:: wikimiki.org ::
| August Ferdinand Bernhardi |
August Ferdinand BernhardiAugust Ferdinand Bernhardi ( - 24. Juni 1769 in Berlin, † 1. Juni 1820 in Berlin) war ein deutscher Sprachforscher und Schriftsteller.
Nach dem Studium der Philosophie in Halle (Saale) wurde Bernhardi 1791 Lehrer am Friedrichwerderschen Gymnasium in Berlin und 1808 dessen Direktor. 1815 wurde er Mitglied des Konsistoriums und der wissenschaftlichen Prüfungskommission. Kurz vor seinem Tode wurde er zum Direktor des Friedrich Wilhelms Gymnasium ernannt. Seit 1799 war Bernhardi mit Sophie Tieck, der jüngeren Schwester Ludwig Tiecks, verheiratet. Die Ehe wurde jedoch 1805 wieder aufgelöst. Diese Beziehung brachte ihn in den Kreis der Romantiker, namentlich Friedrich und August Wilhelm Schlegel, sowie Ludwig Tieck u. a.
Dies veranlasste ihn neben seinen sprachwissenschaftlichen Werken auch satirische Schriften über das Berliner Gesellschafts- und Literaturleben zu veröffentlichen. Bernhardi verfasste auch Beiträge für Literaturzeitschriften und Almanache (Athenäum, Europa ...) und schrieb eigene Erzählungen und Gedichte im Sinne der Romantik, das bekannteste darunter ist Der Löwe in Florenz.
August Ferdinand Bernhardi erlangte vor allem durch seine Werke als Sprachforscher Ruhm und Ansehen und übte großen Einfluss auf andere bekannte Sprachdenker wie Wilhelm von Humboldt und Franz Bopp aus.
Werke
- Vollständige lateinische Grammatik 1795-1797
- Vollständige griechische Grammatik 1797
- Bambocciaden 1797-1800
- Sprachlehre 1801-1803
- Anfangsgründe der Sprachwissenschaft 1805
- (Mitarbeit) Die Versuche und Hindernisse Karls 1808
- Ansichten über die Organisation der gelehrten Schulen 1818
Literatur
- Bräuer, Joachim: August Friedrich Bernhardi, der Sprachphilosoph der älteren Romantik (1921)
- Blücher, Max: A. F. Bernhardis Leben und Schriften (1923)
- Horstmann, Wilhelm: August Ferdinand Bernhardi 1769-1820 als Pädagoge (1926)
- Fiesel, Eva: Die Sprachphilosophie der deutschen Romantik (1927)
- Wild-Schedlbauer, Roswitha: Einleitung zu A. F. Bernhardi (1990) ISBN 3-7728-0786-0
- Hurch, Bernhard: Bernhardi und Humboldt und die Asymmetrie der Prosodie (2000)
Weblinks
- [http://www.bautz.de/bbkl/b/bernhardi_a_f.shtml Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon]
Bernhardi, August Ferdinand
Bernhardi, August Ferdinand
Bernhardi, August Ferdinand
Bernhardi, August Ferdinand
24. Juni
Der 24. Juni ist der 175. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 176. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 190 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- Ende der jährlichen Spargelsaison in Deutschland
- 972 - Schlacht bei Zehden (Cedynia).
- 1314 - Schlacht bei Bannockburn.
- 1497 - Gründung von St. John's, der ersten europäischen Siedlung in Nordamerika, benannt nach Johannes dem Täufer.
- 1509 - Heinrich VIII. wird zum König von England gekrönt.
- 1812 - Napoléon greift Russland an. Die Grande Armée überschreitet mit ca. 400.000 Soldaten die Memel.
- 1813 - Britische Truppen zwingen in der Schlacht bei Beaver Dams eine zahlenmäßig überlegene amerikanische Abteilung zur Kapitulation.
- 1841 - Die Berliner Schwermaschinenfabrik August Borsig liefert ihre erste Lokomotive aus.
- 1859 - Schlacht bei Solferino.
- 1929 - Erneuerung des ausgelaufenen Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrages zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit 5 Jahre).
- 1932 - Gewaltloser Militärputsch in Thailand führt in eine konstitutionelle Monarchie.
- 1939 - Der Landesname von Siam wird auf Veranlassung des Diktators General Pibul Songkhram in Thailand (Prathet Thai = "Land der Freien") geändert.
- 1945 - Sowjetische Truppen besetzen die Freie Republik Schwarzenberg.
- 1948 - Beginn der Berliner Blockade.
- 1948 - Einführung der Westmark mit Aufdruck "B" in den drei Westsektoren Berlins.
- 1952 - Die erste Ausgabe der BILD Zeitung erscheint mit einer Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren
- 1963 - Porsche stellt den Sportwagen 911 vor.
- 1969 - Frankreich. Jacques Chaban Delmas wird Ministerpräsident.
- 1992 - Waffenstillstand zwischen Georgien und Ossetien
- 1997 - Israel. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu übersteht Misstrauensvotum.
- 2001 - Ilir Meta wird Regierungschef in Albanien.
- 2002 - Albanien. Das Parlament wählt den ehemaligen Verteidigungsminister Dr. Alfred Moisiu zum Präsidenten
- 2002 - Neuer Investitionsförderungs und -schutzvertrag zwischen Deutschland und Thailand
- 2003 - Finnland. Matti Vanhanen wird Ministerpräsident
- 2003 - Letzter Flug einer Concorde im Dienste der Air France.
- 2004 - Deutschland. Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft den Premierminister von Armenien, Andranik Markarjan.
Kultur
- 1854 - Uraufführung der Oper Alfonso und Estrella von Franz Schubert in Weimar.
- 1937 - Uraufführung der Oper Don Juan de Mañara von Eugène Goossens im Covent Garden in London.
Katastrophen
- 1902 - Das deutsche Torpedoboot "S 42" sinkt in der Elbemündung nach der Kollision mit dem britischen Dampfer "Firsby". Von den 16 Mann Besatzung des Torpedobootes kommen 5 Mann ums Leben.
- 1950 - Lake Michigan, USA. Eine DC-4 der Northwest Airlines explodierte und stürzte in den Lake Michigan, ca. 30 km nördlich von Benton Harbor. Alle 58 Menschen starben.
- 1975 - New York, USA. Eine Boeing 727 der Eastern Air Lines, planmäßig von New Orleans kommend, wird bei der Landung auf dem John F. Kennedy International Airport von einem Blitz getroffen. Die Verkehrsmaschine zerbrach und fing Feuer. 115 der 124 Menschen an Bord starben.
- 2002 - Volksrepublik China. Hochwasserkatastrophe in der Provinz Shanxi. Über 500 Tote.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Rudi Völler tritt als Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft in der Vorrunde der Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal von seinem Amt zurück. Auch Assistenz-Trainer Michael Skibbe tritt von seinem Posten zurück und wird in Zukunft beim DFB wieder Jugend-Koordinator.
- 2004 - Fußball: England scheidet bei EM in Portugal gegen Gastgeber Portugal mit 7:8 n.E. im Viertelfinale aus.
Geboren
- 1316 - Philipp V., König von Frankreich
- 1360 - Nuno Álvares Pereira, portugiesischer Mönch und Heerführer
- 1386 - Johannes Capistranus, Wanderprediger
- 1489 - Lorenz Fries, Würzburger fürstbischöflicher Rat, Historiker und Chronist
- 1499 - Johannes Brenz, deutscher Theologe und Reformator
- 1519 - Théodore de Bèze, Genfer Reformator französischer Herkunft
- 1532 - Edzard II. Graf von Ostfriesland
- 1542 - Johannes vom Kreuz, spanischer Karmelit, Mystiker
- 1593 - Abraham von Franckenberg, schlesischer Mystiker
- 1687 - Johann Albrecht Bengel, deutscher Theologe
- 1738 - Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier, deutscher Geologe
- 1740 - Juan Ignacio Molina, chilenischer Priester und Naturforscher
- 1769 - August Ferdinand Bernhardi, deutscher Sprachforscher und Schriftsteller
- 1770 - Albrecht Ludwig Berblinger, deutscher Flugpionier
- 1777 - John Ross, britischer Konteradmiral und Polarforscher
- 1783 - Johann Heinrich von Thünen, deutscher Autor
- 1795 - Ernst Heinrich Weber, deutscher Physiologe und Anatom
- 1838 - Gustav von Schmoller, deutscher Ökonom
- 1842 - Ambrose Bierce, US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist und Lebenskünstler
- 1850 - Horatio Herbert Kitchener, britischer General und Politiker
- 1852 - Victor Adler, österreichischer Politiker
- 1864 - Heinrich Wölfflin, schweizer Kunsthistoriker
- 1882 - Carl Diem, deutscher Sportfunktionär und -wissenschaftler
- 1883 - Fritz Löhner-Beda, Librettist, Schlagertexter und Schriftsteller
- 1883 - Victor Franz Hess, österreichisch-US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1887 - Matthias Brauer, Historiker und Reichstagsabgeordneter
- 1888 - Gerrit Rietveld, niederländischer Architekt
- 1892 - Gregor Ebner, während des NS-Regimes ärztlicher Leiter aller Heime des Lebensborn e.V
- 1893 - Hans Sachtleben, deutscher Zoologe, Entomologe
- 1895 - Jack Dempsey, US-amerikanischer Boxer
- 1897 - Adrienne Thomas, deutsch-österreichische Autorin
- 1904 - Kurt Kusenberg, deutscher Kunstkritiker und Schriftsteller
- 1911 - Ernesto Sabato, argentinischer Schriftsteller
- 1911 - Juan Manuel Fangio, argentinischer Autorennfahrer
- 1915 - Fred Hoyle, britischer Astronom und Mathematiker
- 1919 - Eugen Oker, deutscher Spielekritiker und Schriftsteller
- 1922 - Manny Albam, dominikanischer Jazz-Baritonsaxophonist und Arrangeur
- 1923 - Harvey Patton, deutscher Science-Fiction-Autor
- 1924 - Kurt Furgler, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1927 - Martin L. Perl, US-Amerikanischer Physiker
- 1928 - Wolfgang Altenburg, deutscher General
- 1930 - Claude Chabrol, französischer Filmregisseur
- 1930 - Clemens Zintzen, deutscher Altphilologe
- 1939 - HA Schult, deutscher Aktionskünstler
- 1942 - Arthur Brown, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Eduardo Frei Ruiz-Tagle, chilenischer Politiker und Staatspräsident
- 1944 - Jeff Beck, US-amerikanischer Gitarrist
- 1947 - Mick Fleetwood, US-amerikanischer Musiker (Fleetwood Mac)
- 1948 - Georg Boomgaarden, deutscher Diplomat und Botschafter in Spanien und Andorra
- 1948 - Annemarie Lütkes, deutsche Juristin und Politikerin
- 1949 - Brigitte Mohnhaupt, Terroristin in der Roten Armee Fraktion (RAF)
- 1949 - Ulrich Steinwedel, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 1951 - Raelene Boyle, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 1961 - Dennis Dannell, US-amerikanischer Musiker (Social Distortion)
- 1961 - Susanne Helm, deutsche Leichtathletin
- 1964 - Günther Mader, österreichischer Skirennläüfer
- 1967 - Richard Z. Kruspe, deutscher Musiker
- 1970 - Glenn Medeiros, US-amerikanischer Popmusiker
- 1972 - Robbie McEwen, australischer Radrennfahrer
Gestorben
- 1195 - Albrecht der Stolze, 1190 bis 1195 Markgraf von Meißen
- 1322 - Matteo I. Visconti, politischer Anführer Mailands
- 1439 - Friedrich IV., Herzog
- 1519 - Lucretia Borgia, italienische Fürstin
- 1707 - Kaspar Stieler, deutscher Gelehrter und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1766 - Adrien-Maurice de Noailles, Marschall von Frankreich
- 1768 - Johann Julius Hecker, Begründer des ersten preußischen Lehrerseminars
- 1768 - Maria Leszczynska, Ehefrau des französischen Königs Ludwig XV.
- 1830 - Georg IV., König von Großbritannien, Irland und Hannover
- 1843 - Johann Friedrich Kind, deutscher Schriftsteller
- 1860 - Jérôme Bonaparte, König des Königreiches Westphalen
- 1866 - Wilhelm Ferdinand Ermeler, Berliner Industrieller und Geheimer Kommerzienrat
- 1880 - Jules Antoine Lissajous, französischer Physiker
- 1882 - Joachim Raff, schweizer Komponist
- 1894 - Marie François Sadi Carnot, französischer Politiker und Staatspräsident.
- 1908 - Stephen G. Cleveland, 22. und 24. Präsident der USA
- 1922 - Walther Rathenau, deutscher Großindustrieller und Reichsaußenminister
- 1925 - Max Wiese, deutscher Bildhauer und Professor an der Kunstakademie in Hanau
- 1935 - Carlos Gardel, argentinischer Tango-Sänger
- 1943 - Alice Rühle-Gerstel, deutsche Schriftstellerin
- 1943 - Otto Rühle, sozialdemokratischer, später kommunistischer Politiker und Schriftsteller
- 1952 - Botho Henning Elster, deutscher Generalmajor
- 1953 - George Herbert Walker, Bankier
- 1957 - Herman Peltzer, niederländischer Fußballspieler
- 1969 - Oskar Sima, österreichischer Theater- und Filmschauspieler
- 1971 - Hans Mersmann, deutscher Musikforscher
- 1975 - Luigi Raimondi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1976 - Imogen Cunnigham, US-amerikanische Fotografin
- 1976 - Rudolf Sieber, deutscher Filmproduzent und Ehemann von Marlene Dietrich
- 1978 - Mstislaw Wsewolodowitsch Keldysch, sowjetischer Mechaniker, Aeronautiker und Mathematiker
- 1980 - Varahagiri Venkata Giri, indischer Politiker und Staatspräsident
- 1982 - Jakob Streitle, deutscher Fußballspieler
- 1982 - Paul Benthien, deutscher Tischtennisspieler
- 1991 - Franz Hengsbach, deutscher katholischer Geistlicher, Bischof von Essen
- 1993 - Archie Williams, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1999 - Wilhelm Sandfuchs, Kirchenjournalist
- 2002 - Frank Ripploh, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 2002 - Pierre Werner, Luxemburgischer Politiker
- 2004 - Mariana Frenk-Westheim, deutsche Schriftstellerin
Feier- und Gedenktage
- Kirchenjahr: Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers (Johannistag)
Siehe auch
:23. Juni - 25. Juni
:24. Mai - 24. Juli
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0624
ja:6月24日
ko:6월 24일
simple:June 24
th:24 มิถุนายน
Berlin
Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU.
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.
Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.
Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.
Geografie
Geografische Lage
Portal:Berlin
Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik.
Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.
Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist.
Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin
Stadtgliederung
Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick
Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Berlins
Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.
Preußen
Preußen
Preußen]
1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben.
Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.
1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.
1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt.
Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete.
Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten.
Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.
Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin.
1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.
Bevölkerung
Parlament
Parlament
In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer.
Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft
Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer.
811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden.
Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005.
Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
2005]
Hauptartikel: Politik in Berlin
Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.
Das Land Berlin
Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition.
Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt.
1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins
Die Verwaltung
Hoheitszeichen Berlins
Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne.
Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät.
Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden.
Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin
Theater
Sehenswürdigkeiten in Berlin]
Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt.
Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.
Museen
Berliner Sängerbund ]
Hauptartikel: Museen in Berlin
Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus.
Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.
Bauwerke
Checkpoint Charlie]
Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften.
1990
In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor.
Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.
Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.
Tiergarten
In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten.
Bundespräsident]
Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt.
Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee.
Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern.
1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt.
In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.
Parkanlagen
Alexander von Humboldt ]]
Alexander von Humboldt]
Alexander von Humboldt]
Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht.
Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus.
Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte.
Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt.
Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.
Freizeit und Erholung
englischen Garten]
Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet.
In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet.
Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst.
Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.
Sport
Müggelturm]
In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten.
Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.
Wirtschaft
Leichtathletik-Weltmeisterschaften]
Hauptartikel: Wirtschaft Berlins
Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001).
In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001).
Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.
Medien
Bruttowertschöpfung
Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft
Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung.
In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier.
Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty.
In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.
Infrastruktur
Öffentlicher Verkehr
Springer-Verlag
Springer-Verlag]
Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG.
Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof.
Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt.
Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien.
Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe
Autobahnen
Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring).
Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird.
Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin.
Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.
Flughäfen
Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand.
Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.
Energieversorgung
Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn
1. JuniDer 1. Juni ist der 152. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 153. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 213 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1792 – Kentucky wird 15. Bundesstaat der USA und Isaac Shelby, ein Held des Unabhängigkeitskrieges, zum ersten Gouverneur des Commonwealth.
- 1794 – In Preußen tritt das Allgemeine Landrecht in Kraft. Damit wird erstmals versucht, die gesamte Rechtsordnung in ein einziges Gesetzeswerk zu fassen.
- 1796 - Tennessee wird der 16. US-Bundesstaat.
- 1855 - Der US-amerikanische Abenteurer William Walker erobert Nicaragua und führt die Sklaverei wieder ein.
- 1958 - Frankreich. General Charles de Gaulle wird Regierungschef.
- 1962 - In der südrussischen Stadt Nowotscherkassk kommt es zu schweren Arbeiterunruhen.
- 1964 - Die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wird gegründet
- 1973 - Griechenland. Die Militärregierung proklamiert die Republik. Georgios Papadopoulos wird erster Staatspräsident.
- 1975 - In Berlin-Dahlem wird die Patriotische Union Kurdistans (PUK) (auf kurdisch YNK: Yeketiya Nistimaniya Kurdistane) gegründet.
- 1977 - Der Vertrag über die Gründung des Europäischen Rechnungshofes tritt in Kraft.
- 1979 - Die neunzig Jahre der Herrschaft der weißen Minderheit enden in Rhodesien, jetzt Simbabwe.
- 1980 - Mit Cable News Network - allgemein bekannt unter der Abkürzung CNN - wird der erste reine Nachrichten-Fernsehsender gegründet.
- 1984 - El Salvador. José Napoleón Duarte wird Staatspräsident.
- 1987 - Barbados. Lloyd Erskine Sandiford wird Premierminister.
- 1990 - Karl-Marx-Stadt wird in Chemnitz rückbenannt, nachdem in einer Befragung 76% der Bürger für den alten Namen gestimmt haben.
Chemnitz
- 1991 - Indien. Narasimha Rao wird Regierungschef.
- 1993 - Burundi. Erste freie Präsidentschaftswahlen. Melchior Ndadaye wird Staatspräsident.
- 1994 - Kirgisistan unterzeichnet die Partnerschaft für den Friedenmit der NATO in Brüssel.
- 1997 - Kanada. Bei den vorgezogenen Neuwahlen wird Premierminister Jean Chrétien in seinem Amt bestätigt.
- 1999 - El Salvador. Francisco Guillermo Flores Pérez tritt sein Amt als Staats- und Regierungschef an.
- 2000 - In Hannover beginnt mit der Expo 2000 die erste Weltausstellung in Deutschland.
- 2001 - In Nepal werden König Gyanendra und fast dessen ganze Familie durch den Sohn Gyanendras getötet, der sich anschließend selbst tötet.
- 2004 - Im Irak nominiert der Übergangsrat den künftigen Staatspräsidenten Ghazi al Jawar. Der designierte Ministerpräsident Ijad Allawi stellt die 26 Mitglieder seines Kabinetts vor, dem die USA am 30. Juni die Macht übergeben werden.
- 2004 - Elías Antonio Saca González wird Staatspräsident von El Salvador
- 2005 - die Wähler der Niederlande lehnen in einem Referendum den EU-Verfassungsentwurf (wie bereits Frankreich am 29.Mai) mehrheitlich ab.
Wirtschaft
- 2003 - Der Wechselkurs des Taka, Landeswährung in Bangladesch, zum USD wird freigegeben.
Wissenschaft, Technik
- 1906 - Schweiz. Der fast 20 km lange Simplontunnel wird eingeweiht.
- 1927 - Der Hindenburgdamm, der die Insel Sylt mit dem Festland verbindet, wird eröffnet.
- 2000 - Franck Goddio, Frankreich, entdeckt im Mittelmeer vor der Küste Ägyptens die Reste der versunkenen Stadt Heraleion.
Kultur
- 1967 - Das Beatles-Album Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band erscheint.
- 2000 - In Hannover beginnt mit der Expo 2000 die erste Weltausstellung in Deutschland.
Religion
Katastrophen
- 1988 - Bei einem Grubenunglück in Stolzenbach, Nordhessen sterben 51 Bergleute, sechs können nach vier Tagen gerettet werden.
- 1991 - Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf den Philippinen fordert etwa 1.000 Todesopfer; 400.000 Menschen werden obdachlos.
- 1999 - Flug 1420 der American Airlines verunglückt auf dem internationalen Flughafen von Little Rock National Airport nach einem verspäteten Flug aufgrund zwei verheerender Gewitter, welche über Arkansas hinwegzogen. 12 von 143 Menschen starben, da aufgrund des Stresses der Piloten aus Nichteinkalkulierung die Bremshlifen an den Flügeln nicht ausgefahren wurden und die McDonnell Douglas MD-82 daher über die Landebahn hinaussschoß und gegen einen Leitplanken prallte. Da sich ein Teil dessen direkt ins Cockpit bohrte, starb der Pilot sofort.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1265 - Dante Alighieri, italienischer Dichter
- 1503 - Wilhelm von Grumbach, Ritter und Abenteurer
- 1649 - Johann Wilhelm Petersen, deutscher Theologe
- 1653 - Georg Muffat, französischer Musiker und Komponist
- 1725 - Johann Philipp Lorenz Withof, Professor für Geschichte, Beredsamkeit und Moral
- 1744 - Christian Gotthilf Salzmann, deutscher Pastor und Pädagoge
- 1765 - Christiane von Goethe, Ehefrau von Johann Wolfgang von Goethe
- 1766 - Anton Hasenhut, österreichischer Schauspieler und Komiker
- 1780 - Carl Philipp Gottfried von Clausewitz, deutscher Militärtheoretiker und General
- 1783 - Emil Ernst Gottfried von Herder, königlicher bayerischer Fort- und Regierungsrat
- 1790 - Ferdinand Raimund, österreichischer Schriftsteller
- 1796 - Nicolas Léonard Sadi Carnot, französischer Physiker
- 1801 - Brigham Young, Gründer von Utah und der Stadt Salt Lake City
- 1804 - Michail Iwanowitsch Glinka, russischer Komponist
- 1813 - Karl Andresen, deutscher Germanist
- 1815 - Otto I., König von Griechenland
- 1826 - Carl Bechstein, Deutscher Klavierbauer
- 1831 - John Bell Hood, US-amerikanischer General im Bürgerkrieg
- 1856 - Ernst Lecher, österreichischer Physiker
- 1865 - Alfred Götze, deutscher Prähistoriker
- 1866 - Charles B. Davenport, Genetiker
- 1875 - Carl Severing, deutscher Politiker und Minister
- 1889 - Sigrid Onegin, deutscher Opern- und Konzertsängerin
- 1892 - Hironori Otsuka, Begründer der Karate-Stilrichtung Wado-Ryu
- 1895 - Tadeusz Komorowski, Oberbefehlshaber der Polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa)
- 1898 - Molly Picon, US-amerikanische Schauspielerin
- 1901 - Joop ter Beek, niederländischer Fußballspieler
- 1902 - Leopold Lindtberg, österreichischer Regisseur
- 1902 - Siegfried Balke, deutscher Chemiker, Manager, Politiker und Bundesminister
- 1907 - Frank Whittle, englischer Pilot, Erfinder und Geschäftsmann
- 1908 - Peter de Mendelssohn, deutsch-britischer Schriftsteller, Historiker und Essayist
- 1912 - Herbert Tichy, Schriftsteller, Geologe, Journalist und Bergsteiger
- 1913 - Patrick Dalzel-Job, britischer Marineoffizier
- 1915 - Johnny Bond, US-amerikanischer Sänger
- 1916 - Jean Jérôme Hamer, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1917 - Otto Esser, deutscher Arbeitgeberpräsident
- 1921 - Nelson Riddle, US-amerikanischer Komponist und Bigband-Leader
- 1922 - Ruth Rehmann, deutsche Schriftstellerin
- 1924 - Rudi Piffl, deutscher Tischtennisspieler
- 1926 - Andy Griffith, US-amerikanischer Schauspieler
- 1926 - Marilyn Monroe, US-amerikanischer Filmstar
- 1927 - Willem Scholten, niederländischer Politiker
- 1928 - Georgi Dobrowolski, sowjetischer Kosmonaut
- 1929 - Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR
- 1930 - Hans-Heinz Emons, Rektor der Bergakademie Freiberg, Minister für Bildung und Jugend der DDR
- 1934 - Pat Boone, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1935 - Norman Foster, britischer Architekt und Designer
- 1935 - Percy Adlon, deutscher Film- und Fernsehregisseur, Autor und Produzent
- 1936 - Hans Kneifel, mit bürgerlichem Namen Hanns Kneifel, deutscher Schriftsteller
- 1936 - Peter Sodann, deutscher Schauspieler, Regisseur und Intendant
- 1937 - Colleen McCullough, australische Schriftstellerin
- 1937 - Morgan Freeman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1939 - Jackie Stewart, britischer Formel 1-Weltmeister
- 1940 - Barbara Lass, polnische Schauspielerin
- 1940 - Rene Auberjonois, US-amerikanischer Schauspieler
- 1944 - Robert Powell, britischer Schauspieler
- 1945 - Linda Scott, US-amerikanische Sängerin
- 1946 - Werner Müller, deutscher Manager und ehemaliger Bundeswirtschaftsminister (1998-2002)
- 1947 - Konstantin Wecker, deutscher Musiker, Liedermacher, Komponist und Autor
- 1947 - Ron Wood, britischer Rockmusiker, Gitarrist der Rolling Stones
- 1948 - Rolf Hempelmann, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Annemarie Jorritsma, niederländische Politikerin
- 1950 - Graham Russell, australischer Sänger und Songschreiber
- 1950 - Roger van Gool, Belgischer Fußballspieler
- 1953 - Caspar Memering, deutscher Fußballspieler
- 1953 - Dorota Stalinska, polnische Schauspielerin
- 1955 - Lorraine Moller, neuseeländische Leichtathletin und Olympionikin
- 1956 - Peter Tomka, Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag
- 1959 - Alan Wilder, britischer Musiker, Songschreiber und Sänger (Depeche Mode)
- 1959 - Martin Brundle, britischer Rennfahrer
- 1960 - Lutz Stratmann, Deutscher Politiker
- 1961 - Paul Coffey, kanadischer Eishockeyspieler in der NHL
- 1965 - Nigel Short, englischer Schach-Großmeister
- 1965 - Olga Nasarowa, weißrussische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1968 - Jason Donovan, australischer Schauspieler und Sänger
- 1973 - Anna Thalbach, deutsche Schauspielerin
- 1973 - Heidi Klum, Deutsches Mannequin und Fotomodell
- 1974 - Alanis Morissette, kanadische Sängerin und Musikerin
- 1975 - Karnam Malleswari, indische Gewichtheberin
- 1978 - Hasna Benhassi, marokkanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1982 - Justine Henin-Hardenne, belgische Tennisspielerin
- 1985 - Tirunesh Dibaba, äthiopische Leichtathletin und Olympionikin
Gestorben
- 1035 - Simeon von Trier, Pilgerführer in Jerusalem und Palästina
- 1434 - Wladyslaw II. Jagiello, Großfürst von Litauen, König von Polen
- 1564 - Loy Hering, Eichstätter Bildhauer der Renaissance
- 1616 - Tokugawa Ieyasu, japanischer Feldherr, Shōgun und einer der "drei Reichseiniger"
- 1625 - Honore d'Urfé, französischer Schriftsteller
- 1639 - Melchior Franck, deutscher Komponist
- 1726 - Charlotte Christine Magdalene Johanna von Hanau-Lichtenberg,
- 1740 - Samuel Werenfels, reformierter Theologe
- 1815 - Louis-Alexandre Berthier, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1820 - August Ferdinand Bernhardi, deutscher Sprachforscher und Schriftsteller
- 1823 - Louis-Nicolas Davout, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1826 - Johann Friedrich Oberlin, Pfarrer und Sozialpionier
- 1841 - David Wilkie, britischer Maler
- 1846 - Gregor XVI., Papst
- 1868 - James Buchanan, 15. Präsident der USA
- 1882 - Johannes Zeltner, Ehrenbürger in Wittenberg
- 1888 - Anton Sommer, thüringer Dialektdichter
- 1899 - Klaus Groth, plattdeutscher Dichter und Schriftsteller
- 1904 - George Frederic Watts, britischer Maler
- 1916 - Anna Schramm, deutsche Soubrette und Schauspielerin
- 1918 - Richard Faltin, finnischer Komponist, Musikprofessor
- 1923 - | | |