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Attentat Auf John F. Kennedy

Attentat auf John F. Kennedy

Bei einem Mordanschlag kam am 22. November 1963 John F. Kennedy, der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, in Dallas ums Leben. Schon wenige Stunden nach dem Attentat wurde Lee Harvey Oswald als Verdächtiger präsentiert, aber bereits zwei Tage später im Polizeigewahrsam von Jack Ruby erschossen, während er in das Bezirksgefängnis überstellt werden sollte. Viele umfangreiche Untersuchungen sollten in der Folge die Umstände des Attentats klären. Verschiedene Untersuchungskommissionen kamen zu unterschiedlichen Untersuchungsergebnissen. Bis heute ranken sich viele Verschwörungstheorien um John F. Kennedys Ermordung.

Der Tag des Attentats

Das Attentat

Im Herbst des Jahres 1963 befand sich der US-Präsident John F. Kennedy auf Wahlkampftournee in Texas. Als seine Autokolonne am 22. November gegen 12.30 Uhr die Dealey Plaza in Dallas passierte, wurden mehrere Schüsse auf die Autokolonne abgegeben. Der Gouverneur von Texas, John Connally, wurde lebensgefährlich verwundet, Präsident Kennedy tödlich am Kopf getroffen.

Die Verhaftung Oswalds

Nur kurz nach dem Mord an dem Polizisten J. D. Tippit beobachtete Johnny Brewer, der Inhaber eines naheliegenden Schuhgeschäfts, wie der später als mutmaßlicher Schütze in beiden Fällen präsentierte Lee Harvey Oswald in das Kino Texas-Theatre ging, ohne zu bezahlen, und informierte die Kassiererin. Daraufhin rief die Kassiererin gegen 13.50 Uhr die Polizei, die die Ähnlichkeiten der Tatverdächtigen im Mordfall Tippit und Kennedy feststellte. Kurze Zeit später nahm eine Handvoll von Polizeibeamten Oswald fest. Oswald wurde in Dallas mehrere Stunden verhört. Schriftliche Aufzeichnungen oder Tonbandaufzeichnungen wurden während der Vernehmung nicht angefertigt. Oswald selbst bestritt bis zu seiner Ermordung jegliche Beteiligung an beiden Morden. Am 24. November 1963, zwei Tage nach seiner Verhaftung wurde Oswald vom Nachtclub-Besitzer Jack Ruby bei der Überführung in das Bezirksgefängnis von Dallas, umringt von Polizisten und Journalisten, vor laufenden Fernsehkameras erschossen.

Die Waffen Oswalds

Wie Schriftsachverständige unzweifelhaft feststellten, erwarb Oswald unter dem Pseudonym Alek J. Hidell eine Mannlicher-Carcano und einen Revolver, die nach offiziellen Angaben für die Morde zu Einsatz gekommen sein sollen. Mannlicher-Carcano Das Repetiergewehr :6.5x52mm Mannlicher-Carcano M91/38, Karabiner, 6-schüssig :Seriennummer: C2766 :Munition: Western Cartridge 160 grain (10.37 g) :aufmontiertes Ordnance Optik 4 x 18 Zielfernrohr Die Revolver :Smith&Wesson Revolver, Mod. Officers Heavy Barrel, Kal. .38 Special :Seriennummer: xxx593 :Victory Revolver 2.25 in bbl :Seriennummer: V510210 Die Waffen wurden unter dem Pseudonym Alek Hidell auf ein Postfach in New Orleans bzw. in eines nach Dallas bestellt.

Untersuchungen

Die Warren-Kommission

Einberufung

Die Warren-Kommission (offizieller Name: Kommission des Präsidenten zum Attentat auf John F. Kennedy) wurde von Kennedys Amtsnachfolger Lyndon B. Johnson am 29. November 1963 eingerichtet, um die Umstände des Attentats zu untersuchen. Sie ist nach ihrem Vorsitzenden Earl Warren benannt, der damals Oberster Richter am Supreme Court war. Die Kommission bestand aus sechs Mitgliedern:
- Senator John Sherman Cooper (Republikaner)
- Allen Welsh Dulles, ehemaliger Direktor der CIA
- Gerald Ford (Republikaner, späterer US-Präsident)
- Hale Boggs (Demokrat)
- Senator Richard B. Russell (Demokrat)
- John J. McCloy, ehemaliger Präsident der Weltbank 1964 wurde der knapp 900 Seiten umfassende Abschlussbericht – der so genannte Warren-Report, offiziell Report of the President's Commission on the assassination of President John F. Kennedy – veröffentlicht, der zu dem Schluss kam, dass Lee Harvey Oswald der alleinige Täter sein müsse und es keine Verschwörung gegeben habe. Oswald allein habe drei Schüsse aus dem 6. Stock des Texas School Book Depository (TSBD) auf die Präsidentenlimousine abgegeben und John F. Kennedy getötet. Außerdem sei er für den Tod des Streifenpolizisten Tippit verantwortlich gewesen. Der Warren-Report wurde mit einem 26-bändigen Begleitwerk veröffentlicht. Für ihn wurden mehr als 600 Zeugen befragt, etwa 3.000 Beweisstücke wurden für das Verfahren sichergestellt. Am Morgen des 22. November 1963 nahm Lee Harvey Oswald seine Arbeit um 8.00 Uhr im Texas School Book Depository auf. Glaubt man dem Warren-Report, so hatte Oswald eine längliche braune Tüte dabei, in der Oswald angeblich Gardinenstangen transportiert haben soll, so zumindest der Zeuge und Kollege Oswalds Buell Wesley Frazier. Angeblich hatte Oswald an diesem Tag nur 13,87 Dollar, seinen Marine-Ring und sein Dienstabzeichen sowie seine Armbanduhr bei sich. Anderen Quellen zufolge hatte Oswald zwei Ausweise und eine Minorex-Kamera, die nur für den US-Geheimdienst hergestellt wurde, bei sich. Was Oswald am fraglichen Tag wirklich bei sich trug, bleibt ungeklärt. Die tödlichen Schüsse sollen vom Gelände des TSBD abgefeuert sein, wo auch Oswalds Waffe sichergestellt wurde. Oswald soll unter anderem dadurch aufgefallen sein, dass er bereits nach drei Minuten den Tatort verlassen habe, heißt es im abschließenden Bericht der Warren-Kommission. Obwohl zu diesem Zeitpunkt viele Angestellte das Lagerhaus verließen, wie eben Lee H. Oswald auch, wurde das TSBD erst zehn Minuten nach dem Attentat von der Polizei umstellt. Nach Aussagen der Warren-Kommission bedarf es keines Meisterschützen, um innerhalb weniger Sekunden aus einem veralteten italienischen Gewehr, der Mannlicher-Carcano, drei Schüsse auf ein fahrendes Ziel abzugeben, von denen einer nachweislich der Todesschuss auf John F. Kennedy gewesen sein soll. Nach dem Warren-Report war es ein einfacher Schuss. Jedoch konnte in späteren Untersuchungen des FBI mit den besten Scharfschützen des Landes das Attentat nicht nachgestellt werden, keiner der Schützen konnte das wiederholen, was Oswald laut des Warren-Reports geschafft haben soll. Oswald jedoch soll ein nur mittelmäßiger Schütze gewesen sein. Der Nitrattest ergab kein klares Ergebnis. Es wurde nur festgestellt, dass die Nitratwerte an seinen Händen auch durch seine tägliche Arbeit im Lagerhaus entstanden sein könnten.

Ermordung des Polizisten J.D. Tippit

Nitratwert] Der Warren-Report schlussfolgerte weiter, dass Oswald nach seiner Flucht aus dem Texas School Book Depository mit dem Bus eine Station vom Tatort wegfuhr, um später ein Taxi zu besteigen, das ihn nach etwa 500 m an seinem gemieteten Zimmer, welches er unter dem Decknamen O.H. Lee gemietet hatte, absetzte. Die restlichen 500 m soll Oswald dann zu Fuß zurückgelegt haben. Gegen 13.00 Uhr traf er dann in seinem gemieteten Zimmer ein, wo seine Vermieterin ihn gesehen hatte. Dort zog sich Lee Harvey Oswald nach Angaben der Vermieterin um und steckt seinen Revolver ein. Um 13.04 Uhr verließ Oswald sein Zimmer wieder und wird zuletzt etwa gegen 13.05 Uhr an der nahe liegenden Bushaltestelle gesehen, wo er anscheinend auf den Bus wartete. Seine Vermieterin sollte später aussagen, dass ein Polizeiwagen gekommen sei und zweimal gehupt habe, bevor Oswald überstürzt aus dem Haus gerannt sei, um später wieder seelenruhig auf den Bus zu warten. Um 12.45 Uhr, gerade 15 Minuten nach dem Attentat, erhält der Police-Officer J. D. Tippit per Funk den Befehl, sich nach Oak Cliff zu begeben. Dazwischen habe Tippit laut dem Warren-Report mehrfach versucht, mit dem Polizeihauptquartier Kontakt aufzunehmen, was jedoch nicht gelang. Um 13.16 Uhr ging bei der Polizei von Dallas ein anonymer Anruf ein. Ein Polizeibeamter soll ermordet worden sein. Gegen 13.20 Uhr stellt sich heraus, es war J. D. Tippit, der mit vier Kugeln niedergestreckt wurde. Als Tatzeit wurde im Warren-Report 13.15 Uhr angegeben. Anderen Zeugen zufolge soll Tippit jedoch bereits gegen 13.06 Uhr erschossen worden sein.

Kritik am Warren-Report

Die Warren-Kommission geriet zunehmend unter Druck, ihr wurde vorgeworfen, dass wichtige Aspekte und Zeugen nicht beachtet worden seien und viele Fakten im Abschlussbericht nicht erwähnt worden seien. Weitere offizielle Untersuchungen brachten zu Tage, dass die staatlichen Organe FBI, CIA und Secret Service Informationen vor der Warren-Kommission geheimgehalten hatten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis hätten führen können.

Der Zapruder-Film

Der Zapruder-Film ist ein privater 8mm-Film, gedreht mit einer 414 PD Bell & Howell Zoomatic Director Movie Camera – ohne Ton – des Amateurfilmers und Textilfabrikanten Abraham Zapruder. Zapruder nahm diesen zum Zeitpunkt des Attentats auf Kennedy auf und wurde damit später zum wichtigsten Zeugen bei der Ermordung des Präsidenten. Der 8mm-Film belichtete 18,3 Einzelbilder in der Sekunde, und so gelang es Zapruder, die entscheidenden Sekunden des Attentats festzuhalten. Er drehte 26 Sekunden, die im Warren-Report in 485 nummerierten Einzelbildern dokumentiert wurden. Auf dem Film ist deutlich zu sehen, wie Kennedys Kopf durch den tödlichen Kopfschuss nach hinten geschleudert wird, also entgegengesetzt der Schussrichtung, die Oswald gehabt hätte. Allerdings haben neuere Untersuchungen ergeben, dass ein Kopf durch einen Schuss, der von hinten eintritt, durchaus auch nach hinten geschleudert werden kann. Zapruder stand zum Zeitpunkt des Mordes auf einem Betonvorsprung auf dem Grashügel an der Dealey Plaza und filmte die tödlichen Schüsse auf den Präsidenten John F. Kennedy. Den Film verkaufte Zapruder am selben Tag für 150.000 US-Dollar an das Life-Magazin. Der Verleger des Magazins, C. D. Jackson, veröffentlichte jedoch nur einzelne Bilder des Filmes. Am 22. November 1963, unmittelbar nach dem Verkauf des Films, wurden von dem Original drei Kopien erstellt. Erst im Jahre 1967 gelangte der Bezirksstaatsanwalt von New Orleans, Jim Garrison, an eine Kopie des Films. Am 6. März 1975 hatte der Zapruder-Film erstmals Premiere in der amerikanischen Abendshow 'Good Night America' von Geraldo Rivera. Bereits einen Monat vorher wurde er im australischen Fernsehen ausgestrahlt. 1992 zeigte Oliver Stone den Zapruder-Film in digital restaurierter Fassung in seinem größtenteils auf dem Buch des Verschwörungstheoretikers Jim Marrs basierenden Spielfilm JFK – Tatort Dallas erstmals einem Weltpublikum. Im April 1997 wurde der Originalfilm von Zapruder dem einberufenen Prüfungsausschuss für Attentatsdokumente (ARRB) (19941998) zur Verfügung gestellt und zur dauerhaften Aufbewahrung verkauft. Die Erben Zapruders erhielten 16 Mio. US-Dollar sowie eine der drei Originalkopien. Diese Kopie wurde von Zapruders Familie dem Sixth Floor Museum (6. Stock des Schulbuchlagerhauses) an der Dealey Plaza gestiftet.

Spätere Untersuchungen

1967 ermittelte Jim Garrison, Staatsanwalt aus New Orleans, eine Verschwörung zur Ermordung des Präsidenten, als deren Kopf er Clay Shaw vor Gericht brachte. Garrisons zweiter Hauptverdächtiger, der stadtbekannte Homosexuelle David W. Ferrie, starb während Garrisons Ermittlungen. Shaw wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Erst 1975 stellte sich jedoch heraus, dass Shaw tatsächlich CIA-Mitarbeiter gewesen war. Der Clark-Ausschuss befasste sich 1968 ausschließlich mit den medizinischen Befunden des toten Präsidenten. Benannt wurde der Ausschuss nach dem damaligen Justizminister der USA und Leiter des Ausschusses Ramsey Clark. Abschließend berichtet der Clark-Ausschuss, dass die Eintrittstelle der Wunden durch die Pathologen falsch bestimmt wurde. Trotzdem sollten die Wunden dem Bericht nach durch nur einen Schützen zugefügt worden sein. Eine offizielle Untersuchung des Sonderausschusses des Repräsentantenhauses, dem US-Kongress (das House Select Committee on Assassinations, 19761979), kam zu dem Schluss, dass die Geheimdienste gezielt der Warren-Kommission Informationen vorenthalten hatten, die den Untersuchungen des Attentats eine entscheidend andere Richtung hätten geben können. Außerdem sei Kennedy mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Verschwörung zum Opfer gefallen, deren Drahtzieher nicht zu ermitteln seien. Das FBI widerlegte einen Aspekt dieses Berichts durch ein Gegengutachten. Der Prüfungsausschuss für Attentatsdokumente (Assassination Records Review Board; kurz: ARRB) (19941998), der wohl als Reaktion auf den Film von Oliver Stone einberufen wurde, kam letztlich zu dem Ergebnis, dass Oswald nicht als Einzeltäter gehandelt und wohl auch nicht die tödlichen Schüsse auf den Präsidenten abgegeben habe. In jedem Fall aber war Oswald aktiv oder inaktiv an der Vorbereitung des Attentats auf den Präsidenten verwickelt gewesen. Oswald war möglichweise sogar die Quelle des FBI-Memos vom 17. November 1963, in der gewarnt wurde, dass revolutionäre Kräfte aus Kuba vorhätten, Kennedy in Dallas zu töten. Schon Staatsanwalt Garrison hatte vermutet, dass Oswald der Urheber oder zumindest die Quelle des Memos gewesen sein musste.

Hinterhof-Fotos

Dallas, und der Zeitung The Militant und The Worker. Es ist eines der drei am 31. März 1963 im Hinterhof seines Hauses in Dalles von seiner Frau Marina erstellten Bilder. Die Warren Kommission bezeichnete dieses Foto als Beweisstück 133-A. Nach Oswalds Tod gab es Zweifel an der Echtheit dieser Bilder, aber nach dem diese Bilder untersucht wurden, das House Select Committee on Assassinations kam 1979 zum Schluss, dass sie authentisch sind.]] Die Fotos, welche zur Verurteilung von Lee Harvey Oswald in der Öffentlichkeit führten, zeigen diesen vor dem Haus der Paines in Dallas mit einem Gewehr sowie zwei russischen Zeitungen in der Hand. Diese Fotos wurden erst bei der zweiten Durchsicht seiner persönlichen Sachen gefunden. Dennoch wurde dieses Foto auf dem Titelblatt des Life-Magazins veröffentlicht und weltbekannt. Die Warren-Kommission nannte dieses Foto einen weiteren Beweis für Lee H. Oswalds Alleinschuld. Die verschiedenen Untersuchungen der folgenden Ausschüsse bestätigten die Echtheit der Fotos.

Diskussion

Am 15. Oktober 1963 bekommt Lee Harvey Oswald eine Anstellung im Texas-Schulbuchlager, kurz TSBD, wo er für 1,25 USD Schulbücher stapelt. Während Kennedys Texas-Reise bereits am 13. September 1963 veröffentlicht worden war, wurde die Fahrtroute durch Dallas erst am 18. November 1963 bekannt gemacht. Dies spricht gegen die These, dass Oswald das Attentat auf Kennedy von langer Hand geplant hat. Es gab verschiedene Hinweise darauf, dass Oswald selbst nicht mit dem Gewehr an den tödlichen Schüssen auf Präsident Kennedy beteiligt gewesen ist:
- Kurz nach dem Attentat wurde Oswald im 2. Stock des TSBD gesehen, wie er eine Cola trank, ein Polizist sollte Oswald dort wenig später antreffen.
- Auf einem Foto [http://www.whatreallyhappened.com/RANCHO/POLITICS/JFK/ALT_ANNOT.jpg], das am 14. Dezember 1963 in der Dallas POST veröffentlicht wurde, ist ein Mann, der Oswald zumindest ähnelt, zum Zeitpunkt des Attentats an der Tür des TSBD zu sehen. Das Foto stammt von James Altgens, der die Präsidentenlimosine von vorn rechts fotografierte und so ebenfalls das TSBD ablichtete. Bei dem vermeintlichen Lee Harvey Oswald handelt es sich um [http://mcadams.posc.mu.edu/images/lovelady.jpg Billy Lovelady], einen Kollegen Oswalds.
- Marina Oswald sollte im Fernsehen aussagen, „Lee ist ein guter Mann, er hat den Präsidenten nicht erschossen!“. Erst später sollte sie ihre Aussage ändern.
- Ein weltweit bekannt gewordenes Zitat des Amtsnachfolgers von John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson aus dem Jahre 1973: „Ich habe nie geglaubt, dass Oswald alleine gehandelt hat, obwohl ich akzeptieren kann, dass er abgedrückt hat“. Die Akten zum Mordfall Kennedy, die ursprünglich bis weit in das neue Jahrtausend unter Verschluss bleiben sollten, sind heutzutage zu 99 % freigegeben. Bis zum heutigen Tag gibt es von vielen Organisationen und Einzelpersonen Untersuchungen des Attentates, aufgrund derer verschiedene Theorien aufgestellt und Lösungen für das Verbrechen aufgezeigt werden!

Literatur


- Labyrinth der Wahrheiten - Todesschüsse auf Kennedy. - Buch vom deutschsprachigen Autor Lothar Buchholz (ISBN 3-00-012869-7) Der Autor stellt sämtliche Fakten seit dem Attentat bis in die heutige Zeit dar und überläßt dem Leser die Entscheidung, ob es eine Verschwörung gab. Im Mittelpunkt stehen die detailliert geschilderten Erkenntnisse aus der neuerlichen Untersuchung, die bislang außerhalb der Vorstellungskraft lagen. Dabei werden viele der auch durch die Medien bekanntgemachten Fakten beweissicher zurechtgerückt. Zum Buch ist auch eine DVD erhältlich, auf der sich alle Beweisdokumente befinden, die die Grundlage für das Buch bildeten.
- Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. – Buch von Jim Garrison (Originaltitel: On the trail of the Assasins) (ISBN 3404134125) Jim Garrison war Staatsanwalt in New Orleans und schildert in diesem Buch die Ermittlungen, die er nach dem Mord an Kennedy aufgenommen hat. Auf diesem Buch beruht im wesentlichen der Film von Oliver Stone. Jim Garrison hat in dem Film selbst eine kleine Nebenrolle als Earl Warren, Leiter der Warren-Kommission.
- Crossfire – The Plot that killed Kennedy – Buch von Jim Marrs (ISBN 0881846481) Buch des als UFO-Autors bekannt gewordenen Jim Marrs aus dem Jahre 1989. Teile des Buchs waren Grundlage für den Oliver-Stone-Film.
- Geheimakte John F. Kennedy – Warum der amerikanische Präsident sterben mußte. – (ISBN 3930219654) Buch von Michael Hesemann aus dem Jahre 2003, dass sich mit den letzten Entwicklungen in Sachen JFK, ARRB, Lee Harvey Oswald und Jack Ruby befasst. Packender Polit-Thriller, der eine Verschwörung im Fall Kennedy voraussetzt und Lee Harvey Oswald als kleine Nebenfigur in einer hochgradigen Verschwörung sieht.
- Case Closed (ISBN 1400034620) - Buch von Gerald Posner, in dem der Autor die Argumente der gängigsten Verschwörungstheorien entkräftet und Gegenbeweise für die Behauptungen der Verschwörungstheoretiker darlegt.

Filme


- JFK - Tatort Dallas – Film von Oliver Stone – Stone vertritt in diesem Dokumentar-Spielfilm die These von einer Verschwörung gegen Kennedy, in der Oswald allenfalls ein Bauernopfer und Spielball höherer Institutionen gewesen sei. Der Film löste eine kontroverse Diskussion aus, und führte schlußendlich zur Einberufung des Prüfungsausschuss für Attentatsdokumente (ARRB), der in der Zeit von 19941998 seine Untersuchungen im Falle Kennedy betrieb.

Weblinks


- [http://www.kennedy-attentat.de Fakten und Aktuelles zum Mord an John F. Kennedy]
- [http://www.kennedy-attentat.de/pdf/jfk/warren_report.pdf Abschlussbericht der Warren-Kommission]
- [http://www.icky.de/ Lee Harvey Oswald und das Kennedy-Attentat]
- [http://www.john-f-kennedy.net/zapruder.ra Der Zapruder-Film (16 Sekunden-Ausschnitt)]
- [http://people.freenet.de/jfk-homepage/interview.htm Interview mit Abraham Zapruder]
- [http://www.v-22.de/content/view/37/34/ Das Attentat & verschwundene Beweise] - Geheimdienstdokumente noch unter Verschluss Kennedy, John F. Kategorie:Geschichte der USA Kategorie:1963 Kategorie:Verschwörungstheorie ja:ケネディ大統領暗殺事件

22. November

Der 22. November ist der 326. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 327. in Schaltjahren) - somit bleiben 39 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1220 - Friedrich II. wird in Rom von Papst Honorius III. zum Kaiser gekrönt.
- 1248 - Ferdinand III. von Kastilien vertreibt die Mauren aus Sevilla.
- 1497 - Vasco da Gama umsegelt das Kap der Guten Hoffnung.
- 1918 - Französische Truppen ziehen in Straßburg ein.
- 1942 - Zweiter Weltkrieg: Die Rote Armee kesselt die 6. deutsche Armee unter General Friedrich Paulus in Stalingrad ein.
- 1943 - Der Libanon erhält seine Unabhängigkeit.
- 1943 - Roosevelt und Churchill verhandeln in Kairo mit Chiang Kai-shek über die chinesische Nachkriegsordnung.
- 1949 - Die hohen Kommissare der Alliierten und Konrad Adenauer unterzeichen das Petersberger Abkommen.
- 1963 - Der US-Präsident John F. Kennedy kommt bei einem Attentat in Dallas ums Leben. Vizepräsident Lyndon B. Johnson wird am Nachmittag als neuer Präsident vereidigt.
- 1969 - Die Südtiroler Volkspartei (SVP) stimmt mit knapper Mehrheit für die Annahme des Südtirol-"Pakets".
- 1975 - Juan Carlos I. wird König von Spanien.
- 1979 - Abkommen über technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ruanda
- 1983 - Der Deutsche Bundestag billigt die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen (Pershing 2) in der Bundesrepublik.
- 1990 - Margaret Thatcher gibt ihren Rücktritt vom Amt des Premierministers bekannt.
- 1993 - In Armenien wird mit dem Dram ein neues Zahlungsmittel eingeführt.
- 1995 - Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Lagumot Harris.
- 1996 - Polen tritt der OECD bei.
- 1997 - Baubeginn des gewaltigen Drei-Schluchten-Staudamms in der Volksrepublik China
- 1999 - Das im Zuge der deutschen Einheit nach Erfurt verlegte Bundesarbeitsgericht nimmt seinen Dienstbetrieb auf.
- 2004 - Der niederländische Außenminister Bernard Bot bittet im Namen der EU-Ratspräsidentschaft die Verantwortlichen in Kiew, die Wahlergebnisse bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine zu überprüfen. Bei einer Wahlbeteiligung von teils mehr als 100 % sieht die Wahlbehörde den pro-russischen Ministerpräsidenten Wiktor Janukowytsch entgegen der Ergebnisse von Wählerumfragen knapp in Führung.
- 2005 - Angela Merkel (CDU) wird vom Bundestag als erste Frau in der Geschichte zur Regierungschefin (Bundeskanzlerin) der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Wirtschaft


- 1993 - Der mexikanischen Senat stimmt dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zu, das zum 1. Januar 1994 in Kraft treten wird und u. a. zahllose Zölle abschaffen wird.
- 2004 - Laut aktueller Bewertung ("Ranking") von PricewaterhouseCoopers (PwC) und Financial Times ist im österreichischen Vergleich die Voestalpine, im weltweiten Vergleich General Electric das international renommierteste Unternehmen.

Wissenschaft, Technik


- 1977 - Die Concorde startet zu ihrem ersten Überschallflug von Paris nach New York City.
- 1989 - Die Raumfähre Discovery startet zu ihrem neunten Flug vom Raumflughafen Cape Canaveral ins Weltall.

Kultur


- 1712 - Uraufführung der Oper "Il pastor fido" ("Der treue Hirte") von Georg Friedrich Händel am Queen's Theatre in London
- 1897 - Uraufführung des Dramas "L'Arlesiana" von Francesco Cilea am Teatro Lirico in Mailand
- 1928 - Der "Boléro" von Maurice Ravel wird in der Pariser Opéra uraufgeführt.
- 1959 - Im Fernsehen der DDR wird die erste Folge des "Sandmännchens" ausgestrahlt.

Religion


- 1277 - Nikolaus III. wird in Viterbo zum Papst gewählt.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1956 - Die XVI. Olympischen Sommerspiele werden in Melbourne, Australien eröffnet.
- 1986 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Trevor Berbick im Hilton Hotel, Las Vegas, durch technischen KO.
- 1996 - Roy Jones Jr. gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Halbschwergewicht gegen Mike McCallum

Geboren


- 1532 - Anna von Dänemark, Kurfürstin von Sachsen (Mutter Anna)
- 1588 - Leonhard Kern, deutscher Bildhauer
- 1643 - René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle, französischer Entdecker
- 1683 - Franz Kaspar von Franken-Siersdorf, Kölner Weihbischof
- 1710 - Wilhelm Friedemann Bach, deutscher Komponist
- 1725 - Ignaz Günther, deutscher Bildhauer
- 1727 - Ercole III. d'Este, Sohn des Herzogs Francesco III. d'Este
- 1728 - Karl Friedrich, Großherzog von Baden
- 1767 - Andreas Hofer, österreichischer Freiheitskämpfer
- 1780 - Conradin Kreutzer, deutscher Komponist
- 1787 - Rasmus Rask, dänischer Philologe, Mitbegründer der vergleichenden Sprachwissenschaft
- 1790 - Gregor Wilhelm Nitzsch, klassischer Philologe
- 1808 - Thomas Cook, britischer Unternehmer
- 1819 - George Eliot, britische Schriftstellerin
- 1849 - Fritz Mauthner, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1849 - Christian Rohlfs, deutscher Expressionist
- 1850 - Georg Dehio, Kunsthistoriker
- 1852 - Paul Henri d'Estournelles de Constant, französischer Politiker und Schriftsteller, Nobelpreis für Frieden 1909
- 1857 - George Robert Gissing, englischer Schriftsteller
- 1867 - Wilhelm Groener, deutscher Militär und Politiker
- 1867 - Ernst Sachs, deutscher Erfinder und Industrieller
- 1869 - André Gide, französischer Schriftsteller
- 1870 - Howard Brockway US-amerikanischer Komponist
- 1878 - Michail Alexandrowitsch Romanow, russischer Großfürst
- 1881 - Enver Pascha, türkischer General und Politiker
- 1890 - Charles de Gaulle, französischer General und Staatspräsident
- 1897 - Paul Ahnert, deutscher Astronom
- 1898 - Gabriel González Videla, chilenischer Präsident 1946 bis 1952
- 1899 - Hoagy Carmichael, US-amerikanischer Komponist
- 1901 - Joaquín Rodrigo, spanischer Komponist († 1999)
- 1902 - Jacques Philippe Leclerc, französischer General ((† 1947)
- 1904 - Louis Néel, französischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1970
- 1905 - Karl Mocker, deutscher Politiker (GB/BHE, ab 1971 CDU)
- 1909 - Hans Holt, österreichischer Schauspieler
- 1909 - Michail Leontjewitsch Mil, russischer Hubschrauberkonstrukteur
- 1913 - Benjamin Britten, englischer Komponist
- 1916 - Maria Denis, italienische Schauspielerin
- 1917 - Andrew Huxley, britischer Mediziner, Nobelpreis für Medizin und Physiologie 1963
- 1917 - Jean-Étienne Marie, französischer Komponist
- 1922 - Fikret Amirow, aserbaidschanischer Komponist
- 1923 - Arthur Hiller, kanadischer Filmregisseur
- 1925 - Gunther Schuller, amerikanischer Hornist und Komponist
- 1930 - Owen K. Garriott, amerikanischer Astronaut
- 1930 - Sir Peter Hall, britischer Regisseur
- 1932 - Günter Sawitzki, deutscher Fußballspieler
- 1936 - Hans Zender, deutscher Komponist und Dirigent
- 1940 - Frank Duval, deutscher Musiker und Komponist
- 1940 - Terry Gilliam, US-amerikanischer Regisseur (Monty Python)
- 1940 - Andrzej Zulawski, polnischer Regisseur
- 1941 - Ron McClure, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Steve Caldwell, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Jamie Troy, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Michael Krapp, deutscher Politiker
- 1944 - Doris Kunstmann, deutsche Filmschauspielerin
- 1946 - Aston Barrett, jamaikanischer Musiker
- 1947 - Alfredo Cristiani, salvadorianischer Politiker
- 1947 - Nevio Scala, italienischer Fußballtrainer
- 1948 - Dennis Larden, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Willi Danford, südafrikanischer Musiker und Sänger
- 1950 - Steve van Zant, US-amerikanischer Musiker (E-Street Band)
- 1950 - Tina Weymouth, US-amerikanische Musikerin, Sängerin und Songschreiberin (Talking Heads)
- 1951 - Kent Nagano, US-amerikanischer Dirigent
- 1956 - Antje Vogel-Sperl, deutsche Politikerin und MdB
- 1958 - Jamie Lee Curtis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1967 - Boris Becker, deutscher Tennisspieler
- 1967 - Mark Ruffalo, US-amerikanischer Schauspieler
- 1969 - Katrin Krabbe, deutsche Sprinterin
- 1973 - Chad Trujillo, amerikanischer Astronom
- 1976 - Torsten Frings, deutscher Fußballer
- 1976 - Regina Halmich, deutsche Boxsportlerin
- 1976 - Ville Hermanni Valo, finnischer Musiker
- 1978 - Francis Obikwelu, portugiesischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1984 - Scarlett Johansson, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 230 - Cäcilia von Rom, römische Märtyrerin
- 365 - Felix II., in Rom; Gegenpapst während des Pontifikats von Liberius
- 1550 - Hans Sebald Beham, in Frankfurt am Main; deutscher Maler, Kupferstecher und Radierer Hans Sebald Beham
- 1594 - Martin Frobisher, in Portsmouth; englischer Seefahrer und Entdecker
- 1617 - Ahmed I., in Konstantinopel; osmanischer Sultan
- 1783 - John Hanson, in Oxon Hill; ein Präsident des amerikanischen Kontinentalkongresses
- 1773 - Robert Clive, in London; britischer Politiker
- 1789 - Sophie Friederike Hensel, deutsche Schauspielerin
- 1813 - Johann Gottfried Vierling, deutscher Komponist
- 1833 - Anton Sprickmann, deutscher Schriftsteller und Jurist
- 1850 - Lin Zexu, Chinesischer Beamter, 1. Opiumkrieg
- 1869 - Carl Ferdinand Langhans, deutscher Architekt
- 1895 - Salvador Lilli, in Marasc, Armenien; italienischer Mönch und Märtyrer
- 1900 - Arthur Sullivan, englischer Komponist
- 1901 - Leontios Alischan, in Venedig; armenischer Historiker
- 1901 - Alexander Kowalewskij, in St. Petersburg; russischer Zoologe und Biologe
- 1902 - Friedrich Alfred Krupp, deutscher Industrieller
- 1906 - Ernst Abraham Josephson, schwedischer Maler
- 1916 - Jack London, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1919 - Francisco Moreno, in Buenos Aires; argentinischer Naturwissenschaftler und Geograph
- 1937 - Heinrich Straumer, in Berlin; deutscher Architekt
- 1940 - Waclaw Berent, in Warschau; polnischer Erzähler
- 1944 - Joseph Caillaux, in Mamers; französischer Politiker, Regierungschef von Frankreich 1911-1914
- 1944 - Sir Arthur Stanley Eddington, in Cambridge; britischer Physiker und Astronom
- 1954 - Andrej Januarjewitsch Wyschinski, in New York City; sowjetischer Generalstaatsanwalt
- 1962 - René Coty, in Le Havre; französischer Politiker, Staatspräsident von Frankreich 1954-1959
- 1963 - John F. Kennedy, 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1963 - Aldous Huxley, britischer Schriftsteller (Brave New World)
- 1963 - Clive Staples Lewis, britischer Schriftsteller
- 1967 - Edvin Kallstenius, schwedischer Komponist
- 1979 - Frans de Bruyn Kops, niederländischer Fußballspieler
- 1980 - Mae West, US-amerikanische Schauspielerin
- 1981 - Hans Adolf Krebs, britischer Mediziner und Biochemiker deutscher Herkunft; Nobelpreis für Medizin 1953
- 1986 - Scatman Crothers, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1988 - Erich Fried, in Baden-Baden; österreichischer Schriftsteller, Georg-Büchner-Preis 1987
- 1996 - Maria Casarès, französische Schauspielerin
- 1997 - Michael Hutchence, Sänger von INXS

Feiertage und Gedenktage


- Libanesischer Nationalfeiertag
- Cäcilia (Cäcilia von Rom): Gedenktag der katholischen, evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche
- Salvator, Sheila, Sibylle

Siehe auch


- 21. November - 23. November
- 22. Oktober - 22. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1122 ja:11月22日 ko:11월 22일 simple:November 22 th:22 พฤศจิกายน

John F. Kennedy

right right bei seiner Rede Ich bin ein Berliner]] John Fitzgerald Kennedy (
- 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts; † 22. November 1963 in Dallas, Texas durch ein Attentat) war der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (19611963). Er war Sohn von Millionär Joseph P. Kennedy und Rose Fitzgerald Kennedy, der Tochter des früheren Bürgermeisters von Boston. Im Zweiten Weltkrieg diente JFK bei der US-Marine im Pazifik als Kommandant eines Schnellbootes PT 109. Am 12. September 1953 heiratete er Jacqueline Lee Bouvier. Der Name Kennedy leitet sich aus dem gälischen Wort cinneidigh her, was übersetzt hässlicher Kopf bedeutet. Bis heute entstammen dem weitverzweigten Kennedy-Clan einflussreiche Politiker (siehe auch: Edward Kennedy). Erst im Jahr 1976 wurde bekannt, dass JFK an Morbus Addison (einer unheilbaren Nebennierenrinden-Erkrankung beziehungsweise Unterfunktion) litt. Die schwere Erkrankung machte eine umfangreiche Hormon- beziehungsweise Cortisonbehandlung nötig. Durch die dadurch resultierenden massiven Schmerzen wurde ihm auch immer wieder eine Morphium und Drogen-Abhängigkeit nachgesagt, welche jedoch einer Überprüfung bislang nur bedingt standhalten konnte. Ihm werden bis heute außerdem zahlreiche Affairen (z.B. zu Marilyn Monroe) nachgesagt, welche jedoch ebenfalls und letztendlich auch nie nachgewiesen werden konnten. Durch seinen spektakulären Tod, seiner berühmten Rede vor der Berliner Mauer und seiner Ankündigung der ersten Mondlandung gilt er trotz seiner kurzen Präsidentschaft als einer der bekanntesten Menschen und international populärsten US-Präsidenten des 20. Jahrhunderts.

Präsidentschaft

Kennedy war mit 43 Jahren ungefähr eintausend Tage im Amt, doch fielen in diese Zeit einschneidende außenpolitische Ereignisse: Das Scheitern der Invasion Kubas in der Schweinebucht, der Beginn des US-Engagements im Vietnamkrieg, die Kubakrise um die Stationierung von Atomraketen, die Ankündigung der Mondlandung und den Bau der Berliner Mauer. Er berief seinen Bruder Robert F. Kennedy als Justizminister in sein Kabinett. Diese Form der Ämtervergabe an Familienmitglieder wurde später in den USA gesetzlich verboten. Robert S. McNamara war unter ihm Chef des Pentagon. Pentagon Pentagon] Innenpolitisch bemühte sich Kennedy um Reformen. Bereits im Wahlkampf 1960 verkündete er das Regierungsprogramm der New Frontier: Nach dem Vorbild der amerikanischen Siedler gelte es, Neues Grenzland zu erobern. Es werde in seiner Präsidentschaft um die unerfüllten Hoffnungen und Träume gehen, die ungelösten Probleme von Krieg und Frieden, die ungeordneten Nischen von Ignoranz und Vorurteil sowie die unbeantworteten Fragen von Armut und Überschuss. 1962 sandte Kennedy Bundestruppen an die University of Mississippi, damit sich der schwarze Student James Meredith dort immatrikulieren konnte. 1963 gab der US-Bundesstaat als letzter die Rassentrennung im Bildungssystem auf und erlaubte die Integration. Kennedy erhöhte den Mindeststundenlohn auf 1,25 US-Dollar. Die Wohnverhältnisse wurden verbessert und das Arbeitslosengeld wurde erhöht. Am 15. Jahrestag der Berliner Luftbrücke, am 26. Juni 1963 besuchte Kennedy West-Berlin. Vor dem Rathaus Schöneberg hielt er seine berühmte [http://wikisource.org/wiki/Ich_bin_ein_Berliner Rede], in der er an der Seite des damaligen Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt seinen berühmten Satz sagte: „Ich bin ein Berliner“ (). Kennedy sagt auch zukünftig der Stadt und Deutschland die Unterstützung der USA als alliierter Schutzmacht zu. Im Anschluss begann Kennedy seine Entspannungspolitik zwischen Ost und West zur Beendigung des Kalten Krieges. Die USA und die Sowjetunion installierten Das Rote Telefon, welches in Wirklichkeit eine direkte Telex-Verbindung zwischen Moskau und Washington, D.C. darstellte, um zukünftig beiden Regierungen in Krisensituationen eine schnellere Kommunikation zu ermöglichen. 1963 einigte sich Kennedy mit der Sowjetunion und Großbritannien auf ein Atomteststoppabkommen. Im selben Jahr begann Kennedy mit dem Wahlkampf für eine nächste Amtszeit. Am 12. November 1963, nur wenige Tage vor seinem Tod, unterzeichnete Kennedy das Nationale Security Memorandum Nr. 271, in dem er eine Zusammenarbeit mit der UdSSR in Weltraumangelegenheiten anstrebte. Zu einem gemeinsamen Weltraumprogramm der beiden Weltmächte sollte es jedoch nicht mehr kommen. Kurz vor seinem Tod erließ der damalige US-Präsident John F. Kennedy ein Gesetz, welches die FED durch eine staatliche Zentralbank ersetzen sollte. Sein Nachfolger Lyndon B. Johnson revidierte das Gesetz aber sogleich.(aus Wikipiada: Fed Reserve)

Das Attentat

Weltmächte Weltmächte] Hauptartikel: Attentat auf John F. Kennedy Am 22. November 1963 wurde Präsident John F. Kennedy gegen 12.30 Uhr an der Dealey Plaza, einem Platz in Dallas, Texas ermordet. Wenige Stunden nach dem Attentat wurde der Verdächtige Lee Harvey Oswald der Öffentlichkeit präsentiert und zwei Tage später in Polizeigewahrsam vom krebskranken Jack Ruby erschossen, noch bevor es zu einer Anklage oder einem Gerichtsprozess kommen konnte. Kennedy wurde auf dem Nationalfriedhof in Arlington beigesetzt. An der Trauerfeier für Kennedy am 25. November 1963 nahm nach einer Schätzung der New York Times eine knappe Million Menschen teil. Vier Tage nach den Morden setzte Präsident Lyndon B. Johnson (zuvor Vizepräsident, wurde wenige Stunden nach dem Attentat als Präsident vereidigt) die so genannte Warren-Kommission ein, die die Umstände des Attentats auf John F. Kennedy aufklären sollte. Die Kommission kam ein Jahr später zu dem Schluss, dass Oswald der alleinige Täter sei, und es keine Verschwörung zur Ermordung Kennedys gegeben habe. Weitere Untersuchungen ergaben jedoch, dass die staatlichen Organe FBI, CIA und Secret Service Informationen vor der Warren-Kommission geheim gehalten haben, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis hätten führen können. Später folgten weitere Untersuchungen, die zwar die Ungenauigkeiten, Widersprüche und auch Fälschungen vorheriger Ermittlungen aufdeckten, das Rätsel um das Attentat auf Kennedy jedoch nicht zweifelsfrei lösen konnten. Die Akte von Kennedys Ermordung darf nicht vor 2029 geöffnet werden.

Namensträger


- John F. Kennedy International Airport Flughafen in New York City
- USS John F. Kennedy (CV-67) US-Amerikanischer Flugzeugträger
- John F. Kennedy Brücke München (erbaut während des Attentats)
- John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin, der Platz vor dem Rathaus Schöneberg, Ort der Berliner Rede von John F. Kennedy am 26. Juni 1963 (bis 1963 Rudolph-Wilde-Platz)

Veröffentlichungen


- As We Remember Joe. Privatdruck, 1945
- Profiles in Courage. (deutsche Ausgabe: Zivilcourage). Harper & Row, New York NY, 1955
- The Strategy of Peace. (deutsche Ausgabe: Der Weg zum Frieden). Harper & Brothers, New York NY, 1960
- Why England Slept. Wilfred Funk, New York NY, 1961
- To Turn the Tide. (deutsche Ausgabe: Dämme gegen die Flut). Harper & Brothers, New York NY, 1962
- The Burden and the Glory. (deutsche Ausgabe: Glanz und Bürde). Harper & Brothers, New York NY, 1964
- A Nation of Immigrants. Harper & Row, New York NY, 1964

Literatur


- Georg Schild: John F. Kennedy: Mensch und Mythos. Muster-Schmidt, Göttingen [und anderswo] 1997, ISBN 3-7881-0148-2
- Thomas C. Reeves: A question of character: A life of John F. Kennedy. Free Press [unter anderem], New York, NY 1991, ISBN 0-02-925965-7
- James N. Giglio: John F. Kennedy: A bibliography. Greenwood Press, Westport, Conn. [und anderswo] 1995, ISBN 0-313-28192-0
- Harald Biermann: John F. Kennedy und der Kalte Krieg: Die Außenpolitik der USA und die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Schöningh, Paderborn [und anderswo] 1997, ISBN 3-506-77504-9
- Lawrence Freedman: Kennedy's wars: Berlin, Cuba, Laos, and Vietnam. Oxford Univ. Press, New York [unter anderem ] 2000, ISBN 0-19-513453-2
- Honoré M. Catudal: Kennedy in der Mauer-Krise: Eine Fallstudie zur Entscheidungsfindung in USA. Berlin Verlag, Berlin 1981, ISBN 3-87061-230-4
- Irving Bernstein: Promises kept: John F. Kennedy's new frontier. Oxford Univ. Pr., New York, NY [unter anderem ] 1991, ISBN 0-19-504641-2
- Joseph P. Berry: John F. Kennedy and the media: the first television President. Univ. Pr. of America, Lanham, Md. 1987, ISBN 0-8191-6552-2
- Anthony Frewin: The assassination of John F. Kennedy: An annotated film, TV, and videography, 1963 – 1992. Greenwood Press, Westport, Conn. [und anderswo] 1993

Filme

Hollywood hat Kennedy in mehreren Filmen verewigt:
- PT 109
- JFK - Tatort Dallas
- Thirteen Days

Siehe auch


- Lincoln-Kennedy-Mysterium
- Ich bin ein Berliner
- Kennedy-Clan

Weblinks


-
- [http://sources.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_ein_Berliner Kennedys Rede mit den berühmten Worten „Ich bin ein Berliner“] (englisch)
- [http://www.berlin.de/rubrik/hauptstadt/geschichte/kennedyrede.html "Ich bin ein Berliner"-Rede auf Deutsch]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/KennedyJohnF/index.html Kennedy-Biografie]
- [http://www.jfklibrary.org/ John F. Kennedy Library and Museum] (englisch) Kennedy, John F. Kennedy, John F. Kennedy, John F. Kennedy, John F. Kategorie:Kennedy Kennedy, John F. Kennedy, John F. ja:ジョン・F・ケネディ ko:존 F. 케네디 simple:John F. Kennedy th:จอห์น เอฟ. เคนเนดี้

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive. Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.

Früher Isolationismus

Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.

Frühes 20. Jahrhundert

Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen. Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.

1920 bis zur Nachkriegszeit

Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können. Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.

Kalter Krieg

Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen. Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren. Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbü