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Apollo 4

Apollo 4

Apollo 4 war der erste, noch unbemannte Testflug der Rakete Saturn V mit dem Apollo-Raumschiff. Der Start erfolgte am 4. November 1967. Apollo 4 wurde zuerst in eine Umlaufbahn vom ca. 190 km Höhe gebracht. Nach zwei Erdumläufen wurde die dritte Stufe der Saturn V noch einmal gezündet, später auch das Triebwerk des Apollo-Servicemoduls, um es bis zu einer Entfernung von 18.000 km von der Erde zu bringen. Apollo 4 wendete und zündete die Triebwerke noch einmal, um zur Erde zurückzukehren. Noch am selben Tag wasserte das Raumschiff im Atlantik und wurde von der USS Bennington geborgen. Alle Tests verliefen zufriedenstellend. Der Flug trug die interne Projektnummer AS-501. Zuvor waren am 26. Februar, am 5. Juli und am 25. August 1966 bereits Testflüge im Rahmen des Apollo-Projekts durchgeführt worden, die intern mit Apollo 1, Apollo 2 und Apollo 3 bezeichnet wurden. Nachdem am 27. Januar 1967 drei Astronauten bei einem Test im Apollo-Raumschiff ums Leben kamen, wurde deren Mission rückwirkend Apollo 1 benannt. Im April 1967 wurde dann entschieden, dass der nächste Flug im Rahmen des Apollo-Programms die Bezeichnung Apollo 4 erhalten würde. Für die bisherigen Starts blieb es bei den Projektbezeichnungen AS-201 (26. Februar 1966), AS-202 (25. August 1966) und AS-203 (5. Juli 1966), so dass die Namen Apollo 2 und Apollo 3 nie offiziell verwendet wurden.

Weblinks

[http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-4/apollo-4.html Missionsübersicht der NASA (engl.)] Apollo 04

Saturn (Rakete)

] Die Familie der Saturn-Raketen gehört zu den leistungsstärksten Trägersystemen der Raumfahrt, die jemals gebaut wurden. Sie wurden hauptsächlich von deutschen Wissenschaftlern und Technikern unter Leitung Wernher von Brauns für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickelt.

Bauarten

Im zweiten Halbjahr 1959 wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, wie eine neue, sehr starke Rakete zusammengesetzt sein könnte. Der Name Saturn stand dafür bereits fest. Es gab drei prinzipielle Möglichkeiten, die mehr oder weniger auf existierenden Raketen basierten: Saturn A, Saturn B und Saturn C. Davon gab es noch acht Untertypen: A-1, A-2, B-1 und C-1 bis C-5. Das Entwicklungsteam entschied sich für die Variante C-5, entwickelte aber parallel die Version C-1 weiter, die zwar nicht so leistungsfähig war, aber schneller zur Verfügung stehen würde. 1962 wurde entschieden, dass auch eine stärkere Version der C-1 benötigt werden würde, die C-1B. 1963 wurde das C aus den Bezeichnungen gestrichen, und die drei Raketen in Saturn-I, Saturn-IB und Saturn-V umbenannt. Das bekannteste und größte Mitglied der Familie, die Saturn-V-Rakete wurde für die Mondlandungen benutzt und ist gleichzeitig eine der größten und stärksten Raketen, die je eingesetzt wurden. Sie besteht aus drei Stufen und trägt an der Spitze das Apollo-Raumschiff, bestehend aus Lunar Module, Service- und Kommandomodul sowie dem Rettungsturm.

Das Ende

Der letzte Start der Saturn V erfolgte am 14. Mai 1973, als die Raumstation Skylab in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. Der letzte Start einer Saturn-I-B erfolgte am 15. Juli 1975 im Rahmen des Apollo-Sojus-Projekts. Die letzte vollständige Saturn V wurde für den gestrichenen Flug Apollo 18 gebaut. Sie liegt seit 1977 als Ausstellungsstück vor dem Lyndon B. Johnson Space Center in Houston. Da sie lange Zeit nicht gepflegt wurde, droht ihr derzeit der Verfall durch Rost, Pflanzenbewuchs und verschiedene Tierarten, die dort ein neues Zuhause gefunden haben. Das Smithsonian Institution's National Air and Space Museum versucht nun durch Spendengelder eine weitgehende Restaurierung durchzuführen.

Technische Daten der Saturn IB

Anm.: die größere Gesamthöhe von 68 m ergibt sich aus zusätzlichen Stufenadaptern, u.a. für die Parkbucht des Lunar Module, sowie dem Apollo-Mutterschiff einschließlich der Rettungsrakete.

Technische Daten der Saturn V

Anm.: die größere Gesamthöhe von 110 m ergibt sich aus zusätzlichen Stufenadaptern, u.a. für die Parkbucht des Lunar Module, sowie dem Apollo-Mutterschiff einschließlich der Rettungsrakete.

Datenblatt

Höhe angegeben mit und ohne Apollo-Raumschiff. Nutzlast bezieht sich auf die Nutzlast in einem Low Earth Orbit (LEO). Quellen: [http://www.nasa.gov NASA], Technische Daten aus [http://history.nasa.gov/MHR-5/app_b.htm]

Ablauf der Mondmission

S-IC-Sequenz

Die Apollo-Missionen begannen ihre Reise zum Erdtrabanten vom Startkomplex 39 des John F. Kennedy Space Centers. Nach erfolgtem Start brannte die erste Stufe der Saturn V für 2,5 Minuten und brachte die Rakete so auf eine Höhe von 61 Kilometern. Die Geschwindigkeit betrug bei Brennschluss 8.600 km/h. Es wurden in diesen 2,5 Minuten ca. 2.000 t Treibstoff verbrannt.

S-II-Sequenz

Nach Abwurf der ersten Stufe zündete die zweite und brannte für weitere sechs Minuten. Deren Brennschluss erfolgte in ca. 185 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 24.600 km/h.

S-IVB-Sequenz

Für weitere 2,5 Minuten übernahm nun die dritte Stufe den Antrieb. Sie brannte insgesamt bis zwölf Minuten nach dem Start und wurde während der nächsten zweieinhalb Erdumrundungen nicht abgeworfen. Während dieser Zeit wurde das Raumschiff auf Funktionalität überprüft und das "Go" für den Einschuss auf die Mondbahn gegeben.

Einschuss in die Mondbahn

Die dritte Stufe wurde zum Einschuss in die Mondbahn noch einmal für mehr als fünf Minuten gezündet. Nach Brennschluss war das Raumschiff auf einer Geschwindigkeit von 39.400 km/h (> 10 km/s) und auf Kurs zum Mond. Die Mondlandefähre, die während der ganzen Zwischenzeit im oberen Teil der dritten Stufe verweilte, wurde nun nach Abkopplung des Apollo-Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus der Stufe gezogen. Abschließend musste durch eine Kurzzündung des Triebwerks die dritte Stufe noch auf eine andere Bahn als das Apollo-Raumschiff gebracht werden, damit im nachhinein keinerlei Kollisionsmöglichkeit gegeben war. Meist wurde sie in einen solaren Orbit eingeschossen oder wie im Fall von Apollo 13 auf einen Kollisionskurs mit dem Mond gebracht, um seismische Experimente durchführen zu können. Siehe auch: Skylab, Geschichte der Raumfahrt, Wernher von Braun, N1, Guppy (Flugzeug)

Flüge der Saturn-Rakete

Weblinks


- [http://history.nasa.gov/SP-4206/sp4206.htm NASA - Stages to Saturn] - englischsprachig
- [http://history.nasa.gov/MHR-5/contents.htm NASA - Saturn Illustrated Chronology] - englischsprachig
- [http://www.skyrocket.de/space/doc_lau_fam/saturn.htm Gunters Space Page - Ausführliche Seite zu fast allen existierenden Transportraketen]
- [http://www.bernd-leitenberger.de/saturn.html - Ausführliche Seite zu den Saturn-Raketen] Kategorie:Apolloprogramm Kategorie:Raketentyp Kategorie:Weltrekorde

4. November

Der 4. November ist der 308. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 309. in Schaltjahren) - somit bleiben 57 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahr
- 1852 - Camillo Benso Graf von Cavour wird Premierminister von Piemont-Sardinien und treibt in der Folge die Einigung Italiens zum Nationalstaat voran.
- 1866 - Das Königreich Italien annektiert das Gebiet um Venedig (Venetien).
- 1884 - Bei den US-Präsidentschaftswahlen gewinnt der Demokrat Grover Cleveland gegen den Republikaner James G. Blaine knapp.
- 1901 - Den Idealen der Romantik folgend wird der deutsche Wandervogel als bürgerliche Jugendbewegung durch Karl Fischer in Steglitz (bei Berlin) gegründet.
- 1911 - Abschluss des Marokko-Kongo-Vertrags, der den Streit um afrikanische Territorien beilegt.
- 1918 - Im Zuge des Matrosenaufstands bildet sich in Kiel ein erster Arbeiter- und Soldatenrat. Dies markiert den Beginn der Novemberrevolution.
- 1918 - Erster Weltkrieg: Der Waffenstillstand von Villa Giusti zwischen Österreich-Ungarn und Italien/der Entente tritt in Kraft; dies beendet auch die Schlacht von Vittorio Veneto.
- 1921 - Der von Hans Ulrich Klintzsche geleitete „NSDAP-Versammlungsschutz“ erhält den offiziellen Namen „Sturmabteilung“ (SA).
- 1942 - Generalfeldmarschall Erwin Rommel zieht sich aus El Alamein zurück. Er widersetzt sich damit einem ausdrücklichen Befehl Hitlers.
- 1950 - In Rom wird – im Rahmen des Europarats – die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet.
- 1952 - Bei den US-Präsidentschaftswahlen schlägt der Republikaner Dwight D. Eisenhower den Demokraten Adlai Stevenson.
- 1956 - Mit dem Einmarsch der Roten Armee beginnt die Zerschlagung des Ungarischen Volksaufstands.
- 1979 - Mit der Stürmung der US-amerikanischen Botschaft beginnt die 444 Tage andauernde Geiselnahme von Teheran.
- 1980 - Bei den US-Präsidentschaftswahlen gewinnt der republikanische Herausforderer Ronald Reagan gegen Amtsinhaber Jimmy Carter.
- 1982 - In Kamerun tritt Ahmadou Ahidjo als Staatspräsident zurück.
- 1987 - Frankfurt: Zwei Polizeibeamte werden bei einer Demonstration gegen die Startbahn West angeschossen und sterben an den Verletzungen
- 1989 - Wendezeit: In der größten Demonstration der DDR-Geschichte versammeln sich in Ost-Berlin rund eine Million Menschen und fordern Meinungs- und Versammlungsfreiheit und eine reformierte DDR.
- 1995 - Friedensprozess im Nahen Osten: In Tel Aviv wird Israels Premier Jitzhak Rabin von Jigal Amir ermordet.
- 1999 - In Albanien wird Ilir Meta als Ministerpräsident vom Parlament bestätigt.
- 1999 - Mexiko nimmt einen Beobachterstatus im Europarat ein

Wirtschaft


- 1879 - James Ritty, ein Saloonbesitzer aus Dayton, Ohio, meldet seine Registrierkasse zum Patent an.

Wissenschaft, Technik


- 1869 - Die erste Ausgabe der britischen Wissenschaftszeitschrift „Nature“ wird veröffentlicht.
- 1922 - Howard Carter entdeckt das Grab des Tutanchamun im Tal der Könige.
- 2003 - Die größte beobachtete Sonneneruption aller Zeiten hat ein Ausmaß von X45, wie Physiker der University of Otago in Dunedin, Neuseeland zeigen, indem sie die obere Atmosphäre als riesigen Röntgenstrahlungsdetektor benutzen.

Kultur


- 1655 - Uraufführung des musikalischen Dramas "L'Argia" von Antonio Cesti in Innsbruck.
- 1717 - Uraufführung der Oper "Trajanus" von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1718 - Uraufführung der Oper "Ifigenia in Aulide" von Alessandro Scarlatti in Wien.
- 1720 - Uraufführung der Oper "Apollo in cielo" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1721 - Uraufführung der Oper "Ormisda re di Persia" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1722 - Uraufführung der Oper "Scipione nelle Spagne" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1724 - Uraufführung der Oper "Gianguir, imperatore del Mogol" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1725 - Uraufführung der Oper "Il Venceslao" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1731 - Uraufführung der Oper "Il Demetrio" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1736 - Uraufführung der Oper "Il Temistocle" von Antonio Caldara am Hoftheater in Wien.
- 1774 - Uraufführung der Komödie "Berthe" von François-Joseph Gossec am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.
- 1774 - Uraufführung der Oper "Lucius Sulla" von Johann Christian Bach in Mannheim.
- 1792 - Uraufführung der Oper "Elfrida" von Giovanni Pacini am Teatro San Carlo in Neapel.
- 1908 - Uraufführung der Oper "Versiegelt" von Leo Blech in Hamburg.

Religion

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik
- 1448 - Alfons II. König von Neapel
- 1470 - Eduard V. (England), im Jahre 1483 für wenige Wochen König von England
- 1575 - Guido Reni, italienischer Maler, Hauptmeister des bolognesischen Barock
- 1577 - Père Joseph, französischer Kapuziner
- 1590 - Gerrit van Honthorst, niederländischer Maler
- 1757 - Francis de Rottenburg, britischer General und Militärschriftsteller deutsch-polnischer Herkunft
- 1787 - Edmund Kean, britischer Schauspieler
- 1801 - Jacob Ludwig Theodor Reh, deutscher Politiker
- 1853 - Konstantin von Monakow, russisch-schweizerischer Neurologe
- 1873 - George Edward Moore, britischer Sprachforscher
- 1885 - Felix Braun, österreichischer Lyriker, Erzähler und Dramatiker
- 1888 - Richard Queck, deutscher Fußballspieler
- 1890 - Klabund (bürgerlich: Alfred Henschke), deutscher Schriftsteller
- 1894 - Valérie von Martens, österreichische Schauspielerin
- 1894 - Hermann Conring (Bundestagsabgeordneter), deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Nicolas Frantz, luxemburgischer Radrennfahrer
- 1901 - Spyridon Marinatos, griechischer Archäologe
- 1902 - Otto Bayer, deutscher Chemiker
- 1906 - Siegfried Borris, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge
- 1906 - Arnold Cooke, englischer Komponist
- 1907 - Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie
- 1908 - Sir Joseph Rotblat, polnisch-britischer Physiker, Nobelpreis für Frieden 1995
- 1909 - Ciro Algería Bazán, peruanischer Autor
- 1914 - Martin Balsam, US-amerikanischer Schauspieler
- 1916 - Walter Cronkite, US-amerikanischer Journalist
- 1916 - Ruth Handler, amerikanische Unternehmerin
- 1918 - Art Carney, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1922 - Benno Besson, Theaterregisseur und Vater von Katharina Thalbach
- 1923 - Barbara Bartos-Höppner, deutsche Schriftstellerin
- 1923 - Alfred Heineken, niederländischer Bierbrauer
- 1923 - Harry Valerien, TV-Moderator und Autor
- 1929 - Rudolf Miele, deutscher Unternehmer
- 1930 - Lore Krainer, österreichische Kabarettistin (Der Guglhupf)
- 1930 - Wilhelm Willms, deutscher Schriftsteller
- 1931 - Bernard Francis Law, emeritierter Erzbischof von Boston und ein Kardinal
- 1932 - Thomas Klestil, österreichischer Bundespräsident
- 1933 - Volker Kühn, deutscher Kabarett-Historiker
- 1938 - Harry James Elston, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Günter Bernard, deutscher Fußballspieler
- 1940 - Delbert McClinton, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Klaus Kirschner, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Willem Breuker, niederländischer Jazz-Saxophonist und Bandleader
- 1946 - Robert Mapplethorpe, US-amerikanischer Fotograf
- 1947 - Bettina Wegner, deutsche Liedermacherin
- 1948 - Amadou Toumani Touré, Präsident von Mali
- 1953 - Tina Theune-Meyer, deutsche Fußballtrainerin
- 1956 - Andreas Schmidt, deutscher Politiker der CDU
- 1957 - James Honeyman-Scott, britischer Musiker (Pretenders)
- 1960 - Mark Jeffris, britischer Sänger
- 1960 - Frl. Menke, deutsche Sängerin
- 1961 - Ralph Macchio, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963 - Lena Zavaroni, britische Sängerin
- 1963 - Gennadi Awdejenko, sowjetischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1970 - Sean Combs, US-amerikanischer Rap-Musiker (Puff Daddy, P. Diddy)
- 1972 - Luis Figo, portugiesischer Fußballspieler
- 1976 - Daniel Bahr, deutscher Politiker
- 1985 - Vanessa Struhler, deutsche Sängerin
- 1986 - Matthias Härtig deutscher Bassist

Gestorben


- 1039 - Egilbert von Freising, in Freising; Bischof von Freising
- 1105 - Reginhard von Siegburg, in Siegburg; Abt in Siegburg bei Köln
- 1541 - Wolfgang Capito, Reformator von Straßburg
- 1669 - Ferdinand Maximilian von Baden, potentieller Markgraf von Baden
- 1753 - Johann Nikolaus Bach, deutscher Komponist
- 1765 - Adam Lux, deutscher Revolutionär
- 1781 - Johann Nikolaus Götz, deutscher Lyriker
- 1847 - Felix Mendelssohn Bartholdy, in Leipzig; deutscher Komponist (
- 3. Februar 1809)
- 1850 - Gustav Schwab, in Stuttgart; deutscher Schriftsteller (
- 19. Juni 1792)
- 1890 - Helene Demuth, Haushälterin von Jenny und Karl Marx
- 1898 - Edward Jerome Hopkins, US-amerikanischer Komponist
- 1914 - Georg Trakl, in Krakau; österreichischer Lyriker, Vertreter des Expressionismus (
- 3. Februar 1887)
- 1918 - Wilfred Owen, englischer Lyriker
- 1921 - Oskar Montelius, in Stockholm; schwedischer Prähistoriker (
- 9. September 1843)
- 1924 - Gabriel Fauré, in Paris; französischer Komponist und Organist (
- 12. Mai 1845)
- 1926 - Albin Egger-Lienz, österreichischer Maler
- 1973 - Karl Heinrich Waggerl, österreichischer Schriftsteller und Lyriker (
- 10. Dezember 1897)
- 1982 - Jacques Tati, französischer Filmkomiker (
- 9. Oktober 1908)
- 1985 - Peter Eysoldt, deutscher Schauspieler
- 1985 - Rudolf Fernau, in München; deutscher Schauspieler (
- 7. Januar 1898)
- 1987 - Ekkehard Fritsch, deutscher Schauspieler
- 1988 - Hermann Graf, deutscher Jagdflieger (
- 1912)
- 1994 - Sam Francis in Santa Monica; US amerikanischer Maler (
- 25. Juni 1923
- 1995 - Yitzhak Rabin, israelischer Politiker, Regierungschef 1974-1977 und 1992-1995), Nobelpreisträger
- 2003 - Raquel Queirós, brasilianische Schriftstellerin
- 2003 - Richard Arthur Wollheim, britischer Philosoph
- 2004 - Beat Tschümperlin, schweizerischer CVP-Politiker
- 2004 - Josef Fleckenstein, deutscher Historiker

Feiertage und Gedenktage

Siehe auch


- 3. November - 5. November
- 4. Oktober - 4. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1104 ja:11月4日 ko:11월 4일 simple:November 4 th:4 พฤศจิกายน

1967

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1967 ist „Internationales Jahr des Tourismus“

Politik und Weltgeschehen


- 1. Januar: Roger Bonvin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neuer Intendant der freien Volksbühne in Berlin wird Hansjörg Uzerath
- 13. Januar: Gnassingbé Eyadèma wird Staatspräsident in Togo
- 14. Februar: Erste konzertierte Aktion zur Überwindung der Wirtschaftskrise unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD)
- 21. März: Guyana wird Mitglied in der UNESCO
- 11. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Belgien
- 21. April: Militärputsch in Griechenland
- 29. Mai: Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II. wird zum Kardinal ernannt
- 2. Juni: Berlin: Während eines Staatsbesuchs des Schah des Irans kommt es zu Demonstrationen und schweren Ausschreitungen. Der Student Benno Ohnesorg wird von einem Polizisten erschossen. Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz tritt am 26. September mit dem gesamten Senat zurück
- 5.: 10. Juni: Sechs-Tage-Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarn
- 5. Juni: über der Demokratischen Republik Vietnam wird das 2.000 Flugzeug der USA abgeschossen
- 16. Juni: Das Monterey Pop Festival (16.–18. Juni) in Kalifornien wird zu einem der wichtigsten Konzerte der Rock-Musikgeschichte
- 10. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Trinidad und Tobago sowie zwischen Deutschland und Thailand
- 8. August: Gründung der Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN)
- 25. August: Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland
- 3. September: Letzter großer Umstieg von Links- auf Rechtsverkehr (Schweden)
- 29. September: Lesotho wird Mitglied in der UNESCO
- 7. Oktober: Gröditz erhält Stadtrecht
- 9. Oktober: Che Guevara wird von einem Feldwebel der bolivianischen Armee ohne Gerichtsverhandlung erschossen
- 27. Oktober: In Salto di Quirra wird die erste Schweizer Höhenforschungsrakete vom Typ Zenit gestartet
- 9. November: Erster Start der Saturn 5 Rakete, mit der später die erste Mondlandung durchgeführt wurde
- 21. November: Rahmenabkommen zwischen Deutschland und Paraguay über deutsche Entwicklungshilfe
- 23. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Guinea. In Kraft seit dem 13. Juni 1987
- 28. November: El Hadi Omar Bongo Ondimba wird Staatspräsident von Gabun
- 30. November: Ende der britischen Kolonialherrschaft im Südjemen
- 30. November: Ausrufung der Republik Südjemen
- 1. Dezember: Nicaragua. Gründung der deutschen Schule in Managua
- 3. Dezember: Erste Herztransplantation durch Dr. Christiaan Barnard in Kapstadt
- 14. Dezember: Nach einem gescheiterten Gegenputsch gegen die griechische Militärdiktatur geht König Konstantin II. ins Exil
- 30. Dezember: In Großbritannien wird von den katholischen Bischöfen das Verbot des Fleischverzehrs am Freitag aufgehoben

Kultur


- 1. Januar: Gründung des Slowinzischen Nationalparks in Polen
- 17. März: Uraufführung der Oper Mourning becomes Electra von Marvin David Levy an der Metropolitan Opera in New York
- 19. Mai: Uraufführung der Oper Bomarzo von Alberto Ginastera am Lisner Auditorium in Washington (D.C.)
- Der Situationist Guy Debord publiziert “la société du spectacle“, dt. „Die Gesellschaft des Spektakels
- Der Philosoph Jacques Derrida, der Begründer der Dekonstruktion, veröffentlicht “De la grammatologie„ dt. Grammatologie
- Die Hippiebewegung erreicht mit dem Summer of Love einen Höhepunkt
- Gründung des Museum of Contemporary Art in Chicago
- Ostankino-Turm wird fertiggebaut

Katastrophen


- 27. Januar: Bei einem Bodentest einer Apollokapsel verbrennen drei Astronauten auf der Abschußrampe 34 in Cape Canaveral
- 10. Februar: Schweiz. Eine Convair CV 440 der Swissair stürzte während eines Übungsfluges ab. 4 Tote
- 23. Februar: Der Seenotrettungskreuzer Adolph Bermpohl der DGzRS wird von einer schweren Grundsee überrollt, dabei kommen alle vier Besatzungsmitglieder ums Leben
- 18. März: Tankerunglück der „Torrey Canyon“ vor der Küste von Südengland
- 20. April: Nikosia, Zypern. Ein Flugzeug der Swiss Globe Britannia prallte gegen einen Berg. 126 Personen starben
- 24. April: Der Kosmonaut von Sojus 1 kommt beim Absturz der Raumkapsel ums Leben
- 3. Juni: Pyrenäen, Frankreich. Absturz einer DC-6 der British Air Ferry Ltd.
- 3. Juni: Stockport, Manchester, Großbritannien. Eine britische DC-4 auf einem Charterflug von Palma, Mallorca, stürzte beim Landeanflug ins Zentrum des Ortes Stockport, einem Vorort von Manchester. Das Flugzeug zerbrach und die Treibstofftanks explodierten. Die örtliche Feuerwehr und Rettungsdienste waren hoffnungslos überfordert, sodass Personen mit zum Beispiel gebrochenen Beinen hilflos in den Flammen umkamen. 72 der 84 an Bord befindlichen Personen starben
- 19. Juli: Hendersonville, North Carolina, USA. Kollision einer Boeing 727 und einer Cessna 310. Alle 82 Personen starben
- 29. November: Der Sempor-Staudamm bei Kebumen in der gleichnamigen Provinz auf Java (Indonesien) bricht in seiner Bauzeit; durch die Flutwelle kommen 160 bis 200 Menschen um

Sport


- 11. Juni: der italienische Radrennfahrer Felice Gimondi gewinnt den 50. Giro d'Italia
- Eintracht Braunschweig wird deutscher Fußballmeister! Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: LTJ Bukem, DJ, Musikproduzent
- 2. Januar: Tia Carrere, Schauspielerin, Sängerin
- 5. Januar: Markus Söder, Generalsekretär der CSU
- 5. Januar: Joe Flanigan, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Januar: Ole Kristian Furuseth, ehemaliger norwegischer Skirennläufer
- 9. Januar: Dave Matthews, australischer Sänger und Gitarrist (Dave Matthews Band)
- 9. Januar: Claudio Caniggia, ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler
- 10. Januar: Monika Maierhofer, Skirennläuferin,
- 11. Januar: Teoman Alibegovic, Basketballspieler
- 12. Januar: Michael Theurer, deutscher Politiker
- 12. Januar: Takehiko Inoue, japanischer Mangaka (Comiczeichner)
- 14. Januar: Emily Watson, britische Schauspielerin
- 18. Januar: Iván Zamorano, chilenischer Fußballspieler
- 20. Januar: Wigald Boning, deutscher Komiker, Musiker und Moderator
- 29. Januar: Khalid Skah, marokkanischer Leichtathlet
- 30. Januar: Sergei Wladimirowitsch Tschepikow, russischer Biathlet
- 31. Januar: Stefan Beuse, deutscher Schriftsteller
- 31. Januar: Chad Channing, Drummer der Grunge-Band Nirvana
- 1. Februar: Jessica Stockmann, deutsche Schauspielerin
- 4. Februar: Lotto King Karl, deutscher Musiker
- 6. Februar: Hansjörg Weißbrich, deutscher Cutter
- 8. Februar: Matthias Baranowski, deutscher Fußballspieler
- 9. Februar: Edson Cordeiro, brasilianischer Sänger
- 10. Februar: Laura Dern, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. Februar: Anita Wachter, österreichische Skirennläuferin
- 17. Februar: Jewgeni Walerjewitsch Grischkowez, russischer Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur
- 18. Februar: Colin Jackson, ehemaliger britischer Hürden-Sprinter
- 18. Februar: Michael Wittwer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 18. Februar: Roberto Baggio, italienischer Fußballspieler
- 19. Februar: Benicio del Toro, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Februar: Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Grunge-Band Nirvana († 1994)
- 20. Februar: Paul Accola, Schweizer Skirennläufer
- 20. Februar: Lili Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. Februar: Silke Knoll, deutsche Leichtathletin
- 21. Februar: Leroy Burrell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 22. Februar: Alf Poier, österreichischer Liedermacher und Kabarettist
- 22. Februar: Thomas Westphal, Politiker
- 25. Februar: Nick Leeson, Wertpapierhändler, Spekulant, Buchautor, Fussballmanager
- 28. Februar: Andrew Tridgell, australischer Programmierer
- 28. Februar: Frank Bernaerts, belgischer Komponist und Musiker
- 1. März: Franzobel, österreichischer Schriftsteller
- 1. März: George Eads, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. März: Alexander Wladimirowitsch Wolkow, ehemaliger russischer Tennisspieler
- 4. März: Kubilay Türkyilmaz, ehemaliger Schweizer Fußballspieler und Stürmer
- 9. März: Nikolas Vogel, österreichischer Kameramann († 1991)
- 14. März: Ralf Brauksiepe, deutscher Politiker und MdB
- 15. März: Takeuchi Naoko, japanische Mangaka
- 16. März: Angela Wiedl, eine deutsche Sängerin volkstümlicher Musik
- 16. März: Heidi Zurbriggen, Schweizer Ski-Rennfahrerin
- 16. März: Lauren Graham, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. März: Wladimir Konstantinow, ehemaliger russischer Eishockeyspieler
- 20. März: Miriam Vogt, deutsche Skirennläuferin
- 20. März: Yukito Kishiro, japanischer Mangaka
- 22. März: Jan Udo Holey, deutscher Autor
- 22. März: Mario Cipollini, italienischer Radrennfahrer
- 23. März: Uwe Leichsenring, deutscher Politiker
- 24. März: Kathy Rinaldi, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
- 25. März: Matthew Barney, US-amerikanerischer Medien-Künstler
- 30. März: Megumi Hayashibara, japanische Synchronsprecherin und Sängerin
- 4. April: Edith Masai, kenianische Leichtathletin
- 6. April: Chantal Bournissen, ehemalige Schweizer Skirennläuferin
- 7. April: Lutz Eikelmann, deutscher Jazz-Musiker
- 7. April: Alex Christensen, deutscher Komponist, Musik-Produzent und DJ
- 7. April: Bodo Illgner, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 10. April: David Rovics, Sänger/Songwriter und politischer Protestler
- 11. April: Mambo Kurt, Musiker und Alleinunterhalter
- 11. April: Joop Stokkel, niederländischer Schwimmer und Reiter
- 13. April: Olga Tañón, puerto-ricanische Sängerin
- 17. April: Liz Phair, US-amerikanische Rock-Sängerin
- 18. April: Daniel Sodenkamp, deutscher Politiker
- 18. April: Maria Bello, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. April: Robert Viktor Minich, deutscher Schauspieler
- 20. April: Ingo Appelt, deutscher Comedian und Kabarettist
- 20. April: Klaus Merk, deutscher Eishockeyspieler und -trainer
- 20. April: Mike Portnoy, US-amerikanischer Schlagzeuger
- 21. April: Rolf Miller, deutscher Kabarettist und Comedian
- 22. April: Sheryl Lee, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. April: Kristi Terzian, US-amerikanische Skirennläuferin
- 25. April: Joachim Pfeiffer, deutscher Politiker
- 26. April: Monte Warden, US-amerikanischer Country-Musiker
- 27. April: Jan Ditgen, Dt. Zauberkünstler, Komiker und Moderator
- 27. April: Willem-Alexander von Oranien-Nassau, Kronprinz der Niederlande
- 29. April: Tyron Montgomery, Film- und Medien-Schaffender
- 1. Mai: Tim McGraw, US-amerikanischer Country-Musiker
- 2. Mai: Sven Plöger, deutscher Meteorologe und Moderator
- 4. Mai: Michael Kauch, deutscher Politiker und MdB
- 4. Mai: Dominik Schwaderlapp, Generalvikar des Erzbistum Köln und Domkapitular
- 8. Mai: Christian Abt, deutscher Automobilrennfahrer
- 9. Mai: Nataša Bokal, slowenische Skirennläuferin
- 10. Mai: Antje Harvey, ehemalige deutsche Biathletin
- 13. Mai: Chuck Schuldiner, Gitarrist und Sänger der Death Metal Band Death († 2001)
- 13. Mai: Melanie Thornton, US-amerikanische Pop-Sängerin († 2001)
- 15. Mai: Andrea Jürgens, deutsche Schlagersängerin
- 15. Mai: Madhuri Dixit, indische Filmschauspielerin
- 15. Mai: Simen Agdestein, norwegischer Schachgroßmeister und Fußballspieler
- 16. Mai: Klaas Hübner, deutscher Politiker
- 16. Mai: Virgil Widrich, österreichischer Regisseur, Drehbuchautor, Filmemacher und Multimedia-Künstler
- 17. Mai: Frank Gerhardt, deutscher Musiker
- 20. Mai: Patrick Ortlieb, ehemaliger österreichischer Skiläufer
- 21. Mai: Chris Benoit, US-amerikanischer Wrestler
- 24. Mai: Bärbel Kofler, deutsche Diplominformatikerin, Sprachwissenschaftlerin und Politikerin
- 25. Mai: Poppy Z. Brite, US-amerikanische Schriftstellerin
- 27. Mai: Kai Pflaume, deutscher Fernsehmoderator
- 27. Mai: Paul Gascoigne, englischer Fußballspieler
- 28. Mai: Leonard Soccio, deutscher Eishockeyspieler (Stürmer)
- 28. Mai: Omar Pedrini, italienischer Musiker
- 29. Mai: Noel Gallagher, britischer Musiker
- 30. Mai: Ian Hodgkinson, kanadischer Profiwrestler
- 31. Mai: Sandrine Bonnaire, französische Filmschauspielerin
- 3. Juni: Sven Ottke, deutscher Sportler und Profiboxer
- 4. Juni: Marcus Weinberg, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juni: Simon Stockhausen, deutscher Komponist
- 5. Juni: Joe DeLoach, ehemaliger US-amerikanischer Leichtathlet
- 5. Juni: Geraldine Olivier, Schweizer Sängerin
- 6. Juni: Paul Giamatti, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Juni: Dave Navarro, US-amerikanischer Gitarrist
- 8. Juni: Edgar Itt, deutscher Leichtathlet
- 8. Juni: Jasmin Tabatabai, deutsch-iranische Schauspielerin
- 9. Juni: Dave McLlwain, kanadischer Eishockeyspieler
- 10. Juni: Charnett Moffett, US-amerikanischer Jazzbassist
- 12. Juni: Theresia Walser, deutsche Schriftstellerin
- 16. Juni: Jürgen Klopp, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 17. Juni: Barbara Sadleder, österreichische Skirennläuferin
- 17. Juni: Tori Welles, US-amerikanische Pornodarstellerin- und Regisseurin
- 18. Juni: Michelle Ruthven, kanadische Skirennläuferin
- 18. Juni: Jörg Leichtfried, österreichischer Politiker
- 19. Juni: Sadie Frost, englische Schauspielerin
- 19. Juni: Bjørn Dæhlie, norwegischer Skilangläufer
- 20. Juni: Nicole Kidman, australische Schauspielerin
- 23. Juni: Boris Aljinovic, deutscher Theater- und FilmSchauspieler
- 24. Juni: Richard Z. Kruspe, deutscher Musiker (Rammstein)
- 27. Juni: Marcus Jensen, deutscher Schriftsteller
- 27. Juni: Markus Kavka, Dt. DJ und Moderator
- 27. Juni: Thomas Maurer, österreichischer Kabarettist
- 28. Juni: Lars Riedel, deutscher Diskuswerfer
- 29. Juni: Hildegard Müller, deutsche Politikerin
- 30. Juni: Silke Renk, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1. Juli: Pamela Anderson, kanadische Schauspielerin und Fotomodell
- 6. Juli: Petra Kleinert, deutsche Schauspielerin
- 6. Juli: Heather Nova, Musikerin des Typs Singer/Songwriter
- 7. Juli: Tom Kristensen, dänischer Rennfahrer
- 8. Juli: Uwe Spies, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 8. Juli: Klaus Tschütscher, Vize-Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein
- 12. Juli: Bruny Surin, kanadischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Juli: Benny Benassi, italienischer Disc Jockey
- 14. Juli: Ingo Hasselbach, Aussteiger der Neonazi-Szene
- 16. Juli: Will Ferrell, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Juli: Stefanie Dimmeler, deutsche Biologin, Biochmikerin und Medizinerin
- 18. Juli: Miriam Meckel, Kommunikationswissenschaftlerin
- 21. Juli: Robert Clemen, deutscher Politiker
- 21. Juli: Walter Arencibia, kubanischer Schachmeister
- 23. Juli: Philip Seymour Hoffman, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juli: Annette Pehnt, deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin
- 25. Juli: Magdalena Forsberg, schwedische Biathletin
- 25. Juli: Heidi Zeller-Bähler, Schweizer Skirennläuferin
- 25. Juli: Matt LeBlanc, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. Juli: Daniel Bielenstein, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 31. Juli: Peter Rono, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 31. Juli: Grzegorz Turnau, polnischer Liedermacher
- 2. August: Katharina Lehmann, deutsche Schauspielerin
- 3. August: Mathieu Kassovitz, französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor
- 4. August: Mike Marsh, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 4. August: Jana Sorgers, zweifache Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Rudern
- 5. August: Kazunori Yamauchi, Senior Vice President von Sony Computer Entertainment
- 6. August: Marcel Wüst, deutscher Radrennfahrer, Sprinter
- 7. August: Jewgeni Platow, russischer Eiskunstläufer
- 8. August: Gunther Metz, Fußballspieler
- 9. August: Deion Sanders, US-amerikanischer Profi-Baseballspieler, Fernsehmoderator
- 11. August: Monika Wogrolly, österreichische Philologin, Philosophin und Schriftstellerin
- 11. August: Wolfgang Fasching, österreichischer Extremsportler
- 13. August: Amélie Nothomb, belgische französischsprachige Schriftstellerin
- 14. August: Kathrin Ullrich, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 15. August: Brahim Boutayeb, marokkanischer Leichtathlet
- 17. August: Michael Preetz, deutscher Fußballspieler
- 18. August: Beate Koch, deutsche Leichtathletin
- 18. August: Uwe Alzen, deutscher Automobilrennfahrer
- 20. August: Beat Anton Rüttimann, Brückenbauer im Dienste der Armen
- 21. August: Serj Tankian, armenisch-amerikanischer Sänger
- 21. August: Carrie-Anne Moss, kanadische Schauspielerin
- 22. August: Paul Ereng, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 22. August: Layne Staley, US-amerikanischer Rockmusiker († 2002)
- 23. August: Jörg Gerlach, deutscher Fußballspieler
- 23. August: Cedella Marley, Jamaikanische Reggae-Musikerin
- 25. August: Carola Reimann, deutsche Politikerin
- 25. August: Jeff Tweedy, US-amerikansicher Songwriter
- 31. August: João Manuel, portugiesischer Fußballspieler († 2005)
- 1. September: Carl-Uwe Steeb, ehemaliger deutscher Tennisprofi
- 2. September: Kerstin Behrendt, deutsche Leichtathletin
- 2. September: Andreas Möller, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 3. September: Daron Acemoglu, US-amerikanischer Ökonom
- 5. September: Matthias Sammer, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 5. September: Rein van Duijnhoven, niederländischer Fußballspieler
- 7. September: Natalia Wörner, deutsche Schauspielerin
- 7. September: Susan Stahnke, deutsche Schauspielerin und Fernsehmoderatorin
- 9. September: Akshay Kumar, indischer Schauspieler
- 11. September: Harry Connick, Jr., US-amerikanischer Sänger, Pianist und Schauspieler
- 13. September: Stephen Perkins, Schlagzeuger und Songschreiber
- 13. September: Michael Johnson (Leichtathlet), US-amerikanischer Leichtathlet
- 15. September: Hans-Jörg Tauscher, deutscher Skirennläufer
- 15. September: Simone Greiner-Petter-Memm, ehemalige deutsche Biathletin
- 15. September: Steve Cox, Gleitschirmpilot
- 17. September: Stefan Krauße, ehemaliger deutscher Rennrodler
- 17. September: Wolfgang Perner, österreichischer Biathlet
- 21. September: Werner Perathoner, italienischer Skirennfahrer
- 21. September: Faith Hill, US-amerikanische Country- und Pop-Sängerin
- 22. September: Félix Savón, kubanischer Boxer
- 27. September: Stephan Freigang, deutscher Leichtathlet
- 28. September: Mira Sorvino, US-amerikanische Schauspielerin
- 2. Oktober: Frankie Fredericks, namibischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 2. Oktober: Thomas Muster, Tennisspieler
- 4. Oktober: Liev Schreiber, US-amerikanischer Schauspieler
- 5. Oktober: Guy Pearce, australisch-britischer Schauspieler
- 6. Oktober: Peter Müller (Skirennfahrer), Schweizer Skirennfahrer
- 7. Oktober: Ellen ten Damme, niederländische Schauspielerin und Sängerin
- 9. Oktober: Maurice Banach, deutscher Fußballspieler († 1991)
- 9. Oktober: Eddie Guerrero, mexikanischer Profiwrestler († 2005)
- 10. Oktober: Anette Kramme, deutsche Politikerin
- 10. Oktober: Thomas Ritter, Fußballspieler
- 11. Oktober: Andreas Ehret, deutscher Pianist
- 13. Oktober: Javier Sotomayor, kubanischer Hochspringer
- 13. Oktober: Christopher Judge, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Oktober: Götz Otto, ein deutscher Schauspieler
- 21. Oktober: Paul Ince, englischer Fußballspieler
- 22. Oktober: Ulrike Maier, österreichische Skirennläuferin († 1994)
- 28. Oktober: André Eisermann, deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 28. Oktober: Julia Roberts, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Oktober: John Romero, US-amerikanischer Spieleentwickler
- 29. Oktober: Thorsten Fink, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 2. November: Zvonimir Soldo, kroatischer Fußballspieler
- 3. November: Monica Weinzettl, österreichische Schauspielerin
- 5. November: Kayah, polnische Sängerin
- 7. November: David Guetta, französischer DJ
- 10. November: Andreas Scholl, deutscher Countertenor
- 11. November: Jim Boeven, deutscher Schauspieler
- 15. November: Marko-Olavi Myyry, ehemaliger Fußballspieler
- 15. November: François Ozon, französischer Filmregisseur
- 16. November: Lisa Bonet, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. November: Andreas Rieke, deutscher Musiker
- 18. November: Steffen Tippach, deutscher Politiker, MdB
- 20. November: Teoman Yakupoğlu, türkischer Sänger
- 21. November: Toshihiko Koga, japanischer Judoka
- 22. November: Boris Becker, ehemaliger deutscher Profi-Tennisspieler
- 22. November: Roland Meier, Schweizer Profi-Radrennfahrer
- 22. November: Mark Ruffalo, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. November: Anna Nicole Smith, US-amerikanische Schauspielerin und Fotomodell
- 29. November: Jan Behrendt, ehemaliger deutscher Rennrodler
- 29. November: John Layfield, US-amerikanischer Profiwrestler
- 3. Dezember: Simone Probst, deutsche Politikerin
- 3. Dezember: Gilles Marguet, ehemaliger französischer Biathlet
- 5. Dezember: Frank Luck, ehemaliger deutscher Biathlet
- 5. Dezember: Gary Allan, US-amerikanischer Country-Sänger
- 9. Dezember: Lukas Gschwend, Schweizer Rechtswissenschaftler
- 10. Dezember: Edith Parzefall, deustche Autorin
- 10. Dezember: Donghua Li, Schweizer Turner chinesischer Herkunft
- 11. Dezember: Michael Beck, deutscher Musiker
- 13. Dezember: Maria Mathis, österreichische Sängerin und Moderatorin
- 13. Dezember: Jamie Foxx, US-amerikanischer Schauspieler, Musiker und Comedian
- 14. Dezember: Georg Schwabenland, deutscher Ringer
- 16. Dezember: Miranda Otto, australische Schauspielerin
- 16. Dezember: Mark Klatt, ist ein klassischer Komponist
- 16. Dezember: Donovan Bailey, kanadischer Leichtathlet, hält mehrere Welt- und Olympiarekorde
- 17. Dezember: Vincent Damphousse, kanadischer Eishockeyspieler
- 17. Dezember: Gigi D'Agostino, Musiker
- 19. Dezember: Michael Wolf, deutscher Filmschauspieler
- 19. Dezember: Jens Lehmann (Radprofi), deutscher Radsportler
- 21. Dezember: Micheil Saakaschwili, georgischer Staatspräsident
- 22. Dezember: Martina Voss, ehemalige deutsche Fußballspielerin
- 26. Dezember: Takkyu Ishino, stilprägender japanischer Technoproduzent und DJ
- 26. Dezember: Jay Farrar, US-amerikanischer Songwriter

Gestorben


- 3. Januar: Jack Ruby, Mörder des vermeintlichen Kenndy-Attentäters Lee Harvey Oswald (
- 1911)
- 4. Januar: Donald Campbell, britischer Geschwindigkeitsrekordler (
- 1921)
- 8. Januar: Zbigniew Cybulski, polnischer Schauspieler (
- 1927)
- 9. Januar: Carl Stegmann, Kaufmann und Reeder (
- 1881)
- 10. Januar: Ludwig Engels, deutscher Schachmeister (
- 1905)
- 10. Januar: Jacob Picard, deutscher Dichter (
- 1883)
- 10. Januar: Peter Jacobs, deutscher Politiker
- 16. Januar: Robert Jemison Van de Graaff, US-amerikanischer Physiker (
- 1901)
- 18. Januar: Josef Frank, österreichischer Architekt (
- 1895)
- 19. Januar: Casimir Funk, polnischer Biochemiker und prägte 1913 den Begriff Vitamine (
- 1884)
- 20. Januar: Paul Wessel, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR (
- 1907)
- 21. Januar: Ann Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin (
- 1915)
- 22. Januar: Alfred Mahlau, Professor an der Kunsthochschule Lerchenfeld in Hamburg (
- 1894)
- 23. Januar: Holcombe Ward, US-amerikanischer Tennisspieler (
- 1878)
- 26. Januar: August Klingenheben, deutscher Afrikanist (
- 1886)
- 27. Januar: Edward H. White, US-amerikanischer Astronaut (
- 1930)
- 27. Januar: Roger B. Chaffee, US-amerikanischer Astronaut (
- 1935)
- Orbit wird die Bahnkurve bezeichnet, auf der sich ein Objekt periodisch um ein anderes (massereicheres, zentrales) Objekt bewegt. Die Bahn, die ein künstlicher Satellit oder ein natürlicher Himmelskörper bei Umrundung eines anderen Himmelskörpers beschreibt, hat genähert die Form einer Ellipse. Paare solcher Körper sind vor allem:
- Satellit, Raumtransporter oder Mond um die Erde
- Mond (Trabant) um einen der anderen Planeten
- Planeten, Kometen oder Asteroiden (Planetoiden) um die Sonne
- Doppelsterne umeinander.
- Jedoch sind nicht alle Bahnen geschlossen oder zeitlich stabil. Kometenbahnen können langgestreckt wie Hyperbeln sein, Mehrfachsterne oder Asteroiden auf instabile Bahnen gelangen. Der Umlauf aller Sterne um das galaktische Zentrum gleicht einer spiraligen Rotation mit 100 bis 300 Millionen Jahren. Jede Bahnellipse hat eine charakteristische Umlaufzeit, die sich aus der Masse der Objekte (vor allem des Zentralkörpers) und dem mittleren Bahnradius ergibt. Der Umlauf erfolgt genähert in einer "Bahnebene", die den Schwerpunkt der zwei Körper enthält. Der Vektor, der vom Zentralobjekt zum umlaufenden Objekt weist, wird Radiusvektor genannt.

Planeten, Bahnelemente, Doppelsterne

Am genauesten kennt man die Umlaufbahnen der Planeten unseres Sonnensystems. Anfang des 17.Jahrhunderts erkannte Johannes Kepler bei der Analyse der Marsbahn, dass diese Umlaufbahnen Ellipsen sind (siehe Keplersche Gesetze). Ähnliches gilt für alle Himmelskörper, die sich um die Sonne bewegen und keinen anderen Kräften (wie etwa der Sonnenwind) ausgesetzt sind. Aus dem Newtonschen Gravitationsgesetz kann man ableiten, dass in jedem Zweikörpersystem die Bahnen Kegelschnitte sind - das heißt Kreise, Ellipsen, Parabeln oder Hyperbeln. Hyperbelnen. Die Richtung des Bahnknotens (Ω) wird vom Frühlingspunkt gezählt (Näheres siehe Keplerellipse).]] Sie lassen sich - bei bewegten Punktmassen im Vakuum - exakt durch 6 Bahnelemente beschreiben:
- die Ellipsenform durch große Halbachse und Exzentrizität (a, e)
- die Bahnebene durch die zwei Winkel i, Ω
- und die Ellipsenlage und Perigäumszeit durch ω und T. Die wahren Umlaufbahnen weichen allerdings von diesen idealen "Keplerellipsen" ab, weil sie prinzipiell auch der Gravitationswirkung aller anderen Körper des Systems unterliegen. Solange die Körper weit genug voneinander entfernt sind, bleiben die Differenzen zu den idealisierten Kegelschnitten minimal. Die sog. Bahnstörungen lassen sich durch die "Störungsrechnung" der Himmelsmechanik ermitteln, die auf Carl Friedrich Gauß und einige seiner Zeitgenossen zurückgeht. Sie modelliert die einzelnen Kräfte und berechnet, wie die momentane Keplerellipse "oskulierend" in die nächste Ellipse übergeht. Zusätzlich bewirkt jede ungleiche Massenverteilung - wie die Abplattung von rotierenden Planeten - ein etwas inhomogenes Gravitationsfeld; es ist insbesondere an Änderungen der Bahnen ihrer Monde zu bemerken. Auch die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt Effekte, welche die Umlaufbahnen geringfügig verändern. Beispielsweise zeigt der Planet Merkur eine zwar kleine, aber durchaus messbare Abweichung von einer Ellipsenbahn. Er kommt nach einem Umlauf nicht mehr genau auf den Ausgangspunkt zurück, sondern folgt durch einer rechtläufigen Drehung der Apsidenlinie einer Rosettenbahn. Diese Periheldrehung kann die Newtonsche Gravitationstheorie zwar erklären, aber nicht vollständig. Dazu müsste die Sonne eine etwas abgeflachte Form haben. Eine hinreichende Erklärung für die Gesamtgröße der Periheldrehung aller betroffenen Planeten liefert die Allgemeine Relativitätstheorie. Auch Doppelsterne folgen genähert den Keplerschen Gesetzen, wenn man ihre Bewegung als zwei Ellipsen um den gemeinsamen Schwerpunkt versteht. Nur bei Mehrfachsystemen oder sehr engen Sternpaaren sind spezielle Methoden der Störungsrechnung erforderlich. Noch größere Instabilitäten weisen die Orbite zweier eng einander umkreisender Neutronensterne auf. Durch die Effekte der Raum-Zeit-Relativität entsteht Gravitationsstrahlung, und die Neutronensterne stürzen (nach langer Zeit) ineinander. Zahlreiche Röntgenquellen am Himmel sind auf diese Weise zu erklären. Als die Physiker um die Jahrhundertwende begannen, die Bahnen der Elektronen im Atom zu berechnen, dachten sie an ein Planetensystem im Kleinen. Die ersten Modelle waren Keplerbahnen der Elektronen um den Atomkern. Allerdings erkannte man bald, dass Elektronen, die um den Kern kreisen, gemäß den Maxwellgleichungen Elektromagnetische Wellen aussenden und wegen der so abgestrahlten Energie in Bruchteilen von Sekunden in den Atomkern stürzen müssten. Dies war eines der Probleme, die schließlich zur Entwicklung der Quantenmechanik führten.

Erdumlaufbahnen

Die meisten Raumflüge finden in niedrigen Bahnen (einige 100 km) um die Erde statt (z.B. Space-Shuttle-Missionen). Von besonderer Bedeutung ist auch die geostationäre Bahn in 35.800 km Höhe ohne Bahnneigung. Satelliten in diesem Orbit stehen relativ zur Erdoberfläche still, was insbesondere für Kommunikationssatelliten von Vorteil ist. Entgegengesetzte Forderungen werden an Beobachtungssatelliten wie Wettersatelliten oder Spionagesatelliten gestellt. Diese sollen nach Möglichkeit die gesamte Erdoberfläche beobachten können. Deshalb wird hier ein niedriger polarer Orbit gewählt, d.h. der Satellit fliegt ungefähr über die Pole der Erde. Durch diese Bahn können alle Breitengrade erfasst werden, und da sich die Erde unter der Bahnebene durch dreht, kann so nach und nach die gesamte Erdoberfläche untersucht werden.

Arten von Erdorbits

Low Earth Orbit (LEO)


- Höhe: 200 - 1200km
  - Höhen zwischen 1200 und 3000 km Höhe sind zwar theoretisch denkbar, werden aber auf Grund der hohen Strahlungsbelastung durch den Van-Allen-Gürtel nach Möglichkeit vermieden.
- Besonderheiten: Energieärmste Bahnen und damit am leichtesten zu erreichen. Raumfahrzeuge bewegen sich mit etwa 7 km/s mindestens 10x schneller um die Erde, als diese sich dreht.
- Wird genutzt für:
  - Low-Earth-Orbit-Satellit
  - Bemannte Raumfahrt (außer den Apollo-Missionen zum Mond) und Raumstationen.
  - Spionagesatelliten (aufgrund ihrer Erdnähe) (z.B. amerikanische Keyhole-Satelliten)
  - astronomische Satelliten (z.B. Hubble Teleskop)
  - Erderkundungssatelliten (z.B. ERS)
  - Globale Kommunikationssatellitensysteme (z.B. Iridium)

Sonnensynchroner Orbit (SSO)


- Höhe: 700-1000 km
- Besonderheiten: Durch die Abweichung der Erde von der Kugelform wirkt auf jede Satellitenbahn, die nicht genau im Äquator oder senkrecht dazu liegt, ein Drehmoment, das eine Präzessionsbewegung der Bahnebene um die Erdachse zur Folge hat. Bei Satellitenbahnen, die in die gleiche Richtung wie die Erdrotation verlaufen, wirkt die Präzessionsbewegung entgegengesetzt zur Erdrotation. Bei Bahnen entgegen der Erdrotation wirkt die Präzession in die gleiche Richtung wie die Erdrotation.
Bei einer bestimmten Inklination zwischen ca. 96° und 99° (u.a. abhängig von der Höhe des Orbits) beträgt die Präzession für Satelliten im LEO genau eine Umdrehung pro Jahr, so dass die Orientierung der Bahn gegenüber der Sonne immer gleich bleibt. Der Satellit passiert einen Punkt auf der Oberfläche immer zur selben Ortszeit, wodurch sich die gewonnenen Daten verschiedener Tage leichter vergleichen lassen, da sich das Reflexionsverhalten von Oberflächen mit dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ändert. Eine genaue wissenschaftliche Klassifikation und ein Vergleich der Daten ist also nur dann möglich, wenn der Winkel Sonne-Erde-Satellit im Beobachtungszeitraum immer gleich ist, was durch den SSO erreicht wird. Bewegt sich der Satellit entlang der Dämmerungszone (Morgen- bzw. Abendstunde), läßt sich auf optischen Aufnahmen die Höhe von Objekten aus der Länge des Schattenwurfs ableiten. Wenn der Satellit zusätzlich die Erde so umkreist, dass er den Erdschatten nicht passiert, kann er ständig von Solarzellen mit Energie versorgt werden und benötigt keine Batterien.
- Wird genutzt für:
  - Erderkundungssatelliten wie Landsat, ERS usw.
  - Meteorologische Satelliten
  - Spionagesatelliten
  - Sonnenbeobachtungssatelliten wie ACRIMSat, TRACE

Medium Earth Orbit (MEO)


- Höhe: 1000-36000 km
- Besonderheiten: Bahnhöhe zwischen LEO und GEO
- Wird genutzt für:
  - Medium-Earth-Orbit-Satellit
  - Globale Kommunikationssatellitensysteme wie Globalstar
  - Navigationssatelliten wie GPS, Galileo oder Glonass

Geotransfer Orbit (GTO)

: siehe auch: GTO-Transferbahn
- Höhe: 200-800 km Perigäum, 36000 km Apogäum
- Besonderheiten: Übergangsorbit, um einen GEO zu erreichen (siehe auch Hohmann-Transfer). Das Perigäum wird in den meisten Fällen vom Satelliten selbst angehoben, indem im Apogäum ein Raketenmotor gezündet wird. Einige Raketen wie die russischen Proton und die amerikanischen Titan IIIC, Titan IV Centaur, Atlas V und Delta IV sind in der Lage, Satelliten direkt im geostationären Orbit auszusetzten.

Geostationärer Orbit (GEO bzw. GSO)

:siehe auch: Geosynchrone Umlaufbahn
- Höhe: 35786 km auf einer Kreisbahn über dem Äquator
- Besonderheiten: Ein Satellit im GEO umrundet die Erde genauso schnell wie diese sich dreht - befindet sich also bezüglich eines Punktes auf der Erdoberfläche immer an derselben Position.
- Wird genutzt für:
  - Geostationärer Satellit
  - Kommunikationssatelliten
  - Satelliten für TV-Übertragung wie Astra oder Eutelsat

Highly Elliptical Orbit (HEO)

Geostationäre Orbits sind für die Versorgung von Polargebieten ungeeignet, weil die Satelliten in Polargebieten nur eine geringe Elevation haben, ab dem 82. Breitengrad sogar ganz unter den Horizont rutschen. HEO-Orbits sind hier eine Alternative, auch wenn der Aufwand für das Senden (mindestens 2 Satelliten für 24-Stunden-Versorgung notwendig) und Empfangen (Antennennachführung notwendig) deutlich höher als bei GEO sind. Siehe auch: Highly-Elliptical-Orbit-Satellit

Überblick der Umlaufbahnen

Eigenschaften

Highly-Elliptical-Orbit-Satellit Da die Form eines Orbits weitgehend einer Ellipse entspricht, wird die Flugbahn eines Satelliten über die Lage dieser Ellipse bezüglich des Zentralkörpers beschrieben.

Position der Ellipse bezüglich des Zentralkörpers


- i Inklination (Bahnneigung)
- \Omega Länge des aufsteigenden Knotens
- \omega Winkelabstand des Perigäums

Position auf der Ellipse und Form


- \phi wahre Anomalie
- a Große Halbachse
- e Exzentrizität

Umlaufzeit

Die Umlaufzeit eines Orbits berechnet sich zu :U = \sqrt mit
- U die Umlaufzeit,
- a die Große Halbachse,
- M1 und M2 die Massen des Zentralkörpers und des Satelliten,
- G die Gravitationskonstante. Zu beachten ist, dass die Umlaufzeit unabhängig von der Exzentrizität und damit von der kleinen Halbachse der Bahn ist. Alle ellipsenförmigen Umlaufbahnen mit der gleichen großen Halbachse benötigen die gleiche Umlaufzeit.

Siehe auch


- Bahnbestimmung, Bahnneigung, Bahnebene
- Baryzentrum, Gravitationskonstante, Himmelsmechanik
- Bahnstörungen eines Satelliten, Entdeckung des Neptun
- Atommodell, Niels Bohr
- Astrojax

Weblinks


- [http://www.schulphysik.de/strutz/keplergl.pdf wahre/ exzentrische Anomalie in Keplerbahnen (pdf-Dokument)] Kategorie