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| Atlanta |
Atlanta
Atlanta ist die Hauptstadt sowie größte Stadt des US-Bundesstaates Georgia und liegt in Fulton County. Atlanta hatte 2004 419.122 Einwohner (Metropolitan Area 4,5 Mio.).
Geschichte
Ursprünglich war das Gebiet, auf dem die heutige Stadt liegt von den Cherokee- und Creekindianern besiedelt, 1836 wurde sie als Bahnhof für die Western and Atlantic Eisenbahnlinie geplant.
Im amerikanischen Bürgerkrieg gab es einige Gefechte in und um Atlanta, darunter am 22. Juli 1864 die "Schlacht von Atlanta" (siehe auch Atlanta-Feldzug). Nach einer 4-monatigen Belagerung durch William T. Sherman evakuierte der Südstaatengeneral John Bell Hood Atlanta Anfang September 1864, am 11. September brannten die Yankees die Stadt nieder. Der Fall von Atlanta war einer der großen Wendepunkte im Amerikanischen Bürgerkrieg, literarisch aufbereitet im berühmten Liebesroman "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell.
Als 1861 der Bürgerkrieg begann, hatte die Stadt bereits 9000 Einwohner. Wegen seiner Funktion als Handelspunkt in den Südstaaten war Atlanta ein wichtiges Ziel für die gegnerischen Unionstruppen und wurde 1864 107 Tage belagert. Danach wurde die Stadt evakuiert, aber nur einige Monate später kamen die Bewohner zurück. Obwohl zu diesem Zeitpunkt etwa 90% der Gebäude zerstört waren, bauten die Bewohner ihre Stadt schnell wieder auf. 1868 wurde Atlanta die Hauptstadt von Georgia.
Der Friedensnobelpreisträger Rev. Dr. Martin Luther King Jr. wurde 1929 in Atlanta geboren und predigte dort auch in seiner Gemeinde.
1996 fanden in Atlanta die 26. Olympischen Sommerspiele statt.
Politik
Städtepartnerschaften
Atlanta unterhält folgende Städtepartnerschaften.
- Salzburg, Österreich - seit 1967
- Montego Bay, Jamaika - seit 1972
- Rio de Janeiro, Brasilien - seit 1972
- Lagos, Nigeria - seit 1974
- Taipei, Taiwan - seit 1974
- Toulouse, Frankreich - seit 1974
- Newcastle-upon-Tyne, England - seit 1977
- Daegu, Südkorea - seit 1981
- Brüssel, Belgien - seit 1983
- Port-of-Spain, Trinidad und Tobago - seit 1987
- Tiflis, Georgien - seit 1988
- Bukarest, Rumänien - seit 1994
- Olympia, Griechenland - seit 1994
- Cotonou, Benin - seit 1995
- Salcedo, Dominikanische Republik - seit 1996
- Nürnberg, Deutschland - seit 1998
- Ra'annana, Israel - seit 2000
- Fukuoka, Japan - seit 2005
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
2005
An der Stelle, an der heute Atlanta liegt, wurde 1836 als Stadt um den Endbahnhof der Western & Atlantic Railroad geplant und erhielt deshalb zunächst den Namen Terminus (lat. „Grenze“, „Ende“), wurde dann in Marthasville (nach der Tochter des damaligen Gouverneurs von Georgia, Martha) und schließlich 1845 in Atlanta (weibl. Form von Atlantik) umbenannt.
Berühmteste Strasse Atlanta`s ist die Peachtree Street. Diese verläuft in Nord-Süd-Richtung und wird als "Broadway" Atlantas bezeichnet. Viele historische Gebäude liegen an dieser Strasse. Der Name Peachtree kommt jedoch in mehr 30 Strassennamen vor. (Peachtree Creek Road, Peachtree Lane, Peachtree Avenue, Peachtree Circle, Peachtree Drive, Peachtree Plaza, Peachtree Way, Peachtree Memorial Drive, New Peachtree Road, Peachtree Valley Road, West Peachtree Street, Peachtree Industrial Boulevard,...)
In Atlanta kreuzen sich die Interstate-Highways I-20, I-75 und I-85 sternförmig.
Der Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta ist der Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen der Welt.
Der öffentliche Nahverkehr wird von der Metropolitan Atlanta Rapid Transit Authority (MARTA) mit zwei U-Bahn- und diverse Buslinien, betrieben die zwischen 5.00 Uhr Morgens und etwa 1.00 Uhr Nachts verkehren. Nachtlinien existieren nicht. Die U-Bahn hat in der Regel einen 10-Minuten-Takt. Wie in vielen US-amerikanischen Großstädten wird an den Bushaltestellen kein Fahrplan ausgehängt. Die jeweilige Verbindung muß über eine kostenlose Telefonnummer erfragt werden. Da bei manchen weißen Bewohnern der Stadt das Vorurteil herrscht, lediglich Schwarze würden den öffentlichen Nahverkehr benutzen, wird die Abkürzung MARTA gelegentlich abfällig als "Moving Africans Rapidly Through Atlanta" ausgesprochen.
Ansässige Unternehmen
Neben der Coca-Cola Company, CNN, UPS und Delta Air Lines siedeln sich aufgrund der niedrigen Steuersätze viele Firmen gerade in den letzten Jahren in und um Atlanta an.
Bildung
In Atlanta befinden sich eine Reihe renommierter Universitäten wie die Georgia State University, die Emory University und das Georgia Institute of Technology.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Alan Ball, Oscar-prämierter Drehbuchautor
- Daniel J. Boorstin, Historiker und Schriftsteller und der Bibliothekar des Kongresses
- Arthur Conley, US-amerikanischer Soul-Sänger
- Stephen Dorff, US-amerikanischer Schauspieler
- Jermaine Dupri, Musiker, Produzent und Rapper
- Walt Frazier, Basketballspieler
- Cee-Lo Green, Hip Hop-, Funk-, Soul- und R&B-Musiker
- Evander Holyfield, US-Amerikanischer Profiboxer
- Dwight Howard, US-amerikanischer Basketballspieler
- Lil Jon, Rapper und Musikproduzent
- Bobby Jones, US-amerikanischer Golfspieler
- DeForest Kelley, US-amerikanischer Schauspieler
- Martin Luther King, jr, Baptistenpastor und Bürgerrechtler
- Gladys Knight, Sängerin und Schauspielerin
- Spike Lee, US-amerikanischer Filmregisseur
- Julia Roberts, Schauspielerin (aufgewachsen in Smyrna in der Umgebung von Atlanta)
- Steven Soderbergh, US-amerikanischer Filmregisseur
- Rozonda Thomas, R'n'B-Sängerin
- Chris Tucker, US-amerikanischer Filmschauspieler und Komiker
- Kanye West, US-amerikanischer Musikproduzent und Rapper
- Mary Lou Williams, Jazz-Pianistin, -komponistin und -arrangeurin
- Will Wright, Mitgründer der Firma Maxis
Sonstiges
- Unweit von Atlanta liegt Marietta mit dem berühmten Big Chicken.
- Eine weitere Attraktion in der Umgebung von Atlanta ist Stone Mountain, der weltgrößte freiliegende Granitfels
- Die größten Grünflächen in der Stadt sind der Piedmont Park, der Grant Park und der Oakland Cemetery.
- 1996 fanden in Atlanta die Olympischen Sommerspiele statt.
Weblinks
- [http://www.atlantaga.gov/ Offizielle Homepage von Atlanta]
- [http://www.fox5atlanta.com/ WAGA TV FOX ] ein wichtiger TV Sender der Stadt
- [http://www.gaccsouth.com/ German American Chamber of Commerce of the Southern United States, Atlanta]
Kategorie:Ort in Georgia
Kategorie:Hauptstadt in den USA
ja:アトランタ
simple:Atlanta, Georgia
Georgia
Georgia ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Die postalische Abkürzung ist GA.
Geografie
Georgia grenzt im Osten an den Atlantik, und an den US-Bundesstaat South Carolina, im Süden an den Bundesstaat Florida, im Westen an den Bundesstaat Alabama und im Norden an die Bundesstaaten Tennessee und North Carolina. Der Norden des Staates liegt im Gebirge Blue Ridge Mountains. Der höchste Punkt des Staates ist der Brasstown Bald (1458 m). Die Küstenlänge am Atlantik beträgt 161 km.
Die größten Städte Georgias sind Atlanta (Hauptstadt), Albany, Athens, Augusta, Columbus, Macon, sowie Savannah.
Größte Städte
Siehe auch:
- Liste der Städte in Georgia
- Liste der Countys in Georgia
Geschichte
Liste der Countys in Georgia
Bevor die Europäer nach Georgia kamen, herrschten die Creek- und Cherokee-Indianer über das Land. Der erste Europäer war der Spanier Lucas Vázquez de Ayllón, der 1526 nahe der Insel St. Catherine's Island die erste Kolonie gründete. Hernando de Soto kam 1540 an die Küste von Georgia und erforschte die Region.
1566 gründeten die Spanier Santa Catalina. Der Konflikt zwischen Spanien und England brach ungefähr 1670 aus, als die Engländer vom Norden aus Carolina und die Spanier vom Süden aus Florida aufeinander trafen. Die Briten nannten das Land zu Ehren ihres Königs Georg II. Georgia. 1680 konnten sie das spanische Santa Catalina besetzen.
Am 17. November 1732 fuhr der englische General James Oglethorpe mit 120 Kolonisten nach Georgia, um die erste britische Siedlung in Georgia zu gründen. Er und 114 Kolonisten erreichten am 12. Februar 1733 Yamacraw Bluff und gründeten die Stadt Savannah und somit Georgia. 1776 konnte sich Georgia von den Briten lösen und wurde autonom.
Georgia gehörte zu den 13 Kolonien, die gegen die britische Herrschaft in Nordamerika revoltierten (Unabhängigkeitskrieg). Es trat den USA am 2. Januar 1788 als vierter Bundesstaat bei. 1798 verbietet Georgia als letzter der US-Bundesstaaten den Sklavenhandel aber nicht der Einsatz von Sklaven. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) gehörte das Land der Südstaaten-Union der Konföderierten Staaten von Amerika an.
Bevölkerung
In Georgia leben 8.684.715 Einwohner (Stand: 2003), davon 62,6 % Weiße, 28,7 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 5,3 % Hispanics, 2,1 % Asiaten, 0,3 % Indianer.
Es gibt 3.006.369 Haushalte.
Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002: 25.949 US-Dollar.
Politik und Gesellschaft
Der Gouverneur heißt Sonny Perdue, eigentlich George Ervin Perdue III. und ist Republikaner.
Die offizielle Hymne des Staates ist Georgia on my Mind, die den Musiker Ray Charles berühmt gemacht hat. Nachdem Charles sich 1963 geweigert hatte in Georgia vor einem nach Rassen getrennten Publikum zu spielen, bekam er Auftrittsverbot. Es wurde 1979 vom Parlament aufgehoben und der Gouverneur entschuldigte sich für das Verbot im Namen des Volkes!
Liste der Gouverneure von Georgia
Wirtschaft gegründet
1892 wurde der Firmensitz der Coca-Cola Company in Georgia gegründet. Außerdem ist Atlanta der Hauptsitz der Fluggesellschaften Delta Air Lines und AirTran, sowie des Nachrichtensenders CNN. Gerade Ende der 1990er Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends zieht es viele Firmen aufgrund des niedrigen Steuersatzes nach Georgia.
Im „Pfirsich-Staat“ Georgia werden Baumwolle, Reis, Tabak, Zuckerrohr, Erdnüsse und verschiedene Arten von Früchten angebaut. In den Städten gibt es vorherrschend Textil-, Holz- und Nahrungsmittelindustrie.
Weblinks
- http://www.georgiaonmymind.de/
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:ジョージア州
ko:조지아 주
simple:Georgia (U.S. state)
CreekDie Creek (Selbstbezeichnung Muskogee) sind ein Indianervolk Nordamerikas im Südosten der USA. Ihre Sprache gehört zur Gruppe der Muskogee-Sprachen.
Im 17. und 18. Jahrhundert bildeten sie mit verschiedenen anderen Stämmen (u. a. den Seminolen) den so genannten Creek-Bund, dessen Angehörige den größten Teil von Georgia und Alabama besiedelten.
Am 12. Februar 1825 unterzeichneten einige Häuptlinge der Creek-Indianer den Treaty of Indian Springs, einen Vertrag, in dem sie den größten Teil der verbliebenen Stammesgebiete in Georgia aufgaben. Einer von ihnen, William McIntosh, wurde deswegen am 31. Mai 1825 als Verräter von anderen Creek ermordet. Unter dem neuen Präsidenten John Quincy Adams wurde das Abkommen 1826 im Treaty of Washington für nichtig erklärt. Es gilt als einziger Indianervertrag, bei dem ein Stamm die Aufhebung erreichen konnte, obwohl er bereits vom US-Senat ratifiziert worden war.
Mit dem Indianervertreibungsgesetz von Präsident Andrew Jackson im Jahr 1830 wurde der größte Teil der Creek aus ihren angestammten Gebieten in Georgia in das so bezeichnete Indianerterritorium, heute Oklahoma vertrieben.
Weblinks
- [http://www.muscogeenation-nsn.gov/ Homepage der Muscogee (Creek) Nation of Oklahama]
- [http://www.poarchcreekindians-nsn.gov/ Homepage der Poarch Band of Creek Indians]
Siehe auch: Liste nordamerikanischer Indianerstämme
Kategorie:Nordamerikanische Ethnie
1836
- 24. Februar: Samuel Colt erhält das Patent für den Colt
- 2. März: Texas erklärt sich für unabhängig von Mexiko
- 6. März: Nach einer 13 Tage dauernden Schlacht gegen eine Übermacht der mexikanischen Armee von 3.000 Kämpfern werden die 189 Freiwilligen der Texaner bei Alamo geschlagen und das Fort eingenommen
- 20. April: Der US Kongress beschliesst das Territorium von Wisconsin
- 15. Juni: Arkansas wird 25. Bundesstaat der USA
- 5. September: Sam Houston wird erster gewählter Präsident der Republik von Texas
- 2. Oktober: Der Naturforscher Charles Darwin landet in Falmouth, England an Bord der HMS Beagle nach 5-jähriger Reise. Seine Sammlung an Material und seine Eindrücke dieser Fahrt führen später zur Entwicklung der Evolutionstheorie
- 25. Oktober: Paris, Frankreich. Der Obelisk von Luxor wird auf dem Place de la Concorde aufgestellt
- Im November beginnt der Peruanisch-Bolivianische Konföderationskrieg mit der Kriegserklärung Chiles an die Konföderation Peru-Bolivien
- 28. Dezember: Spanien erkennt die Unabhängigkeit Mexikos an
- In Südafrika beginnen die Buren ihren Großen Treck über den Orange River
- In Gabun wird der Sklavenhandel offiziell verboten
Kultur
- 22. März: Uraufführung der Oper I Briganti von Saverio Mercadante am Théâtre Italien in Paris
- 8. April: Uraufführung der Oper Alice von Friedrich von Flotow im Hôtel Castellane in Paris
- 26. Mai: Uraufführung der Oper The Maid of Artois von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London
- 13. Oktober: Uraufführung der Oper Le Postillon de Lonjumeau (Der Postillon von Lonjumeau) von Adolphe Adam in Paris
- 30. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Sérafine von Friedrich von Flotow in Royaumont
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Ein Leben für den Zaren (Orig.: Iwan Susanin) von Michail Iwanowitsch Glinka an der Hofoper in Sankt Petersburg
- 21. Dezember: Uraufführung der Oper L'Ambassadrice (Die Botschafterin) von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris
- 29. Februar: Uraufführung der Oper Les Huguenots (Die Hugenotten) von Giacomo Meyerbeer an der Grand Opéra Paris
- 16. Januar: Franz II. (Sizilien), Prinzessin von Sizilien († 1894)
- 27. Januar: Leopold von Sacher-Masoch, österreichischer Schriftsteller († 1895)
- 21. Februar: Emil Hartmann (Komponist), dänischer Komponist († 1898)
- 21. Februar: Emil Wilhelm Emilius Zinn Hartmann, dänischer Komponist († 1898)
- 21. Februar: Léo Delibes, französischer Komponist († 1891)
- 25. Februar: Maximilian Schmidt, bayerischer Heimatschriftsteller
- 28. Februar: Ernst Christian Carl Kruse, war Arzt und Politiker († 1900)
- 2. März: Greene Vardiman Black, US-amerikanischer Mediziner († 1915)
- 17. März: Lucian Müller, deutscher klassischer Gelehrter († 1898)
- 25. März: Eduard Scheve, Baptistenprediger († 1909)
- 4. April: Edward Jerome Hopkins, US-amerikanischer Komponist († 1898)
- 6. Mai: Max von Eyth, deutscher Ingenieur und Schriftsteller († 1906)
- 8. Mai: Sophus Schandorph, dänischer Schriftsteller († 1901)
- 17. Mai: Joseph Norman Lockyer, englischer Astronom († 1920)
- 17. Mai: Wilhelm Steinitz, österreichischer Schachspieler aus Böhmen († 1900)
- 28. Mai: Alexander Mitscherlich (Chemiker), deutscher Chemiker († 1918)
- 10. Juni: August Overweg, deutscher Politiker und Sohn von Carl Overweg († 1909)
- 15. Juni: Wilhelm Lauser, Publizist und Historiker († 1902)
- 8. Juli: Emil Jacobsen, deutscher Chemiker und Schriftsteller († 1911)
- 8. Juli: Joseph Chamberlain, britischer Staatsmann († 1914)
- 11. Juli: Carlos Gomes, brasilianischer Komponist († 1896)
- 29. Juli: Wilhelm Kress, Flugpionier und Konstrukteur († 1913)
- 11. August: Cato Maximilian Guldberg, norwegischer Mathematiker und Chemiker († 1902)
- 13. August: Nikolai von Japan, orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan († 1912)
- 25. August: Bret Harte, US-amerikanischer Schriftsteller († 1902)
- 2. September: Anton Braith, deutscher Tier- und Landschaftsmaler († 1905)
- 7. September: Henry Campbell-Bannerman, britischer Politiker und Regierungschef ( - 1908)
- 24. September: Pablo Arosemena Alba, fünfter Staatspräsident von Panama († 1920)
- 4. Oktober: Konstantin Karlowitsch Albrecht, russischer Komponist († 1893)
- 6. Oktober: Heinrich Wilhelm Waldeyer, Anatom († 1921)
- 18. Oktober: Peter Auzinger, Schauspieler; bayerischer Mundartdichter († 1914)
- 4. November: Edward Jerome Hopkins, US-amerikanischer Komponist († 1898)
- 18. November: Cesare Lombroso, italienischer Professor der gerichtlichen Medizin und Psychiatrie († 1909)
- 18. November: William Schwenck Gilbert,) englischer Schriftsteller, Dramatiker und Librettist
- 24. November: Ludwig Gottsleben, österreichischer Schauspieler und Schriftsteller († 1911)
- 1. Dezember: Rudolph Freiherr von Roman zu Schernau, Regierungspräsident von Oberfranken († 1917)
- 13. Dezember: Franz von Lenbach, deutscher Maler († 1904)
- 16. Dezember: Ernst von Bergmann, Chirurg und Professor der Medizin († 1907)
- 23. Dezember: Werner Fritze, Kaufmann, Königlicher Kommerzienrat und Kommunalpolitiker († 1925)
- 29. Dezember: Georg Schweinfurth, deutscher Afrikaforscher († 1925)
- 27. Januar: Rudolf Fürst Kinsky, böhmischer Adliger ( - 1802)
- 16. Februar: Joseph Fieschi, Attentäter ( - 1790)
- 19. Februar: Felipe Santiago de Salaverry, Staatspräsident von Peru ( - 1806)
- 24. Februar: Dániel Berzsenyi, ungarischer Dichter ( - 1776)
- 6. März: Davy Crockett, US-amerikanischer Politiker und Kriegsheld ( - 1786)
- 6. März: James Bowie, nordamerikanischer Pionier und Trapper ( - 1796)
- 10. März: Antoine Louis Claude Destutt de Tracy, französischer Philosoph ( - 1754)
- 7. April: William Godwin, englischer Schriftsteller ( - 1756)
- 7. Mai: Norbert Burgmüller, deutscher Komponist ( - 1810)
- 23. Mai: Edward Livingston, US-amerikanischer Außenminister ( - 1764)
- 28. Mai: Anton Reicha, tschechischer Komponist ( - 1770)
- 10. Juni: André Marie Ampère, französischer Physiker und Mathematiker ( - 1775)
- 20. Juni: Emmanuel Joseph Sieyès, französischer Politiker ( - 1748)
- 23. Juni: James Mill, englischer Historiker und Ökonom ( - 1775)
- 26. Juni: Claude Joseph Rouget de Lisle, französischer Komponist, Dichter und Offizier ( - 1760)
- 28. Juni: James Madison, 4. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ( - 1751)
- 17. August: Karl von Hessen-Kassel, hessischer Adliger ( - 1744)
- 21. August: Claude Louis Marie Henri Navier, französischer Mathematiker und Physiker ( - 1785)
- 25. August: Christoph Wilhelm Hufeland, deutscher Arzt ( - 1762)
- 5. September: Ferdinand Raimund, Dramatiker ( - 1790)
- 12. September: Christian Dietrich Grabbe, deutscher Dramatiker ( - 1801)
- 14. September: Aaron Burr, US-amerikanischer Politiker und US-Vizepräsident ( - 1756)
- 17. September: Antoine Laurent de Jussieu, französischer Botaniker ( - 1748)
- 17. Oktober: George Colman der Jüngere, englischer Schriftsteller ( - 1762)
- 6. November: Karel Hynek Mácha, tschechischer Schriftsteller der Romantik ( - 1810)
- 6. November: Karl X., war der letzte König von Frankreich ( - 1757)
- 16. November: Christian Hendrik Persoon, südafrikanischer Mykologe ( - 1761)
- 26. November: John McAdam, erfand einen genial einfachen Straßenbelag ( - 1756)
- 7. Dezember: Luise Friederike von Preußen, preußische Prinzessin ( - 1770)
ko:1836년
simple:1836
th:พ.ศ. 2379
SezessionskriegAls Sezessionskrieg (auch Amerikanischer Bürgerkrieg, im Süden der USA als Krieg zwischen den Staaten (War Between the States) oder früher sogar als Krieg der nördlichen Aggression (War of Northern Aggression) bezeichnet) wird der militärische Konflikt in den Jahren 1861 bis 1865 zwischen den Nordstaaten und den aus den Vereinigten Staaten (Union) ausgetretenen Südstaaten (Konföderation) bezeichnet. Er war der verlustreichste und blutigste aller Kriege der USA und neben der amerikanischen Revolution der einzige größere Krieg auf US-Staatsgebiet. Viele Familien hatten sowohl Mitglieder, die auf der Seite der Nordstaaten kämpften, als auch Mitglieder, die für die Südstaaten in die Schlacht zogen. Er ist besonders in den Südstaaten, deren Territorium viel stärker betroffen war, und die schließlich unterlagen, noch heute im kollektiven Gedächtnis der USA sehr präsent.
amerikanischen Revolution]
Ein gespaltenes Land
Einige Monate nach der Wahl Abraham Lincolns im November 1860 traten sieben Staaten aus der Union aus: South Carolina am 20. Dezember 1860; Mississippi am 9. Januar 1861; Florida am 10. Januar 1861; Alabama am 11. Januar 1861; Georgia am 19. Januar 1861; Louisiana am 26. Januar 1861; und Texas am 1. Februar 1861. Am 4. Februar 1861 gründeten diese Staaten, in denen die mit Sklavenarbeit betriebene Baumwollplantagenwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war, einen unabhängigen Staatenverbund: die Konföderierten Staaten von Amerika (CSA). Ihre Verfassung war im Grundsatz der US-amerikanischen sehr ähnlich, mit Ausnahme der ausdrücklichen Erlaubnis der Sklaverei. Am 12. April 1861 eröffneten die CSA mit der Schlacht um Fort Sumter, South Carolina, den offenen Krieg und besetzte diese und andere Stützpunkte des USA-Militärs auf ihrem Gebiet. Als Lincoln daraufhin die Streitkräfte mobilisierte, um die Stützpunkte zurückzuerobern, traten vier weitere Bundesstaaten aus der Union aus: Virginia (17. April 1861); Arkansas (6. Mai 1861); Tennessee (6. Mai 1861) und North Carolina (13. Mai 1861).
Vier „Sklavenstaaten“ entschieden sich, nicht aus der Union auszutreten, und ein Bundesstaat war gespalten. Diese fünf Staaten nennt man die „Grenzstaaten“ (Border States). Delaware, das im vorausgegangenen Präsidentschaftswahlkampf Lincolns demokratischen Gegenkandidaten John C. Breckinridge unterstützt hatte, hatte nur wenige Sklaven; Sezession kam nicht in Frage. Zur Zeit des Kriegsbeginns hatte niemand geglaubt, dass die Sklaverei je abgeschafft werden würde; die strittige Frage war lediglich die Einschränkung ihrer Verbreitung. Auch Maryland war zunächst für Breckinridge gewesen, Marylands Repräsentantenhaus lehnte am 27. April 1861 jedoch unter Druck die Sezession ab, nachdem es zu ernsthaften Unruhen und mehreren Ausschreitungen in Baltimore gekommen war. Diese Ereignisse sowie Angst vor einer Invasion der Hauptstadt selbst veranlassten die US-Regierung, das Kriegsrecht auszurufen. Missouri und Kentucky blieben ebenfalls in der Union; beide Staaten hatten jedoch interne Rebellenregierungen, die von den CSA anerkannt wurden. Der Gouverneur von Missouri, Claiborne F. Jackson, war Sympathisant der Südstaaten. Er evakuierte die Hauptstadt Missouris, Jefferson City, als diese vom Unions-Brigadegeneral Nathaniel Lyon am 14. Juni 1861 angegriffen wurde. Die Situation war für die US-Regierung prekär. Hätte Maryland die Union noch verlassen, so wäre dies für die US-Regierung eine Katastrophe gewesen, da Washington D.C. zwischen Maryland und Virginia zu einer isolierten Exklave geworden wäre; so hätten die Südstaaten möglicherweise eine schnelle Kapitulation erzwingen können. Selbst mit Maryland auf Unionsseite grenzte die amerikanische Hauptstadt unmittelbar an feindliches Territorium. Die Hauptstadt der CSA, Richmond, war nur einige Stunden mit dem Zug von Washington entfernt.
Richmond
Die in Missouri gewählte Regierung informierte sich über den Stand der Dinge und tagte im Exil in der Kleinstadt Neosho. Die Abtrünnigen billigten ein Sezessionsgesetz, das die CSA am 30. Oktober 1861 anerkannte (siehe die Missouri secession controversy). In der Zwischenzeit berief die US-Regierung eine Verfassungsversammlung ein und organisierte eine parallele Missouri-Regierung. Schließlich blieb Missouri beim Norden. Für eine Weile versuchte Kentucky, sich für neutral zu erklären. Während einer kurzen Zeit schlossen sich einige den südlichen Streitkräften an, und Südstaatensympathisanten organisierten eine Zusammenkunft für die Sezession und vereidigten einen konföderierten Gouverneur. In Virginia wollten die Menschen in den nördlichen Counties bei der Union bleiben; sie spalteten sich vom Bundesstaat Virginia ab, der die Union verließ. Ab 1863 wurde diese abgespaltene Region zum autonomen Bundesstaat West Virginia, der Teil der Union war und die Absicht der allmählichen Emanzipierung der Schwarzen verfolgte.
New Mexico war damals noch kein Bundesstaat, sondern lediglich Territorium. Die südliche Hälfte schloss sich der Sezession an, die CSA nahmen sie als Arizona-Territorium mit Mesilla als Hauptstadt auf. Diese Gegend war von Weißen nur wenig bevölkert und spielte im Krieg nur eine untergeordnete Rolle. Kalifornien war seit seinem Eintritt in die Union 1850 immer ein Staat ohne Sklaverei gewesen. Lincoln hatte hier eine relative, aber keine absolute Mehrheit, und es gab etliche Sympathisanten der Südstaaten und ihres Präsidentschaftskandidaten John C. Breckenridge, der 28% der Stimmen gewonnen hatte. Dennoch galt Kalifornien immer als "nördlicher" Staat. Seine Soldaten waren nicht der US-Regierung unterstellt, Kalifornien selbst sandte sie an die Front gegen die Südstaaten. Darüberhinaus finanzierte das neu entdeckte Gold Kaliforniens zum Teil den Krieg. Die größeren Ressourcen brachten dem Norden einen deutlichen Vorteil im Ankauf von Material aus dem Ausland.
Ursachen
Kalifornien
Der Krieg entzündete sich an den wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gegensätzen von Norden und Süden. In den Nordstaaten wurde die Industrialisierung immer weiter fortgesetzt, der Norden verlangte vom Süden die Abschaffung der Sklaverei. Die südstaatliche Plantagenwirtschaft war jedoch weitgehend von der Arbeitskraft der Sklaven abhängig. Der Sklaverei-Konflikt wurde allerdings erst ab der zweiten Hälfte des Bürgerkriegs durch die so genannte "Emancipation Proclamation" von Abraham Lincoln zum eigentlichen Kriegsgrund erklärt; zunächst stand die Frage der Rechte der einzelnen Bundesstaaten im Vordergrund.
Doch auch in diesem Punkt ging es im Kern um die Auseinandersetzung zweier Wege in die ökonomische Zukunft der USA. Die Wirtschaft der Südstaaten basierte auf dem Export von Rohmaterialien (insbesondere Baumwolle) und dem Import von Manufakturwaren. Schutzzölle - wie sie die Nordstaaten für ihre im Aufbau befindlichen Industrien gegen die europäische Konkurrenz verlangten - konnten die Preise für die Importe nur erhöhen. Außerdem musste mit Abwehrmaßnahmen der Abnehmer der Rohmaterialien (z. B. England) gerechnet werden. Wie es in diesen Streitpunkten weiter gehen sollte, musste letztlich der Kongress entscheiden. Deshalb wurde die Frage, ob in den neu hinzukommenden Territorien Sklaverei erlaubt oder verboten sein solle, zu einer Frage, wer in den folgenden Jahren im Kongress die Mehrheit hätte - die eher industrialisierten und schutzzöllnerischen Nordstaaten oder die eher agrarischen und freihändlerischen Südstaaten. Dieser Konflikt beherrschte die politische Diskussion bei mehreren wichtigen Maßnahmen seit den 1850er Jahren, die vom Kongress blockiert und deshalb zu den Wahlkampfschlagern Lincolns wurden. Dabei ging es um staatliche Landzuweisungen für Arbeitslose sowie für die Errichtung von höheren Schulen und um den Bau einer transkontinentalen Eisenbahn. Sie sollten das Wachstum und den Wohlstand im Sinne der Nordstaaten fördern, und dafür trat Lincoln zusammen mit seiner Partei, den Republikanern, ein. Diese Maßnahmen mussten nach Ansicht der Südstaatler über kurz oder lang zu einer politischen Übermacht des Nordens im Kongress führen. Sie konnten zudem nicht erwarten, dass der Kongress mit dieser Mehrheit für den Schutz ihres Eigentums, als das aus ihrer Sicht ihre Sklaven galten, in allen Staaten der USA sorgen würde. Bei einer Ausweitung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten auf die neuen Territorien und Staaten liefen sie Gefahr, dass ihre Sklaven als freie Menschen behandelt würden, also z. B. bei einer Flucht nicht durch die Polizei eingefangen und ihnen wieder ausgeliefert würden.
Darum kam es mit der Wahl des republikanischen Kandidaten Abraham Lincoln am 6. November 1860 zum Präsidenten der USA zur Spaltung (Sezession), obwohl Lincoln in der Frage der Sklaverei immer wieder betont hatte, dies sei Sache der Einzelstaaten. Da zur damaligen Zeit zwischen der Wahl und dem Amtsantritt eines Präsidenten noch jeweils etwa vier Monate lagen, entwickelte sich nun ein gefährliches Machtvakuum, weil der abgewählte, aber noch amtierende James Buchanan nicht zu energischen Entscheidungen bereit war. In den Monaten um die Jahreswende 1860/61 erklärten immer mehr der Sklavenhalterstaaten des Südens ihren Austritt aus der Union. Ein am 4. Februar 1861 in Washington zusammengetretener Friedenskongress löste sich ohne Resultat auf. Bereits am 6. Februar versammelte sich in Montgomery ein Kongress der abgefallenen Staaten, welcher am 11. März der so genannten Konföderation ihre neue Verfassung gab. Zum Präsidenten der Südstaaten wurde Jefferson Davis gewählt. Auch Lincoln, der erst am 4. März 1861 mit seiner Amtsantrittserklärung reagieren konnte, scheiterte mit seinen Versöhnungsbemühungen. Mit der Eroberung von Fort Sumter durch die südstaatlichen Truppen begann schließlich der offene Krieg zwischen der Union und der Konföderation.
Kriegsverlauf
Ausgangslage
Die Südstaaten wurden von einer energischen, zweckbewussten, staatsmännisch geschulten Aristokratie geleitet, die die USA seit ihrer Gründung dominiert hatte. Viele Offiziere des Heeres und der Marine stammten aus dem Süden und schlossen sich diesem an, wie z. B. P. G. T. Beauregard, Joseph E. Johnston, Robert E. Lee, Thomas Jonathan Jackson, James E. B. Stuart, James Longstreet, Ambrose P. Hill, Nathan B. Forrest, Leonidas L. Polk, William J. Hardee, Patrick R. Cleburne, Braxton Bragg, John C. Breckinridge, Edmund K. Smith, Jubal A. Early, John B. Gordon, John B. Hood, Daniel H. Hill, Albert S. Johnston, William Mahone und Joseph Wheeler. Dort organisierten sie die Streitmacht der Konföderation. Dies wurde dadurch erleichtert, dass Kriegsminister Floyd schon 1860 viele Waffen und Geschütze in die südlichen Arsenale geschickt hatte, während die Unionsflotte über alle Meere zerstreut worden war. Daher waren die Südstaaten am Anfang des Kriegs dem Norden entschieden überlegen.
Die Bevölkerung des Nordens (die Grenzstaaten Maryland, Kentucky, Tennessee, Missouri u. a. verhielten sich schwankend) war für eine Erhaltung der Union. Lincoln rief am 15. April 75.000 Freiwillige zu den Waffen. Diesen fehlte es aber an Organisation. Die Truppen wurden von den Einzelstaaten, welche auch die Offiziere ernannten, auf Zeit gestellt. Das gänzlich vom Kriegsministerium unabhängige Oberkommando erhielt zuerst der 75jährige Generalleutnant Winfield Scott. Ausrüstung, Ausbildung und Verpflegung der Unionstruppen waren anfangs mangelhaft und wurden erst allmählich besser. Daher erlitt der Norden trotz seiner zahlenmäßigen Überlegenheit anfangs Misserfolge.
Erste Hälfte des Bürgerkriegs
Winfield Scott
Beim ersten Vordringen der Bundestruppen unter Brigadegeneral Irvin McDowell gegen die Stellung der Konföderation bei Manassas Junction erlitten die Nordstaaten in der ersten Schlacht von Bull Run eine vollständige Niederlage (21. Juli 1861). Der nun zum Oberbefehlshaber des Nordens ernannte General George B. McClellan schlug am Potomac River ein Lager auf und nutzte Herbst und Winter dazu, die von den Staaten gestellten Freiwilligen und Milizen - über 500.000 Mann - auszubilden. Währenddessen wurden durch eine schnell geschaffene Kriegsflotte die Häfen der Südstaaten blockiert oder sogar besetzt. Es gelang der Konföderation jedoch oft, die Blockaden zu brechen. Südstaatliche Kreuzer wurden zum Teil auch in England ausgerüstet, das sich von der Sezession ein Gleichgewicht der Macht in Nordamerika erhoffte. Die Verhaftung südstaatlicher Abgesandter auf einem englischen Schiff (Trent-Affaire, November 1861), drohte bei der gereizten Stimmung beider Teile sogar einen Krieg zwischen der Union und England herbeizuführen.
Im Bürgerkrieg kam es 1862 besonders im Westen zu wichtigen Entscheidungen. Nachdem es 1861 gelungen war, Missouri der Union zu erhalten - die Bevölkerung war im Verhältnis ca. 2:1 für den Norden - besetzten die Generäle George H. Thomas und Ulysses S. Grant im Februar 1862 auch Kentucky und Tennessee und rückten den Mississippi River abwärts vor. Der Versuch der Konföderation, mittels der von General Henry H. Sibley geführten New Mexico-Offensive den Südwesten und die kalifornischen Pazifikhäfen zu erobern, scheiterte nach einigen kurzen Anfangserfolgen im April 1862. Admiral Farragut konnte währenddessen die Einfahrt in die Mississippimündung erzwingen und New Orleans am 1. Mai 1862 besetzen. Der Kampf konzentrierte sich im Westen um das von der Konföderation stark befestigte Vicksburg, das nach einer langen, seit dem 18. Mai 1863 andauernden Belagerung am 4. Juli 1863 von Grant erobert wurde. Mit der Kontrolle über den Mississippi hatte die Union die Südstaaten von Texas und Arkansas abgeschnitten.
In Virginia eröffnete McClellan den Kampf im März 1862 mit einem allgemeinen Vorgehen gegen Richmond, die Hauptstadt der Konföderation. Zahlreiche blutige Gefechte, darunter die siebentägige Schlacht am Chickahominy (25. Juni bis 2. Juli), gaben kein entscheidendes Resultat. General John Pope wurde in der zweiten Schlacht von Bull Run (29./30. August) geschlagen und zog sich nach Washington zurück. Der konföderierte Oberbefehlshaber Lee versuchte nun einen Einfall in Maryland und Pennsylvania, und überschritt am 4. September den Potomac mit seiner Army of Northern Virginia. Am 17. September wurde er bei Antietam von McClellan nach verlustreichem Kampf gestoppt und zum Rückzug nach Virginia gezwungen.
Da McClellan seinen Sieg nicht nutzte, wurde er am 17. November durch General Ambrose E. Burnside ersetzt, der einen Vorstoß auf Richmond unternahm, aber am 13. Dezember bei Fredericksburg eine empfindliche Niederlage erlitt. Sein Nachfolger Joseph Hooker drang im April 1863 über den Rapidan vor, wurde aber in einer Schlacht bei Chancellorsville (2. - 5. Mai) von Lee besiegt. Lee versuchte einen zweiten Einfall in Maryland, wurde aber in der blutigsten Schlacht des ganzen Krieges bei Gettysburg (1. - 3. Juli) von General George G. Meade über den Potomac zurückgeworfen.
Schlacht von Gettysburg
Die Schlacht von Gettysburg halten viele Experten für die entscheidende Schlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges. Sie ereignete sich zwischen dem 1. und dem 3. Juli 1863 bei der Kleinstadt Gettysburg in Pennsylvania, nur wenige Meilen nördlich der Grenze zu Maryland. Ursprünglich sollte sie laut den föderierten Kommandeuren am kleinen Flüsschen Pipe Creek (30 km entfernt) stattfinden. Eine Division des Konföderiertengenerals A. P. Hill wollte sich und ihrem III. Korps Schuhe aus dem Örtchen Gettysburg "organisieren" (die Südstaatenarmee litt chronisch an Schuhwerkmangel). Die morgendliche Attacke geriet aus dem Ruder. Die größte Schlacht des "Civil War" fand an einem Ort und zu einem Zeitpunkt statt, den keiner der Kommandeure auf beiden Seiten so haben wollte. Sie endete mit der Niederlage der Südstaatenarmee unter General Robert E. Lee und beendete die letzte Offensive der Südstaaten auf dem Territorium der Nordstaaten.
Diese Niederlage und die gleichzeitige Eroberung Vicksburgs bildeten den Wendepunkt des Krieges. Es war der Konföderation nicht geglückt, Washington und einige Nordstaaten zu erobern. Im Westen hatte sie dagegen große Verluste erlitten und es machte sich bei ihr eine Erschöpfung an Geld und Menschenkräften bemerkbar. Die industrialisierte Wirtschaft des Nordens konnte die Verluste besser ausgleichen.
Das Ende des Krieges
Gleichzeitig machte sich auch im Norden eine allgemeine Kriegsmüdigkeit bemerkbar, die sich mitunter durch offene Anfeindungen gegenüber den Afroamerikanern äußerte, die als Sündenbock dienten. Zeitweise war auch die Armee der Nordstaaten mit dem Problem konfrontiert, nicht genügend Rekruten zu haben, um die bisherigen Verluste zu ersetzen. Die Aufstellung schwarzer Einheiten ("Buffalo Soldiers") bot für die Einzelstaaten des Nordens eine bequeme Möglichkeit, ihre Soll-Kontingente aufzustellen, und die Problematik bei der Aushebungsfrage zu lindern. Dies bot sich umso mehr an, als viele Afroamerikaner bereits seit Kriegsbeginn darauf drängten, rekrutiert zu werden. Dies wurde jedoch zunächst abgelehnt, um Sklavenhalterstaaten, die in der Union verblieben waren, nicht zu verprellen. Im Kriegsverlauf trat diese Frage immer weiter in den Hintergrund.
Zunächst nur als Sicherungs- und Hilfstruppen eingesetzt, stellten afro-amerikanische Einheiten ihre hohe Moral und Kampfkraft beim Angriff auf Fort Wagner am 18. Juli 1863 unter Beweis. Zum Ende des Krieges stellten diese Einheiten einen bedeutenden Anteil der Nordstaaten-Armee – ihr Einsatz war kriegsentscheidend. Infolgedessen formulierte der Norden nun offen die Aufhebung der Sklaverei und die völlige Niederwerfung der Rebellion als Ziele des Krieges. Lincoln erließ am 22. September 1862 eine Proklamation, welche alle Sklaven - allerdings nur in den Landesteilen unter Kontrolle der Konföderation - vom 1. Januar 1863 an für frei erklärte. Bei der Präsidentschaftswahl 1864 siegte Lincoln über den Kandidaten der Demokratischen Partei, George B. McClellan; zum Vizepräsidenten wurde Andrew Johnson gewählt.
Ulysses S. Grant, der neue Oberbefehlshaber (1864) der Unionstruppen, hatte Arkansas nach einem Sieg bei Chattanooga im November 1863 besetzt. Anfang Mai 1864 setzte er den Vormarsch Richtung Richmond fort und lieferte Lee in der "Wildnis" (Wilderness) und bei Spotsylvania eine Reihe blutiger Gefechte mit wechselndem Erfolg. Nach einer Niederlage beim Versuch, den Chickahominy zu überqueren, versuchte er Petersburg anzugreifen, das er nach einem vergeblichen Überrumpelungsversuch belagerte. Gemeinsam mit dem im Shenandoah-Tal operierenden Generalmajor Philip Sheridan gelang es ihm schließlich im Herbst, Lees Defensivstellung bei Richmond zu durchbrechen und sich am rechten Ufer des James River zu behaupten.
Gleichzeitig drang General William T. Sherman vom Westen her in Georgia ein. Dabei kam es zu zahlreichen Kriegsverbrechen, weil gezielt Zivilisten von Unionstruppen attackiert wurden. Er besetzte im September 1864 Atlanta (siehe auch Atlanta-Feldzug) und marschierte von dort nach Savannah am Atlantischen Ozean, wo er am 21. Dezember einzog und die Verbindung mit der Unionsflotte herstellte. Im Januar 1865 rückte er durch South und North Carolina nach Norden, zog am 22. März bei Goldsboro ein Unionsheer zusammen und vollendete Ende März die Einschließung Lees, der nur noch 60.000 Mann unter seinem Befehl hatte.
Am 3. April rückten die Bundestruppen in Petersburg und Richmond ein. Lee ergab sich am 9. April bei Appomattox Court House, Johnston und der Rest der konföderierten Truppen am 17. April. Damit war der Bürgerkrieg nach vierjähriger Dauer beendet.
Folgen
Im amerikanischen Bürgerkrieg kamen etwa 600.000 Menschen ums Leben. Die Kriegskosten überstiegen 8 Milliarden Dollar. Die Unionsarmee zählte am Ende des Kriegs über 1 Million Mann, die Flotte 671 Schiffe.
:"Die alte föderative Republik, in der nur das Postamt den Durchschnittsbürger in Berührung mit der nationalen Regierung brachte, wich einem zentralisierten Gemeinwesen, das die Menschen direkt besteuerte und zur Erhebung dieser Steuern eine eigene Behörde einrichtete, das die Männer zur Armee einzog, die Zuständigkeit der Bundesgerichte ausweitete, eine nationale Währung und ein nationales Bankensystem schuf und die erste nationale Wohlfahrtsbehörde ... einrichtete. Elf der ersten zwölf Zusätze zur amerikanischen Verfassung hatten die Vollmachten der nationalen Regierung beschnitten; sechs der nächsten sieben Zusätze, angefangen beim 13. Verfassungszusatz von 1865 dehnten diese Vollmachten auf Kosten der Einzelstaaten wieder aus.
:Mit dieser Veränderung im föderativen Gleichgewicht ging eine Verschiebung der politischen Macht von Süden nach Norden einher." (McPherson, Für die Freiheit sterben, S. 845f.)
Verfilmungen
Folgende Filme spielen zur Zeit des Sezessionskriegs bzw. handeln davon:
- Der General
- Geburt einer Nation
- Gettysburg
- Glory
- Gods and Generals
- Unterwegs nach Cold Mountain
- Vom Winde verweht
- Wer mit dem Teufel reitet...
- Zwei Glorreiche Halunken
- Fackeln im Sturm (North & South)
- Der letzte Befehl
Literatur
Die Literatur bezüglich des Bürgerkrieges ist uferlos. Als Auswahl sollten folgende Bände genügen, deren Bibliographien leicht weitere Literatur erschließen.
- James M. McPherson: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, List Verlag Berlin, ISBN 3-471-78178-1, auch Weltbild Verlag, Augsburg 2000 Der Autor erhielt hierfür den Pulitzerpreis. Die beste einbändige Darstellung des Krieges, die auch detailliert auf die Ursachen eingeht.
- Shelby Foote, The Civil War. A Narrative, 3 Bde., New York 1958-1974, ISBN 0-7126-9812-4 Sehr gut geschriebene Darstellung des Krieges, wenn auch ohne fachwissenschaftlichen Apparat.
- Bernd G. Längin: Der Amerikanische Bürgerkrieg. Eine Chronik in Bildern - Tag für Tag. Bechtermünz Verlag, 275 S., ISBN 3-86047-900-8, auch Weltbild Verlag, Augsburg, 1998
Siehe auch
- Portal:Sezessionskrieg
- Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs, Liste von Kriegen
- Flaggen der Sezessionsstaaten
- Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika
Weblinks
- [http://www.authentichistory.com/civilwar.html authentichistory.com: Bild- und Tonarchiv zum Amerikanischen Bürgerkrieg]
- [http://www.civilwarsearch.com American Civil War Search Directory]
- [http://sunsite.utk.edu/civil-war/warweb.html American Civil War Homepage (Links)]
- [http://www.bigcountry.de/index.htm Bigcountry (deutsch)]
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Kategorie:Militärische Geschichte der USA
Kategorie:Geschichte der USA
Kategorie:1860er
ja:南北戦争
ko:남북 전쟁
simple:American Civil War
th:สงครามกลางเมืองอเมริกา
1864
- 1. Februar: Ausbruch des Deutsch-Dänischen Krieges. In diesem Krieg wird zum ersten Mal das Schutzzeichen des Roten Kreuzes (rotes Kreuz auf weißem Grund), vom schweizer Arzt Dr. Louis Appia und vom Niederländer Charles Van de Velde, getragen
- 12. Februar: Auf dem Bodensee sinkt der Raddampfer Jura nach einem Zusammenstoss in dichtem Nebel mit der Stadt Zürich. Die Jura war von Konstanz nach Romanshorn unterwegs, die Stadt Zürich in umgekehrte Richtung. Die Jura ist heute noch auf dem Grund des Bodensees, zwischen Bottighofen und Münsterlingen
- 11. März: Der Dale-Dyke-Staudamm bei Sheffield in England bricht; die Flutwelle fordert etwa 270 Todesopfer
- 18. April: Erstürmung der Düppeler Schanzen durch die Preußen unter Prinz Friedrich Karl
- 9. Mai: Fertigstellung der Pfaffendorfer Brücke über den Rhein in Koblenz
- 21. Mai: Korfu wird Teil des geeinten Griechenlands
- August: Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf auf Initiative von Henri Dunant
- 30. Oktober: Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich, Preußen und Dänemark beenden den Deutsch-Dänischen Krieg. Dänemark überläßt darin die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg den beiden deutschen Großmächten
- 31. Oktober: Nevada wird 36. Bundesstaat der USA
- Gründung des Schwarzwaldvereins in Freiburg im Breisgau
Politik
- 10. März: Kronprinz Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird als König Ludwig II. von Bayern proklamiert
- 10. April: Ausrufung des österreichischen Erzherzogs Maximilian zum Kaiser von Mexiko
Kultur
- 8. Februar: Uraufführung der romantischen Oper Die Rheinnixen von Jacques Offenbach an der Hofoper in Wien
- 14. März: Uraufführung von Rossinis Petite Messe Solennelle
- 23. April: Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft
- 16. Dezember: Uraufführung der Operette Le Serpent à plumes von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper La belle Hélène (Die schöne Helena) von Jacques Offenbach am Théâtre des Variétés in Paris
- Erstausgabe der Zeitschrift HANSA erscheint
- 1. Januar: Alfred Stieglitz, US-amerikanischer Fotograf († 1946)
- 8. Januar: Albert Victor, Prinz von Großbritannien und Herzog von Clarence und Avondale († 1892)
- 8. Januar: Julie Wolfthorn, deutsche Malerin († 1944)
- 13. Januar: Wilhelm Wien, deutscher Physiker, Nobelpreisträger († 1928)
- 27. Januar: John Walter Gregory, Geologe († 1932)
- 11. Februar: József Balassa, ungarischer Philologe († 1945)
- 14. Februar: Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe († 1944)
- 16. Februar: Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller († 1940)
- 17. Februar: Andrew Paterson, australischer Dichter († 1941)
- 19. Februar: Jean Verdier, Erzbischof von Paris und Kardinal († 1940)
- 21. Februar: Henrique Maximiano Coelho Neto, brasilianischer Schriftsteller († 1934)
- 22. Februar: Jules Renard, französischer Schriftsteller († 1910)
- 29. Februar: Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe († 1930)
- 29. Februar: Adolf Wölfli, schweizer Maler († 1930)
- 7. März: Wilhelm Arent, Dichter und Mäzen
- 10. März: Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe († 1936)
- 14. März: Alfred Redl, Oberst der österreichisch-ungarischen Armee und russischer Spion († 1913)
- 19. März: Charles Marion Russell, US-amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller († 1926)
- 23. März: Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist († 1925)
- 25. März: Alexej von Jawlensky, deutsch-russischer Künstler des Expressionismus († 1941)
- 25. März: Marie Soldat-Roeger, Violinvirtuosin († 1955)
- 30. März: Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1943)
- 9. April: Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Ingenieur († 1930)
- 10. April: Eugen d'Albert, deutscher Komponist und Pianist († 1932)
- 10. April: Friedrich Wilhelm Nohe, 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes († 1940)
- 10. April: Michael Mayr, österreichischer Historiker und Politiker († 1922)
- 12. April: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe († 1950)
- 13. April: Berta Zuckerkandl-Szeps, österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Kritikerin († 1945)
- 14. April: Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller († 1946)
- 17. April: Karl Henckell, deutscher Schriftsteller († 1929)
- 21. April: Max Weber (Politiker), deutscher Ökonom und Soziologe († 1920)
- 24. April: Alois Wolfmüller, deutscher Erfinder, Ingenieur und Flugtechniker († 1948)
- 26. April: Bona Peiser, Deutschlands erste Volksbibliothekarin († 1929)
- 5. Mai: Hans Gerhard Gräf, deutscher Goethe-Forscher († 1905)
- 12. Mai: Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter († 1920)
- 13. Mai: Emil Gött, deutscher Schriftsteller († 1908)
- 15. Mai: Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler († 1916)
- 16. Mai: Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist († 1937)
- 22. Mai: Willy Stöwer, deutscher Marinemaler der Kaiserzeit († 1931)
- 25. Mai: Anne Löwenstein-Wertheim, britische Flugpionierin († 1927)
- 29. Mai: Sigismund Waitz, 1913 Weihbischof von Brixen, Erzbischof von Salzburg († 1941)
- 3. Juni: Albert Fraenkel, deutscher Arzt, Tuberkulose- und Herzforscher († 1938)
- 3. Juni: Otto Erich Hartleben, deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler († 1905)
- 3. Juni: Ransom Eli Olds, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile († 1950)
- 8. Juni: Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur († 1913)
- 11. Juni: Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent († 1949)
- 13. Juni: Rudolf Kjellén, Professor
- 14. Juni: Alois Alzheimer, deutscher Psychiater († 1915)
- 22. Juni: Hermann Minkowski, deutscher Mathematiker und Physiker († 1909)
- 24. Juni: Heinrich Wölfflin, Schweizer Kunsthistoriker († 1945)
- 25. Juni: Oscar Baumann, Afrikaforscher, Philosoph, Ethnologe, Geograph und Karthograph († 1899)
- 25. Juni: Walther Hermann Nernst, deutscher Physiker und Chemiker († 1941)
- 29. Juni: Anton Beer-Walbrunn, deutscher Komponist († 1929)
- 12. Juli: Hans Chemin-Petit d. Ä., deutscher Komponist († 1917)
- 13. Juli: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller († 1912)
- 18. Juli: Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin († 1947)
- 20. Juli: Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker († 1931)
- 24. Juli: Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller und Schauspieler († 1918)
- 9. August: Roman Dmowski, polnischer Politiker († 1939)
- 10. August: Carl Junker, Syndikus und Historiker († 1928)
- 23. August: Eleutherios Venizelos, griechischer Politiker und Regierungschef († 1936)
- 24. August: Hermann Weingärtner, deutscher Turner und Olympiasieger († 1919)
- 27. August: Helena Patursson, färöische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 1. September: Roger David Casement, irischer Unabhängigkeitskämpfer († 1916)
- 8. September: Jakob Johann von Uexküll, Biologe und Philosoph († 1944)
- 19. September: Carl Correns, deutscher Biologe
- 27. September: Andrej Hlinka, slowakischer Priester, Politiker und Nationalistenführer († 1938)
- 30. September: Max Laeuger, deutscher Künstler († 1952)
- 15. Oktober: Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal († 1932)
- 25. Oktober: Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist († 1956)
- 25. Oktober: John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller († 1920)
- 30. Oktober: Theodor Wiegand, deutscher Archäologe († 1936)
- 6. November: John Henry Mackay, schottisch-deutscher Schriftsteller († 1933)
- 11. November: Alfred Hermann Fried, Pazifist, Publizist, Friedensnobelpreisträger († 1921)
- 11. November: Maurice Leblanc, französischer Krimi-Schriftsteller († 1941)
- 24. November: Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler († 1901)
- 26. November: Auguste Charlois, französischer Astronom († 1910)
- 27. November: Alfred Meyer-Waldeck, Verteidiger des deutschen Schutzgebietes Kiautschou († 1928)
- 8. Dezember: Camille Claudel, französische Bildhauerin († 1943)
- 14. Dezember: Emil Rungwerth, Heimatforscher († 1945)
- 24. Dezember: Stephan Elmas, türkisch-armenischer Komponist und Pianist († 1937)
- 31. Dezember: Hans am Ende, deutscher Maler († 1918)
- 31. Dezember: Robert Grant Aitken, US-amerikanischer Astronom († 1951)
- Carsten Egeberg Borchgrevink, norwegischer Polarforscher († 1934)
- Hans Frahm, Kunstmaler († 1940)
- 8. Januar: Victor Dourlen, französischer Komponist ( - 1780)
- 27. Januar: Leo von Klenze, deutscher Architekt ( - 1784)
- 14. Februar: William Dyce, britischer Maler ( - 1806)
- 10. März: Maximilian II., König von Bayern ( - 1811)
- 24. März: Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte ( - 1796)
- 25. März: Ivar Fredrik Bredal, dänischer Komponist ( - 1800)
- 2. Mai: Giacomo Meyerbeer, eigentlich Jakob Meyer Beer Komponist und Dirigent ( - 1791)
- 9. Mai: John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten ( - 1813)
- 19. Mai: John Clare, englischer Dichter ( - 1793)
- 19. Mai: Nathaniel Hawthorne, amerikanischer Schriftsteller ( - 1804)
- 4. Juni: Nassau William Senior, englischer Ökonom ( - 1790)
- 18. Juni: Albert Knapp, deutscher Dichter ( - 1798)
- 23. Juni: Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe ( - 1787)
- 25. Juni: Wilhelm I., König von Württemberg ( - 1781)
- 28. Juli: Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist ( - 1797)
- 4. August: David Hansemann, deutscher Politiker und Bankier ( - 1790)
- 24. August: Jakob Lorber, war österreichischer Schriftsteller und Musiker ( - 1800)
- 31. August: Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist ( - 1825)
- 8. September: Johannes von Geissel, Kardinal und Erzbischof von Köln ( - 1796)
- 15. September: John Hanning Speke, britischer Afrikaforscher ( - 1827)
- 1. Oktober: Juan José Flores, ecuadorianischer Staatspräsident ( - 1800)
- 20. Oktober: Carl Christian Rafn, dänischer Altertumsforscher ( - 1795)
- 23. November: Friedrich Georg Wilhelm Struve, deutscher Astronom, der in Russland arbeitete ( - 1793)
- 25. November: David Roberts, britischer Maler ( - 1796)
- 30. November: William Baikie, englischer Afrikaforscher ( - 1824)
- 4. Dezember: John Fowler, englischer Erfinder und Ingenieur ( - 1826)
- 8. Dezember: George Boole, britischer Mathematiker ( - 1815)
- 20. Dezember: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist ( - 1794)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1864)
ko:1864년
William T. ShermanWilliam Tecumseh Sherman ( - 18. Februar 1820 in Lancaster, Ohio; † 14. Februar 1891 in New York City) war Soldat, Bankier, Rechtsanwalt, Schriftsteller und einer der bekanntesten Generale des amerikanischen Bürgerkrieges. Sein Name ist eng verbunden mit der Einnahme Atlantas und dem daran anschließenden Marsch nach Savannah, der als Marsch zum Meer in die amerikanische Geschichte einging.
Savannah
Leben
Sherman erhielt seine militärische Ausbildung in der US-Militärakademie in West Point, die er mit herausragendem Erfolg absolvierte. Nach ersten Einsätzen im Krieg gegen Mexiko, in denen er sich ebenfalls auszeichnete, nahm er 1853 seinen Abschied und ließ sich als Bankier, später als Anwalt, nieder. Da er in beiden Berufen nur mäßig erfolgreich war, wurde er 1859 Präsident der Militärschule in Alexandria, Louisiana, der heutigen Louisiana State University.
Mit Beginn des Bürgerkrieges erhielt er sein Offizierspatent zurück und trat wieder in die Armee der Union ein. Seinen ersten Einsatz hatte er in der ersten Schlacht von Manassas (auch Bull Run I genannt) am 21. Juli 1861 unter General Irwin McDowell, die für die Unionstruppen in einer Niederlage endete.
Kurz darauf zum Brigadegeneral befördert, übernahm er ein eigenes Kommando in Kentucky. Wegen einer Fehleinschätzung der Lage zog er seine Truppen zurück. Er wurde daraufhin seines Kommandos enthoben und in der Presse scharf kritisiert. Als einige Blätter schließlich an seinem Geisteszustand zweifelten, geriet Sherman in eine tiefe persönliche Krise, die sich in Depressionen, Nervenzusammenbrüchen und Selbstmordgedanken äußerte.
Zu Beginn des Jahres 1862 erhielt Sherman erneut ein Kommando, diesmal über eine Division, die er im April in der Schlacht von Shiloh gegen die Truppen P.G.T. Beauregards führte, mit dem er persönlich seit Jahren befreundet war und der die Nacht vor der Schlacht in seinem (erbeuteten) Zelt verbrachte. Da Sherman und Grant nicht mit einem Angriff rechneten, begann diese Schlacht eher gemächlich, entwickelte sich aber schnell zu einem der blutigsten Zusammentreffen des ganzen Kriegsjahres, dass ungefähr 20.000 Soldaten das Leben kostete. Die Unionstruppen gerieten an den Rand einer Niederlage; Sherman wurde leicht verwundet und verlor zeitweise die Kontrolle über seine bedrängte Division. Erst die Zuführung von 25.000 Mann Verstärkung der Nordstaaten-Armee und die Tatsache, dass die Südstaaten-Befehlshaber ihre Truppen zu spät zusammenzogen, ermöglichte es den Unionstruppen, die konföderierte Armee unter Beauregard zum Rückzug zu zwingen. Nach der Schlacht von Shiloh wurde Sherman zum Generalmajor befördert.
Vom Dezember 1862 an nahm Shermans Armee, weiterhin unter Grant, an mehreren vergeblichen Versuchen teil, die Stadt Vicksburg einzunehmen, bis es nach sechswöchiger Belagerung von Vicksburg endlich gelang, die Verteidiger unter General Pemberton am 1. Juli 1863 zur Kapitulation und zur Übergabe der Stadt zu zwingen. Sherman erhielt das Kommando über die Tennessee-Armee (Army of the Tennessee) und nahm an den Kämpfen um Schlacht von Chattanooga teil (23.-25. November 1863).
1863
Nachdem es den Unionstruppen gelungen war die konföderierten Armeen bis nach Georgia zurückzudrängen, erhielt Sherman, mittlerweile als Nachfolger Grants Oberbefehlshaber im Westen, Mitte des Jahres 1864 den Auftrag, nach Atlanta vorzurücken und die Stadt einzunehmen. Obwohl die Truppen Johnstons ihm heftigen Widerstand entgegensetzten und den Vormarsch der Union lange aufhalten konnten, gelang es Sherman doch Schritt für Schritt vorzurücken und, nachdem die Korps des Südstaaten-Generals Hood, der Johnston ersetzt hatte, zurückgeschlagen waren, am 2. September 1864 in Atlanta einzumarschieren (siehe auch Atlanta-Feldzug).
Shermans nächstes Ziel war nun die Hafenstadt Savannah an der Mündung des gleichnamigen Flusses, die er mit seinen Truppen Mitte Dezember 1864 erreichte und kampflos einnahm. Da er seine eigene Nachschublinie aufgegeben hatte und seine Armee sich bei ihrem Marsch durch Feindesland selbst ernähren mußte, hinterließ Shermans Armee auf diesem als "Marsch zum Meer" berüchtigten Vormarsch eine Schneise der Verwüstung. Seine Soldaten sengten, plünderten und brandschatzen alles was auf ihrem Wege lag. Sie vernichteten Felder, Häuser, Höfe und Hütten und nahmen alles an sich was sie finden konnten und was sie nicht mitnehmen konnten zündeten sie an. Nachdem er sich sechs Wochen in Savannah aufgehalten hatte, machte Sherman sich Anfang Februar 1865 daran mit seiner 60.000 Mann starken Armee die beiden Carolinas zu durchqueren. Er marschierte zunächst durch South Carolina und hinterließ auch hier eine blutige Spur der Zerstörung. Da der Staat South Carolina für den Abfall der Südstaaten verantwortlich gemacht wurde, kannte der Hass und die Zerstörungswut der Soldaten keine Grenzen mehr. Sie übertrafen sich selbst und verwüsteten alles was an ihrem Weg lag, gleichgültig, ob es von militärischem Wert war oder nicht. South Carolinas Hauptstadt Columbia wurde in einer Orgie der Zerstörung dem Erdboden gleich gemacht.
Sherman verfolgte mit seinen zerstörerischen Vormärschen durch das Gebiet der Südstaaten zwei Ziele. Zum einen wollte er verhindern, daß die Bevölkerung die gegnerischen Armeen in irgendeiner Weise unterstützen konnte und ihr die letzten ökonomischen Ressourcen entziehen, um den Krieg zu einem schnellen Ende zu führen. Zum anderen wollte er den Bewohnern der Südstaaten, die er für den Krieg verantwortlich machte, die Grausamkeit eines solchen Unternehmens drastisch vor Augen führen, um sie ein für alle Mal von diesem Mittel der Politik abzuschrecken. Wegen dieses ökonomischen Krieges, der eine verheerende Wirkung auf die Moral der Zivilbevölkerung hatte und ihre Lebensgrundlagen zerstörte, gilt Sherman als einer der ersten "modernen" Generale.
Columbia
Nach der Zerstörung South Carolinas wandte sich Sherman nach Norden und überschritt die Grenze nach North Carolina, wo die Verwüstungen schlagartig aufhörten. Kein Haus wurde mehr angetastet. Er beabsichtigte, sich in Goldsboro mit weiteren 30.000 Mann zu vereinigen und dann gemeinsam mit Grant Lees Armee in Petersburg, Virginia, "auszuradieren", wozu es aber nicht mehr kommen sollte.
Nach dem Krieg wurde Sherman Drei-Sterne-General (Generalleutnant) und nahm an einigen Indianerkriegen teil, bevor er 1869 - wiederum als Nachfolger Grants, der Präsident wurde - zum Vier-Sterne-General befördert und zum Oberbefehlshaber der US-Armee ernannt wurde. Am 8. Februar 1884 nahm er seinen Abschied von der Armee und zog sich 1886 nach New York City zurück, wo er schließlich am 14. Februar | | |