anne zu ihrem 13. Geburtstag am 12. Juni 1942 geschenkt. Zwei Tage später begann sie, in ihrem Zimmer regelmäßig darin zu schreiben, und sah in ihrem Tagebuch eine beste Freundin, der sie den Namen Kitty gab. Im Frühjahr 1944 hörte Anne im Radio einen Aufruf der niederländischen Exilregierung, die Besatzungszeit zu dokumentieren. So beschloss sie, nach dem Krieg ein Buch auf der Basis ihres Tagebuches zu veröffentlichen. Ihr Tagebuch schrieb sie daher teilweise ab und um, was auch zur Verwendung von Pseudonymen führte. Die fiktiven Namen für ihre eigene Familie van Aulis bzw. Robin wurden allerdings von den Verlegern (Otto Frank) später nicht verwendet. Der letzte Eintrag im Tagebuch stammt vom 1. August 1944.
Der verbleibende Monat 1942 in Freiheit, in dem sie vor allem über die Schule (das jüdische Lyzeum) und ihre Freunde und Freundinnen (unter anderem Jacqueline van Maarsen, siehe unter Literatur) spricht, sowie die folgenden 25 Monate im Versteck wurden so in ihren Aufzeichnungen festgehalten. Das Tagebuch wurde für das heranwachsende Mädchen zum Mittelpunkt des Lebens. Ihm konnte sie ihre Ängste und Träume, die Entdeckung ihrer eigenen Sexualität, ihre aufkeimenden Gefühle zu Peter, den Konflikt mit ihren Eltern und den anderen Mitbewohnern sowie ihre Bestrebungen, Schriftstellerin zu werden, anvertrauen. Anne fühlte sich oft missverstanden, wenn die anderen sie als vorlaut und unbescheiden kritisierten. Sie beschäftigte sich in der langen Zeit im Hinterhaus mit Lernen und Lesen. Vorrangig interessierte sie sich für Geschichte und Mythologie.
Verrat
Sexualität
Am 4. August 1944 wurden die Versteckten sowie die Helfer Kugler und Kleimann durch einen österreichischen SD-Beamten, Karl Josef Silberbauer, verhaftet und in das SD-Gefängnis in der Euterpestraat gebracht.
Es gilt als gesichert, dass das Versteck verraten wurde. Lange Zeit galt der Lagervorarbeiter Willem Gerard van Maaren als Hauptverdächtiger, doch konnten trotz zweier Untersuchungen keine ausreichenden Beweise beigebracht werden, so dass es nie zu einer Anklage kam. Van Maaren war kein Antisemit. Er selbst hatte seinen Sohn während des Krieges versteckt, weil dieser sich nicht zum Arbeitsdienst melden wollte. In der Firma galt er aber als gefährlich, weil er misstrauisch war und herumschnüffelte. Später stellte sich heraus, dass er stahl und wahrscheinlich durch sein Verhalten nur seine eigenen Taten zu vertuschen versuchte.
Die britische Historikerin Carol Ann Lee präsentiert in ihrem Buch "The hidden life of Otto Frank" einen neuen Verdächtigen, Anton Ahlers, einen niederländischen Juden-Kopfgeldjäger. Diese Kopfgeldjäger waren zur Zeit der Besatzung zahlreich und verdienten mit den Verhaftungsprämien ihren Lebensunterhalt. Lees Recherchen ergaben, dass der potenzielle Verräter den Vater Otto Frank erpresst haben soll.
Allerdings ist die Theorie umstritten. Das Niederländische Institut für Kriegsdokumentation (NIOD, Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie) glaubt nicht daran, da die Vermutungen nur auf Aussagen von Ahlers selbst und seiner Familie beruhen. Da dieser nur mit dem Verrat des Verstecks geprahlt hatte, gibt es keinen gesicherten Beweis. Ahlers hätte allerdings die stärksten Motive für einen Verrat gehabt.
Schicksal der Helfer
Die Helfer kamen am 11. September 1944 ins Polizeiliche Durchgangslager Amersfoort. Kleimann wurde am 18. September 1944 aus gesundheitlichen Gründen entlassen, Kugler gelang am 28. März 1945 die Flucht.
Schicksal der Versteckten
Die Versteckten wurden am 3. September 1944 mit dem letzten Transport vom Durchgangslager KZ Westerbork ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie am 6. September ankamen. Hermann van Pels wurde, nach Aussagen und Nachforschungen des Roten Kreuzes, dort direkt nach der Ankunft vergast; allerdings behauptete Otto Frank, er sei erst einige Wochen später, also kurz bevor die Vergasungen eingestellt wurden, vergast worden. Auguste van Pels wurde über KZ Bergen-Belsen und KZ Buchenwald am 9. April 1945 nach KZ Theresienstadt gebracht. Sie starb während des Transportes nach Theresienstadt. Peter van Pels wurde am 16. Januar 1945 auf einen Todesmarsch von Auschwitz nach Mauthausen geschickt, wo er kurz vor der Befreiung starb. Edith Frank starb am 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau an Hunger und Erschöpfung. Anne und Margot Frank wurden Ende Oktober 1944 in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Im Februar oder März 1945 starb Anne wenige Tage nach ihrer Schwester im KZ Bergen-Belsen an den Folgen einer Typhus-Epidemie, die im Lager ausgebrochen war. Wenige Wochen später, am 15. April 1945, wurde das Lager von englischen Truppen befreit. Otto Frank überlebte als einziger der acht Versteckten. Er wurde mit den Gefangenen des KZ Auschwitz durch die Rote Armee befreit.
Verbleib des Tagebuches
Annes Tagebuch konnte noch am Tage ihrer Verhaftung von Miep Gies sichergestellt werden. Nach dem Krieg gab sie es Otto Frank, der das Buch unter dem Namen Het Achterhuis (in Deutschland Das Tagebuch der Anne Frank) verlegte. Alle Rechte an den Texten vermachte er dem NIOD.
Heutige Spuren
Rote Armee
Anne Franks Grab befindet sich auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Angehörige haben dort nach der Befreiung des KZ einen Gedenkstein für Anne und ihre Schwester Margot errichtet. Der Stein markiert keinen exakten Beisetzungsort, weil beide in einem der umliegenden anonymen Massengräber ruhen.
Das Versteck, das Haus in der Prinsengracht 263, ist heute ein Museum und Dokumentationszentrum.
Ein Asteroid bekam den Namen (5535) Annefrank. Er wurde 1942 entdeckt, in dem Jahr, als Anne ihr Tagebuch begann und ihr Versteck bezog.
Anne Frank ist auf der Frankfurter Treppe verewigt, dem Wandmosaik von Stephan Huber im Hauptfoyer des Maintower.
Werke
Fassungen
Man unterscheidet drei Fassungen von Anne Franks Tagebuch: Fassung A umfasst die Originaltexte, die Anne ursprünglich schrieb, Fassung B ist die von ihr auf 324 Einzelblättern überarbeitete Version, Fassung C ist diejenige, die ihr Vater veröffentlichte.
Die Tagebucheinträge wiesen anfänglich nicht die chronologische Reihenfolge von Daten auf, der wir in den gedruckten Fassungen begegnen. Heutige Auflagen umfassen auch jene Einträge, die von Otto Frank aus privat-familiären Gründen nicht publiziert wurden.
Echtheit
Es gibt auch heute Stimmen aus dem Umfeld der Holocaust-Leugner, welche die Echtheit des Tagebuches anzweifeln und dafür teils dubiose Gründe anführen.
Eine Untersuchung des BKA im Jahr 1977 oder 1978 enthielt neben einem bestätigenden Ergebnis der Echtheit zunächst den Einwand: „Die auf den losen Blättern angebrachten Verbesserungen sind teilweise auch mit schwarzer, grüner und blauer Kugelschreibertinte geschrieben worden.“ Diese Tinte wurde erst 1951 erfunden, das Schreibinstrument selbst, der Kugelschreiber, kam auch erst nach 1945 auf den Markt.
Eine Veröffentlichung von 1980 im Spiegel, welche die Ergebnisse der Untersuchung einseitig und unvollständig darstellte, führte auch international zu einigen Kontroversen.
Bei einer Überprüfung der Untersuchungen durch das Gerechtelijk Laboratorium in Rijswijkwar war das BKA dann nicht mehr in der Lage, eine Seite mit der angeblichen Kugelschreibertinte anzuführen.
Nach mehrjährigen Untersuchungen wurde die Echtheit der Tagebücher vom NIOD zweifelsfrei bestätigt.
Ausgaben
- Anne Frank Tagebuch. Fassung von Otto H. Frank und Mirjam Pressler. Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag 1992 (einzig autorisierte und ergänzte Fassung; Fischer Taschenbuch 11377); ergänzte Ausgabe 2001 (Fischer Taschenbuch 15277)
- Das Tagebuch der Anne Frank. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1950, angeblich ungekürzte Ausgabe, Übertragung aus dem Niederländischen von Anneliese Schütz
- De Dagboeken van Anne Frank. Staatsuitgeverij, Amsterdam 1986, erste vollständige, textkritische und kommentierte Ausgabe
- Die Tagebücher der Anne Frank. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1988, Übertragung der Ausgabe von 1986 aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler, ISBN 3100767101
Literatur
- Anne Frank et al. Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus. Frankfurt/M. Fischer 2002. ISBN 3596157773
- Miep Gies. Meine Zeit mit Anne Frank. Basel: Scherz 1987. ISBN 3502182663
- Willy Lindwer. Anne Frank, Die letzten sieben Monate. Frankfurt/M.: Fischer 2000. ISBN 3596116163
- Jacqueline van Maarsen. Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank. Frankurt/M.: Fischer 2004. ISBN 3100488229
- Alison L. Gold. Erinnerungen an Anne Frank. Ravensburger Buchverlag 2000. ISBN 3473581429
- Melissa Müller. Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie. Claassen 1998. ISBN 3546001516
- David Barnouw. Anne Frank. Econ. ISBN 3612266209
- Carol Ann Lee. Anne Frank. Die Biographie. München: Piper 2000. ISBN 3-492-04152-3
- Carol Ann Lee. The hidden life of Otto Frank. William Morrow 2003. ISBN 0060520833
- In Anne Franks Haus. Eine bebilderte Reise durch Annes Welt. Herausgegeben von der Anne Frank Stichting Amsterdam. Frankfurt/M.: S. Fischer 2004. ISBN 3-10-076715-2
- Jürgen Steen/Wolf von Wolzogen: Anne aus Frankfurt. Leben und Lebenswelt Anne Franks. Frankfurt/M.: Historisches Museum 1990
- Marion Siems: Anne Frank Tagebuch. Erläuterungen und Dokumente. Stuttgart: Reclam 2003. ISBN 3-15-016039-1
- Matthias Heyl: Anne Frank. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch 2002. (rm 50524. ISBN 3-499-50524-X
- Anne Frank Haus: ein Museum mit einer Geschichte. Amsterdam: Anne Frank Stichting 2002. ISBN 90-72972-56-2
- Anne Frank Stiftung, Amsterdam. Ruud van der Rol/Rian Verhoeven: Anne Frank. Hamburg: Oetinger 1993. ISBN 3-7891-7600-1
- Ernst Schnabel. Anne Frank. Spur eines Kindes. Frankfurt/M.: Fischer 1958. ISBN 3-596-25089-7
- Menno Metselaar, Ruud van der Rol. Die Geschichte der Anne Frank. Amsterdam: Anne Frank Stichting 2004. ISBN 90-72972-84-8
Verfilmungen
Mirjam Pressler
- 1959 wurde auf der Basis des Tagebuchs der Kinofilm Das Tagebuch der Anne Frank gedreht, der drei Oscars erhielt und für weitere fünf nominiert war.
: Regie: George Stevens
: Darsteller: Millie Perkins (Anne), Joseph Schildkraut (Otto Frank), Shelley Winters (Auguste van Pels)
: Kamera: William C. Mellor
: Ausstattung: Lyle R. Wheeler, George W. Davis, Walter M. Scott, Stuart A. Reiss
- 1987 erschien der britische TV-Film Das Tagebuch der Anne Frank.
: Regie: Gareth Davies
: Darsteller: Katharine Schlesinger (Anne), Emrys James (Otto Frank), Elizabeth Bell (Edith Frank)
: Kamera: Rodney Taylor
- 2001 entstand der Kinofilm Anne Frank - Die wahre Geschichte, der auf dem Buch von Melissa Müller (s. o.) beruht.
: Regie: Robert Dornhelm
: Darsteller: Hannah Taylor-Gordon (Anne), Ben Kingsley (Otto Frank), Joachim Król (Hermann van Pels)
- Daneben existiert noch ein japanischer Zeichentrickfilm von 1995.
: Originaltitel: Anne no Nikki
: Länge: 102 Minuten
: Produktion: KSS, Studio Madhouse
Weblinks
Websites
- [http://www.annefrank.org Anne Frank-Haus, Amsterdam]
- [http://www.annefrank.de/ Anne-Frank-Zentrum, Berlin]
- [http://www.annefrank.de/wettbewerb Jugendwettbewerb "Kriegskinder"]
- [http://www.shoa.de/content/view/76/92/ Biographie bei Shoa.de]
- [http://www.annefrankinfo.de Jugendprojekt zu Anne Frank]
- [http://www.annefrankguide.net Anne Frank Guide] (mehrsprachig)
Die Filme
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Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
Frank, Anne
ja:アンネ・フランク
ko:안네 프랑크
simple:Anne Frank
12. Juni
Der 12. Juni ist der 163. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 164. in Schaltjahren) - somit verbleiben 202 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1446 - Friedensschluss zwischen Österreich und der Schweizer Eidgenossenschaft
- 1815 - Geschichte der Studentenverbindungen: In Jena kommt es zur Gründung der „Urburschenschaft“.
- 1817 - Karl Drais unternimmt in Mannheim die erste öffentliche Fahrt mit der von ihm erfundenen Draisine (Vorläufer des Fahrrads).
- 1864 - Erzherzog Ferdinand von Österreich zieht unter französischem Schutz als Kaiser Maximilian von Mexiko in Mexiko ein.
- 1867 - Mit einem ungarischen Gesetz wird der sog. Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn eingeleitet, aus dem die Habsburger Doppelmonarchie Österreich-Ungarn entsteht.
- 1886 - König Ludwig II. von Bayern wird gefangen genommen.
- 1898 - General Emilio Aguinaldo erklärt die Unabhängigkeit der Philippinen von Spanien.
- 1900 - Der Reichstag verabschiedet das 2. Flottengesetz, das das Wettrüsten mit Großbritannien zur See vorantreibt (Tirpitzsche Flottenvorlage.
- 1906 - Haakon VII. wird nach der Trennung der Personalunion mit Schweden zum ersten König des selbstständigen Königreichs Norwegen gekrönt.
- 1935 - Im Chacokrieg zwischen Bolivien und Paraguay um den Gran Chaco kommt es zum Waffenstillstandsvertrag.
- 1963 - In New York City wird der Film Cleopatra mit Liz Taylor in der Hauptrolle uraufgeführt.
- 1964 - Im Südafrika der Apartheid werden die ANC-Führer Nelson Mandela und Walter Sisulu sowie weitere sechs Mitstreiter zu lebenslanger Haft auf Robben Island verurteilt.
- 1964 - Der schwedische Oberst Stig Wennerström wird wegen Spionage für die Sowjetunion zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.
- 1967 - Der Sechstagekrieg endet mit einem vollständigen Sieg Israels über seine arabischen Nachbarn.
- 1973 - Helmut Kohl wird zum Vorsitzenden der CDU gewählt.
- 1975 - Durch ein Gerichtsurteil verliert Indiens amtierende Premierministerin Indira Gandhi wegen Unregelmäßigkeiten im Wahlkampf ihren Sitz im Unterhaus.
- 1987 - Zur 750-Jahr-Feier Berlins besucht US-Präsident Ronald Reagan West-Berlin.
- 1989 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kuwait, in Kraft seit dem 23. Mai 1990
- 1989 - Staatsbesuch des russischen Staats- und Parteichefs Michail Gorbatschow in Deutschland.
- 1991 - In Russland wird zum ersten Mal ein Präsident direkt vom Volk gewählt. Boris Jelzin gewinnt die Wahl mit 55 % der Stimmen.
- 1992 - Slowenien wird Mitglied der WIPO (Weltorganisaiton für geistiges Eigentum)
- 1993 - Präsidentschaftswahlen in Nigeria
- 1994 - Österreich entscheidet sich in einem Referendum für den EU-Beitritt
- 1996 - Freie Parlamentswahlen in Bangladesch.
- 1998 - Pierre Buyoya wird Staatspräsident der Übergangsregierung in Burundi.
- 1999 - NATO-Truppen marschieren in den Kosovo ein.
- 2000 - Jemen erkennt im Vertrag zu Dschidda den Grenzverlauf zu Saudi-Arabien an.
- 2003 - Vereidigung des Rumpfkabinetts in Nepal
Kultur
- 1856 - Uraufführung der Operette La Rose de Saint-Flour von Jacques Offenbach am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1936 - Uraufführung des deutschen Spielfilms Allotria von Willi Forst in Berlin. In den Hauptrollen: Heinz Rühmann, Renate Müller, Adolf Wohlbrück und Jenny Jugo.
- 1952 - Uraufführung der Oper Trouble in Tahiti von Leonard Bernstein an der Brandeis University in Waltham, Massachusetts.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1921 - Der 1. FC Nürnberg wird mit einem 5:0-Sieg über Vorwärts Berlin deutscher Fußballmeister.
- 1921 - Giovanni Brunero gewinnt den Giro d'Italia.
- 1930 - Mit Max Schmelings Disqualifikationssieg gegen Jack Sharkey wird erstmals ein Europäer Boxweltmeister im Schwergewicht.
- 1981 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Leon Spinks in der Joe Louis Arena, Detroit, USA, durch technischen KO
Geboren
- 950 - Reizei, 63. Kaiser von Japan
- 1577 - Paul Guldin, Astronom und Professor für Mathematik in Graz und Wien
- 1659 - Tsunetomo Yamamoto, Samurai und Autor des Werkes Hagakure.
- 1676 - Johann Moritz Gustav von Manderscheid-Blankenheim, Bischof im Bistum Wiener Neustadt und im Erzbistum Prag
- 1771 - Patrick Gass, US-amerikanischer Soldat und Entdecker, Mitglied der Lewis-und-Clark-Expedition
- 1775 - Karl von Müffling, preußischer Generalfeldmarschall, Militärschriftsteller und Geodät
- 1806 - John August Roebling, deutsch-amerikanischer Ingenieur
- 1821 - Louis Baare, deutscher Wirtschaftspionier
- 1821 - Luise Büchner, deutsche Frauenrechtlerin und Autorin
- 1827 - Johanna Spyri, schweizerische Schriftstellerin (Heidi)
- 1840 - Henri de Braekelaer, belgischer Maler
- 1842 - Rikard Nordraak, norwegischer Komponist
- 1866 - Alwin Brandes, deutscher Politiker und Gewerkschaftsführer
- 1872 - Emil Hácha, tschechischer Politiker und Präsident des Protektorats Böhmen und Mähren
- 1877 - Fritz Höger, deutscher Architekt
- 1890 - Egon Schiele, österreichischer Maler des Expressionismus
- 1890 - Théophile Alajouanine, Altmeister der französischen Psychiatrie
- 1892 - Basil Rathbone, US-amerikanischer Schauspieler
- 1892 - Djuna Barnes, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1892 - Ferdinand Schörner, Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1892 - Stephan Weickert, deutscher Vertriebenenpolitiker und MdB
- 1897 - Alexandre Tansman, polnisch-französischer Komponist
- 1897 - Anthony Eden, britischer Politiker, britischer Premierminister
- 1897 - Walter Peterhans, deutscher Fotograf
- 1898 - Ludwig Friedrich Barthel, deutscher Erzähler und Essayist
- 1898 - Michail Jefimowitsch Kolzow, sowjetischer Feuilletonist und Journalist
- 1899 - Anni Albers, US-amerikanische Textilkünstlerin
- 1899 - Fritz Albert Lipmann, US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 1905 - Ray Barbuti, US-amerikanischer American-Football-Spieler, Leichtathlet und Olympiasieger
- 1908 - Otto Skorzeny, Offizier der Waffen-SS, führte Kommandoeinsätze im Zweiten Weltkrieg durch
- 1909 - Archie Bleyer, US-amerikanischer Musiker
- 1911 - Milovan Djilas, jugoslawischer Politiker, Schriftsteller und Dissident
- 1912 - Willi Brundert, Widerstandskämpfer und deutscher Kommunalpolitiker
- 1919 - Uta Hagen, deutsch-amerikanische Bühnenschauspielerin
- 1921 - Hans Carl Artmann, österreichischer Schriftsteller
- 1921 - Heinz Weiss, deutscher Schauspieler
- 1922 - Günter Behnisch, deutscher Architekt
- 1924 - George H. W. Bush, 41. Präsident der USA
- 1925 - Raphaël Geminiani, französischer Radsportler
- 1927 - Ignatz Bubis, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 1928 - Petros Molyviatis, griechischer Politiker Außenminister
- 1928 - Vic Damone, US-amerikanischer Sänger
- 1929 - Anne Frank, Opfer des Holocaust (Das Tagebuch der Anne Frank)
- 1929 - Eva Pflug, deutsche Schauspielerin
- 1929 - Klaus Steilmann, deutscher Textilunternehmer
- 1930 - Jim Nabors, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Komiker
- 1930 - Otto Schenk, österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendant
- 1932 - Demisse Wolde, äthiopischer Leichtathlet
- 1933 - Eddie Adams, US-amerikanischer Fotojournalist
- 1934 - Winfried Scharlau, deutscher Fernseh-Journalist
- 1935 - Christoph Meckel, deutscher Schriftsteller und Graphiker
- 1937 - Antal Festetics, österreichischer Zoologe
- 1937 - Bill Cosby, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1941 - Chick Corea, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1941 - Roy Harper, britischer Musiker
- 1941 - Walther Umstätter, deutscher Professor für Bibliotheks- und Informationswissenschaft
- 1942 - Bert Sakmann, deutscher Nobelpreisträger
- 1942 - Helga Daub, deutsche Politikerin und MdB
- 1942 - Len Barry, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1943 - Reg Presley, britischer Sänger und Songschreiber
- 1945 - Henri Xhonneux, belgischer Filmemacher
- 1946 - Margot Queitsch, deutsche Politikerin und MdL
- 1948 - Barry Bailey, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Ian McEwan, britischer Schriftsteller
- 1948 - Jossi Beilin, pazifistischer israelischer Staatsmann
- 1948 - Lyn Collins, US-amerikanischer Sänger
- 1951 - Hans Niessl, österreichischer Politiker
- 1951 - Brad Delp, US-amerikanischer Sänger
- 1951 - Bun E. Carlos, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Cornelia Hanisch, deutsche Fechterin
- 1952 - Dale Krantz, US-amerikanische Sängerin
- 1952 - Pete Frandon, britischer Musiker
- 1952 - Wolfgang Bierstedt, deutscher Politiker und MdB
- 1953 - Rocky Burnette, US-amerikanischer Sänger
- 1955 - Renan Demirkan, deutsch-türkische Schriftstellerin und Schauspielerin
- 1955 - René Zey, deutscher Autor von Sach- und Unterhaltungsbüchern
- 1957 - Matthias Domaschk, Bürgerrechtler in der DDR
- 1960 - Hagen Stamm, deutscher Wasserballer
- 1961 - Hannelore Kraft, deutsche Politikerin, Ministerin in Nordrhein-Westfalen
- 1962 - Juan Atkins, US-amerikanischer Techno-Musiker und Produzent
- 1964 - Hans Runge, Bassist der deutschen Punkband Die Ärzte
- 1964 - Lars Reichow, deutscher Musikkabarettist
- 1964 - Markus Kupferblum, österreichischer Opernregisseur und Clown
- 1964 - Petra Bläss, deutsche Politikerin und MdB
- 1965 - Gwen Torrence, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1970 - Gordon Michael Woolvett, kanadischer Schauspieler
- 1972 - Bounty Killer, jamaikanischer Dancehall-Deejay
- 1972 - Inger Miller, US-amerikanische Leichtathletin
- 1973 - Daron Rahlves, US-amerikanischer Skirennläufer
- 1976 - Katja Husen, deutsche Politikerin und MdB
- 1976 - Thomas Sørensen, dänischer Fußballspieler
- 1981 - Adriana Lima, brasilianisches Model
- 1981 - Klemen Lavric, slowenischer Fußballspieler
- 1981 - Nora Marie Tschirner, deutsche Schauspielerin und Moderatorin
Gestorben
- 816 - Papst Leo III.
- 1575 - Renate von Ferrara, Tochter König Ludwigs XII. von Frankreich
- 1478 - Luigi III. Gonzaga, Sohn des Markgrafen Gianfrancesco I. Gonzaga von Mantua
- 1665 - Jean Bolland, französischer Jesuit und Herausgeber von Heiligenbiographien
- 1681 - Sigmund von Birken, deutscher Schriftsteller
- 1743 - Johann Bernhard Bach, deutscher Komponist
- 1758 - August Wilhelm von Preußen, preußischer Prinz und General
- 1759 - William Collins, englischer Dichter.
- 1772 - Marc-Joseph Marion du Fresne, französischer Entdecker
- 1860 - August Thieme, deutscher Dichter
- 1878 - Georg V. (Hannover), letzter Monarch des kurzlebigen Königreichs Hannover
- 1878 - Julius Faucher, deutscher Journalist, Freihändler und Manchester-Liberaler
- 1878 - William Cullen Bryant, US-amerikanischer Dichter und Journalist
- 1898 - Ludwig Karl Friedrich Turban, Staatsminister in Baden
- 1900 - Jean Frédéric Frenet, französischer Mathematiker, Astronom und Meteorologe
- 1912 - Frédéric Passy, französischer Humanist und Friedensnobelpreisträger
- 1917 - Teresa Carreño, venezolanische Pianistin und Komponistin
- 1918 - Michail Alexandrowitsch Romanow, Großfürst von Russland
- 1922 - Wolfgang Kapp, Generallandschaftsdirektor in Königsberg
- 1925 - Richard Teichmann, deutscher Schachmeister
- 1925 - Walter Rheiner, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1931 - Nathan Söderblom, evangelischer Theologe und Erzbischof von Uppsala
- 1932 - Rudolf Braune, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1936 - Heinrich Lersch, Kesselschmied und Arbeiterdichter
- 1936 - Karl Kraus, österreichischer Schriftsteller
- 1937 - Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski, sowjetischer Feldmarschall
- 1942 - Walter Leigh, britischer Komponist
- 1943 - Hanns Heinz Ewers, deutscher Schriftsteller und Filmemacher
- 1945 - Boris Grigorjewitsch Galerkin, sowjetischer Ingenieur und Mathematiker
- 1951 - Marcel Tournier, französischer Harfenist und Komponist
- 1952 - Michael von Faulhaber, Erzbischof von München-Freising
- 1957 - Jimmy Dorsey, US-amerikanischer Bandleader
- 1959 - George Antheil, amerikanischer Komponist und Pianist
- 1963 - Eduard Fiedler, deutscher Politiker
- 1966 - Hermann Scherchen, deutscher Dirigent
- 1969 - Alexander Alexandrowitsch Deineka, russischer Maler, Grafiker und Plastiker
- 1971 - Hermann Sendelbach, fränkischer Dichter
- 1972 - Ludwig von Bertalanffy, österreichischer Biologe und Naturforscher
- 1975 - Alfred Kurella, deutscher Schriftsteller, Kulturfunktionär der SED in der DDR
- 1975 - Heinz Bosl, deutscher Tänzer
- 1976 - Peter Etzenbach, deutscher Politiker und MdB
- 1978 - Johnny Bond, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1981 - Anton Freiherr von Aretin, deutscher Politiker und MdB
- 1981 - Harri Bading, deutscher Politiker und MdB
- 1982 - Karl von Frisch, deutscher Zoologe, Nobelpreisträger
- 1983 - Clemens Holzmeister, österreichischer Architekt
- 1983 - Norma Shearer, US-amerikanische Schauspielerin
- 1985 - Helmuth Plessner, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1986 - Ernst Scholz, Minister für Bauwesen der DDR
- 1987 - Paul Janes, deutscher Fußballspieler
- 1990 - Georg Meistermann, deutscher Maler
- 1994 - Nicole Brown Simpson, Ex-Frau des American Football-Stars O. J. Simpson
- 1995 - Arturo Benedetti Michelangeli, italienischer Pianist
- 1997 - Bulat Okudschawa, russischer Chansonnier
- 2002 - Bill Blass, US-amerikanischer Modedesigner
- 2003 - Gregory Peck, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 2003 - Itamar Assumpção, brasilianischer Sänger, Komponist, Arrangeur und Schauspieler
- 2004 - Bassam Salih Kubba, irakischer Politiker
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Russland
- Nationalfeiertag auf den Philippinen
Siehe auch
:11. Juni - 13. Juni
:12. Mai - 12. Juli
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0612
ja:6月12日
ko:6월 12일
simple:June 12
th:12 มิถุนายน
Frankfurt am Main
Frankfurt am Main ist mit 657.126 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Stadt in Deutschland. Frankfurt ist heute eine Weltstadt, eine der reichsten Metropolen Europas und eine Literatur- und Kulturmetropole.
Seit 1875 ist Frankfurt Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die städtische Bebauung reicht weit über die eng gezogenen Stadtgrenzen hinaus. Die engere Stadtregion hat etwa 1,8 Millionen Einwohner, die Gesamtregion Frankfurt Rhein-Main ist mit über 5 Millionen Einwohnern nach Rhein-Ruhr die zweitgrößte deutsche Metropolregion.
Frankfurt ist Hauptsitz der Europäischen Zentralbank und der wichtigste Finanzplatz Kontinental-Europas. Als Messestadt hat Frankfurt weltweite Bedeutung. Zudem ist es einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Seit dem Mittelalter gehört die Stadt ohne Unterbrechung zu den wichtigsten urbanen Zentren in Deutschland. Die zentrale Lage von Frankfurt am Main in Europa trug maßgeblich zum Wachstum des Frankfurter Flughafens bei. Dieser ist einer der wichtigsten Passagier- und Frachtumschlagplätze Europas. Von hier aus bekommt man die größte Anzahl internationaler Anschlüsse weltweit.
Wappen
Blasonierung:
Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler. Er ist in Gold und Grau bewehrt und bezungt.
Bedeutung:
Der Adler symbolisiert den ehemaligen Status der Stadt als freie Reichsstadt. In den 1920ern sollte das Wappen durch eine radikal vereinfachte Version ersetzt werden. Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung gefiel dieser Vorschlag allerdings nicht, und schnell wurde wieder das alte Wappen eingeführt.
Geographie
expressionistische
expressionistische
Geographische Lage
Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral zwischen den wichtigsten Wirtschaftsräumen Deutschlands. Im Süden verfügt Frankfurt über den größten Stadtwald Deutschlands. Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 m ü. NN. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in
Sindlingen bei 88 m ü. NN. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.
Basel
Nachbargemeinden und Kreise
Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Bad Soden am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg v.d. Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Kreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim und Kelsterbach).
Stadtgliederung
Stadtteile
Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Ortsteil ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Stadt in der Gründerzeit. Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg.
Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einer/m Ortsvorsteher/in als Vorsitzende/n haben.
Eingemeindungen
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallusviertel, Westend, Nordend, Ostend und Sachsenhausen. Ab 1877 wurden zahlreiche selbständige Gemeinden in die Stadt Frankfurt eingegliedert.
Siehe auch:
Stadtbild
1877
Altstadt und Innenstadt
1877
Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden "modernen" Wiederaufbau, dem die Stadt ein "autogerechtes" Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unbeschadet, das Haus Wertheym am Fahrtor. Bereits kurz nach 1900 wurden Straßendurchbrüche (Braubachstraße) und der Abriss ganzer Quartiere (Judengasse) durchgeführt. Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. "Altstadt" ist offiziell das Viertel südlich der Zeil, westlich begrenzt durch die Neue Mainzer Straße, östlich durch das Fischerfeld. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche.
Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian.
Matthäus Merian
Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocken Wallanlagen mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurden geschleift und stattdessen ein Anlagenring als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Die Neustadt (außerhalb der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der so genannten Staufermauer) wurde neu bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie sie aussehen sollte. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist zum Beispiel das ehemalige Gebäude der Stadtbibliothek, das als „Literaturhaus“ im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. Seit dem 8. Oktober ist es an der "Schönen Aussicht 2", direkt am Mainufer gelegen, für die Öffentlichkeit zugänglich. Dazu kam das "Wallservitut", in dem festgelegt wurde, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürften. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).
Alte Oper
Alte Oper]
Seit den 50er-Jahren etablierte sich Frankfurt als Hochhausstadt. Der Henninger-Turm in Sachsenhausen war 1960 das erste Frankfurter Gebäude, das an Höhe (120 Meter) den Westturm des Kaiserdoms überbot. Die höchsten Hochhäuser der 70er-Jahre (Plaza Büro Center/ Marriott-Hotel, DG-Bank, Dresdner Bank) waren mit rund 150 Metern Höhe die höchsten der Bundesrepublik, der Messeturm erreichte 1990 257 Meter Höhe und war das höchste Gebäude Europas, bis es sieben Jahre später vom 300 m hohen Turm (inkl. Mast) der Commerzbank-Zentrale übertroffen wurde.
Neben den Hochhäusern sieht man aber immer noch die prächtigen Filialen der Bankhäuser vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die Kirchengebäude kann man noch zwischen den Bürohochhäusern erkennen. Durch einen Hochhausrahmenplan wurde versucht, urbanen "Wildwuchs" zu vermeiden. Allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie zum Beispiel der Neubau der Europäischen Zentralbank im Ostend.
Die radikalste Veränderung außerhalb des Rahmenplans vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit an der Hauptwache auf Europas teuerster Baustelle ein exklusives Einkaufszentrum mit einem Hochhaus-Ensemble auf dem ehemaligen Gelände der Telekom. "FrankfurtHochVier" wird vom niederländischen Projektentwickler MAB vorangetrieben. Dabei soll auch das alte Palais Thurn und Taxis in einem dem Original ähnlichen Zustand neu errichtet und in das moderne Einkaufszentrum mit First Class-Hotel und Büroräumen eingefügt werden.
Gründerzeitliche Bezirke
Das Stadtgebiet wurde außerhalb dieses Ringes kontinuierlich erweitert und so entstanden seit etwa 1830 die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe.
Bahnhofsviertel
Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten enorm. Die Frankfurter Bürger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal 1 % der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut - und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils abgerissen und ersetzt. Die um 1890 eingemeindeten Stadtteile wie zum Beispiel Bockenheim und Bornheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Um die neuen Grenzen der Stadt zu beschreiben, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts ein zweiter Ring gebaut. Der Alleenring ist heute zu einer stark befahrenen Ringstraße geworden.
Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere Grünanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmann-Park mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend sind auch der Holzhausenpark und der Günthersburgpark gelegen. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, im Ostend der Ostpark.
Höchst und die äußeren Stadtteile
Ostend.]]
In den 20er-Jahren folgten große Wohnsiedlungen von Ernst May außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Die Römerstadt im Norden bei Heddernheim, die große Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Siedlung am Riedhof und die Heimatsiedlung im Süden sind einige Beispiele.
Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1978 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben wohl am wenigsten mit dem Frankfurter Kerngebiet gemein (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim).
Siehe auch: Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main
Geschichte
Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main]
Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: "...actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd" - "gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt." Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.
Die Goldene Bulle erklärte Frankfurt ab 1356 zur ständigen Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon einige Königswahlen stattfanden. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, der Letzte war 1792 der Habsburger Franz II..
Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs trat Frankfurt dem Rheinbund bei und wurde unter dem Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg die Hauptstadt eines kurzlebigen (1810 - 1813) Großherzogtums Frankfurt.
Danach wurde Frankfurt wieder Freie Stadt, diesmal im Deutschen Bund. Dessen Bundestag richtete sich in der Stadt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.
Frankfurter Paulskirche
Im Deutsch-Österreichischen Krieg nahm Frankfurt für Österreich Partei, wurde dem zu Folge 1866 von Preußen annektiert und verlor so endgültig seinen Status als Stadtstaat; es wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.
Unterdes erweiterte Frankfurt seine Grenzen und gemeindete zahlreiche umliegende Orte ein. Damit wurde es schließlich sogar für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 9.000 Juden aus Frankfurt deportiert. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten gezielte britische Luftangriffe fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild - in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt - ging aber auch im Zuge eines modernen Wiederaufbaus verloren. Weite Teile der einstigen Altstadt werden heute von Betonbauten der 50er-Jahre geprägt, wo sich einstmals ein Gassengewirr zwischen eng beieinander stehendem Fachwerk erstreckte.
Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt nur knapp und gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden und beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1999 Sitz der Europäischen Zentralbank.
Mehr zur Geschichte der Stadt unter Geschichte von Frankfurt am Main.
Einwohnerentwicklung
Zur Entwicklung der Einwohnerzahl siehe Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main (Tabelle mit Diagramm).
Religionen
Als multikulturelle Vielvölkerstadt verfügt Frankfurt über zahlreiche religiöse Gruppierungen, von denen längst nicht alle offiziell registriert sind.
Die autochtonen, traditionell vorherrschenden Religionen Frankfurts sind der lutherische Protestantismus und das Judentum.
Obwohl sich die Freie Reichsstadt 1522 der Reformation anschloss, beließ man aufgrund des engen Verhältnisses zum (katholischen) Kaiserhaus der katholischen Gemeinde die volle Glaubensfreiheit. Sie nutzte den Kaiserdom als ihre Gemeindekirche. 1786 wurden auch reformierte Gemeinden zugelassen. Durch die starke Zuwanderung im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen.
Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), und Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz).
Die sehr alte Jüdische Gemeinde Frankfurt ist mit ungefähr 7200 Mitgliedern neben der in Berlin eine der vier großen Gemeinden in der Bundesrepublik.
Mehr Details siehe unter Religionen in Frankfurt am Main.
Politik
Hauptartikel: Politik in Frankfurt am Main
Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt.
Frankfurt wird zur Zeit von einem Viererbündnis (CDU, SPD, Grüne und FDP) unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert.
Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind unter anderem der bevorstehende Ausbau des Rhein-Main-Flughafens oder der so genannte Hochhausrahmenplan.
Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) in den Bundestag ein.
Siehe auch: Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main
Städtepartnerschaften
Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:
Ferner besteht zwischen dem Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre (Frankreich) seit 1967 eine Partnerschaft.
Freundschaftsverträge gibt es mit folgenden Städten:
Wirtschaft und Infrastruktur
Laut einer Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die reichste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten; es folgen Karlsruhe, Paris und dann München.
Frankfurt hat mit 922 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 Arbeitsplätzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern ergibt sich durch die große Zahl der Pendler, wodurch das BIP pro Kopf der ansässigen Wohnbevölkerung stark gesteigert wird. Deshalb kann man Frankfurt auch nur tagsüber (an Werktagen und Einkaufssamstagen) als Millionenstadt bezeichnen, andererseits schlägt sich der oben genannte statistische Reichtum tatsächlich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des "Speckgürtels" wie z.B. von Bad Homburg nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Frankfurt hat sogar seit einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 80er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten) Deutschlands.
In einer Rangliste der Großstädte mit der höchsten Lebensqualität belegt Frankfurt weltweit den fünften Platz. Trotzdem hatte die Stadt 2003 die höchste Kriminalität der deutschen Städte. Diese Statistik wird jedoch dadurch verzerrt, dass Frankfurt tagsüber aufgrund der vielen Pendler eine Millionenstadt ist, die Kriminalitätsrate jedoch nur mit 650.000 Einwohnern errechnet wird. Zudem fließen sämtliche Vergehen am Flughafen (wie Schmuggel etc.) mit in die Statistik ein. Tatsächlich ist Frankfurt daher eine sehr sichere Stadt, was Umfragen zur subjektiven Sicherheit der Bevölkerung auch verdeutlichen.
Der Frankfurter Flughafen ist die größte Arbeitsstätte Deutschlands.
Verkehr
Fernverkehr
Die Stadt Frankfurt am Main ist dank ihrer einzigartigen zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Europa.
Zum einen kreuzen sich am Frankfurter Kreuz, dem meistbefahrenen Autobahnkreuz Europas, die Autobahnen A 5 (Hattenbacher Dreieck - Weil am Rhein) und A 3 (Arnheim - Passau), zum anderen verfügt die Stadt über den Flughafen Frankfurt, einen der größten Flughäfen der Welt mit 51,1 Millionen Fluggästen im Jahr 2004.
Flughafen Frankfurt
Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof den nach Fahrgästen (etwa 350.000 pro Tag) größten Bahnhof Europas. Seit dem Jahr 2000 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf 1 1/4 Stunden verkürzt. Nach Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Brüssel werden die Finanzzentren Frankfurt und London eine direkte Schnellzugverbindung (durch den Kanaltunnel) erhalten. Zudem wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris derzeit ausgebaut.
Die Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene ist allerdings zurückgegangen: von den zwei Rangierbahnhöfen ist nur mehr der kleinere in Betrieb (Frankfurt am Main-Ost), während der größere (Frankfurt am Main-Hauptgüterbahnhof) stillgelegt ist und dessen Gelände teilweise von der Frankfurter Messe genutzt wird. Zudem soll auf dem Areal das neue "Europaviertel" entstehen. Jedoch ist Frankfurt weiterhin ein zentraler Logistikstandort und bei der Luftfracht europäischer Marktführer.
In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt über den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden.
Main-Donau-Kanal
Frankfurt besitzt nach der Umwandlung des Westhafens in ein Wohn- und Büroquartier noch den Osthafen.
Nahverkehr
Das Angebot des ÖPNV in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der teilweise zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Omnibussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Den Hauptbahnhof bedienen alle S-Bahnen, fast alle Straßenbahnen und zwei der sieben U-Bahnen. Weitere wichtige Knotenpunkte sind die Hauptwache, wo sich U- und S-Bahn kreuzen (8 S-Bahnen und 5 U-Bahnen), sowie Konstablerwache (8 S-Bahnen, 4 U-Bahnen und eine Straßenbahnlinie). Dieses sind die zwei Stationen, welche unter der Einkaufsmeile Zeil liegen.
Das größte Verkehrsunternehmen für die lokalen Verkehrsmittel in der Stadt ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH übernimmt die Koordination und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der für die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zuständig ist.
Durch zahlreiche Stadtautobahnen (teilweise als BAB, teilweise als autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen) kann die Stadtregion als für den Individualverkehr überdurchschnittlich erschlossen betrachtet werden.
Elektronische Kommunikation
Auch für das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Hier befindet sich der größte deutsche Internetknoten DE-CIX und die DeNIC.
Siehe auch: Wichtige Straßen und Plätze in Frankfurt am Main, Nahverkehr in Frankfurt am Main
Messe
Nahverkehr in Frankfurt am Main
Handelsmessen haben in Frankfurt eine lange Tradition. Nach neuesten Erkenntnissen war Frankfurt mit der Frankfurter Messe die erste Messestadt der Welt. Schon im Mittelalter konnten Handelsreisende hier ihre Waren anbieten. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation (Leipziger Messe), war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden.
Wichtige Messen in Frankfurt sind neben der Frankfurter Buchmesse, der Internationalen Automobilausstellung und der Achema auch die Ambiente Frankfurt, die größte Konsumgütermesse der Welt.
Ansässige Unternehmen
Entgegen einer landläufigen Meinung sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansässig. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Hier findet man unter anderem Chemiekonzerne, Werbeagenturen, Softwareunternehmen und Call-Center. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als "Apotheke der Welt". Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE) und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptsitz der IG Metall und der IG BAU vertreten.
IG BAU
Frankfurt am Main ist aber vor allem als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltweit bekannt. In der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen drei der größten deutschen Banken.
Die Deutsche Bank AG liegt in der Mainzer Landstraße in der Nähe der Taunusanlage. Wenige Straßen weiter stadteinwärts kann man die Wolkenkratzer der Commerzbank AG erkennen, von denen der höchste fast 300 Meter in die Höhe ragt.
Anders als der Name vermuten lässt, wird auch die Dresdner Bank AG von Frankfurt aus geleitet. Sie gehört jedoch der Allianz AG mit Sitz in München. Ebenso findet sich die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa in Frankfurt. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz in Frankfurt, diese sind das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, Bankhaus Delbrück-Bethmann-Maffei und die BHF Bank.
Zu den großen Privatbanken kommen noch die DZ BANK, die Deka die Frankfurter Sparkasse von 1822 sowie die Landesbank Hessen-Thüringen (HELABA) hinzu. Die meisten der beinahe 300 weiteren Banken sind keine inländischen Unternehmen.
Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen „Frankfurter Wertpapierbörse“ und „XETRA“ ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.
Staatliche Einrichtungen und Organisationen
Frankfurt am Main ist eine Bankenmetropole, auch in Bezug auf staatliche Banken. Neben der Deutschen Bundesbank und der KfW Bankengruppe haben auch die Europäische Zentralbank und das deutsche IFC-Büro (die International Finance Corporation ist Teil der Weltbankgruppe) ihren Sitz in Frankfurt.
Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Bibliothek, des Hessischen Oberlandesgerichts sowie des Hessischen Landesarbeitsgerichtes und hat ein eigenes Polizeipräsidium und eine Berufsfeuerwehr mit 7 Feuerwachen. Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt zudem Sitz des Bundesdisziplinargerichts.
Frankfurt ist zudem Sitz von 88 Konsulaten. Nur New York und Hamburg haben mehr ausländische Vertretungen, ohne dabei Hauptstadt eines Staates zu sein. China und Russland haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet.
Medien
Frankfurt, eine der ältesten Zeitungsstädte der Welt, ist Sitz von zwei überregionalen Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhält sowohl Redaktion als auch Verlagshaus in der Nähe der Mainzer Landstraße im Stadtteil Gallusviertel. Die linksliberale Frankfurter Rundschau hingegen hat ihr Verlagshaus mitsamt Redaktion seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zudem erscheint in Frankfurt noch eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung, die Frankfurter Neue Presse, im Verlag der Frankfurter Societät in direkter Nachbarschaft zum Verlagshaus der FAZ. In Frankfurt erscheint zudem die neue Tageszeitung NEWS Frankfurt aus dem Handelsblatt-Verlag, die vor allem durch ein neues kleines Format (tabloid rheinisch) und ein modernes Layout auffallen möchte.
Neben den Tageszeitungen gibt es in der Frankfurter Medienlandschaft noch einige interessante Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitschrift der Stadt für Veranstaltungen, Feste und so genannte Insidertipps. Wie auch die FAZ und die FNP hat das Journal Frankfurt seine Redaktion im Frankfurter Gallusviertel. Auf "ökologische Zeitschriften" hat sich der Öko-Test Verlag in der "Grünen-Hochburg" Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist darunter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Ebenfalls in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire-Zeitschrift Titanic.
Frankfurts ältester Rundfunksender war die 1924 gegründete private Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG. Heute ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem Funkhaus „Am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen für Hörfunk und Fernsehen. Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte, die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste) über ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Innenstadt sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group. Auch reine Radiosender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Radiosender ist Radio X. Sein Studio ist unweit der Konstablerwache. Der größte private Radiosender der Region, FFH, hat seinen Sitz in der nahe gelegenen Stadt Bad Vilbel.
Ebenfalls in Frankfurt beheimatet ist die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland. Sie hat ihre Büros im repräsentativen Messeturm.
Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von August 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim.
Bildung und Forschung
In Frankfurt am Main befinden sich zwei Universitäten sowie mehrere Fachhochschulen. Die bekannteste und älteste Universität der Stadt ist die 1914 gegründete Johann Wolfgang Goethe-Universität mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad. Daneben existiert noch die Privatuniversität Business School of Finance and Management, die ehemalige Hochschule für Bankwirtschaft.
Im künstlerischen Bereich verfügt Frankfurt zum einen über die Staatliche Hochschule für bildende Künste, gegründet 1817 von Johann Friedrich Städel, die später in Besitz der Stadt gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden Künste erhoben wurde. Die andere bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegründeten privaten Stiftung „Dr. Hoch's Konservatorium“ hervorgegangene Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.
Die 1971 aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen gegründete Fachhochschule Frankfurt am Main bietet Studiengänge mit Schwerpunkt in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften.
Eine weitere besondere Einrichtung ist die Philosophisch-theologische Hochschule Sankt Georgen. Die private wissenschaftliche Hochschule in Trägerschaft der Deutschen Provinz der Jesuiten sitzt seit 1950 im Stadtteil Sachsenhausen.
Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main - Fachhochschule für Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule für den gehobenen Dienst in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein.
Des weiteren existieren in der Stadt die Max-Planck-Institute für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung.
Von der Stadt vergebene Auszeichnungen
- Otto-Hahn-Preis
- Frankfurter Gründerpreis
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Altstadt
Frankfurter Gründerpreis]
Drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche.
Der Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Historische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit.
Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes. Zwischen Römerberg und Zeil befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche.
Die Paulskirche ist ein klassizistischer Bau, eröffnet 1789, Ort der Nationalversammlung von 1848/49. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés.
Die Großmarkthalle (im Dialekt: Gemieskerch) ist ein funktionales Gebäude von klassischer Schönheit von 1928. Die Kleinmarkthalle Frankfurt (1954) ist zugleich Spezialitätenlokal. Weitere Markthallen.
Mainufer und Mainbrücken
1954Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung des Museumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen oder die architektonisch anspruchsvollen Mainbrücken bei. Der Eiserne Steg, eine Fußgängerbrücke von 1863, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-Mainbrücken auf Altstadt und Skyline wird auch in den Medien gern als Illustration für Beiträge aus Frankfurt verwendet (siehe auch das Bild am Anfang dieses Artikels).
Zudem wurden in den letzten Jahren zwei große Beachclubs am nördlichen (Galerie Beachclub im Ostend) und südlichen (Kingkamehameha Beachclub in Offenbach) Mainufer eröffnet.
Citykirchen
Ein lebendiges Bild der Stadtviertel mit ihren bis in die Gegenwart reichenden kirchlichen Hochbauten geben die Rundgänge zu den Hauptkirchen der Altstadt. Zu den Hochfesten des Kirchenjahrs findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläut statt.
Siehe auch: Historische Kirchen in Alt-Frankfurt
Hochhäuser
siehe Hauptartikel: Hochhäuser in Frankfurt am Main
Hochhäuser in Frankfurt am Main
Als einzige europäische Großstadt neben Moskau, besitzt Frankfurt eine nennenswerte Anzahl von Hochhäusern im unmittelbaren Stadtzentrum. Bekannt sind der Messeturm und das Commerzbank-Hochhaus als derzeit höchster Wolkenkratzer Europas, die Konzernzentralen von Dresdner Bank und Deutsche Bank oder das Gebäude der Europäischen Zentralbank. Das einzige öffentlich zugängliche Hochhaus der Innenstadt ist der Maintower mit seiner Aussichtsplattform 200 Meter über Straßenniveau.
Wegen dieser Skyline wird Frankfurt auch manchmal als Mainhattan bezeichnet - eine Anspielung auf Manhattan in New York City.
Um die Hochhäuser bauleitplanerisch zu reglementieren, wurde in Franfurt ein | | |