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Apollo 16

Apollo 16

Apollo 16 war die vorletzte Mission innerhalb des amerikanischen Apollo-Programms. Sie wurde, einschließlich des primären Ziels, der fünften bemannten Landung auf dem Erdmond, erfolgreich abgeschlossen.

Besatzung

Am 3. März 1971, kurz nach dem Flug von Apollo 14 gab die NASA die Besatzung für die Mission Apollo 16 bekannt. Als Kommandant wurde der Weltraumveteran John Young ausgewählt, der bereits zwei Geminiflüge und einen Mondflug mit Apollo 10 vorzuweisen hatte. Pilot der Kommandokapsel sollte Ken Mattingly werden, der bereits für Apollo 13 nominiert war, kurzfristig aber zurückgezogen wurde. Als Pilot der Mondlandefähre wurde Charles Duke nominiert. Einige Monate zuvor war das Apolloprogramm nochmals gekürzt worden. Der letzte Mondflug sollte nun mit Apollo 17 stattfinden. Aus diesem Grund nominierte die NASA für die Ersatzmannschaft nicht mehr junge Astronauten, die drei Flüge später zur Hauptmannschaft aufsteigen sollten, sondern teilte bereits erfahrene Raumfahrer ein. Für Apollo 16 bestand die Ersatzmannschaft aus dem Kommandanten Fred Haise, dem Pilot der Kommandokapsel Stuart Roosa und dem Mondfährenpilot Edgar Mitchell. Alle drei hatten bereits einen Apolloflug hinter sich. Wäre Charles Duke ausgefallen hätte Edgar Mitchell somit die Möglichkeit gehabt, der erste Astronaut zu werden, der zwei Mal auf dem Mond landete. Die Unterstützungsmannschaft (Support Crew) bestand aus Henry Hartsfield, Anthony England und Donald Peterson. England war Wissenschaftsastronaut aus der sechsten Auswahlgruppe, Hartsfield und Peterson gehörten zu den sieben Astronauten, die im August 1969 von der US Air Force zur NASA gekommen waren, nachdem die Air Force die Pläne für ein eigenes bemanntes Raumfahrtprogramm (MOL) beendet hatte.

Vorbereitung

Die einzelnen Stufen der Saturn-V-Rakete AS-511 wurden zwiwschen Juli und September 1970 in Cape Kennedy angeliefert. Das Apollo-Raumschiff CSM-113 erhielt nach einer Comic-Figur den Namen Casper. Die Mondlandefähre LM-11 erhielt den Namen Orion, nach dem Sternbild. Am 13. Dezember 1971 konnte die Rakete zur Startrampe 39-A gerollt werden, musste aber vom 27. Januar 1972 bis zum 9. Februar nochmals ins Montagegebäude, damit Lecks repariert werden konnten. Als Verbindungssprecher (Capcom) während des Fluges dienten die Ersatzleute Haise, Roosa und Mitchell, die Unterstützungsmannschaft Hartsfield, England und Peterson, der Apollo-15-Astronaut James Irwin, sowie Robert Overmyer und Gordon Fullerton, beide ehemalige US-Air-Force-Astronauten.

Flugverlauf

Start und Hinflug

Der Start erfolgte am 16. April 1972, 17:54 Uhr UT ab Cape Canaveral, Florida. Drei Tage nach dem Start fiel das Navigationssystem aus. Die Positionsbestimmung musste daher ohne technisches Gerät, nur mit Hilfe eines klassischen Sextanten erfolgen. Weiter fiel, kurz nachdem die Mondlandefähre "Orion" sich von dem Kommandomodul "Casper" getrennt hatte, die Zündung des Haupttriebwerks aus. Die Bodenkontrolle stellte nach Simulationen dann fest, dass die resultierende Kursabweichung beherrschbar war, so dass die Mission wie geplant fortgesetzt werden konnte.

Auf dem Mond

Mission] Ziel war das Descartes-Hochplateau, welches sie mit über fünf Stunden Verspätung erreichten. Die Landung konnte erstmals nicht im Fernsehen übertragen werden, da der Sender der Mondlandefähre ausgefallen war. Erst als die Anlage des Mondautos montiert war, konnte das Geschehen wieder verfolgt werden. Das wissenschaftliche Programm der Mannschaft auf dem Mond umfasste im nuklear betriebenen ALSEP (Apollo Lunar Surface Experiments Package):
- ein passives und aktives seismisches Experiment
- ein festes, wie auch ein tragbares Magnetometer
- ein Wärmefluss-Experiment
- ein Detektor für kosmische Strahlung
- einige Sonnenwind-Kollektoren
- und einen Transponder zur Schwerefeldmessung. Es wurden erstmals auch astronomische Aufnahmen mittels einer UV-Kamera durchgeführt (Spektrograf). Der Film wurde auf der Erde ausgewertet. Drei größere EVAs sollten durchgeführt werden, bei denen das Mondauto wertvolle Dienste leistete. Gerade vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten mit dem MET der Apollo 14 war dies ein Erfolg.
- Die erste EVA war geprägt durch die Installation der wissenschaftlichen Experimente in der näheren Umgebung der Landestelle. Es wurde zudem noch eine kurze Ausfahrt zu den Kratern Flag und Ray durchgeführt. Die EVA dauerte 7h 11min und führte noch über eine Strecke von 4,2 km.
- Die zweite EVA führte zu den Kratern Cinco, Stubby und Wreck. Bei diesem Ausflug wurde ein Bohrer zum Einsatz gebracht, der Kernproben aus drei Metern lieferte. Die Tour hatte einen Umfang von 11 km und dauerte 7h 23min.
- Die dritte EVA dauerte 5h 40min und hatte den North Ray-Krater zum Ziel. Hierbei legte die Crew 11,4 km zurück.

Rückflug

Nachdem Young und Duke in die Kommandokapsel Casper umgestiegen waren, sollte die Mondfähre wie üblich kontrolliert auf den Mond stürzen. Nach dem Abkoppeln begann die Fähre jedoch zu taumeln. Das geplante Zünden der Triebwerke wurde nicht durchgeführt, so dass Orion noch etwa ein Jahr in der Mondumlaufbahn blieb. Vor dem Verlassen des Orbits wurde noch ein kleiner Satellit aus der SIM Bay des Apollo-Raumschiffs ausgesetzt. Dabei handelte es sich um das gleiche Modell, das auch schon Apollo 15 in eine Mondumlaufbahn gebracht hatte. Der Satellit untersuchte die Erscheinungen der Erdmagnetosphäre sowie den Sonnenwind in Mondnähe und dessen Einfluss auf das Magnetfeld, bis er auf dem Mond zerschellte. Der Rückflug selbst ging ohne Probleme vonstatten. Ken Mattingly führte während des Rückfluges noch eine EVA, einen so genannten "Weltraumspaziergang" aus. Insgesamt befand er sich 1h 24min außerhalb der Kapsel. Beim Wiedereintritt mussten die Astronauten einen Andruck von 7,19 g ertragen, der höchste Wert, der für eine Apollo-Mission gemessen wurde. Am 27. April 1972 um 19:45 Uhr wasserte Apollo 16 im Pazifik und wurde vom Flugzeugträger USS Ticonderoga geborgen. Die Mannschaft brachte bei dieser Mission 95,8 kg Mondgestein mit auf die Erde. Eine Probe dieses Gesteins kann im Nördlinger Rieskratermuseum besichtigt werden.

Weblinks


- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo16info.html NASA: Apollo 16 Info] (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a16/a16j.html NASA: Apollo 16 Lunar Surface Journal] (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a16/a16mr.html NASA: Apollo 16 Mission Report] (393 Seiten, engl.) Kategorie:Apolloprogramm

Apollo-Programm

Im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Projekts der NASA sollte ein Mensch auf dem Mond landen und unversehrt wieder auf die Erde zurückgebracht werden. Die bemannte Mondlandung wurde sowohl von den USA als auch der UdSSR angestrebt, allerdings nur von ersteren erreicht. Die Mondlandung bildete den Höhepunkt des Wettlaufs ins All.

Planung

Der eigentliche NASA-Plan sah sieben Missionen bis zur ersten bemannten Mondlandung vor. Dies waren die Missionen A bis G.
- Mission A: Unbemannter Test der Saturn V und des Apollo-Raumschiffs in einer Erdumlaufbahn (zweimal durchgeführt mit Apollo 4 und Apollo 6).
- Mission B: Unbemannter Test der Landefähre (LM) (durchgeführt mit Apollo 5).
- Mission C: Bemannter Test der Apollo-Kapsel im Erdorbit (durchgeführt mit Apollo 7).
- Mission D: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdnahen Orbit (ursprünglich als Apollo 8 vorgesehen, als Apollo 9 neu nummeriert, weil ein Mondflug (Mission C') als Apollo 8 eingeschoben wurde).
- Mission E: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdfernen Orbit (Mission wurde gestrichen, Mannschaft übernahm die Mission C').
- Mission F: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem Mondorbit (durchgeführt mit Apollo 10).
- Mission G: Erste Landung auf dem Mond (durchgeführt mit Apollo 11). Die mit Apollo 8 durchgeführte erste Mondumkreisung, Weihnachten 1968, war von der NASA eigentlich nicht vorgesehen und mit der Bezeichnung Mission C' zwischen die Missionen C und D eingeschoben. Zusätzlich wurden die Missionen H, I und J geplant:
- Mission H: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 12. Apollo 13 nicht erfolgreich).
- Mission I: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 14, eine weitere Mission wurde gestrichen).
- Mission J: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten und dem Mondrover (durchgeführt mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17).

Wettlauf der Systeme

Durch den Start des Sputniks im Jahre 1957, die erste unbemannte harte Mondlandung 1959 durch Lunik-2 und den ersten bemannten Raumflug von Juri Gagarin 1961 war die Sowjetunion zu Beginn des Raumfahrtzeitalters zur führenden Raumfahrtnation aufgestiegen. Die US-Amerikaner suchten nach einem Gebiet der Raumfahrt, auf dem sie die Sowjetunion schlagen könnten. Die bemannte Mondlandung wurde dafür als geeignet angesehen. Am 25. Mai 1961, nur eineinhalb Monate nach dem Start von Juri Gagarin, hielt Präsident John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress seine berühmte Rede, in der er das Ziel vorgab, noch im gleichen Jahrzehnt einen Menschen zum Mond und wieder zurückbringen zu lassen. Mit den folgenden Worten fiel der Startschuss für das Apollo-Projekt: :I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth. No single space project in this period will be more impressive to mankind, or more important for the long-range exploration of space; and none will be so difficult or expensive to accomplish. :(Ich glaube, dass dieses Land sich dem Ziel widmen sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn wieder sicher zur Erde zurück zu bringen. Kein einziges Weltraumprojekt wird in dieser Zeitspanne die Menschheit mehr beeindrucken, oder wichtiger für die Erforschung des entfernteren Weltraums sein; und keines wird so schwierig oder kostspielig zu erreichen sein.) [http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/multimedia/video/v-003.mpg Videoausschnitt der Rede Kennedys] Obwohl ursprünglich noch weitere Starts geplant waren, wurde das Apollo-Projekt nach der sechsten erfolgreichen Mondlandung von Apollo 17 beendet. Für den bemannten Mondflug wurde die bis heute größte Rakete entwickelt. Sie erhielt den Namen Saturn V. Maßgeblichen Anteil an ihrer Entwicklung hatte der deutsch-amerikanische Raketenbauer Wernher von Braun, dessen Team die erste Stufe mit den gewaltigen F-1 Triebwerken entwickelte. Alle Starts dieser Rakete waren trotz ihrer großen Leistung und Komplexität erfolgreich, was durchaus beachtenswert ist, da die meisten übrigen Raketensysteme auch Fehlstarts zu verzeichnen haben. Als Vorbereitung auf die Mondlandung lief parallel zum Apollo-Projekt das Gemini-Projekt, mit dem Erfahrungen zu Rendezvous-Manövern im Weltall gesammelt werden sollten. Am 27. Januar 1967 erlitt das Apollo-Projekt einen schweren Rückschlag. Bei Bodentests verbrannten die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee in ihrer Kapsel. Die Rakete war während dieser Tests nicht betankt. Die Kapsel war aber nicht mit gewöhnlicher Luft, sondern mit Sauerstoff bei vollem atmosphärischen Druck gefüllt. Dadurch wurde binnen weniger als einer Minute aus einem kleinen elektrischen Funken ein Feuer, das die Astronauten tötete. Umfangreiche Änderungen an der Mondkapsel waren die Folge. Dem Test wurde nachträglich die Bezeichnung Apollo 1 verliehen. Trotzdem konnte mit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 am 20. Juli 1969 das Ziel Kennedys termingerecht erreicht werden. Zeitgleich zum Apollo-Projekt arbeitete die Sowjetunion an einem umfangreichen Programm, das ebenfalls mit der Landung eines Menschen auf dem Mond enden sollte. Im Rahmen des Zond-Programms wurden modifizierte Sojus-Raumschiffe unbemannt zum Mond gestartet und nach einem Mondumlauf wieder zur Erde gebracht. Dies diente dem Test des Raumschiffs, das für einen bemannten Mondflug gedacht war. Die Zond-5 Kapsel umkreiste im September 1968 den Mond, kam jedoch bei der Rückkehr vom Kurs ab und wurde bei der Landung über dem Indischen Ozean gesprengt. Im Oktober 1970 wurde das Testprogramm mit Zond-8 beendet, von allen gestarteten Raumschiffen konnte nur Zond-7 erfolgreich zur Erde zurückkehren. Parallel arbeitete die Sowjetunion auch an einer Mondlandemission, die ähnlich dem Apollo mit einer superschweren Rakete gestartet werden sollte. Dafür wurde die N1-Rakete entwickelt, die jedoch bei allen vier Teststarts, die von 1969 bis 1972 erfolgten, versagte. Daraufhin und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner bereits erfolgreich auf dem Mond gelandet sind, gab die Sowjetunion das bemannte Mondprogramm auf und leugnete auch, jemals eins gehabt zu haben. Erst Anfang der 1990ern sind Informationen über dieses Programm und die N1-Rakete an die Öffentlichkeit gekommen. Für weitere Einzelheiten siehe den Hauptartikel Sowjetisches Mondprogramm.

Die Mondlandung(en)

Im Rahmen des Apollo-Programms wurden insgesamt sechs Mondlandungen durchgeführt. Harrison H. Schmitt - Mondfährenpilot von Apollo 17 - stellte als bislang letzter Mensch am 12. Dezember 1972 seinen Fuß auf den Mondboden. Eugene Cernan - Kommandant von Apollo 17 - ist bislang der letzte Mensch, der auf dem Mond war, indem er als letzter in die Mondfähre einstieg. Im Rahmen der Mission Apollo 11 landeten am 20. Juli 1969 um 21:17 Uhr (MEZ) die ersten beiden Menschen, Neil Armstrong und Edwin E. "Buzz" Aldrin auf dem Mond. Sechs Stunden später, am 21. Juli um 03:56:20 Uhr MEZ, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Dabei sprach er den berühmt gewordenen Satz: Zitat: That's one small step for man, [but] one giant leap for mankind. ()
(deutsch: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.") :Das 'a' vor 'man' wurde in späteren Texten hinzugefügt, um den Sinn zu erhalten. Im Funkverkehr war es nicht zu hören gewesen. Armstrong wurde später danach befragt, ob er es tatsächlich nicht gesagt habe, aber er konnte sich nicht mehr daran erinnern. Daher bleibt es ungeklärt, ob es durch Störungen im Funkverkehr verloren gegangen ist, oder ob Armstrong dies tatsächlich so gesagt hat. Der dritte Astronaut, Michael Collins, umkreiste im Apollo-Mutterschiff den Erdtrabanten bis zur Rückkehr der Landeeinheit Eagle.

Die "erfolgreiche" Odyssee von Apollo 13

Als Routineflug gestartet, und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, starteten mit der Mission Apollo 13 am 11. April 1970 James A. Lovell, John L. Swigert und Fred W. Haise. Erst als auf dem Weg zum Mond ein Sauerstofftank explodierte und damit das Leben der drei Insassen des Apollo-Raumschiffs stark gefährdet war, wurde die gesamte Weltöffentlichkeit auf die Mission aufmerksam. Die Astronauten mussten auf die Mondlandung verzichten und konnten sich dadurch retten, dass sie das Lunar Module als "Rettungsboot" zweckentfremdeten. Der einzige Weg zurück zur Erde führte jedoch zuerst zum Mond, bei dem durch ein Swing-by Manöver das Raumschiff wieder Richtung Erde beschleunigt wurde. Nach Absprengen des Servicemodules kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde erst das gesamte Ausmaß der Havarie deutlich; man geht davon aus, dass der Sauerstofftank der Brennstoffzellen explodiert war. Trotz der gescheiterten Mondlandung wird Apollo 13 dennoch als Erfolg gewertet, weil es erstmals gelungen war, Astronauten aus einer katastrophalen Raumnotlage lebend zur Erde zurückzubringen. Nach für die Astronauten und die Bodenmannschaften sehr anstrengenden fünf Tagen gelang (nach einer Mondumrundung ohne Landung) am 17. April 1970 die Landung im Pazifik. Die Geschichte von Apollo 13 wurde verfilmt.

Typischer Apollo-Missionsverlauf


- Start in Cape Canaveral
- Abtrennung der 1. Stufe in ca. 56 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 10.000 km/h - Mach 8)
- Zündung der 2. Stufe in der hohen Stratosphäre und kurz darauf Abtrennung des Rettungsturms
- Abtrennung der 2. Stufe in ca. 185 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 24.000 km/h)
- Zündung der 3. Stufe, Einschwenken in eine nahe Erdumlaufbahn (Geschwindigkeit ca. 28.000 km/h), Abschalten der 3. Stufe
- Neuzündung der 3. Stufe, (TLI - Trans Lunar Injection) Ausdehnung des Orbits bis zum Mond (im Gegensatz zu einer häufigen Annahme keine Überschreitung der Fluchtgeschwindigkeit und Erdflucht (Apollo 8 erreichte 10,822 km/s - ca. 39.000 km/h [http://history.nasa.gov/ap08fj/02earth_orbit_tli.htm]) - auch auf dem Mond befindet man sich immer noch in einem Erdorbit).
- Abwurf des Stufenadapters, Trennung des Mutterschiffes von der 3. Stufe, Ankoppeln und Herausziehen des Lunar Module (Mondlandefähre) aus seiner Parkbucht, Flug zum Mond
- Zündung des Triebwerkes des Service-Modules (LOI - Lunar Orbit Insertion), Einschwenken in den Mondorbit
- Umstieg von 2 Astronauten in das Lunar Module, 1 Astronaut bleibt als Pilot im Mutterschiff zurück
- Abkoppeln des Lunar Moduls, Zündung des Landetriebwerks, Abstieg zur Mondoberfläche und Landung
- Durchführen diverser EVAs (Extra Vehicular Activity) durch die Astronauten
- Rückstart von der Mondoberfläche, Aufstieg in den Mondorbit. Die Landestufe bleibt zurück
- Ankoppeln an das Mutterschiff, Umstieg der Astronauten, Abwurf der LM-Aufstiegsstufe
- Zündung des Triebwerkes des Service Modules, (TEI - Trans Earth Injection) Verlassen des Mondorbits und Rückkehr zur Erde
- EVA zum Bergen der Filme aus dem Service Modul
- Abwurf des Service Modules, Ausrichten der Apollo-Kapsel für den Wiedereintritt
- Auslösen der Hauptfallschirme, Wasserung im Landegebiet
- Bergung durch einen Flugzeugträger

Apollo-Missionen

Kurz nach der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 veröffentlichte die NASA die weitere Planung, die bis Ende 1972 neun weitere Apolloflüge vorsah. Doch bereits im Januar 1970, noch vor der Verzögerung durch die Panne von Apollo 13, wurde Apollo 20 aus Kostengründen gestrichen. Im September 1970 folgten Apollo 15 und Apollo 19, die verbleibenden Flüge Apollo 16, Apollo 17 und Apollo 18 wurden mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 neu nummeriert. Die nach dem Abschluss der Mondflüge noch vorhandenen Apollokapseln und Saturnraketen wurden für das Skylab-Projekt 1973/74 und das Apollo-Sojus-Projekt 1975 verwendet.

Mondlandungslüge

Wie bei fast allen Ereignissen von so großer Tragweite, sind auch die Mondlandungen das Objekt zahlreicher Verschwörungstheorien. Von den meisten Anhängern dieser Theorien wird bezweifelt, dass es überhaupt zu einer Mondlandung in den Jahren 1969 bis 1972 gekommen ist. Vielfach wird in diesem Falle von einer Mondlandungslüge oder einer Mondlandungs-NASA-Verschwörung gesprochen.

Literatur

Die Texte sind englischsprachig. Deutschsprachige Literatur ist entsprechend gekennzeichnet.

Apollo-Mission-Reports


- Robert Godwin, Apollo 11 with DVD, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522858
- Robert Godwin, Apollo 17: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522599 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 16: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522580 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 15: The NASA Mission Reports, Volume One, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522572 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 14: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522564 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 13: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522556 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 12: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522548 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 11: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522491 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 10: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522688 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 9: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522513 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 8: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522661 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 7: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522645 (Buch & CD)

Allgemein


- Andrew Chaikin, A Man on the Moon, Penguin Books 1995, ISBN 0140272011
- David M. Harland, Exploring the Moon, Springer, 1999, ISBN 1852330996
- Gene Kranz, Failure is not an option, Berkley Books 2001, ISBN 0425179877
- Chris Kraft, Flight: My Life in Mission Control, Penguin Putnam, 2002, ISBN 0452283043
- Diverse, The Secret of Apollo: Systems Management in American and European Space Programs, Johns Hopkins University Press, 2002, ISBN 080186898X
- Diverse, Taking Science to the Moon: Lunar Experiments and the Apollo Program, Johns Hopkins University Press, 2001, ISBN 0801865999
- Jesco von Puttkamer, Apollo 11, Wir sehen die Erde, Herbig, 2001, ISBN 3776670568 (deutsch)
- Jim Lovell, Apollo 13, Langenscheidt-Longman, 2001, ISBN 3526451842 (deutsch)
- Moon Lander, How We Developed the Apollo Lunar Module, Smithsonian Books, 2001, ISBN 156098998X
- Eugene Cernan, The Last Man on the Moon, Griffin, 2000, ISBN 0312263511
- James E. Webb, Powering Apollo, Johns Hopkins University Press, 2000, ISBN 0801862051

DVDs


- From The Earth To The Moon, 1998
- For All Mankind - Criterion Collection, 1989

Siehe auch


- Apollo-Raumschiff
- Raumfahrt
- Geschichte der Raumfahrt
- Katastrophen der Raumfahrt
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Luna-Programm
- Skylab
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Mondlandungslüge
- Bemannter Mondflug nach Apollo
- Wettlauf ins All

Weblinks


- Der berühmte Satz von Neil Armstrong im Original ist [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-11/sounds/a11step.wav hier]als wav-Datei (260 kb) zu hören
- [http://history.nasa.gov/alsj/frame.html Apollo Lunar Surface Journal] - Alle Landemissionen ausführlich beschrieben und ein sehr umfangreiches Multimedia-Angebot (englisch)
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo.html NASA: The Apollo Program] (englisch)
- [http://www.nasm.si.edu/collections/imagery/apollo/apollo.htm Smithsonian: The Apollo Program] (englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/SP-4029.htm NASA: Apollo By The Numbers] - Umfangreiche Listen und Statistiken (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/index.html NASA: Apollo-Programm] (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/lunarlanding.html NASA: Mondkarte mit Landeplätzen] (englisch)
- [http://www.apolloarchive.com/ Viele Details / Ton,- Videomitschnitte] (englisch)
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/70mm/ Tausende, erst 2004 veröffentlichte Fotos der Apollo-Missionen] (englisch)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/apollo.php extrasolar-planets.com - Apollo Programm] (deutsch)
- [http://www.apollo-projekt.de Apollo-Projekt.de] (deutsch)
- [http://www.apolloprojekt.de Apolloprojekt.de] (deutsch)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/mondlandung/home.shtml Raumfahrer.net: Mondlandung] (deutsch)
- [http://www.erkenntnishorizont.de/raumfahrt/rueckstoss/lunarmodule.c.php?screen=800 Schon mal eine Mondlandefähre gesteuert? / Online-Mondlandungs-Simulator] (deutsch)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/apollo/index.html Photos der NASA zum Apollo Programm] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung) !Apolloprogramm ja:アポロ計画 ko:아폴로 계획

3. März

Der 3. März ist der 62. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 63. in Schaltjahren) - somit bleiben 303 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1803 - Zar Alexander I. stellt den Gutsbesitzern frei, Leibeigene in den Stand freier Ackerbauern zu entlassen.
- 1849 - Zachary Taylor wird als 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.
- 1857 - Frankreich und Großbritannien erklären dem Kaiserreich China den Krieg (Zweiter Opiumkrieg).
- 1871 - Deutschland. Wahlen zum ersten Deutschen Reichstag in Berlin.
- 1878 - Der Frieden von San Stefano beendete die Balkankrise der Jahre 1876-1878. Bulgarien gewinnt Unabhängigkeit vom Osmanisches Reich wieder.
- 1904 - Die Tonaufzeichnungszylinder Thomas Edisons verwendend, ist Kaiser Wilhelm II. die erste Person, die eine Klangaufzeichnung von einem politischen Dokument macht.
- 1905 - Der russische Zar Nikolaus II. stimmt der Schaffung einer gewählten Volksvertreterversammlung, der Duma, zu.
- 1918 - Deutscher Diktatfrieden von Brest-Litowsk mit Russland.
- 1924 - Die Türkei beschließt die Abschaffung des Kalifats.
- 1931 - The Star-Spangled Banner wird die offizielle Nationalhymne der USA.
- 1933 - Der Führer der KPD, Ernst Thälmann, wird verhaftet.
- 1945 - Alliierte Flugzeuge werfen versehentlich Bomben auf Basel und Zürich und auf ein Wohnviertel von Den Haag (500 Todesopfer)
- 1945 - Das bisher neutrale Finnland erklärt den Achsenmächten den Krieg
- 1980 - In Kanada tritt Premierminister Charles Joe Clark zurück.
- 1991 - Fast 78 % der Bürger Estlands sind für die Wiederherstellung der Unabhängigkeit
- 1991 - Lettland. Volksabstimmung über Unabhängigkeit von der Sowjetunion
- 1991 - Miguel Trovoada wird Staatspräsident in São Tomé und Príncipe
- 1992 - Georgien wird Mitglied im Schwarzmeerkooperationsrat
- 1992 - Kasachstan wird Mitglied in EAPR (Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat)
- 1992 - In Bosnien und Herzegowina wird Alija Izetbegović wird Staatspräsident.
- 1997 - Japan. Störfall in einem Kernkraftwerk Nähe Tokio. Mehrere Mitarbeiter werden verstrahlt.
- 2002 - Das Stimmvolk Wähler in der Schweiz entscheiden sich knapp für einen Beitritt der Schweiz zu den Vereinten Nationen.

Wirtschaft


- 1885 - Die American Telephone and Telegraph Corporation (AT&T) wird gegründet, um das erste Fernsprechnetz der USA zu betreiben.

Wissenschaft, Technik


- 1972 - Die Raumsonde Pioneer X wird gestartet.

Kultur


- 1671 - In Paris wird die Nationaloper (Académie) mit der ersten Oper in französischer Sprache - "Pomone" von Robert Cambert eröffnet.
- 1734 - Uraufführung der Oper Circe von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1875 - Uraufführung der Oper Carmen von Georges Bizet an der Opéra-Comique in Paris.

Religion


- 357 - Reliquien des Apostel Andreas und des Evangelisten Lukas werden nach Konstantinopel gebracht.

Katastrophen


- 1974 - Kurz nach dem Start vom Pariser Flughafen Orly verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote
- 2002 - Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in der afghanischen Region Hindu Kush fordert 166 Todesopfer.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1999 - Der Schwergewichts-Weltmeisterschaftskampf im Boxen zwischen Lennox Lewis und Evander Holyfield endet Unentschieden, obwohl Lewis eindeutig besser war.
- 2005 - Steve Fossett beendet im Global Flyer nach gut 70 Stunden den ersten Non-Stop Soloflug um die Welt.

Geboren


- 1667 - Jakob Heinrich Graf von Flemming, brandenburgischer Heerführer und Staatsmann
- 1700 - Charles Joseph Natoire, französischer Maler
- 1709 - Andreas Sigismund Marggraf, deutscher Chemiker
- 1756 - William Godwin, britischer Schriftsteller
- 1795 - Gustav Harkort, deutscher Unternehmer. Bankier und Eisenbahnpionier
- 1804 - Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat
- 1805 - Jonas Furrer, schweizerischer Politiker (erster Schweizer Bundespräsident)
- 1811 - Hugo von Ritgen, deutscher Architekt
- 1822 - Bernhard Hammer, schweizerischer Politiker
- 1826 - George B. McClellan, Oberkomandierender der Unionsstreitkräfte im US-amerikanischen Bürgerkrieg
- 1829 - Carl von Siemens, deutscher Industrieller und Bruder von Werner von Siemens
- 1845 - Georg Cantor, deutscher Mathematiker
- 1847 - Alexander Graham Bell, Sprechtherapeut, Erfinder und Großunternehmer
- 1849 - Leonhard Tietz, deutscher Kaufmann jüdischer Abstammung
- 1863 - Arthur Machen, Autor phantastischer Geschichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- 1867 - Gustav Strube, US-amerikanischer Komponist
- 1870 - Géza Maróczy, ungarischer Schachspieler
- 1874 - Karl Scharfenberg, deutscher Eisenbahningenieur
- 1883 - Sir Cyril Lodowic Burt, britischer Psychologe
- 1891 - Arthur Drewry, britischer Fußballfunktionär
- 1895 - Matthew Ridgway, US-amerikanischer General
- 1895 - Ragnar Anton Kittil Frisch, norwegischer Nationalökonom
- 1900 - Fritz Rotter, österreichischer Autor und Komponist
- 1901 - Gino Cervi, italienischer Filmschauspieler
- 1906 - Barney Bigard, US-amerikanischer Jazz-Klarinettist
- 1911 - Jean Harlow, US-amerikanische Schauspielerin
- 1912 - Klaus Gysi, Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR
- 1914 - Asger Jorn, dänischer Künstler
- 1917 - Will Eisner, amerikanischer Comic-Zeichner
- 1918 - Arthur Kornberg, US-amerikanischer Biochemiker
- 1918 - Fritz Thiedemann, deutscher Springreiter, Landwirt und Unternehmer
- 1920 - James Doohan, US-amerikanischer Schauspieler (»Scotty«)
- 1921 - Paul Guimard, französischer Schriftsteller
- 1922 - Kazimierz Serocki, polnischer Komponist
- 1924 - Johnson Thomas Umurakwe Aguiyi-Ironsi, nigerianischer Oberbefehlshaber der Armee
- 1924 - Ottmar Walter, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1926 - Heinz Knobloch, deutscher Schriftsteller
- 1927 - Junior Parker, US-amerikanischer Sänger
- 1927 - Pierre Aubert, schweizerischer Politiker
- 1928 - Gudrun Pausewang, deutsche Schriftstellerin
- 1930 - Heiner Geißler, deutscher Politiker
- 1933 - Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes
- 1934 - Jimmy Garrison, US-amerikanischer Jazz-Bassist
- 1935 - Hans Sturm, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1935 - Schelju Schelew, bulgarischer Politiker und Staatspräsident
- 1937 - Bobby Driscoll, US-amerikanischer Schauspieler
- 1938 - Bruno Bozzetto, italienischer Cartoon Animator
- 1939 - Ariane Mnouchkine, französische Schauspielerin
- 1940 - Dunja Rajter, kroatische Sängerin
- 1940 - Horst Schmidbauer, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Vivi Bach, dänische Sängerin, Schauspielerin, TV-Moderatorin und Schriftstellerin
- 1942 - Mike Pendergast, britischer Musiker
- 1943 - Ivo Vajgl, Außenminister der Republik Slowenien
- 1944 - Jance Garfat, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Dave Mount, britischer Musiker
- 1947 - Jennifer Warnes, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Johnny Tame, deutscher Musiker
- 1948 - Frank W. Abagnale, US-amerikanischer Hochstapler und Scheckbetrüger
- 1949 - Roberta Alexander, US-amerikanische Sopranistin
- 1950 - Karl Goldammer, österreichischer Maler
- 1952 - Wolfgang Kubicki, deutscher Politiker
- 1953 - Dagmar Freitag, deutsche Politikerin
- 1953 - Josef Winkler, österreichischer Schriftsteller
- 1953 - Zico, brasilianischer Fußballspieler, Trainer der japanischen Fußball-Nationalmannschaft
- 1954 - Christopher Hughes, britischer Musiker
- 1956 - Zbigniew Boniek, polnischer Fußballspieler
- 1958 - Miranda Richardson, britische Schauspielerin
- 1960 - Andreas Thiel, deutscher Handballspieler
- 1962 - Jackie Joyner-Kersee, US-amerikanische Leichtathletin
- 1969 - Tilman Günther, deutscher Schauspieler
- 1974 - David Faustino, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Johanna Wokalek, deutsche Schauspielerin
- 1977 - Ronan Keating, irischer Musiker
- 1979 - Anton Weste, deutscher Roman- und Spieleautor
- 1981 - Arash Miresmaeili, iranischer Judoka
- 1982 - Jessica Biel, US-amerikanische Schauspielerin
- 1983 - Sarah Poewe, Schwimmerin mit südafrikanisch-deutscher Nationalität
- 1986 - Stacie Orrico, US-amerikanische Sängerin

Gestorben


- 116 - Alexander I., in Rom; Papst seit 106
- 1033 - Kunigunde (HRR), war die Gemahlin Kaiser
- 1554 - Johann Friedrich I. (Sachsen), Kurfürst und Herzog von Sachsen
- 1605 - Ippolito Aldobrandini, Papst
- 1605 - Clemens VIII., Papst von 1592 bis 1605
- 1616 - Matthias de L'Obel, Botaniker und Leibarzt von James I. von England
- 1703 - Robert Hooke, englischer Physiker, Mathematiker und Erfinder
- 1706 - Johann Pachelbel, deutscher Komponist
- 1714 - Hans Carl von Carlowitz, deutscher Forstwissenschaftler
- 1732 - Francis Atterbury, englischer Bischof von Rochester
- 1761 - Tobias Wasnack, Laienbruder des Franziskanerordens im Kloster zu Wien
- 1780 - Joseph Highmore, britischer Maler
- 1797 - Yves Joseph de Kerguelen de Trémarec, französischer Seefahrer und Entdecker
- 1806 - Heinrich Christian Boie, evangelischer Theologe
- 1823 - François de Beauharnais, Adeliger
- 1824 - Giovanni Battista Viotti, italienischer Violinist und Komponist
- 1838 - John Stevens, Schatzmeister von New Jersey
- 1848 - Heinrich Olivier, deutscher Maler
- 1851 - Alexander Alexandrowitsch Aljabjew, russischer Komponist
- 1859 - Johann Günther Friedrich Cannabich, deutscher Geograf, Pfarrer und Pädagoge
- 1871 - Michael Thonet, deutscher Tischlermeister und Industrieller
- 1882 - Ludwig Kalisch, deutscher Schriftsteller
- 1890 - Adalbert von Bredow, preußischer Generalleutnant
- 1900 - Franz Heinrich Reusch, katholischer Theologe und alt-katholischer Kirchenhistoriker
- 1900 - Ludwig Purtscheller, Bergsteiger, Lehrer
- 1915 - Frederick Winslow Taylor, US-amerikanischer Ingenieur
- 1921 - Petrus Josephus Hubertus Cuypers, holländischer Architekt
- 1922 - Der Hauptmann von Köpenick, deutsch-luxemburgischer Schuhmacher
- 1922 - Friedrich Wilhelm Voigt, deutsch-luxemburgischer Schuhmacher und Hochstapler
- 1927 - Michail Petrowitsch Arzybaschew, russischer Schriftsteller
- 1931 - Otto Reutter, deutscher Komiker
- 1932 - Eugen d'Albert, deutscher Komponist
- 1937 - Amelia Earhart, US-amerikanische Pilotin
- 1958 - Theodor Kramer, österreichischer Lyriker
- 1958 - Wilhelm Zaisser, Minister für Staatssicherheit in der DDR
- 1959 - Lou Costello, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Comedian
- 1961 - Paul Wittgenstein, österreichischer Pianist
- 1965 - Faruq I., König von Ägypten 1936 bis 1952
- 1967 - Heinrich Wilper, deutscher Politiker und MdB
- 1974 - Carl Jacob Burckhardt, schweizerischer Historiker, Schriftsteller und Diplomat
- 1974 - Ludwig Grote, deutscher Kunsthistoriker
- 1975 - Otto Winzer, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR
- 1975 - Therese Giehse, deutsche Schauspielerin
- 1978 - Otto Steinert, deutscher Fotograf
- 1982 - Georges Perec, französischer Schriftsteller
- 1982 - Sepp Bradl, österreichischer Skispringer und Sprungtrainer
- 1983 - Arthur Koestler, englischer Schriftsteller
- 1983 - Hergé, belgischer Comic-Autor und Zeichner
- 1984 - Heinrich Kirchner, deutscher Bildhauer
- 1987 - Danny Kaye, US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger
- 1988 - Sewall Wright, US-amerikanischer Biologe, Genetiker
- 1990 - Bruno Bettelheim, US-amerikanischer Psychologe
- 1994 - Roman Haubenstock-Ramati, Komponist
- 1996 - Léo Malet, französischer Krimi-Schriftsteller
- 1996 - Marguerite Duras, französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin
- 1999 - Gerhard Herzberg, kanadischer Chemiker und Physiker
- 2000 - Otto Grünmandl, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller
- 2002 - Hans-Georg Gadamer, deutscher Philosoph
- 2003 - Goffredo Petrassi, italienischer Komponist
- 2003 - Horst Buchholz, deutscher Schauspieler
- 2003 - Peter Smithson, britischer Architekt
- 2005 - Rinus Michels, niederländischer Fussballtrainer

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Bulgarien

Siehe auch


- 2. März - 4. März
- 3. Februar - 3. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0303 ja:3月3日 ko:3월 3일 simple:March 3 th:3 มีนาคม

Apollo 14

Apollo 14 war ein bemannter Mondflug im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Programms.

Besatzung

Am 6. August 1969, kurz nach der erfolgreichen Mondlandung durch Apollo 11 gab die NASA die Mannschaften für die Missionen Apollo 13 und Apollo 14 bekannt. Intern war bereits beschlossen worden, dass der Mercury-Veteran Alan Shepard einen der nächsten Mondflüge kommandieren würde. Er war der erste Amerikaner im Weltall, wenn auch sein Flug mit Mercury-Redstone 3 acht Jahre zuvor keine vollständige Erdumkreisung vollbrachte. Shepard war aufgrund seines Ménière-Syndroms, einer Ohren-Druckkrankheit, die Flugfähigkeit abgesprochen worden, aber er konnte nach einer Innenohroperation wieder aktiv werden. Shepard war zuerst als Kommandant von Apollo 13 vorgesehen, auf Kosten von Gordon Cooper, der als Ersatzkommandant von Apollo 10 eigentlich an der Reihe gewesen wäre. Dann wurde aber entschieden, dass Shepard Apollo 14 übernehmen sollte, um ihm mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben. Das Kommando von Apollo 13 ging dabei aber nicht an Cooper, sondern an Jim Lovell. Cooper verließ kurz danach die NASA. Als Pilot der Kommandokapsel von Apollo 14 wurde Stuart Roosa eingeteilt, dem der Vorzug vor Donn Eisele gegeben wurde. Eisele hatte wie Cooper zur Ersatzmannschaft von Apollo 10 gehört und wäre damit üblicherweise in die Hauptmannschaft von Apollo 14 nominiert worden. Pilot der Mondlandefähre wurde Edgar Mitchell. Sowohl Roosa als auch Mitchell waren aus der fünften Astronautenauswahlgruppe und hatten noch keinen Raumflug absolviert. Die Ersatzmannschaft waren Eugene Cernan als Kommandant, Ron Evans als Pilot der Apollokapsel und Joe Engle als Pilot der Landefähre. Die Unterstützungsmannschaft (Support Crew) bestand aus Bruce McCandless, William Pogue und Philip Chapman. Chapman war der erste Astronaut der sechsten Auswahlgruppe, der für eine Mannschaft nominiert wurde. Pogue würde das letzte Mitglied einer Support Crew werden, das später noch für einem Apolloflug nominiert wurde: er startete 1973 mit Skylab 4.

Vorbereitung

Die einzelnen Stufen der Saturn-V-Rakete AS-509 wurden zwischen Januar und Mai 1970 in Cape Kennedy angeliefert. Das Apollo-Raumschiff CSM-110 erhielt den Namen Kitty Hawk, nach dem Ort, an dem die Gebrüder Wright den ersten Motorflug unternommen hatten. Die Mondlandefähre LM-8 erhielt den Namen Antares nach dem Stern im Sternbild Skorpion. Aufgrund der Probleme von Apollo 13 wurden drei größere Änderungen am Apollo-Raumschiff vorgenommen: Die interne Struktur der Sauerstofftanks wurde geändert, ein dritter Sauerstofftank wurde hinzugefügt und eine weitere Batterie eingebaut. Am 9. November 1970 konnte die Rakete zur Startrampe 39-A gerollt werden. Als Verbindungssprecher (CapCom) während des Fluges dienten Ron Evans von der Ersatzmannschaft, Fred Haise von Apollo 13, Bruce McCandless von der Unterstützungsmannschaft, sowie Gordon Fullerton.

Flugverlauf

Start und Hinflug

Der Start der Apollo 14 zum Mond erfolgte am 31. Januar 1971, 16:03 Uhr Ortszeit (21:03 GMT) ab Cape Canaveral, Florida. Am Starttag herrschte schlechtes Wetter, und kurz vor dem Start wurde der Countdown unterbrochen, um eine Regen- und Gewitterfront vorüberziehen zu lassen. Apollo 12 war während des Starts vom Blitz getroffen worden, was zum Ausfall mehrerer Systeme geführt hatte. Dieses Risiko wollte man nicht nochmals eingehen. Wie bei allen Mondflügen im Apollo-Programm wurde erst eine Erdumlaufbahn angesteuert, bevor die dritte Stufe ein zweites Mal gezündet wurde, um das Raumschiff auf den Weg zum Mond zu bringen. Probleme bereitete das Flugmanöver, mit dem auf dem Hinflug die Mondlandefähre 'Antares' an die Nase des Apollo Kommandomoduls 'Kitty Hawk' verbracht wird. Es benötigte sechs Anläufe, bis es gelang.

Auf dem Mond

Kommandomoduls Als Ziel war das Fra-Mauro-Hochland anvisiert, das eigentlich von Apollo 13 besucht werden sollte. Nachdem ein Problem mit der Bordelektrik der Antares behoben war, wartete ein sehr umfangreiches wissenschaftliches Programm auf die Astronauten. Neben einem erweiterten ALSEP (Apollo Lunar Surface Experiments Package) hatte die Mannschaft eine ganze Reihe kleinerer Messgeräte im Gepäck. Dazu gehörten
- ein Radioisotope Thermoelectric Gererator (RTG)
- ein passives seismisches sowie
- ein aktives seismisches Experiment, welches Ladungen in die Mondoberfläche schoß
- ein Suprathermal Ion Detector Experiment, zum Aufspüren von Gasen
- ein Cold Cathode Gage Experiment
- ein Charged Particle Lunar Environment Experiment, eine Art Mörser
- ein Laser Ranging Retro-Reflector
- ein Lunar Portable Magnetometer Experiment,
- ein Solar Wind Experiment
- sowie Instrumente zur Untersuchung der Mondgeologie und des Mondgesteins. Die erste EVA dauerte 5.03 Stunden, in der die Astronauten hauptsächlich die Experimente aufstellten. Der zweite Ausflug am nächsten Tag hatte zum Ziel, am oberen Rand des Cone Kraters, der einen beachtlichen Durchmesser von 300 m hat und 40 m tief ist, Gesteinsproben zu nehmen. Sie erreichten den Krater jedoch nicht. Den erstmals mitgeführten "Modular Equipment Transporter" (MET) durch den tiefen Mondstaub zu bewegen war anstrengend und kostete mehr Zeit und Atemluft als gedacht. Außerdem verliefen sich die beiden Astronauten. In den 4 h 23 min legten die Astronauten rund drei Kilometer Wegstrecke auf dem Mond zurück. Am Ende der letzten EVA wurde Shepard dann auch zum ersten Golfspieler auf dem Mond. Er zog zwei Golfbälle aus seiner Tasche und schlug sie mittels einer Stange mehrere hundert Meter weit, was er mit "Miles and miles and miles" kommentierte.

Rückflug und Landung

Golfspieler Der Rückflug ging ohne Probleme vonstatten. Am 9. Februar 1971 um 16:05 Uhr wasserte Apollo 14 nur 7 km von der USS New Orleans entfernt im Pazifik. Die Kapsel verfehlte den anvisierten Zielpunkt nur um 1,1 km und hatte damit die genaueste Landung aller Apollo-Missionen. Wie die Besatzungen von Apollo 11 und Apollo 12 mussten auch Shepard, Roosa und Mitchell nach der Landung Schutzanzüge anlegen und sich 16 Tage lang in Quarantäne begeben. Wie bei den zwei vorigen Besatzungen wurden keinerlei Anzeichen von "Mondviren" entdeckt, so dass bei späteren Flügen auf diese Vorsichtsmaßnahme verzichtet werden konnte.

Bedeutung für das Apollo-Programm

Die Apollo-14-Mission war zu diesem Zeitpunkt die wissenschaftlich erfolgreichste. So lieferte das mitgebrachte Gestein mit einem Gesamtgewicht von 42,9 kg viele wertvolle Informationen zur Datierung des Mondalters. Auch die im Umfeld der Antares aufgestellten Messinstrumente lieferten reichlich Daten. Das Seismometer registrierte beispielsweise Mondbeben vorwiegend dann, wenn der Mond sich am erdnächsten Punkt seiner Bahn, dem im Perigäum befand. Das Gelingen dieser Mission machte dann auch den Weg frei für die Missionen Apollo 15, 16 und 17. Vor Beginn der Mission hatten die Astronauten im Nördlinger Ries ein field training absolviert, da die vielen Steinbrüche in diesem Gebiet und das dort vorkommende Suevit-Gestein der Oberfläche des Mondes sehr ähnlich sind. Als Dank für die Unterstützung schenkte die NASA der Stadt Nördlingen 1972 einen Mondstein von der Apollo-16-Mission, der im dortigen Rieskratermuseum besichtigt werden kann. Apollo-16 Mitchell und Shepard waren die einzigen Apollo-Astronauten, die während des Fluges zugenommen statt abgenommen hatten.

Weblinks


- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo14info.html NASA: Apollo 14 Info] (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a14/a14.html NASA: Apollo 14 Lunar Surface Journal] (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/ktclips/ap14_golf_on_the_Moon.rm NASA-Video: Shepard spielt Golf auf dem Mond] (1:35 Minuten; Real Media; 4,1 MB)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a14/a14mr.html NASA: Apollo 14 Mission Report] (264 Seiten, engl.) Kategorie:Apolloprogramm th:ยานอะพอลโล 14

John W. Young

John Watts Young (
- 24. September 1930 in San Francisco, Kalifornien, USA) ist ein US-amerikanischer Astronaut. Er war der neunte Mensch auf dem Mond und der einzige Amerikaner, der sowohl in den Gemini- und Apollo-Raumkapseln als auch mit der Raumfähre Space Shuttle geflogen ist.

Beginn der Karriere

John Young studierte Luftfahrttechnik am Georgia Institute of Technology und schloss 1952 mit höchsten Auszeichnungen ab. Young trat der US-Marine bei und diente auf dem Zerstörer USS Laws. Danach wurde er zum Piloten ausgebildet und flog vier Jahre lang Kampfflugzeuge. 1959 wurde er Testpilot der Navy und stellte 1962 verschiedene Weltrekorde im Steigflug auf.

Gemini

Young wurde am 17. September 1962 von der NASA in die zweite Astronautengruppe ausgewählt. Im Januar 1963 bekam er als Spezialgebiet die Ausrüstung der Astronauten in der Raumkapsel zugewiesen. Dies umfasste sowohl persönliche Ausrüstung als auch Notfallausrüstung im Falle von Notlandungen. Am 13. April 1964 wurde Young als Pilot für den ersten bemannten Flug der Gemini-Kapsel nominiert. Young war damit der erste Astronaut der zweiten Gruppe, der zu einem Weltraumeinsatz kommen sollte. Unter dem Kommado von Virgil Grissom absolvierte er am 23. März 1965 mit Gemini 3 (Molly Brown) den ersten amerikanischen Zwei-Mann-Flug. Young bediente dabei den ersten Computer im All. Für Aufregung bei der Flugleitung hatte gesorgt, dass Young ein Sandwich mit an Bord geschmuggelt hatte, dessen Brösel in der Schwerelosigkeit in der Kapsel herum flogen. Kurz danach wurden Young und Grissom als Ersatzmannschaft für die Mission Gemini 6 nominiert, die im Dezember 1965 stattfand. Am 25. Januar 1966 wurde Young als Kommandant von Gemini 10 bekannt gegeben, sein Pilot sollte Mike Collins werden. So kam er bereits am 18. Juli 1966 zu seinem zweiten Raumflug, bei dem sowohl eine Kopplung im All als auch ein Weltraumspaziergang unternommen wurden. 1966

Apollo

Nach Abschluss des Gemini-Programms trat Young dem Apollo-Projekt bei. Am 22. Dezember 1966 wurden die Mannschaften der ersten Apollo-Flüge bekannt gegeben. Young war zunächst Ersatzpilot der zweiten bemannten Mission. Nach der Katastrophe von Apollo 1, bei dem Youngs ehemaliger Kommandant Grissom ums Leben kam, wurden die Pläne ausgesetzt. Die neuen Pläne wurden am 9. Mai 1967 veröffentlicht und sahen vor, dass Young Ersatzpilot von Apollo 7 (Mission C) in der Erdumlaufbahn sei. Dieser Flug fand im Oktober 1968 statt. Young war dabei einer der Verbindungssprecher (Capcom). Kurz danach, am 13. November 1968 wurde Young für die Mission Apollo 10, die Generalprobe der Mondlandung, als Pilot der Apollo-Kapsel nominiert. Dieser Flug fand vom 18. Mai bis zum 26. Mai 1969 statt. Young blieb als Pilot im Mutterschiff Charlie Brown, während Kommandant Tom Stafford und Pilot Eugene Cernan in der Mondfähre Snoopy eine Mondlandung simulierten. Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erfolgte mit einer Geschwindigkeit von 11,107 km/s, was immer noch den Rekord in der bemannten Raumfahrt darstellt. Eugene Cernan Kurz nach der Mondlandung von Apollo 11 im Juli 1969 wurde Young als Ersatzkommandant von Apollo 13 eingeteilt, kam aber nicht zum Einsatz und übernahm deshalb wieder einige Schichten als Verbindungssprecher. Im März 1971 erhielt Young dann sein erstes Apollo-Kommando: mit Apollo 16 sollte er die vorletzte Mondlandung übernehmen. Mit an Bord waren der Pilot der Apollo-Kapsel Thomas K. Mattingly und der Pilot der Mondfähre Charles M. Duke. Der Flug fand vom 16. April bis zum 27. April 1972 statt, Young betrat am 20. April als neunter Mensch den Mond. Im Vorfeld des letzten Mondfluges, Apollo 17 kam es noch zu einigen Umschichtungen bei der Haupt- und der Ersatzmannschaft. Young und Duke wurden dabei nach ihrem erfolgreichen Flug mit Apollo 16 bereits wieder als Ersatz für den nächsten Flug eingeteilt, da es nicht sinnvoll gewesen wäre, eine völlig neue Ersatzmannschaft zu trainieren, welche keine Chance hatte, später eine reguläre Apollo-Mission fliegen zu können. Wäre der Apollo-17-Kommandant, Youngs Mannschaftskamerad von Apollo 10, Eugene Cernan ausgefallen, hätte Young als einziger Mensch ein zweites Mal eine Mondlandung unternommen. Da dies aber nicht der Fall war, diente Young wieder als einer der Verbindungssprecher.

Space Shuttle

Eugene Cernan Nach Abschluss des Apollo-Programms wurde Young im Januar 1973 Leiter der Space-Shuttle-Abteilung des Astronautenbüros und sorgte dafür, dass die Astronauten genügend Einfluss auf die Entwicklung der neuen Raumfähre hatten. Im Januar 1974 wurde er Leiter des Astronautenbüros und war damit für die Koordination aller Astronautentätigkeiten verantwortlich. 1976 trat Young offiziell aus der Marine aus. Als das Space Shuttle fertig gestellt war, erhielt Young die Ehre, den Jungfernflug zu kommandieren. Vom 12. April bis 14. April 1981 testete er im Erdorbit zusammen mit seinem Piloten Bob Crippen alle Systeme des Shuttles Columbia während der Mission STS-1. Es war das erste Mal, dass die NASA ein neues Raumschiff einsetzte, ohne vorher unbemannte Testflüge durchgeführt zu haben, und das erste Mal, dass ein Raumschiff nicht an Fallschirmen wasserte, sondern im Gleitflug landete. Seinen sechsten und vorerst letzten Weltraumeinsatz hatte Young als Kommandant der Mission STS-9 vom 28. November bis 8. Dezember 1983, bei der zum ersten Mal das Weltraumlabor Spacelab mitgeführt wurde. Mit an Bord waren Pilot Brewster Shaw, die Missionsspezialisten Bob Parker und Owen Garriott und die Nutzlastspezialisten Byron Lichtenberg und Ulf Merbold. Ulf Merbold Ein weiterer Flug (STS-61J), bei dem im August 1986 das Hubble-Weltraumteleskop ausgesetzt werden sollte, wurde nach der Explosion der Challenger abgesagt. John Young hat insgesamt mehr als 15.100 Flugstunden mit Flugzeugen, Helikoptern und Raketen auf seinem Konto. Darunter befinden sich seine 835 Weltraumflugstunden. Young trat im Mai 1987 als Leiter des Astronautenbüros zurück und übernahm 1996 den Posten des technischen Direktors beim Johnson Space Center. Nach 42 Jahren im Dienst der NASA ging Young im Dezember 2004 in Ruhestand. Siehe auch: Liste der Raumfahrer

Weblinks


- [http://www.jsc.nasa.gov/Bios/htmlbios/young.html NASA Biografie (englisch)]
- [http://www.johnwyoung.com/ Inoffizielle Homepage (englisch)] Young, John Young, John Young, John Young, John Young, John Young, John

Apollo 10

Das Ziel der Apollo-10-Mission war ein Testflug der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Mondumlaufbahn, in der Abstiegs-, Aufstiegs-, Rendezvous- und Andockmanöver geprobt wurde.

Besatzung

Am 13. November 1968, kurz nachdem die NASA bekanntgab, dass der Flug von Apollo 8 zum Mond führen sollte, wurde auch die Besatzung von Apollo 10, der Generalprobe der Mondlandung, bekannt gegeben. Wie erwartet wurde die Ersatzmannschaft von Apollo 7 für diesen Flug als Hauptmannschaft nominiert: Tom Stafford als Kommandant, John Young als Pilot des Apollo-Raumschiffs und Eugene Cernan als Pilot der Mondlandefähre. Stafford und Young hatten schon zwei, Cernan einen Raumflug im Gemini-Projekt hinter sich. Cernan war bereits bei Gemini 9 mit Stafford als Kommandant geflogen. Apollo 10 war der erste amerikanische Raumflug, bei dem kein einziger Weltraumneuling an Bord war. Kommandant der Ersatzmannschaft war Gordon Cooper. Er war zu dieser Zeit der letzte verbliebene Mercury-Astronaut, denn Walter Schirra hatte nach Apollo 7 das Apollo-Programm verlassen und Alan Shepard und Deke Slayton waren noch immer als flugunfähig eingestuft. Die beiden anderen Ersatz-Astronauten waren Donn Eisele, der gerade mit Apollo 7 seinen ersten Raumflug hinter sich gebracht hatte, als Pilot der Apollo-Kapsel und Edgar Mitchell, ein Weltraumneuling aus der fünften Auswahlgruppe, als Pilot der Mondfähre. Wenn das normale Rotationsverfahren zur Anwendung gekommen wäre, hätten Cooper, Eisele und Mitchell die Mannschaft von Apollo 13 gebildet. Die Unterstützungsmannschaft (Support Crew) bestand aus James Irwin, Charles Duke, Joe Engle und Jack Lousma.

Vorbereitung

Die einzelnen Teile der Rakete wurden im November und Dezember 1968 angeliefert. Am 11. März 1969, noch während des Fluges von Apollo 9 konnte die Saturn V zur neuen Startrampe 39B gerollt werden. Die Rakete trug die Seriennummer AS-505, die Kommandokapsel CSM-106 (die Kapsel CSM-105 war für Tests reserviert und sollte nicht ins All fliegen) und die Mondlandefähre LM-4. Traditionsgemäß wurden die Rufzeichen der beiden Raumschiffe von der Mannschaft ausgewählt. Das Apollo-Raumschiff wurde Charlie Brown genannt, die Mondlandefähre Snoopy. Beide Namen stammen aus der Comicserie Peanuts. Nachdem die Apollo-9-Mannschaft Gumdrop (Fruchtgummi) und Spider (Spinne) als Rufzeichen gewählt hatten, drängten NASA-Manager die Mannschaft von Apollo 11, seriöse Rufzeichen für die erste Mondlandung auszusuchen. Als Verbindungssprecher (CapCom) während des Fluges dienten Charles Duke, Joe Engle, Jack Lousma und Bruce McCandless.

Flugverlauf

Start

Die Saturn V startete am 18. Mai 1969 um 16:49 UT von Cape Canaveral, Florida. Wie schon bei Apollo 8 wurde zuerst eine Erdumlaufbahn angesteuert. Nach zwei Erdumkreisungen wurde die dritte Stufe der Saturn-Rakete ein zweites Mal gezündet, um die Apollo-Kapsel auf den Weg zum Mond zu bringen.

In der Mondumlaufbahn

Saturn-Rakete Nach Erreichen der Mondumlaufbahn wurden alle Manöver durchgeführt, wie sie für die reale Landung von Apollo 11 geplant waren. In ca. 110 km Höhe über der Mondoberfläche wurde das Raumschiff (CSM) von der Mondlandefähre (LEM) getrennt. Es begann der Abstieg des LEM, das der Oberfläche bis auf ca. 14 km nahe kam. Das war die geringste Höhe, nach deren Unterschreitung ein direkter Aufstieg nicht mehr möglich gewesen wäre. In 15 km Höhe sollte die Abstiegsstufe abgesprengt werden, um den Wiederaufstieg einzuleiten. Dies gelang erst nach wiederholter Auslösung. Direkt danach versagte die Computersteuerung des Lageregelungssystems und das Modul fing an zu trudeln. Ein erforderlicher Schaltvorgang war in der Checkliste nicht verzeichnet und wurde deshalb auch nicht ausgeführt. So lieferten zwei getrennte Programme sich widersprechende Befehle an die Steuerdüsen. Cernan musste die Computersteuerung abschalten und die korrekte Lage über die manuelle Steuerung wieder herstellen. Auch das Kommando zum Zünden des Haupttriebwerks im Aufstiegsmodul gelang nicht auf Anhieb.

Landung

Beim Wiedereintritt am 26. Mai erreichte die Apollokapsel eine Geschwindigkeit von 11094 m/s. Dies ist nach wie vor die höchste Geschwindigkeit, die von Menschen je erreicht wurde. Um 16:52 UT wasserte Apollo 10 sicher im Pazifik und wurde vom Flugzeugträger USS Princeton geborgen. 19 Fernsehsendungen, erstmals in Farbe, wurden während der Mission zur Erde übertragen.

Bedeutung für das Apollo-Programm

Der erfolgreiche Flug von Apollo 10 zeigte, dass die NASA Apollo-Flüge in kurzer Folge absolvieren konnte. Seit Apollo 7 waren erst sieben Monate vergangen. Apollo 10 war bereits der vierte Flug, und zwei weitere waren bereits für die nächsten Monate in Vorbereitung. Außerdem hatte Apollo 10 alle notwendigen Manöver für eine Mondlandung, bis auf die Landung selbst, durchgeführt. Die aufgetretenen Probleme erwiesen sich als lösbar, so dass die erste bemannte Mondlandung für Apollo 11 geplant werden konnte.

Weblinks


- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a410/A10_MissionReport.pdf NASA: Apollo 10 Mission Report] (323 Seiten, engl.) Kategorie:Apolloprogramm

Thomas K. Mattingly

Thomas Kenneth "Ken" Mattingly II (
- 17. März 1936 in Chicago, Illinois), ist ein ehemaliger US-amerikanischer Astronaut.

Leben

Studium und Militärdienst

Mattingly besuchte die Miami Edison High School in Miami, Florida und studierte anschließend Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Auburn, Alabama. Nach dem Abschluss des Studiums trat er 1958 in die amerikanische Marine ein, wo er zum Pilot ausgebildet wurde. Er diente auf den Flugzeugträgern USS Saratoga und USS Franklin D. Roosevelt. Im Jahre 1965 studierte er an der Air Force Aerospace Research Pilot School.

Apollo

Mattingly bewarb sich bei der NASA und wurde am 4. April 1966 mit der fünften Astronautengruppe der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Spezialgebiet sollte sich besonders um die Entwicklung der Raumanzüge für die Mondlandung kümmern. Schon Ende 1966 wurde er der Support Crew des dritten bemannten Apollo-Flugs zugeteilt, der damals noch unter der Projektbezeichnung Mission E lief und später als Apollo 8 nummeriert wurde. Mattingly arbeitete dabei unter anderem als Verbindungssprecher (Capcom). Auch bei der historischen Mission von Apollo 11 gehörte er wieder der Support Crew an und hielt als Capcom Verbindung zur Mannschaft. Da er einer der Experten für das Apollo-Raumschiff war, wurde er am 6. August 1969 als CM-Pilot für die Mission Apollo 13 eingeteilt, ohne vorher in einer Ersatzmannschaft gewesen zu sein. Einige Tage vor dem Start, am 6. April 1970, stellte sich heraus, dass der Ersatzpilot der Mondfähre, Charles Duke mit Röteln infiziert war, und dass Ken Mattingly nicht dagegen immun war. Um das Risiko zu eliminieren, dass Mattingly während des Mondfluges erkrankte, wurde er am 9. April durch den Reservepilot Swigert ersetzt. Mattingly bekam die Röteln nicht, und war maßgeblich an der Rettungsaktion beteiligt, als die Apollo-13-Astronauten durch eine Explosion an Bord in Lebensgefahr gerieten. Seinen ersten Weltraumflug trat Mattingly dann am 16. April 1972 an, als Pilot der Kommandokapsel von Apollo 16. Auf dem Rückflug vom Mond verließ Mattingly das Raumschiff Casper für Außerbordaktivitäten, was für Apollo 13 noch nicht vorgesehen war. Beim letzten Apolloflug (Apollo 17) im Dezember 1972 diente Mattingly wieder als Capcom.

Space Shuttle

Nach Abschluss des Apollo-Mondprogramms übernahm Mattingly 1973 die Leitung des Astronaut Office Support für die zukünftige Raumfähre Space Shuttle. 1978 wurde er Technischer Assistent für Testflüge beim Manager des Raumflugtestprogramms. Ende 1979 wurde er Leiter der Arbeitsgruppe für Start und Wiedereintritt im Astronaut Office, bis er sich ab April 1981 wieder auf seine aktive Tätigkeit als Astronaut vorbereiten musste. Für die Shuttle Testflüge STS-2 im November 1981 und STS-3 im März 1982 war er als Ersatzkommandant eingeteilt. Vom 27. Juni bis zum 4. Juli 1982 absolvierte Mattingly dann seinen zweiten Raumflug. Er kommandierte den Testflug STS-4 der Raumfähre Columbia. Als Pilot war Henry Hartsfield an Bord. Ab 1983 leitete Mattingly eine NASA-Abteilung, die eng mit dem amerikanischen Verteidigungministerium zusammenarbeitete. Mattingly war auch als Kommandant für den Flug STS-10 vorgesehen, der im November 1983 einen Aufklärungssatelliten für das amerikanische Verteidigungsministerium in die Erdumlaufbahn bringen sollte, aber wegen Verzögerungen abgesagt wurde. Auch ein weiterer Flug (STS-41-E), bei dem Mattingly im Juli 1984 das Kommando haben sollte, musste abgesagt werden. Am 24. Januar 1985 konnte Mattingly endlich mit dem Shuttle Discovery seinen dritten Weltraumflug durchführen. Er befehligte die Mission STS-51-C in einem Einsatz für das Verteidigungsministerium, bei dem mehrere Satelliten ausgesetzt wurden. Bei diesen drei Raumflügen verbrachte Mattingly 21 Tage im All.

Nach der NASA

Im Juni 1986 verliess Mattingly die NASA und kehrte zur US-Marine zurück, wo er als Manager für Satelliten-Programme arbeitete. Er verließ die Navy 1990 im Range eines Konteradmirals und ging in die Industrie. Bei Grumman in Reston, Virginia arbeitete er am Raumstations-Programm, bis er 1993 zu General Dynamics in San Diego wechselte, wo er die Verantwortung für die Atlas-Rakete übernahm. Sein Geschäftsbereich wurde an Martin Marietta verkauft und in die Firma Lockheed Martin eingegliedert, wo Mattingly zeitweise die Entwicklung der Raumfähre X-33 leitete. Seit 1998 ist Mattingly Geschäftsführer der Rocket Development Company in Los Alamitos, Kalifornien, einer Firma die sich auf preisgünstige Trägersysteme konzentriert. Parallel dazu ist er seit Juli 1999 Aufsichtratsvorsitzender der Muttergesellschaft Universal Space Network. Ken Mattingly ist zwei Mal geschieden und hat einen Sohn (Thomas Ken III,
- 1972) aus erster Ehe.

Siehe auch


- Liste der Raumfahrer

Weblinks


- [http://www.jsc.nasa.gov/Bios/htmlbios/mattingly-tk.html NASA-Biografie] Mattingly, Thomas Mattingly, Thomas Mattingly, Thomas Mattingly, Thomas Mattingly, Thomas Mattingly, Thomas

Apollo 13

Apollo 13 war eine Mission innerhalb des amerikanischen Apollo-Programms. Das Primärziel, eine bemannte Landung auf dem Mond, wurde nicht erreicht. Trotz teilweise dramatischer Vorfälle kehrten alle drei Besatzungsmitglieder lebend zur Erde zurück. Dieser Apolloflug war der einzige, der vorzeitig abgebrochen werden musste.

Besatzung

Am 6. August 1969, kurz nach der erfolgreichen Mondlandung durch Apollo 11 gab die NASA die Mannschaften für die Missionen Apollo 13 und Apollo 14 bekannt. Als Kommandant von Apollo 13 wurde James Lovell anstatt des ursprünglich vorgesehenen Kommandanten Alan Shepard ausgewählt und unternahm damit nach Gemini 7, Gemini 12 und Apollo 8 als erster Raumfahrer einen vierten Weltraumflug. Shepard übernahm den folgenden Flug Apollo 14. Als Pilot der Apollokapsel wurde zuerst Ken Mattingly nominiert, als Pilot der Mondlandefähre Fred Haise. Die beiden waren die ersten der fünften Astronautenauswahlgruppe, die für einen Raumflug in die Hauptmannschaft eingeteilt wurden. Als Kommandant der Ersatzmannschaft wurde John Young eingeteilt. "Jack" Swigert wurde Ersatzpilot der Apollokapsel und Charles Duke übernahm die Rolle des Ersatzpiloten für die Mondlandefähre. Die Unterstützungsmannschaft (Support Crew) bestand aus Jack Lousma, William Pogue und Vance Brand. Alle drei hatten schon Erfahrungen als Support Crew oder Capcom. Einige Tage vor dem Start, am 6. April 1970, stellte sich heraus, dass der Ersatzpilot der Mondfähre, Charles Duke mit Röteln infiziert war, und dass Ken Mattingly nicht dagegen immun war. Um das Risiko zu eliminieren, dass Mattingly während des Mondfluges erkrankte, wurde er am 9. April durch den Reservepilot Swigert ersetzt. Mattingly bekam die Röteln nicht. Später nahm er dann an der Apollo-16-Mission teil, für die eigentlich Swigert vorgesehen war.

Vorbereitung

Die einzelnen Stufen der Saturn-V-Rakete AS-508 wurden im Juni und Juli 1969 in Cape Kennedy angeliefert. Das Apollo-Raumschiff CSM-109 erhielt den Namen Odyssey, die Mondlandefähre LM-5 den Namen Aquarius. Ähnlich wie die Besatzung von Apollo 11 verzichteten die Astronauten von Apollo 13 darauf, dass ihre Namen auf dem Missionsabzeichen erschienen. Stattdessen erhielt es das lateinische Motto Ex Luna, Scientia. Insofern musste das Logo nicht geändert werden, als einige Tage vor dem Start der Pilot Mattingly durch Swigert ersetzt werden musste. Nachfolgende Besatzungen bestanden darauf, dass ihre Namen auf dem Logo erschienen. Am 15. Dezember 1969 konnte Apollo 13 zur Startrampe 39-A gerollt werden. Als Verbindungssprecher (Capcom) während des Fluges dienten Brand, Lousma, Young und Mattingly, sowie der Wissenschaftsastronaut Joseph Kerwin. Vorgesehen war die Landung auf dem Mond in der Fra Mauro, wo das ALSEP (Apollo Lunar Surface Experiments Package) aufgestellt werden sollte.

Flugverlauf

ALSEP ALSEP

Start

Der Start von Apollo 13 erfolgte am 11. April 1970, 19:13:00 GMT ab Cape Canaveral, Florida. Aufgrund starker Vibrationen schaltete das mittlere Triebwerk der zweiten Stufe selbsttätig ab, was die Flugleitung dadurch ausglich, dass sie die verbliebenen vier Triebwerke länger brennen ließ. Auch die dritte Stufe brannte etwas länger. Trotz der unerwarteten Störung war die Abweichung von der geplanten Umlaufbahn minimal. Nach 1,5 Erdumkreisungen wurde die dritte Stufe ein zweites Mal gezündet, um Apollo 13 auf den Weg zum Mond zu bringen.

Der Saturn-Crash

Ein vor dem Hintergrund der folgenden Tragödie schnell vergessenes Experiment war der Saturn-Crash auf dem Mond. Kurz nach Abtrennung der Apollo und Ankopplung des Landemoduls wurde die dritte Stufe der Saturn V noch einmal gezündet und erfolgreich auf Kollisionskurs mit dem Mond gebracht. Drei Tage später schlug die fast 14.000 kg schwere Stufe ca. 120 km westnordwestlich des Apollo-12-Landeplatzes mit 2,5 km/s Geschwindigkeit auf. Der Einschlag entsprach der Sprengwirkung von gut 10 t TNT. Nach ungefähr 30 Sekunden registrierte das Seismometer von Apollo 12 den Einschlag. Das Beben dauerte mehr als drei Stunden an. Schon kurz vorher wurde vom Ionosphärendetektor eine Gaswolke registriert. Sie war für mehr als eine Minute nachweisbar. Man nimmt an, dass der Einschlag Partikel des Mondbodens bis in eine Höhe von 60 Kilometern schleuderte, wo sie vom Sonnenlicht ionisiert wurden.

"Houston, we have had a problem."

(Houston, wir hatten ein Problem.) 55 Stunden nach dem Start, schon recht weit auf dem Weg zum Mond, explodierte einer der Sauerstofftanks der "Odyssey", als er in Betrieb genommen werden sollte. In der Folge stellte die Crew einen Abfall in der Stromversorgung und einen weiteren signifikanten Verlust von Sauerstoff fest. Betroffen war auch die Wasserversorgung. Anstelle einer Landung auf dem Mond musste der Kurs so geändert werden, dass die Flugbahn um den Mond herum und wieder zurück zur Erde führte. Das Überleben der Mannschaft war in dem für die Reise ausgerüsteten Servicemodul nicht mehr möglich. Die Versorgung musste von der Mondlandefähre "Aquarius" übernommen werden. Das Lebenserhaltungssystem der Fähre war jedoch nicht dafür ausgelegt, drei Personen mehrere Tage am Leben zu erhalten. Während des Fluges musste das überlastete Luftreinigungssystem umgebaut werden, um mit dem Kohlendioxid-Filter der "Odyssey" arbeiten zu können, der eigentlich mit dem der "Aquarius" inkompatibel war. Hierzu musste aus an Bord vorhandenen Dingen, wie zum Beispiel Tüten, Klebeband, Flugpläne, usw. ein Adapter gebaut werden. Das Bodenzentrum in Houston erarbeitete eine Prozedur, die an die Crew gefunkt wurde, die dann erfolgreich den Adapter nachbaute.

Landung

Erst kurz vor dem Ende des Fluges wurde die für den Wiedereintritt benötigte Kapsel von der Besatzung bestiegen und von dem restlichen Wrack getrennt. Die Mondlandefähre verglühte in der Erdatmosphäre, ebenso ging die an Bord befindliche ALSEP-Station mit ihrer nuklearbetriebenen Stromversorgung verloren. Jedoch wurde keine freigesetzte Radioaktivität nachgewiesen, da dieser Fall im Design des Behälters eingeplant war und er einen Wiedereintritt schadlos überstehen konnte. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde der Wiedereintritt so gewählt, dass ein Punkt im Pazifik mit einer sehr großen Wassertiefe getroffen wurde. Am 17. April 1970 um 13:07 wasserte Apollo 13 im Pazifik, wo die Crew von der USS Iwo Jima (LPH-2) aufgenommen wurde.

Bedeutung für das Apollo-Programm

Weil es gelang, die drei Astronauten trotz widriger Umstände lebend zurück auf die Erde zu bringen, bezeichnete die NASA die Apollo-13-Mission später als einen "erfolgreichen Fehlschlag".

Film

Die Mission wurde im Jahr 1995 mit Tom Hanks, Kevin Bacon, Ed Harris, Gary Sinise und Bill Paxton in den Hauptrollen verfilmt. Das Drama kam unter dem Titel Apollo 13 in die Kinos und wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet.

Weblinks

NASA (alles englisch)


- [http://history.nasa.gov/SP-4029/Apollo_13a_Summary.htm Komplette Missionsbeschreibung]
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/Apollo_13h_Timeline.htm Genau aufgezeichneter Flugverlauf]
- [http://history.nasa.gov/Timeline/apollo13chron.html Apollo 13 Funkverkehr-Mitschnitt (schriftlich)]
- [http://history.nasa.gov/alsj/a13/images13.html Reichhaltige Apollo-13-Fotosammlung]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo13info.html Apollo-13-Linkliste der NASA]
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a13/a13mr.html NASA: Apollo 13 Mission Reports] (168 und 345 Seiten)

Film


- [http://www.kinopolis.de/filminfo/a/apollo13.htm Filmographie Apollo 13]
-
- [http://www.filmmusikwelt.de/index.php?D=5de4e35a5a4bc63bc513f83a2ab925ac&V=file&file=ef5108a0cb385a3e4069aa662cd5a5fd Besprechung der Filmmusik]
- [http://www.sf-radio.net/filmwelt/abenteuer/apollo_13/ Apollo 13 in der Filmwelt von SF-Radio.net] Kategorie:Apolloprogramm ja:アポロ13号

Apollo 17