Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Antonow

Antonow

Der wissenschaftlich-technische Komplex für Luftfahrt O.K. Antonow (russisch: Авиационный научно-технический комплекс им. О.К.Антонова kurz АНТК им. О.К.Антонова, englisch: ANTONOV Aeronautical Scientific/Technical Complex) ist ein ukrainischer, früher sowjetischer, Produzent von Flugzeugen und Bussen aus Kiew, benannt nach Oleg Konstantinowitsch Antonow. Antonow stellt seit 1946 Flugzeuge verschiedenster Art her. Besonders bekannt sind der von 1947 bis 1960 (bis 1992 in Lizenz) gebaute Doppeldecker An-2 sowie die größten Transportflugzeuge der Welt, die An-124 und die An-225.

Geschichte

Am 31. Mai 1946 wurde durch einen Erlass des Ministerrates der Sowjetunion das Konstruktionsbüro Nr. 153 bei der Flugzeugfabrik Nowosibirsk gegründet und Antonow zum Leiter berufen. Im selben Erlass wurde das Büro mit der Entwicklung eines Flugzeuges für die Landwirtschaft beauftragt, der späteren Antonow An-2. Gleichzeitig wurden die Segelflugzeuge A-9 und A-10 entwickelt und in kleinen Stückzahlen produziert. Im Sommer 1952 zog das Konstruktionsbüro nach Kiew. Ende 1953 erhielt das Büro den Auftrag, ein militärisches Transportflugzeug mit zwei Turboprop-Triebwerken zu entwickeln und zu bauen. Da zu diesem Zewitpunkt ein Mangel an Spezialisten bestand, um diese Aufgabe zu erfüllen, wurden Anfang 1954 zahlreiche Absolventen des Instituts für Luftfahrt Charkow und Spezialisten aus Kiew, Leningrad und Moskau angestellt. Damit konnte die Aufgabe bewältigt werden, und die Antonow An-8 absolvierte ihren Jungfernflug am 11. Februar 1956. Im Laufe der nächsten 30 Jahre wurden zahlreiche zivile und militärische Flugzeuge entwickelt, darunter Typen für den Einsatz unter extremen Bedingungen wie die Antonow An-74 für den Einsatz im Hohen Norden und die Antonow An-32 für den Einsatz im Hochgebirge. Dabei wurde eine Komplex von Fabriken aufgebaut, die der westlichen Luftfahrtindustrie als ebenbürtig bezeichnet werden kann. In den 1970er Jahren wurde die Ausrichtung des Büros geändert, und es wurde mit der Entwicklung von Transportflugzeugen begonnen. Unter anderem wurde 1971 mit der Entwicklung der Antonow An-124 Ruslan, einem Langstreckentransportflugzeug, begonnen. 1982 konnte der Jungfernflug dieses Typs durchgeführt werden. Am 4. April 1984 starb Antonow, und ihm zu Ehren wurde dem Konstruktionsbüro sein Name verliehen. Am 15. Mai des gleichen Jahres wurde Pjotr Wassiljewitsch Balabujew zum Chefkonstrukteur ernannt. Er leitet bis heute (2004) das Unternehmen. Wenig später wurde mit der Entwicklung eines Mehrzweck-Transportflugzeug für sehr schwere und sperrige Lasten bis zu 250 t begonnen, der Antonow An-225. Dieses Flugzeug wurde in der unglaublich kurzen Zeit von 3 Jahren entwickelt und gebaut, so dass im Dezember 1988 der Jungfernflug durchgeführt werden konnte. Im Mai 1989 wurde ein Huckepack-Flug mit der Raumfähre Buran in Baikonur durchgeführt, und im Juni wurde die Maschine in einer Flugshow in Le Bourget vorgeführt. Derzeit bildet dieser Typ das Rückgrat der Transport Division des Unternehmens, der Awialini Antonowa (engl.: Antonov Airlines). Dieses Unternehmen wurde 1989 gegründet, nachdem man die Erlaubnis der Regierung erhalten hatte, internationale Transportaufträge durchzuführen. Derzeit trägt es den Status des nationalen Luftfahrttransportunternehmens der Ukraine. Seit einigen Jahren werden nicht mehr nur Flugzeuge entwickelt und gebaut, sondern auch Landfahrzeuge. Zum Beispiel Niederflurstraßenbahnen, Trolleybusse und Rennräder.

Flugzeuge von Antonow

1989 1989
- A-2 kleiner Segler
- A-7/RF-8 Lastensegler
- A-11 Kunstflugsegler
- A-13 Kunstflugmaschine, düsenbetriebene Variante der A-11
- A-40 mit Flügeln ausgestatteter T-60-Panzer
- An-2: Großer Mehrzweckdoppeldecker mit über 15.000 gebauten Exemplaren
- An-3: mit einem Turboproptriebwerk ausgestattete An-2
- An-4: wasserlandungsfähige An-2
- An-6: Wetteraufklärerversion der An-2
- An-8: Mittelstrecken Turboprop-Militärtransporter
- An-10 Ukraina: Mittelstrecken Turboprop-Passagierflugzeug
- An-12: Mittelstrecken Turboprop-Militärtransporter
- An-14: Kurzstartpassagierflugzeug
- An-22 Antäus: Großer Turbopropgetriebener Frachter
- An-24: Mehrzweckmittelstreckenflugzeug
- An-26: Mehrzweckmittelstreckenflugzeug
- An-28: vergößerte Turboprop-Weiterentwicklung der An-14
- An-30: Variante der An-24 für Luftbildaufnahmen
- An-32: modernisierte Frachtvariante der An-26
- An-38: vergößerte An-28 mit moderner Elektrik & neuen Triebwerken
- An-50: mit vier Düsentriebwerken ausgestattete An-26 (Projekt, Entwicklung eingestellt)
- An-70: viermotoriger Frachter
- An-71: Aufklärervariante der An-72
- An-72: militärischer Kurzstartfrachter
- An-74: zivile Variante der An-72
- An-88: Projekt einer Aufklärervariante der An-72, nie gebaut
- An-124 Ruslan (Condor): Großraum-Transportflugzeug
- An-140 Kurzstreckenpassagierflugzeug, gedacht als An-24-Ersatz
- An-148 (früher: An-174); eine vergrößerte und modernisierte An-74 mit Triebwerken unter den Flügeln
- An-180 Mittelstreckenpassagierflugzeug (Projekt, Entwicklung eingestellt)
- An-204
- An-218 Großraumverkehrsflugzeug (Projekt, Entwicklung eingestellt)
- An-225 Mrija (Cossack): Großraumtransportflugzeug (Größtes Flugzeug der Welt) Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen

Weblinks


- [http://www.antonov.com Website der Firma]
- [http://www.aviation.ru/An/ Kurzübersicht über die von Antonow produzierten Typen]

Siehe auch

Liste von Flugzeugtypen - Airbus - Antonow - Berijew - Boeing - Bombardier - Embraer - Iljuschin - Lockheed - McDonnell Douglas - Suchoi - Tupolew Kategorie:Flugzeughersteller Kategorie:Unternehmen (Ukraine) Kategorie:Antonow ja:アントノフ

Russische Sprache

Die russische Sprache (früher auch Großrussisch genannt) ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau. Russisch wird von etwa 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch). In diesen und weiteren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teiles des öffentlichen Lebens. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 300 Millionen Sprecher.

Alphabet

Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (rus.: русский алфавит od. русская азбука), das dem kyrillischen Alphabet (rus.: кириллический алфавит od. кириллица) entstammt. Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я. Die übrigen 22 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben ъ und ь nicht zur Nachbildung bestimmter, eingenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [mehr dazu siehe unter: Russische Phonetik]. Siehe auch: Russische Rechtschreibreform von 1918

Aussprache

Die Aussprache der russischen Sprache bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietäten (Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.

Tonalität

Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Auch wie im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Die Stimmhebung oder -senkung dient hier aber dazu, um die Bedeutung eines Satzes zu ändern oder dessen bestimmte Teile klanglich hervorzuheben. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter.

Wortbetonung

Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als frei und beweglich bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet. Für eine ausführliche Darstellung siehe: Wortbetonung in der russischen Sprache

Phonetik

Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl hart als auch weich (palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um so genannte Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z.B. guttural) ausgesprochen werden. Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer betonten und einer unbetonten Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder ] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischen Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u.a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen. Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in Stielstill) noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. Im Russischen gibt es keine Diphthonge. Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden stets als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in Kooperation, aktuell, Museum, geimpft). Für eine ausführliche Darstellung der russischen Phonetik siehe: Russische Phonetik

Grammatik

Wie die meisten slawischen Sprachen ist auch das Russische stark flektierend. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (schwache od. äußere Flexion) oder durch Veränderung des Wortstammes (starke od. innere Flexion). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (z.B.: мыть - мою, жевать - жуёт), Konsonantenverschiebung (z.B.: возить - вожу) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (z.B.: брать - беру, один - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: жечь - жёг - жгу). Wortarten und deren grammatische Kategorien:
Auch wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Anders als im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (mehr dazu siehe unter: Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktionen, Fragewörter, Interjektionen, Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt. Substantive:
Das Russische kennt drei grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden. Verben:
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet (mehr dazu siehe unter: Der Aspekt in der russischen Sprache). Tempus:
Im Unterschied zum Deutschen gibt es in der russischen Standardsprache nur eine Vergangenheitsform, die häufig als Präteritum bezeichnet wird. Diese Bezeichnung beschreibt aber lediglich die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe, und nicht durch zusätzliche Nutzung von Hilfsverben, wie etwa von Verben „haben“ oder „sein“ im Deutschen. Syntax (Satzbildung):
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesazt kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern. Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:

- Im deutschen Satz „Maria fragt Jan.“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „Maria“ und „Jan“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „Jan fragt Maria.“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „Мария спрашивает Яна.“ („Maria fragt Jan.“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „Мария спрашивает Яна.“ oder „Мария Яна спрашивает.“ oder „Яна Мария спрашивает.“ oder „Яна спрашивает Мария.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян спрашивает Марию.“.
- Im deutschen Satz „Ich liebe dich.“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебя.“ bzw. „Я тебя люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю я тебя.“ („Ich liebe dich so sehr.“).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Grammatik siehe: Russische Grammatik

Dialekte

Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte.

Nordrussisch

Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochens unbetontes "o" (оканье - Okanje), ein gutturales "g" und ein hartes "t".
- Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
- Mundartengruppe von Kostroma
- Mundartengruppe von Wologda
- Mundartengruppe von Onega
- Mundarten von Beloozersk

Mittelrussisch

Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (аканье - Akanje).
- Westmittelrussisch von Pskow
- Westmittelrussisch von Nowgorod
- Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
- Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet

Südrussisch

Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein frikatives "g" und ein weiches "t".
- Mundart von Rjasan
- Mundartengruppe vom Dnjepr
- Mundart von Oskol

Mischsprachen

Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussisch (Trasjanka). Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland entsteht zur Zeit unter den russischen Einwanderern eine deutsch-russische Mischsprache.

Lehnwörter

Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (siehe: Liste deutscher Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (siehe: DDR-Sprache).
- Datsche - дача
- Perestroika - перестройка
- Pogrom - погром
- Sputnik - спутник
- Steppe - степь
- Subbotnik - субботник
- Troika - тройка
- Wodka - водка
- Zobel - соболь

Weitere verwandte Aktikel


- Russische Rechtschreibreform von 1918
- Wortbetonung in der russischen Sprache
- Russische Phonetik
- Russische Grammatik
- Russische Literatur
- Deutschrussisch
- Russischer Mat

Weblinks


- http://www.russian-online.net – Russisch lernen und verstehen – kostenloser Online-Sprachkurs und Sprachführer, für Einsteiger
- http://learning-russian.gramota.ru – Online-Sprachkurs, für Fortgeschrittene
- [http://www.rambler.ru/dict/scripts/go.cgi?btnG=%CD%E0%E9%F2%E8%21&query=&where=deru&start=0&count=15 http://www.rambler.ru/dict/] – Deutsch-Russisches Wörterbuch
- [http://www.dict.russian-german.net http://www.dict.russian-german.net] – freies Deutsch-Russisches Wörterbuch mit Lern-Modus
- [http://www.sz.euv-frankfurt-o.de/Homepages/Lektorate/Russisch/LRLinksOnlineWB.html Liste von Online-Wörterbüchern und Nachschlagewerken]
- [http://www.russlandjournal.de RusslandJournal.de] - Alphabet, Grammatik, viele praktische Sprachübungen und Tests der russischen Sprachlernsoftware und -bücher Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Russische Sprache ja:ロシア語 ko:러시아어 ms:Bahasa Russia simple:Russian language th:ภาษารัสเซีย

Sowjetunion

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (kurz UdSSR oder Sowjetunion, bzw. russisch Союз Советских Социалистических Республик (СССР), Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik (SSSR) ) war ein Staat in Osteuropa und Nordasien. Sie bestand vom 30. Dezember 1922 – nach der russischen Oktoberrevolution - bis zur offiziellen Auflösung am 8. Dezember 1991 – auf dem Gebiet des ehemaligen russischen Reiches. Später dehnte sie sich auf die von den Nachbarstaaten Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Deutschland, Rumänien und Polen eroberten Gebiete aus. Die Sowjetunion war damit der geographisch grösste Staat in der neueren Geschichte der Menschheit. Ihr Rechtsnachfolger (mit 78% der früheren Fläche) ist seit 1991/92 die Russische Föderation. Formal war die Sowjetunion ein Staatenbund von Teilstaaten (Unionsrepubliken); de facto war sie ein zentralistisch regierter und von Russland dominierter Staat. Nominell wurde sie demokratisch durch Räte (Sowjets) bzw. ein Parlament regiert. Die tatsächliche Macht lag aber stets bei der Führung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, die das Land besonders unter Stalin totalitär, später eher diktatorisch regierte. Gegen Ende der UdSSR unternahm Michail Gorbatschow unter dem Stichwort Perestroika Anstrengungen, tatsächlich demokratische Institutionen einzuführen.

Politik

Die Regierung der Sowjetunion war nicht nur für die Gesetzgebung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit des Landes zuständig, sondern verwaltete auch die Wirtschaft. Die grundlegenden politischen Entscheidungen wurden von der wichtigsten politischen Institution des Landes, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) getroffen. In den späten 1980ern war der Aufbau des Staates in der Theorie ähnlich wie bei westlichen politischen Systemen organisiert. So setzte eine Verfassung alle Staatsorgane ein und garantierte den Bürgern eine Reihe von politischen Rechten und Bürgerrechten. Eine legislative Gewalt, der Kongress der Volksbeauftragten und ein ständiger legislativer Rat, der Oberste Sowjet, als Volksvertretung repräsentierten die Souveränität des Volkes. Der Oberste Sowjet wählte das Präsidium, dessen Vorsitzender auch als Staatsoberhaupt fungierte und überwachte den Rat der Volkskommissare, später der Ministerrat, der als die exekutive Gewalt agierte. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, dessen Wahl von der Legislative bestätigt werden musste, war der Regierungschef. Eine verfassungsbasierte Judikative wurde durch ein System von Gerichtshöfen, dessen oberster der Oberste Gerichtshof war, repräsentiert. Der Oberste Gerichtshof war verantwortlich für die Überwachung der Gesetzmäßigkeit der Regierungsinstitutionen. Nach der Verfassung von 1977 hatte das Land eine föderale Struktur, die den einzelnen Teilrepubliken bestimmte souveräne Rechte (z. B. die Entscheidung über Minderheitenpolitik) zusprach. In der Praxis jedoch wurden viele der Aufgaben der einzelnen Regierungsinstitutionen von der einzigen erlaubten Partei, der KPdSU, wahrgenommen. Die eigentlichen Grundlagen- und Richtlinienentscheidungen wurden von der Partei getroffen und von der Regierung übernommen, die eher die Entscheidungen der Partei ratifizierte als selbst Gesetze zu beschließen. Eine Reihe verschiedener Mechanismen sorgte dafür, dass die Regierung die Entscheidungen der Partei mit trug. Zwar konnten die Bürger der Sowjetunion sich bei allen Wahlen entscheiden, welchen Kandidaten sie wählten, aber da alle Kandidaten der KPdSU angehören mussten und von der Partei aufgestellt wurden, konnte die Kommunistische Partei alle wichtigen Positionen in der Regierung mit Personen setzen, die der Parteiführung gegenüber loyal waren. Die Personen in Regierungsämtern wurden strikt von der KPdSU überwacht, um zu verhindern, dass sie von der offiziellen Linie abwichen. Die Hauptaufgabe der Exekutive, des Ministerrats, war die Verwaltung der Wirtschaft. Der Ministerrat war über die gesamte Zeit seines Bestehens mit der Kommunistischen Partei gegenüber loyalen Politikern besetzt, der Vorsitzende des Ministerrats war immer auch ein Mitglied des Politbüros, der zentralen Entscheidungsinstanz der KPdSU. Oft war es auch der Generalsekretär der Partei selbst. Der Vorsitzende hatte eine dominante Stellung gegenüber den anderen Ministern. Nach der Verfassung von 1988 war das höchste legislative Gremium der Sowjetunion der Kongress der Volksbeauftragten. Die wichtigste Aufgabe des Kongresses war die Wahl einer kleineren, ständigen legislativen Versammlung, dem Obersten Sowjet mit seinem Vorsitzenden, der gleichzeitig Staatsoberhaupt war. Obwohl der Kongress der Volksbeauftragten theoretisch allein das Recht hatte, Gesetze zu beschließen, trat er nur selten zusammen, um Gesetzesentwürfen der Partei, des Ministerrats und des Obersten Sowjets zuzustimmen. Der Oberste Sowjet hatte das Recht, das geltende Recht der Sowjetunion zu interpretieren und zusammen mit dem Ministerrat Dekrete zu beschließen, falls es in den bestehenden Gesetzen Unklarheiten gab. Das Rechtssystem unterschied sich von dem in westlichen Staaten gepflegten. Statt dass ein Verteidiger und ein Staatsanwalt für bzw. gegen den Angeklagten argumentierten, arbeitete der Richter mit den Staatsanwalt und dem Verteidiger zusammen, um sicherzustellen, dass die Prozesse die Wahrheit zu Tage förderten, was auch zu Missbrauch führte. Die Sowjetunion war offiziell ein föderaler Staat, der aus 15 Republiken gebildet wurde, die theoretisch auch das Recht hatten, wieder aus der Union auszutreten. Die Republiken hatten ihre eigenen Verfassungen, die, wie die Verfassung der gesamten Union, theoretisch die Gewaltenteilung in der Sowjetunion garantieren sollten. In der Praxis hatte die zentrale Regierung jedoch alle wichtigen Befugnisse an sich gezogen und traf Entscheidungen, die von den regionalen Behörden nur ausgeführt wurden.

Fläche und Bevölkerung

Die Sowjetunion grenzte nach 1945 im Westen an Rumänien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Polen, die Ostsee, Finnland und Norwegen; im Norden an die Barentssee, die Karasee, die Laptewsee sowie an die Ostsibirische See; im Osten an das Ochotskische Meer, das Beringmeer sowie an den Pazifischen Ozean; im Süden an Nordkorea, die Volksrepublik China, die Mongolei, Afghanistan, den Iran und die Türkei. Das Territorium der UdSSR umfasste mit 22,4 Millionen Quadratkilometern fast ein Sechstel des Festlandes der Erde. In West-Ost-Richtung erstreckte es sich vom Schwarzen Meer und der Ostsee bis zum Pazifischen Ozean über fast 10.000 Kilometer. Von Norden nach Süden hatte es eine Ausdehnung von fast 5.000 Kilometern. Die Sowjetunion berührte 11 der 24 Zeitzonen der Erde. Nach Stand der Volkszählung von 1988 hatte die Sowjetunion in 15 Unionsrepubliken 286,717 Mio. Einwohner. Die RSFSR (Russische Sozialistische Föderalistische Sowjetrepublik) war sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig die bei weitem größte Unionsrepublik und auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dominierend.

Religion in der Sowjetunion

In dieser Zeit wurde die Religionsausübung verboten, waren um 1920 noch etwa 90 % der Russen in der Orthodoxe Kirche organisiert, so sank die Zahl bis 1940 auf unter 30 %. Tausende Priester wurden hingerichtet oder in Arbeitslager deportiert. Ebenso in Zentralasiatischen Republiken wo mehrheitlich Muslime lebten, wurden die meisten Moscheen geschlossen und die Religiosausübung ebenfalls verboten. Viele Gläubige waren Repressalien ausgesetzt. Mehr dazu in der englischen wikipedia.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Sowjetunion Das damalige Zarenreich Russland wurde mit der Oktoberrevolution, benannt nach den - allerdings schnell entmachteten - Räten (russ. Sowjets), zur Sowjetunion. Die frühe Sowjetregierung, in der die Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin und Leo Trotzki als Regierungs- bzw. Armeechefs, als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare fungierten, versuchten eine zentralwirtschaftliche nachholende Industrialisierung des Landes durchzuführen. Ein vorher in sämtlichen Bereichen rückständiges Bauernland, in dem zum Teil mittelalterliche, präziser ausgedrückt feudal-asiatische Produktionsverhältnisse herrschten, sollte innerhalb von 20 Jahren zur Industriemacht und zum militärischen Ausgangspunkt der Weltrevolution umgestaltet werden. Dies geschah durch den forcierten, in seiner Ausführung berserkerartigen Aufbau der Schwerindustrie von 1928 an. Die ideologische Macht der Partei sollte durch umfassende Alphabetisierungskampagnen unter der unwissenden Bevölkerung gefestigt werden. Da durch den während der Revolution, der Bekämpfung ihrer vorgeblichen Gegner ("Konterrevolutionäre") und während des nachfolgenden Bürgerkrieges (1917-1921) praktizierten Kriegskommunismus eine katastrophale wirtschaftliche Lage entstanden war, wurde 1921 die so genannte Neue Ökonomische Politik (NEP) eingeführt, die eine Reihe marktwirtschaftlicher Zugeständnisse enthielt. Die herrschende Kaste der Bürokratie, die ihren Führer in Josef Stalin gefunden hatte, ging nach jahrelangem Zögern und einer den Kleinbürgern und russischen Großbauern (Kulaken) entgegenkommenden Politik zu einer willkürlichen und fehlerhaften Planwirtschaft über. Die Landwirtschaft wurde in Sowchosen und Kolchosen in einer Weise zwangskollektiviert, dass es die Union wirtschaftlich wiederum in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand versetzte.

Außenpolitik

Ein wichtiger Schritt aus der selbst gewählten Isolierung bildete der Ausgleich mit Deutschland im Vertrag von Rapallo von 1922, das die UdSSR als erster ausländischer Staat diplomatisch anerkannte. Am 18. September 1934 trat die Sowjetunion dem Völkerbund bei. Das Verhältnis zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland war von Anfang an sehr gespannt. Hitlers aggressive Außenpolitik und seine Herabwürdigung der slawischen Völker als "Untermenschen", ebenso wie seine extreme Feindschaft zum Kommunismus, beeinträchtigten die deutsch-sowjetischen Beziehungen sehr stark. Dennoch schlossen die Sowjetunion und Deutschland am 23. August 1939 einen Nichtangriffspakt, den so genannten Hitler-Stalin-Pakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll legten die Sowjetunion und Deutschland ihre Interessensphären in Osteuropa fest. Nachdem Deutschland am 1. September 1939 Polen überfallen und dessen westlichen Teil bis zur vereinbarten Interessengrenze besetzt hatte, marschierte die Rote Armee am 17. September 1939 im östlichen Teil Polens ein. Stalin begründete diesen Schritt offiziell damit, dass er die verwandten Völker der Weißrussen und Ukrainer gegen die deutsche Bedrohung schützen wolle. Am 28. September, einen Tag nach der Kapitulation der Stadt Warschau, schloss die Sowjetunion mit Deutschland einen Grenz- und Freundschaftsvertrag ab. Am 10. Februar 1940 folgte ein Wirtschaftabkommen zwischen den beiden Staaten. Die Gründe für den Hitler-Stalin-Pakt sind in der modernen Geschichtsforschung umstritten. Eine gewisse Rolle spielte sicherlich, dass beide Staaten ihren Einfluss in Osteuropa vergrößern wollten und Stalin hoffte, mit einem Nichtangriffspakt dies ohne einen Krieg bewerkstelligen zu können. Das Handeln der Sowjetunion wird von einigen auch unter Hinweis auf die z. T. antisowjetische Stoßrichtung der britischen Appeasement-Politik als eine notwendige Absicherung der Sowjetunion gegen einen Angriff aus dem Westen (sei es nun von Deutschland oder von den westeuropäischen Staaten und den USA) verteidigt. Am 30. November 1939 begann die Sowjetunion den so genannten Winterkrieg mit Finnland. Wegen dieses Angriffs wurde die Sowjetunion aus dem Völkerbund ausgeschlossen. Infolge des Krieges musste Finnland Teile seines Staatsgebietes in Karelien an die Sowjetunion abtreten, die dort die Karelo-Finnische Sozialistische Sowjetrepublik errichtete. Im Juni 1940 annektierte und okkupierte die Sowjetunion die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie im Juli 1940 Bessarabien (das spätere Moldawien) sowie die Bukowina. Am 22. Juni 1941 wurde die Sowjetunion von Deutschland angegriffen. Im sowjetischen bzw. russischen Geschichtsbewusstsein beginnt hier (nicht 1939) der Zweite Weltkrieg als der Große Vaterländische Krieg. Die Sowjetunion versuchte nach dem deutschen Angriff eine Allianz mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zu schließen. Hauptanliegen der Sowjetunion war dabei die Errichtung einer Zweiten Front. Zwar war vor allem das Verhältnis zu Großbritannien von wechselseitigem Misstrauen geprägt, jedoch unterstützten die von der Sowjetunion zuvor als Imperialisten angesehenen Alliierten sie nach Kräften. In den großen Konferenzen von Teheran und Jalta gelang es schließlich, eine Antihitlerkoalition zu schmieden und den Kampf gegen Deutschland abzustimmen. Die Sowjetunion trug in dem Kampf gegen Deutschland, nach Ansicht der meisten Historiker, die Hauptlast. Davon zeugt auch, dass über 80% der deutschen Verluste an der Ostfront zustande kamen. Die kriegsverwüstete Sowjetunion ging 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg innerlich geschwächt, jedoch auch als Siegermacht in Europa hervor. Mehrere Staaten in Mittel- und Osteuropa gerieten unter sowjetische Kontrolle. Die Sowjetunion war Besatzungsmacht im mittleren Teil Deutschlands (u. a. in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)) und darüber hinaus auch in ganz Osteuropa. In der Konferenz von Potsdam versuchten sich die drei Siegermächte des Krieges in Europa auf eine Nachkriegsordnung zu einigen, was jedoch nur zum Teil gelang. Die Antihitlerkoalition, die gegen den gemeinsamen Feind Deutschland mühsam zustande gekommen war, zerbrach nach dem Sieg über Hitler am gegenseitigen Misstrauen. Aus den unterschiedlichen Vorstellungen über die europäische Nachkriegsordnung entwickelte sich schließlich der Ost-West-Konflikt.

Innere Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Michail Sergejewitsch Gorbatschow Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die Sowjetunion, den gewonnenen territorialen Machtbereich abzusichern. Das im Hitler-Stalin-Pakt vereinbarte sowjetische Interessengebiet in Ostpolen sowie das gesamte Baltikum schloss die UdSSR dauerhaft ihrem Staatsgebiet an; darüber hinaus bildete sie zahlreiche Satellitenstaaten, in denen sie, vor allem in Osteuropa, so genannte Volksdemokratien errichtete. Der XX. Parteitag der KPdSU 1956 proklamierte die Abkehr vom Stalinismus, Nikita Chruschtschow rief eine grundlegende Wende in der sowjetischen Politik aus. Trotz der vorsichtigen Liberalisierung im Inneren ("Tauwetter") kann von einer grundlegenden Wende in der sowjet. Politik nicht gesprochen werden. Die Reformbewegung in Ungarn 1956 wurde blutig niedergeschlagen. Trotz nun intensiverer diplomatischer Kontakte zu den USA, ging der Kalte Krieg weiter und brachte die Welt 1962 in der Kubakrise an den Rand eines Atomkrieges. Auf Druck der USA zog Chrutschschow im letzten Moment die geplanten Raketen ab und verhinderte die drohende Eskalation. Erfolge verbuchte der Staat bei der prestigeträchtigen "Eroberung" des Weltalls. Mit dem Hund Leica entsandte man das erste Lebewesen und mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All.(1961) 1964 wurde Chruschtschow durch den konservativen Leonid Breschnew als Generalsekretär ersetzt (bis 1983. Reformversuchen in anderen sich selbst als kommunistisch bezeichnenden Staaten widersetzte sich das Regime vehement. Die Freiheitsbewegung des "Prager Frühling" in der Tschechoslowakei (1968) wurde mit Panzern des Warschauer Pakts niedergeschlagen. Auch die Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1980 (Niederschlagung der Reformbewegung der Gewerkschaft) Solidarität, geschah unter dem Druck Moskaus. 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Nach hohen Verlusten musste man die Truppen jedoch 1985 wieder abziehen. Die von Michail Gorbatschow ab 1985 eingeleiteten Programme von Perestrojka (Umbau) und Glasnost (Offenheit) sollten den Realsozialismus reformieren, führten aber letztendlich zum Untergang des Staates. In Jahren 1990 - 1991 erklärten die baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland als erste ihre Unabhängigkeit. Die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken sowie Moldawien folgten ihrem Beispiel. Am 8. Dezember 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der drei letzten in der Union verbliebenen Republiken – der russischen, ukrainischen und weißrussischen – die offizielle Auflösung der Sowjetunion und gründeten gleichzeitig die Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS.

Die Mitglieder im Überblick


- 20px Armenien
- 20px Aserbaidschan
- 20px Estland (
- ) (
  - )
- 20px Georgien
- 20px Kasachstan
- 20px Kirgisien
- 20px Lettland (
- ) (
  - )
- 20px Litauen (
- ) (
  - )
- 20px Moldawien
- 20px Russland
- 20px Tadschikistan
- 20px Turkmenistan (
  - )
- 20px Ukraine
- 20px Usbekistan
- 20px Weißrussland Die mit (
- ) gekennzeichneten Staaten sind seit 2004 Mitglieder der EU und der NATO. Die mit (
  - ) gekennzeichneten Staaten waren Teilrepubliken der UdSSR, sind jedoch nicht Mitglied der GUS.

Führungsspitze der Sowjetunion

Parteichefs der Bolschewiki (19031918), der Kommunistischen Partei Russlands (1918–1925) bzw. der Kommunistischen Partei der Sowjetunion/ KPdSU (19251991), und somit eigentliche Machthaber, waren: #19031924: Wladimir Lenin (eigentlich: Uljanow) #19221953: Josef Stalin (eigentlich: Dschugaschwili) (Generalsekretär) #19531964: Nikita Chruschtschow (Erster Sekretär) #19641982: Leonid Breschnew (ab 1966 Generalsekretär) #19821984: Juri Andropow (Generalsekretär) #19841985: Konstantin Tschernenko #19851991: Michail Gorbatschow Regierungschefs der Sowjetunion: (19171946: Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, 19461991: Vorsitzende des Ministerrates, 28.8.199125.12.1991: Ministerpräsident der UdSSR und Vorsitzender des Interrepublikanischen Wirtschaftskomitees) #19171924: Wladimir Lenin (eigentlich: Uljanow) Begründer der Bolschewistischen Partei #19241930: Alexei Rykow #19301941: Wjatscheslaw Molotow #19411953: Josef Stalin (eigentlich: Dschugaschwili) #19531955: Georgi Malenkow #19551958: Nikolai Bulganin #19581964: Nikita Chruschtschow #19641980: Alexei Kossygin #19801985: Nikolai Tichonow #19851991: Nikolai Ryschkow #1991: Walentin Pawlow (Januar bis August) #1991: Iwan Silajew (August bis September) #1991: Oleg Lobow (September bis November) Staatsoberhäupter der Sowjetunion (19221938: Vorsitzender des Zentralen Exekutivkomitees, 19381989: Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets, 19891990: Vorsitzender des Obersten Sowjets, 19901991: Staatspräsident) 1991 #19191946: Michail Kalinin #19461953: Nikolai Schwernik #19531960: Kliment Woroschilow #19601964: Leonid Breschnew #19641965: Anastas Mikojan #19651977: Nikolai Podgorny #19771982: Leonid Breschnew #19831984: Juri Andropow #19841985: Konstantin Tschernenko #19851988: Andrei Gromyko #19881991: Michail Gorbatschow (ab 1990 Präsident der Sowjetunion)

Nationalhymne

Bis 1944 war die Internationale die Nationalhymne der Sowjetunion. Im Jahre 1943 komponierte Alexander Wassiljewitsch Alexandrow (
-  1883; † 1946) eine eigens für die Sowjetunion bestimmte Hymne (siehe Hymne der Sowjetunion) und Sergei Wladimirowitsch Michalkow (
-  1913) schrieb den Text. Diese Hymne wurde erstmals am 1. Januar 1944 der Öffentlichkeit präsentiert. Dreieinhalb Monate später, am 15. März 1944, wurde dieses Lied zur offiziellen Nationalhymne der Sowjetunion erklärt. Von 1955 (nach Stalins Tod) bis 1977 wurde die Hymne stets ohne Text interpretiert. Diese Hymne erfuhr 1977 als Folge der Entstalinisierung ihre einzige Änderung, bei der unter anderem Stalins Name aus dem Text entfernt wurde. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR warf das neue Russland das Sowjeterbe ab und gab sich eine komplett neue Hymne. Da sich diese nie großer Beliebtheit erfreute, wurde im Jahr 2000 die alte Sowjethymne mit neuem Text wieder zur Nationalhymne Russlands.

Text

Vgl. hierzu den Artikel Hymne der Sowjetunion

Literatur


- Leonid Luks: Geschichte Russlands und der Sowjetunion: von Lenin bis Jelzin. Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1687-5
- Helmut Altrichter: Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917-1991. München 2001 ISBN 3406459706
- Manfred Hildermeier: Die Sowjetunion 1917 – 1991. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56497-8
- Thomas M. Bohn (Hrsg.): Geschichte des russischen Reiches und der Sowjetunion. Böhlau, Köln 2002, ISBN 3-412-14098-8
- Karl Held (Hrsg.): Das Lebenswerk des Michail Gorbatschow: Von der Reform des realen Sozialismus zur Zerstörung der Sowjetunion. Gegenstandpunkt Verlag, München 1992. ISBN 3-929211-00-9
- Mark R. Beissinger: Nationalist Mobilization and the Collapse of the Soviet State. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 052100148X

Siehe auch


- Russland
- GUS
- Geschichte der Sowjetunion
- Oktoberrevolution
- Wissenschaft in der Sowjetunion
- Zweiter Weltkrieg
- Ostblock
- Liste der Vertreter der UdSSR im Ausland

Weblinks


- [http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/russgus.htm Datenbank des deutschsprachigen Schrifttums über Russland/UdSSR]
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/sowjetunion/@Generic__CollectionView;cs=default;ts=default;pt=reichstag;lang=de Helmut Altrichter: Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. München 1986 – Online Ausgabe]
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=865 Domenico Losurdo: Scheitern - Verrat - Lernprozess. Drei Ansätze zur Interpretation der Geschichte der kommunistischen Bewegung]
- [http://www.tinius.org/mp3/musik/Hymne_der_Sowjetunion.mp3 Nationalhymne der UdSSR als MP3]
- [http://noise-over-ip.de/music/gimn_sowjetskowo_sojusa.mp3 Melodie der Nationalhymne der UdSSR als MP3]
- [http://herbert-thiess.de/Sowjetunion/ Die Sowjetunion - erlebt von einem deutschen Kriegsgefangenen (1945-1949)] !Sowjetunion Kategorie:Staat (historisch) Kategorie:Osteuropa ja:ソビエト連邦 ko:소비에트 연방 simple:Soviet Union th:สหภาพโซเวียต

Kiew

Kiew (ukrainisch Київ/Kyjiw; russisch Киев/Kijew-) ist die Hauptstadt und größte Stadt der Ukraine, sowie Hauptstadt der Oblast Kiew. Sie liegt am bis hierhin für kleinere Seeschiffe befahrbaren Dnepr (ukrainisch: Dnipro) und hat 2.514.227 Einwohner, als Agglomeration 3.015.108 (Stand 1. Januar 2005). Die Universität wurde 1834 gegründet. Außerdem gibt es 99 Hochschulen, 25 Museen, ein Planetarium, Theater, botanische und zoologische Gärten. Aufgrund seiner vielen Kirchen und Klöster und seiner Bedeutung für die orthodoxe Christenheit wird Kiew seit dem Mittelalter als Jerusalem des Nordens bezeichnet (heute hört man häufiger Jerusalem des Ostens). Ferner wird Kiew aufgrund seiner geschichtlichen Rolle als Mutter aller ruthenischen Städte bezeichnet.

Geografie

Kiew liegt am für kleinere Seeschiffe befahrbaren Dnipro (ukrainisch Дніпро, deutsch Dnepr).

Bevölkerung und Sprache

Dnipro Nach der offiziellen Volkszählung in der Ukraine lebten im Jahr 2001 in Kiew etwa 82% Menschen ukrainischer und 13% Menschen russischer Nationalität. Daneben gibt es noch kleine Minderheiten anderer Nationalitäten (Juden, Weißrussen, Polen, Armenier u.a.). Von den Ukrainern in Kiew betrachten gemäß der Volkszählung etwa 15% die Russische Sprache als ihre Muttersprache. Unter den Einwohnern russischer Nationalität betrachten etwa 8 % Ukrainisch als ihre Muttersprache ([http://www.ukrcensus.gov.ua/results/general/language/city_kyiv/]). Dennoch wird in der Alltagswahrnehmung insgesamt in Kiew sehr viel Russisch gesprochen.

Religion

Kiew ist Sitz eines ukrainisch-orthodoxen Patriarchen und eines russisch-orthodoxen Metropoliten. Die Sophienkathedrale ist die älteste ostslawische Kathedrale. Der Großerzbischof der mit dem römisch-katholischen Papst in Rom unierten griechisch-katholischen Kirche ist derzeit dabei, seinen Sitz von Lemberg hierher zu verlegen.

Geschichte

Lemberg Laut Nestorchronik wurde Kiew von drei Brüdern namens Kyj, Schtschek und Choriw gegründet und nach dem ältesten Bruder benannt ("Kiew" = 'Stadt von Kyj', altrussisch und ukrainisch: Kyjiw). Dies soll spätestens am Anfang des 6. Jahrhunderts geschehen sein, da der Name des slawischen Fürsten Kyj in dieser Zeit in byzantinischen Chroniken erwähnt wurde. Einige mittelalterliche Quellen führen die Gründung Kiews auf die Jahre 430-460 zurück. Es gibt auch Spekulationen, die Kiew schon mit der von Jordanes erwähnten großen gotischen Stadt Danapirstadir (= "Stadt am Dnepr") identifizieren. 880 wurde die slawische Stadt Kiew fürstliche Residenz der Rus und Känugard genannt. 988 wurde Kiew von dem zum Christentum übergetretenen Großfürsten Wladimir I. ausgebaut und als Zentrum der Kiewer Rus befestigt (siehe Geschichte der Ukraine, Geschichte Russlands). Im 11. und 12. Jahrhundert war Kiew mit etwa 50.000 Bewohnern nach Konstantinopel die größte Stadt Europas. 1240 wurde Kiew von Mongolen zerstört, 1569 wurde es zu einer polnisch-litauischen Provinzhauptstadt (siehe Geschichte Litauens, Geschichte Polens). Nach der Bildung eines unabhängigen ukrainischen Kosakenstaates wurde Kiew 1667 dessen Hauptstadt, nach der Einverleibung durch Russland 1793 Hauptstadt eines russischen Gouvernements. Ab 1920 war Kiew sowjetisch. 1934 wurde die Stadt an Stelle von Charkow Hauptstadt der zur Sowjetunion gehörenden Ukraine. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, vom 19. September 1941 bis zum 6. November 1943, wurden von den Deutschen 120.000 bis 160.000 sowjetische Kriegsgefangene und Zivilisten in Kiew ermordet. Unter anderem fielen mehr als 33.000 Juden in Babi Jar bei Kiew einem Massaker zum Opfer. Große Teile der Stadt wurden während des Krieges zerstört. 1982 fanden die Feierlichkeiten des 1500-jährigen Bestehens von Kiew statt. Die Stadt wurde 1986 vom Tschernobyl-Unfall schwer getroffen. Seit 1991 ist Kiew Hauptstadt der unabhängigen Ukraine. 2004 wurde Kiew zum Schauplatz der Massenproteste gegen die Fälschungen bei den Präsidentswahlen in der Ukraine, die ab 21. November bis 5. Dezember andauerten ("Orangene Revolution").

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Orangene Revolution Orangene Revolution Orangene Revolution Orangene Revolution Orangene Revolution Orangene Revolution
- Kiewer Sophienkathedrale, eine fünfschiffige Kreuzkuppelkirche, Grundsteinlegung 1037 unter Jaroslaw dem Weisen, UNESCO Weltkulturerbe
- Kiewer Höhlenkloster Kievo-Petscherska Lavra (um 1050 von Asketen), unter anderem mit Warägerhöhlen, Sammlung der historischen Schätze und Museum der Miniaturkunstwerke.
- Klosterkirche St. Michael (12. Jh.)
- Goldenes Tor von Kiew (1024, 1982)
- Podil, ein alter Stadtbezirk mit vielen historischen Bauten aus den 12.-19. Jh.
- Marienpalast (1755, 1870)
- Andreaskathedrale (1750)
- Wladimirkathedrale (1889)
- Taras-Schewtschenko-Boulevard (19. Jh.)
- Chreschtschatik-Boulevard (1954)
- Platz der Unabhängigkeit (Maidan Nezaležnosti) (1954, 2002)
- Hydropark - ein Vergnügungspark auf den Dnepr-Inseln (1960).
- Alter und neuer botanische Gärten
- Statue von Wladimir dem Heiligen über dem Dnjepr (1853)
- Babi Jar, die Schlucht des Schreckens mit dem Denkmal der ermordeten Juden

Bauwerke


- Fernsehturm in Stahlfachwerkbauweise, vermutlich höchste Stahlfachwerkkonstruktion der Welt
- Eine weithin sichtbare Gedenkstätte, die an den Zweiten Weltkrieg erinnern soll, ist die im Jahr 1981 erbaute monumentale Statue namens Mutter Heimat (Rodina Mat). Sie hat die stattliche Höhe von 68 m und steht auf einem 40 m hohen Podest.

Sport

Der bekannteste Sportverein der Stadt und der Ukraine ist der FC Dynamo Kiew.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ministerien und Verwaltung, Stahlindustrie, Maschinenbau, Chemieindustrie

Verkehr

Kiew ist Anziehungspunkt für den Tourismus, wirtschaftliches Zentrum und neben Lemberg und Odessa kultureller Mittelpunkt des Landes. Kiew ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Osteuropas als Schnittpunkt der Verkehrswege Istanbul/Athen-Sofia-Kiew-Minsk/Moskau und Westeuropa-Kaukasus. Außerdem hat Kiew einen Hafen am Dnepr. [http://kmv.gov.ua/map/index.asp Interaktiver elektronischer Stadtplan]

Eisenbahn

Zahlreiche internationale Eisenbahnverbindungen führen nach Kiew, unter anderem aus Russland, Polen und Deutschland (Berlin).

Flugzeug

In Kiew gibt es zwei Flughäfen, Kiew-Žuliany und Kiew-Boryspil. Der Größere von beiden liegt außerhalb der Stadtgrenze im Ort Boryspil circa 15 km östlich der Stadtgrenze. Kiew-Žuliany liegt im Stadtgebiet, bietet aber deutlich weniger Flugverbindungen.

Stadtverkehr

Dem innerstädtischen Verkehr dienen die U-Bahnen (s. U-Bahn Kiew), Trolleybusse, Busse, Straßenbahnen (s. Straßenbahn Kiew) und Kleinbus-Sammeltaxen (Marschrutne Taksi). Außerdem ist eine Standseilbahn (Funikuljor) in Betrieb.

Hochschulen

Es gibt insgesamt 99 Hochschulen. Die größten bzw. wichtigsten sind:
- Kiewer Staatsuniversität (Taras Schewtschenko) (bekannt als KGU)
- Nationale Technische Universität der Ukraine "Kyiv Polytechnic Institute" (bekannt als KPI)
- Nationale Akademie für Luft- und Weltallfahrt (bekannt als GWF, KIIGA)
- Kiewer Staatsuniversität für Bauwesen und Architektur (bekannt als KISI)
- Kiew-Mogila Akademie

Söhne und Töchter der Stadt


- Oleg Blochin, ukrainischer Fußballspieler
- Michail Afanasjewitsch Bulgakow, russischer Schriftsteller
- Friedrich Georg von Bunge, Rechtshistoriker
- Zino Davidoff, ukrainisch-Schweizer Unternehmer
- Maya Deren, US-amerikanische Regisseurin
- Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg, sowjetischer Schriftsteller und Journalist
- Reinhold Glière, russischer Komponist
- Edward Gottlieb, russisch-US-amerikanischer Unternehmer
- Dmitri Pawlowitsch Grigorowitsch, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- Milla Jovovich, US-amerikanische Schauspielerin, Musikerin und Fotomodell
- George Bogdan Kistiakowsky, Russisch-amerikanischer Chemiker, an der Entwicklung der ersten Atombombe beteiligt
- Michail Jefimowitsch Kolzow, sowjetischer Feuilletonist und Journalist
- Lew Sinowjewitsch Kopelew, russischer Schriftsteller
- Alexander Kostinskij, ukrainisch-jüdischer Dichter, Schriftsteller, Illustrator
- Tatjana Lebedewa, Russische Skirennläuferin
- Anatole Litvak, aus der Ukraine stammender Filmemacher
- Waleri Lobanowski, sowjetischer und ukrainischer Fußball-Trainer
- Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch, ukrainischer Maler der "futuristischen" Malerei und Begründer des Suprematismus
- Igor Markevitch, russischer Komponist und Dirigent
- Jacob Marschak, Oekonom und Wissenschaftler
- Golda Meïr, israelische Politikerin
- Andrei Medvedev, Ukraine|ukrainischer Tennisspieler
- Misha Mengelberg, niederländischer Pianist, Komponist und Bandleader
- Alexander Wassiljewitsch Mossolow, russischer Komponist
- Viktor Nekrassow, sowjetischer Kriegsschriftsteller
- Wazlaw Fomitsch Nischinski, Russischer Balletttänzer und Choreograph
- Maxim Podoprigora, österreichischer Schwimmer
- Tamara Ramsay, Kinderbuchschriftstellerin
- Nicolas Rossolimo, französisch-US-amerikanischer Schachspieler
- Michael Iwanowitsch Rostovtzeff, russisch-amerikanischer Althistoriker
- Igor Iwanowitsch Sikorski, Ukrainisch-amerikanischer Luftfahrtpionier
- Alexander Archipenko, russischer Bildhauer

Literatur


- Britta Wollenweber und Peter Franke: Kiew. Stadt der goldenen Kuppeln am Dnejpr, Berlin ³2004. ISBN 3-932916-27-1
- Anatolij Kusnenezow: Babij Jar Die Schlucht des Leids, München 2001, ISBN 3-88221-295-0

Siehe auch


- Liste deutscher Bezeichnungen ukrainischer Orte

Weblinks


- [http://kmv.gov.ua/index.asp Offizielle Seite (Engl.)]
- [http://www.radio101.de/chris/kiev/ Ein Reisebericht aus Kiew]
- [http://www.boryspil-airport.kiev.ua/ Flughafen Kiew-Boryspil]
- [http://www.airport.kiev.ua Flughafen Kiew-Žuliany]
- [http://www.uz.gov.ua Ukrainische Eisenbahn]
- [http://photostranger.com/gallery/gallery_ukraine/kiev/ Eine Photosammlung, 2003]
- [http://www.ukraina.at/neues/szenekiev/ Die Szene in Kiew, 2004]
- [http://www.ukraina.at/bilder.html Viele Bilder auf www.ukraina.at] Kategorie:Ort in der Ukraine Kategorie:Oblast Kiew Kategorie:Hauptstadt in Europa Kategorie:Weltkulturerbe ja:キエフ ko:키예프

Oleg Konstantinowitsch Antonow

Oleg Konstantinowitsch Antonow (russisch Олег Константинович Антонов, wiss. Transliteration Oleg Konstantinovič Antonov;
- 25. Jan./7. Februar 1906 in Troizi bei Moskau, † 4. April 1984 in Moskau) war ein sowjetischer Flugzeug-Konstrukteur. Flugzeug Nachdem er 1930 sein Studium am Polytechnischen Institut Leningrad abgeschlossen hatte, arbeitete er bis 1938 als Chefkonstrukteur in einem Werk für Segelflugzeuge. Danach beschäftigte er sich gemeinsam mit Jakowlew unter anderem mit der Entwicklung von Lastenseglern (Antonow A-7,Antonow A-11) und Jagdflugzeugen. Ab 1946 konstruierte er die verschiedensten Modelle unter seinem Namen Antonow, darunter noch heute legendäre Maschinen: Das seit 1947 in mehr als 15.000 Exemplaren gebaute Fracht- und Passagierflugzeug An-2 Anna, den so genannten »Traktor der Lüfte«, einen großen Doppeldecker; Verkehrsflugzeuge mit Propeller-Turbinentriebwerken, wie das Mittelstreckenflugzeug An-10 Ukraina (1957) sowie die seinerzeit jeweils größten Flugzeuge der Welt, die An-22 Antäus (1969) und die An-124 Ruslan (1982). Der aktuelle Rekordhalter An-225 Mrija (1988) wurde bereits nach seiner Zeit entworfen. Für seine Arbeit wurde Oleg Antonow dreimal mit dem Leninorden und mit dem Titel Held der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet. Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen

Weblinks


- [http://www.flyinglegends.de/fld/flugzeuge/Daten/an2.htm Antonow] Antonow, Oleg Konstantinowitsch Antonow, Oleg Konstantinowitsch Antonow, Oleg Konstantinowitsch ja:オリェーク・アントーノフ

Antonow An-2

Die Antonow An-2 ist ein Fracht- und Passagierflugzeug in Anderthalbdecker-Auslegung und Gemischtbauweise, das über STOL-Fähigkeiten verfügt. Die An-2 wurde nach den Zweiten Weltkrieg in der UdSSR entwickelt, der Prototyp der An-2 flog am 31. August 1947 erstmalig und es wurden bis 2004 ca. 18 000 An-2 gebaut. Der NATO-Code für die An-2 lautet Colt, der Spitzname der An-2 bei der NVA lautete Tante Anna oder auch Kastendrachen. Die An-2 ist mit einer Spannweite von 18,175 m der größte einmotorige Doppeldecker der Welt. Aufgrund der geringeren Spannweite der unteren Tragfläche von 14,24 m wird die An-2 auch als Anderthalbdecker bezeichnet. Die Tragflächen sind mit Leinenstoff bespannt, durch einen Farbanstrich wasserfest imprägniert und bilden durch zwei senkrechte Streben und eine kreuzweise Doppelverspannung einen strukturellen Verbund. Die Tragflächen verfügen über Auftriebshilfen (Landeklappen und Vorflügel), die der An-2 sehr kurze Start- und Landestrecken von nur rund 150 - 180 m ermöglichen. Der 736 kW (1000 PS) starke Sternmotor vom Typ ASch-62 IR mit einer Vierblatt-Verstellluftschraube vom Typ AW-2 verbraucht pro Stunde etwa 180 l hochoktaniges Flugbenzin (Oktanzahl größer 98) und 2 - 3 l Schmieröl. Der Kraftstoffvorrat beträgt maximal 1200 l und wird in insgesamt sechs Behältern in der oberen Tragfläche mitgeführt. Die An-2 wurde vom damaligen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft in Auftrag gegeben und wurde nach ihrem Jungfernflug 1947 sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt. Die Produktion wurde ab 1960 aus der Sowjetunion nach Polen verlagert, aber auch China begann ab 1957 mit der Produktion der An-2. Es wird geschätzt, dass mindestens 18 000 An-2 gebaut wurden. Zahlreiche Exemplare der An-2 sind auch heute noch in flugfähigem Zustand und führen auf Flugtagen Rundflüge für zahlende Passagiere durch.

Technische Daten

Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen

Weblinks


- [http://www.airliners.de/wissen/flugzeuglexikon/description.php?aircraftid=21&manufacturerid=7 airliners.de: Antonow An-2]
- http://www.an-2-staffel.de Antonow An-02 Antonow An-02 Kategorie:Antonow

Transportflugzeug

Transportflugzeuge sind besondere Frachtflugzeuge, die für den militärischen Lastentransport entwickelt werden. Sie müssen robust, zuverlässig, variabel für den Personen-, Material- oder Frachttransport geeignet sowie schnell ein- und ausladbar sein. Bei vielen Transportflugzeugen können Fahrzeuge über eine Bug- oder Heckklappe selbst in das Flugzeug fahren. Transportiert werden können, auch in Kombination, zum Beispiel Hilfsgüter, Fallschirmspringer, Fahrzeuge, Panzer, Truppen oder Ausrüstung.

Taktische Transportflugzeuge

Truppe Taktische Transportflugzeuge dienen dazu, Truppen und Material direkt in ein Einsatzgebiet zu befördern. Hierfür ist es häufig notwendig, auch in Regionen ohne Instrumentennavigation oder befestigte Landebahnen tätig sein zu können. Dazu sind diese Transportflugzeuge mit Niederdruckreifen ausgestattet. Falls keine Landebahn zur Verfügung steht, können die Lasten oder Fallschirmspringer aus der Luft abgesetzt (mit Fallschirmen) bzw. abgeworfen (ohne Schirm) werden, indem die Heckklappe oder seitliche Türen geöffnet werden. Taktische Transportflugzeuge werden in aller Regel von Propellern angetrieben und sind in ihrer Größe begrenzt. Hierdurch sind sie nicht nur unanfälliger für Beschädigungen durch Fremdkörper die angesaugt werden sondern besitzen gute Eigenschaften beim Starten und Landen auf kurzen Bahnen und bei langsamen Fluggeschwindigkeiten.

Beispiele für taktische Transportflugzeuge


- Lockheed C-130 Hercules
- Transall
- Airbus A400M

Strategische Transportflugzeuge

Im Unterschied zu taktischen sind strategische Transportflugzeuge generell nicht für den direkten Einsatz im Operationsgebiet vorgesehen. Sie benötigen befestigte Landebahnen und eine vorhandene Infrastruktur. Daher befördern sie Truppen und Material zu militärischen oder zivilen Flughäfen in der Nähe des Einsatzgebietes, von wo aus taktische Transportflugzeuge, Hubschrauber oder Transportfahrzeuge den weiteren Transport übernehmen. Stratgische Transportflugzeuge werden meist von Strahltriebwerken angetrieben. Sie erreichen eine höhere Reisegeschwindigkeit und Reichweite als taktische Transportflugzeuge. Neben traditionellen Transportflugzeugen mit Heck- oder Bugrampe werden auch umgebaute Passagierflugzeuge für den strategischen Lufttransport eingesetzt. Einige dieser Maschinen verfügen über eine seitliche Ladeluke, über die beispielsweise Transportpaletten verladen werden können.

Beispiele für strategische Transportflugzeuge


- Antonow An-225 Mrija
- Antonow An-124 Ruslan
- Lockheed C-5 Galaxy
- Lockheed Tristar MRTT
- Airbus A310 MRT/MRTT

Multifunktionale Transportflugzeuge

Seit einigen Jahren werden vermehrt Transportflugzeuge entwickelt, die sowohl für den taktischen wie auch den strategischen Lufttransport verwendet werden können. Sie kombinieren hierbei bestmöglich die guten Landeeigenschaften taktischer Flugzeuge auf unbefestigen oder kurzen Landebahnen mit der Reichweite und Kapazität strategischer Maschinen.

Beispiele für multifunktionale Transportflugzeuge


- Boeing C-17 Globemaster III Siehe auch: Militärische Luftfahrt, Liste von Flugzeugtypen Transportflugzeug Kategorie:Güterverkehr

Antonow An-225 Mrija

Die Antonow An-225 Mrija (NATO-Name Cossack = Kosake) ist das zur Zeit größte im aktiven Dienst befindliche Flugzeug. Das ukrainische Wort Mrija bedeutet „Traum“. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der An-124 Ruslan, um insbesondere die sowjetische Raumfähre Buran auf dem Rücken transportieren zu können. Dafür wurden Rumpf und Tragflügel der An-124 um jeweils rund 15 Meter verlängert. Der Mittelflügel und die rumpfnahen Teile der Tragflächen wurden neu konstruiert und auf jeder Seite ein zusätzliches Triebwerk angebracht. Für den Transport von Außenlast auf dem Rumpf konnte die herkömmliche Seitenflosse nicht beibehalten werden, da sie nun in einem Bereich verwirbelter Luft lag. Daher wurden zwei entsprechende Flossen außen an das vergrößerte Höhenleitwerk montiert. Auf eine Heckrampe wie bei der An-124 wurde verzichtet. In der oberen Kabine (kleiner als bei der An-124) hinter dem Cockpit haben 70 Personen Platz. Die Schleppstange für Bodenbetrieb ist die weltschwerste mit 1,2 Tonnen Gewicht und wird immer mitgeführt. Im Gegensatz zur An-124 hat das Hauptfahrwerk beidseitig statt fünf jeweils sieben Zwillingsradsätze, das Frontfahrwerk hat Vierlingsbereifung. Ursprünglich waren unter der Projektbezeichnung 402 drei Maschinen bestellt worden. Entwickelt und gebaut vom ukrainischen Antonov Design Bureau wurden 1987 vom Taschkenter Flugzeugwerk sechs Tragflächenteile hergestellt und einzeln mit einer An-22 im Huckepackverfahren nach Kiew geflogen. Die erste der jetzt An-225 genannten Maschinen wurde 1988 fertiggestellt, während das zweite Exemplar begonnen wurde. Der Roll-out der An-225 erfolgte am 30. November 1988, der Jungfernflug fand am 21. Dezember 1988 statt. Im März 1989 stellte sie im Rahmen der Flugerprobung 106 Gewichts-, Strecken- und Höhenweltrekorde auf, darunter mit 506,8 Tonnen den für das höchste Fluggewicht. Im Mai 1989 erfolgte die Flugerprobung mit der Raumfähre Buran. Im Juni 1989 wurde die Maschine mit der Buran auf dem Pariser Aérosalon zum ersten Mal im Westen gezeigt. (Registrierung: SSSR-480182, ab Juni 1989 SSSR-82060, ab 1992 UR-82060), der Bau einer zweiten Maschine wurde nur schleppend fortgeführt und bis heute nicht vollendet. Die unfertige zweite Maschine ist komplett im Kiewer Werk eingelagert. Die An-225 war bis 1994 regelmäßig auf dem Moskauer Aerosalon und auch auf dem Aerosalon in Singapur zu Gast. Nach der Einstellung des Buran-Programmes wurde die An-225 Mrija im April 1994 zunächst eingemottet. Als in der Ukraine und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion viele Betriebe privatisiert wurden, reaktivierte man die An-225 wieder. Am 7. Mai 2001 fand der ‚zweite Erstflug‘ in Kiew statt. Am 18. Juni 2001 kam sie dann wieder zum Pariser Aérosalon. Seit Dezember 2001, nach Erteilung aller nötigen Zulassungen und Versicherungen für den internationalen Luftfrachtdienst, wird das Flugzeug weltweit als Transportmittel für besondere Aufgaben von der ukrainischen Antonov Airlines im Charterverkehr betrieben. Die Firma erwägt nun auch die Fertigstellung der zweiten Maschine, wenn dies finanziell lohnend erscheint.

Technische Daten

Siehe auch


- Liste von Flugzeugtypen

Weblinks


- [http://www.challoner.com/aviation/pix/mryia/ Die Mrija, fotografiert von Nick Challoner]
- http://www.antonovairlines.com/ - Antonov Airlines Eigentümer der einzigen An-225 Antonow An-99225 Kategorie:Antonow ja:An-225 (輸送機)

31. Mai

Der 31. Mai ist der 151. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 152. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 214 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1669 - Wegen seiner nachlassenden Sehkraft macht Samuel Pepys, ein hoher Beamter im britischen Schatz- und Flottenamt (secretary of the Admirality), den letzten Eintrag in sein Tagebuch.
- 1740 - Friedrich II., später Friedrich der Große und Alter Fritz genannt, tritt als Preußens König die Nachfolge seines verstorbenen Vaters Friedrich Wilhelm I. an.
- 1849 - Märzrevolution: In der Frankfurter Paulskirche hält die deutsche Nationalversammlung ihre letzte Sitzung ab.
- 1861 - Im Zuge des Basler Stadterweiterungsgesetz von 1859 wird das Aeschentor abgerissen.
- 1902 - Ende des Burenkrieges in Südafrika.
- 1906 - Bei einem Attentat auf die Hochzeit des spanischen Königs Alfons XIII. sterben mehr als zwanzig Menschen.
- 1910 - Geschichte Südafrikas: Mit der Südafrikanischen Union entsteht ein Dominion.
- 1916 - Skagerrakschlacht - Größte militärische Auseinandersetzung der Hochseeflotte der deutschen Kaiserlichen Marine und der Grand Fleet der Royal Navy in den Gewässern vor Jütland.
- 1940 - Die deutsche Luftwaffe bombardiert Coventry in England.
- 1945 - Im Brünner Todesmarsch werden 25.000 Deutsche aus Brünn vertrieben, 10.000 überleben nicht.
- 1952 - General Dwight D. Eisenhower scheidet aus dem Militärdienst aus.
- 1961 - Die "Republik Südafrika" wird ausgerufen, nachdem das Land auf Druck der anderen Mitglieder aus dem britischen Commonwealth ausgetreten war.
- 1980 - In Zürich setzen sich die am Vorabend begonnenen Jugendunruhen fort.
- 1982 - Der konservative Belisario Betancur Cuartas wird als Nachfolger des liberalen Julio César Turbay Ayala zum Präsidenten von Kolumbien gewählt.
- 1990 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Singapur. In Kraft seit dem 23. August 1991
- 1991 - Die Bürgerkriegsparteien Angolas stimmen in Bicesse, Portugal, dem Waffenstillstand, der Schaffung von gemeinsamen Streitkräften und der Abhaltung freier Wahlen unter internationaler Beobachtung zu.
- 2001 - Algerien. Protestmarsch in Algier gegen die Ermordung von Demonstranten.
- 2003 - Der russische Präsident Wladimir Putin und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder weihen in St. Petersburg (Russland) eine Rekonstruktion des Bernsteinzimmers ein.
- 2003 - Birmas Militärführung nimmt die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi erneut fest.

Wirtschaft


- 1884 - John Harvey Kellogg lässt seine Cornflakes patentieren.

Wissenschaft, Technik


- 1892 - Eröffnung der Preßnitztalbahn.

Kultur


- 1802 - Uraufführung der Oper Le concert interrompu von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1817 - Uraufführung der Oper La gazza ladra (Die diebische Elster) von Gioacchino Rossini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1884 - Uraufführung der Oper Le Villi von Giacomo Puccini am Teatro Dal Verme in Mailand.
- 1895 - Büchners 1836 verfasstes Lustspiel Leonce und Lena wird erstmals aufgeführt.

Religion

Katastrophen


- 1889 - Nach einem Dammbruch der South-Fork-Talsperre bei Johnstown (Pennsylvania)) sterben mehr als 2.200 Menschen.
- 1921 - Rassenunruhen in Tulsa (Oklahoma) fordern 300 Menschenleben.
- 1946 - Erdbeben der Stärke 6.0 in der Türkei, rund 1.200 Tote
- 1970 - Erdbeben in Nord-Chile und Peru, etwa 66.000 Tote. Alleine in der nordperuanischen Stadt Yungay sterben bis zu 20.000 Menschen bei einem Bergsturz.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1903 - In Hamburg/Altona findet das erste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft statt - der VfB Leipzig besiegt den DFC Prag mit 7:2 und erhält die Victoria.

Geboren


- 1557 - Fjodor I., russischer Zar
- 1656 - Marin Marais, französischer Gambist und Komponist
- 1750 -