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AtomeiDer Forschungsreaktor München (FRM) in Garching bei München, wegen seiner Form auch als Atomei bezeichnet, wurde am 31. Oktober 1957 als erster Forschungsreaktor in Deutschland in Betrieb genommen. Er gehört zur Technischen Universität München (TUM).
Technischen Universität München
Das Atomei wurde am 28. Juli 2000 um 10:30 Uhr abgeschaltet. Die eiförmige Kuppel, die Bestandteil des Stadtwappens von Garching ist, steht unter Denkmalschutz und soll nach einem Ausbau des Reaktors als Erweiterungsfläche für den Nachfolger FRM-II genutzt werden.
Weblinks
- [http://www.frm2.tu-muenchen.de/publikationen/40jahre/ 40 Jahre Atomei (offizielle Seite)].
Kategorie:Kernenergie
Garching b.München, Atomei
Kategorie:Nuklearanlage
Garching bei München
Garching bei München liegt im Norden des Landkreises München (Oberbayern) und grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München.
Stadtgliederung
Die Stadt Garching b.München besteht aus 4 Stadtteilen:
# Garching b.München
# Dirnismaning
# Hochbrück
# Forschungsinstitute
Geschichte
- 915 Erste urkundliche Erwähnung als Gouvirihhinga in den Besitzurkunden des Klosters Tegernsee.
- 1180 Sturz Heinrichs des Löwen durch Barbarossa; Garching wird Herzogsgut der Wittelsbacher.
- 1255 Teilung des Herzogtums nach dem Tod von Herzog Otto II.; Kastenamt Kranzberg kommt mit Garching zu Niederbayern unter Herzog Heinrich XIII.
- 1957 Inbetriebnahme des ersten deutschen Forschungsreaktors („Atomei“).
- 14. September 1990 Erhebung zur Stadt.
- 1995 Inbetriebnahme der Verlängerung der Münchener U-Bahn-Linie U6 nach Garching-Hochbrück.
Siehe auch http://www.garching.de/garching_im_ueberblick/geschichte/
Wirtschaft
Verkehr
Garching liegt direkt an der Autobahn München – Nürnberg (A9) und besitzt zwei Ausfahrten.
Die Stadt besitzt im Stadtteil Garching-Hochbrück eine U-Bahn-Station, die an das Münchner U-Bahn-Netz angeschlossen ist; eine Verlängerung um zwei Stationen über den Ortskern von Garching zum Forschungsgelände im Nordosten ist in Bau und wird voraussichtlich am 15. Oktober 2006 eröffnet.
Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien
Im Nordosten Garchings befindet sich ein großes Forschungszentrum. Neben dem ersten deutschen Forschungsreaktor („Atomei“, in Betrieb 1957–2000) sowie dem Nachfolger FRM-II (in Betrieb seit 2004) befinden sich hier die Fakultäten für Maschinenwesen, Mathematik, Informatik, Chemie und Physik der Technischen Universität München (TUM) sowie einige Lehrstühle der Sektion Physik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Beide Universitäten betreiben hier zusammen ein Beschleunigerlaboratorium.
Ferner finden sich in Garching die Max-Planck-Institute für Astrophysik, für Extraterrestrische Physik, für Plasmaphysik sowie für Quantenoptik.
Hinzu kommen außerdem das European Southern Observatory (ESO), die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mbH (GRS),
das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung (WMI) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, das Walter-Schottky-Institut (WSI) für Halbleiterphysik, das Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern), die Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, eine Abteilung des [http://www.efda.org European Fusion Development Argeement] (EFDA), sowie die europäische Abteilung des Kernfusionsreaktors ITER.
Am 28. Juni 2004 eröffnete General Electric ein Forschungszentrum in Garching.
Gebaut wird noch am Kubus für das Leibniz-Rechenzentrum, welcher Ende 2005 fertiggestellt werden soll. Dann soll das LRZ von der Münchner Innenstadt nach Garching verlagert werden.
Am Rand des Forschungsgeländes steht eine Speicherbibliothek der Bayerischen Staatsbibliothek.
Städtepartnerschaften
- Lørenskog (Norwegen)
- Radeberg (bei Dresden)
Weblinks
- http://www.garching.de/ - Offizielle Site.
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:München (Landkreis)
1957
Politik
- 1. Januar: Hans Streuli wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der DDR in Kraft
- 1. Januar: In Deutschland werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2 % gesenkt
- 1. Januar: Das Saarland wird elftes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
- 1. Januar: Die Rentenreform tritt inkraft. Die Rentenversicherung wurde zu einem auf dem Generationenvertrag beruhenden lohnbezogenen und beitragsbezogenen Versicherungssystem ausgebaut
- 5. Januar: Die ersten drei Divisionen der Bundeswehr werden unter das Kommando der NATO gestellt
- 10. Januar: Harold Macmillan wird britischer Premierminister
- 29. Januar: Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Schweden
- 14. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Japan. In Kraft seit dem 10. Oktober 1957
- 6. März: Die Goldküste und Togoland werden als Republik Ghana von Großbritannien unabhängig
- 8. März: Ghana wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. März: Gründung der EWG und der Europäischen Atomgemeinschaft durch die Mitglieder der 1951 gegründeten Montanunion
- 26. März: Bestätigung des Bundesverfassungsgerichtes über die Weitergeltung des Reichskonkordats
- 1. April: Die ersten Wehrpflichtigen der Bundeswehr beginnen ihren Wehrdienst
- 12. April: „Göttinger Erklärung“ der Göttinger 18 gegen atomare Bewaffnung der Bundeswehr
- 8. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Türkei. In Kraft seit dem 9. Juni 1958
- 10. Mai: Erste Nationalversammlung im französischen Ostkamerun
- 19. Mai: In der Bundesrepublik Deutschland wird die Geschwindigkeit in Ortschaften auf 50 km/h begrenzt
- 19. Mai: Die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) löst sich zugunsten der SPD auf
- 29. Mai: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich wird kein Reisepass mehr benötigt
- 25. Juli: Tunesien wird Republik, Habib Bourguiba wird zum ersten Präsidenten gewählt
- 29. Juli: Gründung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA)
- 26. August: Die Sowjetunion gibt den ersten Start einer Interkontinentalrakete bekannt
- 2. September: In Little Rock, Arkansas, USA läßt der Gouverneur Nationalgardisten aufmarschieren, um neun schwarzen Schülern, aus Gründen der Rassentrennung, den Zutritt zur örtlichen Schule zu verwehren
- 17. September: Malaysia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 3. Oktober: Willy Brandt wird als Nachfolger des verstorbenen Otto Suhr zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt
- 4. Oktober: Die Sowjetunion startet vom Weltraumbahnhof Baikonur aus den kugelförmigen Satelliten Sputnik und löst dadurch im Westen den sog. Sputnikschock aus
- 8. Oktober: In Bayern zerbricht die Viererkoalition. Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (SPD) tritt zurück und fortan regiert die CSU das Land
- 1. November: Die Frankfurter Prostituierte Rosemarie Nitribitt wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Dem Callgirl werden Beziehungen zu Prominenten in Wirtschaft und Politik nachgesagt
- 9. November: Handelsabkommen zwischen Deutschland und Kolumbien
- 17. November: 35.000 Südtiroler fordern auf Schloss Sigmundskron eine neue Autonomie
- 13. Dezember: Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen Dominikanische Republik und Deutschland
- Max Brauer (SPD) löst in Koalition mit der FDP die Regierung von Kurt Sieveking ab und wird erneut Erster Bürgermeister von Hamburg
Wirtschaft
- 5. Oktober: Zwischen den Umspannwerken Ludwigsburg-Hoheneck und Rommerskirchen wird die erste 380-kV-Hochspannungsleitung in Betrieb genommen
- 15. Dezember: Die Stadt München erreicht eine Million Einwohner
Wissenschaft und Technik
- 1. Januar: Österreich startet die regelmäßige Fernsehausstrahlung
- 12. Januar: Australien eröffnet seine südlichste Polarstation, die Davis-Station
- 1. Juli: Beginn des Internationalen Geophysikalischen Jahres (IGY) (Ende: 31. Dezember 1958)
- 4. Oktober: Die Sowjetunion bringt mit dem Sputnik den ersten künstlichen Satelliten in die Erdumlaufbahn
- 2. Dezember: Der erste kommerzielle Atomreaktor geht in Shippingport, Pennsylvania in Betrieb
- 6. Dezember: Der erste Startversuch eines US-Satelliten schlägt fehl, die Rakete explodiert auf dem Versuchsstand
- 28. Dezember: Capt. James Bowman, USA erreicht mit seinem Hubschrauber Cessna Prototyp YH-41 9.076 m Höhe.: Weltrekord
- Contergan wird von der Chemie Grünenthal GmbH in Stolberg auf den Markt gebracht
- Die Synapsen werden entdeckt
Kultur
- 1. Januar: Im Pariser Louvre wirft ein Besucher einen Stein auf das Bild der „Mona Lisa“. Leonardo da Vincis Bild wird leicht beschädigt
- 26. Januar: Uraufführung der Oper Les dialogues des Carmélites (Gespräche der Karmeliterinnen) von Francis Poulenc am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 9. Mai: Uraufführung der komischen Oper Der Revisor von Werner Egk bei den Festspielen in Schwetzingen
- 9. Mai: Uraufführung der Oper The Visitors von Carlos Chávez Ramírez in New York
- 8. Juni: Uraufführung der lyrischen Tragödie Bluthochzeit von Wolfgang Fortner in Köln
- 7. Juli: John Lennon und Paul McCartney begegnen sich zum ersten Mal auf einem Kirchenfest in Liverpool. Als Beatles werden sie mit George Harrison und Ringo Starr die bekannteste Rockband der Musikgeschichte
- 23. Juli: Uraufführung des Melodrams A Tale of Two Cities von Arthur Benjamin an der Sadler's Wells Opera an London
- 11. August: Uraufführung der Oper Die Harmonie der Welt von Paul Hindemith am Staatstheater in München
- 24. September: Uraufführung des Tanzdramas Maratona von Hans Werner Henze in Berlin
- 26. September: Uraufführung des Musicals West Side Story von Leonard Bernstein im Winter Garden Theatre in New York
- September: Erste deutsch-amerikanische Steubenparade in New York
Katastrophen
- 1. Februar: Rikers Island, New York, USA. Eine Passagiermaschine der Northeast Airlines verunglückte kurz nach dem Start vom Flughafen LaGuardia in einem Schneesturm. Die Unfallursache war ein Pilotenfehler. 21 Personen der 101 an Bord befindlichen Menschen wurden getötet
- 21. März: Pazifik. Eine Maschine der U.S. Air Force verschwand etwa 400 km vor Tokyo, Japan vom Radar und ist seither verschollen. Die 67 sich an Bord befindlichen Menschen gelten seither ebenfalls als verschollen
- 7. April: Nahe Bage, Brasilien. Eine C-46A verunglückte durch ein Feuer an Bord. Alle Flugbegleiter sowie die 40 Passagiere wurden getötet
- 18. Juni: Schweiz. Eine DC-3 der Swissair stürzte in einen See. Alle 9 Menschen starben
- 27. Juni: Erdbeben unbekannter Stärke in Russland, etwa 1.200 Tote
- 2. Juli: Erdbeben der Stärke 7,4 im Iran, etwa 1.200 Tote
- 15. Juli: Indonesien. Eine Lockheed L-1049C stürzt ins Meer. 58 der 68 Passagieren sterben bei diesem Unfall
- 11. August: Québec, Kanada. Eine DC-4 der Canadian Maritime Central Airways stürzte ab. 79 Tote
- 15. August: Kopenhagen, Dänemark. Eine Iljuschin Il-12 der russischen Aeroflot, auf dem planmäßigen Flug von Moskau, Russland nach Kopenhagen streifte im Sinkflug den Schornstein eines Kraftwerks. Alle 23 Menschen an Bord starben
- 21. September: Untergang des deutschen Segelschulschiffes Pamir in Höhe der Azoren. Nur sechs von 86 Seeleuten überlebten
- 29. September Nukleare Havarie in Majak (Russland)
- 8. Oktober Atomunglück im Atomkraftwerk Windscale/England
- 3. November: Düsseldorf, Deutschland. Eine DC-4 mit zehn Menschen an Bord stürzt auf dem planmäßigen Flug Düsseldorf: New York mit Zwischenlandung in Reykjavik, Island kurz nach dem Start in Düsseldorf in die an den Flughafen angrenzende Nachbarschaft. Mehrere Gebäude wurden in Brand gesteckt. Mehrere Menschen starben, auch ein Anwohner
- 8. November: Eine Boeing B-377 Stratocruiser ist auf dem planmäßigen Flug San Francisco nach Honolulu, Hawaii ungefähr 1.600 km vor ihrem Bestimmungsort abgestürzt. Alle 44 Personen starben. 4 Tage später fanden Rettungskräfte die Verunglückten. Wie sich herausstellte waren die meisten nur leicht verletzt. Die Personen sind vielmehr ertrunken
- 9. November: Pazifik Eine Boeing B-377 Stratocruiser der PanAm verunglückte auf der planmäßigen Route San Francisco nach Honolulu, Hawaii. Die Wrackteile wurden in einem Umkreis von etwa 150 km östlich von Hawaii entdeckt. Alle 52 Menschen starben
- 13. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, 1.130 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 9. Juni Erstbesteigung des Broad Peak, des zwölfthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl, Marcus Schmuck, Fritz Wintersteller und Kurt Diemberger
- 1. Januar: Mimi Leder, Tochter des Regisseurs Paul Leder
- 4. Januar: Patty Loveless, US-amerikanische Country-Sängerin
- 5. Januar: Karl Allgöwer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 7. Januar: Andreas Staribacher, österreichischer Politiker
- 7. Januar: Nicholson Baker, US-amerikanischer Schriftsteller
- 9. Januar: Dirk Metz, Staatssekretär in der Hessischen Staatskanzlei
- 11. Januar: Yslaire, belgischer Comiczeichner
- 11. Januar: Darryl Dawkins, US-amerikanischer Basketballspieler
- 12. Januar: António Vitorino, bis November 2004 EU-Kommissar für Justiz und Inneres
- 12. Januar: John Lasseter, US-amerikanischer Trickfilm-Regisseur
- 16. Januar: Reinhard Eugen Bösch, Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat
- 17. Januar: Bernd Hitzler, Bürgermeister, MdL
- 17. Januar: Nancy Argenta, kanadische Sopranistin
- 20. Januar: Michael Veith, deutscher Skirennläufer
- 22. Januar: Mike Bossy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 23. Januar: Paul Steiner, deutscher Fußballspieler
- 23. Januar: Caroline von Hannover, Tochter von Fürst Rainier III von Monaco und Fürstin Gracia Patricia
- 24. Januar: Ramón Martín Huerta, mexikanischer Politiker († 2005)
- 25. Januar: Luis Alfredo Garavito Cubillos, kolumbianischer Serienmörder
- 26. Januar: Masamicz Amano, japanischer Komponist
- 27. Januar: Frank Miller (Comicautor), US-amerikanischer Schriftsteller und Künstler
- 29. Januar: Manuela Groß, deutsche Eiskunstläuferin, Olympiamedaillengewinnerin
- 30. Januar: Payne Stewart, US-amerikanischer Golfspieler († 1999)
- 31. Januar: Bojan Križaj, ehemaliger slowenischer Skirennläufer
- 1. Februar: Walter Schachner, österreichischer Fußballtrainer
- 3. Februar: Ulrich Karger, Religionslehrer und Schriftsteller
- 4. Februar: Erwin Resch, österreichischer Skirennfahrer
- 4. Februar: Don Davis, US-amerikanischer Komponist
- 5. Februar: Silke Hinrichsen, deutsche Politikerin
- 6. Februar: Matthew Best, britischer Dirigent
- 9. Februar: Jaco van Dormael, Regisseur, Autor
- 10. Februar: Stephan Balkenhol, deutscher Bildhauer
- 10. Februar: Steffen Flath, deutscher Politiker
- 14. Februar: Yasmina Reza, französische Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin
- 15. Februar: Heribert Klein, Journalist und Organist († 2005)
- 16. Februar: LeVar Burton, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Februar: Loreena McKennitt, kanadische Musikerin und Komponistin
- 18. Februar: Marita Koch, ehemalige Leichtathletin der DDR
- 18. Februar: Vanna White, US-amerikanische „Glücksradfee“
- 19. Februar: Ray Winstone, besser bekannt als Ray Winstone, ist ein britischer Schauspieler
- 19. Februar: Rainer Wieland, deutscher Europaabgeordneter
- 19. Februar: Falco, Sänger, Musiker († 1998)
- 23. Februar: Andreas Schockenhoff, Politiker, MdB
- 24. Februar: Philippe Vandevelde, belgischer Comiczeichner
- 26. Februar: Joe Mullen, US-amerikanischer Eishockeyspieler und -trainer
- 27. Februar: Adrian Smith, Rockmusiker
- 27. Februar: Viktor Fjodorowitsch Markin, sowjetischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 28. Februar: Jan Ceulemans, belgischer Fußballspieler
- 5. März: Dietmar Wischmeyer, deutscher Komiker, Autor und Kolumnist
- 8. März: Kathleen Gertrud Ferrier, niederländische Politikerin
- 8. März: Herbert Pöck, österreichischer Eishockeytrainer und Eishockeyspieler
- 8. März: Axel A. Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank
- 10. März: Hans-Peter Friedrich, deutscher Politiker
- 10. März: Shannon Tweed, kanadische Schauspielerin und Fotomodell
- 10. März: Osama bin Laden, saudi-arabischer Terrorist
- 11. März: Rupert Ahrens, Präsident der GPRA, dem Verband der PR-Agenturen in Deutschland
- 12. März: Patrick Battiston, französischer Fußballspieler
- 14. März: Franco Frattini, italienischer Politiker und EU-Kommissar
- 15. März: Juan José Ibarretxe, spanischer Politiker
- 16. März: Dirk Rauin, deutscher Handballspieler und -trainer
- 20. März: Spike Lee, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. März: Lucio Gutiérrez, ecuadorianischer Ex-Militär und Politiker, Ex-Präsident von Ecuador
- 26. März: Paul Morley, englischer Musikjournalist
- 26. März: Oliver Hirschbiegel, Regisseur
- 29. März: Helmut Zerlett, deutscher Musiker, Komponist und Produzent
- 29. März: Christopher Lambert, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. März: Patrick G. Forrester, US-amerikanischer Astronaut
- 3. April: Johanna Walser, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 4. April: Peter Kurth (Schauspieler), deutscher Schauspieler
- 4. April: Aki Kaurismäki, finnischer Regisseur
- 6. April: Maurizio Damilano, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 8. April: Andrea Ypsilanti, deutsche Politikerin
- 9. April: Severiano Ballesteros, spanischer Profigolfer
- 12. April: Wolfgang Baasch, deutscher Politiker
- 12. April: Vince Gill, US-amerikanischer Country-Musiker
- 14. April: Michail Wassiljewitsch Pletnew, russischer Pianist, Dirigent und Komponist
- 15. April: Evelyn Ashford, ehemalige US-amerikanische Leichtathletin
- 16. April: Olexander Sintschenko, ukrainischer Politiker und stellvertretender Parlamentspräsident
- 17. April: Nick Hornby, britischer Schriftsteller
- 19. April: Tony Martin, britischer Rock-Sänger
- 19. April: Lilli Gruber, Südtiroler Journalistin und Politikerin
- 20. April: Kristin Clemet, norwegische Politikerin
- 22. April: Donald Tusk, polnischer Politiker und Mitbegründer der Partei Platforma Obywatelska
- 23. April: Peter Nebelo, deutscher Politiker
- 23. April: Dominique Horwitz, deutscher Schauspieler
- 23. April: Neville Brody, Grafikdesigner, Typograf und Art Director
- 26. April: Georg Kofler, Manager
- 27. April: Michael Henke, deutscher Fußballtrainer
- 28. April: Benny Schnier, deutscher Schlagersänger, Schauspieler und Moderator
- 28. April: Christopher Young, US-amerikanischer Komponist
- 29. April: Daniel Day-Lewis, englischer Schauspieler
- 29. April: Timothy Treadwell, US-amerikanischer Umweltschützer († 2003)
- 2. Mai: Markus Stockhausen, deutscher Trompeter und Komponist
- 3. Mai: William Clay Ford Junior, Vorsitzender und Generaldirektor der Ford Motor Company
- 6. Mai: Gabriele Fograscher, deutsche Politikerin und MdB
- 8. Mai: Lennart Björneborn, dänischer Wissenschaftler
- 8. Mai: Bernd Krauss, ehemaliger Fußballspieler und Fußballtrainer
- 8. Mai: Marie Myriam, französische Sängerin portugiesischer Abstammung
- 10. Mai: Sid Vicious, britischer Punkrock-Musiker († 1979)
- 10. Mai: Steve Mahre, ehemaliger US-amerikanischer Skirennläufer
- 10. Mai: Phil Mahre, ehemaliger US-amerikanischer Skirennläufer
- 11. Mai: Manfred Hausleitner, österreichischer Schlagzeuger
- 11. Mai: Peter North, US-amerikanischer Schauspieler und Pornodarsteller
- 13. Mai: Andrea Klump, Ex-Terroristin
- 13. Mai: Koji Suzuki, japanischer Schriftsteller
- 14. Mai: Gaby Hauptmann, deutsche Schriftstellerin
- 14. Mai: Oliver Simon, deutscher Sänger
- 15. Mai: Jürgen Kucharczyk, deutscher Politiker und MdB
- 16. Mai: Joan Benoit, US-amerikanische Marathonläuferin
- 17. Mai: Wilfried Hannes, deutscher Fußballspieler
- 18. Mai: Frank Plasberg, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 18. Mai: Michael Cretu, Musikproduzent
- 21. Mai: Renée Soutendijk, niederländische Schauspielerin
- 23. Mai: Lars Sponheim, norwegischer liberaler Venstre Politiker
- 24. Mai: Angelika Beer, deutsche Politikerin, MdB
- 25. Mai: Éder Aleixo, brasilianischer Fußballspieler
- 25. Mai: Olivia Pascal, deutsche Schauspielerin
- 26. Mai: Margareta Wolf, deutsche Politikerin
- 26. Mai: Ulrike Lunacek, österreichische Politikerin
- 28. Mai: Paul van Buitenen, europäischer Beamter
- 29. Mai: Jean-Christophe Yoccoz, französischer Mathematiker
- 29. Mai: Mohsen Makhmalbaf, iranischer Filmregisseur und Autor
- 30. Mai: Oxana Bilosir, ukrainische Sängerin und Politikerin, Kulturministerin der Ukraine
- 31. Mai: Gabriel Barylli, österreichischer Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur
- 2. Juni: Sara Douglass, australische Autorin
- 3. Juni: Ingrid Eberle, österreichische Skirennläuferin
- 4. Juni: Manfred Beckmann, deutscher Fechter
- 4. Juni: Norbert Nachtweih, deutscher Fußballspieler
- 5. Juni: Thomas Kling, deutscher Lyriker († 2005)
- 7. Juni: Paddy McAloon, britischer Sänger und Songwriter
- 7. Juni: Rolf Stöckel, deutscher Politiker
- 7. Juni: Fred Vargas, französische Krimi-Autorin
- 7. Juni: Juan Luis Guerra, Sänger, Gitarrist und Komponist aus der Dominikanischen Republik
- 8. Juni: Dietmar Vettermann, deutscher Politiker und Oberbürgermeister von Zwickau
- 8. Juni: Scott Adams (Comiczeichner), US-amerikanischer Comiczeichner
- 9. Juni: Jürg Beeler, Schriftsteller
- 10. Juni: Doris Meyer, deutsche Politikerin
- 12. Juni: Matthias Domaschk, Bürgerrechtler in der DDR († 1981)
- 17. Juni: Joachim Król, deutscher Schauspieler
- 18. Juni: Irene Epple, ehemalige deutsche Skirennläuferin
- 19. Juni: Anna Lindh, schwedische Politikerin († 2003)
- 20. Juni: Elke Hoff, deutscher Politiker und MdB
- 23. Juni: Frances McDormand, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. Juni: Ingrid Fischbach, deutsche Politikerin
- 27. Juni: Peter Eckhart Reichel, deutscher Autor, Hörspielregisseur und Hörbuchproduzent
- 27. Juni: Gabriella Dorio, italienische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 28. Juni: Georgi Parwanow, bulgarischer Staatspräsident
- 30. Juni: Hans Vermeersch, belgischer Komponist und Dirigent
- 1. Juli: Yasuhiro Yamashita, japanischer Judoka
- 2. Juli: Bret Hart, Wrestler
- 3. Juli: Hannelore Roedel, deutsche Politikerin
- 3. Juli: Thomas Flierl, deutscher Politiker, Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur
- 3. Juli: Laura Branigan, US-amerikanische Popsängerin († 2004)
- 4. Juli: Milan Mokros, deutscher Eishockeytrainer
- 9. Juli: Kelly McGillis, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. Juli: Peter Murphy, britischer Musiker
- 11. Juli: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen
- 12. Juli: Götz Alsmann, deutscher Musiker und Entertainer
- 13. Juli: Rinat Dassajew, russischer Fußballspieler
- 13. Juli: Phil Margera, US-amerikanischer Fernsehstar
- 13. Juli: Cameron Crowe, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler
- 14. Juli: Julian Bethwaite, Konstrukteur von Segeljollen insbesondere Skiffs aus Sydney
- 16. Juli: Adam Robak, polnischer Florettfechter
- 18. Juli: Edmund Becker, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 23. Juli: Rufus Beck, deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 23. Juli: Theo van Gogh, niederländischer Filmregisseur, Publizist und Satiriker († 2004)
- 24. Juli: Pam Tillis, US-amerikanische Country-Sängerin
- 25. Juli: Steve Podborski, kanadischer Skirennläufer
- 26. Juli: Eugen Ray, deutscher Leichtathlet († 1986)
- 26. Juli: Nana Visitor, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. Juli: Hansi Müller, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 28. Juli: Oscar Muller, französischer Fußballspieler († 2005)
- 29. Juli: Ulrich Tukur, deutscher Schauspieler und Musiker
- 29. Juli: Thomas Borer, Schweizer Botschafter in Deutschland
- 30. Juli: Ingo Schmitt, deutscher Europaabgeordneter
- 30. Juli: Detlev Müller-Siemens, deutscher Komponist und Dirigent
- 1. August: Beate Merk, deutsche Politikerin
- 1. August: Klaus Brähmig, deutscher Politiker
- 3. August: Bodo Rudwaleit, deutscher Fußballer
- 4. August: Olaf Beyer, deutscher Mittelstreckenläufer
- 6. August: James McGreevey, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von New Jersey
- 7. August: Harald Effenberg, deutscher Schauspieler
- 9. August: Paul Frommelt, ehemaliger Skirennfahrer aus Liechtenstein
- 9. August: Melanie Griffith, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 10. August: Ronald Borchers, deutscher Fußballspieler
- 11. August: Ian Stuart Donaldson, Sänger und „Kopf“ der neonazistischen Skinband Skrewdriver († 1993)
- 11. August: Richie Ramone, US-amerikanischer Schlagzeuger bei den Ramones
- 12. August: Wolfram Paulus, österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 17. August: Ralf Richter, deutscher Schauspieler
- 17. August: Robin Cousins, englischer Eiskunstläufer
- 17. August: Boris Nemsic, österreichischer Manager bosnischer Herkunft
- 18. August: Tan Dun, chinesischer Komponist und Dirigent
- 18. August: Harald Schmidt, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Moderator
- 18. August: Carole Bouquet, französische Schauspielerin
- 19. August: Rudolf Bommer, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 19. August: Engelbert Hüging, deutscher Tischtennisspieler
- 21. August: Peter Clarke, britischer Schlagzeuger
- 21. August: John Howe, kanadischer Buchillustrator
- 22. August: Steve Davis, englischer Snooker-Spieler
- 22. August: Hiltrud Breyer, deutsche Politikerin und MdEP
- 23. August: Heidemaria Onodi, österreichische Politikerin
- 24. August: Stephen Fry, britischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur
- 24. August: Norbert Trieloff, deutscher Fußballer
- 25. August: Kai Taschner, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 26. August: Christian Schmidt (CSU), deutscher Politiker und MdB
- 26. August: Dr. Alban, Pop-Musiker, Rapper und Musikproduzent
- 27. August: Bernhard Langer, deutscher Golfspieler
- 28. August: Christoph Konrad, deutscher Europaabgeordneter
- 29. August: Dmitri Dmitrijewitsch Swetschnikow, Künstler der abstrakten Malerei
- 29. August: Miki Malör, österreichische Theatermacherin
- 29. August: Grzegorz Ciechowski, polnischer Rockmusiker († 2001)
- 31. August: Walter Brookmann, deutscher Politiker
- 31. August: Uwe Hobler, deutscher Politiker
- 1. September: Gloria Estefan, kubanische Sängerin
- 2. September: Ingrid Auerswald, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2. September: Steve Porcaro, Keyboarder, Songwriter und Gründungsmitglied der Rockband Toto
- 4. September: Patricia Tallman, eine US-amerikanische Schauspielerin, Stuntwoman
- 6. September: José Sócrates Carvalho Pinto de Sousa, portugiesischer Politiker und Ministerpräsident
- 8. September: David Carson, US-amerikanischer Typograf, Grafiker, Designer, Lehrer und Surfer
- 8. September: Heather Thomas, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. September: Paweł Huelle, polnischer Schriftsteller
- 11. September: Preben Elkjær Larsen, dänischer Fußballspieler
- 12. September: Rachel Ward, britisch-australische Filmschauspielerin
- 12. September: Hans Zimmer (Komponist), deutscher Komponist
- 17. September: Christian Loidl, deutscher Schriftsteller und Performer († 2001)
- 17. September: Andris Piebalgs, lettischer Diplomat, Politiker und EU-Kommissar
- 20. September: Peter Schneider (Psychoanalytiker), Psychoanalytiker und Radiokolumnist
- 21. September: Ernst Höfner (Sportler), Eishockeyspieler und -trainer
- 21. September: Sidney Moncrief, US-amerikanischer Basketballspieler
- 22. September: Nick Cave, australischer Musiker, Texter, Dichter und Schauspieler
- 22. September: Giuseppe Saronni, italienischer Radrennfahrer
- 23. September: Gerold Wucherpfennig, deutscher Politiker
- 23. September: Suzanne von Borsody, Schauspielerin
- 24. September: Wolfgang Wolf, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 25. September:
Deutschland
Deutschland (die Langform der amtlichen Staatsbezeichnung lautet Bundesrepublik Deutschland) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa und hat gemeinsame Grenzen mit Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden. Im Norden bilden die Nordsee und die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen.
Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin; einige Bundesministerien befinden sich in der Bundesstadt Bonn, dem ehemaligen Regierungssitz. Das politische System ist föderal und als parlamentarische Demokratie organisiert: Nach Artikel 20 des Grundgesetzes versteht sich Deutschland als demokratischer und sozialer Bundesstaat und Rechtsstaat. Dieser Bundesstaat besteht aus 16 teilsouveränen Bundesländern. Deutschland ist mit über 82 Mio. Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Europas. Die Bundesrepublik Deutschland ist unter anderem Mitglied der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der NATO und der G8.
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Geografie
Lage
Deutschland liegt in Mitteleuropa zwischen 47°16′15″ und 55°05′33″ nördlicher Breite und 5°52′01″ und 15°02′37″ östlicher Länge. Die Nord-Süd-Ausdehnung reicht von List auf Sylt (Schleswig-Holstein) bis Oberstdorf (Bayern) und beträgt 876 km; die West-Ost-Ausdehnung zwischen der Gemeinde Selfkant (NRW) und Deschka (Sachsen) beträgt 640 km.
Nachfolgend sind die an Deutschland angrenzenden Staaten und Meere im Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge (insgesamt 3.757 km lang) ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben.
Im Norden grenzt Deutschland an Dänemark (67 km), im Nordosten an Polen (442 km), im Osten an Tschechien (811 km), im Südosten an Österreich (815; ohne Grenze im Bodensee), im Süden an die Schweiz (316 km; mit Grenzen der Exklave Büsingen, aber ohne Grenze im Bodensee), im Südwesten an Frankreich (448 km), im Westen an Luxemburg (135 km) und Belgien (156 km) und im Nordwesten an die Niederlande (567 km). Während im Nordwesten die Küsten der Nordsee und im Nordosten die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen bilden, hat Deutschland im Süden Anteil an den Alpen.
Exklaven
Eine Exklave Deutschlands ist das am Hochrhein gelegene Büsingen, das zum Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg gehört. Sie ist 7,62 km² groß und gänzlich von den drei Schweizer Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich umgeben.
Daneben existiert eine zweite Exklave auf irischem Territorium, unweit von Dublin. Es handelt sich um einen Friedhof, auf dem während des Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten beerdigt wurden. Um nach dem Krieg eine kostspielige und aufwändige Überführung der Leichen zu vermeiden, wurde das Gebiet an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.
Mittelpunkt Deutschlands
Der geographische Mittelpunkt Deutschlands liegt laut dem Statistischen Jahrbuch Deutschland (Stand: 2000) in der Gemeinde Niederdorla im westlichen Thüringen auf der .
Großlandschaften
Die landschaftlichen Großräume unterscheiden sich vor allem in der Abfolge von Nord nach Süd, da das Gelände nach Süden hin tendenziell höher und steiler wird. Der nördliche Teil Deutschlands, die Norddeutsche Tiefebene, ist ein hauptsächlich von den Eiszeiten geformtes Tiefland, an das sich nach Süden die bewaldeten Mittelgebirge im Zentrum und in südlicheren Teilen des Landes anschließen. Insbesondere in Bayern, aber auch in Baden-Württemberg, gehen diese Landschaften in das relativ hoch liegende Nördliche Alpenvorland und dies wiederum in das Hochgebirge der Alpen über.
Geologie
Deutschland ist geologisch vielgestaltig. Während die glazial geprägten Landschaften, die Flussniederungen und -becken erst ab dem Tertiär ihre Gestalt annahmen, sind die Mittelgebirge deutlich älteren Datums.
Die kristallinen Rumpfgebirge (z. B. der Schwarzwald) sind bereits im Erdaltertum entstanden und bestehen hauptsächlich aus metamorphem und Tiefengestein wie Gneisen und Granit. Ähnlich alt ist das Rheinische Schiefergebirge, dessen Entstehung auf Silur und Devon zu datieren ist. An dessen Nordrand finden sich auch Formationen aus dem Karbon, in denen die gewaltigen Steinkohlevorkommen im Ruhrgebiet eingelagert waren.
Die süddeutsche Landschaft ist größtenteils auf die Entwicklungen im Erdmittelalter zurück zu führen: Während die Pfalz, Thüringen, Teile Bayerns und Sachsens geologisch im Trias gebildet wurden, ist die sich quer durch den süddeutschen Raum ziehende Schwäbische und Fränkische Alb ein Ergebnis der Auffaltung und Hebung von Meeresboden aus dem Jurazeitalter. Erstere Regionen weisen Sandstein, letztere Kalkstein als vorherrschende geologische Formation auf.
Vulkanismus wird in Deutschland nicht beobachtet. Dennoch findet sich in einigen Gebieten vulkanisches Gestein aus früherer Aktivität, insbesondere in der Vulkaneifel und auf dem Vogelsberg in Hessen. Auch Erdbeben mit schweren Folgen kommen praktisch nicht vor, da Deutschland vollständig auf der Eurasischen Platte liegt. Das Land wird daher nicht von Grenzen zwischen aneinander anstoßenden großen Platten der Erdkruste durchzogen.
Dennoch ist der Rheingraben in Nordrhein-Westfalen als mäßig gefährdete Erdbebenzone eingestuft, die sich bis in die Nachbarländer Belgien und Niederlande erstreckt (siehe auch Erdbebengebiet Kölner Bucht).
Gewässer
Erdbebengebiet Kölner Bucht bei Koblenz (Deutsches Eck)]]
Deutschland grenzt mit den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein an die Nordsee. Diese ist ein Randmeer des Atlantiks und das am dichtesten befahrene Seegebiet der Erde. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein liegen an der Ostsee, einem Binnenmeer, das über den Skagerrak mit der Nordsee verbunden ist. Der Tidenhub an der Ostsee ist wesentlich geringer als an der Nordsee.
Die deutschen Flüsse gehören zu sechs großen Flusssystemen, deren Einzugsbereiche fast die gesamte Fläche einnehmen. Diese sind der Rhein, die Donau, die Elbe, die Oder, die Weser, und die Ems. Der längste dieser Flüsse ist die Donau; sie ist mit 2.845 km ab dem Zusammenfluss von Brigach, Breg und der Donauquelle in Donaueschingen beziehungsweise 2.888 km ab der Breg-Quelle am Rande des Schwarzwaldes nach der Wolga der zweitlängste Strom in Europa. Allerdings verläuft nur ein kleiner Teil der Donau-Gesamtstrecke durch Deutschland. Die Donau mündet ins Schwarze Meer.
Alle anderen deutschen Flüsse entwässern in die Nord- oder Ostsee. Der Abschnitt der Europäischen Wasserscheide durch Deutschland verläuft östlich des Oberrheingrabens über den Hauptkamm des Schwarzwaldes, danach folgt sie der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Der Rhein ist von diesen Strömen derjenige, der die längste Strecke innerhalb Deutschlands zurücklegt: Von seinem 1.320 km langen Flusslauf führen 852 km durch Deutschland. Er hat zudem für die Deutschen eine identitätsstiftende Rolle inne, die sich aus der Geschichte und zahlreichen Mythen und Sagen speist. Auch seine wirtschaftliche Funktion ist bedeutend: er ist eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas.
Die Elbe entspringt im Riesengebirge an der Grenze Tschechiens zu Polen und mündet nach ungefähr 1.165 km – davon 770 km in Deutschland – bei Cuxhaven in die Nordsee. Sie gehörte zeitweilig zu den am meisten mit Schadstoffen belasteten Flüssen Europas, doch mittlerweile hat sich die Wasserqualität deutlich verbessert.
Die Oderquellen befinden sich in den tschechischen Beskiden. Nach wenigen Kilometern fließt die Oder nach Polen und in ihrem Mittellauf durch Schlesien. In ihrem Unterlauf bildet sie die deutsch-polnische Grenze um dann wieder in Polen bei Stettin in das Stettiner Haff zu münden. Als Swine fließt sie schließlich zwischen den Inseln Usedom und Wollin durch Swinemünde in die Ostsee.
Die Weser speist sich aus den Flüssen Werra und Fulda und entwässert den mittleren Teil Deutschlands. Die Einzugsgebiete von Oder und Ems liegen im äußersten Osten bzw. Westen.
Die Seen in Deutschland sind größtenteils in der Folge der Eiszeit entstanden, nach deren Ende sich ehemalige Gletschertäler (Gletscher- und Gletscherwasserabflussrinnen) teilweise mit Wasser füllten. Daher finden sich die meisten der großen Seen in ehemals von Inlandeis bedeckten Gebieten oder deren Vorland, insbesondere in Mecklenburg und dem Alpenvorland. Der größte mit deutschem Anteil ist der Bodensee, an den auch Österreich und die Schweiz grenzen. Der größte vollständig zu deutschem Staatsgebiet gehörende See ist die Müritz, die Teil der mecklenburgischen Seenplatte ist.
Siehe auch: Liste der Flüsse in Deutschland, Liste der Seen in Deutschland
Gebirge und Senken
Liste der Seen in Deutschland
Die Alpen sind das einzige Hochgebirge, an dem Deutschland Anteil hat. Hier befindet sich mit der Zugspitze (2.962 m) der höchste Berg Deutschlands. Die Mittelgebirge nehmen tendenziell von Nord nach Süd an Höhe und Ausdehnung zu. Höchster Mittelgebirgsgipfel ist der Feldberg im Schwarzwald mit 1.493 m, gefolgt vom Großen Arber im Bayerischen Wald mit 1.453 m. Gipfel über 1.000 m erreichen außerdem das Erzgebirge, das Fichtelgebirge, die Schwäbische Alb und als Sonderfall der Harz, der sich recht isoliert als nördlichstes Mittelgebirge in Deutschland mit dem Brocken auf 1.141 m erhebt. Nördlich der Mittelgebirgsschwelle erheben sich nur noch vereinzelte Formationen über 100 m, von denen der Hagelberg im Fläming mit 200 m die höchste ist.
Details finden sich in der Liste der höchsten Berge Deutschlands und der Liste der Gebirge Deutschlands.
Die niedrigste begehbare Landesstelle Deutschlands liegt bei 3,54 m unter Normalnull in einer Senke bei Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch (Schleswig-Holstein). Ebenfalls in diesem Bundesland befindet sich die tiefste Kryptodepression: Sie liegt mit 39,10 m u. NN am Grund des Hemmelsdorfer Sees nord-nordöstlich von Lübeck. Die tiefste künstlich geschaffene Stelle liegt bei 293 m u. NN am Grund des Tagebau Hambach östlich von Jülich in Nordrhein-Westfalen.
Inseln
Jülich
Gemessen an der Küstenlinie verfügt Deutschland über eine beachtliche Zahl an Inseln. Diese sind in der Nordsee meist in Form von Inselketten dem Festland vorgelagert und stellen Festlandsreste dar, die durch Landsenkung und nachfolgende Überflutung von der Küste getrennt wurden. Unterteilt werden sie in die nordfriesischen und die ostfriesischen Inseln, die Bestandteil des deutschen Wattenmeeres sind. Die nordfriesischen Inseln gehören zu Schleswig-Holstein und bestehen aus den größeren Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm und Nordstrand sowie den wesentlich kleineren Halligen. Die zu Niedersachsen gehörenden ostfriesischen Inseln sind von Aufbau und Größe sehr ähnlich. Größte dieser Inseln ist Borkum. Einen Sonderfall stellt die weiter in der Nordsee gelegene Insel Helgoland dar, die Deutschlands einzige Hochseeinsel ist.
Die Inseln in der Ostsee liegen an der deutschen Boddenküste, sind tendenziell größer und weisen ein stärker bewegtes Relief auf. Die größte dieser Inseln und gleichzeitig größte deutsche Insel ist Rügen, gefolgt von Usedom, deren Ostzipfel bereits zu Polen gehört. Wie die Nordseeinseln sind auch die Ostseeinseln beliebte Reiseziele und von bekannten Seebädern gesäumt.
Auch in einigen deutschen Binnengewässern gibt es Inseln, von denen die bekanntesten Mainau und Reichenau im Bodensee sowie Herrenchiemsee im Chiemsee sein dürften. Für die vollständige Aufführung aller Inseln siehe: Liste deutscher Inseln
Klima
Deutschland gehört zur gemäßigten Klimazone Mitteleuropas im Bereich der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima in Westeuropa und dem kontinentalen Klima in Osteuropa. Das Klima wird unter anderem vom Golfstrom beeinflusst, der die klimatischen Werte für die Breitenlage ungewöhnlich mild gestaltet.
Extreme Wetterbedingungen wie langanhaltende Dürren, Tornados, strenger Frost oder extreme Hitze sind vergleichsweise selten. Gelegentlich treten jedoch Stürme auf, die in den Jahren 2000 und 2002 zu schweren Schäden geführt haben. Regelmäßig ereignen sich auch Hochwasser, die nach intensiven Regenperioden im Sommer (Oderhochwasser 1997, Elbehochwasser 2002) oder nach der Schneeschmelze im Winter zu Überschwemmungen und erheblichen Zerstörungen führen können. Dass es am Rhein häufiger zu Hochwasser kommt, liegt wahrscheinlich an der im 19. Jahrhundert unter der Leitung von Tulla durchgeführten Rhein-Begradigung, die weitgehend zur Beseitigung der früheren Rheinauen geführt hat. Dürren betreffen hauptsächlich den Nordosten Deutschlands, können zuweilen aber auch das ganze Land in Mitleidenschaft ziehen, wie zuletzt während der Hitzewelle 2003.
Die Klimadaten betragen (gemittelte Werte der Jahre 1961–1990):
Quelle: [http://www.cru.uea.ac.uk/~timm/cty/obs/TYN_CY_1_1.html Tyndall Centre for Climate Change Report]
Die deutschlandweiten Klimamittel werden je nach Region teils erheblich über- oder unterschritten. Die höchsten Jahrestemperaturen verzeichnet Südbaden mit über 11 °C, während in Oberstdorf der Durchschnitt unter 6 °C liegt. Zudem zeichnet sich ein allgemeiner Trend zu höheren Temperaturen ab: Nach Angabe des Deutschen Wetterdienstes lagen in 14 der 15 Jahre seit 1990 die Durchschnittstemperaturen über dem langjährigen Mittel von 8,3 °C, im Jahr 2000 wurden sogar 9,9 °C erreicht. Insbesondere die Sommer sind deutlich wärmer geworden. Zudem verfrüht sich der Frühlingseinzug im Schnitt um fünf Tage pro Jahrzehnt. Zugvögel halten sich fast einen Monat länger in Deutschland auf als noch in den siebziger Jahren.
Böden und Flächennutzung
Die Zusammensetzung und Qualität der Böden ist regional sehr unterschiedlich. In Norddeutschland bildet ein küstennaher Gürtel aus fruchtbaren Marschböden die Grundlage für ertragreiche Landwirtschaft, während die dahinter liegende, eiszeitlich geprägte Geest nur sehr magere Böden aufweist. In der Lüneburger Heide ist dieser durch jahrhundertelange Weidewirtschaft zum Podsol degeneriert, so dass Ackerbau kaum möglich ist. Sehr unergiebig sind auch die Gebiete der Alt- und Jungmoränenlandschaft, in denen sich Flugsand angelagert hat. Brandenburg beispielsweise war schon in historischer Zeit als des „Heiligen Reiches Streusandbüchse“ berüchtigt. Zwischen der Moränenlandschaft und der Mittelgebirgsstufe zieht sich von West nach Ost eine Reihe von Börden: In diesen Gebieten ist durch eiszeitliche Lössablagerungen äußerst fruchtbarer Boden entstanden. Dieser besteht zumeist aus Braunerden, im Osten teils auch aus Schwarzerden und wird intensivst landwirtschaftlich genutzt. In den Mittelgebirgen herrschen magere Böden vor, die landwirtschaftlich nur extensiv bewirtschaftet werden. Die weitaus größte Fläche ist bewaldet. Ergiebige Böden finden sich in Süddeutschland insbesondere entlang der Flüsse Rhein, Main und Donau.
Insgesamt werden 53,5 % der deutschen Fläche landwirtschaftlich genutzt, Wälder bedecken weitere 29,5 %. Aufgrund hoher Bevölkerungsdichte und Mobilität macht die Siedlungs- und Verkehrsfläche stolze 12,3 % aus (Tendenz weiterhin steigend). Wasserflächen kommen auf 1,8 %, die restlichen 2,4 % verteilen sich auf sonstige Flächen, zumeist Ödland.
Politik
Hauptartikel: Politisches System Deutschlands
Staatsorganisation
Hauptartikel: Politisches System Deutschlands
Hauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin. Nach Artikel 20 GG ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer, sozialer und rechtsstaatlicher Bundesstaat. Es gibt 16 teilsouveräne Bundesländer, von denen einige wiederum in Regierungsbezirke untergliedert sind. Die staatliche Ordnung regelt das Grundgesetz. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident mit repräsentativen Aufgaben. Protokollarisch gesehen folgen ihm der Präsident des Deutschen Bundestages, der Bundeskanzler und der jeweils amtierende Bundesratspräsident, der gemäß dem Grundgesetz den Bundespräsidenten vertritt. Der Regierungschef Deutschlands ist der Bundeskanzler. Er besitzt die Richtlinienkompetenz für die Politik der Bundesregierung (Kanzlerdemokratie).
Bundesregierung
Als Bundesstaat ist Deutschland föderal organisiert, d. h. es gibt zwei Ebenen im Politischen System: die Bundesebene, die den Gesamtstaat Deutschland nach außen vertritt, und die Länderebene, die in jedem Bundesland einzeln existiert. Jede Ebene besitzt eigene Staatsorgane der Exekutive (ausführende Gewalt), Legislative (gesetzgebende Gewalt) und Judikative (rechtsprechende Gewalt). Siehe auch: Gewaltenteilung
Bundestag und Bundesrat entscheiden gemeinsam über die Gesetze des Bundes und haben die Befugnis mit Zweidrittelmehrheit in beiden Organen das Grundgesetz, die Verfassung Deutschlands, zu ändern. In den Bundesländern entscheiden die Länderparlamente über die Gesetze ihres Landes. Obwohl die Abgeordneten der Parlamente nach dem Grundgesetz nicht weisungsgebunden sind, dominieren Vorentscheidungen in den Parteien die Gesetzgebung.
Parteien]
Die Exekutive wird auf Bundesebene durch die Bundesregierung gebildet, die durch den Bundeskanzler geleitet wird. Auf der Ebene der Bundesländer leitet der Ministerpräsident (bzw. der Bürgermeister der Stadtstaaten) die Exekutive. Die Verwaltungen des Bundes und der Länder werden jeweils durch die Fachminister geleitet, sie stehen an der Spitze der Behörden.
Wie in anderen Ländern auch, spielen Verbände im politischen System eine wichtige Rolle. Mit ihrer Lobbyarbeit versuchen sie, die Politik in die Richtung ihrer Interessen zu bewegen. Die Sinnhaftigkeit dieser Tätigkeiten ist nicht unumstritten und unterliegt häufiger Kritik insbesondere der durch die Lobbyarbeit jeweils negativ betroffenen anderen Verbände.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Die Obersten Gerichtshöfe des Bundes sind der Bundesgerichtshof mit Hauptsitz in Karlsruhe, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt, das Bundessozialgericht in Kassel und der Bundesfinanzhof in München. Der Großteil der Rechtsprechung liegt in der Verantwortung der Bundesländer. Die Bundesgerichte sind fast immer nur Revisionsinstanz und prüfen die Entscheidungen der Landesgerichte auf formelle und materielle Rechtmäßigkeit.
Siehe auch: Grundgesetz
Bundesländer
Parteienlandschaft
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) wurde 1945 als überkonfessionelle Nachfolgepartei bürgerlicher und religiös geprägter Parteien gegründet. In ihr vereinigten sich vor allem Kräfte aus der Zentrumspartei. Sie ist konservativ geprägt. Mit der Ausnahme Bayerns ist die CDU im gesamten Bundesgebiet vertreten.
Die Christlich Soziale Union (CSU) hat eine ähnliche konservative Ausrichtung, wirkt aber nur in Bayern. Gemeinsam bilden beide Parteien im Deutschen Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft, zusammen werden sie „die Union“ oder auch „Unionsparteien“ genannt.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) existiert einschließlich ihrer Vorläuferorganisationen seit 1863, und ist damit die älteste bis heute existierende politische Partei Deutschlands. Sie hat die Tradition der Sozialdemokratie begründet. Nach Verbot in der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie 1945 wiedergegründet. Sie versteht sich seit ihrem Godesberger Programm von 1959 auch offiziell nicht mehr nur als Arbeiterpartei, sondern als eine Volkspartei, die für breite Schichten wählbar sein will. Ihr Bekenntnis lautet „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) wurde 1948 gegründet und beruft sich in ihrem Selbstverständnis auf die Tradition des deutschen Liberalismus, der sich bereits 1861 mit der Deutschen Fortschrittspartei in Preußen als erste politische Partei Deutschlands im heute verstandenen Sinn organisiert hatte, sich wenige Jahre darauf jedoch in sich gegeneinander konkurrierende unterschiedliche Parteien aufgespalten hatte. Die moderne FDP steht insbesondere in Wirtschafts-, aber auch in Bürgerrechtsfragen für mehr Freiheiten und Verantwortung des Einzelnen, sowie für eine stärkere Zurückhaltung des Staates - insbesondere bei wirtschaftlichen Belangen. Sie war mit insgesamt 42 Jahren am längsten als kleinerer Koalitionspartner sowohl der CDU/CSU als auch der SPD an der Regierungsverantwortung der Bundesrepublik beteiligt.
Die Grünen entstanden als bundesweite Partei 1979/80 aus den damals neuen sozialen Bewegungen, beispielsweise der modernen Frauenbewegung, der Friedens- und der Ökologiebewegung der 1970er Jahre. 1983 zogen sie erstmals in den Bundestag ein. 1990 schlossen sie sich mit der ostdeutschen Bürgerbewegung Bündnis 90 zu Bündnis 90/Die Grünen zusammen.
Die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) war die Rechtsnachfolgerin der in der DDR allein herrschenden SED. Inhaltlich beruft sich die Partei auf sozialistische Ideale, und steht im Parteienspektrum des Bundestags links von der SPD. Bedeutendere Wahlerfolge für die PDS blieben zunächst auf Ostdeutschland beschränkt. 2005 wurde aus Protest gegen die Reformpolitik der rot-grünen Bundesregierung die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) auf Initiative von Gewerkschaftern und enttäuschten vormaligen SPD-Mitgliedern gegründet. Für die Bundestagswahl 2005 öffnete die PDS ihre Listen für WASG-Mitglieder. Aus diesem Grund hat sich die PDS inzwischen in Die Linkspartei. umbenannt. Beide Parteien streben eine Vereinigung an.
Rechtsextreme Parteien waren, von der Deutschen Reichspartei im Ersten Bundestag (1949–1953) abgesehen, nie im deutschen Bundestag vertreten, konnten aber auf Landesebene zeitweise in Parlamente einziehen. Eine relative Blütezeit erlebten sie Ende der 1960er und seit der Wiedervereinigung. Parteien dieser Richtung sind Die Republikaner, die Deutsche Volksunion (DVU) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD).
Es gibt zahlreiche regionale Parteien und „Splitterparteien“, deren politischer Einfluss auf Bundesebene aber durch die Sperrklausel der 5%-Hürde in der Regel auf außerparlamentarische Aktivitäten beschränkt ist. Die Ausnahmeregelung, über Direktmandate in den Bundestag einzuziehen, ist für diese ebenso fast unmöglich. Im Landtag von Schleswig-Holstein ist jedoch aufgrund einer Sonderregelung für die dänische Minderheit der Südschleswigsche Wählerverband gesetzlich garantiert vertreten.
In der Geschichte der Bundesrepublik gab es mehrere Parteiverbote, gegen die rechtsradikale SRP 1952 und gegen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1956. Ein Verbotsantrag gegen die NPD scheiterte 2004 unter anderem wegen Versagens des Bundesamtes für Verfassungsschutz.
Nahezu allen einflussreichen Parteien stehen – mehr oder weniger selbständig – Jugendorganisationen zur Seite. Die wichtigsten sind die Junge Union (CDU/CSU), die Jusos (SPD), die Jungen Liberalen (FDP), die Grüne Jugend (Bündnis 90/Die Grünen) sowie ['solid] (Die Linkspartei.).
Siehe auch: Politische Parteien in Deutschland, Geschichte der Parteien in Deutschland, Politisches Spektrum, Bundestagswahl 2005
Außenpolitik
Die wichtigsten Leitlinien bundesdeutscher Außenpolitik sind die Westbindung und die europäische Integration. Deutschland hat am Aufbau europäischer Organisationen einen entscheidenden Anteil; Ziel war dabei auch, den Nachbarn Angst vor Deutschland zu nehmen und die Beschränkungen durch die Besatzungsmächte überflüssig zu machen. Die Bundesrepublik ist seit 1950 Mitglied des Europarates und unterschrieb 1957 die Römischen Verträge, den Grundstein für die heutige Europäische Union. Zentraler Aspekt für die Sicherheitspolitik und Ausdruck der Westbindung ist die Mitgliedschaft in der NATO, der die Bundesrepublik 1955 beitrat.
Während des Kalten Kriegs war der Spielraum deutscher Außenpolitik begrenzt. Als eines der wichtigsten Ziele galt die Wiedervereinigung. Militäreinsätze im Ausland kamen nicht in Frage. Laut Grundgesetz darf sich die Bundeswehr an Angriffskriegen nicht beteiligen, ihre Aufgabe besteht lediglich in der Landes- und Bündnisverteidigung. Durch die von Deutschland initiierte Ostpolitik unter der Devise Wandel durch Annäherung, die zunächst von wichtigen Verbündeten sehr skeptisch betrachtet wurde, konnten dennoch eigenständige politische Akzente gesetzt werden. Später wurde diese Politik als erfolgreich angesehen.
Seit der Wiedervereinigung hat Deutschland seine außenpolitischen Grundsätze erweitert und einen Weg zu größerer internationaler Verantwortung eingeschlagen. So nimmt die Bundeswehr seit 1991 mit Zustimmung des Bundestages und zusammen mit verbündeten Armeen an verschiedenen friedenserhaltenden und -erzwingenden Einsätzen auch außerhalb Deutschlands und des Territoriums der Nato-Verbündeten teil (Out-Of-Area-Einsätze).
Traditionell spielt Deutschland zusammen mit Frankreich eine führende Rolle in der Europäischen Union. Deutschland treibt die Bemühungen voran, über die Wirtschafts- und Währungsunion hinaus ein einheitliches und wirkungsvolles System der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik zu schaffen. Weitere außenpolitische Ziele sind die Verwirklichung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz sowie die weltweite Anerkennung des Internationalen Strafgerichtshofs. Bedeutendes Interesse hat Deutschland auch an einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts. Aufgrund der schwierigen Materie und den Begrenzungen deutscher Politik besteht der Beitrag vor allem in der Bereitstellung informeller Kontaktmöglichkeiten zwischen den beteiligten Parteien. Die Bundesregierung lehnte den Irak-Krieg 2003 ab, da sie die Existenz von Massenvernichtungswaffen bezweifelte, eine diplomatische Lösung bevorzugte und um erhebliche Gefahren für die politische Stabilität des gesamten als fragil eingestuften Raumes fürchtete. Dafür wurde sie von wichtigen Verbündeten stark kritisiert. Zusammen mit den Verbündeten Großbritannien und Frankreich bemüht sich die Bundesrepublik, den Iran im Dialog dazu zu bewegen, auf die Weiterführung seines Atomprogramms zu verzichten. Die Bundesregierung strebt einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an. Die Durchsetzung dieses Zieles wird jedoch aufgrund des Widerstands anderer, teils verbündeter Staaten erschwert und hat nur geringe Aussicht auf Erfolg. So würden zwar Frankreich und Großbritannien die G4 Staaten (Deutschland, Indien, Japan und Brasilien) grundsätzlich unterstützen; jedoch fehlt Deutschland die Zustimmung der USA, so wie Japans Beitritt durch China blockiert wird.
Militär
Vereinten Nationen
Vereinten Nationen]
Hauptartikel: Bundeswehr
Nach ihrer Gründung 1949 hatte die Bundesrepublik Deutschland zunächst keine eigenen Streitkräfte. Unter dem Eindruck des Koreakrieges und der als aggressiv empfundenen sowjetischen Politik in Osteuropa trat die Bundesrepublik 1955 der NATO bei und stellte Streitkräfte auf. Nach der Wiedervereinigung wurden Teile der Nationalen Volksarmee der DDR in diese Streitkräfte eingegliedert.
Die als Bundeswehr bezeichnete militärische Gesamtorganisation besteht aus den Streitkräften und ihrer Verwaltung. Die Streitkräfte gliedern sich in die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine und die unterstützenden Organisationsbereiche Streitkräftebasis und Zentraler Sanitätsdienst.
In der Bundeswehr dienten im April 2005 257.000 Soldaten und 125.000 zivile Mitarbeiter. Seit 2001 haben auch Frauen uneingeschränkten Zugang zum Dienst in den Streitkräften. Ihr Anteil beträgt 6,2 % der Soldaten (Stand 2005). Die Bundesrepublik Deutschland gab im Jahr 2004 24,4 Mrd. Euro für die Bundeswehr aus, womit sie im internationalen Vergleich nach absoluten Ausgaben den sechsten Platz und im Vergleich zum jeweiligen BIP einen Platz im letzten Drittel der NATO belegt. Das wird von einigen als zu wenig angesehen, vor allem, da die Bundeswehr sich nach dem Kalten Krieg auf erheblich veränderte Aufgaben einstellen muss.
Auf dem US-Stützpunkt Ramstein und dem Luftwaffenstützpunkt Büchel (in Rheinland-Pfalz) sind heute noch 65 US-amerikanische Wasserstoffbomben stationiert, an deren Einsatzplanung Deutschland im Rahmen der nuklearen Teilhabe beteiligt ist.
Geschichte
Der Hauptartikel Geschichte Deutschlands vermittelt einen detaillierten Überblick. Zum mittelalterlichen Deutschland siehe Deutschland im Mittelalter. Für die Entwicklung der neuen deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg siehe die Artikel Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Geschichte der DDR.
Frühgeschichte und Antike
Geschichte der DDR
Die ältesten Siedlungsbelege auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland sind etwa 700.000 Jahre alt, seit rund 500.000 Jahren geht man von einer dauerhaften Besiedlung aus. In Deutschland existieren bedeutende Fundstätten aus der Urzeit: Nach dem Neanderthal in Mettmann ist der frühe menschliche Vertreter der Gattung Homo sapiens neanderthalensis, dem Neanderthaler, benannt. Diese wurden vor etwa 40.000 Jahren von dem zugewanderten Homo sapiens sapiens, dem modernen Menschen, verdrängt. In der Jungsteinzeit entwickelten sich Ackerbau, Viehzucht und feste Siedlungsplätze. Aus dieser Zeit sind einige bedeutende kulturelle Funde erhalten, etwa die Venus von Willendorf und die Himmelsscheibe von Nebra, die darauf deutet, dass schon um 2000 vor Christus in dieser Region Astronomie betrieben wurde.
Erste schriftliche Erwähnung finden keltische und germanische Stämme bei den Griechen und Römern in der vorchristlichen Zeit. Um 500 vor Christus war das heutige Süddeutschland keltisch und das heutige Norddeutschland germanisch besiedelt. Die Germanen wanderten im Laufe der Jahrhunderte südwärts, so dass um Christi Geburt die Donau die ungefähre Siedlungsgrenze zwischen Kelten und Germanen war. Sprachforscher vermuten, dass viele Merkmale süddeutscher Dialekte auf keltischen Einfluss zurückgehen. Von 58 v. Chr. bis etwa 455 n. Chr. gehörten die Gebiete links des Rheins sowie südlich der Donau zum Römischen Reich, von etwa 80 bis 260 n. Chr. auch der größte Teil des heutigen Baden-Württemberg südlich des Limes. Die Gebiete im heutigen Deutschland verteilten sich auf die Provinzen Germania Superior, Germania Inferior und Raetia. In diesem Gebiet gründeten die Römer viele Legionslager, die sich später zu Städten entwickelten. Wichtigste Städte zu römischer Zeit waren Köln, Trier (die älteste Stadt Deutschlands) und Augsburg. Zur Sicherung der Grenzen siedelten die Römer befreundete germanische Stämme in den Provinzen an. Außerdem wanderten Siedler aus anderen Teilen des Römischen Reiches, insbesondere aus | | |