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Antonio Bertali
Antonio Bertali ( - März 1605 in Verona; † 17. April 1669 in Wien) war ein italienisch-österreichischer Barock-Komponist und Violinist.
An der Kathedrale seiner Heimatstadt erhielt er seine musikalische Ausbildung. Ab 1622 war er in Diensten des Erzherzogs Karl Josef. 1624 wechselte er in den kaiserlichen Dienst an den Wiener Hof, wo er 1649 unter Ferdinand III. und als Nachfolger von Giovanni Valentini Kapellmeister wurde.
Sein Stil war norditalienisch, er komponierte Opern, Oratorien und Instrumentalmusiken. Mit seinen Opern trug er maßgeblich zur Festigung der italienischen Operntradition in Wien bei.
Werke
Etwa die Hälfte seines umfangreichen Werkes ist verschollen, in den Beständen der Wiener Hofbibliothek und in der Bibliothek des Klosters Kremsmünster sind noch zahlreiche Autographen und Kopien aus der Hand von Bertalis Zeitgenossen Pavel Vejvanovksy erhalten.
Vokal
: - Weltliche und kirchliche Kantaten, Motetten, u.A. "Donna real" (1631) für die Hochzeitsfeier 1631 des künftigen Kaisers mit der Infantin von Spanien.
: - Missa Ratisbonensis (1636)
: - Lamento della regina d'Inghiterra
: - Requiem pro Ferdinando II (1637)
: - Mehr als 50 "Introitus"
Opern
: - L'inganno d'amore; 1653 Regensburg
: - Theti favola dramatica; 13. Juli 1656 Wien
: - Il re Gilidoro favola; 19. Febr. 1659 Wien
: - La magia delusa; 4. Juni 1660
: - Gli amori d'Apollo con Clizia; 1. März 1661 Wien
: - Il Ciro crescente 3 Intermezzi zu Il pastor fido; 14. Juni 1661 Park des Schlosses Laxenburg
: - La Zenobia di Radamisto; 18. Nov. 1662
: - L'Alcindo; 20. Apr. 1665 Wien
: - La contesa dell'aria e dell'acqua festa a cavallo; 24. Jan. 1667 Wien
Instrumental
: - Sonata Leopoldus I.
: - Tausend Gülden Sonate
: - Ciaconna in C-Dur für Violine und B.C.
Sowie unzählige weitere Sonaten, Sonatellas und Suiten a 3, 4, 5, 6.
[http://www.geocities.com/dun69ders/Bertali.html Umfangreiche Auflistung der Werke Bertali's]
Online Partituren
- [http://icking-music-archive.org/ByComposer/Bertali.html Sonata a 6 violis 1664]
Bertali, Antonio
Bertali, Antonio
Bertali, Antonio
Bertali, Antonio
Bertali, Antonio
1605
Politik und Weltgeschehen
- In Straßburg erscheint die erste Wochenzeitung, Johann Carolus ersucht um Schutz vor dem Nachdruck seiner Nachrichtenblätter
- Stanislaus Kostka wird selig gesprochen
- Miguel de Cervantes erster Teil von Don Quijote erscheint
- 1. April: Alessandro Ottaviano de'Medici wird Papst Leo XI.
- 2. April: Attentatspläne von Guy Fawkes gegen den König von England James I. aufgedeckt
- 16. Mai: Camillo Borghese wird Papst Paul V.
- 5. November: Guy Fawkes initiert den Gunpowder Plot
- 17. Januar: Friedrich von Logau, Dichter des Barock († 1655)
- 8. April: Philipp IV. (Spanien), König von Spanien, Neapel und Sizilien und als Philipp III († 1665)
- 18. April: Giacomo Carissimi, italienischer Komponist († 1674)
- 27. Mai: Konrad Balthasar Pichtel, Jurist und Hofbeamter
- 29. Juli: Simon Dach, deutscher Dichter († 1659)
- 6. August: Johann Philipp von Schönborn, Erzbischof des Bistums Mainz († 1673)
- 23. September: Daniel Czepko, deutscher Dichter, († 1660)
- 19. Oktober: Thomas Browne, englischer Philosoph († 1682)
- 22. Oktober: Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne, duc de Bouillon, französischer General († 1652)
- 22. Dezember: Balthasar Rösler, deutscher Markscheider († 1673)
- 3. März: Clemens VIII. (Papst), war unter dem Namen Clemens VIII. Papst von 1592 bis 1605 ( - 1536)
- 17. März: Pieter Bast, niederländischer Zeichner, Kupferstecher und Kartograf ( - um 1570)
- 26. März: Jakob Ayrer, deutscher Schriftsteller ( - um 1544)
- 25. April: Naresuan, König von Ayutthaya in Thailand ( - 1555)
- 27. April: Leo XI., Papst ( - 1535)
- 4. Mai: Ulisse Aldrovandi, auch bekannt als Ulysses Aldrovandus (kurz Aldrovandus) italienischer Arzt und Naturforscher ( - 1522)
- 7. Mai: Johann Hermann, Mediziner ( - 1527)
- 15. Oktober: Jalaluddin Muhammad Akbar, Sohn Humayuns, Großmogul von Indien in den Jahren 1556–1605 ( - 1542)
- 29. Dezember: John Davis, englischer Seefahrer und Entdecker ( - 1550)
ko:1605년
simple:1605
17. AprilDer 17. April ist der 107. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 108. in Schaltjahren) - somit bleiben 258 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1492 - Columbus erhält von Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón die Erlaubnis und finanzielle Unterstützung zu seiner ersten Entdeckerreise aufzubrechen und damit Gewürze aus Indien zu besorgen.
Gewürze
- 1895 - Der Frieden von Shimonoseki beendet den Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg.
- 1945 - Befreiung des kroatischen Konzentrationslagers Jasenovac durch jugoslawische Partisanenverbände.
- 1945 - Im Wiener Schottenstift wird die Österreichische Volkspartei gegründet.
- 1956 - In Bulgarien wird Anton Jugov Regierungspräsident.
- 1958 - Die erste Weltausstellung seit 1939 wird in Brüssel eröffnet. Das aus diesem Anlass gebaute Atomium wird zum Wahrzeichen der Stadt.
- 1961 - Die Invasion Kubas an der Schweinebucht, durchgeführt von Exilkubanern unter der Regie der CIA und von der US-Army unterstützt, beginnt und scheitert vier Tage später.
- 1969 - Alexander Dubček muss – als Vater des "Prager Frühlings" – seine Funktion als Chef der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei auf sowjetischen Druck Gustáv Husák überlassen.
- 1971 - Libyen, Syrien und Ägypten gründen die "Federation der Arabischen Republiken".
- 1975 - Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh wird von den "Khmer Rouge" (frz. für Rote Khmer) unter Pol Pot eingenommen.
- 1979 - Die erste Kiosk-Ausgabe der linksalternativen überregionalen Tageszeitung "taz" erscheint in Berlin.
- 1982 - Kanada erhält die volle Souveränität von Großbritannien.
- 1984 - Antigua und Barbuda. Vere Cornwall Bird wird als Premierminister in seinem Amt bestätigt.
- 1988 - In einer Militäroperation der USA gegen den Iran werden 2 Ölbohrinseln zerstört.
- 1992 - Armenien tritt der OSZE bei.
- 1996 - Der erste Eintrag des Heise News-Tickers erscheint.
- 2002 - Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf tritt nach knapp 12 Jahren Amtszeit und verstärkt auftretender Kritik an seinem Führungsstil vorzeitig zurück und überlässt das Amt dem CDU-Politiker Georg Milbradt.
- 2003 - In Finnland wird Anneli Jäätteenmäki Regierungschefin (für 63 Tage)
- 2004 - Ivan Gašparovič, der frühere Vertraute von Vladimír Mečiar, gewinnt gegen diesen die Stichwahl der slowakischen Präsidentschaftswahlen mit 59,91% der Stimmen. Das Amt selbst tritt er am 15. Juni 2004 an.
Wirtschaft
- 1919 - Die Filmproduktionsgesellschaft "United Artists" wird von US-amerikanischen Filmstars, so Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks und dem Regisseur David Wark Griffith, gegründet.
Wissenschaft und Technik
- 1929 - Inbetriebnahme der Nord-Süd-Leitung, der ersten mit einer Spannung von 220 kV betriebenen Hochspannungsleitung in Deutschland und der ersten Verbundleitung der Welt.
Kultur
- 1907 - "Ein Traumspiel", eine "dramatisch-lyrische Phantasie" von August Strindberg, wird in Stockholm uraufgeführt.
Religion
- 1521 - Martin Luther sagt auf dem Reichstag zu Worms: "Hier stehe ich und kann nicht anders."
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Katastrophen
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
- 593 - Jomei, Kaiser von Japan († 641)
- 1539 - Tobias Stimmer, schweizerischer Maler
- 1573 - Maximilian I., Kurfürst von Bayern
- 1649 - Meinrad Guggenbichler, Barock-Bildhauer
- 1741 - Johann Gottlieb Naumann, deutscher Komponist
- 1774 - Václav Jan Křitel Tomášek, böhmischer Komponist
- 1786 - Charles-Angélique Huchet, comte de Labédoyère, französischer Generalleutnant
- 1804 - Jim Bridger, US-amerikanischer Trapper, Scout und Entdecker
- 1818 - Nikolaus I., russischer Zar
- 1837 - John Pierpont Morgan, US-amerikanischer Unternehmer und Bankier
- 1843 - Camillo Sitte, österreichischer Architekt und Städteplaner
- 1853 - Arthur Moritz Schönflies, deutscher Mathematiker
- 1864 - Karl Henckell, deutscher Schriftsteller
- 1866 - Ernest Starling, britischer Physiologe
- 1870 - Max Berg, deutscher Architekt
- 1880 - Arthur Trebitsch, österreichischer Schriftsteller und Philosoph
- 1881 - Anton Wildgans, österreichischer Dramatiker und Lyriker
- 1882 - Artur Schnabel, österreichischer Pianist und Komponist
- 1885 - Tania Blixen, dänische Schriftstellerin
- 1885 - Toine van Renterghem, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - Jan Vos, niederländischer Fußballspieler
- 1889 - Joseph Georg Oberkofler, österreichischer Jurist, Erzähler und Lyriker
- 1890 - Carl Krayl, deutscher Architekt
- 1894 - Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, sowjetischer Staatsmann
- 1897 - Thornton Wilder, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1900 - Gebhard Müller, deutscher Politiker und Jurist
- 1916 - Helenio Herrera, argentinischer Fußballtrainer
- 1918 - William Holden, US-amerikanischer Filmschaupieler
- 1923 - Lindsay Anderson, britischer Regisseur
- 1929 - James Last, deutscher Orchesterleiter
- 1930 - Alexander Graves, US-amerikanischer Sänger
- 1930 - Chris Barber, britischer Posaunist und Bandleader
- 1931 - Bill Ramsey, US-amerikanisch-deutscher Jazz- und Schlagersänger
- 1931 - Hilmar Thate, deutscher Schauspieler
- 1932 - Rolf Schneider, deutscher Schriftsteller
- 1933 - Joachim Kroll, deutscher Serienmörder
- 1940 - Anja Silja, deutsche Sopranistin
- 1940 - Walter Klaiber, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche von Deutschland bis März 2005
- 1941 - Billy Fury, britischer Sänger
- 1942 - Lisa Seuster, deutsche SPD-Politikerin und MdB
- 1946 - Georges Köhler, deutscher Biologe
- 1947 - Achim Großmann, deutscher SPD-Politiker
- 1947 - Albert Deß, deutscher CSU-Politiker und MdB
- 1951 - Horst Hrubesch, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1954 - Riccardo Patrese, italienischer Formel-1-Fahrer
- 1959 - Sean Bean, britischer Schauspieler
- 1964 - Maynard James Keenan, US-amerikanischer Sänger
- 1970 - Petr Borkovec, Dichter, Übersetzer und Kulturredakteur
- 1972 - Jennifer Garner, US-amerikanische Schauspielerin
- 1974 - Victoria Beckham, britische Popsängerin der Spice Girls
Gestorben
Victoria Beckham
- 166 - (?) Anicetus, römischer Bischof und Märtyrer
- 744 - Kalif al-Walid II.
- 1183 - Eberhard von Wolfegg, deutscher Prämonstratenser, katholischer Heiliger
- 1457 - Wartislaw IX. (Pommern-Wolgast)
- 1539 - Georg der Bärtige, Herzog von Sachsen
- 1628 - Rudolf Christian (Ostfriesland), regierte als Graf von Ostfriesland ab 1625
- 1695 - Juana Inés de la Cruz, mexikanische Nonne und Dichterin
- 1711 - Joseph I. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
- 1713 - David Hollaz, deutscher protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker)
- 1714 - Philipp Heinrich Erlebach, barocker Komponist
- 1742 - Arvid Horn, Premierminister von Schweden 1710-1738
Arvid Horn
- 1761 - Thomas Bayes, englischer Mathematiker und presbyterianischer Pfarrer
- 1764 - Johann Mattheson, deutscher Komponist und Gelehrter
- 1790 - Benjamin Franklin, nordamerikanischer Politiker
- 1809 - Johann Christian Kittel, deutscher Komponist und Organist
- 1837 - Emil Friedrich I. zu Bentheim-Tecklenburg, Landesherr über die Grafschaft Bentheim
- 1839 - Johanna Schopenhauer, deutsche Schriftstellerin
- 1862 - William Wilson, britischer Maschineningenieur
- 1863 - John Colborne, britischer Feldmarschall und Kolonialverwalter
- 1874 - Eugen von Puttkamer, deutscher Jurist
- 1878 - Luigi Bienaimé, italienischer Bildhauer
- 1885 - Emmy von Rhoden, deutsche Schriftstellerin ("Der Trotzkopf")
- 1892 - Alexander Mackenzie, kanadischer Politiker und Premierminister
- 1899 - Jan Balatka, US-amerikanischer Komponist
- 1899 - Wilhelm Jordan, deutscher Geodät und Mathematiker
- 1918 - William Hope Hodgson, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 1933 - Harriet Brooks, kanadische Atomphysiker
- 1944 - Max Josef Metzger, katholischer Priester und NS-Opfer
- 1955 - Fernand Léger, französischer Maler, Grafiker, Keramiker
- 1960 - Eddie Cochran, US-amerikanischer Musiker
- 1965 - Roman Lampl, deutscher Politiker
- 1969 - Emilio Arenales Catalán, guatemaltekischer Politiker
- 1970 - Michal Kalecki, polnischer Ökonom
- 1975 - Sarvepalli Radhakrishnan, indischer Philosoph und Staatspräsident
- 1977 - William John Conway, Kardinal und Erzbischof von Armagh
- 1978 - Ewald Balser, deutscher Schauspieler
- 1983 - Felix Pappalardi, US-amerikanischer Musiker
- 1988 - Patrick Mphephu, erster Präsident des Homelands Venda
- 1990 - Karl Walz, deutscher Politiker
- 1993 - Turgut Özal, Staats- und Ministerpräsident der Türkei
- 1996 - Paul Bleiß, deutscher Politiker
- 1997 - Chaim Herzog, israelischer Staatspräsident
- 1998 - Alberto Bovone, italienischer Kardinal
- 1998 - Linda McCartney, britische Fotografin, Ehefrau von Paul McCartney
- 2001 - Vera Brühne, mutmaßliche Doppelmörderin
- 2003 - Hilde Sessak, deutsche Schauspielerin
- 2003 - John Paul Getty, britischer Millionär
- 2003 - Jozef Stefaan Schell, belgischer Biochemiker
- 2003 - Robert Atkins, US-amerikanischer Kardiologe und Ernährungswissenschaftler
- 2004 - Abd al-Aziz ar-Rantisi, palästinensicher Generalkommandant der Hamas
- 2004 - Anke Hartnagel, deutsche Politikerin MdB
- 2004 - Edmond Pidoux, schweizerischer Schriftsteller
- 2004 - Karin Eickelbaum, deutsche Schauspielerin
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Syrien (Unabhängigkeitstag von 1946)
- Anicetus - Papst
- Eberhard - Eberhard von Wolfegg, Prämonstratenser (katholisch)
- Max - Max Joseph Metzger, Gründer u.a. des "Friedensbundes deutscher Katholiken", durch die Nationalsozialisten hingerichtet (katholisch, evangelisch)
- Rudolf - Rudolf von Bern ("das Kind", dessen Tod 1294 aus antisemitischen Beweggründen den Juden angelastet wurde)
- Wando - Wando von Fontenelle, Abt in Fontenelle; († um 756)
Siehe auch
- 16. April - 18. April
- 17. März - 17. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0417
ja:4月17日
ko:4월 17일
simple:April 17
th:17 เมษายน
Wien
Wien ist die Bundeshauptstadt und zugleich ein Land der Republik Österreich. Wien hat 1.631.082 Einwohner, im Großraum Wien leben etwa 2 Millionen Menschen.
Die Wahrzeichen von Wien sind der Stephansdom und das Wiener Riesenrad im Prater.
Wien ist Sitz verschiedener internationaler Organisationen, wie der OPEC, der OSZE oder der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, sowie dritte UNO-Stadt.
Die Innenstadt von Wien wurde im Dezember 2001 auf Antrag der Republik Österreich von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Geografie
Gliederung
Wien ist in 23 Bezirke unterteilt (siehe Wiener Gemeindebezirke)
Durch Wien fließt die Donau und der Fluss Wien. Die Stadt liegt 60 km vor der Grenze zur Slowakei und der slowakischen Hauptstadt Bratislava. (Wien und Bratislava sind die einander nächstliegenden Hauptstädte der Welt, wenn man vom Sonderfall Vatikan in Rom absieht.)
Von der gesamten Fläche Wiens ist ungefähr Hälfte Grünland, davon gehört im Westen ein großer Teil zum Wienerwald, während im Nordosten die unbebauten Flächen zum Marchfeld zählen und landwirtschaftlich genutzt werden. An den nordwestlichen Hängen befindet sich auch die Weinbauregion Wien.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Wiens
Erste Besiedelungen lassen sich bereits 2000 v. Chr. nachweisen. Die Kelten nannten die Stadt Vedunia, die Römer sprachen von Vindobona. Unter den Babenbergern erlebte Wien einen ersten Aufschwung, doch Weltgeltung verschaffte der Stadt erst die Herrschaft der Habsburger, die Wien als Hauptsitz auserwählten.
Tourismus
Dank zahlreicher Prunkbauten aus der Kaiserzeit, vielfältiger Kulturangebote, und nicht zuletzt auch dank des Rufes als Musikhauptstadt, den Wien aufgrund des Schaffens zahlreicher berühmter klassischer Musiker, wie Beethoven oder Mozart, erhielt, ist die Stadt weltweit bekannt und ein beliebtes Touristenziel. Fiaker kutschieren Gäste durch die zum Weltkulturerbe zählende Innenstadt, in dessen Zentrum sich der Stephansdom befindet. In direkter Umgebung finden sich hier auch die Staatsoper, die Kärntnerstraße, welche die am stärksten frequentierte Fußgängerzone Österreichs ist, sowie berühmte Konditoreien und Hotels und die prunkvolle Ringstraße, welche die Innenstadt umgibt.
Viele Touristen kommen im Dezember, wenn die Stadt mit seinen Weihnachtsmärkten aufwarten kann. Aber die meisten der Wiener Sehenswürdigkeiten sind ganzjährig zu besuchen, wie etwa das Schloss Schönbrunn, der Prater oder die Opernhäuser und Museen. Bei U-Bahn-Bauarbeiten stieß man in der Innenstadt bereits mehrmals auf Relikte früherer Besiedelung, darunter die aus dem 13. Jahrhundert stammende Virgilkapelle unter dem Stephansplatz, welche nun ebenso wie die anderen Funde als Sehenswürdigkeiten in den U-Bahn-Stationen betrachtet werden können. Den größten Anteil an den Nächtigungen machen deutsche Touristen mit 1,8 Mio. aus, gefolgt von den Italienern (618.000), US-Amerikanern (586.000), Briten (373.000), Japanern (321.000), Spaniern (315.000), Schweizern (inkl. Liechtenstein, 282.000), Franzosen (inkl. Monaco, 241.000) und den Niederländern (153.000). Der Anteil osteuropäischer und amerikanischer Touristen ist stark gestiegen. 2004 konnte Wien 7,8 Mio. Übernachtungen verbuchen, wovon nur rund 1,26 Mio. auf Österreicher zurückzuführen sind.
Bevölkerung
Die meisten Menschen, mehr als zwei Millionen, bevölkerten Wien zu Zeiten der k.u.k.-Herrschaft kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die lange Zeit als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates war es auch, die Wien zu dem machte, was es auch heute noch ist: Ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Die Nachfahren der vielen Menschen, die damals aus allen möglichen Regionen des k.u.k. Herrschaftsgebietes in ihre Hauptstadt gezogen waren, leben heute als Wiener wie sie im Buche stehen in der Stadt, und nur noch ihre Nachnamen lassen auf ihre ursprüngliche Herkunft schließen (zum Beispiel Nowak, Dolezal ...). Sie gehören längst zu den so genannten Ur-Wienern, die im ursprünglichen Wiener Dialekt den Wiener Schmäh prägen. Neben dem ursprünglichen Wiener Dialekt hat sich auch ein gehobener Wiener Dialekt entwickelt, der die teils sehr alten Wiener Dialektausdrücke (z. B. Tröpferlbad für Dusche, Wuchtldrucker für Lügner..) immer mehr zurückdrängt.
Wien hat heute (2005) 1,63 Millionen Einwohner, wovon ca. 20 % noch über keine Österreichische Staatsbürgerschaft verfügen. Die größten Zuwanderergruppen stellen Menschen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei dar. Weitere Herkunftsregionen sind die Länder Osteuropas. Von ca. 1920 bis in die 80er Jahre schrumpfte die Bevölkerung Wiens auf 1,5 Millionen Einwohner,seit 1993 steigt die Bevölkerungszahl jedoch stetig an. Seit 2000 wächst diese um etwa 20.000 pro Jahr an und wird laut der neuesten Presseinformation der Statistik Austria vom Oktober 2005 im Jahre 2050 wieder die 2-Millionen-Grenze durchbrechen. Dieses für Österreich einzigartige Wachstum ist vor allem auf den stetigen Zuzug aus dem In- und Ausland und die seit einigen Jahren steigenden Geburtenzahlen zurückzuführen.
Religionen
Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Wien; Erzbischof ist Christoph Kardinal Schönborn. Der evangelisch-lutherische Bischof von Österreich, der seinen Sitz in Wien hat, ist Herwig Sturm. Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ist Ariel Muzicant, Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg. Außerdem hat der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, hier seinen Sitz.
Anas Schakfeh
Die Religionszugehörigkeit der Wiener Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:
Kulinarische Spezialitäten
siehe Wiener Küche
Söhne und Töchter der Stadt
siehe Liste der Wiener Persönlichkeiten, Liste der Ehrenbürger von Wien
Kultur
Theater & Oper
Liste der Ehrenbürger von Wien
Kunst und Kultur können in Wien im Bereich von Theater, Oper oder auch Bildender Kunst auf eine sehr lange Tradition zurückblicken.
Neben dem Burgtheater, das zusammen mit seiner Zweitbühne, dem Akademietheater, als eines der wichtigsten Schauspielhäuser der Welt gilt, bieten auch noch das Volkstheater sowie das Theater in der Josefstadt Kunstgenuss. Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Bühnen, die den Großen in puncto Qualität zuweilen um nichts nachstehen und sich oft moderneren, experimentellen Stücken oder dem Kabarett und der Kleinkunst verschrieben haben.
Auch Opernfreunde kommen in Wien auf ihre Kosten: Die Staatsoper und die Volksoper bieten für jeden Geschmack etwas, wobei sich letztere besonders der typisch wienerischen Operette, aber auch dem klassischen Musical verpflichtet fühlt.
Konzerte mit klassischer Musik finden unter anderem im bekannten Großen Saal des Wiener Musikvereins und im Wiener Konzerthaus statt.
Das Theater an der Wien glänzte in den letzten Jahren mit Musical-Uraufführungen. Mit Abstand am erfolgreichsten war Elisabeth, das danach in der ganzen Welt in mehreren Sprachen aufgeführt wurde. Ab 2006 wird es wieder ausschließlich als Opernhaus dienen.
Mit dem Haus der Musik hat Wien seit 2000 auch ein Klangmuseum für Kinder und Erwachsene. Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn pflegt das kunstvolle Spiel mit kostbaren Marionetten in Opern und Theaterstücken für Erwachsene und Kinder.
siehe auch:
- Carltheater, Etablissement Ronacher, Kulisse Wien, Leopoldstädter Theater, Raimund Theater, Simpl, Theater am Kärntnertor, Theater an der Wien, Wiener Metropol, Wiener Theaterreform, Kategorie,Kabelwerk_Wien-Meidling
Museen
Kabelwerk_Wien-Meidling
In der Hofburg sind das Sisi-Museum, die Kaiserappartements und die Hofsilber- und Tafelkammer zu besichtigen, gleich gegenüber der Hofburg befinden sich das Kunsthistorische Museum, das über eine Vielzahl von Gemälden alter Meister verfügt, und das Naturhistorische Museum.
Daran schließt das Museumsquartier an, ein in den 1990er Jahren in den ehemaligen k. u. k. Hofstallungen errichteter Museumskomplex. Dieser beherbergt das Museum moderner Kunst -- Stiftung Ludwig, das Leopold-Museum, das hauptsächlich Werke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus zeigt, mehrere Hallen mit wechselnden Ausstellungen sowie das Tanzquartier Wien. Das Palais Liechtenstein zeigt eine der weltweit größten privaten Kunstsammlungen.
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Museen, vom Heeresgeschichtlichen Museum über das Technische Museum bis hin zum Wiener Uhrenmuseum und zum Bestattungsmuseum. Nicht zu vergessen sind die Wiener Bezirksmuseen, die einen Einblick in die Geschichte des jeweiligen Bezirks geben.
Architektur
Bestattungsmuseum
Bestattungsmuseum
Bestattungsmuseum
In Wien finden sich Bauwerke aller Stil-Epochen der Architektur, von der romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche, die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne.
Der Jugendstil hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen:
Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner oder das Looshaus von Adolf Loos zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten dieser Epoche.
Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus von Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur gedacht ist.
Ebenfalls von Hundertwasser gestaltet wurde die Müllverbrennungsanlage Spittelau im Norden Wiens. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur ist die Wotrubakirche (Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) des Bildhauers Fritz Wotruba.
In den neu errichteten Stadtteilen nördlich der Donau rund um die Donau City und am Wienerberg findet sich schließlich auch moderne Architektur. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai ist seit 1999 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. In den letzten Jahren vollzieht die Stadt eine Kombination aus moderner Architektur mit alten Gebäuden und Wohnbau, wie unter anderem die Revitalisierung der Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf Wien zog. Auffällig im Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellenwasserleitung.
Sonstige Kultur
Zwischen Michaeler- und Josefsplatz liegt die Spanische Hofreitschule. Hier sind die Reitkünste der Hohen Schule zu sehen. Im Bereich des österreichischen Volkstanzes ist der
Wiener Kathreintanz die bedeutendste Veranstaltung.
Veranstaltungen
- Wiener Festwochen - ein jährliches Festival mit Theater-, Musik- und anderen kulturellen Produktionen an verschiedenen Orten in der ganzen Stadt.
- Viennale - Das Vienna International Film Festival findet seit 1960 jedes Jahr im Oktober statt.
- Donauinselfest - 1983 zum ersten Mal auf der Donauinsel ausgetragenes Musikfestival. Bei freiem Eintritt besuchen mittlerweile jeden Sommer rund drei Million Menschen die auf mehreren Bühnen veranstalteten Konzerte. Das Donauinselfest ist somit Europas größtes Open-Air-Festival mit freiem Eintritt.
- Wiener Opernball - Einer der „gesellschaftlichen Höhepunkte“ im Wiener Fasching in der Wiener Oper.
- Life Ball - Die größte Aids-Benefiz-Veranstaltung in Europa. Er findet jährlich im Rathaus statt.
- Regenbogenparade - Seit 1996 alljährliche Ende Juni auf der Wiener Ringstraße (seit 1997 gegen die Fahrtrichtung, als Zeichen für andersrum) veranstaltete LesBiSchwule-Parade. Die Parade, sie ist die österreichische Variante des Christopher Street Days, hat sich über die Jahre zum Wirtschaftsfaktor der Stadt entwickelt und wird mittlerweile international beworben. 2001 fand Europride mit mehr als 150.000 TeilnehmerInnen statt.
- Rathausplatz - Auf dem Rathausplatz - zwischen Rathaus und Burgtheater - werden in den Sommermonaten Opern- und Konzertfilme auf einer Großleinwand vorgeführt. Der Eintritt ist kostenlos. Auf diversen Ständen werden kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt angeboten. Der Rathausplatz verwandelt sich dann in einen Treffpunkt für Kulturliebhaber, kulinarische Forscher und Nachtschwärmer, die die einzigartige Atmosphäre auf diesem Platz genießen.
Infrastruktur
Stadtplanung
Der Wiener Stadtentwicklungsplan (kurz STEP) wird von MA 18 (Magistratsabteilung 18) erstellt und legt die Richtlinien für die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren fest und trägt somit maßgeblich zur städtischen Infrastruktur bei. Der Stadtentwicklungsplan 2005 befasst sich mit dem Zielgebiet Waterfront, einem Gebiet vom Donaukanal über den Praterstern, Nordbahnhof, Handelskai bis zur Alten Donau.
Verkehrsverbindungen
34 % aller zurückgelegten Wege finden in Wien mittels öffentlichem Verkehrsmittel statt, das ist europäischer Spitzenwert. Weitere 30 % aller zurückgelegten Wege werden zu Fuß bewältigt, und nur 36 % fahren mit dem eigenen Fahrzeug.
Zwölf Donaubrücken verbinden das Stadtgebiet, das durch Donau und Donaukanal geteilt wird.
Donaukanal
Wien hat ein großes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Dies beinhaltet die zur ÖBB gehörenden Schnellbahn, die Badner Bahn und das Netz der Wiener Linien (U-Bahn, Straßenbahn und Autobuslinien). Darüber hinaus fahren auch noch, vor allem in den Stadtrandzonen, private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien im Umland bis etwa 50 km bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ostregion.
City Bike
Als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet im Zentrum von Wien das Citybike Mobilität mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann u. a. mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos.
Eisenbahn
Historisch bedingt (alle Verkehrsverbindungen orientierten sich nach der Haupt- und Residenzstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie) hat Wien mehrere Kopfbahnhöfe:
- Wien Franz-Josefs-Bahnhof als Ausgangspunkt der Franz-Josefs-Bahn;
- Wien Südbahnhof (ehem. Südbahnhof u. Ostbahnhof) - Südbahn und Ostbahn;
- Wien Westbahnhof als Ausgangspunkt der Westbahn
und die Durchgangsbahnhöfe
- Wien Hütteldorf an der Westbahn;
- Wien Heiligenstadt an der Franz-Josefs-Bahn;
- Wien Nord (Praterstern) an der Nordbahn - der nahe gelegene Nordbahnhof wurde im 2. Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, da durch den Zerfall der Donaumonarchie und den Eisernen Vorhang vor allem der internationale Personenverkehr auf der Nordbahn seine Bedeutung verloren hatte;
- Wien Meidling (Philadelphiabrücke) - Südbahn;
- Wien Mitte (Landstraße).
Daneben gibt es noch viele kleinere Bahnhöfe, die vor allem für den Personennahverkehr bedeutsam sind.
Zur Bündelung des Fernverkehrs ist ein Tunnel von der Südbahn zur Westbahn (Wildschweintunnel, da unter dem Lainzer Tiergarten verlaufend), im Bau. Etwas westlich des heutigen Südbahnhofs ist der Bahnhof Wien Europa Mitte in Planung, wodurch Wien erstmals einen Hauptbahnhof erhalten wird.
Der City Airport Train verbindet die Innenstadt mit dem Flughafen. Zudem gibt es noch zwei Parkeisenbahnen: die Liliputbahn Prater im Wiener Prater und die Donauparkbahn im Donaupark.
Straßenverbindungen
Donauparkbahn
Wie die Bahnlinien verlassen auch die alten Fernstraßen (später Bundesstraßen) sternförmig die Stadt. Teilweise sind sie immer noch nach den Fernzielen benannt (Prager Straße (B3), Brünner Straße (B7), Triester Straße (B17)).
Gleiches gilt auch für die Autobahnen: A1 Westautobahn, A22 Donauuferautobahn, A4 Ostautobahn und A2 Südautobahn verlassen die Stadt radial.
Eine ringförmige Verbindung im Süden zwischen A2, A4 und A22 bildet die A23 Wiener Südosttangente, zu deren Entlastung derzeit die S1 Wiener Südumfahrung gebaut wird. Diese soll östlich der Donau eine Fortsetzung in einem Autobahnring finden; die zur Verbindung notwendige Querung der Lobau und damit des Nationalparks Donau-Auen ist derzeit aus ökologischen Gründen umstritten.
West- und Südautobahn sind durch die außerhalb des Wiener Stadtgebietes verlaufende A21, der Wiener Außenringautobahn miteinander verbunden. Die A5, die zukünftige Nordautobahn, soll eine zusätzliche Verbindung zwischen Drasenhofen an der tschechischen Grenze werden.
Flughafen
Südöstlich von Wien befindet sich der internationale Flughafen Wien-Schwechat. Im Jahr 2004 wurden über 225.000 Flugbewegungen abgewickelt; 14,8 Millionen Passagiere frequentierten den Flughafen.
In letzter Zeit weichen Billigfluglinien auf den nahe gelegenen Flughafen in Pressburg (Bratislava) aus, wobei seit dem Jahr 2004 der Flughafen Wien-Schwechat mit dem Flughafen Pressburg kooperiert.
Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Wien durch eine Wasserstraße sowohl mit dem Hafen Rotterdam und den deutschen Industriegebieten als auch mit den Ländern Osteuropas bis zum Schwarzen Meer verbunden. Der geplante Donau-Oder-Kanal ist unvollendet geblieben.
- Die Personenschifffahrt auf der Donau hat fast nur mehr touristische Bedeutung, es gibt einen Tragflügelbootverkehr nach Bratislava und Budapest. Der Wiener Personenhafen liegt bei der Reichsbrücke; daneben gibt es Anlagestellen für Personenschiffe bei Nußdorf und am Donaukanal beim Schwedenplatz.
- Wesentlich bedeutender ist der Frachthafen in der Freudenau. 2003 wurden im Wiener Hafen 9 Mio. Tonnen Güter (vor allem Mineralölprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Baustoffe) umgeschlagen und dazu 1.550 Schiffe abgefertigt.
Wasserversorgung
Hauptartikel: Wiener Wasserversorgung
Wien wird seit 1873 durch die erste und seit 1910 zusätzlich durch die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung mit Wasser aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet und dem Hochschwab-Gebiet versorgt. Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die Hauptkläranlage in Simmering geleitet. Wasser aus einem Grundwasserwerk in der Lobau wird bei besonders hohem Wasserverbrauch in bestimmten Bezirken dem Hochquellwasser beigemengt.
Energieversorgung
Für die Stromleitungen Wiens ist die Wien-Energie zuständig, ein Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke, welche zur Gänze der Stadt Wien gehören. Der Strommarkt selbst ist liberalisiert, der Wettbewerb jedoch nur im Großkundenbereich ausgeprägt. Wien Energie ist der wichtigste Stromlieferant Wiens.
Bildung
In Wien befinden sich 283 Volksschulen (davon sind 217 öffentliche Schulen), 120 Hauptschulen (davon 96 öffentliche), 46 Sonderschulen (40 öffentliche) und 95 Allgemeinbildende höhere Schulen (67 öffentliche).
Weiters befinden sich in Wien eine Vielzahl von
- Berufsschulen (28 davon 25 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.bs-evt.at BS Elektrotechnik]
: - [http://gastgewerbe.at BS Gastgewerbe]
: - [http://www.wiener-berufsschulen.at/hpgen/projects/BK/index.php BS für Bürokaufleute]
- Technische und Gewerbliche mittlere und höhere Schulen (22 davon 11 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.htl-tex.ac.at HBLVA Textilindustrie]
: - [http://www.graphische.at Höhere Graphische BLVA]
: - [http://www.hblva17.magnet.at HBLVA Chemische Industrie]
: - [http://www.tgm.ac.at Technologisches Gewerbemuseum (TGM)]
- Wirtschaftsberufliche mittlere und höhere Schulen (21 davon 8 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.hbla9.at/michelbeuern.htm HBLA für Mode und wirtschaftliche Berufe]
: - [http://www.die-herbststrasse.at HBLA für Mode]
: - [http://www.tourismusschule.at HBLA Tourismusschule]
- Kaufmännische mittlere und höhere Schulen (16 davon 6 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.ibc.ac.at BHAK BHAS Hetzendorf]
: - [http://www.bhakwien22.at BHAK BHAS Polgarstrasse]
näheres siehe [http://www.bmbwk.gv.at/schulen/index.xml Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur]
Universitäten
- Akademie der bildenden Künste Wien
- Medizinische Universität Wien
- Technische Universität Wien
- Universität Wien
- Universität für angewandte Kunst
- Universität für Bodenkultur Wien
- Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
- Veterinärmedizinische Universität Wien
- Wirtschaftsuniversität Wien
Fachhochschulen
- Fachhochschule Technikum Wien, Wien
- Fachhochschul-Campus Wien, Wien
- Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien, Wien
- Fachhochschule der Wirtschaft Wien, Wien
- Sales Manager Akademie Wien, Wien
Wirtschaft
In Wien waren laut Volkszählung 2001 821.458 Personen in 87.691 Unternehmen beschäftigt. Der Bezirk mit den meisten Arbeitsplätzen ist zugleich auch der kleinste, nämlich der 1. Bezirk. Wien genießt international den guten Ruf der hohen Lebensqualität, niedriger Kriminalitätsraten und als „Sprungbrett in den Osten“, da die Stadt und seine Unternehmen schon lange gute Beziehungen zu den MOEL pflegen und daher über reichlich Erfahrung verfügen. Dies wird darin sichtbar, dass viele internationale Konzerne ihre Osteuropa-Zentrale in Wien ansiedeln. Beispiele dafür wären u.a. Heineken oder die HypoVereinsbank.
Freizeit
Nachtleben
HypoVereinsbank
In den 1980er-Jahren entwickelte sich zunächst im Grätzl rund um den Schwedenplatz und die Ruprechtskirche eine rege Beislszene, die scherzhaft Bermudadreieck genannt wird (weil so mancher nach einer langen Nacht dort verschollen sein soll). In den folgenden Jahren dehnte sich die Lokalszene an beiden Ufern des Donaukanals aus.
Nahe der Haltestelle Schottenring, ebenfalls am Donaukanalufer, befindet sich schon seit 1994 das Flex - einer der größten Clubs in Wien. Dort finden fast täglich Abendveranstaltungen und Auftritte von lokal sowie international renommierten DJs, oder auch von (alternativen) Bands statt. Sehr bekannt und beliebt ist dort auch der wöchentlich stattfindende Dub Club. Mit großen Acts - vor allem aus der Ragga/Reggae/Dancehall-Szene - kann auch das WUK nahe dem Währinger Gürtel aufwarten, wo unter anderem der House-Club H.A.P.P.Y stattfindet. Vor allem in den Sommermonaten ist das MQ - Museumsquartier ein beliebter Treffpunkt, wo mehrere Lokale Gastgärten unter freiem Himmel betreiben.
Mit der Schließung des alten allgemeinen Krankenhauses (Altes AKH) wurde ein großes Areal frei, in dem sich einige Uni-Institute, Geschäfte und Lokale ansiedelten und auch für eine Belebung der umliegenden Bezirke sorgten.
In den 1990er Jahren schließlich wurde die Sanierung des Gürtels in Angriff genommen, sodass sich etliche In-Lokale auf der ehemaligen Bordellmeile ansiedelten.
Einen weiteren Schwerpunkt des Nachtlebens bildet im Sommer die Copa Cagrana auf der Donauinsel bei der Reichsbrücke mit zahlreichen Open-Air-Lokalen. Ebenfalls eine seit einigen Jahren neu belebte Gegend ist das Freihausviertel im vierten Bezirk, das nicht nur abends, sondern, wegen seiner Nähe zum Naschmarkt, auch untertags gut frequentiert ist. Zusätzlich entstanden seit dem Ende der 90er Jahre zahlreiche Großraum-Diskotheken am Stadtrand, unter anderem in Donaustadt.
Online-Veranstaltungsprogramme bieten die Websites der Stadtzeitung „Der Falter“ (siehe Weblinks).
Essen und Trinken
Essen
An belebten Straßenecken kann man im Winter an kleinen Ständen Maroni, Kartoffelpuffer oder auch geröstete Mandeln kaufen. Auch Würstel freuen sich großer Beliebtheit und können fast überall erworben werden. Das in Deutschland als Wiener bekannte Würstchen wird in Wien allerdings Frankfurter genannt. Beliebter sind an Wiens Wüstelstanden allerdings andere Würste wie die Burenwurst oder Käsekrainer. Das österreichische Pendant zum Hot Dog ist der Bosner, welcher mit einer Bratwurst gefüllt ist.
Bekannt ist Wien auch für seine Schnitzel. Hierbei handelt es sich um ein paniertes Kalbsschnitzel, dass sehr flach geklopft wird (die Poren schließen sich beim Braten schneller). Für ungefähr 14 € kann man es fast in jedem Lokal mit wienerischer Küche bekommen, allerdings sollte man darauf achten, dass es sich nicht um ein Schweinsschnitzel Wiener-Art handelt. Empfehlenswert ist das Restaurant Figlmüller (Bäckerstraße 6), dass für seine großen Schnitzel bekannt ist. Allerdings ist es immer sehr gut besucht und wer es lieber etwas ruhiger mag, sollte sich ein anderes Lokal suchen.
Bosner]
Der Naschmarkt ist ein Markt, mit festen Ständen, auf dem man Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleich und vieles mehr kaufen kann. Der Markt ist einen Besuch wert. In der Innenstadt gibt es Spezialitätengeschäfte wie Julius Meinl.
Trinken
Wien ist weltweit die einzige Metropole mit eigenem Weinanbaugebiet. Dieser Wein wird in Wien in kleinen Lokalen (Heurigen) ausgeschenkt, die sich vor allem in den Weinbaugebieten Döblings (Grinzing, Neustift am Walde, Nußdorf (Wien), Salmannsdorf, Sievering) und Floridsdorfs (Stammersdorf, Strebersdorf) konzentrieren. Der Wein wird oftmals auch als Gespritzter (Schorle) getrunken. Neben dem Wein spielt das Bier die wichtigste Rolle. Hauptanbieter ist die einzige große Brauerei Wiens, die Ottakringer Brauerei. Daneben gibt es auch mehr als zehn kleine Gasthausbrauereien.
Wiener Kaffeehaus
Ottakringer Brauerei
Eine weitere Besonderheit der Wiener Kultur stellt das Wiener Kaffeehaus dar, in dem neben einer Vielzahl von Kaffeespezialitäten auch kleine Speisen serviert werden. Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, während ihres Besuchs stundenlang die meist reichlich vorhandenen Zeitungen zu lesen. Neben vielen neueren chromblitzenden, Espresso genannten Kaffeebars italienischen Stils existieren noch viele „echte“ Wiener Kaffeehäuser, die in Angebot, Ausstattung und Stil den ursprünglichen Charme dieser Institution bewahrt haben.
Wiener Parks und Grünanlagen
Zeitung
Wien besitzt viele unterschiedliche Parkanlagen und ist eine der grünsten Städte der Welt. Die bekanntesten Wiener Parks und Grünanlagen sind der Stadtpark, die zu der Hofburg gehörenden Burggarten und Volksgarten, der Schlosspark vom Schloss Belvedere mit dem botanischen Garten, der Donaupark, der Schönbrunner Schlosspark, der Prater, der Augarten, der Rathauspark, der Lainzer Tiergarten, der Dehnepark, der Resselpark, der Votivpark, der Kurpark Oberlaa, der Auer-Welsbach-Park, der Türkenschanzpark, Laaer Berg mit dem Böhmischen Prater und die Ausläufer des Wienerwaldes, die bis in die Außenbezirke reichen. Kleinere Parks, von den Wienern Beserlparks genannt, gibt es im gesamten Stadtgebiet. Des Weiteren sind in Wien mehrere Parks zu finden, in welchen sich öffentliche Freibäder befinden.
Sowohl sehenswert als auch grün sind die Wiener Friedhöfe, die auch als Erholunsgsorte gelten und zum spazieren einladen. Der Zentralfriedhof ist nicht nur für die Ehrengräber berühmt. Es befinden sich dort auch ein evangelischer Friedhof, der neuer und alte jüdische Friedhof, eine islamische Abteilung, eine syrisch-orthodoxe Abteilung, eine moslemisch-ägyptische Abteilung, eine koptisch-orthodoxe Abteilung, eine griechisch-orthodoxe Abteilung, eine russisch-orthodoxe Abteilung eine rumänisch-orthodoxe Abteilung, eine serbisch-orthodoxe Abteilung sowie Grabstätten der Anatomie. Auch der St. Marxer Friedhof ist ein beliebtes Areal für Spaziergänge. Er ist nicht nur der älteste Friedhof Wiens (Biedermeierfriedhof, 18. Jahrhundert) sondern beherbergt unter anderem auch die Gräber von Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Madersperger.
Sport
- Fußball: Wiener Sportclub (gegründet 1883 in Dornbach), Rapid Wien (gegründet 1899, Rekordtitelträger Österreichs), Austria Wien (gegründet 1911), First Vienna FC 1894 (ältester Fußballklub Österreichs)
- Eishockey: Vienna Capitals, Vienna Flyers, EHV Sabres (Dameneishockey)
- American Football:Danube Dragons, Chrysler Vikings, Vienna Knights
- Fechten: Wiener Sportclub (Fechtsektion – 1886 gegründet und Wiens ältester noch aktiver Fechtclub)
- Baseball: WBV Homerunners
- Radsport: Zahlreiche Mountainbikestrecken rund um Wien
- Rudern: 11 Rudervereine, an der Alten Donau und an der Donau
Politik
Wien gilt als Hochburg der Sozialdemokratie in Österreich. Seit der Gründung der Republik wird die Stadt (mit Ausnahme von sehr kurzen Perioden) von der sozialdemokratischen Partei mit absoluter Mehrheit regiert. Amtierender Bürgermeister ist Michael Häupl. Ausdruck der sozialdemokratischen Politik sind auch die in großer Zahl von der öffentlichen Hand erschaffenen Gemeindebauten. Verwaltet wird die Stadt durch eine Vielzahl von Magistratsabteilungen (Ämter), welchen jeweils genau festgelegte Aufgabenbereiche zugeteilt sind.
Prozentueller Stimmenanteil der Parteien und Sitzverteilung
Bei der Gemeinderatswahl vom 23. Oktober 2005 lautete die Stimmen- bzw. die Sitzverteilung im Gemeinderat (100 Sitze sind zu vergeben) wie folgt:
- SPÖ 49,09 % (55 Sitze)
- ÖVP 18,77 % (18 Sitze)
- FPÖ 14,83 % (13 Sitze)
- Die Grünen 14,63 % (14 Sitze)
- KPÖ 1,47 %
- BZÖ 1,15 %
- WiF 0,04 %
- SLP 0,02 %
Bei den parallel abgehaltenen Bezirksvertretungswahlen konnte sich die SPÖ in 16, die ÖVP in fünf und die Grünen in zwei Bezirken durchsetzen. Die Grünen stellen wie bisher im 7. Bezirk und erstmals auch im 8. Bezirk den Bezirksvorsteher. Die Wahlbeteiligung erreichte nur 60,81 % (nach 66,58% 2001) bei der Gemeinderatswahl und 58,5 Prozent bei den Bezirksvertretungswahlen. Erstmals waren 16- und 17-Jährige stimmberechtigt.
Siehe auch: Liste der österreichischen Landeshauptleute, Wahlen in Österreich
Internationale Organisationen mit Sitz in Wien
- IPI - Internationales Presseinstitut
- OPEC - Organisation Erdölexportierender Staaten
- OSZE - Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
- UNO
: - IAEA - Internationale Atomenergiebehörde
: - UNDCP - Internationales Drogenkontrollprogramm
: - UNIDO - Organisation für industrielle Entwicklung
: - UNODC - Internationales Drogenkontrollprogramm
Partnerstädte
Wien unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Zagreb (Kroatien), seit 1994
Außerdem bestehen Partnerschaften zwischen einzelnen Wiener Bezirken und folgenden japanischen Städten/Bezirken:
- Döbling (Wien 19) mit Setagaya (Tokyo) seit 1985
- Floridsdorf (Wien 21) mit Katsushika (Tokyo) seit 1987
- Innere Stadt (Wien 1) mit Taitō (Tokyo) seit 1989
- Meidling (Wien 12) mit Gifu (Gifu) seit 1992
- Hernals (Wien 17) mit Fuchū (Tokyo) seit 1992
- Alsergrund (Wien 9) mit Takarazuka (Hyōgo) seit 1994
- Hietzing (Wien 13) mit Habikino (Ōsaka) seit 1995
- Donaustadt (Wien 22) mit Arakawa (Tokyo) seit 1996
Die Josefstadt (Wien 8) bildet gemeinsam mit den gleichnamigen Bezirken Józsefváros in Budapest und Timişoara den Bund der Josefstädte.
Weiters bestehen folgende Partnerschaften zwischen Wiener Bezirken und chinesischen Bundesländern (Provinzen), Städten und Bezirken.
- Innere Stadt (Wien 1) - Shapingba (Chongqing)
- Mariahilf (Wien 6) - Nankai (Tianjin)
- Alsergrund (Wien 9) - Dongcheng (Peking)
- Simmering (Wien 11) - Chaoyang (Peking)
- Donaustadt (Wien 22) - Luwan (Shanghai)
- Liesing (Wien 23) - Fangshan (Peking)
Literatur
- Alexander Glück, Marcello La Speranza, Peter Ryborz: Unter Wien - Auf den Spuren des Dritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten, Christoph Links Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-86153-238-7
Siehe auch
- Portal:Wien
- Liste der größten Städte der EU
Weblinks
Allgemein
- [http://www.wien.gv.at/ Offizielle Website der Hauptstadt]
- [http://www.natur-wien.at/ Website über die Natur der Hauptstadt]
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
- [http://www.wien.info/ Wiener Tourismusverband]
- [http://www.cityreview.at/wien/wien/sehenswuerdigkeiten/ Sehenswürdigkeiten Wien]
- [http://www.vienna.com/ Online-Führer durch Wien]
- [http://vienna.openguides.org/ OpenGuide Vienna]
- [http://www.wien-konkret.at/ Informationen und Ratgeber zu Wien]
- [http://www.your-friend.info/ Audio Stadtführer zum download]
Veranstaltungen und Zeitungen
- [http://www.falter.at Der Falter: Stadtzeitung Wien] Politik, Kultur und Veranstaltungsprogramm (siehe auch Falter (Zeitung))
- [http://www.hauptstadt.at www.hauptstadt.at - Programmübersicht von Wien]
Fotos aus Wien
- [http://www.foto-julius.at/ind_wien.html Wien Bilder allgemein]
- [http://www.vien.at/ Photoblog Wien]
- [http://home.jtan.com/~ptunner/viennaskyline/ Fotos der wiener Skyline]
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Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Österreichische Landeshauptstadt
Kategorie:Bundesland in Österreich
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ViolinistViolinist (Geiger) ist die Bezeichnung für den Musiker, der die Violine spielt.
Es gibt Violinisten im Klassischen, Jazz-, Folk-, Folklore- und Unterhaltungsbereich, die sowohl als Solisten, als Kammermusiker oder auch als Orchstermitglieder auftreten.
Überblick über einige wichtige Violinisten in drei Jahrhunderten
Zu den Violinisten, die auch bekannte Komponisten waren, zählen im Frühbarock in Italien Arcangelo Corelli und in Deutschland Heinrich Biber, im Hochbarock Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini und Pietro Locatelli.
Dem galanten Stil kann man Johann Stamitz, Carl Stamitz, Gaetano Pugnani, Christian Cannabich und Pietro Nardini zuordnen.
Den Übergang von der Klassik zur Frühromantik ebneten Giovanni Battista Viotti, Louis Spohr und Rodolphe Kreutzer.
Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte Niccolò Paganini eine brillante Spieltechnik, er erregte zu seiner Zeit Aufsehen durch sein Doppelflageolet und seine gewagten Pizzicati. Andere bekannte Violinisten des 19. Jahrhunderts waren Joseph Joachim (befreundet mit Johannes Brahms) sowie Leopold Auer, ein Ungar, der zuerst in Moskau, dann in den USA viele berühmte Violinisten ausbildete. Charles Auguste de Bériot, Henri Vieuxtemps und Eugène Ysaye gelten als die Begründer der berühmten franco-belgischen Schule (Paris, Brüssel, Lüttich).
Zu den Schülern der Nachfolgegeneration gehören Männer wie Yehudi Menuhin, Fritz Kreisler, Arthur Grumiaux, Isaac Stern und Henryk Szeryng, die ihrerseits die heutige Generation der Violinisten unterrichteten.
Im 20. Jahrhundert entwickelten sich eigene Stilrichtungen, die Jazzgeiger wie Stephane Grappelli und Helmut Zacharias hervorbrachten oder den in der Tradition der Kaffeehausgeiger stehenden André Rieu. Auch im Bereich der irisch-keltischen Musik gibt es hochbegabte Violinisten.
Fast 450 Jahre nach dem Auftauchen der ersten Violinen können wir uns heute einer nie gekannten Vielfalt violinistischen Könnens erfreuen.
Verwandte Themen
- Liste bekannter Violinisten
- Violine
- Geigenbauer
Kategorie:Musikberuf
1622
Politik und Weltgeschehen
- 12. März: Papst Gregor XV. spricht Ignatius von Loyola, Franz Xaver, Theresa von Ávila, Isidor von Sevilla und Philipp Neri heilig
- 27. April: Schlacht bei Wiesloch: die vereinigten Heere Mansfelds und Georg Friedrichs von Baden-Durlach besiegen im Dreißigjährigen Krieg die Kaiserlichen unter Tilly
- 6. Mai: Schlacht bei Wimpfen. Zwischen den siegreichen Ligatruppen unter Tilly und González Hernandez de Córdoba und den pfälzischen Truppen unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach
- 29. August: Schlacht bei Fleurus. In dieser Schlacht liefern sich die Truppen von Ernst von Mansfeld und Christian von Halberstadt sowie die spanischen Truppen unter General Córdoba ein verlustreiches Gefecht
- Gründung des Kapuzinerklosters Dinkelsbühl
- 14. Januar (vermutlich): Molière, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin, französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker († 1673)
- Willem Kalf, niederländischer Maler († 1693)
- Berend Jacob Karpfanger, Kapitän des Konvoischiffes „Wappen von Hamburg“, das Hamburg gegen Piraten verteidigte († 1683)
- 8. März: Friedrich Ulrich Calixt, deutscher Theologe († 1701)
- 5. April: Vincenzo Viviani, Mathematiker und Physiker († 1703)
- 15. Oktober: Magnus Gabriel de la Gardie, schwedischer Graf, Reichsmarschall, Reichsdrost und Reichskanzler († 1686)
- 18. November: Karl X. Gustav von Schweden, König von Schweden von 1655 bis 1660 († 1660)
- 23. Januar: William Baffin, englischer Entdecker ( - 1584)
- 5. März: Ranuccio I. Farnese, Herzog von Parma und Piacenza ( - 1569)
- 15. April: Leandro Bassano, italienischer Maler ( - 1557)
- 24. April: Fidelis von Sigmaringen, Märtyrer ( - 1578)
- 9. Oktober: Johann der Jüngere, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg ( - 1545)
- 2. November: Jan Lohelius, Abt von Strahov und Erzbischof von Prag
- 28. Dezember: Franz von Sales, Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Kirchenlehrer ( - 1567)
- Sophie von Brandenburg, Kurfürstin von Sachsen ( - 1568)
ko:1622년
1624
Politik und Weltgeschehen
- Niederländer gründen in Nordamerika die Kolonie Neu Amsterdam, das spätere New York City
- Die norwegische Stadt Oslo wird durch einen Großbrand stark verwüstet
- 9. Januar: Meisho, 109. Kaiserin von Japan († 1696)
- 18. Januar: Thyrsus González, Ordensgeneral († 1705)
- 25. Februar: Christian Ludwig (Braunschweig-Lüneburg), Herzog des Fürstemtums Lüneburg († 1665)
- 24. Juni: Hiob Ludolf, Begründer der Äthiopistik († 1704)
- 25. August: François d'Aix Lachaise, Jesuit († 1709)
- 10. September: Thomas Sydenham, englischer Arzt der Barockzeit († 1689)
- Getauft 25. Dezember: Angelus Silesius deutscher Dichter († 1677)
- 17. November: Jakob Böhme, deutscher Theologe, Philosoph und Schriftsteller ( - 1575)
- 26. November: Benedikt Carpzov der Ältere, deutscher Professor der Rechtswissenschaften ( - 1565)
- 5. Dezember: Caspar Bauhin, schweizerischer Botaniker und Universitätsprofessor ( - 1560)
- 26. Dezember: Simon Marius, deutscher Astronom ( - 1573)
ko:1624년
1649
Politik und Weltgeschehen
- 30. Januar: König Karl I. von England wird wegen Hochverrats geköpft. England wird unter Oliver Cromwell Republik
- 30. Juli: Erdbeben bei Tokio. Zerstörung von Tokio und Nikko, Japan
- Otto von Guericke erfindet die Kolbenluftpumpe und stellt weitere Untersuchungen zum Vakuum an
- Die Kartoffel wird erstmals aus Holland eingeführt
- 2. Februar: Benedikt XIII., Papst von 1724–1730 († 1730)
- 23. Februar: John Blow, englischer Komponist († 1708)
- 26. Februar: Johann Philipp Krieger, Deutscher Komponist, Organist und Kapellmeister († 1725)
- 17. April: Meinrad Guggenbichler, bedeutender Barock-Bildhauer († 1723)
- 2. Mai: Engel de Ruyter, niederländischer Vizeadmiral († 1683)
- 1. Juni: Johann Wilhelm Petersen, deutscher Theologe († 1729)
- 22. Juli: Clemens XI. (Papst), unter dem Namen Clemens XI. Papst von 1700 bis 1721 († 1721)
- 12. September: Giuseppe Maria Tomasi, italienischer Kardinal († 1713)
- 30. Januar: Karl I. (England), von 1625 bis 1649 König von Großbritannien und Irland ( - 1600)
- 16. März: Jean de Brébeuf, französischer Jesuit, der im Gebiet der Wyandot das Evangelium verkündete ( - 1593)
- 8. Juni: Vincenzo Carafa, italienischer Ordensgeneral ( - 1585)
- 30. Juni: Simon Vouet, französischer Maler des Barock ( - 1590)
- 3. Oktober: Giovanni Diodati, reformierter Theologe und Bibelübersetzer ( - 1576)
ko:1649년
Ferdinand III. (HRR)Ferdinand III. ( - 13. Juli 1608 in Graz; † 2. April 1657 in Wien) war ein deutscher Fürst aus dem Hause Habsburg und von 1637 bis zu seinem Tode 1657 römisch-deutscher Kaiser.
römisch-deutscher Kaiser
Leben
Kindheit und Jugend
Ferdinand III. war der Sohn Ferdinands II. und Maria Annas von Bayern. Am Hof seines Vaters erhielt er durch Jesuiten seine religiöse und wissenschaftliche Ausbildung. Viel Einfluss auf die Erziehung übte auch der Johanniter Johann Jakob von Dhaun auf den Prinzen aus.
Am 8. Dezember 1626 wurde er zum König von Ungarn, am 21. November 1627 zum König von Böhmen gekrönt. Nachdem er sich vergeblich um den Oberbefehl des kaiserlichen Heeres und die Teilnahme an Feldzugen bei Wallenstein bewarb, schloss er sich den Gegnern Wallensteins an und wirkte an dessen erneuter Absetzung mit.
Oberbefehlshaber
Nach dem Tod Wallensteins wurde er am 2. Mai 1634 Oberbefehlshaber unter dem Beirat der Generale Gallas und Piccolomini, eroberte Donauwörth und Regensburg, siegte im September 1634 in der Schlacht bei Nördlingen und vertrieb die Schweden aus Süddeutschland. Durch seine Siege gewann er auch an politischem Einfluss. In späterer Folge wurde die Kriegsführung von seinem Bruder Erzherzog Leopold Wilhelm geleitet.
Kaiser
Am 30. Dezember 1636 wurde er römisch-deutscher König, am 15. Februar 1637 nach dem Tod seines Vaters Kaiser des Heiligen Römisches Reiches Deutscher Nation. Seitdem arbeitete er ununterbrochen auf Friedensverhandlungen hin, die 1644 eröffnet wurden, aber erst 1648 zum Abschluss kamen. Die entschiedene Weigerung Ferdinands, die Religionsfreiheit in seinen Erblanden zuzulassen und die geflohenen Rebellen wieder aufzunehmen, trug wesentlich zur Verzögerung des Friedens bei.
Nachdem Ferdinand auf dem Reichstag zu Regensburg 1653 die römische Königswahl seines Sohns Ferdinand IV., welcher indes bereits 1654 und damit vor dem Vater starb, bewirkt hatte und ein Bündnis mit den Polen gegen Schweden abschloss, starb er am 2. April 1657.
Zur Person
Ferdinand war eine große, stattliche Persönlichkeit, ebenfalls fromm, aber weniger fanatisch als sein Vater und national gesinnt, dabei ein Förderer der Künste und Wissenschaften, sehr musikalisch und selbst Komponist. Von seinen Tonsätzen ließ Wolfgang Ebner eine Arie mit 36 Variationen in Prag 1648 drucken; einen vierstimmigen Gesang mit beziffertem Bass, Melothesia Caesarea, gab Kircher im ersten Teil seiner Masurgie, und einen einfachen vierstimmigen Chorgesang über den Psalm Miserere findet man im 28. Jahrgang der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung (1826).
Familie
Komponist
Er heiratete 1631 Maria Anna von Spanien (1606–1646), eine Tochter von Philipp III. von Spanien. Sie hatten folgende Kinder:
- Ferdinand ( - 8. September 1633; † 9. Juli 1654)
- Maria Anna (1635–1696) – verheiratet mit Philipp IV., König von Spanien
- Leopold ( - 9. Juni 1640; † 5. Mai 1705)
- ? (eine Tochter) ( - /† 13. Mai 1646)
Ferdinand heiratete anschließend Leopoldine von Tirol (1632-1649). Mit dieser hatte er einen Sohn:
- Karl Joseph (1649–1664), Hochmeister des Deutschen Ordens und Bischof
Ferdinand heiratete 1651 Eleonore Gonzaga (1630–1686). Mit dieser hatte er zwei Töchter:
- Eleonore Maria Josepha (1653–1697), verheiratet mit (1) Michael I. Korybut Wisniowiecki, König von Polen; (2) Karl V., Herzog von Lothringen
- Maria Anna Josepha (1654–1689), verheiratet mit Johann Wilhelm, Pfalzgraf von Neuburg
Literatur
- Koch, Geschichte des Deutschen Reichs unter der Regierung Ferdinands III., Wien 1865–66, 2 Bde.
Kategorie:Mann
Kategorie:Habsburger
Kategorie:Kaiser (HRR)
Kategorie:Geboren 1608
Kategorie:Gestorben 1657
ja:フェルディナント3世 (神聖ローマ皇帝)
KapellmeisterDer Kapellmeister ist der musikalische Leiter eines Chors oder Orchesters. Der Begriff wird oft als Synonym für Dirigent verwendet und ist besonders im Bereich nicht-klassischer Musik, z.B. in der Blasmusik, gebräuchlich.
In der modernen Tanzmusik und im Jazz ist die Bezeichnung Bandleader als Leiter einer Big Band üblich.
An größeren Opernhäusern, die mehrere Dirigenten beschäftigen, ist Kapellmeister eine Stellenbezeichnung. Der erste Kapellmeister ist dabei dem ranghöchsten Dirigenten, dem Generalmusikdirektor, nachgeordnet und nimmt auch dessen Vertretung wahr.
Siehe auch: Konzertmeister
Kategorie:Musikberuf
Kategorie:Wortexport
OperAls Oper (ital. opera in musica, von lat. opus - Arbeit, Werk) bezeichnet man seit etwa 1650 eine musikalische Gattung, in der eine szenisch-dramatische Handlung durch Musik gestaltet wird. Zur Gesamtwirkung der Oper vereinigen sich:
- Musik (Ausführende sind hierbei Orchester und Sänger)
- Dichtung (in Gestalt des Librettos)
- Darstellende Kunst bzw. Schauspiel
- Ballett und Tanz
- Bühnenbild (Malerei, Plastik, Dekoration und Architektur)
- Beleuchtung und div. Effekte
- Maske und Kostüme
Hierbei wird vor allem die Musik zum Träger der Handlung, der Stimmung und der Gefühle - im Gegensatz zur simultanen Untermalung eines Sprechstücks mit Musik (Melodram) oder der einlagenartigen musikalischen Auflockerung einer Handlung (Singspiel, Bühnenmusik).
Die Vielfalt der zusammenwirkenden Künste schafft viele Möglichkeiten für eine Oper, Gestalt anzunehmen, lässt aber auch Widersprüche entstehen. Die Musikgeschichte kennt daher viele unterschiedliche Ausprägungen der Oper.
Als Oper bezeichnet man auch die Aufführungsstätte, das Opernhaus, oder die Oper aufführende Kompagnie.
Opernhaus
Opernhaus
Form
Formal gesehen ist die Oper seit der Barockzeit eine Aneinanderreihung in sich geschlossener Musikstücke (Nummernoper), die durch Rezitative miteinander verbunden werden. Wie auch im Schauspiel kann eine Oper in Akte, in Bilder, in Szenen bzw. Auftritte gegliedert sein. Das Textbuch zu einer Oper heißt Libretto.
Die musikalischen Bestandteile der Oper sind
- Instrumentalstücke
:Ein anfangs eigenständiges Musikstück ist die Ouvertüre, ital. oft Sinfonia, die eine Oper oder einen Akt eröffnet. Oft wird thematisches Material aus der Oper | | |