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Anton Ulrich (Prinz)

Anton Ulrich (Prinz)

Anton Ulrich Prinz von Braunschweig (
- 28. August 1714; † 19. März 1776) war ein Sohn des Herzogs von Braunschweig-Bevern. Anton Ulrich war der zweite Sohn Ferdinand Alberts II., Herzogs von Braunschweig-Bevern, Bruder des berühmten preußischen Generals Herzogs Ferdinand. 1733 kam Anton Ulrich auf Wunsch der russischen Kaiserin Anna, die ihn zum Gemahl für ihre Nichte Anna Leopoldowna bestimmt hatte, nach Russland. Seine Vermählung mit Anna fand erst 1739 statt. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Iwan wurde von der Kaiserin zu ihrem künftigen Nachfolger ernannt, während bis zu dessen Volljährigkeit Biron die Regentschaft führen sollte. Anton Ulrich aber wurde nebst seiner Gemahlin von allen Regierungsgeschäften ferngehalten. Als er bald nach dem Tode der Kaiserin Anna bei Gelegenheit einer gegen Biron gerichteten Verschwörung kompromittiert erschien, überhäufte ihn der Regent mit Schmähungen, nötigte ihn, allen seinen militärischen Ämtern zu entsagen, und drohte ihn aus Russland zu entfernen. Nach Birons Sturz wurde der Prinz von seiner Gemahlin, der Regentin Anna, zum Generalissimus erhoben. Anna wurde jedoch 6. Dezember 1741 entthront und nebst ihrem Gemahl und ihren Kindern in die Citadelle von Riga eingesperrt, später nach Dünamünde und endlich nach Cholmogory im Gouvernement Archangelsk verschleppt, wo die entthronte Fürstin im Elend und unter Entbehrungen 1746 starb. Katharina II. ließ bald nach ihrer Thronbesteigung Anton Ulrich den Vorschlag machen, für seine Person Russland zu verlassen. Seine Kinder aber sollten zurückbleiben, da man ihnen aus politischen Gründen nicht die Freiheit geben könne. Allein der Vater zog die Gefangenschaft mit seinen Kindern der Freiheit ohne dieselben vor und starb, in der letzten Zeit fast völlig erblindet, am 19. März 1776. Sein Sohn Iwan wurde 1764 in Schlüsselburg ermordet. Seine übrigen vier Kinder ließ man endlich 1780 frei, Katharina II. verweigerte ihnen ein Jahresgehalt und schickte sie nach Horfens in Jütland, wo sie in stiller Zurückgezogenheit ihr Leben beschlossen.

Nachkommen

Anton Ulrich heiratete 1739 Anna Leopoldowna, Tochter von Karl Leopold, Herzog von Mecklenburg-Schwerin.
- Iwan VI. (1740-1764)
- Katharina (1741-1807)
- Elisabeth (1743-1782)
- Peter (1745-1798)
- Alexej (1746-1787) Siehe auch: Herzog Anton Ulrich (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1633–1714)

Literatur

Die Familie Braunschweig in Russland, Brückner, St. Petersburg 1876 Braunschweig, Anton Ulrich von Braunschweig, Anton Ulrich von Kategorie:Welfen Braunschweig, Anton Ulrich von Braunschweig, Anton Ulrich von Braunschweig, Anton Ulrich von

28. August

Der 28. August ist der 240. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 241. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 125 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren]
- 489 - Theoderichs Ostgoten-Heer bleibt Sieger über Odoakers Truppen in der Schlacht am Isonzo.
- 1521 - Belgrad fällt nach langer Belagerung an das Osmanische Reich.
- 1833 - Das britische Empire schafft die Sklaverei ab.
- 1914 - Im Seegefecht bei Helgoland versenken die Briten ohne eigene Schiffsverluste drei deutsche Kleine Kreuzer und ein Torpedoboot.
- 1916 - Deutsche Kriegserklärung an Rumänien, Italien wiederum erklärt dem deutschen Kaiserreich den Krieg.
- 1928 - In Paris wird der Briand-Kellogg-Pakt unterzeichnet, der den Angriffskrieg für völkerrechtswidrig erklärt.
- 1941 - Unter dem Vorwurf der Kollaboration mit Nazi-Deutschland verfügt ein Erlass die Deportation aller Russlanddeutschen aus der Wolgadeutschen Republik nach Sibirien und Kasachstan.
- 1963 - In Washington beteiligen sich über 200.000 schwarze und weiße Bürger am Protestmarsch gegen die Rassentrennung. Martin Luther King hält seine berühmte Rede "I have a dream"
- 1990 - Irak erklärt Kuwait zu seiner 19. Provinz.
- 1991 - Mit der Unterzeichnung eines Vertrages über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Estland, Lettland und Litauen erkennt Deutschland die Unabhängigkeit der drei baltischen Staaten an.
- 1997 - Armenien und Russland unterzeichnen einen Freundschaftsvertrag.
- 2000 In Arusha (Tansania) wird ein Friedensvertrag für Burundi unterzeichnet.
- 2003 - In Deutschland legt die Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme ihren Abschlussbericht vor.

Wirtschaft


- 2004 - Zusammenschluss der Maklerverbände VDM und RDM zum Immobilien Verband Deutschland

Wissenschaft und Technik

Immobilien Verband Deutschland
- 1789 - Wilhelm Herschel entdeckt den Saturn-Mond Enceladus.
- 1831 - Von Michael Faraday vorgenommene Experimente führen zur seiner Entdeckung der elektromagnetischen Induktion.
- 1845 - In den USA erscheint die erste Ausgabe der populärwissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American.
- 1949 - Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung wird gegründet.

Kultur


- 1724 - Uraufführung der Oper "Andromaca" von Antonio Caldara am Teatro della Favorita in Wien.
- 1850 - Die Oper "Lohengrin" von Richard Wagner wird im Großherzoglichen Hoftheater Weimar uraufgeführt.
- 1927 - Der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main wird erstmals verliehen.
- 1981 - Mit einem Festakt wird die Alte Oper in Frankfurt am Main wiedereröffnet.

Religion

Katastrophen


- 1988 - Ramstein, Deutschland. Drei Düsenjets der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori stoßen bei einer Flugshow auf dem Stützpunkt Ramstein Air Base zusammen. Während zwei der Jets im Bereich des Rollfeldes aufprallen, stürzt eine Maschine in die Zuschauermenge. Von den über 300.000 Zuschauern sterben 31 sofort, in der Folge 39 weitere. Über 500 wurden verletzt.
- 1993 - Chorog, Tadschikistan. Entführer zwingen den Piloten einer Jakowlew Jak-40 der Tajikistan Airlines, die überladene Verkehrsmaschine zu starten. Diese kann nicht abheben, schießt über die Startbahn hinaus und stürzt in ein Flussbett. 82 Menschen sterben, vier können gerettet werden.
- 2005 - In den USA verwüstet der Hurrikan Katrina die Küstenregionen des Golfes von Mexico. In New Orleans kommt es zu Dammbrüchen, worauf hin die Stadt zu ca. 80% überschwemmt wird. Es wird von über 1000 Toten ausgegangen.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Rudi Altig wird Straßenweltmeister der Radprofis.

Geboren

Rudi Altig
- 1025 - Go-Reizei, 70. Kaiser von Japan
- 1476 - Kano Motonobu, japanischer Maler
- 1496 - Konrad Heresbach, deutscher Humanist
- 1592 - George Villiers, Herzog von Buckingham, Minister unter den englischen Königen Jakob I. und Karl I.
- 1714 - Anton Ulrich, Prinz von Braunschweig
- 1749 - Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter
- 1798 - Harro Paul Harring, Revolutionär, Dichter und Maler
- 1800 - Dietrich Wilhelm Landfermann, deutscher Pädagoge und Demokrat
- 1801 - Antoine-Augustin Cournot, französischer Mathematiker und Wirtschaftstheoretiker
- 1802 - Karl Simrock, deutscher Schriftsteller
- 1810 - Carl August Haupt, deutscher Komponist
- 1810 - Constant Troyon, französischer Maler
- 1812 - Rudolf von Alt, österreichischer Maler
- 1814 - Sheridan Le Fanu, irischer Schriftsteller
- 1825 - Karl Heinrich Ulrichs, Vorkämpfer der Schwulen-Bewegung
- 1827 - Teresa Milanollo, italienische Komponistin und Violonistin (gest. 1904)
- 1831 - Ludvig Norman, schwedischer Komponist
- 1833 - Edward Burne-Jones, englischer Künstler
- 1838 - Abraham Kuhn, elsässischer Arzt und Professor
- 1841 - Julius Stinde, deutscher Chemiker, Journalist und Schriftsteller
- 1867 - Umberto Giordano, italienischer Komponist
- 1876 - Heinrich Wolfgang Seidel, deutscher Schriftsteller
- 1878 - Hermann Essig, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker
- 1884 - Christian Stock, deutscher SPD-Politiker und erster Ministerpräsident von Hessen
- 1886 - Robert Hohlbaum, österreichischer Schriftsteller
- 1892 - Augustin Souchy, deutscher Anarchist
- 1894 - Karl Böhm, österreichischer Dirigent
- 1896 - Liam O'Flaherty, irischer Schriftsteller
- 1897 - Charles Boyer, französischer Schauspieler
- 1901 - Paul Henry Lang, US-amerikanischer Musikwissenschaftler
- 1903 - Bruno Bettelheim, US-Psychoanalytiker und Kinderpsychologe
- 1908 - Robert Merle, französischer Schriftsteller und Romancier
- 1908 - Wilhelm Urban, deutscher Politiker, SPD-MdB 1961-1969
- 1910 - Tjalling Koopmans, niederländisch-US-amerikanischer Ökonom
- 1911 - Joseph Luns, niederländischer Politiker
- 1916 - Jack Vance, amerikanischer SF-Autor
- 1919 - Godfrey N. Hounsfield, britischer Ingenieur, einer der Väter der Computertomografie, Nobelpreis 1979 Computertomografie Computertomografie
- 1921 - Alfred Lengert, deutscher Schauspieler
- 1923 - Fernando Rielo, spanischer Philosoph
- 1924 - Janet Frame, neuseeländische Schriftstellerin
- 1925 - Billy Grammer, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Jurij Trifonow, sowjetischer Schriftsteller
- 1927 - Horst Vetter, deutscher Politiker und Berliner Senator
- 1928 - Karl Michael Vogler, deutscher Schauspieler
- 1929 - Ivan Nový tschechischer Schriftsteller und Publizist
- 1938 - Clem Cattini, britischer Musiker
- 1938 - Paul Martin, kanadischer Politiker, Premierminister von Kanada
- 1940 - Christian Ludwig Attersee, österreichischer Maler
- 1942 - Lothar Meid, deutscher Musiker
- 1942 - José Eduardo dos Santos, Staatschef von Angola
- 1942 - David Soul, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1943 - Ann Honey Lantree, britische Musikerin
- 1946 - Ken Abdrews, britischer Musiker
- 1946 - Bob Beamon, amerikanischer Weitspringer, Olympiasieger 1968
- 1946 - Anders Gärderud, schwedischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1947 - Emlyn Hughes, englischer Fußballspieler
- 1948 - Daniel Seraphine, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Dieter Bast, deutscher Fußballspieler
- 1951 - Wayne Osmond, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Wendelin Wiedeking, Deutscher Automobilmanager
- 1953 - Dietmar Jakobs, deutscher Fußballspieler
- 1960 - Leroy Chiao, US-amerikanischer Astronaut
- 1965 - Satoshi Tajiri, japanischer Pokémon-Gründer
- 1965 - Shania Twain, kanadische Musikerin
- 1968 - Jo van Nelsen, deutscher Regisseur und Sänger
- 1971 - Todd Eldredge, US-amerikanischer Eiskunstläufer
- 1974 - Carsten Jancker, deutscher Fußballspieler
- 1974 - Tyree Washington, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1979 - Robert Hoyzer, deutscher Fußball-Schiedsrichter (Auslöser des Schiedsrichter-Skandals 2005)

Gestorben

Schiedsrichter-Skandals 2005 Schiedsrichter-Skandals 2005 Schiedsrichter-Skandals 2005
- 388 - Magnus Maximus, Kaiser im Westen des Römischen Reichs
- 430 - Aurelius Augustinus, Kirchenlehrer
- 770 - Kōken, 46. und 48. Kaiserin von Japan
- 876 - Ludwig der Deutsche, fränkischer König
- 995 - Heinrich II. (Bayern), Herzog von Bayern, genannt "der Zänker"
- 1481 - Alfons V. (Portugal), König von Portugal aus dem Hause Avis
- 1580 - Anton Brus von Müglitz, Bischof von Wien und Erzbischof von Prag
- 1593 - Ludwig, Herzog von Württemberg
- 1612 - John Smyth, britischer Priester, Baptist
- 1645 - Hugo Grotius, niederländisch-deutscher Naturrechtsphilosoph
- 1686 - Hans Karl Graf von Königsmarck, deutsch-schwedischer Offizier, Malteserritter und Abenteurer
- 1705 - Georg Wilhelm, Herzog des Fürstentums Calenberg und Herzog des Fürstentums Lüneburg
- 1793 - Adam-Philippe de Custine, französischer General
- 1797 - Joseph Wright, britischer Maler
- 1834 - Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter
- 1839 - François Régis de la Bourdonnaye, französischer Minister
- 1839 - William Smith, englischer Ingenieur und Geologe
- 1858 - Tannatt William Edgeworth David, britischer Polarforscher und Bergsteiger
- 1862 - Albrecht Adam, deutscher Schlachtenmaler
- 1863 - Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge
- 1867 - Carl Joseph Anton Mittermaier, deutscher Jurist, Publizist und Politiker
- 1888 - Georg Beseler, deutscher Jurist und Politiker
- 1914 - Anatoli Konstantinowitsch Ljadow, russischer Komponist
- 1919 - Adolf Schmal, österreichischer Fecht- und Radsportler
- 1928 - Hannah Harriet Chaplin, britische Tänzerin und Sängerin, Mutter von Charlie Chaplin
- 1939 - Eugène-Henri Gravelotte, französischer Fechter
- 1942 - Belisario Porras Barahona, mehrfacher Staatspräsident Panamas
- 1951 - Robert Walker, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Emmet Till, farbiger amerikanischer Jugendlicher. Ermordet, weil er einer weißen Frau hinterherpfiff.
- 1959 - Bohuslav Martinů, tschechischer Komponist
- 1959 - Raphael Lemkin, Jurist und Friedensforscher
- 1968 - Hans Lenz, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1972 - René Leibowitz, französischer Dirigent, Musikpädagoge, Schriftsteller und Komponist
- 1978 - Robert Shaw, US-amerikanischer Schauspieler
- 1980 - Karl-Georg Graf von Stackelberg, Meinungsforscher, Gründer des EMNID-Instituts
- 1984 - Ali Mohammed Nagib, ägyptischer Politiker, Regierungschef, Staatschef
- 1985 - Ruth Gordon, US-amerikanische Schauspielerin (Harold und Maude)
- 1987 - John Huston, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler
- 1990 - Willy Vandersteen, belgischer Comic-Künstler
- 1995 - Michael Ende, deutscher Schriftsteller
- 2001 - Remy A. Presas, philippinischer Kampfkunst-Trainer
- 2003 - Peter Hacks, deutscher Dramatiker und Schriftsteller
- 2004 - Lina Zimmer, mit 111 Jahren die älteste Frau Deutschlands
- 2004 - Sigi Feigel, schweizerischer Rechtsanwalt
- 2005 - Hans Clarin, deutscher Schauspieler
- 2005 - Christoph Lindert, deutscher Schauspieler
- 2005 - Heinz Werner Hübner, deutscher Journalist

Feier - und Gedenktage


- Heiliger Augustinus (354 - 28. August 430)
- Heiliger Elmar; im 7./8. Jahrhundert Bischof in der Gegend von Lüttich

Siehe auch


- 27. August - 29. August
- 28. Juli - 28. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0828 ja:8月28日 ko:8월 28일 simple:August 28 th:28 สิงหาคม

19. März

Der 19. März ist der 78. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 79. in Schaltjahren) - somit bleiben 287 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1452 - König Friedrich III. wird in Rom von Papst Nikolaus V. zum Kaiser gekrönt.
- 1848 - Straßenschlachten in Berlin. 187 Tote.
- 1932 - Australien. Einweihung der Sydney Harbour Bridge in Sydney.
- 1944 - Beginn der deutschen Besetzung Ungarns
- 1945 - fast vollständige Zerstörung Hanaus durch alliierten Luftangriff.
- 1970 - Der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt trifft sich in Erfurt mit dem Ministerpräsidenten der DDR Willi Stoph.
- 1989 - El Salvador. Alfredo Christiani wird neuer Staatspräsident.
- 1995 - Finnland. Paavo Lipponen wird neuer Ministerpräsident.
- 1997 - Estland. Mart Siimann wird neuer Ministerpräsident.
- 1998 - Indien. Atal Behari Vaipayee wird Premierminister.
- 2000 - Taiwan. Chen Shui-bian wird zum Staatspräsident gewählt.
- 2002 - Deutschland übernimmt das Kommando über die internationalen Schutztruppen ISAF für Afghanistan.
- 2003 - Beginn des Dritten Golfkrieges (01.00 UTC, 02:00 CET auf 20. März)

Kultur


- 1852 - Uraufführung der Oper Der Kobold von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris.
- 1958 - Uraufführung der Oper Faust von Charles Gounod am Théâtre-Lyrique in Paris.
- 1991 - Uraufführung der Oper The Death of Klinghoffer von John Adams in Brüssel.

Wirtschaft


- 1953 - Theodor Heuss eröffnet die 36. Internationale Automobilausstellung (IAA).
- 2001 - Die mit drei Millionen Mitgliedern größte Einzelgewerkschaft der Welt, ver.di, wird durch den Zusammenschluss von Deutscher Angestellten-Gewerkschaft, Deutsche Postgewerkschaft, Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, IG Medien und ÖTV gegründet.

Wissenschaft, Technik


- 1915 - Pluto wird zum ersten Mal fotografiert, jedoch nicht als Planet erkannt.
- 1969 - das seinerzeit höchste Bauwerk Europas, der 365 Meter hohe UKW- und TV-Sendemast in Emley Moor, Großbritannien, stürzt während eines Wintersturms in Folge starker Vereisung ein.

Katastrophen


- 2005 - Bei Lohme (Insel Rügen) bricht die Steilküste auf 100 m Länge und 200 m Breite ab. Ein Betreuungsheim für Suchtkranke entgeht nur knapp einer Katastrophe. Die Bruchkante verläuft nur 2,5 m vor dem Haus.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1996 - Basketballstar Michael Jordan kehrt nach 17-monatiger Abstinenz vom Profi-Basketball zu den Chicago Bulls zurück

Geboren


- 1525 - Caspar Cruciger der Jüngere, lutherischer Theologe
- 1629 - Alexei I., Zar von Russland
- 1721 - Tobias Smollett, britischer Schriftsteller
- 1767 - François Régis de La Bourdonnaye, comte de La Bretèche, französischer Minister
- 1767 - Leonhard von Call, südtiroler Komponist
- 1777 - José María Bustamante, mexikanischer Komponist
- 1778 - Edward Michael Pakenham, General in den napoleonischen Kriegen
- 1785 - Pierre Zimmermann, französischer Klavierpädagoge und Komponist
- 1808 - Johann Andreas Schubert, deutscher Architekt
- 1809Moritz Ludwig Seyffert,Philologe und Pädagoge
- 1813 - David Livingstone, britischer Forschungsreisender
- 1821 - Richard Francis Burton, britischer Konsul, Forscher, Übersetzer, und Orientalist
- 1844 - Minna Canth, finnische Schriftstellerin
- 1848 - Wyatt Earp, US-amerikanischer Westernheld
- 1849 - Alfred von Tirpitz, deutscher Großadmiral
- 1864 - Charles M. Russell, amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller
- 1871 - Maria von Vetsera, österreichische Adlige
- 1873 - Max Reger, deutscher Komponist und Organist
- 1874 - Nikolai A. Berdjajew, russischer Philosoph
- 1875 - Gustav Wyneken, deutscher Reformpädagoge
- 1877 - Franz Fischer, deutscher Chemiker
- 1879 - Joseph Haas, deutscher Komponist
- 1883 - Joseph Matthias Hauer, österreichischer Komponist
- 1883 - Sir Walter Norman Haworth, britischer Chemiker und Nebelpreisträger
- 1888 - Josef Albers, deutscher Maler, Kunsttheoretiker und -pädagoge
- 1888 - Léon Scieu, belgischer Radrennfahrer
- 1891 - Josef Blatný, tschechischer Komponist
- 1891 - Earl Warren, Gouverneur von Kalifornien und Oberster Richter der USA
- 1895 - Ernst August Farke, deutscher Politiker (DP), MdB
- 1897 - Heinz Steguweit, deutscher Schriftsteller
- 1898 - Tian Han, chinesischer Dramatiker
- 1899 - Aksel Sandemose, dänisch-norwegischer Schriftsteller
- 1899 - Jan Hendrik de Boer, Physiker und Chemiker
- 1900 - Frédéric Joliot-Curie, französischer Physiker
- 1901 - Josef Wirmer, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1905 - Albert Speer, deutscher Architekt und NS-Rüstungsminister
- 1906 - Adolf Eichmann, SS-Obersturmbannführer
- 1906 - Alexander S. Jakowlew, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1909 - Otto John, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz Deutschland
- 1912 - Adolf Galland, deutscher Luftwaffenoffizier und Fliegerass
- 1913 - Günter Neumann, deutscher Komponist, Autor und Kabarettist
- 1917 - Dinu Lipatti, rumänischer Pianist und Komponist
- 1919 - Josef Stingl, deutscher Politiker und MdB, Chef der Bundesanstalt für Arbeit
- 1919 - Lennie Tristano, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1919 - Peter Abrahams, südafrikanischer Schriftsteller
- 1920 - Albert Stief, Minister der DDR
- 1923 - Oskar Fischer, Außenminister der DDR
- 1928 - Emil Handschin, schweizerischer Eishockeyspieler
- 1928 - Hans Küng, schweizerischer Theologe
- 1930 - Ornette Coleman, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1933 - Philip Roth, US-amerikanischer Romancier
- 1935 - Renée Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1936 - Ursula Andress, Schweizer Schauspielerin
- 1937 - Egon Krenz, Politiker der ehemaligen DDR
- 1937 - Moms Mabley, US-amerikanischer Komiker
- 1941 - Bruno Leonardo Gelber, argentinischer Pianist
- 1942 - Robin Luke, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Mario José Molina, US-amerikanischer Physiker
- 1943 - Mario Monti, für den Wettbewerb zuständige EU-Kommissar
- 1944 - Said Wilbert Musa, Politiker und Regierungschef in Belize
- 1944 - Uwe Holtz, Mitglied des UNO-Beirats für Armuts- und Umweltfragen
- 1946 - Joachim Sartorius, deutscher Jurist, Diplomat, Theaterintendant, Lyriker und Übersetzer
- 1946 - Paul Atkinson, britischer Musiker
- 1947 - Glenn Close, US-amerikanische Schauspielerin
- 1947 - Joseph-Theodor Blank, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Derek Longmuir, britischer Musiker
- 1952 - Joseph Borg, maltesischer Politiker und EU-Kommissar
- 1952 - Wolfgang Ambros, österreichischer Liedermacher des Austropop
- 1955 - Bongo, britischer Sänger
- 1955 - Bruce Willis, US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 - Clarence Henry, österreichischer Sänger
- 1959 - Terry Hall, britischer Sänger
- 1961 - Rune Bratseth, norwegischer Fußballspieler
- 1966 - Olaf Marschall, deutscher Fußballspieler
- 1969 - Connor Trinneer, US-amerikanischer Schauspieler
- 1973 - Wolfgang Ivens, deutscher Schauspieler
- 1976 - Alessandro Nesta, italienischer Fußballspieler
- 1976 - Rachel Blanchard, kanadische Schauspielerin

Gestorben


- 1286 - Alexander III., war von 1249 bis 1286 schottischer König
- 1314 - Jacques de Molay, Großmeister des Templerordens
- 1504 - Hans von Hallwyl, Schweizer Held
- 1610 - Salentin von Isenburg, Erzbischof von Köln
- 1637 - Peter Pázmány, ungarischer Philosoph und Theologe
- 1656 - Georg Calixt, deutscher Theologe
- 1687 - René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle, französischer Seefahrer
- 1721 - Klemens XI., Papst von 1700 bis 1721
- 1752 - Joseph Schmuzer, deutscher Baumeister und Stukkateur
- 1776 - Anton Ulrich, Prinz von Braunschweig, russischer General
- 1797 - Sophie von Kühn, war die Verlobte von Novalis
- 1814 - Johannes Albrecht, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1839 - Johann Stephan Schütze, deutscher Schriftsteller, gehörte zum Goethekreis
- 1862 - Wilhelm von Schadow, deutscher Maler
- 1871 - Wilhelm Ritter von Haidinger, österreichischer Geologe und Mineraloge
- 1875 - Jean Baptiste Vuillaume, französischer Geigenbauer
- 1884 - Elias Lönnrot, finnischer Mediziner
- 1887 - Józef Ignacy Kraszewski, polnischer Schriftsteller, Historiker und Publizist
- 1900 - Charles-Louis Hanon, französischer Pianist und Komponist
- 1916 - Rudolf Linnemann, Architekt, Innenarchitektur und Glasmaler
- 1919 - Sir Hugh Munro, britischer Bergsteiger
- 1929 - Agnes Sapper, deutsche Schriftstellerin
- 1930 - Arthur Balfour, 1. Earl of Balfour, britischer Politiker
- 1935 - Carl Duisberg, Chemiker und Industrieller
- 1945 - Marcel Callo, französischer Jugendarbeiter und NS-Opfer
- 1945 - Willem Jan Aalders, niederländischer Theologe
- 1950 - Edgar Rice Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1950 - Sir Walter Norman Haworth, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1951 - Dmytro Doroschenko, ukrainischer Historiker und Politiker
- 1953 - Georg Ritter von Hengl, deutscher General der Gebrigstruppe (Wehrmacht)
- 1965 - Gheorghe Gheorghiu-Dej, rumänischer Politiker und Staatspräsident
- 1968 - Alfred Baeumler, deutscher Philosoph und Pädagoge
- 1977 - Pehr Edman, schwedischer Biochemiker
- 1978 - Carlos Torre, mexikanischer Schachspieler
- 1978 - Gaston Maurice Julia, französischer Mathematiker
- 1978 - Herbert Günther, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1981 - Tampa Red, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1982 - Randy Rhoads, US-amerikanischer Gitarrist von Ozzy Osbourne
- 1987 - Louis-Victor de Broglie, französischer Wissenschaftler und Nobelpreisträger
- 1990 - Leopold Neumer, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1993 - Georges Garvarentz, französischer Komponist und Arrangeur
- 1996 - Colin Pittendrigh, US-amerikanischer Biologe und Mitbegründer der Chronobiologie
- 1998 - Klaus Havenstein, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Moderator
- 1999 - José Agustín Goytisolo, spanischer Dichter
- 2002 - Marco Biagi, italienischer Professor für Arbeitsrecht
- 2003 - Michael Mathias Prechtl, deutscher Maler, Illustrator und Karikaturist
- 2004 - Gerda Millowitsch, zweite Ehefrau von Willy Millowitsch
- 2004 - Josef Stingl, deutscher Politiker, Chef der Bundesanstalt für Arbeit
- 2004 - Leo Frank, österreichischer Krimi-Schriftsteller
- 2005 - John De Lorean, US-amerikanischer Sportwagenkonstrukteur

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Josef von Nazareth (katholisch, evangelisch, anglikanisch): In der Katholischen Kirche ein Hochfest, früher in katholischen Gebieten ein Feiertag

Siehe auch


- 18. März - 20. März
- 19. Februar - 19. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0319 ja:3月19日 ko:3월 19일 simple:March 19 th:19 มีนาคม

1776

Ereignisse


- 7. Mai: Uraufführung des Singspiels Der Barbier von Sevilla von Friedrich Ludwig Benda in Berlin
- 4. Juli: Mit der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika entstehen die Vereinigten Staaten von Amerika
- 9. Oktober: Erste Europäische Siedlung in San Francisco
- Bildung des Vizekönigtums von Buenos Aires
- Adam Smith veröffentlicht das weltverändernde Werk Wohlstand der Nationen
- Adam Weishaupt gründet den Illuminatenorden

Kultur


- Das Bolschoi-Theater wird eröffnet

Geboren


- 6. Januar: Ferdinand von Schill, preußischer Offizier,Freikorps-Führer († 1809)
- 24. Januar: E. T. A. Hoffmann, deutscher Romantiker († 1822)
- 24. Januar: Wilhelmine Halberstadt, deutsche Pädagogin und Schriftstellerin († 1841)
- 25. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und Publizist († 1848)
- 4. Februar: Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher († 1837)
- 14. Februar: Christian Gottfried Nees von Esenbeck, deutscher Botaniker und Naturphilosoph († 1858)
- 15. Februar: Jean-Pierre Boyer, Präsident von Haiti († 1850)
- 23. Februar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller († 1848)
- 10. März: Luise von Mecklenburg-Strelitz, preußische Königin († 1810)
- 12. März: Hester Stanhope, US-amerikanische Abenteurerin († 1839)
- 1. April: Sophie Germain, französische Mathematikerin († 1831)
- 8. April: Wassili Michailowitsch Golownin, russischer Marineoffizier und Wissenschaftler († 1831)
- 4. Mai: Johann Friedrich Herbart, deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge († 1841)
- 7. Mai: Dániel Berzsenyi, ungarischer Dichter († 1836)
- 8. Juni: Thomas Rickman, britischer Architekt († 1841)
- 11. Juni: John Constable, britischer Landschaftsmaler († 1837)
- 9. August: Amedeo Avogardro, italienischer Physiker und Chemiker († 1856)
- 14. August: Friedrich Tieck, deutscher Bildhauer († 1851)
- 15. August: Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist († 1841)
- 27. August: Barthold Georg Niebuhr, Historiker († 1831)
- 28. Oktober: Joachim Haspinger, Pfarrer und Tiroler Patriot († 1858)
- 19. Dezember: Edward Somerset, bedeutender britischer Kavalleriegeneral († 1842)
- 26. Dezember: Christian Friedrich Brendel, deutscher Bergingenieur († 1861)

Gestorben


- 2. Februar: Francis Hayman, britischer Maler (
- 1708)
- 19. März: Anton Ulrich (Prinz), war Prinz von Braunschweig (
- 1714)
- 24. März: John Harrison, Uhrmacher, Erfinder der Hemmung und der Temperaturkompensation (
- 1693)
- 26. April: Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt, erste Gattin des Zaren Paul I. (Russland) (
- 1755)
- 7. Mai: Maria Anna Josepha von Bayern, Frau des Markgrafen von Baden (
- 1734)
- 25. Mai: Johann Georg von Langen, deutscher Forst- und Oberjägermeister (
- 1699)
- 26. Juli: Benedicta Margareta von Löwendal, Unternehmerin (
- 1683)
- 25. August: David Hume, schottischer Philosoph und Historiker (
- 1711)
- 1. September: Ludwig Christoph Heinrich Hölty, deutscher Dichter (
- 1748)
- 1. September: Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie (
- 1723)
- 28. Oktober: Sophie von Sachsen-Hildburghausen, war Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld (
- 1760)
- 14. Dezember: Johann Jakob Breitinger, schweizerischer Philologe und Autor (
- 1701) ko:1776년 simple:1776

Ferdinand von Braunschweig

Prinz Ferdinand von Braunschweig (
- 12. Januar 1721 in Braunschweig; † 3. Juli 1792) war ein preußischer Generalfeldmarschall.

Leben

Generalfeldmarschall Prinz (Herzog) Ferdinand von Braunschweig wurde als vierter Sohn des Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig geboren. Er trat 1740 als Oberst und Chef eines Regiments in preußische Dienste und machte, da sein Regiment noch nicht völlig ausgerüstet war, als Freiwilliger den Feldzug von 1741 in Schlesien mit, wo er bei Mollwitz und bei Chotusitz an des Königs Friedrich II. Seite focht. Nach dem Frieden blieb er dessen Gesellschafter und Begleiter und wurde Generalmajor der Infanterie. Beim Ausbruch des Zweiten Schlesischen Kriegs ging er mit seinem Regiment unter dem Alten Dessauer nach Böhmen, wurde nach seiner Rückkehr zum Chef der Fußgarde befördert und begleitete 1745 den König zur Armee nach Schlesien. In der Schlacht bei Hohenfriedeberg am 4. Juni nahm er mit seiner Brigade das Dorf Thomaswalde und erstürmte, obwohl verwundet, bei Soor am 30. September eine vom Feind besetzte Höhe. Er genoss die besondere Gunst des Königs, der ihn nach Potsdam in Garnison legte und ihn auf seinen Inspektionsreisen mitnahm. 1750 zum Generalleutnant und 1752 zum Gouverneur der Festung Peitz in der Lausitz ernannt, wurde er 1755 in derselben Eigenschaft nach Magdeburg versetzt. Beim Ausbruch des Siebenjährigen Kriegs im August 1756 führte er eine der drei in Sachsen einrückenden Heersäulen der preußischen Armee, besetzte Leipzig und brach am 13. September nach Böhmen auf, wo er bei Lobositz am (1. Oktober) den rechten Flügel befehligte. Bei dem Einrücken in Böhmen im April 1757 führte er die Vorhut und trug viel zum Sieg bei Prag am 6. Mai bei, leitete auch später an der Stelle des Fürsten Moritz von Dessau die Belagerung dieser Stadt. In der Schlacht von Roßbach befehligte er den rechten Flügel, worauf er im November nach Aufhebung der Konvention von Kloster-Zeven als General der Infanterie den Oberbefehl über das verbündete Heer in Hannover erhielt. Er wusste dessen gesunkenen Mut so zu begeistern, dass es dem weit stärkeren französischen Heer gegenüber fast immer Sieger blieb. Nachdem er noch im Dezember 1757 den Marschall von Richelieu nach Celle zurückgedrängt hatte, trieb er dessen Nachfolger Graf Clermont im Frühjahr 1758 auf das linke Rheinufer zurück und schlug ihn in der Schlacht bei Krefeld am 23. Juni 1758; 1759 wurde er bei Bergen am 13. April geschlagen, brachte aber am 1. August dem französischen Feldherrn Marquis de Contades in der Schlacht bei Minden eine entscheidende Niederlage bei. Zwar konnte er nicht verhindern, dass die Franzosen 1760 Hessen wieder einnahmen; doch hielt er sie im folgenden Jahr durch die ihnen beigebrachte Niederlage bei Vellinghausen am 16. Juli im Schach. Den Feldzug von 1762 eröffnete er mit dem Überfall bei Wilhelmsthal am 24. Juni. Nach dem Friedensschluss trat er, zum Feldmarschall ernannt, in seine frühere Stellung als Gouverneur von Magdeburg und Chef eines Fußregiments zurück. Durch eine Spannung mit dem reizbaren König veranlasst, 1766 seine Entlassung zu nehmen, lebte er seitdem in Braunschweig oder auf seinem Lustschloss Vechelde. Künstler und Gelehrte fanden an ihm einen großmütigen Gönner, wie er denn überhaupt sehr wohltätig war. In der letzten Zeit seines Lebens ließ er sich durch Günstlinge und Betrüger zu manchen Missgriffen verleiten, die sich durch seine freimaurerischen Bestrebungen an ihn drängten.

Literatur

Sein Günstling Mauvillon errichtete ihm ein Denkmal in seiner Geschichte Ferdinands, erschienen 1794 in Leipzig, 2 Bände.
- Schaper, Vie militaire du maréchal prince Ferdinand, Magdeburg 1796, 2 Bde.
- von dem Knesebeck, Ferdinand, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, während des Siebenjährigen Kriegs, Hannover 1857, 2 Bde.
- Ferdinand von Westphalen: Geschichte der Feldzüge Herzog Ferdinands von Braunschweig-Lüneburg, Berlin 1859-72, 5 Bde. Kategorie:Mann Kategorie:Deutscher Kategorie:Welfen Kategorie:Geboren 1721 Kategorie:Gestorben 1792 Braunschweig Kategorie:Siebenjähriger Krieg (Person, Preußen) Kategorie:Freimaurer

1733

Ereignisse


- Charles du Fay unterscheidet nach seinen Untersuchungen zur Elektrizität zwei Sorten elektrischer Ladungen

Kultur


- 27. Januar: Uraufführung der Oper Sancio Panza governatore dell'isola Barattaria von Antonio Caldara am Teatrino di corte in Wien

Geboren


- 22. Januar: Philipp Carteret, englischer Seefahrer und Entdecker († 1796)
- 7. Februar: Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, frühklassizistischer Architekt († 1816)
- 25. Februar: Wilhelm René de l'Homme de Courbière, preußischer General († 1811)
- 5. März: Teruya Kanga Sakugawa, der bekannteste und wichtigste Meister des frühen okinawanischen Tode († 1815)
- 13. März: Joseph Priestley, britischer Naturwissenschaftler und Philosoph († 1804)
- 17. März: Carsten Niebuhr, deutsch-dänischer Forschungsreisender
- 18. März: Friedrich Nicolai, deutscher Schriftsteller und Verleger († 1811)
- 2. April: Giacomo Tritto, italienischer Komponist und Musiklehrer († 1824)
- 27. April: Josef Gottlieb Koelreuter, deutscher Botaniker und Professor für Naturgeschichte sowie Direktor der Hofgärten in Karlsruhe († 1806)
- 4. Mai: Jean Charles Borda, französischer Mathematiker und Seemann († 1799)
- 28. Mai: Cornelius Hermann von Ayrenhoff, Offizier, Autor († 1819)
- 5. September: Christoph Martin Wieland, deutscher Dichter und Übersetzer († 1813)
- 22. September: Anton Fils, deutscher Komponist († 1760)
- 14. Oktober: Charles Joseph de Croix, Graf Clerfait, österreichischer Feldmarschall († 1798)

Gestorben


- 17. Januar: George Byng, britischer Admiral (
- 1633)
- 1. Februar: August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen (
- 1670)
- 10. Mai: Jacob August Franckenstein, Professor und Redakteur (
- 1689)
- 10. Mai: Johann Burckhardt Mencke, Verleger und Herausgeber (
- 1674)
- 18. Mai: Georg Böhm, Komponist (
- 1661)
- 23. Juni: Johann Jakob Scheuchzer, Schweizer Arzt und Naturforscher (
- 1672)
- 11. September: François Couperin, war Organist und Komponist (
- 1668)
- 31. Oktober: Eberhard Ludwig, Herzog von Württemberg (
- 1676) ko:1733년

Anna Leopoldowna

Anna Leopoldowna, eigentlich Elisabeth Katharina Christine (
- 18. Dezember 1718 in Rostock; † 18. März 1746 in Cholmogory an der Dwina) war als Großfürstin Regentin Russlands von 1740 bis 1741. Anna Leopoldowna war eine Tochter Karl Leopolds von Mecklenburg und Katharina Iwanownas, einer Nichte der Zarin Anna Iwanowna. Ihren Namen nahm sie anlässlich ihres Übertrittes zur griechisch-orthodoxen Kirche im Jahre 1732 an. Im Jahre 1739 wurde sie mit dem Prinzen Anton Ulrich von Braunschweig (1714-1774) vermählt. Im Jahre 1740 gebar sie mit Iwan einen Sohn, der von der Zarin auf Betreiben ihres Favouriten Ernst Johann von Biron zum Nachfolger auf dem Zarenthron bestimmt wurde, um Biron dadurch die Regentschaft für den Minderjährigen zu ermöglichen. Nachdem Biron jedoch am 19. November durch Feldmarschall Münnich im Einverständnis mit Anna Leopoldowna gestürzt wurde, erklärte diese sich nunmehr unter dem Titel einer Großfürstin zur Regentin während ihres Sohns Minderjährigkeit. Sie ernannte Münnich zunächst zum Premierminister, zerstritt sich aber bald mit ihm, infolgedessen er am 13. März 1741 sein Amt niederlegte. Die Regentin zeigte sich ihrer Stellung nicht gewachsen, beschäftigte sich nur wenig mit den Staatsangelegenheiten und unterhielt ein Liebesverhältnis mit dem sächsischen Diplomaten Lynar. Es bildete sich bald eine Verschwörung mit dem Ziel, der Tante Anna Leopoldownas und Tochter Peters des Großen, Elisabeth Petrowna, den russischen Thron zu verschaffen. Die Verschwörung wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 1741 vollzogen, Elisabeth Petrowna bestieg als Elisabeth I. den russischen Zarenthron, während Anna Leopoldowna mit ihrem Gemahl und ihren Kindern zunächst nach Riga gebracht, dann nach Cholmogory an der Dwina verbannt wurde. Hier starb sie am 18. März 1746 bei der Geburt ihres fünften Kindes. Der unglückliche Zar Iwan VI. wurde 1756 nach Schlüsselburg gebracht und dort 1764 ermordet. Anton Ulrich von Braunschweig folgte ihr erst 1774 ins Grab.

Nachkommen


- Iwan VI. (1740-1764)
- Katharina (1741-1807)
- Elisabeth (1743-1782)
- Peter (1745-1798)
- Alexej (1746-1787)

Literatur


- Brückner Die Familie Braunschweig in Rußland (St. Petersburg 1876). Anna Leopoldowna Kategorie:Großfürst (Russland) Kategorie:Geboren 1718 Kategorie:Gestorben 1746 Kategorie:Haus Braunschweig

Russland

Russland (russisch Россия), bzw. Russische Föderation (russisch Российская Федерация, ) - beide Bezeichnungen sind gleichwertig - ist ein Staat in Osteuropa und Nordasien und der flächenmäßig größte Staat der Erde.

Geografie

Bild:Rs-map.png

Nachbarländer und Meere

Im Folgenden sind die an Russland angrenzenden Nachbarländer und Meere entgegen dem Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben. Das russische Kernland grenzt an die skandinavischen Staaten Norwegen (196 km) und Finnland (1340 km), gefolgt von einem kurzen Küstenstreifen zur Ostsee. Danach teilt sich Russland eine Grenze mit den baltischen Ländern Estland (294 km) und Lettland (217 km), weiter südlich gefolgt von Weißrussland (959 km) und der Ukraine (1576 km). Das Schwarze Meer trennt die europäischen Grenzen Russlands von denen zu Kleinasien. Im Kaukasus grenzen Georgien (723 km) und Aserbaidschan (284 km) an. Es folgt ein Küstenstreifen am Kaspischen Meer und eine lange gemeinsame Grenze mit der zentralasiatischen Republik Kasachstan (6846 km). In Ostasien grenzt Russland erstmals an die Volksrepublik China (etwa 40 km) und dann an die Mongolei (3485 km). Danach trifft das russische Hoheitsgebiet zum zweiten Mal mit der VR China zusammen (3605 km). Mit Nordkorea (19 km) besteht die letzte Landverbindung zu einem anderen Staat. Danach folgen die Küstenlinien zum Japanischen, dem Ochotskischen Meer, zum Pazifischen Ozean und schließlich zur Beringsee. Über die nur etwa 85 km schmale und 30 m bis 50 m tiefe Beringstraße ist Russland im äußersten Osten von seiner ehemaligen Kolonie Alaska (die 1867 an die USA verkauft wurde und seit 1959 offizieller Staat der USA ist) getrennt. Der gesamte nördliche Teil des Landes grenzt an den Arktischen Ozean. Dort befinden sich auch einige große und viele kleine Inseln, die ebenfalls zum russischen Staatsgebiet gehören. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 20.017 km, die Küstenlinie umfasst 37.653 km. Neben dem Kernland besitzt Russland noch zwei Exklaven:

Exklaven

Exklave Die größte russische Exklave ist der nördliche Teil des ehemaligen Ostpreußen, die heutige Oblast Kaliningrad (dt.: Königsberg). Die Exklave grenzt an Litauen (227 km) und Polen (206 km) und ist wie das Mutterland Ostsee-Anrainer. Sie beherbergt die gleichnamige Stadt Kaliningrad. Die zweite Exklave befindet sich in der Schweiz: das 1899 von Russland mit schweizer Genehmigung errichtete Suworow-Denkmal in der innerschweizerischen Schöllenenschlucht zählt zum russischen Hoheitsgebiet. Vermutlich wurde das nur 563 m² große Territorium an Russland übergeben, damit die Neutralitätsgesetze der Schweiz nicht verletzt werden. Der Exklavenstatus ist umstritten.

Strittige Gebiete

Südlich der russischen Halbinsel Kamtschatka liegt die Inselgruppe der Kurilen. Die Kette von etwa 30 Inseln erstreckt sich bis 4km vor die Küste Japans. Die Inseln standen seit 1875 unter japanischer Hoheit, als das sowjetische Russland sie 1945 im Zweiten Weltkrieg eroberte. Die südlichen Kurilen werden bis heute von Japan beansprucht. Seit 2004 laufen wieder Verhandlungen zwischen den beiden Staaten, die den Gebietsstreit beenden sollen. siehe auch: Kurilenkonflikt In der russischen Teilrepublik Tschetschenien versuchen islamische Unabhängigkeitsbewegungen, einen souveränen Staat zu errichten. De facto herrscht in der kaukasischen Republik seit 1994 permanenter Kriegszustand, wobei beide Seiten die Auseinandersetzung mit äußerster Härte austragen. Im Zusammenhang mit dem Konflikt stehen unter anderem die Geiselnahme in einem Theater in Moskau 2002 sowie die Geiselnahme von Beslan, bei der 2004 insgesamt 368 Menschen ums Leben kamen. Der Tschetschenienkonflikt stellt die gegenwärtig schwerste Krise Russlands dar und seine Lösung ist wahrscheinlich die größte Herausforderung der russischen Regierung. An dem Fluss Amur, der die Grenze Russlands zur VR China bildet, kam es v.a. während der Sowjetzeit zu diversen Auseinandersetzungen, die auch zu Grenzgefechten führten. Auch in der heutigen Zeit gibt es vereinzelt Gefechte zwischen russischen und chinesischen Grenzsoldaten. Da aber keine Seite offiziell Anspruch auf Gebiete jenseits des Flusses erhebt, werden diese Streitigkeiten nicht als ein schwerwiegender Konflikt betrachtet.

Großlandschaften

VR China Hauptartikel: Russische Großlandschaften Russland gliedert sich geografisch betrachtet hauptsächlich in die folgenden Großlandschaften (etwa in West-Ost-Richtung):
- Osteuropäische Ebene - westlich des Uralgebirges
- Westsibirisches Tiefland - östlich des Uralgebirges
- Nordsibirisches Tiefland - südlich des Arktischen Ozean
- Mittelsibirisches Bergland - zwischen Jenissei und Lena
- Südsibirische Gebirge - Gebirge im Süden Russlands (bzw. Sibiriens)
- Mitteljakutische Niederung - in der Fluss-Niederung der Lena
- Ostsibirisches Bergland - Gebirge östlich der Lena
- Ostsibirisches Tiefland - südlich der Ostsibirischen See

Flüsse und Ströme

Ostsibirischen See]] Sieben der zehn längsten europäischen Flüsse verlaufen durch russisches Staatsgebiet. An deren Spitze steht die Wolga. Sie ist der längste Fluss Europas und verläuft ausschließlich in Russland. Nach 3.531 km mündet sie schließlich ins Kaspische Meer. Als Wasserweg erfährt die Wolga besondere Bedeutung, da sie Nordeuropa mit Zentralasien verbindet. Mit 2.428 km Länge folgt der Ural. Er entspringt im gleichnamigen Gebirge und verläuft in Richtung Süden nach Kasachstan. Da er erst jenseits der kasachischen Grenze schiffbar wird, hat er für Russland nur geringe wirtschaftliche Bedeutung. Jedoch wird er allgemein als Innereurasische Grenze angesehen. Eine sehr große Bedeutung für die slawischen Staaten besitzt dagegen der Dnepr (auch Dnjepr genannt). Der Strom entsteht westlich von Moskau und fließt anschließend durch Weißrussland und die Ukraine, wo er ins Schwarze Meer mündet. Über den Dnepr-Bug-Kanal ist er mit dem polnischen Fluss Bug und mit Weichsel und Memel verbunden, was den Dnepr zu einer äußerst wichtigen Wasserstraße macht. In Asien verläuft der 2.824 km lange Amur. Er bildet seit 1689 die Grenze zwischen Russland und der Volksrepublik China. Weitere wichtige Flüsse und Ströme sind (alphabetisch sortiert); die bedeutsamsten Flüsse sind kursiv gedruckt): Angara, Bureja, Chor, Don, Düna, Indigirka, Irtysch, Jenissei, Kama, Kolyma, Kuban, Lena, Memel, Moskwa, Newa, Ob, Oka, Petschora, Pregel, Seja, Selenga, Tobol, Tschulym, Steinige und Untere Tunguska, Ussuri, Wjatka, Wolchow.

Gebirge und Berge

Die bedeutendsten Gebirge in Russland sind (alphabetisch sortiert): Altai, Baikalgebirge, Chibinen, Kaukasus, Kolymagebirge, Putoranagebirge, Sajangebirge, Stanowojgebirge, Stanowojhochland, Tannu-ola-Gebirge, Tscherskigebirge, Ural, Werchojansker Gebirge. Der höchste Berg in Russland ist der Elbrus (5.642 m) im Kaukasus.

Städte

Die größten Städte Russlands sind Moskau (10,10 Mio.), Sankt Petersburg (4,66 Mio), Nowosibirsk (1,42 Mio), Nischni Nowgorod (1,35 Mio), Jekaterinburg (1,26 Mio), Samara (1,16 Mio), Omsk (1,15 Mio) und Wolgograd (1,2 Mio). Siehe auch: Liste der Städte in Russland

Klima

Große Teile des Landes sind vom Kontinentalklima mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern geprägt. Die vier Klimastationen Moskau, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Bomnak liegen alle etwa auf 55° nördlicher Breite von West nach Ost. An ihnen lässt sich die zunehmende Kontinentalität mit immer ausgeprägteren Differenzen zwischen dem wärmsten und kältesten Monat des Jahres gut erkennen. Im Nordosten Sibiriens - beim Ort Oimjakon - liegt der Kältepol der Nordhalbkugel. Bild:Klima_moskau.png|Klimadiagramm Moskau Bild:Klima_jekaterinburg.png|Klimadiagramm Jekaterinburg Bild:Klima_novosibirsk.png|Klimadiagramm Nowosibirsk Bild:Klima_bomnak.png|Klimadiagramm Bomnak Die Klima- und Vegetationszonen verlaufen in Russland weitgehend breitenkreisparallel, so dass stark schematisiert folgende Nord-Süd-Abfolge entsteht:

Bevölkerung

breitenkreis] Russland ist ein Vielvölkerstaat. So leben neben den Russen, die mit 80,0 % die Mehrheit der Bevölkerung stellen, noch fast 100 andere Völker auf dem Gebiet des Landes. Größere Minderheiten sind die Tataren (4,0 %), die Ukrainer (2,2 %), die Tschuwaschen (1,5 %), die Baschkiren (1,4 %), die Wolgadeutschen (0,8%) und andere. Zu den kleineren Minderheiten zählen beispielsweise die Mescheten und die Juden. Sie sprechen meistens Sprachen aus dem Kreis der Uralische Sprachen (Samojedische Sprachen), Altaiische Sprachen und Paläosibirische Sprachen. Siehe: Indigene Völker des russischen Nordens, Sibiriens und des russischen Fernen Ostens Für viele nicht-russische Völker wurden Republiken mit weitgehender Autonomie errichtet. In den letzten Jahren erlebt Russland einen deutlichen Bevölkerungsrückgang von etwa 750.000 Einwohnern pro Jahr. Dennoch ist Russland das zweitwichtigste Einwanderungsland der Welt. Herkunftsländer sind hierbei vor allem die ärmeren, südlichen ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens und des Kaukasus, aber in zunehmender Zahl auch Afrika und Südostasien. Die Mehrheit der Einwanderer stellen bisher jedoch die Russen, die während der Sowjetzeit in anderen Teilrepubliken angesiedelt wurden und nun mit ihren Familien nach Russland zurückkehren. Russisch ist die einzige überall geltende Amtssprache, parallel dazu wird in den einzelnen autonomen Republiken oftmals die jeweilige Volkssprache als zweite Amtssprache verwendet. Das kyrillische Alphabet ist die einzige offizielle Schrift und es besteht die Richtlinie, dass alle jeweiligen Sprachen in Kyrillisch zu schreiben sind. Gegen diese Regelung erhob sich in den vergangenen Jahren mehrmals Widerstand, z. B. von Seiten der Tataren. Die russisch-orthodoxe Kirche bildet die vorherrschende christliche Gruppe in der Föderation der über 60 % der Bevölkerung angehört. Allerdings ist die Zahl der Konfessionslosen mit über 25 % sehr hoch; zu anderen Religionen zählen der Islam (knapp 12 %) und in kleinerem Maße verschiedene protestantische Richtungen (1 Millionen Menschen) (darunter die ELKRAS), die katholische Kirche (ebenfalls rund 1 Millionen Menschen), der Buddhismus (über 1 Millionen) und der Judentum (800000). 73 % der Russen leben in Städten.

Bevölkerungswachstum

Russland verliert ca. 365.000 Einwohner im Jahr (ca. 1.000 Einwohner am Tag). Die Bevölkerungsdichte war 2004 8,46 Einwohner/km², im Jahr 2005 ist diese noch 8,40 Einwohner/km².

Geschichte

Judentum Judentum Judentum Judentum Hauptartikel: Geschichte Russlands

Etymologie

Der alte ostslawische Name für das Gebiet des von Slawen bewohnten Teils des europäischen Russlands, Weißrusslands und der Ukraine war Rus (siehe Kiewer Rus), der davon abgeleitete mittelalterliche lateinische Name war Ruthenia, in latinisierter slawischer Version Russia (ab dem frühen 18. Jahrhundert Rossija). Wörtlich übersetzt bedeutet Rossijskaja Federazija ‚Russländische Föderation‘ (von Rossija ‚Russland‘). Man hat bewusst nicht Russkaja Federazija (‚Russische Föderation‘) als Staatsbezeichnung gewählt, um auch die nicht-russischen Ethnien einzubeziehen. Ist von dem russischen Volk oder der russischsprachigen Kultur die Rede, spricht man daher im Russischen von russkij (‚russisch‘). Ist dagegen von den Staat Russland betreffenden Sachverhalten die Rede, verwendet man das Adjektiv rossijskij (‚russländisch‘).

Entstehung

Die früheste Geschichte des eigentlichen, europäischen Russlands (für die Geschichte des asiatischen Teils, siehe Geschichte Sibiriens) ist im Norden geprägt von finno-ugrischen Völkern und Balten, und im Süden von den indogermanischen Steppenvölkern des Kurganvolks, der Kimmerier, Skythen, Sarmaten und Alanen; später kamen hier noch Griechen, Goten, Hunnen und Awaren hinzu. In der Mitte, zwischen Dnjepr und Bug, fand die Ethnogenese der slawischen Völker statt, die sich ab dem 6. Jahrhundert auch nach Norden und Osten auszudehnen begannen. Ab dem 8. Jahrhundert befuhren schwedische Wikinger die osteuropäischen Flüsse, gründeten Städte und Siedlungen und vermischten sich mit der slawischen Vorbevölkerung. Diese auch Waräger oder Rus genannten Kriegerkaufleute waren maßgeblich an der Gründung des ersten ostslawischen Staates, der "Kiewer Rus" mit Zentren in Kiew und Nowgorod, beteiligt. Im südlichen Steppengebiet und an der Wolga waren hingegen Reiche der aus Asien eingeströmten Turkvölker der Chasaren und Wolgabulgaren entstanden, mit denen die Rus Handel trieben, aber auch mehrfach Kriege führten. Intensive Kontakte mit dem Byzantinischen Reich führten schließlich 988 zur orthodoxen Christianisierung der Kiewer Rus. Aufgrund des ungünstigen Senioratsprinzips bei der Regelung der Erbfolge begann die Kiewer Rus im 12. Jahrhundert zu zerfallen, was es den ab 1223 einfallenden Mongolen erleichterte, die zerstrittenen russischen Fürstentümer zu unterwerfen. Die Goldene Horde beherrschte nun für zwei Jahrhunderte einen großen Teil der Rus, ein anderer Teil wurde dem Großfürstentum Litauen und später Polen-Litauen eingegliedert. Das Großfürstentum Moskau konnte sich schließlich von der mongolischen Fremdherrschaft befreien, und Großfürst Iwan IV. ließ sich 1547 zum ersten "Zar der ganzen Rus" krönen. Unter seiner Herrschaft begann auch die Eroberung Sibiriens, die russische Kosaken erstmals im 17. Jahrhundert bis an den Pazifik brachte.

Öffnung Russlands unter Peter dem Großen

An der Wende zum 18. Jahrhundert öffnete Zar Peter der Große das teilweise in mittelalterlichen Strukturen erstarrte russische Reich westeuropäischen Einflüssen und förderte Wissenschaft und Kultur. 1703 gründet er die Stadt Sankt Petersburg, die das Symbol für den russischen Fortschritt werden sollte. Mit dem Sieg gegen Schweden im über 20 Jahre währenden Großen Nordischen Krieg und der damit erlangten Vormachtstellung im Ostseeraum, machte er Russland zu einer gesamteuropäischen Großmacht. Zarin Katharina die Große ging Peters Weg weiter und betrieb konsequent Expansionspolitik, im Laufe derer sie die Schwarzmeerküste vom Osmanischen Reich eroberte (Neurussland) und sich an den Teilungen Polens beteiligte. 1812 fielen Napoleons Truppen in Russland ein und eroberten Moskau, wurden schließlich jedoch vernichtend geschlagen. Bald darauf zog Zar Alexander I. als "Retter Europas" in Paris ein. Russland war nun die führende Macht in Europa und erlebte ein goldenes Zeitalter. Ab 1825 gab es im unzufriedenen Volk, in den annektierten Gebieten (Polen,Litauen etc.) und bei der Intelligenzija immer wieder Aufstände, Unruhen und Attentate (siehe Dekabristen), und in den 1860er Jahren kam es zur Aufhebung der Leibeigenschaft. Trotz erheblicher Industrieproduktion (Stahl, Kohle, Öl, Militärbedarf) geriet Russland immer mehr ins Hintertreffen gegenüber den westeuropäischen Großmächten. Der Grund hierfür war die Ineffizienz des staatlich kontrollierten Aufbaus der Industrie, der nur in den städtische Ballungszentren vorangetrieben wurde. Während in den großen Städten wie Moskau und St. Petersburg aufgrund der Landflucht ein Industrieproletariat entstand, verharrte das übrige Land in Armut und der Rechts- und Sozialordnung der Feudalgesellschaft. Die Industrialisierung drang nicht in die ländlichen Provinzen des Riesenreichs vor, sondern beschränkte sich hauptsächlich auf Moskau, Sankt Petersburg, Warschau und Lodz. Mangelnde Infrastruktur, die Armut der Arbeiter und Bauern und die fehlende Demokratisierung bereiteten große Probleme, wie das Zarenreich erstmals im Krimkrieg und schließlich 1905 bei der Niederlage gegen Japan schmerzlichst erfahren musste. Allerdings war Zar Nikolaus II. nicht bereit, grundlegende Reformen einzuleiten. So ließ er ein weitgehend funktionsloses Parlament, die Duma, das er notgedrungen genehmigt hatte, nur kurze Zeit später wieder auflösen.

Der Russische Bürgerkrieg

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, erfasste das Land neuerlich eine patriotische Welle. Die anfänglichen Erfolge, vor allem gegen Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich, wurden jedoch bald abgelöst von einem zermürbenden Stellungskrieg, bis schließlich 1917 die Moral der russischen Soldaten nachgab und die Front zusammenbrach. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung und die desolate Versorgungslage waren die Ursachen, und der Zar wurde zum Abdanken gezwungen. Eine bürgerliche Regierung unter Alexander Kerenski kam an die Macht. Seiner Herrschaft machte kurz darauf die von Lenin und den Bolschewiki initiierte Oktoberrevolution ein Ende. Aus dem darauf folgenden