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Apenninen

Apenninen

Der Apennin ist ein 1.500 km langer Gebirgszug, der die nach ihm benannte italienische Halbinsel in Nordwest-Südost-Richtung durchzieht. Er beginnt im Nordwesten Italiens, bei Turin, mit dem Monferrato-Hügelland und bildet im Ligurischen Apennin die Fortsetzung der Ligurischen Alpen. Die Grenze zwischen Alpen und Apennin bildet der Col di Cadibona (436 m). Von dort reicht er Richtung Osten bis zur Adriaküste, wo er sich nach Süden wendet und in den Abruzzen mit dem Massiv des Gran Sasso d'Italia (2.912 m) seine größte Höhe erreicht. Noch weiter südwärts teilt sich der Apennin in einzelne kleinere Gebirgsteile wie die Sila und den Aspromonte auf und findet seine Fortsetzung in den Gebirgen Nordsiziliens. Er ist die Hauptwasserscheide Italiens.

Gesteine

Der Apennin ist ein tertiäres Kettengebirge, das seine Auffaltung dem Anprall der Afrikanischen gegen die Eurasische Platte verdankt. Er besteht aus Kalken, Dolomitgesteinen, Sandsteinen, Schiefern, Mergeln und Tonen, teilweise auch aus kristallinem Grundgebirge.

Klima

kristallin Im Apennin herrscht typisches Gebirgsklima mit niedrigen Temperaturen, jedoch starken Temperaturschwankungen und hohen Niederschlägen. Im Hügelland und den Vorgebirgen ist das Klima mediterran beeinflusst, mit Niederschlagsmengen von etwa 800 mm und einer deutlichen Sommertrockenheit. In den subalpinen Regionen steigt die Niederschlagsmenge auf über 1300 mm, wobei ein deutlicher West-Ost-Unterschied besteht.

Flora und Fauna

Die Vegetation der Küstenregionen reicht bis etwa 600 Meter über NN, wo sie in einen Gürtel aus Edelkastanien und Eichen und noch höher Nadelhölzern übergeht. Die Baumgrenze liegt bei etwa 2.000 m. Ein im Apennin vorkommendes, endemisches Tier ist der Brillensalamander. Der Bardigiano ist die heimische Pferderasse.

Verkehr

Der Apennin wird von vielen Autobahnen überquert, wie zum Beispiel den Strecken Mailand - Genua, Parma - La Spezia, Bologna - Florenz (Autostrada del Sole) oder Pescara - Rom. Die meisten Pässe liegen zwischen 500 und 1.000 m, teilweise noch höher. Die Eisenbahn Bologna-Florenz durchquert das Gebirge im 1934 eröffneten 18,5 km langen Apenninen-Basistunnel. Kategorie:Gebirge Kategorie:Geographie (Italien) ja:アペニン山脈

Turin

Turin (italienisch Torino) ist eine Stadt in Nordwest-Italien mit 902.255 Einwohnern im Stadtgebiet (2005) und ca. 1,5 Mio. Einwohnern als Agglomeration (2004). Italien Die Stadt liegt auf einer Höhe von 240 m und mit einer Fläche von 130 km² am Ufer des Flusses Po. Sie ist Hauptstadt der Region Piemont und der Provinz Turin. Von Frankreich im Westen und der Schweiz im Norden, sowie von Mailand im Osten ist sie jeweils gut 100 km entfernt.

Geschichte

Mailand Das Stadtgebiet wurde in vorrömischer Zeit von Kelten oder Ligurern besiedelt. Im ersten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Römer hier ein Militärlager (Castra Taurinorum), das später dem Kaiser Augustus gewidmet wurde (Augusta Taurinorum). Die typische römische Stadtstruktur mit rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßen hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Das Quartiere Romano ist der älteste, im Jahr 28 v. Chr. von Kaiser Augustus gegründete Stadtteil. Im 13. Jahrhundert nahmen die Herzöge von Savoyen die Stadt ein. Sie ist seither auch eine von französischen Einflüssen geprägte Residenz und erlebte unter Marie Christine von Frankreich im 17. Jahrhundert glanzvolle Zeiten. Durch die Vereinigung Italiens 1861 wurde Turin Hauptstadt. König Viktor Emanuel II. regierte von hier aus, 14 verschiedene Schlösser zeugen von der herrschaftlichen Vergangenheit. Die Hauptstadtfunktion war jedoch ein Status, den die Stadt schon drei Jahre später an Florenz weitergeben musste.

Wirtschaft

Heutzutage ist die Stadt ein wichtiges industrielles Zentrum.
Turin ist insbesondere bekannt als Sitz des Autoherstellers Fiat (Fabbrica Italiana di Automobili Torino), der 1899 hier gegründet wurde.
Ein weiterer berühmter Fahrzeughersteller ist Lancia, 1906 gegründet, 1969 durch Fiat übernommen und danach in den gleichnamigen Konzern eingegliedert.

Verkehr

Turin ist gut an das italienische Autobahn- sowie an das Eisenbahnnetz angebunden. Zu den olympischen Spielen 2006 wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Mailand bis nach Novara fertig gestellt sein, so dass sich die Fahrtzeiten nach Mailand und zum Großflughafen Mailand-Malpensa deutlich verringern werden. Bis 2009 soll dann die komplette Strecke befahren werden und die Fahrtzeit nach Mailand von derzeit 1h 30 min auf 50 min verringert werden. Auch eine Verbindung ins französische Lyon ist geplant. Die wichtigsten Bahnhòfe in Turin sind Torino Porta Nuova, Torino Porta Susa und Torino Lingotto. Der derzeitige Hauptbahnhof Porta Nuova wird diese Funktion vermutlich in den nächsten Jahren an den Durchgangsbahnhof Porta Susa verlieren, der seit einigen Jahren von Grund auf erneuert wird.
Die drei Bahnhöfe sind auch wichtige Haltepunkte der ersten U-Bahn-Linie der Stadt, die derzeit in Bau ist. Zu den olympischen Spielen wird ein erstes Teilstück fertig gestellt sein. Derzeit wird der öffentliche Nahverkehr durch ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz und Busse bewältigt.
Turin verfügt über einen internationalen Flughafen.

Sehenswürdigkeiten

internationalen Flughafen Eines der Wahrzeichen von Turin ist die Mole Antonelliana, errichtet 1863–1880 nach Plänen von Alessandro Antonelli (1798–1888). Heute befindet sich darin das nationale Filmmuseum. Eine spektakuläre Aufzugskonstruktion zieht den gläsernen Lift frei schwebend an Führungskabeln durch den Hauptraum unter der Kuppel hindurch zu der Aussichtsplattform. Die Kathedrale Duomo di San Giovanni, gebaut in den Jahren 1491–1498, beherbergt das Turiner Grabtuch, ein mittelalterliches Leinentuch mit dem Abbild eines Mannes. Von Pilgern wird es verehrt als das Tuch, in das Jesus im Grab gewickelt war. Jesus Das berühmte Lingotto-Gebäude, einstmals die größte Autofabrik der Welt, wurde nach Plänen des Architekten Renzo Piano transformiert in ein Kongresszentrum, Einkaufszentrum, Konzerthalle, Kunstgalerie und Hotel. Das Museo Egizio besitzt eine der international wichtigsten Sammlungen antiker ägyptischer Kunst. Die Schlösser und Residenzen der Herzöge von Savoyen zählen zum Weltkulturerbe. In Zentrum von Turin ist der Palazzo Reale gelegen, der Königspalast der Könige von Piemont-Sardinien und später Sitz des Königreichs Italien. In direkter Nachbarbarschaft dazu befindet sich der Palazzo Madama, der aus einem alten Teil und einem barocken Anbau besteht. Der alte Teil ist in der Römerzeit als Stadttor entstanden und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut worden. Der neue Teil ist ein Werk des Barock-Meisters Filippo Juvarra. Dieser war auch Baumeister mehrerer Residenzschlösser der Herzöge von Savoyen, später Könige von Piemont-Sardinien und schließlich von Italien. Die Wallfahrtskirche Superga auf dem Berg Sassi in einer Höhe von 672 Metern wird von der Superga Zahnradbahn angefahren. Superga Zahnradbahn Superga Zahnradbahn Superga Zahnradbahn

Sport

Die Stadt ist Heimat der Fußballclubs Juventus FC und AC Turin und wird Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2006 sein.

Schulen


- Convitto Nazionale Umberto I

Söhne und Töchter der Stadt


- 1736, † 1813 Joseph Louis Lagrange, Professor der Mathematik, 1766 Direktor der Akademie in Berlin
- 1749, † 1792 Marie Thérèse Louise von Savoyen-Carignan, Prinzessin von Lamballe
- 1789, † 1863 Alberto La Marmora-Ferrero, General und Gegenspieler Napoleons in Italien, Generalkommandeuer auf Sardinien
- 1815, 18. August, † 31. Januar 1888 in Turin Johannes Bosco, Priester und Mitgründer der Gesellschaft des heiligen Franz von Sales, die Salesianer. Wurde 1923 vom Papst heilig gesprochen.
- 1844, 14. März, † 1900 in Monza Umberto I., eigentl. Rainer Karl Emanuel Johann Maria Ferdinand Eugen, 1878-1900 König von Italien
- 1898, † 1988 Giuseppe Saragat, italienischer Präsident und Gründer der sozialistischen Arbeiterpartei Italiens (PSLI)
- 1912, 13. August, † 6. Februar 1991 in Lexington (USA) Salvador Edward Luria, Mikrobiologe, 1940 ausgewandert in die USA, 1969 Nobelpreisträger für Medizin.
- 1939, Giovanni Pinna, Professor für Paleontologie und Museologie, 1997-2000 Präsident des ICOM International Council of Museums.

Weblinks


- [http://www.comune.torino.it/deutsch/ Homepage der Stadt]
- [http://www.torino2006.org Homepage der Winterspiele 2006]
- [http://www.juventus.com Homepage des Fussballclubs Juventus Turin]
- [http://digilander.libero.it/fotogian/torino.home.html Photos of Turin]
- [http://www.urlaub-piemont.de Turin und Urlaubsgebiete im Piemont]
- [http://www.italien-inseln.de/italia/piemont-piemonte/turin-torino/hauptstadt.html Hauptstadt Turin] Kategorie:Ort im Piemont ! Kategorie:Hauptstadt in Italien ja:トリノ ko:토리노

Monferrato

Montferrat (italienisch Monferrato) war im Mittelalter eine Markgrafschaft in der Lombardei, zwischen Turin und Genua gelegen.

Geschichte

Das Terrtitorium der Markgrafschaft erstreckte sich von Nordeb nach Süden in zwei getrennten Teilen zwischen den Seealpen und dem Po, umfaßte 2750 km² und hatte Monferrato zur Hauptstadt. Karl der Große setzte zur Verwaltung des Landes Grafen ein, die 967 von Otto dem Großen zu Markgrafen erhoben wurden. Die herrschende Familie nahm an vorderster Stelle an den Kreuzzügen teil, und stellte in den eroberten Ländern eine Reihe von Monarchen, darunter vor allem die zwei Söhne und ein Enkel des Markgrafen Wilhelm VI.:
- Konrad von Montferrat war Titularkönig von Jerusalem († 1192)
- Bonfatius II. von Montferrat, gründete das Königreich Thessaloniki († 1207)
- Balduin von Montferrat wurde als Balduin V. König von Jerusalem († 1186) Durch Erbschaft gelangte die Markgrafschaft im 14. Jahrhundert an die Paläologen, die sie 1533 wiederum an die Gonzaga vererbten. Mit dem Mantuanischen Erbfolgekrieg (16281631) kam ein Teil der Markgrafschaft an Savoyen, der Rest schließlich im Jahr 1708, als Kaiser Leopold I. den Besitz der Gonzaga einzog.

Markgrafen

Aleramiden


- Wilhelm I., 890
- Aleram I. († 969)
- Wilhelm II. († vor 961)
- Otto I. († 991)
- Anselm I.
- Wilhelm III. (991-1017 bezeugt)
- Otto II.(† 1084)
- Wilhelm IV.(† um 1101)
- Rainer († um 1136)
- Wilhelm V.(† vor 1122)
- Wilhelm VI. († 1191)
- Wilhelm VII. († 1177)
- Konrad (1183-1187)
- Bonfatius II. (1187-1207)
- Wilhelm VIII. (1207-1225)
- Bonifatius III. (1225-1253/5)
- Wilhelm IX. (1253/5-1290)
- Johann I. (1290-1305)

Paläologen


- Theodor I. (1305-1338)
- Johann II (1338-1372)
- Otto III. (1372-1378)
- Johann III. (1378-1381)
- Theodor II. (1381-1418)
- Johann Jakob (1418-1445)
- Johann IV.(1445-1464)
- Wilhelm X. (1464-1483)
- Bonifatius IV. (1483-1494)
- Wilhelm XI. (1494-1518)
- Bonifatius V. (1518-1530)
- Johann Georg (1530-1533)

Gonzaga


- Federico II. Gonzaga (1533-1540)
- Francesco III. Gonzaga (1540-1550)
- Guglielmo Gonzaga (1550-1587)
- Vincenzo I. Gonzaga (1587-1612)
- Francesco IV. Gonzaga (1612)
- Ferdinando Gonzaga (1612-26)
- Vincenzo II. Gonzaga (1626-1627)
- Carlo I. Gonzaga (1627-1637), Herzog von Nevers und Rethel
- Carlo III. Gonzaga (1637-1665), Herzog von Nevers und Rethel bis 1659
- Carlo IV. Gonzaga (1665-1708) ---- Montferrat ist auch der Name mehrerer Gemeinden in Frankreich:
- Montferrat im Département Isère
- Montferrat im Département Var Kategorie:Historisches Territorium Kategorie:Italien

Ligurischer Apennin

Der Ligurische Apennin ist der westlichste Teil des Apennin in Italien, gelegen an der Grenze zwischen Ligurien und dem Piemont. Westlich des Col di Cadibona, der eine Höhe von 436 m besitzt, geht der Ligurische Apennin in die Ligurischen Alpen über die bereits zu den Westalpen gehören. Höchste Erhebung ist mit 1.803 m der Monte Maggiorasca. Kategorie:Gebirge Kategorie:Geographie (Italien)

Alpen

Die Alpen sind das größte und höchste Gebirge Europas, an dem Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Slowenien Anteil haben. Sie entstanden vor etwa 30 Millionen Jahren, als die Adriatische Platte mit der europäischen Platte kollidierte. Im Maximum der Faltung wuchs das Gebirge um etwa 5 mm/Jahr in die Höhe. Dieser Druck dauert bis heute an, der Wuchs beträgt jedoch weniger als 0,5 mm/Jahr. Die Alpen sind Klima- und Wasserscheide zwischen Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeerraum. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an, umfassen in weitem Bogen nach Westen die Poebene, verzweigen sich beim Lac du Bourget in den Französischen und Schweizer Jura und enden nach 750 km westöstlicher Erstreckung fächerförmig im Osten vor dem westpannonischen Berg- und Hügelland an der Donau bei Wien. Im Nordosten sind die Alpen durch das Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt, im Südosten gehen sie in das Dinarisches Gebirge aus Karst über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Poebene steiler. Die Gesamtlänge der Alpen von Genua bis Wien beträgt etwa 1.200 km, die Breite 150 bis 200 km, im Osten bis 300 km. Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3.000 und 4.300 m, in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont Blanc mit 4.808 m. Die höchsten Berge der Alpen findet man in der Liste der Viertausender in den Alpen. Liste der Viertausender in den Alpen Liste der Viertausender in den Alpen

Gliederung

Vertikal gliedert man die Alpen in die Region des Alpenvorlandes bis zur oberen Waldgrenze (1.500 bis 2.000 m), in die Mittelalpen bis zur Schneegrenze (2.400 bis 3.100 m), darüber in die Hochalpen. Horizontal gesehen gilt die Linie Rheintal-Splügen-Comer See als Grenze zwischen den Ost- und Westalpen.

Ostalpen

Als Ostalpen bezeichnet man den Teil der Alpen östlich einer gedachten Linie vom Bodensee entlang des Rheins über den Splügenpass zum Comersee (Comosee) und Lago Maggiore. Sie sind im Vergleich zu den Westalpen niedriger und "sanfter", mit niedrigeren Übergängen (Pässen). Die Ostalpen durchziehen ganz Österreich - von Vorarlberg bis hin zum Burgenland. Im Gegensatz zu den Westalpen schließen die Ostalpen keine autochthonen Massen ein; sie sind ein Decken- und Faltgebirge, in dem westalpine Decken nur randlich und in geologischen Fenstern hervortreten. Drei Deckensysteme werden über den breiten Rand der Böhmischen Masse nach Norden geschoben:
- Helvetisches System: Die helvetische Decke tritt am Nordrand der Alpen zu Tage.
- Penninisches System: Die penninische Decke baut die Sandsteinzone (Flyschzone) auf und erscheint mit kristallinen Gesteinen in geologischen Fenstern, z.B. Unterengadiner Fenster, bis Prutz in Tirol hereinreichend; Tauernfenster zwischen Brennerfurche und Liesertal; Fenster von Rechnitz (Günser Berge).
- Ostalpines System: Sie bauen die Nördliche Kalkzone, Schieferzone (Grauwackenzone), kristalline Zone (Zentralzone) auf - mit Ausnahme der geologischen Fenster, Gailtaler Alpen und dem nördlichen Zug der Karawanken. Südlich der Störungslinie Gailtal-Eiskappl ("alpin-dinarische Narbe") folgen südbewegte dinarische Decken (sie zeigen nur kleine Überschiebungen).

Geografische Gliederung der Ostalpen

Nordalpen
Die Nordalpen umfassen Sandsteinzone, die nördliche Kalkzone und den Hauptteil der nördlichen Schieferzone. Die Sandsteinzone, auch Flyschzone genannt, besteht aus Gesteinen der Kreidezeit und des Alttertiärs. Sie erhebt sich deutlich über das Alpenvorland. Die Sandsteinzone ist schmal, verbreitert sich nur im Wiener- und Bregenzerwald und ist ungefähr 1000 m hoch. Es gibt zwar weit höherere Berge im Bregenzerwald - doch diese bestehen aus Kalkstein. Die Zone besteht aus wenig widerstandsfähigen Gesteinen wie Sandstein, Mergel und Tonschiefer. Sie bilden die Rücken und Kuppen; und im Westen auch Schneiden. Diese Rücken, Kuppen, etc. tragen vorwiegend Laubmischwälder und Wiesen. Die dicke, lehmige Verwitterungsdecke neigt zu Rutschungen und begünstigt durch den raschen Abfluss die Entstehung von Hochwässern.
Nördliche Kalkalpen
Die nördlichen Kalkalpen bestehen aus mesozoischen Gesteinen (besonders Trias). Die Kalkalpen kann man in die Kalkvoralpen und die Kalkhochalpen unterteilen. Die Kalkvoralpen bestehen aus Dolomiten und Kalken und sind ein Mittelgebirge mit Schneiden, Kegeln und Stöcken, welche bis zu 1600 m hoch werden können. Die nördlichen Kalkalpen sind vorwiegend von Fichtenmischwäldern bedeckt. Im Kalk entstehen Karsterscheinungen. Der wasserundurchlässige Dolomit hingegen ist stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem Grus versehen. In den Kalkvoralpen gibt es einzelne höhere Erhebungen wie den Ötscher oder das Sengsengebirge. Ihre Zuordnung zu den Voralpen oder den Kalkhochalpen ist jedoch strittig. Etwas südlich der Kalkvoralpen erstrecken sich die felsigen Kalkhochalpen, die vorwiegend aus Kalken (im Westen Wettersteinkalk, im Osten Dachsteinkalk) sowie Dolomiten bestehen. Vom Wilden Kaiser gegen Westen bestehen sie vorwiegend aus wasserarmen Ketten, die steil geschichtet und mit Waldfluchten versehen sind. Außerdem sind die Kalkhochalpen mit Graten, Spitzen, Türmen, tief eingefressenen Karen und mächtigen Schutthalden versehen. Der Kettencharakter, der in den westlicheren Kalkhochalpen überwiegt, ist in den Lechtaler Alpen (mit dem höchsten Berg der Nordalpen), dem Wettersteingebirge und dem Karwendelgebirge besonders ausgeprägt. Vom Zahmen Kaiser gegen Osten finden sich Kalkstöcke mit verkarsteten, wasserlosen, öden Hochflächen mit Karrenfeldern und Dolinen. Darauf wachsen weite Bestände von Legföhren (Latschen). Zwischen den Kalkplateaus liegt ein weitmaschiges Flussnetz in tiefen Tälern und Schluchten. Die Hochflächen zeigen eine buckelige, kuppige Altlandschaft (im Osten auch "Raxlandschaft" genannt) und konservieren des flachere Relief der tertiären Alpen, das infolge der Verkarstung bei und nach Hebung des Gebirges nicht zerschnitten, jedoch eiszeitlich überformt wurde. Die östlichen Kalkhochalpen weisen Plateaucharakter auf. Viele Höhlen sind als Reste ehemaliger unterirdischer Entwässerung übrig geblieben. An der Basis der Kalkberge befinden sich Salz- und Gipslager, sowie Quellhorizonte (Karstquellen) über Schiefern.
Schiefer-Grauwacken-Zone
Die Schiefer-Grauwackenzone ist ein schmaler Streifen paläozoischer Schiefer, Sandsteine und Kalke. Im Westen zeigen die Schieferalpen almen- und quellenreiche Rücken und Schneiden, darüber stellenweise Grate und Spitzen in härteren Schiefern und Kalken: Kitzbühler Alpen (von Bevölkerung als "Grasberge" bezeichnet). In den Eisenerzer Alpen dominieren dagegen Kalkklötze. Die Schieferzone enthält Lager von Eisen- und Kupfererz, Magnesit, Graphit und Talk. Die Schieferalpen liegen großteils südlich der Längstalflucht und werden daher meist zu den Zentralalpen gerechnet.
Nördlicher Längstalzug
Der nördliche Längstalzug bildet die ungefähre Grenze zwischen Nord- und Zentralalpen. Sie verläuft weithin innerhalb der Schieferzone oder an ihrem Rande: Walgau (untere Ill) - Klostertal - Arlberg - Stanzertal - Inntal - Zillertal - Gerlospass (oder Inntal - Talfurche von Ellmau - Pass von Grießen - Saalachtal - Talwasserscheide von Zell - Salzachtal) - Wagrainer Höhe - (oder Fritzbachtal) - Ennstal - Paltental - Schoberpass - Liesingtal - Murtal - Mürztal - Semmering - Schwarzatal. Der Talzug ist von Westen bis zum Schobersattel meist breit, eiszeitlich ausgestaltet und zeigt Schwemmkegel der Seitenbäche und Terrassen.
Zentralalpen
Die Zentralalpen sind weitgehend identisch mit der kristallinen Zone bestehend aus präkambrischen und paläozoischen Resten eines variszischen Gebirges ("Altkristallin") und dem Tauernfenster. Sie bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen (grobes Blockwerk) sowie Glimmerschiefern; stellenweise Kalkschollen (zum Beispiel südlich von Innsbruck) und Kalkbändern. Die Zentralalpen sind reich an Quellen, Bächen und Karseen; im Westen auch an Gletschern. Bedeutende Unterschiede in Höhe und Formbild zwischen Westen und Osten. Im Westen befindet sich die stark zerschnitte Silvrettagruppe mit schroffen "Hörnern"; die massigen, asymmetrischen Ötztaler und die Stubaier Alpen mit langen Seitenkämmen nach Norden sind stark vergletschert; Wildspitze (zweithöchster Berg Österreichs); Weißkugel und Zuckerhütl (nach Firnbedeckung benannt). Östlich der Brennerfurche befinden sich fiederförmig angeordnete, langgestreckte Ketten und werden wegen der Vergletscherungen auch "Keesberge" als bezeichnet: Zillertaler Alpen, Hohe Tauern. Ebenso sind den westlichen Zentralalpen (bis zum Katschberg) Pyramidengipfel, weite Firnfelder, die von Felsgraten getrennt werden; tiefer unten Kare mit Seen, z.T. weite Karplatten; in Talanfänge reichende Gletscherzungen; tiefe, stufen- und wasserreiche Trogtäler; ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder gemeinsam. Die östlichen Zentralalpen sind niedgriger und in mehrere Kämme aufgeteilt. Dazwischen befinden sich auch Senkungsfelder. Die Niederen Tauern sind heute unvergletschert, doch mit Karen und Karseen, Graten und Pyramidengipfeln (besonders im widerstandsfähigen Granitgneis) versehen. Südlich der Mur-Mürz-Furche überwiegen trotz Höhen über 2000 m die Mittelgebirgsformen: breite Rücken sind vermutliche Reste eines tertiären Flachreliefs und zeigen nur stellenweise Karbildungen. Ebenso sind mehr Matten- als Felsregionen und weite Fichtenwälder zu finden. Die Gurktaler Alpen werden im Südwestteil ihrer Formen wegen "Nockberge" genannt. Die Steirischen Randgebirge umfassen im Halbkreis die Grazer Bucht und endet an der ungarischen Grenze in waldbedeckten Mittelgebirgsspornen. Inselgebirge (Leithagebirge und Hainburger Berge) bilden eine Brücke zu den Karpaten.
Südliche Kalkalpen
Die Grenze zwischen Zentralalpen und südlichen Kalkalpen wird durch die Störungslinie der periadriatischen Naht gebildet. Die Abgrenzung zu den nördlichen Kalkalpen ist durch die Grauwackenzone gegeben.
Südlicher Längstalzug
Der südliche Längstalzug bildet die Grenze zwischen Zentral- und Südalpen. Er verläuft vom Pustertal (Rienztal - Toblacher Feld - oberes Drautal) durch das Drautal weiter in das Klagenfurter Becken bis ins Tal der Mieß/Meza. Der Längstalzug ist glazial verbreitert und mit großen Schwemmkegeln und nassen Talböden durchzogen.
Südliche Ostalpen
Die südlichen Ostalpen sind nicht so deutlich zonal gegliedert wie die Nordalpen. Infolge der S-förmigen Krümmung streichen Gesteinszüge in Südtirol von Süden heran. Das tief zerschnittene Bozener Porphyrplateau geht im Norden in die kristallinen Sarntaler Alpen über. Östlich schließen die südlichen Kalkalpen aus mesozoischen Gesteinen an. Formenreiche Dolomiten aus Riffkalken und Dolomiten bilden Zinnen, Türme, Stöcke (Marmolata). Davor befinden sich almenreiche Vorberge aus Schiefer. Die Gailtaler Alpen aus Kalk und Dolomit gipfeln in den wildzerissenen Lienzer Dolomiten und enden im Osten in einem Plateauberg (Dobratsch). Im Süden wird es von geradlinigem Tal der Gail begrenzt; die alpin-dinarische Narbe (periadriatische Naht) folgt.
Südliche Schieferzone
Die südliche Schieferzone besteht aus den Karnischen Alpen mit gerundeten Schieferbergen und -sätteln, die von schroffen Klötzen und Zähnen aus paläozoischen Kalken überragt werden (Hohe Warte). Östlich der Gailitzfurche befinden sich die Kalkketten der Karawanken (Hochstuhl). Unter Felsmauern befindet sich meist dichter Fichtenwald mit relativ wenig Almen. Der Südzipfel Österreichs erreicht noch die Steiner Alpen. Die Zuordnung in Nord-, Zentral- und Südalpen sützt sich auf die bereits genannten großen Längstalzuge. Diese folgen zwar oft den Gesteinsgrenzen, durchschneiden aber stellenweise die Zonen. Daher ist die Zuordnung bei manchen Gruppen ist umstritten. Die wichtigste Verbindung durch die Alpen ist der Schräge Durchgang (Wiener Becken - Semmering - Mürztal - Murtal - Neumarkter Sattel - Klagenfurter Becken - Gailtal - Kanaltal (Gailitztal - Talwasserscheide von Tarvis - Fellatal). Das größte inneralpine Senkungsfeld ist das Klagenfurter Becken, welches von stehengebliebnen Pfeilern des Grundgebirges, tertiären Konglomeratrücken, Moränen und Schotterfeldern des eiszeitlichen Draugletschers erfüllt ist. Es ist ebenso reich an Seen (Kärntner Seen) und Mooren.

Geologische Gliederung der Ostalpen


- Sandstein-Flyschzone - etwa zur Hälfte in Bayern
- Nördliche Kalkzone - zum kleinen Teil in Bayern
- Nördliche Schiefer-Grauwackenzone - Zentralalpen
- Kristalline Zone - Zentralalpen
- Südliche Schiefer-Grauwackenzone - an der Südgrenze Österreichs in den Zentralalpen
- Südliche Kalkzone - großteils in Jugoslawien und Italien
- Südliche Sandsteinzone - kaum ausgebildet; in Italien In Osttirol und Kärnten stimmen Deckengliederung und diese Gesteinszonen nicht überein. Die Gailtaler Alpen liegen nördlich der "alpin-dinarischen Narbe", bestehen aber aus Kalkgestein, werden daher meist zur südlichen Kalkzone (und damit zu Südalpen) gerechnet. Die Südliche Schieferzone wird in Karnische Alpen im Norden und Süden von Zügen der südlichen Kalkzone eingefasst. Im Westen Österreichs befindet sich eine auffällige S-förmige Krümmung der Gesteinszonen. Die kristalline Zone streicht Silvretta von Süden heran, biegt dann gegen Osten. Das Kalkgebirge des Rätikons liegt südlich der großen Längstalflucht. Das Etschtal südlich von Bozen ist dem Gesteinsstreichen nach ein Längstal. Der höchste Berg der Ostalpen ist der Piz Bernina, mit 4.052 m der einzige 4000er der Ostalpen. 4000er Teile der Ostalpen liegen in
- Deutschland; höchster Berg: Zugspitze - (Wetterstein-Gebirge),
- Italien; höchster Berg: Piz Bernina (La Spalla oder Spedla - Bernina),
- Liechtenstein; höchster Berg: Grauspitz (Rätikon),
- Österreich; höchster Berg: Großglockner (Glocknergruppe),
- Slowenien; höchster Berg: Triglav (Julische Alpen),
- Schweiz; höchster Berg der Ostalpen: Piz Bernina (Hauptgipfel) - (Bernina). In den Ostalpen werden die vorwiegend kristallinen Zentralalpen (Rätische Alpen, Bernina, Ortlergruppe, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, Hohe und Niedere Tauern und Lavanttaler oder Norische Alpen) durch große Tälerlinien von den Nördlichen Kalkalpen und den Südlichen Kalkalpen getrennt. Die Nördlichen Kalkalpen umfassen (von West nach Ost) den Bregenzerwald, das Rätikon, das Lechquellengebirge, die Allgäuer, Lechtaler und Ammergauer Alpen, das Wetterstein-, Karwendel- und Rofangebirge, die Bayerischen Voralpen, das Kaisergebirge, die Berchtesgadener Alpen, das Salzkammergut sowie die Niederösterreichischen Kalkalpen. Die Südlichen Kalkalpen bestehen aus (von West nach Ost) den Bergamasker Alpen, Trienter Alpen, Dolomiten, Karnischen und Julischen Alpen sowie den Karawanken.

Westalpen

Die Westalpen sind der Teil der Alpen, der westlich der Linie Bodensee - Rhein - Splügenpass - Comersee liegt. In den Westalpen wird eine Reihe kristalliner Zentralmassive (Mercantour, Pelvoux, Belledonne, Grandes Rousses, Mont Blanc, Aare- und Gotthardmassiv) durch Täler mehr oder weniger scharf von einer Gneiszone im Süden (Meer-, Cottische, Grajische, Walliser und Tessiner Alpen) sowie einer Kalkzone im Westen und Norden (Provençalische Voralpen, Dauphinéer, Savoyer, Berner, Glarner Alpen) abgetrennt. Teile der Westalpen liegen in:
- Frankreich, höchster Berg ist der Mont Blanc
- Italien, höchster Berg ist ebenfalls der Mont Blanc, allerdings nicht die eigentliche Gipfelregion, die zu Frankreich gehört
- Schweiz, höchster Berg ist die Dufourspitze im Monte Rosa-Stock der Walliser Alpen

Flora und Fauna

Die Alpen gestatten durch ihre vielfältigen Lebensräume einer reichhaltigen und speziell angepassten Tier- und Pflanzenwelt Heimat. Typische Alpenpflanzen sind Enziane, Edelweiß, Almenrausch, Primeln, Steinbreche, Hauswurze, Grünerlen und Latschen-Kiefern (siehe auch :Kategorie:Alpenflora). Typische Alpentiere sind Steinbock, Steinadler, Gämse, Murmeltier und Alpensalamander (siehe auch :Kategorie:Alpenfauna). Wie die Alpengletscher sind besonders die in den höheren Regionen wachsenden Alpenpflanzen und die daran angepassten Tiere durch die globale Erwärmung bedroht.

Tourismus

globale Erwärmung globale Erwärmung Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im 19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als playground of Europe (siehe Alpinismus). Besondere Bedeutung für die Alpen hat der Wintersporttourismus, beispielsweise in den Kitzbüheler Alpen, Davos, Arosa, Zermatt, Saas-Fee, St. Moritz, Dolomiten, Savoyen, aber auch Bergsteigertourismus, Erholung an Alpenseen, Städtetouren (Innsbruck, Zürich, Luzern, Interlaken, Ljubljana, Meran, Aosta) oder Tourismus für Extremsportarten (Chamonix). Für viele Alpengemeinden ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle geworden. Umweltschützer und auch viele Einheimische bemängeln jedoch inzwischen immer öfter die Schäden, die der Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen zerstört. Hinzu kommt das immer stärker in Erscheinung tretende Müllproblem. Der weitere Ausbau der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch Naturgefahren (z.B. Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke in den letzten Jahren (z.B. in Galtür (Tirol)) im Februar 1999 haben diese Problematik aufgezeigt. Wanderurlaub gilt hingegen als Musterbeispiel für ökologisch verträglichen Tourismus ("sanfter Tourismus"); insbesondere, wenn er in abgelegene, von Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine Einkommensquelle zu sichern. Solcher Tourismus wird exemplarisch mit dem Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi im Piemont propagiert.

Voraussetzungen

Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen (z.B. Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden kann. Im Sommer finden sich die diversen Spielarten des aktiven und passiven Erholungstourismus (Wandern, Badeurlaub an den randalpinen Seen) und vor allem der sportliche Urlaub in Form des Alpinismus. Letzterer war es auch, der die touristische Entwicklung des Alpenraums initiiert hat. Insbesondere englische Touristen haben im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Alpentourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Im Winter sind die Alpen ein weltweit attraktives Ziel für den Wintersport, wobei diesbezüglich der Skisport und seine diversen Ausformungen dominieren. In den letzten Jahrzehnten hat in vielen Teilen der Alpen der Tourismus im Winter dem klassischen Sommertourismus den Rang abgelaufen.

Nutzen und Gefahren

Durch den Massentourismus werden Arbeitsplätze geschaffen und regionale Einkommen generiert, wodurch die Gefahr einer Abwanderung verringert werden kann. Allerdings ist der Tourismus in den Alpen oft nur punktuell (auf bestimmte Dörfer, Städte und Skiressorts konzentriert) ausgeprägt. In den (flächig größeren) Gebieten ohne Massentourismus kommt es erst recht zu Abwanderung. Tatsächlich findet sich oft ein Nebeneinander von touristisch intensiv erschlossenen Gebieten und touristischem Niemandsland. Dies trifft vor allem auf das italienische Alpengebiet zu. Die Menschen in den Alpen sind vom Massentourismus sehr abhängig, es entstehen touristische Monostrukturen. Dem Massentourismus werden sämtliche Lebensbereiche unterworfen. Regionale Eigenheiten bzw. Besonderheiten verkommen unter Umständen zu einem bloßen Klischee. Zudem sind die Arbeitsbedingungen im Tourismus oft wenig attraktiv (ungeregelte Arbeitszeiten, geringe Löhne, viele Saisonarbeitsplätze). Menschen, die sich diesen Arbeitsbedingungen nicht unterwerfen wollen, sind mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten erst recht zum Abwandern (oder zum Auspendeln) gezwungen. Der intensive Massentourismus führt auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu "optischer Umweltverschmutzung" durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen.

Verkehrswege

Die Alpen stellen für den transeuropäischen Verkehr ein natürliches Hindernis dar. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe oder Tunnel überquert werden. Einige wichtige Verbindungen von Süddeutschland nach Oberitalien sind:
- Karlsruhe - Freiburg im Breisgau - Basel - Zürich - Sankt Gotthard - Bellinzona - Mailand
- Stuttgart - Singen - Konstanz - Zürich - Sankt Gotthard - Bellinzona - Mailand
- Ulm - Memmingen - Lindau - Bregenz - Chur - San Bernardino - Bellinzona - Mailand
- München - Garmisch-Partenkirchen - Innsbruck - Brenner - Bozen - Verona
- München - Rosenheim - Kufstein - Innsbruck - Brenner - Bozen - Verona
- München - Rosenheim - Bad Reichenhall - Salzburg - Villach - Udine - Portogruaro - Mestre

Siehe auch


- Planet Alpen
- Alpenkonvention
- Alpenglühen
- Alpenpässe zu römischer Zeit
- Schweizerisches Alpines Museum
- Liste von Alpenvereinen
- Liste der Alpentunnel
- Liste der Alpenpässe
- Liste der Viertausender in den Alpen

Literatur


- Gerhard Leeb, Planet Alpen-Magazin - Das neue Bild vom Lebensraum, vierteljährliche Zeitschrift [http://www.leebenszeichen.org Planet Alpen-Magazin]
- Werner Bätzing, Die Alpen - Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft, C.H.Beck, 2003, ISBN 3-406-50185-0

Weblinks


- [http://www.leebenszeichen.org Planet Alpen-Magazin]
- [http://www.diealpen.at/ Bilder der Alpen - auf dieAlpen.at] DE EN FR IT
- [http://www.geolba.ac.at/RockyAustria/entstehung_der_alpen.htm Entstehung der Alpen]
- [http://www.cipra.org/cipra_international.htm Internationale Alpenschutzkommission]
- [http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0011/gm04x.htm Entstehung der Alpen - Animationen]
- [http://www.kfunigraz.ac.at/geowww/exkursion/alpenex/geologie.htm Geologie der Ostalpen]
- [http://home.datacomm.ch/marsteam/gg/geologie.htm Geologie der Schweiz]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8569.html Kulturgeschichte der Schweizer Alpen]
- [http://www.bergalbum.de/alpeneinteilung.htm Einteilung der Alpen in Gebirgsgruppen]
- [http://www.monarpop.at/ Schadstoffmonitoring im Alpenraum (englischsprachig)]
-
- [http://www.geol-alp.com/h_vercors/general_vercors/0_vercors.html Ausführliche Geologie der französischen Alpen] Kategorie:Gebirge in Europa Kategorie:Ökosystem Kategorie:Geographie (Deutschland) Kategorie:Geographie (Frankreich) Kategorie:Geographie (Schweiz) Kategorie:Geographie (Italien) Kategorie:Geographie (Slowenien) Kategorie:Geographie (Österreich) als:Alpen ja:アルプス山脈 ko:알프스 산맥

Abruzzen

Die Abruzzen (Singular: Abruzzo) sind eine Region in Mittelitalien zwischen Adria und Apennin. Letzterer hat dort im Massiv des Gran Sasso d'Italia seine höchste Erhebung: den Corno Grande. Da es in der Region sowohl Skigebiete als auch Badeorte gibt, spielt der Tourismus eine bedeutende Rolle. Große Teile des Gebirges sind aber auch Naturschutzgebiete. Flüsse: Pescara

Geschichte

Im Altertum von den Samniten bewohnt, war es im Frühmittelalter Teil des langobardischen Herzogtums Spoleto. Unter den Staufern kam es an Sizilien und wurde nach der Teilung dieses Königreichs von Neapel aus verwaltet (siehe Königreich Neapel). 1861 kam die Region an das neue Königreich Italien. siehe auch: Luigi Amadeo von Savoyen, Herzog der Abbruzzen

Weblinks


- [http://www.abruzzen-online.de Infos über die Abruzzen (deutsch, englisch, italienisch)]
- [http://www.lupus-italicus.de Informationen über die Abruzzen in Deutsch und Englisch]
- [http://www.italien.com/Ferienregion/Abruzzen/italien_abruzzen.php Informationsportal über die Ferienregion Abruzzen]
Kategorie:Italienische Region ja:アブルッツォ州 ko:아브루초 주

Sila (Gebirge)

Die Sila ist ein Gebirgsmassiv in der Provinz Cosenza in Kalabrien, Italien. Die etwa 1.500 km² umfassende Bergregion besteht aus drei Teilen, der Sila Grande, der Sila Piccola und der Sila Greca. Der höchste Berg, in der Sila Grande, erreicht eine Höhe von 1928 Metern. In dem Gebirge entspringen die zwei Flüsse Neto und Catri. Das Gebirge fällt im Westen zur Stadt Cosenza steil ab. Der Name kommt von lateinischen silva=Wald. Das Gebirge ist dicht bewaldet, vorherrschend ist die Laricio-Kiefer. Größter Ort ist San Giovanni in Fiore. Der Name Sila Greca rührt von den im Mittelalter eingewanderten Albanern, die orthodoxen Glaubens waren. Die romanische Kirche San Adriano in San Demetrio Corone weist byzantinische Elemente auf. Kategorie:Gebirge in Italien

Sizilien

Sizilien (ital. Sicilia, früher Trinakria) ist die größte Insel im Mittelmeer (ital. Mediterraneo). Sie ist eine autonome Region Italiens und liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ des italienischen Festlandes. Die Meerenge von etwa 5 km Breite heißt Straße von Messina (ital. Stretto di Messina). Im Mai 1946 erhielt die Insel Autonomiestatus.

Region und große Städte

Sizilien hat eine Fläche von 25.709 km² und 5,1 Millionen Einwohner, womit es etwas dichter besiedelt ist als der Schnitt Italiens. Ab etwa 750 v. Chr. als Teil „Großgriechenlands“ von der Kultur griechischer Siedler geprägt, hatte es auch längere Perioden unter der Herrschaft von Rom, der Goten, von Byzanz, der Araber, der Normannen, der Bourbonen und Spanier. Erst 1860 kam es zur Vereinigung Italiens, die mit Garibaldis Invasion in Sizilien begann. Die Insel bildet nun mit den ihr vorgelagerten kleineren Inseln die Region Sizilien, deren Hauptstadt Palermo (686.722 Ew.) ist. Weitere wichtige Städte sind Catania (313.110 Ew.), Messina (252.026 Ew.), Syrakus (123.657 Ew.), Gela (72.774 Ew.), Trapani (68.346 Ew.), Caltanissetta (61.438 Ew.), Agrigento (54.619 Ew.), Ragusa (68.956 Ew.), Marsala (50.000 Ew.) und Enna (28.983 Ew.). Die Insel gliedert sich in die neun Provinzen Agrigento, Caltanissetta, Catania, Enna, Messina, Palermo, Ragusa, Siracusa und Trapani.

Geografie

Vor der Nordküste liegen die äolischen oder liparischen Inseln (Isole Eolie) Lipari, Salina, Vulcano, Stromboli, Panarea, Filicudi und Alicudi, im Nordwesten die Insel Ustica. Die Westspitze wird von den ägadischen Inseln (Isole Egadi) Favignana, Marettimo und Levanzo gesäumt, während sich zwischen der Südküste und der Tunesischen Küste Pantelleria und die pelagischen Inseln (Isole Pelagie) mit Lampedusa, Lampione und Linosa befinden. Linosa Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna (3.323 m), der größte und aktivste Vulkan Europas. Ein weiterer aktiver Vulkan ist Stromboli auf der gleichnamigen Insel nördlich von Messina.

Klima

Sizilien hat ein mediterranes Klima, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Es gibt regional starke Schwankungen. Von Juni bis September regnet es sehr selten. Der November ist der regenreichste Monat. Die Temperaturen sind milder als im Landesinneren. Im Januar beträgt die mittelere Temperatur 11 °C, im Juli sind es 27 °C. Im Sommer kann es durch Winde (Scirocco) aus dem Süden zu Temperaturen bis zu 40 °C kommen. Trotz der Wärme gibt es auf Sizilien Wintersportgebiete zum Beispiel am Ätna.

Bevölkerung

Die Bevölkerungsmehrheit Siziliens spricht die sizilianische Variante des Italienischen, welche oft auch als eigene Sprache angesehen wird. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Etwa zwei Millionen Sizilianer leben im Ausland.
Daneben gibt es einige Orte mit albanisch-stämmiger Bevölkerung, die sich Arbëresh nennt.

Wirtschaft, Verkehr

Landwirtschaft (Weizen, Mais, Oliven, Wein, Südfrüchte), industrielle Produkte, Autoindustrie, Tourismus. Haupterwerbsquelle der Sizilianer ist die Landwirtschaft. Im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird diese extensiv in Form von Weidewirtschaft, Weizen- und Bohnenanbau betrieben. An der Küste können durch die dort besser gewährleistete Bewässerung Zitrusfrüchte, Weinreben, Mandeln, Oliven und sogar Baumwolle angebaut werden, so dass die Herstellung von Wein und Olivenöl ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig Siziliens ist. Die von Sizilien aus betriebene Küsten- und Hochseefischerei, die es besonders auf Thunfisch und Sardellen abgesehen hat, macht ein Viertel der gesamten italienischen Fischerei aus. Daneben sind auch die Förderung von Stein- und Kalisalzen sowie von Marmor in Sizilien verbreitet. Der einst wichtige Schwefelbergbau (zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel so gut wie Weltmonopolist) ist in den 1980er Jahren vollständig zum Stillstand gekommen. Neben diesen Zweigen des primären Wirtschaftssektors gibt es aber auch petrochemische Industrien im Osten der Inseln, in der Nähe von Catania, Syrakus, Ragusa und Gela. Sizilien ist derzeit mit dem Festland über Fähren verbunden. Nach jahrzehntelanger Diskussion soll Il Ponte sullo stretto (die Brücke über die Meerenge) mit 3300 m Länge die bis dahin längste Hängebrücke der Welt werden. Ausgelegt ist sie für 140.000 Fahrzeuge auf sechs Fahrstreifen und 200 Züge auf zwei Gleisen pro Tag. Das Projekt ist wegen Erdbebengefahr, Einflussnahme der Mafia und Einwirkungen auf die Umwelt umstritten.

Strukturprobleme

Hohe Arbeitslosigkeit, Korruption, mangelnde Verkehrsinfrastrukur, Umweltschäden, Wasserknappheit, international tätiges Verbrechertum (Mafia, Cosa Nostra).

Geschichte

Cosa Nostra Cosa Nostra GRIECHEN UND KARTHAGER AUF SIZILIEN Ab 735 v. Chr.: Die Ureinwohner hießen Sikaner und Sikuler und wanderten über die südliche Spitze Italiens nach Sizilien ein. Sie wurden durch Phöniker, Karthager und Griechen verdrängt. Letztere gründeten dort 735 v. Chr die erste Siedlung, Naxos. Weitere bedeutende, griechische Zentren waren Akragas, das heutige Agrigento, und Gela. Im Tal der Tempel in der Nähe von Agrigento sind zahlreiche griechische Bauwerke aus der Antike erhalten geblieben. 536 v. Chr. betraten die Karthager zum ersten mal die Insel. Karthago ist eine 814 v. Chr. von den Phöniziern gegründete Stadt, die im heutigen Tunesien lag. Die Karthager erbauten im Westen Siziliens die Städte Panormus (welches das heutige Palermo ist) Solois und Motya. Zwischen den Karthagern und den Griechen kam es zu zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, um die Vorherrschaft auf der Insel. SIZILIEN ALS RÖMISCHE PROVINZ Ab 241 v. Chr.: Sizilien wird während des 1. Punischen Krieges zur römischen Provinz. Der Erste Punische Krieg war der erste der drei großen Kriege zwischen Karthago und dem Römischen Reich. Nur das griechische Territorium im Osten der Insel wird nicht von Rom eingenommen, dieses wird erst 212 v. Chr. nach dem 1. Makedonischen Krieg zwischen Rom und Makedonien mit der Einnahme des griechisch beherrschten Syrakus römisch. Sizilien ist die erste römische Provinz und wir zum Haupt-Kornlieferanten des römischen Reiches. Die beiden Sklavenkriege (136-132 v. Chr. und 104-101 v. Chr.) gehören zu den wichtigsten Geschichtsereignissen in Sizilien während, der Herrschaft der Römer. Um sich von der Knechtschaft zu befreien erhoben sich die Sklaven gegen Ihre Herren und in beiden Kriegen erlangten Sie die Kontrolle über die Insel. Schließlich gewann jedoch Rom das Territorium zurück und nach dem ersten Sklavenaufstand wurden 2000 Sklaven gekreuzigt VANDALEN UND GOTEN AUF SIZILIEN Ab 440: In der Zeit der Völkerwanderung, ziehen germanische Völker durch ganz Europa. Eines dieser Volker sind die Vandalen, welche unter König Geiserich von Südspanien aus nach Nordafrika vordringen und die dortigen römischen Provinzen erobern. Auch Sizilien wird eingenommen. Später wurde die Insel an den Führer der Ostgoten, Theoderich, übergeben. DIE EROBERUNG SIZILIENS DURCH BYZANZ Ab 535: Eroberung der Insel durch Byzanz. Das Byzantinische Reich ist der östliche Teil des römischen Reiches, auch Ostrom genannt. Dieser verblieb nach dem durch die Völkerwanderung ausgelösten Falls des westlichen Teils, weiterhin erhalten. Unter der byzantischen Herrschaft wurde Sizilien zu einem zentralen Handelsplatz, auf dem besonders die Küstenstädte florierten. ARABISCHE VORHERRSCHAFT AUF SIZILIEN Ab 827: Schon in der Mitte des 8. Jh. leidet Sizilien wiederholt unter Plünderungen der Araber. Eine militärische Schwächeperiode von Byzanz in den Jahren von 821-823 begünstigt dann eine allgemeine arabische Eroberungswelle, welche auch Sizilien erfasst. Nach der dortigen Landung 827 fällt der westliche Teil rasch in arabische Hände. Den Byzantinern verblieb im äußersten Nordosten Siziliens das Festungsdreieck Taormina-Rometta-Demanna. Alle Versuche Sizilien zurückzuerobern scheiterten. Nach und nach fielen auch die letzten byzantischen Festungen in die Hände der Araber. Als autonome provinz wurde das arabische Sizilien von Palermo aus regiert und erlebt eine Zeit hoher kultureller Blüte. Vom arabischen Spanien bis Ägypten kommen die Händler, um auf Sizilien ihre Waren zu verkaufen, die Rolle des zentralen Umschlagplatzes ist für die Insel sehr profitabel. Die muslimische Herrschaft dauert an bis zur normannischen Eroberung im späten 11. Jahrhundert. Im Jahre 1091 fällt mit der Stadt Noto der letzte muslimische Stützpunkt auf Sizilien. DIE NORMANNEN UND DAS KÖNIGREICH SIZILIEN Ab 1091: Die Normannen waren Germanen, deren Vorfahren über Dänemark nach Schweden und Norwegen kamen. Das Wort Normanne kann übersetzt werden mit Männer des Nordens. Um das Jahr 1000 kamen normannische Pilger auf der Heimreise von Jerusalem in die Normandie durch Süditalien. Dort halfen Sie der Bevölkerung sich gegen die Sarazenen zu wehren und erhielten das Angebot sich dort niederzulassen. Später erhielten Sie als Belohnung für Ihre Dienste eine Grafschaft und immer mehr Normannen kamen nach Süditalien. Sie eroberten Sizilien, welches unter muslimischer Herrschaft stand und vereinigen es unter Roger II mit Unteritalien zu dem Königreich beider Sizilien (Sizilien und das Königreich Neapel). Es folgt eine Reihe normannischer Könige, die mit König Willhelm dem II endet. Er war der letzte der normannischen Könige auf Sizilien und er verstarb ohne leiblichen Erben. Damit endete die normannische Dynastie und es begann die Dynastie der Staufer. Staufer DIE DYNASTIE DER STAUFER Ab 1194: Da Willhelm der II keinen leiblichen Erben besaß, hatte vor seinem Tod Vorkehrungen zur Sicherung der Nachfolge getroffen. Er hatte Konstanze, Tochter König Rogers II. mit Heinrich dem VI., dem Sohn und Erben Friedrich Barbarsossas aus dem Geschlecht der Staufer verheiratet. Die Familie der Staufer war ein mächtiges Kaisergeschlecht, dass aus Schwaben stammte und im 12/13. Jh. in Europa herrschte. Barbarossa war Römischer Kaiser, König der Deutschen und König von Italien, sowie König von Burgund, Herzog von Schwaben und Herzog von Franken. Diese Regelung der sizilianischen Thronfolge erregte das Missfallen des Papstes, welcher den Kaiser aus Süditalien fernhalten wollte, um selbst Ansprüche geltend zu machen. Und auch ein Teil des sizilianischen Adels bekämpfte diese Vorgehensweise. Es kam zu einem Krieg um Sizilien, der von Kaiser Heinrich dem VI gewonnen wurde. Nach dem Tod Heinrichs VI und Konstanzes, seiner Frau, war ihr gemeinsamer Sohn Friedrich II noch minderjährig und Papst Innozenz III. übernahm die Regentschaft Siziliens, worauf es zu einer Zeit der Anarchie kam. Diese endete nachdem Friedrich II die Herrschaft übernahm und unter seiner Regierung spielte Sizilien eine wichtige Rolle in der Politik der 1. Hälfte es 13 Jh. Friedrich II stirbt im Jahre 1250 und hinterläßt seinem Sohn Konrad das Königreich. Die Herrschaft der Staufer auf Sizilien fand ihr Ende als der Papst mit dem Grafen der Provence, Karl von Anjou ein Abkommen schließt. In dem darauf folgenden Krieg im Jahre 1266 nimmt Graf Anjou das Königreich Sizilien in Besitz. DIE HERRSCHAFT VON ANJOU UND ARAGON Ab 1266: Mit Unterstützung des Papstes übernimmt Karl I., Graf von Anjou und Bruder des französischen Königs Ludwig IX., die Kontrolle über das Königreich beider Sizilien. Ab 1282: Im Jahre 1282 kommt es zur Revolte: Die Bürger Palermos erheben sich gegen die Unterdrückerherrschaft. Der Aufstand geht unter dem Namen Sizilianische Vesper in die Geschichte ein. Durch diese Revolte wird das Dynastengeschlecht Anjou aus Sizilien vertrieben, ihm verbleibt jedoch das Königreich Neapel. Peter III, König von Aragon, der durch eine Heirat mit dem Hause Hohenstaufen verwandt war und an dessen Hof der sizilianische Adel, nach der Machtübernahme durch den Graf von Anjou, Zuflucht gesucht hatte, wird zum König von Sizilien gekrönt. Die begonnene Herrschaft Aragons setzt sich, nach einigen Auseinandersetzungen mit Anjou, auf Dauer durch. Im Jahre 1504 ernennt sich der König von Sizilien auch zum König von Neapel, Spanien übt darauf für Jahrhunderte die Oberherrschaft über Sizilien aus. Es kommt in den Jahre 1647 und 1674 zu Antispanischen Erhebungen. (1647 in Palermo und 1674 in Messina). 1713 wird Sizilien wieder von Neapel getrennt und gerät aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges an Savoyen, welches nach nur sieben Jahren das Gebiet im Tausch gegen Sardinien an Österreich abtritt. 1735 geht nach einem Eroberungsfeldzug Sizilien erneut an Spanien zurück. Die Existenz des Königreichs Sizilien endet als der italienische Freischarenführer Giuseppe Garibaldi mit dem Zug Der Tausend (Spedizione dei Mille) auf Sizilien landet und es erobert. Sizilien wird darauf Bestandteil des neu errichteten Königreiches Italien. VEREINIGUNG MIT ITALIEN Ab 1861: Nach der Einnahme Siziliens durch den italienischen Freischarenführer Garibaldi wurde das Königreich Sizilien mit dem neuen Königreich Italien vereinigt. Allerdings hatte die Regierung im Norden nur wenig Verständnis für den Süden. Durch den Versuch die Macht im Norden zu zentralisieren und aufgrund hoher Steuerlasten für den Süden, kam es immer wieder zu Spannungen, welche 1866 zu einem Aufstand in Palermo führten. Der aufstand wurde niedergeschlagen. Die Beziehungen zwischen Nord und Süd waren von tiefem Misstrauen geprägt. 1915 tritt Italien in den Ersten Weltkrieg ein, wo es im sogenannten Dreibund an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn steht. ITALIEN UNTER MUSSOLINI Ab 1922: Mussolini übernimmt die Macht in Italien und führt ein faschistisches Regime an. Im Zweiten Weltkrieg kämpft Italien zusammen mit dem nationalsozialistischen Deutschland gegen die Alliierten. Durch die Einnahme Siziliens in nur 38 Tagen durch die Amerikaner, kommt es zum Sturz Mussolinis und der Kapitulation der italienischen Regierung. NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG Ab 1946: Sizilien wird zu einer autonomen Region Italiens mit umfassenden Selbstverwaltungsrechten. Da die Arbeitsplätze knapp sind, findet eine starke Abwanderung nach Norditalien statt. 1982: Die Ermordung des Präfekten von Palermo, C.A. Dalla Chiesa, offenbart die Schwäche der Regierung gegenüber der Mafia, welche die ganze Insel mit Terror gegen die Staatsgewalt überzieht. 1986: Mammutprozess gegen das Verbrechersyndikat Cosa Nostra in Palermo. 1992 und folgende Jahre: Die Mafia setzt ihre Attentate auf Politiker, Richter und andere Träger der Staatsgewalt fort.

Musik

Musik ist ein wichtiger Bestandteil der sizilianischen Kultur, das Volk liebt und lebt fröhlichen Klänge die einem das Leben leichter machen. Viele Hausfrauen oder Feldarbeiter singen während der Arbeit um sich von den mühseligen Aufgaben des Lebens abzulenken. Die Tarantella ist eine der wichtigsten traditionellen Tänze auf Sizilien und die dazugehörige Musik kann in vielen verschiedenen Varianten gespielt werden. Es gibt Versionen im 3/8 und 6/8 Takt die feurig sowie gediegener gespielt werden können. Die Tarantella gehört zur Folklore bzw. Volksmusik und wird auf traditionellen Festen gerne gespielt und getanzt.

Sizilianische Mafia


- Cosa Nostra
- Stidda

Literatur


- M.I. Finley, D. Mack Smith, Ch. Duggan: Geschichte Siziliens und der Sizilianer, Verlag C.H. Beck, München 1998. Gutes Überblickswerk von der Antike bis in die Moderne. Dort auch Angaben zu weiterführender Literatur.
- Ralf Nestmeyer: "Sizilien. Ein literarisches Landschaftsbild." Insel Verlag, Frankfurt am Main 2000. ISBN 3-458-34337-7

Berühmte Sizilianer


- Empedokles (ca. 490 v. Chr. - ca. 430 v. Chr.),
- Gorgias (ca. 480 v. Chr. - 380 v. Chr.),
- Diodorus Siculus (1. Jahrhundert v. Chr.),
- Archimedes (ca. 287 v. Chr. - 212 v. Chr.),
- Friedrich II. (1194 - 1250),
- Alessandro Scarlatti (1660 - 1725),
- Giovanni Meli (1740 - 1815),
- Vincenzo Bellini (1801 - 1835),
- Francesco Crispi (1819 - 1901),
- Giovanni Verga (1840 - 1922),
- Luigi Pirandello (1867 - 1936),
- Nino Martoglio (1870 - 1921-),
- Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896 - 1957),
- Lucky Luciano (1896 - 1962),
- Salvatore Pappalardo (1918 -),
- Leonardo Sciascia (1921 - 1989),
- Salvatore Giuliano (1922- 1950),
- Andrea Camilleri (1925 -),
- Salvatore Riina (1930 -),
- Salvatore Maranzano (1931 -),
- Joe Masseria (1931 -),
- Bernardo Provenzano (1933 -),
- Giovanni Falcone (1939 - 1992),
- Paolo Borsellino (1940 - 1992),
- Sammy Gravano (1945 -),
- Leoluca Orlando (1947 -),
- Giuseppe Impastato (1948 - 1978),
- Giuseppe Tornatore (1956 -),
- Salvatore Schillaci (1964 -),
- Maria Grazia Cucinotta (1969 -),
- Carmen Consoli (1974 -)

Film

In manchen Filmen wie etwa Der Pate (1969), Der Pate 2 (1974) sowie Der Pate 3 (1990), war Sizilien ein vielgedrehter, markanter Drehort.
- Stromboli (Film), 1949
- Der Leopard (Film), 1963
- Der Sizilianer (Film), 1987
- Cinema Paradiso, 1989, Oscar für den besten fremdsprachigen Film
- Die Legende vom Ozeanpianisten, 1998
- Der Zauber von Malèna, 2000
- I cento passi, 2000

Siehe auch


- Liste der Herrscher von Sizilien

Weblinks


- [http://www.italien-inseln.de/ Alle 390 Gemeinden Siziliens]
- [http://www.sicilian.net/lexikon/ Sizilianisches Lexikon]
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/bild/werk/meyers/band/14/seite/1002a/meyers_b14_s1002a.html Karte Siziliens von 1889] in Meyers Konversationslexikon
- [http://gutenberg.spiegel.de/goethe/italien/ital181.htm Auszüge aus Goethes "Italienischer Reise“ zu einem Besuch auf Sizilien]
- [http://www.kunstundreisen.de/reisen/sizilien/allgemein/body_allgemein_01.html Informationen, Eindrücke, Fotos und Links über Städte, Kunst, Kultur auf Sizilien.]
Kategorie:Insel (Italien) Kategorie:Italienische Region Kategorie:Römische Provinz ! Kategorie:Mittelmeer ja:シチリア島 ko:시칠리아 zh-min-nan:Sicilia

Wasserscheide

Die Wasserscheide ist der Grenzverlauf der Einzugsgebiete für das abfließende Wasser zweier oder mehrerer benachbarter Flußsysteme.

Formen der Wasserscheiden

Meist stellt sich eine Wasserscheide als Höhenzug dar, sog. Kammwasserscheide, bei dem das Wasser in zwei unterschiedliche Richtungen abfließt. Bei Maloja im Engadin gibt es die seltene Konstellation der dreifachen Wasserscheide, an der die Flüsse in drei Meere fließen. Es gibt jedoch auch Wasserscheiden, die aufgrund des Geländes nicht erkennbar sind, da sie im Boden verborgen liegen. Dies ist der Fall, wenn die Schichten des Untergrundaufbaues so gelagert sind, dass eine Entwässerung entgegen der geneigten Richtung der Oberfläche erfolgt; dies wird als Grundwasserscheide bezeichnet. Unterirdische und oberirdische Wasserscheiden können verschiedene Lagen haben. Liegt der Grenzverlauf der Wasserscheide auf der Talsohle, spricht man von einer Talwasserscheide. Beispiele sind der Kartitscher Sattel im Gailtal in Osttirol, der die Wasserscheide zwischen Gailbach und Gail bildet, oder die Wasserscheide zwischen Innichen und Toblach in Südtirol, wo die Drau in das Schwarze Meer und die Rienz in die Adria entwässert.

Europäische Wasserscheide

Adria] Adria]] Die große Europäische Wasserscheide trennt die Zuläufe von Atlantik/Nordsee/Ostsee und Mittelmeer/Schwarzem Meer. Sie verläuft von Gibraltar, durch Südost-Spanien, dann nach Norden bis in die Nähe des Atlantiks um das Quellgebiet des Ebro im Baskenland, dann entlang des Hauptkamms der Pyrenäen bis nach Andorra, von dort nach Frankreich zur Scheitelhaltung des Canal du Midi, durch den Massif Central, zwischen den Quellen von Allier/Loire und Ardèche, dann nach Norden zu den Quellen von Saône, durch die Scheitelhöhe des Rhein-Rhône-Kanals in die Schweiz, zwischen dem Genfersee und dem Lac de Neuchâtel, über die Kämme der Berner Alpen zum Sankt Gotthard, in die Tessiner Alpen (wo sich westlich des Malojapasses am Piz Lunghin die Wasserscheide Mittelmeer-Schwarzes Meer abspaltet), über Julierpass, zwischen Davos und Zernez über Piz Buin nach Österreich und von dort zum Arlberg, in den westlichen Allgäuer Alpen nach Deutschland, nördlich vom Bodensee in den Schwarzwald, über die Schwäbische Alb, durch die Scheitelhöhe des Main-Donau-Kanals und die Fichtelgebirge in den Böhmerwald und über die Böhmisch-Mährische Höhen ins Glatzer Schneegebirge (wo sich am Glatzer Schneeberg die Wasserscheide Nordsee-Ostsee abspaltet) und dann über die Beskiden, durch die Talwasserscheide Mährische Pforte in die Karpaten bis zum Quellgebiet von Dnister und dann nördlich der Quellgebiete von Dnepr und Don und schließlich östlich davon quer über den Wolga-Don-Kanal zum Kaukasus. In Deutschland trennt sie die Zuläufe von Rhein/Elbe und Donau. Allerdings gibt es dabei auch Unregelmäßigkeiten: So fließt auf Grund der Donauversickerung ein Teil des Donauwassers bei Immendingen in den Aachtopf und von dort in den Rhein und überwindet so unterirdisch die Europäische Wasserscheide.

Bedeutung von Wasserscheiden

Für die Ökologie sind Wasserscheiden von großer Bedeutung, denn sie sind die Grenzen, anhand derer man den Eintrag an Stoffen in das Wasser abschätzen kann. Dies gilt auch für Wasserverschmutzung. Auch werden aufgrund der Grenzen eines Einzugsgebiets verschiedene ökologische Regionen festgelegt. Politisch können Wasserscheiden von Bedeutung sein, vor allem in Regionen in denen Wasser nur begrenzt vorhanden ist, denn sie bilden auch oft eine politische Grenze.

Siehe auch


- Wasserscheiden in Deutschland
- Wasserscheiden in den Alpen
- Hydrologie
- Limnologie Kategorie:Meteorologie ja:分水界 simple:Watershed

Gebirgszug

Unter Gebirgszug versteht man eine Folge hoher Berg-Gipfel oder eine zusammenhängende Bergkette innerhalb eines größeren Gebirges. Ihre kettenförmige Anordnung ist eine Folge der gemeinsamen Entstehung durch gebirgsbildende Kräfte und hängt oft mit Störungszonen der Erdkruste zusammen, die zwischen einzelnen Bergketten in der Nähe größerer Flusstäler verlaufen. Gebirgszüge haben im Wesentlichen ein einheitliches geologisches Alter, können aber aus mehreren Gesteinsarten bestehen. Manchmal besitzen sie Teile aus später angelagerten Gesteinen, z.B. Kalkstein von Korallenriffen (Dachstein, Leithagebirge, Westerwald). Den Übergang von einer Bergkette zur nächsten bildet meist ein durch Straßen erschlossener Pass oder Sattel -- z. B. der Brenner zwischen den Tiroler Gebirgszügen der Zillertaler- und der Stubaier Alpen. Zwischen den einzelnen Bergen oder Berggruppen einer Kette sind die Übergänge merklich höher und werden regional verschieden benannt (Joch, Scharte, Lucke usw.) Durch Erosion bilden Gebirgszüge oft sehr charakteristische Formen aus - je nach Gestein, Schichtung, Hangneigung, Gewässertypen und Geologie. Bekannt sind z.B. die Schuttkegel und schroffen Berge der Dolomiten in den südlichen Kalkalpen von Ost- und Südtirol, die aus dem kalkähnlichen Dolomit bestehen. Im Gegensatz dazu bilden sich bei Flysch oder Schiefer sanfte Bergformen, weil das Gestein weniger wasserdurchlässig ist. Siehe auch: Gebirgsbildung, Hochgebirge, Plattentektonik, Tektonik, Vulkanismus, Liste der größten Gebirge der Erde nach Ausdehnung Kategorie:Physische Geographie

Eurasische Platte

Die Eurasische Platte ist eine der größten Kontinentalplatten (bzw. tektonischen Platten) der Erde. Sie erstreckt unter fast dem gesamten eurasischen Großkontinent, mit Ausnahme des indischen Subkontinents und des Fernen Ostens Russlands. Die Kontinentalplatte trägt auch Indonesien, die Philippinen, den Süden Japans und einen Teil Islands sowie die östliche Hälfte des Nordatlantik und große Teile des Nordmeeres. Die Eurasische Platte grenzt - im Uhrzeigersinn - an die Nordamerikanische Platte, die Philippinenplatte, die Australische Platte, die Indische Platte, die Arabische Platte und an die Afrikanische Platte. Möglicherweise existieren in den Übergangszonen zu den großen Nachbarplatten einige weitere kleinere Platten; ihre Existenz ist aber noch nicht zweifelsfrei geklärt. Kategorie:Geologie

Kalkstein

Kalkstein ist ein biogenes Sedimentgestein, das hauptsächlich aus Kalziumcarbonat in den beiden Mineralformen Kalzit und Aragonit (beide CaCO3) sowie aus Dolomit (CaMg(CO3)2) besteht.

Kalkstein-Formen


- Kalkstein allgemein ist biogen, aber stärker verfestigt als Kreide. Er ist entweder direkt oder indirekt durch Lebewesen gebildet. Direkt wurde und wird er durch Schnecken, Muscheln, gesteinsbildende Korallen und Schwämme gebildet, die Kalziumkarbonat zum Aufbau von Außen- oder Innenskeletten abscheiden. Indirekt wird er dadurch gebildet, dass Lebewesen, vor allem phototrophe, CO2 assimilieren und so das Milieu alkalisieren, was zur Ausfällung von Kalziumkarbonat führt. Die Größe der Karbonatkristalle liegt zwischen derjenigen von Kreide und Marmor. Große Kalkstein-Vorkommen befinden sich im französischen Orgon sowie in Burgberg (Deutschland). Kalkgesteine finden sich auch auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb, sowie in den Kalkalpen.
- Kreide ist ein feines, mikrokristallines Sedimentgestein, das durch Ablagerung von gefälltem Kalzit (siehe Kalkstein) sowie der Schalen von fossilen Kleinlebewesen wie Coccolithen der Coccolithophoriden und Schalen der Kammerlinge (Foraminifera) entstanden ist. Kreide tritt an zahlreichen Standorten entlang des europäischen Kreidegürtels zutage, von Großbritannien über Frankreich bis hin zur Insel Rügen in Norddeutschland, und wird stellenweise auch abgebaut. Seekreide am Grund von Seen oder in verlandeten Seebecken besteht fast vollständig aus gefälltem Kalzit. Siehe auch Kreide (Chemie).
- Marmor ist ein grobkristallines, metamorphes Gestein, das entsteht, wenn Karbonatgestein unter dem Einfluss hoher Temperaturen und Drücke umkristallisiert werden. Große Marmor-Vorkommen finden sich in Nordamerika und in Europa beispielsweise in Österreich, Norwegen oder im italienischen Carrara, der Heimat des reinweißen "Statuario", aus dem Michelangelo seine Skulpturen schuf.
- Dolomit
- Korallenkalk
- Tropfstein
- Sinter
- Mondmilch
- Plattenkalk
- Muschelkalk
- Repopierstein

Besondere Vorkommen


- Wachsender Felsen
- Kalk-Sinterterrassen von Pamukkale und Mammoth Hot Springs,

Siehe auch


- Liste der Gesteine
- Liste der Gesteine nach Genese
- Karst
- Kalkablagerung Kategorie:Gestein ja:石灰岩 ko:석회암

Sandstein

] Sandstein ist ein Sedimentgestein aus miteinander zusammengebackenen Körnchen, die entweder von verwitterten Vorgängergesteinen stammen oder einfache monomineralische Kristalle darstellen. In der Regel besteht dieses gestein zum größten Teil aus verdichtetem