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Antonio Gramsci

Antonio Gramsci

Antonio Gramsci [] (
- 23. Januar 1891 in Ales auf Sardinien, Italien; † 27. April 1937 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Politiker und Philosoph, ein Theoretiker des Sozialismus, Kommunist und Antifaschist. Antifaschist Gramsci hat den Begriff Zivilgesellschaft wesentlich geprägt, den er aus der Praxis der revolutionären Bewegungen seit 1917 abgeleitet hat, er stellt eine integrative Theorie vor, die das Politische und das Private (als politische Praxis, als Eigenaktivität) sowie Lernen und Lehren miteinander verbindet.

Leben

Gramsci, seit 1913 Mitglied des PSI (Partito Socialista Italiano, Sozialistische Partei Italiens), beteiligte sich 1918/19 an den revolutionären Kämpfen in Turin (Turiner Rätebewegung). 1921 war er führend beteiligt an der Gründung der KPI (Kommunistische Partei Italiens, ital. PCI = Partito Comunista Italiano), die als Abspaltung aus der PSI hervorging. 1922/23 war er erstmals bei der Kommunistischen Internationale (KI) in Moskau, wo er seine spätere Frau kennenlernte. Auf Betreiben der KI entmachtete er 1924/25 als KPI-Generalsekretär den linkskommunistischen KPI-Führer Amadeo Bordiga und setzte die Bolschewisierung der KPI durch. 1922 wurde der Faschist Benito Mussolini Regierungschef in Italien, doch die KPI blieb zunächst legal. 1925 wurde Gramsci ins Parlament gewählt. November 1926 verbot Mussolini die KPI und ließ die gesamte Parteiführung, darunter Gramsci, verhaften. Gramsci verbrachte die Jahre bis kurz vor seinem Tod 1937 im Gefängnis und starb an den Folgen der Haft. 1937 gab es eine internationale Kampagne für die Freilassung des todkranken Kommunisten. In der Haftzeit schrieb er in den "Gefängnisheften" zahlreiche Studien zum Marxismus und zu Problemen des Leninismus. Dabei dachte Gramsci über die Ursachen der Machtverhältnisse nach. Er meinte sie in der geistigen Vorherrschaft der Faschisten in jener Zeit zu erkennen. Sein Konzept der "kulturellen Hegemonie" wurde in der 68er Studentenbewegung wieder aufgegriffen. Es wurde zu einem festen Begriff der Soziologie und der Cultural Studies.

Schaffen

Gramsci schrieb in seiner Gefangenschaft mehr als 30 Notizbücher, voll von historischen Analysen. Diese Schriften, auch bekannt als Gefängnishefte, beinhalten Gramscis Meinungen zum Nationalismus und der italienischen Geschichte, genau wie einige Ideen einer kritischen Theorie und einer Theorie des Erziehens, die mit seinem Namen verbunden wird, wie der
- kulturellen Hegemonie, mit der der bürgerliche, kapitalistische Staat sich aufrechterhält. sowie
- die Notwendigkeit, dass sich die Arbeiter bilden, um auch aus der Arbeiterklasse Intellektuelle zu erschaffen Für Gramsci ist ein Ausgangspunkt die Niederlage der Turiner Rätebewegung und der Sieg des Kapitalismus zu seiner Zeit. Wichtige Wörter, die auf die Eigenaktivität und das Subjekt abstellen, sind Selbstermächtigung, Selbstfindung, Selbstverfügung und Selbsterziehung mit den Adjektiven solidarisch, gesellschaftlich und emanzipatorisch. Das Selbst wird aber hier nicht als ein direkter Weg zur Erkenntnis auf Grund der Erfahrung, sondern als ein gespaltenes, plurales Gebilde gesehen, der 'Alltagsverstand' als ein wirr zusammgensetzer, mit Elementen des Aberglaubens neben der Wissenschaft. Wichtige Orientierung bilden für ihn die marxschen Feuerbachthesen. Seinen Texten muss zugute gehalten werden, dass Gramsci hier in der Einsamkeit des Gefängnisses versucht, seinen Intellekt zu behalten, sein Denken zu schärfen - man kann anhand der Texte lernen, wie das Denken an sich entwickelt wird, und wie man sich auch unter den widrigen Umständen des italienischen Faschismus "Denkmittel" verschaffen kann. Er nähert sich vielen Themen immer wieder kursorisch an. Mit der kulturellen Hegemonie - den Begriff hat Gramsci im Sinne Lenins in die marxistische Theorie eingeführt - entwickelte er eine genaue Erklärung, warum die im orthodoxen Marxismus "unausweichliche" Revolution des Proletariats weder in Italien noch in Deutschland stattfand. Der Sozialismus hat nicht nur eine Niederlage erlitten, es schien, als ob der Kapitalismus in der Zeit des Fordismus auch noch gestärkt worden sei. Der Kapitalismus, so Gramsci, erhalte die Macht nicht nur durch Gewalt und politische und ökonomische Zwänge, sondern auch ideologisch durch eine hegemoniale Kultur, in welcher die Werte der Bourgeoisie allgemeingültige Ideologie aller wären. Folglich stellte sich für Gramsci als politische Hauptaufgabe der Gewinn der "kulturellen Hegemonie" durch die Partei als "kollektiven Intellektuellen", die "Übersetzung" der (marxistischen) Philosophie in Alltagsbewußtsein und ihre Bestätigung als "Philosophie der Praxis": Das sind Ausgangspunkte für die Überwindung des auch als Stalinismus benannten metaphysischen Materialismus im Zusammenhang mit einem dogmatisch befehlsadministrativ durchexerzierten Marxismus-Leninismus. Gramscis Denken fließt in den 'Westlichen Marxismus', z. B. in den Eurokommunismus der 1970er und 1980er Jahre ein. Mit Gramsci wird eine Neu-Lektüre von Marx ermöglicht im Interesse der tätigen Subjekte im Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnissen (Marx), kann eine an umfassender Emanzipation orientierte Philosophie der Praxis = historischer Materialismus lebendig und eingreifend denkend gedacht werden. Marxismus als orthodoxes Lehrgebäude ist tot, mit Gramsci leben plurale Marxismen. Diese finden unter anderem ihren Ausdruck in der Staatsableitungsdebatte, in Arbeiten wie jene von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe, die einen post-marxistischen, neo-gramscianischen Hegemonie-Begriff vorschlagen, oder Robert W. Cox, welcher den Hegemonie-Begriff zur Erklärung der Dominanz einzelner Staaten und ihrer Ideologien im World-Order verwendet (vgl. Neo-Gramscianismus).

Werke


- Antonio Gramsci - Gefängnishefte. Herausgegeben von Klaus Bochmann und Wolfgang Fritz Haug.Argument Verlag, Hamburg/Berlin 1991ff
- Erziehung und Bildung. Gramsci-Reader 1, Herausgegeben von Andreas Merkens. Argument-Verlag, Hamburg 2004 ISBN 3-88619-423-X
- Il materialismo storico e la filosofia di Benedetto Croce. 3. edition, Ed. Riunti, Roma 1996
- Philosophie der Praxis. Eine Auswahl, herausgegeben und übersetzt von Christian Riechers. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1967

Zitate


- Herrschaft = "Konsens gepanzert mit Zwang" (Gramsci)
- Band 6, Heft 1, §12: "Eine neue Kultur zu schaffen bedeutet nicht nur, individiuell ›originelle‹ Entdeckungen zu machen, es bedeutet auch und beson-ders, bereits entdeckte Wahrheiten kritisch zu verbreiten, sie sozusagen zu ›vergesellschaften‹ und sie dadurch Basis vitaler Handlungen, Element der Koordination und der intellektuellen und moralischen Ordnung werden zu lassen. Dass eine Masse von Menschen dahin gebracht wird, die reale Gegenwart kohärent und auf einheitliche Weise zu denken, ist eine ›philosophische‹ Tatsache, die viel wichtiger und ›origineller‹ ist, als wenn ein philosophisches ›Genie‹ eine neue Wahrheit entdeckt, die Erbhof kleiner Intellektuellengruppen bleibt." Antonio Gramsci Gefängnishefte, Kritische Gesamtausgabe, Band 1 - 10, herausgegeben von Klaus Bochmann, Wolfgang-Fritz Haug, Peter Jehle, Argument Verlag Hamburg, 1991ff

Literatur


- Christian Riechers: Antonio Gramsci. Marxismus in Italien. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt/Main 1970
- Perry Anderson: Antonio Gramsci: eine kritische Würdigung. Olle & Wolter, Berlin (West) 1979, ISBN 3921241456
- Hans Heinz Holz, Giuseppe Prestipino: Antonio Gramsci heute. Aktuelle Perspektiven seiner Philosophie. Pahl-Rugenstein, Bonn 1992
- Utopie und Zivilgesellschaft. Rekonstruktionen, Thesen und Informationen zu Antonio Gramsci. Hg. v. Uwe Hirschfeld u. Werner Rügemer, Elefantenpress, Berlin 1990
- Wolfgang Fritz Haug: Von Marx zu Gramsci - von Gramsci zu Marx. Historischer Materialismus und Philosophie der Praxis. In: Haug, W.F.: „Dreizehn Versuche marxistisches Denken zu erneuern“. Karl Dietz Verlag, Berlin 2001
- Uwe Hirschfeld (Hg.): Gramsci-Perspektiven. Beiträge zur Gründungskonferenz des "Berliner Instituts für Kritische Theorie" e. V. vom 18. bis 20. April 1997 im Jagdschloss Glienicke, Berlin, Argument-Verlag, Berlin/Hamburg 1998
- Karin Hofer: Die politische Theorie Antonio Gramscis. SFP, Salzburg 1991
- Sabine Kebir: Antonio Gramscis Zivilgesellschaft. VSA-Verlag, Hamburg 1991 ISBN 3879755566
- Theo Votsos: Der Begriff der Zivilgesellschaft bei Antonio Gramsci. Argument-Verlag, Berlin 2001 ISBN 3886192814
- Giuseppe Fiori: Vita di Antonio Gramsci. Ilisso, Nuoro 2003
- Zogholy, André: Kulturpolitische Strategien der FPÖ und die Hegemonietheorie nach Antonio Gramsci, Schriften der Johannes-Kepler-Universität Linz : Reihe B, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ; 61, Trauner Verlag, Linz 2002 ISBN 3-85487-336-0/2002

Siehe auch


- Zivilgesellschaft
- Maria Montessori
- Neo-Gramscianismus
- Benedetto Croce
- Stuart Hall

Weblinks


-
- [http://www.sopos.org/aufsaetze/420fc8b77c35c/1.phtml Christian Vasenthien: Die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen bringen. Gramsci und die Philosophie der Praxis]
- [http://www.sozialismus-von-unten.de/lr/artikel_1050.html Chris Harman: Gramsci gegen Reformismus]
- [http://www.glasnost.de/autoren/kraetke/gramsci.html Michael R. Krätke: Antonio Gramscis Beiträge zu einer Kritischen Ökonomie]
- [http://www.glasnost.de/autoren/krauss/gramsci.html Hartmud Krauss: Gramscis Beitrag zur Grundlegung einer subjektwissenschaftlichen Perspektive im Marxismus]
- [http://www.sopos.org/aufsaetze/3bbdcd9ea0c9f/1.phtml Erik Borg: Steinbruch Gramsci]
- [http://www.praxisphilosophie.de/gramsci.htm Informationen zu Gramsci auf PraxisPhilosophie.de]
- [http://www.marxists.org/deutsch/archiv/gramsci/ online Archiv Marxists.org: Gramsci Internet Archiv]
- [http://www.sozialistische-klassiker.org/dir/gra.html online Archiv Sozialistische Klassiker: Gramsci]
- [http://www.marxistische-bibliothek.de/_gramsci.html online Archiv Marxistische Bibliothek: Gramsci Archiv]
- [http://www.praxisphilosophie.de/gramsci.htm Gramsci-Seite der Initiative für Praxisphilosophie]
- [http://www.glasnost.de/autoren/markard/gramsci.html Morus Markard: Gramsci und psychologische Praxis oder Psychologische Praxis als Austragungsort ideologischer Konflikte]
- [http://www.italnet.nd.edu/gramsci/ International Gramsci Society]
- [http://www.sinistra.net/lib/bor/art/intamabord.html Interview mit Amadeo Bordiga 1970] Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio Gramsci, Antonio ja:アントニオ・グラムシ nb:Antonio Gramsci

23. Januar

Der 23. Januar ist der 23. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1123 - Friedrich I. (Erzbischof von Köln) stellt die Stiftungsurkunde für das Kloster Kamp aus.
- 1517 - Die Osmanen beginnen ihre Herrschaft über das heutige Gebiet von Libanon, Irak, Syrien, Jordanien, Israel und Ägypten.
- 1570 - Die Ermordung von James Stewart, Herzog von Moray stürzt Schottland in einen Bürgerkrieg.
- 1631 - Unterzeichnung des Vertrags von Bärwalde. Frankreich unterstützt Gustav Adolf von Schweden mit Hilfsgeldern im Kampf gegen die Katholische Liga.
- 1719 - Das Fürstentum Liechtenstein entsteht im Heiligen römischen Reich deutscher Nation.
- 1790 - In der später so benannten Bounty Bay auf Pitcairn wird die Bounty versenkt.
- 1849 - Elizabeth Blackwell wird die erste Ärztin in den USA.
- 1874 - Deutschland. Scheidungen werden per Gesetz zugelassen.
- 1907 - Charles Curtis wird der erste indianische Senator der USA.
- 1920 - Die Niederlande weigern sich, den deutschen Ex-Kaiser Wilhelm II. an die Alliierten auszuliefern.
- 1937 - In Moskau beginnt der Prozess gegen 17 führende Kommunisten, die beschuldigt werden, mit Leo Trotzki ein Komplott gegen Stalin geschmiedet zu haben
- 1943 - Das letzte deutsche Flugzeug verläßt das eingekesselte Stalingrad.
- 1950 - Israel. Premierminister David Ben Gurion erklärt West-Jerusalem zur Hauptstadt.
- 1950 - Schweden wird Mitglied in der UNESCO.
- 1955 - Apostolische Gemeinschaft wird als Abspaltung der Neuapostolischen Kirche von Peter Kuhlen in Düsseldorf gegründet.
- 1958 - Venezuela. Sturz des Diktators Pérez Jiménez
- 1971 - Süd-Korea. Entführung einer Fokker F-27 der Korean Air Lines. Der Entführer wollte die Maschine nach Nord-Korea umleiten. Die süd-koreanische Luftwaffe zwang die Turboprop zur Bruchlandung. Der Entführer tötete sich selbst mittels einer Handgranate. 2 Menschen starben, 58 wurden gerettet.
- 1991 - Anerkennung Litauens durch Island
- 1992 - Äquatorialguinea. Bildung einer Übergangsregierung unter Silvestre Siále Bileka.
- 1997 - Madeleine Albright wird die erste Außenministerin der USA
- 1999 - Aussetzung der Wirtschaftssanktionen gegen Burundi
- 1999 - Gabun. Jean-François Ntoutoume Emane wird neuer Regierungschef.
- 2000 - Wrackteile der Star Dust werden gefunden.
- 2005 - Viktor Juschtschenko wird nach monatelanger Krise als Präsident der Ukraine vereidigt.

Kultur


- 1881 - Uraufführung der Oper Eugen Onegin von Pjotr Iljitsch Tschaikowski am Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1897 - Uraufführung der Oper Königskinder von Engelbert Humperdinck in München.
- 1934 - Uraufführung der Oper La Fiamma von Ottorino Respighi am Teatro Reale in Rom.
- 1941 - Uraufführung des Musicals Lady in the Dark von George Gershwin am Alvin Theatre in New York.

Katastrophen


- 1556 - Eines der schlimmsten Erdbeben tötet 830.000 Menschen in der Shanxi Provinz in China.
- 1909 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran fordert ca. 5.500 Tote
- 1973 - Island. Auf der Insel Heimaey bricht der Vulkan Eldfell aus.
- 1998 - Volksrepublik China. Methangas-Explosion in einer Kohlegrube in der Provinz Liaoning. 80 Tote

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1378 - Ludwig III. (Pfalz), Kurfürst von der Pfalz
- 1585 - Maria Ward, englische Ordensstifterin
- 1595 - Hermann Fortunat (Baden), Markgraf von Baden
- 1598 - François Mansart, französischer Baumeister
- 1635 - Johann Gabriel Löbel, Glashüttenbesitzer und Hammerherr
- 1640 - Philipp von Hörnigk, Volkswirtschaftler und Vertreter des Merkantilismus
- 1732 - Friedrich Wilhelm Utsch, Erbförster des Mainzer Kurfürsten; ist der im Volkslied besungene
- 1734 - Wolfgang von Kempelen, Schriftsteller und Erfinder
- 1737 - John Hancock, US-amerikanischer Kaufmann
- 1751 - Jakob Michael Reinhold Lenz, deutscher Schriftsteller
- 1752 - Muzio Clementi, italienisch-englischer Komponist
- 1762 - Christian August Vulpius, deutscher Schriftsteller
- 1783 - Stendhal, französischer Schriftsteller
- 1785 - Carl Adolf Agardh, schwedischer Botaniker
- 1799 - Alois Negrelli von Moldelbe, österreichischer Ingenieur (Erbauer des Sueskanals)
- 1805 - Tommaso Vallauri, italienischer Philologe und Professor der Rhetorik
- 1813 - Camilla Collett, norwegische Schriftstellerin
- 1817 - George Frederic Watts, britischer Maler
- 1828 - Saigō Takamori, japanischer Samurai
- 1832 - Édouard Manet, französischer Maler
- 1840 - Ernst Abbe, deutscher Astronom, Mathematiker, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer
- 1857 - Andrija Mohorovicic, kroatischer Geophysiker
- 1862 - David Hilbert, deutscher Mathematiker
- 1872 - Joze Plecnik, slowenischer Architekt
- 1872 - Paul Langevin, französischer Physiker
- 1876 - Otto Paul Hermann Diels, deutscher Chemiker
- 1876 - Rupert Mayer, Jesuitenpater
- 1878 - Harry Steier, deutscher Opernsänger (Tenor)
- 1879 - Walther Bauersfeld, deutscher Ingenieur und Physiker
- 1882 - Martin Steinke, deutscher Buddhist und Schriftsteller
- 1887 - Jean Julien Fulcanelli, Alchimist und esoterischer Schriftsteller
- 1888 - Paul Peter Ewald, deutscher Physiker
- 1889 - Rikard Long, färöischer Dichter und Literaturkritiker
- 1891 - Antonio Gramsci, italienischer Schriftsteller, Politiker und Philosoph, Theoretiker
- 1892 - Erté, russischer Illustrator, Bühnenbildner und Modedesigner
- 1893 - Fritz Baade, deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Politiker und MdR
- 1896 - Charlotte, Großherzogin von Luxemburg 1919-1964
- 1897 - Margarete Schütte-Lihotzky, erste weibliche österreichische Architektin
- 1898 - Randolph Scott, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1898 - Sergei Michailowitsch Eisenstein, sowjetischer Regisseur
- 1899 - Alfred Denning, Richter
- 1904 - Karl Schlechta, deutscher Nietzsche-Forscher
- 1905 - Erich Borchmeyer, deutscher Leichtathlet
- 1905 - Erich Neumann, deutsch-israelischer Psychologe und Psychoanalytiker
- 1905 - Jesse Thoor, deutscher Schriftsteller
- 1907 - Hideki Yukawa, japanischer Physiker
- 1909 - Heinz Petermann, Präsident des Raiffeisenverbandes in Hannover
- 1910 - Django Reinhardt, belgisch-französischer Jazzmusiker
- 1910 - Irene Sharaff, US-amerikanische Kostümbildnerin
- 1911 - Anna Maria Jokl, österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Psychoterapeutin
- 1915 - Herma Bauma, österreichische Leichtathletin und Handballerin
- 1915 - William Arthur Lewis, britischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
- 1918 - Gertrude Belle Elion, US-amerikanischer Wissenschaftler und Nobelpreisträgerin
- 1919 - Hans Hass, österreichischer Biologe und Dokumentarfilmer
- 1920 - Gottfried Böhm, deutscher Architekt
- 1920 - Henry Eriksson, schwedischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1920 - Karl Delorme, deutscher Politiker und MdB
- 1920 - Ray Abrams, US-amerikanischer Musiker
- 1921 - Marija Gimbutas, Archäologin
- 1923 - Walter M. Miller, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1924 - Eugen Glombig, deutscher Politiker
- 1924 - Paul Feyerabend, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker
- 1928 - Jeanne Moreau, französische Schauspielerin
- 1929 - Hannelore Valencak, österreichische Schriftstellerin
- 1929 - Harald Metzkes, deutscher Maler
- 1929 - John C. Polanyi, deutsch-kanadischer Chemiker und Physiker
- 1930 - Mervyn Rose, australischer Tennisspieler
- 1933 - Chita Rivera, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin
- 1936 - Horst Mahler, deutscher Rechtsanwalt (Gründungsmitglied der RAF)
- 1937 - Erwin Vetter, deutscher Politiker
- 1938 - Georg Baselitz, deutscher Maler und Bildhauer
- 1938 - Theo-Ben Gurirab, Premierminister der Republik Namibia
- 1940 - Johnny Russell, US-amerikanischer Country-Musiker und Songwriter
- 1940 - Jürgen Grasmück, deutscher Autor von Science-Fiction-Romanen
- 1940 - Werner Krämer, deutscher Fußballspieler
- 1941 - Dumeng Giovanoli, Schweizer Skirennläufer
- 1941 - João Ubaldo Ribeiro, brasilianischer Schriftsteller
- 1942 - Hans Alser, schwedischer Tischtennisspieler
- 1942 - Willy Bogner junior, deutscher Skirennläufer
- 1944 - Rutger Hauer, niederländischer Schauspieler
- 1944 - Sergei Alexandrowitsch Below, russischer Basketballspieler
- 1945 - Renate Kern, deutsche Schlagersängerin
- 1946 - Arnoldo Alemán, Staatspräsident Nicaraguas (1997-2002)
- 1946 - Boris Abramowitsch Beresowski, Mathematiker und ein Oligarch Russlands
- 1947 - Jürg Frischknecht, Schweizer Journalist und Schriftsteller
- 1947 - Megawati Sukarnoputri, Präsidentin Indonesiens
- 1948 - Anita Pointer, US-amerikanische Sängerin
- 1950 - Billy Cunningham, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Richard Dean Anderson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1952 - Heino Goeb, deutscher Maler
- 1952 - Henrique da Costa Mecking, brasilianischer Schachmeister und Geistlicher
- 1952 - Robin Zander, US-amerikanischer Sänger
- 1954 - Erwin Moser, österreichischer Kinder- und Jugendbuchautor
- 1954 - Rüdiger Schnuphase, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Eva Lohse, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen am Rhein
- 1957 - Caroline von Hannover, Tochter von Fürst Rainier III von Monaco und Fürstin Gracia Patricia
- 1957 - Paul Steiner, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Earl Falconer, britischer Musiker
- 1962 - Uwe Bohm, deutscher Schauspieler
- 1964 - Bharrat Jagdeo, Staatspräsidend von Guyana
- 1965 - Gerald Jatzek, Österreichischer Autor und Musiker
- 1967 - Naim Süleymanoglu, türkischer Gewichtheber
- 1968 - Alexander Zinn, Soziologe und Bundespressesprecher des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland
- 1968 - Petr Korda, tschechischer Tennisspieler
- 1968 - Tracy Lawrence, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1970 - Jonathan Meese, Performancekünstler
- 1975 - Thomas Brdaric, deutscher Fußballspieler
- 1979 - Benjamín Noval, spanischer Radrennfahrer
- 1983 - Alexander Ecker, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 410 - Hanzei, japanischer Kaiser (
- 351)
- 1002 - Otto III. (HRR), deutscher König ab 983 und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (996 - 1002)
- 1516 - Ferdinand II. von Aragón ("der Katholische"), König von Aragonien
- 1536 - Bernd Knipperdolling, Führer der Wiedertäufer in Münster
- 1549 - Johannes Honterus, siebenbürgischer Gelehrter, Reformator und Humanist
- 1582 - Jean Bauhin, französischer Arzt
- 1622 - William Baffin, englischer Seefahrer und Entdecker
- 1667 - Hieronymus Bauhin, schweizerischer Arzt mit französischen Vorfahren
- 1698 - Ernst August I. von Hannover, Kurfürst und Bischof von Osnabrück
- 1744 - Giambattista Vico, italienischer Philosoph
- 1789 - John Cleland, englischer Schriftsteller
- 1803 - Arthur Guinness, Vater der Biermarke Guinness
- 1806 - William Pitt der Jüngere, zweimaliger Premierminister von Großbritannien
- 1810 - John Hoppner, englischer Maler
- 1820 - Eduard, Herzog von Kent, der vierte Sohn König
- 1837 - John Field, irischer Komponist und Pianist
- 1843 - Friedrich de la Motte Fouqué, deutscher Dichter der Romantik
- 1858 - Luigi Lablache, italienischer Opernsänger
- 1864 - Johann Lukas Schönlein, deutscher Mediziner
- 1866 - Ernst Wilhelm Gottlieb Wachsmuth, deutscher Geschichtsforscher
- 1866 - Peter Joseph Lenné, Gärtner und Landschaftsarchitekt
- 1868 - Heinrich von Brandt, preußischer General der Infanterie
- 1879 - Adolf Jensen, deutscher Komponist und Musikpädagoge
- 1883 - Gustave Doré, französischer Maler und Graphiker
- 1889 - Alexandre Cabanel, französischer Maler
- 1891 - Friedrich von Schmidt, deutscher Architekt
- 1894 - Lobengula, letzter König des Matabele-Königreichs im südlichen Afrika
- 1921 - Heinrich Wilhelm Waldeyer, Anatom
- 1922 - Arthur Nikisch, ungarischer Dirigent
- 1931 - Anna Pawlowa, russische Tänzerin
- 1934 - Hedwig Heyl, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin
- 1939 - Ernst Blass, deutscher Schriftsteller
- 1939 - Matthias Sindelar, österreichischer Fußballspieler
- 1940 - Giuseppe Motta, Schweizer Politiker
- 1944 - Edvard Munch, norwegischer Maler und Graphiker
- 1945 - Albert Kuntz, Widerstandskämpfer
- 1945 - Busso Thoma, Kaufmann, als Mitwisser der Attentatspläne zum 20. Juli hingerichtet
- 1945 - Erwin Planck, deutscher Politiker
- 1945 - Eugen Bolz, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1945 - Helmuth James Graf von Moltke, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Reinhold Frank, deutscher Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer
- 1947 - Pierre Bonnard, französischer Maler des Symbolismus
- 1956 - Alexander Korda, ungarisch-britischer Filmregisseur
- 1969 - Jaroslav Křička, tschechischer Komponist
- 1972 - Big Maybelle, US-amerikanische Sängerin
- 1973 - Kid Ory, amerikanischer Musiker
- 1976 - Paul Robeson, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger, Autor und Bürgerrechtler
- 1978 - Terry Kath, US-amerikanischer Songschreiber und Musiker
- 1978 - Vic Ames, US-amerikanischer Sänger
- 1980 - Lil Dagover, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Liselott Baumgarten, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Roland Hampe, deutscher Archäologe und Übersetzer
- 1981 - Samuel Barber, US-amerikanischer Komponist
- 1983 - Francis Michael Forde, australischer Politiker und Premierminister
- 1983 - George Cukor, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1986 - Johann Ritter, deutscher Pfarrer
- 1986 - Joseph Beuys, Bedeutender deutscher Künstler
- 1989 - Salvador Dalí, spanischer Maler Surrealismus
- 1993 - Thomas Andrew Dorsey, Blues- und Gospel-Sänger und Pianist
- 1994 - Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen
- 1998 - Victor Pasmore, englischer Maler
- 1999 - Joe D'Amato, italienischer Filmregisseur
- 2002 - Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 2002 - Robert Nozick, US-amerikanischer Philosoph
- 2004 - Helmut Newton, deutscher Fotograf
- 2005 - Johnny Carson, US-amerikanischer Fernseh-Entertainer

Feier- und Gedenktage


- Namenstage: Eugen, Guido, Raimund
- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Hartmut von St. Gallen (katholisch)
  - Sel. Heinrich Seuse (katholischer Gedenktag im deutschen Sprachgebiet, sonst am 25. Januar)
  - Sel. Nikolaus Groß (katholisch)

Siehe auch

:22. Januar - 24. Januar :23. Dezember - 23. Februar :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0123 ja:1月23日 ko:1월 23일 simple:January 23 th:23 มกราคม

1891

Ereignisse


- 1. Januar: Deutsch-Ostafrika wird deutsche Kolonie
- 1. Januar: Die erste Ausgabe seit dem Verbot von 1878 des sozialdemokratischen Parteiblatts Vorwärts erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren
- Chaldaea (Asteroid) wird entdeckt

Technik


- 18. März: Das erste Telefongespräch von Paris nach London über ein Nachrichtenkabel durch den Ärmelkanal wird gehalten
- Ferdinand Braun erfindet das Braunsche Elektrometer
- 13. September: Anlässlich der internationalen Elektrizitätsausstellung in Frankfurt am Main erfolgt die erste Fernübertragung elektrischer Energie mit Drehstrom durch Oskar von Miller. Es wird eine Leistung von 175 PS (129 kW) bei einer Spannung von 10.000 Volt über eine Entfernung von 176 Kilometer von Lauffen am Neckar übertragen. Die Stromstärke in der Leitung betrug knapp 13 Ampere

Kultur


- 2. Januar: Uraufführung der Oper Traum auf der Wolga (Orig.: Son na Volge) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau
- 10. Januar: Uraufführung der Operette Saint Cyr von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 16. März: Uraufführung der Oper Le Mage von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris
- 21. Oktober: Uraufführung der tragischen Oper Vendetta von Alexander von Fielitz in Lübeck
- Das KinderliedAlle meine Entlein“ wird verfasst
- Die Goldsmith-Lehranstalt wird in London gegründet

Geboren


- 6. Januar: Dai Jitao, chinesischer Politiker und Publizist († 1949)
- 6. Januar: Fritz Imhoff, österreichischer Schauspieler und Sänger († 1961)
- 7. Januar: Zora Neale Hurston, US-amerikanische Schriftstellerin und Anthropologin († 1960)
- 8. Januar: Walther Bothe, deutscher Physiker († 1957)
- 15. Januar: Ossip Emiljewitsch Mandelstam, russischer Dichter († 1938)
- 17. Januar: Walter Eucken, deutscher Ökonom († 1950)
- 23. Januar: Antonio Gramsci, italienischer Schriftsteller, Politiker und Philosoph († 1937)
- 24. Januar: Walter Model, Generalfeldmarschall im Zweiten Weltkrieg (†1945)
- 26. Januar: Wilder Penfield, US-amerikanischer Mediziner († 1976)
- 27. Januar: Ilja G. Ehrenburg, russischer Schriftsteller und Kriegsberichtserstatter († 1967)
- 27. Januar: Wilhelm Morgner, deutscher Maler des Expressionismus († 1917)
- 28. Januar: Karel Boleslav Jirák, tschechischer Komponist († 1972)
- 30. Januar: Max Drischner, deutscher Komponist, Oragnist und Cembalist († 1971)
- 4. Februar: Christian Kuhlemann, deutscher Politiker († 1964)
- 5. Februar: Monta Bell, US-amerikanischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor (
- 1958)
- 12. Februar: Ernst-Christoph Brühler, deutscher Politiker († 1961)
- 14. Februar: Erich Engel, deutscher Film- und Theaterregisseur († 1966)
- 14. Februar: Katherine Stinson, US-amerikanische Flugpionierin († 1977)
- 16. Februar: Hans Friedrich Karl Günther, nationalsozialistischer Rasseforscher († 1968)
- 16. Februar: Johannes Messner, österreichischer Theologe, Rechtswissenschaftler und Politiker († 1984)
- 17. Februar: Georg Britting, deutscher Schriftsteller († 1964)
- 25. Februar: Alfredo Marceneiro, spanischer Fado-Sänger († 1982)
- 27. Februar: Arie Bijvoet, niederländischer Fußballspieler
- 3. März: Arthur Drewry, britischer Fußball-Funktionär, FIFA-Präsident († 1961)
- 8. März: Sam Jaffe, US-amerikanischer Schauspieler († 1984)
- 9. März: Hermann Eris Busse, deutscher Schriftsteller († 1947)
- 11. März: Max Kaus, Maler und Graphiker († 1977)
- 12. März: Michael Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph († 1976)
- 12. März: Michel Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph († 1976)
- 19. März: Earl Warren, Gouverneur von Kalifornien und Oberster Richter der USA († 1974)
- 19. März: Josef Blatný, tschechischer Komponist († 1980)
- 23. März: Johann Heinrich Suhrkamp, Gründer des Suhrkamp Verlags († 1959)
- 23. März: Peter Suhrkamp, Verleger († 1959)
- 24. März: Charley Toorop, niederländische Malerin und Lithografin († 1955)
- 24. März: John Knittel, Schweizer Schriftsteller († 1970)
- 29. März: Alfred Neubauer, Rennleiter des Mercedes-Grand-Prix-Teams († 1980)
- 29. März: Yvan Goll, deutsch-französischer Schriftsteller († 1950)
- 30. März: Arthur William Sidney Herrington Konstrukteur des Jeep (†1970)
- 30. März: Josefa Berens-Totenohl, deutsche Schriftstellerin, Malerin und Lehrerin († 1969)
- 1. April: Hans Döllgast, deutscher Architekt und Graphiker († 1974)
- 1. April: Hans Kayser, deutscher Komponist und Musiktheoretiker († 1964)
- 2. April: Max Ernst, deutscher Maler des Dadaismusund des Surrealismus († 1976)
- 4. April: Richard Euringer, nationalsozialistischer deutscher Schriftsteller († 1953)
- 5. April: Ernst Fraenkel, deutscher Wirtschaftshistoriker († 1971)
- 13. April: Robert Scholl, Vater der Geschwister Scholl († 1973)
- 14. April: Bhimrao Ramji Ambedkar, indischer Politiker und Sozialreformer († 1956)
- 15. April: Karl Alwin, deutscher Dirigent († 1945)
- 15. April: Peter Horn, deutscher Politiker († 1967)
- 19. April: Riccardo Bacchelli, italienischer Schriftsteller († 1985)
- 23. April: Sergei Sergejewitsch Prokofjew, russischer Komponist († 1953)
- 28. April: Antonio Drapier, Erzbischof und emeritierter apostolischer Delegat für Indochina († 1967)
- 2. Mai: Otto Wittenburg, deutscher Politiker († 1976)
- 3. Mai: Katharina Heise, deutsche Malerin und Bildhauerin († 1964)
- 3. Mai: Lene Voigt, sächsische Schriftstellerin († 1962)
- 4. Mai: Frederick Jacobi, US-amerikanischer Komponist († 1952)
- 9. Mai: May Warden, britische Schauspielerin (u. a. Dinner for One) († 1905)
- 15. Mai: Michail A. Bulgakow, russischer Schriftsteller (†1940)
- 15. Mai: Michail Afanasjewitsch Bulgakow, russischer Schriftsteller († 1940)
- 16. Mai: Richard Tauber, britischer Opernsänger († 1948)
- 18. Mai: Rudolf Carnap, Philosoph († 1970)
- 19. Mai: Oswald Boelcke, deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg († 1916)
- 22. Mai: Johannes R. Becher, deutscher Schriftsteller († 1958)
- 23. Mai: Pär Lagerkvist, schwedischer Schriftsteller und Dichter († 1974)
- 25. Mai: Karl Wagner, Kommunist und Gegner des Nationalsozialismus († 1965)
- 4. Juni: Leopold Vietoris, österreichischer Mathematiker († 2002)
- 9. Juni: Cole Porter, US-amerikanischer Komponist und Textdichter († 1964)
- 19. Juni: John Heartfield, deutscher Maler, Graphiker und Bühnenbildner († 1968)
- 21. Juni: Hermann Scherchen, deutscher Dirigent († 1966)
- 21. Juni: Pier Luigi Nervi, italienischer Bauingenieur († 1979)
- 5. Juli: John Howard Northrop, US-amerikanischer Chemiker († 1987)
- 10. Juli: Paul Eipper, deutscher Schriftsteller († 1964)
- 14. Juli: Alexander Melentjewitsch Wolkow, russischer Schriftsteller, Mathematikprofessor († 1977)
- 15. Juli: Adolph Wurmbach, deutscher Schriftsteller († 1968)
- 18. Juli: Emil Julius Gumbel, deutsch-jüdischer Mathematiker und politischer Publizist († 1966)
- 27. Juli: Wladimir Michailowitsch Petljakow, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1942)
- 29. Juli: Bernhard Zondek, deutscher Gynäkologe († 1966)
- 1. August: Enrique Mario Casella, argentinischer Komponist († 1948)
- 1. August: Karl Kobelt, schweizerischer Politiker († 1968)
- 2. August: Arthur Bliss, englischer Komponist († 1975)
- 6. August: Hans Mersmann, deutscher Musikforscher († 1971)
- 8. August: Adolf Busch, deutscher Geiger und Komponist († 1952)
- 11. August: De Kessler, niederländischer Fupballspieler († 1943)
- 11. August: Edgar Zilsel, Philosoph († 1944)
- 13. August: Reinold von Thadden-Trieglaff, deutscher Theologe († 1976)
- 14. August: Mihail Jora, rumänischer Komponist († 1971)
- 21. August: Heinrich-Wilhelm Ruhnke, deutscher Politiker der SPD († 1963)
- 25. August: Alberto Savinio, italienischer Schriftsteller und Maler († 1952)
- 26. August: Ferdinand Bruckner, österreichisch-deutscher Schriftsteller und Theaterleiter († 1958)
- 4. September: Fritz Todt, deutscher Reichsminister des Dritten Reiches († 1942)
- 5. September: Edward Molyneux, französischer Modedesigner († 1974)
- 11. September: Noël Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer († 1966)
- 16. September: Karl Dönitz, letzter deutscher Reichspräsident († 1980)
- 18. September: Otto Juljewitsch Schmidt, sowjetischer Geophysiker und Arktisforscher († 1956)
- 19. September: Willy Birgel, deutscher Theater- und Filmschauspieler († 1973)
- 22. September: Hans Albers, deutscher Schauspieler und Sänger († 1960)
- 24. September: William F. Friedman, US-amerikanischer Militärkryptologe beim SIS († 1969)
- 26. September: Hans Reichenbach, Physiker, Philosoph und Logiker († 1953)
- 28. September: Bernhard Schwentner, deutscher Pfarrer († 1944)
- 28. September: Robert Seitz, deutscher Schriftsteller († 1938)
- 2. Oktober: Jossyp Bokschaj, ukrainischer Maler († 1975)
- 4. Oktober: Herbert Kranz, deutscher Schriftsteller († 1973)
- 6. Oktober: Hans Schemm, Gauleiter der NSDAP († 1935)
- 10. Oktober: Ludwig Manfred Lommel, schlesischer Humorist († 1962)
- 12. Oktober: Edith Stein, deutsche Philosophin und katholische Nonne († 1942)
- 20. Oktober: James Chadwick, britischer Physiker († 1974)
- 22. Oktober: Kurt Hickethier, deutscher Arzt
- 24. Oktober: Rafael Trujillo, Politiker und Staatschef der Dominikanischen Republik († 1961)
- 25. Oktober: Bernhard Lohmüller, deutscher Politiker († 1952)
- 29. Oktober: Claire Goll, deutsch-französische Journalistin († 1977)
- 6. November: Galaktion Tabidse, georgischer Lyriker
- 12. November: Seth Barnes Nicholson, US-amerikanischer Astronom († 1963)
- 14. November: Frederick Banting, britischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1941)
- 14. November: Josef Magnus Wehner, deutscher Schriftsteller und Bühnenautor († 1973)
- 14. November: Ted Meredith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1957)
- 15. November: Erwin Rommel, dt. Generalfeldmarschall, Befehlshaber des deutschen Afrikakorps († 1944)
- 16. November: Julius Leber, deutscher Politiker und NS-Widerstandskämpfer († 1945)
- 18. November: Gio Ponti, italienischer Architekt († 1979)
- 21. November: Just Göbel, niederländischer Fußballspieler († 1984)
- 21. November: Karl Hubbuch, deutscher Kunstprofessor († 1979)
- 24. November: Max Amann, deutscher Politiker und Publizist († 1957)
- 29. November: Julius Raab, Bundeskanzler der Republik Österreich († 1964)
- 2. Dezember: Otto Dix, deutscher Maler († 1969)
- 5. Dezember: Alexander Michailowitsch Rodtschenko, russischer Maler, Grafiker und Fotograf. († 1956)
- 6. Dezember: Heinrich Barlage, deutscher Politiker und MdB († 1968)
- 8. Dezember: Albert Salomon, deutsch-jüdischer Soziologe († 1966)
- 10. Dezember: Nelly Sachs, deutsche Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin († 1970)
- 14. Dezember: Mary Lavater-Sloman, deutsche Schriftstellerin († 1980)
- 15. Dezember: Alvin Pleasant Carter, US-amerikanischer Country-Sänger († 1960)
- 15. Dezember: David Wijnveldt, niederländischer Fußballspieler († 1962)
- 15. Dezember: Karl Wilhelm Meissner, deutsch-amerikanischer Physiker († 1959)
- 19. Dezember: Edward Graf Raczynski, Polnischer Diplomat und Politiker († 1993)
- 19. Dezember: Edward Raczyński, polnischer Politiker († 1993)
- 19. Dezember: Philipp Keller, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 21. Dezember: Philipp Etter, schweizerischer Politiker († 1977)
- 26. Dezember: Henry Miller, US-amerikanischer Schriftsteller († 1980)
- Prinz Wan Waithayakon von Thailand († 1976)

Gestorben


- 5. Januar: Emma Abbott, US-amerikanische Opernsängerin (
- 1850)
- 7. Januar: Friedrich Mergner, evangelischer Theologe und Komponist (
- 1818)
- 7. Januar: Karl Gottfried Wilhelm Taubert, deutscher Komponist (
- 1811)
- 12. Januar: Georges-Eugène Baron Haussmann, französischer Stadtplaner (
- 1809)
- 16. Januar: Léo Delibes, französischer Komponist (
- 1836)
- 23. Januar: Friedrich von Schmidt, deutscher Architekt (
- 1825)
- 24. Januar: Philipp Carl, deutscher Physiker (
- 1837)
- 28. Januar: Nikolaus Otto, deutscher Maschinenbauer (Erfinder des Ottomotors) (
- 1832)
- 9. Februar: Johan Barthold Jongkind, niederländischer Maler (
- 1819)
- 10. Februar: Sonja Kowalewski, russische Mathematikerin (
- 1850)
- 14. Februar: William T. Sherman, US-amerikanischer General im Bürgerkrieg (
- 1820)
- 18. Februar: Henry Hastings Sibley, US-amerikanischer Politiker (
- 1811)
- 21. Februar: Georges Seurat, Erfinder, Maler des Pointillismus (
- 1859)
- 28. Februar: Giovanni Morelli, italienischer Abgeordneter, Senator, Arzt und Kunsthistoriker (
- 1816)
- 9. März: Amalie Dietrich, deutsche Botanikerin und Zoologin (
- 1821)
- 14. März: Ludwig Windthorst, deutscher Politiker (
- 1812)
- 15. März: Jean-Baptiste-Marie-Edouard Campenon, französischer General und Kriegsminister (
- 1819)
- 21. März: Joseph Eggleston Johnston, US-amerikanischer General (
- 1807)
- 28. März: Friedrich Stoltze, deutscher Dichter und Journalist (
- 1816)
- 30. März: Ferdinand Henry, leitender preußischer Militärbeamter (
- 1819)
- 1. April: Tilman Orth, brasilianischer Tierschützer (
- 1823)
- 2. April: Albert Pike, Rechtsanwalt, General, Autor und Freimaurer (
- 1809)
- 16. April: Elisabeth Rosenthal, Gründerin der ersten privaten höheren Mädchenschule in Magdeburg (
- 1827)
- 24. April: Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1800)
- 1. Mai: Ferdinand Gregorovius, deutscher Schriftsteller und Historiker (
- 1821)
- 8. Mai: Helena Petrovna Blavatsky, russische Spiritistin und Schriftstellerin (
- 1831)
- 10. Mai: Carl Wilhelm von Nägeli, Schweizer Botaniker (
- 1817)
- 11. Mai: Alexandre Edmond Becquerel, französischer Physiker (
- 1820)
- 23. Juni: Norman Robert Pogson, britischer Astronom (
- 1829)
- 23. Juni: Paul Bronsart von Schellendorff, preußischer General und Kriegsminister (
- 1832)
- 23. Juni: Wilhelm Eduard Weber, deutscher Physiker (
- 1804)
- 1. Juli: Mihail Kogalniceanu, rumänischer Staatsmann, Historiker und Publizist (
- 1817)
- 4. Juli: Carl August Haupt, deutscher Komponist (
- 1810)
- 4. Juli: Hannibal Hamlin, Vizepräsident der USA (
- 1809)
- 7. Juli: P. T. Barnum, US-amerikanischer Zirkuspionier (
- 1810)
- 6. August: Henry Litolff, britischer Komponist (
- 1818)
- 9. August: Louis Constans Berger, Industrieller und Politiker (
- 1829)
- 18. August: Louis Paulsen, Schachspieler (
- 1833)
- 20. August: Franz Friedrich Ernst Brünnow, deutscher Astronom (
- 1821)
- 22. August: Jan Nepomuk Neruda, tschechischer Journalist, Dichter und Schriftsteller (
- 1834)
- 9. September: Jules Grévy, französischer Staatspräsident (
- 1813)
- 17. September: Lorenz Brentano, Jurist und badischer Politiker (
- 1813)
- 18. September: José Manuel Balmaceda, chilenischer Politiker (
- 1840)
- 27. September: Iwan Alexandrowitsch Gontscharow, russischer Schriftsteller (
- 1812)
- 28. September: Herman Melville, US-amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Essayist (
- 1819)
- 30. September: Georges Ernest Boulanger, französischer General (
- 1837)
- 6. Oktober: Charles Stewart Parnell, irischer Politiker (
- 1846)
- 6. Oktober: Karl I., König von Württemberg (
- 1823)
- 8. Oktober: Giovanni Abbate Caselli, italienischer Physiker (
- 1815)
- 12. Oktober: Friedrich Feustel, Bayreuther Bankier und Förderer der Bayreuther Festspiele (
- 1824)
- 13. Oktober: Thomas Johann Heinrich Mann, Lübecker Kaufmann (
- 1840)
- 14. Oktober: Julius Jolly, Staatsminister in Baden (
- 1823)
- 10. November: Arthur Rimbaud, französischer Dichter (
- 1854)
- 28. November: Christen Berg, dänischer Politiker (
- 1829)
- 2. Dezember: Hermann Howaldt, war ein bekannter Bildhauer, Erzgießer und Kupfertreiber (
- 1841)
- 5. Dezember: Lotte Mende, deutsche Schauspielerin (
- 1834)
- 5. Dezember: Peter II., Kaiser von Brasilien (
- 1825)
- 13. Dezember: Jean Servais Stas, belgischer Chemiker (
- 1813)
- 20. Dezember: Albrecht Ohly, Erster hauptamtlicher Bürgermeister von Darmstadt (
- 1829)
- 22. Dezember: Albert Cambriels, französischer General (
- 1816)
- 22. Dezember: Paul Anton de Lagarde, deutscher Kulturphilosoph und Orientalist (
- 1827)
- 24. Dezember: Johannes Janssen, deutscher Historiker (
- 1829)
- 29. Dezember: Leopold Kronecker, deutscher Mathematiker (
- 1823)
- Alfred Charles Hobbs, Nachschließer

Staatsoberhäupter

Afrika


- Äthiopien: Menilek II., Kaiser (18891909)

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Belgien (Sachsen-Coburg-Gotha/Wettiner): Leopold II., König der Belgier (18651909)
- Dänemark (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Christian IX., König (18631906)
- Deutsches Reich (Hohenzollern): Wilhelm II., Deutscher Kaiser (18881918)
- Frankreich Marie François Sadi Carnot, Präsident (18871894)
- Griechenland (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Georg I., König der Hellenen (18631913)
- Großbritannien und Irland: (Welf: Este) Victoria, Königin (18371901)
- Italien: Humbert I., König (18781900)
- Liechtenstein: Johann II., Fürst (18581929)
- Luxemburg (Haus Nassau): Adolf, Großherzog (18901905)
- Montenegro (Haus Petrowitsch Rjegosch): Nikita Petrović, Fürst (18781918)
- Niederlande (Haus Nassau)- Wilmelmina, Königin (18901948)(Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]], Kaiser (18481916)
- Portugal (Sachsen-Coburg-Saalfeld/Wettiner): Karl I., König (18891908)
- Rumänien (Hohenzollern-Sigmaringen): Karl I., König (18781914)
- Russisches Reich (Romanow-Holstein-Gottorp/Oldenburger) Alexander III., (Kaiser/Zar) (18811894)
- Schweden (Haus Bernadotte): Oskar II., König (18721907)
- Schweiz: Emil Welti, Bundespräsident, (1891)
- Serbien: Aleksandar I. Karađorđević, König (18891903)
- Spanien: Alfons XIII., König (18861931)
- Türkisches Reich: Abdulhamid II., Großsultan (18761909) ko:1891년 simple:1891 th:พ.ศ. 2434

Sardinien

Sardinien (sardisch Sardigna, Sardinna oder Sardinnia, italienisch Sardegna, katalanisch Sardenya), ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und eine autonome Region Italiens. Die Hauptstadt ist Cagliari. Sardinien hat eine Fläche von 24.090 km² und 1,65 Million Einwohner. Die Phönizier nannten es "Sharden", die Euboier "Ichnoussa" und die Griechen "Sandalyon", da seine Form an einen Fußabdruck erinnert.

Geografie

Lage

Sardinien liegt im Mittelmeer zwischen Italien, Frankreich und Tunesien, südlich von Korsika.

Verwaltungsgliederung

Die Region war politisch in vier Provinzen unterteilt: Cagliari, Sassari, Nuoro und Oristano; seit dem 8. Mai 2005 gibt es vier weitere Provinzen: Olbia-Tempio, Ogliastra, Carbonia-Iglesias und Medio Campidano. Die neuen Provinzen sind vor allem Verwaltungsbezirke, Provinzhauptstädte sind noch nicht definiert worden. Eine Neuordnung der Politbezirke, Autokennzeichen etc. ist noch nicht festgelegt.

Gebiete

Die Insel ist in Gebiete eingeteilt, die sich durch Gebirge oder Ebenen ergeben.

Städte und Orte


- Abbasanta - Alghero - Arbatax - Arzachena
- Baia Chia - Baunei - Bosa - Budoni - Buggerru
- Cagliari - Cala Ginepro - Cala Gonone - Cala Liberotto - Calasetta - Cannigione - Capitana - Cardedu - Castelsardo - Coda Cavallo
- Dorgali
- Galtelli - Golfo Aranci - Golfo di Marinella
- La Caletta - La Maddalena - Limpiddu - Lubagnu
- Marina Di Sorso - Muravera
- Nuoro
- Olbia (Italien) - Oristano - Orosei - Osalla
- Palau (Sardinien) - Pittulongu - Platamona - Porto Cervo - Porto Corallo - Porto Ottiolu - Porto Pollo - Porto Rafael - Porto Rotondo - Porto San Paolo - Posada - Pula
- Sa Linna Siccas - San Giovanni di Posada - San Teodoro - Sant'Anna Arresi - Sant'Antioco - Santa Maria Navarrese - Santa Teresa di Gallura - Santa Theresa - Sassari - Siniscola - Solanas - Sos Alinos - Stintino
- Tanaunella - Tertenia - Torre dei Corsari - Tortoli
- Valledoria - Viddalba - Villaputzu - Villasimius

Küsten

Außerdem haben einige Küstenabschnitte bekannte Namen.
- Costa Smeralda - Costa Rei - Costa Verde - Costa Paradiso - Costa del Sud

Flüsse

Die längsten Flüsse Sardiniens sind der bei Oristano an der Westküste liegende Tirso mit 150 km, der Coghinas mit 123 km und der an der südlichen Ostküste ins Meer mündende Flumendosa mit 122 km.

Klima

Das Klima ist im Wesentlichen mediterran, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Die Insel leidet im Sommer unter Wasserarmut (500 - 600 mm/Jahr) und wird vor allem im Winter von Winden nicht verschont. Die Insel gilt als Naturreservat, in dem Tausende seltener Tiere und Pflanzen unter Schutz gestellt sind. Es gibt Gold- und Silbervorkommen.

Vorgeschichte

Silber Die Besiedlung Sardiniens reicht weit zurück. 1979 wurden 150.000 Jahre alte paläolithische menschliche Überreste gefunden. Aus der Grotte Corbeddu di Oliena (NU) stammen laut C14-Datum von 7.444 v. Chr. die nächstältesten Relikte, die man auf der Insel fand. Die prähistorischen Sarden tauschten Obsidian, ein Lavagestein, das am Monte Arci gewonnen und für die Produktion einfacher Werkzeuge benutzt wurde. Der Obsidian vom Monte Arci gelangte nach Korsika, in die Toskana, die Emilia, nach Ligurien und Südfrankreich. Erste Kultplätze sind Höhlen. Vom Neolithikum, das auf Sardinien um 6000 v. Chr. mit der Einwanderung von Leuten der Cardial-Kultur einsetzt, bis zur punischen Eroberung von Teilen der Insel im 6. Jh. v. Chr. und der römischen Besetzung 238 v. Chr. prägten u. a. die Kulturen von Su-Carroppu, Filiestru, Bonu Ighinu, Ozieri, Monte Claro und die Bonnanaro Kultur sowie besonders die Nuraghenkultur das Bild der Insel. Die neolithische Periode bringt Landwirtschaft und Viehhaltung auf die Insel. Belege sind Moerser und Mahlsteine, Getreidekörner und Knochenreste von Haustieren. Kulthöhlen, die Domus de Janas (Häuser der Feen) wurden in Felsformationen gekratzt. Die um 2000 v. Chr. erfolgte die erste Zuwanderung von Fremden. Die Glockenbecherleute verändern die Architektur. Ab etwa 1500 v. Chr. beherrschten die Nuragher die Insel. Heute existieren noch über 3.000 von einst etwa 10.000 turmartigen Nuraghen, nach denen die Kultur benannt ist. Hinzu kommen noch Dolmen, Gigantengräber, Menhire und heilige Brunnen von denen es etwa drei Dutzend gibt. Manche vermuten, dass sich das geheimnisvolle Volk der Schardana aus dem östlichen Mittelmeer im 20. Jahrhundert v. Chr. hier angesiedelt hat. Über die Leute (deren Name das Meeresvolk bedeuten soll), ist wenig bekannt, ihre Spur wurde nur in ägyptischen Beschreibungen gefunden. Hypothesen entstanden nach linguistischen Studien, wonach die Stadt Sardis (Lydien) ihr Ausgangspunkt sei, von der sie das Thyrrenische Meer erreicht hätten; danach hätten sie sich aufgeteilt in Sarden und Etrusker. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass eine sehr lange ungestörte einheimische Entwicklung über die Bonnanaro-Kultur mit ihren Protonuraghen zur Nuraghenkultur führte.

Geschichte

Nuraghenkultur Die sardische Sprache ist eine romanische Sprache; ihre phönizischen oder etruskischen Ursprünge sind kaum zu definieren. Während sie durch das Italienische weitgehend verdrängt wurde - sie ist unter einem Teil der sardischen Jugend, besonders in Cagliari, völlig unbekannt - gilt Sardisch als die nationale Hauptsprache (die Sarden identifizieren sich als Volk und Nation). Nach der römischen, später der byzantinischen Besetzung wurde die Insel vom 9. Jh. bis 12. Jh. in vier Giudicati (Judikate) geteilt, die schon während der byzantinischen Herrschaft de facto unabhängig waren. Der Staufer und König von