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Apollofalter
Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein Schmetterling (Tagfalter) und zählt zur Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Die Männchen erreichen eine Größe von 35 bis 42 Millimetern. Auf der Flügeloberseite dominiert ein weißlicher Grundton und auf dem Vorderflügel und es sind ein oder mehrere schwarze Flecke erkennbar. Der Hinterflügel wird durch rote, zuweilen gelbliche Augenflecke dominiert, die beim Weibchen besonders groß ausfallen. Auch im Postdiskalfeld der Vorderflügel lassen sich zuweilen rote Flecke ausmachen sowie auf dem Innenwinkel der Hinterflügel.
Unterarten
Der Falter ist in seinem Erscheinungsbild außerordentlich variabel, weshalb mehrere Unterarten beschrieben wurden.
- Parnassius apollo nevadensis Oberthür, Sierra Nevada
- Parnassius apollo filabricus de Sagarra, Sierra de los Filabres
- Parnassius apollo gadorensis Rougeot & Capdeville, Sierra de Gádor
- Parnassius apollo hispanicus Oberthür, Spanien
- Parnassius apollo rhodopensis Markovic, Griechenland und südlicher Balkan
Flugzeit
Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration ist ab Ende Mai bis etwa Ende August. Die Lebensdauer der Falter beträgt nur etwa 2 bis 3 Wochen.
Lebensweise
Fraßpflanzen der Raupen sind Weiße Fetthenne (Sedum album) und Purpur-Fetthenne (Sedum telephium), seltener auch Sedum reflexum. Als Falter besuchen die Tiere nicht nur die weißen Blüten von Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln (bspw. Carduus nutans), Flockenblumen (Centaurea jacea u. a.) und Dost (Origanum vulgare). Die Überwinterung erfolgt als Ei.
Lebensraum
Zu den Lebensräumen des Apollofalters zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen. Die Art ist insgesamt stark abhängig vom Vorkommen der Raupennahrungspflanzen (s. o.), an welchen auch die Eiablage erfolgt.
Verbreitung
Seine Verbreitung reicht von der Iberischen Halbinsel über alle europäische Bergregionen, die Karpaten, den Kaukasus und den Ural bis zum Baikalsees im Osten. Die nördliche Verbreitung reicht bis nach Fennoskandinavien, südliche Grenze ist die Sierra Nevada, Sizilien, Südtürkei. Auf den Britischen Inseln fehlt er ganz.
Die vertikale Verbreitung beginnt bei etwa 500 Metern von der kollinen Stufe bis in das hochmontane und subalpine Gebiet. Seit 1936 steht der Apollofalter unter Naturschutz. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen gilt er als weltweit geschützt und ist die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart (Stand 1990). Der Apollofalter ist akut vom Aussterben bedroht. Rote Liste BRD: 1
Literatur
- Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
- Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
- Günter Ebert und Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden Württembergs Band 1, Tagfalter I. Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-800-13451-9
Weblinks
- [http://www.schmetterling-raupe.de/art/apollo.htm http://www.schmetterling-raupe.de]
- [http://www.geocities.com/~knighty_m/Deutsch/apollo.htm Mario Meier - Europäische Schmetterlinge]
- [http://www.eurobutterflies.com/species_pages/apollo.htm www.eurobutterflies.com]
- [http://www.leps.it/indexjs.htm?SpeciesPages/ParnasApollo.htm Moths and Butterflies of Europe and North Africa]
- [http://www.naturbeobachtung.de www.naturbeobachtung.de]
- [http://www.s2you.com Wanderfalterforum]
Kategorie:Ritterfalter
Kategorie:Alpenfauna
SchmetterlingDer Begriff Schmetterling bezeichnet:
- ein Insekt aus der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera),
- einen Schwimmstil
- im Bootssport eine Segelstellung; siehe Schmetterling (Segeln)
- im Plural als Schmetterlinge e. V. einen Selbsthilfeverein für Kinder, die eine Schilddrüsenunterfunktion haben,
- eine 1969 entstandene Austropop-Band, siehe Schmetterlinge (Austropop)
- eine deutsche Flugabwehrrakete aus dem Zweiten Weltkrieg, siehe Schmetterling_(Rakete)
- Schmetterling ist der Name einer österreichischen Kinderzeitschrift, die von 1926-1941 erschien (anfangs unter dem Namen Der Schmetterling)
- umgangssprachlich die Venenverweilkanüle
Tagfalter
Die Tagfalter sind eine Gruppe der Schmetterlinge, die hauptsächlich tagsüber fliegen.
Zum Teil gehören zu dieser Gruppe sehr große und farbenfrohe Arten. Tagfalter fliegen meist im typischen Taumelflug, ihre Flugbahn ist so für Vögel relativ schwer zu errechnen.
Zur Gruppe der Tagfalter gehören folgende Familien:
- Augenfalter (Satyridae)
- Bläulinge (Lycaenidae)
- Dickkopffalter (Hesperiidae)
- Ritterfalter (Papilionidae)
- Edelfalter (Nymphalidae)
- Weißlinge (Pieridae)
- Würfelfalter (Riodinidae)
Neuerdings wird die Familie der Augenfalter als Unterfamilie der Edelfalter gesehen. Die Dickkopffalter gehören nicht zu den Echten Tagfaltern (Rhopalocera), sondern stellen eine eigene Gruppe dar. Einige Nachtfalterfamilien und -arten sind zudem auf Tagaktivität spezialisiert, zum Beispiel die Widderchen.
Weblinks
- [http://www.infochembio.ethz.ch/links/zool_insekt_tagfalter.html Systematisiertes Linkverzeichnis mit Tagfaltern]
Kategorie:Schmetterlinge
Sierra NevadaSierra Nevada (spanisch für "schneebedeckte/s Bergkette/Gebirge") ist der Name mehrerer Gebirgszüge auf verschiedenen Kontinenten:
- die Sierra Nevada (Spanien), Europa
- die Sierra Nevada (USA), Nordamerika
- die Sierra Nevada de Santa Marta, Kolumbien, Südamerika
- die Sierra Nevada (Mexiko), Nordamerika
Griechenland
Griechenland (griechisch früher Ελλάς, Hellás, heute Ελλάδα, Elláda; amtliche Vollform: Hellenische Republik) liegt in Südost-Europa und grenzt an Albanien, Mazedonien (von Griechenland nicht unter diesem Namen anerkannt, sondern als FYROM bezeichnet), Bulgarien und die Türkei und ist ein Anrainerstaat des Mittelmeers.
Griechenland ist eine parlamentarische Demokratie und hat ein Einkammerparlament mit 300 Abgeordneten, von denen 288 auf vier Jahre gewählt und 12 von den Parteien gestellt werden.
Geographie
parlament
Ungefähr ein Viertel der Fläche Griechenlands entfällt auf etwa 9841 Inseln, von denen 167 bewohnt sind.
Die größten davon sind:
- Kreta (ca. 8.260 km²)
- Euböa (ca. 3.657 km²)
- Lesbos (ca. 1.630 km²)
- Rhodos (ca. 1.400 km²)
- Chios (ca. 840 km²)
- Kephalonia (ca. 780 km²)
- Korfu (ca. 579 km²)
- Samos (ca. 480 km²)
- Náxos (ca. 432 km²)
Siehe auch: Liste griechischer Inseln
Regionen auf dem griechischen Festland:
- Attika
- Epirus
- Makedonien
- Mittelgriechenland
- Peloponnes
- Thessalien
- Thrakien
Die Region Makedonien im Norden Griechenlands ist nicht mit dem selbständigen Staat ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien zu verwechseln.
Siehe auch: Liste der Städte in Griechenland
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Griechenlands
Griechenland ist in 13 Verwaltungsregionen (griech. περιφέρειες/periphéries, Sg. περιφέρεια/periphéria) gegliedert, die wiederum in 51 Präfekturen (griech. νομοί/nomí, Sg. νομός/nomós) untergliedert sind.
Bevölkerung
Neben den Neugriechen bzw. der griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren noch einige sprachliche Minderheiten. Die wichtigsten Minderheitssprachen sind:
- Albanisch
- Aromunisch (in Zentralgriechenland ca. 100.000 aktive Sprecher der Gruppe der Aromunen oder auch Vlachen, ca. 300.000 passive Sprecher)
- Bulgarisch, gesprochen von ca. 30.000 muslimischen Pomaken
- Slawomazedonisch, gesprochen von slawischsprachigen Bewohnern Nordwestgriechenlands
- Türkisch 150.000 in Thrakien
Türken und Pomaken sind zusammen als muslimische Minderheit anerkannt und genießen einige besondere Rechte, wie Schulunterricht in türkischer Sprache, Verwendung von Schulbüchern aus der Türkei (gem. bilateraler Vereinbarungen), Koranschulen etc. Sie sind über je 3 Abgeordnete von Nea Dimokratia und PASOK im Parlament vertreten.
Religion
Nominell gehören 95% der Bevölkerung der Griechisch-orthodoxen Kirche an, auf dem größten Teil des Festland dem Autokephalen Orthodoxen Erzbistum von Griechenland mit Sitz in Athen, auf den Inseln und dem Ostzipfel des Festlandes um Thessaloniki dem "Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel" mit Sitz in İstanbul. Die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist in Griechenland noch deutlich höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Die Orthodoxe Kirche übt auch wesentlichen Einfluss auf das Bildungswesen aus und ihre besondere Stellung als Staatskirche ist in der griechischen Verfassung festgelegt; andererseits untersteht sie teilweise dem Staat, zum Beispiel müssen alle Bischöfe vom Parlament bestätigt werden.
Daneben gibt es unter den Bürgern mindestens 150.000 Muslime (größtenteils türkischer Abstammung), etwa 121.000 katholische Christen des griechischen und des lateinischen Ritus, - [http://www.catholic-hierarchy.org/country/scgr1.html] dann etwa 50.000 Zeugen Jehovas, etwa 30.000 protestantische (meist evangelikale) Christen verschiedener Richtungen, und etwa 5.000 Juden.
Die etwa 700.000 Albaner in Griechenland sind meist nominell Muslime, Katholiken oder Orthodoxe, aber die überwiegende Mehrheit praktiziert ihren Glauben nicht.
Siehe auch: Katholische Kirche in Griechenland
Religionsgeschichte
Zur vorchristlichen Religionsgeschichte siehe Griechische Mythologie
Politik
Innenpolitik
Am 7. März 2004 fand in Griechenland ein Regierungswechsel statt. Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) löste die bisher regierende sozialistische Partei PASOK ab. Am 8. März 2004 beauftragte Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos den Spitzenkandidaten der Konservativen Kostas Karamanlis mit der Regierungsbildung. Schon einen Tag später, am 9. März 2004, stellte er seine neue Regierungsmannschaft vor. Zum neuen Außenminister ernannte er den Diplomaten Petros Molyviatis. Dieser gilt als Fachmann für die Zypernfrage. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel scheiterten jedoch durch die Ablehnung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten Ende April 2004.
Die neue griechische Regierung hat 19 Minister, darunter zwei Frauen. Karamanlis erklärte zudem die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele im August 2004 zur Chefsache, da sein Regierungsteam in dieser Hinsicht unter großem Zeit- und Handlungsdruck stand. Die mit Hilfe der UNO geführten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns scheiterten, weshalb am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil der Mittelmeerinsel der Europäische Union beitrat.
Die neue Regierung wird nach Presseberichten weiter eine Annäherung mit der Türkei anstreben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war einer der ersten Politiker, die Karamanlis zu seinem Sieg gratulierten.
Die beiden größten Parteien Nea Dimokratia und Pasok beherrschen seit 1974 die griechische Politik, daneben spielt auch die kommunistische KKE eine wesentliche Rolle. Die Sitzverteilung im griechischen Parlament, der Vouli ton Ellinon, sieht derzeit wie folgt aus:
Nea Dimokratia - 165
PASOK - 117
KKE - 12
SYN - 6
Siehe auch: Politische_Parteien_in_Griechenland
Innenpolitisch steht Griechenland vor zahlreichen Herausforderungen. Diese liegen im wesentlichen in den Bereichen der Haushaltspolitik und der Konsolidierung des immer noch dramatisch defizitären Staatshaushalts und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die trotz des konstanten beachtenswerten Wirtschaftswachstums der letzten Jahre immer noch auf hohem Niveau verharrt bei gleichzeitig massiver Teuerung.
Ein weiteres ungelöstes Problem ist der massive Zuzug, vor allem illegaler als in der Landwirtschaft geschätzter billiger Arbeitskräfte, von Ausländern v.a. aus Albanien, Rumänien und Bulgarien. Mit einer gleichzeitig steigenden Kriminalitätsrate v.a. im Bereich der Eigentumsdelikte -in der Vergangenheit eine quantité negligeable- begünstigt dieses Umfeld vermehrt soziale Spannungen und latent fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung.
Außenpolitik
Der außenpolitische Kurs Griechenlands steht oftmals im Gegensatz zu dem seiner Bündnispartner in EU und NATO. Der Ministerpräsident der 90er Jahre Andreas Papandreou galt mit seinen immer wiederkehrenden nationalistischen Eskapaden als Enfant terrible in der EU. Der in der Bevölkerung tief verwurzelte Anti-Amerikanismus und das schwierige Verhältnis Griechenlands zu seinen Nachbarn sowie tiefe Prägungen aus der Geschichte machen Griechenlands Außenpolitik zu einem komplexen Thema.
Insofern sind die schrittweise Aussöhnung und die immer besser werdenden Beziehungen zum ehemaligen Erzfeind Türkei ein revolutionärer Schritt. Griechenland gilt als einer der größten Befürworter eines EU-Beitritts Ankaras.
Auch wenn Griechenlands Position zum Zypern-Konflikt eindeutig ist, so hat die Ablehnung des Annan-Plans das Verhältnis zur Türkei nicht wesentlich belastet.
Das Verhältnis zu Albanien, mit dem der faktische Kriegszustand erst 1987 beendet wurde, kann mittlerweile als ausgeglichen betrachtet werden, die Kontakte zu Sofia und Bukarest sind sehr gut. Mit Bulgarien wurde die Eröffnung 3 neuer Grenzübergänge vereinbart.
Die diplomatischen Beziehungen zum nördlichen Nachbarn Mazedonien befinden sich zwar im Ausbau und der Ausblick ist positiv. Das Verhältnis bleibt jedoch wegen des nach wie vor ungelösten Namensstreits belastet, verstärkt wieder nach Anerkennung der Republik Mazedonien durch die USA im November 2004.
Die Beziehungen zu Serbien sind traditionell exzellent. Serbien gilt immer noch als jahrhundertealter einziger Verbündeter, den man auf dem Balkan hat. Die durchweg pro-serbische Haltung im Jugoslawienkrieg und die dezidiert geschlossen ablehnende Haltung gegen das NATO-Bombardement auf Serbien 1999 belasteten jedoch das gespannte Verhältnis zur NATO, auch wenn Griechenland offiziell seine Bündnistreue betont.
Gesundheitswesen
Im griechischen Gesundheitssystem genießen, ähnlich wie in Großbritannien, alle griechischen und ausländischen Bürger, die in Griechenland tätig sind, einen staatlichen Versicherungsschutz. Der Arzt kann wählen zwischen dem Dienst im öffentlichen Bereich oder einer Privatpraxis; beide Varianten zusammen sind nicht möglich. Die Versorgung kann in zwei Kategorien eingeteilt werden:
Die primäre Versorgung der staatlichen Versicherung, wobei hier ungleiche Verhältnisse bei den ärztlichen Dienstleistungen in Städten, städtischen Randgebieten und ländlichen Bezirken bestehen. In den städtischen Zentren ist die primäre staatliche ärztliche Versorgung deutlich besser als auf dem Land, weil es gut organisierte Ärztehäuser gibt, die von den Versicherten aller Bereiche zwecks ihrer Behandlung aufgesucht werden.
Die sekundäre private Versorgung, wie man sie gewöhnlich in Privatpraxen sowie den Hauptstädten der Regierungsbezirke und in den Städten der größeren Inseln findet. Die von zahlreichen Touristen in Anspruch genommene ärztliche Versorgung der Inseln wird hauptsächlich von einzelnen, frei praktizierenden Ärzten, von privaten Gesundheitszentren mit meist sehr guter Facharztausstattung, sowie von Landärzten wahrgenommen.
Die staatliche Versorgung ist nicht ganz auf mitteleuropäischem Stand (v.a. spezielle OP-Verfahren betreffend), während die Privatversorgung mitteleuropäischen Standard hat. Teilweise ist sogar in Notfällen kein Vorzeigen des persönlichen Krankenheftes notwendig, wenn der Patient nicht stationär behandelt wird.
Dies gilt für alle Personen, die sich in Griechenland aufhalten.
Kultur und Gesellschaft
Griechische Philosophie
Artikel: Philosophie der Antike
Griechische Kunst
Hauptartikel: Kunstgeschichte Griechenlands
Griechische Küche
Hauptartikel: Griechische Küche
Griechische Literatur
Hauptartikel: Griechische Literatur
Griechische Musik
Hauptartikel: Griechische Musik
Griechischer Wein
Hauptartikel: Weinbau in Griechenland
Sport
- Fußball ( Fußball in Griechenland )
- Basketball ( Griechischer Basketball )
- Volleyball
- Wasserball
- Gewichtheben
- Handball
- Marathonlauf (dieser geht der Legende nach auf den Läufer Pheidippides zurück, der die Nachricht vom Sieg der Griechen über die Perser nach Athen brachte)
Adel
Laut Artikel 4 Absatz 7 der griechischen Verfassung werden "griechischen Staatsbürgern (...) Adelstitel oder Rangbezeichnungen weder verliehen noch anerkannt."
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Griechenlands, siehe auch: Liste der Herrscher von Griechenland.
Das antike Griechenland samt den kleinasiatischen Städten wird als Wiege Europas bezeichnet, insbesondere aufgrund der griechischen Philosophie (siehe: Platon, Aristoteles). Nachdem Rom Griechenland im Jahre 146 v. Chr. zur römischen Provinz machte, wurde es nach der Reichsteilung 395 Bestandteil des oströmischen bzw. byzantinischen Reiches bis zu dessen Untergang.
Zu Details siehe: Antikes Griechenland und Byzantinisches Reich
Byzantinisches Reich
Seit 1453 Teil des Osmanischen Reichs kam es ab 1821 zum großen Volksaufstand. Als einer der wichtigsten geistigen Wegbereiter dieses Volksaufstands gilt Rigas Velestinlis (1757-1798). Durch das Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830, vom Osmanischen Reich am 24. April anerkannt, wurde Griechenland zum selbständigen Staat erklärt. Somit war Ioannis Kapodistrias bis zu seiner Ermordung das erste Staatsoberhaupt. Im Jahr 1832 wurde dann Prinz Otto von Bayern als Otto I. Griechenlands erster (neuzeitlicher) König. Allerdings umfasste dieser Staat nur den kleineren Teil des heutigen Staatsgebiets. Thessalien wurde 1881, Kreta 1908 erworben. Die meisten Inseln sowie der Norden Epirus und Nordosten Makedonien des heutigen Staates (mit Thessaloniki) kamen erst durch die beiden Balkankriege 1912-1913 an Griechenland, als das geschwächte Osmanische Reich sich dort nicht mehr gegenüber den mit Serbien und zeitweise Bulgarien verbündeten Griechen behaupten konnte.
Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte das mit der Entente verbündete Griechenland mit Billigung der Siegermächte (Völkerbundsmandat) die türkische Niederlage zu nutzen, um außer dem von Bulgarien gewonnen Westthrakien auch Osthrakien und das damals mehrheitlich von Griechen bewohnte Gebiet von Smyrna (heute İzmir) unter seine Kontrolle zu bringen. Ziel war die Umsetzung der Megali Idea (Großen Idee), welche vom damaligen Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos mit dem Ausdruck "Griechenland der zwei Kontinente und fünf Meere" als außenpolitisches Ziel konkretisiert wurde. Doch 1922 endete der Griechisch-Türkische Krieg mit einer verheerenden griechischen Niederlage in der Kleinasiatischen Katastrophe. Im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein radikaler Bevölkerungsaustausch vereinbart: Alle noch in großen Teilen der Türkei verstreut lebenden Griechen (mit Ausnahme der Istanbuler Griechen und einiger Inselgriechen) wurden nach Griechenland vertrieben (etwa 1,5 Mio.), im Gegenzug mussten an die 500.000 meist türkische Muslime Griechenland verlassen, mit Ausnahme der Muslime in Thrakien. Die Flüchtlingsquote in Griechenland nach diesem Krieg betrug ca. 25 %, wesentlich mehr als etwa in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland unter dem Diktator General Metaxas ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung, der 28. Oktober 1940 wird heute als Nationalfeiertag, der sogenannte "Nein-Tag", begangen, da Metaxas ein Telegramm lediglich mit dem Wort Όχι, also Nein, an Italien gesendet haben soll.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der deutschen Wehrmacht im April-Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. Gegen die bald erstarkende Partisanenbewegung griffen die Besatzungsmächte mehrfach kriegsverbrecherisch auf brutale Weise durch: In verschiedenen Orten, unter anderem in Kalavrita und Distomo, wurde als "Vergeltung" für Partisanenüberfälle die jeweilige Dorfbevölkerung von der Wehrmacht oder "Sondereinheiten" ermordet. Die Frage nach einer Entschädigung von deutscher Seite für diese Aktionen ist bis heute immer wieder Gegenstand politischer Diskussion. Der bewaffnete Widerstand ging hauptsächlich von der kommunistisch beeinflussten Volksbefreiungsarmee ELAS aus. Gleichzeitig gab es aber auch rivalisierende royalistische Partisanen, die durch Großbritannien unterstützt wurden. Nach militärischer Intervention Großbritanniens am 5. Dezember 1944 wurde die ELAS entsprechend dem Abkommen von Varkiza vom 12. Februar 1945 entwaffnet und demobilisiert.
Der Zweite Weltkrieg ging in Griechenland quasi direkt in den Griechischen Bürgerkrieg über, der sich bald als Stellvertreterkrieg der beiden politischen Pole entpuppte: Die griechischen Kommunisten, welche die Hauptlast des Partisanenkampfes gegen das Besatzungsregime der deutschen Wehrmacht getragen hatten, versuchten nun, nur halbherzig unterstützt von der Sowjetunion und anfangs auch Jugoslawien (siehe Landkarte mit Umfang jugoslawischer Ansprüche gegen Griechenland:[http://www.macedonian-heritage.gr/Images/Maps/Borders_Symbols_Stability/map4.gif 1]), die Herrschaft über das befreite Griechenland zu erlangen, stießen jedoch auf vornehmlich royalistische Gegenwehr, welche v.a. von Großbritannien und den USA großzügig unterstützt wurde.
Im Gegensatz zu allen anderen osteuropäischen Staaten gelang den Kommunisten die Machtübernahme in Griechenland jedoch nicht: Im auf beiden Seiten mit äußerster Härte, auch gegenüber der Zivilbevölkerung, geführten Bürgerkrieg wurden die kommunistischen Verbände immer mehr nach Nordwesten zurückgedrängt. Das Ende der Unterstützung durch Jugoslawien besiegelte schließlich das Ende ihrer militärischen Macht.
Grund für die spärliche Unterstützung durch die kommunistischen "Bruderstaaten" war ein Geheimabkommen am Rande der Konferenz von Jalta 1945: Churchill und Stalin hatten dort ein Einflussverhältnis von "90% West zu 10% Ost" für Griechenland vereinbart; dies wurde später von vielen griechischen Kommunisten als "sowjetischer Verrat" empfunden, da man lediglich ein Bauernopfer Stalins gewesen sei. Seit dieser Zeit gibt es in Griechenland zwei Kommunistische Parteien (griechisch "KKE" für Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας, lat.: Kommunistiko Komma Elladas, dt.: Kommunistische Partei Griechenlands): die damals Desillusionierten bildeten die "Inlands-KKE", die weiterhin linientreuen Stalinisten die "Auslands-KKE".
Im Sinne eines strikten Antikommunismus blieben noch bis in die 1960er Jahre viele bürgerliche Freiheiten eingeschränkt, was die NATO jedoch nicht davon abhielt, Griechenland 1952 aufzunehmen und so strategisch im Westen zu verankern.
1967 ergriff in Reaktion auf Liberalisierungstendenzen ein Militärregime unter Georgios Papadopoulos die Macht, während dessen zahlreiche Oppositionelle eingesperrt, gefoltert, ermordet oder ins Exil getrieben wurden, darunter der Komponist Mikis Theodorakis (sog. Obristenputsch). Das Zypernabenteuer der Junta führte 1974 zum Zusammenbruch der Diktatur und zur Rückkehr zur Demokratie unter Konstantin Karamanlis.
Seit 1981 ist Griechenland Mitglied der EU. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung wurde durch die hohen EU-Hilfsgelder (unter anderem für die Landwirtschaft) gefördert, doch der Abstand zu den entwickelteren EU-Staaten blieb bestehen.
Angesichts der Umwälzungen im ehemaligen Jugoslawien ab 1989 versuchte Griechenland eine eigenständige, proserbische außenpolitische Rolle zu spielen, oft in deutlicher Abgrenzung von EU und NATO. Dies zeigte sich in der Namensfrage mit Mazedonien oder im Bosnien- und Kosovokonflikt. Dies lag vor allem an den wirtschaftlichen Interessen Griechenlands in dieser Region (Transitwege), aber auch ideologische Parallelen spielten hierbei eine gewichtige Rolle.
In jüngster Zeit wurden unter der Regierung Simitis Schritte zur Entkrampfung des griechisch-türkischen Verhältnisses, aber auch der Beziehungen zu den Nachbarstaaten auf dem Balkan unternommen, die wirtschaftlich zunehmend interessant werden für den griechischen Außenhandel und für Auslandsinvestitionen.
Literatur
- Bötig, Klaus: Griechenland: Festland und Peloponnes, DuMont : Köln 1996, 396 S., ISBN 3-7701-3456-7
- Müller, Michael (Hrsg.): Griechenland. Reisehandbuch, Michael Müller Verlag : Erlangen, 8. Aufl. 2002, 768 S., ISBN 3-9232-7860-8
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0
Siehe auch
- Portal: Griechenland
Weblinks
- 20px Wiki-Portal Griechenland
- [http://www.griechische-botschaft.de/ Griechische Botschaft in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=52 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.mythos-griechenland.de Der Mythos Griechenland über die Jahrhunderte]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Europa/Griechenland/ Open Directory Project: Griechenland]
- [http://home.nikocity.de/schmengler/texte/griech.htm Agrarsektor und Agrarstrukturen in Griechenland]
- [http://de.greece-museums.com/ Griechische Museen]
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechenland.html Bibliographie Griechenland]
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Staat
Kategorie:Mittelmeer
fiu-vro:Kriika
ja:ギリシャ
ko:그리스
ms:Yunani
roa-rup:Gârţii
simple:Greece
th:ประเทศกรีซ
zh-min-nan:Hi-lia̍p
BalkanDer Begriff Balkan bezeichnet:
- eine Halbinsel in Südosteuropa, siehe Balkanhalbinsel
- ein Gebirge in Südosteuropa, siehe Balkangebirge
- ein Bergmassiv in Turkmenistan, siehe Großer Balkan
Siehe zu diesem Begriff auch:
- Balkanbund
- Balkanentente
- Balkanisierung
- Balkankonflikt
- Balkankriege
- Balkanküche
- Balkanpakt
- Balkanspiele
- Balkansprachen
- Balkan-Storchschnabel
- Balkan-Windröschen
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Iberische Halbinsel
Die Iberische Halbinsel ist der Teil Europas südwestlich der Pyrenäen.
Spanien und Portugal sind die beiden heutigen Staaten auf der Halbinsel. Das Fürstentum Andorra liegt im Nordosten, an der Grenze zu Frankreich.
Gibraltar an der Südspitze ist eine britische Kronkolonie.
Die Iberische Halbinsel führt ihren Namen auf die Volks- oder Stammesgruppe der Iberer zurück, die dort in der Antike gelebt haben.
Der Ebro (Lateinisch Iberus) fließt vom Norden aus ins Mittelmeer.
Iberia war auch die griechische Bezeichnung dieser Gegend.
Im Lateinischen wurde die Region Hispania genannt, wovon España und Spanien abgeleitet sind.
Im Frühmittelalter waren große Teile der Iberischen Halbinsel islamisch und färbten durch die Vermischung die iberische Kultur auf nachhaltige Art und Weise.
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ja:イベリア半島
ko:이베리아 반도
Karpaten
]]
- Das Tal "Dolina 5 Stawow", Polen]]
("Morskie Oko"), Polen]]
- eine Polonina, Polen]]
Polonina - Gebirgsbach Wetlina ("Sine Wiry"), Polen]]
Polonina
Die Karpaten (früher: Karpathen, tschechisch, slowakisch und polnisch Karpaty, ukrainisch Карпати [Karpaty], rumänisch Carpaţi, ungarisch Kárpátok) sind ein Hochgebirge in Mitteleuropa, Osteuropa und Südosteuropa. Sie bilden einen über 1.300 km langen, 100 – 350 km breiten, nach Westen offenen Bogen, der bei Bratislava (Pressburg) und bei Wien als Fortsetzung der Alpen beginnt und an der Porta Orientalis in Rumänien beziehungsweise am Eisernen Tor endet.
Höchster Berg der Karpaten ist mit 2.665 m über dem Meeresspiegel der Gerlachovský štít (die Gerlsdorfer Spitze) in der Hohen Tatra – gleichzeitig auch der höchste Berg der Slowakei. Neben den Alpen bilden die Karpaten das bestimmende Gebirgssystem in Europa.
Anteil an den Karpaten haben Österreich, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Polen, die Ukraine, Rumänien und Serbien und Montenegro.
Name
Der Name Karpaten ist vorrömischen Ursprungs, die Herkunft ist umstritten. Zu den Vorschlägen gehören das indogermanische kar (loben) beziehungsweise das albanische karpe (Fels) und - sker/ker (schneiden). Die Form Karpaten wird in griechischen (ó Karpátes oros [so bei Ptolemäus, 2. Jahrhundert n. Chr.], tó Karpafon oros), römischen (Carpates montes, Carpatae) und mittellateinischen Texten (Carpati montes, Alpes Bastarnicae [Tabula Peutingeriana]) erwähnt und war für das Volk der Karpen (2. Jahrhundert n. Chr.) östlich der Ostkarpaten namengebend. Da der Name vorrömischen Ursprungs ist, sind ältere Ansichten, dass der Name vom slawischen Wort chrb (Gebirgskamm) abgeleitet ist, falsch.
In der römischen Zeit wurden die Karpaten nach den Sarmaten auch als Montes Sarmatici bezeichnet. In offiziellen Dokumenten des Königreichs Ungarn aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurden die Karpaten als Thorchal, Tarczal, oder als Montes Nivium bezeichnet.
Gliederung
Die Karpaten gliedern sich – ähnlich den Alpen – in verschiedene Teile. Üblich sind zwei Gliederungen: einerseits horizontal, andererseits vertikal.
horizontale Gliederung
Diese ergibt sich aufgrund des Alters, der Gesteinsart und der Oberflächenart.
- Die Äußeren Karpaten ziehen sich von Wien und von Bratislava über das Grenzgebiet zwischen Tschechien und der Slowakei, dann über das Grenzgebiet zwischen der Slowakei und Polen (oberhalb der Gebrige Fatra, Tatra, Vihorlat), dann über die meisten Waldkarpaten, über Teile Rumäniens bis zu einer Stelle nördlich von Bukarest. Höchster Berg ist Babia Gora (1.725 m).
- Die Inneren Karpaten entsprechen den übrigen Karpaten. Vereinfachend kann man sagen, dass die Inneren Karpaten die höchsten Teile der Karpaten umfassen (Tatra, Niedere Tatra, Slowakisches Erzgebirge, Bükk, Rodnaer Gebirge, Retezatgebirge, Munţii Paringului, Harghita-Gebirge und so weiter). Die Inneren Karpaten werden in den Mittelslowakischen Block im Norden, den Ostkarpatischen Block und Südkarpatischen Block im Südosten, das isolierte Bihor-Massiv im Apusenigebirge sowie in die vulkanischen Gebirge unterteilt. Die vulkanischen Gebirge (Vihorlat, Bükk, Munţii Calimani, Gurghiuer Gebirge, Harghita-Gebirge und so weiter), die den innersten und jüngsten Teil des Karpatenbogens bilden, werden oft als eine eigenständige Gruppe (die "innersten" Karpaten) ausgegliedert.
vertikale Gliederung
Diese beruht auf geologisch-tektonischen, physiographischen und groben morphographischen Kriterien:
- Westkarpaten. Diese entsprechen weitgehend dem Gebiet der Slowakei und den angrenzenden Gebieten Österreichs (nordöstlichstes Österreich ab dem Wiener Becken), Tschechiens (östliches Mähren), Polens (südliches Polen, Landesteil Kleinpolen) sowie Ungarns (nördliches Ungarn). Die Grenze zu den Waldkarpaten (Ostkarpaten im weiteren Sinne) verläuft im Nordosten der Slowakei etwa entlang der Linie Bardejov – Michalovce. Der höchste Teil der Westkarpaten und zugleich der gesamten Karpaten ist die Tatra (Gerlsdorfer Spitze mit 2.655 m ü.NN.). Die (Äußeren) Westkarpaten umfassen auch eine Serie von Gebirgen, die traditionell den Namen Beskiden tragen. Die Niederen Beskiden (sk: Nízke Beskydy, pl: Beskid Niski) in der Ostslowakei und in Polen gehören jedoch bereits zu den (Äußeren) Ostkarpaten.
- Südostkarpaten (auch: Ostkarpaten im weitesten Sinne):
- Ostkarpaten im weiteren Sinne: Diese bestehen geomorphologisch aus den Ostbeskiden (Niedere Beskiden + Bieszczady + Bukovské vrchy + das Lemberg-Gebiet in der Ukraine), den Ukrainischen Karpaten (sk: Ukrajinské Karpaty, ua: Ukrajins'ki Karpaty) und den Ostkarpaten im engeren Sinne. Die Bezeichnungen der einzelnen Hauptteile der Ostkarpaten sind recht umstritten. Die Ostbeskiden und die Ukrainischen Karpaten werden im deutschen Sprachraum eher frei auch als Waldkarpaten (sk: Poloniny, ua: Lisysti Karpaty) bezeichnet. Manchmal werden aber die Waldkarpaten auch mit den Ukrainischen Karpaten oder aber mit den Ostbeskiden gleichgesetzt, wobei bei den Ostbeskiden das zusätzliche Problem entsteht, dass diese selbst nicht genau abgegegrenzt sind (siehe unter Beskiden). Früher, aber häufig auch heute noch, werden sogar die gesamten Ostkarpaten im weiteren Sinne als Waldkarpaten bezeichnet. Folgt man - wie in der heutigen Geographie verbreitet - der ersten vorstehend genannten Unterteilung, so ergibt sich die folgende Einteilung der Ostkarpaten im weiteren Sinne:
- Waldkarpaten: Die Waldkarpaten liegen in der Ostslowakei (siehe oben), in Polen, der Ukraine sowie ein kleines Stück in Rumänien. Sie enden am Prisloppass in Rumänien. Ihre höchste Erhebung ist die Hoverla (Gowerla, 2.060 m) in der Ukraine, zugleich der höchste Berg der Ukraine.
- Ostkarpaten im engeren Sinne: Diese liegen vollständig auf dem Gebiet Rumäniens, zwischen dem Prisloppass und dem Predealpass. Mit dem Pietros erreichen sie 2.305 m. Viele Gebirgszüge sind vulkanisch (siehe oben unter Innere Karpaten).
- Südkarpaten (auch: Transsilvanische Alpen, Siebenbürger Alpen): Sie folgen vom Predealpass aus nach Westen. Sie befinden sich in Rumänien und zum kleineren Teil in Serbien. Sie erreichen mit dem Moldoveanu 2544 Meter Höhe. Wichtigste Gebirge sind das Fogarascher Gebirge und das an Bergseen besonders reiche Retezatgebirge. Das Banater Gebirge ist der letzte Gebirgszug im Westen. Rumänien bezeichnet das Banater Gebirge und das Westsiebenbürgische Gebirge als Westkarpaten (Carpaţii Occidentali).
Flora und Fauna
Die niedrigeren Lagen der Karpaten sind bewaldet. Die Waldgrenze schwankt zwischen 1.150 m und 1.900 m. Die Vegetation und die Tierwelt ähneln zum Teil derjenigen der Alpen.
Die rumänischen Karpaten überzieht das größte noch bestehende, geschlossene Waldgebiet Europas. Mehr als ein Drittel aller in Europa noch wildlebenden Großraubtiere - Braunbären, Wölfe und Luchse - sind hier beheimatet.
Wichtigste Flüsse
in Österreich und Tschechien:
- March
in Polen:
- Wisła (Weichsel)
- San
- Wisłok (Weisslog)
- Osława (Oslawa)
- Wisłoka
- Dunajec (Dunajez)
in der Slowakei:
- Váh (Waag)
- Dunajec (Dunajez)
- Hron (Gran)
- Ipeľ (Eipel)
- March
- Nitra (Neutra)
- Orava (Arwa)
- Poprad (Popper)
- Turiec (Fluss)
- Uh (ukrainisch Usch)
in der Ukraine:
- Dnister
- Pruth
- Sereth
- Theiß
- Stryj
- Sbrutsch
- Usch (slowakisch Uh)
in Ungarn
- Ipeľ (ungarisch Ipoly)
in Rumänien
- Bistriţa
Tourismus
Im Gegensatz zu den Alpen sind – mit Ausnahme der Tatra – die Karpaten noch nicht sehr stark vom Tourismus geprägt.
größere Städte
- Bratislava - Slowakei
- Banská Bystrica - Slowakei
- Poprad - Slowakei
- Žilina - Slowakei
- Prešov - Slowakei
- Košice - Slowakei
- Miskolc - Ungarn
- Ostrava - Tschechien
- Zlín - Tschechien
- Zakopane - Polen
- Nowy Sącz (Neu Sandez) - Polen
- Ushhorod - Ukraine
- Mukatschewe (Munkács) - Ukraine
- Tschernywzy (Czernowitz) - Ukraine
- Sighetu Marmaţiei - Rumänien
- Suceava - Rumänien
- Piatra Neamţ - Rumänien
- Braşov (Kronstadt) - Rumänien
- Sibiu (Hermannstadt) - Rumänien
- Petroşani - Rumänien
- Reşiţa - Rumänien
- Drobeta-Turnu Severin - Rumänien
- Ploieşti - Rumänien, gelegen am südlichen Fuße des Gebirges
Literatur
- Kurt Scharr (Hrsg.): Die Karpaten. Balthasar Hacquet und das "vergessene" Gebirge in Europa. Studien-Verlag. Innsbruck, Wien, Bozen. 2005. 332 Seiten. ISBN 3-706-51952-6
- Urs-Beat Brädli, Jaroslaw Dowhanytsch (Red.): Urwälder im Zentrum Europas. Ein Naturführer durch das Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine. Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, Birmensdorf; Karpaten-Biosphärenreservat, Rachiw. Verlag Haupt. Bern, Stuttgart, Wien. 2003. 192 Seiten. ISBN 3-258-06695-7
- Henning Schwarz: Rumänische Karpaten. Wanderführer. Edition Aragon. 1995. ISBN 3-895-35043-5
- Michael Schneeberger, Frank-Michael Lange: Die rumänischen Waldkarpaten. Maramures, Viseu de Sus und ein Abstecher in die Bukowina. Verlag Schelzky & Jeep. 1998. ISBN 3-895-41139-6
- Rainer Slotta, Volker Wollmann, Ion Dordea: Das Gold der Karpaten - Rosia Montana und sein Bergbau zur Ausstellung im Deutschen Bergbau-Museum vom 27. Oktober 2002 bis zum 05. Mai 2003. Deutsches Bergbau-Museum. Bochum. 2003. ISBN 3-921-53395-3
Weblinks
- [http://www.karpatenwilli.com karpatenwilli.com - Rumänische Karpaten]
- [http://www.eastern-images.de eastern-images.de - Karpaten-Infos]
- [http://www.carpatia.info/ carpatia.info - Der deutsche Film Carpatia (2004)]
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ja:カルパティア山脈
UralUnter Ural versteht man ...
#einen Gebirgszug, der als Grenze zwischen Europa und Asien gilt: Ural (Gebirge)
#einen Fluss in Russland und Kasachstan: Ural (Fluss)
#den Föderationskreis in Russland (Verwaltungsgliederung Russlands): Ural (Föderationskreis)
#den Handelsnamen für die Motorräder und -gespanne der Irbiter Motorradwerke
#den Russischen LKW-Typ: Ural (LKW)
Baikalsee
Der Baikalsee (burjatisch Baykal-Nur für reicher See, russisch Озеро Байкал), der oft nur Baikal genannt wird, liegt innerhalb der Südsibirischen Gebirge in Russland (Asien).
Er ist mit 25 Mio. Jahren der älteste und mit 1.749 m (meistens werden 1.741m behauptet) der tiefste See der Erde. Er ist vom Südwesten zu Nordosten 728 km lang (Mittellinie des Baikals) und maximal 82 km breit, die durchschnittliche Breite beträgt 48 km. Er enthält aufgrund seiner Tiefe mehr Wasser als alle fünf der Großen Seen Nordamerikas zusammen.
Baikal-Rift
Der Baikalsee ist Teil einer kontinentalen Riftzone (Grabenbruch), das Baikal-Rift, das sich seit Jahrmillionen von einer Schwächungszone zu einer Riftzone entwickelt hat. Dieser Grabenbruch erweitert und vertieft sich nach wie vor.
Weil hier die eurasische und die amurische Platte auseinanderdriften, entstehen Risse in der Erdkruste; bedingt wird dies durch die Kollision der weit südlich vorgelagerten Indischen Platte, die wie ein Keil die zuvor genannten Platten auseinanderdrückt. Die Zone des Baikal-Rifts, welche die größte Schwächung aufweist, liegt im Bereich des Baikalsees.
Der Riss, in dem der See liegt, ist etwa 1.600 km lang, fast 6 km tief und mit Sedimenten aufgefüllt. Daher reicht der Baikalsee "nur" bis in 1.741 m Tiefe. Damit befindet sich im tiefsten See der Erde auch deren tiefste Kryptodepression.
Eine Vielzahl von Thermalquellen und gesteigerte seismische Aktivität deuten darauf hin, dass die Erdkruste in dieser Region sehr aktiv ist.
Wasserinhalt und Einzugsgebiet
Der Baikal bildet das größte Süßwasserreservoir der Erde mit einem Fünftel aller diesbezüglichen Reserven: Maximal passen 23.000 km³ Wasser in den See, das ist mehr als die Ostsee enthält; es entspricht dem 460-fachen Wasserinhalt des Bodensees. Das Einzugsgebiet des Sees umfasst mit seinen Zuflüssen 1.487.480 km²; dies entspricht knapp dem 4,2-fachen der Fläche Deutschlands.
Zu- und Abflüsse, Gebirge
Gespeist wird der Baikalsee, dessen Uferlänge rund 2.125 km umfasst, von 365 Flüssen und Bächen, die ihm aus den umliegenden Gebirgen zufließen, darunter die Obere Angara, die Selenga und der Bargusin. Einziger Abfluss ist die Angara - einer der großen Flüsse Sibiriens.
Zu den umrahmenden Hochgebirgen zählen: Baikalgebirge (im Norden), Stanowojhochland (Nordosten) und Sajangebirge (Südwesten).
Flora und Fauna
Sajangebirge
Die Umwelt des Baikalsees weist eine einzigartige Flora und Fauna auf: Etwa zwei Drittel der insgesamt 2.500 Tier- und Pflanzenarten sind endemisch, das heißt sie kommen ausschließlich hier vor. Zum Beispiel lebt hier die einzige Süßwasser-Robbe der Welt, die Nerpa (Baikalrobbe), der Omul, eine Lachsart, oder der Golomjanka, ein Fettfisch, der am tiefsten lebende Süßwasserfisch der Erde. Möglich wird dies unter anderen auch durch die niedrige Wassertemperatur des Sees, die an der Oberfläche im Jahresmittel nur etwa 7 °C beträgt.
Wirtschaft
Bedroht wird das Landschaftsbild am Baikalsee durch die Industrialisierung, Abholzung der Wälder, eine exzessive Fischerei - und zunehmende Besiedlung (ermöglicht durch die Transsibirische Eisenbahn und den Bau der Baikal-Amur-Magistrale).
Weltnaturerbe
Im Jahre 1996 wurde der riesige Baikal-Raum deshalb von der UNESCO in die Liste des Welterbes als Weltnaturerbe aufgenommen.
Wandern
Im Entstehen ist der um den Baikalsee führende Fernwanderweg Great Baikal Trail.
Orte
Die größte Stadt unweit des Baikalsee-Ufers ist Irkutsk.
Bild:Baikalsee_Lage.png|Lage des Baikalsees
Bild:Baikal_ol'chon_ri_südosten.jpg|Insel Ol'chon, Blick nach Südosten, Richtung Gremjatschinsk
Bild:Baikal_ol'chon_shamanka.jpg|Insel Ol'chon, Schamanka
Bild:Bargusinmuendung ustbargusin.jpg|Mündung des Bargusin bei Ust-Bargusin am West-Ufer des Sees
Weblinks
- http://www.baikalwave.eu.org (englisch)
- http://www.irkutsk.org/baikal/ (engl.)
- http://www.irkutsk-baikal.de.vu (deutsch)
- http://www.carookee.com/forum/sib-ir
- http://www.baikalinfo.com (Reiseinformationsportal | deutsch/englisch)
- http://www.baikalplan.de (deutsch/englisch)
- http://www.sbaikal.ru/eng/index.htm (englisch)
Baikalsee
Kategorie:Weltnaturerbe
Kategorie:Senke
ja:バイカル湖
ko:바이칼 호
Fennoskandinavien
Fennoskandinavien, auch Fennoskandien genannt, ist die korrekte Bezeichnung für die skandinavische Halbinsel und Finnland. Oftmals wird Skandinavien fälschlich in diesem Sinne gebraucht unter Vernachlässigung der sprachlichen und kulturellen Andersartigkeit von Finnland.
Kategorie:Geographischer Begriff
Kategorie:Skandinavien
Kategorie:Geographie (Finnland)
Sizilien
Sizilien (ital. Sicilia, früher Trinakria) ist die größte Insel im Mittelmeer (ital. Mediterraneo). Sie ist eine autonome Region Italiens und liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ des italienischen Festlandes. Die Meerenge von etwa 5 km Breite heißt Straße von Messina (ital. Stretto di Messina). Im Mai 1946 erhielt die Insel Autonomiestatus.
Region und große Städte
Sizilien hat eine Fläche von 25.709 km² und 5,1 Millionen Einwohner, womit es etwas dichter besiedelt ist als der Schnitt Italiens. Ab etwa 750 v. Chr. als Teil „Großgriechenlands“ von der Kultur griechischer Siedler geprägt, hatte es auch längere Perioden unter der Herrschaft von Rom, der Goten, von Byzanz, der Araber, der Normannen, der Bourbonen und Spanier. Erst 1860 kam es zur Vereinigung Italiens, die mit Garibaldis Invasion in Sizilien begann.
Die Insel bildet nun mit den ihr vorgelagerten kleineren Inseln die Region Sizilien, deren Hauptstadt Palermo (686.722 Ew.) ist. Weitere wichtige Städte sind Catania (313.110 Ew.), Messina (252.026 Ew.), Syrakus (123.657 Ew.), Gela (72.774 Ew.), Trapani (68.346 Ew.), Caltanissetta (61.438 Ew.), Agrigento (54.619 Ew.), Ragusa (68.956 Ew.), Marsala (50.000 Ew.) und Enna (28.983 Ew.).
Die Insel gliedert sich in die neun Provinzen Agrigento, Caltanissetta, Catania, Enna, Messina, Palermo, Ragusa, Siracusa und Trapani.
Geografie
Vor der Nordküste liegen die äolischen oder liparischen Inseln (Isole Eolie) Lipari, Salina, Vulcano, Stromboli, Panarea, Filicudi und Alicudi, im Nordwesten die Insel Ustica. Die Westspitze wird von den ägadischen Inseln (Isole Egadi) Favignana, Marettimo und Levanzo gesäumt, während sich zwischen der Südküste und der Tunesischen Küste Pantelleria und die pelagischen Inseln (Isole Pelagie) mit Lampedusa, Lampione und Linosa befinden.
Linosa
Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna (3.323 m), der größte und aktivste Vulkan Europas. Ein weiterer aktiver Vulkan ist Stromboli auf der gleichnamigen Insel nördlich von Messina.
Klima
Sizilien hat ein mediterranes Klima, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Es gibt regional starke Schwankungen. Von Juni bis September regnet es sehr selten. Der November ist der regenreichste Monat. Die Temperaturen sind milder als im Landesinneren. Im Januar beträgt die mittelere Temperatur 11 °C, im Juli sind es 27 °C. Im Sommer kann es durch Winde (Scirocco) aus dem Süden zu Temperaturen bis zu 40 °C kommen. Trotz der Wärme gibt es auf Sizilien Wintersportgebiete zum Beispiel am Ätna.
Bevölkerung
Die Bevölkerungsmehrheit Siziliens spricht die sizilianische Variante des Italienischen, welche oft auch als eigene Sprache angesehen wird. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Etwa zwei Millionen Sizilianer leben im Ausland.
Daneben gibt es einige Orte mit albanisch-stämmiger Bevölkerung, die sich Arbëresh nennt.
Wirtschaft, Verkehr
Landwirtschaft (Weizen, Mais, Oliven, Wein, Südfrüchte), industrielle Produkte, Autoindustrie, Tourismus.
Haupterwerbsquelle der Sizilianer ist die Landwirtschaft. Im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird diese extensiv in Form von Weidewirtschaft, Weizen- und Bohnenanbau betrieben.
An der Küste können durch die dort besser gewährleistete Bewässerung Zitrusfrüchte, Weinreben, Mandeln, Oliven und sogar Baumwolle angebaut werden, so dass die Herstellung von Wein und Olivenöl ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig Siziliens ist.
Die von Sizilien aus betriebene Küsten- und Hochseefischerei, die es besonders auf Thunfisch und Sardellen abgesehen hat, macht ein Viertel der gesamten italienischen Fischerei aus.
Daneben sind auch die Förderung von Stein- und Kalisalzen sowie von Marmor in Sizilien verbreitet. Der einst wichtige Schwefelbergbau (zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel so gut wie Weltmonopolist) ist in den 1980er Jahren vollständig zum Stillstand gekommen.
Neben diesen Zweigen des primären Wirtschaftssektors gibt es aber auch petrochemische Industrien im Osten der Inseln, in der Nähe von Catania, Syrakus, Ragusa und Gela.
Sizilien ist derzeit mit dem Festland über Fähren verbunden. Nach jahrzehntelanger Diskussion soll Il Ponte sullo stretto (die Brücke über die Meerenge) mit 3300 m Länge die bis dahin längste Hängebrücke der Welt werden. Ausgelegt ist sie für 140.000 Fahrzeuge auf sechs Fahrstreifen und 200 Züge auf zwei Gleisen pro Tag. Das Projekt ist wegen Erdbebengefahr, Einflussnahme der Mafia und Einwirkungen auf die Umwelt umstritten.
Strukturprobleme
Hohe Arbeitslosigkeit, Korruption, mangelnde Verkehrsinfrastrukur, Umweltschäden, Wasserknappheit, international tätiges Verbrechertum (Mafia, Cosa Nostra).
Geschichte
Cosa Nostra
Cosa Nostra
GRIECHEN UND KARTHAGER AUF SIZILIEN
Ab 735 v. Chr.: Die Ureinwohner hießen Sikaner und Sikuler und wanderten über die südliche Spitze Italiens nach Sizilien ein. Sie wurden durch Phöniker, Karthager und Griechen verdrängt. Letztere gründeten dort 735 v. Chr die erste Siedlung, Naxos. Weitere bedeutende, griechische Zentren waren Akragas, das heutige Agrigento, und Gela. Im Tal der Tempel in der Nähe von Agrigento sind zahlreiche griechische Bauwerke aus der Antike erhalten geblieben.
536 v. Chr. betraten die Karthager zum ersten mal die Insel. Karthago ist eine 814 v. Chr. von den Phöniziern gegründete Stadt, die im heutigen Tunesien lag. Die Karthager erbauten im Westen Siziliens die Städte Panormus (welches das heutige Palermo ist) Solois und Motya. Zwischen den Karthagern und den Griechen kam es zu zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, um die Vorherrschaft auf der Insel.
SIZILIEN ALS RÖMISCHE PROVINZ
Ab 241 v. Chr.: Sizilien wird während des 1. Punischen Krieges zur römischen Provinz. Der Erste Punische Krieg war der erste der drei großen Kriege zwischen Karthago und dem Römischen Reich. Nur das griechische Territorium im Osten der Insel wird nicht von Rom eingenommen, dieses wird erst 212 v. Chr. nach dem 1. Makedonischen Krieg zwischen Rom und Makedonien mit der Einnahme des griechisch beherrschten Syrakus römisch. Sizilien ist die erste römische Provinz und wir zum Haupt-Kornlieferanten des römischen Reiches.
Die beiden Sklavenkriege (136-132 v. Chr. und 104-101 v. Chr.) gehören zu den wichtigsten Geschichtsereignissen in Sizilien während, der Herrschaft der Römer. Um sich von der Knechtschaft zu befreien erhoben sich die Sklaven gegen Ihre Herren und in beiden Kriegen erlangten Sie die Kontrolle über die Insel. Schließlich gewann jedoch Rom das Territorium zurück und nach dem ersten Sklavenaufstand wurden 2000 Sklaven gekreuzigt
VANDALEN UND GOTEN AUF SIZILIEN
Ab 440: In der Zeit der Völkerwanderung, ziehen germanische Völker durch ganz Europa. Eines dieser Volker sind die Vandalen, welche unter König Geiserich von Südspanien aus nach Nordafrika vordringen und die dortigen römischen Provinzen erobern. Auch Sizilien wird eingenommen. Später wurde die Insel an den Führer der Ostgoten, Theoderich, übergeben.
DIE EROBERUNG SIZILIENS DURCH BYZANZ
Ab 535: Eroberung der Insel durch Byzanz. Das Byzantinische Reich ist der östliche Teil des römischen Reiches, auch Ostrom genannt. Dieser verblieb nach dem durch die Völkerwanderung ausgelösten Falls des westlichen Teils, weiterhin erhalten. Unter der byzantischen Herrschaft wurde Sizilien zu einem zentralen Handelsplatz, auf dem besonders die Küstenstädte florierten.
ARABISCHE VORHERRSCHAFT AUF SIZILIEN
Ab 827: Schon in der Mitte des 8. Jh. leidet Sizilien wiederholt unter Plünderungen der Araber. Eine militärische Schwächeperiode von Byzanz in den Jahren von 821-823 begünstigt dann eine allgemeine arabische Eroberungswelle, welche auch Sizilien erfasst. Nach der dortigen Landung 827 fällt der westliche Teil rasch in arabische Hände. Den Byzantinern verblieb im äußersten Nordosten Siziliens das Festungsdreieck Taormina-Rometta-Demanna. Alle Versuche Sizilien zurückzuerobern scheiterten. Nach und nach fielen auch die letzten byzantischen Festungen in die Hände der Araber.
Als autonome provinz wurde das arabische Sizilien von Palermo aus regiert und erlebt eine Zeit hoher kultureller Blüte. Vom arabischen Spanien bis Ägypten kommen die Händler, um auf Sizilien ihre Waren zu verkaufen, die Rolle des zentralen Umschlagplatzes ist für die Insel sehr profitabel. Die muslimische Herrschaft dauert an bis zur normannischen Eroberung im späten 11. Jahrhundert. Im Jahre 1091 fällt mit der Stadt Noto der letzte muslimische Stützpunkt auf Sizilien.
DIE NORMANNEN UND DAS KÖNIGREICH SIZILIEN
Ab 1091: Die Normannen waren Germanen, deren Vorfahren über Dänemark nach Schweden und Norwegen kamen. Das Wort Normanne kann übersetzt werden mit Männer des Nordens. Um das Jahr 1000 kamen normannische Pilger auf der Heimreise von Jerusalem in die Normandie durch Süditalien. Dort halfen Sie der Bevölkerung sich gegen die Sarazenen zu wehren und erhielten das Angebot sich dort niederzulassen. Später erhielten Sie als Belohnung für Ihre Dienste eine Grafschaft und immer mehr Normannen kamen nach Süditalien. Sie eroberten Sizilien, welches unter muslimischer Herrschaft stand und vereinigen es unter Roger II mit Unteritalien zu dem Königreich beider Sizilien (Sizilien und das Königreich Neapel). Es folgt eine Reihe normannischer Könige, die mit König Willhelm dem II endet. Er war der letzte der normannischen Könige auf Sizilien und er verstarb ohne leiblichen Erben. Damit endete die normannische Dynastie und es begann die Dynastie der Staufer.
Staufer
DIE DYNASTIE DER STAUFER
Ab 1194: Da Willhelm der II keinen leiblichen Erben besaß, hatte vor seinem Tod Vorkehrungen zur Sicherung der Nachfolge getroffen. Er hatte Konstanze, Tochter König Rogers II. mit Heinrich dem VI., dem Sohn und Erben Friedrich Barbarsossas aus dem Geschlecht der Staufer verheiratet.
Die Familie der Staufer war ein mächtiges Kaisergeschlecht, dass aus Schwaben stammte und im 12/13. Jh. in Europa herrschte. Barbarossa war Römischer Kaiser, König der Deutschen und König von Italien, sowie König von Burgund, Herzog von Schwaben und Herzog von Franken.
Diese Regelung der sizilianischen Thronfolge erregte das Missfallen des Papstes, welcher den Kaiser aus Süditalien fernhalten wollte, um selbst Ansprüche geltend zu machen. Und auch ein Teil des sizilianischen Adels bekämpfte diese Vorgehensweise. Es kam zu einem Krieg um Sizilien, der von Kaiser Heinrich dem VI gewonnen wurde. Nach dem Tod Heinrichs VI und Konstanzes, seiner Frau, war ihr gemeinsamer Sohn Friedrich II noch minderjährig und Papst Innozenz III. übernahm die Regentschaft Siziliens, worauf es zu einer Zeit der Anarchie kam. Diese endete nachdem Friedrich II die Herrschaft übernahm und unter seiner Regierung spielte Sizilien eine wichtige Rolle in der Politik der 1. Hälfte es 13 Jh. Friedrich II stirbt im Jahre 1250 und hinterläßt seinem Sohn Konrad das Königreich.
Die Herrschaft der Staufer auf Sizilien fand ihr Ende als der Papst mit dem Grafen der Provence, Karl von Anjou ein Abkommen schließt. In dem darauf folgenden Krieg im Jahre 1266 nimmt Graf Anjou das Königreich Sizilien in Besitz.
DIE HERRSCHAFT VON ANJOU UND ARAGON
Ab 1266: Mit Unterstützung des Papstes übernimmt Karl I., Graf von Anjou und Bruder des französischen Königs Ludwig IX., die Kontrolle über das Königreich beider Sizilien.
Ab 1282: Im Jahre 1282 kommt es zur Revolte: Die Bürger Palermos erheben sich gegen die Unterdrückerherrschaft. Der Aufstand geht unter dem Namen Sizilianische Vesper in die Geschichte ein. Durch diese Revolte wird das Dynastengeschlecht Anjou aus Sizilien vertrieben, ihm verbleibt jedoch das Königreich Neapel.
Peter III, König von Aragon, der durch eine Heirat mit dem Hause Hohenstaufen verwandt war und an dessen Hof der sizilianische Adel, nach der Machtübernahme durch den Graf von Anjou, Zuflucht gesucht hatte, wird zum König von Sizilien gekrönt. Die begonnene Herrschaft Aragons setzt sich, nach einigen Auseinandersetzungen mit Anjou, auf Dauer durch.
Im Jahre 1504 ernennt sich der König von Sizilien auch zum König von Neapel, Spanien übt darauf für Jahrhunderte die Oberherrschaft über Sizilien aus. Es kommt in den Jahre 1647 und 1674 zu Antispanischen Erhebungen. (1647 in Palermo und 1674 in Messina).
1713 wird Sizilien wieder von Neapel getrennt und gerät aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges an Savoyen, welches nach nur sieben Jahren das Gebiet im Tausch gegen Sardinien an Österreich abtritt. 1735 geht nach einem Eroberungsfeldzug Sizilien erneut an Spanien zurück. Die Existenz des Königreichs Sizilien endet als der italienische Freischarenführer Giuseppe Garibaldi mit dem Zug Der Tausend (Spedizione dei Mille) auf Sizilien landet und es erobert. Sizilien wird darauf Bestandteil des neu errichteten Königreiches Italien.
VEREINIGUNG MIT ITALIEN
Ab 1861: Nach der Einnahme Siziliens durch den italienischen Freischarenführer Garibaldi wurde das Königreich Sizilien mit dem neuen Königreich Italien vereinigt. Allerdings hatte die Regierung im Norden nur wenig Verständnis für den Süden. Durch den Versuch die Macht im Norden zu zentralisieren und aufgrund hoher Steuerlasten für den Süden, kam es immer wieder zu Spannungen, welche 1866 zu einem Aufstand in Palermo führten. Der aufstand wurde niedergeschlagen. Die Beziehungen zwischen Nord und Süd waren von tiefem Misstrauen geprägt. 1915 tritt Italien in den Ersten Weltkrieg ein, wo es im sogenannten Dreibund an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn steht.
ITALIEN UNTER MUSSOLINI
Ab 1922: Mussolini übernimmt die Macht in Italien und führt ein faschistisches Regime an. Im Zweiten Weltkrieg kämpft Italien zusammen mit dem nationalsozialistischen Deutschland gegen die Alliierten. Durch die Einnahme Siziliens in nur 38 Tagen durch die Amerikaner, kommt es zum Sturz Mussolinis und der Kapitulation der italienischen Regierung.
NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG
Ab 1946: Sizilien wird zu einer autonomen Region Italiens mit umfassenden Selbstverwaltungsrechten. Da die Arbeitsplätze knapp sind, findet eine starke Abwanderung nach Norditalien statt.
1982: Die Ermordung des Präfekten von Palermo, C.A. Dalla Chiesa, offenbart die Schwäche der Regierung gegenüber der Mafia, welche die ganze Insel mit Terror gegen die Staatsgewalt überzieht.
1986: Mammutprozess gegen das Verbrechersyndikat Cosa Nostra in Palermo.
1992 und folgende Jahre: Die Mafia setzt ihre Attentate auf Politiker, Richter und andere Träger der Staatsgewalt fort.
Musik
Musik ist ein wichtiger Bestandteil der sizilianischen Kultur, das Volk liebt und lebt fröhlichen Klänge die einem das Leben leichter machen. Viele Hausfrauen oder Feldarbeiter singen während der Arbeit um sich von den mühseligen Aufgaben des Lebens abzulenken. Die Tarantella ist eine der wichtigsten traditionellen Tänze auf Sizilien und die dazugehörige Musik kann in vielen verschiedenen Varianten gespielt werden. Es gibt Versionen im 3/8 und 6/8 Takt die feurig sowie gediegener gespielt werden können. Die Tarantella gehört zur Folklore bzw. Volksmusik und wird auf traditionellen Festen gerne gespielt und getanzt.
Sizilianische Mafia
- Cosa Nostra
- Stidda
Literatur
- M.I. Finley, D. Mack Smith, Ch. Duggan: Geschichte Siziliens und der Sizilianer, Verlag C.H. Beck, München 1998. Gutes Überblickswerk von der Antike bis in die Moderne. Dort auch Angaben zu weiterführender Literatur.
- Ralf Nestmeyer: "Sizilien. Ein literarisches Landschaftsbild." Insel Verlag, Frankfurt am Main 2000. ISBN 3-458-34337-7
Berühmte Sizilianer
- Empedokles (ca. 490 v. Chr. - ca. 430 v. Chr.),
- Gorgias (ca. 480 v. Chr. - 380 v. Chr.),
- Diodorus Siculus (1. Jahrhundert v. Chr.),
- Archimedes (ca. 287 v. Chr. - 212 v. Chr.),
- Friedrich II. (1194 - 1250),
- Alessandro Scarlatti (1660 - 1725),
- Giovanni Meli (1740 - 1815),
- Vincenzo Bellini (1801 - 1835),
- Francesco Crispi (1819 - 1901),
- Giovanni Verga (1840 - 1922),
- Luigi Pirandello (1867 - 1936),
- Nino Martoglio (1870 - 1921-),
- Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896 - 1957),
- Lucky Luciano (1896 - 1962),
- Salvatore Pappalardo (1918 -),
- Leonardo Sciascia (1921 - 1989),
- Salvatore Giuliano (1922- 1950),
- Andrea Camilleri (1925 -),
- Salvatore Riina (1930 -),
- Salvatore Maranzano (1931 -),
- Joe Masseria (1931 -),
- Bernardo Provenzano (1933 -),
- Giovanni Falcone (1939 - 1992),
- Paolo Borsellino (1940 - 1992),
- Sammy Gravano (1945 -),
- Leoluca Orlando (1947 -),
- Giuseppe Impastato (1948 - 1978),
- Giuseppe Tornatore (1956 -),
- Salvatore Schillaci (1964 -),
- Maria Grazia Cucinotta (1969 -),
- Carmen Consoli (1974 -)
Film
In manchen Filmen wie etwa Der Pate (1969), Der Pate 2 (1974) sowie Der Pate 3 (1990), war Sizilien ein vielgedrehter, markanter Drehort.
- Stromboli (Film), 1949
- Der Leopard (Film), 1963
- Der Sizilianer (Film), 1987
- Cinema Paradiso, 1989, Oscar für den besten fremdsprachigen Film
- Die Legende vom Ozeanpianisten, 1998
- Der Zauber von Malèna, 2000
- I cento passi, 2000
Siehe auch
- Liste der Herrscher von Sizilien
Weblinks
- [http://www.italien-inseln.de/ Alle 390 Gemeinden Siziliens]
- [http://www.sicilian.net/lexikon/ Sizilianisches Lexikon]
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/bild/werk/meyers/band/14/seite/1002a/meyers_b14_s1002a.html Karte Siziliens von 1889] in Meyers Konversationslexikon
- [http://gutenberg.spiegel.de/goethe/italien/ital181.htm Auszüge aus Goethes "Italienischer Reise“ zu einem Besuch auf Sizilien]
- [http://www.kunstundreisen.de/reisen/sizilien/allgemein/body_allgemein_01.html Informationen, Eindrücke, Fotos und Links über Städte, Kunst, Kultur auf Sizilien.]
Kategorie:Insel (Italien)
Kategorie:Italienische Region
Kategorie:Römische Provinz
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Kategorie:Mittelmeer
ja:シチリア島
ko:시칠리아
zh-min-nan:Sicilia
1936
Politik
- 1. Januar: Albert Meyer wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Ab heute werden nur noch Mitglieder der Hitler-Jugend für die Beamtenlaufbahn zugelassen
- 7. März: Deutschland kündigt die Verträge von Locarno. Truppen der Wehrmacht besetzen das entmilitarisierte Rheinland
- 17. Juli: Mit einem Militärputsch der nationalen Rechten unter General Franco in Spanisch-Marokko beginnt der bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg. Im Spanischen Bürgerkrieg fällt Mallorca in den Machtbereich der Falange
- 26. August: Hitler befiehlt, in seiner Denkschrift zum Vierjahresplan, die Armee muss in 4 Jahren „einsatzfähig“ und die Wirtschaft „kriegsfähig“ sein
- 11. November: Die Annäherung Italiens und Deutschlands wird mit der Achse Rom-Berlin vertraglich bekräftigt
- 25. November: Abschluss des Antikomintern-Paktes zwischen Deutschland und Japan
- November: Die deutsche „Legion Condor“ greift in den spanischen Bürgerkrieg ein
- 5. Dezember: Gründung der SSR Kasachstan
- 10. Dezember: Eduard VIII. verzichtet zugunsten seiner bürgerlichen Lebensgefährtin Wallis Simpson auf die britische Krone. Sein Nachfolger wird Georg VI.
Wissenschaft und Technik
- 11. Mai: Die Reichsbahn stellt mit einer Lok der Baureihe 05 einen Geschwindigkeitsweltrekord für Dampfloks auf. Die Lok erreicht eine Geschwindigkeit von 200,4 km/h
- 5. Oktober: Der Rügendamm zwischen Stralsund und der Insel Rügen wird eröffnet
- 24. November: Maurice Claisse, Frankreich erreichte mit einem Bréguet Koaxialhubschrauber „Gyroplane“ eine Flughöhe von 158 Meter: Weltrekord
- Emil Lumbeck entwickelt das nach ihm benannte handwerkliche Verfahren zur Klebebindung von Büchern und wird damit zum Wegbereiter des Taschenbuchs
- Die Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose wird von dem Schweizer Guido Fanconi entdeckt
Kultur
- 2. Januar: Uraufführung der Operette Die große Sünderin von Eduard Künneke in der Berliner Staatsoper
- 22. Februar: Uraufführung der Oper Judith von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 28. Februar: Uraufführung der Oper Bloud (Das Tor) von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
- 27. März: Uraufführung der Oper Rossini in Neapel von Bernhard Paumgartner in Zürich
- 26. Mai: Uraufführung der Oper Doktor Johannes Faust von Hermann Reutter in Frankfurt am Main
- 15. November: Uraufführung der Oper Enoch Arden oder der Möwenschrei von Ottmar Gerster in Düsseldorf
- 23. November - Das US-Magazin "Life" erscheint.
- 6. Dezember: Uraufführung der Oper Schwarzer Peter von Norbert Schultze in Hamburg
- Der Roman „Absalom, Absalom“ von William Faulkner erscheint
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Die neue große Olympia-Schanze in Garmisch-Partenkirchen wird trotz Schneemangels mit einem internationalen Skispringen eingeweiht
- 1. August: Eröffnung der XI. Olympische Spiele in Berlin, Deutschland
- Weltweit erstes Karate Dojo wird in Zoshigaya, Japan eröffnet
- 2. Januar: Josef Huchler, deutscher Politiker und Unternehmer
- 2. Januar: Roger Miller, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter († 1992)
- 3. Januar: Georgina Spelvin, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 6. Januar: Darlene Hard, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
- 6. Januar: Julio María Sanguinetti, Journalist, Politiker und Staatspsäsident von Uruguay
- 8. Januar: Robert May, australischer Physiker, Zoologe und Präsident der Royal Society
- 8. Januar: Jayonto N. Dixit, indischer Politiker und Außenminister († 2005)
- 9. Januar: Georg Bamberg, deutscher Politiker und MdB
- 9. Januar: Klaus-Dieter Uelhoff, deutscher Politiker und MdB
- 10. Januar: Robert Woodrow Wilson, US-amerikanischer Physiker
- 12. Januar: Raimond Pauls, lettischer Komponisten
- 12. Januar: Émile Lahoud, libanesischer Staatspräsident
- 14. Januar: Reiner Klimke, deutscher Dressurreiter und Politiker († 1999)
- 14. Januar: H. G. Francis, deutscher Science Fiction-Autor
- 16. Januar: Tinus Bosselaar, niederländischer Fußballspieler
- 19. Januar: Willie Smith (Bluesmusiker), US-amerikanischer Blues-Musiker
- 20. Januar: Frances Shand Kydd, Mutter von Diana Spencer, Prinzessin von Wales († 2004)
- 22. Januar: Alan J. Heeger, US-amerikanischer Chemiker und Physiker
- 23. Januar: Horst Mahler, deutscher Rechtsanwalt und Gründungsmitglied der RAF
- 27. Januar: Ursula Schröder-Feinen, deutsche Opernsängerin († 2005)
- 27. Januar: Manfred Molzberger, deutscher Leichtathlet († 2003)
- 27. Januar: Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
- 27. Januar: Samuel Chao Chung Ting, US-amerikanischer Physiker
- 28. Januar: Ismail Kadare, albanischer Schriftsteller
- 28. Januar: Alan Alda, US-amerikanischer Schauspieler
- 29. Januar: Patrick Caulfield, britischer Pop-Art Künstler († 2005)
- 30. Januar: Horst Jankowski, deutscher Jazzpianist und Bandleader († 1998)
- 31. Januar: Hiroshi Hoshina, japanischer Komponist und Dirigent
- 2. Februar: Benjamin Ben Eliezer, israelischer Politiker und Brigade-General
- 2. Februar: Wolfgang Wiester, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 5. Februar: Norma Thrower, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 6. Februar: Jun Kondo, japanischer Physiker
- 8. Februar: Elisabeth Orth, österreichische Schauspielerin
- 9. Februar: Georg Sterzinsky, deutscher Kardinal und Erzbischof
- 11. Februar: Burt Reynolds, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. Februar: Fang Lizhi, Professor für Astrophysik
- 12. Februar: Joe Don Baker, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Februar: David Yonggi Cho, koreanischer christlicher Evangelist
- 15. Februar: Hansjürgen Verweyen, Fundamentaltheologe († )
- 16. Februar: Pino Solanas, argentinischer Filmemacher
- 16. Februar: Eliahu Inbal, israelischer Dirigent
- 17. Februar: Jim Brown, US-amerikanischer Footballspieler
- 18. Februar: Jean M. Auel, US-amerikanische Schriftstellerin
- 19. Februar: Jürgen Voß, deutscher Chemiker
- 20. Februar: Larry Hovis, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger († 2003)
- 22. Februar: Martin Mußgnug, deutscher Politiker († 1997)
- 22. Februar: Ernie K-Doe, ein US-amerikanischer Sänger ( | | |