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Apollo 7

Apollo 7

Apollo 7 war der erste bemannte Raumflug im Rahmen des Apollo-Projekts nach der Brandkatastrophe des Apollo 1.

Missionsplanung und Besatzung

Frühe Pläne

Als im Jahre 1966 das Apollo-Projekt der NASA konkret wurde, ging man noch davon aus, dass der erste bemannte Start des dreisitzigen Apollo-Raumschiffs Ende 1966 oder Anfang 1967 unter der Projekt-Bezeichnung AS-204 stattfinden würde. Am 21. März 1966 wurde der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee als Besatzung ausgewählt worden waren. Zu diesem Zeitpunkt standen noch vier Flüge des Gemini-Projekts aus. Ein zweiter bemannter Flug sollte mit den Astronauten Walter Schirra, Donn Eisele und Walter Cunningham stattfinden. Dieser Plan wurde allerdings schon im Dezember wieder gestrichen, weil er nur wenig neue Erkenntnisse gebracht hätte. Deshalb wurde die Schirra-Mannschaft als Ersatzmannschaft der Grissom-Crew eingeteilt.

Die Ersatzmannschaft rückt nach

Grissom, White und Chaffee kamen bei der Apollo-1-Katastrophe ums Leben, sodass Schirra, Eisele und Cunningham nun als erste Astronauten die neue Apollo-Kapsel fliegen sollten. Schirra war einer der ersten Astronauten der NASA und hatte mit Sigma 7 und Gemini 6 zwei äußerst erfolgreiche Flüge absolviert. Schon vor dem Flug kündigte er an, dass er nach dieser Mission aus der NASA ausscheiden würde. Eisele und Cunningham waren beide aus der dritten Astronautengruppe und hatten noch keine Weltraumerfahrung. Dieser Flug bekam intern die Bezeichnung Mission C. Die Ersatzleute waren Thomas Stafford, John Young und Eugene Cernan. Alle drei hatten schon ein oder zwei Flüge im Gemini-Projekt durchgeführt.

Die Support Crew

Eine Neuerung im Apollo-Programm war eine Unterstützungs-Mannschaft (Support Crew), die der Haupt- und Ersatzmannschaft zeitraubende Tätigkeiten abnehmen sollten. Dazu gehörte unter anderem, dafür zu sorgen, dass Flugpläne und Checklisten stets auf dem neuesten Stand waren. Außerdem waren sie dafür zuständig, Übungsprogramme für die Simulatoren zu entwerfen. Vor Countdown-Tests sorgte die Support Crew dafür, dass alle Schalter in der richtigen Stellung waren, bevor die Hauptmannschaft einstieg. Für die Tätigkeiten in der Support Crew wurden noch unerfahrene Astronauten eingeteilt, die sich auf diese Weise für eine Ersatzmannschaft empfehlen konnten, was üblicherweise zu einer Berufung für den drittnächsten Flug nach sich zog. Für Apollo 7, wie der erste bemannte Flug nun hieß, wurden John L. Swigert, Ronald E. Evans und William Pogue in die Support Crew eingeteilt. Alle drei stammten aus der fünften Astronautengruppe, die erst am 4. April 1966 berufen wurde. Swigert kam später in die Ersatzmannschaft von Apollo 13, bei der er auch tatsächlich kurzfristig in die Hauptmannschaft nachberufen wurde. Evans kam später in die Ersatzmannschaft von Apollo 14, während Pogue für Skylab 4 nominiert wurde, ohne vorher Ersatzmann gewesen zu sein.

Vorbereitung

Nach der Brandkatastrophe von Apollo 1 wurden viele Änderungen an der Apollo-Kapsel vorgenommen. Für Apollo 7 war die Kapsel mit der Seriennummer CSM-101 vorgesehen, das erste Modell aus der neuen Block-II-Serie. Eine Mondfähre sollte bei diesem Flug nicht mitgeführt werden. Die verschiedenen Teile der Saturn-1B-Rakete AS-205 kamen im Frühling 1968 im Kennedy Space Center an und wurden im Laufe des Sommers montiert. Am 9. August 1968 konnte Apollo 7 zum Startkomplex 34 transportiert werden. Die ursprünglich vorgesehenen Tests hätten innerhalb dreier Tage durchgeführt werden können, jedoch plante die NASA einen längeren Flug von bis zu 11 Tagen Dauer, länger als ein Flug zum Mond und zurück benötigen würde. Drei Ziele wurden für diesen Flug formuliert:
- Beweis der Leistungsfähigkeit von Raumschiff und Besatzung
- Beweis der Leistungsfähigkeit von Besatzung, Raumschiff und Betriebsanlagen während eines bemannten Raumfluges
- Beweis der Rendezvous-Fähigkeit des Raumschiffs. Als Verbindungssprecher (CapCom) während des Flugs dienten die Ersatzmannschaft Stafford, Cernan und Young, sowie die Support Crew Swigert, Evans und Pogue.

Flugverlauf

CapCom Der Start erfolgte am 11. Oktober 1968 um 15.02 Uhr UTC von Cape Canaveral bei relativ starkem Wind. Die Saturn-1B-Rakete arbeitete planmäßig. Nach etwa zehn Minuten erreichte das Raumschiff die Erdumlaufbahn mit 227 km Perigäum und 285 km Apogäum. Einige Stunden später entkoppelte sich das Raumschiff von der zweiten Stufe der Rakete, wendete und führte ein Rendezvous durch, um zu simulieren, wie zukünftige Apollo-Schiffe die Mondlandefähre aus der dritten Stufe einer Saturn V ziehen würden. Die Kapsel entfernte sich von der Stufe und führte am nächsten Tag wiederum ein Rendezvous durch, in dem andere Manöver vollzogen wurden, die ein Rendezvous zwischen Mondfähre und Apollokapsel in der Mondumlaufbahn simulierten. Teilweise wurde mit Radar navigiert, teilweise auch mit einem Sextanten. Bei günstigen Bedingungen war die zweite Stufe auf 1800 km Entfernung noch sichtbar. Erstmals war eine Fernsehkamera an Bord eines amerikanischen Raumschiffes. Zwar war das schon bei früheren Flügen erwogen worden, wurde aber immer wieder aufgrund von Gewichtsproblemen gestrichen. Sowjetische Raumkapseln hatten schon mehrmals Kameras an Bord gehabt, bei Apollo 7 gab es dagegen die erste Live-Übertragung aus dem Weltall. Im Laufe der Mission wurde das Triebwerk des Raumschiffs achtmal gezündet, wobei es zwischen einer halben Sekunde und zwölf Minuten lief. Die Flugbahn wurde bis zu einer Höhe von 452 km erhöht. Alle Bahnänderungen verliefen erfolgreich. Schon am ersten Tag bekam Schirra Schnupfen, und bald hatte er Cunningham und Eisele angesteckt. Da trotzdem ein relativ umfangreiches Testprogramm durchgeführt werden musste - es handelte sich schließlich um den Erstflug eines neuen Raumschifftyps - kam es zu Differenzen zwischen der Mannschaft und der Flugleitung. Weil Nasensekret in der Schwerelosigkeit nicht von selbst nach unten abläuft, mussten sich die Astronauten ständig schneuzen. Schon mehrere Tage vor der Landung bestanden sie darauf, den Wiedereintritt ohne Helme und Handschuhe durchzuführen, weil sie fürchteten, dass der Druckaufbau sonst ihre Trommelfelle zum Platzen bringen könnte. Hier galt es, die Risiken abzuwägen. Die Diskussionen hielten mehrere Tage an, schließlich gab die Flugleitung nach. Dass die Gefahr eines Druckabfalls beim Wiedereintritt tatsächlich bestand, zeigte der Unfall von Sojus 11 vier Jahre später. Ein Ventil öffnete vorzeitig, und die drei sowjetischen Kosmonauten erstickten, weil sie keine Raumanzüge getragen hatten. Nach 10 Tagen zündeten die Astronauten 12 Sekunden lang die Bremsraketen. Vier Minuten danach wurde das Servicemodul vom Kommandomodul getrennt. Beim Wiedereintritt hatten die Astronauten Verzögerungen bis zu 3,3 g zu ertragen. In den letzten sechs Minuten wurde der Fall durch Fallschirme gebremst. Vom Zünden der Bremsraketen bis zur Wasserung in der Karibik war eine halbe Stunde vergangen. Die Apollokapsel lag zuerst mit der Spitze nach unten im Wasser, konnte aber durch Aufblasen von Luftsäcken aufgerichtet werden. Die Astronauten wurden mit einem Hubschrauber an Bord der USS Essex gebracht.

Bedeutung für das Apollo-Programm

Der Flug von Apollo 7 stellte nicht nur die Flugtauglichkeit des Raumschiffs unter Beweis, sondern auch die Tauglichkeit aller anderen Einrichtungen wie Raketenmontage, Startvorbereitung und Flugleitung. Dies war nur der erste Schritt auf dem Weg zum Mond. Bis zum Ende des Jahrzehnts blieben allerdings nur noch 14 Monate, um Kennedys Versprechen einzulösen. Als nächster Schritt war geplant, dass die Mannschaft von James McDivitt mit Apollo 8 die Mondlandefähre in der Erdumlaufbahn testen sollte. Es hatte sich aber schon vor Monaten abgezeichnet, dass die Fähre nicht so schnell bereit sein würde. Intern hatte die NASA allerdings schon einen Alternativplan entwickelt: die Mannschaft von Frank Borman, die im nächsten Jahr mit Apollo 9 fliegen sollte, stand bereit. Man könnte diesen Flug vorziehen und noch im laufenden Jahr den ersten bemannten Flug der Saturn V durchführen. Auch ohne Landefähre könnte man sich auf den Weg zum Mond machen und wertvolle Erfahrungen gewinnen. Drei Wochen nach der Landung von Apollo 7 entschied die NASA endgültig, den ursprünglichen Plan zu ändern und Apollo 8 zum Mond zu schicken.

Weblinks


- [http://spaceflight.nasa.gov/history/apollo/apollo7/index.html NASA: Missionsübersicht] (engl.)
- [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-7/apollo-7.html NASA: ausführlichere Beschreibung] (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a410/A07_PressKit.pdf NASA: Apollo 7 Presseinformationen] (3,8 MB; 103 Seiten; engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a410/A07_MissionReport.pdf NASA: Apollo 7 Mission Report] (13,5 MB; 403 Seiten; engl.)
- [http://www.waltercunningham.com/videos/apollo7launch.mov Video: Start Apollo 7] (1,5 MB Quicktime; 19 Sek., kein Ton)
- [http://www.waltercunningham.com/videos/StageSep.mov Video: Trennung der zweiten Stufe] (5,2 MB Quicktime; 1:12 min, engl.)
- [http://www.waltercunningham.com/ Offizielle Homepage von Walter Cunningham] (engl.) Apollo 07

Apollo-Projekt

Im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Projekts der NASA sollte ein Mensch auf dem Mond landen und unversehrt wieder auf die Erde zurückgebracht werden. Die bemannte Mondlandung wurde sowohl von den USA als auch der UdSSR angestrebt, allerdings nur von ersteren erreicht. Die Mondlandung bildete den Höhepunkt des Wettlaufs ins All.

Planung

Der eigentliche NASA-Plan sah sieben Missionen bis zur ersten bemannten Mondlandung vor. Dies waren die Missionen A bis G.
- Mission A: Unbemannter Test der Saturn V und des Apollo-Raumschiffs in einer Erdumlaufbahn (zweimal durchgeführt mit Apollo 4 und Apollo 6).
- Mission B: Unbemannter Test der Landefähre (LM) (durchgeführt mit Apollo 5).
- Mission C: Bemannter Test der Apollo-Kapsel im Erdorbit (durchgeführt mit Apollo 7).
- Mission D: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdnahen Orbit (ursprünglich als Apollo 8 vorgesehen, als Apollo 9 neu nummeriert, weil ein Mondflug (Mission C') als Apollo 8 eingeschoben wurde).
- Mission E: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdfernen Orbit (Mission wurde gestrichen, Mannschaft übernahm die Mission C').
- Mission F: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem Mondorbit (durchgeführt mit Apollo 10).
- Mission G: Erste Landung auf dem Mond (durchgeführt mit Apollo 11). Die mit Apollo 8 durchgeführte erste Mondumkreisung, Weihnachten 1968, war von der NASA eigentlich nicht vorgesehen und mit der Bezeichnung Mission C' zwischen die Missionen C und D eingeschoben. Zusätzlich wurden die Missionen H, I und J geplant:
- Mission H: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 12. Apollo 13 nicht erfolgreich).
- Mission I: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 14, eine weitere Mission wurde gestrichen).
- Mission J: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten und dem Mondrover (durchgeführt mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17).

Wettlauf der Systeme

Durch den Start des Sputniks im Jahre 1957, die erste unbemannte harte Mondlandung 1959 durch Lunik-2 und den ersten bemannten Raumflug von Juri Gagarin 1961 war die Sowjetunion zu Beginn des Raumfahrtzeitalters zur führenden Raumfahrtnation aufgestiegen. Die US-Amerikaner suchten nach einem Gebiet der Raumfahrt, auf dem sie die Sowjetunion schlagen könnten. Die bemannte Mondlandung wurde dafür als geeignet angesehen. Am 25. Mai 1961, nur eineinhalb Monate nach dem Start von Juri Gagarin, hielt Präsident John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress seine berühmte Rede, in der er das Ziel vorgab, noch im gleichen Jahrzehnt einen Menschen zum Mond und wieder zurückbringen zu lassen. Mit den folgenden Worten fiel der Startschuss für das Apollo-Projekt: :I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth. No single space project in this period will be more impressive to mankind, or more important for the long-range exploration of space; and none will be so difficult or expensive to accomplish. :(Ich glaube, dass dieses Land sich dem Ziel widmen sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn wieder sicher zur Erde zurück zu bringen. Kein einziges Weltraumprojekt wird in dieser Zeitspanne die Menschheit mehr beeindrucken, oder wichtiger für die Erforschung des entfernteren Weltraums sein; und keines wird so schwierig oder kostspielig zu erreichen sein.) [http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/multimedia/video/v-003.mpg Videoausschnitt der Rede Kennedys] Obwohl ursprünglich noch weitere Starts geplant waren, wurde das Apollo-Projekt nach der sechsten erfolgreichen Mondlandung von Apollo 17 beendet. Für den bemannten Mondflug wurde die bis heute größte Rakete entwickelt. Sie erhielt den Namen Saturn V. Maßgeblichen Anteil an ihrer Entwicklung hatte der deutsch-amerikanische Raketenbauer Wernher von Braun, dessen Team die erste Stufe mit den gewaltigen F-1 Triebwerken entwickelte. Alle Starts dieser Rakete waren trotz ihrer großen Leistung und Komplexität erfolgreich, was durchaus beachtenswert ist, da die meisten übrigen Raketensysteme auch Fehlstarts zu verzeichnen haben. Als Vorbereitung auf die Mondlandung lief parallel zum Apollo-Projekt das Gemini-Projekt, mit dem Erfahrungen zu Rendezvous-Manövern im Weltall gesammelt werden sollten. Am 27. Januar 1967 erlitt das Apollo-Projekt einen schweren Rückschlag. Bei Bodentests verbrannten die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee in ihrer Kapsel. Die Rakete war während dieser Tests nicht betankt. Die Kapsel war aber nicht mit gewöhnlicher Luft, sondern mit Sauerstoff bei vollem atmosphärischen Druck gefüllt. Dadurch wurde binnen weniger als einer Minute aus einem kleinen elektrischen Funken ein Feuer, das die Astronauten tötete. Umfangreiche Änderungen an der Mondkapsel waren die Folge. Dem Test wurde nachträglich die Bezeichnung Apollo 1 verliehen. Trotzdem konnte mit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 am 20. Juli 1969 das Ziel Kennedys termingerecht erreicht werden. Zeitgleich zum Apollo-Projekt arbeitete die Sowjetunion an einem umfangreichen Programm, das ebenfalls mit der Landung eines Menschen auf dem Mond enden sollte. Im Rahmen des Zond-Programms wurden modifizierte Sojus-Raumschiffe unbemannt zum Mond gestartet und nach einem Mondumlauf wieder zur Erde gebracht. Dies diente dem Test des Raumschiffs, das für einen bemannten Mondflug gedacht war. Die Zond-5 Kapsel umkreiste im September 1968 den Mond, kam jedoch bei der Rückkehr vom Kurs ab und wurde bei der Landung über dem Indischen Ozean gesprengt. Im Oktober 1970 wurde das Testprogramm mit Zond-8 beendet, von allen gestarteten Raumschiffen konnte nur Zond-7 erfolgreich zur Erde zurückkehren. Parallel arbeitete die Sowjetunion auch an einer Mondlandemission, die ähnlich dem Apollo mit einer superschweren Rakete gestartet werden sollte. Dafür wurde die N1-Rakete entwickelt, die jedoch bei allen vier Teststarts, die von 1969 bis 1972 erfolgten, versagte. Daraufhin und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner bereits erfolgreich auf dem Mond gelandet sind, gab die Sowjetunion das bemannte Mondprogramm auf und leugnete auch, jemals eins gehabt zu haben. Erst Anfang der 1990ern sind Informationen über dieses Programm und die N1-Rakete an die Öffentlichkeit gekommen. Für weitere Einzelheiten siehe den Hauptartikel Sowjetisches Mondprogramm.

Die Mondlandung(en)

Im Rahmen des Apollo-Programms wurden insgesamt sechs Mondlandungen durchgeführt. Harrison H. Schmitt - Mondfährenpilot von Apollo 17 - stellte als bislang letzter Mensch am 12. Dezember 1972 seinen Fuß auf den Mondboden. Eugene Cernan - Kommandant von Apollo 17 - ist bislang der letzte Mensch, der auf dem Mond war, indem er als letzter in die Mondfähre einstieg. Im Rahmen der Mission Apollo 11 landeten am 20. Juli 1969 um 21:17 Uhr (MEZ) die ersten beiden Menschen, Neil Armstrong und Edwin E. "Buzz" Aldrin auf dem Mond. Sechs Stunden später, am 21. Juli um 03:56:20 Uhr MEZ, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Dabei sprach er den berühmt gewordenen Satz: Zitat: That's one small step for man, [but] one giant leap for mankind. ()
(deutsch: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.") :Das 'a' vor 'man' wurde in späteren Texten hinzugefügt, um den Sinn zu erhalten. Im Funkverkehr war es nicht zu hören gewesen. Armstrong wurde später danach befragt, ob er es tatsächlich nicht gesagt habe, aber er konnte sich nicht mehr daran erinnern. Daher bleibt es ungeklärt, ob es durch Störungen im Funkverkehr verloren gegangen ist, oder ob Armstrong dies tatsächlich so gesagt hat. Der dritte Astronaut, Michael Collins, umkreiste im Apollo-Mutterschiff den Erdtrabanten bis zur Rückkehr der Landeeinheit Eagle.

Die "erfolgreiche" Odyssee von Apollo 13

Als Routineflug gestartet, und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, starteten mit der Mission Apollo 13 am 11. April 1970 James A. Lovell, John L. Swigert und Fred W. Haise. Erst als auf dem Weg zum Mond ein Sauerstofftank explodierte und damit das Leben der drei Insassen des Apollo-Raumschiffs stark gefährdet war, wurde die gesamte Weltöffentlichkeit auf die Mission aufmerksam. Die Astronauten mussten auf die Mondlandung verzichten und konnten sich dadurch retten, dass sie das Lunar Module als "Rettungsboot" zweckentfremdeten. Der einzige Weg zurück zur Erde führte jedoch zuerst zum Mond, bei dem durch ein Swing-by Manöver das Raumschiff wieder Richtung Erde beschleunigt wurde. Nach Absprengen des Servicemodules kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde erst das gesamte Ausmaß der Havarie deutlich; man geht davon aus, dass der Sauerstofftank der Brennstoffzellen explodiert war. Trotz der gescheiterten Mondlandung wird Apollo 13 dennoch als Erfolg gewertet, weil es erstmals gelungen war, Astronauten aus einer katastrophalen Raumnotlage lebend zur Erde zurückzubringen. Nach für die Astronauten und die Bodenmannschaften sehr anstrengenden fünf Tagen gelang (nach einer Mondumrundung ohne Landung) am 17. April 1970 die Landung im Pazifik. Die Geschichte von Apollo 13 wurde verfilmt.

Typischer Apollo-Missionsverlauf


- Start in Cape Canaveral
- Abtrennung der 1. Stufe in ca. 56 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 10.000 km/h - Mach 8)
- Zündung der 2. Stufe in der hohen Stratosphäre und kurz darauf Abtrennung des Rettungsturms
- Abtrennung der 2. Stufe in ca. 185 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 24.000 km/h)
- Zündung der 3. Stufe, Einschwenken in eine nahe Erdumlaufbahn (Geschwindigkeit ca. 28.000 km/h), Abschalten der 3. Stufe
- Neuzündung der 3. Stufe, (TLI - Trans Lunar Injection) Ausdehnung des Orbits bis zum Mond (im Gegensatz zu einer häufigen Annahme keine Überschreitung der Fluchtgeschwindigkeit und Erdflucht (Apollo 8 erreichte 10,822 km/s - ca. 39.000 km/h [http://history.nasa.gov/ap08fj/02earth_orbit_tli.htm]) - auch auf dem Mond befindet man sich immer noch in einem Erdorbit).
- Abwurf des Stufenadapters, Trennung des Mutterschiffes von der 3. Stufe, Ankoppeln und Herausziehen des Lunar Module (Mondlandefähre) aus seiner Parkbucht, Flug zum Mond
- Zündung des Triebwerkes des Service-Modules (LOI - Lunar Orbit Insertion), Einschwenken in den Mondorbit
- Umstieg von 2 Astronauten in das Lunar Module, 1 Astronaut bleibt als Pilot im Mutterschiff zurück
- Abkoppeln des Lunar Moduls, Zündung des Landetriebwerks, Abstieg zur Mondoberfläche und Landung
- Durchführen diverser EVAs (Extra Vehicular Activity) durch die Astronauten
- Rückstart von der Mondoberfläche, Aufstieg in den Mondorbit. Die Landestufe bleibt zurück
- Ankoppeln an das Mutterschiff, Umstieg der Astronauten, Abwurf der LM-Aufstiegsstufe
- Zündung des Triebwerkes des Service Modules, (TEI - Trans Earth Injection) Verlassen des Mondorbits und Rückkehr zur Erde
- EVA zum Bergen der Filme aus dem Service Modul
- Abwurf des Service Modules, Ausrichten der Apollo-Kapsel für den Wiedereintritt
- Auslösen der Hauptfallschirme, Wasserung im Landegebiet
- Bergung durch einen Flugzeugträger

Apollo-Missionen

Kurz nach der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 veröffentlichte die NASA die weitere Planung, die bis Ende 1972 neun weitere Apolloflüge vorsah. Doch bereits im Januar 1970, noch vor der Verzögerung durch die Panne von Apollo 13, wurde Apollo 20 aus Kostengründen gestrichen. Im September 1970 folgten Apollo 15 und Apollo 19, die verbleibenden Flüge Apollo 16, Apollo 17 und Apollo 18 wurden mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 neu nummeriert. Die nach dem Abschluss der Mondflüge noch vorhandenen Apollokapseln und Saturnraketen wurden für das Skylab-Projekt 1973/74 und das Apollo-Sojus-Projekt 1975 verwendet.

Mondlandungslüge

Wie bei fast allen Ereignissen von so großer Tragweite, sind auch die Mondlandungen das Objekt zahlreicher Verschwörungstheorien. Von den meisten Anhängern dieser Theorien wird bezweifelt, dass es überhaupt zu einer Mondlandung in den Jahren 1969 bis 1972 gekommen ist. Vielfach wird in diesem Falle von einer Mondlandungslüge oder einer Mondlandungs-NASA-Verschwörung gesprochen.

Literatur

Die Texte sind englischsprachig. Deutschsprachige Literatur ist entsprechend gekennzeichnet.

Apollo-Mission-Reports


- Robert Godwin, Apollo 11 with DVD, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522858
- Robert Godwin, Apollo 17: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522599 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 16: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522580 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 15: The NASA Mission Reports, Volume One, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522572 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 14: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522564 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 13: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522556 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 12: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522548 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 11: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522491 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 10: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522688 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 9: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522513 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 8: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522661 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 7: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522645 (Buch & CD)

Allgemein


- Andrew Chaikin, A Man on the Moon, Penguin Books 1995, ISBN 0140272011
- David M. Harland, Exploring the Moon, Springer, 1999, ISBN 1852330996
- Gene Kranz, Failure is not an option, Berkley Books 2001, ISBN 0425179877
- Chris Kraft, Flight: My Life in Mission Control, Penguin Putnam, 2002, ISBN 0452283043
- Diverse, The Secret of Apollo: Systems Management in American and European Space Programs, Johns Hopkins University Press, 2002, ISBN 080186898X
- Diverse, Taking Science to the Moon: Lunar Experiments and the Apollo Program, Johns Hopkins University Press, 2001, ISBN 0801865999
- Jesco von Puttkamer, Apollo 11, Wir sehen die Erde, Herbig, 2001, ISBN 3776670568 (deutsch)
- Jim Lovell, Apollo 13, Langenscheidt-Longman, 2001, ISBN 3526451842 (deutsch)
- Moon Lander, How We Developed the Apollo Lunar Module, Smithsonian Books, 2001, ISBN 156098998X
- Eugene Cernan, The Last Man on the Moon, Griffin, 2000, ISBN 0312263511
- James E. Webb, Powering Apollo, Johns Hopkins University Press, 2000, ISBN 0801862051

DVDs


- From The Earth To The Moon, 1998
- For All Mankind - Criterion Collection, 1989

Siehe auch


- Apollo-Raumschiff
- Raumfahrt
- Geschichte der Raumfahrt
- Katastrophen der Raumfahrt
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Luna-Programm
- Skylab
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Mondlandungslüge
- Bemannter Mondflug nach Apollo
- Wettlauf ins All

Weblinks


- Der berühmte Satz von Neil Armstrong im Original ist [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-11/sounds/a11step.wav hier]als wav-Datei (260 kb) zu hören
- [http://history.nasa.gov/alsj/frame.html Apollo Lunar Surface Journal] - Alle Landemissionen ausführlich beschrieben und ein sehr umfangreiches Multimedia-Angebot (englisch)
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo.html NASA: The Apollo Program] (englisch)
- [http://www.nasm.si.edu/collections/imagery/apollo/apollo.htm Smithsonian: The Apollo Program] (englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/SP-4029.htm NASA: Apollo By The Numbers] - Umfangreiche Listen und Statistiken (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/index.html NASA: Apollo-Programm] (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/lunarlanding.html NASA: Mondkarte mit Landeplätzen] (englisch)
- [http://www.apolloarchive.com/ Viele Details / Ton,- Videomitschnitte] (englisch)
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/70mm/ Tausende, erst 2004 veröffentlichte Fotos der Apollo-Missionen] (englisch)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/apollo.php extrasolar-planets.com - Apollo Programm] (deutsch)
- [http://www.apollo-projekt.de Apollo-Projekt.de] (deutsch)
- [http://www.apolloprojekt.de Apolloprojekt.de] (deutsch)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/mondlandung/home.shtml Raumfahrer.net: Mondlandung] (deutsch)
- [http://www.erkenntnishorizont.de/raumfahrt/rueckstoss/lunarmodule.c.php?screen=800 Schon mal eine Mondlandefähre gesteuert? / Online-Mondlandungs-Simulator] (deutsch)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/apollo/index.html Photos der NASA zum Apollo Programm] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung) !Apolloprogramm ja:アポロ計画 ko:아폴로 계획

1966

Ereignisse


- 1. Januar: Militärputsch in der Zentralafrikanischen Republik, Oberst Jean Bedel Bokassa übernimmt die Regierung
- 1. Januar: Syrien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein)
- 1. Januar: in Australien wird das Pfund Sterling durch den Australischen Dollar als Währung abgelöst
- 15. Januar: in Nigeria bricht eine Rebellion von Truppenteilen aus, in deren Verlauf Premierminister Tafawa Balewa ermordet wird; die Macht übernimmt Generalmajor Johnson Aguiyi-Ironsi, der die Parteien auflöst und die Verfassung aufhebt
- 10. Februar: Die jamaikanische Reggaelegende Bob Marley heiratet seine kubanische Freundin Rita Anderson
- 23. Februar: in Syrien übernehmen Angehörige des linken Flügels der Baath-Partei durch einen Militärputsch die Macht und stürzen den Bath-Gründer Salah ad-Din al-Bitar: Regierungschef wird S. Dschedid (Jedid), Staatspräsident wird N. el Atassi
- 10. März Amsterdam: Trauung von Kronprinzessin Beatrix der Niederlande mit Claus von Amsberg
- 12. Juni: in Elazig (Türkei) wird der Grundstein für den Euphrat-Staudamm gelegt, Kredite hierfür kamen von der EWG, den USA und der Weltbank
- 11. November: erstmals wird im Bundesstaat Mississippi ein Weißer wegen Vergewaltigung einer Schwarzen verurteilt; die gesetzlich vorgeschriebene Todesstrafe wird in lebenslänglich umgewandelt
- 12. November: Ein 18-jähriger Schüler erschießt in Arizona, USA, fünf Frauen und ein Mädchen. Bei seiner Festnahme gibt er als Grund an, er habe bekannt werden wollen
- Beginn der chinesischen Kulturrevolution
- In New York City wird die ISKCON gegründet

Politik


- 1. Januar: Hans Schaffner wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Syrien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein)
- 10. Januar: Unterzeichnung der Deklaration von Taschkent, mit der Indien (Lal Bahadur Shastri) und Pakistan (Ayub Khan) ihre Streitigkeiten beilegen wollen. Shastri stirbt am Tag darauf noch in Taschkent
- 18. Januar: In Indien wählt die Kongresspartei Informationsministerin Indira Gandhi zu ihrer Fraktionsvorsitzenden und damit zur indischen Ministerpräsidentin
- 20. Januar: Sir R. Gordon Menzies tritt nach 16 Jahren als Premierminister von Australien zurück, nachfolger wird sein Parteifreund Harold Holt
- 1. Februar: in Frankreich tritt ein Gesetz über die volle juristische Gleichberechtigung der Frauen in Kraft
- 4. Februar: In Belgien erklärt Pierre Harmel seinen Rücktritt als Ministerpräsident, den der König nicht annimmt (siehe 11. Februar)
- 8. Februar: Präsident Lyndon B. Johnson trifft sich in Honolulu mit Vertretern Südvietnams und unterzeichnet eine Erklärung, nach der „die kommunistische Aggression zurückgewiesen und für das Volk in Südvietnam die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft geschaffen werden sollen“
- 11. Februar: Pierre Harmel wiederholt sein Rücktrittsgesuch vom 4. Februar
- 24. Februar: Putsch in Ghana: Präsident Kwame Nkrumah wird abgesetzt, während er sich auf einer Auslandsreise befindet
- im Februar: Unruhen im ostbelgischen Kohlenrevier wegen der drohenden Schließung von Kohlenzechen
- 10. März: in Luxemburg fordert die Abgeordnetenkammer Entschädigungen von der Bundesrepublik Deutschland für während des 2. Weltkriegs zwangsrekrutierte Luxemburger (siehe 23. März)
- 23. März: Der Bundesparteitag der CDU wählt Ludwig Erhard zum neuen Parteivorsitzenden
- 23. März: das Außenministerium in Bonn beantwortet eine Entschließung des Parlaments in Luxemburg auf erneute Entschädigung negativ, da die Ansprüche Luxemburgs bereits durch den Vertrag vom 11. Juli 1959 abgedeckt seien
- 24. März: Debatte im Deutschen Bundestag über den Einsatz des Kampfflugzeugs Starfighter, der bis dahin 27 Piloten das Leben gekostet hat bei 51 Totalschäden
- 31. März: die Parlamentswahlen in Großbritannien enden mit einem deutlichen Sieg der Labour Party
- 8. April: Das Zentralkomitee der KPdSU wählt Leonid Breschnew einstimmig zum Generalsekretär
- 9. April: UNO ermächtigt Großbritannien zur Blockade Rhodesiens
- 18. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Griechenland
- 22. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Japan
- 16. Mai: Ausbruch schwerer Streiks in der englischen Handelsmarine, der schwere wirtschaftliche Schäden nach sich zieht (Ende: 1.7.)
- 26. Mai: Unabhängigkeit von Guyana
- 29. Mai: die USA und Thailand unterzeichnen einen neuen Freundschaftsvertrag, 20.000 US-Soldaten stehen wegen des Vietnamkriegs im Land
- 30. Mai/1. Juni: Gespräche zwischen Indonesien und Malaysia in Bangkok (Thailand) führen zu einer Entspannung zwischen beiden Nachbarn und zu einem Abflauen der Kämpfe im Grenzgebiet
- 5. Juni: Willy Brandt wird zum Vorsitzenden der SPD gewählt
- 26. Juni: Der schweizer Kanton Basel-Stadt führt das Frauenwahlrecht ein
- 27. Juni: Mit einem unblutigen Staatsstreich übernimmt das Militär in Argentinien die Macht
- 6. Juli: in Malawi tritt eine neue Verfassung in Kraft, nach der das Land eine Republik innerhalb des Commonwealths wird; Premierminister H. Banda wird Präsident
- 19. Juli das Bundesverfassungsgericht erklärt die bislang geltende Parteienfinanzierung aus dem Bundeshaushalt für unzulässig; nur angemessene Wahlkampfkosten dürfen erstattet werden
- 1. August: in Nigeria übernimmt Generalstabschef Yakubu Gowon nach einem Militärputsch die Macht
- 10. September: Guyana. Aufnahme in die Vereinten Nationen
- 20. September: Guyana wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- im Sommer: Bildung der Roten Garde, die den Kampf der chinesischen Kulturrevolution führen soll
- 30. September: der südafrikanische Staat Botswana erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 4. Oktober: Lesotho wird unabhängig
- 17. Oktober: Botswana und Lesotho werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Die Vereinten Nationen entziehen Südafrika das Mandat über Namibia
- 27. Oktober: Die Bonner Regierungskoalition zwischen CDU/CSU und FDP zerbricht an verschiedenen Ansichten zur Besserung der Finanzlage des Bundes
- 8. November: Ronald Reagan wird zum Gouverneur von Kalifornien gewählt
- 20. November: Der Schweizer Kanton Zürich stimmt in einer Volksabstimmung gegen das Frauenwahlrecht
- 28. November: die Dominikanische Republik gibt sich eine Verfassung
- 30. November: Barbados wird von Großbritannien unabhängig
- 30. November: Bundeskanzler Ludwig Erhard reicht den Rücktritt ein

Technik und Wissenschaft


- 3. Februar: Die Mondsonde der UdSSR Luna 9 landet auf der Mondoberfläche und überträgt Bilder vom Meer der Stürme
- 1. März: Die Weltraumsonde Venus 3 der UDSSR erreicht als erster irdischer Flugkörper nach dreimonatigem Flug die Venus
- 16. März: Die beiden amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und David Scott schaffen das erste Kopplungsmanöver im Weltall
- 3. April: Sowjetische Luna 10 tritt als erster Satellit in Kreisbahn des Mondes
- 7. April: R. G. Ferry flog mit seinem Hubschrauber Hughes OH-6 A einen neuen Langstrecken-Weltrekord von 3.561 km
- 26. November: In Frankreich wird das weltweit erste Gezeitenkraftwerk eingeweiht
- Gasfeld Urengoi, das größte Gasfeld der Welt wird entdeckt

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung des Schauspiels „Der Meteor“ von Friedrich Dürrenmatt in Zürich
- 14. Februar: Eröffnung der Universität Düsseldorf
- 2. Juni: Uraufführung der scherzhaften Oper Siebzehn Tage und vier Minuten von Werner Egk am Staatstheater Stuttgart
- 21. Juni: Eröffnung der Universität Konstanz
- 19. Juli: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tunesien. In Kraft seit dem 13. März 1967
- 4. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Bolivien. In Kraft seit dem 21. September 1970
- 6. August: Uraufführung der Oper The Bassarids von Hans Werner Henze an den Salzburger Festspielen
- 18. August: Beginn der 'Großen Proletarischen Kulturrevolution' in der Volksrepublik China
- 29. August: Letzter gemeinsamer Auftritt der Beatles in San Francisco
- 8. September: Uraufführung der Oper Hero und Leander von Günter Bialas im Nationaltheater Mannheim
- 16. September: Uraufführung der Oper Antony and Cleopatra von Samuel Barber an der Metropolitan Opera in New York
- 15. November: Uraufführung der Oper Puntila von Paul Dessau an der Deutschen Oper Berlin

Religion


- 15. Februar: Präses Kurt Scharf wird neuer evangelischer Bischof von Berlin (und damit Nachfolger von Otto Dibelius)
- 22. März-24. März: Michael Ramsay, der Erzbischof von Canterbury, stattet Papst Paul VI. einen Besuch ab, die erste Begegnung des Primas von England mit einem Papst seit der Abtrennung der Anglikanischen Kirche im Jahr 1536
- 14. Juni: Die römische Kurie hebt den seit 1559 geführten und 500 Seiten starken „Index der verbotenen Bücher“ auf (letzte amtliche Neuausgabe: 1948)

Katastrophen


- 17. Januar: Südspanien entgeht einer atomaren Katastrophe, als über Palomares ein B-52-Bomber der US-Luftwaffe mit einem Tankflugzeug kollidiert. Vier Plutoniumbomben fallen vom Himmel und werden in aufwändiger Suche geborgen, das Absturzgebiet ist durch freigesetzte Strahlung verseucht
- 24. Januar In den Alpen kommen sämtliche 177 Insassen einer Boeing 707 der Air India ums Leben, als die Maschine an einem Felsmassiv des Mont Blanc zerschellt
- 29. Januar: Bremen, Deutschland. Eine Convair CV-440 der deutschen Lufthansa verunglückte beim Landeanflug wegen Schlechtwetter und geringer Sichtweite. Alle 46 Menschen an Bord starben
- 4. Februar: Tokio, Japan. Absturz einer Boeing 727 der Nippon Airways kurz vor der Küste. Alle 133 Menschen starben
- 16. Februar: Eine Schlagwetterexplosion auf der Steinkohlenzeche Rossenray in Kamp-Lintfort fordert 16 Todesopfer
- 23. Februar: Schwere Unwetter richten in weiten Teilen Spaniens und Portugals schwere Schäden an
- 4. März: Tokio, Japan. Eine Douglas DC-8 der Canadian Pacific verunglückte während des Landeanflugs auf der Landebahn. 64 Menschen starben, 8 wurden gerettet
- 5. März: Tokio, Japan. Eine Boeing 707 der BOAC prallt gegen den Berg Fuji. Alle 124 Menschen sterben
- 8. April: Durch ein Feuer im Maschinenraum brennt das norwegische Passagierschiff Viking Express mit 494 Personen an Bord in der Karibik aus. 2 Tote
- 26. April: Ein Erdbeben richtet starke Zerstörungen in der usbekischen Hauptstadt Taschkent an
- 25. Juli: Bei einem Busunfall in der Nähe von Limburg an der Lahn kommen 28 Kinder und 8 Erwachsene ums Leben
- 6. August: Nähe Falls City, Nebraska, USA. Eine BAC-111 der Braniff International Airways, auf dem planmäßigen Flug nach Omaha, wurde von starken Windböen erfasst, die rechte Tragfläche wurde geknickt und der darin befindliche Treibstoff explodierte. Alle 42 Personen an Bord starben
- 19. August: Erdbeben bei Varto, Ost-Türkei, fast 2.520 Tote
- 15. September: Beim Untergang des U-Bootes „Hai“ der Bundesmarine sterben 20 Seeleute
- 22. September: Winton, Australien. Absturz einer Vickers Viscount 832 nachdem eine Maschine Feuer gefangen hatte. Alle 24 Personen an Bord starben
- 3. November: Wirbelstürme im Golf von Bengalen fordern mehr als 1000 Todesopfer
- 24. November: Bratislava, Slowakei, damals noch Tschechoslowakei. Eine bulgarische Ilyushin-18 der TABSO Bulgarian stürzte kurz nach dem Start in einem Schneesturm in dem umliegenden Gebirge ab. Alle 82 Personen starben
- 8. Dezember: 229 Menschen sterben beim Untergang der griechischen Fähre „Heraklion“ auf der Fahrt von Kreta nach Piräus
- 24. Dezember: Binh Thai, Süd-Vietnam. Eine Militärmaschine vom Typ C-44 stürzt in eine Ortschaft. 129 Menschen starben. Die meisten waren Einwohner des Ortes

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 20. Januar: Fußball: Gründung des 1.FC Union Berlin, als endgültiger Nachfolger von Union 06 Oberschöneweide
- 23. Februar: Fußball: Deutschland unterliegt England in London mit 1:0
- 23. März: Fußball: Deutschland gewinnt in Rotterdam gegen die Niederlande mit 4:2
- 29. März: Boxen:: Cassius Clay verteidigt seinen WM-Titel im Schwergewicht gegen George Chuvalo
- 26. April: Das Internationale Olympische Komitee (IOC)vergibt die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1972 nach München
- 4. Mai: Fußball: Deutschland gewinnt in Dublin gegen Irland mit 4:0
- 5. Mai: Als erste deutsche Mannschaft gewinnt Borussia Dortmund einen Fußball-Europapokal. Das Team gewinnt in Glasgow mit 2:1 gegen den FC Liverpool und sichert sich so den Cup der Pokalsieger
- 21. Mai: Cassius Clay verteidigt in London seinen Box-WM-Titel gegen Henry Cooper
- 28. Mai: Der TSV 1860 München wird deutscher Fußballmeister
- 1. Juni: Fußball: Deutschland gewinnt in Ludwigshafen gegen Rumänien mit 1:0
- 9. Juni: Gianni Motta gewinnt den Giro d'Italia
- 11. Juni: Tommie Smith läuft einen neuen Weltrekord über 200 Meter (20,0 Sekunden)
- 23. Juni: Fußball: Deutschland gewinnt gegen Jugoslawien mit 2:0
- 1. Juli: Der Spanier Manuel Santana wird Wimbledonsieger
- 2. Juli: Billie Jean King (USA) gewinnt das Damenfinale in Wimbleon
- 14. Juli: Lucien Aimargewinnt die Tour de France
- 30. Juli: England wird durch einen 4:2-Sieg nach Verlängerung in einem dramatischen Endspiel (Wembley-Tor) gegen Deutschland erstmals Fußball-Weltmeister
- 6. August: Cassius Clay verteidigt seinen Box-WM-Titel gegen Brian London durch K. o.
- 28. August: Rudi Altig wird Straßenweltmeister der Radprofis
- 4. September: Der Australier Jack Brabham steht bereits drei Rennen vor Saisonschluss als Formel 1-Weltmeister fest
- 10. September: Cassius Clay, USA, verteidigt in Frankfurt am Main seinen Box-WM-Titel gegen Karl Mildenberger, Deutschland
- 12. Oktober: Fußball: Deutschland gewinnt in der Türkei mit 2:0
- 14. November: Cassius Clay verteidigt seinen Box-WM-Titel gegen Cleveland Williams durch K. o.
- 19. November: Fußball: Deutschland gewinnt in Köln gegen Norwegen mit 3:0

Geboren


- 1. Januar: Heike Hänsel, deutsche Politikerin
- 2. Januar: Katrin Stotz, deutsche Skirennläuferin
- 2. Januar: Jörg Eickhoff, deutscher Theologe und Berater
- 4. Januar: Deana Carter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 7. Januar: Corrie Sanders, südafrikanischer Boxen
- 11. Januar: Edyta Bartosiewicz, polnische Sängerin, Komponistin und Songwriterin
- 12. Januar: Rob Zombie, US-amerikanischer Sänger
- 18. Januar: Alexander Walerjewitsch Chalifman, russischer Schachspieler
- 18. Januar: Dave Batista, US-amerikanischer Profi-Wrestler
- 19. Januar: Stefan Edberg, ehemaliger schwedischer Profi-Tennisspieler
- 25. Januar: Mahmut Caliskan, türkischer Fußballspieler
- 29. Januar: Serap Çileli, deutsche Schriftstellerin türkischer Abstammung
- 29. Januar: Maxim Dlugy, US-amerikanischer Schachspieler
- 31. Januar: Christopher Truswell, australischer Schauspieler und Sprecher
- 31. Januar: Brian Mikkelsen, dänischer Politiker der Konservativen Volkspartei
- 31. Januar: Rolf Järmann, ehemaliger Schweizer Profiradfahrer
- 31. Januar: JJ Lehto, finnischer Rennfahrer, zweifacher Sieger des 24-Stunden-Rennen von Le Mans
- 1. Februar: Laurent Garnier, französischer Technoproduzent und DJ
- 4. Februar: Wjatscheslaw Wladimirowitsch Jekimow, russischer Straßenradrennrahrer
- 5. Februar: Rok Petrović, slowenischer Skirennläufer († 1993)
- 5. Februar: Jonathan Morgan, US-amerikanischer Pornofilmregisseur
- 6. Februar: Rick Astley, britischer Sänger
- 7. Februar: Monika Weber (Florettfechterin), deutsche Florettfechterin
- 7. Februar: Claudia Nolte, deutsche Politikerin
- 7. Februar: Ute Geweniger, frühere Schwimmsportlerin der DDR, Olympiasiegerin
- 7. Februar: Kristin Otto, Sportlerin, Olympiasiegerin, Journalistin
- 8. Februar: Christo Stoitschkow, bulgarischer Fußballspieler
- 8. Februar: Mathias Gutmann, deutscher Biologe und Philosoph
- 8. Februar: Bruno Labbadia, Fußballspieler und Trainer
- 9. Februar: Satoshi Urushihara, berühmter Mangaka
- 9. Februar: Heiner Garg, deutscher Politiker
- 9. Februar: Christoph Maria Herbst, deutscher Schauspieler, Komödiant
- 9. Februar: Ellen van Langen, niederländische Leichtathletin
- 10. Februar: Renata Przemyk, polnische Liedermacherin
- 11. Februar: Patrik Kühnen, deutscher Tennisspieler
- 12. Februar: Jörg Ahmann, deutscher Volleyballspieler
- 16. Februar: Peter Neustädter, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 16. Februar: Niklas Zennström, Entwickler von KaZaA und Skype
- 17. Februar: Atle Skårdal, norwegischer Skirennläufer
- 18. Februar: Dmitri Borissowitsch Konyschew, russischer Radsportprofi
- 19. Februar: Harald Blüchel, deutscher Musikproduzent
- 19. Februar: Paul Haarhuis, niederländischer Tennisspieler
- 19. Februar: Adelheid Gapp, österreichische Skirennläuferin
- 20. Februar: Rudolf Nierlich, österreichischer Skirennläufer († 1991)
- 20. Februar: Dennis Mitchell, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 21. Februar: Michaela Marzola, italienische Skirennläuferin
- 22. Februar: Téa Leoni, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. Februar: Andreas Helmer, deutscher Fußballspieler
- 25. Februar: Alexis Denisof, US-amerikanischer Schauspieler
- 26. Februar: Urs Kälin, ehemaliger Schweizer Skirennläufer
- 26. Februar: Marc Fortier, kanadischer Eishockeytrainer und ehemaliger -spieler
- 2. März: Frank Steffel, deutscher Politiker
- 6. März: Maurice Ashley, US-amerikanischer Schach-Spieler
- 10. März: Edie Brickell, US-amerikanische Sängerin und Liedermacherin
- 13. März: Markus Karp, deutscher Politiker
- 16. März: Dirk von Petersdorff, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- 18. März: Anne Will, deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin
- 18. März: Jerry Cantrell, US-amerikanischer Rockmusiker
- 19. März: Olaf Marschall, ehemaliger Fußballspieler
- 21. März: Hauke Fuhlbrügge, deutscher Leichtathlet
- 22. März: Katharina Gutensohn, ehemalige österreichische- deutsche Ski-Rennläuferin
- 25. März: Tatjana Patitz, deutsches Fotomodell
- 25. März: Jeff Healey, kanadischer Rockgitarrist, Trompeter und Sänger
- 28. März: Høgni Hoydal, führender färöischer Politiker
- 29. März: Krassimir Balakow, bulgarischer Fußballspieler
- 29. März: Sigrid Kirchmann, österreichische Leichtathletin
- 30. März: Sieglinde Winkler, Skirennläuferin
- 31. März: Roger Black, britischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 31. März: Edith Thys, ehemalige Skirennläuferin aus den USA
- 2. April: Teddy Sheringham, englischer Fußballspieler (Stürmer)
- 2. April: Mara Kayser, Sängerin volkstümlicher Musik
- 3. April: Michael Mittermeier, deutscher Komiker
- 4. April: Stefan Mappus, Baden-württembergischer Politiker
- 4. April: Ann-Kathrin Kramer, deutsche Schauspielerin
- 4. April: Finn Christian Jagge, ehemaliger norwegischer Skirennläufer
- 5. April: Hans Martin Bury, deutscher Politiker, Staatsminister im Bundeskanzleramt
- 7. April: Michela Figini, Schweizer Skirennläuferin
- 8. April: Robin Wright Penn, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 9. April: Thomas Doll, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 9. April: Patrick Elias, Schweizer Schauspieler
- 9. April: Cynthia Nixon, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. April: Heinz Barwich, Kernphysiker der DDR
- 11. April: Andreas Brucker, deutscher Schauspieler
- 11. April: Peter Stöger, österreichischer Fußballspieler
- 15. April: Samantha Fox, britische Sängerin und Fotomodell
- 16. April: Kai Wiesinger, deutscher Schauspieler
- 16. April: Ovo Maltine, Polit-Tunte, Kabarett-Tunte und Aids-Aktivistin († 2005)
- 18. April: Trine Hattestad, norwegische Leichtathletin
- 19. April: Julia Neigel, deutsche Musikerin und Sängerin
- 19. April: Oliver Welke, Dt. Comedian und Fernsehmoderator
- 20. April: Michaela Christ, deutsche Sängerin
- 21. April: Jorgo Chatzimarkakis, deutscher Europaabgeordneter
- 23. April: Franco Foda, Fußballspieler
- 24. April: David Usher, kanadischer Rocksänger und Songschreiber
- 25. April: Francis Fulton-Smith, deutscher Schauspieler
- 26. April: Thomas Carell, deutscher Chemiker
- 26. April: Ralf Geilenkirchen, deutscher Fußballspieler
- 27. April: Yoshihiro Togashi, Mangaka
- 28. April: Jean-Luc Cretier, französischer Skirennläufer
- 28. April: John Daly (Golfspieler), US-amerikanischer Golfspieler
- 29. April: Michael Alig, Partyveranstalter in der Clubszene von Manhattan
- 30. April: Roman Hagara, Segler (Olympiasieger)
- 1. Mai: Olaf Thon, deutscher Fußballspieler
- 2. Mai: Belinda Stronach, kanadische Geschäftsfrau und Politikerin
- 3. Mai: Katrin Göring-Eckardt, deutsche Politikerin
- 3. Mai: Jamiri, deutscher Designer und Comic-Zeichner
- 3. Mai: Agnès Desarthe, französische Schriftstellerin
- 4. Mai: Dirk Becker, deutscher Politiker
- 4. Mai: Doris Eisenburger, Kinderbuchillustratorin
- 5. Mai: Axel Fischer, deutscher Politiker
- 7. Mai: Andrea Tafi, italienischer Radrennfahrer
- 8. Mai: Claudio Taffarel, brasilianischer Fußballspieler
- 10. Mai: Jonathan David Edwards, britischer Dreispringer
- 11. Mai: Christoph Schneider, Schlagzeuger der Band Rammstein
- 12. Mai: Bebel Gilberto, brasilianische Sängerin und Liedermacherin
- 14. Mai: Fab Morvan, französischer Sänger
- 15. Mai: Greg Wise, britischer Schauspieler
- 16. Mai: Janet Jackson, US-amerikanische Sängerin
- 17. Mai: Henrik Larsen, dänischer Fußballer
- 19. Mai: Polly Walker, britische Filmschauspielerin
- 21. Mai: Tatjana Ledowskaja, weißrussische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 22. Mai: Thomas Zereske, deutscher Kanurennsportler (Canadier) († 2004)
- 24. Mai: Manfred Bender, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 24. Mai: Eric Cantona, französischer Fußballer und heutiger Schauspieler
- 25. Mai: Laurentien von Oranien-Nassau, Ehefrau von Prinz Constantijn von Oranien-Nassau
- 26. Mai: Helena Bonham Carter, britische Schauspielerin
- 26. Mai: Andreas Becker, deutscher Politiker
- 26. Mai: Zola Budd, südafrikanische Leichtathletin
- 27. Mai: Detlef Irrgang, deutscher Fußballspieler
- 28. Mai: Sina (Sängerin), Schweizer Mundart Rocksängerin
- 30. Mai: Thomas Häßler, deutscher Fußballspieler
- 31. Mai: Thomas Kastenmaier, ehemaliger Fußballspieler
- 31. Mai: Frank Goosen, Kabarettist und Romanautor
- 2. Juni: Martina Eickhoff, Diplom-Ingenieurin und Politikerin
- 2. Juni: Candace Gingrich, Menschenrechtlerin
- 3. Juni: Wumpscut, deutscher Disc Jockey und Industrial-Musiker
- 4. Juni: Annett Hesselbarth, deutsche Leichtathletin
- 4. Juni: Cecilia Bartoli, italienische Mezzosopranistin
- 6. Juni: André Parker, deutscher Musiker
- 6. Juni: Anthony Yeboah, ehemaliger ghanaischer Fußballspieler
- 6. Juni: Thomas Doss, österreichischer Komponist und Dirigent
- 6. Juni: Faure Gnassingbé, Staatspräsident von Republik Togo
- 11. Juni: Dragomir Josifov, bulgarischer Komponist, Dirigent und Pianist
- 13. Juni: Annette Widmann-Mauz, deutsche Politikerin
- 13. Juni: Grigori Jakowlewitsch Perelman, russischer Mathematiker
- 15. Juni: Andreas Müller (Comedy), deutsche Comedy-Star
- 16. Juni: Jan Železný, tschechischer Leichtathlet
- 17. Juni: Martin „Kleinti“ Simon, deutscher Liedermacher († 2000)
- 17. Juni: Christy Canyon, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 22. Juni: Michael Park, war britischer Co-Pilot im Rallyesport († 2005)
- 23. Juni: Oliver-Sven Buder, deutscher Leichtathlet
- 27. Juni: Aigars Kalvītis, Ministerpräsident Lettlands
- 27. Juni: J. J. Abrams, US-amerikanischer Film- und Fernsehproduzent
- 28. Juni: Mary Stuart Masterson, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Juni: John Cusack, US-amerikanischer Schauspieler
- 29. Juni: Saut Situmorang, indonesischer Schriftsteller
- 30. Juni: Marie-Theres Relin, deutsche Schauspielerin
- 30. Juni: Mike Tyson, Schwergewichts-Boxweltmeister
- 1. Juli: Dominic Keating, britischer Schauspieler
- 1. Juli: Zita Funkenhauser, deutsche Florettfechterin
- 3. Juli: Daniel Plaza, spanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 5. Juli: Robert Diggs, US-amerikanischer Rap-Musiker
- 5. Juli: Kai U. Jürgens, deutscher Publizist und Künstler
- 5. Juli: Gianfranco Zola, italienischer Fußballspieler
- 7. Juli: Lars Büchel, Filmregisseur
- 7. Juli:

NASA

Die National Aeronautics and Space Administration (NASA, gegründet
1958) ist die zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt.

Vision und Mission

Die NASA bezeichnet als ihre Vision "das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden". Daraus ergibt sich die Mission "unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern".

Geschichte

Wettlauf ins All

:Hauptartikel: Wettlauf ins All Die Sowjetunion machte 1957 mit dem ersten künstlichen Satelliten im All, Sputnik 1, die USA auf ihr eigenes Weltraumprogramm aufmerksam, das noch in den Kinderschuhen steckte. Der Kongress sah im sowjetischen Erfolg eine Gefahr für die nationale Sicherheit und den technologischen Vorsprung der USA und verlangte sofortige und konsequente Maßnahmen während US-Präsident Dwight D. Eisenhower und seine Berater sich eher für eine ruhige, durchdachte Reaktion aussprachen. Nach monatelangen Beratungen war klar, dass eine neue Behörde geschaffen werden sollte, die für alle nichtmilitärischen Weltraumaktivitäten zuständig sein sollte. Am 29. Juli 1958 unterzeichnete Präsident Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act", der die Schaffung der NASA vorsah. Die neue Behörde nahm am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf. Damals bestand sie aus vier Laboratorien und rund 8000 Mitarbeitern, die aus dem schon 46 Jahre alten National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) stammten. Die ersten Projekte der NASA beschäftigten sich mit der bemannten Raumfahrt und standen unter dem Druck des Wettlauf ins All. Das Mercury-Programm von 1958 war der erste Schritt: Man untersuchte, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch im Weltall überleben könnte. Am 5. Mai 1961 war es so weit. Alan B. Shepard Jr. war der erste Amerikaner im Weltall, als er mit Freedom 7 15 Minuten lang in einem bogenförmigen Flug den Weltraum erreichte. Der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste war John Glenn mit einem fünfstündigen Flug der Friendship 7 am 20. Februar 1962. Nachdem das Mercury-Project bewiesen hatte, dass bemannte Weltraummissionen möglich sind, rief die NASA das Gemini-Projekt ins Leben. Bei diesem Projekt sollten Experimente durchgeführt werden und Problemstellungen bezüglich einer Mondlandungs-Mission bearbeitet werden. Der erste bemannte Flug einer Gemini-Rakete wurde am 23. März 1965 von Virgil "Gus" Grissom und John W. Young durchgeführt. Es folgten neun weitere Missionen, bei denen die Machbarkeit längerer Weltraumaufenthalte und des Treffens und Andockens zweier Raumschiffe bewiesen wurde. Außerdem sammelten diese Flüge medizinische Daten über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.

Das Apollo-Programm

Nach dem Erfolg des Mercury- und Gemini-Programms wurde das Apollo-Programm gestartet, um weitere Experimente im All durchzuführen und im Idealfalle sogar Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. Eine massive Änderung in seiner Konzeption erfuhr das Apollo-Programm durch die Ankündigung des neuen Präsidenten, John F. Kennedy. Am 25. Mai 1961 sagte er, die Vereinigten Staaten sollten sich vornehmen, bis 1970 "einen Menschen auf dem Mond abzusetzen und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen". Von nun an war es also Ziel des Apollo-Programms, Astronauten auf den Mond zu bringen. Nach acht Jahren vorbereitender Missionen, bei denen auch das erste große Unglück in der Geschichte der NASA stattfand, bei dem die NASA alle drei Besatzungsmitglieder der Apollo 1-Mission verlor, als die Rakete auf der Startrampe zu brennen begann, erreichte das Apollo-Programm schließlich ihr Ziel: Am 20. Juli 1969 landeten mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen auf dem Mond und kehrten am 24. Juli sicher auf die Erde zurück. Amstrongs erste Worte, als er aus der Mondlandefähre der Apollo 11 trat, hätten treffender nicht sein können: "That's one small step for [a] man, one giant leap for mankind." ("Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."). Nach Armstrong und Aldrin landeten bis zum Ende des Apollo-Programms im Dezember 1972 noch zehn weitere Menschen auf dem Mond. Die NASA hatte mit der Landung auf dem Mond das Wettrennen ins All gewonnen. Eigentlich stellte das den gewünschten Erfolg dar, allerdings fehlte jetzt ein Ziel, auf das es sich lohnte hinzuarbeiten. Außerdem schwand das Interesse der Öffentlichkeit, das unbedingt nötig war, um große Budgets durch den Kongress sicherzustellen. Mit Lyndon Johnson, verlor die NASA dann auch noch ihren wichtigsten politischen Unterstützer. Für ihn wurde Wernher von Braun als Lobbyist in Washington tätig.

Jahresbudgets

Liste der NASA-Administratoren

# T. Keith Glennan (1958-1961) # James E. Webb (1961-1968) # Thomas O. Paine (1969-1970) # James C. Fletcher (1971-1977) # Robert A. Frosch (1977-1981) # James M. Beggs (1981-1985) # James C. Fletcher (1986-1989) # Richard H. Truly (1989-1992) # Daniel S. Goldin (1992-2001) # Sean O'Keefe (2001-2005) # Michael Griffin (2005-)

Einrichtungen

Die NASA besteht aus einer Reihe von Einrichtungen. Dazu gehören
- Jet Propulsion Laboratory (JPL): Raumsonden, Deep Space Network
- Goddard Space Flight Center
- Johnson Space Center
- Kennedy Space Center
- Marshall Space Flight Center
- Stennis Space Center
- Ames Research Center
- Dryden Flight Research Center
- Langley Research Center
- Glenn Research Center
- Michoud Assembly Facility
- NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC): Nanotechnologie, Weltraumlift, usw.

Bemannte Raumfahrtprogramme der NASA


- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Apollo-Projekt
- Skylab
- Space Shuttle
- Internationale Raumstation
- Crew Exploration Vehicle (in Planung)

Weblinks


- Wikinews: Start der Discovery auf Juli verschoben
- [http://www.nasa.gov Website der NASA] (engl.)
- [http://spaceflight.nasa.gov NASA: Bemannte Raumfahrt] (engl.)
- [http://www.nasawatch.com NASA Watch] (engl.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/nasa.shtml Zusammenfassung US-Raumfahrtprogramm und NASA-Geschichte] (dt.)
- [http://www.nasa-statistik.de NASA-Statistik.de - Komplettes Missionsarchiv] (dt.)
- [http://www.niac.usra.edu/ NASA Institute for Advanced Concepts] (engl.)
- [http://science.nasa.gov Science@NASA; ausgewählte Themen und Artikel aus NASA Forschung für ein breiteres Publikum] (engl.)
- [http://www.astrolabium.net Deutsche Version der Science@NASA Webseite] (dt.)

Siehe auch

ESA, Russische Raumfahrtbehörde, Japan Aerospace Exploration Agency ----
- Der Abschnitt "Geschichte" basiert teilweise auf einer Übersetzung des Artikels :en:NASA vom 16.07.2005 in der englischsprachigen Wikipedia. Kategorie:Behörde (USA) Kategorie:Raumfahrtorganisation ja:アメリカ航空宇宙局 ko:미국항공우주국 simple:NASA