:: wikimiki.org ::
| Apollo 1 |
Apollo 1
Der erste bemannte Flug im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Projekts war unter der internen Bezeichnung AS-204 geplant. Während eines Tests auf der Startrampe brach jedoch ein Feuer in der Kapsel aus, in dem die drei Astronauten ums Leben kamen. Das amerikanische Mondlandeprogramm wurde dadurch weit zurückgeworfen. Diese Mission, die nie durchgeführt wurde, bekam rückwirkend die Bezeichnung Apollo 1.
Die Mannschaft
Als im Jahre 1966 das Apollo-Projekt der NASA konkret wurde, ging man noch davon aus, dass der erste bemannte Start des dreisitzigen Apollo-Raumschiffs Ende 1966 oder Anfang 1967 unter der Projekt-Bezeichnung AS-204 stattfinden würde. Am 21. März 1966 wurde der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee als Besatzung ausgewählt worden waren. Grissom war einer der Mercury-Veteranen, White hatte mit Gemini 4 den ersten amerikanischen Weltraumspaziergang unternommen, und Chaffee war ein Weltraumneuling aus der dritten Astronautengruppe der NASA. Zu diesem Zeitpunkt standen noch vier Flüge des Gemini-Projekts aus.
Als Ersatzkommandant wurde James McDivitt nominiert, der bereits Gemini 4 geleitet hatte. Mit ihm in der Ersatzmannschaft waren David Scott, der mit Gemini 8 den ersten Abbruch eines Raumfluges durchgemacht hatte und Russell L. Schweickart, einer der wenigen Zivilisten unter den NASA-Astronauten.
Ende 1966 wurden die Projektpläne geändert. Der Flug AS-205, der als zweiter bemannter Apolloflug gedacht war, wurde gestrichen, so dass die AS-205-Mannschaft nun zur Ersatzmannschaft von AS-204 wurde. Dies waren Walter Schirra, Donn Eisele und Walter Cunningham. Die bisherige Ersatzmannschaft um James McDivitt wurde zur Hauptmannschaft des Fluges AS-207, der als Test der Mondlandefähre geplant war.
Der Unfall
Die drei Astronauten Edward H. White, Virgil I. Grissom und Roger B. Chaffee (Auf der Abbildung: sitzend, von links nach rechts in oben genannter Reihenfolge) hatten am 27. Januar 1967 die Kapsel (S/C 012) für eine Routineübung bestiegen. Es handelte sich dabei um einen "plugs-out"-Test, bei dem alle Verbindungen von Rakete und Raumschiff zum Startturm getrennt werden. Die Rakete und das CM/SM waren nicht betankt, die Brennstoffzellen dadurch nicht betriebsbereit, sie wurden durch eine verbliebene Einspeisung simuliert. Der "plugs-out"-Test galt bis zu dem Unglück als unkritisch, es wurden keine Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, es war keine Feuerwehr in Bereitstellung, die Turmmannschaft war nicht mehr an der Kapsel. Der Test sollte ursprünglich von der Inbetriebnahme bis zum Abschluss des Countdowns dauern.
Brennstoffzelle
Um 7:55 (EST) wurde mit der Inbetriebnahme begonnen, die Stromversorgung eingeschaltet. Um 13:00 bestiegen die Astronauten die Kapsel. Bereits beim Einsteigen in die Kapsel nahm Grissom einen unangenehmen Geruch wahr. In NASA-Unterlagen wird er als Geruch von "saurer Milch" beschrieben, in der späteren Untersuchung des Unfalls spielt dies noch eine Rolle. Gegen 18:20 wurde der Countdown bei T-10 min angehalten, da es bei der Sprechverbindung immer wieder starke Störungen gab. Um 18:31, der Countdown war immer noch angehalten, meldete ein Astronaut (vermutlich war es Chaffee) Feuer an Bord. Einige Sekunden vor der Meldung traten kurze Spannungseinbrüche und Stromspitzen auf. Das Lebenserhaltungssystem erhöhte die Sauerstoffzufuhr, da durch das entbrannte Feuer mehr Sauerstoff verbraucht wurde. Dadurch und aufgrund entstehender Verbrennungsgase stieg der Druck in der Kapsel schnell an, ein Druckausgleich war nicht mehr möglich. Die innere Luke ließ sich gegen den Druck nicht mehr öffnen, sie hätte nach innen entfernt werden müssen. Turmpersonal war zu dieser Zeit auf dem Weg zur Kapsel. Noch vor deren Eintreffen kam es zum Einriss der Kapsel zwischen Druckkörper und Hitzeschutz. Alle Sprech- und Datenverbindungen fielen endgültig aus. In der Kapsel war erst jetzt offenes Feuer sichtbar, aufgenommen durch eine Kamera außen an einem Fenster der Kapsel.
Als endlich Turmpersonal an der Kapsel eintraf, allerdings ohne ausreichenden Atemschutz, war der gesamte Bereich bereits stark verqualmt. Immer wieder musste das Personal die Arbeit an der Kapsel unterbrechen, um Luft zu holen. Um 18:36 waren die Luken geöffnet, Lebenszeichen der Astronauten aber nicht mehr wahrnehmbar. Das Feuer in der Kapsel erlosch alleine, die Mannschaft löschte noch kleine Brandnester am Turm selbst. Das Feuer war beim Eintreffen der Feuerwehr gelöscht, es wurde aber befürchtet, dass der Rettungsturm der Rakete durch die Hitze noch zünden könnte. Um 18:40 wurde ein Versuch unternommen, White aus seinem Sitz zu holen. Um ca. 18:45 wurde der Tod der Astronauten durch einen Arzt festgestellt. Erst mit Verzögerung konnten die Leichen aus der Kapsel geborgen werden, was über 90 Minuten dauerte. Die Leichen, Anzüge und Sitze waren teilweise stark miteinander verklebt.
Die Untersuchung
RaketeRaketeRaketeVor und unmittelbar nach der Leichenbergung wurden Innen- und Außenaufnahmen der Kapsel gemacht. Nach Bergung der Leichen begann die Sicherung und Bergung der Kapsel. Zunächst kletterten zwei Experten in die Kapsel und dokumentierten noch erkennbare Schalterstellungen. Am 28. Januar kletterte der Astronaut Frank Borman erneut in die Kapsel, er dokumentierte und verifizierte Schalterstellungen und Sicherungsautomaten, die unklar geblieben waren. Anschließend holte man die Kapsel von der unbeschädigten Rakete und brachte sie in die Werkstatt der Pyrotechnik, die für die Durchführung der Untersuchung am geeignetsten erschien. Dort wurde ein durchsichtiger Zwischenboden in die Kapsel eingebaut, um ungehindert alle Einbauteile schrittweise zu entfernen. Der Hersteller North American Aviation lieferte die Kapsel S/C 014, die annähernd baugleich war. Beide Kapseln wurden quasi synchron zerlegt, alle Einbauten miteinander verglichen. Dabei wurde jede Beschädigung daraufhin bewertet, ob sie durch das Feuer entstanden war oder zum Brandentstehung beigetragen haben konnte. Diese Arbeiten zogen sich über Wochen hin. Vergleiche mit der fabrikneuen Kapsel deckten viele konstruktive Mängel auf. Die Ergebnisse flossen in die Verbesserung der Block-II-Kapseln ein. Hier die wichtigsten Mängel im Bezug auf den Unfall:
Verkabelung
- Die genaue Ursache des Brandes konnte nicht mehr zweifelsfrei ermittelt werden. Gesichert ist der Ausbruch des Brandes im Bereich des Lebenserhaltungssystems links neben dem Platz von Grissom.
- Es steht auch fest, dass der Brand durch ein Versagen des elektrischen Systems ausgelöst worden sein musste.
- Die Kabel waren bisher mit Isolierungen aus Teflon gefertigt, das zwar gegen hohe Temperaturen beständig ist, mechanisch aber leicht beschädigt werden kann. Das stellte sich als Schwachstelle heraus.
- In Bereichen, in denen Kabelbäume mit der Aluminiumstruktur in Berührung kamen, wurden Beschädigungen durch Lichtbögen nachgewiesen. Beschädigungen der Isolierung in ähnlichen Bereichen waren auch bei S/C 014 zu finden.
- Versuche zeigten, dass Kabelbäume mit Teflon-Isolierung bei mechanischer Beanspruchung (Scheuern an Aluminiumteilen) in reinem Sauerstoff zu einem Brand führen konnten, selbst die Isolierung fing Feuer, Schmelzsicherungen und Sicherungsautomaten sprachen nicht an, die Stromspitzen waren zeitlich zu kurz. Ein ähnlicher Hergang wird auch für den Absturz der Swissair-Maschine vor Halifax (Kanada) am 2. September 1998 verantwortlich gemacht.
Kühlsystem
- Der saure Geruch, den Grissom wahrnahm, stammte höchstwahrscheinlich von älteren Lecks im Kühlsystem, teilweise hatten Mechaniker sich an den Rohren festgehalten, die zu der Zeit weitgehend verlötet waren. Kleinere Lecks und Undichtigkeiten sind vielfältig dokumentiert.
- Das Kühlmittel (RS-89) setzte sich zusammen aus 62,5 % Ethylenglykol, 35,7 % Wasser und 1,8 % Stabilisatoren (nicht näher beschriebene Ammoniumsalze), es wurde daher als brandfördernd und korrosiv eingestuft.
- Eine direkte Auslösung des Feuers durch ein Kühlmittelleck war nicht nachweisbar. Es wird aber angenommen, dass Kühlmittel im Bereich des Lebenserhaltungssystems ausgetreten sein kann. Dort verläuft auch ein oben beschriebener Kabelbaum.
Luke
- Die ursprüngliche Luke bei Block-I-Kapseln war eigentlich ein Lukensystem aus zwei Luken, einer inneren und einer äußeren. Diese wurden beim Öffnen und Schließen montiert, demontiert und vollständig abgenommen. Die innere Luke wurde zudem nach innen abgenommen. Der Innendruck diente so auch zur Abdichtung, verhinderte aber bei dem Unfall das Öffnen.
- Bei Block-I-Kapseln war eine EVA durch diese Luke nicht möglich.
- Ein dritter Deckel lag bis zum Abwurf des Rettungsturms außen vor den Luken.
Raumanzüge
- Die Raumanzüge waren weiterentwickelte Anzüge, die noch immer große Ähnlichkeit mit den Anzügen aus dem Mercury- und Gemini-Projekt hatten. Sie stammten ursprünglich u. a. aus dem U-2-Projekt von US-Luftwaffe und CIA.
- Nylon stellte sich als Material für Raumanzüge als ungeeignet heraus, es ist zu leicht entflammbar und schmilzt bei Erhitzung.
Qualitätssicherung, Organisation
- Bei der Verarbeitung der Kapsel wurden viele Qualitätsmängel gefunden, z. B. vergessenes Material und Werkzeug. In einem Kabelbaum wurde sogar die Nuss eines Steckschlüssels gefunden. Dieser Kabelbaum war aber ins Brandgeschehen nicht unmittelbar verwickelt.
- Sicherheitsrichtlinien waren viel zu lasch ausgelegt oder wurden recht oberflächlich befolgt.
Schlussfolgerungen
Nach den ersten Untersuchungen war rasch klar, dass eine große Anzahl an Mängeln zu dem Unfall führte. Sie führten zu einer Unzahl Korrekturen und Verbesserungen.
Zum einen wurde das Raumschiff grundlegend umgebaut:
- Die Luken wurden ersetzt durch eine einzige Luke, die nicht mehr innenbords geöffnet werden musste und sich mit einem einfachen Hebelmechanismus notfalls auch gegen einen höheren Innendruck öffnen ließ.
- Die Anzüge wurden vollkommen neu gestaltet, auch hier wurden andere Werkstoffe benutzt.
- Nylon und andere brennbare Materialien wurden nicht mehr verwendet.
- Teflon als Isolationsmaterial wurde beibehalten, jedoch sind die Kabelbäume stärker armiert worden. Sie wurden nur noch so verlegt, dass sie nicht mehr mit scharfen Kanten in Berührung kommen konnten.
- Alle elektrischen Anschlüsse wurden wasserdicht gemacht.
- Alle verlöteten Rohrverbindungen wurden durch Verschraubungen oder Schweißverbindungen ersetzt.
- Die Atmosphäre innerhalb der Kapsel wurde während aller Arbeiten vor dem Start und der Startphase durch ein Stickstoff – Sauerstoff Gemisch ersetzt. Im Orbit wurde sie wieder gegen eine Atmosphäre von 100% Sauerstoff getauscht.
Zum anderen gab es viele organisatorische Veränderungen:
- Die Liste der "kritischen" Tests wurde stark erweitert, auch der "plugs-out"-Test war danach ein kritischer Test. Bei allen dieser Tests mussten fortan eine Sicherheitsmannschaft und die Feuerwehr bereitstehen.
- Den Mechanikern wurde verboten, sich an Rohren und Leitungen abzustoßen oder festzuhalten.
- Es wurde ein weiterer Mockup-Test eingeführt, bei dem eine voll ausgestattete Apollo-Boilerplate in Brand gesetzt wurde.
Die Saturn-1B-Rakete blieb beim Brand unbeschädigt und wurde ein Jahr später für den Start von Apollo 5 verwendet.
Die Nummerierung
Im Gemini-Projekt wurden sämtliche Starts, ob unbemannt oder bemannt, gemeinsam durchnummeriert. Nach zwei unbemannten Gemini-Starts erfolgte der erste bemannte Flug als Gemini 3, damals ebenfalls mit Grissom als Kommandant des Jungfernflugs. Für das Apollo-Projekt war ein Nummerierungsschema noch nicht festgelegt. Einerseits hatten sowohl Raumschiffe als auch Raketen Seriennummern, andererseits wurden intern meist die Raketen-Seriennummern (hier: AS-204) als Projektbezeichnung verwendet.
Grissom, White und Chaffe reichten ein Missionsabzeichen ein, dass die Bezeichnung "Apollo 1" trug, wobei sie befürworteten, dass nur die bemannten Apollo-Missionen nummeriert werden sollten. Im Juni 1966 wurde das Abzeichen genehmigt, wobei das noch nichts darüber aussagte, unter welcher Nummer der Flug dann schließlich starten würde.
Nach dem Unfall baten die drei Witwen darum, dass die Bezeichnung "Apollo 1" im Andenken an die Toten keinem anderen Flug verliehen werden sollte. Die NASA-Manager James Webb, Robert Seamans und George Mueller stimmten dem zu.
Zeitweise wurde der nächste Flug intern mit "Apollo 2" bezeichnet. Im März 1967 schlug Apollo-Manager George Low Mueller vor, die bisherigen drei unbemannten Flüge rückwirkend "Apollo 1A", "Apollo 2" und "Apollo 3" zu nennen, was jedoch nicht geschah. Im April gab Julian Scheer, der zuständige Sprecher der NASA-Öffentlichkeitsarbeit, bekannt, dass der erste, unbemannte Flug der Saturn V die Bezeichnung Apollo 4 tragen werde. Die drei unbemannten Testflüge, die zuvor durchgeführt wurden, würden aber nicht rückwirkend umbenannt werden. Es blieb bei den Bezeichnungen AS-201 (Februar 1966), AS-203 (Juli 1966) und AS-202 (August 1966).
Beginnend mit Apollo 4 wurden dann wie im Gemini-Programm unbemannte und bemannte Missionen gemeinsam durchnummeriert. Der erste bemannte Start fand im Oktober 1968 mit Apollo 7 statt, wobei die Reservemannschaft von Apollo 1, Schirra, Eisele und Cunningham, zum Einsatz kam.
Weblinks
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/Apollo_01a_Summary.htm Zusammenfassung des Ereignisses] (engl.)
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/Apollo_01c_Timeline.htm Zeitlicher Ablauf des Unfalls] (engl.)
Apollo 01
ja:アポロ1号
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]
Gliederung
US-Interventionen im Ausland
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
Liste der Städte in den USA
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa
Astronaut
Der Begriff Raumfahrer oder Weltraumfahrer bezeichnet den Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man Raumfahrer als Astronauten (USA, Westeuropa), Kosmonauten (Russland, ehemalige DDR und Ostblock) und Taikonauten (Volksrepublik China) - Taikonaut ist allerdings nur eine Bezeichnung in der englischen Presse, die chinesische Bezeichnung ist yǔháng yuán (宇航員, wörtlich "Universum-Navigator"). Siehe Liste der Raumfahrer für eine Liste aller Raumfahrer aller Nationen der Erde.
Astronaut
Der Begriff Astronaut (v. griech.: astron = Stern + nauta = Seefahrer) wurde geprägt durch das Buch Les Astronautes (Die Astronauten) (1927) des französischen Science-Fiction-Autors J.-H. Rosny Aîne. Dies geschah in Anlehnung an den Begriff Aeronaut (Luftschiffer). Dieser Begriff hat sich durch die US-amerikanische Raumfahrt fest etabliert, so auch für den (west-)deutschen Begriff Raumfahrer.
Durch die Teilung Deutschlands und der in dieser Zeit durch die Fortschritte in der Raumfahrt gebräuchlich gewordene Begriff entstand im deutschen Sprachraum eine Besonderheit. Während im westlichen Teil der Begriff „Astronaut“ benutzt wurde, wurde im östlichen Teil der Begriff „Kosmonaut“ verwendet. Die Bundesrepublik Deutschland als Teil des Westbündnisses war wirtschaftlich und wissenschaftlich zu den USA orientiert, die DDR hingegen in den beiden Bereichen zur Sowjetunion.
Kosmonaut
Der Begriff Kosmonaut (v. griech.: kosmos = Weltraum + nauta = Seefahrer) bezeichnet einen russischen Raumfahrer. Diese Prägung entstand während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre, als der Begriff Astronaut der sowjetischen Raumfahrt bereits amerikanisch besetzt und möglicherweise auch zu hoch gegriffen und unpassend erschien („Astronauten“ fahren zu den Sternen oder wenigstens zu anderen Himmelskörpern). So entschied man sich für diese eigene Neuprägung. Diese Bezeichnung ist heute noch im gesamten ehemaligen Ostblock verbreitet.
Taikonaut
Taikonaut (v. chines.: tai (太) = universal + kong (空) = Himmel; zusammen: Weltraum + griech.: nautes (ναύτης) = Seefahrer) ist ein für die internationalen Medien erschaffenes Kunstwort für chinesische Raumfahrer. Chinesische Funktionäre und Medien bevorzugen das Wort Yuhangyuan (chines.: Weltraumfahrer, gesprochen: Jü-hang-jüän, geschrieben: 宇航員). Ob China bei dieser offiziellen Bezeichnung bleibt oder das für Ausländer leichter ausprechbare Taikonaut übernimmt, ist noch offen. In offiziellen Veröffentlichungen der chinesischen Regierung für die internationale Presse wird meist das Wort „Astronaut“ verwendet. Die chinesische Regierung startete am 15. Oktober 2003 mit dem Raumschiff Shenzhou 5 (siehe auch: Shenzhou–Reihe) und dem Taikonauten Yang Liwei den ersten bemannten chinesischen Weltraumflug (siehe auch: Chinesische Raumfahrt).
Spacionaut / Euronaut
Der Begriff Spacionaut bzw. Spationaut ist abgeleitet vom französischen Wort espace für (Welt-)Raum, dem englischen space entsprechend. Es ist also die französische Übersetzung für Raumfahrer – egal, ob dieser französische Raumfahrer nun zusammen mit russischen Kosmonauten oder amerikanischen Astronauten reist. Innerhalb der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zudem der Begriff Euronaut für alle ESA-Raumfahrer angeregt, aber noch nicht durchgesetzt worden, da die ESA bisher keine eigenen Missionen startet. Österreichiche Raumfahrer werden auch gerne als "Austronauten" bezeichnet.
Wann welche Bezeichnung für welchen Raumfahrer?
Die Bezeichnung hängt i. d. R. von der Nation ab, deren Raumfahrzeug für den Start in den Weltraum gewählt wird. Kosmonauten werden meist mit der Sojus in den Weltraum befördert, während Astronauten in jüngerer Zeit das Space Shuttle verwenden. Taikonauten (bzw. Yuhangyuan) sind bisher nur zwei mal mit Shenzhou gestartet. Es gibt auch „Astrokosmonauten“, die an russischen und amerikanischen Missionen beteiligt waren.
Diese Wahl der Bezeichnungen hat einen rein nationalen, jedoch keinen sachbezogenen Hintergrund, ist ihr Nutzen fragwürdig. Sinnvoller wäre die Bezeichnung allein nach der Art des Raumfluges, z. B. Kosmonaut für mindestens erdnahe Umlaufbahnen, Astronaut für Flüge zu anderen Himmelskörpern (z. B. den Mond) und etwa „Exonaut“ für suborbitale Weltraumflüge wie SpaceShipOne.
Ausbildung
Körperliche Anforderungen
Belastungen
Ausbildungsstätten
In Russland werden die Kosmonauten im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum ausgebildet.
- Alan Shepard, (1961) erster Amerikaner im Weltraum (ohne die Erde zu umkreisen), 5. Mensch auf dem Mond
- Neil Armstrong, erster Mensch auf dem Mond (1969)
- John Glenn, erster Amerikaner, der die Erde umkreiste, ältester Mensch im Weltraum (77 Jahre)
- Ulf Merbold, erster westdeutscher Astronaut im Weltraum (zweiter Deutscher im All nach Sigmund Jähn, zugleich erster Deutscher, der sowohl mit Amerikanern als auch Russen im Weltraum war)
- James A. Lovell, Kommandant von Apollo 13
- John W. Young, erster Kommandant des Space Shuttle Columbia (1981)
- Claude Nicollier, erster Schweizer Astronaut im Weltraum (1992)
- Sally Kristen Ride, erste US-amerikanische Frau im Weltraum (1983)
- Kathryn Sullivan, erste Amerikanerin, die einen Weltraumspaziergang machte
- Mae Carol Jemison, erste afroamerikanische Astronautin 1987
- Kathy Thornton, längster Spaziergang im Weltall (1992)
- Eileen Collins, erste US-amerikanische Raumfähren-Pilotin
- Shannon Lucid, längster Weltraumflug einer Frau (1996)
- Michael Melvill, erster Astronaut, der mit einem privaten Raumschiff den Weltraum erreichte (2004)
- Juri Alexejewitsch Gagarin, erster Mensch im Weltraum (1961)
- German Stepanowitsch Titow, zweiter Mensch im Weltraum (1961) und bis heute jüngster Raumfahrer
- Walentina Wladimirowna Tereschkowa, erste Frau im Weltraum (1963)
- Alexei Archipowitsch Leonow, erster Weltraumspaziergang (1965)
- Wladimir Komarow, erster Mensch, der bei einer Weltraummission starb (1967)
- Sigmund Jähn, erster Deutscher im Weltraum (1978)
- Swetlana Sawizkaja, zweite Frau im Weltraum (1982), erster Weltraumspaziergang einer Frau (1984)
- Franz Viehböck, erster Österreicher („Austronaut“) im Weltraum (1991)
- Waleri Poljakow, längster Aufenthalt im All bzw. auf einer Raumstation (1994/95)
- Sergei Krikaljow, Start als letzter Sowjetbürger, Rückkehr als erster Bürger Russlands (1991), trägt den aktuellen Rekord der längsten Gesamtaufenthaltsdauer im Weltraum
- Vladimír Remek, erster Raumfahrer einer dritten Nation, als Tscheche Partner der Sowjets (1978)
- Jean-Loup Chrétien, erster Westeuropäer im All, als Franzose („Spationaut“) Gast der Sowjets (1982)
- Thomas Reiter, deutscher Raumfahrer an Bord der russischen Raumstation MIR (1995/96)
Berühmte Taikonauten
- Yang Liwei, chinesischer Staatsbürger und erster Taikonaut im Weltraum (2003)
Siehe auch
- Raumfahrt, Liste der Raumfahrer, Liste der Weltraumspaziergänge
- NASA, Mercury Projekt, Gemini Projekt, Apollo-Projekt, Skylab, Space Shuttle
- Russische Raumfahrtbehörde, Wostok, Woschod, Sojus, Mir, Saljut, Buran
- Internationale Raumstation
- Bilanzierte Nahrung
- Fliegerkosmonaut der UdSSR
Weblinks
- [http://www.raumfahrer.net/ Raumfahrer.net (deutsch)]
- [http://www.spacefacts.de/german/d_russia.htm Astronauten- und Kosmonauten-Kandidaten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_cosm.htm Kosmonauten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_taikonauts.htm Taikonauten]
- [http://www.astronautix.com/ Astronautix (englisch)]
- [http://www1.edspace.nasa.gov/text/what/whatis.html NASA’s Educator Astronaut], [http://edspace.nasa.gov/apply/educator_astronaut_blank.pdf Application package (PDF)]
Raumfahrer
ja:宇宙飛行士
simple:Astronaut
th:นักบินอวกาศ
Apollo-Projekt
Im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Projekts der NASA sollte ein Mensch auf dem Mond landen und unversehrt wieder auf die Erde zurückgebracht werden. Die bemannte Mondlandung wurde sowohl von den USA als auch der UdSSR angestrebt, allerdings nur von ersteren erreicht. Die Mondlandung bildete den Höhepunkt des Wettlaufs ins All.
Planung
Der eigentliche NASA-Plan sah sieben Missionen bis zur ersten bemannten Mondlandung vor. Dies waren die Missionen A bis G.
- Mission A: Unbemannter Test der Saturn V und des Apollo-Raumschiffs in einer Erdumlaufbahn (zweimal durchgeführt mit Apollo 4 und Apollo 6).
- Mission B: Unbemannter Test der Landefähre (LM) (durchgeführt mit Apollo 5).
- Mission C: Bemannter Test der Apollo-Kapsel im Erdorbit (durchgeführt mit Apollo 7).
- Mission D: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdnahen Orbit (ursprünglich als Apollo 8 vorgesehen, als Apollo 9 neu nummeriert, weil ein Mondflug (Mission C') als Apollo 8 eingeschoben wurde).
- Mission E: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdfernen Orbit (Mission wurde gestrichen, Mannschaft übernahm die Mission C').
- Mission F: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem Mondorbit (durchgeführt mit Apollo 10).
- Mission G: Erste Landung auf dem Mond (durchgeführt mit Apollo 11).
Die mit Apollo 8 durchgeführte erste Mondumkreisung, Weihnachten 1968, war von der NASA eigentlich nicht vorgesehen und mit der Bezeichnung Mission C' zwischen die Missionen C und D eingeschoben.
Zusätzlich wurden die Missionen H, I und J geplant:
- Mission H: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 12. Apollo 13 nicht erfolgreich).
- Mission I: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 14, eine weitere Mission wurde gestrichen).
- Mission J: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten und dem Mondrover (durchgeführt mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17).
Wettlauf der Systeme
Durch den Start des Sputniks im Jahre 1957, die erste unbemannte harte Mondlandung 1959 durch Lunik-2 und den ersten bemannten Raumflug von Juri Gagarin 1961 war die Sowjetunion zu Beginn des Raumfahrtzeitalters zur führenden Raumfahrtnation aufgestiegen. Die US-Amerikaner suchten nach einem Gebiet der Raumfahrt, auf dem sie die Sowjetunion schlagen könnten. Die bemannte Mondlandung wurde dafür als geeignet angesehen.
Am 25. Mai 1961, nur eineinhalb Monate nach dem Start von Juri Gagarin, hielt Präsident John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress seine berühmte Rede, in der er das Ziel vorgab, noch im gleichen Jahrzehnt einen Menschen zum Mond und wieder zurückbringen zu lassen. Mit den folgenden Worten fiel der Startschuss für das Apollo-Projekt:
:I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth. No single space project in this period will be more impressive to mankind, or more important for the long-range exploration of space; and none will be so difficult or expensive to accomplish.
:(Ich glaube, dass dieses Land sich dem Ziel widmen sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn wieder sicher zur Erde zurück zu bringen. Kein einziges Weltraumprojekt wird in dieser Zeitspanne die Menschheit mehr beeindrucken, oder wichtiger für die Erforschung des entfernteren Weltraums sein; und keines wird so schwierig oder kostspielig zu erreichen sein.)
[http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/multimedia/video/v-003.mpg Videoausschnitt der Rede Kennedys]
Obwohl ursprünglich noch weitere Starts geplant waren, wurde das Apollo-Projekt nach der sechsten erfolgreichen Mondlandung von Apollo 17 beendet.
Für den bemannten Mondflug wurde die bis heute größte Rakete entwickelt. Sie erhielt den Namen Saturn V. Maßgeblichen Anteil an ihrer Entwicklung hatte der deutsch-amerikanische Raketenbauer Wernher von Braun, dessen Team die erste Stufe mit den gewaltigen F-1 Triebwerken entwickelte. Alle Starts dieser Rakete waren trotz ihrer großen Leistung und Komplexität erfolgreich, was durchaus beachtenswert ist, da die meisten übrigen Raketensysteme auch Fehlstarts zu verzeichnen haben.
Als Vorbereitung auf die Mondlandung lief parallel zum Apollo-Projekt das Gemini-Projekt, mit dem Erfahrungen zu Rendezvous-Manövern im Weltall gesammelt werden sollten.
Am 27. Januar 1967 erlitt das Apollo-Projekt einen schweren Rückschlag. Bei Bodentests verbrannten die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee in ihrer Kapsel. Die Rakete war während dieser Tests nicht betankt. Die Kapsel war aber nicht mit gewöhnlicher Luft, sondern mit Sauerstoff bei vollem atmosphärischen Druck gefüllt. Dadurch wurde binnen weniger als einer Minute aus einem kleinen elektrischen Funken ein Feuer, das die Astronauten tötete. Umfangreiche Änderungen an der Mondkapsel waren die Folge. Dem Test wurde nachträglich die Bezeichnung Apollo 1 verliehen.
Trotzdem konnte mit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 am 20. Juli 1969 das Ziel Kennedys termingerecht erreicht werden.
Zeitgleich zum Apollo-Projekt arbeitete die Sowjetunion an einem umfangreichen Programm, das ebenfalls mit der Landung eines Menschen auf dem Mond enden sollte. Im Rahmen des Zond-Programms wurden modifizierte Sojus-Raumschiffe unbemannt zum Mond gestartet und nach einem Mondumlauf wieder zur Erde gebracht. Dies diente dem Test des Raumschiffs, das für einen bemannten Mondflug gedacht war. Die Zond-5 Kapsel umkreiste im September 1968 den Mond, kam jedoch bei der Rückkehr vom Kurs ab und wurde bei der Landung über dem Indischen Ozean gesprengt. Im Oktober 1970 wurde das Testprogramm mit Zond-8 beendet, von allen gestarteten Raumschiffen konnte nur Zond-7 erfolgreich zur Erde zurückkehren.
Parallel arbeitete die Sowjetunion auch an einer Mondlandemission, die ähnlich dem Apollo mit einer superschweren Rakete gestartet werden sollte. Dafür wurde die N1-Rakete entwickelt, die jedoch bei allen vier Teststarts, die von 1969 bis 1972 erfolgten, versagte. Daraufhin und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner bereits erfolgreich auf dem Mond gelandet sind, gab die Sowjetunion das bemannte Mondprogramm auf und leugnete auch, jemals eins gehabt zu haben. Erst Anfang der 1990ern sind Informationen über dieses Programm und die N1-Rakete an die Öffentlichkeit gekommen. Für weitere Einzelheiten siehe den Hauptartikel Sowjetisches Mondprogramm.
Die Mondlandung(en)
Im Rahmen des Apollo-Programms wurden insgesamt sechs Mondlandungen durchgeführt. Harrison H. Schmitt - Mondfährenpilot von Apollo 17 - stellte als bislang letzter Mensch am 12. Dezember 1972 seinen Fuß auf den Mondboden. Eugene Cernan - Kommandant von Apollo 17 - ist bislang der letzte Mensch, der auf dem Mond war, indem er als letzter in die Mondfähre einstieg.
Im Rahmen der Mission Apollo 11 landeten am 20. Juli 1969 um 21:17 Uhr (MEZ) die ersten beiden Menschen, Neil Armstrong und Edwin E. "Buzz" Aldrin auf dem Mond. Sechs Stunden später, am 21. Juli um 03:56:20 Uhr MEZ, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Dabei sprach er den berühmt gewordenen Satz:
Zitat: That's one small step for man, [but] one giant leap for mankind. ()
(deutsch: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.")
:Das 'a' vor 'man' wurde in späteren Texten hinzugefügt, um den Sinn zu erhalten. Im Funkverkehr war es nicht zu hören gewesen. Armstrong wurde später danach befragt, ob er es tatsächlich nicht gesagt habe, aber er konnte sich nicht mehr daran erinnern. Daher bleibt es ungeklärt, ob es durch Störungen im Funkverkehr verloren gegangen ist, oder ob Armstrong dies tatsächlich so gesagt hat.
Der dritte Astronaut, Michael Collins, umkreiste im Apollo-Mutterschiff den Erdtrabanten bis zur Rückkehr der Landeeinheit Eagle.
Die "erfolgreiche" Odyssee von Apollo 13
Als Routineflug gestartet, und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, starteten mit der Mission Apollo 13 am 11. April 1970 James A. Lovell, John L. Swigert und Fred W. Haise. Erst als auf dem Weg zum Mond ein Sauerstofftank explodierte und damit das Leben der drei Insassen des Apollo-Raumschiffs stark gefährdet war, wurde die gesamte Weltöffentlichkeit auf die Mission aufmerksam. Die Astronauten mussten auf die Mondlandung verzichten und konnten sich dadurch retten, dass sie das Lunar Module als "Rettungsboot" zweckentfremdeten. Der einzige Weg zurück zur Erde führte jedoch zuerst zum Mond, bei dem durch ein Swing-by Manöver das Raumschiff wieder Richtung Erde beschleunigt wurde. Nach Absprengen des Servicemodules kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde erst das gesamte Ausmaß der Havarie deutlich; man geht davon aus, dass der Sauerstofftank der Brennstoffzellen explodiert war. Trotz der gescheiterten Mondlandung wird Apollo 13 dennoch als Erfolg gewertet, weil es erstmals gelungen war, Astronauten aus einer katastrophalen Raumnotlage lebend zur Erde zurückzubringen. Nach für die Astronauten und die Bodenmannschaften sehr anstrengenden fünf Tagen gelang (nach einer Mondumrundung ohne Landung) am 17. April 1970 die Landung im Pazifik.
Die Geschichte von Apollo 13 wurde verfilmt.
Typischer Apollo-Missionsverlauf
- Start in Cape Canaveral
- Abtrennung der 1. Stufe in ca. 56 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 10.000 km/h - Mach 8)
- Zündung der 2. Stufe in der hohen Stratosphäre und kurz darauf Abtrennung des Rettungsturms
- Abtrennung der 2. Stufe in ca. 185 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 24.000 km/h)
- Zündung der 3. Stufe, Einschwenken in eine nahe Erdumlaufbahn (Geschwindigkeit ca. 28.000 km/h), Abschalten der 3. Stufe
- Neuzündung der 3. Stufe, (TLI - Trans Lunar Injection) Ausdehnung des Orbits bis zum Mond (im Gegensatz zu einer häufigen Annahme keine Überschreitung der Fluchtgeschwindigkeit und Erdflucht (Apollo 8 erreichte 10,822 km/s - ca. 39.000 km/h [http://history.nasa.gov/ap08fj/02earth_orbit_tli.htm]) - auch auf dem Mond befindet man sich immer noch in einem Erdorbit).
- Abwurf des Stufenadapters, Trennung des Mutterschiffes von der 3. Stufe, Ankoppeln und Herausziehen des Lunar Module (Mondlandefähre) aus seiner Parkbucht, Flug zum Mond
- Zündung des Triebwerkes des Service-Modules (LOI - Lunar Orbit Insertion), Einschwenken in den Mondorbit
- Umstieg von 2 Astronauten in das Lunar Module, 1 Astronaut bleibt als Pilot im Mutterschiff zurück
- Abkoppeln des Lunar Moduls, Zündung des Landetriebwerks, Abstieg zur Mondoberfläche und Landung
- Durchführen diverser EVAs (Extra Vehicular Activity) durch die Astronauten
- Rückstart von der Mondoberfläche, Aufstieg in den Mondorbit. Die Landestufe bleibt zurück
- Ankoppeln an das Mutterschiff, Umstieg der Astronauten, Abwurf der LM-Aufstiegsstufe
- Zündung des Triebwerkes des Service Modules, (TEI - Trans Earth Injection) Verlassen des Mondorbits und Rückkehr zur Erde
- EVA zum Bergen der Filme aus dem Service Modul
- Abwurf des Service Modules, Ausrichten der Apollo-Kapsel für den Wiedereintritt
- Auslösen der Hauptfallschirme, Wasserung im Landegebiet
- Bergung durch einen Flugzeugträger
Apollo-Missionen
Kurz nach der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 veröffentlichte die NASA die weitere Planung, die bis Ende 1972 neun weitere Apolloflüge vorsah. Doch bereits im Januar 1970, noch vor der Verzögerung durch die Panne von Apollo 13, wurde Apollo 20 aus Kostengründen gestrichen. Im September 1970 folgten Apollo 15 und Apollo 19, die verbleibenden Flüge Apollo 16, Apollo 17 und Apollo 18 wurden mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 neu nummeriert.
Die nach dem Abschluss der Mondflüge noch vorhandenen Apollokapseln und Saturnraketen wurden für das Skylab-Projekt 1973/74 und das Apollo-Sojus-Projekt 1975 verwendet.
Mondlandungslüge
Wie bei fast allen Ereignissen von so großer Tragweite, sind auch die Mondlandungen das Objekt zahlreicher Verschwörungstheorien. Von den meisten Anhängern dieser Theorien wird bezweifelt, dass es überhaupt zu einer Mondlandung in den Jahren 1969 bis 1972 gekommen ist. Vielfach wird in diesem Falle von einer Mondlandungslüge oder einer Mondlandungs-NASA-Verschwörung gesprochen.
Literatur
Die Texte sind englischsprachig. Deutschsprachige Literatur ist entsprechend gekennzeichnet.
Apollo-Mission-Reports
- Robert Godwin, Apollo 11 with DVD, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522858
- Robert Godwin, Apollo 17: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522599 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 16: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522580 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 15: The NASA Mission Reports, Volume One, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522572 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 14: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522564 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 13: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522556 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 12: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522548 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 11: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522491 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 10: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522688 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 9: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522513 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 8: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522661 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 7: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522645 (Buch & CD)
Allgemein
- Andrew Chaikin, A Man on the Moon, Penguin Books 1995, ISBN 0140272011
- David M. Harland, Exploring the Moon, Springer, 1999, ISBN 1852330996
- Gene Kranz, Failure is not an option, Berkley Books 2001, ISBN 0425179877
- Chris Kraft, Flight: My Life in Mission Control, Penguin Putnam, 2002, ISBN 0452283043
- Diverse, The Secret of Apollo: Systems Management in American and European Space Programs, Johns Hopkins University Press, 2002, ISBN 080186898X
- Diverse, Taking Science to the Moon: Lunar Experiments and the Apollo Program, Johns Hopkins University Press, 2001, ISBN 0801865999
- Jesco von Puttkamer, Apollo 11, Wir sehen die Erde, Herbig, 2001, ISBN 3776670568 (deutsch)
- Jim Lovell, Apollo 13, Langenscheidt-Longman, 2001, ISBN 3526451842 (deutsch)
- Moon Lander, How We Developed the Apollo Lunar Module, Smithsonian Books, 2001, ISBN 156098998X
- Eugene Cernan, The Last Man on the Moon, Griffin, 2000, ISBN 0312263511
- James E. Webb, Powering Apollo, Johns Hopkins University Press, 2000, ISBN 0801862051
DVDs
- From The Earth To The Moon, 1998
- For All Mankind - Criterion Collection, 1989
Siehe auch
- Apollo-Raumschiff
- Raumfahrt
- Geschichte der Raumfahrt
- Katastrophen der Raumfahrt
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Luna-Programm
- Skylab
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Mondlandungslüge
- Bemannter Mondflug nach Apollo
- Wettlauf ins All
Weblinks
- Der berühmte Satz von Neil Armstrong im Original ist [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-11/sounds/a11step.wav hier]als wav-Datei (260 kb) zu hören
- [http://history.nasa.gov/alsj/frame.html Apollo Lunar Surface Journal] - Alle Landemissionen ausführlich beschrieben und ein sehr umfangreiches Multimedia-Angebot (englisch)
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo.html NASA: The Apollo Program] (englisch)
- [http://www.nasm.si.edu/collections/imagery/apollo/apollo.htm Smithsonian: The Apollo Program] (englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/SP-4029.htm NASA: Apollo By The Numbers] - Umfangreiche Listen und Statistiken (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/index.html NASA: Apollo-Programm] (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/lunarlanding.html NASA: Mondkarte mit Landeplätzen] (englisch)
- [http://www.apolloarchive.com/ Viele Details / Ton,- Videomitschnitte] (englisch)
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/70mm/ Tausende, erst 2004 veröffentlichte Fotos der Apollo-Missionen] (englisch)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/apollo.php extrasolar-planets.com - Apollo Programm] (deutsch)
- [http://www.apollo-projekt.de Apollo-Projekt.de] (deutsch)
- [http://www.apolloprojekt.de Apolloprojekt.de] (deutsch)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/mondlandung/home.shtml Raumfahrer.net: Mondlandung] (deutsch)
- [http://www.erkenntnishorizont.de/raumfahrt/rueckstoss/lunarmodule.c.php?screen=800 Schon mal eine Mondlandefähre gesteuert? / Online-Mondlandungs-Simulator] (deutsch)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/apollo/index.html Photos der NASA zum Apollo Programm] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung)
!Apolloprogramm
ja:アポロ計画
ko:아폴로 계획
Apollo-Raumschiff
Das Apollo-Raumschiff wurde im Rahmen des Apollo-Projekts von North American Aviation entwickelt. Es besteht aus zwei Komponenten: dem Kommandomodul (CM) und dem Servicemodul (SM). Die Kombination (CSM) wurde erst kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre getrennt. Nur das CM mit den drei Astronauten ist für eine Wasserung im Meer ausgerüstet.
Kommandomodul (CM)
Das CM hat eine Masse von 5.900 kg bei einer Höhe von 3,23 m und einen Durchmesser von 3,91 m.
Vorderteil
Im Vorderteil sind Stabilisierungsfallschirme sowie die drei großen Hauptfallschirme untergebracht. Letztere öffnen sich nach dem Wiedereintritt in einer Höhe von 2,5 km. Zwei Schirme sind ausreichend für eine sichere Wasserung. Bei Apollo 15 versagte einer der drei Schirme, ohne dass es zu Schäden oder Verletzungen gekommen wäre. Weiterhin sind im oberen Bereich zwei Steuerdüsen des Lagekontrollsystems für den Wiedereintritt sowie das Kopplungssystem und die Luke für die Mondlandefähre angebra | | |