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Antoine Lavoisier

Antoine Lavoisier

] Antoine Laurent de Lavoisier (
- 26. August 1743 in Paris; † 8. Mai 1794 ebenda) war einer der Begründer der neuzeitlichen Chemie. 1754 kam er auf die Eliteschule College Mazarin, wo Lacaille seine naturwissenschaftliche Begabung auffiel. Lavoisier studierte allerdings auf Wunsch des Vaters Jura und Naturwissenschaften. 1766 erhielt er eine goldene Medaille für die Verbesserung der Pariser Stadtbeleuchtung. 1771 heiratete er die spätere Marie Lavoisier aus reichem Hause, was es ihm ermöglichte ein großes Labor einzurichten, in dem seine Frau auch gerne experimentierte und das Laborbuch führte. Er entdeckte den Sauerstoff, die Oxidation und die chemische Verbindung des Wassers. Seine Forschung widerlegte die bis dahin gültige Phlogistontheorie. 1789 stellte er das Prinzip der Massenerhaltung fest: :Nichts wird bei den Operationen künstlicher oder natürlicher Art geschaffen, und es kann als Axiom angesehen werden, dass bei jeder Operation eine gleiche Quantität Materie vor und nach der Operation existiert. Dies gelang ihm durch die Verwendung für die damalige Zeit sehr genauer Instrumente wie zum Beispiel die im selben Jahr entwickelte Vorrichtung zur Speicherung von größeren Gasmassen, die das Gasgewicht bis auf eine Genauigkeit von 50 Milligramm wiegen konnte. Er benannte die Vorrichtung gazometre - heute auch als Gasometer bekannt. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung des metrischen Systems. Als ehemaliger Steuerpächter wurde Lavoisier während der Französischen Revolution als Erpresser angeklagt und am 8. Mai 1794 auf der Guillotine hingerichtet.

Werke


- A. Lavoisier: Traité élémentaire de Chimie. Paris 1789

Literatur


- D. McKie: Antoine Lavoisier - Scientist, Economist, Social Reformer. London 1952, Seite 214 f.

Weblinks


- [http://www.wiener-gasometer.at/de/personen/antoinie_laurent_de_lavoisier/ Die Erfindung des Gasometers von Antoine Laurent de Lavoisier] Lavoisier, Antoine Laurent de Lavoisier, Antoine Laurent de Lavoisier, Antoine Laurent de Lavoisier, Antoine Laurent de ja:アントワーヌ・ラヴォアジエ ko:앙투안 라부아지에 ms:Antoine Lavoisier

26. August

Der 26. August ist der 238. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 239. in Schaltjahren) - somit bleiben 127 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 55 v. Chr. - Julius Cäsar führt seinen ersten Feldzug in Britannien.
- 1071 - In der Schlacht von Manzikert unterliegen die Byzantiner den Seldschuken.
- 1278 - Der römische König Rudolf I. von Habsburg besiegt in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Dürnkrut den böhmischen König und Herzog von Österreich Přemysl Ottokar II..
- 1346 - Der englische König Eduard III. besiegt während des Hundertjährigen Kriegs den französischen König Philipp VI. in der Schlacht bei Crécy.
- 1444 - Im Alten Zürichkrieg kommt es zur Schlacht bei St. Jakob an der Birs.
- 1485 - Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht der Beherzte vereinbaren die Leipziger Teilung.
- 1726 - In Dresden erfolgt die Grundsteinlegung für die Frauenkirche.
- 1789 - Im Zuge der Französischen Revolution verabschiedet die Nationalversammlung gegen den Willen des Königs die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte und beschließt deren Übernahme in die Verfassung.
- 1806 - Der Nürnberger Buchhändler Johann Philipp Palm wird in Braunau am Inn hingerichtet.
- 1841 - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben vollendet sein Lied der Deutschen, dessen dritte Strophe der Text der heutigen deutschen Nationalhymne ist.
- 1896Armenische Separatisten besetzen die Ottomanische Bank in Istanbul. In der Folge werden schätzungsweise 50.000 Armenier getötet.
- 1920 - In den USA tritt der das allgemeine Frauenwahlrecht einführende Verfassungszusatz in Kraft.
- 1936 - Ägypten erhält die Souveränität von Großbritannien zurück.
- 1977 - Benin erhält eine auf dem Marxismus-Leninismus beruhende neue Verfassung, die ein politisches Einkammersystem vorsieht.
- 1978 - Der NVA-Offizier Sigmund Jähn startet als erster Deutscher in Sojus-31 in den Weltraum.
- 2005 - Der Oberste Gerichtshof der Fidschi-Inseln erklärt das Verbot der Homosexualität für verfassungswidrig.

Wirtschaft


- 1884 - Ottmar Mergenthalers Setzmaschine Linotype wird patentiert.
- 1998 - An der Frankfurter Börse kommt es durch den Kurssturz des Rubels zu einem Druck auf die Aktienkurse, da Deutschland einer der größten Gläubiger der Sowjetunion ist.

Wissenschaft, Technik


- 1905 - Die Urfttalsperre, damals die größte Talsperre Europas wird eingeweiht.
- 1953 - Das Cinemascope-Verfahren wird zum ersten Mal in Deutschland von der US-amerikanischen Filmgesellschaft 20th Century Fox vorgestellt

Kultur


- 1794 - Uraufführung der musikalischen Komödie Le astuzie femminili (Die weiblichen Listen)]] von Domenico Cimarosa am Teatro dei Fiorentini in Neapel.
- 1846 - Uraufführung der Oper Lichtenstein von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart.
- 1846 - Das Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy wird in seiner Urfassung in Birmingham uraufgeführt.
- 1956 - Die erste Ausgabe der Jugendzeitschrift "BRAVO" erscheint.
- 1994 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kroatien. In Kraft seit dem 23. Januar 1998

Religion


- 1492 - Rodrigo Lanzol de Borja Borgia wird nach 23tägiger Sedisvakanz als Papst Alexander VI. inthronsisiert.
- 1978 - Albino Luciani wird in Rom nach nur eintägiger Wahldauer zum Papst gewählt. Als Johannes Paul I. wird er nach einer Amtszeit von nur 33 Tagen sterben.

Katastrophen


- 1787 - Ein Großbrand vernichtet die Stadt Neuruppin.
- 1883 - Ausbruch des Vulkans Krakatau. Am folgenden Tag stürzte der Vulkan in sich zusammen. Die Katastrophe verursachte eine Reihe gigantischer Flutwellen ( Tsunamis) an den Küsten von Java und Sumatra. Tausende Menschen ertranken in den Fluten.
- 1922 - Untergang des Leichten Kreuzers "Niikata" (Japan) im Sturm vor der Westküste von Kamtschatka. Die gesamte Besatzung (ca. 400 Mann) findet den Tod.
- 2004 - Von der Wiehltalbrücke stürzt ein mit Benzin beladener Lastwagen, wobei der Fahrer den Tod findet. Durch die Hitze des Brandes wird die Brücke schwer beschädigt und bleibt bis zum 7. Oktober 2004 vollständig gesperrt. Bei diesem Unfall entsteht ein Sachschaden von 32 Millionen Euro. Es dürfte sich um den teuersten Verkehrsunfall gehandelt haben, der sich je in Deutschland ereignete.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1954 - O. B. I. Wester erreicht mit seinem Hubschrauber Sikorsky XH-39 den Geschwindigkeitsweltrekord von 251,7 km/h
- 1972 - In München werden die XX. Olympische Sommerspiele durch Bundespräsident Gustav Heinemann eröffnet.

Geboren


- 1596 - Friedrich V., Kurfürst der Pfalz von 1610-1623 und als Friedrich I. König von Böhmen
- 1676 - Robert Walpole, britischer Premierminister
- 1728 - Johann Heinrich Lambert, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1740 - Joseph Michel Montgolfier, französischer Ballonpionier
- 1743 - Antoine Laurent de Lavoisier, französischer Chemiker
- 1775 - Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller
- 1802 - Ludwig Schwanthaler, deutscher Bildhauer
- 1819 - Albert, Ehemann der britischen Königin Viktoria
- 1850 - Charles Richet, französischer Physiologe
- 1876 - Erich Ziegel, deutscher Schauspieler
- 1880 - Guillaume Apollinaire, französischer Dichter
- 1882 - James Franck, amerikanischer Physiker
- 1886 - Rudolf Belling, deutscher Bildhauer
- 1894 - Theodor Billroth, deutscher Arzt
- 1898 - Peggy Guggenheim, US-amerikanische Kunstsammlerin
- 1903 - Jimmy Rushing, US-amerikanischer Sänger
- 1904 - Christopher Isherwood, britischer Schriftsteller
- 1909 - Julius Balkow, Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel der DDR
- 1913 - Julius Döpfner, deutscher katholischer Theologe, Kardinal
- 1914 - Julio Cortázar, argentinischer Schriftsteller
- 1916 - Milton Soares Gomes dos Santos , brasilianischer Komponist
- 1923 - Wolfgang Sawallisch, deutscher Dirigent
- 1926 - Georgia Gibbs, US-amerikanische Sängerin
- 1932 - Lygia Bojunga-Nunes, brasilianische Schriftstellerin
- 1933 - Rainer Erler, deutscher Autor, Regisseur und Filmproduzent
- 1934 - Paul Gauselmann, deutscher Unternehmer
- 1939 - Dagmar Koller, österreichische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 1939 - Ulrich Schmalz, deutscher CDU-Politiker, MdB 1990-1998
- 1941 - Chris Curtis, britischer Musiker
- 1942 - Vic Dana, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Angelika Mechtel, deutsche Schriftstellerin
- 1948 - Bożena Dykiel, polnische Schauspielerin
- 1948 - Gertrud Gabl, österreichische Skirennläuferin
- 1948 - Valerie Simpson, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1950 - Robert Cowsill, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1950 - Ahmet Özhan, türkischer Sänger
- 1951 - Edward Witten, US-amerikanischer Mathematiker und Physiker
- 1952 - Billy Rush, US-amerikanischer Musiker
- 1957 - John O'Neill, britischer Musiker
- 1960 - Branford Marsalis, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1962 - Ólafur Jóhann Ólafsson, isländischer Autor
- 1963 - Ludger Beerbaum, deutscher Springreiter
- 1970 - Mark Benecke, deutscher Kriminalbiologe
- 1980 - Macaulay Culkin, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 887Kōkō, 58. Kaiser von Japan
- 1278Přemysl Ottokar II. König von Böhmen, Herzog von Österreich u.a.
- 1346Johann von Luxemburg, König von Böhmen und Erbkönig von Polen
- 1486Ernst von Sachsen, Landgraf in Thüringen und Markgraf zu Meißen
- 1572Petrus Ramus, französischer Philosoph und Humanist
- 1595Antonio von Crato, König von Portugal
- 1706Michael Willmann, deutscher Barockmaler
- 1795Alessandro Cagliostro, italienischer Alchemist und Hochstapler
- 1813Daniel Gottlob Türk, deutscher Organist und Musiktheoretiker
- 1813Theodor Körner, deutscher Schriftsteller
- 1838Johanna Elisabeth Bichier des Ages, französische Ordensgründerin und Heilige
- 1849Jacques Féréol Mazas, französischer Violinist und Violinpädagoge
- 1850Louis Philippe, französischer König
- 1860Philipp Friedrich Silcher, deutscher Liederkomponist
- 1861Johan Fredrik Berwald, schwedischer Komponist
- 1865Johann Franz Encke, deutscher Astronom
- 1872Johann Christoph Lüders, Industrieller, Industriepionier, Kommunalpolitiker, Kulturförderer
- 1873Carl Wilhelm, deutscher Chorleiter
- 1895Friedrich Miescher, Mediziner und Professor für Physiologie
- 1906Eugen Gura, österreichischer Opernsänger
- 1910William James, US-amerikanischer Philosoph und Psychologe
- 1914Pjotr Nikolajewitsch Nesterow, russischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1921Ludwig Thoma, deutscher Schriftsteller
- 1921Matthias Erzberger, deutscher Politiker
- 1929Ernest Satow, britischer Diplomat und Japanologe
- 1930Lon Chaney, US-amerikanischer Schauspieler der Stummfilmzeit
- 1932Jean Julien Fulcanelli, Alchimist und esoterischer Schriftsteller
- 1938Migjeni, Albanischer Dichter
- 1939Wilhelm Burkamp, deutscher Philosoph
- 1944Adam von Trott zu Solz, deutscher Jurist, Diplomat und Widerstandskämpfer
- 1944Hans Georg Klamroth, Mitwisser beim geplanten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944
- 1944Walther Beumelburg, deutscher Rundfunkintendant
- 1945 - Franz Werfel, österreichischer Schriftsteller
- 1946Andrei Andrejewitsch Wlassow, russischer General
- 1950Ransom Eli Olds, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile
- 1958Hans Henn, deutscher Politiker
- 1958Ralph Vaughan Williams, englischer Komponist und Dirigent
- 1962Vilhjalmur Stefansson, Polarforscher und Ethnologe
- 1966Hermann Geiger, Schweizer Rettungsflieger und Pionier des Gletscherflugs
- 1968 - Kay Francis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1972Albert Hoffmann, deutscher Kaufmann und Gauleiter
- 1972Oskar Wacker, deutscher Politiker
- 1974Charles Lindbergh, US-amerikanischer Flugpionier
- 1976Lotte Lehmann, deutsch-amerikanische Opernsägerin
- 1978Charles Boyer, französischer Schauspieler
- 1979Mika Waltari, finnischer Schriftsteller
- 1980Rosa Albach-Retty, deutsche Schauspielerin
- 1980Tex Avery, US-amerikanischer Regisseur und Zeichner
- 1983Herwig Blankertz, deutscher Pädagoge
- 1987Georg Wittig, deutscher Chemiker
- 1989Irving Stone, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1993Karl Bewerunge, deutscher Politiker, MdB
- 1998Frederick Reines, amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 2004Friedrich Brünner, deutscher Politiker
- 2004Laura Branigan, US-amerikanische Popsängerin
- 2005 - Wolfgang Bauer, österreichischer Schriftsteller
- 2005 - Denis D'Amour, Gitarrist der kanadischen Band Voivod

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 25. August - 27. August
- 26. Juli - 26. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0826 ja:8月26日 ko:8월 26일 simple:August 26 th:26 สิงหาคม

1743

Ereignisse


- 27. Juni: In der Schlacht bei Dettingen besiegen die verbündeten Österreicher und Briten die Franzosen

Kultur


- 13. Juni: Uraufführung der Oper Demofoonte von Niccolò Jommelli in Padua

Geboren


- 25. Januar: Friedrich Heinrich Jacobi, deutscher Philosoph und Schriftsteller († 1819)
- 13. Februar: Joseph Banks, englischer Naturforscher († 1820)
- 19. Februar: Luigi Boccherini, italienischer Komponist und Cellist († 1805)
- 28. Februar: René-Just Haüy, französischer Mineraloge († 1822)
- 4. März: Johann David Wyss, Schweizer Autor († 1904)
- 13. April: Thomas Jefferson, Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und 3. US-Präsident († 1826)
- 24. April: Edmond Cartwright, britischer Erfinder († 1823)
- 24. Mai: Jean-Paul Marat, schweizer Arzt und Verleger († 1793)
- 28. Mai: Johann David Wyss, Schweizer Autor († 1818)
- 8. Juni: Alessandro Cagliostro, italienischer Alchemist und Hochstapler († 1795)
- 6. Juli: Valentin Adamberger, deutscher Opernsänger († 1804)
- 13. August: Marie Elisabeth, Äbtissin in Innsbruck († 1808)
- 19. August: Madame Dubarry, Mätresse Ludwigs XV. von Frankreich († 1793)
- 26. August: Antoine Laurent de Lavoisier, französischer Chemiker († 1794)
- 11. September: Nicolai Abraham Abildgaard, dänischer Maler, Bildhauer und Architekt der Neoklassik († 1809)
- 17. September: Marie-Jean-Antoine-Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet, französischer Mathematiker, Philosoph und Politiker († 1794)
- 29. September: Andrea Cagnoli, italienischer Astronom († 1816)
- 3. Oktober: Johann Friedrich Mende, deutscher Maschinenbauer († 1798)
- 1. Dezember: Martin Heinrich Klaproth, deutscher Chemiker († 1817)

Gestorben


- 7. Januar: Anna Sophie Reventlow, war Gemahlin des dänischen Königs (
- 1693)
- 20. Januar: André-Hercule de Fleury, französischer Kardinal und Staatsmann (
- 1653)
- 18. Februar: Wilhelm Hyacinth, Prinz von Oranien (
- 1666)
- 21. März: Philipp Karl von Eltz, Kurfürst und Erzbischof des Bistums Mainz (
- 1665)
- 12. Juni: Johann Bernhard Bach, deutscher Komponist (
- 1700)
- 16. August: Matthias Klotz, gilt als Begründer des Geigenbaus in Mittenwald (
- 1653)
- 19. August: Hugo Damian von Schönborn, Bischof (
- 1676)
- 7. September: Johann Peter von Ludewig, Historiker (
- 1668)
- 14. September: Nicolas Lancret, französischer Maler (
- 1690)
- Anna Maria Louisa de Medici (
- 1667) ko:1743년

Paris

Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).

Geografie

Geografische Lage

UNESCO UNESCO] Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.

Stadtgliederung

Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département. Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind: Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.

Klima

Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.

Geschichte

April]] Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren. Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend. 52 v. Chr. Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre. 1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt. 1436] Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war. Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen. Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen. 1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel. 2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Ausschreitungen

Politik

Städtepartnerschaften

Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris

Theater

Sehenswürdigkeiten in Paris Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris. Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.

Museen

Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig. Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt. In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt. Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt. Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.

Bauwerke


- Straßen und Plätze Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht. Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen. Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ. Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke Niki de Saint Phalle]] Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris. Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près. Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil. Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet. Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht. Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten. Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen Elysée-Palast] Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien. Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre. Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais Temple des Filles de la Visitation Sainte-Marie, St. Paul-et-St-Louis und St-Gervais-et-St-Protais sowie im Stadtteil St-Germain-des-Prés die Kirchen St. Germain-des-Prés und St. Sulpice. Weitere bedeutende Kirchen in Paris sind St. Nicolas-des-Champs, St. Martin-des-Champs, St. Eustache, St. Germain-l'Auxerrois, St. Roch, Ste-Marie-Madeleine, Chapelle Expiatoire, St. Augustin und Ste-Trinité.
- Friedhöfe Zu den bekanntesten religiösen Bauwerken zählen in Paris auch die neuen Friedhöfe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten ersetzten. Außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt wurden der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden, sowie im Zentrum der Stadt der Cimetière de Passy angelegt. Die Bekanntheit dieser Friedhöfe beruht im Wesentlichen darauf, dass hier eine große Anzahl von berühmten Persönlichkeiten beerdigt sind.
- Hotels Paris ist bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die hauptsächlich um die „Tuilerien“ und die „Place Vendôme“ angesiedelt sind. Hier findet man beispielsweise das berühmte „Hotel Ritz“, das „George V“ oder aber das „Hotel Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio. Natürlich findet man aber Hotels und Unterkünfte in fast allen Preisklassen. Besonders reizvoll sind die kleinen Stadthotels mit dem berühmten Pariser Charme, auf die man oft ganz unverhofft trifft. Für all diejenigen, die für mehr als drei Monate nach Paris kommen, bietet sich die Anmietung eines „möblierten Appartements“ an.

Parks

Einer der bekanntesten städtischen Parks ist der Jardin du Luxembourg im VI. Arrondissement von Paris, im Quartier Latin. Er wurde im Jahre 1612 angelegt und beherbergt das Palais du Luxembourg, den Sitz des Senats, der zweiten Kammer der französischen Parlaments. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen. Weitere bedeutende Parks in Paris sind die Tuilerien, Bois de Boulogne, Bois de Vincennes, Jardin des Plantes, Parc des Buttes-Chaumont, Parc Montsouris, Parc de la Villette und Parc André Citroën.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Parc André Citroën Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie seit jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen. Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und Firmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt.

Verkehr


- Nahverkehr Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn (Métro) abgewickelt. Sie wird täglich von rund fünf Millionen Menschen genutzt und besteht aus 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern. An das Métro-Netz angeschlossen sind die Schnellbahnen (RER, Réseau Express Régional), die Paris mit den Vororten verbinden. Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte. Heute befahren zwei Linien ein 23 Kilometer langes Streckennetz, eine dritte nach Paris ist in Planung. Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des 2. Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 dann endgültig eingestellt.
- Fernverkehr 1966 Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich drei internationale Flughäfen. 48,3 Millionen Passagiere sind im Jahre 2003 auf dem Flughafen Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die dritthöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 23,1 Millionen Passagieren nimmt Orly den neunten Platz ein. Der dritte Flughafen ist Paris-Beauvais. Wichtigste Eisenbahnverbindungen sind die Fernstrecken zu den Großstädten Frankreichs wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Toulouse, Straßburg und Rennes, die zum Teil mit TGV-Zügen befahren werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d'Austerlitz, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen die Rangierbahnhöfe Villeneuve-Saint-Georges, Le Bourget und Achères in den gleichnamigen politisch selbständigen Vororten, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) untereinander verbunden sind.

Medien

Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender haben ihren Sitz in Paris. Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.

Bildung

Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich. Denn die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs befinden sich überwiegend in Paris. Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt. Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, die École Polytechnique (eröffnet 1794), das Institut Catholique (eröffnet 1875) und die École du Louvre (eröffnet 1882). Auch die Elithochschule ENA ist in Paris vertreten. Ludwig XI. legte den Grundstock für die größte öffentliche Bibliothek, die Bibliothèque Nationale, mit einem Bestand von mehr als zehn Millionen Bänden. Ende 1996 wude das neue Gebäude für die Nationalbibliothek von Präsident Jacques Chirac eingeweiht. Die berühmte Académie française ist 1635 gegründet worden. Seit dem Jahre 1803 gehört sie dem Institut de France an.

Persönlichkeiten

Paris war Geburts- und/oder Sterbeort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Schriftsteller Honoré de Balzac, der Komponist Georges Bizet, der Maler François Boucher, der Komponist Frédéric Chopin, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der Architekt Charles Garnier, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison (The Doors) sowie der irisch-englische Literat Oscar Wilde. Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Paris

Galerie

Image:Tour_eiffel_at_sunrise_from_the_trocadero.jpg|Eiffelturm bei Sonnenaufgang Image:Palais garnier bs.jpg|Garnier-Oper Bild:Louvre paris.gif|Der Louvre Image:Place_de_la_Concorde_Luxor_obelisk_dsc00775.jpg|Obelisk aus dem Tempel von Luxor am Place de la Concorde = Weblinks =
- Portal: Paris.
- [http://www.paris.fr/ Offizielle Paris-Seite]
- [http://www.parisinfo.com/ Pariser Fremdenverkehrsamt]
- [http://deutsch.pidf.com/ Offizielle Paris Ile-de-France-Seite]
- [http://www.paris-tourist.com/ Online-Reiseführer für Paris]
- [http://www.comedie-francaise.fr/ Nationaltheater Comédie Francaise]
- [http://www.zoomify.com/ Zoombares Satellitenbild (Flash benötigt)]
- [http://around.at/paris/ Private Seite über Paris]
- [http://www.parisbalades.com/Deutsch/default.htm/ Paris balades - Paris für Fußgänger (im Aufbau)]
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/paris/ Sehenswürdigkeiten in Paris] Kategorie:Ort in Île-de-France Kategorie:Französisches Département Kategorie:Hauptstadt in Europa als:Paris (Stadt) ja:パリ ko:파리 시 nb:Paris simple:Paris

1794

Ereignisse


- 1. Juni: Inkrafttreten des bis 1900 gültigen Allgemeinen Landrechts für die preußischen Staaten
- 27. Juli: Robespierre, Blutrichter der französischen Revolution, wird verhaftet, nachdem sich seine Terrorherrschaft durch das 22.Prairial verschärft hatte
- 3. Oktober: Die Zitadelle von Jülich wird an die Franzosen übergeben
- 4. Oktober: Die Franzosen marschieren in Mönchengladbach ein
- 23. Oktober: Die Franzosen erobern Koblenz und vertreiben den Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen
- 19. November: In London unterzeichnen US-Unterhändler John Jay und der Außenminister des Königreichs Großbritannien den Jay-Vertrag
- In Frankreich endet das Schreckensregime der Jakobiner

Kultur


- 26. Februar: Uraufführung der Oper Le Congrès des rois von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 1. Juli: Uraufführung der Komödie Agricol Viala ou Le Héros de la Durance von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 26. August: Uraufführung der musikalischen Komödie Le astuzie femminili (Die weiblichen Listen)]] von Domenico Cimarosa am Teatro dei Fiorentini in Neapel
- 13. Dezember: Uraufführung der Oper Eliza ou Le Voyage au glaciers du Mont Saint-Bernard (Elisa oder Die Reise auf den Großen St. Bernhard) von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris

Geboren


- 7. Januar: Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge († 1863)
- 16. Januar: Maximilian Joseph von Chelius, deutscher Augenarzt und Chirurg († 1867)
- 8. Februar: Friedlieb Ferdinand Runge, deutscher Chemiker († 1867)
- 17. Februar: Heinrich Schmieder, Theologe und Ehrenbürger Wittenbergs († 1893)
- 21. Februar: Antonio López de Santa Anna, mexikanischer Offizier und Politiker († 1876)
- 15. März: Felician Martin von Zaremba, russischer Diplomat, Prediger und Missionarpolnischer Herkunft († 1874)
- 9. April: Theobald Böhm, bekannter Flöt- und Flötenbaumeister († 1881)
- 10. April: Matthew Perry (Offizier), US-amerikanischer Marineoffizier († 1858)
- 12. April: Germinal Pierre Dandelin, belgischer Mathematiker († 1847)
- 17. April: Carl Friedrich Philipp von Martius, deutscher Naturforscher, Botaniker und Ethnograph († 1868)
- 26. April: Bernhard Thiersch, Gymnasiallehrer und der Dichter des Preußenliedes († 1855)
- 12. Mai: George Cathcart, britischer General († 1854)
- 27. Mai: Cornelius Vanderbilt, einer der erfolgreichsten und reichsten Unternehmer der USA († 1877)
- 29. Mai: Johann Heinrich von Mädler, deutscher Astronom († 1874)
- 28. Juni: John Biscoe, englischer Entdecker († 1843)
- 6. Juli: Wilhelm Hensel, Deutscher Maler († 1861)
- 25. Juli: Amalie Sieveking, Mitbegründerin der organisierten Diakonie in Deutschland († 1859)
- 29. Juli: Auguste Regnaud de Saint-Jean d'Angely, französischer General, Marschall von Frankreich († 1870)
- 30. Juli: Johann Martin Lappenberg, deutscher Historiker († 1865)
- 4. August: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist († 1864)
- 10. August: Leopold Zunz, deutscher Wissenschaftler († 1886)
- 15. August: Elias Magnus Fries, schwedischer Botaniker († 1878)
- 2. September: Friedrich August Köttig, Erfinder an der Königlichen Porzellanmanufaktur in Meissen († 1864)
- 10. September: François Benoist, französischer Komponist († 1878)
- 15. September: Heinrich Emanuel Merck, Chemiker und Fabrikant († 1855)
- 1. Oktober: Leopold IV., Herzog von Anhalt-Dessau († 1871)
- 7. Oktober: Johann Ludwig Wilhelm Müller, deutscher Dichter († 1827)
- 7. Oktober: Wilhelm Müller, deutscher Dichter († 1827)
- 19. Oktober: Nikolaus München, Kölner Dompropst († 1881)
- 3. November: William Cullen Bryant, US-amerikanischer Dichter und Journalist († 1878)
- 6. Dezember: Luigi Lablache, italienischer Opernsänger (Bassist) († 1858)

Gestorben


- 4. Januar: Nicolas Luckner, deutscher General in französischen Diensten, Marschall von Frankreich (
- 1722)
- 8. Januar: Justus Möser, deutscher Schriftsteller und Politiker (
- 1720)
- 10. Januar: Johann Georg Adam Forster, deutscher Naturforscher, Ethnologe, Journalist und Revolutionär (
- 1754)
- 16. Januar: Edward Gibbon, britischen Historiker (
- 1737)
- 16. Februar: Étienne Charles de Loménie de Brienne, französischer Politiker und Kleriker (
- 1727)
- 22. Februar: Caspar Friedrich Wolff, deutscher Physiologe und Begründer der modernen Embryologie (
- 1734)
- 24. März: Jacques-René Hébert, französischer Revolutionär (
- 1757)
- 28. März: Marie-Jean-Antoine-Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet, französischer Philosoph, Mathematiker, Politiker und Kommunikationstheoretiker (
- 1743)
- 5. April: Marie-Jean Hérault de Séchelles, Politiker während der Französischen Revolution (
- 1759)
- 5. April: Georges Danton, war einer der Führer der Französischen Revolution (
- 1759)
- 5. April: Camille Desmoulins, Führer der Französischen Revolution (
- 1760)
- 13. April: Chamfort, französischer Schriftsteller (
- 1740)
- 15. April: Fabre d'Églantine, französischer Dichter (
- 1750)
- 27. April: James Bruce, schottischer Reisender (
- 1730)
- 27. April: William Jones, Richter am Obersten Gericht in Kalkutta (
- 1746)
- 30. April: Johann Daniel Müller, Theologe (
- 1721)
- 8. Mai: Antoine Laurent de Lavoisier, einer der Begründer der neuzeitlichen Chemie (
- 1743)
- 8. Juni: Gottfried August Bürger, deutscher Dichter (
- 1747)
- 18. Juni: François-Nicolas-Léonard Buzot, französischer Revolutionär (
- 1760)
- 27. Juni: Claude-Victor de Broglie, französischer Politiker und General (
- 1756)
- 27. Juni: Wenzel Anton Graf Kaunitz, österreichischer Politiker (
- 1711)
- 14. Juli: Jean Frédéric Edelmann, elsässischer Komponist (
- 1749)
- 23. Juli: Alexandre de Beauharnais, nahm am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil (
- 1760)
- 25. Juli: Friedrich Freiherr von der Trenck, (
- 1726)
- 25. Juli: André Chénier, französischer Schriftsteller (
- 1762)
- 28. Juli: Maximilien de Robespierre, französischer Politiker (
- 1758)
- 28. Juli: François Henriot, französischer Politiker (
- 1761)
- 28. Juli: Antoine de Saint-Just, französischer Politiker (
- 1767)
- 14. August: George Colman der Ältere, englischer Schriftsteller (
- 1732)
- 13. September: Jean-Pierre Claris de Florian, französischer Dichter (
- 1755)
- 28. November: Cesare Beccaria, Bedeutender italienischer Rechtsphilosoph (
- 1738)
- 28. November: Friedrich Wilhelm von Steuben, deutscher Auswanderer und US-amerikanischer Oberst (
- 1730)
- 2. Dezember: Johann Gottlob Leidenfrost, deutscher Mediziner und Theologe (
- 1715) ko:1794년 simple:1794

Chemie

Die Chemie (von arabisch al-kimiya' ) ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung der chemischen Elemente und ihren Verbindungen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten. Die Chemie entstand in ihrer heutigen Form als exakte Naturwissenschaft im 17. und 18. Jahrhundert allmählich aus der Anwendung rationalen Schlußfolgerns auf Beobachtungen und Experimente der Alchemie. Einige der ersten großen Chemiker waren Robert Boyle, Humphry Davy, Jöns Jacob Berzelius, Joseph Louis Gay-Lussac, Joseph-Louis Proust, Marie und Antoine Lavoisier und Justus von Liebig. Justus von Liebig

Was ist Chemie?

Definition

Die Chemie ist die Wissenschaft, die sich mit Stoffen (Substanzen), deren Umsetzung(en) (chemischen Reaktionen), sowie der Darstellung (Synthese), der Bestimmung und der Anwendung dieser Stoffe (bzw. deren Eigenschaften) beschäftigt. Da die für die Chemie relevanten Eigenschaften der Atome fast ausschließlich in ihrer elektronischen Struktur (Elektronenhülle) begründet liegen, können grundlegende Aufgabengebiete der Chemie auch als „Physik der äußeren Elektronenhülle“ betrachtet werden. Der Atomkern hat praktisch keinen Einfluss auf chemische Prozesse. Untersuchungen zum Aufbau von Atomkernen fallen nicht in den Bereich der Chemie, sondern sind Bestandteil der Kernphysik.

Stoff und Stoffumsetzung

Die chemisch kleinsten Grundbausteine, aus denen alle uns umgebenden Materialien bestehen, sind die Elemente, welche sich zu chemischen Verbindungen zusammenschließen. Eine Stoffumsetzung nennt man chemische Reaktion; sie steht im Zentrum der Chemie. In einer chemischen Reaktion kommt es niemals zu Elementumwandlungen, was die Chemie als Naturwissenschaft grundsätzlich von der mittelalterlichen Vorstellung der Alchemie abgrenzt. Elementumwandlungen sind rein physikalische Prozesse (z.B. radioaktiver Zerfall).

Atom und Molekül

Alchemieen umkreisen einen Kern aus zwei Protonen und zwei Neutronen]] Atome sind für den Chemiker die Grundbausteine der Materie, da sie sich chemisch nicht in kleinere Einheiten spalten lassen. Ein chemisches Element besteht aus Atomen mit einer bestimmten Anzahl an Protonen im Kern. Chemische Elemente können dennoch aus verschiedenen Atomen (Isotope) bestehen, die sich in der Anzahl an Neutronen im Kern unterscheiden. Verschiedene Isotope zeigen gleiches chemisches, aber unterschiedliches physikalisches Verhalten (z.B. Siedepunkt, Schmelzpunkt). Die chemischen Elemente können in mannigfaltiger Weise chemische Bindungen untereinander eingehen. Dann spricht man von einer chemischen Verbindung. Je nach Polarität der Bindung zwischen den Elementen unterscheidet man unpolare kovalente Bindungen, polare kovalente Bindungen und ionische Bindungen, in denen mindestens ein Elektron der miteinander eine chemische Verbindung eingehenden Elemente oder Moleküle ganz bei einem Bindungspartner lokalisiert ist. Verbindungen, in denen die Elemente kovalent miteinander gebunden sind nennt man Moleküle. Verbindungen, die ionisch aufgebaut sind, nennt man Salze. Von Molekülionen spricht man, wenn elektrisch geladene Moleküle vorliegen. Des weiteren spricht man von einer metallischen Bindung, wenn die äußeren Elektronen, die für eine chemische Bindung zur Verfügung stehen, zwischen den Atomen delokalisiert und frei beweglich sind. Die chemischen Elemente selbst liegen als Metalle, als Moleküle (z.B. die zweiatomigen Gase der 2. Periode: O2, N2, F2) oder als Atome (ausschließlich die Edelgase: He, Ne, Ar, Kr, Xe und Rn) vor. Die Art und Weise, wie sich die Atome eines Elementes verbinden, kann dabei immer noch unterschiedlich sein und zu so unterschiedlichen Substanzen wie Graphit und Diamant führen, beides Modifikationen elementaren Kohlenstoffs. Auch kann ein Element als eine metallische und als eine Modifikation mit kovalenten Bindungen vorliegen, z.B. Zinn. Für die chemischen Eigenschaften einer Verbindung ist es jedoch nicht nur entscheidend, welche Atome sie enthält, sondern wie diese miteinander verbunden sind (siehe Chemische Bindung). Bei bestimmten chemischen Verbindungen, vor allem bei Proteinen, sind nicht nur die Bindungen zwischen den Atomen maßgeblich für die chemischen Eigenschaften sondern auch die räumliche Ausrichtung dieser Bindungen. Die Herausforderung bei der chemischen Synthese besteht in der Regel darin, selektiv Bindungen zwischen einzelnen Atomen der Reaktandmoleküle zu lösen und/oder zu knüpfen, um dadurch eine gewünschte Substanz (Reaktionsprodukt) herzustellen.

Bedeutung der Chemie

Geschichte der Chemie

Hauptartikel: Geschichte der Chemie Die Chemie entwickelte sich aus der Alchemie, die in China, Europa und Indien schon seit Jahrtausenden praktiziert wurde. Alchemie war die Untersuchung von Materie, wobei die Vorstellungswelt der Alchemisten nicht auf wissenschaftlichen Untersuchungen basierte, sondern auf Erfahrungstatsachen und empirischen Rezepten. Das Ziel ihrer Untersuchungen war eine Substanz mit dem Namen Stein der Weisen, die Stoffe wie Blei in Gold verwandeln sollte. Alchemisten führten eine große Auswahl Experimente mit vielen Substanzen durch, um diesen Stoff zu finden. Sie notierten ihre Entdeckungen und verwendeten für ihre Aufzeichnungen die gleichen Symbole, wie sie auch in der Astrologie üblich waren. Die mysteriöse Art ihrer Tätigkeit und die dabei fabrizierten farbigen Flammen, Rauch oder Explosionen führten dazu, dass sie als Magier und Hexer bekannt und teilweise verfolgt wurden. Für ihre Experimente entwickelten die Alchemisten die gleichen Apparaturen, wie sie heute noch in der chemischen Verfahrenstechnik verwendet werden. Ein bekannter Alchemiker war Albertus Magnus. Er befasste sich als Kleriker mit diesem Themenkomplex und fand bei seinen Experimenten ein neues chemisches Element, das Arsen. Kein Alchemiker hat allerdings je den Stein der Weisen entdeckt und im 17. Jahrhundert wurde die alchemistische Arbeitsweise durch wissenschaftliche Methodik ersetzt. Einiges vom Wissen der Alchemisten wurde von den ersten Chemikern verwendet, die ihre Arbeit auf logische Schlussfolgerungen ihrer Beobachtungen gründeten und nicht auf der Idee, beispielsweise Blei in Gold zu verwandeln. wissenschaft Entscheidende Impulse erhielt die Chemie als Wissenschaft im 19. Jahrhundert. Die Arbeiten von Justus von Liebig über die Wirkungsweise von Dünger begründeten die Agrarchemie und lieferten wichtige Erkenntnisse über die anorganische Chemie. Die Suche nach einem synthetischen Ersatz für den Farbstoff Indigo zum Färben von Textilien waren der Auslöser für die bahnbrechenden Entwicklungen der organischen Chemie und der Pharmazie. Auf beiden Gebieten hatte man in Deutschland bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine absolute Vorrangstellung. Dieser Wissensvorsprung ermöglichte es beispielsweise, den zur Führung des ersten Weltkrieges notwendigen Sprengstoff statt aus importierten Nitraten mit Hilfe der Katalyse aus dem Stickstoff der Luft zu gewinnen (siehe Haber-Bosch-Verfahren). Die Autonomiebestrebungen der Nationalsozialisten gaben der Chemie als Wissenschaft weitere Impulse. Um von den Importen von Erdöl unabhängig zu werden, wurden Verfahren zur Verflüssigung von Steinkohle entwickelt (Fischer-Tropsch-Synthese). Ein weiteres Beispiel war die Entwicklung von synthetischem Kautschuk für die Herstellung von Fahrzeugreifen. In der heutigen Zeit ist die Chemie ein wichtiger Bestandteil der Lebenskultur geworden. Chemische Produkte umgeben uns überall, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Allerdings haben Unfälle der chemischen Großindustrie wie beispielsweise die von Seveso und Bhopal der Chemie ein sehr negatives Image verschafft, so dass Slogans wie "Weg von der Chemie!" sehr populär werden konnten. Die Forschung entwickelte sich um die Wende zum 20. Jahrhundert soweit, dass vertiefende Studien des Atombaus nicht mehr zum Bereich der Chemie gehören, sondern zur Atomphysik bzw. Kernphysik. Diese Forschungen lieferten dennoch wichtige Erkenntnisse über das Wesen der chemischen Stoffwandlung und der chemischen Bindung. Weitere wichtige Impulse gingen dabei auch von Entdeckungen in der Quantenphysik aus (Elektronen-Orbitalmodell).

Chemie im Alltag

Chemische Reaktionen im Alltag finden zum Beispiel beim Kochen, Backen oder Braten statt, wobei oft gerade die hier ablaufenden, recht komplexen Stoffumwandlungen zum typischen Aroma der Speise beitragen. Weiterhin wird Nahrung chemisch zerlegt und mit körpereigenen Abbauvorgängen in Bestandteile und auch Energie umgewandelt (Biochemie). Eine gut beobachtbare chemische Reaktion ist die Verbrennung. Haarfärbung, Verbrennungsmotoren, Handy-Displays, Waschmittel, Dünger, Arzneimittel u.v.m. sind weitere Beispiele für Anwendungen der Chemie im alltäglichen Leben. Im Alltag wird der Begriff 'Chemie' oft in einem eingeschränkten Sinn als Abkürzung für 'Produkt der chemischen Industrie' verwendet, zum Beispiel bei der 'Chemischen Reinigung': Diese reinigt Textilien mit (synthetischen) Lösungsmitteln. Der Reinigungsvorgang selbst ist in der Regel ein Lösen der Verunreinigung (beispielsweise eines Fettflecks) im Lösungsmittel und damit kein chemischer Prozess (Stoffumwandlung) im eigentlichen Sinne, sondern ein physikalischer Vorgang (Lösen)! Im Gegensatz dazu ist das manchmal als 'Putzen ohne Chemie' gepriesene Auflösen von Kalkflecken mit Essig oder Zitronensaft sehr wohl ein chemischer Vorgang, da dabei festes Calciumcarbonat (Kalk) durch die Säuren zu löslichem Hydrogencarbonat bzw. Kohlenstoffdioxid umgesetzt wird.

Chemie als Wissenschaft

Die Chemie befasst sich mit den Eigenschaften der Elemente und Verbindungen, mit den möglichen Umwandlungen eines Stoffes in einen anderen, macht Vorhersagen über die Eigenschaften für bislang unbekannte Verbindungen, liefert Methoden zur Synthese neuer Verbindungen und Messmethoden um die chemische Zusammensetzung unbekannter Proben zu entschlüsseln. Obwohl alle Stoffe aus vergleichsweise wenigen "Bausteinsorten", nämlich aus etwa 80 bis 100 der 118 bekannten Elemente aufgebaut sind, führen die unterschiedlichen Kombinationen und Anordnungen der Elemente zu einigen Millionen sehr unterschiedlichen Verbindungen, die wiederum so unterschiedliche Materieformen wie Wasser, Sand, Pflanzen- und Tiergewebe aufbauen. Die Art der Zusammensetzung bestimmt schließlich die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Stoffe und macht damit die Chemie zu einer recht umfangreichen Wissenschaft.
Wie in allen Naturwissenschaften ist auch in der Chemie das Experiment die tragende Säule. An ihm werden Theorie über die Art der Umwandlung eines Stoffes in einen anderen Stoff entworfen, überprüft, erweitert und wenn nötig auch verworfen. Fortschritte in den verschiedenen Teilgebieten der Chemie sind oftmals die unabdingbare Voraussetzung für neue Erkenntnisse in anderen Disziplinen, besonders in den Bereichen Biologie und Medizin, aber auch im Bereich der Physik (zum Beispiel Herstellung neuer Supraleiter). An der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie hat sich als weites Fachgebiet die Biochemie etabliert, die für das Verständnis der Lebensvorgänge, die untrennbar mit Stoffumsätzen verbunden sind, unentbehrlich ist. Dieser Sachverhalt wird manchmal mit dem Satz "Alles Leben ist Chemie" zum Ausdruck gebracht, da die meisten 'greifbaren' und messbaren Vorgänge im lebenden Organismen auf chemischen Reaktionen beruhen. Für die Medizin ist die Chemie bei der Suche nach neuen Medikamenten und bei der Herstellung von Arzneimitteln unentbehrlich. Die Ingenieurwissenschaften suchen häufig je nach Anwendung nach maßgeschneiderten Materialien (leichte Materialien im Flugzeugbau, beständige und belastbare Baustoffe, hochreine Halbleiter...). Hier hat sich als Schnittstelle zwischen Chemie und den Ingenieurswissenschaften die Materialwissenschaft entwickelt.

Wirtschaftliche Bedeutung der Chemie

Die chemische Industrie ist - gerade auch in Deutschland - ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig: In Deutschland liegt der Umsatz der Chemieindustrie bei über 100 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten lag nach der Wiedervereinigung Deutschlands bei über 700 000 und ist jetzt unter 500 000 gesunken. Sie stellt einmal Grundchemikalien wie beispielsweise Schwefelsäure oder Ammoniak her - oft im Maßstab von Millionen von Tonnen jährlich -, die sie dann zum Beispiel zur Produktion von Düngemitteln und Kunststoffen verwendet. Andererseits produziert sie viele komplexe Stoffe, insbesondere Medikamente, maßgeschneidert für spezielle Zwecke. Auch die Herstellung von Computern, Kraft- und Schmierstoffen für die Automobilindustrie und vielen anderen technischen Produkten ist ohne industriell hergestellte Chemikalien unmöglich.

Ansehen der Chemie

Die Chemie hat in der Öffentlichkeit - auch aufgrund von