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Aten (Asteroid)

Aten (Asteroid)

(2062) Aten ist der Namensgeber einer Gruppe von Asteroiden (Aten-Typ), deren Bahnen größtenteils innerhalb der Erdbahn verlaufen und diese von innen her kreuzen.
Benannt wurde der Himmelskörper nach Aton, einem altägyptischen Gott. Die Bahn von Aten verläuft zwischen 0,79 AE (Perihel) und 1,143 AE (Aphel). Die Bahnexzentrizität beträgt 0,183 wobei die Bahn 18,93 ° gegen die Ekliptik geneigt ist. Der 0,9 km große Asteroid wurde am 7. Januar 1976 von Eleanor F. Helin entdeckt. Aten gehört zur Gruppe der silikatreichen Asteroiden. Die Albedo beträgt 0,2. Während der Opposition erreicht Aten eine Helligkeit von 16,8 mag und ist damit ein äußerst lichtschwaches Objekt am Nachthimmel. Siehe auch: Liste der Asteroiden Kategorie:Asteroid vom Aten-Typ ja:アテン (小惑星)

Asteroid

Als Asteroiden bezeichnet man kleine planetenähnliche Objekte, die sich in Keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. In der Terminologie der Astronomen wird ein Asteroid (sternähnliches Objekt) häufig als Kleinplanet oder Planetoid (planetenähnliches Objekt) bezeichnet. Bislang sind etwa 220 000 Asteroiden bekannt, wobei die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Nur die wenigsten haben allerdings mehr als 100 km Durchmesser. Bis vor einigen Jahren war Ceres der größte bekannte Planetoid. Diesen Rang musste er inzwischen abgeben. Im Kuipergürtel wurden Objekte wie Quaoar (vorherige vorläufige Bezeichnung 2002 LM60) mit 1250 km Durchmesser, Orcus (2004 DW) mit einem Durchmesser von 1600–1800 km und 2003 UB313 mit 2500–3200 km Durchmesser gefunden. Jenseits des Kuipergürtels wurde Ende 2003 der etwa 1700 km große Asteroid Sedna (2003 VB12) entdeckt. Weitere große Asteroiden sind Pallas, Vesta, Juno, Hebe, Iris, Hygeia, Parthenope, Eunomia, Arethusa und Astraea.

Die Geschichte der Asteroidenforschung

Bereits im Jahre 1760 entwickelte der deutsche Gelehrte Johann Daniel Titius eine einfache mathematische Formel (Titius-Bode-Reihe), nach der die Abstände der Planeten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Die Reihe enthält jedoch eine Lücke, da zwischen Mars und Jupiter, im Abstand von 2,8 AE, ein Planet fehlt. Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine regelrechte Jagd auf den unentdeckten Planeten ein. Das erste internationale Forschungsvorhaben wurde ins Leben gerufen, organisiert von Baron Franz Xaver von Zach, der seinerzeit an der Sternwarte Gotha tätig war. Der Himmel wurde in 24 Sektoren eingeteilt, die von Astronomen in ganz Europa systematisch abgesucht wurden. Für den Planeten hatte man bereits den Namen „Phaeton“ reservieren lassen. Fündig wurde man allerdings nicht. In der Neujahrsnacht des Jahres 1801 entdeckte der Astronom und Theologe Giuseppe Piazzi im Teleskop der Sternwarte von Palermo (Sizilien) bei der Durchmusterung des Sternbildes Stier einen schwachen Stern, der in keiner Sternkarte verzeichnet war. Piazzi hatte von dem Forschungsvorhaben gehört und beobachtete den Stern in den folgenden Nächten, da er vermutete, den gesuchten Planeten gefunden zu haben. Er sandte seine Beobachtungsergebnisse an Zach, wobei er das Objekt zunächst als neuen Kometen bezeichnete. Piazzi erkrankte und konnte seine Beobachtungen nicht fortsetzen. Bis zur Veröffentlichung von Piazzis Beobachtungen war viel Zeit vergangen. Der Himmelskörper war weiter in Richtung Sonne gewandert und konnte zunächst nicht wieder gefunden werden. Der Mathematiker Gauß hatte allerdings ein numerisches Verfahren entwickelt (unter Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate), die es erlaubte, die Bahnen von Planeten oder Kometen anhand nur weniger Positionen zu bestimmen. Nachdem Gauss die Veröffentlichungen Piazzis gelesen hatte, berechnete er die Bahn des Himmelskörpers und sandte das Ergebnis nach Gotha. Heinrich Wilhelm Olbers entdeckte das Objekt daraufhin am 31. Dezember 1801 wieder, dass schließlich den Namen Ceres erhielt. Im Jahre 1802 entdeckte Olbers einen weiteren Himmelskörper, den er Pallas nannte. 1803 wurde Juno, 1807 Vesta entdeckt. Bis zur Entdeckung des fünften Asteroiden, Astraea im Jahre 1847, vergingen fast 40 Jahre. Es folgten allerdings rasch weitere Entdeckungen, wie die Düsseldorfer Planetoiden, so dass im Jahre 1890 etwa 300 Asteroiden bekannt waren. Nach 1890 brachte die Einführung der Fotografie in die Astronomie wesentliche Fortschritte. Die Asteroiden, die bis dahin mühsam durch den Vergleich von Teleskopbeobachtungen mit Himmelskarten gefunden wurden, verrieten sich nun durch Lichtspuren auf den fotografischen Platten. Durch die im Vergleich zum menschlichen Auge höhere Lichtempfindlichkeit der fotografischen Emulsionen konnten äußerst lichtschwache Objekte nachgewiesen werden. Durch den Einsatz der neuen Technik stiegt die Zahl der entdeckten Asteroiden rasch an. Die Einführung der CCD-Kameratechnik um 1990 und die Möglichkeiten der computerunterstützten Auswertung der elektronischen Aufnahmen bedeutete einen weiteren wesentlichen Fortschritt. Bislang sind etwa 220.000 Asteroiden katalogisiert worden. Ist die Bahn eines Asteroiden bestimmt worden, kann die Größe des Himmelskörpers aus der Untersuchung seiner Helligkeit und des Rückstrahlvermögens, der Albedo, ermittelt werden. Dazu werden Messungen im optisch sichtbaren Licht sowie im Infrarotbereich durchgeführt. Diese Methode ist mit Unsicherheiten verbunden, da die Oberflächen der Asteroiden chemisch unterschiedlich aufgebaut sind und das Licht unterschiedlich stark reflektieren. Genauere Ergebnisse können mittels Radarbeobachtungen erzielt werden. Dazu können Radioteleskope verwendet werden, die, als Sender umfunktioniert, starke Radiowellen in Richtung der Asteroiden aussenden. Durch die Messung der Laufzeit der von den Asteroiden reflektierten Wellen kann deren exakte Entfernung bestimmt werden. Die weitere Auswertung der Radiowellen liefert Daten zu Form und Größe. Regelrechte „Radarbilder“ lieferte beispielsweise die Beobachtung der Asteroiden Castalia und Toutatis. Eine Reihe von Asteroiden konnte mittels Raumsonden näher untersucht werden:
- Die Raumsonde Galileo flog auf ihrem Weg zum Planeten Jupiter im Jahre 1991 am Asteroiden Gaspra und 1993 an Ida vorbei.
- Die Sonde NEAR-Shoemaker flog 1997 an dem Asteroiden Mathilde vorbei und landete 2001 auf Eros.
- Die Sonde Deep Space 1 passierte 1999 den Asteroiden Braille in 26 km Abstand.
- Die Sonde Stardust zog 2002 in 3.300 km Entfernung am Asteroiden Annefrank vorbei.
- Die japanische Sonde Hayabusa ereichte 2005 den Asterioden Itokawa und soll von dort Gesteinsproben zur Erde transferieren.

Die Benennung der Asteroiden

Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen Die Namen der Asteroiden setzen sich aus einer vorangestellten Nummer und einem Namen zusammen. Die Nummer gab früher die Reihenfolge der Entdeckung des Himmelskörpers an. Heute ist sie eine rein numerische Zählform, da sie erst vergeben wird, wenn die Bahn des Asteroiden gesichert ist (das Objekt ist jederzeit wieder auffindbar). Das kann durchaus auch erst Jahre nach der Erstbeobachtung erfolgen. Der Entdecker hat innerhalb von 10 Jahren nach der Nummerierung das Vorschlagsrecht für die Vergabe eines Namens. Dieser muss aber durch eine Kommission der Internationalen Astronomischen Union bestätigt werden, da es Richtlinien für die Namen astronomischer Objekte gibt. Dementsprechend existieren zahlreiche Asteroiden zwar mit Nummer, aber ohne Namen, vor allem in den oberen Zehntausendern. Neuentdeckungen, für die noch keine Bahn mit ausreichender Genauigkeit berechnet werden konnte, werden mit dem Entdeckungsjahr und einer Buchstabenkombination, beispielsweise 2003 UB313, gekennzeichnet. Die Buchstabenkombination setzt sich aus dem ersten Buchstaben für die Monatshälfte (beginnend mit A und fortlaufend bis Y ohne I) und einem fortlaufenden Buchstaben zusammen. Wenn mehr als 24 Kleinplaneten in einer Monatshälfte entdeckt werden - was heute die Regel ist - beginnt die Buchstabenkombination von vorne, gefolgt von jeweils einer je Lauf um eins erhöhten laufenden Nummer. Der erste Asteroid wurde 1801 von Giuseppe Piazzi an der Sternwarte Palermo auf Sizilien entdeckt. Piazzi taufte den Himmelskörper auf den Namen Ceres Ferdinandea. Die römische Göttin Ceres ist Schutzpatronin der Insel Sizilien. Mit dem zweiten Namen wollte Piazzi König Ferdinand IV., den Herrscher über Italien und Sizilien ehren. Dies missfiel der internationalen Forschergemeinschaft und man ließ ihn weg. Die offizielle Bezeichnung des Asteroiden lautet demnach (1) Ceres. Bei den weiteren Entdeckungen wurde die Nomenklatur beibehalten und die Asteroiden wurden nach römischen und griechischen Göttinnen benannt; dies waren (2) Pallas, (3) Juno, (4) Vesta ... (17) Thetis (der erste von 24 Düsseldorfer Planetoiden), (288) Glauke (der letzte der Düsseldorfer Planetoiden) und so weiter. Anfänglich galt auch das ungeschriebene Gesetz, dass Asteroiden stets weibliche Namen erhielten; dieses wurde erstmals beim Asteroiden (334) Chicago gebrochen. Als immer mehr Asteroiden entdeckt wurden, gingen den Astronomen die antiken Gottheiten aus. So wurden Asteroiden unter anderem nach den Ehefrauen der Entdecker, zu Ehren historischer Persönlichkeiten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Städten, Märchenfiguren und Gottheiten aus anderen Religionen benannt. Beispiele hierfür sind die Asteroiden Kleopatra, Albert, Annefrank, Jodiefoster, Lutetia, Rumpelstilz, Varuna, Quaoar und Sedna. Diese Praxis trieb Blüten. So ist beispielsweise der 1935 entdeckte Planetoid Haremari zu Ehren beliebter Schauspielerinnen und der Freundinnen einiger Mitarbeiter des Astronomisches Recheninstituts in Heidelberg benannt, als Harem des ARI.

Die Entstehung der Asteroiden

Zunächst gingen die Astronomen davon aus, dass die Asteroiden das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe seien, bei der ein Planet zwischen Mars und Jupiter auseinanderbrach und Bruchstücke auf seiner Bahn hinterließ. Es zeigte sich jedoch, dass die Gesamtmasse der im Hauptgürtel vorhandenen Asteroiden sehr viel geringer ist als die des Erdmondes. Daher nimmt man heute an, dass die Asteroiden eine Restpopulation von Planetesimalen aus der Entstehungsphase des Sonnensystems darstellen. Die Gravitation von Jupiter, dessen Masse am schnellsten zunahm, verhinderte die Bildung eines größeren Planeten aus dem Asteroidenmaterial. Die Planetesimale wurden auf ihren Bahnen gestört, kollidierten immer wieder heftig miteinander und zerbrachen. Ein Teil wurde auf Bahnen abgelenkt, die sie auf Kollisionskurs mit den Planeten brachten. Hiervon zeugen noch die Impaktkrater auf den Planetenmonden und den inneren Planeten. Die größten Asteroiden wurden nach ihrer Entstehung stark erwärmt (hauptsächlich durch den radioaktiven Zerfall des Aluminium-Isotops 26Al und möglicherweise auch des Eisenisotops 60Fe) und im Innern aufgeschmolzen. Schwere Elemente, wie Nickel und Eisen, setzten sich infolge der Schwerkraftwirkung im Inneren ab, die leichteren Verbindungen, wie die Silikate, verblieben in den Außenbereichen. Dies führte zur Bildung von differenzierten Körpern mit metallischem Kern und silikatischem Mantel. Ein Teil der differenzierten Asteroiden zerbrach bei weiteren Kollisionen, wobei Bruchstücke, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten, als Meteoriten niedergehen.

Die Zusammensetzung der Asteroiden

Die spektroskopische Untersuchung der Asteroiden zeigte, dass deren Oberflächen chemisch unterschiedlich zusammengesetzt sind. Analog erfolgte eine Einteilung in verschiedene spektrale beziehungsweise taxonomische Klassen:
- C-Asteroiden: Dies ist mit einem Anteil von 75 % der häufigste Asteroidentyp. C-Asteroiden weisen eine kohlen- oder kohlenstoffartige (das C steht für Kohlenstoff), dunkle Oberfläche mit einer Albedo um 0,05 auf. Es wird vermutet, dass die C-Asteroiden aus dem gleichen Material bestehen, wie die kohligen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten. Die C-Asteroiden bewegen sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels.
- S-Asteroiden: Der mit einem Anteil von 17 % zweithäufigste Typ (das S steht für Silikat) kommt hauptsächlich im inneren Bereich des Hauptgürtels vor. S-Asteroiden besitzen eine hellere Oberfläche mit einer Albedo von 0,15 bis 0,25. Von ihrer Zusammensetzung her ähneln sie den gewöhnlichen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, die überwiegend aus Silikaten zusammengesetzt sind.
- M-Asteroiden: Der überwiegende Rest der Asteroiden wird diesem Typ zugerechnet. Bei den M-Meteoriten (das M steht für metallisch) dürfte es sich um die metallreichen Kerne differenzierter Asteroiden handeln, die bei der Kollision mit anderen Himmelskörpern zertrümmert wurden. Sie besitzen eine ähnliche Albedo wie die S-Asteroiden. Ihre Zusammensetzung dürfte der von Nickel-Eisenmeteoriten gleichen.
- E-Asteroiden: Die Oberflächen dieses seltenen Typs von Asteroiden bestehen aus dem Mineral Enstatit. Chemisch dürften sie den Enstatit-Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, ähneln. E-Asteroiden besitzen eine hohe Albedo von 0,4 und mehr.
- V-Asteroiden: Dieser seltene Typ von Asteroiden (das V steht für Vesta) ist ähnlich zusammengesetzt, wie die S-Asteroiden. Der einzige Unterschied ist der erhöhte Anteil an Pyroxen-Mineralen. Es wird angenommen, dass alle V-Asteroiden aus dem silikatischen Mantel von Vesta stammen und bei der Kollision mit einem anderen großen Asteroiden abgesprengt wurden. Darauf weist ein gewaltiger Impaktkrater auf Vesta hin. Die auf der Erde gefundenen HED-Achondrite, eine seltene Gruppe von Steinmeteoriten, könnten ebenfalls von Vesta stammen, da sie eine ähnliche chemische Zusammensetzung aufweisen.
- G-Asteroiden: Können als Untergruppe der C-Klasse angesehen werden, da sie ein ähnliches Spektrum aufweisen, jedoch im UV-Bereich unterschiedliche Absorptionslinien aufweisen.
- B-Asteroiden: Ähnlich zusammengesetzt, wie die C- und G-Klasse. Abweichungen im UV-Bereich.
- F-Asteroiden: Ebenfalls eine Untergruppe der C-Klasse, jedoch mit Unterschieden im UV-Bereich. Außerdem fehlen Absorptionslinien im Wellenlängenbereich des Wassers.
- P-Asteroiden: Asteroiden dieses Typs besitzen eine sehr geringe Albedo und ein Spektrum im rötlichen Bereich. Sie sind wahrscheinlich aus Silikaten mit Kohlenstoffanteilen zusammengesetzt. P-Asteroiden halten sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels auf.
- D-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich zusammengesetzt, wie die P-Asteroiden, mit einer geringen Albedo und einem rötlichen Spektrum.
- R-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich aufgebaut, wie die V-Asteroiden. Das Spektrum weist auf hohe Anteile an Olivin und Pyroxene hin.
- A-Asteroiden: Das Spektrum der A-Asteroiden zeigt deutliche Olivinbande und weist auf einen völlig differenzierten Mantelbereich hin. A-Asteroiden halten sich im inneren Bereich des Hauptgürtels auf.
- T-Asteroiden: Dieser Asteroidentyp gehört ebenfalls zum inneren Bereich des Hauptgürtels. Er weist ein dunkles rötliches Spektrum auf, unterscheidet sich jedoch von den P- und R-Asteroiden. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die Asteroiden monolithische Felsbrocken, also kompakte Gebilde sind. Die geringen Dichten sowie das Vorhandensein von riesigen Impaktkratern lassen jedoch den Schluss zu, dass die größeren Asteroiden locker aufgebaut sind und eher als lose „Schutthaufen“, die durch die Gravitation zusammengehalten werden, anzusehen sind. Locker aufgebaute Körper können die bei Kollisionen auftretenden Kräfte absorbieren ohne zerstört zu werden. Kompakte Körper werden dagegen bei größeren Impaktereignissen durch die Stoßwellen auseinander gerissen. Darüber hinaus weisen die großen Asteroiden nur geringe Rotationsperioden auf. Eine schnelle Rotation um die eigene Achse würde dazu führen, dass die auftretenden Fliehkräfte die Körper auseinander reißen. Man geht davon aus, dass der überwiegende Teil der über 200 Meter großen Asteroiden derartige kosmische Schutthaufen darstellen.

Die Bahnen der Asteroiden

Asteroiden des Hauptgürtels

Hauptartikel: Asteroidengürtel Etwa 90 % der bekannten Asteroiden bewegen sich innerhalb des Hauptgürtels um die Sonne, einem breiten Gebiet zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Sie füllen damit die Lücke in der Titius-Bode-Reihe. Vertreter dieser Asteroiden sind Ceres, Pallas, Juno und Vesta.

Asteroiden innerhalb der Marsbahn

Hauptartikel: Asteroiden innerhalb der Marsbahn Asteroiden, deren Bahnen teilweise innerhalb des Mars verlaufen, gliedert man in 3 Gruppen:
- Amor-Typ: Dieser Asteroidentyp kreuzt die Marsbahn in Richtung Erde. Ein Vertreter ist der 1898 entdeckte Eros (1898, der sich der Erdbahn bis 0,15 AE) nähert. Nahe Vorbeigänge von Eros an der Erde dienten in den Jahren 1900 und 1931 zur genauen Vermessung des Sonnensystems. Der Amor-Asteroid Albert, 1911 von Johann Palisa entdeckt, ging später wieder verloren und konnte erst 2000 wiederentdeckt werden. Der Namensgeber der Gruppe, der 1932 entdeckte Amor, besitzt eine typische Bahn von 1,08 bis 2,76 AE.
- Apollo-Typ: Asteroiden dieses Typs bewegen sich zwischen der Mars- und Erdbahn, wobei einige ihrer Mitglieder sehr exzentrische Umlaufbahnen besitzen, die sie im Perihel-Durchgang ins Innere der Venus-Umlaufbahn bringt (Apollo-Typ). Vertreter sind die 1918 von Max Wolf entdeckte Alinda, der 1932 von K. Reimuth entdeckte Apollo mit einer Bahn von 0,65 bis 2,29 AE und der 1937 entdeckte Hermes, der in nur 1½ facher Monddistanz an der Erde vorbeizog.
- Aten-Typ: Eine Gruppe von erdnahen Asteroiden, die sich typischerweise in einem Abstand von weniger als einer AE, und somit innerhalb der Erdbahn, um die Sonne bewegen. Benannt wurde sie nach dem 1976 entdeckten Aten. Aten-Asteroiden mit exzentrischen Bahnen können die Erdbahn von innen her kreuzen. Weitere Vertreter der Gruppe sind Ra-Shalom, Hathor und Cruithne. Diese Gruppen werden zusammenfassend auch als Erdbahnkreuzer (oder englisch Near-Earth Objects - kurz NEOs) bezeichnet, nach denen wegen einer theoretischen Kollisionsgefahr mit der Erde seit einigen Jahren systematisch gesucht wird. Das erfolgreichste Suchprogramm ist Lincoln Near Earth Asteroid Research (LINEAR). Weitere Suchprogramme sind NEAT und LONEOS.

Enge Begegnungen mit Erdbahnkreuzer


- Am 18. März 2004 passiert um 23:08 Uhr MEZ der Asteroid 2004 FH, ein Gesteinsbrocken mit etwa 30 m Durchmesser, die Erde über dem südlichen Atlantik in einem Abstand von nur 43.000 km.
- Der nur etwa sechs Meter große Asteroid 2004 FU162 näherte sich der Erde am 31. März 2004 auf 6.500 km. Kein anderer derzeit bekannter Kleinplanet ist der Erde näher gekommen.
- Am 13. April 2029 wird der Asteroid Apophis die Erde passieren: Nur etwa der dreifache Erddurchmesser werde zwischen der Erde und dem Asteroiden liegen. Solch ein Ereignis kommt laut Angaben der Universität in Michigan nur alle 1300 Jahre vor.
- Der Asteroid 1950 DA wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen, auch die Möglichkeit einer Kollision mit der Erde besteht. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings bei nur 0,33 %.

Große und bekannte Einschlagkrater

Asteroiden, die mit anderen Himmelskörpern kollidieren, erzeugen Einschlagkrater. Eine diesbezügliche Auflistung befindet sich ebenfalls im Artikel Einschlagkrater im Absatz Große und bekannte Einschlagkrater.

Asteroiden, die sich auf Planetenbahnen bewegen

Hauptartikel: Trojaner (Astronomie) Asteroiden, die sich in den Lagrange-Punkten der Planeten befinden, nennt man Trojaner. Zuerst entdeckte man diese Begleiter bei Jupiter. Sie bewegen sich auf der Jupiterbahn vor beziehungsweise hinter dem Planeten. Jupitertrojaner sind beispielsweise Achilles und Aeneas. 1990 wurde der erste Marstrojaner entdeckt und Eureka getauft. In der Folgezeit wurden vier weitere Marstrojaner entdeckt.

Asteroiden zwischen Saturn und Uranus

Zwischen den Planeten Saturn und Uranus bewegt sich eine als Zentauren bezeichnete Gruppe von Asteroiden auf exzentrischen Bahnen. Der erste entdeckte Vertreter war Chiron. Die Zentauren stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel und sind durch gravitative Störungen auf instabile Bahnen abgelenkt worden.

Transneptunische oder Kuipergürtel-Objekte

Im äußeren Sonnensystem, jenseits der Neptunbahn, bewegen sich die Transneptunischen beziehungsweise Kuipergürtel-Objekte (Kuiper belt objects; KBO). Hier wurden die bislang größten Asteroiden oder Planetoiden entdeckt. Vertreter sind Quaoar, Orcus, Varuna und 2003 UB313.

Asteroiden innerhalb der Merkurbahn

Die Existenz einer weiteren Gruppe von Asteroiden, den Vulkanoiden, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Diese Asteroiden sollen sich auf sonnennahen Bahnen innerhalb des Merkur bewegen.

Siehe auch

Liste der Asteroiden, Liste der Monde und Erdbahnkreuzer

Literatur


- Kometen und Asteroiden. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg 2003 (Sterne und Weltraum Special Nr.2003/2) ISBN 3936278369
- William Bottke, Alberto Cellino, Paolo Paolicchi, Richard P. Binzel (Herausgeber): Asteroids III. Univ. of Arizona Press 2002 (Space Science Series) ISBN 0816522812 (engl.)
- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 223-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel im PDF-Format erhältlich: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf

Weblinks


- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4 Asteroiden-Newsletter]
- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4?tvsearch=Asteroiden Asteroiden im TV]
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2002/turiner_skala.html Turiner Skala für das Impakt-Risiko von Asteroiden und Kometen (Verein Kuffner Sternwarte)]
- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/73043.html Trojanerwolken]

Videos

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981108.rm Asteroiden - Bomben aus dem All?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010902.rm Woher kommen die Asteroiden?] Kategorie:Asteroid ja:小惑星 ko:소행성 ms:Asteroid simple:Asteroid th:ดาวเคราะห์น้อย

Aten-Typ

Die Asteroiden innerhalb der Marsbahn unterteilt man im Wesentlichen in die drei Gruppen Amor-, Apollo- und Aten-Typ, die nach ihren Bahnelementen eingeteilt werden. Diese Asteroiden kreisen nicht wie die überwiegende Mehrheit im Asteroidengürtel um die Sonne, sondern näher in Richtung der Bahnen von Mars und Erde, teilweise auch Venus. Einige Prozent der Asteroiden besitzen solche Umlaufbahnen, deren Perihel sich durch Bahnstörungen sonnenwärts verlagert hat.

Einordnung

Als erster dieser ungewöhnlichen Kleinplaneten wurde 1898 als Nummer 433 der hantelförmige Eros entdeckt. Bei Bahnradien zwischen 1,13 und 1,78 AE (Mars: 1,43 - 1,61 AE) kam er der Erde bis 0,15 AE nahe (58 Monddistanzen) und diente 1900 und 1931 zur genauen Vermessung des Sonnensystems. 2000 fand die Begegnung mit der Raumsonde NEAR statt. 1911 entdeckte Johann Palisa Nr. 719 Albert (1,19 - 4 AE), der aber erst 2000 wiedergefunden wurde. Als vor 70 Jahren weitere „absonderliche“ Bahnen entdeckt wurden, begann man sie zu typisieren. Heute unterscheidet man drei Bahntypen:

Amor-Typ

Asteroiden vom Amor-Typ kreuzen die Marsbahn in Richtung Erde, einige wenige laufen auch zwischen diesen Planeten. Sie werden nach dem Asteroiden (1221) Amor benannt, der 1932 entdeckt wurde und sich in einem Abstand von 1,08 - 2,76 AE um die Sonne bewegt. Der nächste Abstand zur Sonne - das so genannte Perihel - beträgt bei diesem Bahntyp zwischen 1,017 und 1,3 AE. Die Amor-Asteroiden kreuzen also nicht die Erdbahn, können ihr aber von außen nahe kommen. Frühe Vertreter dieser Gruppe sind die erwähnten (433) Eros sowie (719) Albert und (887) Alinda.

Apollo-Typ

Asteroiden vom Apollo-Typ kreuzen die Erdbahn und werden nach (1862) Apollo benannt. Ihre Bahnen haben ein Perihel unter 1,017 AE, was der Aphel-Distanz der Erde entspricht, und meist eine numerische Exzentrizität über 0,5. Bahnbestimmungen haben gezeigt, dass die Asteroiden des Hauptgürtels infolge gravitativer Störungen des Jupiter auf Apollo-Bahnen übergehen können. Weitere Vertreter sind (2102) Adonis und (69230) Hermes, der 1937 in 1,5-facher Monddistanz an der Erde vorbeizog. 1990 waren 63 Apollo-Asteroiden bekannt, 1999 bereits 415, im November 2003 laut Minor Planet Center (MPC) 1190. Die Zahlen verdoppeln sich in nur etwa zwei Jahren.

Aten-Typ

Asteroiden vom Aten-Typ (benannt nach (2062) Aten) laufen größtenteils innerhalb der Erdbahn und kreuzen diese von innen. Die Aphel-Distanzen sind dabei größer als 0,983 AE, was der Perihel-Distanz der Erde entspricht. Der 7 km große Aten wurde 1976 entdeckt und kommt auf seiner Bahn (0,79 - 1,14 AE) der Erde alle 10.000 Jahre nahe. Weitere bekannte Vertreter sind (2100) Ra-Shalom und (2340) Hathor. 1990 kannte man 9, 1999 schon 60 und im November 2003 196 Asteroiden dieses Typs.

Weitere Besonderheiten

Sonnennahe Asteroiden

Manche der Kleinkörper, die Reste aus der Frühzeit des Sonnensystems darstellen, haben ihren sonnennächsten Punkt innerhalb der Venusbahn, zwei schneiden sogar die Merkurbahn: (1566) Icarus (1949 entdeckt; 0,19 - 1,97 AE) und der kometenhafte, von IRAS 1984 entdeckte (3200) Phaeton (0,14 - 2,40 AE). Letzterer hat im Perihel eine Geschwindigkeit von 200 km/s und trotz Temperaturen von 600°C keine kometare Emission [ESA 2002]. Beide sind ein Sonderfall des Apollo-Typs, aber wegen der nur geringen Sonnennähe kein echter Intramerkur - siehe auch die hypothetischen Vulkanoiden.

Erdbahnkreuzer

Einige aus den drei Asteroidentypen sind Erdbahnkreuzer (englisch „Near Earth Object“, kurz NEO), die theoretisch eine kleine Kollisionsgefahr mit der Erde darstellen. Daher wird seit einigen Jahren systematisch nach ihnen gesucht.

Siehe auch


- LONEOS
- LINEAR
- Liste der Asteroiden

Weblinks


- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
- [http://scienceworld.wolfram.com/astronomy/ApolloAsteroid.html Apollo Asteroids] (Englisch)
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/lists/Unusual.html Unusual Minor Planets] (Englisch) Kategorie:Asteroid

Aton

M17-X1:N35:N5 Aton ist ein altägyptischer Gott. Der Gott Aton ist die Sonnenscheibe, die lebensspendende Kraft der Sonne. Er wurde zum ersten Mal unter der Herrschaft Thutmosis I. um 1500 v. Chr. erwähnt. Amenophis IV. erklärte Aton zur Reichsgottheit, ein Schritt hin zum Monotheismus, und nannte sich fortan Echnaton (Ach-en-Jati, nützlich für Aton). Echnaton ließ seinen Gott sogar in einer Kartusche schreiben: S34-G9-N27:N27-V28-D36:Z4:Y1-Aa15:N27 es lebe der horizontische Horus (Rê-Harachte), der im Lichtland (am Horizont) jubelt Aa15:D21:N35-I9:Aa15-H6-G43-N5-N35:X1
- Z4:Aa15-M17-X1:N35:N5
in seinem Namen als Schu, der in der Sonnenscheibe (Aton) ist (alte Version) und in einer späteren Form: S34-N5-S38-N27:N27-V28-D36:Z4:Y1-Aa15:N27 Es lebe Rê, der horizontische Herrscher, der im Lichtland (am Horizont) jubelt Aa15:D21:N35-I9:Aa15-N5:X1-M17-M18-Aa15-M17-X1:N35:N5 in seinem Namen als Re, der Vater, der als Sonnenscheibe (Aton) kommt ---- In neuerer Zeit ist seit 1991 eine reine Internetkirche entstanden, die sich ATON/A.T.O.N. bezeichnet = (A-rbeitsgemeinschaft T-ransformation, O-ekologie und N-eue Energien). Sie ist unter den Sekten einzuordnen. Sie gibt sich als Fortentwicklung der Christlichen Kirche aus und will den Glauben an einen Sonnengott unter der Anwendung von Sonnenenergie (Photovoltaik), Solarkollektoren unter dem Aspekt des Pharaos Amenophis IV., Echnaton neu beleben.

Kultstätten


- Per-Aton-Tempel in Karnak
- Stadtgründung Achetaton (Horizont des Aton), heute El-Amarna Siehe auch: Liste ägyptischer Götter Kategorie:Ägyptische Gottheit ja:アテン

Astronomische Einheit

Die Astronomische Einheit (Kürzel AE, international AU für Astronomical Unit) ist neben dem Parsec die wichtigste Längeneinheit in der Astronomie. Die AE ist seit dem Ende des 20. Jahrhunderts definiert als 149.597.870.691 Meter und entspricht mit großer Annäherung der großen Halbachse der Erdumlaufbahn (mittlerer Abstand der Erde vom Zentrum der Sonne). Entfernungen innerhalb des Sonnensystems werden meist in AE angegeben. Der moderne Wert wurde mittels Radar- und anderen Distanzmessungen von der Erde und mittels Raumsonden bestimmt. Früher wurde die AE aus Messungen der Horizontalparallaxe der Sonne (ca. 8,794″) und dem Erdradius abgeleitet.

Definition der Internationalen Astronomischen Union

Die Internationale Astronomische Union (IAU) definiert die AE als den Radius einer kreisförmigen Umlaufbahn, auf der ein hypothetisches masseloses Teilchen ohne Störung durch dritte Körper die Sonne in 2 · π / k Tagen umläuft. (Gaußsche Gravitationskonstante k = 0,01720209895) Damit ergibt sich: 1 AE := 149 597 870 691 ± 30 m

Umrechnung

Eine Astronomische Einheit (1 AE) entspricht:
- 1,49597870691 · 1011 m (149.597.870.691 Meter) oder
- 1,49597870691 · 108 km (149.597.870,691 Kilometer) oder
- 149,597 871 Millionen km (149,597 871 Gm).
  - Ausgedrückt in interstellaren Längenmaßen beträgt sie
- 1,58129 · 10-5 Lj (0,0000158129 Lichtjahre (ca. 8,317 Lichtminuten) oder
- 4,8481 · 10-6 pc (0,0000048481 Parsec oder Parallaxensekunden, was dem Kehrwert von 180 × 3600" / Pi entspricht.

Siehe auch


- Astrometrie
- Erdmessung
- Keplerellipse
- Sonnenparallaxe
- Venusdurchgang
- Laufzeitmessung Kategorie:Geodäsie Kategorie:Astronomisches Entfernungsmaß ja:天文単位 ko:천문 단위 th:หน่วยดาราศาสตร์ zh-min-nan:Thian-bûn tan-ūi

Apsis (Astronomie)

Als Apsis (griechisch "Wölbung", Plural Apsiden) bezeichnet man die beiden Hauptscheitel auf der elliptischen Umlaufbahn eines Himmelskörpers. Apoapsis ist dabei der Punkt mit der größten Entfernung zum Hauptkörper und Periapsis der mit der geringsten. Da die Ellipse genau zwei Scheitelpunkte besitzt, wird der Begriff meist im Plural verwendet. Für die Hauptkörper Sonne, Erde und Mond haben die Apsiden eigene Namen, die aus den entsprechenden griechischen Wörtern abgeleitet sind (apo/peri = fern/nah, Helios = Sonne, Ge oder gaia = Erde, Selene = Mond).

Bahnellipsen und Baryzentrum

Wenn man Bahndaten näher betrachtet und die zwei Apsiden-Distanzen mittelt, fällt manchmal auf, dass sich diese "mittlere Entfernung" von der großen Halbachse unterscheidet. Wenn der Hauptkörper nicht wesentlich größer als der zweite ist, wird daran der Effekt des Baryzentrums deutlich gemacht. Denn nicht der Mittelpunkt des Hauptkörpers steht im Brennpunkt der Bahnellipse, sondern der gemeinsame Schwerpunkt der Himmelskörper. Beim System Erde-Mond liegt das Baryzentrum fast 5000 km außerhalb des Geozentrums, also im mond-zugewandten Bereich des Erdmantels. Der Erdmittelpunkt beschreibt daher monatlich eine Ellipse von 10.000 km Durchmesser.
Bei Doppelsternen (siehe unten) ist dieser Effekt noch wesentlich größer und kann vielfach sogar astrometrisch erfasst werden. So wurde beispielsweise schon um 1800 eine periodische Ortsveränderung des hellen Sterns Sirius festgestellt, aber erst 1862 sein kleiner Begleiter optisch nachgewiesen.

Sonne: Perihel und Aphel

Das Perihel ist der sonnennächste, das Aphel (sprich Ap_hel) der sonnenfernste Punkt einer Planetenbahn. Die Erde hat ihren Perihel-Durchgang um den 3. Januar (2.-4. Jan.) bei 147,099 Mio. km und ihren Aphel-Durchgang um den 5. Juli (3.-6. Juli) bei 152,096 Mio. km. Entfernung der Planeten von der Sonne (Angaben in Astronomischen Einheiten und Kilometern):
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Erde: Perigäum und Apogäum

Der erdnächste bzw. der erdfernste Punkt der Mondbahn. Durch die merklich elliptische Bahnform (Exzentrizität 0,055) unterscheiden sich die beiden Entfernungen um über 13 Prozent. Sie betragen 356.410 km und 406.740 km und die große Halbachse 384.405 km (zur Differenz siehe oben, Baryzentrum).

Künstliche Erdsatelliten

Bei künstlichen Erdsatelliten heißen die Apsiden ebenso wie beim natürlichen Erdmond. Gibt man sie als Höhe über der Erdoberfläche an, fällt ihr Unterschied natürlich mehr auf als bei geozentrischen Distanzen. Wird z.B. eine 300 km hohe Kreisbahn auf eine Exzentritität von nur 0,001 geändert, ändern sich die zwei Höhen auf etwa 235 und 365 km. Russische Synchronsatelliten können sogar Werte von 500 km bis ca. 80.000 km aufweisen, und eine sog. Übergangsbahn zum Mond noch extremere.
Um stabile Satellitenbahnen zu erhalten, muss das Perigäum wegen der Bremswirkung der hohen Atmosphäre mindestens 200 km hoch liegen.

Mond-Satellit: Periselen und Aposelen

Der mondnächste bzw. der mondfernste Punkt in der Bahn eines den Mond umkreisenden Körpers. Englisch ist Perilune bzw. Apolune üblicher.
Zum Beispiel hatte der dritte Lunar Orbiter (1967) zunächst ein Periselen von 210 km Höhe und ein Aposelen von 1790 km. Nach 4 Tagen wurde die Bahn auf 45 und 1850 km umgewandelt, um mehr hochauflösende Fotos zu gewinnen.

Monde um andere Planeten

Konsequenterweise wäre an Peri- bzw. Apo- der griechische Name des Planeten anzuhängen, der aber oft nicht bekannt ist. Daher umschreibt man es meistens, nur beim Jupiter sagt man Peri- und Apojuvum (engl. Peri-, Apojove).

Doppelsternsysteme: Periastron und Apastron (Peri- und Apozentrum)

Periastron u. Apastron: Der Punkt auf der Umlaufbahn eines Doppelstern-Partners, auf dem dieser am nächsten bzw. am weitesten von seinem Begleiter entfernt ist. Perizentrum u. Apozentrum: Der Punkt auf der Umlaufbahn eines Partners in einem Doppelsternsystem, auf dem dieser am nächsten bzw. am weitesten von dem Schwerpunkt (Baryzentrum) des Systems entfernt ist.

Galaxie: Perigalaktikum und Apogalaktikum

Der Punkt auf der Umlaufbahn eines Sterns um das Zentrum des Milchstraßensystems, auf dem er am nächsten bzw. am weitesten von diesem entfernt ist.

Apsidenlinie

Die Gerade durch die beiden Apsiden wird Apsidenlinie genannt. Sie entspricht der langen Hauptachse der Ellipse. Aufgrund von Schwerkraftseinflüssen anderer Himmelskörper ist die Apsidenlinie nicht fest, sondern dreht sich langsam in Richtung des umlaufenden Himmelskörpers. Dieser Vorgang wird Apsidendrehung genannt und ist bei den inneren Planeten merklich. Am größten ist sie beim Merkur, wo sie schon in einem Jahr 0,4" ausmacht. Für diese deutliche Apsidendrehung machte man im 19. Jahrhundert einen hypothetischen Planeten verantwortlich, der noch innerhalb der Merkurbahn um die Sonne kreisen sollte. Er wurde Vulkan genannt, und viele bekannte Astronomen versuchten vergeblich, ihn im Fernrohr zu finden - unter anderem während einiger Sonnenfinsternisse. Erst mit der Allgemeinen Relativitätstheorie von Einstein war dieser Effekt genau erklärbar. Vorher wurde vielfach auch eine von der Kugel abweichende Form der Sonne postuliert, um die Merkuranomalie zu erklären. Eine solche Abplattung der Sonne würde auf die Bahn wegen der Kreiselgesetze eine kleine Präzession bewirken (prinzipiell ähnlich den Erdsatelliten, deren Keplerbahnen um viele Grade pro Tag verdreht werden). Doch konnte man auch in langjährigen Messungen keine merkliche Sonnenabplattung feststellen.

Siehe auch


- Bahnbestimmung
- Keplerbahn
- Umlaufzeit Kategorie:Himmelsmechanik

Astronomische Einheit

Die Astronomische Einheit (Kürzel AE, international AU für Astronomical Unit) ist neben dem Parsec die wichtigste Längeneinheit in der Astronomie. Die AE ist seit dem Ende des 20. Jahrhunderts definiert als 149.597.870.691 Meter und entspricht mit großer Annäherung der großen Halbachse der Erdumlaufbahn (mittlerer Abstand der Erde vom Zentrum der Sonne). Entfernungen innerhalb des Sonnensystems werden meist in AE angegeben. Der moderne Wert wurde mittels Radar- und anderen Distanzmessungen von der Erde und mittels Raumsonden bestimmt. Früher wurde die AE aus Messungen der Horizontalparallaxe der Sonne (ca. 8,794″) und dem Erdradius abgeleitet.

Definition der Internationalen Astronomischen Union

Die Internationale Astronomische Union (IAU) definiert die AE als den Radius einer kreisförmigen Umlaufbahn, auf der ein hypothetisches masseloses Teilchen ohne Störung durch dritte Körper die Sonne in 2 · π / k Tagen umläuft. (Gaußsche Gravitationskonstante k = 0,01720209895) Damit ergibt sich: 1 AE := 149 597 870 691 ± 30 m

Umrechnung

Eine Astronomische Einheit (1 AE) entspricht:
- 1,49597870691 · 1011 m (149.597.870.691 Meter) oder
- 1,49597870691 · 108 km (149.597.870,691 Kilometer) oder
- 149,597 871 Millionen km (149,597 871 Gm).
  - Ausgedrückt in interstellaren Längenmaßen beträgt sie
- 1,58129 · 10-5 Lj (0,0000158129 Lichtjahre (ca. 8,317 Lichtminuten) oder
- 4,8481 · 10-6 pc (0,0000048481 Parsec oder Parallaxensekunden, was dem Kehrwert von 180 × 3600" / Pi entspricht.

Siehe auch


- Astrometrie
- Erdmessung
- Keplerellipse
- Sonnenparallaxe
- Venusdurchgang
- Laufzeitmessung Kategorie:Geodäsie Kategorie:Astronomisches Entfernungsmaß ja:天文単位 ko:천문 단위 th:หน่วยดาราศาสตร์ zh-min-nan:Thian-bûn tan-ūi

Ekliptik

Die Ekliptik (griechisches weibliches Adjektiv εκλειπτική [τροχιά], ekliptikí [trochiá] – die verdeckende [Umlaufbahn], von έκλειψη, éκlιpsi – wörtlich die Überlagerung, Verdeckung oder Auslöschung, vergleiche Ellipse) ist die Projektion der scheinbaren Bahn der Sonne im Verlauf eines Jahres auf die Himmelskugel. Die Ekliptik ist ein Großkreis am Himmel, das heisst sie definiert eine Ebene, in der sowohl der Mittelpunkt der Erde als auch der Mittelpunkt der Sonne liegen. Diese Ebene ist die Bahnebene der Erde und wird auch Ekliptikebene oder Ekliptikalebene genannt.

Details

Die Rotationsachse der Erde steht nicht senkrecht auf dieser Ebene, sondern bildet mit ihr einen Winkel von etwa 66,56 Grad. Da die Erde von der Kugelgestalt abweicht, bewirken die Gezeitenkräfte von Mond und Sonne ein Drehmoment, welches die Erdachse aufzurichten versucht. Dadurch kreiselt die Erdachse einmal in 25.780 Jahren. Dieses Phänomen wird die Präzession der Erdachse genannt. Die Ekliptik schließt mit der Ebene des Erd- bzw. Himmels-Äquators derzeit einen Winkel von 23,44° ein, die Schiefe der Ekliptik. Der Winkel ändert sich jedoch langperiodisch durch Gravitationseinflüsse der Körper im Sonnensystem aufeinander – zwischen etwa 21° 55' und 24° 18' in 41.000 Jahren. Dieser Effekt trägt zur Entstehung der Eiszeiten bei.

Geschichte

Der Name „Ekliptik“ stammt vom griechischen Wort für Verdunkelung (Ekleïpsis, εκλειψις), weil Sonnen- oder Mondfinsternisse nur dann vorkommen, wenn der Neu- bzw. Vollmond sehr nahe der Ekliptik stehen. Im geozentrischen Weltbild der Antike und des Mittelalters kreist die Sonne auf der Ekliptik innerhalb eines Jahres um die Erde. Der Bereich beiderseits der Ekliptik, innerhalb dessen die scheinbaren Bewegungen von Mond und Planeten verlaufen, wird Zodiak oder „Tierkreis“ genannt. Die Fixsterne sind bezüglich der Himmelskugel praktisch bewegungslos und bilden, von der Erde aus betrachtet, die Sternbilder. Zwölf der dreizehn Sternbilder, die von der Ekliptik geschnitten werden, wurden von der Astrologie als Grundlage zur Benennung der Tierkreiszeichen verwendet. Aufgrund der Präzession seit der Benennung der Tierkreiszeichen sind diese und die gleichnamigen Sternbilder aber nicht deckungsgleich, sondern um etwa 30°, also ein Tierkreiszeichen verschoben.

Siehe auch

Keplersche Gesetze, Sonnenfinsternis, Sommer, Winter

Weblinks


- [http://www.greier-greiner.at/hc/ekliptik.htm Kurzer Einführungsartikel] Kategorie:Himmelsmechanik Kategorie:Astronomisches Koordinatensystem ja:黄道 ko:황도 th:สุริยวิถี

7. Januar

Der 7. Januar (in Österreich: 7. Jänner) ist der 7. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


-   49 v. Chr. - Julius Cäsar überquert den Rubikon.
- 1325 - Alfons IV. wird König von Portugal.
- 1558 - Die Franzosen nehmen Calais ein, das letzte kontinentale Besitztum der Engländer.
- 1566 - Antonio Michele Ghislieri wird als Pius V. zum Papst gewählt und 10 Tage später inthronisiert.
- 1601 - Robert Devereux, der Earl of Essex führt in London die Revolte gegen Elisabeth I..
- 1610 - Galileo Galilei entdeckt die nach ihm benannten Galileischen Monde des Jupiter.
- 1785 - Erste Überquerung des Ärmelkanals in einem Heißluftballon von Dover, Großbritannien, nach Calais, Frankreich.
- 1789 - In den USA finden die ersten landesweiten Wahlen statt.
- 1892 - Abbas II. wird Vizekönig von Ägypten
- 1894 - William K. Dickson erhält in den USA ein Patent für die Erfindung der Filmkamera.
- 1927 - Das erste transatlantische Telefongespräch wird von New York City nach London geführt.
- 1953 - US-Präsident Harry S. Truman verkündet, dass die USA eine Wasserstoffbombe entwickelt haben.
- 1959 - Die USA erkennen die kubanische Regierung unter Fidel Castro an.
- 1966 - Deutschland. Einigung der Bundesländer: Ab 1967 beginnt das Schuljahr im Herbst.
- 1967 - Deutschland. Zwei Kohlezechen in Bochum werden geschlossen. 4.300 Menschen verlieren ihre Arbeit.
- 1971 - Das Frauenwahlrecht wird in der Schweiz eingeführt.
- 1973 - Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Finnland
- 1975 - Die OPEC erhöht die Ölpreise um 10%.
- 1979 - Pol Pot und die Roten Khmer werden von vietnamisischen Truppen besiegt.
- 1984 - Brunei wird sechstes Mitglied der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN).
- 1989 - Tokio, Japan. Kaiser Hirohito stirbt im Alter von 88 Jahren. Nachfolger wird sein Sohn Akihito.
- 1990 - Der Schiefe Turm von Pisa wird aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt.
- 1993 - Erling Kagge erreicht als erster Mensch allein den Südpol.
- 1993 - Jerry John Rawlings wird Staatspräsident von Ghana
- 1996 - Guatemala. Alvaro Arzú Irigoyen wird neuer Staats- und Regierungschef.
- 1998 - Ottawa, Kanada. Der Rechtsanspruch der Ureinwohner auf das von ihnen bereits vor der Ankunft der Europäer besiedelte Land wird von Obersten Gericht bestätigt.
- 1999 - Indonesien. Schwere Regenfälle und Erdrutsche. Über 100 Tote.
- 2000 - Monaco. Eigene Vertretung in der EU in Brüssel
- 2001 - John Agyekum Kufuor wird Staaspräsident von Ghana

Kultur


- 1727 - Uraufführung des Dramas Lucio Vero, imperator di Roma von Attilio Ariosti am King's Theatre in London.
- 1729 - Uraufführung der Oper Love in a Riddle von Henry Carey in London.
- 1812 - Uraufführung der komischen Oper L'Homme sans façon ou Les Contrariétés von Rodolphe Kreutzer an der Opéra-Comique in Paris.

Geboren


- 507 - Buretsu, 25. Kaiser von Japan (
- 489)
- 1528 - Jeanne d'Albret, Königin von Navarra
- 1632 - Ambrosio Ignacio Spínola, spanischer Bischof
- 1634 - Adam Krieger, deutscher Komponist und Kirchenmusiker
- 1647 - Wilhelm Ludwig, Herzog von Württemberg
- 1653 - Bernhard Albinus, deutscher Mediziner
- 1685 - Jonas Alströmer, schwedischer Landwirtschafts- und Industriepionier
- 1706 - Johann Heinrich Zedler, Leipziger Buchhändler und Verleger
- 1718 - Israel Putnam, britischer Offizier im Franzosen- und Indianerkrieg
- 1724 - Wichard von Moellendorf (General), preußischer Generalfeldmarschall
- 1742 - Christian Garve, deutscher Philosoph
- 1745 - Johann Christian Fabricius, deutscher Zoologe und Wirtschaftswissenschaftler
- 1745 - Étienne de Montgolfier, französischer Ballonpionier
- 1748 - David Gilly, deutscher Architekt und Baumeister in Preußen
- 1755 - Stephen Groombridge, englischer Astronom und Handelsmann
- 1768 - Joseph Bonaparte, König von Neapel und Spanien
- 1776 - Heinrich Schmelen, Gründer der Missionsstation Bethanien im heutigen Namibia
- 1783 - Francesco Carlini, italienischer Astronom und Geodät
- 1794 - Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge
- 1794 - Heinrich Wilhelm Schott, österreichischer Botaniker
- 1795 - Anna Pawlowna, Königin der Niederlande
- 1800 - Millard Fillmore, 13. Präsident der USA
- 1800 - Moritz Daniel Oppenheim, deutscher Porträt- und Historienmaler
- 1822 - Theodor Aufrecht, Indologe und Sanskritist
- 1825 - Julius Hilgard, US-amerikanischer Geologe
- 1827 - Sandford Fleming, kanadischer Ingenieur und Erfinder
- 1828 - Karl Sontag, deutscher Schauspieler
- 1830 - Albert Bierstadt, US-amerikanischer Maler
- 1831 - Heinrich von Stephan, Generalpostdirektor des Deutschen Reichs
- 1833 - Henry Enfield Roscoe, britischer Chemiker
- 1834 - Johann Philipp Reis, deutscher Lehrer und Erfinder
- 1834 - Philipp Reis, deutscher Physiker und Erfinder
- 1844 - Bernadette Soubirous, die heilige Bernadette von Lourdes
- 1844 - Carl Menzel, deutscher Unternehmer und Glashersteller
- 1845 - Ludwig III., der letzte bayerische König
- 1845 - Paul Deussen, deutscher Indologe und Sanskrit-Gelehrter
- 1861 - Henry Berthold von Fischer, Schweizer Architekt
- 1871 - Émile Borel, französischer Mathematiker und Politiker
- 1873 - Adolph Zukor, US-amerikanischer Unternehmer
- 1873 - Rudolf Eisler, österreichischer Philosoph
- 1875 - Thomas Hicks, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1877 - Margarete von Wrangell, Chemikerin und die erste ordentliche Professorin in Deutschland
- 1880 - Santiago Luis Copello, Erzbischof von Buenos Aires und Kardinal
- 1881 - Henrik Galeen, deutscher Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller
- 1887 - Kurt Schneider, deutscher Psychiater
- 1887 - Thomas Wimmer, deutscher Politiker
- 1889 - Hans Johner, schweizerer Schachspieler und Musiker
- 1889 - Philippe Henriot, französischer Politiker
- 1890 - Henny Porten, Schauspielerin und Star des deutschen Stummfilms
- 1890 - Maurice McLoughlin, US-amerikanischer Tennisspieler
- 1891 - Zora Neale Hurston, US-amerikanische Schriftstellerin und Anthropologin
- 1894 - Maximilian Kolbe, polnischer Franziskaner, in Auschwitz ermordet
- 1895 - Clara Haskil, rumänische Pianistin
- 1895 - Melchior Vischer, deutscher Schriftsteller
- 1896 - Joe Ball, Serienmörder
- 1896 - Willi Eichler, deutscher Journalist, Politiker und MdB
- 1898 - Rudolf Fernau, deutscher Bühnenschauspieler
- 1899 - Ernst Kuntscher, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Francis Poulenc, französischer Pianist und Komponist
- 1901 - Elisabeth Schwarzhaupt, deutsche Politikerin, MdB und Bundesministerin
- 1903 - Albrecht Haushofer, deutscher Geograph, Diplomat und Schriftsteller
- 1903 - Josef Breuer (Schach), deutscher Problemkomponist
- 1904 - Fjodor Jefimowitsch Bokow, politisches Mitglied des Kriegsrates der Sowjetischen
- 1910 - August Dickmann, Kriegsdienstverweigerer, Zeuge Jehovas
- 1910 - Orval Faubus, Gouverneur des US-Bundesstaats Arkansas
- 1912 - Günter Wand, deutscher Dirigent
- 1914 - Bobby McDermott, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1915 - Chano Pozo, kubanischer Perkussionist
- 1915 - Erwin Wickert, deutscher Diplomat und Schriftsteller
- 1916 - Elena Ceauşescu, rumänische Politikerin und Ehefrau Nicolae Ceaus,escus
- 1916 - Fernando Sancho, spanischer Schauspieler
- 1916 - Paul Keres, estnischer Schachspieler
- 1918 - Constance Cummings John, sierra leonische Frauenrechtlerin, Politikerin und Lehrerin
- 1923 - Pinkas Braun, Schweizer Schauspieler und Regisseur
- 1924 - Geoffrey Bayldon, britischer Schauspieler
- 1925 - Franz Fischer, deutscher Archäologe
- 1927 - Achille Maramotti, italienischer Unternehmer der Modebranche und Jurist
- 1928 - Emilio Pericoli, Sänger
- 1930 - Gardy Granass, deutsche Filmschauspielerin
- 1934 - Charles Jenkins, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1934 - Tassos Papadopoulos, Präsident von Zypern
- 1935 - Noam Sheriff, israelischer Komponist Klassischer Musik
- 1937 - Ali Soilih, komoranischer Präsident
- 1938 - Christfried Berger, evangelischer Theologe der DDR
- 1938 - Patrick John, dominicanischer Politiker und Ministerpräsident
- 1938 - Roland Topor, französischer Autor, Schauspieler und Maler
- 1939 - Helga Seibert, Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 1939 - Rosina Wachtmeister, österreichische Künstlerin
- 1940 - Helga Schubert, deutsche Psychologin und Autorin
- 1941 - John Ernest Walker, US-amerikanischer Biochemiker
- 1942 - Danny Williams, südafrikanischer Musiker
- 1942 - Paul Revere, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Wassili Iwanowitsch Alexejew, sowjetischer Gewichtheber
- 1943 - Sadako Sasaki, Opfer des Abwurfs der Atombombe
- 1944 - Hans-Joachim Grubel, deutscher Schauspieler
- 1944 - Mike McGear, britischer Musiker
- 1944 - Rainer Kuhlen, deutscher Universitätsprofessor für Informationswissenschaft
- 1944 - Ursula Männle, deutsche Politikerin und MdL
- 1945 - Dave Cousins, britischer Musiker
- 1948 - Bernd Scheelen, deutscher Politiker und MdB
- 1948 - Kenny Loggins, US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter
- 1950 - Harry Böseke, deutscher Schriftsteller
- 1951 - Talgat Mussabajew, kasachischer Kosmonaut
- 1952 - Hans-Josef Fell, deutscher Politiker
- 1952 - Sammo Hung, chinesischer Martial-Arts-Künstler
- 1953 - Dieter Hoeneß, deutscher Fußballspieler und Manager
- 1953 - Dieter-Lebrecht Koch, deutscher Europaabgeordneter
- 1953 - Jörg Schneider, Schweizer Schauspieler
- 1953 - Robert Longo, US-amerikanischer Künstler
- 1955 - Jan Fedder, deutscher Schauspieler
- 1956 - David Caruso, US-amerikanischer Schauspieler
- 1956 - Herbert Willi, österreichischer Komponist
- 1956 - Leonard Lansink, deutscher Schauspieler
- 1956 - Uwe Ochsenknecht, deutscher Schauspieler und Sänger
- 1957 - Andreas Staribacher, österreichischer Politiker
- 1957 - Nicholson Baker, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1958 - David Lee Murphy, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1958 - Florian Beck, deutscher Skirennläufer
- 1959 - August Zirner, deutscher Schauspieler
- 1959 - Frank Wörndl, deutscher Skirennläufer
- 1959 - Friedrich Ani, deutscher Schriftsteller
- 1961 - Roland Suso Richter, deutscher Regisseur (Der Tunnel)
- 1964 - Nicolas Cage, US-amerikanischer Schauspieler
- 1965 - Dieter Thomas Kuhn, deutscher Musiker
- 1966 - Corrie Sanders, südafrikanischer Boxer
- 1967 - Ole Kristian Furuseth, norwegischer Skirennläufer
- 1968 - Simone Beckmann, deutsche Künstlerin
- 1970 - Christian Thomé, deutscher Jazzmusiker
- 1970 - Miroslav Stević, serbischer Fußballspieler
- 1971 - DJ Ötzi, österreichischer Schlagersänger
- 1976 - Christoph Dieckmann (Sportler), deutscher Beach-Volleyballspieler
- 1976 - Marcelo José Bordon, brasilianischer Fußballspieler
- 1976 - Markus Dieckmann, deutscher Beach-Volleyballspieler
- 1977 - Guy Gross, deutscher Popsänger
- 1978 - Jean Charles de Menezes, versehentlich in London von Polizisten erschossen
- 1979 - Christian Lindner, deutscher Politiker
- 1980 - David Arroyo, spanischer Radsportler
- 1982 - Hannah Stockbauer, deutsche Schwimmsportlerin
- 1982 - Joachim Johansson, schwedischer Tennisprofi
- 1984 - Luke McShane, englischer Schachgroßmeister
- 1984 - Max Riemelt, deutscher Schauspieler
- 1984 - Xavier Margairaz, Schweizer Fußballspieler
- 1985 - Ramé Ukaj, Kosovanischer Drangu
- 1990 - Liam Aiken, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 312 - Lukian von Antiochia, frühchristlicher Theologe
- 507 - Buretsu, 25. Kaiser von Japan (498 - 507)
- 1131 - Knud Lavard, erster Herzog von Schleswig
- 1285 - Karl I., Bruder des französischen Königs Ludwig IX, Herzog von Anjou und König von Sizilien
- 1325 - Dionysius, König von Portugal
- 1355 - Inês de Castro, kastilische Adlige und Ehefrau des späteren portugiesischen Königs
- 1387 - Peter IV., König von Aragon
- 1403 - Simon von Speyer, Weihbischof in Köln
- 1451 - Felix V., war 1439-1449 der letzter Gegenpapst
- 1494 - Giovanni Pico della Mirandola, Italienischer Humanist
- 1529 - Peter Vischer, deutscher Bildhauer und Erzgießer
- 1536 - Katharina von Aragón, erste Frau Heinrichs VIII. Königin von England
- 1575 - Wilhelm Werner von Zimmern, deutscher Historiker und Jurist
- 1650 - Ludwig I. von Anhalt-Köthen, Fürst von Anhalt-Köthen
- 1655 - Giovanni Battista Pamfili, als Innozenz X. Papst von 1644 bis 1655
- 1715 - Fénelon, französischer Schriftsteller und Priester
- 1715 - François de Salignac de la Mothe-Fénelon, französischer Geistlicher und Schriftsteller
- 1743 - Anna Sophie Reventlow, Gemahlin des dänischen Königs Friedrich IV.
- 1830 - Charlotte Johanna, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal
- 1830 - Thomas Lawrence, britischer Maler
- 1848 - Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller
- 1868 - William Batchelder Bradbury, US-amerikanischer Komponist
- 1882 - Ignacy Lukasiewicz, polnischer Chemiker, Apotheker und Erfinder.
- 1890 - Augusta Marie Luise Katharina von Sachsen-Weimar, deutsche Kaiserin
- 1891 - Friedrich Mergner, evangelischer Theologe und Komponist
- 1891 - Karl Gottfried Wilhelm Taubert, deutscher Komponist
- 1892 - Ernst Wilhelm von Brücke, deutscher Physiologe
- 1893 - Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker
- 1905 - Paul Cérésole, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1918 - Julius Wellhausen, protestantischer Theologe
- 1922 - Antonio Scontrino, italienischer Komponist
- 1926 - Paul Cassirer, deutscher Verleger und Galerist in Berlin
- 1932 - André Maginot, französischer Politiker
- 1934 - Andrei Bely, russischer Dichter und Theoretiker des Symbolismus
- 1943 - Leopold Freund,
- 1943 - Nikola Tesla, Erfinder und Elektro-Ingenieur
- 1954 - Paul Freiherr von Schoenaich, deutscher Generalmajor, späterer Pazifist.
- 1956 - Friedrich Hermann Ernst Schneidler, deutscher Schriftdesigner
- 1957 - Joze Plecnik, slowenischer Architekt
- 1964 - Cyril Davis, britischer Musiker
- 1964 - Reginald Parnell, Formel-1-Rennfahrer
- 1974 - Otto Koehler, deutscher Zoologe und Ethologe
- 1975 - Fritz Erpenbeck, deutscher Schriftsteller, Publizist und Schauspieler
- 1978 - Alfred von Beckerath, deutscher Komponist und Dirigent
- 1984 - Alfred Kastler, französischer Physiker
- 1988 - Trevor Howard, britischer Schauspieler
- 1989 - Hirohito, 124. japanischer Kaiser
- 1991 - Henri Louveau, französischer Rennfahrer
- 1991 - Josef Stroh, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1994 - Niels Kaj Jerne, britischer Mediziner und Nobelpreisträger
- 1998 - Richard Wesley Hamming, US-amerikanischer Mathematiker
- 1998 - Vladimir Prelog, Chemiker
- 2000 - Klaus Wennemann, deutscher Schauspieler
- 2003 - Dennis Joseph Enright, britischer Schriftsteller
- 2003 - Helmut Zenker, österreichischer Schriftsteller
- 2004 - Ingrid Thulin, schwedische Schauspielerin
- 2005 - Pierre Daninos, französischer Humorist und Schriftsteller
- 2005 - Rosemary Kennedy, Angehörige des Kennedy-Clans

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Feiertage
  - in Russland, Serbien, Bulgarien und anderen mehrheitlich orthodoxen Staaten mit julianischem Kalender: Weihnachten
- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Valentin von Rätien, Bischof von Passau (katholisch)
  - Hl. Raimund von Peñafort, Ordensgründer (katholisch)
  - Hl. Lukian von Antiochia, Priester, Theologe, Märtyrer (katholisch)
  - Hl. Knud Lavard, Herzog von Schleswig (katholisch)
- Nationalfeiertag
  - Kambodscha, Tag der Befreiung

Siehe auch

:6. Januar - 8. Januar :7. Dezember - 7. Februar :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0107 ja:1月7日 ko:1월 7일 simple:January 7 th:7 มกราคม

Eleanor Helin

Eleanor Francis Helin ist eine amerikanische Astronomin. Sie hat zahlreiche Asteroiden und Kometen entdeckt. Helin arbeitet für das Near Earth Asteroid Tracking (NEAT) Programm der NASA am Jet Propulsion Laboratory. Im Rahmen Ihrer Arbeit entdeckte sie selbst oder wurden unter ihrer Leitung mehr als 800 Asteroiden entdeckt. Darunter auch die beiden ersten Aten-Asteroiden 2062 Aten und 2100 Ra-Shalom, sowie die Apollo-Asteroiden 4660 Nereus, 4769 Castalia unter anderem und zahlreiche Amor-Asteroiden. Zusätzlich sind die drei Trojaner 3240 Laocoon und 9969 Braille zu nennen. Helin entdeckte oder entdeckte mit anderen einige Kometen, unter ihnen 111P/Helin-Roman-Crockett, 117P/Helin-Roman-Alu und 132P/Helin-Roman-Alu. Ihr wird auch die Entdeckung für den Asteroiden 4015 Wilson-Harrington und den Kometen 107P/Wilson-Harrington angerechnet. Obwohl Wilson und Harrington die Körper bereits einige Jahrzehnte zuvor entdeckt hatten, schafften sie es damals anhand ihrer Beobachtungen nicht eine Bahn zu berechnen, so wie es Helin schaffte. Der Asteroid 3267 Glo ist nach ihr benannt und zwar nach ihrem Spitznamen Glo. In manchen Quellen wird sie auch Eleanor Kay Helin genannt. Helin, Eleanor Helin, Eleanor Helin, Eleanor

Opposition

Der Begriff Opposition (v. spätlat.: oppositio das Entgegengesetzte) bezeichnet #eine sich in einem entsprechenden Verhalten äußernde gegensätzliche Auffassung #in der Politik eine Partei oder Gruppe, die der herrschenden Politik Widerstand und Ablehnung entgegenbringt. Siehe Opposition (Politik), DDR-Opposition, außerparlamentarische Opposition #in der Astronomie die Konstellation, bei der von der Erde aus der Längenunterschied zwischen Sonne und Gestirn 180° beträgt. Siehe: Opposition (Astronomie) #in der Sprachwissenschaft der Gegensatz sprachlicher Gebilde (grünes Tuch; rotes Tuch, "d" und "t" als unterschiedliche Phoneme) #in der Anatomie die Gegenstellung des Daumens zu den anderen Fingern bzw. der ersten Zehe zu den anderen Zehen, siehe Opposition (Anatomie) #im Schach die Stellung, wo sich die Könige so gegenüberstehen, dass nur ein Feld zwischen ihnen liegt: Opposition (Schach) #in der traditionellen Logik den (konträren, kontradiktorischen, subkonträren) Gegensatz zweier Aussagen: Opposition (Logik)

Liste der Asteroiden

__NOTOC__ Die nachfolgende Tabelle enthält eine Auswahl von Asteroiden, zu denen ausführliche Artikel bestehen. Die in der ersten Spalte aufgeführten Ziffern geben die Reihenfolge ihrer Entdeckung an, dienen als Identifikationsnummer und gelten als Bestandteil des Namens.

Hauptgürtel von Nr. 1 bis 100

Hauptgürtel von Nr. 101 bis 200

Hauptgürtel von Nr. 201 bis 300

Hauptgürtel von Nr. 301 bis 400

Hauptgürtel von Nr. 401 bis 500

Hauptgürtel von Nr. 501 bis 600



Kategorie:Asteroid vom Aten-Typ

Asteroid vom Aten-Typ

Masterkowa

Swetlana Alexandrowna Masterkowa (russisch Светлана Александровна Мастеркова;
- 17. Januar 1968 (oder 1967?) in Atschinsk, Sibirien) ist eine ehemalige russische Leichtathletin und Mittelstreckenläuferin. 1996 wurde sie Doppelolympiasiegerin. Den Durchbruch schaffte Masterkowa 1991 bei den sowjetischen Meisterschaften, wo sie Landesmeisterin über 800 Meter wurde und sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio qualifizieren konnte. Dort wurde sie im 800-Meter-Rennen Achte. 1992 hatte sie einige kleinere Erfolge, unter anderem eine Silbermedaille bei der Hallen-Weltmeisterschaft. 1994 und 1995 nahm sie sich eine Auszeit und gebar eine Tochter namens Anastasia. 1996 kehrte sie zur Leichtathletik zurück. Sie beschloss, nicht nur über 800 Meter zu laufen, sondern auch über 1500 Meter (eine Distanz, die sie seit Jahren nicht mehr wettkampfmässig absolviert hatte). An den russischen Meisterschaften gewann sie beide Rennen mit sehr guten Zeiten. Dennoch galt sie nicht als Favoritin bei Olympischen Spiele in Atlanta; man erwartete Siege von Maria Mutola und Ana Fidelia Quirot. Im 800-Meter-Rennen führte Masterkowa von Beginn weg und gewann auch. Nach dieser Überraschung folgte für ihre Konkurrentinnen ein weiterer Schock, als sie auch über 1500 Meter gewann. Sie rundete ihre erfolgreiche Saison mit zwei Weltrekorden ab, wenn auch über die nicht-olympische Distanzen 1000 Meter und Meile. An der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1997 in Athen konnte Masterkowa nicht an ihre Leistungen anknüpfen. Eine Achillessehnenverletzung zwang sie zur Aufgabe des 1500-Meter-Vorlaufs. Die Saison 1998 hingegen war wieder sehr erfolgreich: An der Europameisterschaft in Budapest gewann sie das 1500-Meter-Rennen. An der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1999 in Sevilla wurde sie Dritte über 800 Meter sowie Weltmeisterin über 1500 Meter. Nachdem die Olympischen Spielen 2000 in Sydney für sie enttäuschend verlaufen waren, erklärte sie Ende Saison ihren Rücktritt vom Spitzensport.
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