:: wikimiki.org ::
| Atomismus |
AtomismusDer Atomismus wird dem Holismus gegenübergestellt. Beides sind Kategorien zur Beschreibung des Verhältnisses von Gesamtheit und Detail bei der Betrachtung komplexer Systeme.
Bekannt ist der Satz von Aristoteles Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile", der in der Biologie zum Beispiel darauf hinweist, dass Leben physikalische und chemische Vorgänge einschließt, deren bloße Nachahmung aber kein Lebewesen "produzieren" könnte.
Kategorie: Erkenntnistheorie
HolismusDer Holismus ( griech. holon: "das Ganze") ist ein radikaler erkenntnistheoretischer Ansatz, der Phänomene in ihrer unteilbaren Ganzheitlichkeit betrachtet und sie in ihrer Bedeutung nicht als die zusammengesetzten Summe von Einzelelemente begreift (siehe auch Emergenz).
Sie bezeichnet die philosophische Position, dass man eine totale Perspektive einnehmen muss, um echtes Verständnis über ein System zu erlangen. Mit total ist gemeint, dass sämtliche Freiheitsgrade des Systems eine Rolle für seine weitere Zukunft spielen. Ebenso ist der Holismus eine philosophische Grundhaltung, die das Primat des Ganzen gegenüber seinen Teilen behauptet; das Ganze wird dabei zu einer mystischen immateriellen Erscheinung, der eine Schöpferkraft innewohnt.
Zu den historischen Auffassungen des Holismus
Diese Auffassung ist in allen Epochen der Philosophiegeschichte in irgend einer Form vertreten, z. B. bei Aristoteles, Thomas von Aquin, G.W. Leibniz, F.W.J. Schelling und G.W.F. Hegel. Es ist dabei gleich, ob die Autoren der neueren Zeit das Ganze als immanenten Zweck der Erscheinung (bei Richard Wolterek als "ontische Zentren", Jan Christiaan Smuts als "Innerlichkeit des Feldes", Bernhard Dürken als "primäre Ganzheit"), andere ihr "transzendentes Ziel" auffassen, dem sich die Erscheinung annähert, ohne es vollkommen erreichen zu können (Gerhart Wolff, Paul Feyerabend, Aloys Wenzl).
In diesem Sinne vertreten alle Neuvitalisten (siehe Neuvitalismus) und Neothomisten (siehe Neuthomismus) einen holistischen Standpunkt, der gegen den Merismus (Wilhelm Roux, August Weismann, Karl Sapper, H.J. Feuerborn) gerichtet ist, der die Ganzheit als Summe ihrer Teile auffasst: Alle Erscheinungen sind mosaikhaft aus Teilen zusammengesetzt.
Zur Prägung des Begriffs "Holismus" und seinen hauptsächlichen Vertretern
Der Terminus Holismus wurde von Jan Christiaan Smuts in seinem Buch "Holism and Evolution" (1926) geprägt, fand also zuerst eine Anwendung in der Biologie, wurde jedoch im Späteren als umfassenderer Standpunkt gewertet. Die wesentlichen Vertreter des Holismus sind
- John Scott Haldane (in: The philosophical Basis of Biology, 1931)
- Adolf Meyer-Abich (in: Naturphilosophie auf neuen Wegen, 1948; Geistesgeschichtliche Grundlagen der Biologie, 1963)
- Douglas_Adams (in: Dirk Gently's Holistic Detective Agency, 1987; dt. Erstausgabe unter dem Titel Der elektrische Mönch)
Die Philosophie der "emergent evolution" (W.M. Wheeler, Alfred North Whithead) entspricht dem Holismus.
Zu den drei Axiomen des Holismus
Der Holismus ist im Wesentlichen durch drei Axiome gekennzeichnet:
- 1. Das Axiom der Ganzheit alles Wirklichen; alles Wirkliche bilde in allen seinen Gestalten und Stufen eine in sich geschlossene und zusammenhängende Ganzheit
- 2. das Axiom von der abgestuften Gliederung des Wirklichen
- 3. das Axiom von der "holistischen Simplifizierbarkeit der höheren Wirklichkeitsstufen in die jeweils niedrigeren" (in: A. Meyer-Abich, Naturphilosophie auf neuen Wegen, 1948)
Die Holisten verstehen sich als Vollender der Bemühungen um die Ganzheitsproblematik, die von Aristoteles, Leibniz, Schelling und Hegel schon betrachtet wurde. Dabei wollen sie den Mechanizismus wie den Vitalismus durch eine "höhere Synthese" überwinden. Ihrer Auffassung nach sehen die Vertreter des Mechanizismus in allen "Wirklichkeitsstufen" die "gleiche Dignität", d. h. Kausalität, Gesetzmäßigkeit u. a. Zugestimmt wird dem Mechanizismus insoweit, wie er biotische und psychologische Ganzheiten aus natürlichen Ursachen erklärt.
Zum Verhältnis des Postulats der verschiedenen Wirklichkeiten im Holismus
Der Neuvitalismus oder (wie die Vertreter meinen) die "pluralistische Auffassung" setze wesensmäßig verschiedene Wirklichkeiten "unableitbar nebeneinander", so dass es viele Kausalitäten, Gesetzmäßigkeiten u. a. gäbe, wie Wirklichkeiten vorhanden sind (physikalische, organismische und psychische Wirklichkeit). Die holistische Auffassung erkennt zwar den qualitativen Unterschied der Wirklichkeitsbereiche an (hierbei stimmt sie mit den Vertretern des Vitalismus überein), wobei es aber nicht möglich sei, die jeweils komplexere Ganzheit aus der einfacheren abzuleiten, "wohl aber ist diese qualitativ in der komplexeren enthalten und aufgehoben" (A. Meyer-Abich, Naturphilosophie..., 1948).
Zum Prinzip der "Simplifizierbarkeit" im Holismus
Hierin äußert sich das oben genannte 3. Axiom des Holismus, das von Schelling übernommene Prinzip der "Simplifizierbarkeit". Mit ihm "steht und fällt der Holismus" (A. Meyer-Abich, Zwischen Scylla und Charybdis, 1935). Nach dieser Auffassung sollen die jeweils niedrigeren Gesetze, Kausalitäten u. a. (z. B. die physikalischen) aus den nächst höheren (z. B. den biotischen) abgeleitet werden. Im Holismus wird die "innere Dynamik" der Dinge verabsolutiert, dadurch wird die Ganzheit zu einem mystischen immatriellen Feld, das der unerkennbare "Träger" aller Eigenschaften des materiellen Systems ist.
Zur Theorie des Feldes im Holismus
In den Strukturen dieses "Feldes" seien Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthalten. "Immaterielle Felder" bilden auch die Qualität anorganischer Systeme ("chemisches Feld", "physikalisches Feld"). Die Wechselwirkung "innerer und äußerer Felder" bewirke eine "fortschreitende Stufung eine holistische Synthese in der Natur" (J.C. Smuts, Die holistsiche Welt, 1938). Die Ganzheit ist also einmal die Kraft, die in die Beziehungen und Funktionen der Teile zweckmäßig eingreift - die Triebkraft der Entwicklung - zum anderen aber auch das im "Feld" vorgebildete "Ziel" der Entwicklung.
Die holistische Entwicklungskonzeption ("schöpferische Evolution") beruht also in letzter Konsequenz auf der Wechselwirkung innerer und äußerer Felder. Dabei ist das immaterielle "innere Feld" die aktive Ganzheitswirkung der materiellen Erscheinung, das "äußere" verbindet die Erscheinung mit seiner Umwelt zu "einer Ganzheit höherer Ordnung". Auf diese Weise ist die gesamte Wirklichkeit ein "universeller, in sich ganzheitlich gegliederter Organismus"(J.S. Haldane, Die Philosophie eines Biologen, 1936). Die "immaterielle Ganzheitskraft" wird zur Ursache des "schöpferischen Verhaltens der Materie".
Zum Postulat eines "schöpferischen Prinzips" als Konsequenz von Teil und Ganzes im Holismus
Aus den ersten Anfängen der Ganzheit wächst nach holistischer Auffassung in einem kontinuierlichen Prozess "die Wirklichkeit Schritt für Schritt an, bis sie eine geistige Welt aufbaut" (J.C. Smuts, Die holistische Welt). Smuts, Meyer-Abich und Haldane vertreten die idealistische Auffassung, dass sich hinter dem Ganzheitsphänomen ein planvoll wirkendes aktives schöpferisches Prinzip verbirgt. Die dialektische These, dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist, wird für die Vertreter des Holismus der Angelpunkt für die Erneuerung einer Ganzheitsmystik.
Politische Konsequenzen des Holismus
Die holistische Denkweise kann politische Konsequenzen haben, denn unter Verwendung der Thesen des Holismus können antidemokratische, extrem nationalistische und kolonialistische Gesellschaftsstrukturen gerechtfertigt werden. So ist der holistische "Überstaat" Ausdruck des Strebens der menschlichen Gemeinschaften nach einer überindividuellen Ganzheit, die die ihr untergeordnete Ganzheit "Persönlichkeit" reguliert. Das dabei entstehende "gesellschaftliche Feld" oder die "gesellschaftliche Atmosphäre" wird zum "Aufsichtssystem", dem alle Mitglieder der Gesellschaft unterliegen.
Auf diese Weise wird das Individuum in ein "Netzwerk von Ansichten" hineingeboren, dem es von der Geburt bis zum Tode nicht mehr entrinnen könne. Smuts benutzte diese Auffassung, um als Premierminister der Südafrikanischen Union (1939 - 1948) das Regime der Rassendiskriminierung zu rechtfertigen. Wie in einem Organismus als Ganzes jedes Teil eine bestimmte Funktion ausüben müsse, so sollte jeder einzelne sich dem "Überstaat" der herrschenden Elite unterordnen. Die Farbigen als Angehörige einer "minderwertigen Rasse" hätten den "weißen Herren" zu dienen, analog bestimmter Organe des Organismus, die anderen untergeordnet sind.
Zur Anwendung der holistischen Methode bei der Erstellung von Weltmodellen
Das unter der Leitung von Michajlo D. Mesarovic und Eduard Pestel 1974 entwickelte Weltmodell wendet die holistische "Simplifizierbarkeit" als Methode an. Die Autoren fordern "eine holistische, alle Lebensaspekte umfassende Betrachtungsweise". (in: Menschheit am Wendepunkt. Weltmodelle und ihre Problematik. Stuttgart 1974). Ihr in allen Regionen wirksames "Subsystem", bestehend aus "Kausalebene, Entscheidungsebene und Normenebene", sei im Sinne des Holismus ganzheitlich wirksam. Die Normenebene nehme die zentrale Stellung in der "Hierarchie der Subsysteme" ein.
Die Entscheidungsebene - "die Ganzheit aller kollektiven Handlungen der in der Region tätigen Entscheidungsträger" - sei aus den in der Normenebene erfassten Normen und Werten politischer Gruppierungen "holistisch" ableitbar. Die Kausalebene wird wiederum durch "holistische Simplifikation" aus der Entscheidungsebene abgeleitet. Wenn die untergeordneten Systeme nur als vom übergeordneten Ganzen her gesteuert verstanden werden, "können die einzelnen Menschen für das proklamierte Wohl des Staates beliebig unterdrückt und ausgebeutet werden". (P. Haas, Kritik der Weltmodelle - philosophischer Aspekt globaler Modellierung, Berlin 1980).
In der Soziologie der USA tritt der Holismus als methodologisches Prinzip auf, das dem Sozialbehavorismus gegenübersteht.
Zur Ablehnung der mystischen These der Wirkungen des Ganzen in der materialistischen Dialektik
Innerhalb der Auffassung der materialistischen Dialektik lässt sich die Gesellschaft nicht auf eine Summe von Individuen reduzieren, aus der sich dann mystische Kräfte entwickeln. Die Gesellschaft bildet vielmehr unter der Berücksichtigung der gewachsenen historischen Eigenheiten einen besonderen sozialen Organismus, der in seiner Entstehung, Funktion und des ständigen Übergangs zu einer anderen Form besonderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt.
Siehe auch
- Reduktionismus
- Ganzheit
- Ganzheitlichkeit
- Goetheanismus
Weblinks
- [http://www.fgbueno.es/ger/agb1990b.htm Gustavo Bueno: Holismus]
Kategorie: Wissenschaftstheorie
Kategorie: Sprachphilosophie
Kategorie:Philosophie des Geistes
Biologie
Biologie bezeichnet die Naturwissenschaft, die sich mit der Organisation und Entwicklung von Individuen, sowie deren Interaktion untereinander und mit ihrer Umwelt beschäftigt. Es ist die Lehre von der lebendigen Natur. Das Wort Biologie setzt sich aus den altgriechischen Wörtern βiοs (bios) = das Leben und λoγοs (logos) = die Lehre zusammen.
Die Biologie ist eine äußerst umfassende Wissenschaft, die sich in viele Fachgebiete unterteilen lässt. Die Betrachtungsebenen reichen von Molekülstrukturen über Zellen, Zellverbände und Gewebe zu komplexen Organismen. In größeren Zusammenhängen untersucht man das Verhalten einzelner Organismen, sowie ihr Zusammenspiel mit anderen und ihrer Umwelt.
Anders als in der Physik und der Chemie kann man biologische Systeme nicht immer mit mathematischen Formeln beschreiben. Trotzdem gibt es allgemeingültige Prinzipien, die überall in der Natur anzutreffen sind: Universalität, Evolution, Diversität, Kontinuität, Homöostase und Interaktion.
Kurze Historie
siehe auch Geschichte der Biologie
Die Lehre vom Leben wurde bereits 600 v.Chr. von Thales von Milet entwickelt, der damals unter anderem glaubte, dass das Leben aus dem Wasser komme. Von der Antike bis ins Mittelalter beruhte die Biologie hauptsächlich auf Beobachtungen der Natur. In die Interpretation flossen häufig Dinge wie die Kraft der Elemente oder eine gewisse Spiritualität ein.
Erst mit Beginn der wissenschaftlichen Revolution begann man sich vom Übernatürlichen zu lösen und beschrieb reine Fakten. Im 16. und 17. Jahrhundert erweiterte sich das Wissen über die Anatomie durch die Wiederaufnahme von Sektionen und neue Erfindungen, wie das Mikroskop, enorm. Die Entwicklung der Chemie brachte auch in der Biologie Fortschritte. Experimente, die zur Entdeckung von molekularen Lebensvorgängen wie der Fermentation und der Photosynthese führten, wurden möglich.
In 19. Jahrhundert wurden die Grundsteine für zwei große neue Zweige der Biologie gelegt: Mendels Arbeiten an Pflanzenkreuzungen begründeten die Vererbungslehre und spätere Genetik und Werke von Lamarck, Darwin und Wallace beschrieben die Evolutionstheorie.
Mit der Weiterentwicklung der Untersuchungsmethoden dringt die Biologie in immer kleinere Dimensionen vor. Das 20. Jahrhundert ist das Zeitalter der Molekularbiologie. Grundlegende Strukturen wie die DNA, Enzyme, Membransysteme und die gesamte Maschinerie der Zelle können selbst auf atomarer Ebene sichtbar gemacht und in ihrer Funktion genauestens aufgeklärt werden.
Mit Beginn des 21. Jahrhunderts beschreitet die Biologie neben dem Beobachten und Beschreiben nun einen neuen Weg. Mit Hilfe der Gentechnik verlässt sie ihren passiven Standpunkt und beginnt die Natur zu verändern. Die Menschheit hat durch die Erkenntnisse der Biologie eine neue Möglichkeit gefunden, die Umwelt den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Genetik
Meilensteine der Biologie
- 600 v.Chr. Thales von Milet - stellt die erste Theorie zur Entstehung des Lebens auf
- 350 v.Chr. Aristoteles - diverse Schriften zur Zoologie
- 50-70 v.Chr.Plinius - veröffentlicht die 37bändige Historia Naturalis zur Botanik und Zoologie
- 1665 Hooke - Beschreibung von Zellen in Korkgewebe
- 1683 van Leeuwenhoek - entdeckt Bakterien, Einzeller und Blutzellen durch Mikroskopie
- 1839 Schwann und Schleiden - Begründer der Zelltheorie
- 1758 Linné - entwickelt die bis heute gültige Taxonomie im Tier- und Pflanzenreich
- 1858 Darwin und Wallace - widerlegen Lamarcks Ansichten und stellen Evolutionstheorie auf
- 1866 Mendel - Arbeiten über Versuche mit Pflanzenhybriden begründen die Genetik
- 1952 Hershey und Chase - identifizieren die DNA als Träger der Erbinformation
Einteilung der Fachgebiete
Chase
Die Biologie als Wissenschaft lässt sich durch die Vielzahl von Lebewesen, Untersuchungstechniken und Fragestellungen nach verschiedenen Kriterien in Teilbereiche untergliedern:
Die verschiedenen Systeme überschneiden sich jedoch, da beispielsweise die Genetik viele Organismengruppen betrachtet und in der Zoologie sowohl die molekulare Ebene der Tiere als auch ihr Verhalten untereinander erforscht wird. Die Abbildung zeigt in kompakter Form eine Ordnung, die beide Systeme miteinander verbindet.
Im Folgenden wird ein Überblick über die verschiedenen Hierarchie-Ebenen und den zugehörigen Gegenständen der Biologie gegeben. In seiner Einteilung orientiert er sich an der Abbildung. Beispielhaft sind Fachgebiete aufgeführt, die vornehmlich die jeweilige Ebene betrachten.
Biomoleküle
Zoologie
Die unterste Stufe in der Hierarchie bilden jene biologischen Teilbereiche, die sich mit Molekülen beschäftigen. Zu den großen biologisch wichtigen Molekülgruppen gehören:
- Nukleinsäuren
- Lipide
- Proteine, hier besonders die Enzyme
- Kohlenhydrate
- Hormone, Pheromone
Die Nukleinsäuren DNA und RNA sind als Speicher der Erbinformation ein wichtiges Objekt der Forschung. Man untersucht die Vielzahl der Gene, ihre Regulation und entschlüsselt die darin codierten Proteine.
Eine weitere große Bedeutung kommt den Proteinen und hier vor allem den Enzymen zu. Sie sind als biologische Katalysatoren für beinahe alle stoffumsetzenden Reaktionen in Lebewesen verantwortlich.
Neben den aufgeführten Gruppen gibt es noch viele weitere, wie Alkaloide, Terpene und Steroide. Allen gemeinsam ist ein Grundgerüst aus Kohlenstoff, Wasserstoff und oft auch Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel. Auch Metalle spielen in sehr geringen Mengen in manchen Biomolekülen eine Rolle.
biologische Disziplinen, vornehmlich auf dieser Ebene
- Biochemie, Molekularbiologie
- Genetik und Epigenetik (DNA-unabhängige Vererbung von Merkmalen)
- Pharmazeutische Biologie, Toxikologie
Zellen und Zellorganellen
Toxikologieer Einzeller]]
Zellen sind grundlegende strukturelle und funktionelle Einheiten von Lebewesen.
Man unterscheidet zwischen prokaryotischen Zellen, die keinen Zellkern besitzen und wenig untergliedert sind, und eukaryotischen Zellen, deren Erbinformation sich in einem Zellkern befindet und die verschiedenste Zellorganellen enthalten. Zellorganellen sind durch einfache oder doppelte Membranen abgegrenzte Reaktionsräume innerhalb einer Zelle. Sie ermöglichen den gleichzeitigen Ablauf verschiedener, auch entgegengesetzter chemischer Reaktionen.
Einen großen Teil der belebten Welt stellen Organismen, die nur aus einer Zelle bestehen, die Einzeller. Sie können dabei aus einer prokaryotischen Zelle bestehen (die Bakterien), oder aus einer eukaryotischen (wie manche Pilze).
In mehrzelligen Organismen schließen sich viele Zellen gleicher Bauart und mit gleicher Funktion zu Geweben zusammen. Mehrere Gewebe mit Funktionen, die ineinandergreifen, bilden ein Organ.
biologische Disziplinen, vornehmlich auf dieser Ebene (Beispiele):
- Zellbiologie, Zellphysiologie
- Mykologie, Mikrobiologie, Protozoologie, Phykologie
- Immunologie, Neurobiologie
- Histologie, Anatomie
Individuen
Individuen sind eigenständig lebensfähige Wesen, die innerhalb einer Art einander ähnlich, aber nie gleich sind. Jedes Individuum einer Art ist aus gleichen Bausteinen nach dem gleichen Grundbauplan zusammengesetzt. Dennoch ist jedes einzigartig.
Durch kleine Unterschiede sind manche Individuen besser an ihre Umwelt angepasst und haben einen Vorteil gegenüber anderen Artgenossen. Sie können sich besser vermehren und üben daher einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung ihrer Art aus, als ein schwächeres Exemplar.
biologische Disziplinen, die diese Ebene auch betrachten (Beispiele):
- Anthropologie, Zoologie, Botanik
- Verhaltensbiologie
Populationen
Verhaltensbiologie
Eine Population ist eine Fortpflanzungsgemeinschaft innerhalb einer Art in einem zeitlich und räumlich begrenzten Gebiet.
Viele Arten bilden soziale Verbände unterschiedlichster Strukturierung. Die Organisationsformen reichen von einem riesigen Bienenvolk mit nur einer Königin, über die strenge Hackordnung bei Hühnern zum gemeinschaftlichen Leben von Wölfen in einem Rudel. Neben den sozialen Strukturen innerhalb einer Population betrachtet man hier auch die evolutionäre Entwicklung. Eine abgegrenzte Population, die keinen Kontakt zu anderen ihrer Art hat, kann im Verlaufe von vielen Jahren durch Anpassung an spezielle Umwelteinflüsse eine eigene Art herausbilden.
biologische Disziplinen, vornehmlich auf dieser Ebene (Beispiele):
- Ökologie
- Verhaltensbiologie, Soziobiologie
Geordnet nach den Gegenständen, sind auch die Gesellschaftswissenschaften Teilbereich der Biologie, denn auch sie betrachten Kombinationen biologischer Objekte. Auch die Gesellschaften haben eine evolutionäre Grundlage. Diese Wissenschaften werden jedoch derzeit nicht von allen Autoren unter die Biologie geordnet. Während Teilbereiche wie Sozialpsychologie, Ethnologie oder Demographie, welche einer weitgreifenden Anwendung der Ökologie auf den Menschen entspricht, noch als biologische Teildisziplinen durchgehen, werden Pädagogik, Kunstwissenschaft, Sprachwissenschaften oder auch die Rechtswissenschaft nicht unter die Biologie geordnet.
Biozönosen
Biozönosen stellen Gemeinschaften von Organismen verschiedenster Arten und Abstammung, von Pflanzen über Tiere bis auf die Stufe der Bakterien. Sie beeinflussen sich gegenseitig sowohl in ihrer Individualentwicklung, als auch in ihrer Evolution.
Die Lebewesen können sich positiv (z.B. Symbiose), negativ (z.B. Freßfeinde, Parasitismus) oder einfach gar nicht beeinflussen. Die Biozönose lebt in einen Biotop und bildet zusammen mit diesem ein Ökosystem.
biologische Disziplinen, vornehmlich auf dieser Ebene (Beispiele):
- Biogeographie, Biozönologie
- Ökologie, Chorologie, Geobotanik
Die Entwicklung
Jedes Lebewesen ist Resultat einer Entwicklung. Nach Ernst Haeckel lässt sich diese Entwicklung auf zwei zeitlich unterschiedlichen Ebenen betrachten:
- Die Ontogenese ist die Individualentwicklung eines einzelnen Organismus von seiner Zeugung, über seine verschiedenen Lebensstadien bis hin zum Tod. Die Entwicklungsbiologie untersucht diesen Verlauf.
- Die Phylogenese beschreibt die Entwicklung einer Art im Verlauf von Generationen. Hier betrachtet die Evolutionsbiologie die langfristige Anpassung an Umweltbedingungen und die Aufspaltung in neue Arten.
Auf der Grundlage der phylogenetischen Entwicklung ordnet die biologische Taxonomie alle Lebewesen in ein Schema ein. Die Gesamtheit aller Organismen wird in drei Gruppen, die Domänen, unterteilt, welche wiederum weiter untergliedert werden:
Domänen
- Archaebakterien (Archaea)
- Bakterien (Bacteria)
- Eukaryoten (Eukarya)
- Tiere (Animalia)
- Pflanzen (Plantae)
- Pilze (Fungi)
- Protisten (Protista)
Mit der Klassifizierung der Tiere in diesem System beschäftigt sich die Spezielle Zoologie, mit der Einteilung der Pflanzen die Spezielle Botanik, mit der Einteilung der Archaeen, Bakterien und Pilze die Mikrobiologie.
Als häufige Darstellung wird ein phylogenetischer Baum gezeichnet. Die Verbindungslinien zwischen den einzelnen Gruppen stellen dabei die evolutionäre Verwandtschaft dar. Je kürzer der Weg zwischen zwei Arten in einem solchen Baum, desto enger sind sie miteinander verwandt. Als Maß für die Verwandtschaft wird häufig die Sequenz eines weit verbreiteten Gens herangezogen.
Arbeitsmethoden der Biologie
Einsichten in die wichtigsten Strukturen und Funktionen der Lebewesen sind nur mit Hilfe von Nachbarwissenschaften möglich. Hierzu zählen etwa die Chemie (und hier besonders die Biochemie), die Physik und die Medizin.
Die Biologie nutzt viele allgemein gebräuchliche wissenschaftliche Methoden, beispielsweise:
- Hypothesenbildung, und -testung, Experimente
- strukturiertes Beobachten (auch mit Hilfsmitteln wie Mikroskop oder Fernglas)
- Dokumentation (Notizen, Handzeichnungen, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen)
Systematische Ansätze der Teildisziplinen
Daneben kennen unterschiedliche Teildisziplinen eigene Zugänge:
- Biologische Systematik: Lebewesen charakterisieren und anhand ihrer Eigenschaften und Merkmale ordnen (determinieren)
- Anatomie: Zerlegung von Lebewesen in ihre Bestandteile, Beschreibung und Vergleich
- Physiologie: Funktionserklärung biologischer Objekte (Zellen, Gewebe, Organe, Organismen)
- Pathologie: aus kranken Zuständen auf zugrundeliegende Mechanismen schließen
- Genetik: Katalogisieren und analysieren des Erbgutes und der Vererbung
- Biochemie: Erklärung des Lebens auf Basis chemischer Funktionen (Eiweiße, Lipide, Nukleinsäuren und Kohlenhydrate) sowie die chemischen Stoffumsetzungen analysieren
- Verhaltensbiologie, Soziobiologie: Das Verhalten von Individuen, von artgleichen Tieren in der Gruppe und zu anderen Tierarten beobachten und erklären
- Ökologie: Lebensraum einer Art dokumentieren, Wechselbeziehungen der Lebewesen mit ihrer Umwelt und das Zusammenspiel verschiedener Arten in einem Lebensraum analysieren
- Nutzansatz: Nutzpflanzen, Nutztiere und Nutzmikroorganismen halten, züchten, untersuchen
Spezielle Arbeitsmethoden der Biologie
Nutztier]
- Einen wesentlichen methodischen Bereich stellen die Bildgebenden Verfahren dar, deren Entwicklung historisch gesehen einen großen Beitrag zur Emanzipation der Biologie aus dem Physikalismus und der Philosophie (Naturphilosophie) geleistet hat. Ursprüngliche Errungenschaften waren mit dem Fortschritt in der Optik verbunden und ermöglichten die Verwendung von Lupen, Lichtmikroskopen und Ferngläsern. Heutige bildgebende Verfahren betrachten vor allem Teilaspekte biologischer Strukturen:
- Elektronenmikroskopie
- Röntgen und Computertomographie
- Magnetresonanztomographie (klassische MRT und FMRT)
- Positronenemissionstomographie (klassische PET, My-PET im Bereich einzelner Zellen)
Anwendungsbereiche der Biologie
Die Biologie ist eine naturwissenschaftliche Disziplin, die sehr viele Anwendungsbereiche hat. Ein wichtiges Feld ist die Medizin / Veterinärmedizin, für die sie funktionelle Grundlagen schafft. Weiterhin revolutioniert sie durch die Molekulargenetik den Ackerbau und die Viehzucht. In der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sorgt sie für eine breite Palette länger haltbarer und biologisch hochwertigerer Nahrungsmittel.
Weitere angrenzende Fachgebiete, die ihre eigenen Anwendungsfelder haben sind:
- Bionik
- Bioinformatik
- Biotechnologie
Siehe auch
- Mikrobiologie - Die Erforschung der Mikroorganismen
- Zoologie - Die Erforschung der Tierwelt
- Botanik - Die Erforschung der Pflanzenwelt
- Biologie (Studium)
- Biologie für die Schule
Literatur
Sachbücher
- Peter Düweke: Darwins Affe. CH Beck, 2000, ISBN 3-406-42151-2
- Veronika Straaß: Spielregeln der Natur. Taktik, Tricks und Raffinesse. München 1990, ISBN 3-405-14087-0
- Isaac Asimov: Geschichte der Biologie. Frankfurt am Main 1968
- Josef H. Reichholf: Das Rätsel der Menschwerdung. dtv, 2004, ISBN 3-423-33006-6
- Donald Johanson und M. Edey: Lucy - Die Anfänge der Menschheit. Piper, München 1985, ISBN 3-492-02738-5
- Ann-Kristin Kollas: Warum Lebewesen altern. Berlin 2002
- Richard Dawkins: Der blinde Uhrmacher. Ein neues Plädoyer für den Darwinismus. DTV, München 1990, ISBN 3-423-30558-4
- Richard Dawkins: Das egoistische Gen. Rowohlt 1996, ISBN 3-499-19609-3
Fachbücher
- Neil A. Campbell, Jane B. Reece: Biologie. 6. Auflage (Hrsg. Jürgen Markl), Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 2003, ISBN 3827413524
- dtv-Atlas zur Biologie. 3 Bände, 1984
- Charles Darwin: Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. Reclam, ISBN 3-15-003071-4
- Jost Herbig und Rainer Hohlfeld (Hrsg.): Die zweite Schöpfung, Geist und Ungeist in der Biologie des 20. Jahrhunderts. München / Wien 1990, ISBN 3-4461-5293-8
- Ilse Jahn (Hrsg.): Geschichte der Biologie. Spektrum 2000, ISBN 3-8274-1023-1
Nachschlagewerke
- Lexikon der Biologie. 15 Bde. Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag, 1999ff ISBN 3-8274-0320-0
- Kompaktlexikon der Biologie. Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag, 2002 ISBN 3-8274-0992-6
- Datenbank mit medizinischen Artikeln der nationalen medizinischen Bibliothek der USA (NLM) (Wiki)
Weblinks
- [http://www.bioxy.de.ki www.bioxy.de.ki] - Bioxy: Das Life Science Portal
- [http://www.biologie-lk.de www.biologie-lk.de] - Biologie Portal für Schüler & Studenten
- [http://www.biolib.de www.BioLib.de] - Alte Bücher aus der Biologie mit vielen Originalabbildungen
- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d01_2/autonomie.htm www.biologie.uni-hamburg.de] - "Die Autonomie der Biologie" von Ernst Mayr
- [http://www.akademieforum.de/grenzfragen/open/Grundlagen/Si_Biologie/frame.htm www.akademieforum.de] - "Die Biologie als Schlüsselwissenschaft in der modernen Gesellschaft" von P. Sitte
- [http://tolweb.org/tree/phylogeny.html www.tolweb.org] - Das Tree-of-Life Projekt (engl.)
- [http://www.biozone.co.nz/links.html www.biozone.co.nz] - Biozone: Meta-Link-Seite zum Thema (engl.)
- [http://waynesword.palomar.edu/bio101.htm waynesword.palomar.edu] - Biology 101: Online-Lehrbuch zum Thema (engl.)
!
als:Biologie
ja:生物学
ko:생물학
ms:Biologi
simple:Biology
th:ชีววิทยา
Thunder MachineThe Thunder Machine is a vehicle used by the Dreadnoks, a biker gang mercinary group who often worked for COBRA in the G.I. Joe: A Real American Hero comic books and cartoon series. The vehicle was created and driven by Thrasher. It was cobbled together from parts salvaged from several vehicles. The Thunder Machine was propelled by a jet engine similar to jet-propelled dragsters. This made hideously fast but hard to maneuver. The vehicle was built on a military truck chasis, similar to a Humvee. It had armor plating riveted over most of the exterior surface. The front tires were racing tires, making it easier to manuver the incredibly fast vehicle. Since an engine wasn't required, the front of the truck was replaced with the nose of a 70's era Trans-Am on top of which was mounted a roll cage and two huge armor-peircing gatling guns. Two people could ride in the armored cockpit, others could stand on exterior running boards...if they dared. The toy was offered for 3 years, heavily featured in one comic, and rarely seen otherwise. It's unusual design, and conection to some of the most memorable G.I. Joe characters, make it a memorable part of the G.I. Joe universe.
Category:G.I. Joe weapons and vehicles
Category:Fictional vehicles
narty francja diety Gry kultura last minute egipt
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
|
Tall De Digestió
Un tall de digestió és un xoc provocat per la diferència tèrmica entre el cos de la persona i les fredes aigües del mar, rius o piscines.
Practicar exercici intens, suar abundantment o exposar-se al sol, abans de banyar-se, són factors que afavoreixen el tall de digestió.
És, precisament, durant la digestió quan el procés s'agreuja, perquè una part important de la sang circula per l'estómac i els
|
Sistema Inercial
D'acord amb la mecànica de Newton un sistema inercial és un sistema no sotmès a cap força exterior i que per tant es desplaça a velocitat constant.
Aquests sistemes són els únics que compleixen les tres Lleis de Newton.
Pàgines que s'hi relacionen
-
|
|
Regne De Mallorca
]]
El Regne de Mallorca va ser creat per Jaume I el Conqueridor, en el seu testament, com a regne vassall del rei d'Aragó.
Comprenia les illes Balears -Mallorca
|
Dia Europeu
El 9 de maig s'ha instituït com el Dia europeu per ser l'aniversari de la Declaració Schuman, realitzada el 9 de maig de 1950 per l'aleshores Ministre francès d'Afers exteriors Robert Schuman.
Categoria:Unió Europea
categor
|
|
|