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Astronaut
Der Begriff Raumfahrer oder Weltraumfahrer bezeichnet den Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man Raumfahrer als Astronauten (USA, Westeuropa), Kosmonauten (Russland, ehemalige DDR und Ostblock) und Taikonauten (Volksrepublik China) - Taikonaut ist allerdings nur eine Bezeichnung in der englischen Presse, die chinesische Bezeichnung ist yǔháng yuán (宇航員, wörtlich "Universum-Navigator"). Siehe Liste der Raumfahrer für eine Liste aller Raumfahrer aller Nationen der Erde.
Astronaut
Der Begriff Astronaut (v. griech.: astron = Stern + nauta = Seefahrer) wurde geprägt durch das Buch Les Astronautes (Die Astronauten) (1927) des französischen Science-Fiction-Autors J.-H. Rosny Aîne. Dies geschah in Anlehnung an den Begriff Aeronaut (Luftschiffer). Dieser Begriff hat sich durch die US-amerikanische Raumfahrt fest etabliert, so auch für den (west-)deutschen Begriff Raumfahrer.
Durch die Teilung Deutschlands und der in dieser Zeit durch die Fortschritte in der Raumfahrt gebräuchlich gewordene Begriff entstand im deutschen Sprachraum eine Besonderheit. Während im westlichen Teil der Begriff „Astronaut“ benutzt wurde, wurde im östlichen Teil der Begriff „Kosmonaut“ verwendet. Die Bundesrepublik Deutschland als Teil des Westbündnisses war wirtschaftlich und wissenschaftlich zu den USA orientiert, die DDR hingegen in den beiden Bereichen zur Sowjetunion.
Kosmonaut
Der Begriff Kosmonaut (v. griech.: kosmos = Weltraum + nauta = Seefahrer) bezeichnet einen russischen Raumfahrer. Diese Prägung entstand während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre, als der Begriff Astronaut der sowjetischen Raumfahrt bereits amerikanisch besetzt und möglicherweise auch zu hoch gegriffen und unpassend erschien („Astronauten“ fahren zu den Sternen oder wenigstens zu anderen Himmelskörpern). So entschied man sich für diese eigene Neuprägung. Diese Bezeichnung ist heute noch im gesamten ehemaligen Ostblock verbreitet.
Taikonaut
Taikonaut (v. chines.: tai (太) = universal + kong (空) = Himmel; zusammen: Weltraum + griech.: nautes (ναύτης) = Seefahrer) ist ein für die internationalen Medien erschaffenes Kunstwort für chinesische Raumfahrer. Chinesische Funktionäre und Medien bevorzugen das Wort Yuhangyuan (chines.: Weltraumfahrer, gesprochen: Jü-hang-jüän, geschrieben: 宇航員). Ob China bei dieser offiziellen Bezeichnung bleibt oder das für Ausländer leichter ausprechbare Taikonaut übernimmt, ist noch offen. In offiziellen Veröffentlichungen der chinesischen Regierung für die internationale Presse wird meist das Wort „Astronaut“ verwendet. Die chinesische Regierung startete am 15. Oktober 2003 mit dem Raumschiff Shenzhou 5 (siehe auch: Shenzhou–Reihe) und dem Taikonauten Yang Liwei den ersten bemannten chinesischen Weltraumflug (siehe auch: Chinesische Raumfahrt).
Spacionaut / Euronaut
Der Begriff Spacionaut bzw. Spationaut ist abgeleitet vom französischen Wort espace für (Welt-)Raum, dem englischen space entsprechend. Es ist also die französische Übersetzung für Raumfahrer – egal, ob dieser französische Raumfahrer nun zusammen mit russischen Kosmonauten oder amerikanischen Astronauten reist. Innerhalb der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zudem der Begriff Euronaut für alle ESA-Raumfahrer angeregt, aber noch nicht durchgesetzt worden, da die ESA bisher keine eigenen Missionen startet. Österreichiche Raumfahrer werden auch gerne als "Austronauten" bezeichnet.
Wann welche Bezeichnung für welchen Raumfahrer?
Die Bezeichnung hängt i. d. R. von der Nation ab, deren Raumfahrzeug für den Start in den Weltraum gewählt wird. Kosmonauten werden meist mit der Sojus in den Weltraum befördert, während Astronauten in jüngerer Zeit das Space Shuttle verwenden. Taikonauten (bzw. Yuhangyuan) sind bisher nur zwei mal mit Shenzhou gestartet. Es gibt auch „Astrokosmonauten“, die an russischen und amerikanischen Missionen beteiligt waren.
Diese Wahl der Bezeichnungen hat einen rein nationalen, jedoch keinen sachbezogenen Hintergrund, ist ihr Nutzen fragwürdig. Sinnvoller wäre die Bezeichnung allein nach der Art des Raumfluges, z. B. Kosmonaut für mindestens erdnahe Umlaufbahnen, Astronaut für Flüge zu anderen Himmelskörpern (z. B. den Mond) und etwa „Exonaut“ für suborbitale Weltraumflüge wie SpaceShipOne.
Ausbildung
Körperliche Anforderungen
Belastungen
Ausbildungsstätten
In Russland werden die Kosmonauten im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum ausgebildet.
- Alan Shepard, (1961) erster Amerikaner im Weltraum (ohne die Erde zu umkreisen), 5. Mensch auf dem Mond
- Neil Armstrong, erster Mensch auf dem Mond (1969)
- John Glenn, erster Amerikaner, der die Erde umkreiste, ältester Mensch im Weltraum (77 Jahre)
- Ulf Merbold, erster westdeutscher Astronaut im Weltraum (zweiter Deutscher im All nach Sigmund Jähn, zugleich erster Deutscher, der sowohl mit Amerikanern als auch Russen im Weltraum war)
- James A. Lovell, Kommandant von Apollo 13
- John W. Young, erster Kommandant des Space Shuttle Columbia (1981)
- Claude Nicollier, erster Schweizer Astronaut im Weltraum (1992)
- Sally Kristen Ride, erste US-amerikanische Frau im Weltraum (1983)
- Kathryn Sullivan, erste Amerikanerin, die einen Weltraumspaziergang machte
- Mae Carol Jemison, erste afroamerikanische Astronautin 1987
- Kathy Thornton, längster Spaziergang im Weltall (1992)
- Eileen Collins, erste US-amerikanische Raumfähren-Pilotin
- Shannon Lucid, längster Weltraumflug einer Frau (1996)
- Michael Melvill, erster Astronaut, der mit einem privaten Raumschiff den Weltraum erreichte (2004)
- Juri Alexejewitsch Gagarin, erster Mensch im Weltraum (1961)
- German Stepanowitsch Titow, zweiter Mensch im Weltraum (1961) und bis heute jüngster Raumfahrer
- Walentina Wladimirowna Tereschkowa, erste Frau im Weltraum (1963)
- Alexei Archipowitsch Leonow, erster Weltraumspaziergang (1965)
- Wladimir Komarow, erster Mensch, der bei einer Weltraummission starb (1967)
- Sigmund Jähn, erster Deutscher im Weltraum (1978)
- Swetlana Sawizkaja, zweite Frau im Weltraum (1982), erster Weltraumspaziergang einer Frau (1984)
- Franz Viehböck, erster Österreicher („Austronaut“) im Weltraum (1991)
- Waleri Poljakow, längster Aufenthalt im All bzw. auf einer Raumstation (1994/95)
- Sergei Krikaljow, Start als letzter Sowjetbürger, Rückkehr als erster Bürger Russlands (1991), trägt den aktuellen Rekord der längsten Gesamtaufenthaltsdauer im Weltraum
- Vladimír Remek, erster Raumfahrer einer dritten Nation, als Tscheche Partner der Sowjets (1978)
- Jean-Loup Chrétien, erster Westeuropäer im All, als Franzose („Spationaut“) Gast der Sowjets (1982)
- Thomas Reiter, deutscher Raumfahrer an Bord der russischen Raumstation MIR (1995/96)
Berühmte Taikonauten
- Yang Liwei, chinesischer Staatsbürger und erster Taikonaut im Weltraum (2003)
Siehe auch
- Raumfahrt, Liste der Raumfahrer, Liste der Weltraumspaziergänge
- NASA, Mercury Projekt, Gemini Projekt, Apollo-Projekt, Skylab, Space Shuttle
- Russische Raumfahrtbehörde, Wostok, Woschod, Sojus, Mir, Saljut, Buran
- Internationale Raumstation
- Bilanzierte Nahrung
- Fliegerkosmonaut der UdSSR
Weblinks
- [http://www.raumfahrer.net/ Raumfahrer.net (deutsch)]
- [http://www.spacefacts.de/german/d_russia.htm Astronauten- und Kosmonauten-Kandidaten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_cosm.htm Kosmonauten aus der UdSSR / Russland]
- [http://www.spacefacts.de/german/bio_taikonauts.htm Taikonauten]
- [http://www.astronautix.com/ Astronautix (englisch)]
- [http://www1.edspace.nasa.gov/text/what/whatis.html NASA’s Educator Astronaut], [http://edspace.nasa.gov/apply/educator_astronaut_blank.pdf Application package (PDF)]
Raumfahrer
ja:宇宙飛行士
simple:Astronaut
th:นักบินอวกาศ
ExpeditionMit Expedition (lat. expeditio = Erledigung, Feldzug) bezeichnet man in der Regel:
- Eine Forschungsreise, siehe Expedition (Forschungsreise)
- Ein militärisches Unternehmen, um eine andere Macht für ein vermeintliches Unrecht zur Verantwortung zu ziehen, siehe Strafexpedition
- Die Vermittlung von Anzeigen im 19. Jh. zwischen Zeitungen und Werbetreibenden, siehe Annoncen-Expedition
- Im 19. Jh. die Versandabteilung eines Unternehmens, die heute meist kurz als Expedit oder auf deutsch Versand betitelt wird.
- In der Diplomatik bzw. Aktenkunde die Gesamttätigkeit der Ausfertigung und des Transports eines Schriftstücks.
- Die Gesamtheit der Teilnehmer des Unternehmens.
- Ein Erkundungsvorhaben
1961
Jahreswidmungen
- Internationales Jahr der Gesundheit und medizinischen Forschung
Politik
- 1. Januar: Friedrich Traugott Wahlen wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar Der Hamburger Senat wählt aus seiner Mitte den bisherigen Finanzsenator Paul Nevermann (SPD) zum neuen Ersten Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Max Brauer, der am Tag zuvor zurückgetreten war
- 3. Januar: Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA
- 19. Januar: Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy
- 6. Februar: Zypern wird Mitglied in der UNESCO
- 15. März: Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd kündigt den Austritt Südafrikas aus dem Commonwealth an. Der Austritt erfolgt am 31. Mai
- 18. März: Franz Josef Strauß wird neuer Vorsitzender der CSU
- 17. April: Von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht (Kuba)
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan. In Kraft seit dem 14. Juni 1963
- 27. April: Sierra Leone wird unabhängig
- 27. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Niederlande. In Kraft seit dem 21. April 1962
- 30. Mai: Dominikanische Republik. Tod des Diktators Trujillo
- 31. Mai: Südafrika (vorher Südafrikanische Union) wird zur Republik, Staatsoberhaupt (vorher Queen Elizabeth II) wird als Präsident Charles Robert Swarts
- 3. Juni: Gipfeltreffen Kennedy und Chruschtschow in Wien
- 12. Juni: Aktivisten des Befreiungsausschuss Südtirol sprengen in Bozen Strommasten. Ihr Ziel ist die Autonomie Südtirols
- 19. Juni: Kuwait wird unabhängig
- 20. Juli: Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga
- 13. August: Baubeginn der Berliner Mauer
- 27. August: Vertrag über die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden
- 11. September: Es beginnt der bewaffnete Aufstand in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer
- 17. September: Bei der Bundestagswahl 1961 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit
- 18. September: Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant
- 27. September: Sierra Leone wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 28. September: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf
- 1. Oktober: Unabhängigkeit von Westkamerun und Vereinigung mit Ostkamerun
- 3. Oktober: Irland wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Mauretanien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Mongolei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Syrien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- 30. Oktober: Auf der russischen Insel Nowaja Semlja wird die Zar-Bombe gezündet, die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe
- 9. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Pakistan. In Kraft seit dem 30. Dezember 1962
- 12. November: Stalingrad wird in Wolgograd umbenannt
- 3. Dezember: Albanien bricht die Beziehungen zur Sowjetunion ab
- 9. Dezember: Sansibar und Tanganyika schließen sich zu Tansania zusammen
- 14. Dezember: Vereinigte Republik Tansania wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Gründung von Umkhonto We Sizwe, dem militanten Arm des African National Congress, der sich gegen die Apartheid in Südafrika einsetzte
- 18. Dezember: Indien besetzt die letzten portugiesischen Kolonialgebiete aus seinem Territorium
- 20. Dezember: Dominikanische Republik. Erste freie Wahlen
Wissenschaft und Technik
- 12. April: Der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte startet: Die Raumkapsel Wostok mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord
- Nach Tausenden bekannten Fällen von Missbildung Dysmelie wird das 1957 von einer Stolberger Firma auf den Markt gebrachte Contergan vom Markt genommen
- 5. Mai: Als 1. Amerikaner fliegt Alan Shepard ins All
Kultur
- 20. Mai: Uraufführung der Oper Elegy for Young Lovers von Hans Werner Henze in Schwetzingen
- 8. September: Unternehmen Stardust von Karl-Herbert Scheer erscheint als Nr. 1 der Serie Perry Rhodan
- 25. September: Uraufführung der Oper Alkmene von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Leonce und Lena von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith am Nationaltheater in Mannheim
- Max Frisch schreibt das Theaterstück „Andorra“, das allerdings in einem fiktiven, und nicht dem realen Land Andorra spielt. Mehr hierzu siehe Andorra (Drama)
- Exquisite Wein-Ernte in Bordeaux
- Perry Rhodan (heute erfolgreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serie der Welt) erscheint zum ersten mal
Umwelt
- 11. September: Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet
Katastrophen
- 15. Februar: Brüssel, Belgien. Absturz einer Boeing 707 beim Landeanflug. Alle 72 Personen an Bord starben, ebenso eine Person vom Bodenpersonal
- 11. Juli: Flughafen Stapleton, Denver, Colorado, USA. Eine DC-8 der United Airlines mit 129 Menschen an Bord, hatte ein hydraulisches Problem während des Fluges. Während der Notlandung auf dem Flughafen Stapleton platzten zwei Reifen und das Flugzeug fing an sich zu drehen und fing Feuer. Die Brandbekämpfung und Rettung der Personen wurde von einer unterbesetzten und schlecht ausgestatteten Abteilung des Flughafens begonnen. Auf die Hinzuziehung der Städtischen Feuerwehr oder auf ein Hilfeersuchen an die sich in der Nähe befindliche Basis der U.S. Air Force wurde verzichtet. Sieben Monate vor der Katastrophe hatte ein Inspektor festgestellt, dass die Flughafen-Feuerwehr und die Notfall-Ausrüstung ungenügend war. Insbesondere bemängelte er die unzureichende Wasserkapazität und die fehlende Schaum-Löschanlage. Die städtischen Beamte von Denver lobten trotzdem die Erfolge und Anstrengungen der Flughafen-Feuerwehr. 17 Menschen starben (eine davon vom Bodenpersonal), 84 Menschen kamen mit Verletzungen davon
- 12. Juli: Casablanca, Marokko. Absturz einer tschechischen Ilyushin-18
- 16. Juli: Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines
- 1. September: Eine Lockheed L-049 der TWA stürzte bei Hinsdale, Illinois, USA, ab. 78 der 89 Personen starben dabei
- 10. September: Beim Autorennen,Großer Preis von Monza verunglückt der deutsche Rennfahrer Graf Berghe von Trips tödlich. Auch 16 Zuschauer sterben
- 10. September: Shannon, Irland. Absturz einer DC-6 der President Airlines
- 12. September: Rabat, Marokko. Absturz einer Caravelle der Air France
- 10. September: Flug Düsseldorf: USA, stürzt bei der Zwischenlandung in Irland ab. 83 Tote, davon 65 Deutsche
- 31. Oktober: der Hurrikan Hattie zerstört die Hauptstadt von Belize
- 1. November: Eine Douglas DC-7C der brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil stürzte beim Landeanflug auf Recife, Brasilien ab. Alle 45 Personen werden dabei getötet
- 8. November: Richmond, Virginia, USA. Absturz einer Lockheed Constellation der Imperial Airlines
- 30. November: Sydney, Australien. Eine Vickers Viscount der Ansett Australia stürzte aufgrund von starken Turbulenzen bei Sydney ab. Alle 15 Insassen starben
Sonstiges
- 12. Juli: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Nürnberg-Kleinreuth wird gesprengt
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Sven Regener, deutscher Musiker und Schriftsteller
- 1. Januar: Mirwais, französischer Musiker und Musikproduzent
- 1. Januar: Zübeyir Aydar, Vorsitzender des Volkskongresses Kurdistan
- 2. Januar: Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 3. Januar: Susanne Riess-Passer, österreichische Politikerin
- 6. Januar: Toru Tanabe, japanischer Opernsänger und Schauspieler
- 7. Januar: Roland Suso Richter, Filmregisseur
- 8. Januar: Calvin Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Januar: Julia Louis-Dreyfus, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Januar: Maja Tschiburdanidse, georgische Schachspielerin
- 18. Januar: Mark Messier, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler in der NHL
- 21. Januar: Manfred Müller (Landrat), deutscher Lokalpolitiker im Kreis Paderborn
- 21. Januar: Cornelia Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 24. Januar: Karl-Heinz Smuda, deutscher Hörfunkjournalist
- 24. Januar: Guido Buchwald, deutscher Profi-Fußballspieler und Fußballtrainer
- 24. Januar: Christa Kinshofer, deutscher Skirennläuferin
- 24. Januar: Wulf R. Halbach, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
- 24. Januar: Nastassja Kinski, deutsche Schauspielerin
- 26. Januar: Wayne Gretzky, kanadischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Benjamín Rausseo, venezolanischer Komiker und Entertainer
- 30. Januar: Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 30. Januar: Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker († 2004)
- 2. Februar: Lauren Lane, Schauspielerin
- 4. Februar: Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. Februar: Dietmar Bär, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Malu Dreyer, deutscher Politiker
- 6. Februar: Bernd Dittert, ehemaliger deutscher Bahnradfahrer, Bundestrainer im Bahnradsport
- 8. Februar: Ellen Arnhold, Fernsehmoderatorin der ARD
- 8. Februar: Vince Neil, US-amerikanischer Musiker
- 10. Februar: Eva Pfaff, ehemalige deutsche Tennisspielerin
- 10. Februar: Alexander Payne, US-amerikanischer Filmregisseur
- 11. Februar: Andreas Krautscheid, deutscher Politiker und MdB a.D., Rechtsanwalt
- 17. Februar: Ariane Ehrat, Schweizer Skirennläuferin
- 18. Februar: Armin Laschet, deutscher Europaabgeordneter
- 18. Februar: Hagen Liebing, Musiker und leitender Musikredakteur bei dem Stadtmagazin Tip Berlin
- 19. Februar: Justin Fashanu, britischer Fußballspieler († 1998)
- 20. Februar: Imogen Stubbs, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Andreas Modl, Bundesreferent für das American Karate System im Deutschen Karate Verband
- 21. Februar: Martha Hackett, US-amerikanischer Schauspielerin
- 24. Februar: Erna Solberg, norwegische konservative Politikerin
- 25. Februar: Hermann Gröhe, Mitherausgeber Chrismon
- 28. Februar: Mark Latham, australischer Politiker und Vorsitzender der Australian Labor Party
- 28. Februar: Klaus-Peter Willsch, deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Albert Mülleder, österreichischer Domkapellmeister zu Wiener Neustadt († 1999)
- 2. März: Ingeborg Gräßle, deutsche Politikerin
- 4. März: Sabine Everts, deutsche Leichtathletin
- 8. März: Larry Murphy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 10. März: Mike Bullard, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 15. März: Sabine Baeß, deutsche Eiskunstläuferin
- 15. März: Max Julen, Schweizer Skirennfahrer, Olympiasieger
- 16. März: Todd McFarlane, kanadisch/US-amerikanischer Comiczeichner
- 18. März: Heidi Preuss, ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin
- 18. März: Richard Biggs, ein US-amerikanischer Fernseh- und Theaterschauspieler († 2004)
- 19. März: Rune Bratseth, norwegischer Fußballspieler
- 20. März: Maja Maranow, deutsche Schauspielerin
- 20. März: Ingrid Arndt-Brauer, eine deutsche Politikerin
- 22. März: Ingolf Roßberg, gegenwärtiger Oberbürgermeister von Dresden
- 23. März: Petra Selg, deutsche Politikerin
- 23. März: Steve Holmes, Rumänisch-deutscher Pornodarsteller
- 24. März: Nina Hoger, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Jörg Baberowski, deutscher Historiker
- 27. März: Tony Rominger, ehemaliger Schweizer Radrennfahrer
- 28. März: Barbara Wussow, österreichische Fernsehschauspielerin
- 29. März: Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1. April: Regine Mösenlechner, deutsche Skirennläuferin
- 2. April: Karina Thayenthal, deutsche Schauspielerin
- 3. April: Eddie Murphy, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
- 7. April: Marco Rima, Schauspieler und Kabarettist
- 9. April: Robert Zoller, österreichischer Skirennläufer
- 12. April: Lisa Gerrard, australische Musikerin und Sängerin
- 13. April: Uwe Hübner, deutscher Radio- und Fernsehmoderator
- 14. April: Robert Carlyle, schottischer Schauspieler
- 15. April: Kerstin Walther, deutsche Leichtathletin
- 15. April: Luca Barbarossa, italienischer Sänger
- 18. April: Franco Cesarini, Schweizer Komponist und Dirigent
- 19. April: Kirsten Emmelmann, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 23. April: Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 23. April: Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 25. April: Frank De Winne, belgischer Astronaut
- 26. April: Joan Chen, chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin
- 27. April: Karl Alpiger, Schweizer Skirennläufer
- 28. April: Julia Jones, Dirigentin
- 30. April: Thomas Schaaf, deutscher Fußballer und Trainer
- 30. April: Franky van der Elst, ehemaliger belgischer Fußballspieler
- 30. April: Isiah Thomas, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1. Mai: Clint Malarchuk, kanadischer Eishockeyspieler
- 2. Mai: Stephen Daldry, Theater- und Filmregisseur
- 3. Mai: Leyla Zana, kurdische Politikerin und Menschenrechtsaktivistin
- 4. Mai: Luis Herrera, kolumbianischer Radrennfahrer
- 6. Mai: George Clooney, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur
- 7. Mai: Hans-Peter Bartels, deutscher Politiker
- 8. Mai: Janet McTeer, britische Schauspielerin
- 9. Mai: John Corbett, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Mai: Henry Arnold, deutscher Schauspieler, Musiker und Regisseur
- 10. Mai: Johanna ter Steege, niederländische Schauspielerin
- 12. Mai: Thomas Dooley, US-amerikanischer Fußballprofi
- 13. Mai: Dennis Rodman, US-amerikanischer Basketballer, NBA-Spieler
- 14. Mai: Ulrike Folkerts, deutsche Schauspielerin
- 14. Mai: Urban Priol, deutscher Kabarettist, Schriftsteller sowie Radio- und Fernseh-Moderator
- 14. Mai: Tim Roth, englischer Schauspieler
- 14. Mai: Jean Leloup, frankokanadischer Musiker
- 15. Mai: Katrin Cartlidge, britische Schauspielerin († 2002)
- 16. Mai: Gerhard Papke, deutscher Politiker
- 17. Mai: Enya, irische Musikerin
- 21. Mai: Ewald Stadler, österreichischer Politiker
- 22. Mai: Edgar Mann, deutscher Komponist und Pianist
- 24. Mai: Friedrich Wilhelm Küppersbusch, deutscher Journalist und Fernsehproduzent
- 24. Mai: Maria Rosa Quario, italienische Skirennläuferin
- 24. Mai: Johannes Zweytick, österreichischer Winzer und Politiker
- 27. Mai: Peri Gilpin, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Mai: Kerstin Hensel, Autorin
- 29. Mai: Melissa Etheridge, US-amerikanische Sängerin und Rockmusikerin
- 31. Mai: Lea Thompson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. Juni: Gabriele Zange, deutsche Eisschnellläuferin
- 1. Juni: Paul Coffey, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. Juni: Sophie Rois, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1. Juni: Werner Günthör, Schweizer Leichtathlet
- 3. Juni: Norbert Gstrein, österreichischer Schriftsteller
- 3. Juni: Lawrence Lessig, Rechtswissenschaftsprofessor, Creative Commons-Erfinder
- 4. Juni: Rainer Castor, Science-Fiction-Autor für die Perry-Rhodan-Serie
- 4. Juni: Ferenc Gyurcsány, ungarischer Geschäftsmann, Politiker und Ministerpräsident
- 5. Juni: Anke Behmer, deutsche Leichtathletin
- 5. Juni: Ramesh Krishnan, indischer Tennisspieler
- 5. Juni: Mary Kay Bergman, US-amerikanische Synchronsprecherin († 1999)
- 7. Juni: Mike Pratt, britischer Komponist, Musiker und Schauspieler († 1976)
- 8. Juni: Kurt Artner, österreichischer Sportschütze
- 8. Juni: Earl Strickland, US-amerikanischer Poolbillard-Spieler
- 9. Juni: Lisa del Bo, belgische Sängerin
- 9. Juni: Michael J. Fox, kanadischer Regisseur und Filmschauspieler
- 9. Juni: Michael Meister, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juni: Ingo Reidl, deutscher Komponist und Produzent
- 12. Juni: Hannelore Kraft, deutsche Politikerin
- 14. Juni: Boy George, britischer Sänger
- 14. Juni: Dirk Schlegel, deutscher Fußballspieler
- 15. Juni: Laurent Cantet, Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann
- 16. Juni: Robert Schneider, österreichischer Schriftsteller
- 17. Juni: Denis Lavant, französischer Schauspieler
- 17. Juni: Thomas Haden Church, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Juni: Randy Spears, amerikanischer Pornodarsteller
- 18. Juni: Alison Moyet, Sängerin
- 20. Juni: Karin Enke, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Juni: Jimmy Somerville, britischer Musiker
- 23. Juni: Karsten Speck, deutscher Entertainer und Schauspieler
- 24. Juni: Susanne Beyer, deutsche Leichtathletin
- 25. Juni: Ricky Gervais, britischer Comedian, Radiomoderator und Schauspieler
- 26. Juni: Greg LeMond, US-amerikanischer Radrennfahrer
- 28. Juni: Irina Wanka, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 29. Juni: Greg Hetson, Gitarrist
- 30. Juni: Undine Bremer, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles († 1997)
- 1. Juli: Carl Lewis, Leichtathlet, Olympiasieger
- 6. Juli: Benita Fitzgerald-Brown, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 8. Juli: Toby Keith, US-amerikanischer Country-Sänger
- 10. Juli: Ulla Kock am Brink, TV-Moderatorin
- 14. Juli: Kyle Gass, US-amerikanischer Musiker
- 15. Juli: Christoph Matschie, deutscher Politiker
- 15. Juli: Jean Christophe Grangé, französische Schriftsteller
- 15. Juli: Forest Whitaker, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Juli: Paulus Hochgatterer, österreichischer Schriftsteller und Psychoanalytiker
- 17. Juli: Zbigniew Zamachowski, polnischer Schauspieler
- 19. Juli: Ralf Göbel, deutscher Politiker und MdB
- 22. Juli: Ibo Bekirovic, deutscher Sänger († 2000)
- 23. Juli: Alex Capus, Schweizer Schriftsteller
- 23. Juli: Woody Harrelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Juli: Juri Schlünz, deutscher Fußballspieler
- 28. Juli: Cornelia Yzer, deutsche Politikerin
- 30. Juli: Achdé, französischer Comic-Zeichner und Nachfolger von Morris
- 30. Juli: Laurence Fishburne, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. Juli: Isabel Varell, deutsche Sängerin, Schauspielerin und TV-Moderatorin
- 31. Juli: Volker G. Schmitz, deutscher Fernsehmoderator
- 1. August: Danny Blind, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 2. August: Gustav Weder, Schweizer Bobfahrer
- 3. August: Uschi Zietsch, deutsche Fantasy- und Science-Fiction-Autorin
- 3. August: Jochen Feldmann, deutscher Physiker
- 4. August: Barbara Mansion, deutsche Schriftstellerin
- 4. August: Barack Obama, Politiker aus Chicago sowie Professor für Rechtswissenschaft
- 7. August: Gesine Lötzsch, deutsche Politikerin
- 7. August: Carlos Vives, kolumbianischer Sänger und Schauspieler
- 8. August: The Edge, Gitarrist der irischen Band U2
- 12. August: Andreas Suchanek, deutscher Wirtschaftsethiker
- 12. August: Kristin Krohn Devold, norwegische konservative Politikerin
- 12. August: Andrea Maria Dusl, österreichische Filmregisseurin
- 12. August: Tatjana Wladimirowna Samolenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. August: Gottardo Gottardi, Schweizer Schach-Großmeister im Fernschach
- 15. August: Dietmar Mögenburg, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 20. August: Maren Winter, deutsche Schriftstellerin
- 20. August: Greg Egan, Sciencefiction-Schriftsteller
- 21. August: Stephen Hillenburg, Erfinder der Zeichentrick-Figur Spongebob Schwammkopf
- 21. August: Gerardo Barbero, Schachgroßmeister († 2001)
- 22. August: Thomas Hoeren, Professor für Informations- und Medienrecht
- 22. August: Debbi Peterson, US-amerikanische Musikerin
- 28. August: Ad Freundorfer, deutscher Künstler
- 31. August: Neill Archer, englischer Tenor
- 31. August: Bruce Guthro, kanadischer Folksänger
- 1. September: Gitta Schüßler, deutsche Politikerin
- 3. September: Michael Schulz (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 6. September: Willy Astor, bayerischer Kabarettist, Musiker und Komponist
- 6. September: Pål Waaktaar, norwegischer Popmusiker
- 7. September: Peter Lehmann (Informatiker), deutscher Wirtschaftinformatiker
- 10. September: Jörg Freimuth, deutscher Leichtathlet
- 12. September: Mylène Farmer, franko-kanadische Popsängerin
- 13. September: Dave Mustaine, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 15. September: Dan Marino, NFL-Quarterback bei den Miami Dolphins
- 18. September: James Gandolfini, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. September: Reinhard Grindel, deutscher Politiker
- 19. September: Katsu Aki, japanischer Mangaka
- 20. September: Erwin Koeman, niederländischer Fußballspieler
- 22. September: Scott Baio, amerikanischer Schauspieler
- 22. September: Catherine Oxenberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. September: Daúde, brasilianische Sängerin, Schauspielerin und Fotomodell
- 25. September: Heather Locklear, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. September: Irvine Welsh, britischer Schriftsteller
- 27. September: Andy Lau, Schauspieler und Multitalent aus Hongkong
- 28. September: Jordanka Donkowa, bulgarische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 29. September: Roger David, deutscher IT-Unternehmer
- 30. September: Eric Stoltz, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1. Oktober: Thomas von Heesen, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 4. Oktober: Kazuki Takahashi, japanischer Mangaka
- 6. Oktober: Katrin Dörre, deutsche Leichtathletin
- 7. Oktober: Matthias Brandt, deutscher Theater- und Fernsehschauspieler
- 10. Oktober: Danuta Stenka, polnische Schauspielerin
- 11. Oktober: Alfred Dorfer, österreichischer Schauspieler und Kabarettist
- 17. Oktober: Rainer Heller, Bürgermeister von Detmold
- 18. Oktober: Wynton Marsalis, einer der bedeutendsten Trompeter unserer Zeit
- 20. Oktober: Kate Mosse, britische Schriftstellerin
- 20. Oktober: Ian Rush, ehemaliger walisischer Fußballspieler
- 23. Oktober: Andoni Zubizarreta, spanischer Fußball-Torhüter und Rekordnationalspieler
- 25. Oktober: Chad Smith, Schlagzeuger der kalifornischen Funk-Rockband Red Hot Chili Peppers
- 29. Oktober: Cornelia Oschkenat, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 30. Oktober: Karl Christoph Klauer, deutscher Sozial- und Kognitionspsychologe
- 31. Oktober: Larry Mullen Junior, irischer Musiker
- 31. Oktober: Peter Jackson, neuseeländischer Regisseur, Produzent und Autor
- 31. Oktober: Alonzo Babers, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 2. November: K.d. lang, kanadische Country- und Pop-Sängerin
- 5. November: Helmut de Raaf, deutscher Eishockeytormann und -trainer
- 6. November: Craig Goldy, ist ein Gitarrist
- 8. November: Leif Garrett, US-amerikanischer Schauspieler und Popsänger
- 12. November: Nadia Comăneci, rumänische Turnerin
- 15. November: Christian Stückl, deutscher Intendant und Regisseur
- 17. November: Wolfram Wuttke, deutscher Fußballspieler
- 19. November: Meg Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. November: Martin Andermatt, Schweizer Fußballtrainer
- 22. November: Randal L. Schwartz, US-amerikanischer Systemadministrator
- 23. November: Masamune Shirow, japanischer Manga-Zeichner
- 24. November: Hartmut Engler, deutscher Sänger und Pop-Musiker
- 24. November: Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerrin
- 26. November: Dirk Michaelis, Sänger und Komponist
- 27. November: Norbert Dickel, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 28. November: Alfonso Cuarón, mexikanischer Regisseur
- 2. Dezember: Gaby Köster, deutsche Schauspielerin und Kabarettistin
- 6. Dezember: Manuel Reuter, deutscher Automobilrennfahrer
- 6. Dezember: Chris Valentine, ehem. kanadischer Eishockeyspieler und Trainer
- 8. Dezember: Elfi Eschke, deutsche Schauspielerin
- 10. Dezember: Mark McKoy, Leichtathlet und Olympiasieger
- 11. Dezember: Dave King, irischer Musiker
- Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und | | |