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Annefrank

Annefrank

(5535) Annefrank ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels mit einem Durchmesser von 6 km. Der Asteroid wurde am 23. März 1942 von dem deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth entdeckt und später zum Gedenken an das Holocaust-Opfer Anne Frank benannt. Annefrank bewegt sich zwischen 2,0723 (Perihel) AU bis 2,3526 AU (Aphel) auf einer fast kreisförmigen Bahn um die Sonne. Die Bahn ist 4,2469° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,0633. Am 2. November 2002 flog die Raumsonde Stardust in 3.300 km Entfernung an Annefrank vorüber und sandte über 70 Aufnahmen zur Erde. Die Bilder zeigen einen unregelmäßig geformten, von Einschlagskratern übersäten Himmelskörper mit einer sehr dunklen Oberfläche. Siehe auch: Liste der Asteroiden Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser ja:アンネフランク (小惑星)

Asteroid

Als Asteroiden bezeichnet man kleine planetenähnliche Objekte, die sich in Keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. In der Terminologie der Astronomen wird ein Asteroid (sternähnliches Objekt) häufig als Kleinplanet oder Planetoid (planetenähnliches Objekt) bezeichnet. Bislang sind etwa 220 000 Asteroiden bekannt, wobei die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Nur die wenigsten haben allerdings mehr als 100 km Durchmesser. Bis vor einigen Jahren war Ceres der größte bekannte Planetoid. Diesen Rang musste er inzwischen abgeben. Im Kuipergürtel wurden Objekte wie Quaoar (vorherige vorläufige Bezeichnung 2002 LM60) mit 1250 km Durchmesser, Orcus (2004 DW) mit einem Durchmesser von 1600–1800 km und 2003 UB313 mit 2500–3200 km Durchmesser gefunden. Jenseits des Kuipergürtels wurde Ende 2003 der etwa 1700 km große Asteroid Sedna (2003 VB12) entdeckt. Weitere große Asteroiden sind Pallas, Vesta, Juno, Hebe, Iris, Hygeia, Parthenope, Eunomia, Arethusa und Astraea.

Die Geschichte der Asteroidenforschung

Bereits im Jahre 1760 entwickelte der deutsche Gelehrte Johann Daniel Titius eine einfache mathematische Formel (Titius-Bode-Reihe), nach der die Abstände der Planeten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Die Reihe enthält jedoch eine Lücke, da zwischen Mars und Jupiter, im Abstand von 2,8 AE, ein Planet fehlt. Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine regelrechte Jagd auf den unentdeckten Planeten ein. Das erste internationale Forschungsvorhaben wurde ins Leben gerufen, organisiert von Baron Franz Xaver von Zach, der seinerzeit an der Sternwarte Gotha tätig war. Der Himmel wurde in 24 Sektoren eingeteilt, die von Astronomen in ganz Europa systematisch abgesucht wurden. Für den Planeten hatte man bereits den Namen „Phaeton“ reservieren lassen. Fündig wurde man allerdings nicht. In der Neujahrsnacht des Jahres 1801 entdeckte der Astronom und Theologe Giuseppe Piazzi im Teleskop der Sternwarte von Palermo (Sizilien) bei der Durchmusterung des Sternbildes Stier einen schwachen Stern, der in keiner Sternkarte verzeichnet war. Piazzi hatte von dem Forschungsvorhaben gehört und beobachtete den Stern in den folgenden Nächten, da er vermutete, den gesuchten Planeten gefunden zu haben. Er sandte seine Beobachtungsergebnisse an Zach, wobei er das Objekt zunächst als neuen Kometen bezeichnete. Piazzi erkrankte und konnte seine Beobachtungen nicht fortsetzen. Bis zur Veröffentlichung von Piazzis Beobachtungen war viel Zeit vergangen. Der Himmelskörper war weiter in Richtung Sonne gewandert und konnte zunächst nicht wieder gefunden werden. Der Mathematiker Gauß hatte allerdings ein numerisches Verfahren entwickelt (unter Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate), die es erlaubte, die Bahnen von Planeten oder Kometen anhand nur weniger Positionen zu bestimmen. Nachdem Gauss die Veröffentlichungen Piazzis gelesen hatte, berechnete er die Bahn des Himmelskörpers und sandte das Ergebnis nach Gotha. Heinrich Wilhelm Olbers entdeckte das Objekt daraufhin am 31. Dezember 1801 wieder, dass schließlich den Namen Ceres erhielt. Im Jahre 1802 entdeckte Olbers einen weiteren Himmelskörper, den er Pallas nannte. 1803 wurde Juno, 1807 Vesta entdeckt. Bis zur Entdeckung des fünften Asteroiden, Astraea im Jahre 1847, vergingen fast 40 Jahre. Es folgten allerdings rasch weitere Entdeckungen, wie die Düsseldorfer Planetoiden, so dass im Jahre 1890 etwa 300 Asteroiden bekannt waren. Nach 1890 brachte die Einführung der Fotografie in die Astronomie wesentliche Fortschritte. Die Asteroiden, die bis dahin mühsam durch den Vergleich von Teleskopbeobachtungen mit Himmelskarten gefunden wurden, verrieten sich nun durch Lichtspuren auf den fotografischen Platten. Durch die im Vergleich zum menschlichen Auge höhere Lichtempfindlichkeit der fotografischen Emulsionen konnten äußerst lichtschwache Objekte nachgewiesen werden. Durch den Einsatz der neuen Technik stiegt die Zahl der entdeckten Asteroiden rasch an. Die Einführung der CCD-Kameratechnik um 1990 und die Möglichkeiten der computerunterstützten Auswertung der elektronischen Aufnahmen bedeutete einen weiteren wesentlichen Fortschritt. Bislang sind etwa 220.000 Asteroiden katalogisiert worden. Ist die Bahn eines Asteroiden bestimmt worden, kann die Größe des Himmelskörpers aus der Untersuchung seiner Helligkeit und des Rückstrahlvermögens, der Albedo, ermittelt werden. Dazu werden Messungen im optisch sichtbaren Licht sowie im Infrarotbereich durchgeführt. Diese Methode ist mit Unsicherheiten verbunden, da die Oberflächen der Asteroiden chemisch unterschiedlich aufgebaut sind und das Licht unterschiedlich stark reflektieren. Genauere Ergebnisse können mittels Radarbeobachtungen erzielt werden. Dazu können Radioteleskope verwendet werden, die, als Sender umfunktioniert, starke Radiowellen in Richtung der Asteroiden aussenden. Durch die Messung der Laufzeit der von den Asteroiden reflektierten Wellen kann deren exakte Entfernung bestimmt werden. Die weitere Auswertung der Radiowellen liefert Daten zu Form und Größe. Regelrechte „Radarbilder“ lieferte beispielsweise die Beobachtung der Asteroiden Castalia und Toutatis. Eine Reihe von Asteroiden konnte mittels Raumsonden näher untersucht werden:
- Die Raumsonde Galileo flog auf ihrem Weg zum Planeten Jupiter im Jahre 1991 am Asteroiden Gaspra und 1993 an Ida vorbei.
- Die Sonde NEAR-Shoemaker flog 1997 an dem Asteroiden Mathilde vorbei und landete 2001 auf Eros.
- Die Sonde Deep Space 1 passierte 1999 den Asteroiden Braille in 26 km Abstand.
- Die Sonde Stardust zog 2002 in 3.300 km Entfernung am Asteroiden Annefrank vorbei.
- Die japanische Sonde Hayabusa ereichte 2005 den Asterioden Itokawa und soll von dort Gesteinsproben zur Erde transferieren.

Die Benennung der Asteroiden

Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen Die Namen der Asteroiden setzen sich aus einer vorangestellten Nummer und einem Namen zusammen. Die Nummer gab früher die Reihenfolge der Entdeckung des Himmelskörpers an. Heute ist sie eine rein numerische Zählform, da sie erst vergeben wird, wenn die Bahn des Asteroiden gesichert ist (das Objekt ist jederzeit wieder auffindbar). Das kann durchaus auch erst Jahre nach der Erstbeobachtung erfolgen. Der Entdecker hat innerhalb von 10 Jahren nach der Nummerierung das Vorschlagsrecht für die Vergabe eines Namens. Dieser muss aber durch eine Kommission der Internationalen Astronomischen Union bestätigt werden, da es Richtlinien für die Namen astronomischer Objekte gibt. Dementsprechend existieren zahlreiche Asteroiden zwar mit Nummer, aber ohne Namen, vor allem in den oberen Zehntausendern. Neuentdeckungen, für die noch keine Bahn mit ausreichender Genauigkeit berechnet werden konnte, werden mit dem Entdeckungsjahr und einer Buchstabenkombination, beispielsweise 2003 UB313, gekennzeichnet. Die Buchstabenkombination setzt sich aus dem ersten Buchstaben für die Monatshälfte (beginnend mit A und fortlaufend bis Y ohne I) und einem fortlaufenden Buchstaben zusammen. Wenn mehr als 24 Kleinplaneten in einer Monatshälfte entdeckt werden - was heute die Regel ist - beginnt die Buchstabenkombination von vorne, gefolgt von jeweils einer je Lauf um eins erhöhten laufenden Nummer. Der erste Asteroid wurde 1801 von Giuseppe Piazzi an der Sternwarte Palermo auf Sizilien entdeckt. Piazzi taufte den Himmelskörper auf den Namen Ceres Ferdinandea. Die römische Göttin Ceres ist Schutzpatronin der Insel Sizilien. Mit dem zweiten Namen wollte Piazzi König Ferdinand IV., den Herrscher über Italien und Sizilien ehren. Dies missfiel der internationalen Forschergemeinschaft und man ließ ihn weg. Die offizielle Bezeichnung des Asteroiden lautet demnach (1) Ceres. Bei den weiteren Entdeckungen wurde die Nomenklatur beibehalten und die Asteroiden wurden nach römischen und griechischen Göttinnen benannt; dies waren (2) Pallas, (3) Juno, (4) Vesta ... (17) Thetis (der erste von 24 Düsseldorfer Planetoiden), (288) Glauke (der letzte der Düsseldorfer Planetoiden) und so weiter. Anfänglich galt auch das ungeschriebene Gesetz, dass Asteroiden stets weibliche Namen erhielten; dieses wurde erstmals beim Asteroiden (334) Chicago gebrochen. Als immer mehr Asteroiden entdeckt wurden, gingen den Astronomen die antiken Gottheiten aus. So wurden Asteroiden unter anderem nach den Ehefrauen der Entdecker, zu Ehren historischer Persönlichkeiten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Städten, Märchenfiguren und Gottheiten aus anderen Religionen benannt. Beispiele hierfür sind die Asteroiden Kleopatra, Albert, Annefrank, Jodiefoster, Lutetia, Rumpelstilz, Varuna, Quaoar und Sedna. Diese Praxis trieb Blüten. So ist beispielsweise der 1935 entdeckte Planetoid Haremari zu Ehren beliebter Schauspielerinnen und der Freundinnen einiger Mitarbeiter des Astronomisches Recheninstituts in Heidelberg benannt, als Harem des ARI.

Die Entstehung der Asteroiden

Zunächst gingen die Astronomen davon aus, dass die Asteroiden das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe seien, bei der ein Planet zwischen Mars und Jupiter auseinanderbrach und Bruchstücke auf seiner Bahn hinterließ. Es zeigte sich jedoch, dass die Gesamtmasse der im Hauptgürtel vorhandenen Asteroiden sehr viel geringer ist als die des Erdmondes. Daher nimmt man heute an, dass die Asteroiden eine Restpopulation von Planetesimalen aus der Entstehungsphase des Sonnensystems darstellen. Die Gravitation von Jupiter, dessen Masse am schnellsten zunahm, verhinderte die Bildung eines größeren Planeten aus dem Asteroidenmaterial. Die Planetesimale wurden auf ihren Bahnen gestört, kollidierten immer wieder heftig miteinander und zerbrachen. Ein Teil wurde auf Bahnen abgelenkt, die sie auf Kollisionskurs mit den Planeten brachten. Hiervon zeugen noch die Impaktkrater auf den Planetenmonden und den inneren Planeten. Die größten Asteroiden wurden nach ihrer Entstehung stark erwärmt (hauptsächlich durch den radioaktiven Zerfall des Aluminium-Isotops 26Al und möglicherweise auch des Eisenisotops 60Fe) und im Innern aufgeschmolzen. Schwere Elemente, wie Nickel und Eisen, setzten sich infolge der Schwerkraftwirkung im Inneren ab, die leichteren Verbindungen, wie die Silikate, verblieben in den Außenbereichen. Dies führte zur Bildung von differenzierten Körpern mit metallischem Kern und silikatischem Mantel. Ein Teil der differenzierten Asteroiden zerbrach bei weiteren Kollisionen, wobei Bruchstücke, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten, als Meteoriten niedergehen.

Die Zusammensetzung der Asteroiden

Die spektroskopische Untersuchung der Asteroiden zeigte, dass deren Oberflächen chemisch unterschiedlich zusammengesetzt sind. Analog erfolgte eine Einteilung in verschiedene spektrale beziehungsweise taxonomische Klassen:
- C-Asteroiden: Dies ist mit einem Anteil von 75 % der häufigste Asteroidentyp. C-Asteroiden weisen eine kohlen- oder kohlenstoffartige (das C steht für Kohlenstoff), dunkle Oberfläche mit einer Albedo um 0,05 auf. Es wird vermutet, dass die C-Asteroiden aus dem gleichen Material bestehen, wie die kohligen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten. Die C-Asteroiden bewegen sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels.
- S-Asteroiden: Der mit einem Anteil von 17 % zweithäufigste Typ (das S steht für Silikat) kommt hauptsächlich im inneren Bereich des Hauptgürtels vor. S-Asteroiden besitzen eine hellere Oberfläche mit einer Albedo von 0,15 bis 0,25. Von ihrer Zusammensetzung her ähneln sie den gewöhnlichen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, die überwiegend aus Silikaten zusammengesetzt sind.
- M-Asteroiden: Der überwiegende Rest der Asteroiden wird diesem Typ zugerechnet. Bei den M-Meteoriten (das M steht für metallisch) dürfte es sich um die metallreichen Kerne differenzierter Asteroiden handeln, die bei der Kollision mit anderen Himmelskörpern zertrümmert wurden. Sie besitzen eine ähnliche Albedo wie die S-Asteroiden. Ihre Zusammensetzung dürfte der von Nickel-Eisenmeteoriten gleichen.
- E-Asteroiden: Die Oberflächen dieses seltenen Typs von Asteroiden bestehen aus dem Mineral Enstatit. Chemisch dürften sie den Enstatit-Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, ähneln. E-Asteroiden besitzen eine hohe Albedo von 0,4 und mehr.
- V-Asteroiden: Dieser seltene Typ von Asteroiden (das V steht für Vesta) ist ähnlich zusammengesetzt, wie die S-Asteroiden. Der einzige Unterschied ist der erhöhte Anteil an Pyroxen-Mineralen. Es wird angenommen, dass alle V-Asteroiden aus dem silikatischen Mantel von Vesta stammen und bei der Kollision mit einem anderen großen Asteroiden abgesprengt wurden. Darauf weist ein gewaltiger Impaktkrater auf Vesta hin. Die auf der Erde gefundenen HED-Achondrite, eine seltene Gruppe von Steinmeteoriten, könnten ebenfalls von Vesta stammen, da sie eine ähnliche chemische Zusammensetzung aufweisen.
- G-Asteroiden: Können als Untergruppe der C-Klasse angesehen werden, da sie ein ähnliches Spektrum aufweisen, jedoch im UV-Bereich unterschiedliche Absorptionslinien aufweisen.
- B-Asteroiden: Ähnlich zusammengesetzt, wie die C- und G-Klasse. Abweichungen im UV-Bereich.
- F-Asteroiden: Ebenfalls eine Untergruppe der C-Klasse, jedoch mit Unterschieden im UV-Bereich. Außerdem fehlen Absorptionslinien im Wellenlängenbereich des Wassers.
- P-Asteroiden: Asteroiden dieses Typs besitzen eine sehr geringe Albedo und ein Spektrum im rötlichen Bereich. Sie sind wahrscheinlich aus Silikaten mit Kohlenstoffanteilen zusammengesetzt. P-Asteroiden halten sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels auf.
- D-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich zusammengesetzt, wie die P-Asteroiden, mit einer geringen Albedo und einem rötlichen Spektrum.
- R-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich aufgebaut, wie die V-Asteroiden. Das Spektrum weist auf hohe Anteile an Olivin und Pyroxene hin.
- A-Asteroiden: Das Spektrum der A-Asteroiden zeigt deutliche Olivinbande und weist auf einen völlig differenzierten Mantelbereich hin. A-Asteroiden halten sich im inneren Bereich des Hauptgürtels auf.
- T-Asteroiden: Dieser Asteroidentyp gehört ebenfalls zum inneren Bereich des Hauptgürtels. Er weist ein dunkles rötliches Spektrum auf, unterscheidet sich jedoch von den P- und R-Asteroiden. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die Asteroiden monolithische Felsbrocken, also kompakte Gebilde sind. Die geringen Dichten sowie das Vorhandensein von riesigen Impaktkratern lassen jedoch den Schluss zu, dass die größeren Asteroiden locker aufgebaut sind und eher als lose „Schutthaufen“, die durch die Gravitation zusammengehalten werden, anzusehen sind. Locker aufgebaute Körper können die bei Kollisionen auftretenden Kräfte absorbieren ohne zerstört zu werden. Kompakte Körper werden dagegen bei größeren Impaktereignissen durch die Stoßwellen auseinander gerissen. Darüber hinaus weisen die großen Asteroiden nur geringe Rotationsperioden auf. Eine schnelle Rotation um die eigene Achse würde dazu führen, dass die auftretenden Fliehkräfte die Körper auseinander reißen. Man geht davon aus, dass der überwiegende Teil der über 200 Meter großen Asteroiden derartige kosmische Schutthaufen darstellen.

Die Bahnen der Asteroiden

Asteroiden des Hauptgürtels

Hauptartikel: Asteroidengürtel Etwa 90 % der bekannten Asteroiden bewegen sich innerhalb des Hauptgürtels um die Sonne, einem breiten Gebiet zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Sie füllen damit die Lücke in der Titius-Bode-Reihe. Vertreter dieser Asteroiden sind Ceres, Pallas, Juno und Vesta.

Asteroiden innerhalb der Marsbahn

Hauptartikel: Asteroiden innerhalb der Marsbahn Asteroiden, deren Bahnen teilweise innerhalb des Mars verlaufen, gliedert man in 3 Gruppen:
- Amor-Typ: Dieser Asteroidentyp kreuzt die Marsbahn in Richtung Erde. Ein Vertreter ist der 1898 entdeckte Eros (1898, der sich der Erdbahn bis 0,15 AE) nähert. Nahe Vorbeigänge von Eros an der Erde dienten in den Jahren 1900 und 1931 zur genauen Vermessung des Sonnensystems. Der Amor-Asteroid Albert, 1911 von Johann Palisa entdeckt, ging später wieder verloren und konnte erst 2000 wiederentdeckt werden. Der Namensgeber der Gruppe, der 1932 entdeckte Amor, besitzt eine typische Bahn von 1,08 bis 2,76 AE.
- Apollo-Typ: Asteroiden dieses Typs bewegen sich zwischen der Mars- und Erdbahn, wobei einige ihrer Mitglieder sehr exzentrische Umlaufbahnen besitzen, die sie im Perihel-Durchgang ins Innere der Venus-Umlaufbahn bringt (Apollo-Typ). Vertreter sind die 1918 von Max Wolf entdeckte Alinda, der 1932 von K. Reimuth entdeckte Apollo mit einer Bahn von 0,65 bis 2,29 AE und der 1937 entdeckte Hermes, der in nur 1½ facher Monddistanz an der Erde vorbeizog.
- Aten-Typ: Eine Gruppe von erdnahen Asteroiden, die sich typischerweise in einem Abstand von weniger als einer AE, und somit innerhalb der Erdbahn, um die Sonne bewegen. Benannt wurde sie nach dem 1976 entdeckten Aten. Aten-Asteroiden mit exzentrischen Bahnen können die Erdbahn von innen her kreuzen. Weitere Vertreter der Gruppe sind Ra-Shalom, Hathor und Cruithne. Diese Gruppen werden zusammenfassend auch als Erdbahnkreuzer (oder englisch Near-Earth Objects - kurz NEOs) bezeichnet, nach denen wegen einer theoretischen Kollisionsgefahr mit der Erde seit einigen Jahren systematisch gesucht wird. Das erfolgreichste Suchprogramm ist Lincoln Near Earth Asteroid Research (LINEAR). Weitere Suchprogramme sind NEAT und LONEOS.

Enge Begegnungen mit Erdbahnkreuzer


- Am 18. März 2004 passiert um 23:08 Uhr MEZ der Asteroid 2004 FH, ein Gesteinsbrocken mit etwa 30 m Durchmesser, die Erde über dem südlichen Atlantik in einem Abstand von nur 43.000 km.
- Der nur etwa sechs Meter große Asteroid 2004 FU162 näherte sich der Erde am 31. März 2004 auf 6.500 km. Kein anderer derzeit bekannter Kleinplanet ist der Erde näher gekommen.
- Am 13. April 2029 wird der Asteroid Apophis die Erde passieren: Nur etwa der dreifache Erddurchmesser werde zwischen der Erde und dem Asteroiden liegen. Solch ein Ereignis kommt laut Angaben der Universität in Michigan nur alle 1300 Jahre vor.
- Der Asteroid 1950 DA wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen, auch die Möglichkeit einer Kollision mit der Erde besteht. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings bei nur 0,33 %.

Große und bekannte Einschlagkrater

Asteroiden, die mit anderen Himmelskörpern kollidieren, erzeugen Einschlagkrater. Eine diesbezügliche Auflistung befindet sich ebenfalls im Artikel Einschlagkrater im Absatz Große und bekannte Einschlagkrater.

Asteroiden, die sich auf Planetenbahnen bewegen

Hauptartikel: Trojaner (Astronomie) Asteroiden, die sich in den Lagrange-Punkten der Planeten befinden, nennt man Trojaner. Zuerst entdeckte man diese Begleiter bei Jupiter. Sie bewegen sich auf der Jupiterbahn vor beziehungsweise hinter dem Planeten. Jupitertrojaner sind beispielsweise Achilles und Aeneas. 1990 wurde der erste Marstrojaner entdeckt und Eureka getauft. In der Folgezeit wurden vier weitere Marstrojaner entdeckt.

Asteroiden zwischen Saturn und Uranus

Zwischen den Planeten Saturn und Uranus bewegt sich eine als Zentauren bezeichnete Gruppe von Asteroiden auf exzentrischen Bahnen. Der erste entdeckte Vertreter war Chiron. Die Zentauren stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel und sind durch gravitative Störungen auf instabile Bahnen abgelenkt worden.

Transneptunische oder Kuipergürtel-Objekte

Im äußeren Sonnensystem, jenseits der Neptunbahn, bewegen sich die Transneptunischen beziehungsweise Kuipergürtel-Objekte (Kuiper belt objects; KBO). Hier wurden die bislang größten Asteroiden oder Planetoiden entdeckt. Vertreter sind Quaoar, Orcus, Varuna und 2003 UB313.

Asteroiden innerhalb der Merkurbahn

Die Existenz einer weiteren Gruppe von Asteroiden, den Vulkanoiden, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Diese Asteroiden sollen sich auf sonnennahen Bahnen innerhalb des Merkur bewegen.

Siehe auch

Liste der Asteroiden, Liste der Monde und Erdbahnkreuzer

Literatur


- Kometen und Asteroiden. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg 2003 (Sterne und Weltraum Special Nr.2003/2) ISBN 3936278369
- William Bottke, Alberto Cellino, Paolo Paolicchi, Richard P. Binzel (Herausgeber): Asteroids III. Univ. of Arizona Press 2002 (Space Science Series) ISBN 0816522812 (engl.)
- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 223-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel im PDF-Format erhältlich: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf

Weblinks


- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4 Asteroiden-Newsletter]
- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4?tvsearch=Asteroiden Asteroiden im TV]
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2002/turiner_skala.html Turiner Skala für das Impakt-Risiko von Asteroiden und Kometen (Verein Kuffner Sternwarte)]
- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/73043.html Trojanerwolken]

Videos

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981108.rm Asteroiden - Bomben aus dem All?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010902.rm Woher kommen die Asteroiden?] Kategorie:Asteroid ja:小惑星 ko:소행성 ms:Asteroid simple:Asteroid th:ดาวเคราะห์น้อย

23. März

Der 23. März ist der 82. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 83. in Schaltjahren) - somit bleiben 283 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1848 - Unter der Führung von Daniele Manin wird im Zuge der Revolution von 1848/49 (vgl. Märzrevolution) die Unabhängigkeit von Österreich und eine Republik ausgerufen, die sich 1 1/2 Jahre halten kann
- 1919 - Benito Mussolini gründet in Mailand die faschistische Bewegung.
- 1933 - Der Deutsche Reichstag verabschiedet das "Ermächtigungsgesetz", Tags darauf wird es verkündet und tritt damit in Kraft.
- 1956 - Pakistan wird die erste islamische Republik
- 1959 - Aufstand in Tibet gegen die chinesische Vorherrschaft, Flucht des 14. Dalai Lama nach Indien.
- 1966 - Der Bundesparteitag der CDU wählt Ludwig Erhard zum neuen Parteivorsitzenden.
- 1980 - El Salvador. Erzbischof Oscar Arnulfo Romero wird während des Gottesdienstes ermordet.
- 1982 - Guatemala. Militärputsch. General Efraín Ríos Montt wird Staatspräsident.
- 1983 - Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Ronald Reagan spricht erstmalig von der Strategic Defense Initiative (SDI)
- 1986 - In Bulgarien wird Georgi Atanasov neuer Regierungschef.
- 1987 - Willy Brandt tritt als Bundesvorsitzender der SPD zurück.
- 1996 - Auf Taiwan werden erstmalig direkte Präsidentenwahlen durchgeführt
- 1996 - Tirana, Albanien. Unterzeichnung des albanisch-griechischen Freundschafts- und Kooperationsvertrags.
- 1999 - In Paraguay wird Vizepräsident Luis Maria Argaña bei einem Attentat erschossen
- 2000 - Ruanda. Rücktritt von Staatspräsident Pasteur Bizimungu
- 2003 - In zwei Referenden stimmen beinahe 90 % der slowenischen Wähler für einen Beitritt zur EU, gut 60 % für einen Beitritt zur NATO.

Wirtschaft


- 1964 - In Genf wird die UNCTAD eröffnet, die Welthandelskonferenz der Vereinten Nationen. In ihr stellen u.a. die in der "Gruppe der 77" organisierten Entwicklungsländer die Forderung nach einer gerechteren Mitwirkung am Welthandel

Wissenschaft und Technik


- 1868 - Der Zusammenschluss zweier Colleges führt zur Gründung der University of California.
- 1900 - Arthur Evans beginnt mit der Ausgrabung des minoischen Knossós.
- 2001 - Die Raumstation Mir wird gezielt zum Absturz gebracht und verglüht über dem Pazifik

Kultur


- 1918 - Uraufführung der Oper Shanewis or The Robin Woman von Charles Wakefield Cadman an der Metropolitan Opera in New York.
- 1927 - Ehm Welks Stück "Gewitter über Gotland" wird an der Berliner Volksbühne uraufgeführt.

Religion


- 1415 - Das Konzil von Konstanz, der größte mittelalterliche Kongreß des Abendlandes, proklamiert die Hoheit Allgemeiner Konzilien über den Papst.

Katastrophen


- 1994 - Nahe dem sibirischen Meschduretschensk stürzt ein Airbus A310 der Aeroflot auf dem Weg von Moskau nach Hong Kong ab, nachdem die Piloten ihre Kinder ans Steuer gelassen haben. Keiner der 75 Insassen überlebt.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1979 - Larry Holmes gewinnt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ossie Ocasio im Hilton Hotel, Las Vegas, durch technischen KO.

Geboren


- 1429 - Margarete von Anjou, Königin von England
- 1699 - John Bartram, US-amerikanischer Botaniker
- 1750 - Johannes Matthias Sperger österreichischer Komponist
- 1754 - Jurij Vega, slowenischer Mathematiker in Diensten der kaiserlichen Armee
- 1769 - William Smith, Geologe und Kartograf
- 1811 - Karl Gottfried Wilhelm Taubert, deutscher Komponist
- 1825 - Franz Freiherr von Roggenbach, badischer Politiker
- 1825 - Theodor Bilharz, deutscher Mediziner und Naturwissenschaftler
- 1829 - Norman Robert Pogson, englischer Astronom
- 1831 - Wilhelm Sauer, deutscher Orgelbauer
- 1854 - Ernst Otto Taschenberg, deutscher Naturwissenschaftler und Professor
- 1854 - Victoriano Huerta, mexikanischer General und Präsident
- 1858 - Ludwig Quidde, deutscher Historiker, Politiker und Pazifist, Nobelpreis für Frieden 1927
- 1864 - Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist
- 1866 - Emil Fey, österreichischer Politiker
- 1868 - Dietrich Eckart, Publizist und väterlicher Freund Adolf Hitlers
- 1868 - John Carson (Musiker), Country-Musiker
- 1869 - Kurt Floericke, deutscher Naturwissenschaftler und Naturfreund
- 1871 - Maurice Garin, französischer Radrennfahrer
- 1874 - Grantley Goulding, Teilnehmer der ersten Olympischen Sommerspiele 1896 in Athen
- 1874 - Marie Baum, deutsche Sozialpolitikerin
- 1878 - Franz Schreker, österreichischer Komponist und Musikpädagoge
- 1881 - Roger Martin du Gard, französischer Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1937
- 1881 - Egon Petri, niederländischer Pianist
- 1881 - Hermann Staudinger, deutscher Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1953
- 1882 - Emmy Noether, deutsche Mathematikerin
- 1887 - Juan Gris, spanisch-französischer Maler des Kubismus
- 1887 - Rudolf Kinau, niederdeutscher Schriftsteller
- 1887 - Anthony van Hoboken, Musikwissenschaftler und Musiksammler
- 1889 - Yukichi Chuganji, galt eine zeitlang als ältester Mann der Welt
- 1890 - Adolf Julius Merkl, österreichischer Staats- und Verwaltungsrechtler
- 1891 - Johann Heinrich Suhrkamp, gründete 1950 den Suhrkamp Verlag
- 1893 - Oskar Nerlinger, deutscher Maler und Grafiker
- 1899 - Boris Alexandrowitsch Tschagin, russischer Philosoph und Historiker
- 1899 - Louis Adamic, Journalund Schriftsteller
- 1900 - Erich Fromm, US-amerikanischer Psychoanalytiker deutscher Abstammung
- 1900 - Werner Schütz, deutscher Politiker und Kultusminister in Nordrhein-Westfalen
- 1905 - Joan Crawford, US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin
- 1905 - Lale Andersen, deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 1905 - Paul Grimault, französischer Zeichentrickfilmer und Regisseur
- 1906 - Lea Grundig, deutsche Künstlerin
- 1907 - Daniel Bovet, italienischer Pharmakologe, Nobelpreis für Medizin 1957
- 1908 - Joan Crawford, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1909 - Hugo Aufderbeck, katholischer Theologe und Bischof in der DDR
- 1910 - Lale Andersen, deutsche Chansonsängerin und Kabarettistin
- 1910 - Jakob Bender, deutscher Fußballspieler
- 1910 - Akira Kurosawa, japanischer Regisseur
- 1912 - Wernher von Braun, deutsch-US-amerikanischer Raketenkonstrukteur
- 1920 - Arthur Grundmann, deutscher Politiker
- 1921 - Heinz Rox-Schulz, Globetrotter und Abenteurer
- 1921 - Gert Fritz Unger, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Roger Bannister, englischer Leichtathlet und Neurologe
- 1931 - Wiktor Lwowitsch Kortschnoi, russischer Schachspieler
- 1937 - Robert Charles Gallo, US-amerikanischer Mikrobiologe
- 1938 - Federica de Cesco, Schweizer Schriftstellerin
- 1940 - Hans Geisler, sächsischer Politiker
- 1942 - Michael Haneke, deutsch-österreichischer Filmemacher
- 1943 - Detlef Dzembritzki, Politiker der SPD und MdB
- 1944 - Michael Nyman, Filmmusikkomponist
- 1951 - Vinci Clodumar, nauruischer Politiker und Botschafter bei den UN
- 1952 - Dave Bartram, britischer Sänger
- 1952 - Kim Stanley Robinson, ist amerikanischer SF-Autor
- 1953 - Chaka Khan, US-amerikanische Sängerin
- 1956 - José Manuel Durão Barroso, portugiesischer Politiker und Präsident der EU-Kommission
- 1956 - Herbert Knaup, deutscher Filmschauspieler
- 1957 - Lucio Gutiérrez, ecuadorianischer Ex-Militär und Politiker
- 1960 - Ludwig Bergsträsser, deutscher Politiker
- 1962 - Günther Paal, österreichischer Kabarettist.
- 1963 - Ana Fidelia Quirot, kubanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1968 - Damon Albarn, britischer Sänger der Band Blur
- 1971 - Natascha McElhone, britische Schauspielerin
- 1973 - Jerzy Dudek, polnischer Fußballspieler
- 1977 - Wayne Carpendale, deutscher Schauspieler, Sohn von Howard Carpendale
- 1978 - Nicholle Tom, US-amerikanische Schauspielerin
- 1983 - Sascha Riether, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 1237 - Johann von Brienne, König von Jerusalem
- 1421 - Thomas, Herzog von Clarence, war Prinz des englischen Königshauses
- 1555 - Julius III. (Papst), Papst seit 1550
- 1589 - Martin Cromer, polnischer Geschichtsschreiber, Theologe und Bischof
- 1606 - Justus Lipsius, belgischer Rechtsphilosoph und Philologe
- 1619 - Georg Gotthart, deutscher Eisenkrämer und Dichter
- 1680 - Nicolas Fouquet, französischer Finanzminister unter Ludwig XIV.
- 1730 - Karl von Hessen-Kassel, Landgraf von Hessen-Kassel
- 1747 - Claude Alexandre de Bonneval, französischer Abenteurer
- 1790 - Georg Christian Crollius, deutscher Historiker
- 1818 - Nicolas Isouard, maltesischer Komponist
- 1819 - August von Kotzebue, deutscher Dramatiker
- 1834 - Thomas Robert Malthus, englischer Sozialphilosoph
- 1842 - Stendhal, französischer Schriftsteller
- 1852 - Heinrich Karl Ludwig Bardeleben, deutscher Jurist und Politiker
- 1860 - Francisco Ruiz Tagle, Präsident von Chile
- 1869 - Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, deutscher Dichtermusiker
- 1903 - Karl Holub, böhmischer Waffentechniker
- 1911 - Godfried Marschall, Generalvikar, Weihbischof
- 1920 - Nathan Zuntz, deutscher Mediziner jüdischen Glaubens
- 1930 - Elisabeth Altmann-Gottheiner, deutsche Hochschullehrerinnen und Frauenrechtlerin
- 1935 - Alexander Moissi, deutscher Schauspieler
- 1942 - Ludwig von Höhnel, österreichischer Marineoffizier, Afrikaforscher und Geograph
- 1942 - Walter Stahlecker, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
- 1946 - Gilbert Newton Lewis, US-amerikanischer Physikochemiker
- 1947 - Theodor Leipart, deutscher Gewerkschafter mit Kontakt zum Widerstand
- 1948 - Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew, russischer Philosoph
- 1953 - Raoul Dufy, französischer Maler und Grafiker
- 1960 - Ludwig Bergsträsser, deutscher Politiker
- 1960 - Said Nursi, islamischer Denker
- 1961 - Heinrich Rau, Mitglied des Politbüros des ZK der SED ind der DDR und Minister
- 1963 - Albert Thoralf Skolem, norwegischer Mathematiker, Logiker und Philosoph
- 1964 - Peter Lorre, US-amerikanischer Filmschauspieler, Drehbuchautor und Filmregisseur
- 1970 - Ludwig Rödl, deutscher Schachmeister
- 1971 - Simon Vestdijk, niederländischen Schriftsteller
- 1972 - Cristóbal Balenciaga, spanischer Modedesigner der Haute Couture
- 1977 - Emile Biayenda, Erzbischof von Brazzaville und Kardinal
- 1980 - Dietrich Keuning, deutscher Politiker
- 1980 - Jacob Miller, US-amerikanischer Musiker
- 1981 - Mike Hailwood, britischer Motorradrennfahrer
- 1984 - Jean Prouvé, französischer Architekt und Designer
- 1985 - Zoot Sims, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1992 - Friedrich Hayek, österreichischer Ökonom und Nobelpreisträger
- 1993 - Hans Werner Richter, deutscher Schriftsteller
- 1994 - Giulietta Masina, italienische Filmschauspielerin
- 2001 - David McTaggart, kanadischer Umweltschützer

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Turibio von Mongrovejo, Erzbischof von Lima (katholisch)
- Nationalfeiertage
  - Pakistan (Proklamation der Republik von 1956)
- Welttag der Meteorologie (WMO)
- Historische Tage:
  - Römisches Reich - Der fünfte und letzte Tag der Quinquatria, die zu Ehren Minervas gefeiert wurden.
  - Römisches Reich - Tubilustrium, zu Ehren des Mars
  - Altes Lettland - Lieldienas, die zu Ehren von Mara und anderen Göttinnen abgehalten wurden.

Siehe auch


- 22. März - 24. März
- 23. Februar - 23. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0323 ja:3月23日 ko:3월 23일 simple:March 23 th:23 มีนาคม

Karl Wilhelm Reinmuth

Karl Wilhelm Reinmuth (
- 4. April 1892; † 6. Mai 1979) war ein deutscher Astronom, der am Observatorium auf dem Königstuhl bei Heidelberg tätig war. Reinmuth entdeckte zwei kurzperiodische Kometen sowie 395 Asteroiden (siehe Liste der Asteroiden), darunter Apollo, den Namensgeber einer Gruppe von Asteroiden (Apollo-Typ), deren Bahnen die Erdbahn kreuzen können. Reinmuths Entdeckungen von Asteroiden entfallen auf den Zeitraum von 1914 bis 1957. 1953 veröffentlichte Reinmuth einen Katalog mit 6.500 Asteroiden und deren Positionen. Reinmuth, Karl Wilhelm Reinmuth, Karl Wilhelm Reinmuth, Karl Wilhelm ja:カール・ラインムート

Anne Frank

Anneliese Marie Frank (
- 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; † Februar oder März 1945 im KZ Bergen-Belsen) war ein jüdisch-deutsches Mädchen, das sich mit seiner Familie während des Zweiten Weltkriegs in Amsterdam versteckt hielt, aber noch kurz vor Kriegsende dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer fiel. Das Leben im Versteck hielt sie in einem Tagebuch fest, das erhalten blieb und nach dem Krieg veröffentlicht wurde. Das Tagebuch der Anne Frank gilt heute als einzigartiges menschliches Dokument aus der Zeit des Holocaust und Anne Frank selbst als Symbolfigur aller unschuldig Verfolgten. Holocaust]

Leben

Flucht und Untertauchen

Im Sommer 1933, einige Monate nach der Machtergreifung, zog die Familie Frank von Frankfurt am Main nach Amsterdam, um sich der direkten Bedrohung durch die Nazis zu entziehen. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande im Mai 1940 verschlechterte sich die Situation für Juden auch dort rasch. Immer neue Judengesetze nahmen ihnen zunehmend ihre Rechte. Als schließlich Annes Schwester Margot ins Arbeitslager deportiert werden sollte, wurde die Situation so bedrohlich, dass die Familie Frank am 6. Juli 1942 früher als geplant ihr Versteck bezog. Dieses befand sich im Hinterhaus (niederl.: Achterhuis) der Firma Opekta in der Amsterdamer Prinsengracht 263, die Annes Vater Otto Frank aus Sicherheitsgründen an seine Mitarbeiter übergeben musste. Die Tür, die vom Lager der Firma zum Hinterhaus führte, war dabei hinter einem drehbaren Bücherschrank verborgen. Die Versteckten lebten etwas länger als zwei Jahre im Hinterhaus. Während dieser Zeit konnten sie nicht nach draußen und durften keine Aufmerksamkeit erregen. Versorgt wurden sie von Helfern in der Firma. Anne Frank und ihre Mitbewohner lebten in ständiger Angst und Ungewissheit. Dies führte auch oft zu Unruhe zwischen den Versteckten. Über die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs (unter anderem den D-Day und das Attentat vom 20. Juli 1944) erfuhren sie aus dem Radio.

Die Versteckten


- Otto Frank (
- 12. Mai 1889 in Frankfurt am Main; † 19. August 1980 in Basel)
- Edith Frank (
- 16. Januar 1900 in Aachen; † 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau)
- Margot Betti Frank (
- 16. Februar 1926 in Frankfurt am Main; † im März 1945 im KZ Bergen-Belsen)
- Anne Frank (
- 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; † im März 1945 im KZ Bergen-Belsen)
- Hermann van Pels (von Anne genannt: Hans van Daan, im Buch (von Otto Frank) genannt: Hermann van Daan) (
- 31. März 1890 in Gehrde; † 6. September 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau)
- Auguste van Pels (Petronella van Daan) (
- 29. September 1906; † zwischen 9. April und 8. Mai 1945 im KZ Theresienstadt)
- Peter van Pels (von Anne genannt: Alfred van Daan, im Buch (von Otto Frank) genannt: Peter van Daan), das einzige Kind von Hermann und Auguste; (
- 8. November 1926 in Osnabrück; † 5. Mai 1945 im KZ Mauthausen)
- Fritz Pfeffer (Albert Dussel) (
- 30. April 1889 in Gießen; † 20. Dezember 1944 im KZ Neuengamme)

Der Überlebende


- Otto Frank überlebte als Einziger der Untergetauchten. Er veröffentlichte später das Tagebuch seiner Tochter.

Die Helfer


- Victor Kugler (von Anne genannt: Harry Kraler), (
- 1900 in Hohenelbe; † 16. Dezember 1981 in Toronto)
- Elisabeth van Wijk-Voskuijl (von Anne genannt: Elly Kuilmans), (
- 5. Juli 1919 in Amsterdam; † 6. Mai 1983 in Amsterdam)
- Miep Gies-Santrouschitz (von Anne genannt: Anne van Santen), (
- 15. Februar 1909 in Wien; sie lebt noch heute in Amsterdam)
- Jan Gies (von Anne genannt: Henk van Santen) (
- 18. Oktober 1905, † 26. Januar 1993)
- Johannes Kleimann (
- 1896 in Koog aan de Zaan (Niederlande); † 30. Januar 1959 in Amsterdam)

Das Tagebuch

Ihr erstes Tagebuch bekam Anne zu ihrem 13. Geburtstag am 12. Juni 1942 geschenkt. Zwei Tage später begann sie, in ihrem Zimmer regelmäßig darin zu schreiben, und sah in ihrem Tagebuch eine beste Freundin, der sie den Namen Kitty gab. Im Frühjahr 1944 hörte Anne im Radio einen Aufruf der niederländischen Exilregierung, die Besatzungszeit zu dokumentieren. So beschloss sie, nach dem Krieg ein Buch auf der Basis ihres Tagebuches zu veröffentlichen. Ihr Tagebuch schrieb sie daher teilweise ab und um, was auch zur Verwendung von Pseudonymen führte. Die fiktiven Namen für ihre eigene Familie van Aulis bzw. Robin wurden allerdings von den Verlegern (Otto Frank) später nicht verwendet. Der letzte Eintrag im Tagebuch stammt vom 1. August 1944. Der verbleibende Monat 1942 in Freiheit, in dem sie vor allem über die Schule (das jüdische Lyzeum) und ihre Freunde und Freundinnen (unter anderem Jacqueline van Maarsen, siehe unter Literatur) spricht, sowie die folgenden 25 Monate im Versteck wurden so in ihren Aufzeichnungen festgehalten. Das Tagebuch wurde für das heranwachsende Mädchen zum Mittelpunkt des Lebens. Ihm konnte sie ihre Ängste und Träume, die Entdeckung ihrer eigenen Sexualität, ihre aufkeimenden Gefühle zu Peter, den Konflikt mit ihren Eltern und den anderen Mitbewohnern sowie ihre Bestrebungen, Schriftstellerin zu werden, anvertrauen. Anne fühlte sich oft missverstanden, wenn die anderen sie als vorlaut und unbescheiden kritisierten. Sie beschäftigte sich in der langen Zeit im Hinterhaus mit Lernen und Lesen. Vorrangig interessierte sie sich für Geschichte und Mythologie.

Verrat

Sexualität Am 4. August 1944 wurden die Versteckten sowie die Helfer Kugler und Kleimann durch einen österreichischen SD-Beamten, Karl Josef Silberbauer, verhaftet und in das SD-Gefängnis in der Euterpestraat gebracht. Es gilt als gesichert, dass das Versteck verraten wurde. Lange Zeit galt der Lagervorarbeiter Willem Gerard van Maaren als Hauptverdächtiger, doch konnten trotz zweier Untersuchungen keine ausreichenden Beweise beigebracht werden, so dass es nie zu einer Anklage kam. Van Maaren war kein Antisemit. Er selbst hatte seinen Sohn während des Krieges versteckt, weil dieser sich nicht zum Arbeitsdienst melden wollte. In der Firma galt er aber als gefährlich, weil er misstrauisch war und herumschnüffelte. Später stellte sich heraus, dass er stahl und wahrscheinlich durch sein Verhalten nur seine eigenen Taten zu vertuschen versuchte. Die britische Historikerin Carol Ann Lee präsentiert in ihrem Buch "The hidden life of Otto Frank" einen neuen Verdächtigen, Anton Ahlers, einen niederländischen Juden-Kopfgeldjäger. Diese Kopfgeldjäger waren zur Zeit der Besatzung zahlreich und verdienten mit den Verhaftungsprämien ihren Lebensunterhalt. Lees Recherchen ergaben, dass der potenzielle Verräter den Vater Otto Frank erpresst haben soll. Allerdings ist die Theorie umstritten. Das Niederländische Institut für Kriegsdokumentation (NIOD, Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie) glaubt nicht daran, da die Vermutungen nur auf Aussagen von Ahlers selbst und seiner Familie beruhen. Da dieser nur mit dem Verrat des Verstecks geprahlt hatte, gibt es keinen gesicherten Beweis. Ahlers hätte allerdings die stärksten Motive für einen Verrat gehabt.

Schicksal der Helfer

Die Helfer kamen am 11. September 1944 ins Polizeiliche Durchgangslager Amersfoort. Kleimann wurde am 18. September 1944 aus gesundheitlichen Gründen entlassen, Kugler gelang am 28. März 1945 die Flucht.

Schicksal der Versteckten

Die Versteckten wurden am 3. September 1944 mit dem letzten Transport vom Durchgangslager KZ Westerbork ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie am 6. September ankamen. Hermann van Pels wurde, nach Aussagen und Nachforschungen des Roten Kreuzes, dort direkt nach der Ankunft vergast; allerdings behauptete Otto Frank, er sei erst einige Wochen später, also kurz bevor die Vergasungen eingestellt wurden, vergast worden. Auguste van Pels wurde über KZ Bergen-Belsen und KZ Buchenwald am 9. April 1945 nach KZ Theresienstadt gebracht. Sie starb während des Transportes nach Theresienstadt. Peter van Pels wurde am 16. Januar 1945 auf einen Todesmarsch von Auschwitz nach Mauthausen geschickt, wo er kurz vor der Befreiung starb. Edith Frank starb am 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau an Hunger und Erschöpfung. Anne und Margot Frank wurden Ende Oktober 1944 in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Im Februar oder März 1945 starb Anne wenige Tage nach ihrer Schwester im KZ Bergen-Belsen an den Folgen einer Typhus-Epidemie, die im Lager ausgebrochen war. Wenige Wochen später, am 15. April 1945, wurde das Lager von englischen Truppen befreit. Otto Frank überlebte als einziger der acht Versteckten. Er wurde mit den Gefangenen des KZ Auschwitz durch die Rote Armee befreit.

Verbleib des Tagebuches

Annes Tagebuch konnte noch am Tage ihrer Verhaftung von Miep Gies sichergestellt werden. Nach dem Krieg gab sie es Otto Frank, der das Buch unter dem Namen Het Achterhuis (in Deutschland Das Tagebuch der Anne Frank) verlegte. Alle Rechte an den Texten vermachte er dem NIOD.

Heutige Spuren

Rote Armee Anne Franks Grab befindet sich auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Angehörige haben dort nach der Befreiung des KZ einen Gedenkstein für Anne und ihre Schwester Margot errichtet. Der Stein markiert keinen exakten Beisetzungsort, weil beide in einem der umliegenden anonymen Massengräber ruhen. Das Versteck, das Haus in der Prinsengracht 263, ist heute ein Museum und Dokumentationszentrum. Ein Asteroid bekam den Namen (5535) Annefrank. Er wurde 1942 entdeckt, in dem Jahr, als Anne ihr Tagebuch begann und ihr Versteck bezog. Anne Frank ist auf der Frankfurter Treppe verewigt, dem Wandmosaik von Stephan Huber im Hauptfoyer des Maintower.

Werke

Fassungen

Man unterscheidet drei Fassungen von Anne Franks Tagebuch: Fassung A umfasst die Originaltexte, die Anne ursprünglich schrieb, Fassung B ist die von ihr auf 324 Einzelblättern überarbeitete Version, Fassung C ist diejenige, die ihr Vater veröffentlichte. Die Tagebucheinträge wiesen anfänglich nicht die chronologische Reihenfolge von Daten auf, der wir in den gedruckten Fassungen begegnen. Heutige Auflagen umfassen auch jene Einträge, die von Otto Frank aus privat-familiären Gründen nicht publiziert wurden.

Echtheit

Es gibt auch heute Stimmen aus dem Umfeld der Holocaust-Leugner, welche die Echtheit des Tagebuches anzweifeln und dafür teils dubiose Gründe anführen. Eine Untersuchung des BKA im Jahr 1977 oder 1978 enthielt neben einem bestätigenden Ergebnis der Echtheit zunächst den Einwand: „Die auf den losen Blättern angebrachten Verbesserungen sind teilweise auch mit schwarzer, grüner und blauer Kugelschreibertinte geschrieben worden.“ Diese Tinte wurde erst 1951 erfunden, das Schreibinstrument selbst, der Kugelschreiber, kam auch erst nach 1945 auf den Markt. Eine Veröffentlichung von 1980 im Spiegel, welche die Ergebnisse der Untersuchung einseitig und unvollständig darstellte, führte auch international zu einigen Kontroversen. Bei einer Überprüfung der Untersuchungen durch das Gerechtelijk Laboratorium in Rijswijkwar war das BKA dann nicht mehr in der Lage, eine Seite mit der angeblichen Kugelschreibertinte anzuführen. Nach mehrjährigen Untersuchungen wurde die Echtheit der Tagebücher vom NIOD zweifelsfrei bestätigt.

Ausgaben


- Anne Frank Tagebuch. Fassung von Otto H. Frank und Mirjam Pressler. Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag 1992 (einzig autorisierte und ergänzte Fassung; Fischer Taschenbuch 11377); ergänzte Ausgabe 2001 (Fischer Taschenbuch 15277)
- Das Tagebuch der Anne Frank. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1950, angeblich ungekürzte Ausgabe, Übertragung aus dem Niederländischen von Anneliese Schütz
- De Dagboeken van Anne Frank. Staatsuitgeverij, Amsterdam 1986, erste vollständige, textkritische und kommentierte Ausgabe
- Die Tagebücher der Anne Frank. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1988, Übertragung der Ausgabe von 1986 aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler, ISBN 3100767101

Literatur


- Anne Frank et al. Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus. Frankfurt/M. Fischer 2002. ISBN 3596157773
- Miep Gies. Meine Zeit mit Anne Frank. Basel: Scherz 1987. ISBN 3502182663
- Willy Lindwer. Anne Frank, Die letzten sieben Monate. Frankfurt/M.: Fischer 2000. ISBN 3596116163
- Jacqueline van Maarsen. Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank. Frankurt/M.: Fischer 2004. ISBN 3100488229
- Alison L. Gold. Erinnerungen an Anne Frank. Ravensburger Buchverlag 2000. ISBN 3473581429
- Melissa Müller. Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie. Claassen 1998. ISBN 3546001516
- David Barnouw. Anne Frank. Econ. ISBN 3612266209
- Carol Ann Lee. Anne Frank. Die Biographie. München: Piper 2000. ISBN 3-492-04152-3
- Carol Ann Lee. The hidden life of Otto Frank. William Morrow 2003. ISBN 0060520833
- In Anne Franks Haus. Eine bebilderte Reise durch Annes Welt. Herausgegeben von der Anne Frank Stichting Amsterdam. Frankfurt/M.: S. Fischer 2004. ISBN 3-10-076715-2
- Jürgen Steen/Wolf von Wolzogen: Anne aus Frankfurt. Leben und Lebenswelt Anne Franks. Frankfurt/M.: Historisches Museum 1990
- Marion Siems: Anne Frank Tagebuch. Erläuterungen und Dokumente. Stuttgart: Reclam 2003. ISBN 3-15-016039-1
- Matthias Heyl: Anne Frank. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch 2002. (rm 50524. ISBN 3-499-50524-X
- Anne Frank Haus: ein Museum mit einer Geschichte. Amsterdam: Anne Frank Stichting 2002. ISBN 90-72972-56-2
- Anne Frank Stiftung, Amsterdam. Ruud van der Rol/Rian Verhoeven: Anne Frank. Hamburg: Oetinger 1993. ISBN 3-7891-7600-1
- Ernst Schnabel. Anne Frank. Spur eines Kindes. Frankfurt/M.: Fischer 1958. ISBN 3-596-25089-7
- Menno Metselaar, Ruud van der Rol. Die Geschichte der Anne Frank. Amsterdam: Anne Frank Stichting 2004. ISBN 90-72972-84-8

Verfilmungen

Mirjam Pressler
- 1959 wurde auf der Basis des Tagebuchs der Kinofilm Das Tagebuch der Anne Frank gedreht, der drei Oscars erhielt und für weitere fünf nominiert war. : Regie: George Stevens : Darsteller: Millie Perkins (Anne), Joseph Schildkraut (Otto Frank), Shelley Winters (Auguste van Pels) : Kamera: William C. Mellor : Ausstattung: Lyle R. Wheeler, George W. Davis, Walter M. Scott, Stuart A. Reiss
- 1987 erschien der britische TV-Film Das Tagebuch der Anne Frank. : Regie: Gareth Davies : Darsteller: Katharine Schlesinger (Anne), Emrys James (Otto Frank), Elizabeth Bell (Edith Frank) : Kamera: Rodney Taylor
- 2001 entstand der Kinofilm Anne Frank - Die wahre Geschichte, der auf dem Buch von Melissa Müller (s. o.) beruht. : Regie: Robert Dornhelm : Darsteller: Hannah Taylor-Gordon (Anne), Ben Kingsley (Otto Frank), Joachim Król (Hermann van Pels)
- Daneben existiert noch ein japanischer Zeichentrickfilm von 1995. : Originaltitel: Anne no Nikki : Länge: 102 Minuten : Produktion: KSS, Studio Madhouse

Weblinks

Websites


- [http://www.annefrank.org Anne Frank-Haus, Amsterdam]
- [http://www.annefrank.de/ Anne-Frank-Zentrum, Berlin]
- [http://www.annefrank.de/wettbewerb Jugendwettbewerb "Kriegskinder"]
- [http://www.shoa.de/content/view/76/92/ Biographie bei Shoa.de]
- [http://www.annefrankinfo.de Jugendprojekt zu Anne Frank]
- [http://www.annefrankguide.net Anne Frank Guide] (mehrsprachig)

Die Filme


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Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne Frank, Anne ja:アンネ・フランク ko:안네 프랑크 simple:Anne Frank

Astronomische Einheit

Die Astronomische Einheit (Kürzel AE, international AU für Astronomical Unit) ist neben dem Parsec die wichtigste Längeneinheit in der Astronomie. Die AE ist seit dem Ende des 20. Jahrhunderts definiert als 149.597.870.691 Meter und entspricht mit großer Annäherung der großen Halbachse der Erdumlaufbahn (mittlerer Abstand der Erde vom Zentrum der Sonne). Entfernungen innerhalb des Sonnensystems werden meist in AE angegeben. Der moderne Wert wurde mittels Radar- und anderen Distanzmessungen von der Erde und mittels Raumsonden bestimmt. Früher wurde die AE aus Messungen der Horizontalparallaxe der Sonne (ca. 8,794″) und dem Erdradius abgeleitet.

Definition der Internationalen Astronomischen Union

Die Internationale Astronomische Union (IAU) definiert die AE als den Radius einer kreisförmigen Umlaufbahn, auf der ein hypothetisches masseloses Teilchen ohne Störung durch dritte Körper die Sonne in 2 · π / k Tagen umläuft. (Gaußsche Gravitationskonstante k = 0,01720209895) Damit ergibt sich: 1 AE := 149 597 870 691 ± 30 m

Umrechnung

Eine Astronomische Einheit (1 AE) entspricht:
- 1,49597870691 · 1011 m (149.597.870.691 Meter) oder
- 1,49597870691 · 108 km (149.597.870,691 Kilometer) oder
- 149,597 871 Millionen km (149,597 871 Gm).
  - Ausgedrückt in interstellaren Längenmaßen beträgt sie
- 1,58129 · 10-5 Lj (0,0000158129 Lichtjahre (ca. 8,317 Lichtminuten) oder
- 4,8481 · 10-6 pc (0,0000048481 Parsec oder Parallaxensekunden, was dem Kehrwert von 180 × 3600" / Pi entspricht.

Siehe auch


- Astrometrie
- Erdmessung
- Keplerellipse
- Sonnenparallaxe
- Venusdurchgang
- Laufzeitmessung Kategorie:Geodäsie Kategorie:Astronomisches Entfernungsmaß ja:天文単位 ko:천문 단위 th:หน่วยดาราศาสตร์ zh-min-nan:Thian-bûn tan-ūi

Astronomische Einheit

Die Astronomische Einheit (Kürzel AE, international AU für Astronomical Unit) ist neben dem Parsec die wichtigste Längeneinheit in der Astronomie. Die AE ist seit dem Ende des 20. Jahrhunderts definiert als 149.597.870.691 Meter und entspricht mit großer Annäherung der großen Halbachse der Erdumlaufbahn (mittlerer Abstand der Erde vom Zentrum der Sonne). Entfernungen innerhalb des Sonnensystems werden meist in AE angegeben. Der moderne Wert wurde mittels Radar- und anderen Distanzmessungen von der Erde und mittels Raumsonden bestimmt. Früher wurde die AE aus Messungen der Horizontalparallaxe der Sonne (ca. 8,794″) und dem Erdradius abgeleitet.

Definition der Internationalen Astronomischen Union

Die Internationale Astronomische Union (IAU) definiert die AE als den Radius einer kreisförmigen Umlaufbahn, auf der ein hypothetisches masseloses Teilchen ohne Störung durch dritte Körper die Sonne in 2 · π / k Tagen umläuft. (Gaußsche Gravitationskonstante k = 0,01720209895) Damit ergibt sich: 1 AE := 149 597 870 691 ± 30 m

Umrechnung

Eine Astronomische Einheit (1 AE) entspricht:
- 1,49597870691 · 1011 m (149.597.870.691 Meter) oder
- 1,49597870691 · 108 km (149.597.870,691 Kilometer) oder
- 149,597 871 Millionen km (149,597 871 Gm).
  - Ausgedrückt in interstellaren Längenmaßen beträgt sie
- 1,58129 · 10-5 Lj (0,0000158129 Lichtjahre (ca. 8,317 Lichtminuten) oder
- 4,8481 · 10-6 pc (0,0000048481 Parsec oder Parallaxensekunden, was dem Kehrwert von 180 × 3600" / Pi entspricht.

Siehe auch


- Astrometrie
- Erdmessung
- Keplerellipse
- Sonnenparallaxe
- Venusdurchgang
- Laufzeitmessung Kategorie:Geodäsie Kategorie:Astronomisches Entfernungsmaß ja:天文単位 ko:천문 단위 th:หน่วยดาราศาสตร์ zh-min-nan:Thian-bûn tan-ūi

Apsis (Astronomie)

Als Apsis (griechisch "Wölbung", Plural Apsiden) bezeichnet man die beiden Hauptscheitel auf der elliptischen Umlaufbahn eines Himmelskörpers. Apoapsis ist dabei der Punkt mit der größten Entfernung zum Hauptkörper und Periapsis der mit der geringsten. Da die Ellipse genau zwei Scheitelpunkte besitzt, wird der Begriff meist im Plural verwendet. Für die Hauptkörper Sonne, Erde und Mond haben die Apsiden eigene Namen, die aus den entsprechenden griechischen Wörtern abgeleitet sind (apo/peri = fern/nah, Helios = Sonne, Ge oder gaia = Erde, Selene = Mond).

Bahnellipsen und Baryzentrum

Wenn man Bahndaten näher betrachtet und die zwei Apsiden-Distanzen mittelt, fällt manchmal auf, dass sich diese "mittlere Entfernung" von der großen Halbachse unterscheidet. Wenn der Hauptkörper nicht wesentlich größer als der zweite ist, wird daran der Effekt des Baryzentrums deutlich gemacht. Denn nicht der Mittelpunkt des Hauptkörpers steht im Brennpunkt der Bahnellipse, sondern der gemeinsame Schwerpunkt der Himmelskörper. Beim System Erde-Mond liegt das Baryzentrum fast 5000 km außerhalb des Geozentrums, also im mond-zugewandten Bereich des Erdmantels. Der Erdmittelpunkt beschreibt daher monatlich eine Ellipse von 10.000 km Durchmesser.
Bei Doppelsternen (siehe unten) ist dieser Effekt noch wesentlich größer und kann vielfach sogar astrometrisch erfasst werden. So wurde beispielsweise schon um 1800 eine periodische Ortsveränderung des hellen Sterns Sirius festgestellt, aber erst 1862 sein kleiner Begleiter optisch nachgewiesen.

Sonne: Perihel und Aphel

Das Perihel ist der sonnennächste, das Aphel (sprich Ap_hel) der sonnenfernste Punkt einer Planetenbahn. Die Erde hat ihren Perihel-Durchgang um den 3. Januar (2.-4. Jan.) bei 147,099 Mio. km und ihren Aphel-Durchgang um den 5. Juli (3.-6. Juli) bei 152,096 Mio. km. Entfernung der Planeten von der Sonne (Angaben in Astronomischen Einheiten und Kilometern):
dient dem Zeilenumbruch, bitte nicht entfernen

Erde: Perigäum und Apogäum

Der erdnächste bzw. der erdfernste Punkt der Mondbahn. Durch die merklich elliptische Bahnform (Exzentrizität 0,055) unterscheiden sich die beiden Entfernungen um über 13 Prozent. Sie betragen 356.410 km und 406.740 km und die große Halbachse 384.405 km (zur Differenz siehe oben, Baryzentrum).

Künstliche Erdsatelliten

Bei künstlichen Erdsatelliten heißen die Apsiden ebenso wie beim natürlichen Erdmond. Gibt man sie als Höhe über der Erdoberfläche an, fällt ihr Unterschied natürlich mehr auf als bei geozentrischen Distanzen. Wird z.B. eine 300 km hohe Kreisbahn auf eine Exzentritität von nur 0,001 geändert, ändern sich die zwei Höhen auf etwa 235 und 365 km. Russische Synchronsatelliten können sogar Werte von 500 km bis ca. 80.000 km aufweisen, und eine sog. Übergangsbahn zum Mond noch extremere.
Um stabile Satellitenbahnen zu erhalten, muss das Perigäum wegen der Bremswirkung der hohen Atmosphäre mindestens 200 km hoch liegen.

Mond-Satellit: Periselen und Aposelen

Der mondnächste bzw. der mondfernste Punkt in der Bahn eines den Mond umkreisenden Körpers. Englisch ist Perilune bzw. Apolune üblicher.
Zum Beispiel hatte der dritte Lunar Orbiter (1967) zunächst ein Periselen von 210 km Höhe und ein Aposelen von 1790 km. Nach 4 Tagen wurde die Bahn auf 45 und 1850 km umgewandelt, um mehr hochauflösende Fotos zu gewinnen.

Monde um andere Planeten

Konsequenterweise wäre an Peri- bzw. Apo- der griechische Name des Planeten anzuhängen, der aber oft nicht bekannt ist. Daher umschreibt man es meistens, nur beim Jupiter sagt man Peri- und Apojuvum (engl. Peri-, Apojove).

Doppelsternsysteme: Periastron und Apastron (Peri- und Apozentrum)

Periastron u. Apastron: Der Punkt auf der Umlaufbahn eines Doppelstern-Partners, auf dem dieser am nächsten bzw. am weitesten von seinem Begleiter entfernt ist. Perizentrum u. Apozentrum: Der Punkt auf der Umlaufbahn eines Partners in einem Doppelsternsystem, auf dem dieser am nächsten bzw. am weitesten von dem Schwerpunkt (Baryzentrum) des Systems entfernt ist.

Galaxie: Perigalaktikum und Apogalaktikum

Der Punkt auf der Umlaufbahn eines Sterns um das Zentrum des Milchstraßensystems, auf dem er am nächsten bzw. am weitesten von diesem entfernt ist.

Apsidenlinie

Die Gerade durch die beiden Apsiden wird Apsidenlinie genannt. Sie entspricht der langen Hauptachse der Ellipse. Aufgrund von Schwerkraftseinflüssen anderer Himmelskörper ist die Apsidenlinie nicht fest, sondern dreht sich langsam in Richtung des umlaufenden Himmelskörpers. Dieser Vorgang wird Apsidendrehung genannt und ist bei den inneren Planeten merklich. Am größten ist sie beim Merkur, wo sie schon in einem Jahr 0,4" ausmacht. Für diese deutliche Apsidendrehung machte man im 19. Jahrhundert einen hypothetischen Planeten verantwortlich, der noch innerhalb der Merkurbahn um die Sonne kreisen sollte. Er wurde Vulkan genannt, und viele bekannte Astronomen versuchten vergeblich, ihn im Fernrohr zu finden - unter anderem während einiger Sonnenfinsternisse. Erst mit der Allgemeinen Relativitätstheorie von Einstein war dieser Effekt genau erklärbar. Vorher wurde vielfach auch eine von der Kugel abweichende Form der Sonne postuliert, um die Merkuranomalie zu erklären. Eine solche Abplattung der Sonne würde auf die Bahn wegen der Kreiselgesetze eine kleine Präzession bewirken (prinzipiell ähnlich den Erdsatelliten, deren Keplerbahnen um viele Grade pro Tag verdreht werden). Doch konnte man auch in langjährigen Messungen keine merkliche Sonnenabplattung feststellen.

Siehe auch


- Bahnbestimmung
- Keplerbahn
- Umlaufzeit Kategorie:Himmelsmechanik

Ekliptik

Die Ekliptik (griechisches weibliches Adjektiv εκλειπτική [τροχιά], ekliptikí [trochiá] – die verdeckende [Umlaufbahn], von έκλειψη, éκlιpsi – wörtlich die Überlagerung, Verdeckung oder Auslöschung, vergleiche Ellipse) ist die Projektion der scheinbaren Bahn der Sonne im Verlauf eines Jahres auf die Himmelskugel. Die Ekliptik ist ein Großkreis am Himmel, das heisst sie definiert eine Ebene, in der sowohl der Mittelpunkt der Erde als auch der Mittelpunkt der Sonne liegen. Diese Ebene ist die Bahnebene der Erde und wird auch Ekliptikebene oder Ekliptikalebene genannt.

Details

Die Rotationsachse der Erde steht nicht senkrecht auf dieser Ebene, sondern bildet mit ihr einen Winkel von etwa 66,56 Grad. Da die Erde von der Kugelgestalt abweicht, bewirken die Gezeitenkräfte von Mond und Sonne ein Drehmoment, welches die Erdachse aufzurichten versucht. Dadurch kreiselt die Erdachse einmal in 25.780 Jahren. Dieses Phänomen wird die Präzession der Erdachse genannt. Die Ekliptik schließt mit der Ebene des Erd- bzw. Himmels-Äquators derzeit einen Winkel von 23,44° ein, die Schiefe der Ekliptik. Der Winkel ändert sich jedoch langperiodisch durch Gravitationseinflüsse der Körper im Sonnensystem aufeinander – zwischen etwa 21° 55' und 24° 18' in 41.000 Jahren. Dieser Effekt trägt zur Entstehung der Eiszeiten bei.

Geschichte

Der Name „Ekliptik“ stammt vom griechischen Wort für Verdunkelung (Ekleïpsis, εκλειψις), weil Sonnen- oder Mondfinsternisse nur dann vorkommen, wenn der Neu- bzw. Vollmond sehr nahe der Ekliptik stehen. Im geozentrischen Weltbild der Antike und des Mittelalters kreist die Sonne auf der Ekliptik innerhalb eines Jahres um die Erde. Der Bereich beiderseits der Ekliptik, innerhalb dessen die scheinbaren Bewegungen von Mond und Planeten verlaufen, wird Zodiak oder „Tierkreis“ genannt. Die Fixsterne sind bezüglich der Himmelskugel praktisch bewegungslos und bilden, von der Erde aus betrachtet, die Sternbilder. Zwölf der dreizehn Sternbilder, die von der Ekliptik geschnitten werden, wurden von der Astrologie als Grundlage zur Benennung der Tierkreiszeichen verwendet. Aufgrund der Präzession seit der Benennung der Tierkreiszeichen sind diese und die gleichnamigen Sternbilder aber nicht deckungsgleich, sondern um etwa 30°, also ein Tierkreiszeichen verschoben.

Siehe auch

Keplersche Gesetze, Sonnenfinsternis, Sommer, Winter

Weblinks


- [http://www.greier-greiner.at/hc/ekliptik.htm Kurzer Einführungsartikel] Kategorie:Himmelsmechanik Kategorie:Astronomisches Koordinatensystem ja:黄道 ko:황도 th:สุริยวิถี

Exzentrizität (Mathematik)

Die numerische Exzentrizität ist ein Maß für die Abweichung eines Kegelschnittes von der Kreisform. Die Exzentrizität eines Kreises ist 0, einer Ellipse zwischen 0 und 1, einer Parabel 1 und einer Hyperbel größer als 1. Die Formel zur Berechnung der numerischen Exzentrizität ist: : \varepsilon = \frac Am Beispiel der Ellipse ergibt sich: : \varepsilon = \frac Im Zähler steht e, die lineare Exzentrizität der Ellipse: : e = \sqrt wobei a und b für die große und kleine Halbachse einer Ellipse stehen. Ellipse mit Beschriftung und Brennlinien Die numerische Exzentrizität dient in der Astronomie der Beschreibung eines Orbits in Form einer Keplerbahn. Im geozentrischen Weltbild wurde der Begriff benutzt, um Kreisbahnen zu beschreiben, in deren Mittelpunkt nicht die Erde steht. Unter den Planeten unseres Sonnensystems hat die Venus mit 0,0067 die geringste Exzentrität und der Pluto mit 0,2444 die größte. Die Werte für die anderen Planeten, unter anderem auch für deren mittlere Entfernung zur Sonne, können in der Tabelle der Planetendaten nachgelesen werden. Ihre Exzentrizität wird durch folgende Gleichung berechnet: Exzentrizit\ddot at = \frac Die Werte für Aphel und Perihel können dem Artikel Apsis (Astronomie) entnommen werden. Siehe auch: Ellipse, Keplersche Gesetze, Bahnelemente Kategorie:Geometrie als:Exzentrizität (Mathematik)

2002

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2002 ist „Jahr des Kulturerbes“ (UNESCO)
- 2002 ist „Internationales Jahr des Ökotourismus“ (UNO)
- 2002 ist „Internationales Jahr der Berge“ (UNO)
- Der Orangefuchsige Rauhkopf (Cortinarius orellanus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haussperling (Passer domesticus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Wacholder (Juniperus communis) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Aster (Aster) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Politik

Januar


- 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Afghanistan. Hamid Karzai übernimmt die Übergangsregierung
- 1. Januar: Deutscher Botschafter in Kabul, Afghanistan, akkreditiert
- 1. Januar: Abkommen über Zollerleichterungen im Textilbereich zwischen Pakistan und der EU
- 1. Januar: Die EU hebt die Visapflicht für Rumänien auf
- 1. Januar: Inkrafttreten des bilateralen Abkommens zwischen der EU und der Schweiz
- 2. Januar: Levy Mwanawasa wird Staatspr