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Auckland

Auckland

Auckland ist eine Stadt in Neuseeland, Hauptort und Sitz der Ratsversammlung in der gleichnamigen Region. Die eigentliche Stadt hat eine Einwohnerzahl von 417.910, als Agglomeration 1.230.511 (Stand jeweils 1. Januar 2005). Sie ist die größte und gleichzeitig wirtschaftlich bedeutendste Stadt des Landes. Sie liegt im nördlichen Teil der Nordinsel an einer schmalen Landenge zwischen zwei Buchten: Im Westen liegt der an die Tasmansee anschließende Manukau Harbour, im Osten öffnet sich der Waitemata Harbour in den zum Pazifik gehörenden Hauraki Golf. Auckland wurde benannt nach Lord Auckland, dem Kommandanten des ersten neuseeländischen Gouverneurs. In der Sprache der Maori heißt die Stadt Tamaki Makau Rau (Die Stadt der 100 Liebenden). Die Bevölkerung Aucklands ist international geprägt. Neben der Mehrheit europäischer Abstammung leben zahlreiche Maori sowie Einwanderer vor allem von den pazifischen Inseln und aus Ostasien in der Stadt. Geprägt wird das landschaftliche Bild von den 48 - nicht mehr aktiven - Vulkanen, über deren Rücken sie sich erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt die weitläufigen Parkanlagen, die bis ins Zentrum reichen. Die Lage an geschützten Meeresbuchten trägt ebenfalls wesentlich zum Bild Aucklands bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen City of Sails einbrachten. Das eigentliche Stadtzentrum Aucklands liegt südlich des Hafens im Waitemata Harbour entlang der Queen Street. In deren Nähe befinden sich u.a. auch die Universität sowie der 1997 eröffnete Sky Tower. Auckland ist katholischer Bischofssitz und größter Hafen des Landes mit Industrie. Ca. ein Drittel der neuseeländischen Gesamtbevölkerung lebt in Auckland.

Geschichte

katholischer Die Landenge, in der Auckland heute liegt, wurde vermutlich im 14. Jahrhundert erstmals von Maori des Stammes Ngati Whatua besiedelt. Nach Auseinandersetzungen mit anderen Stämmen war die Gegend jedoch weitestgehend unbewohnt, als in den 1830er Jahren die ersten Europäer die Gegend besuchten. Im Jahr 1840 löste Auckland Kororareka, das heutige Russell, als Hauptstadt ab, nachdem der erste Gouverneur Neuseelands in Folge der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi einen zentraleren Ort für die Verwaltung gesucht hatte. Aus ähnlichen Gründen wurde nur fünfundzwanzig Jahre später Wellington im Süden der Nordinsel zur Hauptstadt erkoren.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert und ein guter Ausgangspunkt für Bootstouren in den Hauraki Gulf ist der Hafen mit dem 1912 erbauten Ferry Building. Unmittelbar westlich davon liegt das Viaduct Basin, das in den Jahren 2000 und 2003 Austragungsort der Rennen um den America's Cup war. Das Aotea Center sowie die Town Hall bilden ein wichtiges Kulturzentrum in der Innenstadt. Nicht weit entfernt von dort befinden sich die Auckland City Gallery sowie die dazugehörige New Gallery. Ein weiteres interessantes Museum ist das im Park Auckland Domain gelegene Auckland War Memorial Museum, das u.a. Sammlungen zu Geschichte und Kultur der Maori sowie zur Natur Neuseelands beherbergt. Einen Einblick in die noch existierende Fauna des Landes erhält man im Zoo der Stadt. Der Sky Tower bietet den besten Ausblick; kostenfreie Ausgucke über die Stadt bieten die ehemaligen Vulkane Mount Eden und One Tree Hill. Östlich des Stadtzentrums befindet sich Kelly Tarlton's Antarctic Encounter & Underwater World, ein riesiges Aquarium mit einer Antarktisausstellung. In der Nähe der Stadt gibt es zahlreiche schöne Strände, die zum Entspannen, Baden und Surfen einladen.

Stadtteile

Auckland gliedert sich in eine Vielzahl von Stadtteilen (suburbs). Neben dem CBD (Central Business District) sind dies unter anderem Ellerslie, Grafton, Grey Lynn, Greenlane, Herne Bay, Kohimarara, Mangere, Manukau, Mount Albert, Mount Eden, Mount Wellington, Meadowbank, Mount Roskill, New Lynn, Oraki, Panmure, Parnell, Ponsonby, Port Chevalier, Remuera, St. Heliers und St. Lukes.

Verkehr

Auckland verfügt über den größten Verkehrsflughafen des Landes (Flughafen Auckland).

Weblinks


- [http://www.aucklandcity.govt.nz/ Homepage der Stadt Auckland]
- [http://www.auckland.ac.nz/ Homepage der Universität Auckland] Kategorie:Ort in Neuseeland Kategorie:Ort mit Seehafen ja:オークランド (ニュージーランド) ko:오클랜드 (뉴질랜드)

Neuseeland

Neuseeland (englisch New Zealand, maori Aotearoa) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Er liegt etwa 2.000 km südöstlich von Australien und wird dem australischen Kontinent zugerechnet. Geografisch gehört Neuseeland aber nicht zum australischen Kontinent, da sich zwischen beiden Landmassen eine Tiefseezone befindet. Gesellschaftlich zählt sich Neuseeland selbst zum Gebiet (aber nicht zum Kontinent) Ozeanien. Neuseeland umfasst neben vielen kleineren im wesentlichen die zwei Hauptinseln: Die Nord- und die Südinsel.

Geographie

Hauptartikel: Geographie Neuseelands Neuseeland (auf Maori: Aotearoa — Land der langen weißen Wolke) ist derjenige Staat, der am weitesten von Deutschland entfernt ist (Teile des Landes liegen auf der Erde exakt gegenüber von Nord-Spanien.) Es ist ein Land mit gemäßigtem Klima. Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, die durch die Cookstraße voneinander getrennt werden, und einer Anzahl kleinerer Inseln in der Südsee und im sub-antarktischen Gebiet, von denen einige recht weit entfernt liegen, wie beispielsweise die Chatham-Inseln. Unmittelbar südlich der Südinsel liegt Stewart Island. Das Land erstreckt sich entlang der nord-nordöstlichen Hauptachse über mehr als 1.600 km. Die gesamte Landfläche Neuseelands, 270.500 km², ist etwas kleiner als die Japans oder der britischen Inseln. Japan Die Südinsel ist zwar die größere der beiden ungleichen Inseln, aber auch von weniger Menschen bewohnt. Ihr Gesicht wird von den Neuseeländischen Alpen geprägt, die sich über fast die gesamte Länge der Insel erstrecken. Ihr höchster Gipfel ist der Mount Cook mit einer Höhe von 3.754 m. Insgesamt sind achtzehn Gipfel höher als 3.000 m. Westlich dieser Wolkenbarriere erstreckt sich ein schmaler Streifen Land, im Süden mit zahlreichen Fjorden, Westcoast genannt. Auf dieser Seite wächst eindrucksvoller Regenwald, während die Ostseite mit ihren weiten Ebenen insbesondere Ackerbau und Viehzucht dient. Die größte Stadt der Südinsel ist Christchurch an der Ostküste. Die Nordinsel steht ganz im Zeichen der Vulkane. Das Hochland im Zentrum der Insel wird von den Bergen des Tongariro National Park beherrscht, der westliche Ausleger vom Taranaki. Der höchste Berg der Nordinsel ist der Ruapehu (2.797 m), ein aktiver Stratovulkan. In Richtung der Bay of Plenty nördlich des Zentrums ist die Erdkruste dünn wie kaum anderswo auf der Welt, so dass hier geothermische Aktivitäten jeglicher Art anzutreffen sind. Siehe auch: Nationalparks in Neuseeland, Liste der Wanderwege in Neuseeland

Klima

Neuseeland liegt in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel, so dass das Klima mild ist. Dennoch unterscheidet sich das Klima auf den beiden Hauptinseln: auf der North Island herrscht subtropisches Klima mit geringen Temperaturunterschieden, auf der South Island gemäßigtes Klima mit kalten Wintern. Dank der großen das Land umgebenden Wassermassen halten sich die Temperaturschwankungen in Grenzen. Im Flachland schwanken die durchschnittlichen Temperaturen im Norden zwischen etwa 15 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Auf der Südinsel liegen die Temperaturen etwa 5 bis 10 °C darunter. Insgesamt sind westliche Winde vorherrschend, Neuseeland liegt in einer Zone starker westlicher Winde, der Roaring Forties. Dadurch bedingt regnen sich die über dem Tasman-Meer angesammelten Wassermassen an den Bergen der Südinsel ab. Die Durchschnittswerte liegen an der Westküste der Südinsel bei 7.000 mm pro Jahr, auf der Ostseite der Berge ist es erheblich trockener.

Fauna

Roaring Forties Aufgrund der verhältnismäßigen Isolation hat sich in Neuseeland ein einzigartiges Ökosystem entwickelt, dessen herausragendstes Merkmal vor der polynesischen Kolonisation das Fehlen jeglicher Art von Landsäugetieren war, ausgenommen von drei Fledermausarten (die zwei Arten der Neuseelandfledermäuse und Chalinolobus tuberculatus). Viele der Nischen, die normalerweise von Säugetieren besetzt würden, sind von Vögeln belegt worden. Zu den flugunfähigen Vögeln gehören Kakapo, Kiwi, Takahe, Weka und der ausgestorbene Moa. Einige dieser Arten kommen nur noch auf raubtierfreien Inseln vor der Küste Neuseelands vor. Weniger Probleme haben die kräftigen Papageienarten Kea und Kaka. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vögel, die über die riesigen Weiten des Pazifiks fliegen, um Teile des Jahres in Neuseeland zu verbringen, wie der Westlandsturmvogel. Auch Königsalbatrosse und Australtölpel nisten hier. Die Küsten teilen sich verschiedene Pinguin-Arten wie der Dickschnabelpinguin, der Gelbaugenpinguin und der Zwergpinguin mit Neuseeländischen Pelzrobben, Elephantenrobben und Neuseeländischen Seelöwen. Vor den Küsten schließlich sind Delfine und Wale anzutreffen. Vor der neuseeländischen Küste gibt es eine seltene Kleindelfinart, die Hector-Delfin genannt wird. In etwa zehn Generationen wird sie wahrscheinlich ausgestorben sein. Des Weiteren ist Neuseeland die Heimat des Tuatara (auch Tuatera genannt), einer uralten Reptilienart, und des Weta, eines Insekts, das bis zu 8 cm oder länger werden kann. Neuseeland ist eins der wenigen Länder dieser Erde, in dem es keine Schlangen gibt. Die Ankunft erst der Maori und später auch der Europäer hat aufgrund der Eingriffe des Menschen in die Natur und wegen absichtlich und unabsichtlich mitgebrachter Tiere (Neozoen) zu zwei spektakulären Aussterbewellen geführt.

Flora

Aussterbewellen Aussterbewellen Als die Europäer ins Land kamen, waren etwa 70 % der Landesfläche bewaldet. Mittlerweile sind noch etwa 15 % des Landes von einheimischen Wäldern bedeckt, dazu kommen weitere etwa 5 % Fläche mit schnellwachsenden importierten Bäumen wie Monterey Pine (Pinus radiata) und Redwood für die neuseeländische Forstwirtschaft. Wesentliche Teile der ursprünglichen Wälder stehen unter Naturschutz, zu guten Teilen in Nationalparks und so genannten Forest Parks. Zu den bemerkenswertesten Bäumen gehören im Norden der Kauri. Sie sind wie die meisten anderen Bäume immergrün, wie beispielsweise die Südbuchenarten, die hauptsächlich auf der Südinsel anzutreffen sind. Ebenfalls zu den größeren Bäumen gehören die Podocarpaceen, die in tieferen Lagen beider Inseln vorkommen, sowie die Nikau-Palme. Besonders auffällig sind schließlich noch der Pohutukawa und der Cabbage Tree. In den niederschlagsreichen Gebieten insbesondere im Westen der Südinsel prägen Regenwälder das Bild. Die dort vorherrschenden Rimu und Südbuchen sind in vielen Fällen von Epiphyten wie dem Rata umschlungen. Unterhalb des dichten Walddaches machen sich zahlreiche, meist endemische Farne breit. Am imposantesten sind zweifellos die Baumfarne, die bis über 10 Meter hoch werden. Der bekannteste unter den Farnen ist der Ponga oder Silberfarn.

Bevölkerung

Nach den Daten der letzten Volkszählung besteht die Bevölkerung Neuseelands zu ungefähr 75 % aus Nachfahren europäischer (vor allem britischer, ferner irischer und polnischer) Einwanderer. Die zweitgrößte Gruppe bilden die indigenen Maori zu denen sich rund 15 % der Einwohner zählen. Weitere größere ethnische Gruppen von Einwanderern stammen aus Asien (ca. 6,6 %) und von den polynesichen Inseln (ca. 6,5 %). Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass es in Neuseeland einer Person möglich ist sich mehreren ethnischen Gruppen zuzuordnen. Größte Städte sind Auckland (rund 1.200.000 Einwohner), Hamilton (100.000 Einwohner) und die Hauptstadt Wellington (rund 300.000 Einwohner) auf der Nordinsel, sowie Christchurch (300.000) und Dunedin (100.000) auf der Südinsel. Insgesamt hat Neuseeland etwa 4 Mio. Einwohner (drei auf der Nord- und eine Mio. Einwohner auf der Südinsel) oder 15 Einwohner pro km² im Vergleich zu etwa 82,5 Mio. Einwohnern beziehungsweise 231 Einwohnern pro km² in Deutschland. Siehe auch: Liste der Städte in Neuseeland

Sprache

Amts- und Umgangssprache ist Englisch (siehe auch Neuseeländisches Englisch). Zweite Amtssprache ist Maori, das allerdings nur noch von einer kleinen Minderheit der Neuseeländer maorischer Abstammung gesprochen wird. Weiters ist es geplant ab dem 1. Januar 2006 bzw. 1. März 2006 die Neuseeländische Gebärdensprache als dritte Amtssprache einzuführen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Neuseelands Neuseeland wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und besiedelt. Die ersten Europäer, die Neuseeland erblickten, war die Mannschaft einer Expedition unter Leitung des Holländers Abel Tasman (1642). Zum ersten Mal neuseeländischen Boden betraten Europäer 1769 während einer Expedition unter James Cook. 1840 erkannten die Maori-Häuptlinge die Souveränität der britischen Krone an (Vertrag von Waitangi). Als erstes Land der Welt führte Neuseeland 1893 das Frauenwahlrecht ein. 1907 wurde aus der Kolonie ein Dominion. Im ersten Weltkrieg wurde die Kolonie Samoa von neuseeländischen Truppen besetzt (1914). Seit 1948 ist Neuseeland ein eigenständiger Staat. 1967 wurde der Neuseeländische Dollar (NZD) als Landeswährung im Dezimalsystem eingeführt. Wegen Differenzen über Neuseelands Anti-Atompolitik erfolgte die Suspendierung des ANZUS-Sicherheitspakts durch die USA im Jahr 1984. Das Greenpeace-Flaggschiff „Rainbow Warrior“ wurde 1985 im Hafen von Auckland von französischen Geheimagenten versenkt, zwei Jahre später erklärte sich Neuseeland zur atomfreien Zone. 1996 erfolgten erste Parlamentswahlen nach einem neuen, gemischten Verhältniswahlrecht nach deutschem Muster. 1999 endeten die Parlamentswahlen mit einem Sieg der Arbeiterpartei. Die neue Premierministerin Helen Clark bildete eine Minderheitsregierung, die bei den Parlamentswahlen von 2002 im Amt bestätigt wurde.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Neuseelands Neuseeland ist eine unabhängige parlamentarische Monarchie, die sich am britischen Vorbild orientiert, wobei es jedoch nur eine Kammer (also kein Oberhaus) gibt. Das Parlament besteht aus 120 Abgeordneten, die alle drei Jahre gewählt werden. Eine kleine Anzahl von Sitzen im Parlament ist dabei für Maori-Abgeordnete reserviert. Seit 1996 wird nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, das das zuvor angewandte Mehrheitswahlrecht nach englischem Vorbild ablöste. Die Exekutive in Form eines zwanzigköpfigen Kabinetts wird von dem Premierminister geführt. Derzeit ist dies Helen Elizabeth Clark, die von einer Koalition aus Labour Party und Alliance Party unterstützt wird. Als dieser Artikel verfasst wurde, befanden sich im Parlament Neuseelands fünf weitere Parteien. Die britische Monarchin, Königin Elizabeth II. ist Staatsoberhaupt in ihrer Funktion als Königin von Neuseeland, die vom Generalgouverneur, Dame Silvia Cartwright, repräsentiert wird. Außenpolitisch hat sich Neuseeland einerseits durch seine regelmäßige Beteiligung an Kriegen auf Seiten Großbritanniens profiliert. Das militärische Verteidigungsbündnis ANZUS mit den USA und Australien war zwischenzeitlich wegen der strikten Anti-Atom-Politik Neuseelands, in deren Rahmen sich das Land auch gegen die französischen Atomtests im Südpazifik stark machte, ausgesetzt.

Verwaltungsgliederung

Unterhalb der nationalen Ebene wird die Verwaltung in Neuseeland durch zwölf Regionen und fünf so genannte "unitary authorities" geregelt. Die lokale Ebene des Staatsaufbaus stellen 16 Stadt- und 57 Bezirksverwaltungen sowie die Verwaltung der Chathaminseln dar. Bei fünf Verwaltungen sind regionale und lokale Verwaltung zu einer Behörde zusammengelegt. Dies sind die schon erwähnten "unitary authorities".
siehe auch: Regionen Neuseelands

Infrastruktur

Neuseeland ist verkehrsmäßig (im Hinblick auf die dünne Besiedelung) sehr gut erschlossen. In Neuseeland gilt der Linksverkehr. Eine besondere Bedeutung aufgrund der Insellage besitzt der Küstenschiffsverkehr und der Luftverkehr. Zwischen der Nord- und der Südinsel verkehren Auto- und Eisenbahnfähren.

Wirtschaft

Seit Beginn der europäischen Besiedlung ist die Landwirtschaft in Form der Schafzucht ein wichtiges Standbein der neuseeländischen Gesellschaft. Zunächst dienten Schafe ausschließlich als Wolllieferant, seit den 1880er Jahren, als der Export per Kühlschiff möglich wurde, zusätzlich als Fleischlieferant. Zwischenzeitlich hatte Neuseeland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch auf der Südinsel und eine Wirtschaftskrise wegen einbrechender Wollpreise miterlebt. Dennoch blieb die Landwirtschaft über lange Zeit der bedeutendste Wirtschaftszweig. Wichtigster Handelspartner auch für Molkereiprodukte, Obst und Früchte war trotz der großen Entfernungen Großbritannien, bis dessen EG-Beitritt Neuseeland in den 1970er Jahren in eine Wirtschaftskrise stürzte. In den folgenden Jahren wurde der Wohlfahrtsstaat verschlankt, so dass Neuseeland mittlerweile ein nach neoliberaler Vorstellung modernes industrialisiertes Land ist, das zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt zählt. Subventionen wurden radikal gestrichen, die Sozialsysteme stark zurückgebaut. Außerdem wurden zahlreiche staatliche Einrichtungen wie die Eisenbahngesellschaft privatisiert. Die Arbeitslosenquote stieg aufgrund dieser Maßnahmen kurzfristig zwar bis auf 15 %, Ende 2004 betrug die Arbeitslosenquote allerdings nur noch 3,6%, der niedrigste Wert innerhalb der OECD. Die Inflationsrate lag bei 2,4% , das Wirtschaftswachstum betrug von Juli 2003 bis Juni 2004 4,4 %. Letztlich führten die Reformen zu einem ungeahnten Wirtschaftsboom im Land, der bei den Wahlen 2005 Amtinhaberin Helen Clark zu einer zweiten Amtszeit verhalf, Neuseeland zu dem Industrieland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote machte und Kritiker der Deregulierung im Land verstummen ließ. Mittlerweile sind Australien, Japan, die USA sowie die ostasiatischen Tigerstaaten die wichtigsten Handelspartner. Die Wirtschaftskrise in Ostasien 1998/1999 hat daher auch Neuseeland einigermaßen schwer getroffen. Die bedeutendsten Haupt-Exportindustrien sind derzeit Agrarwirtschaft, Gartenbau, Fischerei, Forstwirtschaft. Weiterhin besitzt Neuseeland nennenswerte produzierende Tourismus- und Dienstleistungsindustrien. Seit 1983 besteht zwischen Neuseeland und seinem Nachbarland Australien unter dem Namen Closer Economic Relations eine Freihandelszone. Die Stromerzeugung in Neuseeland findet überwiegend durch Wasserkraft und geothermische Kraftwerke statt. Neuseeland hat keine Atomkraftwerke.
Siehe auch: Weinbau in Neuseeland

Kultur

Nationalfeiertag ist seit 1960 der 6. Februar (
Waitangi Day), der an den Vertrag von Waitangi erinnert. In Neuseeland gilt das metrische System.

Film

Auf den Inseln Neuseelands wurde die mit fünfzehn Oscars prämierte Trilogie "Der Herr der Ringe" (Lord of the Rings) vom einheimischen Regisseur Peter Jackson gedreht. Neuseeland hat aber auch eine eigene Filmindustrie: Bekannt sind beispielsweise der Science-Fiction-Film Quiet Earth und die neuseeländisch-deutsche Co-Produktion Whale Rider sowie das mit 3 Oscars und der Goldenen Palme preisgekrönte Drama Das Piano der Regisseurin Jane Campion. Heavenly Creatures, auch von Jackson, ist ebenfalls zu einiger Bekanntheit gelangt.

Literatur

Hauptartikel: Neuseeländische Literatur Neuseeland nimmt für sich in Anspruch, viele Autoren zu haben. Darin werden selbst Einwanderer, die im Ausland geboren wurden und Staatsbürger, die ausgewandert sind, miteingerechnet. Ein Großteil der neuseeländischen Literatur ist in englisch geschrieben, aber Veröffentlichungen in der Sprache Maori nehmen ständig zu.

Sport

Das Rugby-Nationalteam von Neuseeland wird "All Blacks" genannt, in Anlehnung an die schwarzen Nationaltrikots. Die "All Blacks" sind für den "Haka" bekannt, einen auf die Ureinwohner Neuseelands zurückgehenden (Maori) Kriegstanz, der vor jeder Partie zelebriert wird.

Literatur


- Tom Brooking (Hrsg.):
The history of New Zealand. Westport, Conn.: Greenwood Press 2004, ISBN 0-313-32356-9
- Paul Smitz, Martin Robinson, Nina Rousseau, Richard Watkins und andere:
New Zealand. Lonely Planet Publications, Footscray (Victoria), Australien 2004, ISBN 1-740-59766-4 - englischsprachiger Reiseführer, der oftmals als der Standard für Neuseeland beurteilt wird

Siehe auch


- Portal:Neuseeland

Weblinks


- [http://www.govt.nz Neuseeländisches Regierungsportal (englisch)]
- [http://www.nzembassy.com/home.cfm?&l=36&c=1 Neuseeländische Botschaft in Berlin]
- [http://www.neuseeland.de/ Fakten und Daten zu Neuseeland (Deutsch)]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=121 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.newzealand.com Offizielles Wirtschafts- und Tourismusportal (englisch, Tourismus auch deutsch)]
- [http://wikitravel.org/de/Neuseeland Reiseinfos zu Neuseeland] auf Wikitravel
-
Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Polynesien Kategorie:Australien und Ozeanien als:Neuseeland ja:ニュージーランド ko:뉴질랜드 ms:New Zealand simple:New Zealand th:ประเทศนิวซีแลนด์ zh-min-nan:Aotearoa


Auckland (Region)

Auckland ist eine Region in Neuseeland und mit einer Einwohnerzahl von 1.366.723 (Stand 1. Januar 2005) die bevölkerungsreichste des Landes. Vier der sechs größten Städte von Neuseeland (Auckland, Manukau, North Shore, Waitakere) befinden sich in ihr. Hauptort und Sitz der regionalen Ratsversammlung ist die Stadt Auckland. Waitakere Die Region hat eine Fläche von 5.048 km², erstreckt sich über eine Landenge am engsten Teil von Neuseeland. Nur neun Kilometer trennen den Pazifik im Osten von der Tasmanischen See im Westen. Sie grenzt im Norden an die Region Northland und im Süden an die Region Waikato. Sie besteht aus drei Distrikten (Franklin, Rodney und Papakura) und vier Städten, von denen eine die eigentliche Stadt Auckland ist. North Shore liegt nördlich des Waitemata Harbour, westlich liegt Waitakere . In der südlich gelegenen Stadt Manukau befindet sich der internationale Flughafen, der der meistfrequentierte und wichtigste Knotenpunkt für Verbindungen nach Übersee ist. Ein Drittel der vier Millionen Einwohner des Landes leben in der Region Auckland. Sie ist das kulturelle und wirtschafliche Zentrum von Neuseeland. Seit die Maori von Bord ihrer waka (Kanus) gingen, um das dicht bewaldete Land in Besitz zu nehmen, folgte ein ununterbrochener Strom von Zuwanderern; Europäer, Asiaten und Polynesier sie alle kamen in die Region. Jetzt ist es die größte polynesische Enklave. Viele Vulkane sind ausgebrochen und haben die Landschaft der Region dauerhaft gezeichnet. Der letzte von ihnen, auf der Insel Rangitoto brach vor 600 Jahren aus dem Meer hervor. Heutzutage scheint ihr Feuer gebändigt, aber in der Energie, der Aggression und der Vitalität der Region ist noch etwas von ihrem Geist zu spüren. Die größten Städte in der Region sind (Stand 1. Januar 2005): #Auckland: 417.910 Einwohner #Manukau: 383.256 Einwohner #North Shore: 207.865 Einwohner #Waitakere: 166.237 Einwohner #Pukekohe: 21.438 Einwohner Kategorie:Neuseeland

Agglomeration

Eine Agglomeration (lat. agglomerare „fest anschließen“) ist nach Definition der UNO von 1998 eine Kernstadt, die einen suburbanen Rand oder zumindest dicht besiedeltes Gebiet besitzt, das außerhalb der Stadtgrenzen liegt, aber direkt an sie angrenzt. Eine einzelne solche Agglomeration kann aus mehreren Städten mit ihren jeweiligen Vorstadt- bzw. Speckgürteln, sowie dem Stadtgebiet angeschlossenen Trabanten- und Satellitenstädten bestehen, wobei gesetzliche Grenzen keine Rolle spielen. Andere häufig verwendete Bezeichnungen für solch ein Gebiet sind Stadtregion und Ballungsraum/-gebiet. Zwar meinen diese Begriffe im wesentlichen das gleiche, doch gibt es je nach Auslegung kleine Bedeutungsnuancen. So beinhaltet die Stadtregion im Gegensatz zu den weiter gefassten Begriffen Großregion, Metropolregion oder Wirtschaftsregion nicht deren ländlich geprägte periphere Teilräume, sondern nur die unmittelbare, dicht bebaute Umgebung der Kernstadt. Aber auch Siedlungen, die nicht direkt an die Kernstadt angrenzen, können zur Stadtregion gezählt werden, wenn der Großteil der Einwohner in der Kernstadt arbeitet. Nach welchen Kriterien Zahlen für sämtliche dieser Begriffe berechnet werden, hängt aber letztendlich von der jeweiligen Gesetzesdefinition oder von den Institutionen ab, welche derartige Berechnungen zur Verfügung stellen. Ein oft verwendetes Kriterium ist die Pendlerrate. Pendelt ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung von Umlandgemeinden in die Kernstadt, so wird diese auch zur Agglomeration gezählt, obwohl baulich keine Verbindung zwischen dieser Gemeinde und der Kernstadt besteht. Da dies der Definition der UNO widerspricht, aber häufig, und in unterschiedlichem Maße, Gang und Gebe bei der Berechnung von Agglomerations-Einwohnerzahlen ist, erklärt dies die Tatsache, dass verschiedene Erhebungen selten den gleichen Wert ergeben. Besonders stark variieren die Zahlen bei Gebieten mit unzureichender statistischer Erfassung der Einwohner, sowie bei Kernstädten mit einem stark überhöhten Arbeitsplatzangebot im Verhältnis zu deren Bevölkerung. Man unterscheidet zudem zwischen polyzentrischen und monozentrischen Agglomerationen. Je nach dem, ob ein oder mehrere Zentren existieren.

regionale Definitionen

Die Definition von Agglomerationen kann allerdings von Land zu Land anders im Gesetz verankert sein, was allerdings nur bei Rechtsfragen im jeweiligen Land von Bedeutung ist. An der Definition der UNO, nach welcher Einwohnerzahlen von Agglomerationen für internationale Statistiken ermittelt werden, ändert das allerdings nichts. In Deutschland ist der Begriff Agglomeration kaum normiert, wird aber in verschiedenen Kontexten verwendet. So ist bei Verkaufsflächen über 700 m², welche im Regelfall als raumwirksam angesehen werden, eine Untersuchung der Auswirkung auf die Raumordnung und Regionalplanung vor Genehmigung zwingend erforderlich. Eine Agglomeration von Einzelhandelsflächen kann auch dann raumwirksam sein, wenn nur die Summe, nicht jedoch die einzelnen Teile, eine Verkaufsläche von 700 m² überschreiten. Als Einzelhandelsagglomerationen zählen daher auch Einkaufszentren, Fachmarktzentren oder Factory Outlet Center. In der Schweiz hingegen ist der Begriff vom Bundesamt für Statistik exakt festgelegt:
- a) Agglomerationen sind zusammenhängende Gebiete mehrerer Gemeinden mit insgesamt mindestens 20'000 Einwohnern.
- b) Jede Agglomeration besitzt eine Kernzone, die aus der Kernstadt (als Städte zählen Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern) und gegebenenfalls weiteren Gemeinden besteht, von denen jede mindestens 2'000 Arbeitsplätze insgesamt und mindestens 85 Arbeitsplätze pro 100 wohnhafte Erwerbstätige aufweist. Diese Gemeinden müssen ferner entweder mindestens 1/6 ihrer Erwerbstätigen in die Kernstadt entsenden oder mit dieser baulich verbunden sein oder an sie angrenzen.
- c) Eine nicht der Kernzone zugehörige Gemeinde wird einer Agglomeration zugeteilt, wenn:
  - mindestens 1/6 ihrer Erwerbstätigen in der Kernzone arbeitet und mindestens drei der fünf folgenden Kriterien erfüllt sind:
    - 1.) Baulicher Zusammenhang mit der Kerngemeinde; Baulücken durch Nichtsiedelgebiet (Landwirtschaftsflächen, Wald) dürfen 200 Meter nicht überschreiten.
    - 2.) Die kombinierte Einwohner-/Arbeitsplatzdichte je Hektare Siedlungs- und Landwirtschaftsfläche (ohne Alpweiden) übersteigt 10.
    - 3.) Das Bevölkerungswachstum im vorangegangenen Jahrzehnt lag um 10 Prozent über dem schweizerischen Mittel. (Dieses Kriterium findet nur Anwendung für Gemeinden, die noch keiner Agglomeration angehört haben; für bestehende Agglomerationsgemeinden gilt es unabhängig vom erreichten Wert als erfüllt).
    - 4.) Mindestens 1/3 der wohnhaften Erwerbstätigen arbeitet in der Kernzone. Schwellengemeinden, die an zwei Agglomerationen angrenzen, erfüllen dieses Kriterium auch dann, wenn mindestens 40% der Erwerbstätigen in beiden Kernzonen zusammen arbeiteten und auf jede einzelne mindestens 1/6 entfällt.
    - 5.) Der Anteil der im 1. Wirtschaftssektor Erwerbstätigen darf das Doppelte des gesamtschweizerischen Anteils nicht überschreiten.

Verhältnis innerhalb einer Agglomeration

Agglomerationen sind in den seltensten Fällen in einer politischen Verwaltungseinheit zusammengefasst. Im Regelfall herrscht zwischen Kernstadt und politisch eigenständigen Vororten ein starker politischer Gegensatz, der in manchen Fällen durch traditionelle Rivalitäten, fast immer aber durch die sozialen, fiskalischen und siedlungsstrukturellen Auswirkungen der Suburbanisierung verstärkt wird. Durch die anhaltende intraregionale Bedeutungs- und Bevölkerungsverschiebung zugunsten des Umlands, die Akkumulation sozial Benachteiligter in den Kernstädten, die Bereitstellung bzw. Finanzierung stadtregional bedeutsamer Infrastruktur (z.B. Verkehrsnetze, Kultur- und Freizeiteinrichtungen) durch die Kernstädte ohne finanzielle Beteiligung der davon profitierenden Vororte sowie den ruinösen Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen (Gewerbesteuer-Dumping) geraten die Kernstädte in immer größere Schwierigkeiten. Die finanzielle und funktionale Auszehrung kann eine Kernstadt so weit schwächen, dass sie zur Erfüllung ihrer gesamtregionalen Zentralfunktionen nicht mehr in der Lage ist, was letztlich der gesamten Stadtregion einschließlich der Vororte schadet. Zur Schaffung eines gerechten Interessenausgleichs innerhalb der Stadtregion und zur Koordination der Stadtregion im überregionalen Wettbewerb gibt es in zahlreichen Stadtregionen Institutionen zu interkommunalen Kooperation: Freiwillige Kooperationen
- Gemeinschaftliche Kooperationen privaten Rechts (GmbH u.a.)
- Regionalkonferenzen, Regionalforen u.a. Verbandsmodelle
- Zweckverbände zur Lösung von Einzelaufgaben (z.B. Abfallwirtschaft, Wasserversorgung, ÖPNV).
- Planungsverbände zur gemeinsamen Flächennutzungsplanung, Regionalplanung oder Verkehrsplanung.
- Stadt-Umland-Verbände, in denen mehrere solcher Aufgaben gebündelt werden, wodurch eine bessere Möglichkeit zur Kompromissfindung entsteht. Gebietskörperschaftliche Modelle
- z.B. Regionalkreise (BRD), Stadtprovinzen (Niederlande)
- Regionalstädte

Agglomerationen in einzelnen Ländern

Deutschland

Liste der größten Agglomerationen Deutschlands. Aufgeführt sind sämtliche Agglomerationen über 1.000.000 Einwohner. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 1. Januar 2005. Für die Metropolregionen siehe Tabelle der deutschen Metropolregionen
-
- inkl. Raum Bochum-Dortmund-Duisburg; ohne Raum Düsseldorf-Köln-Bonn; vgl. Metropolregion Rhein-Ruhr

Österreich

Stand: 2001

Schweiz

Seit 1930 werden alle zehn Jahre die städtischen Agglomerationen anhand der Ergebnisse der Volkszählungen statistisch neu abgegrenzt. Seit 1980 werden bei grenzüberschreitenden Agglomerationen auch die im Ausland liegenden Gemeinden berücksichtigt, was bei Basel, Genf und Lugano von Bedeutung ist. Die 10 grössten Agglomerationen der Schweiz laut Bundesamt für Statistik (In Klammern die Bevölkerungszahl ohne ausländischen Teil): Grössten Agglomerationen mit Einzug in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik:

Agglomerationen weltweit

Die größten Agglomerationen der Erde sind (2005):

Siehe auch


- Liste von Bezeichnungen für große Städte
- System der Zentralen Orte

Literatur


- United Nations (1998). Principles and recommendations for population and housing censuses
- Burgdorff, Stephan / Janssen, Dr. Hauke: Jahrbuch 2003 – Die Welt in Zahlen Daten Analysen, Spiegel-Buchverlag, Deutscher Taschenbuch Verlag, S.490f
- Häussermann, Hartmut: Grossstadt: soziologische Stichworte, Leske + Budrich Verlag, Opladen 1998, ISBN 3-8100-2126-1

Weblinks


- [http://www.citypopulation.de/World_d.html Die größten Agglomerationen der Welt laut citypopulation.de]
- [http://www.bbr.bund.de/infosite/rob_karten_abb/karte28.htm Karte deutscher Verdichtungsgebiete] Kategorie:Raumplanung

Nordinsel (Neuseeland)

Die neuseeländische Nordinsel wird durch die 35 km breite Cookstraße von der Südinsel getrennt. Die Nordinsel bildet den Siedlungsschwerpunkt des Landes, auf ihr befinden sich die größte Stadt Auckland (1,2 Mio. Einwohner) und die Hauptstadt Wellington (300.000 Einwohner). Die Fläche beträgt 114.597 km2. Im Inselinneren befinden sich mehrere aktive Vulkane und Geysire. Höchster Vulkan ist der Ruapehu mit einer Höhe von 2.797 m. Der Maori-Name für die Nordinsel lautet Te Ika O Maui ("Mauifisch", ein mythologischer Fisch).

Städte der Nordinsel

Maori
- Auckland
- Cambridge
- Coromandel
- Dannevirke
- Dargaville
- Eketahuna
- Featherston
- Foxton
- Gisborne
- Hamilton
- Hastings
- Huntly
- Kaikohe
- Kaitaia
- Kawakawa
- Kawerau
- Kerikeri
- Levin
- Lower Hutt
- Manukau
- Martinborough
- Masterton
- Matamata
- Napier
- New Plymouth
- North Shore
- Ohakune
- Opotiki
- Pahiatua
- Palmerston North
- Papakura
- Porirua
- Pukekohe
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Maori

Die polynesischen Maori sind das indigene Volk Neuseelands. Ihre Vorfahren sind vermutlich zwischen dem 8. Jahrhundert und dem 14. Jahrhundert in mehreren Wellen, von den Gesellschaftsinseln und Cookinseln kommend, eingewandert. Sie sprechen oftmals die gleichnamige Sprache Maori.

Ankunft der Maori

In der Maori-Mythologie wird die Reise ausgehend von der Insel Hawaiki in seetüchtigen Kanus, den waka, beschrieben. Jeder Stamm (iwi) der Maori lässt sich in der Genealogie (whakapapa) mit einem dieser wakas in Verbindung bringen. In der Geschichte der Ngāpuhi ging während der Reise die Sonne für drei Tage nicht unter. Historiker haben dies mit dem Auftreten einer von chinesischen Astronomen auf das Jahr 1054 datierten Supernova in Verbindung gebracht.

Die Maorikriege

1840 traten 500 Maori-Führer im Vertrag von Waitangi ihre Souveränität über Neuseeland an die britische Krone ab, bekamen aber bestimmte Land- und Fischereirechte garantiert. 1845-1846 kam es nach Grundbesitzstreitigkeiten zum 1. Maorikrieg zwischen Maori und Weißen, 1856-1865 zum 2. Maorikrieg.

Kunsthandwerk

Maori sind berühmt für ihre kunsthandwerklichen Fertigkeiten - insbesondere Holz- und Pounamu-(Nephrit)schnitzereien. Große Traditionen bestehen ebenfalls auf dem Gebiet der Rhetorik, des Gesanges und Tanzes und der Tätowierung – kunstvolle Muster wurden mit einer Tinte aus Asche und Ruß mit Haizähnen eingeritzt.

Maori heute

Die heute mehr als 526.000 Maori machen ungefähr 14% der neuseeländischen Bevölkerung aus. Dabei ist zu beachten, dass die allerwenigsten von der Abstammung her ausschließlich Maori sind, insbesondere ist auch die Zuordnung zu mehreren Ethnien möglich. Maori ist, unabhängig von der Anzahl der Maori- beziehungsweise Nicht-Maori-Vorfahren, wer sich mit der Kultur der Maori identifiziert. Die steigende Anzahl derer, die sich als Maori identifizieren, wird mit dem gestiegenen Stellenwert des Maoritums in der neuseeländischen Gesellschaft, aber auch einigen Privilegien (Besonderheiten im Wahlrecht, stärkere Ausbildungsförderung, ...), die Maori genießen, erklärt. Auch wenn die Situation der Maori normalerweise als gut beschrieben wird (gerade im Vergleich zu anderen indigenen Völkern), so gibt es jedoch auch nach wie vor schwerwiegende Probleme innerhalb der Maorigemeinschaft. Das durchschnittliche Einkommen liegt noch immer deutlich unter dem gesamtneuseeländischen, Maori sind in der sozialen Unterschicht überproportional häufig vertreten, Gewalt und Alkoholismus spielen eine große Rolle. Ein weiteres Problem ist der starke Einfluss der westlichen Kultur auf die Maori und damit verbunden die langsame Auflösung der eigenen Identität. Dies gilt auch für die Sprache, auch wenn gerade hier Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen die Gründung der kōhanga reo (wörtlich Sprachennester), verschiedener Radiosender und eines landesweiten Fernsehsenders. Maori ist offizielle Amtssprache und viele Neuseeländer (nicht nur Maori) lernen die Sprache heute in der Schule. Anfang Mai 2004 beschloss die Labour-Regierung um Premierministerin Helen Clark ein Uferland- und Meeresboden-Gesetz, welches die gesamte Küstenlinie zum Staatseigentum erklärte. In den Augen der Maoris gilt dies als Bruch des Vertrages von Waitangi und in der Hauptstadt Wellington kam es zu einer 15.000 Mann starken Protestkundgebung. Von der rechtsgerichteten National-Partei wurde der Konflikt noch weiter angeheizt, als diese ankündigte, die für Maori reservierten Parlamentssitze streichen zu wollen. Berühmte Persönlichkeiten wie die Opernsängerin Kiri Te Kanawa, der Schauspieler Russell Crowe und Star Wars Darsteller Temuera Morrison sind maorischer Abstammung.

Siehe auch


- Indigene Völker Australien-Ozeaniens
- Maori (Sprache)
- Cook Islands-Maori
- Pakeha

Weblinks


- [http://www.maori.org.nz Maori-Internetportal (englisch)] ! Kategorie:Polynesien Kategorie:Neuseeland ja:マオリ

Park

Unter Gartenkunst oder Gartengestaltung versteht man die künstlerische und landschaftsarchitektonische Gestaltung begrenzter Freiräume durch Pflanzen, Wege, Anschüttungen, Planierungen, Architekturelemente, Wasserspiele und Skulpturen. Der folgende Artikel beschreibt die Entwicklung der Gartenkunst von der Zeit des Altertums bis in die Neuzeit. Skulptur

Geschichte der Gartenkunst

Gartenkunst im Altertum

Die Gartenkunst im Alten Ägypten

Aufgrund der umfangreichen archäologischen Ausgrabungen, Grabinschriften und Wandmalereien ist die Entwicklung der Gartenkunst im Alten Ägypten gut dokumentiert. Erhalten geblieben ist beispielsweise das kleine Garten-Modell im Grab des Meketre, einem Kanzler des Pharaos Mentuhotep II. (2061-2010 v. Chr.). Daher wissen wir heute, dass die Pyramiden, die heute in kahler Wüste stehen, einst von umfangreichen Gartenanlagen umgeben waren. Der religiöse Kult sah Blumen-, Speise- und Getränkeopfer zu Ehren der Toten und der Götter vor, so dass frühzeitig rund um die Tempel und Gräber Gartenanlagen gebaut wurden. Aus der Zeit von Ramses III. lassen sich nicht weniger als 513 Tempelgärten nachweisen. Zentrale Bedeutung hatten in diesen Gärten, die der Wüste mühselig abgerungen wurden, künstlich angelegte Teiche. Weinlauben, Baumalleen, Gemüse- und Blumenbeete umgaben diese in streng symmetrischer Form. Den Höhepunkt erreichte die altägyptische Gartenbaukunst während der Zeit des Neuen Reiches zwischen 1550 und 1080 v. Chr., eine Phase, in der so berühmte Herrscher wie Thutmosis III., Echnaton, Ramses II. und Tutanchamun regierten.

Die Gärten der Assyrer und Babylonier

Anders als für Ägypten gibt es für den Gartenbau der Hochkultur, die sich schon 4000 Jahre vor Christi Geburt im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris entfaltete, wenig Belege. Hier liegt zwar die Wiege des modernen Menschen, der in dieser Region die ersten Schritte zu Ackerbau und Viehzucht tat; über die Gestaltung der Gärten wissen wir jedoch wenig. Auf Königsinschriften haben einige frühere Herrscher jedoch Hinweise auf ihre Gärten hinterlassen. So rühmt sich Tiglat-pileser I. (1115-1077 v. Chr.) üppiger Gärten; in Nimrud, dem biblischen Kalach fand sich eine Steinstele, die den königlichen Garten des Assurnasirpal II. (883-859 v. Chr.) beschreibt; eine Keilschrifttafel, die im Britischen Museum, London aufbewahrt wird, zählt die Pflanzen im Garten des babylonischen Königs Mardukapaliddina, dem biblischen Merodachbaladan (721-710 v. Chr) auf, und ein ebenfalls im Britischen Museum befindliches Relief des letzten bedeutenden Königs der Assyrer, Assurbanipal (668-627 v. Chr.) vermittelt wenigstens einen flüchtigen Eindruck, wie ein assyrischer Lustgarten gestaltet war.
Den wichtigsten Hinweis auf eine reiche Gartenkultur Mesopotamiens liefert jedoch die Geschichte der Hängenden Gärten von Babylon, die in der Antike als eines der sieben Weltwunder betrachtet wurden. Die Legende schreibt diese Gärten der Königin Semiramis zu, die möglicherweise der assyrischen Königin Schamuramat (809-782 v. Chr) gleichzusetzen ist, wahrscheinlich wurden sie -zumindest der Überlieferung nach -jedoch von Nebukadnezar II. (605-562) angelegt. Jene berühmten Hängenden Gärten der Semiramis konnten jedoch bis heute nicht lokalisiert werden. Professor Kai Broderson stellt deswegen die Vermutung auf, dass sie nur in der Fantasie der Menschen existieren. Nach seiner Vermutung nahm ein ursprünglich unzugänglicher Palastgarten, den Nebukadnezar für sich errichten ließ, in der Vorstellungswelt der späteren Nachfahren immer wunderbarere Formen, bis daraus eben eines der sieben Weltwunder wurde.

Die persischen Königsgärten

Auch für die altpersischen Gärten sind archäologische Zeugnisse sehr spärlich. Das wenige, was wir über diese Gärten wissen - auch ihre Beeinflussung durch die Gartenkunst der Assyrer und Babylonier - wissen wir durch die Überlieferung griechischer Historiker. Dareios (521-485) ließ bei den Karawansereien der königlichen Poststraße die herrlichsten Paradiese anlegen, schattige Parkanlagen mit Tiergärten, wo auch den Reisenden nach beschwerlicher Tagfahrt ein kühles Quartier und frisches Wasser geboten wurden. Dem jüngern Kyros (gest. 401) werden zwei solcher Paradiese zugeschrieben, schattige Alleen und Haine von Platanen, Zypressen und Palmen, zwischen denen die breitblätterige Aloe, herrliches Rosengebüsch und mannigfache Obstbäume, zahlreiche Blumen, zierliche Kioske, schattige Ruhesitze, Springbrunnen, Vogelhäuser und Aussichtstürme verteilt waren.

Die Gartenkunst im Alten Griechenland

:siehe Abschnitt Gartenbau im frühen Griechenland im Artikel Garten

Die Gartenkunst im Alten Rom

In Italien hatten die alten Römer die Nutz-(Gemüse- und Obst-) Gärten vom Lustgarten getrennt. Letzterer, durchaus regelmäßig gestaltet, wenn er sich an die Villa anschloss, war mit zahlreichen Schlingpflanzen an der Veranda, zierlichen Blumenbeeten und künstlich zu allerhand Figuren zugeschnittenen Bäumen versehen. Die Parkanlagen hatten eine deutende Ausdehnung, waren gleich zeitig Tiergärten, von Mauern u. dgl. eingeschlossen, mit in Stein gefassten Fischteichen, einem Geflügelhof und Marmorbecken, in deren Nähe Sitzplätze und Gartenhäuschen zum Betrachten der Schmuckvögel, und hatten oft ein architektonisch angelegtes Bassin mit Wasserkünsten, gewöhnlich von einer Säulenhalle umgeben. Am berühmtesten war die Villa Hadriana des Kaisers Hadrian in Tibur am Sabinergebirge. Die Anlagen hatten 12 römische Meilen im Umfang, enthielten Berge und Täler, Wasserfälle, Grotten, Wälder, Hippodrom, Theater und viele andre prachtvolle Gebäude. Hier wurde mit Benutzung mancher Überreste im 16. Jahrhundert die Villa d'Este angelegt. Durch Tacitus kennen wir noch andre Kaisergärten Roms, auch den Park am Goldenen Haus des Nero. Sie hatten künstliche Seen und Wälder, glichen also einigermaßen unserem modernen Park. Auch im Italien des römischen Reichs waren die Bewässerungsanlagen vollkommen.

Byzantinische Gärten

Viele byzantinische Palastanlagen waren mit weitläufigen Gärten versehen, wie der Mangana in Konstantinopel. Daneben gab es auch sehr intim gestaltete private Gärten. Teiche und fließendes Wasser spielten, ähnlich wie später in den osmanischen Anlagen, eine wichtige Rolle. Von Kaiser Konstantin IX. wird berichtet, daß er ausgewachsene Bäume versetzen ließ, um den Palastgarten möglichst schnell fertigzustellen.

Die Entwicklung der Gartenkunst in Asien

Gartenkunst in China

Die Entwicklung der Gartenkunst in China lässt sich bis 3000 v. Chr. zurückverfolgen. Chinesische Gärten sind Kunstwerke voll von Zeichen, Metaphern und Symbolen. Anders als die Gartenanlagen im Alten Ägypten und im Vorderen Orient entstanden, stand hier nicht die Pflanze im Vordergrund. Chinesische Gärten sind vielmehr als Abbild eines idealen Universums konzipiert, deren wesentliche Bestandteile künstlich angelegte Seen und Hügel, ungewöhnlich geformte Vegetation und Steine waren. Kein Volk der Erde hat den Garten so kultiviert wie die Chinesen; in ihm haben Herrscher und Reiche einen Luxus entwickelt, der wegen Verbrauchs von Land, Wasser und Arbeitskräften die Landwirtschaft gefährdete und öfters in die Geschicke des Landes eingriff. Der jetzige kaiserliche Garten bei Peking hat 80 km Umfang und ist in der Nachahmung der Natur ein Nonplusultra aller Gartenkunst. Landschaften aller Art, von der lieblichsten bis zur großartigsten, wechseln in demselben; der Pflanzenwuchs aller Zonen ist in ihm in der prächtigsten Entwicklung, Bäche, Flüsse, Seen, Dörfer und Schlösser beleben das Bild. Aber die Bewohner der Dörfer sind eine Art Schauspieler; sie stellen für den Kaiser, je nach den Anordnungen des Hofmarschalls, in schmucker Kleidung Fischer, Matrosen, Arbeiter, Handelsleute, Bauern, Soldaten etc. vor und führen dem Herrscher, welchem die strengste aller Etiketten das Erscheinen vor dem wirklichen Volk verbietet, ein verfeinertes Spiegelbild desselben vor. Die Liebhaberei der Chinesen für Zwergbäume lässt die Anordnungen auch in den größten Gärten doch meist sehr kleinlich erscheinen.

Die Gartenkunst in Japan

:siehe Hauptartikel Zengarten

Rückwirkung auf die europäischen Gartenanlage

Zwar hatte schon Marco Polo die chinesischen Gärten beschrieben, die so gänzlich von den europäischen abwichen, aber seine Beschreibungen waren zu vage, als dass sie großen Einfluss auf die Gartengestaltung in Europa haben konnten. Dies änderte sich, als der Franziskaner Matteo Ripa von seiner Reise in China zahlreiche Kupferstiche mit brachte, die ein Bild von der chinesischen Gartengestaltung vermitteln konnten. Bei seinem Besuch in England traf er mit zahlreichen Vertretern des englischen Hochadels zusammen, die in der Gestaltung ihrer Landschaftsgärten diese Ideen bereitwillig aufgriffen. Im Rahmen der Chinoiserie-Mode des 18. Jahrhunderts wurden chinesische Motive in ganz Europa aufgegriffen. Nachempfindungen chinesischer Gärten und Pagoden gehörten zur exotischen Ausstattung von Sanssouci, Versailles, Schönbrunn oder Schloss Pillnitz bei Dresden.

Die Gartenkunst in der nachrömischen Zeit

Man unterschied zwischen Gärten mit vorwiegend symbolischem Wert (hortus conclusus - von der Welt abgeschlossener Garten, mit christlicher Symbolik in Pflanze und Form ausgestattet) und dem hortus amoenus - dem schönen, lieblichen Garten der Sinne. Das wichtigste Werk des 13. Jahrhunderts zur Gartenkunst stammt von Albertus Magnus: er beschreibt, wie der ideale Lustgarten auszusehen hat. Weitere wichtige Werke zur Gestaltung eines Gartens sind Hypnerotomachia Poliphili von Francesco Colonna und Leon Battista Albertis De re edificatoria. 1493 wurde Amerika, 1498 der Seeweg nach Ostindien entdeckt und durch den neu erblühten Handel ein großer Luxus eingeführt, der sich auch im Garten äußerte und den eigentlichen italienischen Gartenstil schuf. Italien gab Gesetze für hauptsächlich regelmäßige Gartenanlagen. Hohe, dichte, immergrüne Heckenwände und Pflanzungen, welche zugleich Schatten gewährten, stehende and springende Wasser, Grotten, die im Winter auch zur Aufbewahrung der Orangenbäume dienten, mussten die Glut des südlichen Himmels kühlen; reich besetzte Blumenbeete, in ihrer Form der Architektur des Hauses entsprechend, erfreuten durch ihre Farben und Formen; Vögel und Vogelnester unterhielten in anderer Weise den Spaziergänger. Ausgrabungen zahlreicher Statuen u. a. aus alter Zeit gaben Gelegenheit, diese Kunstschätze wieder, oft vielleicht überreich, zu verwenden und zwar, der leichten Übersichtlichkeit wegen, möglichst symmetrisch. Die Villen, welche durch guten Geschmack und den Kunstwert ihrer Gärten sich auszeichneten, waren im 16. Jahrhundert sehr zahlreich und find zum Teil heute noch erhalten, viele durch Anlagen im natürlichen Stil erweitert. Von Privatgärten neuern Datums, ganz in diesem landschaftlichen Stil gehalten, verdienen Erwähnung: der des Chevalier Forti in Chiara bei Brescia, der Garten Casa Ramboldi bei Vicenza, Strozzi bei Florenz, der des Fürsten Stigliano Colonna in Neapel, Olivuzza und der Villa Tasca bei Palermo. Frankreichs Gartenbau kennt im Anfang feiner Geschichte nur das rein Nützliche, erhebt sich nur langsam zur Beachtung der Blumen und erreicht erst sehr spät das ästhetisch Schöne; jedes angenehme und nützliche Erzeugnis des Land- und Gartenbaues stammt aus der Fremde, von den Phönikern, Griechen, Karthagern, Römern und Sarazenen.

Gartenkunst der Neuzeit in Europa

Frankreich

Unter dem französischen König Heinrich IV. (1589-1610) nahm der Luxus mehr und mehr zu. Die Lustgärten bestanden zu Anfang des 17. Jahrhundert nur aus mehr oder weniger quadratischen Kompartimenten, die in einem regelmäßigen Raster angelegt wurden, einigen Rasenplätzen, wenigen Bäumen und Blumen, einigen Wasseranlagen. Sie alle waren im allgemeinen Nachahmungen der italienischen Gärten, übernahmen aber oft auss dem Mittelalter überkommenen französische Traditionen. Die Anlagen verwilderten aufgrund ihrer Vernachlässigung zussehends. Mit der allgemeinen Herausbildung eines sich vom italienischen Vorbild abtrennenden französischen Stiles und der Überwindung der Renaissance in Frankreich bekam auch die Gartenkunst in Frankreich ein neues Bild. Maßgebend für die Herausbildung des französischen Gartens war André Le Nôtre er legte im Auftrag Ludwigs XIV. den Garten von Versailles an, wobei zwar im Grundsatz die italienischen Formen verwandt wurden jedoch ungleich disziplinierter und mit einer straffen Symmetrie. Die Anlage war von großartiger Einfachheit, insbesondere übernahmen die Franzosen nicht die Terrassierung der italienischen Anlagen, sondern entwickelten den Garten in der Ebene. Absolut vorherrschend war der Formschnitt der Planzen, der nicht nur hochdekorative Buchsbaum-Broderieparterres, sondern auch die Kronen der angepflanzten Bäume hervorbrachte. Die Ausstattung mit Wasserkünsten, Skulpturen und kleinen Bauwerken folgte strikten von der Repräsentationsfunktion und ihrem mythologischen Programm vorgegebenen Regeln. Der französische Stil machte schnell seinen Rundlauf durch die zivilisierte Welt und erhielt sich bis Ende des 18. Jahrhunderts. 18. Jahrhundert Bedeutende Beispiele sind: Die Gärten von Versailles und Vaux-le-Vicomte, für die frühen noch stark italienischen Gärten Chenonceau am Cher und Brecy in der Normandie. Jedoch übernahmen die neueren französischen Anlagen einige Forderungen des englischen Gartenbaus und gaben so teilweise den Formschnitt und andere Elemente des klassischen französischen Gartens auf. Beispiele dieses neuern französischen Stils sind unter anderem: der Park von Monceau, die städtischen Anlagen von Paris, das Boulogner und das Vincenner Gehölz, das bizarre Wunderwerk der Buttes Chaumont, Ferrieres, Besitzung des Chefs des Hauses Rothschild, der Garten Gustav v. Rothschilds in der Nähe des Palais d'Elysée.

Iberische Halbinsel

In Spanien blühte der Garten zur Zeit der Mauren und erreichte seinen höchsten Glanz ums Jahr 1000 unter Haschem IL; die mit Orangen, Blütensträuchern, Blumen, Kaskaden und anderen Wasserkünsten in strenger Regelmäßigkeit, dem Charakter des Gebäudes entsprechend, gezierten Höfe der Paläste waren zauberhaft schön; aber die Araber wurden durch die Christen des nördlichen Spanien nach und nach zu- rückgedrängt, zuletzt gänzlich vertrieben. Unter Philipp III. erfolgte die Ausweisung aller Abkömmlinge der Mauren, und Spanien wurde durch den Verlust seiner fleißigsten Arbeiter beinahe in eine Wüstenei verwandelt. Portugal hatte in der Umgebung von Cintra bei Lissabon ebenfalls schöne alte Gärten, die Lord Byron in seinem Childe Harold als "glorious eden", ein herrliches Paradies bezeichnete; aber erst in jüngerer Zeit ließ ein kunstsinniger und fein fühlender deutscher Fürst, der König Ferdinand (von Coburg), dort Gärten anlegen, mit denen kaum ein anderer Garten Europas sich messen kann.

Niederlande

Die holländischen Gärten glichen einem Schachbrett in der Einteilung; das Grottenwerk u. a. der italienischen und französischen Gärten ward hier zur kindischen Spielerei, alles ward kleinlich oder großartig langweilig. Die geschweifte, geschnörkelte Linie der Hausornamente, selbst der Giebel, kehrte in den Gärten an den Hecken wieder, und die Figuren des Schmuckstücks (.Parterre) wiederholten dieselben Formen. Diese eigentümliche Mode der holländischen Gärten verbreitete sich um so schneller in Europa, je geschmackloser sie war, und je mehr Willkür dabei waltete. Die lebhafte Verbindung Hollands mit England war Ursache, dass auch hier der landschaftliche Gartenstil Eingang fand; Anlagen von größerer Bedeutung wurden aber nicht geschaffen, und der alte holländische Stil ist noch nicht erloschen, das beweisen die Gärten des Villendorfs Broek, wo man alle Spielereien, namentlich in den Baumfiguren, wiederfindet.

England

Barock
Im Barock ähnelt der englische Garten noch weitestgehend seinem französischen Vorbild. Geometrische Achsen, Boskette mit Buchsbaumornamenten und eine strenge Ausrichtung auf den Herrscher hin sind seine Kennzeichen. Oft findet man Labyrinthe und lange Alleen aus beschnittenen Bäumen. Ein Beispiel ist Hampton Court. Da England über eine weitreichende Seehandelsflotte verfügte, wurden immer wieder Pflanzen aus fernen Gefilden importiert und im Botanischen Garten von Kew akklimatisiert und erforscht. So kamen die Zitrusgewächse nach England, die ebenso wie Rosen und Tulpen als Raritäten angepflanzt wurden.
Der Landschaftspark
Ab etwa 1720 entstand in England ein neuer Gartenstil, der englische Landschaftsgarten (oder auch englischer Landschaftspark). Als wichtiger Vorläufer gilt der Garten von Chiswick House, von William Kent angelegt, frühe Beispiele sind in Rousham und Stowe erhalten. Als wichtigste Einflüsse gelten die als natürlich empfundenen Gärten des Altertums sowie die Gärten Chinas und Miltons Versepos "Paradise Lost". Kennzeichen des englischen Landschaftsgartens sind die natürlich belassene Bepflanzung, die geschwungene Wegführung, der fließende Übergang in die umgebende Landschaft und das Fehlen von dekorativen Blumenrabatten. Als Ideal wurde ein begehbares Landschaftsgemälde angestrebt, das besonders von Landschaftsmalern wie Gaspard Poussin und Claude Lorrain beeinflusst war. Ebenfalls den Gemälden entstammen die Gartenstaffagen, Follies genannt, in Form kleiner Tempel oder Ruinen, die meist als Blickfang in den Sichtachsen arrangiert sind. In der Spätphase dominierte Lancelot "Capability" Brown mit seinen kargen weiten Gartenräumen, der den Stil auf die Spitze trieb, indem er natürlicher als die Natur gestalten wollte. Wichtige Gärten: Chiswick, Rousham, Twickenham, Stowe, Stourhead, Blenheim Castle. Wichtige Vordenker, Gärtner und Theoretiker: Charles Bridgeman, Joseph Addison, Publizist, Alexander Pope, Dichter, William Kent, Maler, Lancelot "Capability" Brown, Humphrey Repton (1752-1817), William Chambers und sein Jardin Anglo-Chinois.

Deutschland

In Deutschland wurde der erste Englische Park vom Baron Otto von Münchhausen in Schwöbber bei Hameln a. d. Weser 1750 angelegt; dann folgte Hinübers Englischer Garten in Marienwerder bei Hannover, 1765 der beide übertreffende Park zu Harbke bei Helmstedt, Besitzung des Grafen von Veltheim. Letzterer besteht noch und enthält die ältesten nordamerikanischen Bäume in Deutschland, besonders Eichen.
1768 wurde im Auftrag des anglophilen Fürsten von Anhalt-Dessau der bis heute akribisch gepflegte Park von Wörlitz von Schoch und Neumann in chinesisch-englischer Manier angelegt. In ihm finden sich neben der ersten europäischen Eisenbrücke und dem ersten außerhalb von England gebauten neo-gotischen Gartengebäude auch ein künstlicher Vulkan, der mittels Feuerwerkskörpern zum Ausbruch gebracht werden konnte. Für die Entwicklung des natürlichen Gartenstils in Deutschland hat in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Weimar einen großen Einfluss ausgeübt. Johann Wolfgang von Goethe, der Begründer einer neuen Richtung in der botanischen Wissenschaft, der Morphologie der Pflanzen, gab hier den Impuls; mit seinem fürstlichen Freunde, dem nachmaligen Großherzog Karl August, wandelte er die Gegend an der Ilm im Süden der Stadt in einen Park (Park an der Ilm) um, wie er noch heute, durch den Fürsten Hermann von Pückler-Muskau verbessert, als lehrreiches Beispiel vor unserm Auge steht. Hermann von Pückler-Muskau Ein Vorkämpfer für den natürlichen Gartenstil war Hirschfeld, Professor in Kiel, ein Bahnbrecher in Deutschland Friedrich Ludwig Sckell in München, der im dortigen Englischen Garten und in Nymphenburg Musteranlagen geschaffen, ein Meister erster Ordnung Lenné, der mit seinem Schüler und Gehilfen Garten Meyer Charlottenhof und die verschiedenen neuen Anlagen bei Sanssouci, letzterer allein die städtischen Anlagen von Berlin geschaffen. Ein Gartenkünstler von außergewöhnlicher Bedeutung aber war Fürst Hermann von Pückler-Muskau, der um die Residenz seiner Standesherrschaft Muskau herum, später bei Branitz noch unübertroffene Muster moderner Gärten hinterlassen hat. Er verfasste auch das wichtigste gartentheoretische Werk seiner Zeit in Deutschland, die "Andeutungen über Landschaftsgärtnerei". Sein Muskauer Parkdirektor, Eduard Petzold, wurde gleichfalls ein bedeutender Parkschöpfer: Park der deutschen Gesandtschaft in Sofia, Park von Philadelphia (USA), zahlreiche Gutsparks (z.B.:Altenstein). Herrliche Gärten sind auch Glienicke, vom Prinzen Karl von Preußen (gest. 1883) angelegt und in stets gleichem Glanz erhalten, die Rheinanlagen der Kaiserin Augusta in Koblenz, die Insel Mainau im Bodensee, der Park von Babelsberg bei Potsdam u. a. Ende des 19. Jahrhunderts kamen so genannte Floragärten in Mode: prächtige und kunstvoll ausgeschmückte Einrichtungen mit Wintergärten, parkartige Anlagen, in denen den Blumen eine ungewöhnliche Bevorzugung eingeräumt ist, mit einem prachtvollen Blumenparterre, worin Teppichbeete vorherrschen, und zu welchem die schattigen Alleen und Parkteile nur den Rahmen bilden. Wasserkünste, welche hier besonders gut angewendet wären, findet man in diesen Gärten nicht so häufig. Als Muster dieser Art Gärten können gelten der Palmengarten in Frankfurt am Main, die Flora in Köln und die Flora in Charlottenburg, letztere mit einem sehr geschmackvoll bepflanzten Palmenhaus, ersterer mit unübertrefflichen Blumenparterres, die Flora von Köln mit einer Gärtnerlehranstalt verbunden. :Siehe auch Arboretum, Hortus Eystettensis, Mill Ends Park, Liste berühmter Parks und Gartenanlagen, Gartendenkmalpflege

Berühmte Gartenkünstler und Gartenarchitekten

Gartendenkmalpflege
- André Le Nôtre (1613-1700)
- Peter Joseph Lenné (1789-1866)
- Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871)
- Friedrich Ludwig Sckell (1750-1823)
- Eduard Petzold (1815-1891)
- Maximilian Friedrich Weyhe (1775-1846)
- Frederick Law Olmsted (1822-1903)
- Erwin Albert Barth (1880-1933)
- Ernst F. Cramer (1898-1980)
- Isamu Noguchi (1904-1988), Bildhauer
- Peter Latz (
- 1939)

Literatur


- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/6/seite/0917/meyers_b6_s0917.html#Garten Garten], in:
Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888, Bd. 6, S. 917
- Marianne Beuchert:
Die Gärten Chinas, in: Hans Sarkowicz (Hrsg.): Die Geschichte der Gärten und Parks, Frankfurt am Main 2001
- Kai Broderson:
Die Hängenden Gärten von Babylon, in: Hans Sarkowicz (Hrsg.): Die Geschichte der Gärten und Parks, Frankfurt am Main 2001
- Karin Dzionara:
Der Garten im alten Ägypten, in: Hans Sarkowicz (Hrsg.): Die Geschichte der Gärten und Parks, Frankfurt am Main 2001
- Michaela Kalusok:
Schnellkurs Gartenkunst. Köln 2003
- Christa Hasselhorst:
Meister der Gartenkunst. Die großen Gärten Europas und ihre Schöpfer, Berlin 2004, ISBN: 3894791381
-
Gartenkunst Deutschland, hg. von der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in Deutschland und dem Landesdenkmalamt Berlin, Berlin 2002
- Ronald Clark:
Garten Reiseführer. 1350 Gärten und Parks in Deutschland, München, ISBN 3766716441
- Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)(Hrsg.):
Erfassung der historischen Gärten und Parks in der Bundesrepublik Deutschland (CD-ROM), Bonn, 4. Auflage 2001
- Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)(Hrsg.):
Erfassung der historischen Friedhöfe in der Bundesrepublik Deutschland (CD-ROM), Bonn 1998
- Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)(Hrsg.):
Weißbuch der historischen Gärten und Parks in den neuen Bundesländern, Bonn
- Eva Berger:
Historische Gärten Österreichs, 3 Bde., Wien 2002-2004
- Hans-Rudolf Heyer:
Historische Gärten der Schweiz, Bern 1980, ISBN 3-7165-0341-X
- Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland und Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.):
Historische Gärten. Eine Standortbestimmung. Berlin 2003, ISBN 3895411612
- Michael Rohde u. Rainer Schomann (Hrsg.):
Historische Gärten heute, 2. Aufl., Leipzig 2004, ISBN 3-361-00567-1

Weblinks


- [http://www.garten-literatur.de/Blattwerk/architekten.htm Bücherliste Gartenkultur]
- [http://www.gartenkunst-museum.de/museum.htm Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie]
- [http://www.schloss-benrath.de/portal_gkm/default.asp Museum für Europäische Gartenkunst Schloss Benrath]
- [http://www.dgg1822.de/Gartenkulturpfad/idee.html Gartenkultur-Pfade - Ein Projekt der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft] !Park Kategorie:Stadtbaugeschichte Kategorie:Gartenbau ja:公園


Segelboot

Ein Segelboot ist ein Sportboot, welches in erster Linie durch Windkraft betrieben wird, jedoch zusätzlich einen Hilfsmotor haben kann. Segelboote können zum einen in Sportjollen und Jachten (Kielboote) aufgeteilt werden und zum anderen in normale Einrumpfboote und Mehrrumpfboote (z.B. Katamarane). Es gibt hunderte verschiedener, eingetragener Bootsklassen. Bootsklasse Siehe auch: Segelschiff, Segeln, Sportschifffahrt

1997

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Frauentäubling (Russula cyanoxantha) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Eberesche (Sórbus aucupária) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Wanzen-Knabenkraut (Orchis coriophora) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Alpensteinbock (Capra ibex) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Politik


- 1. Januar: Arnold Koller wird Bundespräsident der Schweiz
- 15. Januar: Andorra wird in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen
- 16. Januar: Yahya A.J.J. Jammeh wird Staats- und Regierungspräsident in Gambia
- 19. Januar: Bulgarien. Petar Stojanov wird Staatspräsident
- 21. Januar: Deutschland und Tschechien unterzeichnen die deutsch-tschechische Aussöhnungserklärung
- 3. Februar: Pakistan. Erneute Auflösung des Parlaments
- 4. Februar: Südafrika bekommt eine neue Verfassung
- 8. Februar: Vorgezogene Parlamentswahlen in Nauru
- 13. Februar: Vorgezogene Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Kinza Clodumar
- 17. Februar: Bulgarien stellt den Antrag auf Vollmitgliedschaft in der NATO
- 21. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Lettland
- 1. März: Albanien: Die Regierung unter Präsident Sali Berisha tritt zurück
- 14. März: Evakuierungsmaßnahme der Bundeswehr in AlbanienOperation Libelle
- 1. April: Konteradmiral Rudolf Lange wird Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, nachdem sein Vorgänger wegen der Roeder-Affaire um den Auftritt des bekannten Geschichtsrevisionisten Manfred Roeder zurücktreten musste
- 9. April: Erstmals tagen die Abgeordneten in Angola
- 11. April: Bildung der Regierung in Angola
- 11. April: Entsendung einer internationalen Schutztruppe nach Albanien im Auftrag der OSZE
- 13. April: Präsidentschaftswahlen in Mali
- 27. April: Zweite demokratische Wahlen im Jemen
- 1. Mai: Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Slowakei
- 1. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Slowakei. In Kraft seit dem 28. Mai 1998
- 21. Mai: Bulgarien. Ivan Kostov wird Ministerpräsident
- 21. Mai: Unterzeichnung der Versöhnungserklärung zwischen Polen und Ukraine
- 23. Mai: Regierungspräsident im Iran wird Hodschatoleslam Seyed Mohammad Khatami
- 27. Mai: Die NATO-Russland-Grundakte wird in Paris, Frankreich, unterzeichnet
- 2. Juni: Bundeswahlen in Kanada
- 6. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Finnland
- 11. Juni: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Thüringen
- 20. Juni: Natsagiin Bagabandi wird Staatspräsident der Mongolei
- 29. Juni: Albanien. Erste Neuwahlen nach den Unruhen
- 1. Juli: Großbritannien wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 1. Juli: Rückgabe von Hongkong an die Volksrepublik China
- 5. Juli: Staatsstreich in Kambodscha. Viele Politiker gehen ins Exil
- 6. Juli: Bundeskongresswahlen in Mexiko
- 8. Juli: Unterzeichnung der NATO-Ukraine-Charta
- 9. Juli: Mazedonien. Unruhen in Gostivar und Tetovo
- 12. Juli: Berlin. Als Protest gegen musikalische Ausgrenzung und Kommerzialisierung der Love Parade kommt es zur Hateparade, aus der sich später die Demonstration Fuckparade entwickelt
- 14. Juli: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Polen. In Kraft seit dem 4. Januar 1999
- 22. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Litauen
- 23. Juli: Laos wird Mitglied der ASEAN (Assoziation südostasiatischer Staaten]
- 25. Juli: In Indien wird mit Kocheril Raman Narayanan erstmals ein Kastenloser Staatspräsident
- 6. August: Bolivien. Hugo Banzer wird Präsident
- 28. August: Armenien und Russland unterzeichnen Freundschaftsvertrag
- 28. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Turkmenistan. In Kraft seit dem 19. Juni 2002
- 1. September: Finnland. Veränderung der Verwaltungsstrukturen
- 1. September: Eröffnung des Deutschen Gymnasiums Tallinn, Estland
- 16. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Mongolei. In Kraft seit dem 15. Juni 1998
- 18. September: Terroranschlag auf Touristen vor dem Ägyptischen Museum in Kairo, Ägypten
- 21. September: Parlamentswahlen in Polen
- 7. Oktober: Inkrafttreten der neuen Verfassung in Polen
- 12. Oktober: Kamerun. Paul Biya wird im Amt als Staatspräsident bestätigt
- 16. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Mazedonien. In Kraft seit dem 13. Januar 1999
- 17. Oktober: Neue Verfassung in Polen
- 29. Oktober: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängt Sanktionen gegen Angola
- 30. Oktober: Mary McAleese wird Staatspräsidentin von Irland
- 31. Oktober: Lesotho. Letsie III. wird als König gekrönt
- 7. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Australien. In Kraft seit dem 15. Juni 2000
- 17. November: Terroranschlag auf Touristen vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor, Ägypten
- 26. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachstan
- 1. bis 10. Dezember: In Kyoto (Japan) findet eine internationale Klimakonferenz statt, auf der sich die Industrieländer verpflichten, ihre Treibhausgas-Emissionen zu senken
- 10. Dezember: Kasachstan. Umbenennung der Hauptstadt Akmola in Astana
- 10. Dezember: Kasachstan. Akmola wird neue Hauptstadt
- 17. Dezember: Chile wird assoziiertes Mitglied des Mercosur
- 19. Dezember: Parlamentswahlen in Dschibuti
- 22. Dezember: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Mecklenburg-Vorpommern
- 27. Dezember: Oman, Einführung des Oamnischen Rates

Katastrophen

Oman
- 9. Januar: Detroit, USA. Absturz einer Embraer EMB 120 beim Anflug. Alle 29 Menschen starben
- 21. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der Provinz Xinjiang, Volksrepublik China. 12 Tote
- 1. Februar: Bei Tambacoumba, Senegal stürzte ein Flugzeug der Air Senegal ab. Von den 52 an Bord befindlichen Menschen kamen 23 ums Leben
- 2. Februar: Angola. Eine CASA 212 der Angolanischen Luftwaffe verunglückte auf einem Inlandsflug, wobei alle 37 Insassen starben
- 4. Februar: Israel. Kollision zweier Militär-Hubschrauber. Alle 73 Menschen starben
- 24. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Turkmenistan und Iran. 100 Tote
- 27. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 in Pakistan. 60 Tote
- 28. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Armenien und Aserbaidschan; ca. 1.100 Tote
- 13. März: Iran. Bei Dezful stürzte eine Lockheed C-130 Hercules der Iranischen Luftwaffe ab. 86 Menschen kamen dabei um
- 18. März: Der Rumpf einer russischen Antonow An-24-Chartermaschine bricht während eines Fluges in die Türkei auseinander. 50 Personen sterben, und der Flugzeugtyp erhält Flugverbot
- 8. Mai: Shenzhen, Volksrepublik China. Notlandung einer Boeing 737 der China Southern Airlines bei schlechtem Wetter. 35 der 74 Personen an Bord starben
- 19. März: Ein Erdbeben der Stärke 4,9 in Pakistan. 15 Tote
- 10. Mai: Erdbeben der Stärke 7,5 im Iran, 1.560 Tote
- 21. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 im Süden Indiens. 38 Tote
- 6. Juni: Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. Absturz einer Vickers Viscount direkt nach dem Start. 23 Menschen starben
- 9. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 in der Nähe der Küste von Venezuela. 81 Tote
- 17. Juli: Bandung, Indonesien. Eine Fokker F-27, auf dem Flug nach Jakarta, stürzte etwa 12 km nach dem Start ab. 28 Menschen starben, 22 wurden gerettet
- 21. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 5,0 in Südafrika. 15 Tote
- 6. August: Agana, Guam. Absturz einer Boeing 747 der Korean Air, etwa 5 km vor dem Flughafen. 228 Menschen starben, 26 konnten gerettet werden
- 3. September: Phnom Penh, Kambodscha. Eine Tupolew Tu-134 der Vietnam Airlines stürzte ab. 65 Menschen starben. Ein Baby hat überlebt
- 13. September: Namibia. Kollision einer Tupolew Tu-154 der Deutschen Luftwaffe mit einer Lockheed C-141 Starlifter der US-Luftwaffe über dem Atlantik, rund 120 km westlich von Namibia. Alle 24 Menschen an Bord der Tupolew und alle 9 der Starlifter starben
- 26. September: Nähe Medan, Sumatra, Indonesien. Absturz eines Airbus A300 der Garuda Indonesia. Alle 234 Menschen an Bord starben
- 26. September: Zwei Erdbeben der Stärke 5,4 und 5,6 in Umbrien und Marken (Italien). Betroffene Städte: Assisi und Perugia. 11 Tote
- 28. September: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf Sulawesi, Indonesien. 18 Tote
- 10. Oktober: Uruguay. Absturz einer argentinischen Douglas DC-9 bei Gewitter. Alle 74 Menschen starben
- 21. November: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Indien und Bangladesch. 23 Tote
- 5. Dezember: Irkutsk, Russland. Eine Antonow An-124-Frachtmaschine stürzte unmittelbar nach dem Start in ein Wohngebiet. Mehrere Häuser wurden durch das anschließende Feuer vernichtet. 85 Menschen starben
- 15. Dezember: Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate. Absturz einer Tupolew Tu-154, aus Tadschikistan kommend. Von den 86 Insassen überlebte nur einer
- 17. Dezember: Griechenland. Absturz einer ukrainischen Jakowlew Jak-42. Alle 70 Menschen an Bord starben
- 19. Dezember: Sumatra, Indonesien. Absturz einer Boeing 737 der Silk Air aus Singapur. Alle 104 Menschen an Bord starben

Wissenschaft/Technik


- 24. Februar: Das im vergangenen Sommer geborene geklonte Schaf Dolly wird der Öffentlichkeit vorgestellt
- 9. März: Totale Sonnenfinsternis im Osten Sibiriens
- 4. Juli: Die Sonde Pathfinder mit dem Geländewagen Sojourner landet auf dem Mars
- 18. September: Der erste Zeppelin NT belebt nach fast 60 Jahren die Zeppelin-Luftschifffahrt am Bodensee neu

Gesellschaft

Luftschiff
- 6. September: Am Trauerzug für die tödlich verunglückte Lady Di nehmen in London zwei bis drei Millionen Menschen teil
- Oktober: In Bilbao eröffnet das Guggenheim-Museum
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