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Antietam
Die Schlacht bei Antietam, in den Südstaaten auch als Schlacht bei Sharpsburg bekannt, fand am 17. September 1862 in der Nähe von Sharpsburg, Maryland statt. Die Schlacht war die erste große Auseinandersetzung auf dem Gebiet der Nordstaaten - nur 40 km von Washington entfernt - und zugleich die verlustreichste Ein-Tages-Schlacht des gesamten Amerikanischen Bürgerkrieges, mit über 23.000 Gefallenen auf beiden Seiten. Darüber hinaus erlangte die Schlacht von Antietam historische Bedeutung durch den Sieg der Unionstruppen, der Präsident Abraham Lincoln die Möglichkeit eröffnete, seine Emanzipationserklärung zur Sklavenbefreiung anzukündigen.
Beginn
Nach dem konföderierten Sieg in der Zweiten Schlacht von Bull Run war Südstaaten-General Robert E. Lee mit seiner 40.000 Mann starken Army of Northern Virginia in Maryland einmarschiert. Dort wollte er seine Vorräte auffrischen und, wenn möglich, aus der sklavereifreundlichen Bevölkerung des Grenzstaates Freiwillige für seine Armee rekrutieren. Darüber hinaus hoffte Lee, sein Einmarsch könnte die öffentliche Meinung im Norden beeinflussen und Friedensbestrebungen unterstützen.
Während die Unions-Truppen von Generalmajor George B. McClellan auf dem Marsch waren, um Lees Armee zu stellen, stieß ein Soldat auf eine Kopie der Operationspläne der Konföderierten, die jemand als Packpapier um 3 Zigarren gewickelt hatte. Diese Pläne (auch als Lee's Lost Orders bezeichnet) waren für den General D.H. Hill bestimmt und verrieten im Detail die Position der konföderierten Armee. Den Dokumenten zu Folge hatte Lee seine Truppen aufgeteilt, um die Bedrohung durch die Garnisonen von Harper's Ferry und Hagerstown auszuschalten und Versorgungsgüter zu erbeuten. General McClellan bot sich hier eine einmalige Chance - sollte er seine Armee schnell genug in Marsch setzen, war es möglich, die beiden Teile von Lees Armee getrennt zu stellen und zu vernichten. Doch der zögerlich handelnde McClellan ließ 18 Stunden verstreichen, bevor er sich entschloss, den Vorteil zu nutzen.
Im Vorfeld der eigentlichen Schlacht von Antietam kam es zu zwei größeren Gefechten: Generalleutnant Thomas "Stonewall" Jacksons Einnahme der Garnison von Harper's Ferry und McClellans Vormarsch durch den South Mountain mit der Schlacht von South Mountain.
Die Schlacht
Schlacht von South Mountain
General Lee hatte indes von J. E. B. Stuart - den ein Südstaaten-Sympatisant aus dem Lager McClellans informiert hatte - am 13. September von den Vorgängen bei der Unionsarmee erfahren. Er beschloss, südlich von Sharpsburg so viele Teile seiner Armee wie möglich zusammenzuziehen, um dort dem Angriff der Union zu begegnen. Lee schlug sein Hauptquartier in der Stadt auf und platzierte seine Truppen entlang einer kleinen Hügelkette hinter dem Antietam Creek, um dieses natürliche Hindernis für sich zu nutzen. Damit ging Lee ein großes Risiko ein - im Rücken seiner Armee floss der Potomac River und im Falle eines Rückzuges würde der Armee nur eine einzige Furt zur Verfügung stehen.
McClellan erreichte mit den 87.000 Mann der Army of the Potomac Sharpsburg bereits am 16. September - zu diesem Zeitpunkt waren weder James Longstreets Korps
aus Hagerstown noch die Truppen von General Jackson aus Harper's Ferry zurückgekehrt und die Konföderierten waren verwundbar. Doch McClellan verzögerte abermals den Angriff und gab so Longstreet und Jackson genug Zeit, um Lees Armee zu verstärken. Anstatt die auf ein Drittel geschrumpfte Rumpfarmee Lees an Ort und Stelle zu vernichten musste McClellan es nun mit Lees gesamter Army of Northern Virginia aufnehmen - abgesehen von A. P. Hills Division, die sich noch auf dem Rückmarsch von Harper's Ferry befand.
Am Abend des 16. September befahl McClellan schließlich dem I. Korps unter Generalmajor Joseph Hooker den Antietam zu überqueren und Stärke und Position des Gegners zu testen. George G. Meades Division attackierte zögerlich konföderierte Truppen unter John B. Hood an der rechten Flanke. Mit Einbruch der Dunkelheit endete der Angriff, Artilleriefeuer wurde jedoch fortgesetzt, um den Aufmarsch von McClellans Armee zu decken. Das Gefecht brachte der Union keinerlei Vorteil, verriet Lee jedoch, wo er am Morgen McClellans Angriff zu erwarten hatte und wo er seine Positionen verstärken musste.
Die folgende Schlacht am 17. September zerfällt schließlich in drei, mehr oder minder unkoordinierte Gefechte: am Morgen im Norden des Schlachtfelds, am Mittag in der Mitte und am Nachmittag im Süden. Diese mangelnde Koordinierung, die keine Konzentration der Unionstruppen an einem bestimmten Frontabschnitt zur Folge hatte, negierte beinahe vollständig die Zwei-zu-Eins-Überlegenheit der Union in der Schlacht.
Der Morgen: Dunker Church und Maisfeld
17. September
Die Schlacht begann im Morgengrauen, als Generalmajor Joseph Hooker seine Artillerie das Feuer auf die Südstaaten-Truppen von Jackson eröffnen ließ. Hookers Angriff zielte auf die rechte Flanke der Konföderation, wo sich Jacksons Truppen hinter einem Maisfeld rund um die von Deutschen gegründete Dunker Church eingegraben hatten. Das Treffen der beiden Truppenteile war so hart, dass das Artillerie- und Gewehrfeuer das Maisfeld wie eine Sense niedermähte. Hooker schrieb später in seinem Bericht:
: ... jeder letzte Stängel Mais im nördlichen und größten Teil des Feldes war säuberlich abgeschnitten wie mit einem Messer und die [Konföderierten] lagen genau in den Reihen da, in denen sie ein paar Momente zuvor noch gestanden hatten
Augenzeugenberichten zur Folge wechselte das Maisfeld an diesem Morgen fünfzehn Mal den Besitzer. Bis 7 Uhr Morgens waren auf beiden Seiten über 8.000 Mann gefallen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde Jacksons Verteidigung durch die texanische Division von John B. Hood verstärkt. Die Texaner konnten die Unionstruppen abermals zurückdrängen, nur um selbst wieder das Feld zu räumen, als das XII. Korps der Union unter General Joseph K. Mansfield einen erneuten Gegenangriff einleitete. Mansfield wurde im Verlauf der Attacke getötet und sein Korps kam unter heftiges Kreuzfeuer aus den Konföderations-Stellungen um Dunker Church. Kurz danach wurde auch Hooker verwundet und musste vom Schlachtfeld getragen werden.
In einem Versuch die linke Flanke der Konföderierten aufzurollen und Mansfields Korps zu entlasten marschierte die Division von John Sedgwick aus Edwin Sumners II. Korps durch die West Woods. Sumner befahl einen massiven Angriff, ohne die Stellungen des Gegners zuvor genügend ausgekundschaftet zu haben. Die Division kam unter Feuer von drei Seiten, und in weniger als einer halben Stunde wurde der Vormarsch gestoppt, 2.200 Gefallene waren zu beklagen.
Damit endete die erste Phase der Schlacht mit mehr als 12.000 Verlusten, einschließlich zweier Korps-Kommandanten der Union.
Der Mittag: Bloody Lane
West Woods
Im Zentrum der Schlacht rückte eine weitere Division aus Sumners Korps unter Generalmajor William H. French vor, um Sedgwicks Männer zu unterstützen. Unglücklicherweise folgten die Soldaten der falschen Straße und trafen auf die Division des konföderierten Generalmajors Daniel H. Hill. Die Konföderierten hatten sich entlang einer nach jahrelangem Wagenverkehr abgesunkenen Straße verschanzt (Sunken Road), die einen natürlichen Graben bildete. In einer Folge von vier Angriffen in drei Stunden rannten Frenchs Männer gemeinsam mit der Division von General Israel B. Richardson gegen Hills Verteidigungslinie, bevor es der Union endlich gelang, die Stellung einzunehmen. Zwischen halb zehn und ein Uhr mittags waren hier auf 700 Metern über fünfeinhalbtausend Mann gefallen. Das Gemetzel brachte dem Hohlweg später den Namen Bloody Lane ein.
General Richardson gelang es in der Folge, auch die konföderierten Positionen auf den Hügeln südlich der Bloody Lane einzunehmen und damit das Zentrum von Lees Linie an den Rand der Auflösung zu bringen. General William B. Franklin vom VI. Korps der Union machte sich bereit, diesen Vorteil mit seinen Männern auszunutzen, doch sein Vorgesetzter Sumner untersagte den Vormarsch. Franklin erhob Einspruch bei McClellan, doch dieser, geschockt von dem unglaublichen Blutzoll der vorangegangenen Gefechte, unterstützte Sumners Entscheidung. Eine weitere Möglichkeit, Lees Linien endlich zu durchbrechen, blieb ungenutzt.
Der Nachmittag: Burnside's Bridge
VI. Korps
Südöstlich der Stadt an der linken Flanke der Union hielt sich derweil Generalmajor Ambrose E. Burnside damit auf, den Übergang über die einzige Brücke über den Antietam zu erzwingen. Sein Befehl lautete, für eine Ablenkung zu Hookers Hauptangriff im Norden zu sorgen und, wenn möglich, den eigenen Vormarsch auszunutzen. Aufgrund unzureichender Kundschafter-Informationen blieb Burnside jedoch verborgen, dass es in der Nähe mehrere seichte Stellen gab, die den Übergang für Infanterie ermöglicht hätten. Von dort hätte Burnside die komplette rechte Flanke der Konföderierten bedrohen können. So verschwendete er drei Angriffe auf die Brücke, die später nach ihm Burnside's Bridge benannt werden sollte. Scharfschützen aus Georgia aus der Division von David R. Jones verteidigten die Brücke, und es sollte drei Stunden und drei Angriffe benötigen, um endlich die Brücke einzunehmen und auf die andere Seite des Flusses zu gelangen.
Etwa zur gleichen Zeit machten weitere Einheiten aus Burnsides Korps die Furten über den Antietam ausfindig und überquerten den Fluss. Nun geriet die rechte Flanke der Konföderation in schwere Bedrängnis, denn nun drangen drei von Burnsides Divisionen auf Longstreets Truppen ein und drohten, ihnen sogar die Rückzugslinie zu der Furt über den Potomac zu verlegen. Ein entschlossener Angriff der Union an dieser Stelle hätte Lees Flanke aufrollen können. Doch Burnsides Korps befand sich in Auflösung und musste sich zunächst neu formieren.
Eine Reserveeinheit befand sich in der Nähe des Durchbruchs, das V. Korps unter Generalmajor Fitz John Porter. Generalmajor George Sykes, der die 2. Division dieses Korps kommandierte, drang darauf, seine Männer in die Schlacht zu führen und Burnsides Attacke zu verstärken. McClellan, der schon beinahe von dem Vorschlag überzeugt war, ließ nach Rücksprache mit General Porter dennoch von dem Angriff ab. Aus dieser Unterredung ist von Porter der Ausspruch überliefert: "General, bedenken Sie, ich kommandiere die letzte Reserve der letzten Armee der Republik!"
So blieb die Lage für Lee bedrohlich, doch gelang es General Longstreet, die Linien gegen Burnsides abgekämpfte Männer zu halten. Dies gab Generalmajor A. P. Hill genug Zeit, seine Leichte Division in einem 8-stündigen Eilmarsch von Harper's Ferry heranzuführen, und Longstreet zu verstärken. Die Linien der Konföderation waren gerettet.
Ende der Schlacht
Die Schlacht endete um halb sechs am Nachmittag. Die Verluste waren auf beiden Seiten hoch: am Abend der Schlacht hatten die Nordstaaten etwa 12.000 und die Südstaaten über 10.000 Verluste zu beklagen. Am Abend des 18. September, nach einem Abkommen das beiden Seiten die Bergung der Verwundeten gestattete, befahl Lee seiner Armee den Rückzug über den Potomac, zurück nach Virginia.
Antietam sollte eine der blutigsten Schlachten dieses Krieges bleiben. Im Fleischwolf der Bloody Lane hatte sich gezeigt, dass dieser Krieg ein neues Gesicht haben würde, blutiger und erbarmungsloser als jeder Krieg auf amerikanischem Boden bisher.
Epilog
18. September
Militärisch war erneut keine Entscheidung gefallen. General Lee entschied, dass der Zustand der Army Of Northern Virginia eine Fortsetzung des Feldzuges in Maryland nicht erlaubte und zog sich nach Virginia zurück. Es sollte ein Jahr dauern, bis Lee erneut in der Lage sein sollte, auf dem Gebiet der Nordstaaten zu operieren. Bei Antietam entging Lee der Vernichtung, eine große Chance der Nordstaaten, den Krieg zu verkürzen, blieb ungenutzt. Dennoch markierte die Schlacht von Antietam einen Wendepunkt für die Unionstruppen. Nach einer Reihe von Fehlschlägen und blutigen Niederlagen waren die Reihen der Union in Antietam nicht eingebrochen. Vielmehr war es dem Norden gelungen, einen strategischen Sieg zu erringen, die Invasion des Südens zurückzuschlagen und die Offensive zurückzugewinnen.
Dieser erste große Sieg der Union hatte auch politisch weit reichende Folgen. Als er von den Geschehnissen bei Antietam erfuhr, kündigte Präsident Abraham Lincoln eine Emanzipationserklärung für alle Sklaven an. Diese Erklärung bedeutete nichts anderes als die Abschaffung der Sklaverei und die Befreiung aller Sklaven. Die Absicht, die Sklavenbefreiung zu einem Ziel dieses Krieges zu machen hatte Lincoln bereits seit langem. Die Emanzipationserklärung hatte er jedoch bis zu einem Sieg der Unionstruppen zurückgehalten, um nicht als Verzweiflungstäter zu erscheinen. Nachdem es bisher einziges Kriegsziel des Nordens gewesen war, die Union aller Staaten wieder herzustellen, kämpften die Soldaten in Blau nun für die Befreiung der Sklaven Nordamerikas. Der Unionssieg in der Schlacht von Antietam mag auch die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens von einer Anerkennung der Konföderation abgehalten haben; beide Staaten sollen diese Absicht gehabt haben im Falle einer weiteren Niederlage der Union.
Die Emanzipationserklärung hatte auch noch einen anderen Sinn, denn in den Rüst- und Landwirtschaftsbetrieben des Süden arbeiteten hauptsächlich Sklaven. Mit der Erklärung beabsichtigte Lincoln nicht nur die Bildung von "Negerarmeen" in den Unionstruppen, sondern auch offene Aufstände der Sklaven im Süden und Massenfluchten nach Norden. Er sollte damit Recht behalten und schwächte er den Süden in doppelter Hinsicht. Einerseits durch die Mobilmachung von verstärkten Milizen von Weißen und Schwarzen im Norden, andererseits Massenfluchten der Sklaven im Süden.
Antietam
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Konföderierte Staaten von Amerika
Konföderierte Staaten von Amerika (Confederate States of America - CSA) war der Name des Staatenbundes der südlichen Gliedstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika während der Bürgerkriegsjahre von 1861 bis 1865. Er ist nicht identisch mit den Südstaaten.
Hintergründe
Die Hintergründe der Sezession der Südstaaten sind in der unterschiedlichen demographischen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklung der Nord- und Südstaaten zu suchen. Profitierte der Norden in hohem Maße von der an Umfang zunehmenden Einwanderung weißer Immigranten aus Europa, so war diese im Süden nicht so stark. Im Norden setzte sich die Industrialisierung immer stärker durch, während der Süden überwiegend ein Agrarland blieb, dessen Plantagenwirtschaft (Erdnüsse, Zuckerrohr, Tabak, Baumwolle) auf der Notwendigkeit des Einsatzes schwarzer Sklaven beruhte. Der Kriegsgrund war nicht nur die Sklavenfrage. Die Gründe waren auch (oder: vor allem) wirtschaftlicher Natur, da der Norden seine Fertigprodukte im Süden absetzten musste, der Süden jedoch auf englische Fertigprodukte zurückgriff, da die Schiffe, die England mit Baumwolle aus dem Süden anfuhren, nicht leer zurückkehren konnten.
Je mehr sich im Norden eine liberalere Einstellung hinsichtlich der Sklavenfrage herausbildete und sich sogar eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei (Abolitionismus) entwickelte, verschärfte sich der Konflikt zum Süden, der überwiegend an der Sklaverei festhielt. Als mit Abraham Lincoln ein Republikaner (und Gegner der Sklaverei) zum Präsidenten (1861-1865) gewählt wurde, erklärte South Carolina am 20. Dezember 1860 seinen Austritt aus der Union. Der Sezession South Carolinas folgten kurz darauf die Staaten: Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, and Louisiana. Mississippi am 9. Januar 1861; Florida am 10. Januar 1861; Alabama am 11. Januar 1861; Georgia am 19. Januar 1861; Louisiana am 26. Januar 1861; und Texas am 1. Februar 1861. Sie schlossen sich am 8. Februar 1861 in Montgomery zum Bund der Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Hauptstadt wurde zuerst Montgomery, welches jedoch im gleichen Jahr von Richmond abgelöst wurde.
Etwas später lösten sich auch Virginia (17. April 1861), Arkansas (6. Mai 1861), Tennessee (6. Mai 1861) und North Carolina (13. Mai 1861) aus der Union und schlossen sich der Südstaaten-Konföderation an. Also 11 der 15 Staaten, in denen Sklaverei erlaubt war.
Die Gliedstaaten Missouri und Kentucky wurden sowohl von der Konföderation als auch von der Union als Bestandteil des jeweiligen Staates betrachtet, so dass Regimenter aus diesen Staaten auf beiden Seiten kämpften (daher auch die 13 Sterne in der Flagge der Konföderation, statt nur 11).
Zum Präsidenten des neuen Staatenbundes wurde Jefferson Davis gewählt.
Jefferson Davis
Die Nordstaaten der USA verweigerten dem Süden die Anerkennung.
Der Verlauf des Bürgerkriegs
siehe Hauptartikel Sezessionskrieg
Am 12. April 1861 kam es zum Angriff auf das noch von Bundestruppen des Nordens besetzte Fort Sumter bei Charleston (South Carolina), der anderntags mit der Niederlage des Nordens endete.
Im nachfolgenden Sezessionskrieg erzielten die Südstaatentruppen unter General Robert Edward Lee verlustreiche Siege, wie die Schlacht von Bull Run, wurden schließlich aber von dem an Menschen- und Rüstungspotential überlegenen Norden geschlagen, wobei die Schlacht von Gettysburg allgemein als Wendepunkt angesehen wird. General Lee kapitulierte am 9. April 1865 im Appomattox Court House (Virginia) vor dem Nordstaatengeneral Ulysses Simpson Grant.
Mit dieser Niederlage zerbrach die Konföderation, worauf die sezessionistischen Südstaaten zwischen 1868 und 1870 wieder in die Union der USA eingegliedert wurden.
Opfer und weitere Folgen
Der Sezessionskrieg kostete den Norden etwa 360.000, den Süden etwa 275.000 Menschenleben.
Die lange nachwirkende Segregation(Rassentrennung) als Politik in den Südstaaten. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten(1876) durch die Nordstaaten (Reconstruction) haben erstere sehr schnell (Jim Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden.
Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown vs. Board of Education of Topeka), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob und Martin Luther Kings Bewegung.
Nationalflaggen der Konföderierten Staaten
siehe auch: Flaggen der Sezessionsstaaten
In den ersten 24 Tagen ihrer Existenz besaßen die Konföderierten Staaten keine offiziell anerkannte Nationalflagge. Als Jefferson Davis am 18. Februar 1861 als Präsident der provisorischen Regierung vereidigt wurde, wehte über dem Regierungsgebäude in Montgomery die Staatsflagge von Alabama. Die Soldaten der Parade für die Amtseinsetzung wurden von einer Kompanie der Infanterie angeführt, die wiederum die Staatsflagge von Georgia präsentierten.
Erst am 4. März 1861 einigte man sich auf eine einheitliche (s.u.) Nationalflagge.
Die ersten Nationalflaggen der Konföderierten Staaten „Stars and bars“ wurden mit einer ganz unterschiedlichen Anzahl von Sternen hergestellt. Da es eigentlich keine genauen Regelungen gab und sich die Zahl der Mitglieder ständig änderte, zeigte man z.T. zum gleichen Zeitpunkt verschiedene Flaggen. Nach dem Bürgerkrieg erhaltene Flaggen zeigten Versionen mit 8, 9, 10, 12, 14 und 15 Sternen im Eck.
Die vorletzte Nationalflagge wurde als "stainless banner" bezeichnet, die die Kriegsflagge im linken oberen Eck enthielt. Um Verwechslungen mit der gänzlich weißen "Kapitulationsflagge" auszuschließen, wurde das "stainless banner" im Jahr 1865 durch einen roten, senkrechten Balken ergänzt.
Die Kriegsflagge der Konföderation
siehe auch Hauptartikel: Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika
Als die Konföderierten Staaten von Amerika im Feburar 1861 ihre erste provisorische Regierung geformt hatten, war eine ihrer ersten Aufgaben, eine neue Nationalflagge zu schaffen.
Aus zahlreichen Vorschlägen wurde schließlich am 4. März 1861 durch den Kongress die so genannte "stars and bars" - Flagge angenommen.
Viele militärische Einheiten - sowohl in Regiments- als auch in Kompaniestärke - verwendeten diese Flagge sofort als Kriegsflagge. Die ersten größeren Schlachten des Krieges wurden unter der "stars and bars" - Flagge geschlagen.
Zahlreiche Truppenteile der Konföderierten Armeen benutzten zudem ihre eigenen besonderen Kompaniefahnen. Da die Schlachtfelder meist durch den Pulverdampf der Kanonen stark "vernebelt" waren, fiel eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind oft nicht leicht. In einigen Fällen ähnelte die "stars and bars"- Flagge der "stars and stripes" - Flagge der Nordstaaten - Armeen so sehr, dass eigene Einheiten beschossen wurden. Durch dieses "friendly fire" kam es nicht selten zu tragischen Todesfällen.
Daher begannen Stabsoffiziere der Südstaaten über eine Kriegsflagge nachzudenken, die sich völlig von derjenigen der Unionsarmee unterscheiden sollte. Zudem bestand das Ziel, möglichst alle Truppenteile mit der gleichen Flagge auszustatten.
Die bekannteste wurde im September 1861 in Virginia geschaffen.
Man einigte sich unter Federführung von General P.G.T. Beauregard auf eine quadratische, rote Flagge, mit einem dunkelblauen "St. Andrews" - Kreuz, auf dem 12 weiße Sterne platziert wurden. Aus heraldischen Gründen wurde das Kreuz noch weiß eingefasst.
Geplant war eine Herstellung in drei Größen: 48 inches Seitenlänge für die Infanterie, 36 inches für die Artillerie, sowie 30 inches für die Kavallerie. Im Laufe des Krieges hielt man sich jedoch nicht immer an diese Vorgaben. Erhaltene Nachkriegs-Flaggen zeigten sogar, dass anscheinend keinerlei 36 inch-Flaggen hergestellt worden waren.
Vom November 1861 an wurden die ersten Exemplare der neuen Kriegsflagge an Einheiten in Centreville ausgeliefert.
Kriegsflaggen mit 13 Sternen wurden erstmals im Mai 1862 produziert, obwohl Kentucky bereits im Dezember 1861 als dreizehnter Staat der Konföderation beigetreten war.
Die erste Nationalflagge "stars and bars" behielt bis zum Ende des Krieges ihre Bedeutung als Flagge im Felde und wurde nie vollständig durch die neue Version ersetzt.
Flaggen der Marine
- Hoheitsflagge zur See
Die Hoheitsflagge ("ensign") zur See entsprach in allem der allgemeinen Nationalflagge, die im entsprechenden Zeitraum gebraucht wurde. Am 26. Mai 1863 wurde jedoch eine Änderung der Flaggenproportionen angeordnet: So hatte das "stainless banner" zur See von diesem Zeitpunkt an ein Größenverhältnis von 2:3 aufzuweisen, im Gegensatz zur Nationalflagge an Land, die mit einem Verhältnis von 1:2 verwendet wurde.
- Der Gösch (Bugflagge) der Kriegsmarine
Der Gösch der Kriegsmarine - auch als "Southern Cross" bezeichnet - ist eine rechteckige Version der Kriegsflagge. Ein weiterer Unterschied besteht in dem deutlich helleren Blauton ("navy blue") des "St. Andrews" - Kreuzes.
Ursprünglich war eine ähnliche Version dieser Flagge als erste Nationalflagge der Konföderation geplant. Da jedoch das Kreuz nach Meinung der Regierungskomission zu stark an "Hosenträger" erinnerte, wurde der Vorschlag abgelehnt.
Die Flagge wurde erst am 26. Mai 1863 eingeführt und bis zum Ende des Krieges benutzt. Zuvor (seit dem 4. März 1861) bestand der Gösch aus einer blauen Flagge, auf dem weisse Sterne - in der Anzahl der Konföderationsmitglieder - kreisförmig angeordnet waren.
Neben der Kriegsmarine hatte die Armee von Tennessee den Gösch von 1863 als Kriegsflagge im Einsatz.
Heutzutage ist das Modell das allgemein anerkannte Symbol des "Südens", wo es den Namen "Rebellen" - bzw. "Dixie" - Flagge trägt. Fälschlicherweise wird sie auch als "Konföderierten-Flagge" bezeichnet.
- Die "Zollflagge"
Der so genannte "Confederate States Revenue Service" war eine Art Zollbehörde auf See, die die Aufgabe hatte, die Küsten gegen Schmuggler zu verteidigen. Eines der Privilegien dieser Behörde bestand in dem Recht, eine eigene Flagge führen zu dürfen. Bei der Wahl der neuen Flagge hielt man sich z.T. an die Version der "Nordstaaten", die senkrechte Farbbalken aufwies. In Gesamteindruck entstand eine Flagge, die sehr an die französische Trikolore erinnerte.
siehe auch
- Verfassung der USA, 13. Amendment (Ergänzung), USA (kurzer Absatz Geschichte)
Weblinks
- [http://docsouth.unc.edu/index.html Documenting the American South]
Kategorie:Amerikanischer Bürgerkrieg
ja:アメリカ連合国
1862
- 14. März Einnahme von New Bern nach einer schweren Schlacht in Carolina
- 5. April Gründung des Lebensmittelhandels Julius Meinl
- 29./30. August: Zweite Schlacht von Bull Run
- 12. November: Der Asteroid Frigga wird von C. H. F. Peters entdeckt
- Victor Hugo veröffentlicht den Monumentalroman „Les Misérables“ in 10 Bänden
- In London findet eine Weltausstellung statt
Kultur
- 15. Februar: Uraufführung der Oper Die Katakomben von Ferdinand Hiller in Wiesbaden
- 9. April: Uraufführung der Operette Estrella de Soria von Franz Berwald am Königlichen Theater in Stockholm
- 26. Juni: Uraufführung der komischen Oper Sarolta von Ferenc Erkel in Budapest
- 9. August: Uraufführung der Oper Béatrice et Bénédict von Hector Berlioz am Theater am Goetheplatz in Baden-Baden
- 21. November: Uraufführung der Oper Blanche de Nevers von Michael William Balfe im Covent Garden in London
- 6. Januar: August Oetker, Erfinder des gebrauchsfertigen Backpulvers († 1918)
- 10. Januar: Ernst Krahl, deutscher Anglist und Lehrer
- 23. Januar: David Hilbert, Mathematiker († 1943)
- 24. Januar: Edith Wharton, US-amerikanische Romanautorin († 1937)
- 29. Januar: Frederick Delius, englischer Komponist († 1934)
- 5. Februar: Aleksander Kakowski, Erzbischof von Warschau und Kardinal († 1938)
- 17. Februar: Mori Ogai, japanischer Arzt, Romanautor und Übersetzer († 1922)
- 20. Februar: Margarethe Faas-Hardegger, Schweizer Frauenrechtlerin und Gewerkschafterin († 1963)
- 5. März: Siegbert Tarrasch, deutscher Schachgroßmeister († 1934)
- 7. März: Josef Strzygowski, Kunsthistoriker († 1941)
- 12. März: Alfredo Peri-Morosini, katholischer Bischof († 1931)
- 12. März: Richard Skowronnek, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1932)
- 13. März: Wilhelm Weigand, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1949)
- 17. März: Silvio Gesell, Kaufmann, Finanztheoretiker († 1930)
- 27. März: Arturo Berutti, argentinischer Komponist († 1938)
- 28. März: Aristide Briand, französischer Ministerpräsident und Außenminister († 1932)
- 29. März: Carl Busch, US-amerikanischer Komponist († 1943)
- 30. März: Wilhelm Bode, Aktivist einer Antialkoholiker-Bewegung und Schriftsteller († 1922)
- 9. April: Teuvo Pakkala, finnischer Schriftsteller († 1925)
- 13. April: Maximilian Modde, deutscher Maler († 1933
- 14. April: Pjotr Arkadjewitsch Stolypin, russischer Politiker († 1911)
- 25. April: Edward Grey, britischer Politiker († 1933)
- 26. April: Arno Holz, deutscher Schriftsteller des Naturalismus († 1929)
- 2. Mai: Maurice Emmanuel, französischer Komponist († 1938)
- 15. Mai: Arthur Schnitzler, österreichischer Erzähler und Dramatiker († 1931)
- 19. Mai: João do Canto e Castro, portugiesischer Admiral und Staatspräsident († 1934)
- 21. Mai: Gustav Eichhorn, Mediziner und Prähistoriker († 1929)
- 23. Mai: Hermann Gunkel, deutscher protestantischer Theologe († 1932)
- 28. Mai: Theodor Fischer, deutscher Architekt und Stadtplaner († 1938)
- 4. Juni: Camille Decoppet, Schweizer Politiker († 1925)
- 5. Juni: Allvar Gullstrand, schwedischer Mediziner, Nobelpreisträger für Medizin 1910 († 1930)
- 7. Juni: Philipp Eduard Anton von Leonberg, deutscher Physiker und Nobelpreisträger († 1947)
- 7. Juni: Philipp Lenard, deutscher Physiker († 1947)
- 21. Juni: Damrong Rajanubhab, Innenminister Thailands, Archäologe († 1943)
- 21. Juni: Henry Holden Huss, US-amerikanischer Komponist († 1953)
- 21. Juni: Johannes Schlaf, dt. Dramatiker, Erzähler und Übersetzer († 1941)
- 27. Juni: Johann Puch, erfolgreicher Ingenieur und Industrieller († 1914)
- 2. Juli: Christopher Cradock, britischer Konteradmiral († 1914)
- 2. Juli: William Henry Bragg, englischer Physiker und Nobelpreisträger für Physik († 1942)
- 12. Juli: Hermann Conradi, deutscher Schriftsteller des Frühnaturalismus († 1890)
- 14. Juli: Gustav Klimt, österreichischer Maler († 1918)
- 15. Juli: Ludwig Fulda, deutscher Germanist, Philosoph und Autor († 1939)
- 17. Juli: Oscar Levertin, schwedischer Schriftsteller († 1906)
- 5. August: Joseph Merrick, der „Elefantenmensch“ († 1890)
- 7. August: Victoria von Baden, Königin von Schweden († 1930)
- 14. August: Heinrich von Preußen, preußischer Prinz, Marineoffizier, Admiral († 1929)
- 20. August: Paul Stäckel, deutscher Mathematiker († 1919)
- 22. August: Claude Debussy, französischer Komponist († 1918)
- 25. August: Louis Barthou, französischer Politiker († 1934)
- 29. August: Andrew Fisher, australischer Politiker und Premierminister († 1928)
- 29. August: Ernst Meumann, deutscher Experimentalpsychologe († 1915)
- 29. August: Maurice Maeterlinck, belgischer Schriftsteller und Nobelpreisträger († 1949)
- 1. September: Adolphe Appia, Schweizer Architekt
- 1. September: Inazo Nitobe, japanischer Gelehrter († 1933)
- 7. September: Louis Tuaillon, preußischer Bildhauer († 1919)
- 11. September: O. Henry, US-amerikanischer Schriftsteller († 1910)
- 16. September: Juliusz Bursche, Landesbischof von Polen († 1942)
- 30. September: Georgi Konjus, russischer Komponist († 1933)
- 25. September: Léon Boëllmann, französischer Organist und Komponist († 1897)
- 27. September: Louis Botha, Premierminister der Südafrikanischen Union († 1919)
- 7. Oktober: Otto Ernst, deutscher Schriftsteller († 1926)
- 10. Oktober: Emil Mayrisch, Präsident des Direktoriums der ARBED († 1928)
- 12. Oktober: Ferdinand Pfohl, Musikkritiker und Komponist († 1949)
- 13. Oktober: John Roger Commons, US-amerikanischer Ökonom und Soziologe († 1945)
- 13. Oktober: Mary Kingsley, englische Ethnologin und Reiseschriftstellerin († 1900)
- 20. Oktober: Friedrich Meinecke, deutscher Historiker und Universitätsprofessor († 1954)
- 10. November: Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe († 1905)
- 15. November: Adolf Bartels, deutscher Schriftsteller und Literaturhistoriker († 1945)
- 15. November: Gerhart Hauptmann, deutscher Schriftsteller des Naturalismus († 1946)
- 24. November: Bernhard Stavenhagen, deutscher Komponist († 1914)
- 29. November: Friedrich Klose, deutscher Komponist († 1942)
- 29. November: Gustav Ritter von Kahr, bayerischer Ministerpräsident († 1934)
- 6. Dezember: Sebald Rudolf Steinmetz, niederländischer Ethnologe und Soziologe († 1940)
- 28. Dezember: Morris Rosenfeld, jiddischer Lyriker († 1923)
- 10. Januar: Carl Gottlieb Bellmann, deutscher Musiker ( - 1772)
- 18. Januar: John Tyler, 10. Präsident der USA ( - 1790)
- 20. Januar: Samuel Colt, Erfinder der ersten funktionierenden Feuerwaffe mit Drehzylinder ( - 1814)
- 3. Februar: Jean Baptiste Biot, französischer Physiker und Mathematiker ( - 1774)
- 4. Februar: Gottlieb Heinrich Schmückert, Generalpostdirektor ( - 1790)
- 5. Februar: Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker ( - 1781)
- 21. Februar: Justinus Kerner, deutscher Schriftsteller und Arzt ( - 1786)
- 24. Februar: Bernhard Ingemann, dänischer Schriftsteller ( - 1789)
- 15. März: Henry Scheffer, französischer Maler ( - 1798)
- 16. März: Josef Christian von Zedlitz, österreichischer Offizier und Dichter ( - 1790)
- 19. März: Wilhelm von Schadow, deutscher Maler ( - 1788)
- 21. März: Alfred I. Fürst zu Windisch-Graetz, österreichischer Feldmarschall ( - 1787)
- 3. April: James Clark Ross, englischer Entdecker und Seefahrer ( - 1800)
- 17. April: William Wilson, britischer Maschineningenieur ( - 1809)
- 24. April: Julius Wilhelm Oelsner, Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung ( - 1800)
- 6. Mai: Henry David Thoreau, US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph ( - 1817)
- 9. Mai: Theodor Bilharz, deutscher Mediziner und Naturwissenschaftler ( - 1825)
- 25. Mai: Johann Nestroy, österreichischer Dramatiker und Satiriker ( - 1801)
- 17. Juni: Charles John Canning, britischer Staatsmann ( - 1812)
- 10. Juli: José Lúcio Travassos Valdez, portugiesischer Staatsmann und Politiker ( - 1787)
- 14. Juli: José Escolástico Andrino, salvadorianischer Komponist ( - 1817)
- 24. Juli: Martin van Buren, 8. Präsident der USA ( - 1782)
- 31. Juli: Karl Bernhard zu Sachsen-Weimar-Eisenach, königlich niederländischer General ( - 1792)
- 12. August: Johann Michael Ackner, deutscher Archäologe und Naturforscher ( - 1782)
- 20. August: Eduard Pistorius, deutscher Genremaler und Radierer ( - 1796)
- 28. August: Albrecht Adam, deutscher Schlachtenmaler ( - 1786)
- 29. August: Francesco Carlini, italienischer Astronom und Geodät ( - 1783)
- 16. September: Boniface de Castellane, französischer General und Marschall von Frankreich ( - 1788)
- 22. September: Heinrich Moritz Chalybäus, deutscher Philosoph ( - 1796)
- 24. September: Anton Martin Slomšek, slowenischer Geistlicher, Schriftsteller und Dichter ( - 1800)
- 13. November: Ludwig Uhland, deutscher Jurist, Dichter und Politiker ( - 1787)
- 1. Dezember: Augustin Duran, spanischer Literaturwissenschaftler ( - 1789)
- 4. Dezember: Charles Dunoyer, Nationalökonom Frankreichs ( - 1786)
- 25. Dezember: Adolph Kullak, deutscher Pianist und Musikschriftsteller ( - 1823)
- Louis Alfred Becquerel, französischer Physiker und Mediziner ( - 1814)
- Frederick Townsend Ward, Offizier der amerikanischen Handelsmarine ( - 1831)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Jakob Stämpfli, Bundespräsident der Schweiz, (1862)
ko:1862년
Maryland
Maryland ist ein Bundesstaat der USA an der Atlantikküste. Seine Hauptstadt seit 1694 ist Annapolis.
Geographie
Annapolis
Maryland liegt in der Mitte der Ostküste. An der tief ins Land schneidenden Chesapeake Bay liegen wichtige Häfen, wie Baltimore und Annapolis, das Sitz der Marineakademie der USA ist. Die Bucht war lange Zeit einer der ertragreichsten Fischgründe der Welt, doch die Überfischung und Wasserverschmutzung ließ die legendären Austernbänke fast vollkommen verschwinden. In dem relativ kleinen Staat liegen die Extreme nahe beinander: Hier die Metropole Baltimore, dort die abgelegenen Hügel der Appalachen und an der Küste beschauliche Fischerdörfer.
Geschichte
Lord Baltimore, der 1632 für das Land eine Bewirtschaftungskonzession erhielt, benannte der Überlieferung nach das Gebiet nach Königin Henrietta Maria, der Ehefrau des englischen Königs Karl I.
Am 25. März 1634 ließen sich die ersten Siedler in dem Gebiet nieder. Maryland war die einzige katholische unter den sonst strikt protestantischen britischen Kolonien in Nordamerika. Die Maryland-Toleranz-Akte war eines der ersten Gesetze, das ausdrücklich andere (christliche) Konfessionen tolerierte und gilt infolgedessen als Vorläufer des 1. Amendments.
Die berühmte Mason-Dixon-Linie, zugleich die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland, wurde dort in den 1760er-Jahren gezogen, um Zwistigkeiten zwischen den Familien Penn und Calvert zu schlichten.
Ursprünglich hatte die königliche Charta - aufgrund einer fehlerhaften Landkarte - Maryland den Potomac River und das Territorium nördlich des 40. Breitengrads zugesprochen, wodurch ausgerechnet Philadelphia, die größte Stadt Pennsylvanias, zu Maryland gehört hätte.
Daraufhin beauftragten die herrschenden Familien Marylands und Pennsylvanias, Calvert und Penn, die Geometer, Charles Mason und Jeremiah Dixon mit dem Vermessen einer neuen gültigen Grenze. Die später nach ihnen benannte Linie ist auch die traditionelle und gern zitierte Abgrenzung zwischen den so genannten Nord- und Südstaaten geworden.
1788 löste sich Maryland als eine der ersten 13 Kolonien vom Mutterland los.
Die Amerikanische Hauptstadt Washington D.C. entstand in einem zu diesem Zweck von Maryland abgetrennten Distrikt.
Im Krieg von 1812 wurde Maryland Kriegsschauplatz, als die Briten vergeblich neuen Zugriff auf die Kolonien zu gewinnen suchten. Die britischen Truppen scheiterten bei der Zerstörung der Schiffswerft und der Einnahme der Stadt Baltimore aufgrund des beharrlichen Widerstandes einer Hafenbefestigung. Das erbitterte Gefecht inspirierte den Augenzeugen Francis Scott Key zum Verfassen des The Star-Spangled Banner, das zum Text der amerikanischen Nationalhymne wurde.
Während des Sezessionskrieges blieb Maryland weitgehend neutral. Als sich abzeichnete, dass es sich infolge der Vorkehrungen des Nordens nicht von der Union lossagen würde, bezog man Maryland nicht in die Emanzipationsproklamation ein. Noch Jahre nach Ende des Bürgerkrieges herrschte hier die Sklaverei.
Politik
Im Moment amtiert Robert L. Ehrlich als Gouverneur (Republikaner, bis Januar 2007). Die Senatorin Barbara A. Mikulski (Demokraten, bis Jan. 2007) und ihr Kollege Paul S. Sarbanes (Demokraten, bis Jan. 2007) vertreten die Interessen Marylands in Washington.
- Liste der Gouverneure von Maryland
Bevölkerung
In Maryland leben 5.508.909 Einwohner, davon 62,1 % Weiße (darunter 15,7 % mit deutschen Vorfahren), 27,9 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 4,3 Hispanics, 4,0 Asiaten, 0,3 % Indianer.
Das Pro-Kopf-Einkommen 2002 betrug 32.680 US-Dollar.
Städte und Einwohnerzahlen
Liste der Gouverneure von Maryland
- Einwohner: 5.386.079
- Bruttosozialprodukt pro Kopf: $ 35.279
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Baltimore - 636.251
- Gaithersburg - 58.091
- Rockville - 57.100
- Frederick - 57.009
- Bowie - 53.840
- Hagerstown - 37.536
- Annapolis - 36.217
- Salisbury - 26.148
- College Park - 25.350
- Greenbelt - 22.176
- Laurel - 21.048
- Cumberland - 20.957
- Liste der Städte in Maryland
- Liste der Countys in Maryland
Wirtschaft
Agrarsektor: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und Eier, Molkereiprodukte, Rinder, Sojabohnen und Getreide. Industrie: Elektroartikel, Medizintechnik, Biotechnologie Lebensmittelindustrie, Chemieprodukte, Druckereien und Verlage, Maschinenbau, Kohle, Tourismus.
Sehenswürdigkeiten
Tourismus
- Chesapeake Bay mit all seinen Vorzügen zum Segeln, Angeln und sonstigen Wassersportmöglichkeiten
- Baltimore
- Blackwater-Naturreservat
- "Preakness Stakes", berühmtes Pferderennen in Baltimore
- Antietam National Battlefield (Gedenkstätte der blutigsten Schlacht des Sezessionskrieges)
- Frederick
- St. Michels - malerische Hafenstadt
- Ocean City, 10 Meilen langer Atlantikstrand und Rummelplatz, besonders überlaufen während des Springbreaks
- Assateaque Island National Seashore - Naturschutzgebiet mit unberührten Stränden und Marschlandschaften
- Fort Meade (Sitz der National Security Agency)
- Annapolis (Haupt- und Hafenstadt, Marineakademie)
Berühmte Persönlichkeiten
National Security Agency
- Spiro Theodore Agnew, Vizepräsident, Baltimore
- Toni Braxton, Sängerin, Anne Arundel Cty
- John Wilkes Booth, Schauspieler, Attentäter Lincolns, Harford County
- James M. Cain, Schriftsteller, Annapolis
- Charles Carroll, Politiker, Annapolis
- Philip Glass, Komponist, Baltimore
- Linda Harrison, Schauspielerin und Fotomodell
- Billie Holiday, Jazz und Bluessängerin, Baltimore
- Johns Hopkins, Finanzmagnat, Anne Arundel Cty
- Francis Scott Key, Rechtsanwalt, Dichter, Carroll Cty
- Barry Levinson, Regisseur und Produzent, Baltimore
- Benji Madden, Musiker der Band Good Charlotte, Charles Cty
- Joel Madden, Musiker und Sänger der Band Good Charlotte, Charles Cty
- Thurgood Marshall, Jurist, Baltimore
- Babe Ruth, Baseballspieler, Baltimore
- Upton Sinclair, Autor, Baltimore
- Leon Uris, Schriftsteller, Baltimore
- John Waters, Regisseur, Baltimore
- Frank Zappa, Sänger und Produzent, Baltimore
- David Hasselhoff, Sänger und Schauspieler, Baltimore
Sonstiges
David Hasselhoff
- Staatsflagge: (siehe oben) Diese beinhaltet die Wappen der Familien Calvert und Crossland. Der Gründungsvater des Staates, der zweite Lord Baltimore, hieß eigentlich Cecil Calvert. Das schwarz-goldene Wappen gehört der Familie Calvert. Die rot-weißen Insignien stehen für die Familie Crossland.
- Staatsmotto: "Fatti maschii parole femine", sinngemäß = starke Heldentaten, sanfte Aussagen.
- Hymne: "Maryland, My Maryland." Die Melodie der Hymne stammt von dem deutschen Lied "O Tannenbaum".
- Staatsvogel: Baltimoretrupial (Icterus galbula)
Weblinks
- [http://www.maryland.gov/ Offizielle Homepage der Regierung Marylands]
- [http://www.state.md.us/ Offizielle Homepage des Staates]
- [http://www.mdisfun.org/ Tourismus-Behörde]
- [http://www.maryland.com/ Kommerzielles Touristikcenter]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:メリーランド州
ko:메릴랜드 주
ms:Maryland
simple:Maryland
NordstaatenMit Nordstaaten werden jene Staaten der USA bezeichnet, die sich zur Union bekannten, als sich 1861/1862 elf Staaten des Südens abspalteten um die Konföderierten Staaten von Amerika zu gründen. Unentschlossene bzw. neutrale Staaten wie Maryland oder Kentucky wurden von beiden Parteien unter Druck gesetzt, sich der einen oder anderen Seite anzuschließen. Nach dem Einmarsch konföderierter Truppen in Maryland schloss sich dieser Staat, zwecks Selbstverteidigung seiner eigenstaatlichen Rechte, den Nordstaaten an, obwohl man in vielerlei Hinsicht mit dem Süden sympathisierte - eine Loslösung von der Union kam für Maryland jedoch nicht in Frage.
Die Einteilung in Nord- und Südstaaten hat sich bis heute gehalten und begründet einen sozio-kulturellen Gegensatz, der durch alle Gesellschaftsschichten und Parteien geht und unausgesprochen seit der Phase der Reconstruction jede Politik zwischen den Einzelstaaten und dem Bund polarisiert. Nur im Westen der USA, der im amerikanischen Bürgerkrieg kaum eine Rolle spielte, ist diese Einteilung nicht anwendbar.
siehe auch: Mason-Dixon-Linie
Kategorie:Amerikanischer Bürgerkrieg
SezessionskriegAls Sezessionskrieg (auch Amerikanischer Bürgerkrieg, im Süden der USA als Krieg zwischen den Staaten (War Between the States) oder früher sogar als Krieg der nördlichen Aggression (War of Northern Aggression) bezeichnet) wird der militärische Konflikt in den Jahren 1861 bis 1865 zwischen den Nordstaaten und den aus den Vereinigten Staaten (Union) ausgetretenen Südstaaten (Konföderation) bezeichnet. Er war der verlustreichste und blutigste aller Kriege der USA und neben der amerikanischen Revolution der einzige größere Krieg auf US-Staatsgebiet. Viele Familien hatten sowohl Mitglieder, die auf der Seite der Nordstaaten kämpften, als auch Mitglieder, die für die Südstaaten in die Schlacht zogen. Er ist besonders in den Südstaaten, deren Territorium viel stärker betroffen war, und die schließlich unterlagen, noch heute im kollektiven Gedächtnis der USA sehr präsent.
amerikanischen Revolution]
Ein gespaltenes Land
Einige Monate nach der Wahl Abraham Lincolns im November 1860 traten sieben Staaten aus der Union aus: South Carolina am 20. Dezember 1860; Mississippi am 9. Januar 1861; Florida am 10. Januar 1861; Alabama am 11. Januar 1861; Georgia am 19. Januar 1861; Louisiana am 26. Januar 1861; und Texas am 1. Februar 1861. Am 4. Februar 1861 gründeten diese Staaten, in denen die mit Sklavenarbeit betriebene Baumwollplantagenwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war, einen unabhängigen Staatenverbund: die Konföderierten Staaten von Amerika (CSA). Ihre Verfassung war im Grundsatz der US-amerikanischen sehr ähnlich, mit Ausnahme der ausdrücklichen Erlaubnis der Sklaverei. Am 12. April 1861 eröffneten die CSA mit der Schlacht um Fort Sumter, South Carolina, den offenen Krieg und besetzte diese und andere Stützpunkte des USA-Militärs auf ihrem Gebiet. Als Lincoln daraufhin die Streitkräfte mobilisierte, um die Stützpunkte zurückzuerobern, traten vier weitere Bundesstaaten aus der Union aus: Virginia (17. April 1861); Arkansas (6. Mai 1861); Tennessee (6. Mai 1861) und North Carolina (13. Mai 1861).
Vier „Sklavenstaaten“ entschieden sich, nicht aus der Union auszutreten, und ein Bundesstaat war gespalten. Diese fünf Staaten nennt man die „Grenzstaaten“ (Border States). Delaware, das im vorausgegangenen Präsidentschaftswahlkampf Lincolns demokratischen Gegenkandidaten John C. Breckinridge unterstützt hatte, hatte nur wenige Sklaven; Sezession kam nicht in Frage. Zur Zeit des Kriegsbeginns hatte niemand geglaubt, dass die Sklaverei je abgeschafft werden würde; die strittige Frage war lediglich die Einschränkung ihrer Verbreitung. Auch Maryland war zunächst für Breckinridge gewesen, Marylands Repräsentantenhaus lehnte am 27. April 1861 jedoch unter Druck die Sezession ab, nachdem es zu ernsthaften Unruhen und mehreren Ausschreitungen in Baltimore gekommen war. Diese Ereignisse sowie Angst vor einer Invasion der Hauptstadt selbst veranlassten die US-Regierung, das Kriegsrecht auszurufen. Missouri und Kentucky blieben ebenfalls in der Union; beide Staaten hatten jedoch interne Rebellenregierungen, die von den CSA anerkannt wurden. Der Gouverneur von Missouri, Claiborne F. Jackson, war Sympathisant der Südstaaten. Er evakuierte die Hauptstadt Missouris, Jefferson City, als diese vom Unions-Brigadegeneral Nathaniel Lyon am 14. Juni 1861 angegriffen wurde. Die Situation war für die US-Regierung prekär. Hätte Maryland die Union noch verlassen, so wäre dies für die US-Regierung eine Katastrophe gewesen, da Washington D.C. zwischen Maryland und Virginia zu einer isolierten Exklave geworden wäre; so hätten die Südstaaten möglicherweise eine schnelle Kapitulation erzwingen können. Selbst mit Maryland auf Unionsseite grenzte die amerikanische Hauptstadt unmittelbar an feindliches Territorium. Die Hauptstadt der CSA, Richmond, war nur einige Stunden mit dem Zug von Washington entfernt.
Richmond
Die in Missouri gewählte Regierung informierte sich über den Stand der Dinge und tagte im Exil in der Kleinstadt Neosho. Die Abtrünnigen billigten ein Sezessionsgesetz, das die CSA am 30. Oktober 1861 anerkannte (siehe die Missouri secession controversy). In der Zwischenzeit berief die US-Regierung eine Verfassungsversammlung ein und organisierte eine parallele Missouri-Regierung. Schließlich blieb Missouri beim Norden. Für eine Weile versuchte Kentucky, sich für neutral zu erklären. Während einer kurzen Zeit schlossen sich einige den südlichen Streitkräften an, und Südstaatensympathisanten organisierten eine Zusammenkunft für die Sezession und vereidigten einen konföderierten Gouverneur. In Virginia wollten die Menschen in den nördlichen Counties bei der Union bleiben; sie spalteten sich vom Bundesstaat Virginia ab, der die Union verließ. Ab 1863 wurde diese abgespaltene Region zum autonomen Bundesstaat West Virginia, der Teil der Union war und die Absicht der allmählichen Emanzipierung der Schwarzen verfolgte.
New Mexico war damals noch kein Bundesstaat, sondern lediglich Territorium. Die südliche Hälfte schloss sich der Sezession an, die CSA nahmen sie als Arizona-Territorium mit Mesilla als Hauptstadt auf. Diese Gegend war von Weißen nur wenig bevölkert und spielte im Krieg nur eine untergeordnete Rolle. Kalifornien war seit seinem Eintritt in die Union 1850 immer ein Staat ohne Sklaverei gewesen. Lincoln hatte hier eine relative, aber keine absolute Mehrheit, und es gab etliche Sympathisanten der Südstaaten und ihres Präsidentschaftskandidaten John C. Breckenridge, der 28% der Stimmen gewonnen hatte. Dennoch galt Kalifornien immer als "nördlicher" Staat. Seine Soldaten waren nicht der US-Regierung unterstellt, Kalifornien selbst sandte sie an die Front gegen die Südstaaten. Darüberhinaus finanzierte das neu entdeckte Gold Kaliforniens zum Teil den Krieg. Die größeren Ressourcen brachten dem Norden einen deutlichen Vorteil im Ankauf von Material aus dem Ausland.
Ursachen
Kalifornien
Der Krieg entzündete sich an den wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gegensätzen von Norden und Süden. In den Nordstaaten wurde die Industrialisierung immer weiter fortgesetzt, der Norden verlangte vom Süden die Abschaffung der Sklaverei. Die südstaatliche Plantagenwirtschaft war jedoch weitgehend von der Arbeitskraft der Sklaven abhängig. Der Sklaverei-Konflikt wurde allerdings erst ab der zweiten Hälfte des Bürgerkriegs durch die so genannte "Emancipation Proclamation" von Abraham Lincoln zum eigentlichen Kriegsgrund erklärt; zunächst stand die Frage der Rechte der einzelnen Bundesstaaten im Vordergrund.
Doch auch in diesem Punkt ging es im Kern um die Auseinandersetzung zweier Wege in die ökonomische Zukunft der USA. Die Wirtschaft der Südstaaten basierte auf dem Export von Rohmaterialien (insbesondere Baumwolle) und dem Import von Manufakturwaren. Schutzzölle - wie sie die Nordstaaten für ihre im Aufbau befindlichen Industrien gegen die europäische Konkurrenz verlangten - konnten die Preise für die Importe nur erhöhen. Außerdem musste mit Abwehrmaßnahmen der Abnehmer der Rohmaterialien (z. B. England) gerechnet werden. Wie es in diesen Streitpunkten weiter gehen sollte, musste letztlich der Kongress entscheiden. Deshalb wurde die Frage, ob in den neu hinzukommenden Territorien Sklaverei erlaubt oder verboten sein solle, zu einer Frage, wer in den folgenden Jahren im Kongress die Mehrheit hätte - die eher industrialisierten und schutzzöllnerischen Nordstaaten oder die eher agrarischen und freihändlerischen Südstaaten. Dieser Konflikt beherrschte die politische Diskussion bei mehreren wichtigen Maßnahmen seit den 1850er Jahren, die vom Kongress blockiert und deshalb zu den Wahlkampfschlagern Lincolns wurden. Dabei ging es um staatliche Landzuweisungen für Arbeitslose sowie für die Errichtung von höheren Schulen und um den Bau einer transkontinentalen Eisenbahn. Sie sollten das Wachstum und den Wohlstand im Sinne der Nordstaaten fördern, und dafür trat Lincoln zusammen mit seiner Partei, den Republikanern, ein. Diese Maßnahmen mussten nach Ansicht der Südstaatler über kurz oder lang zu einer politischen Übermacht des Nordens im Kongress führen. Sie konnten zudem nicht erwarten, dass der Kongress mit dieser Mehrheit für den Schutz ihres Eigentums, als das aus ihrer Sicht ihre Sklaven galten, in allen Staaten der USA sorgen würde. Bei einer Ausweitung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten auf die neuen Territorien und Staaten liefen sie Gefahr, dass ihre Sklaven als freie Menschen behandelt würden, also z. B. bei einer Flucht nicht durch die Polizei eingefangen und ihnen wieder ausgeliefert würden.
Darum kam es mit der Wahl des republikanischen Kandidaten Abraham Lincoln am 6. November 1860 zum Präsidenten der USA zur Spaltung (Sezession), obwohl Lincoln in der Frage der Sklaverei immer wieder betont hatte, dies sei Sache der Einzelstaaten. Da zur damaligen Zeit zwischen der Wahl und dem Amtsantritt eines Präsidenten noch jeweils etwa vier Monate lagen, entwickelte sich nun ein gefährliches Machtvakuum, weil der abgewählte, aber noch amtierende James Buchanan nicht zu energischen Entscheidungen bereit war. In den Monaten um die Jahreswende 1860/61 erklärten immer mehr der Sklavenhalterstaaten des Südens ihren Austritt aus der Union. Ein am 4. Februar 1861 in Washington zusammengetretener Friedenskongress löste sich ohne Resultat auf. Bereits am 6. Februar versammelte sich in Montgomery ein Kongress der abgefallenen Staaten, welcher am 11. März der so genannten Konföderation ihre neue Verfassung gab. Zum Präsidenten der Südstaaten wurde Jefferson Davis gewählt. Auch Lincoln, der erst am 4. März 1861 mit seiner Amtsantrittserklärung reagieren konnte, scheiterte mit seinen Versöhnungsbemühungen. Mit der Eroberung von Fort Sumter durch die südstaatlichen Truppen begann schließlich der offene Krieg zwischen der Union und der Konföderation.
Kriegsverlauf
Ausgangslage
Die Südstaaten wurden von einer energischen, zweckbewussten, staatsmännisch geschulten Aristokratie geleitet, die die USA seit ihrer Gründung dominiert hatte. Viele Offiziere des Heeres und der Marine stammten aus dem Süden und schlossen sich diesem an, wie z. B. P. G. T. Beauregard, Joseph E. Johnston, Robert E. Lee, Thomas Jonathan Jackson, James E. B. Stuart, James Longstreet, Ambrose P. Hill, Nathan B. Forrest, Leonidas L. Polk, William J. Hardee, Patrick R. Cleburne, Braxton Bragg, John C. Breckinridge, Edmund K. Smith, Jubal A. Early, John B. Gordon, John B. Hood, Daniel H. Hill, Albert S. Johnston, William Mahone und Joseph Wheeler. Dort organisierten sie die Streitmacht der Konföderation. Dies wurde dadurch erleichtert, dass Kriegsminister Floyd schon 1860 viele Waffen und Geschütze in die südlichen Arsenale geschickt hatte, während die Unionsflotte über alle Meere zerstreut worden war. Daher waren die Südstaaten am Anfang des Kriegs dem Norden entschieden überlegen.
Die Bevölkerung des Nordens (die Grenzstaaten Maryland, Kentucky, Tennessee, Missouri u. a. verhielten sich schwankend) war für eine Erhaltung der Union. Lincoln rief am 15. April 75.000 Freiwillige zu den Waffen. Diesen fehlte es aber an Organisation. Die Truppen wurden von den Einzelstaaten, welche auch die Offiziere ernannten, auf Zeit gestellt. Das gänzlich vom Kriegsministerium unabhängige Oberkommando erhielt zuerst der 75jährige Generalleutnant Winfield Scott. Ausrüstung, Ausbildung und Verpflegung der Unionstruppen waren anfangs mangelhaft und wurden erst allmählich besser. Daher erlitt der Norden trotz seiner zahlenmäßigen Überlegenheit anfangs Misserfolge.
Erste Hälfte des Bürgerkriegs
Winfield Scott
Beim ersten Vordringen der Bundestruppen unter Brigadegeneral Irvin McDowell gegen die Stellung der Konföderation bei Manassas Junction erlitten die Nordstaaten in der ersten Schlacht von Bull Run eine vollständige Niederlage (21. Juli 1861). Der nun zum Oberbefehlshaber des Nordens ernannte General George B. McClellan schlug am Potomac River ein Lager auf und nutzte Herbst und Winter dazu, die von den Staaten gestellten Freiwilligen und Milizen - über 500.000 Mann - auszubilden. Währenddessen wurden durch eine schnell geschaffene Kriegsflotte die Häfen der Südstaaten blockiert oder sogar besetzt. Es gelang der Konföderation jedoch oft, die Blockaden zu brechen. Südstaatliche Kreuzer wurden zum Teil auch in England ausgerüstet, das sich von der Sezession ein Gleichgewicht der Macht in Nordamerika erhoffte. Die Verhaftung südstaatlicher Abgesandter auf einem englischen Schiff (Trent-Affaire, November 1861), drohte bei der gereizten Stimmung beider Teile sogar einen Krieg zwischen der Union und England herbeizuführen.
Im Bürgerkrieg kam es 1862 besonders im Westen zu wichtigen Entscheidungen. Nachdem es 1861 gelungen war, Missouri der Union zu erhalten - die Bevölkerung war im Verhältnis ca. 2:1 für den Norden - besetzten die Generäle George H. Thomas und Ulysses S. Grant im Februar 1862 auch Kentucky und Tennessee und rückten den Mississippi River abwärts vor. Der Versuch der Konföderation, mittels der von General Henry H. Sibley geführten New Mexico-Offensive den Südwesten und die kalifornischen Pazifikhäfen zu erobern, scheiterte nach einigen kurzen Anfangserfolgen im April 1862. Admiral Farragut konnte währenddessen die Einfahrt in die Mississippimündung erzwingen und New Orleans am 1. Mai 1862 besetzen. Der Kampf konzentrierte sich im Westen um das von der Konföderation stark befestigte Vicksburg, das nach einer langen, seit dem 18. Mai 1863 andauernden Belagerung am 4. Juli 1863 von Grant erobert wurde. Mit der Kontrolle über den Mississippi hatte die Union die Südstaaten von Texas und Arkansas abgeschnitten.
In Virginia eröffnete McClellan den Kampf im März 1862 mit einem allgemeinen Vorgehen gegen Richmond, die Hauptstadt der Konföderation. Zahlreiche blutige Gefechte, darunter die siebentägige Schlacht am Chickahominy (25. Juni bis 2. Juli), gaben kein entscheidendes Resultat. General John Pope wurde in der zweiten Schlacht von Bull Run (29./30. August) geschlagen und zog sich nach Washington zurück. Der konföderierte Oberbefehlshaber Lee versuchte nun einen Einfall in Maryland und Pennsylvania, und überschritt am 4. September den Potomac mit seiner Army of Northern Virginia. Am 17. September wurde er bei Antietam von McClellan nach verlustreichem Kampf gestoppt und zum Rückzug nach Virginia gezwungen.
Da McClellan seinen Sieg nicht nutzte, wurde er am 17. November durch General Ambrose E. Burnside ersetzt, der einen Vorstoß auf Richmond unternahm, aber am 13. Dezember bei Fredericksburg eine empfindliche Niederlage erlitt. Sein Nachfolger Joseph Hooker drang im April 1863 über den Rapidan vor, wurde aber in einer Schlacht bei Chancellorsville (2. - 5. Mai) von Lee besiegt. Lee versuchte einen zweiten Einfall in Maryland, wurde aber in der blutigsten Schlacht des ganzen Krieges bei Gettysburg (1. - 3. Juli) von General George G. Meade über den Potomac zurückgeworfen.
Schlacht von Gettysburg
Die Schlacht von Gettysburg halten viele Experten für die entscheidende Schlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges. Sie ereignete sich zwischen dem 1. und dem 3. Juli 1863 bei der Kleinstadt Gettysburg in Pennsylvania, nur wenige Meilen nördlich der Grenze zu Maryland. Ursprünglich sollte sie laut den föderierten Kommandeuren am kleinen Flüsschen Pipe Creek (30 km entfernt) stattfinden. Eine Division des Konföderiertengenerals A. P. Hill wollte sich und ihrem III. Korps Schuhe aus dem Örtchen Gettysburg "organisieren" (die Südstaatenarmee litt chronisch an Schuhwerkmangel). Die morgendliche Attacke geriet aus dem Ruder. Die größte Schlacht des "Civil War" fand an einem Ort und zu einem Zeitpunkt statt, den keiner der Kommandeure auf beiden Seiten so haben wollte. Sie endete mit der Niederlage der Südstaatenarmee unter General Robert E. Lee und beendete die letzte Offensive der Südstaaten auf dem Territorium der Nordstaaten.
Diese Niederlage und die gleichzeitige Eroberung Vicksburgs bildeten den Wendepunkt des Krieges. Es war der Konföderation nicht geglückt, Washington und einige Nordstaaten zu erobern. Im Westen hatte sie dagegen große Verluste erlitten und es machte sich bei ihr eine Erschöpfung an Geld und Menschenkräften bemerkbar. Die industrialisierte Wirtschaft des Nordens konnte die Verluste besser ausgleichen.
Das Ende des Krieges
Gleichzeitig machte sich auch im Norden eine allgemeine Kriegsmüdigkeit bemerkbar, die sich mitunter durch offene Anfeindungen gegenüber den Afroamerikanern äußerte, die als Sündenbock dienten. Zeitweise war auch die Armee der Nordstaaten mit dem Problem konfrontiert, nicht genügend Rekruten zu haben, um die bisherigen Verluste zu ersetzen. Die Aufstellung schwarzer Einheiten ("Buffalo Soldiers") bot für die Einzelstaaten des Nordens eine bequeme Möglichkeit, ihre Soll-Kontingente aufzustellen, und die Problematik bei der Aushebungsfrage zu lindern. Dies bot sich umso mehr an, als viele Afroamerikaner bereits seit Kriegsbeginn darauf drängten, rekrutiert zu werden. Dies wurde jedoch zunächst abgelehnt, um Sklavenhalterstaaten, die in der Union verblieben waren, nicht zu verprellen. Im Kriegsverlauf trat diese Frage immer weiter in den Hintergrund.
Zunächst nur als Sicherungs- und Hilfstruppen eingesetzt, stellten afro-amerikanische Einheiten ihre hohe Moral und Kampfkraft beim Angriff auf Fort Wagner am 18. Juli 1863 unter Beweis. Zum Ende des Krieges stellten diese Einheiten einen bedeutenden Anteil der Nordstaaten-Armee – ihr Einsatz war kriegsentscheidend. Infolgedessen formulierte der Norden nun offen die Aufhebung der Sklaverei und die völlige Niederwerfung der Rebellion als Ziele des Krieges. Lincoln erließ am 22. September 1862 eine Proklamation, welche alle Sklaven - allerdings nur in den Landesteilen unter Kontrolle der Konföderation - vom 1. Januar 1863 an für frei erklärte. Bei der Präsidentschaftswahl 1864 siegte Lincoln über den Kandidaten der Demokratischen Partei, George B. McClellan; zum Vizepräsidenten wurde Andrew Johnson gewählt.
Ulysses S. Grant, der neue Oberbefehlshaber (1864) der Unionstruppen, hatte Arkansas nach einem Sieg bei Chattanooga im November 1863 besetzt. Anfang Mai 1864 setzte er den Vormarsch Richtung Richmond fort und lieferte Lee in der "Wildnis" (Wilderness) und bei Spotsylvania eine Reihe blutiger Gefechte mit wechselndem Erfolg. Nach einer Niederlage beim Versuch, den Chickahominy zu überqueren, versuchte er Petersburg anzugreifen, das er nach einem vergeblichen Überrumpelungsversuch belagerte. Gemeinsam mit dem im Shenandoah-Tal operierenden Generalmajor Philip Sheridan gelang es ihm schließlich im Herbst, Lees Defensivstellung bei Richmond zu durchbrechen und sich am rechten Ufer des James River zu behaupten.
Gleichzeitig drang General William T. Sherman vom Westen her in Georgia ein. Dabei kam es zu zahlreichen Kriegsverbrechen, weil gezielt Zivilisten von Unionstruppen attackiert wurden. Er besetzte im September 1864 Atlanta (siehe auch Atlanta-Feldzug) und marschierte von dort nach Savannah am Atlantischen Ozean, wo er am 21. Dezember einzog und die Verbindung mit der Unionsflotte herstellte. Im Januar 1865 rückte er durch South und North Carolina nach Norden, zog am 22. März bei Goldsboro ein Unionsheer zusammen und vollendete Ende März die Einschließung Lees, der nur noch 60.000 Mann unter seinem Befehl hatte.
Am 3. April rückten die Bundestruppen in Petersburg und Richmond ein. Lee ergab sich am 9. April bei Appomattox Court House, Johnston und der Rest der konföderierten Truppen am 17. April. Damit war der Bürgerkrieg nach vierjähriger Dauer beendet.
Folgen
Im amerikanischen Bürgerkrieg kamen etwa 600.000 Menschen ums Leben. Die Kriegskosten überstiegen 8 Milliarden Dollar. Die Unionsarmee zählte am Ende des Kriegs über 1 Million Mann, die Flotte 671 Schiffe.
:"Die alte föderative Republik, in der nur das Postamt den Durchschnittsbürger in Berührung mit der nationalen Regierung brachte, wich einem zentralisierten Gemeinwesen, das die Menschen direkt besteuerte und zur Erhebung dieser Steuern eine eigene Behörde einrichtete, das die Männer zur Armee einzog, die Zuständigkeit der Bundesgerichte ausweitete, eine nationale Währung und ein nationales Bankensystem schuf und die erste nationale Wohlfahrtsbehörde ... einrichtete. Elf der ersten zwölf Zusätze zur amerikanischen Verfassung hatten die Vollmachten der nationalen Regierung beschnitten; sechs der nächsten sieben Zusätze, angefangen beim 13. Verfassungszusatz von 1865 dehnten diese Vollmachten auf Kosten der Einzelstaaten wieder aus.
:Mit dieser Veränderung im föderativen Gleichgewicht ging eine Verschiebung der politischen Macht von Süden nach Norden einher." (McPherson, Für die Freiheit sterben, S. 845f.)
Verfilmungen
Folgende Filme spielen zur Zeit des Sezessionskriegs bzw. handeln davon:
- Der General
- Geburt einer Nation
- Gettysburg
- Glory
- Gods and Generals
- Unterwegs nach Cold Mountain
- Vom Winde verweht
- Wer mit dem Teufel reitet...
- Zwei Glorreiche Halunken
- Fackeln im Sturm (North & South)
- Der letzte Befehl
Literatur
Die Literatur bezüglich des Bürgerkrieges ist uferlos. Als Auswahl sollten folgende Bände genügen, deren Bibliographien leicht weitere Literatur erschließen.
- James M. McPherson: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, List Verlag Berlin, ISBN 3-471-78178-1, auch Weltbild Verlag, Augsburg 2000 Der Autor erhielt hierfür den Pulitzerpreis. Die beste einbändige Darstellung des Krieges, die auch detailliert auf die Ursachen eingeht.
- Shelby Foote, The Civil War. A Narrative, 3 Bde., New York 1958-1974, ISBN 0-7126-9812-4 Sehr gut geschriebene Darstellung des Krieges, wenn auch ohne fachwissenschaftlichen Apparat.
- Bernd G. Längin: Der Amerikanische Bürgerkrieg. Eine Chronik in Bildern - Tag für Tag. Bechtermünz Verlag, 275 S., ISBN 3-86047-900-8, auch Weltbild Verlag, Augsburg, 1998
Siehe auch
- Portal:Sezessionskrieg
- Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs, Liste von Kriegen
- Flaggen der Sezessionsstaaten
- Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika
Weblinks
- [http://www.authentichistory.com/civilwar.html authentichistory.com: Bild- und Tonarchiv zum Amerikanischen Bürgerkrieg]
- [http://www.civilwarsearch.com American Civil War Search Directory]
- [http://sunsite.utk.edu/civil-war/warweb.html American Civil War Homepage (Links)]
- [http://www.bigcountry.de/index.htm Bigcountry (deutsch)]
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Kategorie:Militärische Geschichte der USA
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Präsident
Ein Präsident ist das Staatsoberhaupt einer Republik. Je nach Staatssystem wird das Amt durch eine allgemeine Wahl, durch ein Wahlkomitee, durch die Legislative oder durch andere Verfahren vergeben. Zum Teil werden auch in Diktaturen Präsidenten ernannt. Das Wort Präsident wurde vom lateinischen praesidere das heißt 'den Vorsitz haben', abgeleitet. Die Präsidentschaft bezeichnet die Amtszeit eines Präsidenten oder die Situation Präsident zu sein.
Einige wenige moderne Republiken kennen kein Staatsoberhaupt. Dazu zählen die Schweiz und San Marino. Die Schweiz kennt allerdings einen Präsidenten der Konföderation, der ein Mitglied des Bundesrats ist. Der Schweizer Nationalrat wählt ein Mitglied des Bundesrats zum Präsidenten für ein Jahr. Allerdings ist der Präsident nur primus inter pares (erster unter Gleichen); lediglich auf internationaler Ebene wird er als Staatsoberhaupt behandelt.
Auch das ehemalige deutsche Bundesland Württemberg-Hohenzollern hatte einen Staatspräsidenten, der zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef in einer Person war. In Bayern wollte man Anfang der 50er Jahre einen Staatspräsidenten einführen, entschied sich jedoch die Rolle des Staatsoberhauptes dem Ministerpräsidenten zu überlassen.
Der Präsident in der Demokratie
Die Stellung und die Befugnisse des Präsidenten werden meist durch eine geschriebene Verfassung festgelegt. Sie ist eingebunden in ein System der Gewaltenteilung oder zumindest in ein System der strikten Machtkontrolle.
Präsidentielle Demokratie
Hier vereinigt der Präsident die Funktion des Staatsoberhaupt und die des Regierungschef. Er besitzt große Machtbefugnisse. Der Präsident wird dann meist direkt vom Volk gewählt, was seine starke Position legitimiert.
Typische präsidentielle Regierungssysteme sind die der USA, Südafrika und der lateinamerikanischen Staaten.
Siehe auch: Präsidentielles Regierungssystem
Parlamentarische Demokratie
Hier ist der Präsident nur Staatsoberhaupt. Er wird meist nicht direkt vom Volk sondern durch die Legislative gewählt und hat hauptsächliche repräsentative Funktionen. Die eigentliche Führung der Exekutive (Regierung) ist die Aufgabe eines je nach Land (Premierminister, Ministerpräsident, Bundeskanzler, Regierungspräsident (Spanien), Ratspräsident) oder ähnlich genannten Regierungschefs, dessen Regierung vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist
Typische Parlamentarische Regierungssysteme sind die Deutschlands und Italiens.
Siehe auch: Parlamentarisches Regierungssystem
Semipräsidentielle Demokratie
Hier konkurrieren Präsident und Ministerpräsident um die Macht. Wird der Präsident durch die Parlamentsmehrheit gestützt, hat er weitreichende Kompetenzen. Gehören Parlamentsmehrheit und Präsident unterschiedlichen Parteien an, herrscht Kohabitation (frz. cohabitation)) und die Macht des Präsidenten ist eingeschränkt.
Typische semipräsidentielle Regierungssysteme sind die Frankreichs, Polens und Russlands, wobei Russland sich anscheinend im Übergang zum präsidentiellen Regierungssystem befindet.
Siehe auch: Semipräsidentielles Regierungssystem
Andere Systeme
In Diktaturen wird der Titel eines Präsidenten häufig von selbsternannten Anführern angenommen - ein Beispiel dafür ist Ugandas Expräsident Idi Amin. Einige staatssozialistische Staaten kennen oder kannten ebenfalls Präsidenten, allerdings liegt die Macht beim Zentralkomitee der Partei.
Siehe auch
- Präsidialrepublik, Präsidentielles Regierungssystem
- Präsident der Republik, Präsident (Verwaltung)
- Liste der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Liste der Präsidenten von Frankreich
- Bundespräsident (Deutschland), Bundespräsident (Österreich),
- Staatspräsident (Frankreich)
Kategorie:Politik
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Abraham LincolnAbraham Lincoln [] ( - 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County [heute: LaRue County], Kentucky; † [ermordet] 15. April 1865 in Washington (D.C.)) wurde 1860 zum 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und 1864 wiedergewählt.
Abraham Lincoln war einer der bedeutendsten Präsidenten der USA und der erste aus den Reihen der Republikanischen Partei. Nach der Sezession von elf sklavenhaltenden Südstaaten führte er die Nordstaaten durch den Bürgerkrieg, setzte die Wiederherstellung der Union durch und betrieb die Sklavenbefreiung. Unter seiner Regierung schlugen die USA den Weg zum zentral regierten, modernen Industriestaat ein und schufen so die Basis für ihren Aufstieg zur Weltmacht im 20. Jahrhundert.
20. Jahrhundert
Leben
Kindheit und Jugend
Der spätere Präsident wurde 1809 in einer Blockhütte in der Nähe des Präriedorfes Hodgenville in Kentucky geboren. Seine Eltern waren der Farmer Thomas Lincoln und dessen Frau Nancy. Obwohl einige seiner Verwandten Sklavenhalter waren, lehnte Thomas Lincoln als frommer Baptist die Sklaverei ab. Er zog mit seiner Familie, zu der noch eine ältere Schwester und ein jüngerer Bruder Abrahams gehörten, Ende 1816 nach Little Pigeon Creek im Südwesten des sklavenfreien Staats Indiana. Zwei Jahre später starb seine Frau Nancy; 1819 heiratete Thomas Lincoln die Witwe Sarah Bush Johnston, die drei eigene Kinder in die Ehe mitbrachte. Abraham Lincoln pflegte zu seiner Stiefmutter zeitlebens eine warmherzige Bezieh | | |