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Apollo 9

Apollo 9

Apollo 9 war eine Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Projekts. Ihr Ziel war ein Testflug der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Erdumlaufbahn, in der das Rendezvous- und Andockmanöver geprobt wurde.

Missionsplanung und Besatzung

In der frühen Planung des Apollo-Projekts war es vorgesehen, dass der zweite bemannte Flug (genannt Mission D) einen Test der Mondlandefähre in der Erdumlaufbahn durchführen sollte, wobei zwei Raketen vom Typ Saturn-1B zum Einsatz kommen sollten. Am 22. Dezember 1966 gab die NASA dafür die Besatzung bekannt. Als Kommandant wurde James McDivitt ausgewählt, der auch schon das Kommando beim zweiten Geminiflug, Gemini 4 übernommen hatte. Pilot der Kommandokapsel sollte David Scott werden, der mit Gemini 8 einen Raumflug absolviert hatte. Als Pilot der Mondlandefähre wurde der Weltraumneuling Russell Schweickart nominiert, einer der wenigen Zivilisten unter den Apollo-Astronauten. Die Ersatzmannschaft bestand aus dem Thomas Stafford, John Young und Eugene Cernan. Alle drei hatten schon einen oder zwei Geminiflüge hinter sich. Nach der Apollo-1-Katastrophe am 27. Januar 1967 wurden alle Planungen einstweilig auf Eis gelegt. Am 20. November 1967, nach dem erfolgreichen unbemannten Flug von Apollo 4, gab die NASA bekannt, dass die Mannschaft von McDivitt immer noch für den zweiten bemannten Flug unter der Bezeichnung Apollo 8 vorgesehen sei. Hierbei würde die neue Rakete Saturn V zum ersten Mal bemannt zum Einsatz kommen. Die bisher vorgesehene Ersatzmannschaft wurde nun Apollo 7 zugeteilt. Als neue Ersatzmannschaft rückte diejenige von Bormans Mission E nach: Charles Conrad, Richard Gordon und Alan Bean, wobei Bean Clifton Williams ersetzte, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Wenn nichts unvorhergesehenes passierte, und das bisher angewandte Rotationsprinzip auf weiterhin verwendet würde, wäre dies die Mannschaft von Apollo 11, dem ersten Flug, für den eine Mondlandung vorgesen war. Die Unterstützungsmannschaft (Support Crew) bestand aus Edgar Mitchell, Fred Haise und Alfred Worden. Am 12. Juli 1968 rückte Haise in die Ersatzmannschaft von Mission E und wurde durch Jack Lousma ersetzt. Als am 13. November Mitchell zum Ersatzpiloten der Mondfähre der Mission F (Apollo 10) nominiert wurde, rückte Stuart Roosa nach. Im Laufe des Sommers 1968 zeichnete sich ab, dass die Mondlandefähre nicht rechtzeitig einsatzbereit sein würde. Im August entschied die NASA, vorerst ohne die Öffentlichkeit zu informieren, dass die Mission E vorgezogen werden könnte und Bormans Team als Mission C' den Mond umrunden sollte. Nachdem die Mission C (Apollo 7) erfolgreich verlief, entschied die NASA am 10. November endgültig, dass Bormans Mannschaft die erste sein sollte, die zum Mond fliegt. Diese Mission wurde nun als Apollo 8 nummeriert. Der Flug von McDivitt, Scott und Schweickart lief nun als Apollo 9 und verzögerte sich weit bis in Jahr 1969. Mission E wurde ersatzlos gestrichen. Die einzelnen Teile der Rakete, die ja eigentlich für Mission E geplant waren, wurden zwischen Mai und September 1968 angeliefert. Am 3. Januar 1969 konnte die Saturn V zur Startrampe 39A gerollt werden. Die Rakete trug die Seriennummer AS-504, die Kommandokapsel CSM-104 und die Mondlandefähre LM-3.

Start

Die Saturn V startete am 3. März 1969 um 16:00 UT von Cape Canaveral, Florida. Um die Kommunikation zu vereinfachen, erhielten Kapsel und Fähre erstmals eigene Rufnamen: Gumdrop für das Kommandomodul und Spider für die Mondlandefähre. Somit wurde die seit Gemini 3 unterbrochene Tradition fortgesetzt, dass die Astronauten ihren Raumschiffen eigene Namen geben durften. Verbindungssprecher (CapCom) während des Fluges waren die Ersatzmannschaft Conrad, Gordon und Bean, sowie Stuart Roosa und Alfred Wordon von der Support Crew und Ronald Evans.

Im Erdorbit

Ronald Evans Nach dem Erreichen der Erdumlaufbahn wurden alle Manöver durchgeführt, wie sie für die reale Mondlandung von Apollo 11 geplant waren. Zu diesem Zeitpunkt steckte die Mondlandefähre noch in der dritten Stufe der Saturn-Rakete. Die Spitze bildete die Einheit aus dem Apollo-Servicemodul und der Kommandokapsel (CSM). Das CSM löste sich von der Raketenstufe, wendete um 180 Grad und dockte mit der Nase an der Mondlandefähre (LM) an. Nun konnte sich der Verbund von der Raketenstufe entfernen. Drei Stunden nach dem Start war dieses Manöver beendet. Am dritten Flugtag stiegen zuerst Schweickart, dann McDivitt von der Apollo-Kapsel in die Mondfähre um. Das war das erste Mal, das Raumfahrer sich durch einen Tunnel von einem Raumfahrzeug in ein anderes bewegten. Schweickart litt zu dieser Zeit unter Raumkrankheit, so dass das Programm gekürzt werden musste. Allerdings gab es noch die erste Fernsehübertragung aus dem Innern der Landefähre. Schließlich wurden noch die Triebwerke der Landefähre getestet. Ohne die beiden Raumfahrzeuge zu trennen liefen die Triebwerke sechs Minuten lang. Für den nächsten Tag, den 6. März 1969 waren die ersten Außenbordarbeiten des Apollo-Projekts vorgesehen. McDivitt und Schweickart stiegen ein zweites Mal durch den Tunnel in die Mondfähre. Schweickart verließ die Fähre durch die Außenluke, nur mit einem Nylonseil gesichert. Diese Extra Vehicular Activity (EVA) dauerte 47 Minuten, geplant waren über zwei Stunden, wobei sich Schweickart bis zur Luke der Apollo-Kapsel hätte hangeln sollen, um das Umsteigen im freien Raum zu simulieren. Dieser Teil musste jedoch entfallen. Zur selben Zeit öffnete Scott die Luke der Apollo-Kapsel und beugte sich in den Weltraum (siehe nebenstehendes Bild), war aber noch mit den Lebenserhaltungssystemen des Raumschiffs verbunden. Somit kam Scott doch noch zu seiner EVA, die für Gemini 8 vorgesehen war, aber abgesagt werden musste. Am fünften Flugtag sollte die Mondfähre dann endlich selbst manövrieren. McDivitt und Schweickart trennten die Fähre vom Mutterschiff und entfernten sich bis zu 180 km von der Apollo-Kapsel. Nach etwa vier Stunden wurde die Abstiegsstufe abgeworfen und die Aufstiegsstufe gezündet, um das Rendezvous mit der Apollo-Kapsel durchzuführen. 6 Stunden und 22 Minuten nach der Trennung dockte Spider wieder an Gumdrop. Dies war jedoch nicht das erste Docking zweier bemannter Raumfahrzeuge in der Erdumlaufbahn, denn diese Premiere war Sojus 4 und Sojus 5 zwei Monate zuvor gelungen. McDivitt und Schweickart stiegen wieder zu Scott in die Apollo-Kapsel, und die Mondlandefähre wurde abgeworfen. Die Triebwerke der Mondfähre wurden ferngesteuert gezündet und brannten, bis der Treibstoff zu Ende ging. Spider blieb in der Erdumlaufbahn und verglühte erst 1981 in der Atmosphäre.

Landung

Die restliche Zeit in der Umlaufbahn wurde der Erdbeobachtung gewidmet. Die Crew brachte 1.373 verwertbare Fotos zurück. Aufgrund schlechten Wetters im Landegebiet erfolgte die Zündung der Bremsraketen eine Erdumkreisung später als geplant. Zehn Tage nach dem Start, am 13. März, um 17:00 UT wasserte Apollo 9 sicher im Atlantik und wurde von der U.S.S Guadalcanal geborgen. Im Gegensatz zu Apollo 7 und Apollo 8 trieb die Kapsel gleich mit der Spitze nach oben und musste sich nicht erst aufrichten.

Bedeutung für das Apollo-Programm

Apollo 9 war ein voller Erfolg. Mit der Mondfähre und dem Apollo-Raumanzug waren nun auch die letzten Ausrüstungsgegenstände im All getestet, die für eine Mondlandung notwendig waren. Auch sämtliche Rendezvous- und Kopplungsmanöver wurden erprobt. Die Raumkrankheit, unter der Schweickart gelitten hatte, hatte zwar zur Verkürzung der Außenbordarbeiten geführt, aber dieses Risiko wurde als beherrschbar eingeschätzt. Die Übelkeit trat immer nur zu Beginn eines Raumfluges auf, so dass ein an Raumkrankheit leidender Astronaut sich bis zur Ankunft auf dem Mond erholt haben sollte. Innerhalb der NASA gab es Stimmen, dass die nächste Mission, Apollo 10 bereits eine bemannte Mondlandung versuchen sollte, doch blieb man beim ursprünglichen Plan, was am 24. März noch einmal ausdrücklich bestätigt wurde. Danach sollte der nächste Flug die Tests von Apollo 8 und Apollo 9 kombinieren: einen Mondflug mit Test der Fähre im Mondorbit.

Weblinks


- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/alsj/a410/A09_MissionReport.pdf NASA: Apollo 9 Mission Report] (483 Seiten, 15 MB, engl.) Apollo 09

Apollo-Projekt

Im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Projekts der NASA sollte ein Mensch auf dem Mond landen und unversehrt wieder auf die Erde zurückgebracht werden. Die bemannte Mondlandung wurde sowohl von den USA als auch der UdSSR angestrebt, allerdings nur von ersteren erreicht. Die Mondlandung bildete den Höhepunkt des Wettlaufs ins All.

Planung

Der eigentliche NASA-Plan sah sieben Missionen bis zur ersten bemannten Mondlandung vor. Dies waren die Missionen A bis G.
- Mission A: Unbemannter Test der Saturn V und des Apollo-Raumschiffs in einer Erdumlaufbahn (zweimal durchgeführt mit Apollo 4 und Apollo 6).
- Mission B: Unbemannter Test der Landefähre (LM) (durchgeführt mit Apollo 5).
- Mission C: Bemannter Test der Apollo-Kapsel im Erdorbit (durchgeführt mit Apollo 7).
- Mission D: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdnahen Orbit (ursprünglich als Apollo 8 vorgesehen, als Apollo 9 neu nummeriert, weil ein Mondflug (Mission C') als Apollo 8 eingeschoben wurde).
- Mission E: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem erdfernen Orbit (Mission wurde gestrichen, Mannschaft übernahm die Mission C').
- Mission F: Test der Kombination aus Kommandomodul und Landefähre in einem Mondorbit (durchgeführt mit Apollo 10).
- Mission G: Erste Landung auf dem Mond (durchgeführt mit Apollo 11). Die mit Apollo 8 durchgeführte erste Mondumkreisung, Weihnachten 1968, war von der NASA eigentlich nicht vorgesehen und mit der Bezeichnung Mission C' zwischen die Missionen C und D eingeschoben. Zusätzlich wurden die Missionen H, I und J geplant:
- Mission H: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 12. Apollo 13 nicht erfolgreich).
- Mission I: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten (durchgeführt mit Apollo 14, eine weitere Mission wurde gestrichen).
- Mission J: Landung auf dem Mond mit erweiterten wissenschaftlichen Experimenten und dem Mondrover (durchgeführt mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17).

Wettlauf der Systeme

Durch den Start des Sputniks im Jahre 1957, die erste unbemannte harte Mondlandung 1959 durch Lunik-2 und den ersten bemannten Raumflug von Juri Gagarin 1961 war die Sowjetunion zu Beginn des Raumfahrtzeitalters zur führenden Raumfahrtnation aufgestiegen. Die US-Amerikaner suchten nach einem Gebiet der Raumfahrt, auf dem sie die Sowjetunion schlagen könnten. Die bemannte Mondlandung wurde dafür als geeignet angesehen. Am 25. Mai 1961, nur eineinhalb Monate nach dem Start von Juri Gagarin, hielt Präsident John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress seine berühmte Rede, in der er das Ziel vorgab, noch im gleichen Jahrzehnt einen Menschen zum Mond und wieder zurückbringen zu lassen. Mit den folgenden Worten fiel der Startschuss für das Apollo-Projekt: :I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth. No single space project in this period will be more impressive to mankind, or more important for the long-range exploration of space; and none will be so difficult or expensive to accomplish. :(Ich glaube, dass dieses Land sich dem Ziel widmen sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn wieder sicher zur Erde zurück zu bringen. Kein einziges Weltraumprojekt wird in dieser Zeitspanne die Menschheit mehr beeindrucken, oder wichtiger für die Erforschung des entfernteren Weltraums sein; und keines wird so schwierig oder kostspielig zu erreichen sein.) [http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/multimedia/video/v-003.mpg Videoausschnitt der Rede Kennedys] Obwohl ursprünglich noch weitere Starts geplant waren, wurde das Apollo-Projekt nach der sechsten erfolgreichen Mondlandung von Apollo 17 beendet. Für den bemannten Mondflug wurde die bis heute größte Rakete entwickelt. Sie erhielt den Namen Saturn V. Maßgeblichen Anteil an ihrer Entwicklung hatte der deutsch-amerikanische Raketenbauer Wernher von Braun, dessen Team die erste Stufe mit den gewaltigen F-1 Triebwerken entwickelte. Alle Starts dieser Rakete waren trotz ihrer großen Leistung und Komplexität erfolgreich, was durchaus beachtenswert ist, da die meisten übrigen Raketensysteme auch Fehlstarts zu verzeichnen haben. Als Vorbereitung auf die Mondlandung lief parallel zum Apollo-Projekt das Gemini-Projekt, mit dem Erfahrungen zu Rendezvous-Manövern im Weltall gesammelt werden sollten. Am 27. Januar 1967 erlitt das Apollo-Projekt einen schweren Rückschlag. Bei Bodentests verbrannten die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee in ihrer Kapsel. Die Rakete war während dieser Tests nicht betankt. Die Kapsel war aber nicht mit gewöhnlicher Luft, sondern mit Sauerstoff bei vollem atmosphärischen Druck gefüllt. Dadurch wurde binnen weniger als einer Minute aus einem kleinen elektrischen Funken ein Feuer, das die Astronauten tötete. Umfangreiche Änderungen an der Mondkapsel waren die Folge. Dem Test wurde nachträglich die Bezeichnung Apollo 1 verliehen. Trotzdem konnte mit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 am 20. Juli 1969 das Ziel Kennedys termingerecht erreicht werden. Zeitgleich zum Apollo-Projekt arbeitete die Sowjetunion an einem umfangreichen Programm, das ebenfalls mit der Landung eines Menschen auf dem Mond enden sollte. Im Rahmen des Zond-Programms wurden modifizierte Sojus-Raumschiffe unbemannt zum Mond gestartet und nach einem Mondumlauf wieder zur Erde gebracht. Dies diente dem Test des Raumschiffs, das für einen bemannten Mondflug gedacht war. Die Zond-5 Kapsel umkreiste im September 1968 den Mond, kam jedoch bei der Rückkehr vom Kurs ab und wurde bei der Landung über dem Indischen Ozean gesprengt. Im Oktober 1970 wurde das Testprogramm mit Zond-8 beendet, von allen gestarteten Raumschiffen konnte nur Zond-7 erfolgreich zur Erde zurückkehren. Parallel arbeitete die Sowjetunion auch an einer Mondlandemission, die ähnlich dem Apollo mit einer superschweren Rakete gestartet werden sollte. Dafür wurde die N1-Rakete entwickelt, die jedoch bei allen vier Teststarts, die von 1969 bis 1972 erfolgten, versagte. Daraufhin und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner bereits erfolgreich auf dem Mond gelandet sind, gab die Sowjetunion das bemannte Mondprogramm auf und leugnete auch, jemals eins gehabt zu haben. Erst Anfang der 1990ern sind Informationen über dieses Programm und die N1-Rakete an die Öffentlichkeit gekommen. Für weitere Einzelheiten siehe den Hauptartikel Sowjetisches Mondprogramm.

Die Mondlandung(en)

Im Rahmen des Apollo-Programms wurden insgesamt sechs Mondlandungen durchgeführt. Harrison H. Schmitt - Mondfährenpilot von Apollo 17 - stellte als bislang letzter Mensch am 12. Dezember 1972 seinen Fuß auf den Mondboden. Eugene Cernan - Kommandant von Apollo 17 - ist bislang der letzte Mensch, der auf dem Mond war, indem er als letzter in die Mondfähre einstieg. Im Rahmen der Mission Apollo 11 landeten am 20. Juli 1969 um 21:17 Uhr (MEZ) die ersten beiden Menschen, Neil Armstrong und Edwin E. "Buzz" Aldrin auf dem Mond. Sechs Stunden später, am 21. Juli um 03:56:20 Uhr MEZ, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Dabei sprach er den berühmt gewordenen Satz: Zitat: That's one small step for man, [but] one giant leap for mankind. ()
(deutsch: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.") :Das 'a' vor 'man' wurde in späteren Texten hinzugefügt, um den Sinn zu erhalten. Im Funkverkehr war es nicht zu hören gewesen. Armstrong wurde später danach befragt, ob er es tatsächlich nicht gesagt habe, aber er konnte sich nicht mehr daran erinnern. Daher bleibt es ungeklärt, ob es durch Störungen im Funkverkehr verloren gegangen ist, oder ob Armstrong dies tatsächlich so gesagt hat. Der dritte Astronaut, Michael Collins, umkreiste im Apollo-Mutterschiff den Erdtrabanten bis zur Rückkehr der Landeeinheit Eagle.

Die "erfolgreiche" Odyssee von Apollo 13

Als Routineflug gestartet, und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, starteten mit der Mission Apollo 13 am 11. April 1970 James A. Lovell, John L. Swigert und Fred W. Haise. Erst als auf dem Weg zum Mond ein Sauerstofftank explodierte und damit das Leben der drei Insassen des Apollo-Raumschiffs stark gefährdet war, wurde die gesamte Weltöffentlichkeit auf die Mission aufmerksam. Die Astronauten mussten auf die Mondlandung verzichten und konnten sich dadurch retten, dass sie das Lunar Module als "Rettungsboot" zweckentfremdeten. Der einzige Weg zurück zur Erde führte jedoch zuerst zum Mond, bei dem durch ein Swing-by Manöver das Raumschiff wieder Richtung Erde beschleunigt wurde. Nach Absprengen des Servicemodules kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde erst das gesamte Ausmaß der Havarie deutlich; man geht davon aus, dass der Sauerstofftank der Brennstoffzellen explodiert war. Trotz der gescheiterten Mondlandung wird Apollo 13 dennoch als Erfolg gewertet, weil es erstmals gelungen war, Astronauten aus einer katastrophalen Raumnotlage lebend zur Erde zurückzubringen. Nach für die Astronauten und die Bodenmannschaften sehr anstrengenden fünf Tagen gelang (nach einer Mondumrundung ohne Landung) am 17. April 1970 die Landung im Pazifik. Die Geschichte von Apollo 13 wurde verfilmt.

Typischer Apollo-Missionsverlauf


- Start in Cape Canaveral
- Abtrennung der 1. Stufe in ca. 56 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 10.000 km/h - Mach 8)
- Zündung der 2. Stufe in der hohen Stratosphäre und kurz darauf Abtrennung des Rettungsturms
- Abtrennung der 2. Stufe in ca. 185 km Höhe (Geschwindigkeit ca. 24.000 km/h)
- Zündung der 3. Stufe, Einschwenken in eine nahe Erdumlaufbahn (Geschwindigkeit ca. 28.000 km/h), Abschalten der 3. Stufe
- Neuzündung der 3. Stufe, (TLI - Trans Lunar Injection) Ausdehnung des Orbits bis zum Mond (im Gegensatz zu einer häufigen Annahme keine Überschreitung der Fluchtgeschwindigkeit und Erdflucht (Apollo 8 erreichte 10,822 km/s - ca. 39.000 km/h [http://history.nasa.gov/ap08fj/02earth_orbit_tli.htm]) - auch auf dem Mond befindet man sich immer noch in einem Erdorbit).
- Abwurf des Stufenadapters, Trennung des Mutterschiffes von der 3. Stufe, Ankoppeln und Herausziehen des Lunar Module (Mondlandefähre) aus seiner Parkbucht, Flug zum Mond
- Zündung des Triebwerkes des Service-Modules (LOI - Lunar Orbit Insertion), Einschwenken in den Mondorbit
- Umstieg von 2 Astronauten in das Lunar Module, 1 Astronaut bleibt als Pilot im Mutterschiff zurück
- Abkoppeln des Lunar Moduls, Zündung des Landetriebwerks, Abstieg zur Mondoberfläche und Landung
- Durchführen diverser EVAs (Extra Vehicular Activity) durch die Astronauten
- Rückstart von der Mondoberfläche, Aufstieg in den Mondorbit. Die Landestufe bleibt zurück
- Ankoppeln an das Mutterschiff, Umstieg der Astronauten, Abwurf der LM-Aufstiegsstufe
- Zündung des Triebwerkes des Service Modules, (TEI - Trans Earth Injection) Verlassen des Mondorbits und Rückkehr zur Erde
- EVA zum Bergen der Filme aus dem Service Modul
- Abwurf des Service Modules, Ausrichten der Apollo-Kapsel für den Wiedereintritt
- Auslösen der Hauptfallschirme, Wasserung im Landegebiet
- Bergung durch einen Flugzeugträger

Apollo-Missionen

Kurz nach der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 veröffentlichte die NASA die weitere Planung, die bis Ende 1972 neun weitere Apolloflüge vorsah. Doch bereits im Januar 1970, noch vor der Verzögerung durch die Panne von Apollo 13, wurde Apollo 20 aus Kostengründen gestrichen. Im September 1970 folgten Apollo 15 und Apollo 19, die verbleibenden Flüge Apollo 16, Apollo 17 und Apollo 18 wurden mit Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 neu nummeriert. Die nach dem Abschluss der Mondflüge noch vorhandenen Apollokapseln und Saturnraketen wurden für das Skylab-Projekt 1973/74 und das Apollo-Sojus-Projekt 1975 verwendet.

Mondlandungslüge

Wie bei fast allen Ereignissen von so großer Tragweite, sind auch die Mondlandungen das Objekt zahlreicher Verschwörungstheorien. Von den meisten Anhängern dieser Theorien wird bezweifelt, dass es überhaupt zu einer Mondlandung in den Jahren 1969 bis 1972 gekommen ist. Vielfach wird in diesem Falle von einer Mondlandungslüge oder einer Mondlandungs-NASA-Verschwörung gesprochen.

Literatur

Die Texte sind englischsprachig. Deutschsprachige Literatur ist entsprechend gekennzeichnet.

Apollo-Mission-Reports


- Robert Godwin, Apollo 11 with DVD, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522858
- Robert Godwin, Apollo 17: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522599 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 16: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2002, ISBN 1896522580 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 15: The NASA Mission Reports, Volume One, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522572 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 14: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2001, ISBN 1896522564 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 13: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522556 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 12: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522548 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 11: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522491 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 10: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522688 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 9: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522513 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 8: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522661 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Apollo 7: The NASA Mission Reports, Apogee Books, 2000, ISBN 1896522645 (Buch & CD)

Allgemein


- Andrew Chaikin, A Man on the Moon, Penguin Books 1995, ISBN 0140272011
- David M. Harland, Exploring the Moon, Springer, 1999, ISBN 1852330996
- Gene Kranz, Failure is not an option, Berkley Books 2001, ISBN 0425179877
- Chris Kraft, Flight: My Life in Mission Control, Penguin Putnam, 2002, ISBN 0452283043
- Diverse, The Secret of Apollo: Systems Management in American and European Space Programs, Johns Hopkins University Press, 2002, ISBN 080186898X
- Diverse, Taking Science to the Moon: Lunar Experiments and the Apollo Program, Johns Hopkins University Press, 2001, ISBN 0801865999
- Jesco von Puttkamer, Apollo 11, Wir sehen die Erde, Herbig, 2001, ISBN 3776670568 (deutsch)
- Jim Lovell, Apollo 13, Langenscheidt-Longman, 2001, ISBN 3526451842 (deutsch)
- Moon Lander, How We Developed the Apollo Lunar Module, Smithsonian Books, 2001, ISBN 156098998X
- Eugene Cernan, The Last Man on the Moon, Griffin, 2000, ISBN 0312263511
- James E. Webb, Powering Apollo, Johns Hopkins University Press, 2000, ISBN 0801862051

DVDs


- From The Earth To The Moon, 1998
- For All Mankind - Criterion Collection, 1989

Siehe auch


- Apollo-Raumschiff
- Raumfahrt
- Geschichte der Raumfahrt
- Katastrophen der Raumfahrt
- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Luna-Programm
- Skylab
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Mondlandungslüge
- Bemannter Mondflug nach Apollo
- Wettlauf ins All

Weblinks


- Der berühmte Satz von Neil Armstrong im Original ist [http://science.ksc.nasa.gov/history/apollo/apollo-11/sounds/a11step.wav hier]als wav-Datei (260 kb) zu hören
- [http://history.nasa.gov/alsj/frame.html Apollo Lunar Surface Journal] - Alle Landemissionen ausführlich beschrieben und ein sehr umfangreiches Multimedia-Angebot (englisch)
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo.html NASA: The Apollo Program] (englisch)
- [http://www.nasm.si.edu/collections/imagery/apollo/apollo.htm Smithsonian: The Apollo Program] (englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-4029/SP-4029.htm NASA: Apollo By The Numbers] - Umfangreiche Listen und Statistiken (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/index.html NASA: Apollo-Programm] (englisch)
- [http://www.spaceflight.nasa.gov/history/apollo/lunarlanding.html NASA: Mondkarte mit Landeplätzen] (englisch)
- [http://www.apolloarchive.com/ Viele Details / Ton,- Videomitschnitte] (englisch)
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/70mm/ Tausende, erst 2004 veröffentlichte Fotos der Apollo-Missionen] (englisch)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/apollo.php extrasolar-planets.com - Apollo Programm] (deutsch)
- [http://www.apollo-projekt.de Apollo-Projekt.de] (deutsch)
- [http://www.apolloprojekt.de Apolloprojekt.de] (deutsch)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/mondlandung/home.shtml Raumfahrer.net: Mondlandung] (deutsch)
- [http://www.erkenntnishorizont.de/raumfahrt/rueckstoss/lunarmodule.c.php?screen=800 Schon mal eine Mondlandefähre gesteuert? / Online-Mondlandungs-Simulator] (deutsch)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/apollo/index.html Photos der NASA zum Apollo Programm] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung) !Apolloprogramm ja:アポロ計画 ko:아폴로 계획

Mondlandefähre

]] Die Mondlandefähre (-LM- für Lunar Module, oder auch -LEM- für Lunar Excursion Module) ist ein ab 1963 von der Firma Grumman für die NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickeltes Raumfahrzeug zur Landung auf dem Mond. Die Vorplanungen der NASA gehen allerdings schon bis ins Jahr 1960 zurück. Insgesamt wurden 16 Stück hergestellt.

Allgemein

Um Menschen auf den Mond zu bringen, gab es die verschiedensten Szenarien, die in der Frühphase des Apollo-Projekts durchdacht wurden. Relativ schnell kam die NASA von einem komplett auf dem Mond landenden Raumfahrzeug, hin zu einem geteilten System, bei dem ein Astronaut in der "Rückkehrkapsel" um den Mond kreist und ein gesondertes "Landefahrzeug" mit zwei Astronauten zur Mondexkursion genutzt werden soll.

Entwicklung

Szenarien]] Szenarien Szenarien Im Jahr 1963 erging dann der Auftrag zum Bau der Landefähre an die Firma Grumman in Bethpage, New York. Thomas J. Kelly, der schon die Frühstudien zur Entwicklung des LM begleitete, wird im allgemeinen als der Vater der Landefähre bezeichnet. Wie er allerdings selbst sagte, war das LM eine Gemeinschaftsproduktion vieler. Beispielsweise waren auch die zukünftigen Apollo-Astronauten an der Entwicklung und Konstruktion beteiligt, da sie das LM ja letztendlich fliegen und landen mussten. Hauptsächlich waren dies Scott Carpenter, Charles Conrad, und Donn Eisele. Das LM war das größte bemannte Raumfahrzeug, das bis daher je entwickelt und gebaut wurde. Für zwei Astronauten musste im Innern der Landefähre Platz genug vorhanden sein, um das LM evt. auch manuell zu fliegen und zu landen (Dies sollte im Stehen passieren). Die Insassen mussten sich die Raumanzüge an- und auch wieder ausziehen können. Daneben musste auch noch Raum für die mitgebrachten Bodenproben (Mondgestein) vorhanden sein. Des Weiteren mussten für die Astronauten Schlafmöglichkeiten gegeben sein. Da das LM alleine zum Mond abstieg, musste es auch ein eigenständiges Lebenserhaltungssystem und eine unabhängig arbeitende Elektrik haben. Die Firmen, die den Zuschlag zur Entwicklung dieser Komponenten erhielten waren andere, als die, die für die Apollo Kommando- und Serviceeinheit verantwortlich waren. Bei der Apollo 13 Mission stellte sich das als fataler Fehler heraus, da beide Systeme teilweise inkompatibel waren. Trotzdem konnten auch die Astronauten von Apollo 13 zur Erde zurückkehren, in dem sie sich nach der Explosion in der Serviceeinheit eine längere Zeit im noch funktionsfähigen LM aufhielten. Das LM diente hier sozusagen als Rettungsboot. Ein spezielles Problem stellten die Landebeine dar. Sie sollten so grazil und leicht wie möglich, aber auch so stabil wie nötig, für eine Landung auf dem Mond sein. Außerdem mussten sie einklappbar sein, da der Transport des LM in einer Raketenstufe schon relativ früh festgelegt wurde. Zu Beginn der Planungen sahen die Entwickler fünf Landebeine vor. Aus Platzgründen wurden dann aber nur vier realisiert, was der Standstabilität aber keinen Abbruch tat. Zum Erreichen der Mondoberfläche bekam ein Landebein eine anmontierte Leiter. Aber das wohl größte Problem, das sich ergab war die Unmöglichkeit die Flugeigenschaften des LM in der Erdatmosphäre zu testen. Es sollte versucht werden die Mondgravitation nachzubilden, indem den Landern mittels zusätzlicher Triebwerke ein Auftrieb gegeben werden sollte. Da sich Auftrieb und Steuerdüsen aber gegenseitig beeinflussten, stürzten die Lander meist seitlich ab. Auch Tests mit an Helikoptern aufgehängten Landern brachten keine verwertbaren Ergebnisse. So wurden zu Übungszwecken Flugtests mit Landegestellen, den LLTVs durchgeführt. Eine besondere Konstruktion war die LLRF zum Üben der letzten Landesequenz bis zum Aufsetzen. Während des Starts, zweieinhalb Erdorbits und dem Einschuss in die Mondbahn, verweilte die Landefähre in der dritten Stufe der Saturn V und wurde dann nach Abtrennung des Apollo Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus ihr entnommen. Die Gesamtkombination flog dann zum Mond.

Technische Daten

Die Landefähre hatte ein Gesamtgewicht von 14.696 kg, eine Höhe von 6,40m und einen Durchmesser von 4.30m (9,50m bei ausgefahrenen Landebeinen). Sie bestand aus über einer Million Teilen, hatte redundant ausgelegte Funk- und Radargeräte, mehrere Triebwerke und einen Computer. Die Mondlandefähre wurde nach rein funktionalen Gesichtspunkten entwickelt. Aerodynamik spielte keine Rolle. Das System bestand aus 2 Stufen: der Abstiegsstufe (Descent Stage - DS) und der Aufstiegsstufe (Ascent Stage - AS), von denen jede mit einem Haupttriebwerk ausgestattet war.

Abstiegsstufe (DS)

Die Abstiegsstufe war der untere Teil und enthielt neben dem Triebwerk die Tanks für Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und Helium. Weiter die 4 Landebeine und Ausrüstung für die Außenmissionen. Die Landebeine gaben dem Vehikel ein spinnenartiges Aussehen, was ihm bei den Astronauten auch den Spitznamen "Spider" eintrug. Die Stufe war inklusive der Landebeine 3,24 m hoch. An dem Bein, das sich unter der Ausstiegsluke befand, war eine Leiter angebracht. Nach Abschluss der Mission diente die Abstiegsstufe als Startbasis für die Aufstiegsstufe. Ein Sprengmechanismus trennte die beiden Stufen voneinander, wobei die Abstiegsstufe schließlich auf dem Mond zurückblieb. Notfalls konnte die Trennung auch während der Abstiegsphase durchgeführt werden, um den Abbruch einer Landung mit sicherer Rückkehr zum Apollo Raumschiff (CSM) zu ermöglich.

Triebwerk der Abstiegsstufe

Den meisten Platz in der Abstiegsstufe benötigten die vier Tanks, je zwei für den Brennstoff und den Oxidator sowie das Abstiegstriebwerk. Dieses war schwenkbar und lieferte eine Schubleistung von 10.000 lbs. Die Leistung des Triebwerks konnte vom Computer oder manuell auf 1050 lbs gedrosselt werden. Alle Triebwerke an Bord verwendeten als Treibstoff ein Gemisch aus 50% Hydrazin (N_2H_4) und 50% Unsymmetrischem Dimethylhydrazin, genannt Aerozine 50. In Verbindung mit dem Oxidator Distickstofftetroxid (N_2O_4) ist die Mischung hochexplosiv und hypergol, zündet also bei Kontakt miteinander selbstständig, ohne das ein Zündsystem gebraucht würde. Ein weiterer Tank enthielt Helium welches als Treibgas den Oxidator und den Brennstoff in die Brennkammer presste.

Aufstiegsstufe (AS)

Treibgas Die Aufstiegsstufe enthielt die Kabine für zwei Astronauten, einen mittleren Abschnitt mit allen Kontrollen und das Aufstiegstriebwerk. Um Gewicht zu sparen, mussten die beiden Astronauten bei der Landung stehen. Sie wurden von Gurten in ihrer Position gehalten. Im vorderen Fußbereich, zwischen den Astronauten, befand sich eine Luke von etwa 1 m Durchmesser, die nach der Landung zum Ausstieg genutzt wurde. Im Mittelabschnitt befanden sich ein großer Teil der Lenk- und Kommunikations- sowie der Drucksysteme. Hier wurden auch die Gesteinsproben für den Rücktranport untergebracht. Eine weitere Luke von etwa 84 cm Durchmesser war im oberen Bereich des mittleren Abschnitts angebracht. Diese Luke war die Verbindung zwischen der Landefähre und dem Kommandomodul.

Triebwerk der Aufstiegsstufe

Das Triebwerk für den Rückstart vom Mond erzeugte lediglich einen Schub von 3.500 Pfund und konnte nur zweimal gestartet werden. Das war ausreichend um die 4,5 Tonnen schwere Aufstiegsstufe zurück in den Mondorbit zu befördern. Die Steuerung während der Abstiegs- und Wiederaufstiegsphase wurde von einem Computer durchgeführt. Eine manuelle Steuerung war aber ebenfalls möglich. Die Lage der Mondlandefähre im Raum wurde durch 16 Steuerdüsen, die in vier Gruppen angeordnet waren, kontrolliert.

Mondauto

Apollo 15 war im Rahmen des Apollo-Projekts die erste der 3 so genannten J-Missionen, die einen längeren Aufenthalt auf dem Mond vorsahen. Ein batteriebetriebenes Mondauto (eng. Lunar Roving Vehicle), das zum Transport zusammengeklappt an der Außenseite der Mondlandefähre angebracht war, erlaubte es, sich freier über die Mondoberfläche zu bewegen und ein größeres Gebiet zu erforschen.

Klimasystem

Das Klimasystem der Mondlandefähre war mit den Raumanzügen der Astronauten so weit kompatibel, dass sie an der Fähre bis zu sechsmal wieder aufgeladen werden konnten.

Historie der 16 Mondlandefähren

LM-2 war für einen unbemannten Test im Erdorbit vorgesehen. Aufgrund des Erfolgs von LM-1 wurde auf diesen Test verzichtet. LM-9 war für einen Mondflug vorgesehen, der zwischen Apollo 14 und Apollo 15 hätte stattfinden sollen, der aber aus Kostengründen gestrichen wurde. Für Apollo 15 wurde LM-10 verwendet, das eine längere Aufenthaltsdauer ermöglichte, und ein Mondauto mitführen konnte. Als weitere Apollo-Flüge abgesagt wurden, waren LM-13 bis LM-16 bereits im Bau. LM-15 wurde von Grumman verschrottet.

Weblinks


- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/SP-4205/ch6-1.html Die Landefähre (NASA: Chariots for Apollo, Kapitel 6) - englisch]
- [http://www.nasm.si.edu Smithsonian National Air and Space Museum]
- [http://www.ksc.nasa.gov John F. Kennedy Space Center]
- [http://www.cradleofaviation.org The Cradle of Aviation Museum]
- [http://www.msichicago.org Museum of Science and Industry]
- [http://users.specdata.com/home/pullo Detaillierte Daten des LEM Teams]
- [http://www.northgrum.com Nachfolge des Mergers zwischen Grumman und Northrop]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/movie/as17_liftoff.mov Start der Apollo 17 vom Mond als Quicktime Movie.] Kategorie:Apolloprogramm

Mondlandefähre

]] Die Mondlandefähre (-LM- für Lunar Module, oder auch -LEM- für Lunar Excursion Module) ist ein ab 1963 von der Firma Grumman für die NASA im Rahmen des Apollo-Projekts entwickeltes Raumfahrzeug zur Landung auf dem Mond. Die Vorplanungen der NASA gehen allerdings schon bis ins Jahr 1960 zurück. Insgesamt wurden 16 Stück hergestellt.

Allgemein

Um Menschen auf den Mond zu bringen, gab es die verschiedensten Szenarien, die in der Frühphase des Apollo-Projekts durchdacht wurden. Relativ schnell kam die NASA von einem komplett auf dem Mond landenden Raumfahrzeug, hin zu einem geteilten System, bei dem ein Astronaut in der "Rückkehrkapsel" um den Mond kreist und ein gesondertes "Landefahrzeug" mit zwei Astronauten zur Mondexkursion genutzt werden soll.

Entwicklung

Szenarien]] Szenarien Szenarien Im Jahr 1963 erging dann der Auftrag zum Bau der Landefähre an die Firma Grumman in Bethpage, New York. Thomas J. Kelly, der schon die Frühstudien zur Entwicklung des LM begleitete, wird im allgemeinen als der Vater der Landefähre bezeichnet. Wie er allerdings selbst sagte, war das LM eine Gemeinschaftsproduktion vieler. Beispielsweise waren auch die zukünftigen Apollo-Astronauten an der Entwicklung und Konstruktion beteiligt, da sie das LM ja letztendlich fliegen und landen mussten. Hauptsächlich waren dies Scott Carpenter, Charles Conrad, und Donn Eisele. Das LM war das größte bemannte Raumfahrzeug, das bis daher je entwickelt und gebaut wurde. Für zwei Astronauten musste im Innern der Landefähre Platz genug vorhanden sein, um das LM evt. auch manuell zu fliegen und zu landen (Dies sollte im Stehen passieren). Die Insassen mussten sich die Raumanzüge an- und auch wieder ausziehen können. Daneben musste auch noch Raum für die mitgebrachten Bodenproben (Mondgestein) vorhanden sein. Des Weiteren mussten für die Astronauten Schlafmöglichkeiten gegeben sein. Da das LM alleine zum Mond abstieg, musste es auch ein eigenständiges Lebenserhaltungssystem und eine unabhängig arbeitende Elektrik haben. Die Firmen, die den Zuschlag zur Entwicklung dieser Komponenten erhielten waren andere, als die, die für die Apollo Kommando- und Serviceeinheit verantwortlich waren. Bei der Apollo 13 Mission stellte sich das als fataler Fehler heraus, da beide Systeme teilweise inkompatibel waren. Trotzdem konnten auch die Astronauten von Apollo 13 zur Erde zurückkehren, in dem sie sich nach der Explosion in der Serviceeinheit eine längere Zeit im noch funktionsfähigen LM aufhielten. Das LM diente hier sozusagen als Rettungsboot. Ein spezielles Problem stellten die Landebeine dar. Sie sollten so grazil und leicht wie möglich, aber auch so stabil wie nötig, für eine Landung auf dem Mond sein. Außerdem mussten sie einklappbar sein, da der Transport des LM in einer Raketenstufe schon relativ früh festgelegt wurde. Zu Beginn der Planungen sahen die Entwickler fünf Landebeine vor. Aus Platzgründen wurden dann aber nur vier realisiert, was der Standstabilität aber keinen Abbruch tat. Zum Erreichen der Mondoberfläche bekam ein Landebein eine anmontierte Leiter. Aber das wohl größte Problem, das sich ergab war die Unmöglichkeit die Flugeigenschaften des LM in der Erdatmosphäre zu testen. Es sollte versucht werden die Mondgravitation nachzubilden, indem den Landern mittels zusätzlicher Triebwerke ein Auftrieb gegeben werden sollte. Da sich Auftrieb und Steuerdüsen aber gegenseitig beeinflussten, stürzten die Lander meist seitlich ab. Auch Tests mit an Helikoptern aufgehängten Landern brachten keine verwertbaren Ergebnisse. So wurden zu Übungszwecken Flugtests mit Landegestellen, den LLTVs durchgeführt. Eine besondere Konstruktion war die LLRF zum Üben der letzten Landesequenz bis zum Aufsetzen. Während des Starts, zweieinhalb Erdorbits und dem Einschuss in die Mondbahn, verweilte die Landefähre in der dritten Stufe der Saturn V und wurde dann nach Abtrennung des Apollo Raumschiffs und dessen 180° Drehung aus ihr entnommen. Die Gesamtkombination flog dann zum Mond.

Technische Daten

Die Landefähre hatte ein Gesamtgewicht von 14.696 kg, eine Höhe von 6,40m und einen Durchmesser von 4.30m (9,50m bei ausgefahrenen Landebeinen). Sie bestand aus über einer Million Teilen, hatte redundant ausgelegte Funk- und Radargeräte, mehrere Triebwerke und einen Computer. Die Mondlandefähre wurde nach rein funktionalen Gesichtspunkten entwickelt. Aerodynamik spielte keine Rolle. Das System bestand aus 2 Stufen: der Abstiegsstufe (Descent Stage - DS) und der Aufstiegsstufe (Ascent Stage - AS), von denen jede mit einem Haupttriebwerk ausgestattet war.

Abstiegsstufe (DS)

Die Abstiegsstufe war der untere Teil und enthielt neben dem Triebwerk die Tanks für Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und Helium. Weiter die 4 Landebeine und Ausrüstung für die Außenmissionen. Die Landebeine gaben dem Vehikel ein spinnenartiges Aussehen, was ihm bei den Astronauten auch den Spitznamen "Spider" eintrug. Die Stufe war inklusive der Landebeine 3,24 m hoch. An dem Bein, das sich unter der Ausstiegsluke befand, war eine Leiter angebracht. Nach Abschluss der Mission diente die Abstiegsstufe als Startbasis für die Aufstiegsstufe. Ein Sprengmechanismus trennte die beiden Stufen voneinander, wobei die Abstiegsstufe schließlich auf dem Mond zurückblieb. Notfalls konnte die Trennung auch während der Abstiegsphase durchgeführt werden, um den Abbruch einer Landung mit sicherer Rückkehr zum Apollo Raumschiff (CSM) zu ermöglich.

Triebwerk der Abstiegsstufe

Den meisten Platz in der Abstiegsstufe benötigten die vier Tanks, je zwei für den Brennstoff und den Oxidator sowie das Abstiegstriebwerk. Dieses war schwenkbar und lieferte eine Schubleistung von 10.000 lbs. Die Leistung des Triebwerks konnte vom Computer oder manuell auf 1050 lbs gedrosselt werden. Alle Triebwerke an Bord verwendeten als Treibstoff ein Gemisch aus 50% Hydrazin (N_2H_4) und 50% Unsymmetrischem Dimethylhydrazin, genannt Aerozine 50. In Verbindung mit dem Oxidator Distickstofftetroxid (N_2O_4) ist die Mischung hochexplosiv und hypergol, zündet also bei Kontakt miteinander selbstständig, ohne das ein Zündsystem gebraucht würde. Ein weiterer Tank enthielt Helium welches als Treibgas den Oxidator und den Brennstoff in die Brennkammer presste.

Aufstiegsstufe (AS)

Treibgas Die Aufstiegsstufe enthielt die Kabine für zwei Astronauten, einen mittleren Abschnitt mit allen Kontrollen und das Aufstiegstriebwerk. Um Gewicht zu sparen, mussten die beiden Astronauten bei der Landung stehen. Sie wurden von Gurten in ihrer Position gehalten. Im vorderen Fußbereich, zwischen den Astronauten, befand sich eine Luke von etwa 1 m Durchmesser, die nach der Landung zum Ausstieg genutzt wurde. Im Mittelabschnitt befanden sich ein großer Teil der Lenk- und Kommunikations- sowie der Drucksysteme. Hier wurden auch die Gesteinsproben für den Rücktranport untergebracht. Eine weitere Luke von etwa 84 cm Durchmesser war im oberen Bereich des mittleren Abschnitts angebracht. Diese Luke war die Verbindung zwischen der Landefähre und dem Kommandomodul.

Triebwerk der Aufstiegsstufe

Das Triebwerk für den Rückstart vom Mond erzeugte lediglich einen Schub von 3.500 Pfund und konnte nur zweimal gestartet werden. Das war ausreichend um die 4,5 Tonnen schwere Aufstiegsstufe zurück in den Mondorbit zu befördern. Die Steuerung während der Abstiegs- und Wiederaufstiegsphase wurde von einem Computer durchgeführt. Eine manuelle Steuerung war aber ebenfalls möglich. Die Lage der Mondlandefähre im Raum wurde durch 16 Steuerdüsen, die in vier Gruppen angeordnet waren, kontrolliert.

Mondauto

Apollo 15 war im Rahmen des Apollo-Projekts die erste der 3 so genannten J-Missionen, die einen längeren Aufenthalt auf dem Mond vorsahen. Ein batteriebetriebenes Mondauto (eng. Lunar Roving Vehicle), das zum Transport zusammengeklappt an der Außenseite der Mondlandefähre angebracht war, erlaubte es, sich freier über die Mondoberfläche zu bewegen und ein größeres Gebiet zu erforschen.

Klimasystem

Das Klimasystem der Mondlandefähre war mit den Raumanzügen der Astronauten so weit kompatibel, dass sie an der Fähre bis zu sechsmal wieder aufgeladen werden konnten.

Historie der 16 Mondlandefähren

LM-2 war für einen unbemannten Test im Erdorbit vorgesehen. Aufgrund des Erfolgs von LM-1 wurde auf diesen Test verzichtet. LM-9 war für einen Mondflug vorgesehen, der zwischen Apollo 14 und Apollo 15 hätte stattfinden sollen, der aber aus Kostengründen gestrichen wurde. Für Apollo 15 wurde LM-10 verwendet, das eine längere Aufenthaltsdauer ermöglichte, und ein Mondauto mitführen konnte. Als weitere Apollo-Flüge abgesagt wurden, waren LM-13 bis LM-16 bereits im Bau. LM-15 wurde von Grumman verschrottet.

Weblinks


- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/SP-4205/ch6-1.html Die Landefähre (NASA: Chariots for Apollo, Kapitel 6) - englisch]
- [http://www.nasm.si.edu Smithsonian National Air and Space Museum]
- [http://www.ksc.nasa.gov John F. Kennedy Space Center]
- [http://www.cradleofaviation.org The Cradle of Aviation Museum]
- [http://www.msichicago.org Museum of Science and Industry]
- [http://users.specdata.com/home/pullo Detaillierte Daten des LEM Teams]
- [http://www.northgrum.com Nachfolge des Mergers zwischen Grumman und Northrop]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/movie/as17_liftoff.mov Start der Apollo 17 vom Mond als Quicktime Movie.] Kategorie:Apolloprogramm

22. Dezember

Der 22. Dezember ist der 356. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 357. in Schaltjahren) - somit bleiben 9 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1920 - Beginn regelmäßiger Rundfunksendungen durch den Sender Königs Wusterhausen.
- 1971 - Der Österreicher Kurt Waldheim wird UN-Generalsekretär.
- 1979 - Katalonien erhält den Autonomiestatus
- 1984 - In Österreich beschließt die Bundesregierung nach zwei Wochen einen "Waffenstillstand" mit den Besetzern der Hainburger Au.
- 1989 - Das Brandenburger Tor in Berlin wird 28 Jahre nach dem Bau der Mauer wieder geöffnet.
- 1989 - Nicolae Ceauşescu, rumänischer Diktator, wird gestürzt und beim Versuch, das Land zu verlassen, zusammen mit seiner Ehefrau von der Armee verhaftet.
- 1991 - Kirgisistan tritt der GUS bei
- 1999 - in einem in der Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichten Artikel rechnet die damalige CDU-Generalsekretätin Angela Merkel mit der Haltung des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zur Spendenaffäre ab
- 2001 - In Kabul wird Hamid Karsai zum Chef der Übergangsregierung ernannt.
- 2001 - Der Deutsche Bundestag stimmt der Entsendung deutscher Streitkräfte zur Umsetzung der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrates mit großer Mehrheit zu.
- 2002 - Dr. Janez Drnovšek wird Staatspräsident in Slowenien

Wirtschaft


- 1917 - Der Normenausschuss der deutschen Industrie (Vorläufer des DIN) wird gegründet.

Wissenschaft, Technik


- 1938 - Am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin gelingt Otto Hahn und Fritz Straßmann die erste Kernspaltung mit einem Uran-Atomkern.

Kultur


- 1828 - Uraufführung der romantischen Oper Der Vampyr von Heinrich Marschner am Stadttheater in Leipzig.
- 1829 - Uraufführung der Oper Der Templer und die Jüdin von Heinrich Marschner am Stadttheater in Leipzig.
- 1837 - Uraufführung der komischen Oper Zar und Zimmermann von Albert Lortzing am Stadttheater in Leipzig.
- 1841 - Uraufführung der Oper La Reine de Chypre von Fromental Halévy in Paris.
- 1894 - Mit dem Orchesterwerk Prélude à l'après-midi d'un faune von Claude Debussy wird in Paris das erste bedeutende Werk des musikalischen Impressionismus uraufgeführt.
- 1904 - Uraufführung der Operette Die Juxheirat von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1923 - Uraufführung der Operette Marietta von Walter Kollo in Berlin.
- 1965 - Der Film "Doktor Schiwago" von David Lean (Regie) und Carlo Ponti (Produktion) wird in New York uraufgeführt.

Religion


- 401 - Innozenz I. wird als Nachfolger seines Vaters, Papst Anastasius I. inthronisiert.
- 1997 - Das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Mecklenburg-Vorpommern, unterzeichnet von Erzbischof Giovanni Lajolo und Ministerpräsident Berndt Seite, tritt mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft.

Katastrophen


- 1647 - Die Kanarischen Inseln, insbesondere Fuerteventura, werden durch einen Wirbelsturm verwüstet.
- 1939 - Auf dem Bahnhof in Genthin fordert die Kollision zweier D-Züge(gegen 0.52 Uhr) 196 Menschenleben. Um 22.19 am selben Tag stiessen auf der Bodenseegürtelbahn(Lindau - Radolfzell) zwischen Markdorf und Kluftern zwei weitere Züge zusammen, was 101 Tote forderte. Damit ist dieser Tag der schlimmste der deutschen Eisenbahngeschichte.
- 1963 - Das Passagierschiff Lakonia (Großbritannien) mit 1036 Personen an Bord brennt nach einer inneren Explosion im Atlantik nördlich von Madeira aus (gesunken 29. Dezember 1963). 128 Tote.
- 1991 - Eine Douglas DC-3 der Classic Wings Airline kommt während eines Rundflugs bei Heidelberg in Turbulenzen, streift einen Hügel und stürzt ab. 28 der 32 Menschen an Bord sterben dabei.
- 1992 - Beim Anflug auf Tripolis stößt eine Boeing 727 der Libyan Arab Airlines mit einer MiG-23 zusammen, wobei 157 Menschen sterben.
- 1999 - In Algerien fordert ein Erdbeben der Stärke 5,5 24 Tote.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1178 - Antoku, 81. Kaiser von Japan (1180–1185)
- 1523 - Charles II. de Bourbon, Kardinal, Erzbischof von Rouen und päpstlicher Legat von Avignon
- 1573 - Ernst Casimir von Nassau-Dietz, Vorfahre der Könige der Niederlande
- 1597 - Friedrich III. (Schleswig-Holstein-Gottorf), Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
- 1605 - Balthasar Rösler, deutscher Bergmann
- 1639 - Jean Racine, Autor der französischen Klassik
- 1694 - Hermann Samuel Reimarus, Gymnasialprofessor in Hamburg für orientalische Sprachen
- 1723 - Carl Friedrich Abel, deutscher Komponist
- 1735 - Ulrich Bräker, Schweizer Schriftsteller
- 1768 - John Crome, britischer Maler
- 1795 - Joseph Kyselak, Alpinist und Hofkammerbeamter
- 1795 - Thomas Ainsworth, englisch-niederländischer Textilindustrieller
- 1800 - Julius Wilhelm Oelsner, Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung
- 1804 - Georg Adolf Demmler, Architekt
- 1807 - Johan Sebastian Welhaven, norwegischer Schriftsteller
- 1811 - Ludwig Philippson, deutscher Schriftsteller und Rabbiner
- 1815 - Johann Jakob Bachofen, Schweizer Jurist und Altertumsforscher
- 1817 - Tuiskon Ziller, deutscher Philosoph und Pädagoge (Herbartianer)
- 1818 - Konrad von Parzham, Laienbruder aus dem Kapuzinerorden, Heiliger
- 1819 - Franz Abt, deutscher Komponist und Kapellmeister
- 1821 - Giovanni Bottesini, italienischer Komponist und Kontrabassist
- 1823 - Thomas Wentworth Higginson, US-amerikanischer Schriftsteller und Abolitionist
- 1828 - Eduard Schönfeld, deutscher Astronom
- 1838 - Wladimir Wassiljewitsch Markownikow, russischer Chemiker
- 1839 - John Nevil Maskelyne, britischer Bühnenzauberer und Erfinder
- 1841 - Otto Piper, deutscher Jurist, Kunsthistoriker, Bürgermeister
- 1848 - Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe
- 1849 - Christian Rohlfs, deutscher Maler
- 1853 - Jewgraf Stepanowitsch Fjodorow, russischer Kristallograph und Mineraloge
- 1853 - Teresa Carreño, venezolanische Pianistin und Komponistin
- 1856 - Frank Billings Kellogg, US-amerikanischer Jurist und Diplomat
- 1858 - Giacomo Puccini, italienischer Komponist
- 1859 - Otto Hölder, deutscher Mathematiker
- 1860 - Richard Hanitsch, deutscher Museumskurator
- 1866 - Käthe Paulus, deutsche Fallschirmspringerin
- 1867 - Joseph Maria Olbrich, österreichischer Architekt
- 1868 - Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin, Luftakrobatin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms.
- 1873 - Carl Kraemer, deutscher Tierschützer
- 1874 - Franz Schmidt, österreichischer Musikpädagoge und Komponist
- 1876 - Filippo Tommaso Marinetti, italienischer Dichter, Begründer des Futurismus
- 1879 - Minna Specht, deutsche Pädagogin
- 1880 - Dawid Przepiórka, polnischer Schachspieler
- 1881 - Franz Springer, deutscher Komponist und Dirigent
- 1883 - Edgar Varèse, französisch-US-amerikanischer Komponist und Dirigent
- 1884 - Albin Grau, deutscher Filmproduzent, Graphiker und Autor
- 1887 - Srinivasa Aiyangar Ramanujan, Mathematiker
- 1890 - Heinrich Luhmann, deutscher Pädagoge und Heimatdichter
- 1890 - Nol van Berckel, niederländischer Fußballspieler
- 1892 - Lawrence Sperry, US-amerikanischer Pilot u. Erfinder
- 1892 - Peter Tatsuo Doi, Erzbischof von Tokio und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1898 - Wladimir Alexandrowitsch Fock, russischer Physiker
- 1899 - Gustaf Gründgens, deutscher Schauspieler, Regisseur und Intendant
- 1900 - John C. Slater, US-amerikanischer Physiker und theoretischer Chemiker
- 1900 - Marc Allégret, französischer Regisseur
- 1901 - Fritz Gils, deutscher Künstler
- 1902 - August Neuburger, deutscher Politiker
- 1903 - Haldan K. Hartline, US-amerikanischer Physiologe
- 1905 - Pierre Brasseur, französischer Schauspieler
- 1905 - Pierre Levegh, französischer Autorennfahrer
- 1907 - Fermin Rocker, Maler und Anarchist
- 1907 - Peggy Ashcroft, britische Schauspielerin
- 1908 - Giacomo Manzù, italienischer Bildhauer, Grafiker und Zeichner
- 1908 - Max Bill, Schweizer Architekt, Künstler und Designer
- 1908 - Paula Mollenhauer, deutsche Leichtathletin
- 1911 - Gerd Pfeiffer, von 1977 bis 1987 Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1912 - Oscar Moret, Schweizer Komponist und Professor
- 1913 - Rudolf Krämer-Badoni, deutscher Schriftsteller
- 1914 - Klaus Konrad, deutscher Politiker
- 1921 - Hawkshaw Hawkins, US-amerikanischer Musiker
- 1921 - Reinhold Stecher, Bischof der Diözese Innsbruck
- 1922 - Peter Lorenz, deutscher Politiker
- 1925 - Walter Womacka, deutscher Künstler und Kulturfunktionär der DDR
- 1926 - James D. Ployhar, US-amerikanischer Komponist und Dirigent
- 1929 - Hugo Loetscher, Schweizer Schriftsteller
- 1930 - Lothar Dombrowski, deutscher Journalist und Moderator
- 1931 - Gisela Birkemeyer, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 1936 - Hector Elizondo, puerto-ricanischer Schauspieler
- 1937 - Christian Speck, Schweizer Politiker
- 1937 - Renate Welsh, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 1940 - Eberhard Schöler, deutscher Tischtennisspieler
- 1940 - Sigrid Semper, deutsche Politikerin
- 1942 - Jorge Ben, brasilianischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1943 - Paul Wolfowitz, US-amerikanischer Politiker, stellvertretender Verteidigungsminister
- 1944 - Barry Jenkins, britischer Musiker (The Animals)
- 1944 - Maurizio de Angelis, italienischer Sänger und Songschreiber
- 1945 - Konrad Beikircher, Kabarettist und Musiker
- 1945 - Theodora Hantos, Professorin und Rektorin der Universität Siegen
- 1945 - Ursula Haubner, österreichische Politikerin
- 1949 - Manfred Burgsmüller, deutscher Fußballspieler
- 1949 - Maurice Gibb, Bee Gees Mitglied, Musiker
- 1949 - Robin Gibb, Bee Gees Mitglied, Sänger
- 1950 - Alan Williams, britischer Musiker
- 1950 - Roland Stegmayer, deutscher Fußballspieler
- 1952 - Jochen Wiedemann, deutscher Wissenschaftler und Professor
- 1952 - Sandra Kalniete, lettische Politikerin und EU - Kommissarin
- 1953 - Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam
- 1953 - Margit Schreiner, österreichische Schriftstellerin
- 1954 - Barbara Lanzinger, deutsche Politikerin
- 1958 - Jerzy Hawrylewicz, polnischer Fußballspieler
- 1959 - Bernd Schuster, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1960 - Felicitas Hoppe, deutsche Schriftstellerin
- 1960 - Jean-Michel Basquiat, US-amerikanischer Graffitikünstler, Maler und Zeichner
- 1961 - Helmut Krumminga, deutscher Rock (Musik)|Rock-Gitarrist
- 1962 - Ralph Fiennes, britischer Schauspieler
- 1963 - Christoph Keller, Schweizer Schriftsteller
- 1963 - Giuseppe Bergomi, italienischer Fußballspieler
- 1963 - Mathias Ahrens, deutscher Feldhockey-Trainer
- 1965 - Sergi López, spanischer Schauspieler
- 1967 - Martina Voss, ehemalige deutsche Fußballspielerin
- 1968 - Dina Meyer, Schauspielerin
- 1968 - Frank Schäffler, deutscher Politiker und MdB
- 1968 - Luis Hernández, mexikanischer Fußballspieler
- 1969 - Dagmar Hase, deutsche Schwimmerin
- 1969 - Myriam Bédard, kanadische Biathletin und zweifache Olympiasiegerin
- 1970 - Mark Dragunski, deutscher Handballer
- 1972 - Alexandre Moos, Schweizer Radrennfahrer
- 1972 - Steffi Jones, deutsche Fußballspielerin
- 1972 - Stephanie Ann Jones, deutsche Fußballspielerin
- 1972 - Vanessa Paradis, französische Schauspielerin und Sängerin
- 1973 - Dagmar Schönleber, deutsche Comedy-Darstellerin
- 1974 - Christian Hoffmann, österreichischer Skilangläufer
- 1982 - Britta Heidemann, deutsche Degenfechterin
- 2001 - Katze CC, US-amerikanische Klonkatze (Copy Cat)

Gestorben


- 1828 - William Hyde Wollaston, englischer Chemiker
- 1841 - Daniil Nikititsch Kaschin, russischer Komponist
- 1872 - Jakob Becker, deutscher Maler, Radierer und Lithograph
- 1880 - George Eliot, eigentlich Mary Ann Evans, englische Schriftstellerin
- 1884 - John Chisum, US-amerikanischer Rinderbaron
- 1891 - Paul Anton de Lagarde, deutscher Kulturphilosoph und Orientalist
- 1902 - Richard von Krafft-Ebing, österreichischer Psychiater
- 1925 - Melli Beese, deutsche Pilotin und Flugzeugkonstrukteurin
- 1939 - Ma Reiney, amerikanische Sängerin
- 1940 - Nathanael West, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1942 - Hans Coppi, deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1942 - Harro Schulze-Boysen, deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1942 - Libertas Schulze-Boysen, deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
- 1942 - Elisabeth Schumacher, deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
- 1943 - Beatrix Potter, britische Kinderbuchautorin und Illustratorin
- 1969 - Josef von Sternberg, österreichischer Filmregisseur
- 1977 - Johann Nepomuk David, deutscher Komponist, Dirigent und Organist
- 1977 - Rosette Anday, ungarische Mezzo-Sopranistin
- 1978 - Otto Probst, österreichischer Verkehrsminister
- 1987 - Gustav Fröhlich, deutscher Schauspieler
- 1989 - Samuel Beckett, irischer Schriftsteller (Warten auf Godot)
- 1990 - Bernard Addison, US-amerikanischer Musiker
- 1991 - Ernst Krenek, österreichischer Komponist
- 1995 - James Edward Meade, britischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
- 2002 - Joe Strummer, britischer Rockmusiker (The Clash)
- 2003 - Dave Dudley, US-amerikanischer Country-Sänger
- 2003 - Hans Koller, deutscher Jazzmusiker
- 2004 - Dietrich Schwanitz, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- 2004 - Jan van Vlijmen, niederländischer Komponist

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 21. Dezember - 23. Dezember
- 22. November - 22. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1222 ja:12月22日 ko:12월 22일 simple:December 22 th:22 ธันวาคม

NASA

Die National Aeronautics and Space Administration (NASA, gegründet 1958) ist die zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt.

Vision und Mission

Die NASA bezeichnet als ihre Vision "das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden". Daraus ergibt sich die Mission "unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern".

Geschichte

Wettlauf ins All

:Hauptartikel: Wettlauf ins All Die Sowjetunion machte 1957 mit dem ersten künstlichen Satelliten im All, Sputnik 1, die USA auf ihr eigenes Weltraumprogramm aufmerksam, das noch in den Kinderschuhen steckte. Der Kongress sah im sowjetischen Erfolg eine Gefahr für die nationale Sicherheit und den technologischen Vorsprung der USA und verlangte sofortige und konsequente Maßnahmen während US-Präsident Dwight D. Eisenhower und seine Berater sich eher für eine ruhige, durchdachte Reaktion aussprachen. Nach monatelangen Beratungen war klar, dass eine neue Behörde geschaffen werden sollte, die für alle nichtmilitärischen Weltraumaktivitäten zuständig sein sollte. Am 29. Juli 1958 unterzeichnete Präsident Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act", der die Schaffung der NASA vorsah. Die neue Behörde nahm am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf. Damals bestand sie aus vier Laboratorien und rund 8000 Mitarbeitern, die aus dem schon 46 Jahre alten National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) stammten. Die ersten Projekte der NASA beschäftigten sich mit der bemannten Raumfahrt und standen unter dem Druck des Wettlauf ins All. Das Mercury-Programm von 1958 war der erste Schritt: Man untersuchte, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch im Weltall überleben könnte. Am 5. Mai 1961 war es so weit. Alan B. Shepard Jr. war der erste Amerikaner im Weltall, als er mit Freedom 7 15 Minuten lang in einem bogenförmigen Flug den Weltraum erreichte. Der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste war John Glenn mit einem fünfstündigen Flug der Friendship 7 am 20. Februar 1962. Nachdem das Mercury-Project bewiesen hatte, dass bemannte Weltraummissionen möglich sind, rief die NASA das Gemini-Projekt ins Leben. Bei diesem Projekt sollten Experimente durchgeführt werden und Problemstellungen bezüglich einer Mondlandungs-Mission bearbeitet werden. Der erste bemannte Flug einer Gemini-Rakete wurde am 23. März 1965 von Virgil "Gus" Grissom und John W. Young durchgeführt. Es folgten neun weitere Missionen, bei denen die Machbarkeit längerer Weltraumaufenthalte und des Treffens und Andockens zweier Raumschiffe bewiesen wurde. Außerdem sammelten diese Flüge medizinische Daten über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.

Das Apollo-Programm

Nach dem Erfolg des Mercury- und Gemini-Programms wurde das Apollo-Programm gestartet, um weitere Experimente im All durchzuführen und im Idealfalle sogar Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. Eine massive Änderung in seiner Konzeption erfuhr das Apollo-Programm durch die Ankündigung des neuen Präsidenten, John F. Kennedy. Am 25. Mai 1961 sagte er, die Vereinigten Staaten sollten sich vornehmen, bis 1970 "einen Menschen auf dem Mond abzusetzen und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen". Von nun an war es also Ziel des Apollo-Programms, Astronauten auf den Mond zu bringen. Nach acht Jahren vorbereitender Missionen, bei denen auch das erste große Unglück in der Geschichte der NASA stattfand, bei dem die NASA alle drei Besatzungsmitglieder der Apollo 1-Mission verlor, als die Rakete auf der Startrampe zu brennen begann, erreichte das Apollo-Programm schließlich ihr Ziel: Am 20. Juli 1969 landeten mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen auf dem Mond und kehrten am 24. Juli sicher auf die Erde zurück. Amstrongs erste Worte, als er aus der Mondlandefähre der Apollo 11 trat, hätten treffender nicht sein können: "That's one small step for [a] man, one giant leap for mankind." ("Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."). Nach Armstrong und Aldrin landeten bis zum Ende des Apollo-Programms im Dezember 1972 noch zehn weitere Menschen auf dem Mond. Die NASA hatte mit der Landung auf dem Mond das Wettrennen ins All gewonnen. Eigentlich stellte das den gewünschten Erfolg dar, allerdings fehlte jetzt ein Ziel, auf das es sich lohnte hinzuarbeiten. Außerdem schwand das Interesse der Öffentlichkeit, das unbedingt nötig war, um große Budgets durch den Kongress sicherzustellen. Mit Lyndon Johnson, verlor die NASA dann auch noch ihren wichtigsten politischen Unterstützer. Für ihn wurde Wernher von Braun als Lobbyist in Washington tätig.

Jahresbudgets

Liste der NASA-Administratoren

# T. Keith Glennan (1958-1961) # James E. Webb (1961-1968) # Thomas O. Paine (1969-1970) # James C. Fletcher (1971-1977) # Robert A. Frosch (1977-1981) # James M. Beggs (1981-1985) # James C. Fletcher (1986-1989) # Richard H. Truly (1989-1992) # Daniel S. Goldin (1992-2001) # Sean O'Keefe (2001-2005) # Michael Griffin (2005-)

Einrichtungen

Die NASA besteht aus einer Reihe von Einrichtungen. Dazu gehören
- Jet Propulsion Laboratory (JPL): Raumsonden, Deep Space Network
- Goddard Space Flight Center
- Johnson Space Center
- Kennedy Space Center
- Marshall Space Flight Center
- Stennis Space Center
- Ames Research Center
- Dryden Flight Research Center
- Langley Research Center
- Glenn Research Center
- Michoud Assembly Facility
- NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC): Nanotechnologie, Weltraumlift, usw.

Bemannte Raumfahrtprogramme der NASA


- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Apollo-Projekt
- Skylab
- Space Shuttle
- Internationale Raumstation
- Crew Exploration Vehicle (in Planung)

Weblinks


- Wikinews: Start der Discovery auf Juli verschoben
- [http://www.nasa.gov Website der NASA] (engl.)
- [http://spaceflight.nasa.gov NASA: Bemannte Raumfahrt] (engl.)
- [http://www.nasawatch.com NASA Watch] (engl.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/nasa.shtml Zusammenfassung US-Raumfahrtprogramm und NASA-Geschichte] (dt.)
- [http://www.nasa-statistik.de NASA-Statistik.de - Komplettes Missionsarchiv] (dt.)
- [http://www.niac.usra.edu/ NASA Institute for Advanced Concepts] (engl.)
- [http://science.nasa.gov Science@NASA; ausgewählte Themen und Artikel aus NASA Forschung für ein breiteres Publikum] (engl.)
- [http://www.astrolabium.net Deutsche Version der Science@NASA Webseite] (dt.)

Siehe auch

ESA, Russische Raumfahrtbehörde, Japan Aerospace Exploration Agency ----
- Der Abschnitt "Geschichte" basiert teilweise auf einer Übersetzung des Artikels :en:NASA vom 16.07.2005 in der englischsprachigen Wikipedia. Kategorie:Behörde (USA) Kategorie:Raumfahrtorganisation ja:アメリカ航空宇宙局 ko:미국항공우주국 simple:NASA th:องค์การนาซา

James McDivitt

James Alton McDivitt ist ein ehemaliger amerikanischer Astronaut. Sowohl im Gemini- als auch im Apollo-Projekt kommandierte er jeweils einen der ersten Flüge mit den neuen Raumschiffen.

Beginn der Karriere

James McDivitt wurde am 10. Juni 1929 in Chicago, Illinois, USA geboren. Er besuchte die Schulen in Kalamazoo, Michigan und Jackson, Michigan. Im Januar 1951 trat er in die US-Luftwaffe ein und wurde an der Williams Air Force Base in Arizona zum Pilot von Kampfflugzeugen ausgebildet. Im Koreakrieg flog er 145 Kampfeinsätze auf den Typen F-80 und F-86. Im September 1953 kehrte er in die USA zurück und diente in Florida, Maine und New Jersey. Ab Juni 1957 studierte er an Universität von Michigan und schloss zwei Jahre später als Bester des Jahrgangs in Luft- und Raumfahrttechnik ab. Ab 1959 diente er als Testpilot auf dem Edwards-Luftwaf