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Atlas (Mythologie)
Atlas ist in der griechischen Mythologie ein Titan.
Er ist der Sohn des Iapetos und der Klymene sowie Bruder des Menoitios, Prometheus und Epimetheus. Als Strafe für seine Teilnahme am Titanenkampf hatte er im äußersten Westen das Himmelsgebirge zu tragen. Er holte die goldenen Äpfel der Hesperiden für Herakles.
Er war Vater der Plejaden, Hyaden, Hesperiden und der Kalypso.
Ein Orakel-Spruch erklärte ihm, ein Sohn des Zeus würde seinen Töchtern die goldenen Äpfel stehlen. Deshalb lehnt er Perseus' Bitte um Unterkunft ab. Perseus versteinert ihn zur Strafe für mangelnde Gastfreundschaft dadurch, dass er ihm das abgeschlagene Haupt der Gorgo Medusa entgegenhält. Seitdem ist Atlas als das Atlasgebirge anzutreffen und trägt den Himmel auf seinen Schultern.
In der Herakles-Sage ist er in dieser Funktion jedoch auch wieder persönlich ansprechbar. Herakles übernimmt für kurze Zeit die Last des Himmels auf seine Schultern, damit ihm Atlas goldene Äpfel von seinen Töchtern, den Hesperiden, holen kann. Mit den Äpfeln zurückgekehrt, möchte Atlas die Last des Himmels nicht mehr übernehmen. Herakles überlistet den hier naiven Atlas jedoch: Er müsse gerade nur ein Steinchen aus der Sandale entfernen, um den Himmel weiter tragen zu können. Für diesen kurzen Augenblick, und ab da für immer, übernimmt Atlas wieder die Last, während Herakles daraufhin mit den Äpfeln zu Eurystheus zieht.
Viele Abbildungen oder Skulpturen stellen Atlas als Träger der gesamten Erdkugel dar, so zu sehen z.B. schon auf der Frontseite der berühmten Kartensammlung von Mercator aus dem Jahr 1595. Die mythologisch nicht korrekte, aber verbreitete Vorstellung von Atlas als Erdballträger hat sich wohl auch wegen seiner größeren Symbolhaftigkeit und Anschaulichkeit so stark durchgesetzt.
Siehe auch: Atlant
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:アトラス
Titan (Mythologie)Titan ist in der griechischen Mythologie der Sohn Uranos' und dessen Mutter Gaia. Dieser Fassung zufolge gebar Gaia auch die Titäa, die mit Titan das erste Titanenpaar darstellt, von dem die Titanen, sechs Söhne und sechs Töchter, abstammen, wobei die Schwestern auch als Titaniden bezeichnet werden.
Die Titanen
Einer anderen Erzählung zufolge stammen die Titanen jedoch direkt von Uranos und Gaia ab, sodass Titäa demzufolge als Beiname der Gaia zu sehen ist. Die Titanen bilden so oder so das älteste Göttergeschlecht der griechischen Mythologie. Es sind dies:
#Okeanos
#Koios
#Hyperion
#Kreios (Krios)
#Iapetos
#Kronos (Vater des Zeus)
#Tethys
#Rhea (Mutter des Zeus)
#Themis
#Mnemosyne
#Phoibe
#Theia
Die ersten Kinder, die Gaia dem Uranos gebar, die Kyklopen und Hekatoncheiren, waren diesem von Anfang an verhasst, sodass er sie in die inneren Höhlungen der Erde (den Tartaros) verbannte und - nach Hesiods "Theogonie" - Freude an diesem schlimmen Werk empfand. Da Gaia darunter litt, versteckte sie die folgenden Kinder, brachte den grauen Stahl hervor, machte daraus eine Sichel und überreichte ihnen diese, damit sie ihn bestraften. Der jüngste der Titanen, Kronos folgte dem Wunsch seiner Mutter Gaia und entmannte Uranos, da dieser als erster eine schlimme Tat ersonnen habe. Die "Männlichkeit" des Uranos warf er ins Meer, und aus dem weißen Schaum, der um die unsterbliche Haut herum entstand, wuchs Aphrodite heraus.
Damit fand die Urzeugung zwischen Himmel und Erde ihr Ende: Der Himmel näherte sich fortan der Erde nicht mehr zur allnächtlichen Begattung. Mit der Herrschaft des Kronos jedoch begann ein Goldenes Zeitalter, in dem noch Honig aus den Eichen floss, und das anhielt, bis Kronos von Zeus besiegt wurde, siehe dort.
Von den zwölf Titanen verbinden sich im übrigen vier Schwestern mit vier Brüdern:
- Theia gebiert dem Hyperion den Helios (die Sonne), die Selene (den Mond) und Eos (das Frühlicht).
- Phoibe wird durch Koios zur Ahnin eines Göttergeschlechts, zu dem Leto, Artemis und Hekate sowie Apollon gehören
- Rhea nimmt Kronos zum Mann und bringt Hestia, Demeter und Hera sowie Hades, Poseidon und Zeus zur Welt.
- Tethys und Okeanos sind die Eltern der Okeaniden.
Iapetos zeugt mit Klymene weitere Titanen: den harten Atlas, den überheblichen Menoitios, sowie Epimetheus und Prometheus, den Freund der Menschen.
Der Kampf mit den Göttern
Hesiod erzählt, dass nach dem Sieg des Zeus über Kronos und der Freilassung aller von Uranos und Kronos gefangen gehaltenen oder verschlungenen Kinder zwischen den Titanen auf dem Gipfel des Berges Othrys und den neuen Göttern auf dem Olymp ein heftiger Kampf entbrannte, der erst entschieden werden konnte, als Gaia letzteren verriet, wie der Sieg zu erringen sei: Die Hundertarmigen sollten vom äußersten Rand des Erdkreises zur Hilfe herbeigeholt werden und mit Nektar und Ambrosia bewirtet werden - und tatsächlich sagten diese nach dieser göttlichen Bewirtung ihren Beistand zu. Als der Kampf zwischen Göttern und Titanen neu entbrannte, bewarfen die Hundertarmigen die Titanen mit Steinen, sodass sie unter diesen begraben wurden. Schließlich auch noch gefesselt wurden sie in den Tartaros gestoßen, von wo sie niemals mehr entkommen können, da Poseidon eine eherne Tür baute und die Hundertarmigen diese nun bewachen.
Okeanos und Helios sowie alle Titaninnen sollen an diesem Kampf nach anderen Angaben nicht beteiligt gewesen sein, so dass die Olympier letztlich nur gegen vier Titanen kämpften, was uns wiederum zeigen würde, wie stark sie tatsächlich waren – zumal Okeanos selbst manchmal als stärkster der Titanen bezeichnet wird.
Einer anderen Version dieser Geschichte zufolge ist der Sieg über die Titanen Zeus alleine zuzuschreiben, der Donner und Blitz, jene Geschenke der Kyklopen, die er nach seinem Sieg über Kronos befreit hatte, als Waffen einsetzte.
Quellen
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Michael Köhlmeier: "Klassische Sagen des Altertums", ORF, 1995, Edition Radio Literatur
Weblinks
- [http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/titanen.htm Das Schwarze Netz: Titanen]
Siehe auch
- Portal:Mythologie
- Stammbaum der griechischen Götter und Helden
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:riese
ja:ティタン
IapetosIapetos ist einer der Titanen der griechischen Mythologie und somit Sohn der Gaia und des Uranos.
Als Gattin wird ihm meist die Nymphe Klymene, eine Tochter des Okeanos zur Seite gestellt, aber auch Asia, ebenfalls eine Okeanos-Tochter, Asope(Asopis) oder die Themis werden gelegentlich genannt. Mit ihr zeugte er Atlas, den Träger des Himmelsgewölbes, den überheblichen Menoitios, sowie das Bruderpaar Prometheus und Epimetheus (Prometheus-Mythos), durch welche das Titanengeschlecht des Iapetos auch mit dem Menschengeschlecht verbunden ist.
Seit dem Kampf des Göttergeschlechts der Titanen gegen die olympischen Götter (Titanomachie) sitzen Iapetos und sein Bruder Kronos, verbannt von Zeus, in den lichtlosen Tiefen des Tartaros (Homers Ilias 8.478-481) Wie üblich bei den Genealogien griechischer Götter, taucht Iapetos bei einigen Dichtern und Erzählern (z.B. Aischylos, Pausanias) auch mit einer ganz anderen Abstammungslinie auf. Manchmal wird sogar eine Verbindung zum biblischen Japhet, einem Sohn Noachs, vermutet.
Nach ihm wurde auch ein Mond des Saturn genannt: Iapetus
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:イアペトス
KlymeneIn der griechischen Mythologie bezieht sich der Name Klymene ("berühmte Kraft") auf sechs verschiedene Personen:
- Ehefrau des Helios und Mutter von Phaeton und den Heliaden.
- Mutter von Atalanta und Ehefrau von Schoeneus oder Iasos.
- Enkelin von Minos und durch Nauplios Mutter von Palamedes und Oiax.
- Ehefrau von Iapetos, eine Okeanide (Meeresnymphe). Mutter von Atlas, Epimetheus, Prometheus und Menoitios.
- Durch Ares Mutter des Diomedes
- Ehefrau von Merops und Königin von Äthiopien, Mutter von Pandareus
Klymene bezeichnet auch den Asteroiden Nummer 104, Klymene (Asteroid)
Kategorie:Griechische Mythologie
MenoitiosMenoitios (zerstörte Stärke) ist in der griechischen Mythologie ein Sohn des Titanen Iapetos und der Nymphe Klymene. Er war ein glorreicher Krieger, jedoch beleidigte er Zeus, und dieser schleuderte einen Blitz auf ihn. Nach anderen Quellen wurde er bloß verkrüppelt und in den Tartaros verbannt.
Kategorie:Griechische Mythologie
EpimetheusEpimetheus („Der danach Denkende“) ist in der griechischen Mythologie der Bruder von Prometheus. Er erhielt von Zeus die unglaublich schöne Pandora als Frau. Diese führte auch die „Büchse der Pandora“ mit. Epimetheus wurde von Prometheus gewarnt, öffnete sie aber trotzdem und ließ damit alle Krankheiten und Plagen, die sich in der Büchse befanden, auf die Menschen los, die bis heute nicht mehr eingefangen wurden. Eine Tochter des Epimetheus ist Pyrrha.
siehe auch: Epimetheus (Mond)
Epimetheus
Epimetheus
ja:エピメテウス
Äpfel der HesperidenDie goldenen Äpfel der Hesperiden sind Teil der griechischen Mythologie. Der Sage nach wuchsen diese Äpfel im Garten der Götter im äußersten Westen der Erdscheibe, bewacht von den Hesperiden sowie dem Drachen Ladon.
Die Äpfel bzw. der Baum, an dem sie wuchsen, waren ein Geschenk von Gaia zur Vermählung zwischen Hera und Zeus.
Die Äpfel verliehen den Göttern ewige Jugend. Herakles überlistete den Atlas, ihm die Äpfel zu pflücken, die er daraufhin dem Eurystheus im Rahmen seiner Heldentaten überbringen musste. Eurystheus übergab die Äpfel Athene, die sie wieder an ihren Platz legte.
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Literarischer Gegenstand
Plejaden (Mythologie)Die Plejaden oder Pleiades sind Nymphen der griechischen Mythologie, die Töchter des Atlas und der Okeanine Pleione. Durch ihre Abstammung von Atlas werden sie auch als Atlandiden bezeichnet.
Ihre Namen lauten:
- Alkyone, Halcyone: durch Poseidon die Mutter des Hyrieus und der Aithusa, die Anführerin ihrer Schwestern
- Asterope oder Sterope: durch Ares die Mutter des Oinomaos
- Elektra: durch Zeus die Mutter des Dardanos und des Iasos
- Kelaino: durch Poseidon die Mutter des Lykos
- Maia: durch Zeus die Mutter des Hermes, die der Kallisto nahe stand
- Merope: durch Sisyphos die Mutter des Glaukos
- Taygete: durch Zeus die Mutter des Lakedaimon, des Stammvaters der Spartaner
Sie wurden auch als die jungfräulichen Begleiterinnen der Artemis bezeichnet, die Orion über die Wiesen Boiotiens verfolgte, bis sie in Tauben (peleiades) verwandelt und als Sternbild in den Himmel versetzt wurden - eine Erzählung, die sich mit den obigen Angaben "schlägt".
Nach einer anderen Erzählung nahmen sich alle aus Betrübnis über den Tod ihrer Schwestern, der Hyaden, das Leben, bevor sie in den Himmel erhoben wurden.
Als Tauben seien die Plejaden ausgeflogen, um Zeus die Ambrosia zu bringen. Dabei mussten sie durch jenes Felsentor fliegen, das auch die Argo auf ihrer Rückfahrt passieren musste - die Plegades oder Symplegades. Eine dieser Tauben habe diesen Durchflug immer mit ihrem Leben bezahlt - und sei von Zeus jeweils ersetzt worden - vielleicht um das "Siebengestirn" vollständig zu halten.
Merope, die einzige Plejade, die einen Sterblichen heiratete, hatte großen Anteil daran, dass Sisyphos einst aus dem Hades wieder zurückgeschickt wurde, schämte sich aber letztlich ob dieser Verbindung so, dass sie am Himmel schwächer als ihre Schwestern leuchtet.
Quellen
- Karl Kerényi: "Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten", dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Michael Grant und John Hazel: "Lexikon der antiken Mythen und Gestalten", dtv, ISBN 3-423-32508-9
- Robert von Ranke-Graves: "Griechische Mythologie - Quellen und Deutung", rororo, ISBN 3-499-55404-6
- Gerhard Fasching und Ingrid Wertner: "Sterne, Götter, Mensch und Mythen", Springer, ISBN 3-211-83441-9
Siehe auch
- Kalypso
- Hyas
- Hesperus
Weblinks
- http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/pleiades.htm
Kategorie:Griechische Mythologie
Hesperiden
Die Hesperiden sind in der griechischen Mythologie Nymphen, die im Gebirge Arkadien in Griechenland nahe dem Atlasgebirge leben. Sie hüteten in einem wunderschönen Garten einen Baum mit Goldenen Äpfeln, den Gaia der Hera zu ihrer Hochzeit mit Zeus wachsen ließ. Der Baum wurde durch den hundertköpfigen Drachen Ladon bewacht. Nur ein Held war in der Lage die Äpfel zu erhalten: Herakles. Er betrog Atlas, den Vater der Hesperiden, indem er die Äpfel zu einem Teil seines Lohnes für die zwölf Arbeiten machte.
Es gab vier Hesperiden: Aigle, Arethusa, Erytheia und Hesperia. Sie werden manchmal auch die afrikanischen Schwestern genannt.
Sie sind Töchter von Phorkys oder Nyx bzw. Atlas und Hesperia.
(Im Altertum bezeichnete man mit Hesperiden einige Inseln im fernen Westen der bekannten Welt. Damit können die Kanarische Inseln oder Kap Verde gemeint sein.
In Österreich bezeichnet Hesperidenessig einen Tafelessig, der nicht etwa aus Apfelmost, sondern aus reinem Weingeist hergestellt wird.)
Kategorie:Griechische Mythologie Kategorie:Literarische Figur
OrakelEin Orakel (lat.) ist eine göttliche Offenbarung, die in Form eines Zeichens (oder per Direkteingabe durch ein Medium) Aufschluss über die Zukunft geben soll.
Interpretationsbedürftigkeit
Natürlich müssen alle Orakel interpretiert werden und bekanntlich ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Abhängig sind sie also von der Person, die das Orakel, die göttliche Offenbarung lesen kann, als auch von der Person, die die Antwort annimmt und interpretiert. Gelegentlich wird auch diese Person als Orakel bezeichnet.
Abgrenzung Orakel, Hellseherei und Prophetie
Das Orakel unterscheidet sich von der Hellseherei dadurch, dass das Orakel Offenbarungen eines Gottes übermittelt, während der Hellseher durch seine eigene hellseherische Begabung die Information erlangt.
Das Orakel unterscheidet sich von der Prophetie dadurch, dass das Orakel Fragen beantwortet, während dem Propheten die göttliche Offenbarung ungefragt zuteil wird.
Orakel erfüllten früher die Funktion, die heute Zukunftsforscher erfüllen: Indem sie die Zukunft vorhersagten, gaben sie den Entscheidungsträgern Mittel in die Hand, ihre Entscheidungen anhand dieser Vorhersagen zu rechtfertigen.
Orakel in verschiedenen Kulturen
Antikes Griechenland
Bereits im antiken Griechenland gab es Orakel, von denen das Orakel von Delphi das bekannteste ist. Weitere bedeutende antike Orakelstätten waren Ephyra, Olympia, Dodona, Klaros, Didyma und das Ammonium in der Oase Siwa. Sie verloren seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. an Bedeutung. Im weiteren Sinne ist auch die Sibylle von Cumae zu den Orakeln zu rechnen.
Römische Antike
Im Staatskult der Römer versuchten die Pontifices und Flamines die Zukunft aus himmlischen Zeichen (Blitz u. Donner) oder dem Vogelflug zu ergründen. Die Haruspices erstellten Orakel, indem sie in den Eingeweiden der Opfertiere lasen. Letzteres ging auf etruskische Traditionen zurück.
Tibet
Im Rahmen des tibetischen Kulturkreises findet man Orakel sowohl im Bön der vorbuddhistischen Religion Tibets, als auch in einigen Schulen des tibetischen Buddhismus. In der buddhistischen Gelug-Schule ist insbesondere das Nechung-Orakel bekannt. Die buddhistische Schutzgottheit Pekar, der ehemalige Schutzgeist des Klosters Samye, bedient sich, nach der Überlieferung, seit mehr als vier Jahrhunderten regelmäßig eines Mönchs als Medium, um zukünftige Geschehnisse vorherzusagen und um die tibetische Regierung durch Ratschläge zu leiten. Der als Medium dienende Mönch hat daher größtes Ansehen im Gelug-Orden. Aufgrund seiner häufigen, sehr kräftezehrenden Orakel-Trancen, hat er aber in aller Regel nur eine geringe Lebenserwartung. Das Nechung-Orakel ist heutzutage noch immer wichtigstes Staatsorakel der tibetischen Exilregierung und des Dalai Lama.
Moderne Formen
Moderne Formen eines Orakels sind das Orakel von Leipzig und das Internet-Orakel.
Daneben gibt es auch sogenannte Orakel- oder Wahrsagekarten, die zum selben Zweck eingesetzt werden.
Literatur
- Evans-Pritchard, E. E. (1976): Witchcraft, oracles, and magic mong the Azande. Oxford: Clarendon Press.
- Fontenrose, Jospeh (1981): The Delphic Oracle. Its responses and operations with a catalogue of responses. Berkeley; Los Angeles; London: University of California Press.
- Rosenberger, Veit (2001): Griechiche Orakel. Eine Kulturgeschichte. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
- Réné de Nebesky-Wojkowitz: Oracles and Demons of Tibet, Gordon Press, New York 1977, Reprint der Ed. Mouton, s'Gravenhage (1954).
Siehe auch: Channeling - Chiromantie - Fadenorakel - Griechische Mythologie - Numerologie -
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Zeus
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Zeus (griechisch Ζευς oder auch Δίας), Sohn des Kronos und der Rhea (Göttin des Fließens), ist der oberste olympische Gott in der griechischen Mythologie und mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen. Über ihm stand nur das (personifizierte) Schicksal – seine Töchter, die Moiren – auch er hatte sich ihnen zu fügen.
Zeus wird bei den Römern mit Jupiter gleichgesetzt.
Jupiter
Kronos verschlang alle seine Kinder gleich nach der Geburt, da er Angst hatte, diese könnten ihn entmachten, so wie er selbst seinen Vater Uranos entmachtet hatte. Deswegen brachte Rhea Zeus im Verborgenen auf die Welt, nämlich in einer Höhle des Idagebirges auf Kreta. Dem Kronos gab sie einen in eine Windel gewickelten Stein zu essen. Als Kronos sich daraufhin ein Brechmittel von Rhea geben ließ, da der Stein auch für einen Gott unverdaulich war, spuckte er auch die anderen Kinder zusammen mit dem Stein aus. Zeus wurde in der Zwischenzeit von der Ziege (nach andern von der Nymphe) Amaltheia versorgt und von den Kureten beschützt.
Er stürzte seinen Vater nach schweren Kämpfen mit ihm und dessen Geschwistern, den Titanen. Zeus wurde dabei von den Kyklopen, von denen er auch Blitz und Donner erhielt, und den Hekatoncheiren unterstützt. Nachdem Zeus die Titanen in den Tartaros gestürzt hatte, musste er noch mit den Giganten und dem Typhon kämpfen. Doch auch in diesen Kämpfen war Zeus siegreich und er konnte mit seinen Brüdern die Weltherrschaft antreten. Dabei war ihm durch Los der Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt zugefallen.
Zeus war mit seiner Schwester Hera verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte. Aber er hatte auch viele Liebschaften, unter anderem mit der Göttin Leto, die ihm Apoll und Artemis gebar, aber auch mit vielen Nymphen, Halbgöttinnen und Sterblichen. Aus dem Sitz seiner Klugheit entsprang Athene. Diese Liebschaften waren nie von Dauer, auch weil Hera äußerst eifersüchtig war. Um die Kinder, die aus diesen Seitensprüngen entstanden (unter anderen Apoll, Artemis, Herakles, die schöne Helena und nach einigen Quellen auch Athene) kümmerte er sich aber. Die einzige Liebschaft von Dauer war wahrscheinlich die zum Königssohn Ganymed. Dieser war so schön, dass Zeus ihn in Gestalt eines Adlers auf den Olymp entführte. Dort diente er ihm als Mundschenk.
Oft hatte Zeus bei der Zeugung seiner Kinder eine je andere Gestalt (Stier, Schwan, Goldener Regen u.a.) angenommen:
Ein in der Antike berühmtes Zeus-Orakel befand sich im Eichenhain von Dodona.
Weblinks
Kategorie:Griechische Gottheit
ja:ゼウス
ko:제우스
Perseus (Mythologie)
Perseus ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Zeus und der Danaë.
Erzählung und Deutung
Die göttliche Abstammung
Akrisios, dem König von Argos, wird geweissagt, ein Sohn seiner Tochter Danaë werde ihm zum Verhängnis werden. So schließt er sie zusammen mit ihrer Amme in einem Gewölbe unterhalb des Palasthofes (andere Versionen: Bronzeturm) ein. Zeus befruchtet die Schlafende als Goldregen, woraufhin Perseus geboren wird.
Die Verbannung
Mit der Geburt des Perseus steht Akrisios neuerlich - und jetzt verschärft - vor dem Dilemma, was er mit den beiden machen soll, denn wohl liebt er seine Tochter, wird aber seinen Enkel um so mehr fürchten müssen, als sein erster Versuch, dem Schicksal zu entkommen, auf für ihn unverständliche Weise misslungen ist.
Er schließt beide in eine Kiste, Truhe oder Arche und setzt sie auf dem Meer aus, wobei aber Zeus mit Hilfe Poseidons verhindert, dass beide umkommen.
Als sie auf Seriphos, einer Insel der Kykladen an Land gespült werden, findet der Fischer (Schiffer, Hirte) Diktys, der Bruder des Königs Polydektes, die beiden und lässt sie bei sich wohnen. Der König allerdings beginnt Danaë nachzustellen, doch Diktys wie später auch der heranwachsende Perseus wissen sie zu beschützen.
Die Aufgabe
So versucht der König, Perseus loszuwerden, indem er von ihm verlangt, das Haupt der Gorgone Medusa zu bringen, das jeden, der es sieht, zu Stein verwandelt.
Eine Version berichtet, dass er von jedem Bewohner der Insel Pferde als Abgabe verlangt, wohl wissend, dass Danaë und Perseus nichts besitzen. Nach einer anderen Version lädt Polydektes Perseus zu sich an den Hof ein und fragt ihn, was denn wohl das passende Geschenk für einen König sei. Perseus antwortet, dass er ihm auch das Haupt der Medusa bringen würde, wenn er es verlangte - und Polydektes nimmt ihn beim Wort.
Pallas Athene, die Lieblingstochter des Zeus, erscheint Perseus und übergibt ihm einen glänzenden Schild, der in der Lage ist, ein Spiegelbild zurückzuwerfen. Sie zeigt ihm damit eine Möglichkeit, der Gefahr nicht direkt ins Auge zu schauen. Außerdem müsse er die Schwestern der Medusa, die Graien, die Töchter des Phorkys, aufsuchen, um herauszufinden, wo die Gorgone sich befinde.
Der Trickser
In der Version Michael Köhlmeiers sitzen die Graien, 3 Schwestern der Gorgonen, grauhaarig seit Geburt, deshalb auch die Grauen genannt, an einem See in Afrika, als Perseus sie findet: Sie teilen sich zusammen einen Zahn und ein Auge, die sie sich gegenseitig bei Bedarf überlassen. Perseus fragt nun nach den Gorgonen, erhält zunächst aber keine Auskunft. Daraufhin beginnt er, seine Wegzehrung aufzuessen, und weil die Graien auch davon wollen, bietet er ihnen an, zwischenzeitig Auge und Zahn zu halten. Sie willigen ein, und Perseus erpresst sie: Entweder sie sagen ihm, wo die Medusa zu finden sei, oder alle 3 bleiben blind und zahnlos. Nachdem er die Auskunft bekommen hat, gibt er ihnen den Zahn zurück, wirft das Auge aber in den See.
Danach sind ihm die Nymphen dieser Gegend, die jahrhundertelang unter dem Gestank der Graien leiden mussten, so dankbar, dass sie ihm Flugsandalen, einen Mantelsack und eine Tarnkappe schenken - die er sich nach Gustav Schwab einfach nimmt, nachdem er von den Graien den Aufenthaltsort der Nymphen erfragt hat. So oder so erweist sich Perseus hier als zwielichte Gestalt, als Trickster, dessen Aggression letztlich allen zugute kommt.
Auf der weiteren Reise trifft er auf Hermes, den geflügelten Götterboten, Beschützer der Diebe, Reisenden und Kaufleute, der ihm noch eine Sichel als Waffe übergibt. (Dass Uranos durch Kronos mithilfe einer Sichel entmannt wurde, die Gaia letzterem übergeben hatte, und eine Sichel auch im Kampf zwischen Zeus und dem Drachen Typhoeus eine wesentliche Rolle spielte, sei hier nur am Rande erwähnt.)
Medusa
Typhoeus
Die dritte, jüngste und hässlichste der drei Gorgonen, Medusa - die ehemalige Geliebte des Poseidon in einem Tempel der Athene - ist alleine sterblich. Als Perseus kommt, schlafen sie alle. Ihre Häupter haben statt Haaren Schlangen, und jeder, der sie direkt ansieht, erstarrt sofort zu Stein. Er naht sich der Medusa, indem er in den Schild schaut, schneidet ihr unter Führung Pallas Athenes den Kopf ab und fängt ihn im Mantelsack der Nymphen auf. Aus der blutenden Wunde der kopflosen Medusa entspringen ein geflügeltes Ross, der Pegasus, und ein Riese namens Chrysaor, beides Geschöpfe des Poseidon.
Atlas
Mit Hilfe der Tarnkappe und der Flugsandalen flieht er und wird von den Winden wie Regengewölk bald hierhin, bald dorthin geschleudert. Als er sich endlich im Reich des Königs Atlas, der einen Hain goldener Früchte mit Hilfe eines Drachens hütet, niedersetzt um zu rasten und ihn um Obdach bittet, wird diesem um seine Besitztümer bange - wohl nicht zu unrecht! - und deshalb stößt er ihn fort. Das ergrimmt Perseus so sehr, dass er Atlas das Medusenhaupt zeigt, woraufhin dieser sofort zu dem Stein erstarrt, das heute das Atlasgebirge ist. Man kann vielleicht auch sagen, dass Perseus hier sein wahres Gesicht zeigt: ein Jungheld, der nach seinem ersten Sieg hin und her gebeutelt worden ist, und nicht mit offenen Armen empfangen wird; von den Göttern reich beschenkt, der sich mit Hilfe der "Tarnkappe" auch gut verstecken kann, das aber jetzt nicht tut. Ein "Red Bull" besonderer Art, jähzornig, der kurz darauf seine Sandalen wieder anschnallt, um sich neuerlich in die Lüfte zu erheben.
Erwähnen sollte man aber auch, dass Mapsaura ("der Windstoß") eine der Töchter des Titanen Atlas war, sodass der Grimm des Perseus mehrere Gründe gehabt haben mag. Es muss auch bemerkt werden, dass Atlas der Vater bzw. in einer anderen Version als der Bruder von Hesperos der Onkel der Hesperiden ist, die in einem Garten wohnen, in dem goldene Äpfel wachsen und die vom Drachen Ladon bewacht werden: In den späteren Erzählungen von den Taten des Herakles ist Atlas, der Träger des Himmelsgewölbes, diesem behilflich die Äpfel zu gewinnen.
Die Geliebte
Auf dem Rückweg sieht er an Äthiopiens Küste eine wunderschöne junge Frau an einen Felsen gekettet. Sie ist so blass und regungslos, dass er zunächst glaubt, sie sei aus Stein gehauen - wenn er nicht das Haar sich bewegen und ihre Tränen fließen sehen würde.
Und das erweicht sein eigenes Herz - das bis hierher vermutlich selbst sehr versteinert war. Und so sind wir gezwungen, seine Geschichte von seiner Empfängnis bis zum unglücklichen Tod seines Großvaters in einem anderen Licht zu sehen: Wer weder sich selbst noch die Liebe kennt, der kennt auch keine Furcht. Er ist der einzige, der Medusa enthaupten kann und muss. Diese, einst schön und stolz, jetzt aber hässlich und todbringend, darf wohl als Verkörperung der inneren Befindlichkeit seiner Mutter und in der Folge auch seines eigenen Frauenbildes gesehen werden.
Äthiopien
Andromeda, so heißt die Schöne, soll geopfert werden, weil ihre Mutter Cassiopeia damit geprahlt hatte, sie sei viel schöner als die Nereiden, die schönen Meeresnymphen. Daher schickt Poseidon erzürnt das Meerungeheuer Ketos, das die Küstengebiete mit so viel Unglück überhäuft, dass ein Seher befragt wird, was zu tun sei. Man müsse Andromeda opfern, ist sein Spruch, und weil das Volk derselben Meinung ist, gibt König Kepheus, ihr Vater, nach - soweit der Hintergrund.
Der Kampf mit dem Meeresungeheuer
Als das Ungeheuer nun gerade auf Andromeda zuschießt und deren Eltern andererseits heran laufen, erbittet sich Perseus für die Rettung Andromedas deren Hand und bekommt nicht nur diese, sondern das ganze Königreich versprochen. In der einen Version zeigt er dem Ungeheuer das Medusenhaupt, in der Version von Gustav Schwab kommt es zu einem dramatischen Kampf, in dem Perseus sein Schwert benutzt - psychologisch gesehen die stimmigere Variante, denn Schwert und der von Schwab dramatisch geschilderte Kampf mit dem Meeresungeheuer, deuten auf eine erwachsenere Auseinandersetzung mit der Sexualität, die das bloße Herzeigen des Medusenhauptes ein weiteres Mal verunmöglichen würde.
Das Hochzeitsmahl
Die Hochzeit findet statt. Während des Mahls taucht jedoch Phineos, der Onkel Andromedas, der schon früher um Andromeda warb, mit einer Überzahl an Bewaffneten auf, um seine Ansprüche zu erneuern. Es kommt zum Kampf, bei dem Perseus trotz heldenhafter Gegenwehr zu erliegen droht. Erst hier holt er sich Hilfe bei "seinem alten Feinde" (Schwab), warnt jedoch zuvor seine Gefährten, indem er bittet, dass jeder, der noch sein Freund sei, das Gesicht von ihm abwende. Er zieht das Gorgonenhaupt, und alle seine Feinde erstarren zu Stein.
Hier sehen wir, dass Perseus sich der hässlichen, gewalttätigen Aspekte seines Selbst bewusst geworden ist und gelernt hat, verantwortungsbewusst damit umzugehen. Wer zeigt sich schon gerne seinen Freunden als mörderisches Tier.
Die Heimkehr
Vor seiner Heimkehr nach Seriphos kommt noch sein Sohn Perses zur Welt, der bei Kepheus bleiben und das Königreich übernehmen wird. Dieser soll später der Ahnherr aller persischen Könige werden. Mit seiner Gemahlin auf Seriphos angelangt zeigt er Polydektes, der von den Nachstellungen seiner Mutter nicht abgelassen hat, das Medusenhaupt, da dieser nicht glauben will, dass er es tatsächlich herbeigeschaffen hat.
Nach Karl Kerényi ist der Eranos, die Versammlung der Seriphier, noch nicht einmal zu Ende, als Perseus zurückkehrt und seine Aufgabe vollendet haben will. Niemand glaubt ihm - sodass Seriphos heute zu den felsigsten Inseln Griechenlands gehören soll. Die Herrschaft über die Insel übergibt er Dyktis.
Auf dem Weg in die "Heimat" Argos macht er in Larissa im Pelasgerland Halt, wo gerade Kampfspiele stattfinden. Ein Wurf mit dem Diskus trifft seinen Großvater - der eben dorthin geflohen war, um seinem Enkel zu entgehen - unglücklich und unbeabsichtigt, sodass sich der Orakelspruch erfüllt.
In tiefer Trauer begräbt er ihn. All die gewonnenen magischen Gegenstände gibt er wieder zurück, das Medusenhaupt erhält Pallas Athene. Die nun ererbte Herrschaft über Argos tauscht er mit Megapenthes gegen Tiryns und gründete von dort aus Mideia und Mykene. Perseus ist ein langes und glückliches Leben zusammen mit Andromeda gegönnt. Beide haben viele Kinder, u.a. neben Perses, den Alkaios, den Sthenelos und den Elektryon; sind Großeltern der Alkmene, des Eurystheus und des Amphitryon und Vorfahren des Teleboerkönigs Pterelaos sowie des Herakles. Nach ihrem Tod werden beide zusammen mit Kepheus, Cassiopeia und dem Walfisch Cetus als leuchtendes Beispiel als Sternbilder in den Himmel erhoben.
Zusammenfassung
Der Mythos von Perseus zeigt sehr schön, dass eine zu frühe Auseinandersetzung mit den eigenen Dämonen die persönliche Entwicklung des Helden verunmöglichen würde bzw. nur mit fremder, göttlicher Hilfe möglich ist. Wer sich diesen aber schließlich doch gestellt hat, wird sich von seiner Vergangenheit auf eine Art und Weise lösen können, dass das wie zufällig und ungewollt geschieht. Perseus scheint das letztlich erkannt zu haben - nimmt sein Erbe nicht an und gibt die "göttlichen" Geschenke zurück. Nun, da er sich von seiner Vergangenheit gelöst hat und er auf seine eigenen Kräfte vertrauen kann, ist er tatsächlich fruchtbar, zeugt mit seiner "Geliebten" viele "Kinder" und wird "Kulturschöpfer" in einem "anderen Land".
Literatur
- Karl Kerényi: "Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten", dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Michael Grant und John Hazel: "Lexikon der antiken Mythen und Gestalten", dtv, ISBN 3-423-32508-9
- Michael Köhlmeier: "Klassische Sagen des Altertums", ORF, 1995, Edition Radio Literatur
Siehe auch
Märchen - Sage - Legende (Erzählung) - Tiefenpsychologie
Perseus ist MÄNNLICH
Weblinks
- [http://gutenberg.spiegel.de/schwab/sagen/sch1119.htm Gustav Schwab: Sagen des klassischen Altertums: Perseus]
- [http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/perseus.htm Das Schwarze Netz: Perseus]
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:ペルセウス
Gorgonen
Die Gorgonen (sg. Gorgo) sind in der griechischen Mythologie drei geflügelte Schreckgestalten mit Schlangenhaaren, die jeden, der sie anblickt, zu Stein erstarren lassen. Sie sind die Töchter des Phorkys und der Keto. Die Gorgonen sind Stheno (Stheino), Euryale und Medusa. Medusa ist die einzige Sterbliche und wurde von Perseus enthauptet. Der Kopf dieser Gorgone wurde der Göttin Athene gebracht. Zahlreiche Motive der Athene zeigen sie mit der Aigis und Gorgonenhaupt auf ihrer Brust.
Siehe auch: Portal:Mythologie, Liste von Fabelwesen, Stammbaum der griechischen Götter
Literatur
Gebhardt, Harald und Ludwig, Mario: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur. BLV-Verlag, München, ISBN 3-405-16679-9
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Fabelwesen
ja:ゴルゴン
Medusa (Mythologie)
Medusa ist der Name zweier Gestalten der griechischen Mythologie. Die erste ist eine der drei, vier oder sieben Hesperiden, die die Goldenen Äpfel hüteten.
Die zweite, weitaus bekanntere, von der in der Folge hier die Rede ist, war eine Gorgone, die Tochter der Meeresgottheiten Phorkys und Keto, sowie die Schwester von Stheno und Euryale. Sie war die einzig sterbliche der drei Gorgonen.
Ursprünglich war Medusa schön. Als Pallas Athene sie jedoch bei einer Buhlschaft mit Poseidon in einem ihrer Tempel überraschte, wurde sie von der erzürnten Athene in jene Gestalt verwandelt, als die sie gefürchtet war: Ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren, langen Eckzähnen, einem Schuppenpanzer, Flügeln glühenden Augen und heraushängender Zunge; so sahen auch - aus welchem Grunde auch immer - Medusas Schwestern aus.
Das Gesicht der Medusa war so hässlich, dass jeder sofort zu Stein erstarrte, der sie sah.
Perseusmythos
Die Gorgonen sollen so abscheulich gewesen sein, dass man bei deren Anblick sofort zu Stein erstarrte. Mit ihnen wurde der Heros Perseus konfrontiert, der Sohn des Göttervaters Zeus und der Prinzessin Danae, indem ein Freier der Danae namens Polydektes Perseus aufforderte, ihm das Haupt der Medusa zu bringen, in der Hoffnung, Perseus würde dies wie seine Vorgänger nicht überleben. Auf diese Weise wollte er sich den Weg zu Danae bahnen.
Doch Perseus hatte Pallas Athene auf seiner Seite, die ihm einen Schild lieh, von Hermes bekam er geflügelte Schuhe, Nymphen händigten ihm eine Tarnkappe aus. Athene sah dies als Möglichkeit, die Frevlerin Medusa gänzlich auszumerzen und wies Perseus ein, wie er die Medusa enthaupten könnte, ohne ihr ins Angesicht zu blicken und deshalb zu Stein erstarren zu müssen. Perseus pirschte sich an, als die Gorgonen im Schlafe versunken waren, spiegelte Medusas Gesicht im Schild der Athene, enthauptete die Gorgo und suchte das Weite, hinter ihm das Geschrei und aufgebrachte Gezeter ihrer entsetzten Schwestern.
Als Perseus die Medusa enthauptet hatte, entsprang ihrem Körper das erste geflügelte Pferd namens Pegasos, da Medusa von Poseidon geschwängert worden war, während er die Gestalt eines Pferdes angenommen hatte. Auch der Krieger Chrysaor , der manchmal wie Pegasos als Pferd dargestellt wird, entsprang dem Rumpf der Medusa.
Das Medusenhaupt im Beutel, flog Perseus mit Pegasos übers Meer nach Äthiopien, wo er die Königstochter Andromeda vor einem Meeresungeheuer des Poseidon errettete. Als der Titan Atlas, der das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern trug, nicht im Sinne des Perseus handelte, präsentierte ihm dieser das Medusenhaupt, woraufhin Atlas zu einem Gebirge erstarrte - das Atlasgebirge in Marokko. Auch in anderen Fällen erwies sich das abgeschlagene Haupt der Medusa als günstige Waffe; so brauchte Perseus, als übel gesonnene Krieger bei einem Gelage auf ihn zustürzten, ihnen nur das Haupt der Gorgo zu zeigen und sie erstarrten zu Stein wie Atlas.
Pallas Athene hat im Anschluss das Haupt der Medusa als besonderen Schutz auf ihren Schild geheftet, später wurde es als das Gorgoneion bekannt. Das Blut der Medusa schenkte Pallas Athene dem Asklepios und dem Erichthonios.
Darstellungen
Erichthonios Römische Kopie in der Glyptothek München]]Auf alten Darstellungen wirken die Gorgonen weniger abscheulich, auch wenn sie verworrene Haare und heraushängende Zungen haben, eher wirken sie hier wie verschrumpelte Frauen.
In der Kunstgeschichte ist das Standbild des Renaissance-Künstler Benvenuto Cellini berühmt, das Perseus beim Bezwingen von Medusa zeigt.
Literatur
Gebhardt, Harald und Ludwig, Mario: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur. BLV-Verlag, München, 2005, ISBN 3-405-16679-9
Ovid: Metamorphosen. Deutscher Taschenbuchverlag, 3. Auflage, 2001
Weblinks
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:メデューサ
Atlas (Gebirge)
Der Atlas ist ein Hochgebirge im Nordwesten Afrikas, das sich etwa 2300 Kilometer breit über die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien erstreckt. Der höchste Gipfel ist mit 4165 Metern der Toubkal im Süden Marokkos. Der Atlas bildet eine markante Scheidelinie zwischen dem feuchten Klima des äußersten Nordens Westafrikas und der extrem trockenen Saharawüste.
Gliederung
Das Gebirge gliedert sich in folgende Gebirgsketten:
- Der Tellatlas (auch Kleiner Atlas) mit maximal 2308 Metern unmittelbar an der algerischen Nordküste zum Mittelmeer
- Das Rif (auch Er Rif) mit maximal 2456 Metern Höhe an der marokkanischen Nordküste zum Mittelmeer
- Der Mittlere Atlas mit maximal 3737 Metern Höhe im Zentrum Marokkos
- Der Hohe Atlas mit maximal 4165 Metern Höhe etwas südlich des Zentrums von Marokko
- Der Saharaatlas mit maximal 2008 Metern Höhe im Norden Algeriens aber südlich des Tellatlas
- Der Antiatlas mit maximal 2531 Metern Höhe im Südwesten Marokkos
- Der vulkanische Djebel Sarhro (auch Jabal Sirwah) mit maximal 3304 Metern Höhe im zentralen Süden Marokkos
In Tunesien sind dagegen nur noch die Ausläufe der algerischen Gebirgsketten Tellatlas und Saharaatlas zu finden.
Djebel Sarhro
Geologie
Entstehung
Der Atlas, wie er heute erscheint, muss zum Verständnis zweigeteilt werden, da seine Entstehung zu zwei verschiedenen erdgeschichtlichen Phasen stattfand. Der erste Teil besteht nur aus dem Antiatlas, der schon bereits im Jungpaläozoikum (um 300 Mio. Jahren vor heute) als Resultat von Kollisionen damaliger Kontinente entstand. Erst im Tertiär (65 Mio. bis etwa 1,8 Mio. Jahren vor heute) bildeten sich alle restlichen Gebirgsketten, die heute den Atlas bilden, da die Landmassen Europas und Afrikas am südlichen Ende der Iberischen Halbinsel gegeneinander drückten. Da das Land sich durch diesen Druck zu einem Gebirge auffaltete, spricht man beim Atlas von einem Faltengebirge. Die selbe Bewegung formte zu dieser Zeit, in der auch die heutige Straße von Gibraltar geschlossen war, die Alpen und die Pyrenäen. Erst im Quartär (ab etwa 1,8 Mio. Jahren vor heute) löste sich der afrikanische Kontinent durch einen schwächer werdenden Druck gegen Europa.
Geologischer Ausnahmefall für Afrika
Das Grundgebirge Afrikas entstand bereits im Präkambrium (von etwa 4,5 Mrd. bis etwa 550 Mio. Jahren vor heute) und ist damit ungleich älter als das heute ebenfalls in Afrika liegende Atlasgebirge (siehe Entstehung). Dem Atlas steht daher eine Sonderrolle unter den Gebirgen Afrikas zu, da es entstehungsgeschichtlich nicht zum restlichen Afrika passt.
Präkambrium
Gefahr durch Erdbeben
Der Atlas bildet heute plattentektonisch betrachtet die Grenze zwischen der Eurasischen Platte im Norden und der Afrikanischen Platte im Süden. Wenn diese beiden Platten aneinanderreiben, kann es zu Erdbeben kommen. Die mitten im Tellatlas liegende Stadt Blida mit heute etwa 265.000 (2005) Einwohnern wurde im 19. Jahrhundert zwei mal durch starke Erdbeben völlig zerstört. In der ebenfalls in Algerien liegenden Stadt Ech Cheliff mit heute etwa 235.000 (2005) Einwohnern starben bei einem Erdbeben mit der Stärke 7.3 auf der Richterskala im Jahr 1980 etwa 5.000 Menschen.
Vorkommen verwertbarer Rohstoffe
Der Atlas ist reich an Rohstoffen, deren Abbau für die Menschen attraktiv ist. Es gibt Eisenerz, Bleierz, Kupfer, Steinsalz, Phosphat, Quecksilber, Marmor und etwas Silber, Steinkohle und Erdgas. Mit dieser Vielfalt an Rohstoffen bildet er eine Ausname (siehe Geologischer Ausnahmefall für Afrika) unter den Gebirgen Afrikas, denn die Saharagebirge Ahaggar und Tibesti oder die Gebirge Äthiopiens im Osten des Kontinents weisen gar keine Rohstoffvorkommen auf. Einzig im Süden des Kontinents gibt es ähnlich Rohstoffreiche Gebiete.
Klima
Äthiopien
Äthiopien
Grundsätzlich herrscht ein mediterranes Klima. Die Sommer sind daher recht heiß, während es im Winter auch aufgrund der Höhe zu starken Schneefällen bei nicht allzu niedrigen Temperaturen kommt. In der meisten Zeit des Jahres bleiben zumindest die höheren Gipfel mit Schnee bedeckt, allerdings schmilzt dieser spätestens in den Sommermonaten wieder ab. Gletscher gibt es daher nicht.
Im etwa mittig im Atlas liegenden Hochland der Schotts betragen die mittleren Monatstemperaturen etwa 26 °C im Sommer und um 4 °C im Winter.
Der Atlas als Scheidelinie
Vom Norden dringen kalte und feuchte Luftmassen zum ihm, während ihn über die Sahara südlich die sehr heißen und trockenen Winde des Schirokko erreichen. Er bildet somit eine Scheidelinie zweier sehr verschiedener klimatischer Räume. Die südlichen Hänge des Saharaatlases haben daher ein völlig anderes Klima als die nördlichen Hänge des Tellatlases. Das Gebiet der zur Wüste gerichteten Hänge weist nämlich kaum Niederschlag auf und unterliegt starken, tageszeitbedingten Temperaturschwankungen. Weiter nördlich trifft man auf ein etwas milderes Klima mit deutlich mehr Niederschlag und mit weniger Temperaturschwankungen im Laufe eines Tages. Neben den stärken Schwankungen der Temperaturen im Verlauf eines Tages weist das südliche Klima auch einen stärker kontinental geprägten Charakter auf, der die Winter kälter und die Sommer wärmer werden lässt.
Schneeschmelze und Regen
Aufgrund der alljährlich abschmelzenden Schneemassen im Frühling und auch durch neuen Niederschlag zu dieser Zeit entstehen zahlreiche Bäche und Flüsse, die teilweise nach beendeter Schneeschmelze wieder austrocknen und speziell Wadi genannt werden. Zwischen dem Tellatlas und dem Saharaatlas im Hochland der Schotts entstehen als Schotts bezeichnete Salzseen durch Regen- und Schmelzwasser, die im späten Sommer aber wieder bis auf kleinere Lachen austrocknen.
Lache
Lache
Flora und Fauna
Aufgrund jahrhundertelanger Abholzung und Beweidung sind seine Wälder heute hauptsächlich durch immergrüne Strauchgewächse ersetzt. Es wachsen dort heute Macchiagebüsche, Korkeichen, Aleppokiefern, Zedern, Wacholder, zum Teil wilde Ölbäume, darunter besonders in Marokko Arganbäume und große Flächen von Thymian und Rosmarin. Es gibt außerdem auch Kakteen, Feigenbäume und verschiedene Palmengewächse. An gut bewässerten Stellen findet man auch lockere Bestände von Akazien und Jujube. Auch bei der Pflanzenwelt der Region fällt insgesamt stark auf, wie groß die Unterschiede zwischen dem nördlichen und dem südlichen Atlas sind. Die durchaus fruchtbaren Böden werden auch landwirtschaftlich genutzt.
Auch die Tierwelt ist aufgrund der beiden aufeinandertreffenden Klimazonen äußerst vielfältig. Im Norden gibt es die typischen Tiere des Mittelmeerraumes, wie zum Beispiel Wildschweine, die zwischenzeitig sehr selten wurden oder mittlerweile domestizierte Esel. Südlich kommen die spezialisierten Tierarten der wüstennahen Region vor, wie Gazellen, die vom Aussterben bedrohten Leoparden und Geparden, Hyänen, Wüstenhasen und -Springmäuse. In beiden Regionen gibt es außerdem noch Kleinreptilien, Schlangen und natürlich zahlreiche Arten von Insekten.
Insekt
Besiedlung
Alle größeren Städte Algeriens liegen im Nordteil des Landes und damit in der Region des Atlasgebirges, da im südlichen Teil die Sahara, die extrem schlechte Siedlungsbedingungen liefert, liegt. Auch die großen Städte Tunesiens und Marokkos liegen in der Region des Gebirges. Die dichtesten Siedlungsgebiete liegen allerdings eher unmittelbar an der Küste zum Mittelmeer. Einige große Städte, wie zum Beispiel das marokkanische Marrakesch mit etwa 850.000 (2004) Einwohnern liegen auch direkt am Fuß der Berge. Die algerischen Städte Constantine in 650 Metern Höhe mit etwa 500.000 (2005) Einwohnern und besonders El Djelfa in über 1.100 Metern Höhe mit etwa 235.000 (2005) Einwohnern sind die einzigen Städte von nennenswerter Größe, die sich wirklich im Gebirge befinden.
Kleinere Siedlungen finden sich aber zahlreich überall dort, wo Wasser auch in Form der Wadi zur Verfügung steht.
Geschichte und Mythologie
Homer und Herodot, die griechischen Dichter und Historiker aus der Antike sahen in ihm die westliche Grenze der damals bekannten Welt.
Den arabischen Geographen zur Zeit der Islamische Expansion schien der gebirgige Nordwestvorsprung wie eine Insel, da er nördlich vom Meer und südlich durch die karge Wüste abgeschnitten wurde. Diese Insel erhöbe sich nach ihren Vorstellungen gegenüber dem andalusischen Gebirgsland im heutigen Spanien und auch für sie bildete er den äußersten Westen der Welt. Anderseits aber haben die damaligen arabischen Geographen den Begriff des Atlasgebirges unnatürlich nach Osten hinaus erweitert.
Siehe auch: Atlas (Mythologie)
Kategorie:Gebirge in Afrika
Kategorie:Maghreb
Kategorie:Geographie (Marokko)
Kategorie:Geographie (Algerien)
Kategorie:Geographie (Tunesien)
ja:アトラス山脈
Herakles
Herakles (gr. ΗΡΑΚΛΗΣ/Ηρακλής, lat. Hercules, Herkules) war der Sohn des Zeus und der Alkmene.
Herakles war ein allgriechischer Nationalheros, dem göttliche Ehren zukamen.
Allerdings war er nur ein Halbgott, der später zum Gott ernannt wurde.
Er war Heil- und Orakelgott, der Gymnasien und Paläste.
Seine Attribute waren zum Beispiel: das Löwenfell, die Keule, das Füllhorn, der Bogen und der Köcher.
Leben des Herakles
Geburt
Nationalheros]]
Zeus verliebte sich einst in die schöne Alkmene, die Gattin des Amphitryon. In der Nacht näherte er sich ihr in Gestalt ihres Ehemannes, der sich zu der Zeit auf einem Feldzug befand, und vereinigte sich mit ihr. Hera, die Gemahlin des Zeus, war darüber rasend vor Eifersucht.
Als nun die Geburt von Herakles und seinem Zwillingsbruder Iphikles anstand, verkündete Zeus, dass das erstgeborene Kind aus dem Hause des Perseus der Herr über Mykene werde. Da verzögerte Hera die Wehen von Alkmene und ließ zunächst Eurystheus, den Sohn des Sthenelus, einem Onkel Amphitryons’, zur Welt kommen und erst dann Herakles, der somit diesem nun Untertan war.
Schon als Säugling offenbarten sich die göttlichen Kräfte des Herakles.
Er war gerade acht Monate alt, als Hera eines Abends zwei riesige Schlangen in das Gemach der Kinder schickte. Iphikles weinte vor Angst, doch da ergriff sein Bruder die beiden Schlangen mit seinen kleinen Händen und drückte ihnen den Hals zu. Der Griff war so stark, dass die Schlangen erstickten. Der Seher Teiresias, den der erstaunte Adoptivvater Amphitryon kommen ließ, prophezeite dem Kind eine ungewöhnliche Zukunft. Gegen Ungeheuer, Meeresungetüme und sogar gegen die Giganten würde er siegreich bestehen.
Die Heldentaten
Herakles wurde in den Künsten des Wagenlenkens, Bogenschießens, Fechtens, im Faustkampf und Ringen unterrichtet. Auch wurde ihm der Gesang und das Spielen auf der Leier beigebracht. Er war zwar sehr gelehrig, doch unbeherrscht in seiner Art. Und als der Musiklehrer Linos ihn zu unrecht tadelte, erschlug er ihn in seiner Erregung mit der Leier. Der König Amphitryon schickte ihn daraufhin auf den Kithairon zu seinen Rinderherden. Hier wuchs er unter den Hirten zu einem Jüngling heran.
Hier geschah auch seine erste Heldentat. Die Herden wurden von einem wilden Löwen angegriffen. Niemandem war es bisher gelungen, diesen zu töten. Herakles zögerte nicht, dem Löwen entgegenzutreten und erschlug ihn.
Eines Tages kam der junge Herakles an eine Weggabelung. An einem Weg stand eine schöne Frau in leuchtenden, kostbaren Gewändern, vornehm geputzt. Am anderen hingegen eine Frau in schlichter Kleidung, die bescheiden zu Boden blickte. Zuerst sprach ihn die wohlhabende Frau an: „Wenn du meinen Weg folgst, Herakles, so wirst du ein Leben voller Genuss und Wohlstand haben. Weder Not noch Leid werden dir hier begegnen, sondern nur die Glückseligkeit!“ Dann aber die andere:
„Die Liebe der Götter und seiner Mitmenschen lassen sich nicht ohne Mühe und Anstrengung erreichen. Leid wird dir auf dem Weg der Tugend (griechisch areté) widerfahren, doch der Lohn wird die Achtung, Verehrung und Liebe der Menschen sein. Nur Du kannst entscheiden, welcher Weg der Deinige sein soll.“ Herakles entschied sich, dem Pfad der Tugend und Ehre zu folgen.
areté]
Schnell verbreiteten sich der Ruhm seiner Taten. Als er die Thebaner von den schweren Tributleistungen des Nachbarkönigs befreite, gab ihm König Kreon seine Tochter Megara zur Frau. Doch die rachsüchtige Göttin Hera ließ keine Gelegenheit aus, den Sohn des Zeus zu schaden und so schlug sie ihn mit Wahnsinn. In einem seiner Anfälle tötete Herakles seine Frau und seine drei Kinder. Als der furchtbare Wahnsinn von ihm wich und er seine schreckliche Tat vor Augen sah, ergriff ihn tiefe Bekümmernis. Schließlich fragte er das Orakel von Delphi um Rat. Da antwortete die Pythia: „Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“
Herakles tat, wie ihm das Orakel geheißen hatte. Bewaffnet mit einer Keule, die er selbst geschnitzt hatte, einem von Hermes geschenkten Schwert sowie Pfeil und Bogen, die er von Apollon erhalten hatte, ging er nach Argos zu König Eurystheus.
Zum Beispiel raubte er die goldenen Äpfel der Hesperiden und entführte den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt. Zur Buße für seinen Jähzorn musste er der lydischen Königin Omphale drei Jahre dienen. Danach vollbrachte er zahlreiche weitere Taten.
Tod
Herakles hatte alle 12 Aufgaben erledigt. Dennoch blieb sein Leben bis zum Ende eine Folge von Kämpfen und gefährlichen Prüfungen. Er heiratete die Prinzessin Deianira. Auf einer Reise mussten beide einen Fluss überqueren, der Hochwasser führt. Deianira reitet auf dem Rücken des Kentauren Nessos hinüber, der bei dieser Gelegenheit versucht sie zu entführen, Herakles schoss einen tödlichen Pfeil auf den Kentauren ab. Aber bevor Nessos stirbt, flüstert er der Schönen zu: "Fange ein wenig von meinem Blut auf. Wenn du damit die Kleider deines Gatten tränkst, wird seine Liebe zu dir ewig währen." Die Jahre vergingen und Herakles verliebte sich in eine andere Frau. Da benutzte die eifersüchtige Deianira das in Kentauerblut getränkte Hemd, um sich seine Liebe zu erhalten. Sofort war der Held von furchtbaren Schmerzen gequält! Es war eine Falle... Er versuchte das Hemd auszuziehen, aber riss zugleich sein Fleisch mit ab. Deianira tötete sich aus Verzweiflung.
Herakles schichtet einen großen Scheiterhaufen auf dem Berg Öta auf und ließ sich darauf verbrennen, um seinen unerträglichen Qualen ein Ende zu bereiten. Er ist der einzige Held, der von den Göttern im Olymp aufgenommen worden ist und Unsterblichkeit erlangte.
Mit seinem Tod war Hera versöhnt und Herakles wurde mit ihrer Tochter Hebe vermählt.
Die zwölf Arbeiten (Dodekathlos) für Eurystheus
#Erwürgen des Nemeischen Löwen
#Töten der neunköpfigen Lernäischen Schlange
#Einfangen der Kerynitischen Hirschkuh
#Einfangen des Erymanthischen Ebers
#Ausmisten der Augiasställe
#Erschießen der Stymphalischen Vögel
#Einfangen des Kretischen Stiers
#Zähmen der Rosse des Diomedes
#Besorgen des Wehrgehenks der Amazonen-Königin Hippolyte
#Erobern der Rinderherde des Geryoneus
#Stehlen der Goldenen Äpfel der Hesperiden
#Ringkampf mit dem Höllenhund Kerberos
Weblinks
- http://www.unet.univie.ac.at/~a9725261/
- http://www.mythentor.de
- http://www.androphile.org/DE/Library/Mythology/
Kategorie:Griechische Mythologie
EurystheusEurystheus ist ein König von Mykene aus der griechischen Mythologie. Er ist ein Enkel des Helden Perseus. Er ist vor allem für die zwölf Aufgaben bekannt, die er Herakles auferlegte. Herakles und er erhoben beide Anspruch auf den Thron von Mykene.
Herakles Stiefvater Amphitryon ist wie Eurystheus Vater Sthenelus ein Sohn von Perseus. Vor Herakles Geburt erklärte Zeus, dass der erstgeborene Enkel von Perseus dessen Königreich erhalten solle. Hera veranlasste daraufhin, dass Eurystheus früher als erwartet geboren und damit König von Mykene wird. Als Herakles von Eurystheus den Thron verlangt, wird er von diesem beauftragt zehn Aufgaben zu verrichten.
Die erste Aufgabe ist der Kampf mit dem Nemeischen Löwen. Fortan trägt Herakles das Fell des Tiers als Panzer. Eurystheus hat so viel Angst vor Herakles, dass er sich in einem Eisentopf versteckt und von nun an nur noch über den Herold Kopreus die Aufgaben an Herakles weitergibt. Seine zweite Aufgabe ist die Tötung der Hydra. Herakles nimmt bei dieser Aufgabe seinen Neffe Iolaos mit, der für ihn den Wagen steuert. Als Eurystheus erfährt, dass Herakles nicht allein war, erklärt er die Lösung der Aufgabe als ungültig, damit zählt sie nicht zu den zehn Aufgaben.
Da Herakles offensichtlich die schrecklichsten Ungeheuer bezwingen kann, ersinnt Eurystheus für die dritte Aufgabe, dass Herakles für ihn die Kerynitische Hirschkuh fangen solle. Diese Hirschkuh ist aber der Mondgöttin Artemis geweiht. Herakles kann nur dann die Erlaubnis der Göttin erhalten, die Hirschkuh mitzunehmen, wenn er sie der Göttin wieder zurückbringt. Eurystheus jedoch plant, Kerynitis für sich in seiner Menagerie zu halten. Um sowohl die Aufgabe wie auch das Versprechen gegenüber der Göttin zu halten, verlangt Herakles, dass Eurystheus persönlich die Hirschkuh in Empfang nehmen müsse. Als der König jedoch gerade Kerynitis nehmen will, lässt Herakles sie los, sodass sie zurück zur Göttin flüchten kann. Herakles kann sich dadurch herausreden, dass der König nicht schnell genug war.
Als vierte Aufgabe muss Herakles den Erymantischen Eber fangen. Als Herakles mit dem Tier zurückkommt, fürchtet sich Eurystheus so sehr dass er sich abermals im Topf versteckt. Herakles fünfte Aufgabe ist es, den Augiasstall sauberzumachen. Eurystheus hofft, dass Herakles sich so schmutzig macht, dass er sein Ansehen bei den Leuten verlieren würde. Herakles jedoch leitet kurzerhand einen Fluss um, und säubert den Stall schnell und unbefleckt. Auch die Lösung dieser Aufgabe lässt Eurystheus nicht gelten, da Herakles für die Säuberung des Stalls Lohn genommen hat. Die sechste Aufgabe ist, die Stymphalischen Vögel zu vertreiben. Die siebente Aufgabe, den Stier von Kreta zu fangen. Eurystheus lässt den Stier später jedoch wieder frei, so dass er weiterhin viel Unheil in Griechenland anrichtet.
Die achte Aufgabe ist die Rosse des Diomedes zu stehlen. Eurystheus warnt Herakles jedoch nicht davor, dass die Tiere Menschen fressen. Nachdem Herakles die Bestie zurückgebracht hat, weiht Eurystheus sie Hera und setzt sie in Argos frei. Deren Nachkommen sollen später Alexander dem Großen gedient haben. Auf Verlangen seiner Tochter Admete verlangt Eurystheus von Herakles das Wehrgehenk der Amazonenkönigin Hippolyte als neunte Aufgabe. Die zehnte Aufgabe ist die Beraubung der Rinder von Geryon. Da Eurystheus zwei der Aufgaben nicht anerkannte, erlegt er Herakles noch zwei weitere, die elfte ist der Raub der Äpfel der Hesperiden. Die letzte Aufgabe von Eurystheus ist, ihm den Wachhund des Hades, Zerberus zu bringen. Nachdem Herakles alle Aufgaben erledigt hat, gibt Eurystheus auf und überlässt Herakles den Thron.
Nach Herakles Tod jedoch versucht Eurystheus, Herakles Kinder, die Herakliden, zu töten. Die Herakliden fliehen nach Athen. Als Eurystheus die Stadt angreift, wird er vernichtend geschlagen, seine Söhne werden getötet. Eurystheus wird gefangen. Eurystheus verspricht den Athenern, dass er nach seinem Tode ihr Land gegen die Nachkommen der Herakliden beschützen würde, wenn sie ihn ehrenvoll bestatten. Sparta und Argos, die später gegen Athen um die Vorherrschaft in Griechenland streiten würden, gelten als die Nachkommen der Herakliden.
Siehe auch: Portal:Mythologie
Literatur
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, dtv, München 1994. ISBN 3-423-30030-2 <[http://z3950gw.dbf.ddb.de/z3950/zfo_search_scan.cgi ddb]>
- Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 2004. ISBN 3-423-32508-9 <[http://cbsprod.rz.uni-frankfurt.de/DB=2.1/CHARSET=ISO-8859-1/IMPLAND=Y/LNG=DU/SRT=YOP/TTL=1/SID=3e99dc86-6/SET=1/SHW?FRST=. kvk]>
- Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie - Quellen und Deutung. rororo, Hamburg 2001. ISBN 3-499-55404-6 <[http://z3950gw.dbf.ddb.de/z3950/zfo_search_scan.cgi ddb]>
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Literarische Figur
Skulptur
Skulptur, Engl. sculpture [http://www.etymonline.com/index.php?l=s&p=9], von Lat. sculptura bzw. dem Verb sculpere, schneiden, daher signierten auch Kupferstecher ihr "hat gestochen" als sculpsit. Die Skulptur ist daher das Werk des Bildhauers, dessen dauerhafte Materialien besondere Arbeitsweisen und Handwerkszeuge bedingen (Steinbildhauer, Holzbildhauer). Das Wort Plastik (Kunst) dagegen ist aus dem Griechischen plastos = geformt abgeleitet und bezeichnet den Bildner.
Skulpturen sind dreidimensionale künstlerische Objekte, die durch die Bearbeitung von festem Material geschaffen werden. Die Bearbeitung des Materials zur fertigen Skulptur kann durch Abtragen (z.B. Schnitzen, Meißeln) oder durch einen Guss (z.B. Kunstguss, verlorene Form) erfolgen. Skulpturen können als freistehende Form, als Reliefs (Flachrelief, Hochrelief) oder im Rahmen einer collageartigen Rauminstallation gestaltet werden. All diese Techniken gehören zur Bildhauerei, eines Bereichs der Bildenden Kunst. Eine bedeutende Sammlung klassischer Skulpturen befindet sich z.B. im Louvre in Paris.
Paris
Paris
Klassische Materialen für Skulpturen sind:
Stein, Gips, Metall, Holz, Ton und Wachs.
Moderne und zeitgenössische Materialien sind z.B.:
Kunststoffe, Textilien, Glas, Sand, Eis oder sogar Abfälle.
Hervorragende Skulpturen wurden bereits von antiken Bildhauern geschaffen.
Berühmte Skulpturen schuf der italienische Bildhauer Michelangelo.
Die moderne, zeitgenössische Skulptur wurde insbesondere durch Auguste Rodin begründet.
Auch die Erschaffung und Zerstörung einer Skulptur kann Teil eines Kunstwerkes sein. Der Schweizer Künstler Ernst Buchwalder formte aus Eis das Wort "ICH". Die Skulptur wurde auf einem öffentlichen Platz in Luzern ausgestellt und schmolz bei Tauwetter langsam dahin. So visualisierte der Künstler die Vergänglichkeit des Lebens.
Ursprünglich waren Skulpturen statische Kunstwerke. Moderne Künstler erschufen Skulpturen, welche sich bewegen oder bewegt werden können. Diese bezeichnet man auch als "kinetische Skulpturen".
Besonders bekannte Skulpturen:
- Doryphoros des Polyklet
- Venus von Milo
- David - Michelangelo
- Höllentor - Auguste Rodin
Siehe auch
- Plastik
- Bildhauerei
- Kunstguss
- Patina
- Liste berühmter Bildhauer
- Glyptothek
- Lapidarium
- Skulptur.Projekte
Weblinks
!Kategorie:Kunst
ja:彫刻
1595
Politik und Weltgeschehen
- 30. Januar: William Shakespeare Romeo und Julia wird in London erstmals aufgeführt
- Alvaro de Mendaña de Neyra entdeckt die Marquesas-Inseln
- Nach dem Tod Murad III. folgt Mehmed III. als Sultan des Osmanischen Reichs
- Errichtung des Ratsgymnasium_Osnabrück
- 14. April: Hempo von dem Knesebeck, Mitglied der „Fruchtbringenden Gesellschaft“ († 1656)
- 30. April: Henri II. de Montmorency, französischer Heerführer, Großadmiral, Marschall, Vizekönig und Gouverneur († 1632)
- 27. Mai: Benedikt Carpzov, Kriminalist und Hexentheoretiker
- 9. Juni: Wladyslaw IV. Vasa, polnischer König/quasi Zar von Russland († 1648)
- 27. Juli: Albrecht von Sachsen-Eisenach, († 1644)
- 13. November: Georg Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg († 1640)
- 21. Oktober: Lucas van Uden, belgischer Maler ( - 1673)?
- 27. November: Alessandro Algardi, italienischer Bildhauer und Baumeister († 1654)
- 25. Dezember: Johann Konrad Varnbüler, württembergischer Diplomat
- 24. Januar: Ferdinand II. (Tirol), war Herrscher über Tirol ( - 1529)
- 25. April: Torquato Tasso, italienischer Dichter ( - 1544)
- 26. Mai: Philipp Neri, römischer Heiliger, Gründer des Oratoriums ( - 1515)
- 26. Juni: Hermann Hamelmann, lutherischer Theologe und Historiker ( - 1526)
- 26. August: Antonio von Crato, portugiesischer Adliger, der sich 1580 selbst zum König von Portugal ausrief ( - 1531)
- 18. Oktober: Alvaro de Mendaña de Neyra, spanischer Entdecker und Seefahrer ( - 1541)
- 23. Oktober: Luigi Gonzaga, Italienischer Adliger ( - 1539)
- 12. November: John Hawkins, englischer Seefahrer ( - 1520)
- Augustin Cranach, deutscher Maler ( - 1554)
ko:1595년
AtlantEin Atlant (Betonung auf der zweiten Silbe) ist – nach Atlas, dem mythologischen Himmelsträger – in der Baukunst eine architektonische Stütze in Form einer oft überlebensgroßen, männlichen muskulösen Figur, die anstelle einer Säule angebracht ist, um bestimmte Bauglieder wie Gebälk oder Konsolen zu tragen. Der Atlant hat im Unterschied zur Karyatide die Hände oben am Kopf um die Last abzustützen. Auch seine Verwendung beschränkte sich in der Architektur nicht auf die griechische oder römische Antike, sondern erfolgte auch zu späteren Zeiten wie in der Renaissance, im Barock, im Rokoko, im Klassizismus beziehungsweise auch in der sogenannten Neorenaissance und dem Neoklassizismus des Historismus im 19. Jahrhundert mit den Kennzeichen des Manierismus. Wie die Karyatide kommt auch der Atlant als Herme vor.
Siehe auch: Herme (sogenannte Karyatidherme), Kouros
Hinweis: Die Pluralform des Wortes, Atlanten, kennzeichnet auch die Mehrzahl des Wortes Atlas in der Wortbedeutung Landkartenwerk.
Kategorie:Bauteil
Kategorie: Archäologie
Kategorie: Kunstgeschichte
Kategorie:Säule
Wesleyan
Ohio Wesleyan Universitet (också Wesleyan eller OWU ) är en privat coeducational liberal konst college lokaliserat i Delaware, Ohio. Wesleyan är en medlem om Stor Sjöarna College Förening , den Oberlin Grupp och den Fem College av Ohio consortium av liberal konst college i Ohio : Kenyon College Oberlin College , College av Wooster och Förnekande Universitet. Studenterna komma av omkring 44 tillstånden och omkring 47 utländsk nation. Ohio Wesleyan Universitet charter skaffar så pass " universiteten är för alltid till vara dirigerat på det mest liberal principerna ". Olika college publikationerna sådan som Loren Påve , Stång rum , Prinsen Granskning och den U.S. Nyheter och Värld Rapportera ställe Wesleyan inne om topp rad av privat liberal konst college inne om Förenta Staternas för 2005. Ohio Wesleyan är också bland glad - vänlig liberal konst college inne om U.S. aktiv värvningen studenterna från LGBT befolkning. Studenten kropp är ca 75 per cent Kaukasien , 10 per cent Asiaten , 6 per cent Hispanic , och 9 per cent svart. Den skola tidning är Avskriften ; den yearbook är Le Bijou. Mest populär större på Wesleyan de/vi/du/ni är Ekonomien , Politisk vetenskap Psychology och Engelsk litteratur.
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Golden Gate-broen
Golden Gate-broen (på engelsk Golden Gate Bridge) blev færdigbygget i 1937. Broen var med sine 1.280 meters længde den længste hængebro indtil 1964.
Ekstern henvisning
- [http://www.goldengatebridge.org/ Officielt websted]
- [http://en.structurae.de/structures/data/index.cfm?id=s0000029 Structurae: Go
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Golden Gate Bridge
Golden Gate-broen (på engelsk Golden Gate Bridge) blev færdigbygget i 1937. Broen var med sine 1.280 meters længde den længste hængebro indtil 1964.
Ekstern henvisning
- [http://www.goldengatebridge.org/ Officielt websted]
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Pionerart
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I økologien er en pionerart en planteart, der etablerer sig på et område, hvor der før var øde. Det sætter sædvanligvis gang i en succession. Landområder, hvor der ikke tidligere har været plantevækst, har som regel en jord med et lavt indhold af tilgængelige gødningsstoffer. De
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Hårdførhed
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Planter og dyr kaldes hårdføre, når de er tilpasset en niche, hvor der er mangel på én eller flere naturlige ressourcer.
naturlige ressourcer
Planters hårdførhed kan bestå i tålsomhed overfor fordampningstab på grund af f.eks. salt, tørke, vind og sollys. Planterne kan ogs
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Histon
Histoner er kromosomproteiner, der danner spoler, som DNA folder sig omkring. Disse kaldes nucleosomer og ligner perler på en snor. Dette medfører at genomet kan pakkes, således at der er plads til det i cellekernen. Histonerne deltager også i genregulationen.
ja:ヒスト
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Hårdførhed (økologi)
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Planter og dyr kaldes hårdføre, når de er tilpasset en niche, hvor der er mangel på én eller flere naturlige ressourcer.
naturlige ressourcer
Planters hårdførhed kan bestå i tålsomhed overfor fordampningstab på grund af f.eks. salt, tørke, vind og sollys. Planterne kan ogs
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