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Apollo 5

Apollo 5

Apollo 5 war ein unbemannter Testflug im Rahmen des Apollo-Projekts. Hauptziel war die Erprobung der Mondlandefähre, die zum ersten Mal im Weltraum getestet wurde. Die interne Projektbezeichnung war AS-204. Der Start erfolgte am 22. Januar 1968. Verwendet wurde eine Saturn 1B, es war dasselbe Exemplar, das auch beim Bodentest der Apollo 1 verwendet wurde, als drei Astronauten ums Leben kamen. Die Rakete blieb beim damaligen Brand unbeschädigt und konnte noch verwendet werden. In einer nahen Erdumlaufbahn wurde die Mondlandefähre vom Raumschiff getrennt. Als die Triebwerke gezündet wurden, brannten diese anstatt der geplanten 39 Sekunden nur 4 Sekunden und wurden dann vom Bordcomputer vorzeitig abgeschaltet. Weitere Triebwerktests verliefen jedoch erfolgreich. Nach Abschluss der Mission verblieb Apollo 5 im Erdorbit und verglühte einige Wochen später in der Atmosphäre.

Weblinks

[http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-5/apollo-5.html Missionsübersicht der NASA (engl.)] Apollo 05

Mondlandefähre

]] Die Mondlandefähre (-LM- für Lunar Module, oder auch -LEM- für Lunar Excursion Module) ist ein ab 1963 von der Firma Grumman für die NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickeltes Raumfahrzeug zur Landung auf dem Mond. Die Vorplanungen der NASA gehen allerdings schon bis ins Jahr 1960 zurück. Insgesamt wurden 16 Stück hergestellt.

Allgemein

Um Menschen auf den Mond zu bringen, gab es die verschiedensten Szenarien, die in der Frühphase des Apollo-Projekts durchdacht wurden. Relativ schnell kam die NASA von einem komplett auf dem Mond landenden Raumfahrzeug, hin zu einem geteilten System, bei dem ein Astronaut in der "Rückkehrkapsel" um den Mond kreist und ein gesondertes "Landefahrzeug" mit zwei Astronauten zur Mondexkursion genutzt werden soll.

Entwicklung

Szenarien]] Szenarien Szenarien Im Jahr 1963 erging dann der Auftrag zum Bau der Landefähre an die Firma Grumman in Bethpage, New York. Thomas J. Kelly, der schon die Frühstudien zur Entwicklung des LM begleitete, wird im allgemeinen als der Vater der Landefähre bezeichnet. Wie er allerdings selbst sagte, war das LM eine Gemeinschaftsproduktion vieler. Beispielsweise waren auch die zukünftigen Apollo-Astronauten an der Entwicklung und Konstruktion beteiligt, da sie das LM ja letztendlich fliegen und landen mussten. Hauptsächlich waren dies Scott Carpenter, Charles Conrad, und Donn Eisele. Das LM war das größte bemannte Raumfahrzeug, das bis daher je entwickelt und gebaut wurde. Für zwei Astronauten musste im Innern der Landefähre Platz genug vorhanden sein, um das LM evt. auch manuell zu fliegen und zu landen (Dies sollte im Stehen passieren). Die Insassen mussten sich die Raumanzüge an- und auch wieder ausziehen können. Daneben musste auch noch Raum für die mitgebrachten Bodenproben (Mondgestein) vorhanden sein. Des Weiteren mussten für die Astronauten Schlafmöglichkeiten gegeben sein. Da das LM alleine zum Mond abstieg, musste es auch ein eigenständiges Lebenserhaltungssystem und eine unabhängig arbeitende Elektrik haben. Die Firmen, die den Zuschlag zur Entwicklung dieser Komponenten erhielten waren andere, als die, die für die Apollo Kommando- und Serviceeinheit verantwortlich waren. Bei der Apollo 13 Mission stellte sich das als fataler Fehler heraus, da beide Systeme teilweise inkompatibel waren. Trotzdem konnten auch die Astronauten von Apollo 13 zur Erde zurückkehren, in dem sie sich nach der Explosion in der Serviceeinheit eine längere Zeit im noch funktionsfähigen LM aufhielten. Das LM diente hier sozusagen als Rettungsboot. Ein spezielles Problem stellten die Landebeine dar. Sie sollten so grazil und leicht wie möglich, aber auch so stabil wie nötig, für eine Landung auf dem Mond sein. Außerdem mussten sie einklappbar sein, da der Transport des LM in einer Raketenstufe schon relativ früh festgelegt wurde. Zu Beginn der Planungen sahen die Entwickler fünf Landebeine vor. Aus Platzgründen wurden dann aber nur vier realisiert, was der Standstabilität aber keinen Abbruch tat. Zum Erreichen der Mondoberfläche bekam ein Landebein eine anmontierte Leiter. Aber das wohl größte Problem, das sich ergab war die Unmöglichkeit die Flugeigenschaften des LM in der Erdatmosphäre zu testen. Es sollte versucht werden die Mondgravitation nachzubilden, indem den Landern mittels zusätzlicher Triebwerke ein Auftrieb gegeben werden sollte. Da sich Auftrieb und Steuerdüsen aber gegenseitig beeinflussten, stürzten die Lander meist seitlich ab. Auch Tests mit an Helikoptern aufgehängten Landern brachten keine verwertbaren Ergebnisse. So wurden zu Übungszwecken Flugtests mit Landegestellen, den LLTVs durchgeführt. Eine besondere Konstruktion war die LLRF zum Üben der letzten Landesequenz bis zum Aufsetzen. Während des Starts, zweieinhalb Erdorbits und dem Einschuss in die Mondbahn, verweilte die Landefähre in der dritten Stufe der Saturn V und wurde dann nach Abtrennung des Apollo Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus ihr entnommen. Die Gesamtkombination flog dann zum Mond.

Technische Daten

Die Landefähre hatte ein Gesamtgewicht von 14.696 kg, eine Höhe von 6,40m und einen Durchmesser von 4.30m (9,50m bei ausgefahrenen Landebeinen). Sie bestand aus über einer Million Teilen, hatte redundant ausgelegte Funk- und Radargeräte, mehrere Triebwerke und einen Computer. Die Mondlandefähre wurde nach rein funktionalen Gesichtspunkten entwickelt. Aerodynamik spielte keine Rolle. Das System bestand aus 2 Stufen: der Abstiegsstufe (Descent Stage - DS) und der Aufstiegsstufe (Ascent Stage - AS), von denen jede mit einem Haupttriebwerk ausgestattet war.

Abstiegsstufe (DS)

Die Abstiegsstufe war der untere Teil und enthielt neben dem Triebwerk die Tanks für Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und Helium. Weiter die 4 Landebeine und Ausrüstung für die Außenmissionen. Die Landebeine gaben dem Vehikel ein spinnenartiges Aussehen, was ihm bei den Astronauten auch den Spitznamen "Spider" eintrug. Die Stufe war inklusive der Landebeine 3,24 m hoch. An dem Bein, das sich unter der Ausstiegsluke befand, war eine Leiter angebracht. Nach Abschluss der Mission diente die Abstiegsstufe als Startbasis für die Aufstiegsstufe. Ein Sprengmechanismus trennte die beiden Stufen voneinander, wobei die Abstiegsstufe schließlich auf dem Mond zurückblieb. Notfalls konnte die Trennung auch während der Abstiegsphase durchgeführt werden, um den Abbruch einer Landung mit sicherer Rückkehr zum Apollo Raumschiff (CSM) zu ermöglich.

Triebwerk der Abstiegsstufe

Den meisten Platz in der Abstiegsstufe benötigten die vier Tanks, je zwei für den Brennstoff und den Oxidator sowie das Abstiegstriebwerk. Dieses war schwenkbar und lieferte eine Schubleistung von 10.000 lbs. Die Leistung des Triebwerks konnte vom Computer oder manuell auf 1050 lbs gedrosselt werden. Alle Triebwerke an Bord verwendeten als Treibstoff ein Gemisch aus 50% Hydrazin (N_2H_4) und 50% Unsymmetrischem Dimethylhydrazin, genannt Aerozine 50. In Verbindung mit dem Oxidator Distickstofftetroxid (N_2O_4) ist die Mischung hochexplosiv und hypergol, zündet also bei Kontakt miteinander selbstständig, ohne das ein Zündsystem gebraucht würde. Ein weiterer Tank enthielt Helium welches als Treibgas den Oxidator und den Brennstoff in die Brennkammer presste.

Aufstiegsstufe (AS)

Treibgas Die Aufstiegsstufe enthielt die Kabine für zwei Astronauten, einen mittleren Abschnitt mit allen Kontrollen und das Aufstiegstriebwerk. Um Gewicht zu sparen, mussten die beiden Astronauten bei der Landung stehen. Sie wurden von Gurten in ihrer Position gehalten. Im vorderen Fußbereich, zwischen den Astronauten, befand sich eine Luke von etwa 1 m Durchmesser, die nach der Landung zum Ausstieg genutzt wurde. Im Mittelabschnitt befanden sich ein großer Teil der Lenk- und Kommunikations- sowie der Drucksysteme. Hier wurden auch die Gesteinsproben für den Rücktranport untergebracht. Eine weitere Luke von etwa 84 cm Durchmesser war im oberen Bereich des mittleren Abschnitts angebracht. Diese Luke war die Verbindung zwischen der Landefähre und dem Kommandomodul.

Triebwerk der Aufstiegsstufe

Das Triebwerk für den Rückstart vom Mond erzeugte lediglich einen Schub von 3.500 Pfund und konnte nur zweimal gestartet werden. Das war ausreichend um die 4,5 Tonnen schwere Aufstiegsstufe zurück in den Mondorbit zu befördern. Die Steuerung während der Abstiegs- und Wiederaufstiegsphase wurde von einem Computer durchgeführt. Eine manuelle Steuerung war aber ebenfalls möglich. Die Lage der Mondlandefähre im Raum wurde durch 16 Steuerdüsen, die in vier Gruppen angeordnet waren, kontrolliert.

Mondauto

Apollo 15 war im Rahmen des Apollo-Projekts die erste der 3 so genannten J-Missionen, die einen längeren Aufenthalt auf dem Mond vorsahen. Ein batteriebetriebenes Mondauto (eng. Lunar Roving Vehicle), das zum Transport zusammengeklappt an der Außenseite der Mondlandefähre angebracht war, erlaubte es, sich freier über die Mondoberfläche zu bewegen und ein größeres Gebiet zu erforschen.

Klimasystem

Das Klimasystem der Mondlandefähre war mit den Raumanzügen der Astronauten so weit kompatibel, dass sie an der Fähre bis zu sechsmal wieder aufgeladen werden konnten.

Historie der 16 Mondlandefähren

LM-2 war für einen unbemannten Test im Erdorbit vorgesehen. Aufgrund des Erfolgs von LM-1 wurde auf diesen Test verzichtet. LM-9 war für einen Mondflug vorgesehen, der zwischen Apollo 14 und Apollo 15 hätte stattfinden sollen, der aber aus Kostengründen gestrichen wurde. Für Apollo 15 wurde LM-10 verwendet, das eine längere Aufenthaltsdauer ermöglichte, und ein Mondauto mitführen konnte. Als weitere Apollo-Flüge abgesagt wurden, waren LM-13 bis LM-16 bereits im Bau. LM-15 wurde von Grumman verschrottet.

Weblinks


- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/SP-4205/ch6-1.html Die Landefähre (NASA: Chariots for Apollo, Kapitel 6) - englisch]
- [http://www.nasm.si.edu Smithsonian National Air and Space Museum]
- [http://www.ksc.nasa.gov John F. Kennedy Space Center]
- [http://www.cradleofaviation.org The Cradle of Aviation Museum]
- [http://www.msichicago.org Museum of Science and Industry]
- [http://users.specdata.com/home/pullo Detaillierte Daten des LEM Teams]
- [http://www.northgrum.com Nachfolge des Mergers zwischen Grumman und Northrop]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/movie/as17_liftoff.mov Start der Apollo 17 vom Mond als Quicktime Movie.] Kategorie:Apolloprogramm

Weltraum

---Sidenote START---
Als Universum (v. lat.: universus = gesamt; v. unus und versus = „in eins gekehrt“) wird allgemein die Gesamtheit aller Dinge und Objekte bezeichnet. Im speziellen meint man damit den Weltraum, auch Weltall oder Kosmos (v. griechisch kósmos - (Welt)Ordnung, Schmuck, Anstand; das Gegenstück zum Chaos) bezeichnet die Welt bzw. das Weltall sowohl als das sichtbare Universum als auch als geordnetes, harmonisches Ganzes. Der Begriff Universum wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Weltall eingedeutscht. Oft wird mit dem Begriff Weltraum auch nur der Raum außerhalb der Erdatmosphäre bezeichnet. Da der Übergang von der Erdatmosphäre zum Weltraum fließend ist, existieren mehrere festgelegte Grenzen. International anerkannt ist die Definition der Fédération Aéronautique Internationale, nach der der Weltraum in einer Höhe von 100 km beginnt. Nach der Definition der NASA und der US Air Force beginnt der Weltraum bereits in einer Höhe von etwa 80 km (50 Meilen) über dem Boden.

Allgemeines

Die heute anerkannte Theorie zur Beschreibung der großräumigen Struktur des Universums ist die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein. Auch die Quantenphysik hat bislang wichtige Beiträge zum Verständnis speziell des frühen Universums geliefert, in dem die Dichte und Temperatur sehr hoch waren und viele Prozesse unter Beteiligung von Elementarteilchen abliefen. Wahrscheinlich wird ein vollständigeres Verständnis des Universums erst erreicht, wenn die Physik eine Theorie entwirft, die die Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantenphysik vereint. In dieser Theorie der Quantengravitation sollen die vier Grundkräfte der Physik vereint werden. Die Kosmologie, ein Teilgebiet sowohl der Philosophie als auch der Physik, befasst sich mit dem Studium des Universums, und versucht Eigenschaften des Universums wie beispielsweise die Frage nach der Feinabstimmung zu beantworten.

Herkunft, Alter und Zusammensetzung

In der klassischen Urknalltheorie wird angenommen, dass das Universum zu einem bestimmten Augenblick, dem Urknall (auch Big Bang), entstand und sich seitdem ausdehnt. Diese Theorie macht jedoch keine Aussagen darüber, was vor dem Urknall gewesen sein könnte, oder weshalb er überhaupt stattfand. Das Alter des Universums ist aufgrund von Präzisionsmessungen des Satelliten WMAP mit 13,7 Milliarden Jahren relativ genau datierbar. Dies setzt voraus, dass der Urknall tatsächlich als zeitlicher Beginn des Universum betrachtet werden kann, was wegen Unkenntnis der physikalischen Gesetze für den Zustand unmittelbar nach Beginn des Urknalls nicht gesichert ist. Allerdings kann ein statisches Universum, dass unendlich alt und unendlich gross ist ausgeschlossen werden, nicht jedoch ein dynamisches unendlich grosses Weltall. Zum einen wegen der beobachteten Expansion des Weltalls, des Weiteren wies schon der Astronom Heinrich Wilhelm Olbers darauf hin, dass bei unendlicher Ausdehnung und unendlichem Alter eines statischen Universums es nachts nicht mehr dunkel werden dürfte (Olberssche Paradoxon). Im intergalaktischen Raum (siehe auch Galaxie) beträgt die Dichte etwa ein Wasserstoff-Atom pro Kubikkilometer, innerhalb von Galaxien ist sie jedoch wesentlich höher. Desgleichen ist der Raum von Feldern und Strahlung durchsetzt. Die Temperatur der Hintergrundstrahlung beträgt derzeit 2,7 Kelvin (also ca. -270°C). Sie entstand 380.000 Jahre nach dem Urknall und wird auch als Geburtsschrei unseres Universums bezeichnet. Das Universum besteht nur zu einem kleinen Teil aus uns bekannter Materie und Energie (4 %), der größte Teil macht eine bis heute weitgehend unverstandene „dunkle Materie“ (23 %) und „dunkle Energie“ (73 %) aus, die für die beschleunigte Expansion verantwortlich ist, auf welche aus den Daten des Satelliten WMAP geschlossen wurde. Die Gesamtmasse des sichtbaren Universums liegt zwischen 8,5·1052 und 1053 kg. Ohne dunkle Energie würde sich durch die Gravitationswirkung der Materie die Expansion des Universums verlangsamen und, sofern genügend Materie vorhanden ist, letztendlich umkehren: das Universum würde in einem sogenannten „Big Crunch“ wieder in sich zusammenstürzen und zu einer Singularität kollabieren. Ein Stern besteht zu ca. 70 % aus Wasserstoff (H2) und ca. 30 % aus Helium (He). Die anderen chemischen Elemente, insbesondere die, aus denen die Planeten bestehen, können bei dieser groben Rechnung vernachlässigt werden. Daraus errechnet sich das Durchschnittsgewicht eines Atoms mit 2,14 x 10-27 kg. Die Masse eines Sterns beträgt in der Regel 2 x 1030 kg, enthält also 1057 Atome. Im sichtbaren Universum kann man von 100 Milliarden oder 1011 Galaxien ausgehen, die jeweils 1011 Sterne enthalten. Das ergibt 1022 Sterne. Die Zahl der Atome im sichtbaren Weltall dürfte daher bei 1079 Atomen liegen. Nach genaueren Berechnungen unter Verwendung der Theorie des inflationären Universums wird die Anzahl der Teilchen im beobachtbaren Universum zwischen 4·1078 und 6·1079 geschätzt.

Form und Volumen

Die Anschauung könnte die Vermutung nahelegen, dass aus der Urknalltheorie eine "Kugelform" des Universums folgere; das ist jedoch nur eine von mehreren Möglichkeiten. So wurden neben einem flachen unendlichen Universum viele andere Formen vorgeschlagen. Darunter beispielseise eine Hypertorusform, oder auch die in populärwissenschaftlichen Publikationen als "Fussballform" und "Trompetenform" bekannt gewordenen Formen. Im CDM-Standardmodell (CDM von engl. Cold Dark Matter ) sowie dem aktuelleren Lambda-CDM-Standardmodell, welches die gemessene Beschleunigung der Expansion des Universums berücksichtigt, wird von einer euklidischen Geometrie und einem unendlichen Volumen des Universums ausgegangen. Dies ist nicht zwingend, da es gegenwärtig nur möglich ist, eine untere Grenze für die Ausdehnung des Universums anzugeben. Beobachtungsdaten des Satelliten WMAP schliessen nach Neil Cornish die meisten Beschreibungsmodelle des Universums, welche einen Radius kleiner 75 Milliarden Lichjahren besitzen, aus. Da die gemessene Geometrie von einer euklidischen nicht zu unterscheiden ist, wird das Lambda-CDM-Standardmodell jedoch als das einfachste Modell angesehen, welches an die Beobachtungsdaten angepasst werden kann. Wichtig ist der Unterschied zwischen Unendlichkeit und Unbegrenztheit: Auch wenn das Universum ein endliches Volumen besitzen würde, so wäre es dennoch unbegrenzt. Leicht anschaulich wird dieses Modell unter Weglassung einer Dimension: Eine Kugeloberfläche hat eine endliche Fläche, hat aber keinen Mittelpunkt und ist unbegrenzt (man kann auf ihrer Oberfläche herumlaufen, ohne an ein Ende anzustoßen). So wie eine zweidimensionale Kugeloberfläche in einem dreidimesionalen Raum eingebettet ist, kann man, falls das Universum nicht flach sondern gekrümmt ist, sich diesen gekrümmten Raum als in einem höherdimensionalen Raum eingebettet vorstellen.

Zusammenhang zwischen Massendichte, lokaler Geometrie und Form

Obwohl die lokale Geometrie sehr nahe an eine flachen, euklidischen Geometrie liegt, ist auch eine sphärische oder hyperbolische Geometrie nicht ausgeschlosssen. Da die lokale Geometrie mit der globalen Form (Topologie) und dem Volumen des Universums verknüpft ist, ist letztlich auch unbekannt ob das Volumen endlich ist (mathematisch ausgedrückt: ein topologischer Kompakter Raum) oder ob das Universum einen unendlichen Rauminhalt besitzt. Welche Geometrien und Formen für das Universum möglich sind, hängt gemäss der Friedmann-Gleichungen, welche die Entwicklung des Universums im Standard-Urknallmodell beschreiben, wiederum wesentlich von der Energiedichte bzw. der Massendichte im Universum ab:
- Ist diese Dichte kleiner als ein bestimmter, als kritische Dichte bezeichneter Wert, so wird die lokale Geometrie als hyberbolisch bezeichnet, da sie als das dreidimensionale Analogon zu einer zweidimensionalen hyperbolische Fläche angesehen werden kann. Ein hyberbolisches Universum ist offen, d. h. ein gegebenes Volumenelement innerhalb des Universums dehnt sich immer weiter aus, ohne jemals zum Stillstand zu kommen. Das Gesamtvolumen eines hyperbolischen Universums kann sowohl unendlich als auch endlich sein.
- Ist die Energiedichte exakt gleich der kritischen Dichte, ist die Geometrie des Universums flach (euklidisch). Das Gesamtvolumen eines flachen Universums ist im einfachsten Fall, wenn man einen euklischen Raum als einfachste Topologie annimmt, unendlich. Es sind aber auch Topologien mit endlichem Rauminhalt mit einem euklidischen Universum zu vereinbaren. Beispielsweise ist ein Hypertorus als Form möglich. Auch ein flaches Universum ist wie das hyperbolische Universum offen, ein gegebenes Volumenelement dehnt sich also immer weiter aus.
- Ist die Energiedichte größer als die kritische Dichte, wird es als "sphärisch" bezeichnet. Das Volumen eines sphärischen Universums ist endlich. Im Gegensatz zum euklidischen und zum hyperbolischen Universum kommt die Ausdehnung des Universums irgendwann zum Stillstand und kehrt sich danach um. Das Universum "stürzt" also wieder in sich zusammen. Gegenwärtige astronomische Beobachtungsdaten erlauben es nicht, das Universum von einem euklidischen Universum zu unterscheiden. Die bisher gemessene Energiedichte des Universums liegt also so nahe an der kritischen Dichte, dass die experimentellen Fehler es nicht ermöglichen, zwischen den drei grundlegendenen Fällen zu unterscheiden.

Überlegungen zum unendlichen Volumen

Interessant sind auch die philosophischen Implikationen, welche sich als Konsequenzen aus einem Universum mit unendlichem Volumen ergeben würden. Selbst extrem unwahrscheinliche, aber mögliche Ereignisse müssten sich in einem solchen Universum unendlich oft ereignen, solange die Wahrscheinlichkeit wenigstens noch größer als Null ist. Dies wird zum Beispiel oft in Argumentationen zusammen mit dem anthropischen Prinzip verwendet, um einige, für die menschliche Extistenz notwendige, Voraussetzungen zu erklären. Zieht man allerdings in Betracht, dass gemäß der Quantentheorie in einem vorgegebenen Raumvolumen nur eine endliche Anzahl von Zuständen untergebracht werden kann, ergeben sich manche dieser Konsequenzen schon bei Universen mit endlichem aber hinreichend großem Volumen. So schloss der Physiker Max Tegmark, dass aus dem gegenwärtigen Standardmodell des Universums folgt, dass im Durchschnitt alle ^ Meter eine "Zwillingswelt" existieren muss.

Strukturen innerhalb des Universums

Auf der derzeit größten Skala bilden Galaxienhaufen und noch größere Superhaufen fadenartige Filamente, die riesige, blasenartige Hohlräume (engl. Voids) formen. Es ergibt sich die folgende Rangfolge: #Filamente und Voids #Superhaufen (Bsp: Große Mauer Durchmesser: ca. 1 Mrd. Lichtjahre) #Galaxienhaufen, Lokale Gruppe #Galaxie (Bsp: Milchstraße Durchmesser: 100.000 Lichtjahre) #Sternhaufen #Sonnensystem (Bsp: Unser Sonnensystem: Durchmesser: ca. 300 AE = 11 Lichtstunden) #Stern (Bsp: Unsere Sonne Durchmesser: 1.392.500 km) #Planet (Bsp: Erde Durchmesser: 12.756,2 km) #Mond (Bsp: Unser Mond Durchmesser: 3.476 km) #Trojaner, Staubwolken und Asteroiden in Lagrange-Punkten

Siehe auch


- Astronomie
- Viele-Welten-Theorie
- Multiversum
- Paralleluniversum, Parallelwelt
- Raumfahrt, Kosmologie, Weltraumvertrag

Literatur


- Die ersten drei Minuten, Steven Weinberg (Nobelpreisträger Physik)
- Bildatlas des Weltraums, Antonín Rükl, Werner-Dausien-Verlag, Prag 1988 / Hanau 1992 (dt. Übers.) - ISBN 3768428087
- [http://arxiv.org/PS_cache/astro-ph/pdf/0310/0310571.pdf A Map of the Universe, J. Richard Gott III, Mario Juric, David Schlegel, Fiona Hoyle, Michael Vogeley, Max Tegmark, Neta Bahcall, Jon Brinkmann]

Weblinks


- [http://linpop.zdf.de/ZDFxt/module/space/start.html „Weltall erkunden“]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/15826/1.html „Der Kosmos ist ein kleiner Fußball“]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/default.html Special Weltraum] Telepolis-Artikel zum Thema Weltraum
- [http://www.pointcom.eu.com Die Suche nach Außerirdischer Intelligenz]
- [http://www.shatters.net/celestia Celestia: Ein Freeware Programm um entdeckte Asteroiden, Planeten, Sonnen und Galaxien dreidimensional anzuzeigen und zu Durchfliegen]

Videos


- Real Video Streams: (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981206.rm Wie groß ist das Universum?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981220.rm Sind wir allein im Universum?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990926.rm Sind wir allein im Universum II?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=991010.rm&e=14:18 Wer sind unsere kosmischen Nachbarn?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=000130.rm Wird sich das Universum wieder zusammenziehen?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=001119.rm&g2=1 Wieviele Dimensionen hat das Universum?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010819.rm Wie sieht die Zukunft des Universums aus?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010916.rm Wie kalt ist es im Universum?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=020901.rm Ist das Universum symmetrisch?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=031029.rm Warum ist das Universum so kalt?] Kategorie:Kosmologie ja:宇宙 ko:우주 ms:Alam Semesta simple:Universe

22. Januar

Der 22. Januar (in Österreich: 22. Jänner) ist der 22. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben 343 Tage (in Schaltjahren 344 Tage) bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 661 - Kalif Ali ibn Abi Talib fällt einem Attentat der Charidschiten zum Opfer. Er erliegt den Verletzungen am 24. Januar 661.
- 888 - Guido von Spoleto wird König von Italien
- 1771 - Spanien tritt die Falklandinseln an Großbritannien ab.
- 1813 - Eine britisch-indianische Armee besiegt in der Schlacht bei Frenchtown eine etwa 1.000 Mann zählende amerikanische Truppe und zwingt sie zur Kapitulation. Indianer ermorden anschließend etwa 30-60 verwundete Amerikaner (sog. River Raisin Massacre)
- 1901 - Großbritannien. Tod von Königin Victoria.
- 1905 - Beim Petersburger Blutsonntag töten die Truppen des russischen Zaren über 1000 Demonstranten.
- 1932 - El Salvador. Aufwiegelung der Landarbeiter und Kleinbauern durch die Kommunistische Partei. Das Militär tötet darauf über 4.000 Menschen, 30.000 in den folgenden Tagen.
- 1946 - Deutschland. Konrad Adenauer wird zum Vorsitzenden der CDU für die britische Zone gewählt.
- 1946 - Gründung der kurdischen Republik Mahabad
- 1957 - Israel zieht sich vom Sinai zurück.
- 1963 - Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Vertrags (Elysée-Vertrag) durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle.
- 1997 - Kanada. Außenminister Lloyd Axworthy zu Besuch in Kuba. Er unterzeichnet in Havanna ein Abkommen über die Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen beider Staaten.
- 2000 - Ecuador. Dr. Gustavo Noboa Bejarano wird Staatspräsident.
- 2001 - Shanghai, Volksrepublik China. Deutschland und China unterzeichnen einen Vertrag zum Bau der Magnetschwebebahn Transrapid. Gebaut werden soll eine 200 Kilometer lange Bahnverbindung zwischen Shanghai und Hangzhou sowie eine 1.300 Kilometer lang.
- 2002 - Bulgarien. Georgi Parvanov wird Regierungspräsident
- 2003 - Parlamentswahl in den Niederlanden

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1718 - Uraufführung des musikalischen Dramas "Sofonisba" von Leonardo Leo am Teatro S. Bartolomeo in Neapel.
- 1773 - Uraufführung der Oper "Der Töpfer" von Johann André in Hanau.
- 1904 - Uraufführung der Oper "Nal und Damajanti" (Orig.: Nal' i Damajanti) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1913 - Uraufführung der komischen Oper "Tante Simona" von Ernst von Dohnányi an der Hofoper in Dresden.
- 1934 - Uraufführung der Oper "Lady Macbeth von Mzensk" (Orig.: Katerina Ismailowa) von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch am Maly-Theater in Sankt Petersburg.

Religion


- 1276 - Innozenz V. wird als Papst inthronisiert
- 1506 - Die von Papst Julius II gegründete Schweizergarde marschiert erstmals im Vatikan ein

Katastrophen


- 1952 - Elizabeth, New Jersey, USA. Ein Verkehrsflugzeug stürzt auf die Stadt. 30 Menschen sterben, inklusive 7 Einwohner.
- 1973 - Kano, Nigeria. Eine Boeing 707 der Nigerian Airlines verunglückt auf dem Rückweg von Mekka Saudi-Arabien mit 176 Pilgern an Bord. Alle 176 Menschen, sowie die Crew, sterben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1973 - George Foreman gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Joe Frazier im National Stadium, Kingston, Jamaika, durch technischen KO.
- 1988 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO

Geboren

USA USA USA
- 1263 - Ibn Taimiya, islamischer Theologe und Rechtsgelehrter der (neo)-hanbalitischen Rechtsschule
- 1440 - Iwan III. (Russland), von 1462 bis 1503 Fürstsouverän von ganz Russland
- 1492 - Beatrix von Baden, Markgräfin von Baden
- 1536 - Philibert von Baden, Markgraf von Baden
- 1561 - Francis Bacon, englischer Philosoph, Schriftsteller und Staatsmann; Wegbereiter des Empirismus
- 1572 - John Donne, englischer Schriftsteller
- 1592 - Pierre Gassendi, französischer Philosoph, Theologe, Mathematiker, Astronom und Physiker
- 1690 - Nicolas Lancret, französischer Maler
- 1710 - Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey, lothringischer Architekt
- 1729 - Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Dichter der Aufklärung
- 1733 - Philipp Carteret, englischer Seefahrer und Entdecker
- 1770 - Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes
- 1773 - Clemens August Droste zu Vischering, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1775 - André-Marie Ampère, französischer Physiker und Mathematiker
- 1777 - Joseph Hume, britischer Politiker
- 1788 - George Gordon Byron, 6. Baron Byron of Rochdale, englischer Dichter
- 1796 - Karl Ernst Claus, deutsch-russischer Chemiker und Entdecker des Rutheniums
- 1797 - Maria Leopoldine von Österreich, Erzherzogin von Österreich, Kaiserin von Brasilien
- 1800 - Christoph Merian, Großgrundbesitzer und Stiftungsgründer
- 1806 - Antonio Caccia der Ältere, Schweizer Schriftsteller italienischer Sprache
- 1817 - Eugen Adam, deutscher Schlachtenmaler
- 1820 - Hermann Lingg, deutscher Dichter
- 1831 - John Blenkinsop, englischer Grubenbetriebsleiter und Ingenieur
- 1843 - Friedrich Blass, deutscher Altphilologe
- 1849 - August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Dramatiker
- 1850 - Karl Litzmann, deutscher General der Infanterie im Ersten Weltkrieg
- 1855 - Albert Neisser, deutscher Dermatologe
- 1855 - Ernst Kullak, deutscher Pianist und Komponist
- 1858 - Beatrice Webb, englische Soziologin
- 1858 - Frederick Lugard, britischer Afrika-Forscher
- 1865 - Friedrich Paschen, deutscher Physiker
- 1865 - Jean Paul Ertel, deutscher Komponist
- 1867 - Auguste Supper, deutsche Schriftstellerin
- 1870 - Charles Tournemire, französischer Komponist
- 1874 - Vincenzo Lapuma, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1875 - David Griffith, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1877 - Hjalmar Schacht, deutscher Politiker, Minister und Reichsbankpräsident
- 1877 - Horace Greely Hjalmar Schacht, deutscher Politiker, Minister und Reichsbankpräsident
- 1879 - Francis Picabia, kubanischer Schriftsteller, Maler, Grafiker
- 1880 - Frigyes Riesz, ungarischer Mathematiker
- 1882 - Karl Ettlinger, deutscher Journalist, Schriftsteller und Humorist
- 1885 - Eugène Christophe, französischer Radrennfahrer
- 1886 - John J. Becker, US-amerikanischer Komponist
- 1886 - Oskar Jellinek, österreichischer Schriftsteller
- 1886 - Robert von Ungern-Sternberg, Baron deutsch-baltischer Herkunft in zaristischen Diensten
- 1888 - Willy Moog, deutscher Philosoph
- 1889 - Guido Kisch, Jurist und Rechtshistoriker
- 1889 - Henri Pélissier, französischer Radrennfahrer
- 1889 - Hermann Troppenz, deutscher Politiker und MdB
- 1889 - Willi Baumeister, Deutscher Maler
- 1891 - Antonio Gramsci, italienischer Politiker
- 1893 - Conrad Veidt, deutscher Schauspieler
- 1894 - Heinz Heck, deutscher Biologe und Zoodirektor in München
- 1894 - Timofei Wassiljewitsch Prochorow, russischer Einsiedler
- 1896 - Norman Thomas Gilroy, Erzbischof von Sydney und Kardinal
- 1897 - Arthur Greiser, Reichsstatthalter und NS-Gauleiter von Wartheland
- 1897 - Francis Picabia, französischer Maler und Grafiker
- 1897 - Rosa Ponselle, US-amerikanische Opernsängerin
- 1897 - Wilhelm Flicke, Spezialist für Kryptographie bei der Reichswehr, Schriftsteller
- 1898 - Ferdinand Kramer, deutscher Architekt
- 1900 - Ernst Busch, deutscher Sänger, Kabarettist, Schauspieler und Regisseur
- 1902 - Walter Kolb, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Düsseldorf und Frankfurt
- 1903 - Fritz G. Houtermans, Physiker
- 1904 - George Balanchine, russischer Choreograph, Gründer des American Ballet
- 1905 - Karola Bloch, polnisch-deutsche Architektin und Publizistin
- 1906 - Robert Howard, US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller
- 1908 - Atahualpa Yupanqui, argentinischer Sänger, Songwriter, Gitarrist und Schriftsteller
- 1908 - Lew Dawidowitsch Landau, russischer Physiker
- 1909 - Sithu U Thant, birmanischer Politiker (3. UN-Generalsekretär)
- 1911 - Bruno Kreisky, österreichischer Politiker (SPÖ) und Bundeskanzler
- 1913 - William John Conway, Erzbischof von Armagh und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1915 - Heinrich Albertz, deutscher Theologe und Politiker
- 1916 - Henri Dutilleux, französischer Komponist
- 1917 - Rainer Brambach, Schweizer Schriftsteller
- 1918 - Friedrich Auffarth, Richter am Bundesarbeitsgericht und dessen Vizepräsident
- 1920 - Chiara Lubich, italienische Philosophin (Gründerin der Fokolar-Bewegung)
- 1920 - Sir Alf Ramsey, englischer Fußballspieler und Nationaltrainer 1963 - 1974
- 1921 - Arno Babadschanjan, armenischer Komponist
- 1921 - Krzysztof Kamil Baczyński, polnischer Dichter
- 1922 - Eugen Böhringer, deutscher Rennfahrer und Rallye-Fahrer
- 1922 - Ray Anthony, US-amerikanischer Bandleader und Musiker
- 1924 - J.J. Johnson, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1924 - Ján Chryzostom Korec, Bischof von Nitra und ein Kardinal
- 1924 - Ortvin Sarapu, neuseeländischer Schachspieler estnischer Herkunft
- 1925 - Imre Hollai, ungarischer Politiker
- 1926 - Hubert Aratym, österreichischer Maler, Bildhauer und Bühnenbildner
- 1927 - Ernst Huberty, deutscher Sportjournalist und Fernsehmoderator
- 1929 - Max Peter Ammann, Schweizer Filmregisseur
- 1930 - Hildegard Goss-Mayr, österreichische Friedensaktivistin und Schriftstellerin
- 1931 - Sam Cooke, US-amerikanischer Sänger
- 1932 - Mancur Olson, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler
- 1932 - Piper Laurie, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Bill Bixby, US-amerikanischer Schauspieler
- 1936 - Alan J. Heeger, US-amerikanischer Chemiker und Physiker
- 1940 - John Hurt, britischer Schauspieler
- 1940 - Karin Anselm, deutsche Schauspielerin
- 1942 - Anke Hartnagel, deutsche Politikerin und MdB
- 1943 - Michal Urbaniak, polnischer Jazz-Musiker
- 1943 - Wilhelm Genazino, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Angela Winkler, deutsche Schauspielerin
- 1944 - Carl Friedrich Gethmann, deutscher Philosoph
- 1944 - Jürgen W. Falter, deutscher Politikwissenschaftler
- 1945 - Alojz Uran, slowenischer römisch-katholischer Geistlicher und Erzbischof von Ljubljana
- 1945 - Christoph Schönborn, österreichischer Erzbischof und Kardinal
- 1947 - Malcolm McLaren, Manager der "Sex Pistols"
- 1948 - Marianne Birthler, Leiterin der Behörde für die "Stasi-Unterlagen" der DDR
- 1949 - Addie Harris, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - James Peter Pennington, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Nigle Pegrum, britischer Musiker
- 1949 - Steve Perry, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Graeme John Douglas, britischer Musiker
- 1950 - Werner Schulz, deutscher Politiker
- 1951 - Cajus Julius Caesar, deutscher Politiker und MdB
- 1951 - David Graham, schottischer Komponist und Musikpädagoge
- 1953 - Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmproduzent
- 1953 - Myung-Whun Chung, südkoreanischer Dirigent und Pianist
- 1954 - Bernd Heynemann, deutscher Fußballschiedsrichter und Politiker
- 1954 - Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur
- 1954 - Peter Pilz, österreichischer Politiker
- 1955 - Neil Bush, Sohn des vormaligen US-Präsident George H. W. Bush
- 1958 - Butz Peters, Jurist und TV-Moderator
- 1959 - Holger Hieronymus, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Linda Blair, US-amerikanische Schauspielerin
- 1959 - Urs Meier, Schweizer Fußballschiedsrichter
- 1960 - Marcos Kyprianou, zypriotischer Politiker und EU-Kommissar
- 1960 - Michael Hutchence, Sänger der australischen Rockband INXS
- 1964 - Carsten Kadach, deutscher Fußball-Schiedsrichter
- 1964 - Cathérine Quittet, Französische Skirennläuferin
- 1965 - Diane Lane, US-amerikanische Schauspielerin
- 1967 - Jenny Jürgens, deutsche Schauspielerin
- 1968 - Frank Lebœuf, französischer Fußballspieler
- 1969 - Markus Eggler, Schweizer Curling-Sportler
- 1969 - Susen Tiedtke, deutsche Leichtathletin
- 1970 - Alex Ross, US-amerikanischer Comic-Zeichner
- 1971 - Sandra Speichert, deutsche Schauspielerin
- 1973 - Abi Tucker, australische Sängerin und Schauspielerin
- 1974 - Annette Frier, deutsche Schauspielerin und Comedy-Star
- 1974 - Jörg Böhme, deutscher Fußballspieler
- 1980 - Christopher Masterson, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1981 - Beverley Mitchell, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Cornelia Dumler, deutsche Volleyballspielerin
- 1983 - Robert Steinhäuser, Amokläufer am Erfurter Gutenberg-Gymnasium
- 1983 - Mario Konrad, österreichischer Fußballspieler

Gestorben

Mario Konrad
- 1397 - Everhard von Muisgen, Weihbischof in Köln
- 1482 - Arnold von Unkel, Weihbischof in Köln
- 1531 - Andrea del Sarto, italienischer Maler
- 1536 - Bernd Krechting, Einer der 'Täufer von Münster'
- 1536 - Jan van Leiden, Wanderprediger der Wiedertäufer
- 1552 - Edward Seymour, 1. Herzog von Somerset, englischer Staatsmann
- 1592 - Elisabeth von Österreich, österreichische Prinzessin, Ehefrau von Karl IX.
- 1666 - Shah Jahan, indischer Kaiser und Erbauer des Taj Mahal
- 1673 - Konrad Gumprecht von Aldenbrück, Rat, Kämmerer, Generalwachtmeister und Geheimer Rat
- 1788 - Georg Joachim Zollikofer, Kirchenliederdichter
- 1799 - Horace Bénédict de Saussure, Schweizer Naturforscher
- 1831 - John Blenkinsop, englischer Grubenbetriebsleiter und Ingenieur
- 1840 - Johann Friedrich Blumenbach, deutscher Anatom und Anthropologe
- 1850 - Vinzenz Pallotti, katholischer Priester und Ordensgründer
- 1858 - Carl Friedrich Plattner, deutscher Hüttenkundler und Chemiker
- 1859 - Joseph Ludwig Raabe, schweizer Mathematiker
- 1861 - Friedrich Tiedemann, deutscher Anatom und Physiologe
- 1872 - Franz von Elsholtz, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1876 - Hippolyte Dussard, französischer Wirtschaftswissenschafter
- 1879 - Henriette von Bissing, deutsche Erzählerin
- 1884 - Karl Georg Ludwig Guido, Graf von Usedom, preußischer Diplomat
- 1887 - António Maria de Fontes Pereira de Melo, portugiesischer Politiker und Staatsmann
- 1888 - Eugène Marin Labiche, französischer Lustspieldichter
- 1893 - Vinzenz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent
- 1901 - Viktoria I., Königin von Großbritannien
- 1909 - Emil Erlenmeyer, deutscher Chemiker
- 1911 - Siegmund Lustgarten, österreichischer Arzt
- 1918 - Gustav Schreck, deutscher Musiklehrer, Komponist und Chorleiter
- 1919 - Carl Larsson, schwedischer Maler
- 1922 - Benedikt XV., Papst
- 1922 - Frederik Bajer, dänischer Schriftsteller und Nobelpreisträger
- 1931 - Alma Rubens, Stummfilmschauspielerin
- 1938 - Richard Franck, deutscher Komponist und Pianist
- 1942 - Walter Richard Sickert, britischer Maler
- 1945 - Alfred Wolfenstein, expressionistischer Lyriker, Dramatiker und Übersetzer
- 1945 - Else Lasker-Schüler, deutsche Lyrikerin
- 1947 - Max Berg, deutscher Architekt
- 1951 - Anna Siemsen, deutsche Pädagogin und Politikerin
- 1951 - Harald Bohr, dänischer Mathematiker
- 1951 - Karl Nessler, Frisör und der Erfinder der Dauerwelle
- 1952 - Alexander Behm, deutscher Physiker
- 1952 - Roger Vitrac, französischer Dramatiker und Surrealist
- 1957 - Claire Waldoff, deutsche Chanson-Sängerin.
- 1958 - Josef Brönner, deutscher Politiker
- 1959 - Mike Hawthorn, englischer Rennfahrer und Formel-1-Weltmeister
- 1961 - Franz Kuhn, deutscher Jurist, Sinologe und literarischer Übersetzer
- 1966 - August Frölich, deutscher Politiker
- 1968 - Duke Kahanamoku, hawaiianischer Schwimmer und Begründer des modernen Surfsports
- 1973 - Lyndon B. Johnson, 36. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1976 - Charles Reznikoff, US-amerikanischer Poet
- 1977 - Max Burghardt, deutscher Intendant und Vorsitzender des Kulturbundes der DDR
- 1982 - Eduardo Frei Montalva, chilenischer Politiker und Staatspräsident
- 1984 - Anton Lamprecht, deutscher Maler
- 1984 - Josef Walcher, österreichischer Skirennläufer
- 1985 - Bernhard Sprengel, deutscher Schokoladenfabrikant und Kunstmäzen
- 1985 - Luise Ullrich, österreichische Schauspielerin
- 1985 - Michail Michailowitsch Gromow, sowjetischer Pilot
- 1986 - Luise Ullrich, deutsch-österreichische Schauspielerin
- 1987 - Fabio Metelli, Psychologe, Vertreter der Gestalttheorie in Italien
- 1993 - Kobo Abe, japanischer Schriftsteller
- 1994 - Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler, Pantomime und Regisseur
- 1994 - Telly Savalas, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1995 - Rose Kennedy, Mutter von John Fitzgerald Kennedy
- 1999 - George L. Mosse, Historiker
- 2003 - Bill Mauldin, US-amerikanischer Karikaturist
- 2003 - Ernst Kitzinger, US-amerikanischer Kunsthistoriker
- 2003 - Lonny Kellner, deutsche Schauspielerin (Ehefrau von Peter Frankenfeld)
- 2004 - Ann Miller, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin
- 2005 - Consuelo Velázquez, Mexikanische Komponistin
- 2005 - Freyja Scholing, deutsche Politikerin
- 2005 - Patsy Rowlands, britische Schauspielerin
- 2005 - Rose Mary Woods, US-amerikanische Sekretärin von Richard Nixon

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Vinzenz von Valencia (katholisch, evangelisch, anglikanisch)
  - Hl. Timotheus (orthodox)
- Namenstage: Anastasius, Dietlinde, Irene, Vinzenz
- Deutsch-Französischer Tag (Elysée-Vertrag)

Siehe auch


- 21. Januar - 23. Januar
- 22. Dezember - 22. Februar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0122 ja:1月22日 ko:1월 22일 simple:January 22 th:22 มกราคม

Saturn (Rakete)

] Die Familie der Saturn-Raketen gehört zu den leistungsstärksten Trägersystemen der Raumfahrt, die jemals gebaut wurden. Sie wurden hauptsächlich von deutschen Wissenschaftlern und Technikern unter Leitung Wernher von Brauns für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickelt.

Bauarten

Im zweiten Halbjahr 1959 wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, wie eine neue, sehr starke Rakete zusammengesetzt sein könnte. Der Name Saturn stand dafür bereits fest. Es gab drei prinzipielle Möglichkeiten, die mehr oder weniger auf existierenden Raketen basierten: Saturn A, Saturn B und Saturn C. Davon gab es noch acht Untertypen: A-1, A-2, B-1 und C-1 bis C-5. Das Entwicklungsteam entschied sich für die Variante C-5, entwickelte aber parallel die Version C-1 weiter, die zwar nicht so leistungsfähig war, aber schneller zur Verfügung stehen würde. 1962 wurde entschieden, dass auch eine stärkere Version der C-1 benötigt werden würde, die C-1B. 1963 wurde das C aus den Bezeichnungen gestrichen, und die drei Raketen in Saturn-I, Saturn-IB und Saturn-V umbenannt. Das bekannteste und größte Mitglied der Familie, die Saturn-V-Rakete wurde für die Mondlandungen benutzt und ist gleichzeitig eine der größten und stärksten Raketen, die je eingesetzt wurden. Sie besteht aus drei Stufen und trägt an der Spitze das Apollo-Raumschiff, bestehend aus Lunar Module, Service- und Kommandomodul sowie dem Rettungsturm.

Das Ende

Der letzte Start der Saturn V erfolgte am 14. Mai 1973, als die Raumstation Skylab in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. Der letzte Start einer Saturn-I-B erfolgte am 15. Juli 1975 im Rahmen des Apollo-Sojus-Projekts. Die letzte vollständige Saturn V wurde für den gestrichenen Flug Apollo 18 gebaut. Sie liegt seit 1977 als Ausstellungsstück vor dem Lyndon B. Johnson Space Center in Houston. Da sie lange Zeit nicht gepflegt wurde, droht ihr derzeit der Verfall durch Rost, Pflanzenbewuchs und verschiedene Tierarten, die dort ein neues Zuhause gefunden haben. Das Smithsonian Institution's National Air and Space Museum versucht nun durch Spendengelder eine weitgehende Restaurierung durchzuführen.

Technische Daten der Saturn IB

Anm.: die größere Gesamthöhe von 68 m ergibt sich aus zusätzlichen Stufenadaptern, u.a. für die Parkbucht des Lunar Module, sowie dem Apollo-Mutterschiff einschließlich der Rettungsrakete.

Technische Daten der Saturn V

Anm.: die größere Gesamthöhe von 110 m ergibt sich aus zusätzlichen Stufenadaptern, u.a. für die Parkbucht des Lunar Module, sowie dem Apollo-Mutterschiff einschließlich der Rettungsrakete.

Datenblatt

Höhe angegeben mit und ohne Apollo-Raumschiff. Nutzlast bezieht sich auf die Nutzlast in einem Low Earth Orbit (LEO). Quellen: [http://www.nasa.gov NASA], Technische Daten aus [http://history.nasa.gov/MHR-5/app_b.htm]

Ablauf der Mondmission

S-IC-Sequenz

Die Apollo-Missionen begannen ihre Reise zum Erdtrabanten vom Startkomplex 39 des John F. Kennedy Space Centers. Nach erfolgtem Start brannte die erste Stufe der Saturn V für 2,5 Minuten und brachte die Rakete so auf eine Höhe von 61 Kilometern. Die Geschwindigkeit betrug bei Brennschluss 8.600 km/h. Es wurden in diesen 2,5 Minuten ca. 2.000 t Treibstoff verbrannt.

S-II-Sequenz

Nach Abwurf der ersten Stufe zündete die zweite und brannte für weitere sechs Minuten. Deren Brennschluss erfolgte in ca. 185 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 24.600 km/h.

S-IVB-Sequenz

Für weitere 2,5 Minuten übernahm nun die dritte Stufe den Antrieb. Sie brannte insgesamt bis zwölf Minuten nach dem Start und wurde während der nächsten zweieinhalb Erdumrundungen nicht abgeworfen. Während dieser Zeit wurde das Raumschiff auf Funktionalität überprüft und das "Go" für den Einschuss auf die Mondbahn gegeben.

Einschuss in die Mondbahn

Die dritte Stufe wurde zum Einschuss in die Mondbahn noch einmal für mehr als fünf Minuten gezündet. Nach Brennschluss war das Raumschiff auf einer Geschwindigkeit von 39.400 km/h (> 10 km/s) und auf Kurs zum Mond. Die Mondlandefähre, die während der ganzen Zwischenzeit im oberen Teil der dritten Stufe verweilte, wurde nun nach Abkopplung des Apollo-Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus der Stufe gezogen. Abschließend musste durch eine Kurzzündung des Triebwerks die dritte Stufe noch auf eine andere Bahn als das Apollo-Raumschiff gebracht werden, damit im nachhinein keinerlei Kollisionsmöglichkeit gegeben war. Meist wurde sie in einen solaren Orbit eingeschossen oder wie im Fall von Apollo 13 auf einen Kollisionskurs mit dem Mond gebracht, um seismische Experimente durchführen zu können. Siehe auch: Skylab, Geschichte der Raumfahrt, Wernher von Braun, N1, Guppy (Flugzeug)

Flüge der Saturn-Rakete

Weblinks


- [http://history.nasa.gov/SP-4206/sp4206.htm NASA - Stages to Saturn] - englischsprachig
- [http://history.nasa.gov/MHR-5/contents.htm NASA - Saturn Illustrated Chronology] - englischsprachig
- [http://www.skyrocket.de/space/doc_lau_fam/saturn.htm Gunters Space Page - Ausführliche Seite zu fast allen existierenden Transportraketen]
- [http://www.bernd-leitenberger.de/saturn.html - Ausführliche Seite zu den Saturn-Raketen] Kategorie:Apolloprogramm Kategorie:Raketentyp Kategorie:Weltrekorde

Astronaut

Der Begriff Raumfahrer oder Weltraumfahrer bezeichnet den Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man Raumfahrer als Astronauten (USA, Westeuropa), Kosmonauten (Russland, ehemalige DDR und Ostblock) und Taikonauten (Volksrepublik China) - Taikonaut ist allerdings nur eine Bezeichnung in der englischen Presse, die chinesische Bezeichnung ist yǔháng yuán (宇航員, wörtlich "Universum-Navigator"). Siehe Liste der Raumfahrer für eine Liste aller Raumfahrer aller Nationen der Erde.

Astronaut

Der Begriff Astronaut (v. griech.: astron = Stern + nauta = Seefahrer) wurde geprägt durch das Buch Les Astronautes (Die Astronauten) (1927) des französischen Science-Fiction-Autors J.-H. Rosny Aîne. Dies geschah in Anlehnung an den Begriff Aeronaut (Luftschiffer). Dieser Begriff hat sich durch die US-amerikanische Raumfahrt fest etabliert, so auch für den (west-)deutschen Begriff Raumfahrer. Durch die Teilung Deutschlands und der in dieser Zeit durch die Fortschritte in der Raumfahrt gebräuchlich gewordene Begriff entstand im deutschen Sprachraum eine Besonderheit. Während im westlichen Teil der Begriff „Astronaut“ benutzt wurde, wurde im östlichen Teil der Begriff „Kosmonaut“ verwendet. Die Bundesrepublik Deutschland als Teil des Westbündnisses war wirtschaftlich und wissenschaftlich zu den USA orientiert, die DDR hingegen in den beiden Bereichen zur Sowjetunion.

Kosmonaut

Der Begriff Kosmonaut (v. griech.: kosmos = Weltraum + nauta = Seefahrer) bezeichnet einen russischen Raumfahrer. Diese Prägung entstand während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre, als der Begriff Astronaut der sowjetischen Raumfahrt bereits amerikanisch besetzt und möglicherweise auch zu hoch gegriffen und unpassend erschien („Astronauten“ fahren zu den Sternen oder wenigstens zu anderen Himmelskörpern). So entschied man sich für diese eigene Neuprägung. Diese Bezeichnung ist heute noch im gesamten ehemaligen Ostblock verbreitet.

Taikonaut

Taikonaut (v. chines.: tai (太) = universal + kong (空) = Himmel; zusammen: Weltraum + griech.: nautes (ναύτης) = Seefahrer) ist ein für die internationalen Medien erschaffenes Kunstwort für chinesische Raumfahrer. Chinesische Funktionäre und Medien bevorzugen das Wort Yuhangyuan (chines.: Weltraumfahrer, gesprochen: Jü-hang-jüän, geschrieben: 宇航員). Ob China bei dieser offiziellen Bezeichnung bleibt oder das für Ausländer leichter ausprechbare Taikonaut übernimmt, ist noch offen. In offiziellen Veröffentlichungen der chinesischen Regierung für die internationale Presse wird meist das Wort „Astronaut“ verwendet. Die chinesische Regierung startete am 15. Oktober 2003 mit dem Raumschiff Shenzhou 5 (siehe auch: Shenzhou–Reihe) und dem Taikonauten Yang Liwei den ersten bemannten chinesischen Weltraumflug (siehe auch: Chinesische Raumfahrt).

Spacionaut / Euronaut

Der Begriff Spacionaut bzw. Spationaut ist abgeleitet vom französischen Wort espace für (Welt-)Raum, dem englischen space entsprechend. Es ist also die französische Übersetzung für Raumfahrer – egal, ob dieser französische Raumfahrer nun zusammen mit russischen Kosmonauten oder amerikanischen Astronauten reist. Innerhalb der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zudem der Begriff Euronaut für alle ESA-Raumfahrer angeregt, aber noch nicht durchgesetzt worden, da die ESA bisher keine eigenen Missionen startet. Österreichiche Raumfahrer werden auch gerne als "Austronauten" bezeichnet.

Wann welche Bezeichnung für welchen Raumfahrer?

Die Bezeichnung hängt i. d. R. von der Nation ab, deren Raumfahrzeug für den Start in den Weltraum gewählt wird. Kosmonauten werden meist mit der Sojus in den Weltraum befördert, während Astronauten in jüngerer Zeit das Space Shuttle verwenden. Taikonauten (bzw. Yuhangyuan) sind bisher nur zwei mal mit Shenzhou gestartet. Es gibt auch „Astrokosmonauten“, die an russischen und amerikanischen Missionen beteiligt waren. Diese Wahl der Bezeichnungen hat einen rein nationalen, jedoch keinen sachbezogenen Hintergrund, ist ihr Nutzen fragwürdig. Sinnvoller wäre die Bezeichnung allein nach der Art des Raumfluges, z. B. Kosmonaut für mindestens erdnahe Umlaufbahnen, Astronaut für Flüge zu anderen Himmelskörpern (z. B. den Mond) und etwa „Exonaut“ für suborbitale Weltraumflüge wie SpaceShipOne.

Ausbildung

Körperliche Anforderungen

Belastungen

Ausbildungsstätten

In Russland werden die Kosmonauten im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum ausgebildet.

Berühmte Astronauten


- Alan Shepard, (1961) erster Amerikaner im Weltraum (ohne die Erde zu umkreisen), 5. Mensch auf dem Mond
- Neil Armstrong, erster Mensch auf dem Mond (1969)
- John Glenn, erster Amerikaner, der die Erde umkreiste, ältester Mensch im Weltraum (77 Jahre)
- Ulf Merbold, erster westdeutscher Astronaut im Weltraum (zweiter Deutscher im All nach Sigmund Jähn, zugleich erster Deutscher, der sowohl mit Amerikanern als auch Russen im Weltraum war)
- James A. Lovell, Kommandant von Apollo 13
- John W. Young, erster Kommandant des Space Shuttle Columbia (1981)
- Claude Nicollier, erster Schweizer Astronaut im Weltraum (1992)
- Sally Kristen Ride, erste US-amerikanische Frau im Weltraum (1983)
- Kathryn Sullivan, erste Amerikanerin, die einen Weltraumspaziergang machte
- Mae Carol Jemison, erste afroamerikanische Astronautin 1987
- Kathy Thornton, längster Spaziergang im Weltall (1992)
- Eileen Collins, erste US-amerikanische Raumfähren-Pilotin
- Shannon Lucid, längster Weltraumflug einer Frau (1996)
- Michael Melvill, erster Astronaut, der mit einem privaten Raumschiff den Weltraum erreichte (2004)

Berühmte Kosmonauten


- Juri Alexejewitsch Gagarin, erster Mensch im Weltraum (1961)
- German Stepanowitsch Titow, zweiter Mensch im Weltraum (1961) und bis heute jüngster Raumfahrer
- Walentina Wladimirowna Tereschkowa, erste Frau im Weltraum (1963)
- Alexei Archipowitsch Leonow, erster Weltraumspaziergang (1965)
- Wladimir Komarow, erster Mensch, der bei einer Weltraummission starb (1967)
- Sigmund Jähn, erster Deutscher im Weltraum (1978)
- Swetlana Sawizkaja, zweite Frau im Weltraum (1982), erster Weltraumspaziergang einer Frau (1984)
- Franz Viehböck, erster Österreicher („Austronaut“) im Weltraum (1991)
- Waleri Poljakow, längster Aufenthalt im All bzw. auf einer Raumstation (1994/95)
- Sergei Krikaljow, Start als letzter Sowjetbürger, Rückkehr als erster Bürger Russlands (1991), trägt den aktuellen Rekord der längsten Gesamtaufenthaltsdauer im Weltraum
- Vladimír Remek, erster Raumfahrer einer dritten Nation, als Tscheche Partner der Sowjets (1978)
- Jean-Loup Chrétien, erster Westeuropäer im All, als Franzose („Spationaut“) Gast der Sowjets (1982)
- Thomas Reiter, deutscher Raumfahrer an Bord der russischen Raumstation MIR (1995/96)

Berühmte Taikonauten


- Yang Liwei, chinesischer Staatsbürger und erster Taikonaut im Weltraum (2003)

Siehe auch


- Raumfahrt, Liste der Raumfahrer, Liste der Weltraumspaziergänge
- NASA, Mercury Projekt, Gemini Projekt, Apollo-Projekt, Skylab, Space Shuttle
- Russische Raumfahrtbehörde, Wostok, Woschod, Sojus, Mir, Saljut, Buran
- Internationale Raumstation
- Bilanzierte Nahrung
- Fliegerkosmonaut der UdSSR

Weblinks


- [http://www.raumfahrer.net/ Raumfahrer.net (deutsch)]
- [http://www.spacefacts.de/german/d_russia.htm Astronauten- und Kosmonauten-Kandidaten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_cosm.htm Kosmonauten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_taikonauts.htm Taikonauten]
- [http://www.astronautix.com/ Astronautix (englisch)]
- [http://www1.edspace.nasa.gov/text/what/whatis.html NASA’s Educator Astronaut], [http://edspace.nasa.gov/apply/educator_astronaut_blank.pdf Application package (PDF)] Raumfahrer ja:宇宙飛行士 simple:Astronaut th:นักบินอวกาศ

Umlaufbahn

Als Umlaufbahn oder Orbit wird die Bahnkurve bezeichnet, auf der sich ein Objekt periodisch um ein anderes (massereicheres, zentrales) Objekt bewegt. Die Bahn, die ein künstlicher Satellit oder ein natürlicher Himmelskörper bei Umrundung eines anderen Himmelskörpers beschreibt, hat genähert die Form einer Ellipse. Paare solcher Körper sind vor allem:
- Satellit, Raumtransporter oder Mond um die Erde
- Mond (Trabant) um einen der anderen Planeten
- Planeten, Kometen oder Asteroiden (Planetoiden) um die Sonne
- Doppelsterne umeinander.
- Jedoch sind nicht alle Bahnen geschlossen oder zeitlich stabil. Kometenbahnen können langgestreckt wie Hyperbeln sein, Mehrfachsterne oder Asteroiden auf instabile Bahnen gelangen. Der Umlauf aller Sterne um das galaktische Zentrum gleicht einer spiraligen Rotation mit 100 bis 300 Millionen Jahren. Jede Bahnellipse hat eine charakteristische Umlaufzeit, die sich aus der Masse der Objekte (vor allem des Zentralkörpers) und dem mittleren Bahnradius ergibt. Der Umlauf erfolgt genähert in einer "Bahnebene", die den Schwerpunkt der zwei Körper enthält. Der Vektor, der vom Zentralobjekt zum umlaufenden Objekt weist, wird Radiusvektor genannt.

Planeten, Bahnelemente, Doppelsterne

Am genauesten kennt man die Umlaufbahnen der Planeten unseres Sonnensystems. Anfang des 17.Jahrhunderts erkannte Johannes Kepler bei der Analyse der Marsbahn, dass diese Umlaufbahnen Ellipsen sind (siehe Keplersche Gesetze). Ähnliches gilt für alle Himmelskörper, die sich um die Sonne bewegen und keinen anderen Kräften (wie etwa der Sonnenwind) ausgesetzt sind. Aus dem Newtonschen Gravitationsgesetz kann man ableiten, dass in jedem Zweikörpersystem die Bahnen Kegelschnitte sind - das heißt Kreise, Ellipsen, Parabeln oder Hyperbeln. Hyperbelnen. Die Richtung des Bahnknotens (Ω) wird vom Frühlingspunkt gezählt (Näheres siehe Keplerellipse).]] Sie lassen sich - bei bewegten Punktmassen im Vakuum - exakt durch 6 Bahnelemente beschreiben:
- die Ellipsenform durch große Halbachse und Exzentrizität (a, e)
- die Bahnebene durch die zwei Winkel i, Ω
- und die Ellipsenlage und Perigäumszeit durch ω und T. Die wahren Umlaufbahnen weichen allerdings von diesen idealen "Keplerellipsen" ab, weil sie prinzipiell auch der Gravitationswirkung aller anderen Körper des Systems unterliegen. Solange die Körper weit genug voneinander entfernt sind, bleiben die Differenzen zu den idealisierten Kegelschnitten minimal. Die sog. Bahnstörungen lassen sich durch die "Störungsrechnung" der Himmelsmechanik ermitteln, die auf Carl Friedrich Gauß und einige seiner Zeitgenossen zurückgeht. Sie modelliert die einzelnen Kräfte und berechnet, wie die momentane Keplerellipse "oskulierend" in die nächste Ellipse übergeht. Zusätzlich bewirkt jede ungleiche Massenverteilung - wie die Abplattung von rotierenden Planeten - ein etwas inhomogenes Gravitationsfeld; es ist insbesondere an Änderungen der Bahnen ihrer Monde zu bemerken. Auch die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt Effekte, welche die Umlaufbahnen geringfügig verändern. Beispielsweise zeigt der Planet Merkur eine zwar kleine, aber durchaus messbare Abweichung von einer Ellipsenbahn. Er kommt nach einem Umlauf nicht mehr genau auf den Ausgangspunkt zurück, sondern folgt durch einer rechtläufigen Drehung der Apsidenlinie einer Rosettenbahn. Diese Periheldrehung kann die Newtonsche Gravitationstheorie zwar erklären, aber nicht vollständig. Dazu müsste die Sonne eine etwas abgeflachte Form haben. Eine hinreichende Erklärung für die Gesamtgröße der Periheldrehung aller betroffenen Planeten liefert die Allgemeine Relativitätstheorie. Auch Doppelsterne folgen genähert den Keplerschen Gesetzen, wenn man ihre Bewegung als zwei Ellipsen um den gemeinsamen Schwerpunkt versteht. Nur bei Mehrfachsystemen oder sehr engen Sternpaaren sind spezielle Methoden der Störungsrechnung erforderlich. Noch größere Instabilitäten weisen die Orbite zweier eng einander umkreisender Neutronensterne auf. Durch die Effekte der Raum-Zeit-Relativität entsteht Gravitationsstrahlung, und die Neutronensterne stürzen (nach langer Zeit) ineinander. Zahlreiche Röntgenquellen am Himmel sind auf diese Weise zu erklären. Als die Physiker um die Jahrhundertwende begannen, die Bahnen der Elektronen im Atom zu berechnen, dachten sie an ein Planetensystem im Kleinen. Die ersten Modelle waren Keplerbahnen der Elektronen um den Atomkern. Allerdings erkannte man bald, dass Elektronen, die um den Kern kreisen, gemäß den Maxwellgleichungen Elektromagnetische Wellen aussenden und wegen der so abgestrahlten Energie in Bruchteilen von Sekunden in den Atomkern stürzen müssten. Dies war eines der Probleme, die schließlich zur Entwicklung der Quantenmechanik führten.

Erdumlaufbahnen

Die meisten Raumflüge finden in niedrigen Bahnen (einige 100 km) um die Erde statt (z.B. Space-Shuttle-Missionen). Von besonderer Bedeutung ist auch die geostationäre Bahn in 35.800 km Höhe ohne Bahnneigung. Satelliten in diesem Orbit stehen relativ zur Erdoberfläche still, was insbesondere für Kommunikationssatelliten von Vorteil ist. Entgegengesetzte Forderungen werden an Beobachtungssatelliten wie Wettersatelliten oder Spionagesatelliten gestellt. Diese sollen nach Möglichkeit die gesamte Erdoberfläche beobachten können. Deshalb wird hier ein niedriger polarer Orbit gewählt, d.h. der Satellit fliegt ungefähr über die Pole der Erde. Durch diese Bahn können alle Breitengrade erfasst werden, und da sich die Erde unter der Bahnebene durch dreht, kann so nach und nach die gesamte Erdoberfläche untersucht werden.

Arten von Erdorbits

Low Earth Orbit (LEO)


- Höhe: 200 - 1200km
  - Höhen zwischen 1200 und 3000 km Höhe sind zwar theoretisch denkbar, werden aber auf Grund der hohen Strahlungsbelastung durch den Van-Allen-Gürtel nach Möglichkeit vermieden.
- Besonderheiten: Energieärmste Bahnen und damit am leichtesten zu erreichen. Raumfahrzeuge bewegen sich mit etwa 7 km/s mindestens 10x schneller um die Erde, als diese sich dreht.
- Wird genutzt für:
  - Low-Earth-Orbit-Satellit
  - Bemannte Raumfahrt (außer den Apollo-Missionen zum Mond) und Raumstationen.
  - Spionagesatelliten (aufgrund ihrer Erdnähe) (z.B. amerikanische Keyhole-Satelliten)
  - astronomische Satelliten (z.B. Hubble Teleskop)
  - Erderkundungssatelliten (z.B. ERS)
  - Globale Kommunikationssatellitensysteme (z.B. Iridium)

Sonnensynchroner Orbit (SSO)


- Höhe: 700-1000 km
- Besonderheiten: Durch die Abweichung der Erde von der Kugelform wirkt auf jede Satellitenbahn, die nicht genau im Äquator oder senkrecht dazu liegt, ein Drehmoment, das eine Präzessionsbewegung der Bahnebene um die Erdachse zur Folge hat. Bei Satellitenbahnen, die in die gleiche Richtung wie die Erdrotation verlaufen, wirkt die Präzessionsbewegung entgegengesetzt zur Erdrotation. Bei Bahnen entgegen der Erdrotation wirkt die Präzession in die gleiche Richtung wie die Erdrotation.
Bei einer bestimmten Inklination zwischen ca. 96° und 99° (u.a. abhängig von der Höhe des Orbits) beträgt die Präzession für Satelliten im LEO genau eine Umdrehung pro Jahr, so dass die Orientierung der Bahn gegenüber der Sonne immer gleich bleibt. Der Satellit passiert einen Punkt auf der Oberfläche immer zur selben Ortszeit, wodurch sich die gewonnenen Daten verschiedener Tage leichter vergleichen lassen, da sich das Reflexionsverhalten von Oberflächen mit dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ändert. Eine genaue wissenschaftliche Klassifikation und ein Vergleich der Daten ist also nur dann möglich, wenn der Winkel Sonne-Erde-Satellit im Beobachtungszeitraum immer gleich ist, was durch den SSO erreicht wird. Bewegt sich der Satellit entlang der Dämmerungszone (Morgen- bzw. Abendstunde), läßt sich auf optischen Aufnahmen die Höhe von Objekten aus der Länge des Schattenwurfs ableiten. Wenn der Satellit zusätzlich die Erde so umkreist, dass er den Erdschatten nicht passiert, kann er ständig von Solarzellen mit Energie versorgt werden und benötigt keine Batterien.
- Wird genutzt für:
  - Erderkundungssatelliten wie Landsat, ERS usw.
  - Meteorologische Satelliten
  - Spionagesatelliten
  - Sonnenbeobachtungssatelliten wie ACRIMSat, TRACE

Medium Earth Orbit (MEO)


- Höhe: 1000-36000 km
- Besonderheiten: Bahnhöhe zwischen LEO und GEO
- Wird genutzt für:
  - Medium-Earth-Orbit-Satellit
  - Globale Kommunikationssatellitensysteme wie Globalstar
  - Navigationssatelliten wie GPS, Galileo oder Glonass

Geotransfer Orbit (GTO)

: siehe auch: GTO-Transferbahn
- Höhe: 200-800 km Perigäum, 36000 km Apogäum
- Besonderheiten: Übergangsorbit, um einen GEO zu erreichen (siehe auch Hohmann-Transfer). Das Perigäum wird in den meisten Fällen vom Satelliten selbst angehoben, indem im Apogäum ein Raketenmotor gezündet wird. Einige Raketen wie die russischen Proton und die amerikanischen Titan IIIC, Titan IV Centaur, Atlas V und Delta IV sind in der Lage, Satelliten direkt im geostationären Orbit auszusetzten.

Geostationärer Orbit (GEO bzw. GSO)

:siehe auch: Geosynchrone Umlaufbahn
- Höhe: 35786 km auf einer Kreisbahn über dem Äquator
- Besonderheiten: Ein Satellit im GEO umrundet die Erde genauso schnell wie diese sich dreht - befindet sich also bezüglich eines Punktes auf der Erdoberfläche immer an derselben Position.
- Wird genutzt für:
  - Geostationärer Satellit
  - Kommunikationssatelliten
  - Satelliten für TV-Übertragung wie Astra oder Eutelsat

Highly Elliptical Orbit (HEO)

Geostationäre Orbits sind für die Versorgung von Polargebieten ungeeignet, weil die Satelliten in Polargebieten nur eine geringe Elevation haben, ab dem 82. Breitengrad sogar ganz unter den Horizont rutschen. HEO-Orbits sind hier eine Alternative, auch wenn der Aufwand für das Senden (mindestens 2 Satelliten für 24-Stunden-Versorgung notwendig) und Empfangen (Antennennachführung notwendig) deutlich höher als bei GEO sind. Siehe auch: Highly-Elliptical-Orbit-Satellit

Überblick der Umlaufbahnen

Eigenschaften

Highly-Elliptical-Orbit-Satellit Da die Form eines Orbits weitgehend einer Ellipse entspricht, wird die Flugbahn eines Satelliten über die Lage dieser Ellipse bezüglich des Zentralkörpers beschrieben.

Position der Ellipse bezüglich des Zentralkörpers


- i Inklination (Bahnneigung)
- \Omega Länge des aufsteigenden Knotens
- \omega Winkelabstand des Perigäums

Position auf der Ellipse und Form


- \phi wahre Anomalie
- a Große Halbachse
- e Exzentrizität

Umlaufzeit

Die Umlaufzeit eines Orbits berechnet sich zu :U = \sqrt mit
- U die Umlaufzeit,
- a die Große Halbachse,
- M1 und M2 die Massen des Zentralkörpers und des Satelliten,
- G die Gravitationskonstante. Zu beachten ist, dass die Umlaufzeit unabhängig von der Exzentrizität und damit von der kleinen Halbachse der Bahn ist. Alle ellipsenförmigen Umlaufbahnen mit der gleichen großen