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Antonym

Antonym

Antonyme (auch Gegenwörter; griech. anti „gegen “und onoma „Name“) werden Paare von lexikalischen Zeichen in der lexikalischen Semantik genannt, deren Bedeutungen in einer Gegensatzbeziehung zueinander stehen. Die Art der Bedeutungsbeziehung (Antonymierelation) kann genauer spezifiziert werden. Die Antonymie ist eine Beziehung zwischen Wortbedeutungen, nicht zwischen Wörtern. Deshalb können Wörter, die mehrdeutig sind (Polysemie), in jeder Bedeutung ein oder mehrere Antonyme haben.

Arten

Man kann verschiedene Arten von Antonymie unterscheiden:
- Graduelle Antonymie: Zwei Wörter sind antonym, wenn sie zwar einen Gegensatz bezeichnen, es aber zwischen den Polen noch Abstufungen gibt. Aus der Verneinung des einen Wortes des Wortpaars folgt nicht, dass das zweite Wort des Wortpaars zutrifft Diese Art der Antonymie wird auch Antonymie im engeren Sinn genannt.
  - Beispiel: Die Wörter heiß und kalt sind graduell antonym, weil es dazwischen auch noch Abstufungen wie z. B. kühl, warm gibt. Adjektive, die in der Beziehung der graduellen Antonymie zueinander stehen, sind steigerbar.
- Inkompatibilität: Zwei Wörter, die in der Beziehung der Kohyponymie zueinander stehen, sind inkompatibel. Diese Art der Antonymie wird auch Antonymie im weiteren Sinn genannt.
  - Beispiel: Die Wörter Pudel, Dackel und Schäferhund sind Kohyponyme des Oberbegriffs Hund. Im konkreten Satzzusammenhang schließen diese drei Wörter einander aus. Die Aussage Karlchen ist ein Dackel schließt, wenn sie wahr ist, die Wahrheit der Aussage Karlchen ist ein Pudel aus. Die Aussage Karlchen ist kein Dackel impliziert aber nicht die Aussage Karlchen ist ein Pudel (s. unten, Komplementarität).
- Komplementarität: Zwei Wörter sind komplementär (in einem bestimmten Zusammenhang), wenn ein Bedeutungsgegensatz zwischen den Wörtern besteht und gleichzeitig aus der Verneinung des einen Wortes folgt, dass das andere Wort zutrifft.
  - Beispiel: Wenn eine Person nicht lebend ist, folgt automatisch, dass die Person tot ist.
- Konverse Relation: Zwei Wörter sind konvers, wenn sie sich auf denselben Vorgang beziehen, ihn aber aus zwei verschiedenen Blickwinkeln beschreiben.
  - Beispiel: Die Wörter kaufen und verkaufen beschreiben beide einen Verkaufsvorgang, unterscheiden sich aber in ihrem Blickwinkel.
- Reverse Relation: Zwei Wörter stehen in einer Reversitätsrelation zueinander, wenn sie inkompatibel sind, beide Wörter Geschehen bezeichnen, und der Anfangszustand des ersten Geschehens den Endzustand des anderen Geschehens benennt und umgekehrt.
  - Beispiel: beladen und entladen, Einbau und Ausbau.

Auto-Antonyme

Autoantonyme sind Wörter, die gleichzeitig in gegenteiliger Bedeutung verwendet werden können (siehe z.B. [http://linguistlist.org/issues/6/6-74.html] Linguist List). Das Wort verfügt also über zwei Bedeutungen (Polysemie), die eine antonymische Opposition bilden. Im Deutschen trifft dies beispielsweise bei dem Ausdruck in Massen auf, das als 'Überfülle' oder auch als 'Kleinteiligkeit' gedeutet werden kann. Allerdings tritt diese Mehrdeutigkeit eher bei der typographischen Großschreibung auf (Überschriften) in der das 'ß' als doppeltes 's' geschrieben wird. Das Englische overlook kann sowohl 'überwachen' als auch 'nicht beachten' bedeuten.

Beispiele


- Das Antonym von Antonym ist Synonym.
- Das Antonym von groß ist klein oder unbedeutend.
- Das Antonym von jung ist alt.
- Das Antonym von hell ist dunkel.
- Das Antonym von gut ist böse oder schlecht.
- Das Antonym von Loch/Fehlstelle ist Überschuss.
- Das Antonym von durchlöchert ist plan oder eben!

Literatur


- Agricola, Christiane / Agricola, Erhard: Wörter und Gegenwörter. Antonyme der deutschen Sprache. Leipzig 1984 (besonders die 'Einführung')
- Bulitta, Erich und Hildegard: Wörterbuch der Synonyme und Antonyme. Taschenbuch. Frankfurt: Fischer Verlag, 2003
- Müller, Wolfgang: Das Gegenwort-Wörterbuch: ein Kontrastwörterbuch mit Gebrauchshinweisen. Berlin/New York:de Gruyter, 1998
- Lutzeier, Peter Rolf: Lexikologie. Ein Arbeitsbuch. Tübingen: Stauffenburg 1995.

Siehe auch


- Synonym
- Homonym
- Polysemie
- Antinomie
- Antagonym
- das Stilmittel Oxymoron Kategorie:Semantik Kategorie:Rhetorischer Begriff ja:対義語 simple:Antonym

Griechische Sprache

Griechisch (griechisch ελληνικά) ist eine indogermanische Sprache, die einen eigenen Zweig dieser Sprachfamilie darstellt. Eine nähere Verwandtschaft scheint nur zur antiken makedonischen Sprache bestanden zu haben. Griechisch wird von ca. 16 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen ca. 10,5 Millionen in Griechenland leben, wo es Amtssprache ist. Die anderen Muttersprachler sind auf 35 andere Staaten verteilt. Auf Zypern ist Griechisch ebenfalls Amtssprache, offiziell neben dem Türkischen. Außerdem ist in einigen südalbanischen und süditalienischen Gemeinden, in denen Angehörige der griechischen Minderheit leben, das Griechische als lokale Amts- und Schulsprache zugelassen. Siehe: Griko in Italien Eine Vielzahl von altgriechischen Wörtern werden darüber hinaus auch in diversen Fachsprachen verwendet und haben Eingang in viele moderne Sprachen gefunden. Die Sprachcodes nach ISO 639 für Neugriechisch (ab 1453) sind el bzw. ell oder gre und für Altgriechisch (bis 1453) grc.

Geschichte

1453 Die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Sprache sind in Linearschrift B geschrieben. Sie begegnen ab dem 14. Jahrhundert v. Chr. - also in mykenischer Zeit - als sehr kurze Texte auf Transportamphoren, wo sie den Inhalt bezeichnen. Längere Texte auf zahlreichen Tontäfelchen, ebenfalls rein praktischer Natur, wurden in den Archiven einiger mykenischer Paläste gefunden. Sie stammen aus dem Beginn des 12. Jahrhundert v. Chr.. Nach Zerstörung der meisten bisher bekannten mykenischen Paläste im 12. Jh. ging die Linearschrift B und damit die Schriftlichkeit der ägäischen Welt nach herrschender Meinung verloren. Zumindest gibt es bisher keine Schriftfunde aus der Zeit der dunklen Jahrhunderte. Gegen Ende der dunklen Jahrhunderte, vermutlich um 800 v.Chr., übernehmen die Griechen das phönizische Schriftsystem, das sie im Grunde auch heute noch benutzen. Eines der bekanntesten frühen Beispiele der neuen alphabetischen Schrift zeigt der sog. Nestor-Becher. In klassischer Zeit ist eine Vielzahl von Dialekten feststellbar, zu den wichtigsten zählen das (noch heute in den Schulen als Altgriechisch gelehrte) Attische, das Ionische, das Dorisch-Nordwestgriechische, das Aeolische und das Arkadisch-Kyprische. Die am Anfang der schriftlichen Überlieferung stehenden homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, sind zum Beispiel in einer künstlerischen Sprachform verfasst, die Worte aus verschiedenen Dialekten benutzte, oft nach den Anforderungen des Metrums, im ganzen jedoch Ionisch mit äolischer Prägung ist. Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. machte den dort gesprochenen attischen Dialekt zur Grundlage einer überregionalen Gemeinsprache (Koiné, griechisch κοινή, die Gemeinsame oder Allgemeine), die durch die Eroberungen Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Weltsprache und lingua franca aufstieg. Auch im Römischen Reich blieb Griechisch neben Latein Amtssprache, dies auch aufgrund der kulturellen Abhängigkeit der Römer von den Griechen. In der Osthälfte des Reiches war Griechisch bereits seit dem Hellenismus die dominierende Sprache. Der Einfluss fremder Sprachen und der fortbestehenden Dialekte führte immer wieder, insbesondere im 2. Jahrhundert, zu Bemühungen um eine Reinigung der griechischen Sprache unter Rückgriff auf das klassische Attisch. Eine solche bereinigte Form des Altgriechischen wurde nach der Teilung des Römischen Reiches (395) zur Amts- und Literatursprache des oströmischen Reiches, das nach der Abschaffung der lateinischen Amtssprache um 630 endgültig vom römischen zum byzantinischen Reich wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt versiegt die Produktion literarischer Werke auf Altgriechisch; die Sprache des byzantinischen Reiches weist da schon deutliche Unterschiede in Grammatik und Aussprache auf. Nach der arabischen Eroberung Syriens und Ägyptens blieb Griechisch dort zunächst noch für einige Jahrzehnte Amtssprache, bevor es diese Funktion ab etwa 700 an das Arabische verliert. Während der Besetzung Griechenlands durch das osmanische Reich war der Unterricht in griechischer Sprache offiziell verboten. Jedoch lebte sie im Alltag der Griechen (und vielfach von Priestern heimlich gelehrt) fort, veränderte sich aber aufgrund geringer Schriftkenntnis und mangelnder Gelehrsamkeit relativ stark. Nach der modernen Staatsgründung wurde die so genannte Katharévousa (griechisch καθαρεύουσα, Reinsprache; die Grundlagen wurden von Korais geschaffen) offizielle Unterrichts- und Amtssprache, eine „künstlich“ geschaffene Standardsprache, die den Wortschatz der am klassischen Attisch orientierten Koiné abermals künstlich konservierte, jedoch innerhalb weitgehend neugriechisch geprägter Aussprache- und Grammatikstrukturen. Erst 1976 wurde die Volkssprache (Dimotikí, griechisch δημοτική) endgültig zur Sprache der staatlichen Verwaltung und der Wissenschaft; allerdings sind viele Katharévousa-Worte im Laufe der Zeit wieder in die Dimotikí zurück übernommen worden. Im Verlauf der Jahrtausende hat sich die griechische Sprache vielfach in der Aussprache geändert, die Orthographie blieb jedoch dank vielerlei Bemühungen um eine Reinhaltung der Sprache weitgehend konstant. Die in hellenistischer Zeit in die griechische Schriftsprache eingeführten Akzente und Symbole für Hauchlaute wurden noch bis vor kurzem verwendet. Durch Erlass Nr. 297 des griechischen Präsidenten vom 29. April 1982 wurden der Akzent Gravis, der Akzent Zirkumflex sowie die Hauchzeichen Spiritus asper und Spiritus lenis abgeschafft. Es gibt seitdem in der griechischen Schriftsprache nur noch den Akzent Akut, der die betonte Silbe anzeigt. Die griechische Sprache und Schrift hatte auf die Entwicklung Europas immensen Einfluss: Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet wurde auf der Basis des griechischen Alphabets entwickelt. Die Rückbesinnung auf das im Westen fast vergessene Griechisch, ausgelöst unter anderem durch die Flucht vieler Byzantiner in den Westen nach dem Fall Konstantinopels 1453, war eine der Hauptquellen der Renaissance und des Humanismus (siehe hierzu auch: Philhellenismus). Noch heute werden wissenschaftliche Fachbegriffe gerne unter Rückgriff auf griechische (und lateinische) Wörter geprägt. Das Neue Testament wurde ursprünglich in hellenistischem Griechisch geschrieben und das erste Mal von Erasmus von Rotterdam gedruckt.

Grammatik

Altgriechisch

Die ersten Grammatiken des Abendlandes wurden zu hellenistischer Zeit in der philologischen Schule von Alexandria abgefasst. Aristarch von Samotrake schrieb eine tékhne grammatiké des Griechischen. Die vermutlich erste autonome grammatische Schrift ist die tékhne grammatiké des Dionysios Thrax (2. Jh. v.Ch.), welche die Phonologie und Morphologie einschließlich der Wortarten umfasst. Die Syntax ist Gegenstand eines sehr systematischen Werks des zweiten bedeutenden griechischen Grammatikers, des Apollonios Dyskolos (2. Jh. n.Ch.). Angeblich im Jahre 169/8 "importierten" die Römer die griechische Grammatik und adaptierten sie. Die Grammatik des Altgriechischen ist auf den ersten Blick recht ähnlich zum Lateinischen, was Partizipialkonstruktionen und sonstige grammatische Phänomene (AcI etc.) anbelangt, so dass Lateinkenntnisse beim Erlernen des Altgriechischen sehr hilfreich sind – und umgekehrt. Gutes Verständnis der deutschen Grammatik hilft allerdings auch; in vielen Fällen ist das Altgriechische dem Deutschen strukturell ähnlicher als dem Lateinischen, beispielsweise sind die bestimmten Artikel im Griechischen vorhanden, während sie im Lateinischen fehlen. Es gibt auch Fälle, in denen die Ähnlichkeit mit dem Lateinischen eher oberflächlicher Art ist und mehr Verwirrung stiftet als hilft – beispielsweise werden die Zeitformen der Verben im Griechischen oft anders verwendet als im Lateinischen. Im Westen und auch in diesem Artikel werden gewöhnlich lateinische Begriffe (wie Substantiv, Dativ, Aktiv, Person … ) zur Bezeichnung von altgriechischen grammatischen und semantischen Kategorien verwendet, die direkte Übersetzungen der griechischen Definitionen darstellen. In Griechenland werden dagegen bis heute die griechischen Originalbegriffe aus der tékhne grammatiké des Dionysios Thrax verwendet.

Nominale Wörter

Hierzu zählen die Wortarten Substantiv, Adjektiv und Pronomen, die alle dekliniert werden. Auch Partizipien, Verbaladjektive und Infinitive werden dekliniert, sie gelten aber als Zwischenformen (sogenannte Nominalformen des Verbs). Hinsichtlich der Deklination ist folgendes zu benennen:
Numeri

- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Genera

- (allgemeine) Regeln:
  - Maskulinum: bei Bezeichnungen für männliche Wesen, Winde, Flüsse und Monate
  - Femininum: bei Bezeichnungen für weibliche Wesen, Länder, Inseln und Städte
  - Neutrum: dient unter anderem zur Verkleinerung oder Verächtlichmachung von Wörtern männlichen und weiblichen Geschlechts.
- Für den sonstigen Gebrauch lassen sich keine eindeutigen Regeln aufstellen.
- Besonderheit des Neutrums: Bei Neutrum-Subjekten steht das Verb, auch wenn das Subjekt im Plural steht, in der 3. Person Singular. Diese Besonderheit besteht deswegen, weil das Griechische im Fall des Neutrums einen echten Plural nicht gebildet hat. Der Plural des Neutrums ist eigentlich ein aus dem Indogermanischen ererbter "kollektiver Singular", d.h. ein Sammelbegriff, der formal ein Singular ist, von der Funktion her aber einem Plural entspricht (wie im Deutschen: der Busch, das Gebüsch). Ferner haben im Neutrum – wie in allen indogermanischen Sprachen – Akkusativ und Nominativ identische Formen. Im Griechischen tritt noch die Form des Vokativs den beiden anderen Kasus als identisch hinzu.
Kasussystem
Von den acht Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen fünf erhalten: Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ und Vokativ. Die Funktionen der nicht erhaltenen Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen auf den Dativ und den Genitiv verteilt. Die Aufteilung ähnelt der der deutschen Sprache. Grundfunktionen der Kasus:
- Akkusativ
  - echter Akkusativ (direktes Objekt)
  - adverbial: Lativ (Richtung, Ausdehnung, Dauer)
- Genitiv
  - echter Genitiv (Bereich)
  - Separativ (Herkunft)
- Dativ
  - echter Dativ (indirektes Objekt)
  - Soziativ (Gemeinschaft)
  - Instrumental (Mittel)
  - Lokativ (Ort, Zeit)

Verben

Tempussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Tempusstämme: Präsensstamm, Aoriststamm, Perfektstamm, Futurstamm; wovon die ersten drei ein System bilden. Das Altgriechische besitzt aber kein ausgebildetes Tempussystem. Die Tempusstämme drücken Aspekte aus; – die subjektive Betrachtungsweise, das heißt die Art, wie der Sprechende den Verbalinhalt auffasst. Deswegen ist der Begriff Tempusstamm genaugenommen nicht richtig; besser zu sagen wäre Aspektstamm. Der Aspekt des Präsensstamms ist durativ (linear, iterativ oder konativ). Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt der Verlauf oder das Andauern einer Handlung ausgedrückt. Beispiele:
- νοσειν = (krank sein = ) krank darniederliegen
- (απο)θνησκειν = sterben ( = im Sterben liegen) Der Aspekt des Aoriststamms ist punktuell. Das bedeutet, es wird der bloße Vollzug einer Handlung vermeldet. (Die Bezeichnung punktuell wird benutzt, um den Gegensatz zum linearen Präsensstamm auszudrücken. Der Aoriststamm ist die Normalform und benennt eine Handlung oder ein Ereignis, ohne ausdrücken zu wollen, ob diese Handlung in Wirklichkeit punktuell oder linear war/ist.) Bei diesem Aspekt wird in der Sprachpraxis gern ein bestimmter Punkt des Verbalbegriffs ins Auge gefasst, nämlich der Abschluss (effektiv) oder der Beginn (ingressiv) einer Handlung. Beispiele:
- ingressiv: νοσησαι = krank werden oder erkranken
- effektiv: (απο)θανειν = sterben (als Moment des Dahinscheidens) Der Aspekt des Perfektstamms ist resultativ. Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt ein (erreichter) Zustand oder einfach ohne jede nähere Bestimmung die Qualität einer Sache ausgedrückt. Beispiele:
- τεθνηκεναι (τεθναναι) = (gestorben und nun) tot sein
- πεποιθεναι = vertrauen Mit der Handhabung dieser drei Aspekte stellt der Griechischsprechende aber die zeitlichen Bezüge her, die von den Aspekten selbst nicht ausgedrückt werden. Die Aspekte gelten nun generell, während es eine direkt zeitliche Bedeutung nur im Indikativ gibt (bis auf das Futur. siehe unten). Die Vergangenheit wird mit Hilfe der Nebentempora, die nur im Indikativ auftauchen, gebildet. Das sind im Präsensstamm das Imperfekt, im Perfektstamm das Plusquamperfekt und im Aoriststamm der Aorist. (Der Aoriststamm ist der älteste Tempusstamm und hat ein Haupttempus im Indikativ nie ausgebildet.) Der vierte Tempusstamm des Altgriechischen, der Futurstamm, ist eine jüngere Entwicklung und hat in der Tat in allen Modi zeitliche Bedeutung. Übersicht über die Tempusformen im Indikativ:
Modussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Modi: Indikativ, Optativ, Konjunktiv, Imperativ. Die Funktionen, die diese Formen syntaktisch erfüllen, sind sehr vielfältig. Hier kann nur eine grundsätzliche Bestimmung ihrer Bedeutung vorgenommen werden. Der Modus bringt die geistige Einstellung des Sprechenden gegenüber dem Verbalinhalt zu Ausdruck. Mit dem Indikativ drückt der Sprecher aus, dass ihm ein Vorgang oder Zustand als wirklich (real) erscheint. In den anderen Modi drückt der Sprecher aus, dass ihm der Vorgang oder Zustand nur als vorgestellt gilt. Der Imperativ drückt einen Befehl aus. Der Konjunktiv drückt einen Willen (Voluntativ) oder eine Erwartung (Prospektiv) aus. (Er hat also leicht futurische Bedeutung, was umgekehrt für das Futur in Bezug auf den Konjunktiv auch gilt). Der Optativ drückt einen Wunsch (Kupitiv) oder eine Möglichkeit (Potentialis) aus.
Genera Verbi (eigentlich und für das Griechische besser: Diathese)
Von den drei Genera Verbi sind zwei (Aktiv und Medium) aus dem Indogermanischen geerbt. Das Passiv ist eine jüngere Entwicklung. Das Aktiv drückt einfach eine Tätigkeit aus. Das Medium drückt aus, dass das Subjekt an der Handlung beteiligt ist, oder an ihr interessiert ist, dass also eine nähere Beziehung zwischen Subjekt und Handlung besteht (transitives Medium). Ferner kann es ausdrücken, dass das Subjekt von seiner eigenen Handlung betroffen ist (intransitives Medium). Der Begriff Medium soll in etwa ausdrücken, dass diese Form zwischen Aktiv und Passiv stehe. Das ist jedoch weder sprachgeschichtlich, noch morphologisch richtig. Das Passiv ist im Griechischen der Grenzfall des Mediums, denn: Das Passiv drückt die Wirkung einer Handlung auf das Subjekt aus, die nicht von ihm ausgeht. Insofern die Handlung nur noch auf das Subjekt wirkt, ohne von ihm auszugehen, bildet es den Grenzfall des Mediums. (Außerhalb des Futur- und Aoriststamms hat das Passiv keine eigenständige Form. Formal übernimmt dort das Medium neben der eigenen Funktion auch die des Passivs, was nur aus dem syntaktischen Zusammenhang, oder bei genauer Kenntnis der Beschaffenheit des entsprechenden Verbums zu unterscheiden ist.) Beispiele: Aktiv: er löst (etwas) transitives Medium: er löst (etwas) für sich intransitives Medium: er löst sich, er lässt sich lösen Passiv: er wird gelöst (von jdm.)
Numeri

- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Personen
Erste Person (ich / wir), zweite Person (du / ihr), dritte Person (er, sie, es, Substantiv im Singular / sie, Substantiv im Plural). Die Personalpronomen des Nominativ werden wie in vielen anderen indogermanischen Sprachen meist ausgelassen, wenn sie nicht besonders betont werden sollen. Es muss also nicht zwangsläufig ein das Subjekt ausdrücklich nennendes Bezugswort (Pronomen oder Substantiv) beim Verb stehen – die Endung reicht aus, um die Person und damit das Subjekt zu identifizieren.

Neugriechisch (Dimotiki)

Die neugriechische Sprache hat einen Großteil der altgriechischen Grammatik vereinfacht, ist aber immer noch eine stark flektierende Sprache. Sie ist eine der wenigen indogermanischen Sprachen, die eine synthetische (also nicht mit Hilfsverben konstruierte) Diathese behalten hat. Der Dativ ist bis auf wenige Formen wie εν τάξει (en táxei //) ("in Ordnung") verloren gegangen und wird meist durch die Konstruktion eis (eigentl. in... hinein) + Akkusativ ersetzt. Andere wichtige Änderungen der Grammatik sind der Verlust des Optativs (wird durch den Konjunktiv ersetzt), des Infinitivs (wird durch Nebensätze ersetzt "Ich will kaufen" -> "Ich will, dass ich kaufe") und des Duals (wird durch den Plural ersetzt), die Verkleinerung der Anzahl von Deklinationen und der verschiedenen Formen in jeder Deklinaton, der neue Modalpartikel θα (aus θέλω να ("ich will, dass...") > θε' να > θα) für das Futur und Konditional, die Einführung von Hilfsverben, die Reduzierung der Partizipien auf zwei, ein aktives und ein passives, die Erweiterung des Futurs auf die Aspektunterscheidung zwischen Präsens/Imperfekt und Aorist, der Verlust der dritten Person Imperativ, außer in Archaismen wie ζήτω! ('Lang lebe!'); neue Pronomen für die 2. Person Plural, da die alten wegen der Lautveränderung akustisch nicht mehr von denen der 1. Person Plural zu unterscheiden waren; und der Vereinfachung des Systems der Präfixe, wie bei der Augmentation und Reduplikation. Das Phonemsystem der neugriechischen Sprache: Vokale geschlossen halbgeschlossen offen Alle Vokale werden kurz ausgesprochen. laut IPA Konsonanten p t k b d g v δ z γ f θ s χ m n l r

Siehe auch


- Griechisches Alphabet
- Liste griechischer Präfixe
- Liste griechischer Suffixe
- griechische Präpositionen
- Liste griechischer Magischer Quadrate
- Namenforschung
- Griechische Zahlen
- griechische Zahlwörter
- Griechische Phrasen und Redewendungen

Literatur


- Geschichte:
  - Francisco R. Adrados: Geschichte der griechischen Sprache von den Anfängen bis heute. Tübingen/Basel 2002
  - Hans Eideneier: Von Rhapsodie zu Rap. Aspekte der griechischen Sprachgeschichte von Homer bis heute. Tübingen 1999
- etymologische Wörterbücher (altgriechisch):
  - Pierre Chantraine: Dictionnaire étymologique de la langue grecque : histoire des mots. 4 Bände. Paris 1968-80 (Neuauflage 1999)
  - Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. 3 Bände. Heidelberg 1973
  - Alois Vanicek: Griechisch-lateinisches etymologisches Wörterbuch. Leipzig 1877 (Nachdruck 1972)
- Wörterbücher (altgriechisch):
  - Wilhelm Gemoll: Griechisch–Deutsches Schul- und Handwörterbuch bei Oldenburg Schulbuchverlag. ISBN 3-486-13401-9
  - Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache in 4 Bänden. Braunschweig 1842 ff. (3. Aufl. 1880; Nachdruck 1954)
- Grammatiken (altgriechisch):
  - Eduard Bornemann (u. Mitw. v. Ernst Risch): Griechische Grammatik. Frankfurt a.M. 1978
  - Adolf Kaegi: Kurzgefasste griechische Schulgrammatik. Berlin 1884 (seither ständig nachgedruckt), ISBN 3-615-70100-3
- Historische Grammatik:
  - Helmut Rix: Historische Grammatik des Griechischen. Laut- und Formlehre. Darmstadt 1992

Weblinks


- [http://www.geocities.com/kurogr/ Wörterbuch Mykenisches Griechisch - klassisches Altgriechisch - Englisch (PDF)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/graeca/Auctores/g_alpha.html griechische Texte in der Bibliotheca Augustana]
- [http://info.uibk.ac.at/c/c6/c604/pdf/Hajnal/Griech.Dial.pdf Die Vorgeschichte der griechischen Dialekte] - Ein Aufsatz über Entstehen und Geschichte der altgriechischen Dialekte.
- [http://kypros.org/LearnGreek/ Online-Kurs vom zypriotischen Rundfunk CyBC, 105 Lektionen à 30 Min., engl., Real Audio]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.chairete.de/ Materialen zum Altgriechischen, Autoren]
- [http://www.altesprachen.de/heureka/heureka.htm Altesprachen.de]
- [http://www.geocities.com/Athens/Agora/6594/inhalt.html Altgriechisch] (Ziemlich umfangreicher Einstiegskurs)
- [http://www.combib.de/infoseiten/griechisch/griechisch.html Aussprachehilfe zum neutestamentlichen Griechisch] (Deutsche Schulaussprache, nicht Originalaussprache!)
- [http://www.gottwein.de/grueb/gr000.htm Altgriechischer Online-Sprachkurs]
- [http://www.gottwein.de/ Navicula Bacchi] (exzellente Seite rund um die Klassische Philologie mit sehr vielen Unterrichtsmaterialien)
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechisch.html Bibliographie - Griechisch]
-
Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Einzelsprache als:Griechische Sprache ja:ギリシア語 ko:그리스어 ms:Bahasa Greek simple:Greek language th:ภาษากรีก

Polysemie

Die Mehrdeutigkeit von lexikalischen Zeichen wird Polysemie (v. griech.: poly = viel + sema = Zeichen) genannt. Polysemie ist ein Begriff aus der Lexikologie. Wörter, für die sich in der Regel durch unterschiedlichen Gebrauch in verschiedenen Kontexten und Fachsprachen verschiedene Bedeutungen herausgebildet haben, nennt man Polyseme. Polyseme müssen miteinander verbunden oder auf eine gemeinsame etymologische Wurzel zurückzuführen sein. Ist dies bei mehrdeutigen lexikalischen Zeichen nicht der Fall, so liegt Homonymie vor. Die Polysemie ist also ein linguistisches oder lexikografisches Phänomen, dass sich nicht unmittelbar aus dem Gebrauch eines lexikalischen Zeichens ablesen lässt. Polyseme können auf verschiedene Weisen entstehen. Dort, wo es auf die genaue Bedeutung ankommt, sollten durch die Verwendung von Polysemen entstehende Mehrdeutigkeiten vermieden oder aufgelöst werden.

Arten von Polysemie

Polysemie durch Spezialisierung

Viele Polyseme entstehen dadurch, dass ein Ausdruck durch Verwendung in einem speziellen Kontext eine leicht veränderte Bedeutung erfährt. Auf diese Weise kann aus einem allgemeinen Begriff ein neuer Fachbegriff entstehen. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich, wenn ein spezieller Begriff mit der Zeit auch in generischer Bedeutung verwendet wird, wie dies bei generalisierten Markennamen der Fall ist.

Reguläre Polysemie

Ein Spezialfall der Polysemie ist die reguläre Polysemie. Reguläre Polysemie liegt bei Gruppen von lexikalischen Zeichen vor, wenn von jeweils einer Bedeutung regulär eine zweite Bedeutung erschlossen werden kann. So kann bei lexikalischen Zeichen, die Institutionen bezeichnen auf eine weitere, die Mitglieder der Institution oder das Gebäude dieser Institution bezeichnende Bedeutung geschlossen werden. In den folgenden Beispiel bezeichnet Schule eine Institution, eine Personengruppe und ein Gebäude: # „Er geht noch zur Schule“ (= Institution) # „Die Schule streikt heute“ (= alle Schüler, Lehrer, etc.) # „Schulen sollten von außen als solche erkennbar sein“ (= Gebäude und bei als solche gleichzeitig Institution) # „Unsere Schule steht unter Denkmalschutz!“ (= konkretes Gebäude) Diese Form der Polysemie wird im Wörterbuch nicht erfasst.

Polysemie durch Bedeutungserweiterung

Eine weitere Form der Mehrdeutigkeit ist die Bedeutungserweiterung durch übertragenen Gebrauch. In dem Satz Peter ist eine Banane wird das lexikalische Zeichen Banane nicht in einer neuen, Personen bezeichnenden Bedeutung verwendet. Es werden lediglich bananentypische Eigenschaften, z.B. die, lang und krumm zu sein, auf Peter übertragen. Auch diese Form der Mehrdeutigkeit wird nicht in Wörterbüchern kodiert. Wenn sich diese Form der Bedeutungsübertragung aber im Gebrauch verfestigt, wird dies auch in Wörterbüchern registriert (Beispiel Schwein in: Peter ist ein Schwein).

Erfassung von Polysemie

Bei der Wörterbucherstellung (Lexikografie) wird die Mehrdeutigkeit von sprachlichen Zeichen dadurch erfasst, dass in einem Artikel zu dem betreffenden sprachlichen Zeichen mehrere semantische Kommentare, zu jeder Bedeutung einer, erstellt werden. Polyseme und homonyme lexikalische Zeichen erweisen sich auch als Problem bei der Indexierung innerhalb der Dokumentation, wo durch einzelne, definierbare Schlagwörter ein Sachverhalt erschlossen werden soll. Aus diesem Grund werden die Schlagwörter in einem kontrollierten Vokabular voneinander abgegrenzt.

Siehe auch


- Unschärfe, Vagheit, Mehrdeutigkeit

Literatur


- Pethö, Gergely: What is Polysemy? A Survey of Current Research and Results. In: Németh, Enikö T. / Bibok, Károly: Pragmatics and the Flexibility of Word Meaning. Amsterdam:Elsevier 2001, S. 175-224. Kategorie:Semantik Kategorie:Lexikografie

Kohyponymie

In der Linguistik wird mit Hyponym der Unterbegriff eines Begriffs bezeichnet. Der Oberbegriff eines Begriffs wird als Hyperonym bezeichnet. Die Hyponymie ist eine Relation zwischen Begriffen. Diese Relation ist:
- transitiv - wenn A ein Hyponym von B ist und B ein Hyponym von C, dann ist A ein Hyponym von C.
- irreflexiv - kein Begriff ist ein Unterbegriff von sich selber.
- asymmetrisch - wenn A ein Hyponym von B ist, dann kann B nicht Hyponym von A sein. Beispiel für ein Hyponym,transitiver Art: Wenn Banane ein Hyponym von Obst ist, und Obst ein Hyponym von Lebensmittel ist, dann ist Banane ein Hyponym von Lebensmittel. Zwischen Hyperonym und Hyponym bestehen weiterhin die folgenden Beziehungen:
- der Begriffsumfang (Extension) des Hyponyms ist kleiner als der Begriffsumfang des Hyperonyms. Jeder Basset ist ein Hund, aber nicht jeder Hund ist ein Basset.
- der Begriffsinhalt (Intension) des Hyponyms ist größer als der Begriffsinhalt des Hyperonyms. Das Hyponym hat mindestens ein semantisches Merkmal mehr als das Hyperonym.
- Die Prädizierung eines Objekts als A (Hyponym) impliziert die Prädizierung des Objekts als B (Hyperonym), aber nicht umgekehrt. Ein Begriff kann auch das Hyponym mehrerer Hyperonyme sein. Zum Beispiel ist Banane ein Hyponym zu Obst und zu Pflanze. Die Hyponymie ist eine zentrale semantische Relation in semantischen Netzen, Taxonomien und Thesauri.

Kohyponymie

Zwei Hyponyme eines gemeinsamen Hyperonyms bezeichnet mal als Kohyponyme. Diese Relation ist symmetrisch und transitiv. Die Inhalte der Elemente unterscheiden sich in mindestens einem semantischen Merkmal. Zum Beispiel sind 'Dackel' und 'Basset' Kohyponyme zum gemeinsamen Hyperonym 'Hund':
- Dieser Dackel ist ein Hund
- Dieser Basset ist ein Hund Kohyponyme schließen sich gegenseitig aus:
- Dieser Dackel ist ein Basset

Literatur

John Lyons: Linguistic Semantics. An Introduction. Cambridge:CUP 1996 Kategorie:Semantik Kategorie:Dokumentationssprache

Synonym

Synonymie (aus dem Griechischen συνώνυμος synónymos für gleichnamig) ist eine Beziehung zwischen lexikalischen Zeichen. Ein Synonym ist ein lexikalisches Zeichen, das die gleiche Bedeutung hat wie ein anderes lexikalisches Zeichen. Das Synonym für das Synonym ist das Ersatzwort. Eine etwas davon abweichende Bedeutung von Synonym findet man bei Aristoteles (vgl. Kategorienschrift 1): Zwei Dinge sind synonym, wenn sie
- dieselbe Bezeichnung und
- dieselbe Definition aufweisen.

Formen der Synonymie

Man unterscheidet strikte oder partielle Synonymie (Bedeutungsähnlichkeit).

Strikte Synonymie

Strikte Synonymie setzt nicht nur voraus, dass zwei lexikalische Zeichen die gleiche denotative Bedeutung haben, sondern auch, dass sie in allen Kontexten austauschbar sind und in allen Kontexten die gleiche Wirkung haben. Beispiele für strikte Synonymenpaare im Deutschen sind nach allgemeiner Anschauung: Orange – Apfelsine; Streichholz – Zündholz. Allerdings ist hier bereits einzuwenden, dass diese Art von Synonymie beim Paar Orange - Apfelsine nur für die Nordhälfte des deutschen Sprachgebiets gilt. In der Deutschschweiz etwa und in Österreich ist Apfelsine klar als Teutonismus markiert. Das Vorkommen dieses Ausdrucks in einem Text würde diesen klar als in Norddeutschland handelnd situieren, in Texten, die in der Schweiz oder Österreich spielen, würde das Wort befremdlich klingen. Auch dieses Beispiel kann demnach nur als Bedeutungsähnlichkeit gewertet werden. Auch in Bayern würde der Gebrauch des Wortes Apfelsine einen "Zugereisten" oder Urlauber kennzeichnen.

Partielle Synonymie

Ein Beispiel für ein nicht-striktes Synonymenpaar ist durcheinander – wirr, wie an den folgenden Beispielen deutlich wird: :1. Er wirkt heute etwas durcheinander = Er wirkt heute etwas wirr. :2. Seine Rede heute war etwas wirr ≠ Seine Rede heute war etwas durcheinander. Partielle Synonyme werden auch Homoionyme genannt. Folgende Aspekte der konnotativen Bedeutung bewirken, dass zwei lexikalische Zeichen bei gleicher denotativer Bedeutung nicht den strengen Anforderungen strikter Synonymie genügen:
- Regionale Differenzierung: Metzger – Fleischer; Brötchen – Schrippe
- Natives Wort vs. Fremdwort: Fahrstuhl/Aufzug – Lift
- Fachwort vs. Laienwort: Rechner – Computer
- Lateinischer Ursprung vs. germanischer Ursprung: vertikal – senkrecht In den meisten alltäglichen Verwendungssituationen genügt das weniger strikte Kriterium der Ersetzbarkeit salva veritate in typischen Kontexten, um ein Paar lexikalischer Zeichen als Synonyme zu identifizieren: :3. (a) Er sitzt schon wieder am Computer <

> (b) Er sitzt schon wieder am Rechner. Aus dem in Satz 3a beschriebenen Sachverhalt folgt notwendigerweise der in Satz 3b beschriebene Sachverhalt und umgekehrt.

Synonymie zwischen sprachlichen Zeichen verschiedenen Typs

Synonymie besteht nicht nur zwischen lexikalischen Zeichen des gleichen Typs:
- Ein einwortiges lexikalisches Zeichen kann mit einem mehrwortigen lexikalischen Zeichen synonym sein (störendazwischenfunkenin die Quere kommen)
- Ein Wortbildungsmittel kann mit einem einwortigen oder mehrwortigen lexikalischen Zeichen synonym sein (Online-im Netz)
- Eigennamen, vor allem Produktnamen, können sich zu generischen Termen und damit zu Synonymen für die Produktbezeichung entwickeln, zum Beispiel Tempo für Papiertaschentuch. Derartige Synonyme nennt man auch Begriffsmonopol. Es gibt synonymische und nichtsynonymische Kontexte. In synonymischen Kontexten können Wörter einer Synonymgruppe trotz inhaltlicher und stilistischer Nuancen gegeneinander ausgetauscht werden, zum Beispiel "lachen" gegen "wiehern" oder "fotografieren" gegen "aufnehmen/knipsen". In synonymischen Kontexten werden die inhaltlichen Unterschiede nicht aktualisiert, sodass die Grundlage für eine Austauschbarkeit gegeben ist. Nur die Gemeinsamkeiten des Inhalts werden angesprochen. Aus den Spezialsemen (= besonderen Bedeutungsmerkmalen) ergibt sich eine Ähnlichkeit, die sowohl Gleichheit wie Unterschiedlichkeit einschließt. Zu bemerken ist, dass die konnotative (= die Nebenbedeutung, Begleitbedeutung betreffende) Differenz die Synonymitätsstiftung nicht beeinflussen kann, sofern sie die denotative Ähnlichkeit nicht überdeckt. In nichtsynonymischen Kontexten sind die gleichen Wörter jedoch nicht austauschbar, weil ihre speziellen Inhalte aktualisiert, hervorgehoben werden. Man könnte sogar von "Augenblicksantonymen" sprechen, weil in diesem Kontext die unterscheidenden Merkmale Dominanzseme (Sem = Bedeutungsmerkmal)werden, sodass die eigentlichen Synonyme nicht austauschbar sind, sondern in Opposition stehen, zum Beispiel: Dann knipse ich mal. Sonst fotografiere ich ja/Das ist kein Kamm, das ist eine rostige Läuseharke/Ich habe keinen Laden, ich habe einen Salon.

Synonymwörterbücher

Synonymwörterbücher gehören zu den Wörterbüchern mit eingeschränktem Informationsprogramm. Zum jeweiligen Stichwort werden die sinn- und sachverwandten Wörter angegeben. Da absolute Synonymie selten ist, geben die meisten Wörterbücher dieses Typs eher bedeutungsähnliche Wörter an. Benutzer dieser Wörterbücher müssen deshalb über einen hohen Grad von Sprachkompetenz verfügen, um für einen bestimmten Kontext das passende Synonym auswählen zu können. Man unterscheidet zwei Arten von Synonymwörterbüchern:
- distinktive Synonymiken spezifizieren die Lesarten von polysemen Lexemen und ordnen die bedeutungsähnlichen Wörter der jeweiligen Lesart zu (Bsp.: durcheinander (Person) - verwirrt; durcheinander (Sachen) - chaotisch, vermischt, wie Kraut und Rüben); eine distinktive Synonymik des Deutschen ist Schülerduden. Die richtige Wortwahl.
- kumulative Synonymiken ordnen die einem Lexem ähnlichen lexikalischen Zeichen ohne Unterscheidung der Lesarten diesem Lexem zu; eine kumulative Synonymik ist Duden Band 8. Die sinn- und sachverwandten Wörter. Synonymenwörterbücher werden häufig verwendet, um in einem Text zu häufige Wiederholungen eines Wortes zu vermeiden. Sie können auch für die systematische Wortschatzarbeit im Zweitsprachunterricht herangezogen werden. Das Gegenteil der Synonymie ist die Antonymie.

Literatur


- D. Alan Cruse: Lexical Semantics. Cambridge:CUP 1987
- Bulitta, Erich und Hildegard: Das große Lexikon der Synonyme. Taschenbuch. Frankfurt. Fischer Verlag, 2005
- Bulitta, Erich und Hildegard: Wörterbuch der Synonyme und Antonyme. Taschenbuch. Frankfurt. Fischer Verlag, 2003
- Bußmann, Hadumod: Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart. Alfred Kröner Verlag, 2002
- Kurz, Michael: Das neue Wörterbuch der Synonyme. Taschenbuch. München. Econ-Ullstein-List-Verlag, 2001
- John Lyons: Linguistic Semantics. An Introduction. Cambridge:CUP 1995
- Der Große Duden. Band 8: Vergleichendes Synonymwörterbuch.Bearbeitet von Paul Grebe, Wolfgang Müller und weiteren Mitarbeitern der Dudenredaktion, 1964
- Schülerduden. Die richtige Wortwahl. Hg. von Wolfgang Müller. Mannheim:Dudenverlag, 1977
- Duden. Die sinn- und sachverwandten Wörter. Synonymwörterbuch der deutschen Sprache. Hg. von Wolfgang Müller. Mannheim:Dudenverlag 1997grgqe

Weblinks


- [http://wortschatz.uni-leipzig.de/ wortschatz.uni-leipzig.de/ - Datenbank mit Synonymen der Universität Leipzig]
- [http://www.woerterbuch.info/ www.woerterbuch.info - Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 500.000 Übersetzungen und über 125.000 Synonymen]
- [http://dict.leo.org/?lang=de&lp=ende/ http://dict.leo.org - Deutsch-Englisch Wörterbuch]
- [http://www.xipolis.net/ www.xipolis.net - Brockhaus Duden Neue Medien GmbH - Online Bibliothek des Wissens]
- [http://www.duden.de/ www.duden.de - Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG]
- [http://www.ditext.com/quine/quine.html Willard Van Orman Quine, "Two Dogmas of Empiricism" (1951)] Kategorie:Semantik Kategorie:Rhetorischer Begriff ja:類義語 simple:Synonym

Homonym

] Ein Homonym (v. griech.: ομόνυμο aus ομο- homo- = gleich- + όνομα ónoma = Name) ist ein Wort, das für verschiedene Begriffe stehen kann. Umgangssprachlich werden solche mehrdeutigen Bezeichnungen auch Teekesselchen genannt. Genauer lassen sich zum einen Homographen (gleiche Schreibweise) und Homophone (gleicher Klang) und zum anderen Polyseme (Bedeutungsverschiebungen) von normalen Homonymen unterscheiden. Diese nicht immer eindeutigen Unterscheidungen sind unter anderem in der Lexikographie von Bedeutung. Aristoteles erläutert "Homonym" in der Kategorienschrift folgendermaßen: Zwei Dinge sind homonym, wenn sie
- dieselbe Bezeichnung und
- verschiedene Definition aufweisen. Das Gegenteil des Homonyms ist das Synonym, bei dem unterschiedliche Bezeichnungen für den selben Begriff verwendet werden. Gegensätzliche Begriffe bezeichnet man als Antonyme. Die japanische Sprache und die chinesische Sprache sind besonders reich an Homonymen, die jedoch oft auf Grund der Zeichen- bzw. Bilderschrift nur Homophone, jedoch keine Homographen sind.

Beispiele

Beispiele für Homographen sind
- das Spiel-ende und der Spielend-e
- modern (verwesen) und modern (neu)
- Wach-stube und Wachs-tube
- Montage (Plural von Montag) und Montage (montieren) Beispiele für Homophone sind
- Wahl und Wal
- Lehre und Leere Beispiele für nicht-polyseme Homonyme sind
- Reif (Ring) und reif (ausgereift)
- Arm (Körperteil) und arm (mittellos)
- Tau (Niederschlag), Tau (Seil) und Tau (griech. Buchstabe)
- Lehre (Berufsausbildung) und Lehre (Messinstrument) Beispiel für Polyseme sind (vgl. Polysemie)
- Schloss (Verriegelung) und Schloss (Gebäude)
- Bank (Geldinstitut) und Bank (Sitzgelegenheit)
- Lehre (Berufsausbildung) und Lehre (Dogma)
- Leiter (Leiter (Gerät)) und Leiter (Leitung (Funktion))

Entstehung von Homonymen

Homonyme können zum einen aus verschiedenen Wörtern entstehen, die sich dahingegend verändern, dass sie schließlich gleich klingen (Homophone) oder gleich geschrieben werden (Homographen). Zum anderen können sich die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes so verschieben, dass schließlich unterschiedliche Begriffe entstehen (Polyseme). Zusätzlich kann fast jedes Wort je nach Verwendung unterschiedliche Bedeutungen annehmen und somit zum Homonym werden. Beispiele dafür sind für unterschiedliche Objekte stehende Personalpronomen, mehrdeutige Akronyme, und Metaphern. Siehe auch: Mehrdeutigkeit

Homonymzusätze

Zur Unterscheidung von Homonymen können ihnen so genannte Homonymzusätze oder Qualifikatoren hinzugefügt werden. In Wörterbüchern werden dazu üblicherweise hochgestellte Zahlen verwendet, während beispielsweise in Thesauri verschiedene Zusätze in Klammern angehängt werden. In den Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) der Schlagwortnormdatei (SWD) werden dafür nach Winkelklammern (< und >) benutzt. Für Absatz gibt es in der SWD zum Beispiel drei Einträge:
- Absatz für den Absatz von Waren, weil dies innerhalb des Einsatzzweckes der SWD (Literaturverschlagwortung) die häufigste Verwendungsform ist
- Absatz 
- Absatz  wobei die Bezeichnung Schuhabsatz vorzuziehen ist Allerdings lassen sich Homonymprobleme in kontrollierten Umgebungen oft auch durch das Ausweichen auf andere Bezeichnungen lösen. Statt Bank (Sitzgelegenheit) kann beispielsweise festgelegt werden, dass eine Bank zum Sitzen immer "Sitzbank" genannt werden muss. Die Homonymzusätze selbst sollten möglichst eindeutig definierte und überschaubare Begriffe sein. Zum Beispiel kann festgelegt werden, dass die Homonymzusätze einzelne Fachgebiete oder Fachsprachen bezeichnen sollen (Ring , Ring , Ring ...) In der Wikipedia werden zur Vermeidung von homonymen Einträgen Homonymzusätze in runden Klammern und so genannte Begriffsklärungsseiten verwendet (näheres siehe dort und in der Liste der Homonymzusätze).

Verschwinden von Homonymen

Homonymie kann eine Ursache für das Verschwinden von Wörtern sein (Homonymenkonflikt durch Mehrdeutigkeit). Beispiele
- Wenn ein Wort sehr viele Bedeutungen hat, es also mehrdeutig wird, verschwinden oft einige Bedeutungen, manchmal auch das ganze Wort, zum Beispiel weil auf andere Bezeichnungen ausgewichen wird.
- Wenn ein Wort in der sprachlichen Ebene sinkt, werden gleich- oder ähnlichlautende andere Wörter oft ebenfalls verdrängt: Ficke - Kleidertasche - wurde unüblich wegen "ficken", einem als "obszön" betrachteten Wort. (Gegenbeispiel: Wenn sich die Kontexte klar unterscheiden, können Homophone auf der normalen Sprachebene auch neben der niedrigeren bestehen bleiben: Das vulgäre "to jack off" im Englischen hat z.B. keinen Einfluss auf die anderen Lesarten von "jack / to jack / Jack-of-all-trades".)
- Im Japanischen ist die Zahl "Vier" homophon mit dem Wort für "Tod" (shi). Daher gibt es eine zweite Aussprache (yon) für "Vier", die in Kontexten gebraucht wird, wo durch die Homophonie eine Mehrdeutigkeit mit negativer Konnotation entstehen könnte. Ähnliche Begriffe mit unterschiedlicher Bedeutung in verschiedenen Dialekten einer Sprache sind Paronyme.

Veränderung von Homographen durch die Rechtschreibreform

Durch die Rechtschreibreform wurden einige Homographen beseitigt.
- Bettuch -> Bettuch, Betttuch oder Bett-Tuch Andererseits wurden neue geschaffen, insbesondere auf dem noch umstrittenen Gebiet von Getrennt- und Zusammenschreibung
- sitzenbleiben, sitzen bleiben -> sitzenbleiben :(Diese Regel wird voraussichtlich zurückgenommen.)

Weblinks


- [http://titan.bsz-bw.de/cms/public/arbeit/agsach/hzliste.pdf Liste der normierten Homonymenzusätze (PDF)] für Personenschlagwörter der Schlagwortnormdatei
- [http://www.phonetik-buero.de/lernmaterial/lernmaterial.htm Liste von Homographen, Homonymen und Homophonen im Deutschen] von Jürgen Trouvain Kategorie:Semantik Kategorie:Dokumentation ja:同音異義語

Polysemie

Die Mehrdeutigkeit von lexikalischen Zeichen wird Polysemie (v. griech.: poly = viel + sema = Zeichen) genannt. Polysemie ist ein Begriff aus der Lexikologie. Wörter, für die sich in der Regel durch unterschiedlichen Gebrauch in verschiedenen Kontexten und Fachsprachen verschiedene Bedeutungen herausgebildet haben, nennt man Polyseme. Polyseme müssen miteinander verbunden oder auf eine gemeinsame etymologische Wurzel zurückzuführen sein. Ist dies bei mehrdeutigen lexikalischen Zeichen nicht der Fall, so liegt Homonymie vor. Die Polysemie ist also ein linguistisches oder lexikografisches Phänomen, dass sich nicht unmittelbar aus dem Gebrauch eines lexikalischen Zeichens ablesen lässt. Polyseme können auf verschiedene Weisen entstehen. Dort, wo es auf die genaue Bedeutung ankommt, sollten durch die Verwendung von Polysemen entstehende Mehrdeutigkeiten vermieden oder aufgelöst werden.

Arten von Polysemie

Polysemie durch Spezialisierung

Viele Polyseme entstehen dadurch, dass ein Ausdruck durch Verwendung in einem speziellen Kontext eine leicht veränderte Bedeutung erfährt. Auf diese Weise kann aus einem allgemeinen Begriff ein neuer Fachbegriff entstehen. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich, wenn ein spezieller Begriff mit der Zeit auch in generischer Bedeutung verwendet wird, wie dies bei generalisierten Markennamen der Fall ist.

Reguläre Polysemie

Ein Spezialfall der Polysemie ist die reguläre Polysemie. Reguläre Polysemie liegt bei Gruppen von lexikalischen Zeichen vor, wenn von jeweils einer Bedeutung regulär eine zweite Bedeutung erschlossen werden kann. So kann bei lexikalischen Zeichen, die Institutionen bezeichnen auf eine weitere, die Mitglieder der Institution oder das Gebäude dieser Institution bezeichnende Bedeutung geschlossen werden. In den folgenden Beispiel bezeichnet Schule eine Institution, eine Personengruppe und ein Gebäude: # „Er geht noch zur Schule“ (= Institution) # „Die Schule streikt heute“ (= alle Schüler, Lehrer, etc.) # „Schulen sollten von außen als solche erkennbar sein“ (= Gebäude und bei als solche gleichzeitig Institution) # „Unsere Schule steht unter Denkmalschutz!“ (= konkretes Gebäude) Diese Form der Polysemie wird im Wörterbuch nicht erfasst.

Polysemie durch Bedeutungserweiterung

Eine weitere Form der Mehrdeutigkeit ist die Bedeutungserweiterung durch übertragenen Gebrauch. In dem Satz Peter ist eine Banane wird das lexikalische Zeichen Banane nicht in einer neuen, Personen bezeichnenden Bedeutung verwendet. Es werden lediglich bananentypische Eigenschaften, z.B. die, lang und krumm zu sein, auf Peter übertragen. Auch diese Form der Mehrdeutigkeit wird nicht in Wörterbüchern kodiert. Wenn sich diese Form der Bedeutungsübertragung aber im Gebrauch verfestigt, wird dies auch in Wörterbüchern registriert (Beispiel Schwein in: Peter ist ein Schwein).

Erfassung von Polysemie

Bei der Wörterbucherstellung (Lexikografie) wird die Mehrdeutigkeit von sprachlichen Zeichen dadurch erfasst, dass in einem Artikel zu dem betreffenden sprachlichen Zeichen mehrere semantische Kommentare, zu jeder Bedeutung einer, erstellt werden. Polyseme und homonyme lexikalische Zeichen erweisen sich auch als Problem bei der Indexierung innerhalb der Dokumentation, wo durch einzelne, definierbare Schlagwörter ein Sachverhalt erschlossen werden soll. Aus diesem Grund werden die Schlagwörter in einem kontrollierten Vokabular voneinander abgegrenzt.

Siehe auch


- Unschärfe, Vagheit, Mehrdeutigkeit

Literatur


- Pethö, Gergely: What is Polysemy? A Survey of Current Research and Results. In: Németh, Enikö T. / Bibok, Károly: Pragmatics and the Flexibility of Word Meaning. Amsterdam:Elsevier 2001, S. 175-224. Kategorie:Semantik Kategorie:Lexikografie

Antagonym

Antagonyme sind Wörter mit mindestens zwei Bedeutungen, wobei eine Bedeutung das Gegenteil einer anderen ist. Es sind Antonyme, bei denen die gegensätzlichen Wörter Homonyme bzw. Homophone sind. In der Praxis treten sie aufgrund ihrer Zweideutigkeit eher selten auf. Im Englischen sind sie etwas verbreiteter als im Deutschen. Entstehen können sie durch Bedeutungswandel, zum Beispiel Bedeutungsumkehr, eines Wortes oder durch lautlichen Zusammenfall unterschiedlicher Wörter. So steht beispielsweise das Wort Untiefe für unermessliche (im Sinne von sehr große) Tiefe als auch für sehr geringe Tiefe. Die letzte Bedeutung wird allerdings von vielen als die einzig mögliche aufgefasst. Andere Beispiel sind: fix
- unbeweglich, z.B. in Fixstern oder fixieren
- sehr schnell, z.B. in Ausdrücken wie "das ging aber fix" unmessbar
- sehr groß
- sehr klein Einen Bedeutungswandel gibt es bei dem Wort Quantensprung:
- kleinster möglicher Sprung, kleinste mögliche Energieänderung (Physik)
- großer Sprung vorwärts (Politik, Wirtschaft) Gemeinsam ist beiden aber die qualitativ sprunghafte Änderung. Sehr bemerkenswert ist der Begriff Kriegsgegner. Er bedeutet
- einen Pazifisten,
- einen Kriegsteilnehmer (die jeweilige Kriegspartei). Kategorie:Sprache

Oxymoron

Das Oxymoron (griechisch: oxys: scharf(sinnig), moros: dumm) bedeutet allgemein Widerspruch in sich und bezeichnet:
- Eine logische Aussage, die sich selbst widerspricht, siehe Logik. Bekanntestes Beispiel ist das Paradoxon des Epimenides. Der Kreter Epimenides sagte: "Alle Kreter sind Lügner."
- Eine rhetorische Figur, die sich widersprechende Wörter miteinander kombiniert, siehe Oxymoron (Sprache), siehe auch Stilistik. Beispiele sind unter anderem: "Tosende Stille", "Heiße Kälte", "der gesunde Kranke", "alter Knabe", "kleines Riesenrad", "Eile mit Weile". Möglich ist auch eine ironische Anwendung.
- Eine echte Antinomie (Selbstwiderspruch) ist ein Oxymoron jedoch aufgrund seiner verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten nicht. Das Paradoxon von Eubulides ist eine echte Antinomie und regte mit der Aussage: "Der Satz, den ich gerade ausspreche, ist falsch." im Mittelalter Autoren zu logischen Arbeiten über unlösbare Aussagen an. Weitere Beispiele sind: "Wenn die Straße nass ist, ist sie trocken." und "Ein Schimmel ist schwarz."
- Eine deutsche Punkband, siehe Oxymoron (Band). Das Gegenteil des Oxymoron ist die Tautologie.

Kategorie:Rhetorischer Begriff

Kategorie:Rhetorik Kategorie:Literarischer Begriff

Ultraviolet lamp

Ultraviolet (UV) radiation is electromagnetic radiation of a wavelength shorter than that of the visible region, but longer than that of soft X-rays. It can be subdivided into near UV (380–200 nm wavelength), far or vacuum UV (200–10 nm; abbrev. FUV or VUV), and extreme UV (1–31 nm; abbrev. EUV or XUV). When considering the effect of UV radiation on human health and the environment, the range of UV wavelengths is often subdivided into UVA (380–315 nm), also called Long Wave or "blacklight"; UVB (315–280 nm), also called Medium Wave; and UVC (< 280 nm), also called Short Wave or "germicidal". See 1 E-7 m for a list of objects of comparable sizes. In photolithography, in laser technology, etc., the term deep ultraviolet or DUV refers to wavelengths below 300nm. The name means "beyond violet" (from Latin ultra, "beyond"), violet being the color of the shortest wavelengths of visible light. Some of the UV wavelengths are colloquially called black light, as it is invisible to the human eye. Some animals, including birds, reptiles, and insects such as bees, can see into the near ultraviolet. Many fruits, flowers, and seeds stand out more strongly from the background in ultraviolet wavelengths as compared to human color vision. Many birds have patterns in their plumage that are invisible at usual wavelengths but seen in ultraviolet, and the urine of some animals is much easier to spot with ultraviolet. The Sun emits ultraviolet radiation in the UVA, UVB, and UVC bands, but because of absorption in the atmosphere's ozone layer, 99% of the ultraviolet radiation that reaches the Earth's surface is UVA. (Some of the UVC light is responsible for the generation of the ozone.) Ordinary glass is transparent to UVA but is opaque to shorter wavelengths. Silica or quartz glass, depending on quality, can be transparent even to vacuum UV wavelengths. The onset of vacuum UV, 200 nm, is defined by the fact that ordinary air is opaque below this wavelength. This opacity is due to the strong absorption of light of these wavelengths by oxygen in the air. Pure nitrogen (less than about 10 ppm oxygen) is transparent to wavelengths in the range of about 150–200 nm. This has wide practical significance now that semiconductor manufacturing processes are using wavelengths shorter than 200 nm. By working in oxygen-free gas, the equipment does not have to be built to withstand the pressure differences required to work in a vacuum. Some other scientific instruments, such as circular dichroism spectrometers, are also commonly nitrogen purged and operate in this spectral region. Extreme UV is characterized by a transition in the physics of interaction with matter: wavelengths longer than about 30 nm interact mainly with the chemical valence electrons of matter, while wavelengths shorter than that interact mainly with inner shell electrons and nuclei. The long end of the EUV/XUV spectrum is set by a prominent He+ spectral line at 30.4nm. XUV is strongly absorbed by most known materials, but it is possible to synthesize multilayer optics that reflect up to about 50% of XUV radiation at normal incidence. This technology has been used to make telescopes for solar imaging (pioneered by the NIXT and MSSTA sounding rockets in the 1990s; current examples are SOHO/EIT and TRACE) and microphotolithography (printing of traces and devices on microchips). microchips as seen in deep ultraviolet light at 17.1 nm by the Extreme ultraviolet Imaging Telescope instrument aboard the SOHO spacecraft]]

Discovery

Soon after infrared radiation had been discovered, the German physicist Johann Wilhelm Ritter began to look for radiation at the opposite end of the spectrum, at the short wavelengths beyond violet. In 1801 he used silver chloride, a light-sensitive chemical, to show that there was a type of invisible light beyond violet, which he called chemical rays. At that time, many scientists, including Ritter, concluded that light was composed of three separate components: an oxidising or calorific component (infrared), an illuminating component (visible light), and a reducing or hydrogenating component (ultraviolet). The unity of the different parts of the spectrum was not understood until about 1842, with the work of Macedonio Melloni, Alexandre-Edmond Becquerel and others. During that time, UV radiation was also called "actinic radiation".

Health concerns and protection

In humans, prolonged exposure to solar UV radiation may result in acute and chronic health effects on the skin, eye, and immune system [http://www.who.int/uv/health/en/]. Tungsten-halogen lamps have bulbs made of quartz, not of ordinary glass. Tungsten-halogen lamps that are not filtered by an additional layer of ordinary glass are a common, useful, and possibly dangerous, source of UVB light. UVC rays are the highest energy, most dangerous type of ultraviolet light. Little attention has been given to UVC rays in the past since they are filtered out by the atmosphere. However, their use in equipment such as pond sterilization units may pose an exposure risk, if the lamp is switched on outside of its enclosed pond sterilization unit. sterilization

Skin

UVA, UVB and UVC all can damage collagen fibers and thereby accelerate aging of the skin. In general, UVA is the least harmful, but can contribute to the aging of skin, DNA damage and possibly skin cancer. It penetrates deeply and does not cause sunburn. Because it does not cause reddening of the skin (erythema) it cannot be measured in the SPF testing. There is no good clinical measurement of the blocking of UVA radiation, but it is important that sunscreen block both UVA and UVB. UVA light is known as "dark-light" and, because of its longer wavelength, can penetrate most windows. It also penetrates deeper into the skin than UVB light and is thought to be a prime cause of wrinkles. UVB light in particular has been linked to skin cancers such as melanoma. The radiation excites DNA molecules in skin cells, causing covalent bonds to form between adjacent thymine bases, producing thymidine dimers. Thymidine dimers do not base pair normally, which can cause distortion of the DNA helix, stalled replication, gaps, and misincorporation. These can lead to mutations, which can result in cancerous growths. The mutagenicity of UV radiation can be easily observed in bacteria cultures. This cancer connection is one reason for concern about ozone depletion and the ozone hole. As a defense against UV radiation, the body tans when exposed to moderate (depending on skin type) levels of radiation by releasing the brown pigment melanin. This helps to block UV penetration and prevent damage to the vulnerable skin tissues deeper down. Suntan lotion that partly blocks UV is widely available (often referred to as "sun block" or "sunscreen"). Most of these products contain an "SPF rating" that describes the amount of protection given. This protection applies only to UVB light. In any case, most dermatologists recommend against prolonged sunbathing.

Eye

High intensities of UVB light are hazardous to the eyes, and exposure can cause welder's flash (photokeratitis or arc eye) and may lead to cataracts, pterygium[http://ajp.amjpathol.org/cgi/content/abstract/162/2/567] [http://ajp.amjpathol.org/cgi/content/abstract/167/2/489], and pinguecula formation. Protective eyewear is beneficial to those who are working with or those who might be exposed to ultraviolet radiation, particularly short wave UV. Given that light may reach the eye from the sides, full coverage eye protection is usually warranted if there is an increased risk of exposure as in high altitude mountaineering. Mountaineers are exposed to higher than ordinary levels of UV radiation, both because there is less atmospheric filtering and because of reflection from snow and ice. Ordinary eyeglasses give some protection, and most plastic lenses give more protection than glass lenses. Some plastic lens materials, such as polycarbonate, block most UV. There are protective treatments available for eyeglass lenses that need it to give better protection. Most intraocular lenses help to protect the retina by absorbing UV radiation.

Immune system

Beneficial effects

A positive effect of UV light is that it induces the production of vitamin D in the skin. Grant (2002) claims tens of thousands of premature deaths occur in the US annually from cancer due to insufficient UVB exposures (apparently via vitamin D deficiency). Another effect of vitamin D deficiency is osteomalacia, which can result in bone pain, difficulty in weight bearing and sometimes fractures. Ultraviolet radiation has other medical applications, in the treatment of skin conditions such as psoriasis. UVB and UVA radiation can be used, in conjunction with psoralens (PUVA treatment).

Uses

UV light has many various uses.

Black lights

PUVA A black light is the name commonly given to a lamp emitting almost entirely long wave UV radiation and very little visible light. Fluorescent black lights are typically made in the same fashion as normal fluorescent lights except that only one phosphor is used instead of the typical 2 or 3 which produce a full spectrum light and the normally clear glass envelope of the bulb is replaced by a deep bluish purple glass called Wood's glass. Wood's glass is a nickel oxide, cobalt oxide-doped glass which blocks virtually all visible light above 400 nanometers. The phosphor typically used for a near 368 to 371 nanometer emission peak is either europium-doped strontium fluoroborate (SrB4O7F:Eu2+) or europium-doped strontium borate (SrB4O7:Eu2+) while the phosphor used to produce a peak around 350 to 353 nanometers is lead-doped barium silicate (BaSi2O5:Pb+). The ultraviolet radiation itself is invisible to the human eye, but illuminating certain materials with UV radiation prompts the visible effects of fluorescence and phosphorescence. Black light testing is commonly used to authenticate antiques and bank notes. It is extensively used in non-destructive testing (NDT); fluorescing fluids are applied to metal structures and illuminated with a black light. Cracks and other artefacts can easily be detected. It is also used to illuminate pictures painted with fluorescent colors (preferably on black velvet to intensify the illusion of self-illumination). The fluorescence it prompts from certain textile fibers is also used as a recreational effect (as seen for instance in the opening credits of the James Bond film A View to a Kill). A View to a Kill In forensic investigations, black lights are used to reveal the presence of trace evidence, such as blood, urine, semen and saliva, by causing visible fluorescence in these substances. The use of this technique by exposé style television news magazines for reporting on the various unsanitary and mysterious stains found in hotel rooms has become such an oft-repeated stunt that it has been lampooned on comedy shows such as The Family Guy.

Fluorescent lamps

Fluorescent lamps produce UV radiation by the emission of low-pressure mercury gas. A phosphorescent coating on the inside of the tubes absorbs the UV and becomes visible. The main mercury emission wavelength is in the UVC range. Unshielded exposure of the skin or eyes to mercury arc lamps that do not have a conversion phosphor is quite dangerous. The light from a mercury lamp is predominantly at discrete wavelengths. Other practical UV sources with more continuous emission spectra include xenon arc lamps (commonly used as sunlight simulators), deuterium arc lamps, mercury-xenon arc lamps, metal-halide arc lamps, and tungsten-halogen incandescent lamps.

Pest control

Ultraviolet fly traps are used for the elimination of various small flying insects. They are attracted to the UV light and are killed using an electrical shock or trapped once they come into contact with the device.

Spectrophotometry

UV/VIS spectroscopy is widely used as a technique in chemistry, for analysis of chemical structure, most notably conjugated systems. UV radiation is often used in visible spectrophotometry to determine the existence of fluorescence a given sample.

Astronomy

spectrophotometry's north pole as seen in ultraviolet light by the Hubble Space Telescope.]] In astronomy, very hot objects preferentially emit UV radiation (see Wien's law). However, the same ozone layer that protects us causes difficulties for astronomers observing from the Earth, so most UV observations are made from space. (see UV astronomy, space observatory)

Analyzing minerals

Ultraviolet lamps are also used in analyzing minerals, gems, and in other detective work including authentication of various collectibles. Materials may look the same under visible light, but fluoresce to different degrees under ultraviolet light; or may fluoresce differently under short wave ultraviolet versus long wave ultraviolet. UV fluorescent dyes are used in many applications (for example, biochemistry and forensics). The fluorescent protein Green Fluorescent Protein (GFP) is often used in genetics as a marker. Many substances, proteins for instance, have significant light absorption bands in the ultraviolet that are of use and interest in biochemistry and related fields. UV-capable spectrophotometers are common in such laboratories.

Photolithography

Ultraviolet radiation is used for very fine resolution photolithography, a procedure where a chemical known as a photoresist is exposed to UV radiation which has passed through a mask. The light allows chemical reactions to take place in the photoresist, and after development (a step that either removes the exposed or unexposed photoresist), a geometric pattern which is determined by the mask remains on the sample. Further steps may then be taken to "etch" away parts of the sample with no photoresist remaining. UV radiation is used extensively in the electronics industry because photolithography is used in the manufacture of semiconductors, integrated circuit components and printed circuit boards.

Checking electrical insulation

printed circuit board and Franklinite containing mineral sample as seen under visible light (top) and fluorescing under UV light (bottom).]] A new application of UV is to detect corona discharge (often simply called "corona") on electrical apparatus. Degradation of insulation of electrical apparatus or pollution causes corona, wherein a strong electric field ionizes the air and excites nitrogen molecules, causing the emission of ultraviolet radiation. The corona degrades the insulation level of the apparatus. Corona produces ozone and to a lesser extent nitrogen oxide which may subsequently react with water in the air to form nitrous acid and nitric acid vapour in the surrounding air. [http://www.seeing-corona.com/]

Sterilization

Ultraviolet lamps are used to sterilize workspaces and tools used in biology laboratories and medical facilities. Commercially-available low pressure mercury-vapor lamps emit about 86% of their light at 254 nanometers (nm) which coincides very well with one of the two peaks of the germicidal effectiveness curve (i.e., effectiveness for UV absorption by DNA). One of these peaks is at about 265 nm and the other is at about 185 nm. Although 185 nm is better absorbed by DNA, the quartz glass used in commercially-available lamps, as well as environmental media such as water, are more opaque to 185 nm than 254 nm (C. von Sonntag et al., 1992). UV light at these germicidal wavelengths causes adjacent thymine molecules on DNA to dimerize, if enough of these defects accumulate on a microorganism's DNA its replication is inhibited, thereby rendering it harmless (even though the organism may not be killed outright). Since microorganisms can be shielded from ultraviolet light in small cracks and other shaded areas, however, these lamps are used only as a supplement to other sterilization techniques.

Disinfecting drinking water

UV radiation can be an effective viricide and bactericide. Disinfection using UV radiation was more commonly used in wastewater treatment applications but is finding increased usage in drinking water treatment. Generally, UV disinfection is more effective for bacteria and virus, which have more exposed genetic material, than for larger pathogens which have outer coatings or that form cyst states (e.g., Giardia) that shield their DNA from the UV light. However, it was recently discovered that ultraviolet radiation can be somewhat effective for treating the microorganism Cryptosporidium. The findings resulted in two [http://www.calgoncarbon.com/company/news/index.cfm?mode=detail&id=DF8B2807-AB22-705E-D9769AEA0B6A744E US patents] and the use of UV radiation as a viable method to treat drinking water.

Food Processing

As consumer demand for fresh and "fresh like" food products increases, the demand for nonthermal methods of food processing is likewise on the rise. In addition, public awareness regarding the dangers of food poisoning is also raising demand for improved food processing methods. Ultraviolet radiation is used in several food processes to remove unwanted microorganisms. UV light can be used to pasteurize fruit juices by pumping the juice over a high intensity ultraviolet light source. The effectiveness of such a process depends on the UV absorbance of the juice (see Beer's law).

Fire detection

Ultraviolet (UV) detectors generally use either a solid-state device, such as one based on silicon carbide or aluminum nitride, or a gas-filled tube as the sensing element. UV detectors which are sensitive to UV light in any part of the spectrum respond to irradiation by sunlight and artificial light. A burning hydrogen flame, for instance, radiates strongly in the 185 to 260 nanometre) range and only very weakly in the IR region, while a coal fire emits very weakly in the UV band yet very strongly at IR wavelengths; thus a fire detector which operates using both UV and IR detectors is more reliable than one with a UV detector alone. Virtually all fires emit some radiation in the UVB band, while the Sun's radiation at this band is absorbed by the Earth's atmosphere. The result is that the UV detector is "solar blind", meaning it will not cause an alarm in response to radiation from the Sun, so it can easily be used both indoors and outdoors. UV detectors are sensitive to most fires, including hydrocarbons, metals, sulfur, hydrogen, hydrazine, and ammonia. Arc welding, electrical arcs, lightning, X-rays used in nondestructive metal testing equipment (though this is highly unlikely), and radioactive materials can produce levels that will activate a UV detection system. The presence of UV-absorbing gases and vapors will attenuate the UV radiation from a fire, adversely affecting the ability of the detector to detect flames. Likewise, the presence of an oil mist in the air or an oil film on the detector window will have the same effect.

Curing of adhesives and coatings

Certain adhesives and coatings are formulated with photoinitiators. When exposed to the correct wavelengths of UV light, polymerisation occurs, and so the adhesives harden or cure. Usually, this reaction is very quick, a matter of a few seconds. Applications include glass and plastic bonding, optical fiber coatings, the coating of flooring, and dental fillings.

See also


- UV index

External link


- [http://www.iuva.org/ International Ultraviolet Association]

References


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- Matsumura Y, Ananthaswamy HN (2004). [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=15020192 Toxic effects of UV radiation on the skin.] Toxicol. Appl. Pharmacol. 195 (3), 298-308.
- Hu S, et al. (2004). [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=15262692 UV radiation and melanoma in US Hispanics & blacks.] Arch Dermatol. 140 (7), 819-824. Category:Electromagnetic spectrum ms:Ultraungu ja:紫外線 simple:Ultraviolet

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