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August Borsig

August Borsig

Johann Friedrich August Borsig (
- 23. Juni 1804 in Breslau; † 6. Juli 1854 in Berlin) war ein deutscher Unternehmer und Gründer der Borsig-Werke. Borsig war der Sohn des Kürassiers und Zimmerpoliers Johann George Borsig. Er erlernte das Handwerk seines Vaters und besuchte die Königliche Provinzial-Kunst- und Bauschule, danach bis zum Herbst 1825 das Königliche Gewerbe-Institut in Berlin. Seine praktische Maschinenbauausbildung erwarb er sich bei der Neuen Berliner Eisengießerei von F.A. Egells. Einer seiner ersten Aufträge war der Zusammenbau einer Dampfmaschine in Waldenburg in Schlesien. Borsig führte den Auftrag erfolgreich aus und erwarb sich damit die Anstellung als Faktor (Betriebsleiter) für 8 Jahre. 1828 heiratete er Louise Pahl und bekam ein Jahr später von ihr seinen einzigen Sohn Albert.

August Borsig und sein Unternehmen

Borsig war von Anfang an ein Verfechter der Eisenbahn. Obwohl man in Deutschland noch keine Erfahrungen hatte und die Gründung einer eigenen Eisenbahnmaschinerie durchaus einige Risiken barg, legte Borsig 1836 seine Ersparnisse in ein Grundstück beim Oranienburger Tor an und gründete auf dem seiner alten Firma benachbarten Gelände eine eigene Maschinenbauanstalt, besonders für Lokomotiven. Das Gründungsdatum wurde auf den 22. Juli 1837 festgelegt, dem Tag an dem der erste Guss in der Gießerei gelang. 22. Juli Trotz der gewaltigen Kosten wurde 1840 seine erste Lokomotive, welche die Fabriknummer 1 trug und auf den Namen BORSIG getauft wurde, fertiggestellt. Diese Lokomotive hatte einen Innenrahmen, schrägliegende Außenzylinder, ein zweiachsiges vorderes Drehgestell und eine zusätzliche Laufachse hinter der Treibachse. Er ließ sie am 21. Juli auf der Strecke Berlin-Jüterbog gegen eine Stephensonsche Lokomotive antreten und gewann mit 10 Minuten Vorsprung. Er hatte somit gezeigt, dass es den Deutschen trotz fehlender Erfahrung möglich wäre, Lokomotiven zu bauen, die mindestens so gut sind wie die britischen Fabrikate. Somit war es nicht mehr nötig, Eisenbahnen samt Technikern zu importieren. Mit diesem Sieg erhöhte sich die Zahl der Aufträge sprunghaft. Weitere sechs Maschinen dieser Art gingen 1842 an die Berlin-Stettiner Eisenbahn und die Oberschlesische Eisenbahn. In der Anfangszeit baute Borsig neben Lokomotiven auch Dampfmaschinen für den eigenen Bedarf und Maschinen für andere Unternehmen, daneben Kunst- und Baugussteile, doch schon bald begann sich der Schwerpunkt des Werkes, mit dem der Name Borsig für immer verbunden bleiben sollte, abzuzeichnen: der Lokomotivbau. Bis 1843 bestellten die preußischen Bahnen 18 Lokomotiven und 1844 stellte Borsig auf der Berliner Industrieausstellung schon seine 24. Lokomotive aus. Bald wurde das vordere Drehgestell wieder nach Art der englischen Lokomotiven durch eine Laufachse ersetzt. Die Fabriknummer 14 war die erste Lokomotive einer vergrößerten und verbesserten Bauart, von der in den Jahren 1843-1847 71 Stück gebaut wurden. Als Neuerung wies sie die von Borsig patentierte Schwingensteuerung mit veränderlicher Füllung auf. Eine solche Lokomotive verließ 1846 als hundertste Lokomotive das Werk. In den Jahren 1845 bis 1847 baute das Unternehmen insgesamt 170 Lokomotiven. Neben diesen Aufträgen arbeitete Borsig zur selben Zeit an der Fontänenanlage in Sanssouci, für die er die Dampfpumpenanlage lieferte, an der Kuppel der Potsdamer Nicolai-Kirche und an der Kuppel des Königlichen Schlosses. Seine Firma vergrößerte sich in dieser Zeit massiv, da überall in Deutschland neue Schienenwege verlegt wurden. 1847 wurde mit dem Bau des Eisenwerks Moabit begonnen, welches 1849 in Betrieb ging. 1850 wurde die Maschinenbauanstalt und Eisengießerei in der Kirchstraße hinzugekauft. Die drei Berliner Betriebe beschäftigten bereits 1800 Mann, was zur damaligen Zeit ein Großunternehmen war. Mit der steigenden Auftragszahl vergrößerte sich natürlich auch gleichzeitig der Reichtum Borsigs und so wurde schnell aus dem Breslauer Glücksritter aus eher armen Verhältnissen ein reicher Unternehmer, der dem Prunk nicht abgeneigt, gleichzeitig aber Mäzen für viele Künstler war. August Borsig galt als strenger, aber gerechter Vorgesetzter, der einen unbändigen Tatendrang besaß. Für seine Arbeiter richtete er eine Krankenkasse, eine Sterbekasse und eine Sparkasse ein. Es gab einen Unterrichtsraum, einen Speiseraum und ein Bad mit Schwimmbecken. Borsig hatte sich Ende der 1840er schon einen Namen gemacht, so dass auch die Wirtschaftskrise von 1848-1852 dem Unternehmen nicht viel anhaben konnte. 1845 baute Borsig seine erste Dampflokomotive mit gekuppelten Achsen, ab 1851 wurden auch Tenderlokomotiven ausgeliefert und das Unternehmen erhielt Auslandsaufträge von der Warschau-Wiener Bahn und der Seeländischen Eisenbahn. Schon 1854 wurde die 500. Dampflok vom Unternehmen gebaut, anlässlich der Feier hierzu wurde Borsig zum Geheimen Kommerzienrat ernannt. Borsig zementierte seine Monopolstellung und baute 1854 67 der 68 neuen preußischen Lokomotiven. Schon einige Jahre früher wurde seine Villa in Berlin-Moabit fertiggestellt. Mit diesem Prachtbau erfüllte sich Borsig einen Traum. Allerdings konnte er seinen Reichtum nicht lange genießen. Auf dem Höhepunkt seiner Macht starb er am 6. Juli 1854.

Die weitere Firmengeschichte

Nach dem Tod des Vaters führte der Sohn, August Julius Albert Borsig, die Fabrik weiter und vergrößerte sie. Anlässlich der Fertigstellung des Baus der 1000. Lokomotive fand am 21. August 1858 eine große Feier mit vielen prominenten Gästen statt, darunter auch Alexander von Humboldt. Zu dieser Zeit hatte das Unternehmen, das mit 50 Arbeitern begonnen hatte, schon 2800 Arbeiter. Auch in der Folgezeit expandierte das Unternehmen weiter. 1862 wird ein Teil der Produktion nach Schlesien verlegt und schon 1872 ist Borsig der größte Lokomotivenlieferant in ganz Europa. Im gleichen Jahr gründet er die direkt an der Strecke der Köln-Mindener Eisenbahn gelegene Maschinenfabrik Deutschland in Dortmund mit. Nach dem Tode Albert Borsigs 1878 endete das erfolgreichste Kapitel Borsigscher Tätigkeit. 1866 erwarb Albert Borsig den Gutshof in Groß Behnitz, Dorfstr. 24, der später unter seinem Enkel Ernst von Borsig jun. auch Treffpunkt des Kreisauer Kreis war. Die Firma, die nach 1878 weiterhin zumeist durch Mitglieder der Familie Borsig geführt wurde, baute weiterhin in großem Umfang Lokomotiven, verlor aber durch alternative Verkehrsträger auch Marktanteile. Schon 1930 stand das Unternehmen kurz vor der Liquidierung, konnte aber durch eine Fusion mit der AEG gerettet werden. Im Jahre 1954 stellte die Firma jedoch den Lokomotivbau ein. Insgesamt entstanden im Hause Borsig 16.352 Lokomotiven.

Siehe auch


- Liste von Eisenbahnstrecken in Deutschland
- Borsigplatz

Literatur


- Rheinmetall-Borsig Aktiengesellschaft (Hrsg.): Deutscher Maschinenbau 1837-1937 im Spiegel des Werkes Borsig. Berlin, 1937
- Galm, Ulla: August Borsig. Stapp, Berlin 1987, ISBN 3-87776-167-4
- Kutschik, Dietrich: Lokomotiven von Borsig: Eine Darstellung der Lokomotivgeschichte der Firma A. Borsig und der Nachfolgefirmen. Transpress, Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1985
- Kutschik, Dietrich; Wenzel, Hansjürgen; Koch, Matthias: Borsig. Lokomotiven für die Welt. EK Verlag, Freiburg 1986, ISBN 3-882-55111-9
- Pierson, Kurt: Borsig, ein Name geht um die Welt: die Geschichte des Hauses Borsig und seiner Lokomotiven. Rembrandt Verlag Berlin, 1973, ISBN 3-7925-0204-6

Weblinks


-
- [http://members.surfeu.de/hobbyuo/Alte_Borsig_GmbH.htm Alte Borsig GmbH]
- http://www.borsig.de Borsig, August Borsig, August Borsig, August Borsig, August Borsig, August Borsig, August Borsig, August

23. Juni

Der 23. Juni ist der 174. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 175. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 191 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1197 - Vladislav Heinrich wird zum böhmischen Herzog gewählt.
- 1894 - Pierre de Coubertin gründet das Internationale Olympische Komitee.
- 1916 - In der Schlacht um Verdun erstürmen deutsche Truppen das Zwischenwerk Thiaumont.
- 1919 - Schlacht von Wenden.
- 1928 - General Umberto Nobile lässt sich von Einar Lundborg von Spitzbergen ausfliegen. Drei Wochen später werden die Überlebenden der "Italia" durch den sowjetischen Eisbrecher "Krassin" gerettet.
- 1941 - Großbritannien. Unterzeichnung des Beistandsabkommens mit der UdSSR und den USA.
- 1948 - In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni beginnt die Berliner Blockade durch die Sowjets.
- 1948 - Kommunistische Tumulte vor dem Berliner Stadthaus im Sowjetischen Sektor Berlins
- 1952 - Bombardierung Nordkoreas durch die USA.
- 1972 - Deutschland. Herabsetzung des Grundwehrdienstes von 18 auf 15 Monate.
- 1974 - Rudolf Kirchschläger wird zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt.
- 1974 - Der Kanton Jura erlangt die Unabhängigkeit und wird eigenständiger Kanton in der schweizerischen Eidgenossenschaft.
- 1989 - Wiederzulassung Ägyptens zur Arabischen Liga
- 1990 - Souveränitätserklärung der Republik Moldau
- 1996 - Bangladesch. Hasina Wajed wird Regierungschefin.
- 1999 - Bangladesch. Staatsbesuch des indischen Regierungschefs Atal Behari Vajpayee .
- 1999 - Belgien. Das Verkaufsverbot gegen Coca-Cola-Getränke wird aufgehoben.
- 2000 - Äthiopien unterzeichnet das Cotonou-Abkommen mit der EU

Wirtschaft


- 1948 - Einführung einer eigenen Währung in der SBZ

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1953 - Uraufführung der Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin am Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1954 - Uraufführung der Oper Die Witwe von Ephesus von Hermann Reutter in Köln.
- 1995 - Christo verpackt den Reichstag.

Religion

Katastrophen


- 1968 - Bei einem Massenansturm auf einen verschlossenen Ausgang kommen in einem Fußballstadion in Buenos Aires 74 Menschen um; 150 werden verletzt.
- 1985 - Atlantik, eine Boeing 747 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzt nach einer Bombenexplosion in den Atlantik - 329 Tote.
- 2000 - Volksrepublik China. Nahe Luzhou in der Provinz Sichuan kentert auf dem Jangtse eine Fähre. 131 Tote.
- 2001 - Ein Erdbeben der Stärke 8,4 nahe der Küste von Peru - 138 Tote

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Fußball: Deutschland scheidet bei EM in Portugal gegen Tschechien mit 1:2 aus. Noch am gleichen Tag tritt Teamchef Rudi Völler von seinem Amt zurück.

Geboren

Rudi Völler
- 1435 - Franz II., Herzog der Bretagne
- 1534 - Oda Nobunaga, japanischer Kriegsherr
- 1578 - Hans Christoph von Ebeleben, deutscher Jurist und Verwaltungsbeamter
- 1596 - Johan Banér, schwedischer Feldmarschall
- 1612 - Justus Georg Schottelius, deutscher Sprachgelehrter
- 1668 - Giovanni Battista Vico, italienischer Philosoph
- 1703 - Maria Leszczynska, die Ehefrau des französischen Königs
- 1763 - Joséphine de Beauharnais, Kaiserin von Frankreich
- 1775 - Louis Malus, französischer Ingenieur und Physiker
- 1800 - Charlotte Birch-Pfeiffer, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin
- 1804 - August Borsig, deutscher Unternehmer und Gründer der Borsig-Werke
- 1805 - Friedrich Drake, Berliner Bildhauer und Architekt
- 1807 - Christian Märklin, deutscher protestantischer Theologe und Pädagoge
- 1810 - Fanny Elßler, österreichische Ballettänzerin
- 1817 - Louis Brisson, katholischer Priester
- 1824 - Carl Reinecke, deutscher Komponist und Pianist
- 1828 - Johannes Schilling, deutscher Bildhauer
- 1837 - Ernest Guiraud, französischer Komponist
- 1843 - John Gregory Bourke, US-amerikanischer Ethnologe
- 1843 - Otto Kuntze, deutscher Botaniker
- 1867 - Robert Sterl, deutscher Maler
- 1875 - Norman Pritchard, indischer Leichtathlet, Olympiateilnehmer und Schauspieler
- 1884 - Werner Krauß, deutscher Schauspieler
- 1887 - Ernst Rowohlt, deutscher Verleger
- 1888 - Paul Hertz, deutscher Politiker
- 1889 - Anna Achmatowa, russische Dichterin
- 1893 - Ernst Theodor Eichelbaum, deutscher Politiker und MdB
- 1894 - Alfred Kinsey, US-amerikanischer Sexualforscher
- 1894 - Eduard VIII. (Commonwealth), König von Großbritannien
- 1897 - Winifred Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele
- 1897 - Wilhelm Henke, deutscher Pfarrer, Theologe und Landesbischof in Schaumburg-Lippe
- 1899 - Franz Ziegler, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Jean Fourquet, französischer Germanist
- 1899 - Gerhard Graf von Schwerin, deutscher Soldat
- 1901 - Paul Verhoeven (Deutschland), deutscher Schauspieler
- 1903 - Hans Christian Branner, dänischer Schriftsteller
- 1906 - Rolf Singer, deutscher Mykologe
- 1906 - Josef Spies, deutscher Politiker
- 1906 - Wolfgang Koeppen, deutscher Schriftsteller
- 1906 oder 1909 - Liselotte Herrmann, deutsche Widerstandskämpferin
- 1907 - James Edward Meade, britischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
- 1910 - Jean Anouilh, französischer Dramatiker
- 1910 - Annemarie Böll, deutsche Übersetzerin
- 1910 - Milton Hinton, US-amerikanischerJazz-Musiker
- 1910 - Gordon B. Hinckley, US-Amerikaner, 15. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- 1911 - David Ogilvy, englischer Werbetexter
- 1911 - Ernesto Sábato, argentinischer Schriftsteller und Physiker
- 1912 - Alan Turing, britischer Mathematiker und Kryptoanalytiker
- 1915 - Zeb Turner, US-amerikanischer Musiker
- 1916 - Ernst Willimowski, deutsch-polnischer Fußballspieler
- 1919 - Gerda Gmelin, deutsche Theaterschauspielerin
- 1919 - Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer
- 1920 - Gerry Wolff, deutscher Schauspieler
- 1923 - Dotty Todd, US-amerikanische Sängerin
- 1923 - Silkirtis Nichols, indianischer Schauspieler
- 1924 - Wilfried Hasselmann, deutscher Politiker (CDU)
- 1925 - Manfred Fuhrmann, deutscher Philologe
- 1927 - Bob Fosse, US-amerikanischer Choreograph und Regisseur
- 1927 - Herbert MacKay-Fraser, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1928 - Klaus von Dohnanyi, deutscher Politiker (SPD), Bürgermeister von Hamburg
- 1929 - Claude Goretta, schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent
- 1929 - Henri Pousseur, belgischer Musikpädagoge und Komponist
- 1929 - June Carter, US-amerikanische Songschreiberin und Sängerin
- 1929 - Bart Carlier, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 1931 - Urs Jaeggi, schweizer Schriftsteller, Maler und Bildhauer
- 1931 - Ola Ullsten, schwedischer Politiker und Diplomat, 1978-79 Premierminister von Schweden
- 1934 - Ingrid Kötter, deutsche Kinder- und Jugendautorin
- 1936 - Jan Hoet, belgischer Kunsthistoriker
- 1936 - Konstantinos Simitis, griechischer Politiker und Ministerpräsident
- 1936 - Richard Bach, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1937 - Martti Oiva Ahtisaari, finnischer Politiker und Staatspräsident
- 1940 - Adam Faith, britischer Sänger
- 1940 - Dieter Thomae, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Wilma Rudolph, afroamerikanische Leichtathletin und Ausnahmesportlerin
- 1940 - Stuart Sutcliffe, britischer Maler und Musiker, frühes Mitglied der Beatles
- 1941 - Charles Whitman, Architekturstudent an der University of Texas at Austin, wurde bekannt durch seinen Amoklauf als Heckenschütze
- 1942 - Hannes Wader, deutscher Liedermacher
- 1943 - James Levine, US-amerikanischer Dirigent
- 1943 - Vinton G. Cerf, US-amerikanischer Mathematiker und Computerwissenschaftler
- 1944 - Hildebrecht Braun, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Rosetta Hightower, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Hildebrecht Braun, deutscher Politiker
- 1945 - John Garang de Mabior, südsudanesischer Rebellenführer und Politiker
- 1945 - Paul Goddard, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Franziska Wiethold, Vorstandsmitglied von Ver.di
- 1952 - Rita Maiburg, deutsche Pilotin, erster weiblicher Linienflugkapitän der Welt
- 1952 - Betty Dragstra, niederländische Sängerin
- 1952 - Jürgen Schmieder, deutscher Politiker
- 1955 - Stojan Ganew, bulgarischer Außenminister
- 1955 - Glenn Danzig, US-amerikanischer Rockmusiker
- 1957 - Frances McDormand, US-amerikanische Schauspielerin
- 1959 - Karin Kortmann, deutsche Politikerin
- 1961 - Karsten Speck, deutscher Entertainer und Schauspieler
- 1964 - Joss Hill Whedon, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 1965 - Manuel Andrack, deutscher Fernsehschaffender, Redaktionsleiter der "Harald Schmidt Show"
- 1968 - Tiken Jah Fakoly, westafrikanischer Reggaemusiker
- 1969 - Fernanda Ribeiro, portugiesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1970 - Yann Tiersen, französischer Komponist und Musiker
- 1972 - Zinédine Zidane, französischer Fußballspieler
- 1975 - Eric Bruno Borgman, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 1975 - Mona Vetsch, schweizer Fernseh- und Hörfunkmoderatorin
- 1976 - Patrick Vieira, französischer Fußballspieler
- 1977 - Hidetoshi Nakata, japanischer Fußballspieler

Gestorben


- 79 - Vespasian, römischer Kaiser
- 1137 - Adalbert I. von Saarbrücken, Erzbischof von Mainz, Reicherzkanzler
- 1555 - Pedro Mascarenhas, portugiesischer Seefahrer, Entdecker und Diplomat
- 1611 - Christian II., Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie)
- 1677 - Wilhelm Ludwig, Herzog von Württemberg
- 1691 - Süleyman II., 1687 bis 1691 Sultan des Osmanischen Reiches
- 1733 - Johann Jakob Scheuchzer, Schweizer Arzt und Naturforscher
- 1836 - James Mill, englischer Historiker und Ökonom
- 1839 - Hester Stanhope, US-amerikanische Abenteurerin
- 1859 - Maria Pawlowna, Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach
- 1864 - Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe
- 1881 - Matthias Jacob Schleiden, deutscher Botaniker und Mitbegründer der Zelltheorie.
- 1885 - Alexis Dumont, Mainzer Bürgermeister
- 1891 - Norman Robert Pogson, englischer Astronom
- 1891 - Paul Bronsart von Schellendorff, preußischer General und Kriegsminister
- 1891 - Wilhelm Eduard Weber, deutscher Physiker
- 1896 - Hubert Ferdinand Kufferath, deutscher Komponist
- 1903 - Ludwig Franzius, Baudirektor für Weserkorrektion
- 1916 - Heinrich Hansjakob, badischer Pfarrer, Politiker und Heimatschriftsteller
- 1944 - Eduard Dietl, deutscher General
- 1951 - Armin Knab, deutscher Komponist
- 1953 - Albert Gleizes, französischer Maler und Schriftsteller.
- 1956 - Reinhold Glière, russischer Komponist
- 1959 - Boris Vian, französischer Schriftsteller, Ingenieur und Musiker
- 1959 - Jean Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer
- 1963 - Izhak Ben Zwi, jüdischer Politiker und Staatspräsident
- 1963 - Gustav Gundlach, katholischer Sozialethiker, Sozialphilosoph und Sozialwissenschaftler
- 1969 - Volmari Iso-Hollo, finnischer Leichtathlet, zweifacher Olympiasieger im 3000-m-Hindernislauf
- 1975 - Per Wahlöö, schwedischer Krimi-Schriftsteller
- 1981 - Willi Bleicher, deutscher Gewerkschafter
- 1981 - Zarah Leander, schwedische Schauspielerin
- 1986 - Hubert Schulze-Pellengahr, deutscher Politiker
- 1987 - Adrienne Gessner, österreichische Schauspielerin
- 1989 - Michel Aflaq, politischer Denker und Mitbegründer der Ba'ath-Partei
- 1989 - Werner Best, deutscher Jurist, Polizeichef und Nationalsozialist
- 1989 - Friedrich Hacker, österreichisch-amerikanischer Psychiater, Psychoanalytiker und Aggressionsforscher
- 1989 - Timothy Manning, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal
- 1990 - Ilja Michailowitsch Frank, russischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1991 - Michael Pfleghar, deutscher Filmregisseur
- 1995 - Paul Scholz, Stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR
- 1996 - Andreas Papandreou, griechischer Politiker und Regierungschef
- 1997 - Betty Shabazz, Witwe von Malcolm X
- 1998 - Ida Krottendorf, österreichische Schauspielerin
- 1998 - Maureen O'Sullivan, irisch-US-amerikanische Schauspielerin
- 2003 - Fred Sandback, US-amerikanischer Bildhauer
- 2003 - Robert Mühlher, österreichischer Literaturwissenschaftler
- 2004 - Hermann Heine Goldstine, US-amerikanischer Mathematiker
- 2004 - Theo Schöller, deutscher Unternehmer (Schöller-Eis)

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag von Luxemburg

Siehe auch


- 22. Juni - 24. Juni
- 23. Mai - 23. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0623 ja:6月23日 ko:6월 23일 simple:June 23 th:23 มิถุนายน

1804

Ereignisse


- Hispaniola, später Dominikanische Republik. Jean-Jacques Dessalines erklärt die Insel unter dem neuen Namen Haiti für unabhängig
- In Serbien beginnt die Revolution gegen die Herrschaft der Türkei
- 21. Februar: die erste Schienendampflokomotive der Welt gebaut von Richard Trevithick besteht ihre erfolgreiche Probefahrt
- 14. Mai: In den USA beginnt die Lewis-und-Clark-Expedition, der erstmaligen Durchquerung des nordamerikanischen Kontinents bis zum Pazifik
- 1. September: Der deutsche Astronom K. L. Harding entdeckt den Asteroiden Juno
- 27. Oktober: Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein wird preußischer Ministerpräsident
- 2. Dezember: Napoléon krönt sich in Notre Dame zum Kaiser der Franzosen
- 12. Dezember: Spanien erklärt Großbritannien den Krieg

Kultur


- 26. Januar: Uraufführung der Oper La Romance von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 17. März: Friedrich Schillers Schauspiel „Wilhelm Tell“ wird am Weimarer Hoftheater von Johann Wolfgang von Goethe uraufgeführt
- 15. Mai: Uraufführung des Singspiels Fanchon, das Leyermädchen von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin

Geboren


- 5. Januar: Carl Leverkus, erfolgreicher Chemieunternehmer († 1889)
- 10. Januar: Élie-Frédéric Forey, französischer General und Marschall von Frankreich († 1872)
- 21. Januar: Moritz von Schwind, österreichisch-deutscher Maler († 1871)
- 4. Februar: Ulrike von Levetzow, Geliebte des alternden J.W. von Goethe († 1899)
- 5. Februar: Johan Ludvig Runeberg, finnischer Schriftsteller († 1877)
- 12. Februar: Heinrich Friedrich Emil Lenz, deutscher Physiker († 1865)
- 20. Februar: Johann Anton Friedrich Baudri, Weihbischof und Generalvikar in Köln († 1893)
- 1. März: Franz Seraph Hanfstaengl, deutscher Maler, Lithograph und Fotograf († 1877)
- 3. März: Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat († 1861)
- 14. März: Johann Strauß (Vater), österreichischer Komponist († 1849)
- 30. März: Salomon Sulzer, österreichischer Kantor und Kirchenmusiker († 1890)
- 2. April: Jassuda Bédarride, französischer Jurist, († 1882)
- 5. April: Matthias Jacob Schleiden, Deutscher Botaniker und Mitbegründer der Zelltheorie. († 1881)
- 17. April: Jim Bridger, Trapper, Scout und Entdecker im Wilden Westen der heutigen USA († 1881)
- 23. April: Marie Taglioni, italienische Tänzerin († 1884)
- 6. Mai: Ferdinand Sauter, Dichter († 1854)
- 1. Juni: Michail Iwanowitsch Glinka, russischer Komponist († 1857)
- 3. Juni: Richard Cobden, Figur des Manchesterliberalismus und der Freihandelsbewegung († 1865)
- 6. Juni: Per Conrad Boman, schwedischer Komponist († 1861)
- 23. Juni: August Borsig, deutscher Unternehmer und Gründer der Borsig-Werke († 1854)
- 30. Juni: Leopold von Orlich, deutscher Offizier und Schriftsteller († 1860)
- 1. Juli: George Sand, fanzösische Schriftstellerin († 1876)
- 4. Juli: Nathaniel Hawthorne, US-amerikanischer Schriftsteller († 1864)
- 17. Juli: Henry Wellesley, 1. Earl Cowley, englischer Diplomat († 1884)
- 20. Juli: Richard Owen, britischer Chirurg, Zoologe, Paläontologe und Evolutionsbiologe († 1892)
- 22. Juli: Eugène Isabey, französischer Maler († 1872)
- 28. Juli: Ludwig Feuerbach, deutscher Philosoph († 1872)
- 8. September: Eduard Mörike, deutscher Lyriker und Erzähler († 1875)
- 10. September: Karl Rudolf Brommy, deutscher Marineoffizier und Admiral († 1860)
- 14. September: John Gould, britischer Ornithologe († 1881)
- 29. September: Giovanni Carnovali, italienischer Maler († 1873)
- 1. Oktober: Ernst Julius Otto, deutscher Komponist, Chorleiter und Kreuzkantor († 1877)
- 15. Oktober: Wilhelm von Kaulbach, Maler des 19. Jahrhunderts († 1874)
- 18. Oktober: Rama IV., König von Siam († 1868)
- 24. Oktober: Wilhelm Eduard Weber, deutscher Physiker († 1891)
- 28. Oktober: Pierre-François Verhulst, belgischer Mathematiker († 1849)
- 29. Oktober: Friedrich Hetzel, deutscher Bankier († 1886)
- 6. November: Nuno José Severo de Mendoça Rolim de Moura Barreto, portugiesischer Politiker († 1875)
- 14. November: Heinrich Dorn, deutscher Komponist der Romantik († 1892)
- 21. November: Wilhelm Waiblinger, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1830)
- 23. November: Franklin Pierce, 14. Präsident der USA († 1869)
- 27. November: Julius Benedict, britischer Komponist und Kapellmeister deutscher Herkunft († 1885)
- 4. Dezember: Gustave Lannes de Montebello, französischer General († 1875)
- 5. Dezember: Christian Hengst, Stadtbaumeister in Durlach († 1883)
- 6. Dezember: Wilhelmine Schröder-Devrient, deutsche Opernsängerin (Sopran) († 1860)
- 10. Dezember: Carl Gustav Jacob Jacobi, deutscher Mathematiker († 1851)
- 10. Dezember: Eugène Sue, französischer Schriftsteller († 1859)
- 15. Dezember: Ernst Friedrich August Rietschel, deutscher Bildhauer des Spätklassizismus († 1861)
- 15. Dezember: Ernst Rietschel, deutscher Bildhauer des Spätklassizismus († 1861)
- 16. Dezember: Viktor Jakowlewitsch Bunjakowski, russischer Mathematiker († 1889)
- 21. Dezember: Benjamin Disraeli, britischer Romanschriftsteller und Premierminister († 1881)
- Hermann Biow, deutscher Fotograf († 1850)
- Osceola, indianischer Häuptling († 1838)

Gestorben


- 9. Januar: Louis-Marie, vicomte de Noailles, französischer General und Geschäftsmann (
- 1756)
- 6. Februar: Joseph Priestley, britischer Naturwissenschaftler und Philosoph (
- 1733)
- 12. Februar: Immanuel Kant, deutscher Philosoph (
- 1724)
- 22. Februar: Joseph Benda, böhmisch-deutscher Musiker (
- 1724)
- 21. März: Louis Antoine Henri de Condé, Herzog von Enghien, französischer Herzog (
- 1772)
- 26. März: Wolfgang von Kempelen, deutscher Schriftsteller und Erfinder (
- 1734)
- 5. April: Jean-Charles Pichegru, französischer General der Revolutionskriege (
- 1761)
- 9. April: Jacques Necker, Schweizer Bankier und Finanzminister unter (
- 1732)
- 16. Juni: Johann Adam Hiller, Komponist, Musikschriftsteller und Kapellmeister (
- 1728)
- 25. Juni: Georges Cadoudal, französischer General und Chef der Chouans im französischen Revolutionskrieg (
- 1771)
- 10. Juli: Marianne von der Leyen, war von 1775 bis 1793 Regentin in Blieskastel (
- 1745)
- 11. Juli: Alexander Hamilton, US-amerikanischer Politiker (
- 1757)
- 17. Juli: Christian Ernst Graf, deutscher Komponist (
- 1723)
- 24. Juli: Martin Knoller, Freskomaler im gesamten süddeutschen und österreichischen Raum (
- 1725)
- 19. August: Barthélemy-Louis-Joseph Schérer, französischer General (
- 1747)
- 20. August: Charles Floyd, US-amerikanischer Entdecker, Mitglied der Lewis-und-Clark-Expedition (
- 1782)
- 24. August: Valentin Adamberger, deutscher Opernsänger (
- 1743)
- 29. Oktober: George Morland, britischer Maler (
- 1763)
- 1. November: Johann Friedrich Gmelin, deutscher Chemiker (
- 1748)
- 11. November: Ivan Mane Jarnović, kroatischer Komponist (
- um 1740 oder 1748)
- 18. November: Pietro Alessandro Guglielmi, italienischer Komponist (
- 1728)
- 16. Dezember: Christian Felix Weiße, deutscher Schriftsteller (
- 1726)
- Sultan ibn Ahmad ko:1804년 simple:1804 th:พ.ศ. 2347

Breslau

Breslau (poln.: Wrocław [], tschechisch: Vratislav, offizielle Bezeichnung 1741–1918 Königliche Haupt- und Residenzstadt Breslau, 1918–45 Hauptstadt Breslau), ist mit fast 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien und bildet als Sitz eines Erzbischofs, zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft. Breslau liegt an der Oder inmitten einer ertragreichen Landwirtschafts- und Bergbauregion, ist aber auch im Bereich des Maschinenbaus und der Metallindustrie ein bedeutender Standort. Von 19191945 war Breslau die Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Niederschlesien, in der Zeit des Nationalsozialismus außerdem Hauptstadt des Gaus Nieder- und Mittelschlesien. Bereits um 1840 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt 100.000 Einwohner, wodurch Breslau zur Großstadt wurde.

Geografie

Stadtgliederung

Die Stadt Breslau gliedert sich in 5 Stadtbezirke:
- Stare Miasto (Altstadt)
- Śródmieście (Innenstadt)
- Psie Pole (die Vororte im Norden und im Osten)
- Krzyki (die südliche Innenstadt und die Vororte im Süden)
- Fabryczna (die Vororte im Westen)

Geschichte

Die Region Schlesien, zu der Breslau zählt, fand erstmals Erwähnung im Jahr 98 n. Chr. bei Tacitus und ca. 150 n. Chr. bei Ptolemäus in seinem Werk Magna Germania. Im 4. und frühen 5. Jahrhundert siedelte in der Umgebung des späteren Breslau der Wandalenstamm der Silinger, welcher Schlesien seinen Namen gab. Der Name Wortizlawa wurde erstmals um 900 erwähnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Marktstadt. Diese befand sich auf einer Insel nahe der drei Nebenflüsse der Oder. 990 wurde Breslau und ganz Schlesien von dem polnischen Piasten-Herzog Mieszko I erobert. Im Jahre 1000 errichtete sein Sohn Bolesław der Tapfere das Bistum Breslau. Er ließ auch um das Jahr 1000 die erste herzogliche Burg auf der Dominsel errichten, etwa an der Stelle der heutigen Martinskirche. Kurz darauf wurde innerhalb der Burganlage mit dem Bau des Domes begonnen. Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt, in der etwa 1000 Menschen wohnten. Deutsche Absichten an Worlizawa wurden 1109 erkennbar, als Kaiser Heinrich V. ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte. Das deutsche Heer unterlag, das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Nach Boleslaws Tod im Jahre 1138 wurde Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung Hauptstadt des polnischen Teilfürstentums Schlesien. Wenig später siedelten die ersten deutschen Siedler am Südufer des Flusses, an der Stelle der heutigen Universitätsgebäude. Dort erbauten sie eine neue Stadt, die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg. Während der Mongolenangriffe wurde Breslau 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt 1261 das Magdeburger Recht. Der Name Breslau (in älteren deutschen Dokumenten Preßlau, dialektal bis 1945 Prassel) wurde gleichzeitig mit dem lateinischen Namen Vratislavia benutzt. Vratislavia bezieht sich auf den böhmischen Herzog Vratislav I. (zum Teil auch geschrieben als „Wratislaw“), der vermutlich der Gründer der Stadt ist. Der polnische Name „Wrocław“ als Bezeichnung für die Stadt Breslau geht ebenfalls auf Vratislav I zurück. Er ist bereits vor 1945 in polnischen karthographischen Werken verzeichnet gewesen. Das „W“ im Wappen der Stadt geht auf den Stadtgründer Wratislaw zurück.

Chronik

Vratislav I.

Unter den Piasten

Vratislav I.
- 990 – Breslau kommt nach der Eroberung durch Mieszko I, dem Begründer der Piastendynastie in Polen, zum polnischen Staat.
- 1000 Boleslaw der tapfere gründet das Bistum Breslau.
- 1138 Im Rahmen der Senioratsverfassung wird Breslau Hauptstadt des polnischen Teilfürstentums Schlesien.
- 1163 – Herzogtum Breslau entsteht unter den Nachkommen Wladislaws des Vertriebenen, Boleslaw dem Langen (gest. 1201) und Heinrich dem Bärtigen (gest. 1238). Die inneren Konflikte der polnischen Teilfürsten schwächen das Seniorat Polen.
Die einzelnen Teilfürstentümer werden immer selbständiger. Schlesien trennt sich allmählich von Polen und wird territorialer Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches, durch die Anerkennung der Oberlehnsherrschaft des römisch-deutschen Kaisers durch Wladislaw den Vertriebenen. Dieser tat dies, um Schutz vor seinen innerpiastischen Rivalen zu bekommen.
- 1163–1200 – Die neue herzogliche Burg an der Oder (wo heute die Universität steht) wird erbaut. Die Stadt hat seitdem drei Zentren: die herzogliche Residenz mit der unter ihrem Schutz stehenden Judenstadt, die geistliche Stadt auf der Sand- und Dominsel und die neu angelegte deutsche Kaufmannstadt um den Ring.
- 1198 – Fürst Jaroslav von Oppeln-Neiße, Halbbruder Heinrich des Bärtigen, empfängt geistliche Weihe und wird im Jahre 1199 zum Bischof von Breslau gewählt. Bei seinem Tode 1201 vermacht er das Fürstentum dem Breslauer Stift. Breslauer Bischöfe werden Fürstbischöfe (mit Territorialgewalt bis 1811, danach nur Titular-Fürstbischöfe).
- 1241 – Nach dem Mongoleneinfall wird die Stadt neu in strenger Gitterform angelegt
- 1261 – Am 16. Dezember erhält Breslau das Magdeburger Stadtrecht von Herzog Heinrich III.
- 1266 – Die Bezeichnung Bresslau wird erstmals verwendet
- 1327– Heinrich VI. gen. der Gute, letzter Piastenherzog von Breslau, setzt unter Mitwirkung des Rates den König von Böhmen Johann (den Blinden) von Luxemburg als Erben ein.

Unter den Luxemburgern


- 1335 – Heinrich VI. stirbt, die Wenzelskrone übernimmt Hzt. Breslau als erstes „Erbland“ in Schlesien. Der König von Böhmen setzt einen Landeshauptmann zur Verwaltung des Landes ein. 1359–1635 übte der Rat von Breslau diese Funktion aus und hatte also Sitz und Stimme im schlesischen Fürstentag.
- 1342 und 1344 – Zwei große Brände verheeren die Stadt, die noch schöner aufgebaut wird.
- 1418 – Aufstand der Handwerker gegen die Patrizier, 7 Ratsherren werden im Rathaus ermordet. Kaiser-König Sigismund schlägt den Aufstand nieder und lässt 27 Anführer hinrichten
- 13871474 – Die Stadt ist als Mitglied der Hanse verzeichnet, Zeit der höchsten Blüte des Handels
- 1451–1454 – Der von Papst Nikolaus V. entsandte Wanderprediger Johannes Capistranus verweilt in Breslau und hält auf dem Salzring flammende Reden gegen Hussiten, Muslime und Juden, gegen Prunksucht und Leben im Überfluss. Große Scharen von Pilgern aus ganz Schlesien und dem übrigen Heiligen Römischen Reich, aus Polen, aus Livland und dem Kurland strömen nach Breslau, um ihn zu hören.
- 1463 – Breslau will den hussitischen König Georg von Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien nicht anerkennen und tritt unter den Schutz des Papstes Pius II.
- 1466 – Breslau beteiligt sich am Krieg gegen Böhmen und verbündet sich mit dem ungarischen König Matthias Corvinus.
- 1474 – König Matthias übernimmt die Herrschaft in Schlesien und Breslau, die damit der Stephanskrone unterstellt werden und eine neue, viel strengere Verfassung bekommen
- 1490 – Corvinus stirbt, Breslau kommt wieder unter böhmische Hoheit, die von den aus Polen-Litauen stammenden Jagiellonen, Wladyslaw der Pole und Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, ausgeübt wird.
- 1505 – König Wladislaw II. der Jagiellone von Böhmen genehmigt die Gründung einer Universität in Breslau, das Projekt wird indessen nicht verwirklicht.
- 1523 – die Reformation hält ihren Einzug nach Breslau. Der evangelische Theologe Johann Heß wird gegen Einsprüche des Domkapitels als Pfarrer an die Magdalenenkirche berufen
- 1525 – in diesem Jahre wird der evangelische Theologe Ambrosius Moibanus als Pfarrer an die Elisabethenkirche berufen. Gemeinsam mit Johann Heß leitet er die Organisierung der evangelischen Kirche in Schlesien.
- 1526 – Ludwig II. von Böhmen und Ungarn stirbt in der Schlacht bei Mohacz gegen die Türken.

Unter den Habsburgern


- 1526 – König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn fällt in der Schlacht bei Mohács. Die Habsburger übernehmen laut Erbverbrüderungsvertrag mit den Jagiellonen Breslau und andere Erblande in Schlesien und behalten sie bis 1741.
- 1533 – Erster Stadtmedicus wird angestellt
- 1632 – Während des 30-jährigen Krieges werden Teile der Stadt von sächsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten.
- 1633 – Breslau will sich von Habsburg trennen und als freie Reichsstadt anerkannt werden, hat aber keinen Erfolg.
- 1633 – Die große Pest wütet in Breslau, von 40.000 Einwohnern sterben 18.000.
Hauptstadt der deutschen Literatur: 1630–1670
Pest
- 1630: Martin Opitz (geb.1597) kommt von seinen Reisen nach Schlesien zurück. Um ihn gruppieren sich in seiner Heimat als erste Generation (oft 1.Schlesische Dichterschule genannt, Frühbarock) die Dichter Christoph Köhler, Wenzel Scherffer von Scherffenstein, Daniel Czepko und Dorothea Eleonore von Rosenthal. Unter der Führung der Schlesier entwickelt sich die deutsche Literatur der Epoche zum Stil des Frühbarock mit vielen Metaphern. Besondere Achtung wird auf die grammatische und syntaktische Korrektheit des schriftsprachlichen Ausdrucks gelegt. Metapher
- 1640 – Die so genannte 2.Schlesische Dichterschule Spätbarock besteht aus Angehörigen einer Generation, die 16–20 Jahre jünger ist als die opitzsche und zeigt viel ausgeprägtere und mannigfaltigere Dichterpersönlichkeiten wie Andreas Gryphius, Christian Hofmann von Hofmannswaldau, Daniel Caspar von Lohenstein und Johannes Scheffler Angelus Silesius. Die klare sprachliche Korrektheit eines Opitz muss jetzt gekünstelter Lieblichkeit weichen und die Metaphorik wird um Heranziehung von Geruch, Geschmack und Tastsinn erweitert. Der Roman der Epoche erhält einen belehrenden Zweck, zur Schau wird enzyklopädische Gelehrsamkeit getragen.
- 1740 – Das Heer Friedrich des Großen belagert Breslau.
- 1741 – Am 10. August kapituliert die Stadt Breslau.
- 1741 – Am 7. November huldigen die schlesischen Stände unter Führung des Konsistorialpräsidenten und Oelsner Landeshauptmanns Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz (1687–1746) im Breslauer Rathaus Friedrich dem Großen.

Unter der preußischen Krone

Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz
- 1742 – Österreich übergibt Schlesien an Preußen
- 1742 – Die „Schlesische Zeitung“ und der Korn-Verlag entstehen, die bis 1945 existieren sollten. Der Korn-Verlag verlegte auch polnischsprachige Literatur im benachbarten Polen.
- 1750 – Friedrich der Große kauft das Palais des Freiherrn von Spätgen und baut es zu einer Königsresidenz aus.
- 1757 – Im Siebenjährigen Krieg besetzen die Österreicher die Stadt, geben sie jedoch nach der Schlacht bei Leuthen auf.
- 1760 – 1765 – Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing verbringt 5 Jahre in Breslau als Sekretär des Generals Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien.
- 1807 – Die Stadt wird von den Rheinbundtruppen erobert und bis 1808 besetzt gehalten. Die Kontinentalsperre bringt den Leinwandhandel zum Erliegen.
- 1807–1810 – Die Befestigungen werden geschleift. Fast alle Stifte und Klöster werden 1810 säkularisiert, so wurde zum Beispiel das Sandstift zur Universitätsbibliothek.
- 1811 – Die Universität Viadrina wird aus Frankfurt (Oder) nach Breslau verlegt und vereinigt sich mit der dortigen Jesuitenhochschule zur Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität.
- 1813 – Breslau wird zum Ausgangspunkt der Befreiungsbewegung gegen Napoleon I.; König Friedrich Wilhelm III. erlässt seinen Aufruf „An Mein Volk“.
- 1821 – Der evangelisch-lutherische Bischof Breslaus bekommt einen katholischen Kollegen: Die Diözese Breslau wird vom Erzbistum Gnesen, dem sie seit dem Jahre 1000 untertan war, unabhängig.
- 1829 – Breslau hat schon 84.904 Einwohner.
- 1832 – [http://www.breslau-wroclaw.de/de/breslau/ab/1832/ Breslauer Adressbuch 1832] Erzbistum Gnesen Erzbistum Gnesen
- 1829–1840 – Die Bedeutung Breslaus als Handelsstadt beginnt zu sinken.
- 1840 – Breslau hat 100.000 Einwohner.
- 1849 – Breslauer Industrie beginnt zu entstehen: Mühlen und Braubetriebe, Ölmühlen und Spritfabriken, chemische- und Metallindustrie (zum Beispiel Linke-Hoffmann-Werke, Eisenbahnwaggonbau), daneben auch Bekleidungs-, Möbel- und Papierfabriken
- 1850–1890 – Das Stadtgebiet wächst durch zahlreiche Eingemeindungen. Breslau erreicht gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Zahl von beinahe 500.000 Einwohnern.
- 1905 – 57,5 % der Bewohner Breslaus sind evangelisch, 36,6 % römisch-katholisch.
- 1910 – Die Technische Hochschule wird eingerichtet.
- 1910 – Bei einer Volkszählung geben 95,71 % der Bewohner Deutsch, 2,95 % Polnisch, 0,67 % Deutsch und Polnisch und 0,68 % Tschechisch als Muttersprache an.
- 1910–1913 – Hervorragende moderne Bauwerke entstehen, die Kaiserbrücke (1910), die TH und die Jahrhunderthalle (1913).

Weimarer Republik, Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg

1910
- 1919 – Breslau wird Hauptstadt der neugegründeten Provinz Niederschlesien. Erster Oberpräsident Niederschlesiens wird Felix Philipp (SPD).
- 1921 – Bei den Wahlen zum niederschlesischen Provinziallandtag erreicht die SPD mit 51,19 % der Stimmen die absolute Mehrheit.Es folgen das katholische Zentrum mit 20,24 %, die Deutsche Volkspartei (DVP) mit 11,9 % und die Deutsche Demokratische Partei (DDP) mit 9,52 %.
- 1925–1930 – Nach der Eingemeindung von 54 Dorfgemeinden und Gutsbezirken erreicht Breslau auf einer Fläche von 175 km² eine Einwohnerzahl von 600.000.
- Am 12. März 1933 wird in Breslau-Dürrgoy durch die Nationalsozialisten ein Konzentrationslager für männliche politische Gefangene eröffnet. In ihm waren circa 800 bis 1000 politische Gefangene inhaftiert zumeist Sozialdemoraten, Kommunisten und deutsche jüdischen Glaubens. Bereits im Herbst 1933 wurde das Lager wieder aufgelöst.
- Ab Mitte 1944 wurden in Breslau zwei Außenlager des KZ Groß-Rosen errichtet. Die Zwangsarbeiter von Lager 1 arbeiteten in den FAMO-Werken (Fahrzeug und Motorenbau) bei der Herstellung von Flugzeugmotoren. Die genaue Anzahl der Zwangsarbeiter in Lager 1 ist nicht bekannt. Lager 2 hatte 520, nach anderen Angaben zwischen 700 und 1000 Insassen. Die Zwangsarbeiter in Lager 2 arbeiteten bei den Firmen Borsig und Linke-Hoffmann. Etwa sieben Monate nach ihrer Gründung wurden beide Arbeitslager aufgelöst. Die ausschließlich männlichen Insassen beider Lager wurden am 23. Januar 1945 wurden über das KZ Groß-Rosen in das KZ Buchenwald verschleppt.
- 1944 – Im Herbst die ersten Bombenangriffe der Alliierten.
- 1944 – Breslau wird zur Festung erklärt, obwohl es zur Verteidigung ganz ungeeignet ist.
- 1945 – 19. Januar: 7 Tage nach dem Durchbruch der Roten Armee an der Weichsel ergeht Evakuierungsbefehl. In Breslau bricht Panik aus.
- 1945 – Januar: Sowjetische Truppen nähern sich Breslau, alle Schulkinder werden evakuiert (vornehmlich nach Böhmen), etwa 75 % der Einwohner fliehen in Richtung Böhmen oder Sachsen. Tausende kommen dabei im strengen Winter auf elende Weise um.
- 1945 – Am 15. Februar ist die Stadt von der Roten Armee eingekreist, in der Stadt befinden sich noch etwa 150.000 Einwohner und 40.000 Soldaten.
- 1945 – Februar-Mai: Schwere Kämpfe, Brände und Zerstörungen
- 1945 – 7. Mai: Die Stadt kapituliert, 65 %–80 % der Gebäude liegen in Ruinen, davon 400 bekannte Baudenkmäler. Erstaunlicherweise blieben das Rathaus und viele Häuser am Ring unzerstört.
- 1945 – 9. Mai: Sowjetische Militärbehörden übergeben die Verwaltung der Stadt an Polen.

Volksrepublik Polen (Sozialismus)


- 1945 – Mai/Juni: Viele geflohene Breslauer kehren – in Unkenntnis der Beschlüsse von Jalta – zurück. Die Neiße-Übergänge (insbesondere in Görlitz) sind zunächst geöffnet.
- 1945 – 30. Juni: Die neuerrichteten Übergänge an Oder und Neiße werden geschlossen. Heimkehrwillige können nicht mehr nach Breslau zurückkehren. In Görlitz bilden sich Rückstaus am Neißeübergang.
- 1945 – Juli: In der Stadt befinden sich noch etwa 300.000 deutsche Einwohner, die schrittweise zunächst vertrieben, später zwangsausgesiedelt werden (bis 1948). Polnische Neu-Breslauer besiedeln die Stadt, vornehmlich aus Zentralpolen, stärker ins öffentliche Bewusstsein treten polnische Vertriebene aus Lwów/Lemberg und anderen polnischen Gebieten östlich des Bug, die die UdSSR annektiert hatte.
- 1945 – 2. August: Potsdamer Abkommen. Polen erhält von den Alliierten die Verwaltungshoheit in Schlesien, gleichzeitig erhält es die Vollmacht zur „humanen Aussiedelung“ der ansässigen deutschen Bevölkerung. Der Begriff „humane Aussiedelung“ wird hierbei als Synonym für eine nahezu vollständigen „ethnischen Säuberung“ Breslaus von seiner deutschen Zivilbevölkerung verwandt.
- 1945 – November: Viele Breslauer sterben aufgrund von Nahrungsknappheit. Wohnungen und Geschäfte werden geplündert (Bericht in der Zürcher Weltwoche).Es kommt zu massiven sexuellen Übergriffen gegenüber der weiblichen deutschen Zivilbevölkerung durch sowjetische und polnische Soldaten.
- 1946 – 8. März: Enteignung der deutschen Bewohner. Enteignet wird „jegliches Vermögen“ einschließlich Wohnungen und Einrichtungsgegenstände.
- 1946 – Sommer: Die Zahl der polnischen Einwohner steigt auf etwa 30.000, die Zahl der Deutschen liegt mit fallender Tendenz noch darüber.
- 1946 – 31. Oktober: Auflösung der Evangelischen Kirche von Schlesien östlich von Oder und Neiße. Offizielle Schließung des evangelischen Bischofssitzes von Breslau durch polnische Behörden.
- 1946 – 4. Dezember: Ausweisung des Bischofs der Evangelischen Kirche von Schlesien, Ernst Hornig.
- 1948 – Die Stadt zählt 300.000 polnische bzw. ukrainische und 7.000 deutsche Einwohner.
- 1955 – Der Wiederaufbau der Altstadt beginnt.
- 1965 – 475.000 Einwohner
- 1970 – 1980 – Gründung von vielen neuen Wohnsiedlungen in den Vorstädten (Plattenbauten).

Dritte Polnische Republik

Verwaltungshoheit
- 1990 – heute: Der Wiederaufbau nimmt sich nun auch dezidiert deutschen Kulturerbes an und integriert dieses in die (polnische) Breslauer Lokalidentität.
- 1997 – Juli: Die Oderflut trifft Breslau mit voller Wucht. Die historischen Gebäude werden verschont, während viele Wohnhäuser aus der Gründerzeit schwer beschädigt werden und nach dem Ende der Überschwemmung abgerissen werden müssen.

Wappen der Stadt

# Das von Kaiser Karl V. der Stadt verliehene Wappen (verwendet 1530 bis 1938, 1945 bis 1948 und wieder ab 1990) ist ein quadrierter Schild mit Mittelschild, in der Mitte Johannes des Täufers Kopf in einer silbernen Schüssel, im ersten Felde der böhmische Löwe, im zweiten der schlesische Adler, im dritten ein „W“ (das sich auf den Gründer der Stadt Wratislaw bezieht), im vierten das Haupt Johannes des Evangelisten. Die beiden Johannes sind neben der Hl. Hedwig besondere Patrone der schlesischen Kirche. # Das Stadtwappen der NS-Zeit (verwendet ab 1938 bis 1945) war ein horizontal halbierter Schild mit zwei Feldern, im oberen Feld der schlesische Adler, im unteren Eisernes Kreuz von 1813. # Das Stadtwappen, unter der kommunistischen Regierung 1948 bis 1990 verwendet, war ein vertikal halbierter Schild mit zwei Feldern, im rechten Felde der (halbe) weiße polnische Adler der Volksrepublik (also ungekrönt), im linken Felde der (halbe) schlesische Adler, ebenfalls ungekrönt.

Kultur und Bildung

Hl. Hedwig In Breslau befinden sich neun Hochschulen, nämlich die Universität Breslau, Päpstliche Theologische Fakultät, Medizinische Akademie, Technische Hochschule und Hochschulen für Wirtschaft, Landwirtschaft, Sport, Musik und Kunst. Die größten Universitäten sind die Technische Hochschule Breslau (Politechnika Wrocławska) und die Universität Breslau (Uniwersytet Wrocławski/Universitas Vratislaviensis), die einstige Schlesische Friedrich-Wilhelm-Universität zu Breslau. Sie wurde 1702 von den Jesuiten gegründet, 1811 erneuert und erweitert unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der die Universitas Viadrina in Frankfurt (Oder) mit der Breslauer Lehranstalt vereinigte). Sie steht an der Stelle der alten Königlichen Burg von Breslau, die von Kaiser Leopold I. dem Orden geschenkt und abgerissen wurde und ist eines der schönsten Baudenkmäler des österreichischen Barocks. Das spätere preußische Königsschloss im Rokoko- und klassizistischen Stil entstand im 18./19. Jh.und ist nur noch teilweise erhalten. Dort erließ Friedrich Wilhelm III. am 17. März 1813 den Aufruf an Mein Volk und stiftete das Eiserne Kreuz.

Sehenswürdigkeiten

Sand- und Dominsel


- Breslauer Dom (kath.)
- Sandkirche (gotisch, 1334–1440) (kath.)
- St. Annakirche (baroc, 18.Jh.) (jetzt St. Kyrill und Methodius, orthodox)
- ehem. St. Annakirche (gotisch, 15. Jh.) (jetzt Wohnhaus)
- St. Ägidienkirche (rom. 13 Jh.) (kath.)
- St. Martinkirche (frühgotisch. 13 Jh.) (kath.)
- St. Petrus-und-Paulus-Kirche (gotisch, 15. Jh.) (kath.)
- Doppelkirche z. Hl. Kreuz u. St. Bartholomäus (13.-14. Jh.) (kath., untere Kirche ehem. ukrainisch-uniert) Breslauer Dom

Altstadt – Stadtmitte um den Ring

Breslauer Dom Breslauer Dom
- Rathaus (gotisch, 14711504)
- ehem. Städtische Pfarrkirche St.Elisabeth, heute Basilika, Garnisonskirche (gotisch, um 1330 begonnen) (kath.), nach dem Brand 1976 wiederhergestellt 1330
- Städtische Pfarrkirche St.Maria Magdalena (gotisch 14.–15. Jh.) (altkath.)
- Dorotheenkirche (Die Kirche St. Stanislaus, Wenzel und Dorothea) (gotisch, nach 1450) (kath.)
- Minoritenkirche St. Vinzenz (gotisch, begonnen 1232) (ukrainisch-unierte Kathedrale)
- Bernhardinerkirche (gotisch, 14631502) (Museum der Architektur)
- Christophorikirche (gotisch, 15. Jh.) (evang., deutsche Gottesdienste)
- St. Matthias (gotisch, 14 Jhd.) (kath.)
- Adalbertkirche (gotisch, 13.–15. Jhd.) (kath.)
- Jesuitenkirche (barock, 17./18. Jh.) (kath.)
- St. Barbara (gotisch, 14.–15. Jh.) (orthodoxe Kathedrale)
- Universität mit der Aula Leopoldina, Oratorium Marianum, (barock, Anfang 18.Jh.)
- Ehemaliges Königsschloss (Rokoko, 18. Jh.) Palais Friedrich II. erhalten. Von den späteren Anbauten auf der Nord- und Südseite (nach Plänen von Friedrich August Stüler um 1845 und 1865 erbaut) steht nur ein kleiner Teil. (Städtisches Museum)
- Ehemalige Hofkirche (klass. 1747–50) (evang.)
- Stadttheater (1841, abgebrannt 1865 und 1871, zweimal wiedererrichtet, preußischer Klassizismus), geschaffen von Carl Ferdinand Langhans, nach dem Renovierung wiedergeöffnet
- Viele wertvolle Bürgerhäuser am Ring und in den Gassen ringsum
- Markthalle, Stahlbetongebäude mit historisierenden Fassaden (Richard Plüddemann, 1908)
- Ehemaliges Geschäftshaus an der Junkernstraße (jetzt Westbank), von Hans Poelzig (1911)
- Ehemalige Mohrenapotheke (jetzt Lokalredaktion der Gazeta Wyborcza), umgestaltet und aufgestockt von Adolf Rading in 1928
- Ehemaliges Petersdorf (nach dem Zweiten Weltkrieg Kameleon) – Warenhaus, erbaut von Erich Mendelssohn 1929 an der Schuhbrücke (poln. ul. Szewska)
- Nationalmuseum, ehemaliges „Altes Regierungsgebäude“, (poln. Muzeum Narodowe we Wroclawiu), Neurenaissance, nach 1860: Schlesische Kunst des 16.–19. Jh., Sztuka Slaska w.
- Neues Regierungsgebäude (NS-Stil, nach 1933), heute Woiwodschaftsamt
- Panorama von Racławice (Monumentales Rundgemälde, 1893/94 entstanden, aus Lemberg überführt), Gebäude nach 1960 von Marek Dziekoński

Ohlauer und Schweidnitzer Vorstadt

Lemberg
- Ehemaliges Wertheim (nach dem Zweiten Weltkrieg PDT, jetzt Renoma) – Warenhaus, von Prof. Hermann Dernburg 1929 errichtet am Tadeusz-Kosciuszko-Platz, ehem. Tauentzienplatz.
- Ehemalige Strafanstalt am Schweidnitzer Stadtgraben (poln. Podwale), Romantik, Schinkelschule, Türme von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen
- Neues Regierungsgebäude (NS-Stil, nach 1933), heute Woiwodschaftsamt
- Prächtige Patriziervillen am Ohlauer Stadtgraben (poln. Podwale)
- Hauptbahnhof an der Gartenstraße (um 1850, Romantik, Wilhelm Grapow, Schinkelschule)
- Freiburger Bahnhof am Berliner Platz (poln. Plac Orląt Lwowskich)

Südliche Außenviertel


- Kleinburger Kaserne (Richtung Autobahn), neugot. nach 1850, nur teilweise erhalten. Ehemaliger Sitz des berühmten preußischen 1. Schlesischen Leibkürassierregiments „Großer Kurfürst“ wo im Offizierskorps nur schlesischer Adel diente. Dort wurde 1892 der berühmte Flieger Manfred Freiherr von Richthofen geboren (gef. 1918) und dort erhielt auch seine Offiziersausbildung bei der Reichswehr der spätere (erfolglose) Hitler-Attentäter von 1943, Rudolf Christoph Freiherr von Gersdorff.
- Wasserturm an der Kirschallee, in den von Jugendstil und Neogotik geprägten Formen, 1897
- Kino Lwów (poln. Kino Lemberg), ehemals Freimaurerloge von Adolf Rading (Neues Bauen), um 1926
- [http://www.breslau-wroclaw.de/de/breslau/history/jfh/ Alter Jüdischer Friedhof] (Richtung Autobahn), 19.–20. Jh., gehört zu den beiden erhaltenen deutschen jüdischen Friedhöfen in Breslau. Begraben liegt dort u. a. Ferdinand Lassalle (18261864), berühmter Sozialist und Gegenspieler von Karl Marx in der Ersten Sozialistischen Internationale.

Richtung Osten (Hundsfeld und östl. Innenstadt)


- Kaiserbrücke (poln. Most Grunwaldzki, Hängebrücke, 1910 erbaut)
- Kaiserstrasse (poln. Plac Grunwaldzki), zwischen der Kaiserbrücke und der Fürstenbrücke. Ein ganzes Stadtviertel (Scheitnig) wurde Anfang 1945 auf Befehl des NS-Gauleiters Karl Hanke dem Erdboden gleichgemacht, um ein Flugfeld zu schaffen über das die eingeschloßene Stadt aus der Luft versorgt werden sollte. Auf dem Flugfeld landete jedoch, aufgrund des völligem Zusammenbruchs der deutschen Luftwaffe, nur kurz vor Kriegsende ein einziges Flugzeug, das eine neue Uniform für Hanke mitbrachte.
  - Siedlung Kaiserstrasse (poln.Osiedle Grunwaldzkie , Hochhäuser um 1968 von Jadwiga Hawrylak-Grabowska
  - Gebäude der Technischen Universität Breslau
- Jahrhunderthalle (poln. Hala Ludowa (Volkshalle)), errichtet 1913 von Max Berg und Günther Trauer zum 100-jährigen Jubiläum der Befreiungskriege, erster Stahlbetonbau Deutschlands in diesen Ausmaßen
- Ausstellungsgebäude der Jahrhundertausstellung (sog. Vier-Kuppel-Bau), errichtet 1913 von Prof. Hans Poelzig
- Scheitniger Park (poln. Park Szczytnicki) (19. Jh., romantisch)
- WuWa-Siedlung, Häuser der Werkbundausstellung in 1929, u. a. Turmhaus von Adolf Rading und Ledigen-Wohnheim von Hans Scharoun

Söhne und Töchter der Stadt

Aufgelistet in chronologischer Reihenfolge ohne Anspruch auf Vollständigkeit

einschließlich 18. Jahrhundert


- Johannes Aurifaber Theologe
- 1517
- Andreas Aurifaber
- 1514 Mediziner
- Ambrosius Moibanus (
- 1494), lutherischer Publizist, ab 1525 erster evangelischer Pastor der St.-Elisabeth-Kirche
- Johann Crato von Krafftheim (
- 1519), berühmter Arzt und Wissenschaftler
- Thomas Rehdiger (
- 1540), Großsammler von Büchern und Gemälden
- Christian Hofmann von Hofmannswaldau (
- 1617), Schriftsteller
- Johannes Scheffler, Angelus Silesius (
- 1624), Dichter
- Quirinus Kuhlmann (
- 1651), Dichter, religiöser Führer
- Sylvius Leopold Weiss (
- 1686), Lautenist und Komponist
- Johann Heinrich Zedler (
- 1706)
- Christian Garve (
- 1742), Philosoph
- Samuel Gottlieb Bürde (
- 1753), Schriftsteller
- Joseph von Zerboni di Sposetti (
- 1760), Beamter, erster Oberpräsident der Provinz Posen und umstrittener Publizist
- Friedrich von Gentz (
- 1764), Politiker, Generalsekretär des Wiener Kongresses
- Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (
- 1768), protestantischer Theologe und Philosoph
- David Ferdinand Howaldt (
- 1772), Goldschmiedemeister
- Friedrich August Wentzel (
- 1773), Schriftsteller
- Karoline Lessing (
- 1779), romantische Schriftstellerin
- Franz van der Velde (
- 1779), Schriftsteller
- Karl Schall (
- 1780), Theaterkritiker
- Carl Ferdinand Langhans (
- 1782), Architekt des Breslauer Theaters, Sohn von Carl Gotthard Langhans, des Architekten des Brandenburger Tors in Berlin, der 1808 in Grüneiche bei Breslau verstarb
- Ludwig Zahnt (
- 1796; † 1857 in Stuttgart), Architekt der Stuttgarter Wilhelma
- Karl von Holtei (
- 1798), Schriftsteller und Schauspieler
- Willibald Alexis (
- 1798), Schriftsteller

19. Jahrhundert


- Friedrich Beckmann (
- 1803), Komiker
- August Borsig (
- 1804), Unternehmer
- Carl Friedrich Lessing (
- 1808), Maler
- Gabriel Gustav Valentin (
- 1810), Arzt und Physiologe
- Friedrich Wilhelm Ladislaus Tarnowski (
- 1811), Schriftsteller
- Adolph von Menzel (
- 1815), Maler
- Adolf Anderssen (
- 1818), mehrfacher Schachweltmeister
- Abert Emil Brachvogel (
- 1824), Schriftsteller
- Albrecht Theodor Middeldorpf (
- 1824), Mediziner
- Ferdinand Lassalle (
- 1825), Sozialistenführer
- Karl Rudolf Friedenthal (
- 1827), Politiker
- August von Heyden (
- 1827), Maler und Dichter
- Wilhelm Haupt (
- 1831), Baptistenpastor und Evangelist der zweiten Gründergeneration der Freikirche
- Julius Sachs (
- 1832), Botaniker und Begründer der experimentellen Pflanzenphysiologie
- Richard Pischel (
- 1849), bedeutender Indologe, Begründer der modernen Prakritforschung
- Felix Auerbach (
- 1856), Physiker
- Alfred Kerr (
- 1867), Schriftsteller und Theaterkritiker
- Fritz Haber (
- 1868), Chemiker
- Felix Hausdorff (
- 1868), Mathematiker
- Hans Baluschek (
- 1870), Maler und Schriftsteller
- Clara Immerwahr (
- 1870), Chemikerin, Frauenrechtlerin
- Otfrid Foerster (
- 1873), Neurowissenschaftler
- Ernst Cassirer (
- 1874), Philosoph
- Carl Mannich (
- 1877), Chemiker
- Emil Ludwig (
- 1881), Schriftsteller
- Otto Toeplitz (
- 1881), Mathematiker
- Max Born (
- 1882), Physiker und Nobelpreisträger
- Otto Klemperer (
- 1885), Dirigent
- Hans Lukaschek (
- 1885), Politiker (Zentrum, CDU)
- Walter Meckauer (
- 1889), Schriftsteller
- Edith Stein (
- 1891), katholische Heilige und eine der Patroninnen Europas
- Manfred von Richthofen (
- 1892), erfolgreichster deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg
- Lothar von Richthofen (
- 1894), jüngerer Bruder von Manfred und ebenfalls Jagfdflieger
- Ruth Hoffmann (
- 1893), Schriftstellerin
- Walther Steller (
- 1895), Germanist und Volkskundler
- Norbert Elias (
- 1897), Soziologie
- Ernst Kloss (
- 1897), Kunsthistoriker
- Ilse Langner (
- 1899), Schriftstellerin

20. Jahrhundert


- Klaus Bonhoeffer (
- 1901), deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- Günther Anders(
- 1902 als Günther Stern), Philosoph und Essayist
- Klaus Clusius (
- 1903), Chemiker
- Werner May (
- 1903), Schriftsteller
- Josef Tief (
- 1904) Architekt und Baumeister 1930–1945 in Breslau
- Erwin M. Wuttke (
- 1904), Schriftsteller
- Karl Ludwig Skutsch (
- 1905), Schriftsteller
- Boleslaw Barlog (
- 1906), Theaterregisseur
- Dietrich Bonhoeffer (
- 1906), Theologe und Widerstandskämpfer
- Karl Schiller (
- 1911) deutscher Wissenschaftler und Politiker (SPD)
- Pierre Gassmann (
- 1913 oder 1914), Gründer von Picto und der wahrscheinlich berühmteste Fotolaborant der Welt
- Heinz Bello (
- 1920), katholischer Märtyrer der NS-Zeit
- Bernhard Heisig (
- 1925), Maler
- Peter Hacks (
- 1928), Schriftsteller
- Albrecht Magen (
- 1929), Unternehmensvorstand und Kommunalpolitiker
- Reinhard Glemnitz (
- 1930), Schauspieler
- Horst Rittner (
- 1930), Fernschachweltmeister
- Reinhard Selten (
- 1930), Mathematiker
- Joachim Meisner (
- 1933), deutscher Theologe, Kardinal und Erzbischof von Köln
- Hans-Ulrich Klose (
- 1937), Politiker (SPD), Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
- Peter Lustig (
- 1937), Fernsehdarsteller und Jugendbuchautor
- Klaus-Dieter Lehmann (
- 1940), Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
- Josef Piontek (
- 1940), genannt Sepp Piontek, Fußballspieler und Fußballtrainer
- Wolfgang Thierse (
- 1943), ehem. Präsident des Deutschen Bundestages
- Teresa Orlowski (
- 1953), Erotik-Darstellerin und -Produzentin
- Waleri Salow (
- 1964), russischer Weltklasseschachspieler

mit Breslau verbundene Persönlichkeiten

(in alphabetischer Reihenfolge)
- Jerzy Samuel Bandtke, polnischer Historiker und Bibliograf, wuchs in Breslau auf und wirkte dort von 1798 bis 1811,
- Adolf Bertram, Erzbischof
- Johann Gustav Gottlieb Büsching, namhafter Archivist und Professor für Altertumskunde, wirkte in Breslau ab 1811,
- Ludwig Devrient, Schauspieler, wirkte 1809–1815 in Breslau,
- Joseph Freiherr von Eichendorff besuchte das Königlich Katholische Matthias-Gymnasium in Breslau von 1801–1805,
- Christoph Hackner, Baumeister und Architekt, hier tätig von 1695 bis 1741,
- Gerhart Hauptmann, Schriftsteller und Nobelpreisträger, besuchte die Realschule am Zwingerplatz und später die Kunst- und Kunstgewerbeschule,
- Heinrich IV. Probus, Herzog von Breslau, Minnesänger, (Heinrich von Prassele), geboren um 1270 bei Jauer,
- Lothar Herbst (19402000), ein Poet und Oppositioneller gegen die kommunistische Diktatur,
- Johann Hermann (15741605), Mediziner
- Johann Hess aus Nürnberg, wirkte ab 1523 als erster protestantischer Pfarrer in Breslau,
- Ludwik Hirszfeld, polnischer Mediziner, hat das Rhesus-System der Blutgruppen entwickelt,
- August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Schöpfer des Liedes der Deutschen, war ab 1823 Kustos an der Universitätsbibliothek und Ordinarius für deutsche Sprache und Literatur in Breslau 1830–1842,
- Gustav Robert Kirchhoff, Physiker, 1850–1854 Professor in Breslau,
- Georg Kardinal von Kopp, 1887–1914 Fürstbischof von Breslau,
- Johann Gottlieb Korn, Gründer des berühmten Korn-Verlages,
- Gotthold Ephraim Lessing, war hier nach 1760 Sekretär des Generals Tauentzien,
- Carl Johann Bogislaw Lüdecke, Architekt und Direktor der Kunstschule in Breslau,
- Theodor Mommsen, Historiker, hat während seiner Professur in Breslau das Werk „Römische Geschichte“ veröffentlicht, für das er 1902 den Nobelpreis für Literatur bekommen hat,
- Hans Poelzig, Architekt, einer der Begründer des Stils der Neuen Sachlichkeit, zeitweise D