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Asterix

Asterix

Asterix ist der Held einer gleichnamigen französischen Serie von Comicbüchern und Filmen der Autoren René Goscinny und Albert Uderzo. Der Name Asterix leitet sich vom griechischen Wort für Sternchen (αστερίσκος) her, siehe auch Asterisk.

Inhalt

Asterisk Asterix und sein Freund Obelix leben in einem kleinen Dorf im Nordwesten Galliens. Es ist der einzige Teil des Landes, der nicht bis zum Jahre 50 v. Chr. von Gaius Julius Caesar erobert wurde. Die Einwohner des Dorfes haben aufgrund eines Zaubertrankes, der vom Druiden Miraculix gebraut wird, übermenschliche Kräfte. Asterix zeichnet sich durch besondere Pfiffigkeit aus. Obelix ist von Beruf Hinkelsteinhersteller und -lieferant und hat enorme Kraft. Er ist als Kind in einen Kessel mit Zaubertrank gefallen, dessen Wirkung seither anhält. Auf vielen Abenteuern werden sie von Obelix' kleinem Hund Idefix begleitet. Viele Bücher der Asterix-Reihe drehen sich um Versuche der römischen Armee, den Druiden am Brauen des Zaubertranks zu hindern oder den Zaubertrank für eigene Zwecke zu nutzen. Natürlich scheitern diese Versuche regelmäßig an Witz und Stärke von Asterix und Obelix. In vielen Büchern geht es auch um Reisen von Asterix und Obelix in alle Teile der antiken Welt (und darüber hinaus). Dabei werden spezifische Eigenarten der Völker aus französischer Sicht - und damit zugleich die in dieser Sicht enthaltenen Klischees -parodiert. So werden die Briten bei der Rasenpflege einzelner Halme dargestellt, die pünktlich um 5 Uhr ihre Tasse heißes Wasser mit Milch (Teeblätter werden erst durch Asterix als Kulturbringer eingeführt) trinken. Die Goten (sinnbildlich für Deutschland) erscheinen mit Pickelhaube à la Otto von Bismarck, die Normannen als furchtlose Krieger, die Calvados aus Schädeln trinken. Asterix und Obelix müssten eigentlich auch als Entdecker Amerikas gelten, da sie bereits 1.050 Jahre vor Leif Eriksson dort waren und wieder heil zurückkehrten (Band 22: Die große Überfahrt). Gleichwohl stellen die Asterix-Bücher die Welt zur Zeit des Imperium Romanum mit für dieses Genre erstaunlicher Genauigkeit dar, die aber immer wieder humorvoll durch Anachronismen gebrochen wird. Goscinny erweist sich hierbei als exzellenter Kenner der Antike, ausgestattet mit einem äußerst subtilen Humor. Aber auch seine Erfahrungen mit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg prägen die Grundidee der Asterixgeschichten: Das unbeugsame Dorf symbolisiert die Resistance, das Römische Reich steht für die deutschen Eindringlinge. Nach Goscinnys Tod im Jahr 1977 führte der Zeichner Uderzo die Comicreihe alleine fort. Für viele Asterixkenner ist diese Zäsur deutlich erkennbar. Die Bücher wurden in rund 80 Sprachen übersetzt, darunter auch Latein, Griechisch, Esperanto und Plattdeutsch, hinzu kommen zahlreiche Dialekte, insbesondere in Deutschland. Für die hochdeutsche Übersetzung der Bände war bis Band 29 Gudrun Penndorf verantwortlich, danach Adolf Kabatek und Michael F. Walz. In allen Sprachen wurde auf eine qualitativ hochwertige Übersetzung geachtet. So wurden die unzähligen Wortspiele und subtilen Andeutungen an zeitgeschichtliche Ereignisse nicht einfach aus dem Französischen übersetzt, sondern es wurden in der Zielsprache Neue gebildet, die in dieser Sprache und kulturellem Umfeld Sinn ergeben. Obwohl der Plot immer derselbe ist, lässt die Lektüre der Geschichten in verschiedenen Sprachversionen immer wieder Neues entdecken. Allerdings erfährt auch die deutsche Übersetzung in den jüngsten Bänden, speziell in Band 31 ("Asterix und Latraviata"), mittlerweile scharfe Kritik aufgrund zu plakativer Anlehnungen an das Tagesgeschehen in Deutschland. Regelmäßig werden in den Texten auch lateinische Sprichwörter und Zitate verwendet (z. B. alea iacta est), neu geprägt wurde delirant isti Romani: „Die spinnen, die Römer“. In der italienischen Ausgabe bot sich hierfür ein geniales Wortspiel an: "Sono Pazzi Questi Romani", kurz SPQR. Die lateinischen und französischen Fassungen werden auch gerne im Fremdsprachenunterricht eingesetzt. SPQR Typisch für die Asterix-Comics sind sprechende Namen für viele Nebencharaktere, die von Sprache zu Sprache wechseln, z. B.
- Methusalix (de) = Agecanonix (fr) = Geriatrix (en) = Arthritix (us-en) = Matusalemmix (it)
- Majestix (de) = Abraracourcix (fr) = Vitalstatistix (en) = Macroeconomix (us-en) = Abraracourcix (it)
- Idefix (de) = Idéfix (fr) = Dogmatix (en) = Dogmatix (us-en) = Idefix (it)
- Miraculix (de) = Panoramix (fr) = Getafix (en) = Magigimmix (us-en) = Panoramix (it)
- Troubadix (de) = Assurancetourix (fr) = Cacofonix (en) = Malacoustix (us-en) = Assurancetourix (it)
- Verleihnix (de) = Ordralfabétix (fr) = Unhygienix (en) = Epidemix (us-en) = Ordinalfabetix (it)
- Gutemine (de) = Bonemine (fr) = Impedimenta (en) = Belladona (us-en) = Beniamina (it) Eine deutsche Übersetzung, die sich sehr stark vom Original entfernte, erschien zuerst im Kauka-Verlag. Asterix und Obelix wurden zu den Germanen Siggi und Babarras.

Figuren

Siehe Figuren aus Asterix

Bände

Kurze Inhaltseinführungen


- Asterix der Gallier: Die Römer wollen hinter das Geheimnis der Unbesiegbarkeit der Gallier kommen und entführen darum Miraculix. Doch dieser führt die Römer mit Hilfe von Asterix an der Nase herum. Dieser Band ist eine kompromisslose Einführung in die grundlegenden Handlungs-Pfeiler der Comicreihe, die nur im Detail Stringenz zu weiterentwickelten Alben vermissen lässt.
- Die goldene Sichel: Asterix und Obelix machen sich auf nach Lutetia, um dort eine goldene Sichel zu erwerben. Doch dieses Vorhaben stellt sich als schwieriger heraus als gedacht. Dies ist das erste Abenteuer, das die beiden Gallier in andere Ortschaften führt. Hier werden die Eigenarten von Lutetia, das als antikes Paris dargestellt wird, parodiert.
- Asterix und die Goten: Erneut wird Miraculix zwecks Preisgabe des Zaubertrankrezeptes entführt, doch diesmal von den Goten und von diesen nach Germanien gebracht. Asterix und Obelix nehmen die Verfolgung auf. Die Goten stehen in diesem Band für Deutsche und werden als invasionsfreudig, militaristisch und barbarisch dargestellt.
- Asterix als Gladiator: Troubadix der Barde des Dorfes soll Cäsar zu Ehren den Löwen in Rom vorgeworfen werden. Um ihn zu befreien, lassen sich Asterix und Obelix zu Gladiatoren "ausbilden". Dieser Band behandelt die Freude der Römer an grausamen Zirkusspielen.
- Tour de France: Als Beweis dafür, dass sich das gallische Dorf nicht isolieren lässt, machen Asterix und Obelix eine Tour durch Gallien, wobei sie entsprechende Souvenirs der Ortschaften als Beweis ihrer Etappenziele sammeln. Doch die Römer haben etwas dagegen. Diese Geschichte nimmt das Radrennen Tour de France humoristisch und mit Resistance-naher Darlegung vorweg. Hier begegnet man zum ersten Mal Idefix, dem Hund von Obelix. Er verfolgt die Beiden ab Lutetia, wird jedoch erst bei ihrer Ankunft im Dorf von Obelix bemerkt.
- Asterix und Kleopatra: Um Cäsar zu beweisen, dass das ägyptische Volk immer noch zu großen Taten fähig ist, veranlasst Kleopatra einen Tempelbau binnen drei Monaten. Numerobis, der leidlich fähige Architekt, braucht darum die Hilfe von Miraculix und seines berühmten Zaubertranks. Doch die Pläne wollen nicht nur von den Römern durchkreuzt werden... Hier werden wichtige historische Persönlichkeiten aufgegriffen und der Konflikt zwischen Rom und Ägypten zur Zeit Cäsars stark verharmlosend angedeutet.
- Der Kampf der Häuptlinge: Majestix wird von einem anderen gallischen Häuptling, der mit den Römern verbündet ist, zu einem Zweikampf um die Herrschaft des Dorfes herausgefordert. Unglücklicherweise ist Miraculix just außer Stande, den rettenden Zaubertrank zu brauen. Dieser Band verarbeitet die Erfahrungen der französischen Nation mit Kollaborateuren während der Nazi-Besatzung.
- Asterix bei den Briten: Cäsar hat fast ganz Britannien besetzt. Nur noch ein kleines Dorf leistet Widerstand. Damit dies so bleibt, holt man sich die Hilfe von Asterix, Obelix und dem Zaubertrank. Dieser Band ist eine Parodie auf die Lebensgewohnheiten des englischen Volkes.
- Asterix und die Normannen: Das furchtlose Nordvolk möchte endlich erfahren, was Angst ist. Zu dumm, dass die fast ebenso furchtlosen Gallier kaum geeignete Studienobjekte sind. Doch zum Glück ist gerade Grautvornix zu Besuch, der eigenen Aussagen nach größte Angsthase aller Zeiten. Asterix muss den jungen Lutetier befreien und nebenbei die Normannen vertreiben. Diese Geschichte greift die legendäre Furchtlosigkeit der Nordvölker/Wikinger auf, die aus dem Glauben erwuchs, dass nur im Kampf Gefallene Zugang nach Walhalla erlangen.
- Asterix als Legionär: Asterix und Obelix müssen nach Afrika, um Tragicomix, den Verlobten von Falbala, zu befreien, der wegen des Konfliktes mit Scipio africanus zwangsrekrutiert wurde. Hierzu melden sie sich in der Fremdenlegion und lassen sich zu Legionären "ausbilden". Keine Frage, dass die Römer mit diesen Mustersoldaten ihre liebe Not haben. Hier wird einerseits die in Frankreich übliche Fremdenlegion parodiert als auch implizit multinationale Vereinigungen.
- Asterix und der Arvernerschild: Asterix und Obelix sind im Avernerland und wollen den Römern in die Suppe spucken, indem sie den vermissten Schild des Vercingetorix finden. Dieser Band ist quasi als Versuch anzusehen, den gekränkten französischen Nationalstolz ein Stück weit zu kitten.
- Asterix bei den Olympischen Spielen: Das gallische Dorf will an den Olympischen Spielen in Griechenland teilnehmen. Mit Hilfe des Trankes weiß man sich natürlich erfolgreich. Doch diesmal sind die Gallier zu schnell siegesgewiss... Neben sportiven Großereignissen wird schon das Doping humoristisch aufgegriffen.
- Asterix und der Kupferkessel: Asterix wird aus dem Dorf verbannt, da ihm ein Kessel mit Sesterzen geraubt wurde, der ihm von einem benachbarten Häuptling zwecks "Steuerhinterziehung" anvertraut wurde. Er darf erst zurückkehren, wenn er den Kessel wieder irgendwie mit Sesterzen gefüllt hat. Diese Geschichte ist wie eine typische Theaterdramaturgie aufgebaut.
- Asterix in Spanien: Asterix und Obelix begleiten den kleinen Pepe, den Sohn des Häuptlings eines unbeugsamen Dorfes in Spanien, zurück in seine Heimat, nachdem er zuvor als Geisel entführt worden war. Doch mit den Launen des Kleinen haben sie mehr zu kämpfen als mit den Römern. Erneut ein Band, der vor allem die Kultur einer anderen Nation klischeehaft parodiert.
- Streit um Asterix: Um das gallische Dorf zu schwächen, sät ein römischer Stratege Missgunst, Misstrauen und Neid im Dorf. Erstmals eine Geschichte, die in die psychologische Kriegsführung der Römer zwecks Niederringung des Dorfes einführt.
- Asterix bei den Schweizern: Um einen vergifteten Quästor zu heilen, reisen Asterix und Obelix nach Helvetien, um ein Edelweiß zu finden, das Miraculix für das Antidot braucht. Dieses Album ist wie viele der Reisegeschichten gefüllt mit anachronistischen Anspielungen auf andere Völker (hier die Schweizer). Aber auch die römische Orgien- und Habsucht wird dargestellt.
- Die Trabantenstadt: Der Bau einer römischen Stadt rund um das gallische Dorf soll nach und nach die Identität des Dorfes schwächen. Diese Geschichte ist als Zivilisationskritik zu verstehen.
- Die Lorbeeren des Cäsar: Eine absurde Wette zwischen Majestix und seinem Schwager führt Asterix und Obelix nach Rom, wo sie Cäsars Original-Lorbeerkranz ergattern sollen. Hierzu werden die beiden u.a. Sklaven. Hier findet sich in einem Band eine Parodie auf das antike Rom (Sklavensystem, Gerichtsrhetorik, etc.)
- Der Seher: Mit Hilfe eines betrügerischen Sehers soll der Zusammenhalt der (arg abergläubigen) Dorfgemeinschaft geschwächt werden. Dieses Abenteuer behandelt den archaischen Aberglauben.
- Asterix auf Korsika: Asterix und Obelix begleiten einen entführten Korsen zurück auf seine Inselheimat. Diese Geschichte ist von der französischen Sicht auf ihre etwas widerspenstige Provinz Korsika geprägt.
- Das Geschenk Cäsars: Das Dorf bekommt neue gallische Mitbewohner, die über Umwege an eine Besitzermächtigung von Cäsar selbst gekommen sind. Doch man versteht sich nicht allzu prächtig. Einerseits wird das Entlohnungsystem nach der Legionsdienstzeit aufgegriffen, andererseits erlebt man auch die (harmlose) Fremdenfeindlichkeit des Dorfes.
- Die große Überfahrt: Miraculix hat keinen frischen Fisch mehr für seinen Zaubertrank, darum schickt er Asterix und Obelix zu einer Fischertour. Doch diese erweist sich nicht als ganz so einfach.
- Obelix GmbH & Co.KG: Um die gallischen Dorfbewohner in Dekadenz und Habsucht zu treiben, fördert Rom den Hinkelsteinmarkt. Doch die Gesetze des Marktes sind tückisch... Dieser Band ist eine kompromisslose Parodie auf Marktwirtschaftsgesetze, Marketingstrategien und Konsumverhalten.
- Asterix bei den Belgiern: Dieses Abenteuer führt Majestix, Asterix und Obelix zu den Belgiern, die von Cäsar als die mutigsten Gallier bezeichnet wurden. Diese Herabsetzung kann der Chef des gallischen Dorfes ohne Namen natürlich nicht auf sich sitzen lassen, weshalb er die Belgier zu einem Wettstreit herausfordert.
- Der große Graben: Asterix, Miraculix und Obelix werden von einem heillos zerstrittenen anderen gallischen Dorf zu Hilfe gerufen. Dieser Band vermengt Aspekte von Romeo und Julia sowie der deutschen Teilung.
- Die Odyssee: Miraculix braucht dringend Steinöl, um seinen Zaubertrank brauen zu können. Asterix und Obelix reisen deshalb nach Vorderasien, doch ein römischer Spion hat Wind von den Problemen der Gallier bekommen. Hier finden sich mehrere Anspielungen auf vorderasiatische Staaten sowie eine James-Bond-Parodie.
- Der Sohn des Asterix: Eines Tages findet Asterix ein ausgesetztes Baby vor seinem Haus. Auch einige der Römer sind nicht ganz uninteressiert an dem nicht ganz einfachen Kind.
- Asterix im Morgenland: Asterix und Obelix und vor allem Troubadix zur Hilfe gerufen. Es gilt im fernen Indien durch Troubadix' Sangeskünste die Schleusen des Himmels zu öffnen.
- Asterix und Maestria: In diesem Abenteuer bekommt es Asterix mit der geballten Frauenpower zu tun - ob nun in den eigenen oder in den römischen Reihen... Diese Geschichte verarbeitet die zwischengeschlechtlichen Probleme, die durch eine Gleichberechtigung in radikale Emanzipation entstehen können.
- Obelix auf Kreuzfahrt: Obelix gerät in arge Nöte, als er es endlich gewagt hat, einen ganzen Kessel Zaubertrank zu leeren. Neben einer Spartakus-Karikatur präsentiert dieser Band eine Variante des Atlantis-Mythos.
- Asterix und Latraviata: Eine Schauspielerin - Latraviata - soll als Falbala verkleidet aus dem gallischen Dorf ein wertvolles Schwert und einen Helm zurückholen. Dieses Schwert und den Helm hat Asterix zum Geburtstag bekommen. Bei der Feier sind auch die Mütter von Asterix und Obelix anwesend, welche die beiden Junggesellen endlich unter die Haube bringen wollen. Neben einem Gastauftritt des Pompejus dient dieser Band dazu, das Interesse der Fans an Falbala zu bedienen.
- Gallien in Gefahr: Zwei konkurrierende außerirdische Völker landen in Gallien und wollen an das Geheimnis des Zaubertranks kommen, der von ihnen als letale Waffe bezeichnet wird. Die Römer sind froh, mit dem Zauber nichts zu tun zu haben und die Gallier überzeugen die Außerirdischen, dass diese mit dem Zaubertrank nichts anfangen können. Der Band ist eine Allegorie auf spezielle Comic-Bereiche (die Hauptfiguren der Außerirdischen heißen Tadsylwine und Nagma, das sind Anagramme zu Walt Disney und Manga). Arnold Schwarzenegger hat einen Gastauftritt als eine Mischung aus Superman und dem Terminator.

Weitere Infos


- Alle Bände sind von Albert Uderzo gezeichnet. Bei den Bänden 1-24 stammt der Text von René Goscinny, ab Band 25 sind die Geschichten vom Zeichner Uderzo selber geschrieben. Band 32 enthält eine Sammlung von Kurzgeschichten, die teilweise noch von René Goscinny geschrieben wurden. Er erschien ursprünglich ohne Nummer, wurde jedoch nachträglich in die offizielle Nummerierung integriert.
- Die Bände 2 bis 7 sind in Deutschland u. a. wegen des großen Erfolges des Zeichentrickfilms "Asterix und Kleopatra" in einer anderen Reihenfolge erschienen. Beim Lesen empfiehlt es sich aber, die französische Originalreihenfolge einzuhalten, da sonst einige Chronologiefehler entstehen (z. B. die Treffen mit den Piraten und das Auftauchen von Idefix).
- Am 14. Oktober 2005 ist der derzeit letzte Asterix-Band mit dem Titel "Gallien in Gefahr" erschienen.

Kurzgeschichten

Im Laufe der Jahre entstanden neben den Alben auch diverse Kurzgeschichten. Die meisten davon wurden 2003 in dem Album "Asterix plaudert aus der Schule" nachgedruckt:
- 1963: Obelisc'h (5 Seiten)
Uderzo und Goscinny treffen auf einen Nachfahren von Obelix
- 1966: Der gallische Frühling (2 Seiten)
- 1966: Gallischer Schulanfang (2 Seiten)
- 1967: Neujahr unterm Mistelzweig (2 Seiten)
- 1968: Das Maskottchen (8 Seiten, später neugezeichnet auf 4 Seiten)
- 1969: Verbesserungsvorschläge (3 Seiten)
Es wird gezeigt wie Asterix als Underground-Comic oder im Hippie-Stil aussehen würde
- 1971: Mini, Midi, Maxi (2 Seiten)
- 1973: Latinomanie (1 Seite)
- 1977: Im Jahre 50 v. Chr (3,5 Seiten)
- 1986: Olympiade in Lutetia (4 Seiten)
- 1994: 35 Jahre vor Julius Cäsar (4 Seiten)
Hier wird die Geburt von Asterix und Oberlix erzählt.
- 2003: Kokolorix - der gallische Hahn (5 Seiten) Folgende Asterix-Kurzgeschichten erschienen in diesem Sonderband nicht:
- 1977: Asterix und die Bayern (1,5 Seiten)
Entstand für die Zeitschrift Stern, Ausgabe 2/77. Nachgedruckt im achten Band der Gesamtausgabe.
- 1977: 12 Prüfungen für Asterix (27 Seiten)
Comic-Fassung des Films "Asterix erobert Rom". Von Uderzo nicht mehr für weitere Nachdrucke freigegeben. Die einzige deutsche Veröffentlichung erschien in der Zeitschrift Comixene, Ausgabe 24-29.
- 1985: Die Antiquitätenhändler (4 Seiten)
Die Geschichte wurde von Uderzo nicht mehr für weitere Nachdrucke freigegeben. Die einzige deutsche Veröffentlichung erschien in dem Sonderband "Gallische Geschichten".
- 1989: Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist (Album mit 36 Seiten)
Eine im Kinderbuch-Stil erzählte Geschichte aus der Kindheit von Obelix und der Dorfbevölkerung Außerdem gibt es noch folgende Comics, die als Vorankündigungen zur Erstveröffentlichung in Pilote erschienen
- 1964: Pressekonferenz/Ankündigung für Kampf der Häuptlinge (1 Seite)
Erschien u.a. in "Asterix plaudert aus der Schule"
- 1965: Ankündigung für Asterix bei den Briten (1 Seite)
Veröffentlicht in der Gesamtausgabe
- 1967: Ankündigung für Asterix und der Arvernerschild (1 Seite)
Veröffentlicht in der Gesamtausgabe
- 1970: Ankündigung für Asterix bei den Schweizern (1 Seite)
Veröffentlicht in der Gesamtausgabe, dem Sachbuch "Uderzo - Der weite Weg zu Asterix" und Sonderband "Asterix Was für ein Fest"

Plagiate

Ferner existiert eine kleine Anzahl an Raubdrucken aus der Protestbewegung der 1980er Jahre. In diesen illegal gehandelten Heften wurden Bilder aus verschiedenen Originalausgaben zusammenmontiert und mit einem neuen Text versehen. So will beispielsweise in Asterix und das Atomkraftwerk Julius Cäsar einen Brutus Rapidus an Stelle des gallischen Dorfs bauen. Gegen diese Plagiate ging Uderzo, vertreten durch Günter Freiherr von Gravenreuth, gerichtlich vor und ließ Abmahnungen über einen Streitwert von 50.000 DM an Händler verschicken. Vor der Bundestagswahl 2005 kursierte im Internet die 44-seitige PDF-Datei Asterix und der Kampf ums Kanzleramt die ebenfalls mit (nunmehr computergestützter) Bildmontage und geänderten Texten arbeitet. Mit Majestix als Schrödix (Gerhard Schröder), Maestria als Angela Merktnix (Angela Merkel), Greulix (aus Der große Graben) als Guidefix (Guido Westerwelle), Miraculix als Münteferix (Franz Müntefering), Stellartoix (aus Asterix bei den Belgiern) als Läuftfortwienix (Oskar Lafontaine) und dem ebenfalls in Der großen Graben vorkommenden Grobianix als Bavarix (Edmund Stoiber) persifliert die Geschichte wichtige Akteure des Wahlkampfes und entwirft eine recht groteske Geschichte mit zahlreichen Anspielungen auf die zu der Zeit aktuelle Bundes- und Weltpolitik. In Nebenrollen: Julius Caesar als amerikanischer Präsident Dabbeljus (George W. Bush), der heruntergekommene Legionär Keinentschlus aus Das Geschenk Cäsars als rechter Nationalix sowie die Gurus Schandadh und Daisayah aus Asterix im Morgenland als islamistische Terroristen.

Filmographie

Zeichentrickfilme


- 1967: Asterix der Gallier
- 1968: Asterix und Kleopatra
- 1975: Asterix erobert Rom
- 1985: Sieg über Cäsar
- 1986: Asterix bei den Briten
- 1989: Asterix – Operation Hinkelstein
- 1994: Asterix in Amerika
- 2006: Asterix und die Normannen

Realfilme


- 1999: Asterix und Obelix gegen Cäsar mit Christian Clavier, Gérard Depardieu, Roberto Benigni, Laetitia Casta u. a.
- 2002: Asterix und Obelix: Mission Kleopatra mit Christian Clavier, Gérard Depardieu, Monica Bellucci u. a.
- 2006: Asterix bei den Olympischen Spielen Asterix bei den Olympischen Spielen

Parc Astérix

Im französischen Plailly bei Paris wurde 1989 ein Freizeitpark mit dem Thema und den Figuren aus den Asterix-Comics eröffnet. Der Park besitzt in der französischen Bevölkerung eine große Popularität. Zu den Attraktionen des Parks gehören neben Achterbahnen auch ein Gallierdorf, einige Attraktionen mit Bezug auf die Welt von Asterix sowie die Figuren der Comics.

Juristisches

Asterix und Obelix sind eingetragene Marken des Verlags Les Éditions Albert René (Paris), der die Rechte zumeist erfolgreich durchzusetzen versucht. So wurde beispielsweise der Inhaber des Markennamens "MobiliX" (für "Mobiles Unix") wegen angeblicher Verwechslungsgefahr mit "Obelix" verklagt. Nachdem der Verlag beim Oberlandesgericht München diesen Rechtsstreit gewann, legte der Markeninhaber Beschwerde beim Bundesgerichtshof gegen die Nichtzulassung der Revision ein. Eine ähnliche Klage gegen den Handynamen "Mobilix" von Orange A/S hingegen scheiterte vor dem europäischem Gerichtshof. Mitte der 1980er Jahre verfolgte Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth Asterix-Plagiate, in denen unlizenziert Zeichnungen aus Asterix-Bänden mit neuen Texten in den Sprechblasen versehen wurden, um damit z.B. auf satirische Weise gegen Kernkraft ("Asterix und das Atomkraftwerk"), gegen die Nachrüstung ("Asterix in Bombenstimmung") oder gegen die Startbahn West ("Asterix im Hüttendorf") zu protestieren. So wurden Tauschanzeigen von Comicsammlern durchsucht und Anfragen nach diesen Comics an alternative Buchhandlungen angeschrieben. Anbieter dieser Hefte erhielten Abmahnungen. Auch stellte Gravenreuth im Namen seines Mandanten gegen den Veranstalter des Kölner Comic-Tauschtag Strafantrag, weil ein Teilnehmer dieser Veranstaltung entsprechende Hefte anbot. Außerdem sorgte Gravenreuth dafür, dass diese Hefte seit 1985 im Comic-Preiskatalog nicht mehr mit Sammlerwert aufgeführt werden. Im Jahr 2005 wurde mit Asterix und der Kampf ums Kanzleramt ein weiteres dieser politisierenden Plagiate verbreitet. Diesmal als PDF-Dokument zum Download über das Internet oder zur Verteilung per e-Mail.

Siehe auch


- Karnutenwald

Literatur


- Klaus Schmeh, Der Kultfaktor – Vom Marketing zum Mythos: 42 Erfolgsstorys von Rolex bis Jägermeister, Redline Wirtschaft, Frankfurt 2004 (enthält ein ausführliches Kapitel über Asterix und den dazu gehörenden Kult)
- André Stoll Asterix - Das Trivialepos Frankreichs , dumont kunst-taschenbücher, Köln 1974 (leider nur noch antiquarisch, hervorragende Analyse aller Sprach- und Bildsymbole der ersten Bände)

Weblinks


- http://www.asterix.de deutschsprachige Asterix-Seite der Egmont Ehapa Verlag GmbH
- http://www.asterix-obelix.nl/manylanguages/ – Asterix in verschiedenen Sprachen (englisch)
- http://www.comedix.de/ – Asterix Archiv mit Lexikon
- http://www.asterix-fan.de Asterix-Seite mit zahlreichen Informationen
- http://tuxmobil.de/mobilix_asterix.html – Markenstreit Asterix versus Mobilix
- Kategorie:Comicserie Kategorie:Comicfigur Kategorie:Zeichentrickfilm Kategorie:Filmreihe

Filmkunst

Der Film ist eine Kunstform, die ihren Ausdruck in der Produktion bewegter Bilder findet. In der Regel werden die Bilder mit einem Projektor auf eine Leinwand geworfen oder auf einem Bildschirm erzeugt, von wo aus sie der Betrachter wahrnimmt. Bilder, die die Filmkunst schafft, sind nie real bewegt. Vielmehr entsteht die Illusion einer Bewegung dadurch, dass Einzelbilder (Frames) in schneller Abfolge gezeigt werden. Unterschiede in den Bildern werden aufgrund der Nachbildwirkung auf der Netzhaut des menschlichen Auges ab einer Geschwindigkeit von etwa 12 Bildern pro Sekunde als Bewegung wahrgenommen.

Bedeutungswandel des Begriffs Film

Ursprünglich verstand man unter Film (engl. film, Häutchen) eine dünne Schicht (z.B. einen Ölfilm) oder auch eine dünne Folie. Mit der Erfindung der Fotografie und dem Übergang von der Fotoplatte zu dem flexiblen Träger aus Nitrozellulose für die Fotoemulsion wurde der Begriff Film für dieses Fotomaterial verwendet. Ebenso nannte man Szenen bewegter Bilder auf derartigem Material Film und schließlich wurde die ganze Kunstform als Film bezeichnet. Ableitungen wie filmen, Filmgeschäft oder Filmindustrie sind heute üblich.

Das Wesen der Filmkunst

Die Filmkunst erfordert ein Zusammenwirken verschiedener künstlerischer Fähigkeiten, unter anderem in den Bereichen Dramaturgie, Fotografie (Lichtdesign, Einstellungsgrößen) und Tonkunst. Ein Filmregisseur arbeitet ähnlich wie ein Regisseur am Theater, er leitet ein Filmprojekt in künstlerischer Hinsicht.

Geschichte

Leitartikel: Filmgeschichte Die Filmkunst baut in ihrer Technik grundlegend auf der Fotografie auf. Die eigentliche Filmgeschichte beginnt daher mit der Entdeckung des Stroboskopeffektes, der Tatsache, dass Einzelbilder zu einer Bewegung verschmelzen, wenn sie schnell genug abgespielt werden. Simon Stampfer erhielt 1833 ein Patent auf seine Stroboskopischen Scheiben, Franz Uchatius stellte 1853 ein System zur Bewegtbild-Projektion vor, Eadweard Muybridge (1830 - 1904) entwickelte 1872 die Phasenfotografie, kurz darauf das Zoopraxiskop. Thomas Edison erhielt 1891 ein Patent für sein Kinetoskop. Die dort gezeigten Filme konnten jedoch nur von einer Person betrachtet werden. Den Gebrüdern Lumière (Auguste Lumière, Louis Lumière) gelang es, mit Hilfe einer Projektionsvorrichtung die bewegten Bilder erstmals auf eine Leinwand zu werfen. Am 22. März 1895 stellen sie ihr Cinétoscope de projection der Société d'Encouragement à l'Industrie Nationale in Paris vor. Nach weiteren Verbesserungen an ihrem Gerät, nun Cinématographe Lumière genannt, startet noch im selben Jahr das kommerzielle Kino: Am 28. Dezember 1895 zeigen sie im Salon des Grand Café in Paris mit ihrem Gerät zum ersten Mal gegen Eintrittsgeld einen Film. 1909 wird in Paris der 35-mm-Film mit der Edisonperforation normiert. In der späten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich mit dem Fernsehen der erste elektrisch/elektronische Ableger der bis dahin auf das Medium "Film" angewiesenen Filmkunst. In den 60er Jahren folgte die Videotechnik, die seit den 90ern durch die Entwicklungen in der Digitaltechnik wieder mit der Filmtechnologie zusammenfließt.

Technische Ausprägungsformen

Die Filmkunst tritt in drei großen Ausprägungsformen auf, wobei die Übergänge fließend sind: Hier ist zum einen die klassische Filmkunst, die mit Hilfe fotografischer Verfahren Einzelbilder von Ereignissen in schneller Abfolge auf Filmmaterial ablichtet. Diese Bilder werden durch Projektoren auf eine Leinwand geworfen, wo der Eindruck des bewegten Bildes entsteht. Zum zweiten besteht die Möglichkeit, Bilder durch elektronische Verfahren (siehe auch: Videotechnik) aufzunehmen, dies ist der Bereich des Fernsehens und der Videokunst, die - bedingt durch andere Kameratechnik - auch eine eigene Bildsprache entwickelt haben. Schließlich wäre zu nennen der Trickfilm, insbesondere der Zeichentrickfilm sowie seine aktuelle Fortentwicklung im Computeranimationsfilm, bei denen keine realen Vorgänge als Ganzes abgefilmt werden, sondern die Bilder einzeln durch Zeichnen, Stop-Motion, oder digitale Animation erzeugt werden. Das jüngste Sub-Genre hiervon bilden die Machinima, mittels Computerspielen erstellte Animationsfilme. Seit dem letzten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts verschwimmen aufgrund der rasanten Entwicklung der Digitaltechnologie diese technisch bedingten Unterschiede - insbesondere bei kommerziellen Produktionen - immer mehr. Dabei ist ein Trend zur zunehmenden Digitalisierung der gesamten Herstellungskette zu beobachten: Realbilder werden zunächst vom Filmmaterial ausgehend digitalisiert oder bereits direkt mit hochauflösenden Digitalkameras aufgenommen. Damit kann die technische Produktion des Filmes (Schnitt und Postproduktion) digital ablaufen, insbesondere auch durch künstlich erzeugte Bilder oder Bildteile ergänzt werden. Schließlich eröffnet das Vorliegen eines fertigen Filmes im Digitalformat neue Formen der Vermarktung: So werden für Filme zunehmend zusätzliche Szenen vorgesehen, die nicht im Kino, jedoch auf DVDs zu sehen sind; digitale Streaming-Technologien erlauben über das Internet neue Arten des Verkaufs von Filmen. Für die klassischen Filmtheater wird der digitale Film zwar meist noch auf herkömmliches Filmmaterial umkopiert, doch sind rein optoelektronische Projektionsverfahren bereits in der Erprobung.

Literatur


- James Monaco: Film verstehen: Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Medien; mit einer Einführung in Multimedia, Rowohlt 2000, 699 S., ISBN 3-499-60657-7
- Amos Vogel: Film als subversive Kunst, Rowohlt Taschenbuch, 2000, ISBN 3499606607
- Geoffrey Nowell-Smith (Hrg.): Geschichte des internationalen Films, Stuttgart: Metzler 1998, ISBN 3476015858
- Herbert Gehr: Sound & Vision: Musikvideo und Filmkunst; Ausstellung, Retrospektive, 16. Dezember 1993 - 3. April 1994, Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, 1993, 174 S., ISBN 3-88799-043-9
- Malte Hagener, Michael Töteberg: Film - an international bibliography, Stuttgart [u.a.]: Metzler, 2002, ISBN 3-476-01523-8
- Jörg-Dieter Kogel: Europäische Filmkunst: Regisseure im Porträt, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1990, 207 S., ISBN 3-596-24490-0

Siehe auch


- Artikel zu Filmkunst in der Wikipedia im Portal: Film
- Dokumentationsfilm
- Experimentalfilm
- Filmtheorie
- Videokunst

Weblinks


- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Kultur/Film/ DMOZ-Verzeichnis, Kategorie Film]
- [http://www.35millimeter.de/filmgeschichte/ 35Millimeter - Kompendium Filmgeschichte]
- [http://www.bender-verlag.de/lexikon/ Lexikon der Filmbegriffe]
- [http://kinofilme.by8.de/aktuelle-kinofilme.php Aktuelle Kinofilme] Kategorie:Film ja:映画 ko:영화 simple:Movie th:ภาพยนตร์

Albert Uderzo

Albert Uderzo (gesprochen: ) (
- 25. April 1927 in Fismes bei Reims, Frankreich; Taufname: Alberto Uderzo) ist der Zeichner und Mit-Autor der bekannten Comic-Serie Asterix. Uderzo wuchs als Sohn italienischer Einwanderer auf, die 1934 die französische Staatsbürgerschaft bekamen. Schon im Kindergartenalter zeigte er ausgeprägtes zeichnerisches Talent. Inspiriert von den Figuren Walt Disneys eignete er sich autodidaktisch das Handwerkszeug eines Comic-Zeichners an. Dies schaffte er, obwohl er farbenblind ist. 1951 trafen sich der verhinderte Schreiner Uderzo und René Goscinny, der ebenfalls Comics zeichnete, aber vor allem ein talentierter Geschichtenschreiber war. Goscinny schrieb nun Geschichten, die Uderzo illustrierte. Sie produzierten mehrere Serien zusammen, darunter Umpah-Pah (erschienen 1958–1962 im Tintin-Magazin) und ab 1959 die Zeitschrift Pilote mit ihrem größten Erfolg: Asterix. 1974 gründen Goscinny und Uderzo ihr Filmstudio "idefix" in Paris und produzieren dort "Asterix erobert Rom". Mit dem Tod Goscinnys (1977) wird das Studio geschlossen. Uderzo produziert nun die Asterix-Abenteuer alleine. Im Oktober 1979 gründet er in Paris einen eigenen Verlag: "Editions Albert René". Dort werden seitdem die Asterix-Abenteuer verlegt. 1980 erscheint dort der erste nur von Uderzo erstellte Asterix-Band "Der große Graben". Es zeigte sich jedoch in der Folgezeit, dass ohne die Ideen von Goscinny das hohe Niveau der Asterix-Bände nicht zu halten war. Am 12. Juni 2004 wurde Uderzo auf dem 11. Internationalen Comic-Salon Erlangen der Max-und-Moritz-Preis für sein Lebenswerk verliehen.

Auszeichnungen

Unter den vielen Auszeichnungen, die Uderzo bisher erhalten hat, sind:
- 1969 Chevalier des Arts et des Lettres
- 1970 Ordre national du Mérite
- 1983 Prix du Génie für "Der Sohn des Asterix"
- 1984 Goldene Leinwand für den Film "Asterix erobert Rom"
- 1989 Ritter der Ehrenlegion Frankreichs
- 2004 Max-und-Moritz-Preis

Weblinks


- Uderzo, Albert Uderzo, Albert Uderzo, Albert Uderzo, Albert als:Albert Uderzo

Asterisk (Schriftzeichen)

Das Sternchen ist ein typografisches Zeichen in Form eines fünf- oder sechsstrahligen Sterns:
- . Die englische Bezeichnung Asterisk rührt von dem griechischen Ausdruck für ‚Stern‘ her: „αστήρ“ Es wird für verschiedene Zwecke verwendet: # Es wird häufig als Fußnotenzeichen verwendet. # In vielen Betriebssystemen oder Computerprogrammen wird es als Wildcard verwendet und steht für eine beliebige Zeichenkette. Im ASCII-Code hat es den Dezimalwert 42. # Bei der Eingabe von Passwörtern wird anstelle der eingegebenen Zeichen aus Sicherheitsgründen oftmals nur das Sternchen angezeigt. # Auf Telefontastaturen findet es als Sondertaste Verwendung. # Es wird als Zeichen für die Multiplikation verwendet. Siehe Malzeichen. # In Chats und Diskussionsforen im Internet wird es häufig zur Einklammerung von Inflektiven verwendet. # In der Sprachwissenschaft steht es vor ungrammatischen Wörtern oder Satzkonstruktionen. # In der Philologie steht es vor nicht belegten (rekonstruierten) Wörtern oder Wortformen. # In der Typographie wird es als Abkürzung für geboren verwendet. Siehe Genealogische Zeichen.

Elektronische Datenverarbeitung

In älteren Versionen von Textverarbeitungsprogrammen wie beispielsweise Word für DOS wurde das Sternchen verwendet, um damit den Schriftstil fett zu kennzeichnen: ein in Sternchen eingeschlossenes Wort wurde erst auf dem fertigen Ausdruck fett dargestellt. Aus Kompatibilitätsgründen stellen viele Textverarbeitungsprogramme diese Funktion heute noch zur Verfügung, sie lässt sich in der Regel jedoch deaktivieren. Beispiel: Heute wird in vielen Emailprogrammen und zunehmend auch in den Kommentarfunktionen vieler Weblog-Systeme auf diese Funktion zurückgegriffen.

Asteriske im Unicode

Der Unicode definiert eine Vielzahl an Sternen und sternähnlichen Symbolen: Außerdem existieren eine Reihe von sternförmigen Symbolzeichen (Dingbats), welche in obiger Tabelle nicht aufgeführt sind. Kategorie:Schriftzeichen ja:アスタリスク

Obelix

Dieser Artikel stellt ausgewählte Charaktere der Asterix-Comics von René Goscinny und Albert Uderzo vor: ; Alkoholix : ist Arverner und lebt in Gergovia. Dort verkauft er (wie fast jeder andere in der Stadt auch) Weine und Kohlen. Nach der Niederlage bei Alesia führt er zunächst eine Wirtschaft und gelangte dort in den Besitz des Schildes des Vercingetorix, welchen er kurz danach Majestix schenkte. In „Asterix und der Arvernerschild“ unterstützt er Asterix und Obelix auf ihrer Suche nach dem Schild. In „Asterix auf Korsika“ besucht er das gallische Dorf zum Jahresfest von Gergovia. ; Asterix : ist der Held der Geschichten. Er braucht seinen Zaubertrank nur selten, da er eher durch seine Intelligenz als durch seine Kraft beeindruckt. Gewöhnlich tritt er in Begleitung seines starken Freundes Obelix auf. Der Name Asterix beruht auf einem Wortspiel der Autoren mit dem Wort „Astérisque“ (kleines Sternchen). ; Astronomix : ist Asterix' Vater. Von ihm hat sein Sohn den kleinen Wuchs und seine Cleverness geerbt. Außerdem ist er der beste Freund und spätere Geschäftspartner von Obelix' Vater Obelodalix. ; Automatix : ist der Schmied in dem kleinen Dorf. Er hat des öfteren Meinungsverschiedenheiten mit Troubadix, von dessen Timbre er nicht begeistert ist, und mit Verleihnix, dessen Geschäftsmethoden ihm stinken. Bewährtes Instrument in diesen Fällen ist sein schwerer Schmiedehammer. ; Bockschus, Claudius : ist ein römischer Zenturio und dafür verantwortlich, den von Cäsar entführten spanischen Häuptlingssohn Perikles, genannt Pepe, zu bewachen. Beim Versuch, den von Asterix und Obelix Befreiten erneut zu entführen, gibt er sich als Spanier aus („Arrividerci y Roma“), wird von den Römern verhaftet und landet zusammen mit Asterix in der Arena, wobei der Stierkampf erfunden wird. Da er dabei zwar begnadigt, aber aus der römischen Armee ausgestoßen wird, beschließt er Auerochserero (und nicht Auerochserador, wie viele fälschlich behaupten) zu werden. ; Bravo, Costa Y : ist der Stammeshäuptling des einen Dorfes in Hispanien, das allein dem Eroberer Cäsar die Stirn bietet. Daraufhin lässt Cäsar dessen Sohn Pepe entführen. Sein Sohn hält ihn dennoch für den „stärksten Papa der Welt“. ; Brutus : ist der Adoptivsohn Julius Cäsars, der ihn für einen unsäglichen Nichtsnutz hält. Er ist sehr irritiert von Cäsars ständigen Anspielungen und Vorahnungen... („Auch du, mein Sohn Brutus!“) ; Cäsar, Julius : hat dem Imperium Romanum bereits ganz Gallien einverleibt. „Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf“ sturer Hinterwäldler zieht der römischen Zivilisation seine gallische Barbarei vor und verfolgt ihn bis in seine Alpträume und epileptischen Anfälle. Doch Gaius Julius Cäsar, stets vom Mantel der Geschichte umweht, hat noch manche Strategie für Asterix und seine Freunde in petto. ; Destruktivus, Tullius : ist ein Intrigant, der von Cäsar den Auftrag erhält, Streit ins Dorf der unbeugsamen Gallier zu tragen und so ihren legendären Zusammenhalt zu unterminieren. Diese Strategie, die auch heute noch gerne benutzt wird, führt fast zum Erfolg, bevor Asterix, Obelix und Miraculix Destruktivus mit seinen eigenen Waffen schlagen können. ; Duplikata, der Numide : Chefsklave beim Bau der Trabantenstadt. Asterix Frage nach seiner Zufriedenheit mit dem Sklavendasein beantwortet er mit der weisen Voraussage, die Sklaverei habe keine große Zukunft. ; Egmontix : ist ein menapischer (belgischer) Häuptling, der sich am Wettkampf mit den Galliern im Zerstören von Römerlagern beteiligt. ; Eleonoradus : ist der Chef einer Theatertruppe in Condate, und seiner Zeit weit voraus. Seine Konzeption beruht auf Spontaneität und Improvisation („Jeder auf seinen Platz, auf die markierte Stelle“), ist jedoch aufgrund der mangelnden Präzision und Zuverlässigkeit seiner Schauspieler zum Scheitern verurteilt („Wo ist das empörte Publikum? Wo ist Bassermannus? Du kommst zu spät, Süßer!“). Daraufhin engagiert er Asterix und Obelix, deren Frische und Unverdorbenheit ihm imponieren. Obelix' Beitrag zu der Performance („Die spinnen, die Römer!“) führt zu seinem Folgeengagement an den Zirkus in Rom („Eine einzige Vorstellung, aber was für eine Vorstellung! Mit Löwen! Das wird sehr lebensnah!“) ; Falbala : ist die Tochter eines gewissen Quantaplanckix, studierte in Condate und ist die Angebetete von Obelix. Doch zu seinem und ihrem Pech ist sie mit Tragicomix verlobt. ; Gelatine : ist die Frau von Orthopädix ; Grautvornix : ist der Sohn von Ozeanix, dem in Lutetia wohnenden Bruder von Majestix. Er soll seine Ferien in dem kleinen gallischen Dorf verbringen, da sein Vater sich zu Recht sorgt, er könne verweichlichen. Von den Normannen wird er hochgeschätzt als Fachmann, der die Studienreise nach Gallien zum Thema „Angst“ doch noch zum Erfolg führen könnte. Außerdem ist er einer der ganz wenigen, die die wegweisende Musik von Troubadix voll zu würdigen wissen, und sagt diesem eine große Zukunft in den angesagtesten Katakomben von Lutetia voraus. ; Gutemine : ist die Frau des Häuptlings Majestix und insgeheim die wahre Chefin des Dorfes. ; Homöopatix : ist der Bruder von Gutemine und als Geschäftsmann in Lutetia erfolgreich . Sein Schwager Majestix hat ein etwas gespanntes Verhältnis zu ihm. ; Hydrochloridix, Acidix : ist Spion (Deckname HCL) und hilft den Legionären Asterix und Obelix, im Krieg Cäsars gegen Scipio das Lager Scipios zu finden, in dem Tragicomix vermutet wird. Er liebt exotische Meeresfrüchte. ; Idefix : ist der kleine Hund von Obelix und der wohl einzige vierbeinige Umweltschützer, der vor Trauer jault, wenn Bäume gefällt oder ausgerissen werden. Seinen Namen erhielt er durch einen Wettbewerb unter den französischen Lesern. Der Name verkörpert trefflich den Charakter des kleinen Hundes: Er hat fixe Ideen. Idefix taucht erstmals in "Tour de France" auf, dies ist der 5. Band in der originalen französischen Reihenfolge. Hier sieht er Asterix und Obelix in Lutetia (Paris) und folgt ihnen von da an bis zurück ins Heimatdorf. ; Jellosubmarine : ist die Frau von Verleihnix und streitet sich oft mit Gutemine. ; Kantine : belgische Häuptlingsfrau. ; Keuchhustus, Lucius : Räderfabrikant ; Kleopatra : ist die Königin von Ägypten, die für ihren Jähzorn ebenso gefürchtet wie für ihre süße Nase berühmt ist. Die Gallier lernen sie kennen, als sie dem Architekten Numerobis helfen, ihr einen Palast für Cäsar zu bauen. Danach taucht sie noch mehrfach auf, unter anderem retten die Gallier ihren und Cäsars Sohn, Caesarion, vor den Intrigen seiner Feinde. ; Majestix : ist der Häuptling des Dorfes und wird standesgemäß von zwei Trägern auf einem Schild getragen, welcher vom gallischen Häuptling Vercingetorix stammt und nach der Niederlage der Gallier bei der Schlacht von Alesia auf geheimnisvollen Wegen zu ihm gelangt ist. Er ist sehr stolz und überzeugt, der wichtigste Mann im Dorf zu sein. Seine einzige Sorge ist, dass ihm eines Tages der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Gutemine ist seine Frau. ; Maulaf, Olaf : ist der Häuptling der Normannen. Da die Normannen die Angst, die ja bekanntlich Flügel verleiht, nicht kennen, drängt Maulaf auf eine Studienreise nach Gallien, welche allerdings unter einem schlechten Stern steht, denn die Gallier kennen die Angst auch nicht. Doch Grautvornix, der Neffe von Majestix, hält sich glücklicherweise im gallischen Dorf auf und bezeichnet sich selbst als den größten existierenden Angsthasen. ; Methusalix : ist ein Veteran der Schlachten von Gergovia und Alesia und mit 93 Jahren der Dorfälteste, was ihn aber nicht von Prügeleien mit den Dörflern oder den Römern abhält. Als großer Freund des schwachen Geschlechts ist er mit der (namenlosen) Dorfschönheit verheiratet. ; Miraculix : ist der Druide des Dorfes. Er braut den Zaubertrank, der unbesiegbar macht, so dass sich das Dorf gegen die zahlenmäßige Übermacht der Römer behaupten kann. Außerdem hat er oft den einen oder anderen guten Rat und diverse andere Tränke zur Hand. ; Moralelastix : ist gallischer Häuptling. Laut Majestix ist er „geizig und paktiert aus Gewinnsucht gern mit den Römern“. Er gibt zwar zu, dass er mit den Römern Handel treibt, verweist aber darauf, dass er von ihnen den zweifachen Preis nimmt, den er einem Gallier abverlangen würde. Allerdings verkauft er nur an Römer. Er vertraut Majestix aus Angst vor dem Quästor einen Kupferkessel mit hinterzogenen Sesterzen an, lässt diesen von seinen eigenen Leuten stehlen und versucht, Asterix und die unbeugsamen Gallier dafür haftbar zu machen. ; Nixalsverdrus und Hotelterminus : sind Zenturionen und die Ausbilder von Asterix und Obelix als Legionäre. In dieser Eigenschaft beginnen sie an ihrer Aufgabe zu verzweifeln. ; Numerobis : ist ein ägyptischer Architekt, der im Auftrag Kleopatras einen Palast erbauen soll, damit Kleopatra Cäsar beweisen kann, dass ihr Volk nicht degeneriert ist. Da er aber etwas unfähig ist, bittet er seinen alten Feund Miraculix um Hilfe. Zenturio]] ; Obelix : ist der beste Freund von Asterix. Er ist als Kind in einen Kessel mit Zaubertrank gefallen, der seitdem bei ihm permanent wirkt. Allerdings kann er seine Kraft nur schwer kontrollieren, so dass Türen bereits beim Anklopfen zu Bruch gehen und meterdicke Bäume „aus Versehen“ gefällt werden. Weil er Nebenwirkungen befürchtet, verbietet Miraculix strengstens eine weitere Einnahme, was Obelix als diskriminierend empfindet. Lediglich im Band „Asterix und Kleopatra“ erhält er aus pädagogischen Gründen einige Tropfen. Er ist von der Wirkung jedoch enttäuscht — er spürt keinen Unterschied! Obelix mag: Essen im allgemeinen, gebratenes Wildschwein im besonderen, Römer verprügeln und seinen Hund Idefix für die Jagd abrichten („Ich beginne mit Hinkelsteinen, weil sie nicht so schnell sind wie zum Beispiel Hasen“). Obelix mag nicht: dick genannt zu werden oder nicht erklärt zu bekommen, was gerade geschieht und warum etwas getan oder nicht getan wird. Von Beruf ist Obelix Produzent und Lieferant von Hinkelsteinen. Bei schönen Frauen (wie Falbala) wird Obelix schwach. Der Name des Helden ist aus einer Verballhornung des Wortes Obelisk hergeleitet. Obwohl nicht eigentlich die Hauptperson, ist Obelix dennoch die beliebteste Figur bei Asterix - nicht zuletzt, weil sie einfach nur menschlich ist. In jedem von uns steckt wohl ein kleiner Obelix. ; Orthopädix : ist von Beruf Gastwirt und hat eine Frau namens Gelatine sowie eine Tochter namens Zechine. Ursprünglich lebt er in Lutetia, verlässt dieses aber (wahrscheinlich wegen der unausstehlichen Familie seiner Frau) und eröffnet eine Wirtschaft in Arausio, am Rande der Römerstraße VII. Dort gelangt er für eine Mahlzeit und etwas Wein in den „Besitz“ des gallischen Dorfes. Als seine Besitzansprüche am Widerstand der Gallier scheitern, eröffnet er eine Wirtschaft im Dorf, neben dem Stand von Verleihnix. Dies führt schließlich dazu, dass er Majestix den Anspruch auf den Häuptlingstitel streitig macht, was beinahe in einer Katastrophe für das Dorf endet, als der Druide sich weigert, weiterhin Zaubertrank herzustellen. Am Ende von „Das Geschenk Cäsars“ verlässt Orthopädix das Dorf und kehrt nach Lutetia zurück. ; Osolemirnix : ist ein korsischer Häuptling, der zu Beginn von „Asterix auf Korsika“ in Gefangenschaft der Römer gerät, dann allerdings von den Galliern befreit wird und zusammen mit Asterix und Obelix in seine Heimat zurückkehrt, um ihnen den korsischen Umgang mit den Römern zu demonstrieren. Wie alle anderen Korsen auch ist Osolemirnix reserviert, wortkarg, gastfreundlich, heimatverbunden und leicht beleidigt. Aus irgendeinem Grund scheint er Obelix in sein Herz geschlossen zu haben. ; Ozeanix : ist der Bruder von Majestix. ; Praline : ist die Mutter von Asterix. ; Processus : ist ein römischer Legionär, der im Hauptquartier der Legion in Condate in der Textverarbeitung tätig ist. Er hilft Asterix, den zwangsrekrutierten Tragicomix („Tragicomix... mit T wie Timeo Danaos et dona ferentes?“) aufzuspüren. ; Die Piraten : sind immer wieder bedauernswerte Opfer der Reisen von Asterix und Obelix. Die verschiedenen Versuche, die römischen, ägyptischen oder phönizischen Galeeren zu überfallen, auf denen die beiden Helden unterwegs sind, enden meist damit, dass das Schiff der Piraten versenkt wird. Aus Furcht vor Asterix und Obelix versenken sich die Piraten manchmal schon selbst, meist meiden sie inzwischen die gallischen Gewässer - was ihnen allerdings kaum etwas nützt. Der rotbärtige Piratenkapitän, der ewig lateinische Sprüche klopfende ältere Pirat mit dem Holzbein und der schwarze, den kreolischen Akzent pflegende Pirat im Ausguck sind Karikaturen der in Frankreich sehr beliebten Comic-Serie Der rote Korsar. ; Quadratus : ist ein römischer Architekt, der nicht nur zahlreiche "insulae" erbaut hat, von denen viele nicht eingestürzt sind, sondern ist auch der Erfinder des "Fahr-rein"-Zirkus und des Kauf-domus. Aus diesem Grund wird er von Cäsar beauftragt, die Trabantenstadt zu erbauen und damit das Dorf der widerspenstigen Gallier zu assimilieren. ; Raclettus, Feistus : ist Statthalter von Geneva und wie sein Freund Agrippus Virus ein Orgien-Fan. Durch ihn erfahren wir mehr über Fondue-Spiele zur Zeit der Römer: Wer zum dritten Mal sein Brot verliert, wird mit einem Gewicht an den Füßen in den Genfer See geworfen, ein Grund für die außerordentliche Gewässerbelastung jener Zeit. ; Raffcus, Gaius : ist Handlanger und Bote von Agrippus Virus, dem Statthalter von Condate. Wie sein Arbeitgeber ist er ein großer Freund von Orgien: Er liebt in Auerochsfett gebratene Schweinskaldaunen mit Honig, steht Bärenblutwurst aber wegen ihrer schlechten Verdaulichkeit skeptisch gegenüber. ; Rohrpostix : ist der Postbote des Dorfes. Durch ihn erfahren wir mehr über das gallische Postwesen: Hinkelsteine mussten als Einschreiben geschickt werden, da sie sonst beim Sortieren verloren gehen konnten. ; Salamix : ist ein Korse, der von einem Kastanienbaum direkt auf den Kopf fiel und dadurch mehr und mehr verblödete. Schließlich meldete er sich zur römischen Armee und galt dort als Inbegriff der Blödheit, während er von seinen Landleuten als Abtrünniger verachtet wurde. Laut den korsischen Großvätern hätte man einen Esel mit reifen Feigen totwerfen können, bevor Salamix etwas kapiert hätte. Bei der finalen Schlacht in „Asterix auf Korsika“ wird er von Asterix geschlagen und landet wiederum auf dem Kopf, wodurch er seine alte Persönlichkeit wiedererlangt. ; Sanktlouisblus : römischer Legionär, der Öl zu Verteidigungszwecken zum Sieden bringt und beim Anblick des Belgiers Stellartoix umfällt wie ein Sack Kartoffeln, eine inspirierende Kombination. ; Stellartoix : ist ein belgischer Häuptling, der mit Majestix um Cäsars Bemerkung streitet, nach der die Belgier die tapfersten Gallier seien. In ihrem Wettkampf soll Cäsar der Schiedsrichter sein. Stellartoix kommt erstmals auf die Idee, Kartoffeln zu frittieren. ; Studicus : ist der mit einiger Sicherheit einzige Legionär der römischen Armee, der sich freiwillig nach Korsika gemeldet hat. Davon versprach sich der ehrgeizige Soldat bessere Beförderungsmöglichkeiten. Leider ist das einzige, was er erreicht, dass er regelmäßig mit dem verrückten Salamix verglichen wird – und zwar sowohl von Römern als auch von Korsen. ; Taubenus : Meisterschüler der psychologischen Kriegsführung ; Technokratus : ist Absolvent der FAZ (Freigelassenenschule für angewandte Zeitkritik). Seine Idee ist es, nach vielen vergeblichen Versuchen, die unbeugsamen Gallier militärisch zu besiegen, es mit den Verlockungen des Reichtums zu probieren. Er betätigt sich deshalb als Hinkelsteinaufkäufer. Zunächst gelingt sein Plan, nach Obelix steigen auch fast alle anderen Dorfbewohner in das Hinkelsteingeschäft ein. Die durch die Aufkäufe ausgelöste Hinkelsteinschwemme löst aber in Rom eine Wirtschaftskrise aus, und sehr bald ist in Gallien alles wieder wie früher. ; Teefax : ist der Cousin von Asterix, der diesen nach Britannien holt, um den Römern widerstehen zu können. Dabei kommt auch der Tee nach England, wo vorher nur heißes Wasser (mit einem Tropfen Milch) getrunken wurde. Teefax darf nicht zu sehr geschüttelt werden, selbst wenn er darum bittet! ; Tennisplatzis : ägyptischer Kamerad von Asterix als Legionär, der die Legion für ein Feriencamp hält ; Tragicomix : ist der Verlobte von Falbala und als solcher Nebenbuhler von Obelix. Wird zwangsweise als Legionär eingezogen und muss von Asterix und Obelix gerettet werden. Obelix bezeichnet ihn als Schönling. ; Troubadix : ist ein Barde und hält sich selbst für ein musikalisches Genie. Diese Meinung wird im Dorf allerdings nicht geteilt, vielmehr bezahlt er Ankündigungen musikalischer Darbietungen oft mit nicht nur angedrohter körperlicher Gewalt und verbringt fast jedes Fest an den Baum gefesselt. In der französischen Originalausgabe heißt der Barde „Assurancetourix“, ein Wortspiel mit dem Ausdruck „assurance tous risques“ (Vollkaskoversicherung). Gleichwohl zeigt er sich im Kampf gegen die Römer mit seinen Freunden und Nachbarn solidarisch. Er tritt als freundlicher, niemals nachtragender Bewohner des Dorfes auf, der sich auf diese Weise auch großen Respekt verdient. In „Asterix als Gladiator“ wird er als „originelles“ Geschenk für Cäsar entführt und muss von Asterix und Obelix befreit werden. Seine musikalischen Darbietungen während der Schiffspassage werden von den Rudersklaven nicht goutiert: „Wir wollen lieber die Peitsche!“ Nur ein einziges Mal ersingt er sich die uneingeschränkte Zuneigung der Dorfbewohner, als er nämlich mit seinem Gesang den Normannen zeigt, was wirkliche Angst bedeutet. Als die Römer vor den Toren des Dorfes eine Trabantenstadt bauen, um die Dorfgemeinschaft zu zerstören, schickt Asterix Troubadix als Mieter in die Römersiedlung, wo er „sich endlich unter kultivierten Leuten seiner Kunst widmen“ kann. Am nächsten Tag wohnt er allein in dem riesigen römischen Mietshaus. Neben Miraculix ist er der einzige im Dorf, der auch Kinder unterrichten darf (s. Asterix und Maestria). ; Vaseline : ist im Comic-Band Der Sohn des Asterix das Pseudonym von Primus Cactus, der als Amme im Dorf der Gallier nach dem Sohn Asterix' Ausschau hält. ; Verleihnix : ist Fischhändler und lässt sich, obwohl das Dorf direkt am Meer liegt, nur von den besten Sortimentern aus Lutetia beliefern, was oft zu Diskussionen, auch handgreiflichen, über die Frische seiner Ware führt („Mein Fisch stinkt nicht!“) ; Virus, Agrippus : ist Statthalter von Condate und für seine Orgien berühmt, die er sich vom großen Fellinius inszenieren lässt. Er vergiftet den Quästor Claudius Incorruptus, als dieser ihn bei einer Orgie überrascht, um eine Steuerprüfung vorzunehmen. Miraculix, Asterix und Obelix können Incorruptus jedoch mit Hilfe eines helvetischen Edelweißes heilen. ; Vreneli : ist Schweizer Bankier. Er versteckt die von den Römern gesuchten Asterix und Obelix in einem seiner Safes, wird aber in der Folge traumatisiert im Zusammenhang mit der Öffnung besagten Safes von innen (Obelix: „Es ist unangenehm, wenn man einen Safe hat und nichts zu essen“), was ihn zu dem verständlichen Ausruf bewegt: „Ich will, dass es still bleibt um meine Konten!“ ; Völligbaf : ist ein normannischer Krieger unter dem Kommando des Olaf Maulaf. Sein Name gibt zu Verwechslungen Anlass : „Ein Schlag mit der Keule, und er war völlig baff!" – „Hier!" – „Aber nein, Völligbaf, dich hat niemand gerufen!" ; Zechine : ist die Tochter von Orthopädix.

Weblinks


- http://www.comedix.de Asterix

Gallien

Als Gallia (Gallien) bezeichneten die Römer den geographischen Raum, der überwiegend von Kelten (lat. Galli) besiedelt war.

Geographische Lage

Kelten) unterteilt in Gallia Belgica, Gallia Celtica, Aquitania, Gallia Narbonensis (römische Provinz) und Gallia cisalpina]] In modernen geographischen Begriffen gesprochen entspricht dies im wesentlichen dem heutigen Frankreich, Belgien und Norditalien, also dem Gebiet zwischen dem Rhein im Osten, den Alpen und dem Mittelmeer im Süden, den Pyrenäen und dem Atlantik im Westen und Norden. Die Poebene gehörte nach antiker Auffassung nicht zu Italien, sondern zu Gallien (lat. Gallia cisalpina, Gallien dieseits der Alpen). Zur Unterscheidung bezeichnete man das Gebiet jenseits der Alpen, das man heute Gallien nennen würde, als Gallia transalpina.

Geschichte

Kelten

Vor der keltischen Besiedlung sind mehrere Kulturen archäologisch belegt, von denen die Völker der Megalithkultur wohl die bekannteste Gruppe darstellen. Seit etwa 700 v. Chr. oder 600 v. Chr. wurde Gallien von keltischen Volksgruppen besiedelt, die das Gallische, eine keltische Sprache, in diesem Gebiet einführten. Die nichtkeltischen Stämme der Iberer nördlich der Pyrenäen und der Ligurer am Mittelmeer blieben dabei vorerst eigenständig. Etwa im Jahre 600 v. Chr. gründeten Ionische Griechen an der Mündung der Rhône die Stadt Massilia (heute Marseille). Massilia entwickelte sich zu einer bestimmenden Stadt in der Region. Das Gebiet in der Poebene, das von den keltischen Stämmen der Cenomanen, Insubrer und Boier besiedelt wurde, kamen etwa 200 v. Chr. unter römische Herrschaft. Das Gebiet wurde zur römischen Provinz Gallia cisalpina.

Römische Eroberung

Ab 125 v. Chr. begannen die Römer mit der Eroberung der Mittelmeerküste sowie des Rhônetals. 122 v. Chr. gründeten die Römer die Stadt Aquae Sextiae (Aix-en-Provence). 121 v. Chr. errichteten die Römer die Provinz Gallia Narbonensis (die heutige Provence) mit dem wenig später (118 v. Chr.) gegründeten Verwaltungszentrum Narbo. 113 v. Chr. begann der Einfall der germanischen Kimbern und Teutonen in das heutige Südfrankreich und Oberitalien. Im Jahr 105 v. Chr. wurden diese Stämme jedoch durch zwei römische Heere an der Rhône zurückgeschlagen. Im Jahr 102 v. Chr. besiegte der römische Feldherr Gaius Marius die Teutonen bei Aquae Sextiae. 101 v. Chr. siegte Marius in Oberitalien nahe dem Ort Vercellae (Vercelli) auch über die Kimbern. In den Jahren 58 - 51 v. Chr. wurde Gallien von Julius Cäsar erobert. Cäsar berichtete über diesen Krieg in seinem Buch De bello gallico - Der Gallische Krieg.

Romanisierung

De bello gallico - Der Gallische Krieg, Lugdunensis und Belgica zur Zeit von Kaiser Augustus]] Im Zug der folgenden Romanisierung wurde eine römische Zivilverwaltung eingesetzt. Als Amtssprache wird das Lateinische verwendet. Dieses entwickelt sich, parallel zu den anderen nicht-italienischen Provinzen unter Einfluss der einheimischen Sprache (hier also des Gallischen) zum Vulgärlatein, das die hauptsächliche Sprachgrundlage des späteren Französischen bildet. Es entsteht eine gallo-römische Mischkultur. Insbesondere in Nîmes und Arles finden sich noch heute römische Bauten der Periode. Den in diesen Provinzen lebenden keltischen Stämmen wurde unter Julius Cäsar etwa 50 v. Chr. die römische Staatsbürgerschaft gewährt. Andere Quellen datieren die Gewährung auf 69 n. Chr. In der Amtszeit von Kaiser Augustus (30 v. Chr.-14 n. Chr.) wurde Gallien in die Provinzen Narbonensis, Aquitania, Lugdunensis und Belgica unterteilt. Unter Domitian entstanden aus dem germanischen Militärsprengel Germania Superior und Germania Inferior. Ende des 2. Jahrhunderts setzte in Gallien die Christianisierung ein. Um 300 wurden zahlreiche Festungsanlagen modernisiert. In Lutetia (Paris) residierten zeitweilig einige der römischen Kaiser. Die Völkerwanderung, die am Ende des 4. Jahrhunderts einsetzte, beendete für Gallien eine lange Zeit des Wohlstandes und Friedens als Teil des römischen Reiches. Im Verlauf der Völkerwanderung drangen Germanische Stämme (Vandalen, Alamannen, Westgoten, Burgunder, Franken) nach Gallien ein. Im 5. Jahrhundert etablierten die Franken, Burgunder und Westgoten ihre Reiche in Gallien. Damit ging in der ausgehenden Spätantike auch die Gallo-römische Kultur langsam zugrunde.

Siehe auch


- Gallo-römische Kultur
- Gallorömer
- Römisches Reich
- Spätantike
- Portal und Themenliste Rom

Weblinks


- http://www.areion.org/areiononline/frankreichc.html Chronik von Frankreich Kategorie:Römische Provinz als:Gallische Sprache ja:ガリア ko:갈리아

Gaius Julius Caesar

C. (Gaius) Iulius Caesar (eingedeutscht: Julius Cäsar;
- 13. Juli 100 v. Chr. in Rom; † (ermordet) 15. März 44 v. Chr. in Rom) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor. Er eroberte Gallien und führte im anschließenden Bürgerkrieg das Ende der Republik herbei, indem er sich zum Alleinherrscher ausrief. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Name wurde zum Titel aller nachfolgenden Herrscher (Caesaren) des römischen Kaiserreichs und in entlehnter Form (Kaiser, Zar) zum Titel der Herrscher im Heiligen Römischen Reich und des Bulgarischen sowie des Russischen Reiches. Caesar war auch der Titel für einen Mitherrscher in der römischen Spätantike und im Byzantinischen Reich.

Leben

Herkunft

C. Iulius Caesar entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier (gens Iulia), das seine Wurzeln auf Askanius-Iulus, den Sohn des trojanischen Adligen Aeneas, zurückführte, welcher der Sage nach Sohn der Göttin Venus war. Auf dem Gipfel seiner Macht, im Jahre 45 v. Chr., ließ Caesar zu Ehren der Venus einen Tempel errichten, um seine Verbindung zu dieser Göttin hervorzuheben. Caesars Familie war nicht reich, gemessen am Standard des römischen Adels, und nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der Frühzeit der römischen Republik im 5. Jahrhundert v. Chr. findet sich in den Konsularlisten, deren Authentizität in der Forschung umstritten ist, häufiger der Name „Iulius“. 451 v. Chr. war ein Gaius Iulius Iullus Mitglied der Decemviri, die den Staat grundlegend umgestalten sollten. Für die folgenden Jahrhunderte sind nur zwei iulische Konsuln, für die Jahre 267 und 157 v. Chr., nachgewiesen. Caesars Vater war 92 v. Chr. Prätor. Einige Verwandte waren Konsuln und Censoren. Caesars Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse waren vorbestimmend für seine Parteinahme in der Zeit der Bürgerkriege. So war sein Onkel der Feldherr Marius, der die Kimbern und Teutonen besiegte und als mehrmaliger Konsul die politische Gruppe der populares (Popularen) im römischen Senat anführte.

Erste Schritte in die Politik

Caesar heiratete 84 v. Chr. Cornelia, die Tochter des Konsuls Lucius Cornelius Cinna, der ebenfalls zu der politischen Gruppe der populares gehörte. Im selben Jahr wurde er auch zum flamen Dialis, dem Oberpriester des Jupiter, bestimmt. Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktatur Sullas, der die konservative Gruppe der optimates vertrat. Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia, doch dieser widersetzte sich und verließ Rom. Auf die Bitte einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt, kehrte aber nicht nach Rom zurück. Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab des Marcus Minucius Thermus, der sullanischer Propraetor und Statthalter der Provinz Asia war. Bei der Belagerung der Stadt Mytilene auf der Insel Lesbos wurde Caesar mit der corona civica („Bürgerkrone“) ausgezeichnet, die demjenigen verliehen wurde, der einem römischen Mitbürger in der Schlacht das Leben gerettet hatte. Um die Belagerung voranzutreiben, wurde Caesar in diplomatischer Mission zu König Nikomedes IV. von Bithynien geschickt. Erst nach dem Tod Sullas im Jahre 78 v. Chr. wagte Caesar es, nach Rom zurückzukehren und seine politische Karriere weiterzuverfolgen. Er begann, wie damals üblich, als öffentlicher Ankläger und Mitglied der vigintisexviri, der untergeordneten Magistratsbeamten der Republik. Als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozess gegen Cn. Cornelius Dolabella (Konsul 81 v. Chr.), einen Anhänger Sullas, große Aufmerksamkeit und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner. Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen, entschloss sich Caesar, Rom erneut zu verlassen. Ungewöhnlich war, dass er sich nicht zu einer militärischen Mission meldete, um sich als Offizier einen Namen zu machen, sondern eine Studienreise nach Rhodos unternahm, wo er bei dem Rhetor Molon seine Redekunst verbessern wollte. Auf dem Weg nach Rhodos geriet Caesar in die Gefangenschaft von Piraten. Angeblich habe er diese aufgefordert, ein höheres Lösegeld für ihn zu fordern, da er weitaus mehr wert sei (so bei Plut. Caes. 2, wonach Caesar die geforderte Summe von 20 Talenten auf 50 Talente erhöht habe; Suet. Caes. 4 berichtet hingegen, dass Caesar zur Zahlung der geforderten Summe von 50 Talenten bereit war). Nach seiner Freilassung organisierte er aber eine private Seestreitmacht, fing die Piraten und ließ sie kreuzigen.

Caesars Aufstieg

Anfang des Jahres 73 v. Chr. wurde Caesar an Stelle seines verstorbenen Verwandten Gaius Aurelius Cotta ins Priesterkollegium der pontifices gewählt. 69 v. Chr. bekleidete er schließlich die Quaestur, die unterste Stufe der politisch bedeutenden Ämter der Römischen Republik. Als Caesars erste Frau Cornelia 68 v. Chr. starb, heiratete er Pompeia, eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Chr. wurde er zum kurulischen Ädil gewählt; 63 v. Chr. erlangte er das bedeutende Amt des Pontifex maximus, des Oberpriesters. Während der Catilinarischen Verschwörung 63 v. Chr. entging Caesar einer Verurteilung: Obwohl er früher mit Catilina zusammengearbeitet hatte, konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. Insgesamt bleibt Caesars Rolle in dieser Verschwörung unklar, was auf die unbefriedigende Quellenlage zurückzuführen ist (vgl. v. a. Sallusts Darstellung in der Coniuratio Catilinae, in der die schon eine Generation nach den Ereignissen ganz offensichtliche Verwirrung der Ereigniszusammenhänge und Vertuschung der Beteiligung prominenter Politiker durchaus deutlich wird). Im Jahr 62 v. Chr. wurde er zum Praetor gewählt. Im selben Jahr führte der „Bona-Dea-Skandal“ zur Scheidung von Pompeia.

Statthalter in Spanien, Triumvir und Konsul

Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war die Statthalterschaft (Proprätur) in Spanien. Seine aggressive Kriegsführung gegen die Iberer festigte seinen Ruf als fähiger Stratege und diente ihm zur Sanierung seiner hochverschuldeten Finanzen. Damit besaß er die notwendige Voraussetzung für die Bewerbung um das höchste Staatsamt, das Konsulat. Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen, Konsul zu werden. Daher ging er mit Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus eine strategische Partnerschaft ein. Alle drei wollten ihre jeweiligen Einflussmöglichkeiten koordinieren: Die von den römischen Geschichtsschreibern als Erstes Triumvirat („Dreimännerherrschaft“), von dem Gelehrten Varro dagegen als „dreiköpfiges Monster“ bezeichnete Allianz brachte Geld (Crassus war der reichste Mann Roms), Militär (Pompeius war der erfolgreichste General) und politischen Einfluss (Caesars politische Bekanntheit und Energie) zusammen. Zur Bekräftigung des Bündnisses heiratete Pompeius Caesars Tochter Julia. Das Triumvirat konnte die Wahl Caesars zum Konsul des Jahres 59 v. Chr. durchsetzen. Seine Amtsführung war im Senat umstritten; eine Strafverfolgung nach Ende seines Konsulats wurde aber durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit Caesars als Prokonsul in Illyrien und in Gallien (Cis- und Transalpina) verhindert. Vor seinem Amtsantritt heiratete er Calpurnia.

Prokonsul in Gallien

Das Prokonsulat in Gallien bedeutete einen wichtigen Machtgewinn für Caesar. Als Prokonsul konnte er Heere aufstellen, und obwohl dies nicht zu seinen Pflichten gehörte, begann er seine Eroberungsfeldzüge in Gallien. Die Verlängerung des Triumvirats 56 v. Chr. in Ravenna und Lucca erreichte das gemeinsame Konsulat Crassus’ und Pompeius’ für das Jahr 55 v. Chr. sowie die Verlängerung von Caesars Prokonsulat um weitere fünf Jahre. So konnte er insgesamt 10 Jahre (58 v. Chr.49 v. Chr.) in Gallien bleiben und die Eroberung des ganzen freien Keltenlandes bis zum Rhein abschließen. Hierbei nutzte Caesar die Zerstrittenheit der gallischen Stämme untereinander aus, die sich nur selten gegen einen gemeinsamen Gegner zusammentaten. Viele Stämme riefen ihn sogar gegen andere Stämme zu Hilfe, wobei sie als Resultat häufig selbst vom ambitionierten Prokonsul erobert wurden. Für Aufsehen sorgten Caesars zwei Rheinüberquerungen nach Germanien und zwei Überfahrten nach Britannien: Als erster römischer Feldherr führte Caesar Militärexpeditionen in diese den Römern weitgehend unbekannten Regionen durch, verzichtete jedoch auf eine dauerhafte Eroberung Germaniens und Britanniens. Insbesondere die Beschränkung der römischen Okkupationen durch die Rheingrenze und der Verzicht auf die Eroberung des rechtsrheinischen Germaniens war eine für die weitere europäische Geschichte ungemein bedeutende machtpolitische Entscheidung Caesars. Man schätzt, dass in den Gallischen Kriegen Caesars eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million Menschen versklavt wurde. Caesar berichtete in den Commentarii de bello Gallico selbst über seine Zeit in Gallien. Die Schrift schildert viele interessante Details aus dem besetzten Land, diente aber vor allem der Rechtfertigung seiner Feldzüge. Zudem stellte Caesar erstmalig Gallier und Germanen als zwei verschiedene Völkerschaften heraus und charakterisierte sie einzeln, wobei er als Grenze zwischen beiden Völkerschaften im Wesentlichen den Rhein ansah. Zuvor galten die Germanen noch als ein keltischer Teilstamm. In Vercingetorix, dem Fürsten der Arverner, erwuchs Caesar ein gefährlicher und ihm militärisch ebenbürtiger Gegner. Erst in der Schlacht bei Alesia im Jahr 52 v. Chr. wurde der gallische Widerstand endgültig gebrochen. Vercingetorix, der sich Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte, wurde die erbetene Gnade nicht gewährt: er wurde sechs Jahre später, nach Caesars Triumphzug 46 v. Chr., in Rom hingerichtet. Die gewaltige Kriegsbeute und die Tribute der Unterworfenen wurden von Caesar zur Finanzierung seiner Armee und für den politischen Machtkampf in Rom benützt.

Bürgerkrieg

Im Jahr 53 v. Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen. Gleichzeitig hatte sich Pompeius dem Senat angenähert, da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mächtig geworden war. Das erste Triumvirat existierte nicht mehr. Caesar hatte am Ende seines Prokonsulats keine politische Basis mehr in Rom und musste fürchten, vom Senat, der auf die militärische Macht und Fähigkeit des Pompeius setzte, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wie Caesar selbst zugab, schritt er, allein um seine dignitas, seine Würde, zu wahren, zum Staatsstreich. Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats Militär nach Italien zu bringen, überquerte er am 10. Januar 49 v. Chr. mit einer Legion von 5.000 Mann den Grenzfluss Rubikon. Bei dieser Gelegenheit soll Caesar den berühmten Ausspruch alea iacta est („der Würfel ist gefallen“) von sich gegeben haben (vgl. Suet. Caes. 32). Vermutlich hat jedoch der gebildete Caesar diesen Ausspruch auf Griechisch getan, es handelt sich nämlich um ein auf den griechischen Komödiendichter Menander zurückgehendes Sprichwort (anerriphtho kybos – „Hoch sei der Würfel geworfen!“) – der dann auch durchaus anders zu interpretieren wäre. Ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, erreichte Caesar Rom; Pompeius und große Teile des Senats flohen nach Griechenland. Im Jahre 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt und zog daraufhin gegen Pompeius, den er in der Schlacht bei Pharsalos in Griechenland schlug. Pompeius floh nach Ägypten, wo er auf Befehl des Königs Ptolemaios XIII. ermordet wurde. Caesar folgte Pompeius und begegnete in Alexandria der jungen Königin Kleopatra, Ptolemaios' Schwester und Mitregentin. Dies war der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch für viel Unruhe sorgen sollte. Es folgen noch zwei Feldzüge: In der Entscheidungsschlacht im Afrikanischen Krieg besiegte Caesar am 6. April 46 v. Chr. bei Thapsus in Nordafrika republikanische Senatstruppen unter Metellus Scipio und Cato dem Jüngeren. Im Hispanischen Krieg fiel die Entscheidung im Jahr 45 v. Chr. in der Schlacht bei Munda gegen die Söhne des Pompeius.

Diktatur

Bereits vor dem endgültigen Erlangen der Alleinherrschaft in Rom entfaltete Caesar eine umfangreiche Gesetzestätigkeit (Leges Iuliae), um das römische Staatswesen grundlegend zu reformieren. Er plante eine Kodifizierung und Überarbeitung der Gesetze, die Anlage einer umfangreichen Bibliothek und die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe. Zudem führte er mit dem nach ihm benannten julianischen Kalender einen verbesserten Kalender ein. Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf 10 Jahre ernennen lassen. Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zum dictator perpetuus (Diktator auf Lebenszeit), ernannt. Insbesondere dieser letzte, nicht verfassungskonforme Titel erweckte den Verdacht, dass Caesar nach der Königswürde greifen wolle. Die Frage, ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur begnügen wollte, beschäftigt die Historiker bis heute. Sicher ist, dass seine Stellung königsgleich war, er aber keinen Weg fand, mit Zustimmung der Römer die Monarchie einzuführen. Wie um den toten Punkt zu überwinden, mutet seine Entscheidung zu einem großen Feldzug nach Osten an, auf dem die Parther unterworfen werden sollten. Inzwischen hatte sich im Senat eine Verschwörergruppe gegen Caesar gebildet. Parther

Tod

Caesar wurde an den Iden des März (15. März) 44 v. Chr. von den Verschwörern um Marcus Iunius Brutus während einer Senatssitzung erstochen. Dabei soll Caesar auf Griechisch seine berühmten letzten Worte an Brutus, dem er trotz aller politischen Unterschiede eine Art väterlicher Freund gewesen war, gerichtet haben: καὶ σὺ τέκνον (kaì sy téknon, „Auch Du, mein Sohn“). Tatsächlich waren aber seine Verletzungen durch zahlreiche Dolchstiche vermutlich so schwer, dass er überhaupt nichts mehr sagen konnte (vgl. Suet. Caes. 82, der beide Versionen liefert). (Das geläufigere "Et tu, Brute?" ("Auch Du, (oh) Brutus?") findet sich übrigens erst bei Shakespeare.) Cicero, politisch ein Gegner Caesars, aber an der Verschwörung nicht beteiligt, war Zeuge der Tat und schrieb später in einem Brief an seinen Freund Atticus, dies sei das gerechte Ende eines Tyrannen gewesen (vgl. Cic. Att. 14,4). Den Mord an Caesar bezeichnet man darum auch als Tyrannenmord.

Nach Caesar

Dem Tod Caesars folgten weitere Bürgerkriege, die bis zum Jahr 31 v. Chr. dauern sollten. Zunächst besiegten Marcus Antonius (Caesars Mitkonsul 44 v. Chr.) und Caesars Großneffe und (durch Testament) Adoptivsohn Octavian die Verschwörer und bildeten mit dem General Marcus Aemilius Lepidus das 2. Triumvirat. Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter als Konkurrenten um die Macht aus und war ab 31 v. Chr. Alleinherrscher in Rom. Er vermied jeden Anschein, eine Monarchie errichten zu wollen, sprach sogar von der „Wiederherstellung der Republik“ und nannte sich bescheiden „princeps“, erster Bürger. Tatsächlich aber behielt er alle wichtigen Schalthebel der Macht in seiner Hand. Unter dem Ehrennamen Augustus, der Erhabene, der ihm vom Senat verliehen wurde, begründete er das Römische Kaiserreich (Prinzipat) und trug die Römische Republik endgültig zu Grabe. Bereits zu Beginn des 2. Triumvirats wurde Caesar als Divus Julius zum offiziellen Gott erhoben. Octavian bezeichnete sich seitdem als Divi filius („Sohn des Göttlichen“) und weihte den Tempel des Divus Iulius auf dem Forum Romanum 29 v. Chr. ein.

Caesar als Schriftsteller

Forum Romanum Caesar verfasste über seinen Feldzug in Gallien in sieben Büchern die Commentarii de bello Gallico, (Kommentare über den Gallischen Krieg), denen die jährlich abgefassten Dienstberichte an den Senat zugrundeliegen. Die Commentarii sind bis heute wegen ihrer einfachen und klaren Sprache (der Wortschatz beschränkt sich auf etwa 1300 Wörter) ein Standardwerk für die Anfangslektüre im schulischen Lateinunterricht. Caesar beschreibt in dem Werk anschaulich die Schlachten und Intrigen während der neun Jahre, in denen er die Heere der gallischen Stämme vernichtete, die Widerstand leisteten. Von Interesse sind zudem die zahlreichen Bemerkungen zu den Lebensverhältnissen der Gallier, Germanen und Britannier. Ein achtes Buch über das letzte Kriegsjahr stammt nicht mehr von Caesar, sondern von Aulus Hirtius. Lateinschüler lernen häufig den berühmten ersten Satz des Bellum Gallicum auswendig; dieser Satz ist somit zum Allgemeingut der altsprachlich gebildeten Öffentlichkeit geworden. Er lautet: Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae nostra Galli appellantur. In dem Satz beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit: „Gallien ist im ganzen unterteilt in drei Teile, von denen der eine von den Belgiern bewohnt wird, der zweite von den Aquitanern, und der dritte von denen, die in ihrer eigenen Sprache Kelten, in unserer "Gallier" genannt werden.“ Die Abfassung und Publikation der Commentarii – sie wurden vermutlich nicht jahrweise herausgegeben, sondern als einheitlich verfasstes Gesamtwerk nach Ende seiner Amtszeit in Gallien – dienten vornehmlich der Rechtfertigung von Caesars Feldzügen und damit der Verteidigung seiner Maßnahmen während seiner Amtszeit gegenüber seinen zahlreichen Kritikern im römischen Senat. Außerdem verfasste Caesar noch ein Werk über die erste Phase des Bürgerkrieges, die Schrift De bello civili. Einige kleinere historische Schriften, die spätere Phasen des Bürgerkriegs behandeln und im Zusammenhang mit dem Bellum civile überliefert sind, stammen nicht von Caesar; die Verfasser dieser sogenannten „kleinen bella“ sind unbekannt. Alle übrigen Schriften Caesars sind verloren.

Sonstiges

Der Name „Caesar“

Nach dem römischen Schriftsteller Plinius leitet sich der Name "Caesar" vom Partizip Perfekt des lateinischen Wortes caedere ("ausschneiden"), caesus ("geschnitten"), ab. Im Kontext des römischen Gesetzes lex regia oder lex caesarea, nachdem schwangeren Frauen, die während der Geburt verstarben, das Kind aus dem Leib geschnitten werden sollte, wird der Name als "der aus dem Mutterleib Geschnittene" interpretiert. Dies hat allerdings nichts mit einem heutigen Kaiserschnitt zu tun, denn dieser Eingriff hatte weniger das Ziel, das Kind zu retten, als vielmehr es getrennt von der Mutter begraben zu können. Es wäre dann anzunehmen, dass ein früher Vorfahre Gaius Iulius Caesars mit einem solchen Eingriff in Verbindung stand und sich daraus der Name ableitet. Eine andere These geht davon aus, dass der Name Caesar mit dem verloren gegangenen karthagischen Wort für Elefanten in Zusammenhang steht. Einer von Caesars Vorfahren hat sich demnach in den punischen Kriegen diesen Beinamen verdient. Dafür spricht, dass Caesars Wappentier der Elefant ist, der auch auf den Rückseiten der mit seinem Gesicht geprägten Münzen abgebildet ist. Beide Etymologien sind umstritten, zu zwei weiteren Erklärungen vgl. Hans Georg Gundel, Art. "Caesar", in: Der Kleine Pauly 1 (1964) Sp. 996 f. Das Suffix -ar- ist im lateinischen Namenskontext ansonsten völlig unbekannt. Es ist zudem möglich, dass das gesamte Cognomen "Caesar" überhaupt nicht lateinischen Ursprunges ist. Das "C" wurde im Lateinischen zu Caesars Zeit übrigens wie "K" im deutschen [] ausgesprochen, das "ae" als [], nicht als [] "ä" (ebenso "oe" als [], nicht als [] "ö"). Daraus ergibt sich die folgende Aussprache des Wortes Caesar: [] "Kaisar" und nicht wie im Sprachgebrauch üblich [] "Zäsar". Trotzdem wird diese Ausspracheform in der Geschichtsschreibung beibehalten, weil sie sich eingebürgert hat. Zur Schreibung des Vornamens als Caius siehe den Artikel Gaius.

Der Titel Caesar

Der Titel Caesar war seit Augustus Teil des Namens und der Titulatur der römischen Herrscher. Seit der Zeit Kaiser Hadrians war Caesar der Titel des Zweiten in der Hierarchie, des designierten Nachfolgers des "Augustus" titulierten Kaisers. Leicht variiert wurde er in vielen Sprachen ein Titel des Herrschers. Das deutsche Kaiser und das slawische Zar sind von "Caesar" abgeleitet.

Caesarchiffre

Die Caesarchiffre ist ein einfaches Text-Verschlüsselungsverfahren, welches von Caesar benutzt worden sein soll. Dabei werden Buchstaben aus dem Klartext durch einen Buchstaben ersetzt, der eine bestimmte Anzahl, zum Beispiel 3, Stellen später im Alphabet steht.

Caesar in den Künsten

Zahlreiche Künstler und Schriftsteller haben Caesar als Thema von Bildern, Dramen und Romanen gewählt. Am bekanntesten dürfte das Theaterstück William Shakespeares sein, siehe Julius Cäsar. Georg Friedrich Händel komponierte eine Oper Giulio Cesare. Von den zahlreichen Romanen, deren Hauptfigur Caesar ist (siehe [http://www.hist-rom.de/themen/caesar.html]), seien genannt:
- Bertolt Brecht schrieb einen Fragment gebliebenen Roman Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar (veröffentlicht 1957), in dem er sehr lebendig und eventuell etwas frei am Beispiel der Catilina-Affäre die politischen Intrigen der damaligen Zeit beschreibt.
- Thornton Wilder verfasste mit The Ides of March (1948; deutsch: Die Iden des März) eine fiktive Quellensammlung, die Caesars Diktatur aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
- Mirko Jelusich veröffentlichte 1929 den Roman Caesar, in dem die Titelgestalt als stark idealisierte Führergestalt beschrieben wird. Dem jüngeren Publikum dürfte Caesar vor allem durch die Asterix-Comics von Albert Uderzo und René Goscinny bekannt sein.

Julianischer Kalender

Im Jahre 46 v. Chr. führte Caesar anstelle des alten römischen Mondkalenders den aus Ägypten stammenden Sonnenkalender ein. Der nach ihm benannte Julianische Kalender galt in den katholischen Ländern bis ins 16. Jahrhundert, als er durch den genaueren Gregorianischen Kalender abgelöst wurde. Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18. Jahrhundert bei, Russland sogar bis 1918.

Juli

Nach Caesars Tod wurde sein Geburtsmonat, der mensis Quintilis, bis zur Reform fünfter Monat des römischen Kalenders, in mensis Iulius, dt. "Juli", umbenannt.

Zitate


- In einem Alpendorf hatte Caesar als Feldherr die Erkenntnis verkündet: Lieber hier der Erste sein als in Rom der Zweite.
- Veni, vidi, vici (Ich kam, ich sah, ich siegte). Ort des Zitates ist umstritten, es wird mit verschiedenen Gegebenheiten in Verbindung gebracht.

Werke


- Commentarii de bello Gallico (Kommentare über den Gallischen Krieg)
- Commentarii de bello civili (Kommentare über den Bürgerkrieg)

Literatur

Primärquellen


- Caesars commentarii, siehe oben
- Die (lateinische) Caesar-Biografie von Sueton
- Die (griechische) Caesar-Biografie von Plutarch

Sekundärliteratur


- Ernst Baltrusch: Caesar und Pompeius. Wiss. Buchges., Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16490-3.
- Luciano Canfora: Caesar: der demokratische Diktator. Beck, München 2001. ISBN 3-406-46640-0
- Martin Jehne: Caesar. Beck, München, 2. Aufl. 2001, ISBN 3-406-41044-8.
- Manfred Clauss (Hg.): Die Römischen Kaiser. 55 historische Porträts von Caesar bis Iustinian, Beck, München 1997, ISBN 3-406-42727-8.
- Karl Christ: Caesar: Annäherungen an einen Diktator. Beck, München 1994. ISBN 3-406-38493-5
- Wolfgang Will: Julius Caesar: eine Bilanz. Kohlhammer, Stuttgart [und anderswo] 1992, ISBN 3-17-009978-7.
- Christian Meier: Caesar. Siedler, Berlin 1982. 4. Aufl. dtv, München 1997, ISBN 3-423-30593-2.
- Helga Gesche: Caesar. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1976. (Erträge der Forschung 51), ISBN 3-534-05333-8.
- Matthias Gelzer: Caesar: der Politiker und Staatsmann. Nachdruck der 6. Aufl. Steiner, Wiesbaden 1983, ISBN 3-515-03907-4 (zuerst 1921).

Weblinks


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- [http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0002 Text von De bello Gallico (Latein und englische Übersetzung)]
- [http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0075 Text von De bello civili (Latein und englische Übersetzung)]
- [http://unx1.shsu.edu/~his_ncp/PluCaes.html Text der Caesar-Biographie Plutarchs (auf Englisch)]
- [http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0061%3Alife%3Djul. Text der Caesar-Biographie Suetons (Latein und englische Übersetzung)]
- [http://www.livius.org/caa-can/caesar/caesar00.html Caesar bei Livius.org (englisch)]
- [http://www.latein-pagina.de/iexplorer/caesar.htm Caesar: Über die Sitten der Britannen, Kelten und Germanen – illustrierter Text]

Siehe auch


- Julius Cäsar (Drama)
- Julius Cäsar (Film)
- Giulio Cesare (Oper)
- Caesars Asche (Überlieferungen)
- Clementia Caesaris (die politische Strategie der Vergebung)
- Carottas These (wie aus dem vergöttlichten Julius Caesar Jesus Christus wurde)
- Portal und Themenliste Rom
- Cäsarismus Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius Caesar, Gaius Julius ja:ガイウス・ユリウス・カエサル ko:율리우스 카이사르 simple:Julius Caesar

Druide

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