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Aton

Aton

M17-X1:N35:N5 Aton ist ein altägyptischer Gott. Der Gott Aton ist die Sonnenscheibe, die lebensspendende Kraft der Sonne. Er wurde zum ersten Mal unter der Herrschaft Thutmosis I. um 1500 v. Chr. erwähnt. Amenophis IV. erklärte Aton zur Reichsgottheit, ein Schritt hin zum Monotheismus, und nannte sich fortan Echnaton (Ach-en-Jati, nützlich für Aton). Echnaton ließ seinen Gott sogar in einer Kartusche schreiben: S34-G9-N27:N27-V28-D36:Z4:Y1-Aa15:N27 es lebe der horizontische Horus (Rê-Harachte), der im Lichtland (am Horizont) jubelt Aa15:D21:N35-I9:Aa15-H6-G43-N5-N35:X1
- Z4:Aa15-M17-X1:N35:N5
in seinem Namen als Schu, der in der Sonnenscheibe (Aton) ist (alte Version) und in einer späteren Form: S34-N5-S38-N27:N27-V28-D36:Z4:Y1-Aa15:N27 Es lebe Rê, der horizontische Herrscher, der im Lichtland (am Horizont) jubelt Aa15:D21:N35-I9:Aa15-N5:X1-M17-M18-Aa15-M17-X1:N35:N5 in seinem Namen als Re, der Vater, der als Sonnenscheibe (Aton) kommt ---- In neuerer Zeit ist seit 1991 eine reine Internetkirche entstanden, die sich ATON/A.T.O.N. bezeichnet = (A-rbeitsgemeinschaft T-ransformation, O-ekologie und N-eue Energien). Sie ist unter den Sekten einzuordnen. Sie gibt sich als Fortentwicklung der Christlichen Kirche aus und will den Glauben an einen Sonnengott unter der Anwendung von Sonnenenergie (Photovoltaik), Solarkollektoren unter dem Aspekt des Pharaos Amenophis IV., Echnaton neu beleben.

Kultstätten


- Per-Aton-Tempel in Karnak
- Stadtgründung Achetaton (Horizont des Aton), heute El-Amarna Siehe auch: Liste ägyptischer Götter Kategorie:Ägyptische Gottheit ja:アテン

Gott

Unter Gott versteht man entweder allgemein ein (meist) unsterbliches, übernatürliches und mit großer Macht ausgestattetes Wesen (im Polytheismus), oder im besonderen ein einziges höchstes personales Wesen (im Monotheismus), das zugleich als der unendliche Grund allen Seins verstanden wird. Es gibt keinen allgemein anerkannten Beweis für die Existenz eines solchen Wesens. Weniger personalisiert lässt er sich auffassen als das Bestehen überindividueller Zusammenhänge (vgl. Gregory Bateson, Ökologie des Geistes). Die polytheistische Vorstellung von Göttern manifestierte sich u.a. in den Mythologien der Antike und prägt bis heute schamanistische oder Indigene Religionen in Afrika und Asien, etwa den japanischen Shintoismus. Es gibt aber mit dem Buddhismus, Jainismus und teilweise auch Taoismus religiöse Traditionen, die sich nicht auf einen Gott oder Gottheiten beziehen. Der Monotheismus, der sich zuerst in den Lehren Zarathustras, im Aton-Kult (Religion) des Echnaton und im Judentum ausgebildet hat, wird vor allem von den relativ jungen Religionen wie Christentum und Islam repräsentiert. Verschiedene Formen monotheistischer Gottesvorstellungen sind:
- der Theismus, der Glaube an einen persönlichen Gott, der die Welt erschaffen hat, sie erhält und lenkt;
- der Deismus, nach dem Gott zwar Schöpfer der Welt ist, aber seit der Schöpfung nicht mehr in das Geschehen der Welt eingreift und sich nicht mehr offenbart;
- der Pantheismus, dessen Anhänger Gott als den nicht transzendenten Inbegriff allen universalen Seins und aller wirkenden Kräfte definieren;
- der Theokratismus, der Glaube, dass Gott Herrscher aber nicht Schöpfer des Universums ist. Historisch fand in vielen Kulturkreisen eine Verdrängung des Polytheismus durch den Monotheismus statt. Im Abendland erfolgte im Zuge der Aufklärung eine weitgehende Säkularisierung, eine Trennung von Staat und Kirche. Religion und Gottesglaube werden seither in höherem Maße als Privatsache gesehen. Im 19. Jahrhundert formulierte Ludwig Feuerbach in Umkehrung des biblischen Schöpfungsberichts die These, der Mensch habe Gott nach seinem Bilde geschaffen. Friedrich Nietzsche lehnte schließlich jede Gottesvorstellung ab mit dem Ausspruch „Gott ist tot“ (aus „Die fröhliche Wissenschaft“).

Atheistische Sicht

Atheisten lehnen den Glauben an Götter oder ähnliches ab oder vertreten die Auffassung, dass gottartige Wesen nicht existieren bzw. gar nicht existieren können. Begründet wird dies meist mit wissenschaftlichen oder logischen Argumenten (siehe auch Theodizee). Agnostiker dagegen schließen die Existenz höherer Wesen nicht grundsätzlich aus; sie halten sie entweder für unbekannt oder für unerkennbar.

Vorstellungen im Juden- und Christentum

Das hebräische Wort „El“, das wahrscheinlich „Mächtiger“ oder „Starker“ bedeutet, wird in der Bibel in der Pluralform „Elohim“ in Bezug auf den Schöpfer des Universums, im Singular auch auf andere Götterwesen und sogar auf Menschen gebraucht. Oft wird der Begriff für eine „höchste Erscheinung“ verwendet. Dabei wird dieser inklusive Allgemeinbegriff für etwas Göttliches vom exklusiven Namen des einzigen Gottes Jahwe, der mit seiner Rettungstat an Israel untrennbar verbunden ist (Ex 3,14), unterschieden. „Theos“, das griechische Wort für Gott, entstammt wohl dem Verb „theo“, platzieren. „Theos“ ist demnach wörtlich ein Platzierer, ein Unterordner. Im Neuen Testament kommt es daher auf den Kontext an, um zu erkennen, wer damit gemeint ist. Jesus als Herrscher auf dem Thron wird Gott genannt (Heb. 1:8) und Paulus (Ap. 28,6), als durch ihn ein Wunder gewirkt wurde. Auch der eigene Körper kann ein Gott sein (Phil. 3,19). Jesus wird „einziggezeugter Gott“ (Joh. 1,18) genannt. Sein Vater ist aber der Gott aller (Eph. 4,6, 1. Kor. 8,4). Dem jüdischen und christlichen Gott werden (wie auch dem Gott des Islam und der Baha'i) die Attribute Allmacht (Omnipotenz), Wissen (Allwissenheit), Güte, Liebe, Ewigkeit, Unveränderlichkeit und Unendlichkeit zugeschrieben. Siehe auch: Monotheismus Der jüdische und christliche Gott trägt den Eigennamen Jahwe (fälschlicherweise oft Jehova), der – alter jüdischer Praxis folgend – auch in modernen Bibeln oft durch den Titel „HERR“ ersetzt ist. Außerdem werden einige weitere Namen und Namenszusätze für Jahwe verwendet, darunter Zebaot (auch "Sabaoth", deutsch: "Herr der Heerscharen"). Jesus Christus wird im Neuen Testament als „Sohn Gottes“ bezeichnet. Die Evangelien berichten, dass er diesen Titel auch für sich selbst beansprucht habe. Die christliche Reflexion führte zur Lehre von der Dreieinigkeit Gottes: Der eine Gott ist Gemeinschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist; der Sohn hat Menschenschicksal bis zum Tod am Kreuz geteilt (Menschwerdung Gottes) und nimmt durch seinen Tod und die Wiederauferstehung alle, die unter der Macht des Todes stehen und ihm vertrauen, in die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott auf.

Kritische Sicht des jüdischen, christlichen und islamischen Gottes

Solange es Religion gibt, gibt es kritische Äußerungen zu ihr. Die unterschiedlichen Philosophien und Glaubensarten, die sich mit der Kritik am jeweiligen Gottesbild auseinandersetzen, werden unter dem Begriff Religionskritik behandelt. Im Licht der Aufklärung lässt sich die „Natur Gottes“ auch als die Glaubensbewegung erkennen, die ihn jeweils verehrt. Er ist insoweit die Manifestation des transzendenten (über die Wahrnehmung des Einzelnen und des Gegenwärtigen hinausreichenden) Wesens der „kulturellen Masse“ und ihres gemeinschaftlichen Sinngefüges (vergleiche: Gesetz; Weltbild; Sitte; Gruppengefühlsordnung; oftmals verbunden mit dem Anspruch auf Universalität und absoluter Wahrheit). Aus der Sicht einiger Religionswissenschaftler und Atheisten steht das Verhalten Jahwehs teilweise im Gegensatz zu seinen Eigenschaften: Das Alte Testament berichtet von Situationen, in denen Gott Bruder- und Kindermord und in Kriegen sogar Völkermord angeordnet hat, da die Völker okkulte Praktiken ausübten die "der HERR verabscheut" ( 5. Mose 18, 12 ) In der Religionswissenschaft wird der Jahwe-Glauben manchmal auf externe Quellen zurückgeführt: als Wurzeln bezeichnet werden u. a. Babylon (Inanna; heutiger Irak, die Heimat Abrahams), Ägypten (die Heimat des Mose), Persien (starker Dualismus Gott – Teufel, Ahura MasdaAhriman), phönizisch (El, Baal (hebr. ba-al zevuv „Herr der Fliegen“), und schließlich Kanaan (Fruchtbarkeitsgottheiten Aschera/Astarte/Astaroth und Dagon, sowie Moloch/Melech hebr. „Herr“, der Kinderopfer fordert). Konservative Theologen bestreiten eine solche Abhängigkeit. Das Alte Testament bezeugt eine kritische Auseinandersetzung mit und eine Absetzung von diesen Gottheiten, so werden die Israeliten in der Bibel ausdrücklich von Gott davor gewarnt dem Götzen Moloch ihre Kinder zu opfern, denn "das verabscheut der HERR euer Gott". Für gläubige Monotheisten stellt sich die essentielle Frage, warum ein allmächtiger, guter Gott Leiden und Unglück auf der Welt nicht verhindert. Dieses Theodizee-Problem beschäftigt seit Jahrhunderten die Theologen und gilt als ein Argument der Atheisten, Pantheisten und Deisten. (siehe Leibniz) Wie auch gegen andere religiöse Phänomene oder allgemein den Glauben an übersinnliche Wesen oder Gegebenheiten, wird auch gegen den monotheistischen Gottesglauben von Atheisten religionskritisch eingewendet, es handle sich um bloße Projektion.

Sprachwissenschaftliche Bedeutung

Der Wortstamm von Gott ist sehr alt und ausschließlich im germanischen Raum entstanden. Bezeichnungen sind mittelhochdeutsch, althochdeutsch Got, gotisch Guth, englisch God, schwedisch Gud. Sämtliche Bezeichnungen gehen auf das germanische
- guda- (Anruf) Gott zurück, welches ursprünglich sächliches Geschlecht hatte, weil es männliche und weibliche Gottheiten zusammenfaßte. Nach der Christianisierung wurde das Wort umgedeutet und im gesamten germanischen Sprachbereich als Bezeichnung des meist als männlich empfundenen Christengottes verwendet. Seitdem ist es nur noch unter Der Gott bekannt und würde dem Ursprung nach Das Gott heißen. Die Herkunft des germanischen Wortes ist bis heute nicht völlig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass der Begriff aus dem substantivierten zweiten Partizip des indogermanischen
- ghuto-m der Verbalwurzel
- ghau (= [an]rufen) entstanden ist. Nach dieser These wäre Gott das [durch Zauberwort] angerufene Wesen. Weiter kann es auf die indogermanische Wurzel
- gheu- (= gießen) zurück geführt werden, wonach Gott als das, dem [mit] Trankopfer geopfert wird zu verstehen wäre. Vgl. Deutsches Wörterbuch von Jakob Grimm, siehe http://www.dwb.uni-trier.de/index.html

Wortverwendung im allgemeinen Sprachgebrauch

Das Wort Gott findet im deutschen Sprachgebrauch auch außerhalb der Religion Verwendung, gewöhnlich in Formeln, die früher einmal religiöse Bedeutung hatten, heute aber ohne religiösen Beiklang verwendet werden, z. B. in Ausrufen wie „Oh Gott!“, „Gott sei Dank!“, „Um Gottes Willen!“ oder Grußformeln wie „Grüß Gott!“. Im Niederländischen und Bairischen findet es auch Verwendung in Schimpfwörtern.

Zitate


- „Du hast uns zu deinem Eigentum erschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir.“ (Augustinus von Hippo)
- „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“ (Martin Luther)
- „Wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, wenn sie sich der Führung der Gnade rückhaltlos übergäben.“ (Ignatius von Loyola)
- „Der eigentliche Gott, den die Christenheit anbetet, ist sie daselbst.“ (Ludwig Feuerbach)
- „Gott ist tot, aber so wie die Art der Menschen ist, wird es vielleicht noch Jahrtausende lang Höhlen geben, in denen man seinen Schatten zeigt, und wir, wir müssen auch noch seinen Schatten besiegen.“ (Friedrich Nietzsche)
- „Je mehr wir einander lieben, desto näher sind wir Gott.“ (Abdul Baha)
- „Ich glaube übrigens, dass das gesamte Universum mitsamt allen unseren Erinnerungen, Theorien und Religionen vor 20 Minuten vom Gott Quitzlipochtli erschaffen wurde. Wer kann mir das Gegenteil beweisen?“ (Bertrand Russell)
- „Es gibt nichts, was die Vorstellung von einem persönlichen Gotte unterstützen könnte. Ich bin Atheist. Es gab große Evolutionsbiologen, die an Gott geglaubt haben. Aber ich habe nie verstanden, wie man im Gehirn zwei völlig getrennte Fächer haben kann, und in einem liegt die Wissenschaft und im anderen die Religion.“ (Ernst Mayr)
- „Oh, mein Gott!“ (Umgangssprache)
- „Gott würfelt nicht!“ (Albert Einstein)

Literatur


- Die Bibel
- Der Koran
- Markus Witte (Hrsg.): „Der eine Gott und die Welt der Religionen“. 1. Aufl. Religion & Kultur-Verlag, Würzburg 2003 ISBN 3933891140
- Campbell Joseph: „Die Masken Gottes, 4 Bde. – neuere Erkenntnisse aus Archäologie, Ethnologie und Anthropologie“ ISBN 3-423-59034-3
- Jack Miles: „Gott, eine Biographie“ [über den Gott des Alten Testamentes]. Das Alte Testament als eine Literaturschöpfung der Menschheit; ein Gott, der mit einer großen Verwandlungsfähigkeit in Erscheinung tritt. ISBN 3423307110
- Wolfgang Cramer: „Gottesbeweise und ihre Kritik – Prüfung ihrer Beweiskraft“, Frankfurt am Main 1967 ISBN 3525774109
- John A.T. Robinson: „Gott ist anders“, 1967, B0000BMW32
- Tilman Moser: „Von der Gottesvergiftung zu einem erträglichen Gott“
- Bandini: „Who's who im Himmel“ (Die Götterwelt von A-Z) ISBN 3-423-32539-9
- Pascal Boyer: „Und Mensch schuf Gott“, 2004, ISBN 3608940324
- Reinhard Schmidt: Der Gott der Liebe ist für Leid, Schmerz und Tod nicht verantwortlich. Texte und Gedichte im Spannungsfeld zwischen natürlicher Evolution und christlichem Glauben. Helmbrechts 2004 ISBN 3-8311-0704-1
- Bô Yin Râ: „Das Buch vom Lebendigen Gott“, ISBN 3-85767-073-8
- Friedrich Nietzsche: „Der Antichrist“

Siehe auch


- Gottesbeweis
- Japanische Götter
- Mythologie
- Natürliche Theologie
- Portal:Bibel
- Portal:Religion

Weblinks


- [http://www.autobahnkirche.de/info-container/glauben-leben/gott/gott-info.html Katholische Glaubensinformation zum Thema „Gott“]
- [http://ekd.de/leben_glauben/14.html Informationen der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Thema Leben und Glauben]
- [http://www.wo-bist-du-gott.net/ Wo bist Du Gott?] (Wege zur christlichen Glaubenerfahrung)
- [http://www.theologie-systematisch.de/gotteslehre.html Aktuelle Literatur zur Gotteslehre]
- [http://watchtower.org/languages/deutsch/library/w/2002/5/15/article_02.htm Wer ist Gott eigentlich?] (Sicht der Zeugen Jehovas) Contra Gottesglaube:
- [http://www.forum.jesus.ch/thread.php?threadid=4654&boardid=21 Einsichten und Thesen aufgeklärter Christen]
- [http://www.madeasy.de/1/2nkmgott.htm#n10 An welchen Gott kann man als kritischer und naturwissenschaftlich geprägter Mensch noch glauben ?]
- [http://www.dittmar-online.net/religion/gott/weristgott.html Wer ist eigentlich Gott?] Kategorie:Theologie Kategorie:Metaphysik Kategorie:Religion ja:神 ko:하느님 simple:God

Thutmosis I.

Thutmosis I., ägyptischer König der 18. Dynastie, regierte um 1504 v. Chr. bis 1492 v. Chr., (Helck: 1483 - 1470, Krauss: 1493 - 1482 v.Chr.)

weitere Namen


- Beiname zum Thronnamen: Von Ré Erschaffener/Erwählter/Großgezogener; Zeichen/Plan des Amun.
- Thetmosis (griechisch)
- Horus-Name (weitere Variation): Starker Stier des Ré bzw. Geliebter des Ré, der mit der Weißen Krone erscheint.
- Nebti-Namen: Der mit/in der Schlangengöttin erscheint, mit großer Kraft (Variiert: Der alle Länder erobert, bzw. der Atum preist, mit manifesten Erscheinungen).
- Goldnamen: Mit schönen Jahren, der die Herzen leben läßt (Variiert: Der die 9 Bogen schlägt, bzw. mit großer Kraft und reichlicher Schlagkraft, mit gedeihlichen Jahren im großen Haus der Máat).

Familie


- Vater: Amenophis I., allerdings sehr umstritten
- Mutter: Seni-seneb
- Ehefrau: Ahmose, Tochter des Amenophis I. und Mut-nofret
- Kinder: mit Ahmose zwei Söhne: Amen-mes und Wadj-mes; zwei Töchter: Nofru-biti und Hatschepsut; mit Mut-nofret einen Sohn, den späteren Thutmosis II. Seni-Seneb als Mutter des Königs ist belegt. Es gibt jedoch Hinweise, dass sein Vater ein General des Amenophis I. war. Damit würde die Theorie "Sohn einer Nebenfrau des Amenophis I." entfallen.

Machtergreifung

An die Macht kam er durch seine Hochzeit mit der Tochter des Amenophis I., seiner „Großen Gemahlin“ die wiederum Ahmose hieß. Von den Kindern mit dieser seiner Hauptfrau Ahmose überlebte nur Hatschepsut, die anderen starben früh. Thutmosis I. Nebenfrau Mut-nofret gebar einen Sohn, der als Thutmosis II. seinen Nachfolger wurde und seine Halbschwester Hatschepsut heiratete.

Regentschaft

Zu Anfang zog er gegen das rebellische Nubien. Dabei verschob er die Grenzen im Süden bis zum 3. Katarakt des Nils, eine Inschrift in Kurgus zwischen dem 4. und 5. Katarakt zeigt, dass er sehr weit nach Süden vorstieß. Nubien wurde Ägypten tributpflichtig. Es schloss sich ein weiterer Kriegszug gegen Mitanni an, das seinen Machtbereich im heutigen Syrien hatte und bis zum Euphrat reichte (Fund einer Stele). Bedingt durch die neue Macht in Theben stieg naturgemäß auch das Ansehen der thebanischen Stadtgötter Amun, Mut und Chons (Göttertriade: Vater-Mutter-Sohn). Um Amun auch im übrigen Reich als Hauptgott durchzusetzen, wurde aus Amun schnell Amun-Ré, die „Große Gemahlin“ zur Göttergemahlin, mit der Amun den göttlichen Pharao zeugte.

Bautätigkeit

Die bisherigen Tempelanlagen in Karnak entsprachen natürlich in keiner Weise den Ansprüchen des Reichsgottes Amun-Ré. Thutmosis I. ließ die bestehenden Heiligtümer des Mittleren Reiches von einer Mauer umgeben, erbaute den 4. und 5. Pylon von Karnak und stellte vor dem damaligen Tempeleingang ein Paar Obelisken auf, von denen einer noch heute erhalten ist. In nahezu allen bedeutenden Orten des Landes ist Bautätigkeit durch ihn belegt.

Sein Grab

Thutmosis I. war der erste Pharao, dessen Grab im „Biban el Moluk“, dem Tal der Könige errichtet wurde (KV 38), jedoch deutet einiges darauf hin, dass er zunächst im Grab KV 20 bestattet wurde, der Grabstätte der Hatschepsut (J. Romer, N. Reeves, dagegen: Der Manuelian, Chr. Loeben). Seine Pyramide war der Berg „El Korn“ - das Horn, der vom Aussehen her einer Pyramide ähnlich ist. Seine Mumie wurde in der Cachette von Deir el-Bahari (TT320) gefunden, jedoch wurde sie wahrscheinlich in der 21. Dynastie mit der seines Sohnes Thutmosis II. verwechselt (die Ähnlichkeit der Beiden ist deutlich, jedoch deutet die Relation Sterbealter/Regierungszeit auf eine Verwechslung hin).

übliche Abkürzungen


- KV = Kings Valley = Tal der Könige
- QV = Queens Valley = Tal der Königinnen
- TT = Theban Tomb = thebanisches Grab Kategorie:Mann Kategorie:Pharao

Amenophis IV.

]] Echnaton ("der Aton wohlgefällt oder nützlich ist") war ein Pharao des alten Ägyptens während des neuen Reiches, 18. Dynastie, Sohn von Amenophis III. und Königin Teje. Er erhob Aton zum Hauptgott und gründetet eine neue Stadt in der Wüste, die er zur Hauptstadt machte: Achet-Aton. Er setzte auf eine streng nach innen gerichtete Politik und reformierte die Kunst. Echnatons Regentschaft wird verschieden datiert: ca. 1351 - 1334 v. Chr. (Helck: 1340 - 1324, Krauss: 1353 - 1336 v. Chr.) weitere Namen:
- Amenhotep (IV.) (hieroglyphisch: "Jmn-htp"): ursprünglicher ägyptischer Geburtsname
- Amenophis: gräzisierte Schreibweise von Amenhotep (siehe Amenophis)
- Ach-en-Aten (hieroglyphisch: "Jtn-n-ach", gelesen: "Ach-n-jtn" ("der Aton dient oder nützlich ist")); die nachweislich korrekte Aussprache seines neuen Names nach dem von ihm eingeführten Gott Aton, deutsche Form: Echnaton; angelsächsische Schreibweisen: Ak(h)en-Aten oder Ak(h)enaten, seltener: Ahkanaten, Ihknaten; niederländisch auch: Achnaton; französisch: Akhénaton; spanisch: Akenatón; italienisch: Akhenaton. Es muss darauf hingewiesen werden, dass es eine nachweislich korrekte Aussprache des Altägyptischen wegen des Fehlens einer genauen Überlieferung der Vokalität nicht gibt. Gewisse Anhaltspunkte liefert die Liturgie der koptischen Kirche. Namen vor der Umbenennung
- Horus-Name: Starker Stier, mit hohem Federnpaar
- Nebti-Name: Groß an Königtum in Karnak
- Goldname: Der die Kronen erhebt in Theben
- Beiname: Einziger des Re (Wa-en-Re) Namen nach der Umbenennung
- Horusname: Starker Stier, geliebt von Aton
- Nebtiname: Groß an Königtum in Achetaton
- Goldname: Der den Namen des Aton emporhebt
- Eigenname: Strahl/Glanz des Aton; mit Beiwort (Epitheton): Groß an seiner Lebenszeit Familie:
- Vater: Amenophis III.
- Mutter: Teje
- Geschwister: Thutmosis, Sat-Amun, Isis, Henut-tau-nebu, Nebet-aah, Baket-Aton
- Ehefrauen: Nofretete, Kija, Merit-Aton, Baket-Aton
- Söhne: Tutanchamun
- Töchter: Merit-Aton, Maket-Aton, Anch-es-en-pa-Aton, Nefer-neferu-Aton ta-scherit, Nefer-neferu-Rê, Setep-en-Rê, Baket-Aton

Leben und Religion

Thronbesteigung

Amenophis IV. wurde unter dem Thronnamen "Nefer-cheperu-Re, Wa-en-Re" (bedeutet "Mit vollkommenen Gestalten, ein Re; Einziger des Re", Beiname "der von der Maat lebt", somit Bezug auf den Gott Re und die Göttin Maat) gekrönt, und bestieg im Alter von sechzehn Jahren den Thron Ägyptens.

Änderung des politischen Kurs

Schon sein Vater Amenophis III. hatte den Sonnengott Aton stärker verehrt. Sein Sohn und Nachfolger ging jedoch noch einen Schritt weiter: er baute eine neue Stadt als Hauptkultzentrum des Aton, die er auch zu seinem Regierungssitz machte. Aton, urspünglich die Gestalt des Sonnengottes am Abend, wurde die Personifizierung der Sonnenscheibe als Quelle allen Lebens. Der Pharao und seine Frau wurden die Repräsentanten dieses Gottes auf Erden, die keiner Priesterkaste bedurften. Eine besondere Nofretetedarstellung auf drei Steinblöcken wird von Forschern als Beweis dafür angesehen, dass sie Echnatons Hohepriesterin war. Das Volk konnte jedoch nicht zum Gott direkt bitten, sondern mußte den Pharao und seine Frau als Fürbitter nehmen. Im Felsengrab des früheren Beamten und späteren Pharao Eje sowie in anderen Gräbern der Epoche wurde Echnatons Atonhymnus gefunden. Amenophis IV. nannte sich seither Echnaton ("der dem Aton gefällt"). Damit veränderte er jedoch nur seinen Geburtsnamen; in allen offziellen Darstellungen wird jedoch lediglich der Thronname erwähnt. Die Namensänderung des Echnaton war somit keine Revolution, sondern seine persönliche Angelegenheit. Er verbot den Kult der übrigen Götter zwar nicht, aber es kam doch zu Ausschreitungen gegen die Priester bzw. die alten Götternamen auf den Denkmälern. Eine Anordnung von Echnaton konnte jedoch nicht nachgewiesen werden; in seiner eigenen Stadt existierte (im häuslichen Bereich) eine Vielzahl von anderen Göttern neben Aton, von deren Existenz Echnaton Kenntnis gehabt hat (Christine El-Mahdy).

Gründung von Achet-Aton

Noch während der Regierung seines Vaters, Amenophis III. (eine Mitregentschaft gilt inzwischen als wahrscheinlich), gründete er eine zeitweilige Residenz in Sisala, wo er sich wegen der Durchführung eines Jubelfestes zu Ehren seines Vaters aufhielt und die Feierlichkeiten leitete. Hierin folgte er dem Beispiel seines Vaters, der ebenfalls eine neue Residenz in Malkatta gegründet hatte. Schließlich wählte er jedoch einen anderen Ort aus, 400 km nördlich von der ehemaligen Hauptstadt Theben, stromabwärts auf einer am Ostufer des Nils von Felsformationen umgebenen, größeren Sandfläche in Mittelägypten. An den Bergen glaubte Echnaton in einer der dortigen Felsformationen das Hieroglyphenzeichen für "Stadt des Aton" zu erkennen. Er beschloss daher im Jahr 5 seiner Herrschaft, an diesem Ort seine neue Hauptstadt Achet-Aton (der Horizont des Aton) in der Nähe des heutigen Amarna zu gründen.

Umzug nach Achet-Aton

Die Bauarbeiten wurden in Rekordzeit vorangetrieben, indem die Bevölkerung und vor allem das Militär in die Arbeiten eingebunden wurden; schon drei Jahre nach Baubeginn zog das Herrscherpaar in den zentral gelegenen Palast. Der gesamte ägyptische Hof und die Verwaltung zogen in die neue Hauptstadt, das Archiv mit den außenpolitischen Briefwechseln wurde ebenfalls mitgenommen. Die Tempel wurden - in Rückbesinnung auf die Sonnentempel der 6. Dynastie - mit offenem Dach gebaut, damit seine wohltuenden Strahlen eindringen konnten.

Regentschaft

Die Herrschaft von Echnaton und seiner Hauptfrau Nofretete ("die Schöne, die da kommt") war völlig der Liebe zur Kunst und Spiritualität zugetan. Außenpolitische Dinge interessierten ihn nicht; um solche Sachen kümmerte sich seine Mutter Teje, was Briefe beweisen, die explizit an Teje und nicht an Echnaton gerichtet sind. Echnaton hat mehr oder weniger den hohen Beamten die Zügel der Macht gelassen, um sich dem neuen Kult zu widmen. Echnaton und Nofretete verstanden sich wie alle anderen Pharaonen als Götter auf Erden, doch nunmehr als Repräsentanten des Hauptgottes Aton, und sie waren die alleinigen Oberpriester dieses Kultes. Die Vermittlung zwischen Gott und Gläubigem erfolgte ausschließlich durch das Herrscherpaar als alleiniger Referenz zu Aton. Sie ließen sich selbst wie Götter anbeten und bildeten nach Aussagen von Ägyptologen zusammen mit dem Gott Aton eine Art Dreifaltigkeit, was den orientalischen Religionen des Zweistromlandes näher kommt.

Nofretetes Mitregentschaft

Die starke Position der Frau im alten Ägypten wurde unter Echnaton noch gesteigert. Nofretete als Hauptfrau des Pharaos wurde zu einer Art Mitregentin gemacht und zumindest mit den pharaonischen Machtsymbolen ausgestattet. Später wurde sie sogar in den Felsengräbern von Armana zusammen mit Echnaton mehrfach in einer Art abgebildet, dass Forscher sogar eine dominante Mitregentschaft von Nofretete in den späten Regierungsjahren von Echnaton annehmen. Möglicherweise hatte sie bei ihrer Inthronisation den Thronnamen Semenchkare angenommen, was eine Nachfolgerrolle bedeuten würde.

Außenpolitische Situation

Amarna-Briefe, nach James H. Breasted Im Jahr 1885 wurden durch einen glücklichen Zufall in den Ruinen der Stadt Achet-Aton etwa 300 Schrifttafeln gefunden: die außenpolitische Korrespondenz Echnatons und seiner Nachfolger, verfasst in der in diplomatischen Kreisen üblichen babylonischen Keilschrift. Diese sogenannten Amarna-Briefe spiegeln die politische Situation Ägyptens wieder, beeinflusst durch das starke Reich der Hethiter, welches sich noch zur Zeit des Amenhotep III. nördlich der asiatischen Einflusszone Ägyptens gebildet hatte. Suppiluliuma I., der König der Hethiter, begrüßte Echnaton noch zu seiner Thronbesteigung, und zur Einweihung der neuen Hauptstadt Achet-Aton erschien eine hethitische Delegation mit Geschenken. Aber bereits kurze Zeit später fragte der Hethiterkönig an, warum man seine Briefe nicht beantworte. Grund der aufgetretenen Spannungen war eventuell der Abfall einiger syrischer Vasallen von Ägypten und ihre Hinwendung zum Einflussbereich der Hethiter. Abdi-aschirta und sein Sohn und Nachfolger Aziru herrschten zu dieser Zeit am oberen Orontes über das Reich der Amoriter. Sie und der syrische Fürst Itakama von Kadesch waren möglicherweise die ersten, die die Fronten wechselten und sich von den Ägyptern abwandten. Bis auf die Städte Simyra und Byblos eroberte Aziru alle nordsyrischen und phönizischen Küstenstädte. Zusammen mit den Hethitern eroberte er Nij und drang gegen die Stadt Tunip vor. Der Hilferuf der Stadtältesten an den Pharao ist erhalten: „Wer hätte früher Tunip plündern können, ohne dass Manachpirija (Men-chepru-Rê) ihm zur Strafe geplündert hätte? ...und wenn Aziru in Simyra eindringt, so wird er uns tun, was ihm gefällt auf dem Gebiete unseres Herrn, des Königs, und trotz alledem hält unser Herr sich von uns zurück. Und nun weint Deine Stadt Tunip und ihre Tränen fließen, und es gibt keine Hilfe für uns. ...haben wir an unseren Herrn, den König von Ägypten, Boten gesandt, aber keine Antwort ist uns gekommen, nicht ein einziges Wort.“ Rib-Addi aus Byblos bat Echnaton wiederholt um Hilfe gegen die Truppen Azirus bei dessen Angriff auf Simyra, aber vergeblich. Simyra wurde zerstört, der ägyptische Gesandte erschlagen. Mehr als 60 Schreiben des Rib-Addi mit der Bitte um Hilfe sind in Amarna gefunden worden. Wie die Geschichte zeigt, waren sie vergeblich. Echnatons Interessen lagen nicht auf politischem Gebiet. In Palästina regte sich der Widerstand unter den Chabiri (Hebräern?), die Meggido, Askalon und Gezer bedrohten und letztlich unter ihre Kontrolle brachten. Die Hilferufe aus dieser Region führten nur zu halbherzigen und erfolglosen Maßnamen durch den Herrscher in Achet-Aton. So gingen die Gebiete dem Reich verloren. Vor diesem Hintergrund legte ein junger Offizier mit Namen Haremhab den Grundstein für eine steile Karriere.

Ende der Amarna-Zeit

Den genauen Verwandtschaftsgrad zwischen Echnaton und seinem bekannten Nachfolger (Sohn? Schwiegersohn?), dem jungen Tutanchamun kennt man nicht, man vermutet jedoch, dass er eine Tochter seiner Nebenfrau Kija war, die um den Zeitpunkt der Geburt verschwand. Darstellungen einer toten Frau in einer Geburtslaube wurden in den Königsgräbern gefunden, und sie können sich weder auf Nofretete noch auf die Königstöchter beziehen. Es wurde bislang vermutet, dass seine Frau Nofretete einige Jahre vor ihm verstarb. Als Zeitpunkt geben einige Quellen das 12. Regierungsjahr, andere Quellen das 14. Regierungsjahr von Echnaton an. Möglicherweise überlebte sie ihn und regierte als Nachfolger (siehe Nofretete). Unbestritten ist, dass danach die älteste Tochter Merit-Aton den Titel Königliche Gemahlin erhielt.

Tod

Echnatons Ende ist ebenfalls nicht eindeutig geklärt. Im 17. Jahr seiner Regentschaft scheint er gestorben zu sein und wurde wohl zunächst in der neuen Königsgruft von Amarna bestattet. Eine Untersuchung des Grabes brachte Fragmente des Sarkophages und einige Hinweise auf die Grabausstattung zu Tage. Reeves sieht in WV 25 im Tal der Könige/Westtal ein früh begonnenes, unvollendetes Grab für Echnaton. Es gibt Vermutungen, dass er Opfer eines Anschlags geworden sei, denn seine Politik wurde als Verstoß gegen die Maat interpretiert. Kurz nach der Amarna-Zeit lösten sich die Herrscher schnell ab, was auf Nachfolgestreitigkeiten deutet und gewaltsame Übergriffe nicht unwahrscheinlich macht.

Nofretete als Echnatons Nachfolgerin?

Eine noch umstrittene Theorie ist, dass Nofretete entgegen allen bisherigen Annahmen jedoch Echnaton überlebt hat und nach ihm den Thron bestieg. Die Darstellung von Nofretete als Schutzgöttin ihres verstorbenen Gatten an den Ecken des in Fragmenten erhaltenen und wieder rekonstruierten Steinsarkophags von Echnaton (im Garten des Ägyptischen Museums in Kairo) und ein kleines Relief, auf dem Nofretete beim Erschlagen von Feinden dargestellt wird, interpretieren zunehmend mehr Forscher heute dahingehend, dass sie nach dem Tode Echnatons sogar eine kurze Zeit lang Ägypten alleine regiert hat. Darüberhinaus gibt es Beweise, dass Semenchkare in Wirklichkeit weiblich war (vgl. Cyril Aldred). Überdies hat er den Titel der Nofretete inne, "Geliebt von Wa-en-Re", einer der Titel Echnatons. (vgl Nofretete).

Negative Auswirkungen der Echnaton-Regentschaft

Entfernt vom Bild einer idyllischen Gemeinschaft wird die Herrschaft von Echnaton auch als die schwarze Periode in der Geschichte Altägyptens bezeichnet. Demnach gab es unter Echnaton an Negativ-Auswirkungen für die Priesterschaft Tempelschließung, Verfolgung, Beschlagnahme der Güter, Verwahrlosung der Bildnisse der alten Götter. Dieses trug ihm in der Forschung den Beinamen "Ketzerpharao" ein. Außerdem hat er durch Ablehnung militärischer Hilfe für die von den Hethitern bedrohten ägyptischen Verbündeten den Verlust mehrerer ägyptischer Protektorate im Norden bewirkt. Es scheint auch, dass Ägypten wegen des Rückzugs der Zentralregierung in die Wüste zu dieser Zeit einen wirtschaftlichen Rückgang erlitt. Die kurze Phase des Umbruchs hat jedoch die Grundlagen der ägyptischen Religion nicht erschüttert, und selbst wenn das Volk sich offenkundig Aton zugewandt hatte, hat es nie aufgehört, die alten Götter zu verehren. Die alte Priesterschaft Thebens hat offenbar zeitgleich in gewissem Umfang weiter bestanden. Als Vollzieher einer religiösen Reformation und Kulturrevolution hat Echnaton jedoch den letzten folgerichtigen Schritt einer Tendenz vollzogen, die bereits während der Herrschaft seines Vaters Amenophis III. entstanden war und wohl auch im religiösen Teil Vorbilder in der Welt der Hirten, so der Midianiter, im Osten hatte.

Kunst

Während der Herrschaft von Echnaton erblühte die Amarnakunst, die sich durch die Entwicklung der naturalistischen Kunst auszeichnet, wo es von Pflanzen, Blumen und Vögeln wimmelt. Bis heute berühmt sind die Fußböden von Amarna mit ihrer Fülle an Blumen- und Tierdekors. Ein weiteres Merkmal ist die überaus realistische Darstellung der Persönlichkeiten, die manchmal sogar bis zur Karikatur übertreibt; die traditionelle Kunst war eher idealisierend. Ebenso wurden die bisherigen Kunstregeln der Perspektivlosigkeit und Statik weitgehend aufgehoben. Auf einem Relief, in dem Echnaton Aton einen Olivenzweig hinstreckt, ist seine Hand flächig ausgearbeitet, nahezu einmalig in der Amarna-Zeit und einzigartig im Gesamtkontext der ägyptischen Kunstgeschichte. Die Bildhauer rühmen sich, das sie von dem Pharao selbst in der Ausführung des neuen Stils unterwiesen wurden; auch die Pläne der Stadt Achet-Aton sollen auf ihn zurückgehen. Man spricht Echnaton auch dichterisches Talent zu (siehe Sonnengesang). Die nachfolgenden Pharaonen ab Haremhab taten alles, um die Spuren des häretischen Pharaos auszulöschen, so dass man sehr wenige Kenntnisse über diese Periode hat.
Auch wenn nach Echnaton eine Rückkehr zu den alten Verhältnissen erfolgte, so wurde doch vieles übernommen. Die Sonnenscheibe nahm in der 19. und 20. Dynastie eine hervorgehobene Stellung ein. Künftige Königsgräber wurden ohne Knickachse angelegt und gerade, damit die Sonnenstrahlen direkt einfallen konnten. Das Neuägyptische blieb Schriftsprache, und in der Kunst konnten sich Elemente des Amarna-Stils für kurze Zeit behaupten.

Theorien und Spekulationen

Es gibt Theorien, die den biblischen Moses (der bekanntlich in Ägypten geboren wurde) und sein Gottesbild in direkte Beziehung zu Echnaton setzen, und den ägyptischen Aton-Glauben in den jüdischen Adon-Glauben des Pentateuch mit großer Detailtreue abgebildet sehen. Es existiert sogar die These, dass Echnaton eine personelle Einheit mit Moses bildet und dies in mehrfachen Entsprechungen sogar problemlos gelingt. Es sei angemerkt, dass die biblische Geschichtsschreibung Moses auf grob 4000 v. Chr. datiert, wobei zur Vorsicht geraten wird aufgrund von möglicher nachträglicher Bearbeitung im Sinne der Zahlenmystik sowie aufgrund von teils inkonsitenter Zeitrechnung an sich (Mondkalender, Halbjahres- oder auch Quartals-Systeme) und ständigen Wechseln der jeweiligen Maßeinheit in den Schriften bzw. (teils sehr offensichtlich) falschen bzw. missverständlichen Angaben der jeweiligen Zeit-Einheit. Chronologisch wird die Zeit der Landnahme i. d. Regel nicht mit der Zeit Echnatons verbunden. Von Forschern der Ruhr-Universität wurde Echnaton bescheinigt, dass er einen Anteil der Beamtenschaft aus Ausländern rekrutierte. Dies stützt die biblische Darstellung, dass Moses einen hohen Rang am Hof des Pharao bekleidete und direkte Bittstellungen beim Pharao vortragen konnte. Allerdings hielt sich Moses auch lange bei dem Midianiterpriester Jethro auf, der die neue israelitische Rechtsordnung im Sinai begründete und dessen Tochter er ehelichte, so dass dieser wohl mit dem Monotheismus vertraut war.

Literatur


- Aldred, Cyril: Echnaton. Lübbe, Bergisch Gladbach 1968
- Assmann, Jan: Moses der Ägypter. Hanser, München 1998, ISBN 3-446-19302-2
- Hornung, Erik: Echnaton. Die Religion des Lichtes. Artemis, Zürich 1995, ISBN 3-7608-1111-6
- Reeves, Nicholas: Echnaton. Ägyptens falscher Prophet. von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2828-1
- Sarkowicz, Hans [Hrsg.]: Die Geschichte der Gärten und Parks. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-458-16897-4
- Schlögl, Hermann A.: Amenophis IV. Echnaton. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1986, ISBN 3-499-50350-6
- Drunvalo Melchizedek: Blume des Lebens, Band 1. Koha, Burgrain 2000, ISBN 3-929512-57-2
- Drunvalo Melchizedek: Blume des Lebens, Band 2. Koha, Burgrain 2000, ISBN 3-929512-63-7
- Peter Priskil: Echnaton - Träumer, Fanatiker oder Revolutionär? Ahriman, Freiburg 2001, ISBN 3-89484-704-2

Weblinks


- [http://www.ancient-cultures.com/echnaton_nofretete.php ancient-cultures.com - Echnaton und Nofretete] (dt.)
- [http://www.semataui.de/NR/18-10.htm Echnaton]
- [http://www.mein-altaegypten.de/start.html Das Alte Ägypten] Auf dieser umfassenden Website gibts ein kompaktes Pharaonen-Special zum "Sonnenkönig" ECHN-ATON Kategorie:Mann Kategorie:Lyrik Kategorie:Pharao ja:アメンホテプ4世

Echnaton

]] Echnaton ("der Aton wohlgefällt oder nützlich ist") war ein Pharao des alten Ägyptens während des neuen Reiches, 18. Dynastie, Sohn von Amenophis III. und Königin Teje. Er erhob Aton zum Hauptgott und gründetet eine neue Stadt in der Wüste, die er zur Hauptstadt machte: Achet-Aton. Er setzte auf eine streng nach innen gerichtete Politik und reformierte die Kunst. Echnatons Regentschaft wird verschieden datiert: ca. 1351 - 1334 v. Chr. (Helck: 1340 - 1324, Krauss: 1353 - 1336 v. Chr.) weitere Namen:
- Amenhotep (IV.) (hieroglyphisch: "Jmn-htp"): ursprünglicher ägyptischer Geburtsname
- Amenophis: gräzisierte Schreibweise von Amenhotep (siehe Amenophis)
- Ach-en-Aten (hieroglyphisch: "Jtn-n-ach", gelesen: "Ach-n-jtn" ("der Aton dient oder nützlich ist")); die nachweislich korrekte Aussprache seines neuen Names nach dem von ihm eingeführten Gott Aton, deutsche Form: Echnaton; angelsächsische Schreibweisen: Ak(h)en-Aten oder Ak(h)enaten, seltener: Ahkanaten, Ihknaten; niederländisch auch: Achnaton; französisch: Akhénaton; spanisch: Akenatón; italienisch: Akhenaton. Es muss darauf hingewiesen werden, dass es eine nachweislich korrekte Aussprache des Altägyptischen wegen des Fehlens einer genauen Überlieferung der Vokalität nicht gibt. Gewisse Anhaltspunkte liefert die Liturgie der koptischen Kirche. Namen vor der Umbenennung
- Horus-Name: Starker Stier, mit hohem Federnpaar
- Nebti-Name: Groß an Königtum in Karnak
- Goldname: Der die Kronen erhebt in Theben
- Beiname: Einziger des Re (Wa-en-Re) Namen nach der Umbenennung
- Horusname: Starker Stier, geliebt von Aton
- Nebtiname: Groß an Königtum in Achetaton
- Goldname: Der den Namen des Aton emporhebt
- Eigenname: Strahl/Glanz des Aton; mit Beiwort (Epitheton): Groß an seiner Lebenszeit Familie:
- Vater: Amenophis III.
- Mutter: Teje
- Geschwister: Thutmosis, Sat-Amun, Isis, Henut-tau-nebu, Nebet-aah, Baket-Aton
- Ehefrauen: Nofretete, Kija, Merit-Aton, Baket-Aton
- Söhne: Tutanchamun
- Töchter: Merit-Aton, Maket-Aton, Anch-es-en-pa-Aton, Nefer-neferu-Aton ta-scherit, Nefer-neferu-Rê, Setep-en-Rê, Baket-Aton

Leben und Religion

Thronbesteigung

Amenophis IV. wurde unter dem Thronnamen "Nefer-cheperu-Re, Wa-en-Re" (bedeutet "Mit vollkommenen Gestalten, ein Re; Einziger des Re", Beiname "der von der Maat lebt", somit Bezug auf den Gott Re und die Göttin Maat) gekrönt, und bestieg im Alter von sechzehn Jahren den Thron Ägyptens.

Änderung des politischen Kurs

Schon sein Vater Amenophis III. hatte den Sonnengott Aton stärker verehrt. Sein Sohn und Nachfolger ging jedoch noch einen Schritt weiter: er baute eine neue Stadt als Hauptkultzentrum des Aton, die er auch zu seinem Regierungssitz machte. Aton, urspünglich die Gestalt des Sonnengottes am Abend, wurde die Personifizierung der Sonnenscheibe als Quelle allen Lebens. Der Pharao und seine Frau wurden die Repräsentanten dieses Gottes auf Erden, die keiner Priesterkaste bedurften. Eine besondere Nofretetedarstellung auf drei Steinblöcken wird von Forschern als Beweis dafür angesehen, dass sie Echnatons Hohepriesterin war. Das Volk konnte jedoch nicht zum Gott direkt bitten, sondern mußte den Pharao und seine Frau als Fürbitter nehmen. Im Felsengrab des früheren Beamten und späteren Pharao Eje sowie in anderen Gräbern der Epoche wurde Echnatons Atonhymnus gefunden. Amenophis IV. nannte sich seither Echnaton ("der dem Aton gefällt"). Damit veränderte er jedoch nur seinen Geburtsnamen; in allen offziellen Darstellungen wird jedoch lediglich der Thronname erwähnt. Die Namensänderung des Echnaton war somit keine Revolution, sondern seine persönliche Angelegenheit. Er verbot den Kult der übrigen Götter zwar nicht, aber es kam doch zu Ausschreitungen gegen die Priester bzw. die alten Götternamen auf den Denkmälern. Eine Anordnung von Echnaton konnte jedoch nicht nachgewiesen werden; in seiner eigenen Stadt existierte (im häuslichen Bereich) eine Vielzahl von anderen Göttern neben Aton, von deren Existenz Echnaton Kenntnis gehabt hat (Christine El-Mahdy).

Gründung von Achet-Aton

Noch während der Regierung seines Vaters, Amenophis III. (eine Mitregentschaft gilt inzwischen als wahrscheinlich), gründete er eine zeitweilige Residenz in Sisala, wo er sich wegen der Durchführung eines Jubelfestes zu Ehren seines Vaters aufhielt und die Feierlichkeiten leitete. Hierin folgte er dem Beispiel seines Vaters, der ebenfalls eine neue Residenz in Malkatta gegründet hatte. Schließlich wählte er jedoch einen anderen Ort aus, 400 km nördlich von der ehemaligen Hauptstadt Theben, stromabwärts auf einer am Ostufer des Nils von Felsformationen umgebenen, größeren Sandfläche in Mittelägypten. An den Bergen glaubte Echnaton in einer der dortigen Felsformationen das Hieroglyphenzeichen für "Stadt des Aton" zu erkennen. Er beschloss daher im Jahr 5 seiner Herrschaft, an diesem Ort seine neue Hauptstadt Achet-Aton (der Horizont des Aton) in der Nähe des heutigen Amarna zu gründen.

Umzug nach Achet-Aton

Die Bauarbeiten wurden in Rekordzeit vorangetrieben, indem die Bevölkerung und vor allem das Militär in die Arbeiten eingebunden wurden; schon drei Jahre nach Baubeginn zog das Herrscherpaar in den zentral gelegenen Palast. Der gesamte ägyptische Hof und die Verwaltung zogen in die neue Hauptstadt, das Archiv mit den außenpolitischen Briefwechseln wurde ebenfalls mitgenommen. Die Tempel wurden - in Rückbesinnung auf die Sonnentempel der 6. Dynastie - mit offenem Dach gebaut, damit seine wohltuenden Strahlen eindringen konnten.

Regentschaft

Die Herrschaft von Echnaton und seiner Hauptfrau Nofretete ("die Schöne, die da kommt") war völlig der Liebe zur Kunst und Spiritualität zugetan. Außenpolitische Dinge interessierten ihn nicht; um solche Sachen kümmerte sich seine Mutter Teje, was Briefe beweisen, die explizit an Teje und nicht an Echnaton gerichtet sind. Echnaton hat mehr oder weniger den hohen Beamten die Zügel der Macht gelassen, um sich dem neuen Kult zu widmen. Echnaton und Nofretete verstanden sich wie alle anderen Pharaonen als Götter auf Erden, doch nunmehr als Repräsentanten des Hauptgottes Aton, und sie waren die alleinigen Oberpriester dieses Kultes. Die Vermittlung zwischen Gott und Gläubigem erfolgte ausschließlich durch das Herrscherpaar als alleiniger Referenz zu Aton. Sie ließen sich selbst wie Götter anbeten und bildeten nach Aussagen von Ägyptologen zusammen mit dem Gott Aton eine Art Dreifaltigkeit, was den orientalischen Religionen des Zweistromlandes näher kommt.

Nofretetes Mitregentschaft

Die starke Position der Frau im alten Ägypten wurde unter Echnaton noch gesteigert. Nofretete als Hauptfrau des Pharaos wurde zu einer Art Mitregentin gemacht und zumindest mit den pharaonischen Machtsymbolen ausgestattet. Später wurde sie sogar in den Felsengräbern von Armana zusammen mit Echnaton mehrfach in einer Art abgebildet, dass Forscher sogar eine dominante Mitregentschaft von Nofretete in den späten Regierungsjahren von Echnaton annehmen. Möglicherweise hatte sie bei ihrer Inthronisation den Thronnamen Semenchkare angenommen, was eine Nachfolgerrolle bedeuten würde.

Außenpolitische Situation

Amarna-Briefe, nach James H. Breasted Im Jahr 1885 wurden durch einen glücklichen Zufall in den Ruinen der Stadt Achet-Aton etwa 300 Schrifttafeln gefunden: die außenpolitische Korrespondenz Echnatons und seiner Nachfolger, verfasst in der in diplomatischen Kreisen üblichen babylonischen Keilschrift. Diese sogenannten Amarna-Briefe spiegeln die politische Situation Ägyptens wieder, beeinflusst durch das starke Reich der Hethiter, welches sich noch zur Zeit des Amenhotep III. nördlich der asiatischen Einflusszone Ägyptens gebildet hatte. Suppiluliuma I., der König der Hethiter, begrüßte Echnaton noch zu seiner Thronbesteigung, und zur Einweihung der neuen Hauptstadt Achet-Aton erschien eine hethitische Delegation mit Geschenken. Aber bereits kurze Zeit später fragte der Hethiterkönig an, warum man seine Briefe nicht beantworte. Grund der aufgetretenen Spannungen war eventuell der Abfall einiger syrischer Vasallen von Ägypten und ihre Hinwendung zum Einflussbereich der Hethiter. Abdi-aschirta und sein Sohn und Nachfolger Aziru herrschten zu dieser Zeit am oberen Orontes über das Reich der Amoriter. Sie und der syrische Fürst Itakama von Kadesch waren möglicherweise die ersten, die die Fronten wechselten und sich von den Ägyptern abwandten. Bis auf die Städte Simyra und Byblos eroberte Aziru alle nordsyrischen und phönizischen Küstenstädte. Zusammen mit den Hethitern eroberte er Nij und drang gegen die Stadt Tunip vor. Der Hilferuf der Stadtältesten an den Pharao ist erhalten: „Wer hätte früher Tunip plündern können, ohne dass Manachpirija (Men-chepru-Rê) ihm zur Strafe geplündert hätte? ...und wenn Aziru in Simyra eindringt, so wird er uns tun, was ihm gefällt auf dem Gebiete unseres Herrn, des Königs, und trotz alledem hält unser Herr sich von uns zurück. Und nun weint Deine Stadt Tunip und ihre Tränen fließen, und es gibt keine Hilfe für uns. ...haben wir an unseren Herrn, den König von Ägypten, Boten gesandt, aber keine Antwort ist uns gekommen, nicht ein einziges Wort.“ Rib-Addi aus Byblos bat Echnaton wiederholt um Hilfe gegen die Truppen Azirus bei dessen Angriff auf Simyra, aber vergeblich. Simyra wurde zerstört, der ägyptische Gesandte erschlagen. Mehr als 60 Schreiben des Rib-Addi mit der Bitte um Hilfe sind in Amarna gefunden worden. Wie die Geschichte zeigt, waren sie vergeblich. Echnatons Interessen lagen nicht auf politischem Gebiet. In Palästina regte sich der Widerstand unter den Chabiri (Hebräern?), die Meggido, Askalon und Gezer bedrohten und letztlich unter ihre Kontrolle brachten. Die Hilferufe aus dieser Region führten nur zu halbherzigen und erfolglosen Maßnamen durch den Herrscher in Achet-Aton. So gingen die Gebiete dem Reich verloren. Vor diesem Hintergrund legte ein junger Offizier mit Namen Haremhab den Grundstein für eine steile Karriere.

Ende der Amarna-Zeit

Den genauen Verwandtschaftsgrad zwischen Echnaton und seinem bekannten Nachfolger (Sohn? Schwiegersohn?), dem jungen Tutanchamun kennt man nicht, man vermutet jedoch, dass er eine Tochter seiner Nebenfrau Kija war, die um den Zeitpunkt der Geburt verschwand. Darstellungen einer toten Frau in einer Geburtslaube wurden in den Königsgräbern gefunden, und sie können sich weder auf Nofretete noch auf die Königstöchter beziehen. Es wurde bislang vermutet, dass seine Frau Nofretete einige Jahre vor ihm verstarb. Als Zeitpunkt geben einige Quellen das 12. Regierungsjahr, andere Quellen das 14. Regierungsjahr von Echnaton an. Möglicherweise überlebte sie ihn und regierte als Nachfolger (siehe Nofretete). Unbestritten ist, dass danach die älteste Tochter Merit-Aton den Titel Königliche Gemahlin erhielt.

Tod

Echnatons Ende ist ebenfalls nicht eindeutig geklärt. Im 17. Jahr seiner Regentschaft scheint er gestorben zu sein und wurde wohl zunächst in der neuen Königsgruft von Amarna bestattet. Eine Untersuchung des Grabes brachte Fragmente des Sarkophages und einige Hinweise auf die Grabausstattung zu Tage. Reeves sieht in WV 25 im Tal der Könige/Westtal ein früh begonnenes, unvollendetes Grab für Echnaton. Es gibt Vermutungen, dass er Opfer eines Anschlags geworden sei, denn seine Politik wurde als Verstoß gegen die Maat interpretiert. Kurz nach der Amarna-Zeit lösten sich die Herrscher schnell ab, was auf Nachfolgestreitigkeiten deutet und gewaltsame Übergriffe nicht unwahrscheinlich macht.

Nofretete als Echnatons Nachfolgerin?

Eine noch umstrittene Theorie ist, dass Nofretete entgegen allen bisherigen Annahmen jedoch Echnaton überlebt hat und nach ihm den Thron bestieg. Die Darstellung von Nofretete als Schutzgöttin ihres verstorbenen Gatten an den Ecken des in Fragmenten erhaltenen und wieder rekonstruierten Steinsarkophags von Echnaton (im Garten des Ägyptischen Museums in Kairo) und ein kleines Relief, auf dem Nofretete beim Erschlagen von Feinden dargestellt wird, interpretieren zunehmend mehr Forscher heute dahingehend, dass sie nach dem Tode Echnatons sogar eine kurze Zeit lang Ägypten alleine regiert hat. Darüberhinaus gibt es Beweise, dass Semenchkare in Wirklichkeit weiblich war (vgl. Cyril Aldred). Überdies hat er den Titel der Nofretete inne, "Geliebt von Wa-en-Re", einer der Titel Echnatons. (vgl Nofretete).

Negative Auswirkungen der Echnaton-Regentschaft

Entfernt vom Bild einer idyllischen Gemeinschaft wird die Herrschaft von Echnaton auch als die schwarze Periode in der Geschichte Altägyptens bezeichnet. Demnach gab es unter Echnaton an Negativ-Auswirkungen für die Priesterschaft Tempelschließung, Verfolgung, Beschlagnahme der Güter, Verwahrlosung der Bildnisse der alten Götter. Dieses trug ihm in der Forschung den Beinamen "Ketzerpharao" ein. Außerdem hat er durch Ablehnung militärischer Hilfe für die von den Hethitern bedrohten ägyptischen Verbündeten den Verlust mehrerer ägyptischer Protektorate im Norden bewirkt. Es scheint auch, dass Ägypten wegen des Rückzugs der Zentralregierung in die Wüste zu dieser Zeit einen wirtschaftlichen Rückgang erlitt. Die kurze Phase des Umbruchs hat jedoch die Grundlagen der ägyptischen Religion nicht erschüttert, und selbst wenn das Volk sich offenkundig Aton zugewandt hatte, hat es nie aufgehört, die alten Götter zu verehren. Die alte Priesterschaft Thebens hat offenbar zeitgleich in gewissem Umfang weiter bestanden. Als Vollzieher einer religiösen Reformation und Kulturrevolution hat Echnaton jedoch den letzten folgerichtigen Schritt einer Tendenz vollzogen, die bereits während der Herrschaft seines Vaters Amenophis III. entstanden war und wohl auch im religiösen Teil Vorbilder in der Welt der Hirten, so der Midianiter, im Osten hatte.

Kunst

Während der Herrschaft von Echnaton erblühte die Amarnakunst, die sich durch die Entwicklung der naturalistischen Kunst auszeichnet, wo es von Pflanzen, Blumen und Vögeln wimmelt. Bis heute berühmt sind die Fußböden von Amarna mit ihrer Fülle an Blumen- und Tierdekors. Ein weiteres Merkmal ist die überaus realistische Darstellung der Persönlichkeiten, die manchmal sogar bis zur Karikatur übertreibt; die traditionelle Kunst war eher idealisierend. Ebenso wurden die bisherigen Kunstregeln der Perspektivlosigkeit und Statik weitgehend aufgehoben. Auf einem Relief, in dem Echnaton Aton einen Olivenzweig hinstreckt, ist seine Hand flächig ausgearbeitet, nahezu einmalig in der Amarna-Zeit und einzigartig im Gesamtkontext der ägyptischen Kunstgeschichte. Die Bildhauer rühmen sich, das sie von dem Pharao selbst in der Ausführung des neuen Stils unterwiesen wurden; auch die Pläne der Stadt Achet-Aton sollen auf ihn zurückgehen. Man spricht Echnaton auch dichterisches Talent zu (siehe Sonnengesang). Die nachfolgenden Pharaonen ab Haremhab taten alles, um die Spuren des häretischen Pharaos auszulöschen, so dass man sehr wenige Kenntnisse über diese Periode hat.
Auch wenn nach Echnaton eine Rückkehr zu den alten Verhältnissen erfolgte, so wurde doch vieles übernommen. Die Sonnenscheibe nahm in der 19. und 20. Dynastie eine hervorgehobene Stellung ein. Künftige Königsgräber wurden ohne Knickachse angelegt und gerade, damit die Sonnenstrahlen direkt einfallen konnten. Das Neuägyptische blieb Schriftsprache, und in der Kunst konnten sich Elemente des Amarna-Stils für kurze Zeit behaupten.

Theorien und Spekulationen

Es gibt Theorien, die den biblischen Moses (der bekanntlich in Ägypten geboren wurde) und sein Gottesbild in direkte Beziehung zu Echnaton setzen, und den ägyptischen Aton-Glauben in den jüdischen Adon-Glauben des Pentateuch mit großer Detailtreue abgebildet sehen. Es existiert sogar die These, dass Echnaton eine personelle Einheit mit Moses bildet und dies in mehrfachen Entsprechungen sogar problemlos gelingt. Es sei angemerkt, dass die biblische Geschichtsschreibung Moses auf grob 4000 v. Chr. datiert, wobei zur Vorsicht geraten wird aufgrund von möglicher nachträglicher Bearbeitung im Sinne der Zahlenmystik sowie aufgrund von teils inkonsitenter Zeitrechnung an sich (Mondkalender, Halbjahres- oder auch Quartals-Systeme) und ständigen Wechseln der jeweiligen Maßeinheit in den Schriften bzw. (teils sehr offensichtlich) falschen bzw. missverständlichen Angaben der jeweiligen Zeit-Einheit. Chronologisch wird die Zeit der Landnahme i. d. Regel nicht mit der Zeit Echnatons verbunden. Von Forschern der Ruhr-Universität wurde Echnaton bescheinigt, dass er einen Anteil der Beamtenschaft aus Ausländern rekrutierte. Dies stützt die biblische Darstellung, dass Moses einen hohen Rang am Hof des Pharao bekleidete und direkte Bittstellungen beim Pharao vortragen konnte. Allerdings hielt sich Moses auch lange bei dem Midianiterpriester Jethro auf, der die neue israelitische Rechtsordnung im Sinai begründete und dessen Tochter er ehelichte, so dass dieser wohl mit dem Monotheismus vertraut war.

Literatur


- Aldred, Cyril: Echnaton. Lübbe, Bergisch Gladbach 1968
- Assmann, Jan: Moses der Ägypter. Hanser, München 1998, ISBN 3-446-19302-2
- Hornung, Erik: Echnaton. Die Religion des Lichtes. Artemis, Zürich 1995, ISBN 3-7608-1111-6
- Reeves, Nicholas: Echnaton. Ägyptens falscher Prophet. von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2828-1
- Sarkowicz, Hans [Hrsg.]: Die Geschichte der Gärten und Parks. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-458-16897-4
- Schlögl, Hermann A.: Amenophis IV. Echnaton. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1986, ISBN 3-499-50350-6
- Drunvalo Melchizedek: Blume des Lebens, Band 1. Koha, Burgrain 2000, ISBN 3-929512-57-2
- Drunvalo Melchizedek: Blume des Lebens, Band 2. Koha, Burgrain 2000, ISBN 3-929512-63-7
- Peter Priskil: Echnaton - Träumer, Fanatiker oder Revolutionär? Ahriman, Freiburg 2001, ISBN 3-89484-704-2

Weblinks


- [http://www.ancient-cultures.com/echnaton_nofretete.php ancient-cultures.com - Echnaton und Nofretete] (dt.)
- [http://www.semataui.de/NR/18-10.htm Echnaton]
- [http://www.mein-altaegypten.de/start.html Das Alte Ägypten] Auf dieser umfassenden Website gibts ein kompaktes Pharaonen-Special zum "Sonnenkönig" ECHN-ATON Kategorie:Mann Kategorie:Lyrik Kategorie:Pharao ja:アメンホテプ4世

Sekte

Eine Sekte (v. lat.: sequi = folgen; (Nach-)Folge, Richtung, Denkweise, Partei, Schule) bezeichnet im wissenschaftlichen Sprachgebrauch häufig eine religiöse Organisation, die durch ein Schisma oder die Abspaltung von einer etablierten Religion entstanden ist. Im Alltagssprachgebrauch sind Sekten meist mit Hinblick auf ein tatsächliches oder vermeintliches Konfliktpotential mit ihrer Umgebung hin definiert. Neue religiöse Gruppen oder Abspaltungen von bestehenden Religionen sind über die gesamte Menschheitsgeschichte entstanden - viele gingen unter, einige überleben in Nischen, manche haben sich gar als Weltreligion - wie z.B. das Christentum, das zunächst eine jüdische Sekte war - oder als Staatsreligion etabliert.

Etymologie

Bei der Vorstellung, das Wort Sekte sei eine Ableitung von lateinisch secare (trennen, abschneiden), bezeichne also eine Gruppe, die sich wegen einer besonderen Lehrmeinung von einer anderen Religion abgespalten habe, handelt es sich um eine (verbreitete) Volksetymologie. Im Gegensatz zu Sektor oder Insekt, welche sich von secare ableiten, leitet sich das lateinische secta (Lebensweise) vom lateinischen Verb sequi (folgen, nachfolgen) ab und war die Übersetzung des griechischen αίρεσις („hairesis“ - Wahl, Denkweise).

Geschichte

Die nichtchristliche Antike bezeichnete bestimmte philosophische oder religiöse Gruppierungen wertfrei als Sekten. Auch die ersten Christen wurden in diesem neutralen Sinne als „Sekte der Nazarener“, eine Richtung des Judentums bezeichnet. Paulus verwendet das Wort αίρεσις „hairesis“ in seinen Briefen für Spaltungen innerhalb der Gemeinde (z. B. 1 Ko 11,19). Diese Spaltungen als solche werden von ihm negativ bewertet, ohne dass er dabei einer bestimmten Richtung unter ihnen den Vorzug gibt. In der Alten Kirche wurde der Begriff hairesis dann immer mehr für Abweichungen von der gemeinsamen Lehre der mit einander in Kommunion stehenden christlichen Gemeinden verwendet und im vierten Jahrhundert hatte er dann kirchlich die Bedeutung Irrlehre. Dieser Begriff wurde dann von der lateinischen Kirche des Mittelalters als secta, Sekte, übernommen. So wurden die Protestanten als secta lutherana bezeichnet und auch im deutschen Sprachgebrauch redete die katholische Kirche noch bis ins 20. Jahrhundert in manchen Texten von Sekten, wenn sie die evangelischen Kirchen meinte.

Heutiger Gebrauch des Wortes Sekte

umgangssprachlich

Im landläufigen Sprachgebrauch wird mit Sekte oft eine religiöse Gruppe gemeint, die vom Sprecher in irgendeiner Weise als gefährlich oder problematisch angesehen wird. Unter die Bezeichnung fallen sowohl ältere christliche Gruppen, die sich in der Lehre und/oder Praxis vom Herkömmlichen unterscheiden (Zeugen Jehovas, Mormonen, Christliche Wissenschaft) als auch einige Gruppen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind und die auch als Jugendsekten bezeichnet werden, da sie anfänglich viele junge Mitglieder hatten (Scientology, Vereinigungskirche, Universelles Leben). Aber auch Gruppen innerhalb der großen Kirchen wie z.B. Opus Dei werden oft als Sekten bezeichnet. In den letzten Jahrzehnten wird diese umgangssprachliche Bezeichnung jedoch von seriösen Quellen mehr und mehr als nicht korrekt gesehen. Meyers Enzyklopädisches Lexikon von 1977 schreibt: „Mit dem Wort „Sekte“ wird heute weitgehend die Vorstellung von etwas Abartigem, Gefährlichem, Widersetzlichem signalisiert.“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung 1994 „Der Begriff ‚Sekte‘ hat heute einen negativen Beigeschmack und wird als ‚Kampfbegriff‘ gebraucht.“

wissenschaftlich

Im rechtlichen, soziologischen und religionswissenschaftlichen Kontext wird das Wort heute kaum mehr verwendet. Das Münchner Rechtslexikon schreibt zum Beispiel, der Begriff „Sekte“ habe in staatsrechtlicher Hinsicht seine Bedeutung verloren, da er eine negative theologische Beurteilung enthalte. Die früher als "Sekten" bezeichneten Gruppen werden heute meist unter dem neutraleren Labeln „Neue religiöse Bewegungen“ oder „Alternativreligionen“ zusammengefasst. Kleinere, schlecht organisierte spirituelle Gruppierungen und Einzelpersonen werden bisweilen auch als „Anbieter am Lebenshilfemarkt“ bezeichnet. Max Weber definiert in seiner Untersuchung über die Protestantische Ethik Sekten als voluntaristische Gemeinschaften, in die man aufgrund einer persönlichen Entscheidung und nur nach eingehender Prüfung durch die Sekte aufgenommen wird. Im Gegensatz dazu sind Kirchen für ihn „Anstalten“, in die man hineingeboren wird. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche ist folglich obligatorisch.

aus staatlicher Sicht (BR Deutschland)

Die Enquetekommission 'Sogenannte Sekten und Psychogruppen' verzichtete auf den Begriff Sekte mit folgender Begründung: :„Wie häufig der Begriff ‚Sekte‘ auch umgangssprachlich verwendet werden mag, ist er doch sachlich unzutreffend und irreführend. … Er kommt von lateinisch sequi, folgen, und ist die Übersetzung von griechisch hairesis, Wahl, Gefolgschaft. Mit ihm wurden in der Antike zunächst diejenigen bezeichnet, die einem bestimmten Philosophen in seinen Anschauungen folgten. In der Geschichte des Christentums wurden damit die Gruppen bezeichnet, die außerhalb der allgemeinen Kirche einem bestimmten Glaubensführer und für abweichend erklärten Glaubenslehren oder Praktiken anhingen. Im Mittelalter (vgl. z. B. die Konstitution Ad Deus des Kaisers Friedrich II. von 1220) wurde das ‚widerspenstige Anhängen‘ an eine ‚Sekte‘ in Acht getan und mit dem Tode bestraft (vergleiche z. B. die Bamberger Halsgerichtsordnung von 1507, Artikel 30). Dadurch wurde aus einem religiösen Abweichen ein kriminelles Delikt, wie der protestantische Theologe Paul Tillich schrieb: Wer gegen das kanonisierte Dogma verstößt, (ist) nicht nur ein Häretiker, der den Grundlehren der Kirche widerspricht, sondern auch ein Verbrecher gegen den Staat. … Mit der Erklärung der Religionsfreiheit in den europäischen Staaten wurden solche Auffassungen und Einrichtungen abgeschafft. Das Grundgesetz kennt nur ::
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- Religionsgemeinschaften; :staatsrechtlich gibt es in dieser Beziehung keinen Unterschied zwischen Kirche und anderen religiösen Organisationsformen. Da außerdem der Begriff der 'Sekte' kaum von allem ihm durch die kirchliche Verlästerung angehängtem Beigeschmack, wie Max Weber forderte, gelöst werden kann, ist er äußerst fragwürdig geworden.“ Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht 1 BvR 670/91 in seinem Beschluss vom 26. Juni 2002 festgestellt, dass die Benutzung des Begriffs „Sekte“ in dem konkreten Fall der Klage der Osho-Bewegung gegen die Bundesregierung unbedenklich ist: :„Zuzustimmen ist den angegriffenen Entscheidungen allerdings darin, dass diese Äußerungen, soweit mit ihnen die Osho-Bewegung und die zu ihr gehörenden Gemeinschaften als ‚Sekte‘, ‚Jugendreligion‘, ‚Jugendsekte‘ und ‚Psychosekte‘ bezeichnet wurden, keinen verfassungsrechtlichen Bedenken begegnen. Diese Äußerungen berühren schon nicht den Schutzbereich des Grundrechts der Religions- oder Weltanschauungsfreiheit. Sie enthalten keine diffamierenden oder verfälschenden Darstellungen, sondern bewegen sich im Rahmen einer sachlich geführten Informationstätigkeit über die betroffenen Gemeinschaften und wahren damit die Zurückhaltung, zu welcher der Staat und seine Organe nach dem Gebot der religiös-weltanschaulichen Neutralität verpflichtet sind.“ (Randnummer 56) :„Es verletzt nicht das dem Staat in religiösen und weltanschaulichen Angelegenheiten auferlegte Neutralitäts- und Zurückhaltungsgebot, wenn dieser durch seine Organe im Rahmen einer solchen Debatte die Bezeichnungen und Begriffe verwendet, die in der aktuellen Situation den Gegenstand der Auseinandersetzung einprägsam und für die Adressaten seiner Äußerungen verständlich umschreiben, sofern die Äußerungen als solche nicht diffamierend oder sonst wie diskriminierend sind.“ (Randnummer 61) :"Allerdings soll die Bezeichnung "Sekte" nach der Empfehlung der Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" des Deutschen Bundestags in Verlautbarungen staatlicher Stellen über Gruppierungen der hier vorliegenden Art in Zukunft nicht weiter verwendet werden. Der Gebrauch im seinerzeitigen Kontext war aber verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden." James T. Richardson, Professor für Soziologie an der Universität von Nevada (USA), spricht sich dafür aus, den Begriff in Rechtsfällen zu verbieten, denn „der Begriff trägt einfach zu viel Ballast mit sich herum, um die beiläufige Verwendung in Fällen zu gestatten, die dazu dienen sollen, eine rationale Beurteilung wichtiger Fragen vorzunehmen.“ Des weiteren widerspricht der bewusst herabwertende Sekten-Begriff dem verbreiteten Grundansatz der Religionswissenschaft, wie ihn Tworuschka formuliert: Grundsätzlich ist die Religionswissenschaft um methodische Neutralität und Werturteilsfreiheit bemüht. Dem beschreibenden Charakter einer Religionsdarstellung muss deshalb auch die Bezeichnung für die jeweilige Gemeinschaft entsprechen. Willy Fautré, Präsident der Organisation Human Rights Without Frontiers, hat festgestellt: „Außerhalb ihres Bereichs bezeichnen die großen Weltreligionen gewöhnlich alle anderen religiösen Gemeinschaften als ‚Sekten‘ oder ‚Kulte‘ mit all dem negativen Beiklang, der sich aus dieser Wortwahl ergibt. Sie verwenden diese Bezeichnung, um Splittergruppen in ihren eigenen Reihen oder neue religiöse Bewegungen zu charakterisieren, die ihre Theologie oder ihre Vorherrschaft in bestimmten Teilen der Welt in Frage ziehen.Der Begriff ‚Sekte‘ wird hauptsächlich dann gebraucht, wenn aus den unterschiedlichsten Gründen, zum Beispiel durch fremdartige Handlungen oder zweifelhafte Wertvorstellungen, eine gewisse Spannung zwischen einer neu etablierten religiösen Bewegung und dem religiösen Establishment oder der bürgerlichen Gesellschaft besteht. Dieses Phänomen ist nicht neu, sondern tritt in der gesamten Menschheitsgeschichte immer wieder auf.“ (Human Rights Without Frontiers, European Magazine of Human Rights, 8. Jahrgang, Nr. 2-3/1996, „Bulgarian Helsinki Committee“, S. 6, 7.)

Anwendung auf Extreme

Einige landläufig als Sekte bezeichneten Gruppierungen stehen im Verdacht, sich v. a. aus wirtschaftlichen Gründen als religiöse Glaubensgemeinschaften zu bezeichnen, um den besonderen Schutz des Staates, größere Freiheiten und Rechte, sowie die Befreiung von Steuern zu genießen. Bekanntestes Beispiel dafür ist Scientology. Vereinzelt geraten radikale Sekten im Zusammenhang mit Gewaltaktionen gegen Mitglieder oder Außenstehende in die Schlagzeilen. Besonders spektakuläre Beispiele sind der Massenselbstmord der über 900 Mitglieder der Volkstempel-Sekte 1978 in Guayana, der Widerstand der Davidianer gegen die US-Behörden 1993, bei dem vier Polizisten und über 80 Sektenmitglieder starben, die Massenselbstmorde innerhalb der Sonnentempler-Sekte, bei denen zwischen 1994 und 1997 in der Schweiz, in Kanada und in Frankreich insgesamt 74 Mitglieder ums Leben kamen, und der Heaven's Gate-Massenselbstmord mit 39 Toten. Der größte Anschlag einer Sekte gegen Außenstehende in der modernen Zeit war das Giftgasattentat der japanischen Aum-Sekte in der U-Bahn von Tokio im Jahr 1995, bei dem zwölf Menschen starben und über 5.500 verletzt wurden.

Neutrale Differenzierung religiöser Gruppen

Da das Wort Sekte oft undifferenziert gebraucht wird und verschiedene Bedeutungen haben kann, werden religiöse Gruppen in einer differenzierteren Denkweise nach verschiedenen konkreten Kriterien beurteilt und neutraler bezeichnet.

Nach Organisationsform

Bezüglich Organisationform, Verhältnis zum und zu anderen religiösen Gruppen, wird unterschieden zwischen:
- Landeskirchen, z. B. die Gliedkirchen der evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Reformierte, katholische und christkatholische Kirche in der Schweiz.
- anerkannte Religionsgemeinschaften, die nicht Landeskirche sind; diesen Status der Anerkennung gibt es nicht in allen Staaten.
- Freikirchen (können, je nach Staat, auch anerkannte Religionsgemeinschaft sein). Sie verstehen sich als von politischen Körperschaften wie Staaten unabhängig und stellen gewöhnlich von der Rechtsform her Vereine oder Körperschaften des öffentlichen Rechts dar, sind aber in ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen eingebunden. Beispiele: Baptisten, Evangelisch-methodistische Kirche, Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Siebenten-Tags-Adventisten, Freie evangelische Gemeinden, Apostolische Gemeinschaft.
- Religionsgemeinschaften, die sich nicht als Teil einer größeren Religion sehen (möglicherweise jedoch als allein richtige Vertreter einer größeren Religion). Auch sie treten juristisch gewöhnlich als Vereine auf, teilweise haben sie aber auch den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Beispiele: Zeugen Jehovas, Scientology, Vereinigungskirche, Eckankar, Fiat Lux, Internationale Gemeinden Christi.

Nach Lehre

Bezüglich Theologie wird im christlichen Spektrum unterschieden zwischen
- Großkirchen z. B. katholische, orthodoxe, anglikanische, baptistische, methodistische oder lutherische Kirche
- christliche Kirchen und Gruppen im Rahmen der Basiserklärung des Ökumenischen Rats der Kirchen oder der Evangelischen Allianz (z. B. Pfingstgemeinden, Freie evangelische Gemeinden, Heilsarmee)
- Sondergruppen: Gemeinschaften mit christlichem Bezug, für die Lehren oder Ämter wesentlich sind, die nur in ihrer spezifischen Gruppen vorkommen, und die sich deshalb als die einzig wahre Gemeinde sehen (z. B. Neuapostolische Kirche, Zeugen Jehovas, The Way International, Christadelphians)

Nach Autoritätsgefälle

Die Autoritätsstruktur einer Gemeinschaft ist unabhängig von ihrer Lehre (die Gruppe kann sehr autoritär sein, aber keine Sonderlehre vertreten; umgekehrt gibt es auch relativ liberale Gruppen mit sehr wesentlichen Sonderlehren).
- Demokratische Gemeinschaften: Leitung wird periodisch gewählt, ist abwählbar, Austritt ist jederzeit möglich, in der Gemeinschaft gibt es ein breites Meinungsspektrum (Beispiele: Evangelische Kirche, Baptisten, Evangelisch-methodistische Kirche, Unitarier, Siebenten-Tags-Adventisten)
- Hierarchische Gemeinschaften: Es gibt eine verbindliche Lehre und Erkenntnis, die sich der Einzelne anzueignen sucht, die aber auch kritisch hinterfragt werden kann. Ein Austritt ist problemlos möglich. Die Gemeinschaft hat eine klare hierarchische Ordnung. Es gibt ein breites Meinungsspektrum in der Gemeinschaft (Beispiele: Katholische Kirche, Anglikanische Kirche, Neuapostolische Kirche, Eckankar, die meisten mormonischen Kirchen).
- Fundamentalistische Gemeinschaften: Die Lehre der Gemeinschaft muss kritiklos akzeptiert werden. Hinterfragen gilt als Respektlosigkeit oder Angriff auf die göttliche Autorität. Die gleiche Wahrheit wird auf dieser Stufe allerdings auch noch anderen, ähnlich ernsthaften Gruppen zugestanden. Das Verlassen der Organisation ist möglich, wird aber erschwert. Beispiele: Gemeinden Christi (Churches of Christ), Evangelischer Brüderverein.
- Arche-Noah-Gemeinschaften: Außerhalb der Gemeinschaft gibt es kein Heil. Der einzelne muss den Führern bedingungslos folgen, Kritik oder mangelnder Eifer gilt als Verrat. Aussenkontakte werden auf Mission und Kampf gegen Kritiker beschränkt. Ausstieg ist gleichbedeutend mit Untergang. Beispiele: Scientology, Vereinigungskirche, Fiat Lux, Internationale Gemeinden Christi.

Kontroversen

Das Thema Sekten führt auch immer wieder zu Kontroversen bezüglich der Religionsfreiheit. Dabei stehen auf der einen Seite vorwiegend Vertreter von religiösen Minderheitsgruppen und Menschen, die sich auf die Religionsfreiheit berufen, die die wertende Einschränkung von religiösen Gruppen scharf verurteilen. Auf der andern Seite finden sich Würdenträger und Beauftragte der Amtskirchen ("Sektenbeauftragte"), Mitarbeiter staatlicher und kommunaler Stellen (z.B Berliner Senat) sowie vereinsrechtlich organisierte Gruppierungen (z.B. AGPF). Sie sammeln und erheben Vorwürfe über angebliche Verletzungen von Menschenrechten in den Minderheitsgruppen. Im Einzelnen kann es bei den Vorwürfen gehen um
- so genannte Einschränkungen der Meinungsfreiheit von Sektenmitgliedern, welche durch die Unterdrückung von Kritik an der jeweiligen Gruppierung und der Verhinderung des Zugangs zu kritischen Informationen hervorgerufen werde;
- so genannte Einschränkungen der allgemeinen Meinungsfreiheit, hervorgerufen durch Versuche der jeweiligen "Sekte", kritische Informationen, insbesondere im Internet, zu unterdrücken;
- so genannte Einschränkungen der Religionsfreiheit ihrer Mitglieder, hervorgerufen durch starken psychischer Druck gegen ein Verlassen der Religionsgemeinschaft (Vergleiche hierzu aber auch den öffentlichen Meinungsdruck in christlichen Landgemeinden);
- lange Gebets- oder Meditationszeiten und/oder Arbeitszeit der Mitglieder für die Gemeinschaft ohne angemessene Entlohnung und ohne angemessene Freizeit, was neben dem Ausbeutungscharakter auch dafür sorge, dass keine Zeit für Außenkontakte oder zum ruhigen Nachdenken bleibe; (Vergleiche hierzu aber auch christliche oder buddhistische Ordensregeln und Gelübde)
- gruppeninterne gerichtsähnliche Verfahren, die dem Standard der Menschenrechte nicht entsprechen sollen;
- Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Mitglieder;
- angeblichen Personenkult um den oder die Anführer der betreffenden Gruppe. Einige dieser Vorwürfe werden ungeachtet der Tatsache erhoben, dass sie auch auf fundamentale Zweige der etablierten Großreligionen (z.B. auf Ordensgemeinschaften) in gleicher Weise zutreffen, dort aber von der Gesellschaft als "normal" empfunden werden. So finden gläubige Christen nichts Anstößiges an starker Verehrung des Papstes, obwohl im diesem Zusammenhang sogar Devotionalien gehandelt werden. Diese Kritik ist Gegenstand eines weiterführenden Artikels Kirchenkritik.

Zusammenfassung

Die begriffliche Nähe zu Extremfällen im landläufigen Verständnis des Begriffes „Sekte“ führt zu oft zu einer einseitigen und diffamierenden Brandmarkung Andersdenkender. Die Behauptung, eine Person wäre Sektenmitglied, kann für den Betreffenden schlimmstenfalls sogar existenzvernichtenden Charakter bekommen (z. B. im Verlauf eines Bewerberauswahlverfahrens, in dem eine solche Klassifizierung gegebenenfalls den Ausschlag für eine Ablehnung gibt). In der :Kategorie:Neue religiöse Bewegung finden Sie die Übersicht aller derzeit in der Wikipedia als Neue religiöse Bewegung beschriebenen Bewegungen.

Siehe auch


- Religionsgemeinschaft
- Chronologie der christlichen Kirchen, Konfessionen und Sondergruppen
- Liste der Religionen und Weltanschauungen
- Portal:Religion

Literatur


- Van Holland: "Sekten - Islam-Judaismus-Christenheit", DoB 2005, ISBN 3833423099
- Georg Schmid: Kirchen, Sekten, Religionen. Religiöse Gemeinschaften, weltanschauliche Gruppierungen und Psycho-Organisationen im deutschen Sprachraum, 7. überarb. u. erg. Aufl., Zürich 2003
- Frank Nordhausen und Liane v. Billerbeck: Psycho-Sekten. Fischer, 2000, ISBN 3-596-14240-7
- Jutta Ditfurth: Entspannt in die Barbarei. Esoterik, (Öko-)Faschismus und Biozentrismus. Konkret Literatur Verlag, zuerst 1996, 2. Aufl. 2002, ISBN 3-89458-148-4
- Bärbel Schwertfeger: Der Griff nach der Psyche. Was umstrittene Persönlichkeitstrainer in Unternehmen anrichten. Frankfurt am Main 1998
- Jutta Ditfurth: Feuer in die Herzen. Gegen die Entwertung des Menschen. Konkret Literatur Verlag, Neuausgabe 1997, ISBN 3-89458-159-X
- Kurt-Helmut Eimuth: Sekten-Ratgeber. Informationen und Ratschläge für Betroffene. Freiburg/Basel/Wien 1997
- Hansjörg Hemminger und Joachim Keden: Seele aus zweiter Hand. Psychotechniken und Psychokonzerne. Stuttgart 1997
- Margaret Thaler Singer und Janja Lalich: Sekten. Wie Menschen ihre Freiheit verlieren und wiedergewinnen können. Heidelberg 1997
- Robert Jay Lifton, Terror für die Unsterblichkeit : Erlösungssekten proben den Weltuntergang, München ; Wien : Hanser, 2000
- Hansjörg Hemminger: Was ist eine Sekte? Mainz 1995
- Helmut Lange: Destruktive Kulte und Sekten. Eine kritische Einführung. München 1995
- Hermann-Josef Beckers und Helmut Kohle: Kulte, Sekten, Religionen. Von Astrologie bis Zeugen Jehovas. Augsburg 1994
- Jacques Vontobel, Hugo Stamm, Rosmarie Gerber, Kurt-Emil Kerki, Klaus J. Beck und Maja Wicki: Das Paradies kann warten. Gruppierungen mit totalitärer Tendenz. Zürich 1993
- Rüdiger Hauth: Kleiner Sektenkatechismus. Wuppertal/Zürich 1993
- Ulrich Müller und Anne Maria Leimkühler: Zwischen Allmacht und Ohnmacht. Untersuchungen zum Welt-, Gesellschafts- und Menschenbild von neureligiösen Bewegungen. Regensburg 1993
- Ken Wilber, Bruce Ecker und Dick Anthony: Meister, Gurus, Menschenfänger. Über die Integrität spiritueller Wege. Frankfurt am Main 1995 (ISBN 3-8105-0111-5), 1998 (ISBN 3-596-13825-6)
- Hans Gasper, Joachim Müller und Friederike Valentin: Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Fakten, Hintergründe, Klärungen. Freiburg/Basel/Wien 1990
- Lea Laasner und Hugo Stamm: Allein gegen die Seelenfänger. Eichborn 2004
- Hartmut Zinser: Der Markt der Religionen. München 1997 Kritik an der Sektenkritik:
- Renate-Maria Besier und Gerhard Besier: Die Rufmordkampagne. Kirchen & Co. vor Gericht, Bergisch Gladbach 2002, ISBN 3-929351-17-X
- Hubertus Mynarek: Die neue Inquisition: Sektenjagd in Deutschland. Mentalität - Motivation -Methoden kirchlicher und staatlicher Sektenbeauftragter, Marktheidenfeld 1999, ISBN 3-9808322-1-X

Weblinks

Hinweis: Im Einklang mit der Tatsache, dass der Sektenbegriff in Deutschland, der Schweiz und Österreich von Sektengegnern geprägt worden ist, sind die hier verlinkten Websites mit einer einzigen Ausnahme (Österreich) von Sektengegnern oder -skeptikern erstellt worden. Akademische oder dem Neutralitätsgebot verpflichtete Websites zum Kreis der Gruppen, die als "Sekten" bezeichnet werden, findet man unter dem Stichwort Neue Religiöse Bewegung.
- Deutschland:
  - [http://www.confessio.de/index.htm Confessio: Orientierung auf dem Markt der Religionen] Arbeitsstelle Weltanschauungsfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
  - [http://www.ekibb.com/seels/sekten/uebersicht.html Aktuelle Übersicht über Kirchen, Freikirchen, Sekten, Neureligionen, Weltanschauungen, Psychogruppen] Ev. Kirche Berlin-Brandenburg
  - [http://www.sekten.verletzte-christen.de/index.html Beispiele Zeugnisse geistlichen Mißbrauchs in sektenähnlichen christlichen Gemeinschaften] Christl. Inf.Dienst für geschädigte und verletzte Christen. Nur über christliche Sekten.
  - [http://www.religio.de/index.html Religio-Informationssystem über Sekten, neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen in Deutschland] Elterninitiative gegen Psychische Abhängigkeit für Geistige Freiheit Berlin e.V.
  - [http://www.AGPF.de www.AGPF.de - Sammlung gegnerischer Berichte über Sekten, Kulte und den Psychomarkt] AGFP, ein Zusammenschluss nichtkirchlicher sektengegnerischer und antiesoterischer Vereine.
  - [http://homepages.compuserve.de/geraldkluge/index.html Sekten in Sachsen] Katholischer Sektenbeauftragter des Bistums Dresden-Meißen.
  - [http://www.senbjs.berlin.de/familie/sog_sekten_psychogruppen/thema_sog_sekten.asp "Alles Sekte - oder was?" - Risiken und Nebenwirkungen] PDF, ausführliche Broschüre der Berliner Senatsverwaltung.
  - [http://www.ekd.de/ezw/ezw_index.html Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)]
  - [http://www.ebi-sachsen.de/sekten/checkliste.html Sekten-Checkliste] 17 Fragen für Jugendliche zur Einschätzung unbekannter Gruppen, herausgegeben von Kirchen und Kultusministerien.
  - [http://www.buddhistische-sekten.de Informationen, die es ermöglichen zu erkennen, ob eine buddhistische Gruppierung Sektentendenzen aufweist.]
  - [http://www.google.com/Top/World/Deutsch/Gesellschaft/Religion_und_Spiritualität/Religions-_und_Sektenkritik/ Religions- und Sektenkritik (Google-Verzeichnis)]
- Österreich:
  - [http://www.sekten.at Kirchen und Sekten in Österreich] Kritik an der Sektenbekämpfung durch staatliche und kirchliche Stellen.
  - [http://www.sektinfo.org/ Gesellschaft gegen Sekten- und Kultgefahren]
- Schweiz:
  - [http://socio.ch/relsoc/t_flueckiger.htm Die organisatorische Binnenstruktur von religiösen Sekten] Soziologisches Institut d. Uni Zürich, neutrale Studie.
  - [http://www.relinfo.ch/ Evangelische Informationsstelle: Kirchen - Sekten - Religionen]
  - [http://www.infosekta.ch/ InfoSekta Informations- und Beratungsstelle für Sekten- und Kultfragen]
  - [http://www.inforel.ch/religionen/religionen.html Kriterienliste] „Gefährliche Sekte“ oder „seriöse Religionsgemeinschaft“?
  - [http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/493/24506/ Dossier über Sekten auf Livenet.ch] Kategorie:Religion Kategorie:Religionsfreiheit Kategorie:Neue religiöse Bewegung Kategorie:Soziologie

Sonnengott

Ein Sonnengott oder eine Sonnengottheit ist eine religiös verehrte Personifikation der Sonne. Durch die gesamte historische Zeit ziehen sich Sonnenkulte und Sonnenmythen. Meist bildet die Sonnenreligion eine Dualität zur Mondreligion und erscheint als männlicher Ehepartner, Bruder, der Vater, und/oder Feind der meist weiblichen Mondgottheit. Sonnengötter waren oft Götter der Wahrheit, Ehrlichkeit, Tugend, Prophetie, des Verstandes und der Fruchtbarkeit. In vielen Religionen, besonders in heißen Regionen, war der Sonnengott zugleich der Hauptgott. In nördlicheren Mythologien herrscht der Himmelsgott über allen Lebens.

Liste verschiedener Sonnengötter


- Abenaki
  - Kee-zos-en
- Aborigines
  - Walo
  - Gnowee
  - Wuriupranili
  - Yhi
  - Samas
- Ägypten
  - Aton
  - Ra
- Ainu
  - Chup Kamui
- Akkadern
  - Mihr
- Algonkin
  - Michabo
- Armeniern
- Azteken
  - Ipalnemohuani
  - Huitzilopochtli
  - Tonatiuh
- Mythologie Bakairi
  - Evaki
- Basken
  - Ekhi
- Weißrussen
  - Iarilo
- Kanaanäern
  - Moloch
- keltische Mythologie
  - Crom Cruach
  - Etain
  - Lugh
  - Mog Ruith
- chinesische Mythologie
  - Shen Yi
- ägyptische Mythologie
  - Hapi
  - Duamutef
  - Horus
  - Imset
  - Kebechsenef
  - Khepri
  - Ra
- Etrusker
  - Cautha
- Germanen
  - Sunna (auch "Sol")
  - Balder
  - Freyr
- Griechen
  - Apollon (Gott)
  - Hyperion (Mythologie)
  - Helios/Hyperion
- Hattic
  - Wurusemu
- Hinduismus
  - Surya
- Hittiter
  - Arinna
- Ungarn
  - Napkirály
- Ibo
  - Chuku
- Inkan
  - Manco Capac
  - Inti
  - Punchau
- Inuit
  - Malina
  - Akycha (Alaska)
- Japaner
  - Amaterasu
  - Marisha-Ten Amateratsu
- jüdische Mythologie
  - Samson
- Kachin
  - Jan
- Koreaner
  - Palk
  - Haemosu
- Lakota
  - Wi
- Letten
  - Saule
- Maya
  - A Kin
  - Ahau Kin
  - K'in
  - Kinich Kakmo
- Moabiter
  - Khamosh
- Diné
  - Tsohanoai
- Skandinavier
  - Freyr
  - Alfrodull
  - Solenoid
- Osseten
  - Wasterzhi
- Palmarener
  - Yarhibol
  - Malakbel
- Papuan
  - Dudugera
- Pawnee
  - Shakuru
- Phönizier
  - Saps
- Perser
  - Mithra
- Polynesier
  - Raa
  - Maelare
  - Tama Nui-Te-Ra
- Pueblo-Indianer
  - Tawa
- Römer
  - Apollo
  - Solenoid
  - Sol invictus (Mithras)
- Russen und andere Ostslawen (siehe Slawische Mythologie)
  - Svarog
  - Dashbog/Svaroshitsch
  - Chors
  - Iarilo
- Sarmaten
  - Chursun
- Skythen
  - Chursun
- Seneca
  - Kaakwha
- Shinto
  - Amaterasu
- Seran
  - Tuwale
  - Amateratsu
- Sioux
  - Wi
- Slawen (siehe Slawische Mythologie)
  - Svarog
  - Dashbog/Svaroshitsch
  - Chors
  - Byelobog
- Sumerer
  - Uhubapút
  - Shamash
- Sumu
  - Udó
- Tarascan
  - Curicaberis
- Tupinamba
  - Meri

Chinesische Mythologie

Anders als viele andere Kulturen verehren die Chinesen weder Sonne noch Mond. Als Ursache wird der große Einfluss des Taoismus und I Ging auf die chinesische Kultur angesehen, weil der Mond Yin und die Sonne Yang d