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August Bebel
Ferdinand August Bebel ( - 22. Februar 1840 in Köln-Deutz; † 13. August 1913 in Passugg, Schweiz) war ein Führer der Arbeiterbewegung, sozialistischer Politiker und Mitbegründer der SPD.
August Bebel wurde in ärmlichen Verhältnissen als Sohn des Unteroffiziers Johann Gottlob Bebel und dessen Frau Wilhelmine Johanna Bebel geborene Simon in Köln-Deutz geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters, der 1844 mit 35 Jahren der Lungentuberkulose erlag, heiratete seine Mutter dessen Zwillingsbruder, der jedoch ebenfalls nach zwei Jahren verstarb. Auch Augusts Geschwister starben früh. Da die verwitwete Mutter keine Pensionsansprüche hatte, übersiedelte sie verarmt zu ihrer Familie nach Wetzlar, wo August mit Hilfe einer wohltätigen Stiftung die Volksschule besuchen konnte. Von 1854 bis 1857 lernte August hier auch das Drechslerhandwerk. Nach Gesellen- und Wanderjahren ließ er sich 1860 in Leipzig nieder, wo er in der bürgerlichen Bildungsvereinsbewegung Fuß fasste. 1866 gründete er zusammen mit Wilhelm Liebknecht die radikaldemokratische Sächsische Volkspartei, 1869 ebenfalls mit Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP).
1867 wurde er in den Norddeutschen Reichstag gewählt, in dem er am 26. November 1870 „Frieden mit der französischen Nation, unter Verzichtleistung auf jede Annexion“ forderte und sich mit der Pariser Kommune solidarisierte. Es folgten eine einhundertzweitägige Untersuchungshaft und 1872 die Verurteilung im Leipziger Hochverratsprozess (einem Schauprozess) zu zwei Jahren Festungshaft und wegen Majestätsbeleidigung zu neun Monaten Gefängnis. Während der Haft bildete er sich selbst fort und sprach von seiner „Haftuniversität“.
1875 war er maßgeblich an der Vereinigung mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (Ferdinand Lassalle) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) beteiligt.
SAPD
Nach seiner Ausweisung aus Leipzig auf Grund des Sozialistengesetzes als sozialdemokratischer Agitator ließ sich Bebel in Borsdorf bei Leipzig nieder. Bis 1889 war er geschäftlich für den Vertrieb seiner Leipziger Drechslereiwarenfirma tätig. Die Geschäftsreisen im ganzen Reich verband er mit seiner Parteiarbeit. Auch unter dem Sozialistengesetz wurde Bebel zu Gefängnisstrafen verurteilt, 1883 zu vier Monaten, 1886 im Freiberger Geheimbundprozess zu neun Monaten Gefängnis.
Bebel war von der Richtigkeit des Marxismus überzeugt und ein entschiedener Gegner des Revisionismus. Dessen ungeachtet achtete er in der parlamentarischen und parteipolitischen Arbeit stets darauf, konkrete soziale Reformen durchzusetzen. Bebel erwartete die Revolution als sich gesetzmäßig ereignenden "großen Kladderadatsch", den die Sozialdemokratie nicht gezielt herbeizuführen bemüht sein müsse. Seine beiden wichtigsten Schriften Unsere Ziele (1870) und Die Frau und der Sozialismus (1883) erreichten hohe Auflagen. Bis zu seinem Tod blieb Bebel der allseits anerkannte Führer der deutschen Sozialdemokratie.
August Bebel war nach dem Tod von Wilhelm Liebknecht am 7. August 1900 zusammen mit Paul Singer Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und von 1871 bis 1913 Mitglied des Reichstages (ausgenommen 1882-1883).
Bebel lebte zunächst in Leipzig und nach 1890 viele Jahre in Berlin-Schöneberg in der Großgörschenstraße 22, der Hauptstraße 84, der Habsburger Straße 5 und zuletzt in der Hauptstraße 97 (Gedenktafel über dem Eingang).
Am 13. August 1913 starb er in Passugg in der Schweiz während eines Sanatoriumaufenthaltes an Herzversagen. Er wurde in Zürich, wo seine Tochter lebte, beigesetzt. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Sihlfeld.
Werke
- Die Frau und der Sozialismus, 1879; online: http://www.mlwerke.de/beb/beaa/beaa_000.htm (62. Auflage, Berlin/DDR, 1973, S. 1-557)
- Unsere Ziele, 1870
- Aus meinem Leben, Bd. 1-3, 1910, 1911, 1914
- [http://www.gutenberg.org/etext/12267 Band 1]
- [http://www.gutenberg.org/etext/13690 Band 2]
Literatur
- Brigitte Seebacher-Brandt: Bebel - Künder und Kärrner im Kaiserreich, Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Berlin/Bonn 1988, ISBN 3-8012-0137-6
- Christian Graf von Krockow: Porträts berühmter deutscher Männer - Von Martin Luther bis zur Gegenwart, München 2001 (List-Verlag), S. 235-288 (ISBN 3-548-60447-1)
- Francis L. Carsten: August Bebel und die Organisation der Massen, Siedler Verlag 1991, ISBN 3-88680-371-6
Weblinks
-
- [http://www.august-bebel-gesellschaft.de August-Bebel-Gesellschaft]
Bebel, August
Bebel, August
Bebel, August
Bebel, August
Bebel, August
Bebel, August
22. Februar
Der 22. Februar ist der 53. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 312 Tage (in Schaltjahren 313 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1142 - Das Kloster Roßleben (Thüringen) erhält Bestätigungsurkunde durch Papst Innozenz II. (siehe auch Klosterschule Roßleben)
- 1371 - Großbritannien. Robert Stuart wird König von Schottland.
- 1819 - USA. Spanien verkauft Florida an die USA.
- 1894 - Honduras. Policarpo Bonilla wird Staatspräsident.
- 1901 - Ausschluss des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi aus der russisch-orthodoxen Kirche wegen "blasphemischer Äußerungen". Es kommt zu Menschenaufläufen und Demonstrationen für Tolstoi in Moskau und St. Petersburg.
- 1943 - Die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst von der Widerstandsgruppe Weiße Rose werden von Roland Freisler zum Tode verurteilt und im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet.
- 1952 - Nicaragua wird Mitglied in der UNESCO.
- 1967 - Jamaika. Premierminister Alexander Bustamante tritt zurück.
- 1972 - Scheich Khalifa übernimmt die Staats- und Regierungsgewalt in Katar
- 1993 - Tschechien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1995 - Burundi. Antoine Nduwayo wird neuer Staatspräsident.
- 1995 - Die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP) wird rechtskräftig verboten.
- 1996 - Papst Johannes Paul II. gibt das Dekret Universi Dominici Gregis über die Papstwahl heraus.
- 1996 - Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac gibt die Abschaffung der Wehrpflicht bekannt.
- 1999 - Brüssel, Belgien. Über 10.000 Bauern demonstrieren gegen die geplante Agrarreform der EU.
- 2002 - Angola. UNITA-Führer Jonas Savimbi wird erschossen.
- 2003 - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 nach Richter entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg mit Epizentrum bei Straßburg erschüttert die Rheinregion und richtet geringen Schaden im Elsass an.
- 2005 - George W. Bush besucht Deutschland.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1607 - Uraufführung der Oper "L’Orfeo" (Orpheus) von Claudio Monteverdi im Palazzo ducale in Mantua.
- 1722 - Uraufführung der Oper "Griselda" von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London.
- 1734 - Uraufführung der Oper "The tragedy of Chrononhotonthologos" von Henry Carey in London.
- 1825 - Uraufführung der Oper "Der Holzdieb" von Heinrich Marschner an der Hofoper in Dresden.
- 1929 - Uraufführung der Operette "Rosen aus Florida" von Leo Fall in Wien.
- 1936 - Uraufführung der Oper "Judith" von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm.
- 1948 - Uraufführung des musikalischen Dramas "Die Nachtschwalbe" von Boris Blacher in Leipzig.
- 1998 - Der brasilianische Regisseur Walter Salles gewinnt den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin.
Religion
- 1940 - Tenzin Gyatso wird im Alter von 4½ Jahren als der XIV. Dalai Lama inthronisiert.
Katastrophen
- 1890 - Der Walnut-Grove-Staudamm in Arizona, USA, bricht. Durch die Flutwelle kommen zwischen 50 und 150 Menschen um.
- 1960 - Schlagwetterexplosion auf dem Karl-Marx-Schacht I in Zwickau - 123 Tote.
- 2005 - Erdbeben der Stärke 6,4 mit Epizentrum in Sarand (Iran) - 420 Tote.
- 2005 - Nach anhaltenden Schneefällen sind bei mehreren Lawinen im pakistanischen und indischen Teils Kaschmirs sowie Afghanistan mehr als 1000 Menschen getötet worden.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Troy Roberts in der Sporthalle Wandsbek, Hamburg, Deutschland, durch KO
Geboren
Deutschland
Deutschland
Deutschland
Deutschland
- 1161 - Innozenz III., Papst 1198-1216
- 1403 - Karl VII. (Frankreich), König von Frankreich
- 1440 - Ladislaus Postumus, Herzog von Österreich, König von Böhmen und als Ladislaus V. König von Ungarn
- 1455 - Johannes Reuchlin, deutscher Philosoph und Humanist
- 1567 - Erich Hedemann, deutscher Jurist
- 1645 - Johann Christoph Bach d. Ä., Onkel von Johann Sebastian Bach
- 1723 - Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie
- 1732 - George Washington, erster US-amerikanischer Präsident
- 1749 - Johann Nikolaus Forkel, deutscher Musiker und Musikhistoriker
- 1760 - Sophie von Sachsen-Hildburghausen, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld
- 1761 - Erik Tulindberg, Komponist
- 1785 - Jean Peltier, französischer Physiker
- 1788 - Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph
- 1793 - Friedrich Harkort, deutscher Unternehmer und Politiker
- 1796 - Adolphe Quetelet, belgischer Mathematiker, Statistiker und Astronom
- 1810 - Frédéric Chopin, polnischer Komponist und Pianist
- 1817 - Carl Wilhelm Borchardt, deutscher Mathematiker
- 1817 - Ottilie Wildermuth, deutsche Schriftstellerin
- 1817 - Niels Wilhelm Gade, dänischer Komponist und Dirigent
- 1821 - Ludmilla Assing, deutsch-italienische Schriftstellerin
- 1822 - Adolf Kussmaul, deutscher Arzt und medizinischer Forscher
- 1840 - August Bebel, Führer der Arbeiterbewegung, sozialdemokratischer Politiker
- 1843 - Alexander Schnütgen, deutscher Theologe, Priester, Kunstsammler
- 1857 - Heinrich Rudolf Hertz, deutscher Physiker
- 1857 - Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
- 1861 - Hans Schöttler, deutscher protestantischer Geistlicher
- 1861 - Marie von Miller, deutsche Malerin und die Ehefrau von Oskar von Miller
- 1864 - Jules Renard, französischer Schriftsteller
- 1865 - Otto Modersohn, deutscher Maler
- 1876 - Ita Wegman, Mitbegründerin der Anthroposophischen Medizin
- 1879 - Johannes Nicolaus Brønsted, dänischer Chemiker und Künstler
- 1882 - Eric Gill, britischer Bildhauer, Grafiker und Schriftentwerfer
- 1886 - Hugo Ball, Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung
- 1887 - Savielly Tartakower, Schachspieler
- 1889 - Olave Baden-Powell, Mitbegründerin der Pfadfinderinnenbewegung
- 1893 - Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer
- 1900 - Luis Buñuel, spanischer Filmregisseur
- 1900 - Sean O'Faolain, irischer Schriftsteller
- 1902 - Fritz Straßmann, deutscher Chemiker
- 1903 - Frank Plumpton Ramsey, britischer Mathematiker und Logiker
- 1903 - Morley Callaghan, kanadischer Schriftsteller
- 1904 - Ernst Jakob Henne, deutscher Motorsportler († 2005)
- 1907 - Heinrich Schneider, deutscher Politiker im Saarland
- 1909 - Daniel Biasone, US-amerikanischer Unternehmer
- 1919 - Jiři Pauer, tschechischer Komponist
- 1921 - Giulietta Masina, italienische Schauspielerin
- 1921 - Jean-Bédel Bokassa, Präsident und später Kaiser der Zentralafrikanischen Republik
- 1922 - André Asriel, österreichisch-deutscher Komponist
- 1923 - Billy Mo, Jazz-Trompeter und Schlagersänger
- 1926 - Kenneth Williams, britischer Komiker
- 1927 - Florencio Campomanes, philippinischer Schachspieler und -funktionär
- 1932 - Edward Kennedy, US-amerikanischer Politiker
- 1933 - Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger
- 1936 - Ernie K-Doe, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Karin Dor, deutsche Schauspielerin
- 1936 - Martin Mußgnug, deutscher NPD-Politiker
- 1938 - Bobby Hendricks, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Rafael Hipólito Mejía Domínguez, Präsident der Dominikanischen Republik
- 1941 - Jürgen Nöldner, deutscher Fußballspieler (DFV)
- 1943 - Bill Barclay, britischer Musiker
- 1943 - Horst Köhler, deutscher Bundespräsident
- 1943 - Louise Lopez, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Jonathan Demme, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1945 - William Oliver Swofford, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Dieter Scholz, deutscher Politiker
- 1949 - Amin Maalouf, libanesisch-französischer Schriftsteller
- 1949 - Joachim Witt, deutscher Musiker
- 1949 - Manfred Deix, österreichischer Karikaturist und Cartoonist
- 1949 - Niki Lauda, österreichischer Pilot, Unternehmer und dreimaliger Formel 1-Weltmeister
- 1949 - Ray Dorey, britischer Musiker
- 1950 - Awn Shawkat Al-Khasawneh, jordanischer Diplomat und Jurist
- 1950 - Julius Erving, US-amerikanischer Basketballspieler der NBA
- 1950 - Miou-Miou, französische Filmschauspielerin
- 1952 - Thomas Wessinghage, deutscher Leichtathlet
- 1956 - Eva Bulling-Schröter, deutsche Politikerin und MdB
- 1959 - Kyle MacLachlan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - William Tanui, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1967 - Alf Poier, österreichischer Künstler und Stand-up Comedian
- 1968 - Bradley Nowell, Mitbegründer und Sänger/Gitarrist der US-amerikanischen Punk-Band Sublime
- 1968 - Jeri Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Wolfram Waibel junior, österreichischer Sportschütze
- 1972 - Claudia Pechstein, deutsche Eisschnellläuferin
- 1975 - Drew Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin
- 1975 - Thomas Meggle, deutscher Fußballspieler
- 1977 - Hakan Yakin, Schweizer Fußballspieler mit türkischer Herkunft
- 1981 - Jeanette Biedermann, deutsche Schauspielerin und Pop-Sängerin
- 1982 - Jenna Haze, US-amerikanische Pornodarstellerin
Gestorben
Jenna Haze
Jenna Haze
Jenna Haze († 1943)]]
Jenna Haze
- 606 - Sabinianus, Papst 604-606
- 1371 - David II. (Schottland), Sohn von Robert I. und dessen zweiter Gemahlin Elisabeth de Burgh
- 1512 - Amérigo Vespucci, italienischer Kaufmann und Seefahrer (Namensgeber Amerikas)
- 1550 - Francesco III. Gonzaga, ältester Sohn des Herzogs Federico II
- 1627 - Olivier van Noort, niederländischer Seefahrer
- 1629 - Hans Friedrich von Drachsdorf, Hofmarschall und Hauptmann
- 1671 - Adam Olearius, deutscher Schriftsteller und Diplomat
- 1721 - Johann Christoph Bach d.J., ältester Bruder des Johann Sebastian Bach
- 1780 - Francesco III. d'Este, Herzog von Reggio, Modena
- 1784 - Sophie Volland, Geliebte des französischen Philosophen Denis Diderot
- 1794 - Caspar Friedrich Wolff, deutscher Physiologe und Begründer der modernen Embryologie
- 1797 - Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen, Baron Münchhausen
- 1804 - Joseph Benda, böhmisch-deutscher Musiker
- 1806 - James Barry, britischer Maler
- 1822 - Ali Pascha Tepelena, Großgrundbesitzer und osmanischer Pascha
- 1827 - Charles Wilson Pealé, US-amerikanischer Porträt- und Landschaftsmaler
- 1837 - Juri Fjodorowitsch Lisjanski, russischer Marineoffizier und Entdecker
- 1875 - Charles Lyell, britischer Geologe
- 1875 - Jean-Baptiste Camille Corot, französischer Landschaftsmaler
- 1890 - Carl Bloch, dänischer Maler
- 1900 - Ernst Christian Carl Kruse, war Arzt und Politiker
- 1903 - Hugo Wolf, österreichischer Komponist
- 1912 - Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph
- 1913 - Ferdinand de Saussure, Schweizer Sprachwissenschaftler
- 1913 - Francisco Madero, mexikanischer Revolutionär, Staatsmann und Präsident
- 1919 - Christian Dietrich, von 1897 1919 Leiter des schwäbischen Altpietismus
- 1919 - Perito Moreno, argentinischer Geograph, Anthropologe und Entdecker
- 1939 - Antonio Machado, spanischer Lyriker
- 1943 - Christoph Probst, Mitglied der Weißen Rose
- 1943 - Hans Scholl, deutscher Widerstandskämpfer in der Zeit des Dritten Reiches
- 1943 - Sophie Scholl, deutsche Widerstandskämpferin im Dritten Reich
- 1953 - Albertine Assor, deutsche baptistische Diakonisse
- 1959 - Robert Noorduyn, Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1967 - Fritz Erler, deutscher Politiker
- 1969 - Johannes Dieckmann, Präsident der DDR-Volkskammer
- 1971 - Rudolf Mauersberger, deutscher Komponist und Kreuzkantor
- 1975 - Adolf Hennecke, deutscher Bergmann
- 1976 - Michael Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph
- 1978 - Harold Glen Borland, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1980 - Oskar Kokoschka, österreichischer Maler und Schriftsteller
- 1981 - Guy Butler, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1983 - Adrian Boult, englischer Dirigent
- 1983 - Romain Maes, belgischer Radrennfahrer
- 1985 - Efrem Zimbalist, US-amerikanischer Geigenvirtuose russischer Herkunft, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- 1987 - Andy Warhol, Künstler der Pop-Art
- 1987 - Hildegard Domizlaff, deutsche Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin
- 1989 - Otar Taktakischwili, georgischer Komponist
- 1989 - Sándor Márai, ungarischer Schriftsteller
- 1991 - Ladislav Fialka, tschechischer Mime und Clown
- 1992 - Tadeusz Lomnicki, polnischer Schauspieler
- 1994 - Hans Hürlimann, Schweizer Politiker
- 1994 - Lore Lorentz, deutsche Kaberettistin
- 2000 - Dieter Borkowski, deutscher Schriftsteller, Journalist und Historiker
- 2000 - Hubert Aratym, österreichischer Maler
- 2001 - Evelyn Holt, deutsche Schauspielerin
- 2002 - Barbara Valentin, deutsche Schauspielerin
- 2002 - Chuck Jones, US-amerikanischer Comiczeichner und Filmregisseur
- 2002 - Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Rebellenführer
- 2003 - Daniel Taradash, US-amerikanischer Autor
- 2003 - Kurt Gscheidle, deutscher Politiker
- 2004 - Rolf Gillhausen, deutscher Journalist
- 2005 - Simone Simon, französische Schauspielerin
- 2005 - Zdzislaw Beksinski, polnischer Maler und Grafiker
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Kathedra Petri (katholisch)
- Washingtons Geburtstag (USA) (wird allerdings seit der Reform immer am 3. Montag im Februar als President's Day gefeiert)
- Nordfriesischer Feiertag (Petritag)
- Thinking Day
Siehe auch
- 21. Februar - 23. Februar
- 22. Januar - 22. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0222
ja:2月22日
ko:2월 22일
simple:February 22
th:22 กุมภาพันธ์
Köln-Deutz]
Deutz (lat. Divitia, seit dem 10. Jahrhundert Tuitium) war eine alte Stadt rechts des Rheins, seit 1888 ist es ein Stadtteil von Köln. Politisch gehört er dem Stadtbezirk Innenstadt an.
Das alte Kastell wurde 1003 von Erzbischof Heribert von Köln in einBenediktinerkloster, die Abtei Deutz, umgewandelt. Erzbischof Heinrich I. von Köln erhob 1230 Deutz zur Stadt, die lange Zeit zum Zankapfel zwischen der Stadt Köln, Kurköln und dem Herzogtum Berg wurde. Nach dem Frieden von Nimwegen wurde 1678 die Festungswerke geschleift. Erst 1816 baute man eine neue Anlage.
Deutz kam 1803 an Nassau-Usingen, 1806 an das Großherzogtum Berg und 1814 an Preußen.
Der Stadtteil besteht aus einem alten Kern mit engen Straßen und vorgelagerten Wohn- und Gewerbeflächen.
Sehenswürdigkeiten
- Deutzer Freiheit (Einkaufsstraße)
- Kölnarena (Mehrzweckhalle, im Volksmund: Henkelmännchen; wegen der Bogenkonstruktion für das Dach)
- Koelnmesse (Kölner Messegelände)
- Heribert-Schrein in St. Heribert
- [http://www.koelnkongress.de/de/tanzbrunnen/ Tanzbrunnen]/Rheinpark (Kommunales Freizeit- und Veranstaltungsgelände)
- Lufthansa Hauptverwaltung
- [http://www.jugendherberge.de/jh/koeln-deutz/ Jugendherberge] (Im Jahre 2003 neu gebaut)
- Festplatz am Rhein
- [http://cologne.regency.hyatt.de/colog_de/index.shtml Hyatt-Hotel] (Ein Hotel der Luxusklasse mit dem Blick auf Rhein und Dom; zu den Gästen gehörte u.a. Bill Clinton.)
- Rheinpark
- [http://www.koelner-jugendpark.de JugendPark] (Der Zipfel der Rheinparks mit über 50.000qm Veranstaltungsfläche - Sehr Aktionsreich)
- Hohenzollernbrücke (Verbindung zu Köln-Innenstadt)
Im Sommer 2003 wurde entschieden, dass der TV-Sender RTL ab 2008 in den alten Gebäuden der KölnMesse (Rheinhallen) residieren wird.
- Deutz AG (Motorenhersteller)
Weblinks
- [http://www.stadt-koeln.de/bezirke/innenstadt/stadtteile/deutz/ Offizielle Webseite der Stadt Köln zum Stadtteil Deutz]
- http://www.schael-sick-online.de/chronik_1.htm
Deutz
Deutz
13. AugustDer 13. August ist der 225. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 226. in Schaltjahren) - somit bleiben 140 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 900 - Zwentibold von Lotharingen fällt in einer Schlacht gegen die aufständischen Grafen.
- 1521 - Die Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan - das heutige Mexiko-Stadt - fällt an Hernán Cortés.
- 1704 - In der Schlacht von Höchstädt unterliegen im Spanischen Erbfolgekrieg Franzosen und Bayern alliierten Truppen unter dem Kommando von John Churchill, 1. Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen.
- 1727 - Abendmahlsfeier in der Kirche zu Berthelsdorf; Zusammenschluss der Einwohner Herrnhuts zur Herrnhuter Brüdergemeine.
- 1809 - Tiroler Schützen unter Freiheitskämpfer Andreas Hofer bezwingen französische Truppen am Bergisel.
- 1905 - Norwegen wird unabhängig. In einer Volksbefragung wollten nahezu 100 Prozent der Stimmberechtigten die Auflösung der Personalunion mit Schweden.
- 1923 - Gustav Stresemann bildet die erste Große Koalition in Deutschland.
- 1934 - Adolf Hitler besucht zum 300jährigen Jubiläum die Passionsspiele in Oberammergau. Diese christlichen Mysterienkultspiele dienen damit der antijüdischen Propaganda.
- 1940 - Im Zweiten Weltkrieg beginnt die Luftschlacht um England.
- 1942 - Walt Disneys Trickfilm „Bambi“ hat Premiere.
- 1944 - Rumänien löst sich im Zweiten Weltkrieg aus dem Bündnis mit Deutschland und verbündet sich mit der Sowjetunion.
- 1948 - Österreich wird Mitglied in der UNESCO.
- 1952 - Deutschland und Japan werden Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF).
- 1960 - Die Zentralafrikanische Republik erlangt ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1961 - In der Nacht vom 12. auf den 13. August beginnen NVA, Angehörige der Deutschen Grenzpolizei und der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei sowie Betriebskampfgruppen der DDR die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Dies führt letztlich zum Bau der Berliner Mauer.
- 1979 - Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
Kultur
- 1821 - Uraufführung der Oper Adele von Budoy von Conradin Kreutzer in Königsberg.
- 1876 - Bei den ersten Bayreuther Festspielen wird bis zum 17. August "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner erstmals aufgeführt.
Religion
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - In Athen werden die XXVIII. Olympischen Sommerspiele eröffnet.
Katastrophen
- 1935 - Die Staumauer Alla Sella Zerbino bei Ovada in den Ligurischen Apenninen, Italien bricht bei einem Hochwasser. Die Flutwelle richtet in Molare und Ovada großen Schaden an; es gibt 100 oder mehr Tote.
- 2002 - In Sachsen überschwemmt die Jahrhundertflut weite Gebiete.
Geboren
- 1514 - Joachim Mynsinger von Frundeck, deutscher Jurist der Humanistenzeit
- 1614 - August von Sachsen-Weißenfels, deutscher Herrscher
- 1617 - Johann Andreas Quenstedt, Vertreter der lutherischen Orthodoxie
- 1651 - Balthasar Permoser, österreichischer Barock-Bildhauer
- 1662 - Charles Seymour, 6. Herzog von Somerset, Master of the Horse und Lord President of the Council
- 1671 - Jean-Alphonse Turrettini, schweizerischer reformierter Theologe
- 1700 - Heinrich Graf von Brühl, sächsischer Premierminister
- 1740 - Iwan VI., russischer Zar von 1740 bis 1741
- 1743 - Marie Elisabeth, österreichische Äbtissin
- 1757 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1802 - Nikolaus Lenau, österreichischer Schriftsteller
- 1814 - Anders Jonas Ångström, schwedischer Astronom und Physiker
- 1815 - Eduard von Regel, deutscher Gärtner und Botaniker
- 1816 - Rudolf von Gneist, deutscher Jurist und Politiker
- 1819 - George Gabriel Stokes, irischer Mathematiker und Physiker
- 1836 - Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan
- 1842 - Albert Sorel, französischer Schriftsteller
- 1844 - Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist
- 1844 - Friedrich Miescher, deutscher Mediziner und Professor für Physiologie
- 1852 - Christian Krohg, norwegischer Maler
- 1860 - Annie Oakley, US-amerikanische Kunstschützin
- 1863 - William I. Thomas, US-amerikanischer Soziologe
- 1867 - Arthur Eichengrün, deutscher Chemiker
- 1867 - George Luks, US-amerikanischer Maler
- 1867 - Rudolf Georg Binding, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Tony Garnier, französischer Architekt
- 1871 - Karl Liebknecht, sozialistischer deutscher Politiker
- 1872 - Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker
- 1884 - Guus Lutjens, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - John Logie Baird, britischer Techniker und Fernsehpionier
- 1888 - Walter Jauch, deutscher Versicherungskaufmann
- 1891 - Reinold von Thadden-Trieglaff, deutscher Theologe
- 1894 - Paul Blobel, deutscher Architekt und SS-Standartenführer
- 1899 - Alfred Hitchcock, englischer Filmregisseur und Produzent
- 1902 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1902 - Felix Wankel, deutscher Maschinenbauer und Erfinder des Wankelmotors
- 1902 - Sergej Artenjewitsch Balassanjan, turkmenischer Komponist
- 1906 - Hans Schaefer, deutscher Mediziner und Mitbegründer der Max-Planck-Gesellschaft
- 1907 - Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, deutscher Industrieller
- 1908 - Willi Beuster, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Werner Otto, deutscher Unternehmer
- 1912 - Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler
- 1912 - Salvador E. Luria, US-amerikanischer Mikrobiologe, Nobelpreisträger
- 1913 - Makarios III., Theologe und Erzbischof von Zypern, Staatspräsident
- 1913 - Richard Stone, britischer Ökonom
- 1918 - Frederick Sanger, britischer Biochemiker, 2-facher Nobelpreisträger
- 1920 - George Shearing, britischer Musiker
- 1920 - Jean-Marcel Honoré, emeritierter Erzbischof von Tours und Kardinal
- 1921 - Engelbert Niebler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1921 - Jimmy McCracklin, US-amerikanischer Musiker
- 1926 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist und Pionier für elektronische und experimentelle Musik
- 1926 - Fidel Castro, kubanischer Revolutionär
- 1928 - Johannes Poethen, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Michael A. Roth, deutscher Teppichgroßindustrieller und Fußballvereinspräsident
- 1936 - Günther Heyenn, deutscher Politiker der SPD
- 1937 - Felicia Weathers, US-amerikanische Opernsängerin
- 1939 - Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Sozialwissenschaftler
- 1939 - Erika Berger, deutsche Fernseh-Moderatorin und Sexberaterin
- 1939 - Joe Scott Hill, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Paul Eßling, deutscher Attentäter
- 1940 - Sean James Stokes, britischer Musiker und Sänger
- 1941 - Craig Douglas, britischer Sänger
- 1941 - Henning Voscherau, deutscher Notar und Politiker, von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister Hamburgs
- 1941 - Knut Kiesewetter, deutscher Sänger, Liedermacher und Posaunist
- 1941 - Ambrogio Fogar, italienischer Abenteurer und Autor
- 1942 - Son Seals, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1942 - Sheila Armstrong, englische Sopranistin
- 1943 - Wolfgang Engel, deutscher Theaterregisseur
- 1948 - Kathleen Battle, US-amerikanische Sopranistin
- 1949 - Bartholomäus Kalb, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1949 - Cliff Fish, britischer Musiker und Sänger
- 1950 - Krzysztof Kolberger, polnischer Schauspieler
- 1951 - Dan Fogelberg, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1955 - Mulgrew Miller, US-amerikanischerJazzpianist
- 1958 - Sean Feargal Sharkey, britischer Sänger
- 1959 - Thomas Ravelli, schwedischer Fußballspieler
- 1964 - Ian Haugland, schwedischer Musiker
- 1966 - Uta Glaubitz, deutsche Autorin
- 1967 - Amelie Nothomb, belgische französischsprachige Schriftstellerin
- 1968 - Jutta Nardenbach, deutsche Fußballspielerin
- 1968 - Uwe Bindewald, deutscher Fußballspielere
- 1969 - Urs Wehrli, Schweizer Komiker und Kabarettist
- 1969 - Midori Ito, japanische Eiskunstläuferin
- 1970 - Alan Shearer, englischer Fußballspieler
- 1971 - Heike Makatsch, deutsche Schauspielerin
- 1971 - Moritz Bleibtreu, deutscher Schauspieler
- 1977 - Michael Klim, australischer Schwimmer
- 1978 - Kai Schmitt, deutscher Musiker
Gestorben
- 587 - Radegundis, Tochter König Berthachars und dessen Frau Amalberga
- 1191 - Philipp I. von Heinsberg, Erzbischof des Erzbistums Köln und Erzkanzler von Italien
- 1447 - Filippo Maria Visconti, Regent von Pavia und Herzog von Mailand
- 1523 - Gerard David, niederländischer Maler
- 1749 - Johann Elias Schlegel, deutscher Dichter und Dramatiker
- 1755 - Francesco Durante, italienischer Komponist und Musikpädagoge
- 1809 - Marc Antoine Berdolet, französischer katholischer Priester und Bischof von Aachen
- 1816 - Pehr Hilleström, schwedischer Maler
- 1826 - René Théophile Hyacinthe Laënnec, französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops
- 1863 - Eugène Delacroix, französischer Romantiker, gilt als Wegbereiter des Impressionismus
- 1865 - Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt und Hygiene-Pionier
- 1884 - Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General
- 1895 - Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist
- 1896 - John Everett Millais, britischer Maler
- 1896 - Philipp Ludwig von Seidel, deutscher Mathematiker und Astronom
- 1899 - Gustav von Mevissen, deutscher Politiker und Unternehmer
- 1907 - Hermann Karl Vogel, deutscher Astronom und Physiker
- 1908 - Emil Gött, deutscher Schriftsteller
- 1910 - Florence Nightingale, englische Krankenpflegerin und Erfinderin des Kriegslazaretts
- 1912 - Jules Massenet, französischer Opernkomponist
- 1913 - August Bebel, deutscher sozialistischer Politiker
- 1916 - Pierre de Ségur, französischer Schriftsteller
- 1917 - Eduard Buchner, deutscher Chemiker
- 1927 - Hermann Abert, deutscher Musikgelehrter
- 1927 - Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist
- 1943 - Jakob Gapp, österreichischer Priester im Widerstand gegen das Nazi-Regime
- 1946 - Herbert George Wells, englischer Schriftsteller
- 1952 - Wilm Hosenfeld, Wehrmachtsoffizier im Zweiten Weltkrieg
- 1953 - Paul Kemp, deutscher Schauspieler
- 1955 - Lois Welzenbacher, österreichischer Architekt
- 1955 - Wilhelm Kreis, deutscher Architekt
- 1969 - Jacob do Bandolim, brasilianischer Mandolinist und Komponist
- 1971 - King Curtis, US-amerikanischer Musiker
- 1972 - Hans von Benda, deutscher Dirigent, Musikredakteur und Offizier
- 1974 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1977 - Henry Williamson, britischer Schriftsteller
- 1982 - Joe Tex, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1984 - Tigran Petrosjan, armenischer Schach-Großmeister
- 1994 - Elias Canetti, deutschsprachiger Schriftsteller, Nobelpreisträger
- 1994 - Manfred Wörner, deutscher Politiker, siebter NATO-Generalsekretär
- 1996 - António de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - António Sebastião Ribeiro de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist
- 1998 - Julien Green, französisch-britischer Schriftsteller
- 1999 - Ignatz Bubis, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
- 2000 - Ria Deeg, deutsche Widerstandskämpferin
- 2003 - Lothar Emmerich, deutscher Fußballspieler
- 2004 - Josef Paul Kleihues, deutscher Architekt
- 2005 - David Lange, neuseeländischer Politiker
- 2005 - Francy Boland, belgischer Jazz-Pianist und Arrangeur
Feier- und Gedenktage
Francy Boland
- Der Jahrestag des Mauerbaus ist in Deutschland ein wichtiger politischer Gedenktag.
- Internationaler Linkshändertag
- Katholischer Gedenktag: Marco d'Aviano
- regionaler katholischer Gedenktag (Diözese Lüttich): Zwentibold
Siehe auch
- 12. August - 14. August
- 13. Juli - 13. September
- August - Historische Jahrestage - Zeitskala
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Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.
In Kürze
Frankreich
Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern.
Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden.
Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag.
Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone.
Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer.
Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005).
Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch.
41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert.
Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig.
Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union.
Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.
Geografie
CH
Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite.
38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche.
Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.
Geologie
Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer
Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen.
Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.
Berge
Oberrheinische Tiefebene
In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt.
Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe.
Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m).
In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin.
Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m).
Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz
Liste der Berge in der Schweiz]]
Seen
Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen.
Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden).
Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz.
Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²).
Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz
Flüsse
Liste der Seen in der Schweiz]]
Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden.
Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet.
Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer.
Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône.
Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau.
Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po.
Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz.
Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône.
Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz
Klima
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Liste der Flüsse in der Schweiz
Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran.
Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage.
Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr.
Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990).
Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987).
Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten.
Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener.
Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990).
Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.
Flora und Fauna
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet.
In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).
Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.
Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.
Bevölkerung
Sprachen
Kastanienwälder
Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.»
Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt.
Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren.
Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet.
Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch.
Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache
Religionen
:Kategorie:Schweizer Sprache]
Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis.
Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind.
Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas.
Siehe auch: Religionen in der Schweiz
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Schweiz.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg.
Burgund]
Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern.
Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet.
Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten.
Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte.
zugewandten Orte
Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat.
Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten.
Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt
1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde.
Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert.
Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind.
Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der Schweiz
Politisches System
Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über < | | |