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AntennenfernsehenAntennen-Fernsehen (auch terrestrisches Fernsehen genannt) ist eine Art des Fernsehens, bei dem die Bild- und Tondaten über Elektromagnetische Wellen auf terrestrischen Frequenzen übertragen und mit einer Haus- oder Zimmerantenne empfangen werden.
Aufgrund der Erdkrümmung beziehungsweise Unebenheiten der Erdoberfläche (Berge, Täler) ist die Reichweite eines Senders beim Antennen-Fernsehen sehr eingeschränkt. In der Praxis beträgt sie, abhängig von o.a. Gründen sowie Bebauung, Beschaffenheit des Untergrundes, Wetterlage, Atmosphärenschichtung und Frequenz des Fernsehsignales einige km bis zu mehreren hundert km. Bei besonderen Inversionswetterlagen kann es zu einem Empfang auch über mehrere tausend km kommen (TV-DX).
Im allgemeinen ist aber für einen wetterfesten, flächendeckenden Empfang neben den starken Grundnetzsendern eine relativ große Anzahl von Füllsendern notwendig (unter anderem zur "Ausleuchtung" von Tälern); dementsprechend teuer ist diese Technik. Ferner sind bei analoger Übertragung nur 60 Sendefrequenzen verfügbar, von denen jeder Grundnetz- und Füllsender eines größeren Gebietes meist eine eigene benötigt, damit keine gegenseitigen Störungen auftreten. Daher können an einem gegebenen Ort nur maximal knapp ein Dutzend Programme über Antenne empfangbar sein.
Um die Reichweite zu vergrößern, werden die Sender meist auf Bergen oder/und Fernsehtürmen beziehungsweise Sendemasten angebracht. Das Fernsehsignal eines Programmes wird dabei überregional über eine Richtfunkverbindung oder über Satellit übertragen. In Ballungsräumen oder auf hohen Bergen wird dann das Signal mit sehr hoher Leistung ausgesendet. Um entfernte Gebiete oder Täler versorgen zu können, sind Fernsehumsetzter aufgestellt, die das Signal eines Fernsehturmes, oder eines Satelliten, oder eines anderen Umsetzters empfangen und es auf einem anderen Kanal verstärkt wieder aussenden.
Um die Anzahl der übertragbaren Programme zu erhöhen, wird derzeit in den deutschen Ballungsräumen auf digitale Übertragung der Fernsehprogramme umgestellt (DVB-T), beziehungsweise ist die Umstellung schon erfolgt oder für die nahe Zukunft geplant. Ab 2010 soll das klassische analoge Antennen-Fernsehen in Deutschland der Vergangenheit angehören.
Kategorie:Funktechnik
TerrestrischTerrestrisch werden jene Methoden, Vorgänge, Daten, Instrumente oder Objekte genannt, die
# sich auf den Planet Erde beziehen, oder
# auf der Erde stattfinden bzw. befinden, oder
# zum Festland der Erde bzw. zu Anwendungen auf ihm gehören.
In der Datenübertragung wird eine Funkübertragung als terrestrisch bezeichnet, die keinen Satelliten als Zwischenstation verwendet. (z.B. steht das T in DVB-T für "terrestrisch")
Beispiele zu den drei Bereichen
1) Koordinaten- und Bezugssysteme (im Gegensatz etwa zu astronomischen oder satellitengestützten Systemen), planetare und globale Eigenschaften (wie Schwerefeld, Magnetismus ...) und Daten, Beziehungen zu Sonne, Mond usw.
2) Terrestrische Verfahren und Messinstrumente - im Gegensatz zu solchen in der Luftfahrt, Raumfahrt oder zu extraterrestrischen Methoden; geologische Vorgänge, erdgebundene Observatorien usw.
3) Tiere, Pflanzen oder Infrastruktur auf den Kontinenten - im Gegensatz zu solchen im Ozean (marin) oder in Gewässern (limnisch, fluviatil).
Kategorie: Erde
Siehe auch:
Terrestrisches Fernsehen, Terrestrische Übertragung, Fernrohr, Navigation, Ökosystem usw.
FernsehenAls Fernsehen (auch kurz TV, vom griechisch-lateinischen Kunstwort Television) bezeichnet man im Allgemeinen eine Technik zur Aufnahme, das heißt der Abtastung und Zerlegung von Bildern an einem Ort, deren Übertragung über einen Übertragungsweg an einen anderen Ort, sowie ihrer dortigen Wiedergabe, das heißt der Zusammensetzung mit Hilfe eines Fernsehgerätes.
Im Speziellen bezeichnet Fernsehen heute eine Technik, bei der die Bilder bewegt sind und zusätzlich passender Ton übertragen wird. Letzterer wird mit Mikrofonen aufgenommen und meist mit Lautsprechern wiedergegeben.
Technik
Werden lediglich Helligkeitsunterschiede bei Aufnahme und Wiedergabe der Bilder berücksichtigt, so spricht man von Schwarz-Weiß-Fernsehen. Im Unterschied dazu wird vom Farbfernsehen gesprochen, wenn auch Farbinformationen aufgenommen und wiedergegeben werden.
Falls die Bilder und Töne auf einem Speichermedium, etwa einer sogenannten "MAZ", aufgezeichnet werden, können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt, gegebenenfalls nach einer Bearbeitung, über einen Übertragungsweg gesendet werden. Das sofortige Senden der aufgenommenen Daten wird als Liveübertragung bezeichnet.
Die direkte Wiedergabe der Daten vom Speichermedium, z.B. Videokassette oder DVD, an einem Fernseher ohne Übertragung über einen (längeren) Übertragungsweg zählt man im Allgemeinen nicht zum Fernsehen.
Für das Fernsehen werden üblicherweise Elektromagnetische Wellen oder Spannungen in Koaxialkabeln (Kabelfernsehen) genutzt. Die Übertragung über elektromagnetische Wellen kann dabei terrestrisch (Antennenfernsehen, auch terrestrisches Fernsehen genannt) über terrestrische Frequenzen oder aber mit Hilfe von Satelliten nicht-terrestrisch (Satellitenfernsehen) über Satellitenfrequenzen erfolgen.
Im Bereich des Antennen- und Kabelfernsehens ist bis heute die analoge Übertragung der Informationen üblich (analoges Fernsehen), obwohl die Aufnahme und Bearbeitung der Bilder und Töne schon seit einigen Jahren digital erfolgt. Die Umstellung auf digitale Übertragung der Daten (digitales Fernsehen) ist aber beim terrestrischen Fernsehen bereits im Gange. Beim Satellitenfernsehen ist die Umstellung auf digitales Fernsehen schon weiter fortgeschritten.
Die vollständige Umstellung im Bereich des Antennenfernsehens soll in Deutschland bis 2010 abgeschlossen sein. Zum Empfang wird dann ein zusätzlicher Digital-Decoder (eine so genannte Set-Top-Box) oder ein geeigneter Fernseher (in dem der Decoder genauso wie das heute übliche analoge Empfangsteil schon integriert ist) benötigt. Die Kabelnetzbetreiber des Kabelfernsehens zögern derzeit noch auf digitales Fernsehen umzustellen.
Auf welche Weise die Bild- und Tondaten bei der Übertragung kodiert werden, wird von der Fernsehnorm festgelegt. Sie ist nötig, damit Sender und Empfänger "die gleiche Sprache sprechen". Es gibt weltweit eine verwirrende Vielzahl von Fernsehnormen, die jedoch auf wenige Grundparameter reduziert werden können; die Methode der Farbübertragung ist dabei der entscheidende Parameter, der oft schon alleine als "Fernsehnorm" bezeichnet wird. Die gebräuchlichsten Farbübertragungsnormen sind in Amerika, Japan und Südkorea NTSC und im Rest der Welt PAL und SECAM.
Die Unterscheidung in mechanisches Fernsehen und elektronisches Fernsehen, die während der ersten Fernsehversuche entstand, ist heute unbedeutend: mechanische Aufnahme- und Wiedergabegeräte kamen nie zum Masseneinsatz.
Mechanisches Fernsehen wurde sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe mit der Nipkow-Scheibe realisiert; elektronisches Fernsehen erstmals mit der Ikonoskop-Röhre bei der Aufnahme und der Kathodenstrahlröhre bei der Wiedergabe. Da die Ikonoskopröhre erst später als die Kathodenstrahlröhre entwickelt wurde, gab es zwischenzeitlich auch eine Mischform.
Nutzung
Aufgrund der anfangs begrenzten Anzahl von Übertragungskanälen und der teuren Aufzeichnungstechnik, sowie den bis heute ständig steigenden Ansprüchen an die Bild- und Tonqualität der Fernsehdaten und den damit einhergehenden Kosten der Produktion von Inhalten für das Fernsehen hat sich eine gesellschaftliche Struktur entwickelt, bei der wenige Programmanbieter einem Massenpublikum von bis zu mehreren Millionen Zuschauern gegenüberstehen. Daher zählt Fernsehen zu den Massenmedien.
Die Kosten zur Produktion der Inhalte werden seitens der Programmanbieter auf verschiedenen Wegen eingenommen (siehe hierzu auch Duales Rundfunksystem).
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (siehe hierzu auch Öffentlich-rechtlicher Rundfunk), die einen staatlich festgelegten Programmauftrag haben, an dem sich die Inhalte zu orientieren haben, finanzieren sich in Deutschland zu einem großen Teil aus staatlich festgelegten Gebühren (siehe hierzu auch Gebühreneinzugszentrale, abgekürzt GEZ) und Werbung. Einige weitere Einnahmequellen bestehen im Weiterverkauf oder in der Lizenzierung eigener Fernsehproduktionen.
Die privaten Fernsehsender (siehe hierzu auch Privatfernsehen), finanzieren sich dagegen fast nur durch Werbung. Fernsehproduktionen werden in der Regel nur in Auftrag gegeben und ein Großteil der Programminhalte gekauft oder lizenziert. Bei den gekauften oder lizenzierten Produktionen der deutschen privaten Fernsehsender handelt es sich meist um umsatzträchtige US-amerikanische Serien oder Filme, teilweise ganze Fernsehformate.
Neben den öffentlich-rechtlichen und den privaten Fernsehsendern gibt es noch so genannte Bezahlfernsehsender (engl. Pay-TV-Sender), die vom Zuschauer direkt bezahlt werden (z.B. Premiere). Diese verschlüsseln ihre Sendungen, die so nur mit speziellen Dekodern betrachtet werden können. Der Zuschauer bezahlt dann je nach System entweder pro Programm beziehungsweise Programmpaket oder pro Sendung. Für die Zukunft ist auch eine Bezahlung auf Bestellung geplant. Da Werbung vom Zuschauer meist als störend empfunden wird, verzichten Bezahlfernsehsender in der Regel auf Werbung zur Finanzierung. Dies gilt auch oft als Hauptargument, sich für ein Bezahlfernseh-Abonnement zu entscheiden.
In Großbritannien existiert auch eine Zwischenform. Das dortige BSkyB ist zwar Bezahlfernsehen, es enthält jedoch trotzdem etwa soviel Werbung wie werbefinanziertes Privatfernsehen.
Genutzt wird das Fernsehen seitens der Zuschauer hauptsächlich zur Unterhaltung und Feierabendgestaltung. Daneben dient es auch oft zur Informationsbeschaffung oder Bildung. Entsprechend unterteilt man die Fernsehsendungen auch in Unterhaltungssendungen, Nachrichtensendungen und Bildungsfernsehen. Letzteres wird in Deutschland, mit Ausnahme von Dokumentationen, gemäß ihres Bildungsauftrages fast nur von öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten angeboten. Zunehmend werden Bildung und Nachrichten mit Unterhaltung zum so genannten Infotainment vermischt. Diese Art von Sendungen wird auch zunehmend von privaten und Pay-TV-Sendern angeboten.
Das Spektrum der Unterhaltungssendungen ist äußerst vielfältig und umfasst unter anderem Filme, Serien und Unterhaltungssendungen, die sich in weitere Sparten unterteilen lassen. Zur Rubrik Bildungsfernsehen gehören Dokumentationen, Politik-, Ratgeber- und Wissenschaftssendungen.
Seitens der Wirtschaft wird das Fernsehen zur Werbung benutzt. In kurzen Werbespots werden einzelne Produkte und/oder Marken präsentiert und deren Kauf empfohlen. Neben den Werbespots gibt es auch so genannte Verkaufsshows oder Dauerwerbesendungen. Einige spezialisierte Sender, so genannte Home-Shopping-Sender zeigen den ganzen Tag nichts anderes als solche Verkaufsshows.
Für die Werbeindustrie ist das Fernsehen eines der wichtigsten Medien, denn Fernsehen stellt eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigung dar. Im Schnitt sieht der Bundesbürger mehrere Stunden am Tag fern, so dass auf diesem Weg viele Menschen erreicht werden können. Außerdem eignet sich das Fernsehen für die Werbeindustrie, weil man mit diesem Medium besonders gut Gefühle und Emotionen beim Konsumenten wecken kann.
In Deutschland regeln gesetzliche Auflagen Dauer und Häufigkeit der Werbung pro Sendung beziehungsweise Sendezeit. Die Rechte zur Ausstrahlung von Werbung in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind stärker eingeschränkt. Sie dürfen beispielsweise nach 20 Uhr keine Werbung mehr ausstrahlen.
Staat und Politik benutzen das Fernsehen hauptsächlich zur Information der Bevölkerung und Meinungsbildung. Das Spektrum der Inhalte reicht dabei von Hinweisen auf wichtige Ereignisse bis zu Katastrophenwarnungen. Politiker versuchen oft über das Fernsehen die Bevölkerung von ihren eigenen Ansichten zu überzeugen oder ihre Arbeit zu rechtfertigen. In vielen Staaten wird Fernsehen auch häufig seitens der Regierung zur Propaganda eingesetzt.
Ein weiteres Anwendungsgebiet der Fernsehtechnik besteht in Videoüberwachung, die zunehmend günstiger wird, da die Technik einerseits qualitativ besser und gleichzeitig billiger wird, andererseits die besonders kostenintensive Herstellung von Inhalten entfällt.
In der Weltraumforschung, die sowieso hohe Kosten für Missionen veranschlagt, wird die Fernsehtechnik ebenfalls eingesetzt. Allerdings werden hier selten bewegte Bilder aufgenommen. Stattdessen kommen Spezialkameras zum Einsatz, die oft besonders hohe Auflösungen besitzen und/oder Licht anderer Spektralbereiche, als die vom menschlichen Auge wahrgenommen, aufzeichnen und teilweise zeitversetzt zur Erde senden.
Rechtliche Regelung in Deutschland
Fernsehen wird in Deutschland vom Rundfunkrecht geregelt. Als meinungsbildendes Medium fällt es in die Kulturhoheit der Bundesländer und wird daher in erster Linie von ihnen geregelt und verwaltet. Um bundesweit einheitliche Regelungen zu schaffen, haben sich alle Bundesländer mit dem Rundfunkstaatsvertrag auf ein einheitliches Regelwerk geeignet. Dieses enthält insbesondere Regelungen für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten, über die Zulassungsvoraussetzungen von privaten Rundfunksendern, Form und Dauer der Werbung, Jugendschutz, die Kurzberichterstattung und der Berichterstattung über Großereignisse.
Soziologische Betrachtung
Kurzberichterstattung
Fernsehen ist ein Massenmedium und hat sich seit den 1950er Jahren in den Industriestaaten zum Leitmedium entwickelt. Im Jahr 2003 besaßen 94,4% der deutschen Haushalte ein Fernsehgerät. Für viele Menschen ist es Teil des Alltags geworden und strukturiert oft sogar den Tagesablauf. Es erfährt eine Zuwendung durch alle Schichten und Altersgruppen und tritt mit einer zuvor nicht gekannten Wirksamkeit an die Stelle aller Institutionen mit publizistischem Anspruch, ohne diese aber vollständig zu ersetzen.
Fernsehen wirkt orientierend und nivellierend. Wichtiges Instrument dafür ist die ständige Wiederholung. Dadurch wird es zur Grundlage der allgemeinen Geschmacks- und Stilbildung und dient der gesellschaftlichen Kommunikation. Durch das verstärkte Aufkommen von Spartenkanälen verbunden mit der wachsenden Rolle des Internets im gesellschaftlichen Leben geht die stilbildende Funktion des Fernsehens allerdings wieder zurück. Jedermann kann in gewissen Grenzen sein eigener Programmdirektor werden. Dies bewirkt eine zunehmende Zersplitterung und Fragmentierung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Kommunikation. Damit sachgemäß umzugehen ist Aufgabe der Medienpädagogik.
Fernsehsender erheben oft den Anspruch, dem Zuschauer einen Blick auf die komplexe Gesellschaft zu präsentieren. Immer mehr und unterschiedlichere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfahren eine breiterwerdende mediale Beachtung. Aber der darzustellende Lebensbereich muss interessant, verständlich und optisch umsetzbar sein. Damit geht von vornherein eine Selektion einher, verbunden mit einer Reduktion der vielfältigen kommunikativen Codes und Zeichensysteme, sowie einer Spezialisierung und Perfektionierung akustisch-visueller Signale. Tatsächlich ist es in vielen Fällen sogar so, dass Fernsehen die Themen, über die Verständigung lohnenswert scheint, erst schafft. Auf der Suche nach neuen Themen, die die Zuschauer binden durchbrechen die Fernsehmacher oft Grenzen, die in den Augen vieler oft bis zum Tabubruch führen.
Geschichte
Im Jahr 1883 erfand Paul Nipkow das 'Elektrische Teleskop', welches mit Hilfe einer rotierenden Scheibe ('Nipkow-Scheibe'), die mit spiralförmig angeordneten Löchern versehen war, Bilder in Hell-Dunkel-Signale zerlegte beziehungsweise wieder zusammensetzte. Damit gelang ihm die erste elektrische Bildübertragung. Dieses Ereignis wird heute als Beginn des Fernsehens angesehen und Paul Nipkow als sein Erfinder bezeichnet. Die Technik zur Bildzerlegung und -Wiedergabe war aber mechanisch und damit nicht besonders leistungsfähig.
In den 1920er Jahren ersetzte Lev Theremin die Löcher in der Nipkow-Scheibe durch Spiegelanordnungen und erreichte 1927 bereits Übertragungen bei Tageslicht und Bilder mit 100 Zeilen auf großflächigen Projektionen. Allerdings wurden seine Ergebnisse nicht publiziert, sondern vom sowjetischen Geheimdienst zur Personenüberwachung genutzt. (Der bekannte Weltrekord war damals 48 Zeilen.)
Das erste elektronische Fernsehen entwickelte Manfred von Ardenne 1931 auf Grundlage der im Jahr 1897 von Ferdinand Braun zusammen mit Jonathan Zenneck entwickelten Kathodenstrahlröhre (auch Braunsche Röhre genannt). Diese ist die Grundlage für die bis heute am weitesten verbreitete Methode, Bilder für das Fernsehen darzustellen. Die ersten Anwendungen fand sie aber in Messapparaturen. Die für das Fernsehen entscheidenden Weiterentwicklungen der Kathodenstrahlröhre steuerte Wladimir Sworykin bei, der 1923 den ersten brauchbaren elektronischen Bildabtaster, die Ikonoskop-Röhre erfand, welche ab 1934 in Serie hergestellt wurde, heute aber keine Verwendung mehr findet. 1929 erfand Sworykin die Kineskop-Röhre zur Bildwiedergabe. Diese ist bis heute Vorbild in allen Fernsehgeräten, die auf der Kathodenstrahlröhre basieren. Damit ebnete Sworykin den Weg zum vollständig elektronischen Fernsehen.
Das erste echte elektronische Fernsehbild sendete 1926 in Japan Kenjiro Takayanagi, der die Braunsche Röhre umgebaut hatte (s. Japanisches Fernsehen).
Ab dem 22. März 1935 wurde in Deutschland das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt ausgestrahlt (s. Haus des Rundfunks, Berlin). Ihren Höhepunkt erlebten die Sendungen im Dritten Reich, die nur wenige tausend Zuschauer in so genannten Fernsehstuben und Großbildstellen in Berlin und später Hamburg erreichten, mit den umfangreichen Übertragungen von den Olympischen Sommerspielen 1936. Obwohl die Nationalsozialisten auch das Fernsehen für ihre Zwecke zu nutzen versuchten, blieb das Radio (s. Hörfunk) wegen der Reichweite das wichtgste Medium für die nationalsozialistische Propaganda. Im Winter 1944 wurden die Fernsehsendungen im Deutschen Reich eingestellt. In der Bundesrepublik Deutschland sollte erst am 25. Dezember 1952 der Fernsehbetrieb wieder aufgenommen werden.
Einer der Pioniere des Farbfernsehens war John Logie Baird, dem es 1941 gelang, erste farbige Fernsehbilder zu übertragen. Aber erst 1954 wurde in Nordamerika die NTSC-Norm für Farbfernsehen eingeführt. Damit waren die Amerikaner den Europäern weit voraus. Diese führten erst 12 bis 13 Jahre später mit der PAL-Norm von Walter Bruch das Farbfernsehen ein. Der Vorsprung der Nordamerikaner hatte aber auch seinen Preis. Die NTSC-Norm besitzt einige Schwächen, so dass es häufig zu Farbfehlern bei der Darstellung kommt. Daher wird die Abkürzung NTSC scherzhaft auch mit "Never The Same Color" übersetzt.
Das Zeitalter des Satellitenfernsehens begann am 12. August 1960. An diesem Tag wurde mit Echo 1 der erste passive Kommunikationssatellit in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht. Die Qualität der übertragenen Fernsehbilder war allerdings sehr mäßig. Der erste aktive Fernmeldesatellit Telstar wurde am 10. Juli 1962 in seine Umlaufbahn gebracht. Mit seiner Hilfe wurde am 23. Juli die erste Live-Sendung für die Eurovision aus den USA gesendet. Am 26. Juli 1963 wurde mit Syncom 2 erstmals ein Kommunikationssatellit in eine fast vollständige geostationäre Umlaufbahn gebracht. Dies ermöglichte es, von einem festen Punkt auf der Erde ununterbrochen Signale an einen Satelliten zu senden oder von diesem zu empfangen.
Ausblick
geostationär
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Viele Bestrebungen, die technische Qualität zu verbessern, sind mangels Kooperation verschiedenster Interessengruppen gescheitert. Sicher ist die Ablösung des analogen durch das digitale Fernsehen, die beim Satelliten-Fernsehen schon weitgehend abgeschlossen ist. Deutschland hat sich per Rundfunkstaatsvertrag das Ziel gesetzt, bis 2010 auf die digitale Ausstrahlung der Fernsehprogramme umzustellen. 2003 wurde in Berlin bereits die terrestrische analoge Fernsehausstrahlung auf digitale auf Basis von DVB-T umgestellt.
Erst in der Folge wird es wohl auch zu einer Verbesserung der Fernsehqualität, insbesondere bei der Auflösung der Bilder (HDTV) kommen, da mit der fortschreitenden Weiterentwicklung der Computertechnik Anpassungen an zukünftige Fernsehnormen auch softwareseitig möglich werden und dies den Zwang zum Kauf neuer Geräte vermeiden helfen könnte.
Die heute überwiegend auf Kathodenstrahlröhren basierenden Fernsehgeräte werden bei sinkenden Preisen wohl langsam von den flachen und damit platzsparenden Plasmabildschirmen oder Flüssigkristallbildschirmen abgelöst. Eine weitere alternative aber noch nicht ganz ausgereifte Technik für Flachbildschirme sind OLED-Bildschirme, die gegenüber den beiden Erstgenannten mehrere Vorteile (Blickwinkelunabhängigkeit, weiter reduzierter Stromverbrauch, schnellere Schaltzeiten, biegsam) mit sich bringen könnten.
Mit dem Internet entsteht eine völlig neue Verbreitungsmöglichkeit von bewegten Bildern und Ton, die in Konkurrenz zur klassischen Nutzungs- und Verbreitungsform des Fernsehens (siehe oben) treten könnte, aber deutlich weitergehende Möglichkeiten und Vorteile bietet. Dies könnte der klassischen Verbreitungsform von Fernsehen zunehmend das Publikum entziehen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob und wie die Contentproduzenten dabei ihre Produktionskosten einfahren können und wie das klassische Fernsehen darauf reagieren wird.
Literatur
- Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen. Frankfurt: Suhrkamp, 1998.
- Knut Hickethier: Geschichte des deutschen Fernsehens. Stuttgart: Metzler, 1998.
- Monika Bernold (Hrsg.), Screenwise : Film, Fernsehen, Feminismus ; Dokumentation der Tagung "Screenwise. Standorte und Szenarien Zeitgenössischer Feministischer Film- und TV-Wissenschaften", 15. - 17. Mai 2003, in Wien, Marburg : Schüren, 2004. ISBN 3-89472-387-4
Siehe auch
- Geschichte des Fernsehens
- Chronologie des Fernsehens
- Chronologie englischsprachiger Medien
- Japanisches Fernsehen, Fernsehen der DDR
- Fernsehen in der ehemaligen Sowjetunion
- Liste der Fernsehsender, Frequenzen der Fernsehkanäle, Fernsehdrama
- Privatfernsehen, Industrielles Fernsehen
- Fernsehpreis, Einschaltquote
- Fernseher, Kellfaktor (Technik)
- Medienmogul, Massenmedien
Weblinks
- [http://www.w-akten.de/themaderwoche/deutschland-tv.phtml Kleine Fernsehgeschichte]
- [http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/TV/tv.htm Vom Einheitsempfänger bis zum Taschen-Farbfernseher - Fernseher und Farbfernseher aus der Anfangzeit des Fernsehens und des Farbfernsehens]
- [http://www.zohnertheater.ch/de/independentTheatre/index.php?we_objectID=170 NO TV: Fernsehen ausschalten!]
!
ja:テレビ
ko:í…”ë ˆë¹„ì „
ms:Televisyen
simple:Television
th:โทรทัศน์
Terrestrische FrequenzenAls terrestrische Frequenzen bezeichnet man Frequenzen elektromagnetischer Wellen, die zur terrestrischen Übertragung von Fernseh- und Rundfunkprogrammen genutzt werden.
Diese Frequenzen sind für höhere Frequenzen, die nur begrentze Ausbreitungsbereiche haben, landesabhängig
Im deutschsprachigen Europa werden dafür genutzt:
- Langwelle (LW)
- 148,5 kHz...283,5 kHz (AM Radio)
- Mittelwelle (MW)
- 526,5 kHz...1606,5 kHz (AM Radio)
- Kurzwelle (KW)
- Mehrere Bänder zwischen 3900 kHz und 26100 kHz (AM Radio), siehe auch: Kurzwellenrundfunk
- Ultrakurzwelle (UKW bzw. VHF)
- Band I: 47 MHz...68 MHz (PAl-B TV)
- Band II: 87,5 MHz...108 MHz (FM Radio)
- Band III: 174 MHz...230 MHz (PAL-B TV + DAB)
- Dezimeterwelle (UHF)
- Band IV: 470 MHz...622 MHz (PAL-G TV)
- Band V: 622 MHz...854 MHz (PAL-G TV)
- L-Band: 1452 MHz...1492 MHz (DAB)
Für weitere Informationen siehe auch Frequenzband und Antennen-Fernsehen.
Kategorie:Funktechnik
ErdkrümmungUnter Erdkrümmung versteht man
# die Tatsache, dass die Form der Erde etwa einer Kugel entspricht
# und daher schon über kurze Distanzen von einer Tangentialebene abweicht;
# die Korrektion von Höhenmessungen wegen (2.)
Mit einem mittleren Erdradius von 6371 km gerechnet (genauer s.unten ¹) weicht die ideale Erdoberfläche folgendermaßen von einer Tangentialebene nach unten ab:
- 0,8 mm auf 100 m
- 20 mm auf 500 m
- 79 mm auf 1000 m
- 1,96 m auf 5.000 m
- 7,9 m auf 10.000 m.
Als grobe Annäherung kann die Formel y = L² / (2 - 6371000) verwendet werden, wobei L die Entfernung und y die Abweichung in Metern ist.
Die Korrektur von Höhenmessungen wegen der Erdkrümmung ist also schon auf kurze Strecken unerlässlich und wächst quadratisch mit der Distanz. Bei Vermessungen der Lage wirkt sich die Erdkrümmung erst in größerer Entfernung aus und führte zur Unterscheidung zwischen "Niederer" und "Höherer Geodäsie".
¹) Tatsächlich hat die Erde eine Abplattung von 0,3 Prozent; die Achsen des mittleren Erdellipsoids unterscheiden sich daher zwischen Äquator und Polen um 21 km (6378 km bzw. 6357 km). Der minimale und maximale Krümmungsradius beträgt 6334 km und 6400 km.
Siehe auch: Horizont, Höhenmessung, Kimmtiefe
Kategorie:Geodäsie
SenderAls Sender bezeichnet man im allgemeinen Sinn und in der Informationstheorie ein Lebewesen oder ein Gerät, das als Informationsquelle (Absender) eines Signals Informationen über einen Übertragungskanal oder Übertragungsweg, das Medium, von einem Ort zu einem anderen Ort an einen Empfänger schickt, also sendet.
Im Besonderen ist ein Sender:
- eine technische Anlage, die Signale in elektromagnetische Wellen umwandelt und in dieser Form abstrahlt, s. Sendeanlage
- ein Radiosender, s. Hörfunk
- der Absender eines Gegenstandes
EmpfangDer Begriff Empfang steht für
# in der Funktechnik das Einwirken von gesendeten elektromagnetischen Wellen auf ein Empfangsgerät; siehe Funkempfang.
# gesellschaftlich eine gastliche Aufnahme in Gestalt einer Audienz.
# in öffentlichen Gebäuden und im Beherbergungsgewerbe die Rezeption.
# in der Diplomatie der Empfang von Vertretern diplomatischen Vertretungen.
Siehe auch:
- Empfänger
- Adresse
Grundnetzsender
Ein Grundnetzsender ist in der Rundfunktechnik eine Sendestation, die ein größeres Gebiet mit einem Programm des Rundfunks auf terrestrischem Wege versorgt. Um dies zu erreichen, befinden sich Grundnetzsender an exponierten Standorten mit hohen Antennenträgern und strahlen die Programme mit hoher Sendeleistung in die Umgebung ab. Von den Grundnetzsendern nicht in ausreichendem Maße erreichte Gebiete (meist Täler) werden durch Füllsender und Umsetzer versorgt.
Betreiber von Grundnetzsendern
- Fernsehen
- Das Erste - in den alten Bundesländern die jeweilige ARD-Landesrundfunkanstalt, in den neuen die Deutsche Telekom (T-Systems Mediabroadcast)
- ZDF - in ganz Deutschland T-Systems
- Dritte Programme - in ganz Deutschland T-Systems
- Private Programme - in ganz Deutschland T-Systems
- Hörfunk
- Programme der ARD-Landesrundfunkanstalten (WDR, SWR, NDR, ...) - die jeweilige Landesrundfunkanstalt in den alten Ländern, in den neuen T-Systems
- DeutschlandRadio - bis auf wenige Ausnahmen, wie der Sender in Berlin-Britz, T-Systems
- Deutsche Welle (Kurzwellensender) - T-Systems
- Private Programme - T-Systems (mit Ausnahme von Europe 1; Europe 1 betreibt seinen Sender in Felsberg-Berus in Eigenregie)
- Rundfunksender der alliierten Streitkräfte (AFN und BFBS) - zum Teil Eigenbetrieb, zum Teil Betrieb durch T-Systems
- Auslandsdienste Radio Free Europe/Radio Liberty und Voice of America - Eigenbetrieb
- Auslandsdienst Stimme Russlands - T-Systems
Standorte von Grundnetzsendern (Auswahl)
Anlagen von T-Systems
Anlagen des SWR
- Donnersberg
- Haardtkopf (bei Gornhausen)
- Hornisgrinde im Schwarzwald
- Fernsehturm Königstuhl in Heidelberg
- Mühlacker
- Raichberg (bei Hechingen)
- Bodenseesender Rohrdorf
- Stuttgarter Fernsehturm
- Waldenburg
- Rheinsender Wolfsheim
Anlagen des BR
- Dillberg
- Grünten im Allgäu
- Hesselberg (Mittelfranken)
- Hohenpeißenberg
- Hoher Bogen
- Hohe Linie
- Ismaning (zwei Sender, einer des BR, einer der VoA)
- Ochsenkopf
- Kreuzberg (Rhön)
- Wendelstein bei Bayrischzell
Anlagen des NDR
- Bungsberg
- Hamburg-Billwerder
- Torfhaus
Anlagen vom WDR
- Bonn-Venusberg
- Kleve
- Stolberg-Aachen
- Langenberg (Rheinland)
- Teutoburger Wald
Anlagen des HR
- Hoher Meißner
- Weiskirchen
- Großer Feldberg im Taunus (zwei Sender, einer des Hessischen Rundfunks, einer von T-Systems)
Anlagen des SR
- Heusweiler
- Göttelborner Höhe
Anlagen von Deutschlandradio
- Berlin-Britz
Sonstige Anlagen
- Biblis (RFE/RL)
- Felsberg-Berus (Europe 1)
- Holzkirchen (Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL), stillgelegt)
- Lampertheim (RFE/RL)
- Weißkirchen (AFN, nicht zu verwechseln mit dem Sender Weiskirchen des HR!)
Kategorie:Funktechnik
Fernsehturm]
Fernsehturm, auch Fernmeldeturm, nennt man einen röhrenförmigen Turm in schlanker Stahlbetonbauweise (vertikale Kragarmkonstruktion), dessen vorwiegende Aufgabe es ist, Hörfunk und Fernsehen auszusenden.
Fernmeldetürme werden auch für richtfunkbasierte Telekommunikation wie beispielsweise die Übertragung von Telefongesprächen verwendet, wobei diese heute zunehmend durch Glasfaserkabel oder Satellitenkommunikation abgelöst wird. Der Unterschied zum allgemeinen Funkturm (meist als Stahlkonstruktion) liegt in der Bauweise; sowie zu Hochhäusern im Hauptzweck.
Allerdings gibt es auch Fernmeldetürme, die eher einem Hochhaus als einem "klassischen Sendeturm" ähneln, wie der Fernmeldeturm auf den großen Feldberg.
Geschichtliches
Die Baustoffe Gusseisen, Schmiedeeisen und später Stahl ermöglichten den Ingenieuren Anfang der 19. Jahrhunderts ganz neuartige Brückenbauten. Mit Hilfe der neuen Werkstoffe wurden die Träume zu Plänen, hohe Türme in den Himmel zu bauen. Bereits 1833 plante der englische Ingenieur Richard Trevithick eine 1000 Fuß (305 m) hohe Säule aus Gusseisenelementen zu erbauen. Später sollte zur amerikanischen Weltausstellung in Philadelphia eine 1000 Fuß hohe Eisenröhre aufgestellt werden, die mit Hilfe von Stahlseilen abgespannt werden sollte. Diese nie errichtete Konstruktion, welche 9 m im Durchmesser messen sollte, wäre allerdings vermutlich wegen Windschwingungen eingestürzt.
Der Eiffelturm – Symbol aller Türme
Bereits 1881 wurde vorgeschlagen, Paris mit einem 300 m hohen Leuchtturm auszuleuchten. Dieser Turm sollte aus Granit gebaut werden; die Ausführbarkeit dieses Projektes zweifelte Gustave Eiffel jedoch zu Recht an und präsentierte 1885 seine Pläne zum Bau des Eiffelturms der Öffentlichkeit. Eiffel war bereits durch viele ungewöhnliche Ingenieursleistungen bekannt geworden. Der Entwurf des 300 m hohen Turmes aus Stahlfachwerk sollte mit vier stark gespreizten Beinen die Windkräfte besonders günstig aufnehmen. Trotz zahlreicher Kritiker und Gegner behielt Gustave Eiffel mit seiner Prognose Recht, dass dieser Bau zum Symbol des Fortschritts in Industrie, Wissenschaft und der Metallbaukunst werden würde. Neben dem touristischen Anziehungspunkt der Weltausstellung wurde der Turm durch die Installation vieler wissenschaftlicher Untersuchungsstätten zum Versuchslabor für meteorologische, physikalische und sogar physiologische Experimente. Ebenso wurde die drahtlose Telegrafie erprobt, was den Eiffelturm zum ersten Funkturm der Geschichte macht.
Der prestigeträchtige Eiffelturm wurde zum Vorbild vieler Planungen von Stahltürmen. Die Stadt London schrieb 1890 einen Turmbauwettbewerb aus. Die zwanzig eingegangen Projekte sahen Türme zwischen 300 m und 456 m Höhe vor. Zwar wurde mit dem Bau auf dem Areal des heutigen Wembley-Stadions begonnen, es entstand aber nur ein Turmstumpf von 47 Metern Höhe, der 1907 abgerissen wurde (Watkins Tower).
Als Anfang des 20. Jahrhunderts der Funkverkehr zunahm wurde der Stahlgitterturm zum notwendigen Zweckbau. So entstand beispielsweise in Berlin der 1926 errichtete Berliner Funkturm.
In den 30er Jahren wurden die ersten Sendetürme in Stahlbetonbauweise für die ersten Fernsehsender auf dem Brocken und auf dem Feldberg im Taunus errichtet. Beide Türme sind noch erhalten. Der Turm auf dem Brocken besitzt eine Aussichtsplattform, während der für Besucher regulär nicht zugängliche Turm auf dem Großen Feldberg im Taunus durch seine außergewöhnliche Bauweise auffällt.
Vom Funkturm zum Fernsehturm
Der Stuttgarter Fernsehturm war weltweit der erste Turm in Stahlbetonbauweise. Er wurde 1956 vom Stuttgarter Bauingenieur Prof. Dr.-Ing. Fritz Leonhardt entworfen. 1954 wurde auf den Berliner Müggelbergen mit dem Bau eines Fernsehturms begonnen, dessen Bau ein Jahr später eingestellt werden musste, weil er durch seine Lage in der Einflugschneise des Flughafens Berlin-Schönefeld den Flugverkehr in höchstem Maße gefährdet hätte.
Der steigende Bedarf an Funk- und Fernsehübertragung sorgte dafür, dass ab den 1960er Jahren viele neue Fernmeldetürme im Auftrag der Post erbaut wurden. Um zu verhindern, dass die Bevölkerung diese als störend empfinden, wurden in vielen Publikumseinrichtungen wie z. B. Aussichtsplattformen oder Drehrestaurants eingerichtet. Im Gegensatz zu den standardisierten Typentürmen bezeichnet man die individuell konstruierten Türme als Sondertürme.
Die Höhe eines Fernsehturms wird maßgeblich durch die Notwendigkeit bestimmt, die Antenne so hoch zu platzieren, dass die Signale störungsfrei gesendet werden können. In Nordamerika übernehmen zumeist Wolkenkratzer diese Funktion.
In China ist möglicherweise geplant, den höchsten Fernsehturm der Welt zu bauen [http://www.chinadaily.com.cn/english/doc/2004-11/14/content_391330.htm].
Fernsehtürme in aller Welt (Auswahl)
Bilder von Fernsehtürmen in Deutschland Literatur
- Erwin Heinle, Fritz Leonhardt: Türme aller Zeiten, aller Kulturen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart (Deutschland) (1997), ISBN 3-421-02931-8
Weblinks
- [http://www.wiegels.net/tuerme/hoch.phtml Jörg Wiegels' "Hohe Türme"]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi.pl;jsessionid=EG2DMCVI0MDWFQZF04SSFEQ?v=video/&f=wb_weltwunder_turm_v.rm Filmbeitrag des Bayerischen Fernsehn über geniale Turmbauten]
- [http://www.p-circle.de/p_circle_de/deutsch/Start.htm Interaktive CD-ROM über den Berliner Fernsehturm]
Kategorie:Sendeturm
Kategorie:FunktechnikKategorie:Nachrichtentechnik
Kategorie:Leitungslose Telekommunikationsverfahren
Avenches
Avenches is a commune in the Canton of Vaud, Switzerland, seat of the district with the same name.
See also: Aventicum
Category:Vaud
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Political legitimacy
Legitimacy in political science, is the popular acceptance of a governing regime or law as an authority. Whereas authority refers to a specific position in an established government, the term legitimacy is used when describing a system of government itself —where "government may be generalized to mean the wider "
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Touffreville
There are communes that have the name Touffreville in France:
- Touffreville, in the Eure département
Related
- Touffreville-la-Cable, in the Seine-Maritime département
- Touffreville-la-Corbeline, in the Seine-Maritime département<
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Sirenia (band)
Sirenia is a Gothic Metal band from Stavanger, Norway.
Music
Sirenia combines strong melodic instrumentalizations with keyboard synthesis and guitaring with light female vocals, male death vocals and a choir.
Most songs are atmospheric yet intense, with melodic backgrounds and interludes. The lyrics are concerned with human existence, emotion, and mental states.
Many in the genre consider the
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Republic of Colombia
The Republic of Colombia is a country in northwestern South America. It is bordered to the north and north-west by the Caribbean Sea, to the east by Venezuela and Brazil, to the south by Ecuador and Peru, and to the west by Panama and the
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