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Arabien

Arabien

Mit der Kurzform Arabien wird allgemein bezeichnet
- die Arabische Halbinsel als Urheimat der Araber
- das Königreich Saudi-Arabien, das sieben Zehntel der eigentlichen Halbinsel (ohne Nordarabien) umfaßt
- das (fiktive) einheitliche "Arabische Vaterland", siehe Arabische Einheit

Arabische Halbinsel

Die Arabische Halbinsel (arabisch جزيرة العرب Dschazīrat al-cArab), auch einfach Arabien, befindet sich zwischen Südwest-Asien, zu dem sie gehört, und Nordost-Afrika und erstreckt sich ungefähr von Nord-Westen nach Süd-Osten. Sie ist vor der Westantarktis und Vorderindien die größte Halbinsel der Erde. Zusammen mit mehreren angrenzenden Staaten bildet sie den nahen Osten. Im Osten grenzt die Halbinsel an den Persischen Golf und den Golf von Oman. An der südlichen Seite wird sie vom Arabischen Meer, das zum Indischen Ozean gehört, und vom Golf von Aden begrenzt. Im Westen schließen sich der Sueskanal und das Rote Meer an. Tektonisch gesehen bildet diese Halbinsel die Arabische Platte. Geologisch gehört die Halbinsel zur alten afrikanischen Kontinentalmasse, auch wenn sie durch den Grabenbruch des Roten Meeres getrennt ist. Die Halbinsel ist mit der Großen Nefud im Norden und der Rub al-Chali im Süden fast vollständig ein Wüstengebiet. Auf der Arabischen Halbinsel und auf den vorgelagerten Inseln liegen die heutigen Staaten Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Katar und Kuwait. Von diesen Staaten ist Saudi-Arabien, das heute umgangssprachlich oft mit der Bezeichnung Arabien gemeint ist, das bei weitem größte Land. An die Region grenzen außerdem nördlich die Staaten Ägypten, Jordanien und der Irak.

Geschichte

Geschichte vor Mohammed

Ein frühes Reich auf der in weiten Teilen unbewohnbaren Arabischen Halbinsel war im Süden das sagenumwobene Saba. Im 3. Jahrhundert v. Chr. gewann das Reich Himyar, das an der südwestlichen Spitze lag, an Macht; es dehnte seinen Herrschaftsbereich in den folgenden Jahrhunderten bis nach Somaliland und Sansibar aus und eroberte um 300 auch Hadramaut, das wegen des Weihrauch- und Myrrhe-Anbau seit alters her bedeutend war. Von 355 bis 378 unterwarf Abessinien das Reich Himyar und christianisierte es. Unter dem Schutz der Sassaniden gelang es, zu Beginn des 6. Jahrhunderts dem Himyarkönig Nuwas (Yusuf), ein Großreich im Süden der Insel zu errichten; Nuwas nahm den jüdischen Glauben an. Nach einer Christenverfolgung durch Nuwas unterwarf Abessinien das Reich. Den Abessiniern folgten 572/75-628/30 die persischen Sassaniden. In Innerarabien ist die Kinda-Föderation erwähnenswert. Im Norden bestand zunächst das Reich der Nabatäer, dann das Reich Palmyra, später auch die Reiche der Ghassaniden und Lachmiden, die am Ende ebenfalls von den Persern erobert wurden. Im Westen auch stand Oman (zeitgleich mit Jemen) unter persischer Kontrolle, die Region Jamama spielte noch bis zum Tode Mohammeds eine eigene Rolle.

Siehe auch


- Zentralarabien
- Geschichte Saudi-Arabiens

Weblinks

Kategorie:Halbinsel Kategorie:Arabien Kategorie:Nahost ja:アラビア半島 ko:아라비아 반도 simple:Arabia

Arabische Einheit

Arabisches Einheitsstreben, das Streben nach der Einheit (wahda) des arabischen Vaterlandes (watan), ist eines der Hauptanliegen des Arabischen Nationalismus bzw. Panarabismus, vor allem seiner nasseristischen und baathistischen Vertreter. Vor allem aber auf den libyschen Revolutionsführer Muammar al-Ghaddafi gehen zahlreiche Versuche zum Zusammenschluss mit anderen arabischen Staaten. Die Varianten reichen von Integration der politischen Führung zweier oder mehrerer Staaten über Konföderationen und Föderationen bis zum Einheitsstaat. Faktisch alle Projekte scheiterten an der Rivalität ihrer politischen Führer, faktisch keines wurde verwirklicht. Die meisten Projekte kamen über die Ankündigung eines Vorschlages kaum hinaus.

Vorübergehend erfolgreiche Bemühungen


- 1958-1961 Vereinigte Arabische Republik (VAR): Zusammenschluss Ägyptens und Syriens in einer Union, durch den konföderativen Anschluss des Königreichs Nordjemen werden daraus die Vereinigten Arabischen Staaten. Verhandlungen über den Beitritt des revolutionären Irak zur Union scheitern.
- 1958 Arabische Föderation: dagegen die Vereinigung der haschemitischen Königreiche Irak und Jordanien als Gegengewicht zur VAR. Großbritannien kündigt die Übergabe Kuwaits an die Föderation an. Sie zerbricht nach kaum sechs Monaten an der Revolution im Irak

Gescheiterte Projekte oder Vorschläge


- 1946-1949 Großsyrien: Bereits 1946 hatte es jordanische Pläne zur Vereinigung mit Syrien, sowie 1949 syrische Pläne zur Vereinigung mit dem Irak gegeben..
- 1960-1962 Großmarokko: 1960-1961 unterstützte die Arabische Liga den Anspruch des Sultans bzw. Königs in Rabat auf den Anschluss Mauretaniens an Marokko, Frankreich lehnt ab. Marokkos Ansprüche auf Algerien hingegen werden 1961-1962 von der Arabischen Liga zurückgewiesen, von Frankreich aber unterstützt.
- 1961 Groß-Irak: Die Arabische Liga und Großbritannien verhindert den Anschluss Kuwaits an den Irak, Kuwait wird unabhängig.
- 1962-1963 Vereinte politische und ökonomische Führung: Integration Syriens und Algeriens
- 1963 Vereinigte Arabische Union: Föderation zwischen Ägypten, Syrien und dem Irak
- 1964-1966 Vereinte Politische Führung: Verflechtung Ägyptens und Iraks
- 1964 wirtschaftliche Integration zwischen Libyen, Algerien, Tunesien und Marokko
- 1964-65 Arabischer Markt, Nasser warnt vor einer zu schnellen arabischen Vereinigung
- 1964-1967 Vereinigte Arabische Republik: Nordjemen sucht den Anschluss an Ägypten, Nasser lehnt ab, faktisch aber ist das Land unter ägyptischer Kontrolle
- 1965 Vereinigte Arabische Republik: Emirat Sharjah (VAE) und Ägypten
- 1968 Föderation Arabischer Emirate: die späteren Vereinigten Arabischen Emirate mit Qatar und Bahrein
- 1969-1970 Revolutionäre Arabische Front: Föderation zwischen Ägypten, Sudan und Libyen
- 1971-1973 Föderation Arabischer Republiken: Ägypten, Syrien und Libyen
- 1972 Union Libyens mit Malta
- 1972-1973 Union Libyens mit Ägypten
- 1972-1974 „Islamische Arabische Republik“: Libyen und Tunesien
- 1972 Vereinigtes Arabisches Königreich: Jordanien und Palästina
- 1975 Oberster Politischer Kommandorat: Jordanien und Syrien
- 1976-1977 Union Syriens mit Ägypten und Sudan
- 1978-1979 Union Syriens mit Irak
- 1980 Union Syriens mit Libyen
- 1982 Verflechtung Ägyptens und Sudans
- 1983 wirtschaftliche Integration zwischen Mauretanien, Tunesien und Algerien
- 1982-1985 Föderation Jordaniens und Palästinas
- 1981 und 1983-1984 Konföderation Libyens und des (Nord-)Tschad
- 1984-1986 Föderation Libyens mit Marokko
- 1986-1987 Union Libyens und Sudans
- 1987 Föderation Libyens mit Algerien
- 1988 Föderation Libyens mit Palästina
- 1988 und 1993 Föderation Jordaniens und Palästinas
- 1988-1989 syrisch-irakisches Militärbündnis gegen Israel
- 1989-1990 Arabischer Kooperationsrat (ACC): Irak, Jordanien, Ägypten, Nord-Jemen
- 1990-1991 Kuwait wird mit dem Irak vereinigt
- 1990-1994 Union Libyens mit dem Sudan, Einladung 1994 auch an den Irak

Einzig vollzogene Projekte


- 1971 Vereinigte Arabische Emirate (VAE), ohne Qatar und Bahrein
- 1990 Jemen: Nord- und Südjemen (1967, 1973 und 1977 mißlungene Anläufe)

Lockere Wirtschaftsbündnisse


- 1981 Golfkooperationsrat (GCC): Saudi-Arabien, Oman, VAE, Kuwait, Katar, Bahrain
- 1989 Union des (großen) Arabischen Maghreb (UAM): Libyen, Marokko, Algerien, Tunesien und Mauretanien

Quellen

Günter Kettemann: Atlas zur Geschichte des Islam, S. 165f. Darmstadt 2001. ISBN 3534141180 Barthel/Nötzold: Die arabischen Länder, S. 10ff. Gotha 1987 Kategorie:Politischer Begriff

René Clement

René Clément (
- 18. März 1913 in Bordeaux, † 17. März 1996 in Monaco) war ein französischer Filmregisseur. René Cléments Werk wird zumeist kontrovers gesehen. Manchmal wird er als "vulgärer" Techniker ohne Seele bezeichnet, manchmal in den Rang des Besten französischen Cineasten erhoben. 1934 traf er Jacques Tati und arbeitete seitdem mit ihm zusammen. Später wurde er im „Service cinématographique“ der Armee tätig. Er wählte das Thema Résistance 1945 als Zugpferd für seinen ersten langen Spielfilm aus. Sein erster großer Erfolg war "Jeux interdits". Er wandte für jeden neuen Film unterschiedliche Stile an, berührte fast jedes Genre: Von Literaturverfilmungen wie "Gervaise" (1956 nach dem Roman "L’Assomoir" von Zola) oder "Plein soleil" (1960, nach dem Roman "Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith), über Thriller wie "Le passager de la pluie" (1969) und "La course du lièvre à travers les champs" (1972), bis hin zu psychologischen Streifen wie "Félins" (1964) und einer Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in "Paris brûle-t-il ?" (1966).

Filmographie


- L'arabie interdite (1937)
- La grande chartreuse (1938)
- Paris la nuit (1939)
- La bièvre, fille perdue (1939)
- Le triage (1940)
- Toulouse (1940)
- Ceux du rail (1942)
- La grande pastorale (1943)
- Paris sous la botte (1944)
- Chefs de demain (1944)
- Le père tranquille (1946)
- La Bataille du rail (1946) (sein erster Spielfilm)
- Les Maudits (1947)
- Au-delà des grilles (1948)
- L'Amante di una notte (1950)
- Le Château de verre (1950)
- Jeux interdits (1952)
- Monsieur Ripois (1954)
- Gervaise (1956)
- Barrage contre le pacifique (1958)
- Che gioia vivere (1960)
- Plein soleil (1960) mit Alain Delon
- Le jour et l'heure (1962)
- Les Félins (1964)
- Paris brûle-t-il ? (1966, Brennt Paris?)
- Le passager de la pluie (1969)
- La maison sous les arbres (1971)
- La course du lièvre à travers les champs (1972)
- Jeune fille libre le soir (1975) Clément, René Clement, Rene Clément, René Clément, René Clement, Rene Clement, Rene

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