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August Kestner

August Kestner

Georg Christian August Kestner (
- 28. November 1777 in Hannover, † 5. März 1853 in Rom) war ein deutscher Diplomat und Kunstsammler.

Leben

August Kestner ist der Sohn des Beamten Johann Christian Kestner und dessen Ehefrau Charlotte Buff. In seine Mutter war Johann Wolfgang von Goethe unglücklich verliebt und daraus entstand später Die Leiden des jungen Werthers. Kestner studierte in den Jahren 1796 bis 1799 an der Universität Göttingen Jura. Sofort nach Ende seines Studiums wurde er als Vernehmungsrichter an das Hofgericht Hannover berufen. 1803 wurde Kestner zum Geheimen Kanzleisekretär im Staatsdienst ernannt. Als solcher machte er in den Jahren 1818 bis 1849 Karriere, u.a. als Geschäftsträger und Ministerresident in Rom und Neapel. Das "Instituto di Corrispondenza Archeologica", das spätere Deutsche Archäologische Institut, wurde 1829 von ihm mitbegründet. 1838 wurde er als Generalsekretär mit der Leitung des Instituts beauftragt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst lebte Kestner bis zu seinem Tod am 5. März 1853 weiter in Rom. Das Kestner-Museum in Hannover trägt seinen Namen.

Werke


- Römische Studien. - Berlin : Decker, 1850
- Sulla : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen. - Hannover : Zahn, 1855
- Über die Nachahmung in der Malerei. - Frankfurt a.M. : s.n., 1818
- Wem gehört die Kunst. - s.l. : s.n., 1830

Literatur


- Marie Jorns: August Kestner und seine Zeit. 1777-1853. Das glückliche Leben des Diplomaten, Kunstsammlers und Mäzens in Hannover und Rom. Aus Briefen und Tagebüchern zusammengestellt. Hannover: Madsack 1964.
- 100 Jahre Kestner-Museum Hannover. 1889-1989. Hrsg. von Ulrich Gehrig. Hannover: Kestner-Museum 1989. ISBN 3-924029-14-8
- Auf den Spuren von August Kestner. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 6. März bis 20. Juli 2003, Kestner-Museum Hannover. Hannover: Kestner-Museum 2003. (Museum Kestnerianum. 5) ISBN 3-924029-33-4

Weblinks


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28. November

Der 28. November ist der 332. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 333. in Schaltjahren) - somit bleiben 33 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1806 - Der russische Zar Alexander II. tritt in den Krieg gegen Napoleon mit ein.
- 1812 - Britische Truppen wehren in der Schlacht am Frenchman's Creek einen amerikanischen Invasionsversuch in Kanada ab.
- 1912 - Nach dem Ersten Balkan-Krieg erklärt Albanien seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich.
- 1943 - Konferenz von Teheran über die Neuordnung Europas nach der Beendigung des 2. Weltkrieges
- 1960 - Mauretanien, vormals Teil von Französisch-Westafrika. wird von Frankreich unabhängig.
- 1966 - Die Dominikanische Republik gibt sich eine Verfassung.
- 1967 - El Hadi Omar Bongo Ondimba wird Staatspräsident von Gabun.
- 1969 - Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags durch die sozialliberale Koalition unter Willy Brandt.
- 1993 - Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt tritt wegen der so genannten Gehälter-Affäre zurück.
- 1994 - In Norwegen wird bei einer Wahlbeteiligung von 79,2 % ein Beitritt zur EU mit nur 46,5 % Ja-Stimmen im zweiten Volksentscheid neuerlich abgelehnt.
- 1996 - Mit der Strafrechtsreform in Österreich ist u. A. Ehebruch nicht mehr strafbar.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik


- 1983 - Als erster Deutscher Bundesbürger startet Ulf Merbold mit der US-Raumfähre "Columbia" in den Weltraum. Mit an Bord ist das europäische Weltraumlabor Spacelab.

Kultur


- 1905 - Uraufführung der Operette Der Rebell von Leo Fall am Theater an der Wien in Wien.
- 1925 - In Nashville (Tennessee) strahlt die Radiostation WSM zum ersten Mal die Barn Dance Show aus - die später als Grand Ole Opry bekanntgewordene Country-Sendung ist heute die älteste noch existierende amerikanische Radio-Musiksendung.
- 1983 - Uraufführung der Oper Der heilige Franziskus von Assisi von Oliver Messiaen an der Grand Opéra Paris.

Religion

Katastrophen


- 1979 - Mount Erebus, Antarktis: Eine neuseeländische McDonnell Douglas DC-10 prallt gegen den Mount Erebus. Alle 257 Menschen an Bord sterben.
- 1987 - Mauritius: Eine Boeing 747 der South African Airways, auf dem regulären Flug von Taiwan nach Südafrika, versucht nach einem Feuerausbruch im Frachtraum, eine Notlandung auf Mauritius. Dies missglückt und die Maschine stürzt ins Meer. Alle 160 Menschen an Bord sterben.
- 2004 - Beim schwersten Grubenunglück in der Volksrepublik China seit Jahren werden in der Chenjiashan-Grube nahe Tongchuan in der Provinz Shaanxi 166 Bergleute ohne Hoffnung auf Rettung eingeschlossen. Angehörige reagieren mit heftiger Kritik, da jahrelang auf die Gefahren hingewiesen worden ist.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Stephen Maguire gewinnt das Finale der Snooker UK Championship in York gegen David Gray mit 10:1.

Geboren

David Gray
- 1532 - Bartholomäus Ringwaldt, deutscher Dichter und lutherischer Theologe
- 1632 - Jean-Baptiste Lully, italienischer Komponist französischer Abstammung
- 1634 - Marie Luise von Degenfeld, Raugräfin zu Pfalz
- 1757 - William Blake, englischer Dichter
- 1777 - August Kestner, deutscher Diplomat und Kunstmäzen
- 1784 - Ferdinand Ries, Klavierspieler und Komponist
- 1793 - Carl Jonas Love Almqvist, schwedischer Dichter
- 1810 - William Froude, englischer Schiffbauingenieur
- 1811 - Maximilian II., König von Bayern
- 1812 - Ludvig Mathias Lindeman, norwegischer Komponist
- 1820 - Friedrich Engels, deutscher Politiker
- 1829 - Anton Rubinstein, russischer Musiker
- 1851 - Albert Grey, 4. Earl Grey, britischer Politiker und Staatsmann
- 1855 - Iwan Wladimirowitsch Mitschurin, russischer Botaniker
- 1856 - Belisario Porras Barahona, mehrfacher Staatspräsident Panamas
- 1857 - Alfons XII., spanischer König
- 1861 - Verena Conzett-Knecht, schweizerische Gewerkschafterin und Frauenrechtlerin
- 1874 - Hans Sachs, Reichstagsabgeordneter
- 1880 - Alexander Blok, russischer Lyriker
- 1881 - Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller
- 1884 - Anton Lens, niederländischer Fußballspieler
- 1887 - Ernst Röhm, nationalsozialistischer Politiker
- 1895 - José Iturbi, spanischer Musiker
- 1907 - Alberto Moravia, italienischer Schriftsteller
- 1908 - Erich von Holst, deutscher Verhaltensphysiologe
- 1908 - Claude Lévi-Strauss, französischer Ethnologe
- 1910 - Karl-Heinz Hoffmann, SED-Funktionär und Verteidigungsminister der DDR
- 1912 - Heinz Galinski, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 1922 - Pinchas Lapide, jüdischer Theologe und Religionswissenschaftler
- 1923 - Gloria Grahame, US-amerikanische Schauspielerin
- 1925 - József Bozsik, ungarischer Fußballspieler und -trainer
- 1929 - Berry Gordy junior, US-amerikanischer Songschreiber (Gründer von Motown)
- 1931 - Tomi Ungerer, französischer Zeichner
- 1934 - Gato Barbieri, Jazzmusiker (Tenorsaxophon) und Filmkomponist
- 1939 - Gary Troxel, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1940 - Bruce Channel, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1940 - Clem Curtis, trinidadischer Musiker
- 1941 - Laura Antonelli, italienische Schauspielerin
- 1942 - Manolo Blahnik, spanischer Schuh-Designer
- 1943 - Randy Newman, US-amerikanischer Musiker und Liedtexter
- 1944 - Rita Mae Brown, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1944 - R. B. Greaves, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1945 - Georg Volkert, deutscher Fußballspieler
- 1946 - Laura Antonelli, italienische Schauspielerin
- 1946 - Joe Dante, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1948 - Beeb Birtles, australischer Musiker und Songschreiber
- 1948 - Agnieszka Holland, polnische Regisseurin
- 1949 - Alexander Boris Godunow, in Riga; russischer Tänzer
- 1949 - Hugh McKenna, britischer Musiker
- 1949 - Victor Ostrovsky, israelisch-US-amerikanischer Geheimdienstagent und Schriftsteller
- 1949 - Ernest Kaltenegger, österreichischer Politiker
- 1950 - Ed Harris, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1950 - Russell Hulse, US-amerikanischer Physiker
- 1953 - Ewald Lienen, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1953 - Nadeschda Olisarenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1954 - Axel Heilhecker, deutscher Gitarrist, Komponist, Produzent und Sänger
- 1954 - David Jaymes, britischer Musiker
- 1955 - John Spinks, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1959 - Stephen Roche, irischer Radrennfahrer
- 1961 - Alfonso Cuarón, mexikanischer Regisseur und Produzent
- 1964 - Sherko Fatah, deutscher Schriftsteller
- 1964 - Armin Bittner, deutscher Skirennläufer
- 1969 - Sonia O'Sullivan, irische Leichtathletin und Olympionikin
- 1979 - Tobias Kromer, australischer Fußballspieler

Gestorben


- 741 - Papst Gregor III.
- 1456 - Johann Tiergart OT, Bischof von Kurland
- 1680 - Gian Lorenzo Bernini, italienischer Maler und Bildhauer
- 1779 - Wilhelm Sebastian von Belling, preußischer Husarengeneral
- 1794 - Cesare Beccaria, italienischer Rechtsphilosoph Cesare Beccaria
- 1794 - Friedrich Wilhelm von Steuben, deutsch-amerikanischer General
- 1859 - Washington Irving, US-amerikanischer Schriftsteller (Sleepy Hollow)
- 1865 - Johann Martin Lappenberg, deutscher Historiker
- 1889 - Richard von Volkmann, deutscher Chirurg und Schriftsteller ("Träumereien an französischen Kaminen")
- 1891 - Christen Berg, dänischer Politiker
- 1898 - Conrad Ferdinand Meyer, schweizerischer Dichter
- 1907 - Stanisław Wyspiański, polnischer Dramatiker
- 1912 - Otto Brahm, in Berlin; deutscher Theaterleiter (
- 5. Februar 1856)
- 1921 - Abdul Baha, in Haifa; persische Zentralgestalt des Bahai-Glaubens (
- 23. Mai 1844)
- 1925 - Alfred Pérot, französischer Physiker
- 1935 - Erich von Hornbostel. österreichischer Musikethnologe
- 1939 - James Naismith, kanadischer Arzt und Pädagoge, Erfinder der Sportart Basketball
- 1954 - Enrico Fermi, in Chicgo, Illinois; italienischer Atomphysiker, Nobelpreis für Physik 1938 (
- 29. September 1901)
- 1947 - Jacques-Philippe Leclerc, in Colomb-Bechar, Algerien; französischer General (
- 22. November 1902)
- 1950 - Horace Stevens, in Melbourne; australischer Bassbariton (
- 26. Oktober 1876)
- 1962 - Wilhelmina, in Het Loo, Apeldoorn; niederländische Königin, Großmutter von Königin Beatrix der Niederlande (
- 31. August 1880)
- 1964 - Gustaf Bengtsson, schwedischer Komponist
- 1966 - Vittorio Giannini, US-amerikanischer Komponist
- 1968 - Enid Blyton, in London; englische Jugendschriftstellerin (
- 11. August 1896)
- 1970 - Fritz von Unruh, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Charles Crodel, französischer Maler
- 1976 - Rosalind Russell, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Rolf Wanka, in München; österreichischer Schauspieler (
- 14. Januar 1901)
- 1985 - Calvin Jackson, in Encinitas, Kalifornien; US-amerikanischer Komponist und Pianist (
- 26. Mai 1919)
- 1985 - Fernand Braudel, französischer Historiker (
- 1902)
- 1987 - Wolfgang Liebeneiner, in Wien; deutscher Schauspieler und Regisseur (
- 6. Oktober 1905)
- 1990 - Władysław Rubin, ponischer Weihbischof von Gnesen und Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1917)
- 1991 - Horst Taubmann, in München; deutscher Tenor (
- 14. Dezember 1912)
- 1997 - Georges Marchal, in Maurens; französischer Schauspieler (
- 10. Januar 1920)
- 2004 - István Bubik, ungarischer Schauspieler
- 2004 - Otto Esser, deutscher Arbeitgeberpräsident

Feiertage und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Albanien (Unabhängigkeitstag 1912 und Tag der Befreiung 1944)
- Nationalfeiertag in Mauretanien

Siehe auch


- 27. November - 29. November
- 28. Oktober - 28. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1128 ja:11月28日 ko:11월 28일 simple:November 28 th:28 พฤศจิกายน

Hannover

Hannover [] ist die Hauptstadt des 1946 neu gebildeten Landes Niedersachsen. Mit rund 515.800 Einwohnern ist Hannover zugleich die größte Stadt des Landes sowie eines seiner Oberzentren. Hannover ist außerdem Sitz der Region Hannover - einer Gebietskörperschaft besonderen Rechts. Des Weiteren ist Hannover der Standort mehrerer Hochschulen sowie ein wichtiges Industrie-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Mit der CeBIT und der Hannover-Messe finden jährlich weltweit beachtete Messen statt. Im November jeden ungeraden Jahres findet mit der Agritechnica die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landtechnik statt. Im Jahr 2000 war Hannover Gastgeber der Weltausstellung (Expo 2000). Mit dem Schützenfest Hannover findet jährlich das größte Schützenfest der Welt statt. Die Stadt Hannover ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Die englische Schreibweise Hannovers ist Hanover, die französische Hanovre. Das deutschsprachige Eigenschaftswort zu Hannover heißt hannoversch oder hannöversch, nicht jedoch (wie häufig zu hören) hannoveraner. Als Hannoveraner werden die Einwohner Hannovers, aber auch eine Pferderasse, die Hannoveraner bezeichnet. Weltweit gibt es ca. 117 Orte, Buchten, Inseln, Dörfer und Städte mit diesem Namen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise.

Geografie

Hannoveraner Hannover liegt im Tal der Leine, an dessen schmalster Stelle am Übergang zwischen niedersächsischem Berg- und Hügelland und norddeutschem Flachland. Im Stadtgebiet mündet die Ihme in die Leine. Im Westen der Stadt grenzen die Ausläufer des Weserberglandes, im Norden die Ausläufer der Lüneburger Heide an das Stadtgebiet. Die nächstgelegenen Großstädte sind Bremen, etwa 120 km nordwestlich, Hamburg, etwa 132 km nördlich, Dortmund, etwa 181 km südwestlich, Berlin, etwa 250 km östlich und Kassel, etwa 160 km südlich von Hannover. Großstädte in unmittelbarer Nachbarschaft sind Hildesheim, etwa 25 km südlich und Braunschweig, etwa 50 km östlich. Die höchste natürliche Erhebung des Stadtgebiets ist der am äußersten Südostrand der Stadt gelegene Kronsberg mit 118,2 m. Einzige bedeutende Erhebung im echten Stadtgebiet ist der Lindener Berg, auf dem die Sternwarte der Stadt und diverse Freizeiteinrichtungen untergebracht sind. Hannovers Entfernung bis zur Nordsee beträgt 160 km, zur Ostsee 200 km und zum Harz 70 km.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover: Langenhagen, Isernhagen, Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze, Garbsen.

Stadtgliederung

Hannovers Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke und 51 Stadtteile unterteilt. Die Stadtbezirke sind: Mitte, Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Ricklingen, Linden-Limmer, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord. Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers

Klimadaten

Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Hannover 8,7 °C und es fallen 661 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden. [http://www.wetteronline.de/Niedersachsen/Hannover.htm Link zu weiteren Wetterdaten für Hannover]

Geschichte

Hannover entstand aus einem am Leineufer gelegenen mittelalterlichen Dorf. Die Abstammung des Stadtnamens ist bis heute umstritten. Der erste hannoversche Chronist Johann Ulrich Grupen und der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz sahen den Namen Hannover als Ableitung von dem "hohen Ufer" an der Leine. Heute hält die Mehrheit der Historiker diese Interpretation für falsch. Sie geht davon aus, dass der Name aus dem Altsächsischen stammt und für "Schilfufer" steht. Begründet wird diese Interpretation damit, dass Hannover an einer Furt, also einer besonders flachen Stelle der Leine entstand. Ein hohes Ufer hätte diesen Verkehrsknotenpunkt kaum ermöglicht, zudem beweisen aktuelle Ausgrabungen, dass die Uferhöhe damals mindestens 3 Meter tiefer war als heute und damit kaum von einem hohen Ufer gesprochen werden kann. Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es bereits um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus: Marktflecken) wird erstmals um 1150 im Hildesheimer "Miracula Sancti Bernwardi" erwähnt. 1241 erhält Hannover das Stadtprivileg und im 14. Jahrhundert erlebte Hannover wirtschaftlich eine erste Blütezeit. Während des Dreißigjährigen Krieges macht Herzog Georg von Calenberg 1636 die gut befestigte Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild. Hierzu zählen unter anderem das Stadtschloss, die Sommerresidenz Herrenhausen und die Oper. Mit der Besteigung des englischen Throns als Georg I. durch den Kurfürsten Georg Ludwig im Jahr 1714 wurde das vom Adel geprägte gesellschaftliche Leben der Stadt allmählich von einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft abgelöst. In jenen Zeiten war Hannover eine englische Kolonie, die von der englischen Königin regiert wurde. Noch heute kann man die vergoldete Kutsche der Queen im Historischem Museum bewundern. Verwaltungsmäßig war Hannover eine autonome Stadt innerhalb des Landes Hannover. 1823 wurde sie Sitz der "Landdrostei Hannover", einem Verwaltungsbezirk, aus dem später der Regierungsbezirk Hannover hervorging. 1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes Hannover und des Amtes Coldingen gegründet wurde. 1859 wurde das Amt Langenhagen eingegliedert. 1859 Mit der von Preußen erzwungenen Kapitulation des Königreichs Hannover 1866 – zwei Tage nach der Schlacht von Langensalza, aus der Hannover zunächst als Sieger hervorgegangen war – wurde die Stadt zur Hauptstadt einer gleichnamigen preußischen Provinz. Um 1873 überstieg die Einwohnerzahl die Grenze von 100'000. 1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstanden Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover entstandenen Regierungsbezirks Hannover. In den 1920er Jahren wurde der Landkreis Hannover um den Landkreis Linden vergrößert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt Hannovers stark zerstört, so blieb die Aegidienkirche als Ruine und Mahnmal stehen. Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau der Stadt. Hillebrecht setzte ein heute wie damals umstrittenes Modell von breiten Individualverkehrstangenten um die Innenstadt durch. Der Autoverkehr kann seitdem fließen, aber der Bau dieser Straßen führte zu einer zweiten Zerstörungswelle und noch heute wirken sie wie Wunden im Stadtkörper. Ganze Stadtteile sind seitdem von der Innenstadt abgeschnitten (Calenberger Neustadt, List). In der Nachkriegszeit wurde Hannover als "Vorreiter" der modernen Kunst und Architektur berühmt (populäres Beispiel sind die 'Nanas' von Niki de Saint Phalle). Im Zuge der Kreisreform in Niedersachsen wurde der Landkreis Hannover zum 1. März 1974 um das Gebiet der Landkreise Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe vergrößert. Zum 1. November 2001 wurde der Landkreis Hannover schließlich mit der kreisfreien Stadt Hannover zur Region Hannover vereinigt. Formal ist Hannover somit keine kreisfreie Stadt mehr, ist aber nach dem Gesetz über die Region Hannover den kreisfreien Städten gleichgestellt, sofern in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Hannover zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde. Bild:Hannover_1689.jpg|Hannover um 1689 (Stadtmodell im Neuen Rathaus) Bild:Hannover_1939.jpg|Hannover 1939 (Stadtmodell im Neuen Rathaus) Bild:Hannover_1945.jpg|Hannover 1945 (Stadtmodell im Neuen Rathaus) Bild:Hannover 2004.jpg|Hannover heute (Stadtmodell im Neuen Rathaus)

Eingemeindungen

Folgende Städte, Ortschaften und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden in die Stadt Hannover eingemeindet:
- 1747: Aegidien Neustadt
- 1824: Calenberger Neustadt
- 1847: Ernst-August-Stadt (Bezirk Vorort)
- 1859: Vorstadt Hannover mit den Ortschaften Königsworth, Schloßwende, Nordfeld, Vorort, Fernrode, Büteworth, Kirchwende, Bult, Heidorn, Tiefenriede, Emmerberg, Kleefeld
- 1869: Vorstadt Ohe-Glocksee
- 1882: Königsworther Platz, Welfenschloß und Welfengarten
- 1891: Gemeinden Herrenhausen, Hainholz, Vahrenwald und List
- 1907: Gemeinden Stöcken, Gutsbezirk Mecklenheide, Bothfeld, Klein-Buchholz, Groß-Buchholz, Kirchrode, Döhren und Wülfel
- 1909 n. Linden: Gemeinden Badenstedt, Bornum, Davenstedt, Limmer und Ricklingen
- 1913 n. Linden: Wassergewinnungsgebiet Ricklingen
- 1920: Stadtkreis Linden mit Alt- und Neulinden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Ricklingen
- 1928: Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, Gutsbezirk Leinhausen und Marienwerder
- 1937: Teile von Bemerode und Laatzen
- 1970: Teile von Empelde
- 1974: Stadt Misburg sowie die Gemeinden Anderten, Bemerode, Wülferode, Wettbergen, Ahlem, Vinnhorst, Isernhagen-Süd, Teile von Godshorn, Langenhagen, Laatzen und Rethen

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1190 bis zur Gegenwart sowie aktuelle Informationen zur Einwohnerstatistik der Stadt Hannover sind in dem Artikel Einwohnerentwicklung von Hannover zusammengestellt.

Religion

Die Stadt Hannover gehörte anfangs zum Gebiet des Bistums Minden beziehungsweise zum Archidiakonat Pattensen. In der Altstadt Hannovers wurde 1533/34 und in der Neustadt 1544 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. Danach war Hannover über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Katholiken und Reformierte Gemeindeglieder konnten bis 1800 in der Altstadt Hannovers kein Bürgerrecht erwerben. Dennoch gab es ab 1665 wieder eine katholische Gemeinde. 1697 entstand auch eine französisch-reformierte und 1702 eine deutsch-reformierte Gemeinde, die sich 1819 vereinigten. 1692 entstand das Kurfürstentum Hannover und mit ihm die heutige Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, deren Kirchenverwaltung in Hannover eingerichtet wurde. Ab 1815 wurde Hannover zum Königreich erhoben und das Kirchengebiet gliederte sich fortan in fünf relativ selbständige Konsistorialbezirke, darunter Hannover. 1866 wurde Hannover Sitz des Landeskonsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Konsistorialbezirke waren seinerzeit in Superintendenturen eingeteilt. In der Stadt Hannover gab es zunächst vier Superintendenturen, die jedoch später zum Stadtkirchenverband Hannover vereinigt wurden. Heute gehören alle evangelischen Kirchengemeinden Hannovers, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, zum Stadtkirchenverband Hannover innerhalb des gleichnamigen Sprengels der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hannover Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD). Die 1819 durch Vereinigung der 1697 beziehungsweise 1702 entstandenen französisch- beziehungsweise deutsch-reformierten Gemeinde entstandene reformierte Gemeinde Hannovers unterstand spätestens ab 1882 dem Konsistorium in Aurich, das seinerzeit oberste Kirchenbehörde aller reformierten Gemeinden innerhalb der Provinz Hannover wurde. Aus dieser Verwaltungsbehörde entstand später die heutige Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland, zu der alle (landeskirchlichen) reformierten Gemeinden Hannovers gehören. Sie sind Teil des Synodalverbands X. Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland Die ab 1665 entstandene katholische Gemeinde gehörte zum Bistum Hildesheim, das 1824 neu festgelegt wurde und zunächst zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), ab 1930 zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Später entstanden weitere katholische Pfarrgemeinden, die heute alle zur Region Hannover des Bistums Hildesheim gehören. Die (kirchliche) Region Hannover ist in 6 Dekanate untergliedert und umfasst in etwa das Gebiet der politischen Region Hannover. Katholische Hauptkirche Hannovers und Sitz des Regionaldechants ist die Basilika St. Clemens. Neben römisch-katholischen Gemeinden gibt es in Hannover auch eine russisch Orthodoxe Kirche und eine serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde. Auch verschiedene Freikirchen sind in Hannover vertreten. So ist Hannover Sitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), die mehrere Gemeinden in Hannover hat. An weiteren Freikirchen sind vertreten: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Evangelisch-methodistische Kirche, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Jesus Freaks, die Christus-Gemeinde Wettbergen und die Ichthys Freie Jesus-Gemeinde e.V.. Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, Die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Christliche Wissenschaft vertreten. Heute (2003) gehört etwa die Hälfte der Hannoveraner einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Im Mai 2005 war Hannover wie schon 1949, 1967 und 1983 Gastgeberstadt des 30. Evangelischen Kirchentags. Im Stadtteil Mühlenberg existiert seit den 1970er Jahren ein ökumenisches Kirchenzentrum, das die Stadtteilgemeinden beider Konfessionen unter einem Dach vereint.

Sonstiges

Hannover hat aus dem musikalischen Bereich berühmte Vertreter wie die Scorpions, Fury In The Slaughterhouse oder Heinz Rudolf Kunze hervorgebracht. Sie haben ihre Karriere in Hannover begonnen und leben z.T. hier oder in der näheren Umgebung. Mit Mousse T. ist auch die House- und Discjockey-Szene vertreten.

Politik

In Hannover ist schon seit 1241 ein Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus 12 Mitglieder bestehenden so genannten "sitzenden Rat" mit dem "regierenden Bürgermeister". Die Mitglieder des Rats wechselten jährlich am 6. Januar. Die ausgeschiedenen Ratsherren (der "alte Rat") gehörten dann zu den Geschworenen. Später änderte sich die Zusammensetzung des Rates. Ab 1699 gehörten ihm zwei Bürgermeister, ein Syndikus, ein Sekretär, zwei Kämmerer und sechs Senatoren an. Ab 1825 gab es in Hannover ein Magistratskollegium, das de facto bis 1935 Bestand hatte. Während dieser Zeit trug das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel "Stadtdirektor". Erst 1925 gab es einen Oberbürgermeister. Die Calenberger Neustadt hatte eine eigene Verwaltung mit einem Vogt, später einem Gerichtsschulzen an der Spitze. Da sie erst 1710 zur Stadt erhoben wurde erhielt sie auch erst 1714 ein Ratskollegium, das bis zur Eingemeindung 1824 amtierte. Die ehemalige Stadt Linden hatte seit 1885 eine städtische Verfassung. 1885 Während der Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt Hannovers von der NSDAP eingesetzt. Auch in Hannover gab es Kriegsendphasenverbrechen. Am 6. April 1945 trieben SS-Leute drei Kolonnen ausländische Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, auf den Seelhorster Friedhof und brachten 154 Menschen um. [http://www.kueste.vvn-bda.de/blutwiese.html] 1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Hannover die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Dieser trägt den Titel "Bürgermeister".
Der bereits seit 1972 amtierende Oberbürgermeister Hannovers, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, wurde 1996 erstmals direkt gewählt und zuletzt 2001 für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren wiedergewählt. Er ist inzwischen der dienstälteste Oberbürgermeister einer Stadt in Deutschland. Zuständig für die Überwachung der vom Rat beschlossenen Gesetze und Verordnungen sind von 1303 bis 1699 die so genannten Bruchmeister. Sie haben niedere Gerichtsbarkeit. Ab 1710 übernehmen sie die Überwachung der städtischen Verteidigungsübungen und des städtischen Schießens, aus dessen Freischießen das heute größte Schützenfest der Welt hervorgeht. Sie tragen die Standarten der vier ursprünglichen Stadtteile Hannover und sind heute Repräsentanten der Stadt. Stadtdirektoren, Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister Hannovers seit 1818
- 1818 - 1820: Dr. Christian Philipp Iffland, dirig. Bürgermeister der Altstadt
- 1818 - 1824: Johann Friedrich Kaufmann, Bürgermeister der Neustadt und ab 1820 Gerichtsschulze der Alt- und Neustadt
- 1818 - 1820: Ludwig Christian Zwicker, Bürgermeister
- 1822 - 1824: Georg Ernst Friedrich Hoppenstedt, Stadtdirektor
- 1824 - 1843: Rudolf Wilhelm Rumann, Stadtdirektor
- 1843 - 1853: Carl Friedrich Wilhelm Evers, Stadtdirektor
- 1854 - 1882: Johann Carl Hermann Rasch, Stadtdirektor
- 1883 - 1891: Ferdinand John Georg Haltenhoff, Stadtdirektor
- 1891 - 1918: Heinrich Tramm, Stadtdirektor
- 1918 - 1924: Robert Leinert, Oberbürgermeister
- 1925: Gustav Fink, Bürgermeister
- 1925 - 1937: Dr. Arthur Menge, Oberbürgermeister
- 1937: Heinrich Müller, Bürgermeister
- 1938 - 1942: Dr. Henricus Haltenhoff, Oberbürgermeister
- 1942 - 1944: Ludwig Hoffmeister, Staatskommissar
- 1943 - 1945: Egon Bönner, Bürgermeister und Staatskommissar
- 1945 - 1946: Gustav Bratke, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1946: Franz Henkel, Oberbürgermeister
- 1946 - 1956: Wilhelm Weber, Oberbürgermeister
- 1956 - 1972: August Holweg, Oberbürgermeister
- 1972 - heute: Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister Oberstadtdirektoren Hannovers 1946-1996
- 1946 - 1949: Gustav Bratke
- 1949 - 1963: Karl Wiechert
- 1963 - 1974: Martin Neuffer
- 1974 - 1979: Rudolf Koldewey
- 1979 - 1990: Dr. Hinrich Lehmann-Grube
- 1990 - 1996: Jobst Fiedler

Wappen

Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund; in dem offenen Tor unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einem grünen Kleeblatt; Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe. Das Wappen ist bereits ab 1266 als Siegel nachweisbar, mit Kleeblatt (vorher Münzzeichen) allerdings erst ab 1534, wobei der Löwe das Symbol der Welfen beziehungsweise der Herrschaft Braunschweig ist, zu dessen Herrschaftsgebiet die Stadt gehörte. Seit 1929 hat das Stadtwappen seine heutige Form. Die alten Stadtfarben rot, gelb und grün wurden 1897 durch rot-weiß ersetzt.

Städtepartnerschaften

Hannover unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bristol, Vereinigtes Königreich, seit 1947
- Perpignan, Frankreich, seit 1960
- Rouen, Frankreich, seit 1966
- Blantyre, Malawi, seit 1968
- Poznan, Polen, seit 1979
- Hiroshima, Japan, seit 1983
- Leipzig, Sachsen, seit 1987 Zwischen 1971 und 1976 bestand auch eine Städtepartnerschaft mit Utrecht, Niederlande.

Wirtschaft und Infrastruktur

Hannover ist eine bedeutende Messestadt. Jedes Frühjahr ist Hannover der Schauplatz der weltgrößten Computermesse CeBIT und der Industriemesse Hannover Messe. Im Jahr 2000 fand in Hannover die Weltausstellung Expo 2000 statt. Daneben veranstaltet die Deutsche Messe AG zahlreiche weitere bekannte Messen.

Verkehr

Deutsche Messe AG Hannover gehört zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten Deutschlands. Die Stadt wird von Eisenbahnen und Bundesautobahnen aus allen Himmelsrichtungen erreicht. Im Nordosten der Stadt kreuzen sich die Bundesautobahnen A 2 Dortmund-Berlin und A 7 Hamburg-Frankfurt am Main. Darüber hinaus verlaufen die A 37, A 352, B 3, B 6, B 65, B 217, B 441, B 443 und B 522 durch das hannoversche Stadtgebiet. Der urbane Stadtkern wird durch einen Ring aus A 2, Westschnellweg, Südschnellweg und Messeschnellweg umschlossen Der hannoversche Hauptbahnhof zählt zu den bedeutendsten Bahnknoten Deutschlands. Es existieren ICE-Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Bremen, Dortmund, Köln, Frankfurt und München. Während großer Messen halten einige ICE auch im am südlichen Stadtrand gelegenen Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Zum Eisenbahnknotenpunkt Hannover gehört ferner der Rangierbahnhof im benachbarten Seelze. Hannover verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit S-Bahn, Stadtbahn und Bus. Fünf S-Bahnlinien binden das Umland an Hannover an. Zusammen mit 12 Stadtbahnlinien der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und mit 55 Buslinien verschiedener Verkehrsunternehmen gewährleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt und des gesamten Umlands. Sie verkehren alle nach dem gleichen, gestaffelten Tarifmodell innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Hannover hat ferner fünf Binnenhäfen am Mittellandkanal beziehungsweise an direkt abzweigenden Stichkanälen und auch einen internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen.

Medien

Hannover ist Sitz des Landesfunkhauses Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks. Direkt nebenan liegt das Landesfunkhaus vom ZDF. Als Tageszeitung erscheint in Hannover die Hannoversche Allgemeine Zeitung, sowie die Neue Presse. Beide Zeitungen werden von der Madsack Gruppe heraus gegeben. In Hannover gibt es außerdem das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Flora und den freien TV-Sender h-eins (ehemals Offener Kanal). Große Hannoversche Radiosender sind "NDR 1 Niedersachsen", "Hit-Radio Antenne" und "Radio FFN". RTL und Sat.1 betreiben in Hannover jeweils ein Nordstudio. Der Fernsehsender "TV Travel Shop" sendet ebenfalls aus Hannover. Im Jahr 2006 wird der Fernsehsender RTL Shop seinen Sitz und damit auch die Studios von Köln nach Hannover verlegen.

Ansässige Unternehmen

Köln In Hannover haben verschiedene Industriebetriebe ihren Sitz. Unter anderem die Reifenfirma Continental AG, die VW Nutzfahrzeuge, der Fahrzeugsystemhersteller WABCO, der Nutzfahrzeughersteller Komatsu Hanomag, die Lebensmittelindustrie von Bahlsen, das Varta-Batteriewerk und der Schleifmittelhersteller VSM. Hannover ist zudem ein wichtiger Standort für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Unternehmen, die Ihren Sitz in Hannover haben, gehören eine Reihe von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen, zum Beispiel Norddeutsche Landesbank Girozentrale (NORD/LB), GE Money Bank (ehemals Allbank AG), AWD, LBS, FinanzIT, Hannover Rück, Hannoversche Leben. Hinzu kommt der bekannte Touristikkonzern TUI AG (ehemals Preussag AG). Weitgehend unbekannt ist die Firma MTU im Norden Hannovers in Langenhagen, eine weltweit führende Firma auf dem Gebiet der Antriebswartung für kommerzielle Flugzeugantriebe. Ein weiterer großer Arbeitgeber sind die Stadtwerke Hannover. Sie versorgen Hannover und die Umgebung mit Gas, Wasser, Wärme und elektrischer Energie. Weitere Energiedienstleistungsunternehmen sind E.ON Energie AG, EMPG, EMGMG, EMGMKG und BEB. Weiterhin bekannte Unternehmen sind der nicht mehr existente Fahrzeughersteller Hanomag, einer der ältesten deutschen Schokoladenhersteller Sprengel (1979 von Stollwerck aufgekauft, 2001 geschlossen) und die Schreibwarenhersteller Geha und Pelikan.

Öffentliche Einrichtungen

Hannover ist Sitz folgender Einrichtung und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej)
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
- Bundessortenamt
- Bundesgrenzschutzamt Hannover
- Bundesvermögensamt Hannover
- Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
- Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
- Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers
- Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland KdöR
- Handwerkskammer Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover sowie Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg (Weser) und Schaumburg in Niedersachsen
- Hauptzollamt Hannover
- IHK Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover und Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Nienburg, Northeim, Schaumburg und Osterode am Harz
- KKH - Kaufmännische Krankenkasse
- Kommunaler Schadensausgleich Hannover
- Kreiswehrersatzamt Hannover
- Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA)
- Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
- Norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft
- Norddeutscher Rundfunk (NDR) - Landesfunkhaus Niedersachsen Hannover
- Oberfinanzdirektion Hannover
- Prüfungsamt des Bundes Hannover
- Region Hannover
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
- Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)
- Zollfahndungsamt Hannover

Bildung und Forschung

Zollfahndungsamt Hannover besitzt folgende Universitäten, Fachhochschulen beziehungsweise Forschungseinrichtungen:
- Universität Hannover in der Nordstadt; die Universität geht zurück auf die 1831 eröffnete Höhere Gewerbeschule, aus der sich die Königlich-Technische Hochschule entwickelte, die 1899 zur Technischen Hochschule erhoben wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Hochschule für Gartenbau und Landeskultur und 1968 die Pädagogische Hochschule Hannover eingegliedert.
- Medizinische Hochschule Hannover (MHH); gegründet 1965
- Hochschule für Musik und Theater Hannover; Die Hochschule geht zurück auf die Landesmusikschule beziehungsweise die private Hannoversche Schauspielschule, welche beide 1978 zusammen den Status einer Künstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule erhielten.
- Tierärztliche Hochschule Hannover; die 1778 als Königliche Roß-Arzney-Schule eröffnete und 1887 zur Hochschule erhobene Einrichtung, ist die älteste Hochschule in Hannover.
- Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule entstand aus verschiedenen Institutionen, unter anderem Werkkunstschule, Ingenieurakademie, Staatliche Baugewerkschule Nienburg. 1978 kam der Fachbereich Informations- und Kommunikationswesen hinzu
- Evangelische Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers wurde 1905 als Christlich-Soziale Frauenschule gegründet. 1971 wurde diese mit der Wichernschule (Höhere Fachschule für Sozial- und Jugendarbeit) zur Fachhochschule zusammen geschlossen
- Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)
- German International School of Management Administration (GISMA)
- International Neuroscience Institute Hannover (INI); von Prof. Madjid Samii gegründete neurochirurgische Klinik und neurowissenschaftliches Forschungsinstitut
- Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
- Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie
- Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
- Landesbildungszentrum für Blinde (LBZB) Zudem gibt es folgende Bibliotheken:
- Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek
- Technische Informationsbibliothek / Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB)
- [http://www.stadtbibliothek-hannover.de]Stadtbibliothek Hannover

Freizeit und Sport


- Hannover ist eines der Zentren des Eishockeys in Deutschland. So spielen beim Messegelände in der TUI Arena die Hannover Scorpions, während die Hannover Indians im "Eisstadion am Pferdeturm" im Stadtteil Kleefeld ihr Domizil haben.
- Auch im Fußball gibt es zwei Lokalgrößen: Den Bundesligaverein Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V., kurz "Hannover 96" oder "die Roten", und den SV Arminia Hannover, kurz "SVA" oder "die Blauen".
- Der erste deutsche Rasensportverein (Deutscher Fußballverein 78) wurde 1878 in Hannover gegründet. Unter "Fußball" verstand man damals noch das heutige Rugby. Hannover ist seit jeher die dominierende deutsche Stadt im Rugby. Vier (DRC Hannover, TSV Victoria Linden, SC Germania List und SG 78/08 Hannover) von derzeit acht Mannschaften spielen in der Herren-Bundesliga, seit 1909 wurde 62mal (von 83 ausgetragenen Meisterschaften) die Deutsche Meisterschaft der Herren nach Hannover geholt.
- Am 25. Januar 1862 wurde in Hannover der erste deutsche Fechtverein gegründet, der noch heute existiert. Neben dem Fechtklub Hannover von 1862 gibt es inzwischen noch drei weitere Fechtvereine, die den Fechtsport anbieten und auf Turnieren erfolgreich sind.
- Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts finden sich auch in Hannover Anhänger der Sportart BMX. Zumeist Jugendiche nutzen die Beton-, Asphalt- und Grünflächen der Stadt für Ihre Zwecke. In den letzten Jahren hat darüberhinaus die Eigeninitiative der Sportler deutlich zugenommen; Hannover ist mittlerweile ein deutschlandweit bekannter Ort für relevante Veranstaltungen und Wettkämpfe. Durch das Entstehen eines Ladengeschäftes in Hannovers Nordstadt entwickelt sich eine aktive Szene; eine Unterstützung durch die Stadt im Rahmen der Jugendpflege blieb bisher weitestgehend aus.
- Campo Aktiv-Arena: Im Stadtteil Anderten liegt dieser 29.000 Quadratmeter (darunter 17.000 Quadratmeter Indoorbereich) große Spaßpark. Neben dem Relax und Beautybereich "CAMPO Cosmetics" gibt es zahlreiche Sporteinrichtungen: Inliner Rundparcours, Kletterwand, Seilbahn, Skaterparcours, Streethockey, Tischtennis, Beach-Volleyball, BMX-Crossstrecke und Fußball) und zahlreiche Einrichtungen zur Unterhaltung (u.a. Billard, Carrera-Bahn, Minigolf). In dem Park gibt es auch ein großes Angebot für Kinder (Fort Campo, Keetcarbahn, Kletterlabyrinth, Piratenschiff, Riesenrutsche, See mit Paddelbooten, Trampolin, Vulkan Hüpfburg und Spielplatz). In dem Restaurant "Buena Vista" und in dem Biergarten kann man sich stärken.

Discos und Nachtleben


- Backstage
- Bad
- Base Underground Club
- Brauhaus Ernst-August
- Capitol
- Casa Blanca
- DAX Bierbörse
- Diablo Latino Music Club
- Eve Klub
- Funpark
- Heartbreak Hotel
- Intensivstation
- Kö-Tanzpalais
- Labor
- Liquid-Lounge
- Living Room
- MEC - Multi Entertainment Centre
- Men's Factory
- Nachtschicht
- Naoum's
- Na Und
- Osho
- Palo Palo
- Phoenix
- Polly Ester
- Rainbow
- Rocker
- Rockhouse
- Sansibar
- Soap Club
- Vulcano
- Xcelsior
- Zaza

Kinos


- Apollo (Hannovers ältestes Kino)
- Cinemaxx Nikolaistraße (War bei der Eröffnung das erste Multiplexkino Europas)
- Cinemaxx Raschplatz
- Hochhaus Lichtspiele (Deutschlands höchstes Kino)
- Kino am Raschplatz
- Kino im Künstlerhaus
- Kino im Sprengel

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Anderten Anderten Eine berühmte Sehenswürdigkeit Hannovers sind die Herrenhäuser Gärten, die zu den besterhaltenen Barockgärten Europas zählen. Hinzu kommt das Wahrzeichen der Stadt, das Neue Rathaus. Sehenswert sind ferner das Leineschloss (Sitz des Niedersächsischen Landtages), das Leineufer mit den "Nanas" von Niki de Saint Phalle, der Ballhofplatz, die Marktkirche, der Holzmarkt mit dem Leibnizhaus, das Kreuzkirchenviertel, die Ruine der Aegidienkirche, das Anzeigerhochhaus von Fritz Höger (ältestes Hochhaus Deutschlands), der gläserne Verwaltungsbau der NORD/LB am Aegi des Architektenbüros Behnisch, Behnisch & Partner, der Gehry-Tower des Architekten Frank O. Gehry, der Maschsee, verschiedene Parks und Stadtwälder wie der Georgengarten, die Leinemasch oder die Eilenriede. Letztere beherbergt auch den sehenswerten Zoo. Außerhalb der Innenstadt ist das im Süden der Stadt nahe dem Messegelände gelegene ehemalige Gelände der Weltausstellung Expo 2000 sehenswert. Insbesondere die noch erhaltenen Nationenpavillons, zum Beispiel von Deutschland, Niederlande, Spanien, Ungarn und Jemen, vermitteln einen architektonischen Eindruck dieser für Hannover einmaligen Großveranstaltung. Im Stadtteil Gr. Buchholz steht mit dem Telemax der höchste TV-Turm Norddeutschlands. Der alte Fernsehturm am Bahnhof wird heute als VW-Tower bezeichnet, und dient nur noch zu Werbezwecken. Ein weiterer bemerkenswerter Turm in Hannover ist der mit einer Aussichtsplattform in 65 Meter versehene 88,8 Meter hohe Hermesturm, der durch seine markante Doppelröhrenkonstruktion auffällt. Im Stadtteil Anderten findet sich die 1928 eingeweihte und damals größte Binnenschleuse Europas, die Hindenburgschleuse. Roter Faden Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind durch den Roten Faden miteinander verbunden, einer 4,2 km langen Linie, die in Form eines Rundganges zwischen Tourismusbüro und Bahnhofsvorplatz mit roter Farbe auf das Straßenpflaster gepinselt wurde. Liste der Denkmäler Die Liste der Denkmäler in Hannover bringt eine Auswahl von Denkmälern, Skulpturen, Kunstwerken im Bereich der Innenstadt Hannovers. Liste der verschwundenen Bauwerke Eine umfassende Übersicht über wichtige Bauwerke in Hannover, die mittlerweile wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind, findet sich in dem Artikel Liste der verschwundenen Bauwerke des alten Hannover.

Hannovers Wasserwege


- MS Leineschloss (Mittelllandkanalfahrten) ab Nordhafen
- Fahrgastschiff "Wappen von Hannover" (Ihme-. Leine-, und Mittellandkanalfahrten) ab "Anleger Schwarzer Bär"
- Fahrgastschiff "Nicole B." (Mittellandkanal und Stichkanalfahrten) ab Nordhafen
- Maschseeflotte der

5. März

Der 5. März ist der 64. Tag des
Gregorianischen Kalenders (der 65. in Schaltjahren) - somit bleiben 301 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1460 - Unterzeichnung des Vertrages von Ripen
- 1770 - Beim Massaker von Boston wurden bei einer Straßenschlacht fünf Zivilisten durch die englische Armee getötet.
- 1884 - Die Deutsche Freisinnige Partei wird aus der Fusion der Deutschen Fortschrittspartei und der Liberalen Vereinigung, einer linksliberalen Abspaltung der Nationalliberalen Partei, unter Führung von Franz August Schenk von Stauffenberg gegründet.
- 1888 - Samuel Teleki und Ludwig von Höhnel entdecken den Rudolfsee.
- 1905 - Eröffnung der zweiten russischen Duma in St. Petersburg. Russische Truppen zerstreuen 40.000 Demonstranten.
- 1906 - In Berlin wird das Meereskundemuseum eröffnet, um der Bevölkerung als Bildungsinstitut Schifffahrt und Meereskunde nahezubringen.
- 1918 - Moskau wird Hauptstadt der Sowjetunion.
- 1933 - Bei der achten Reichstagswahl erreicht die NSDAP mit einem Anteil von 43,9 Prozent die meisten Stimmen.
- 1945 - Ein anglo-amerikanischer Bombenangriff auf Chemnitz zerstört große Teile der Stadt und fordert zahlreiche Todesopfer.
- 1969 - Gustav Heinemann wird von der Bundesversammlung zum 3. deutschen Bundespräsidenten gewählt.
- 1983 - Australien. Robert James Lee Hawke wird Premierminister.
- 1992 - Unter dem Vorsitz von Eduard Schewardnadse wird der georgische Staatsrat gebildet.
- 1995 - In Estland wird Tiit Vähi neuer Ministerpräsident.
- 1998 - Der deutsche Bundestag ratifiziert den Amsterdamer Vertrag.
- 2000 - In Peking wird die diesjährige Plenartagung des Nationalen Volkskongresses durch Regierungschef Zhu Rongji eröffnet.

Wirtschaft


- 1853 - Henry E. Steinway gründet das bekannte Klavierbau-Unternehmen. Es hat Produktionsstätten in New York und Hamburg.

Wissenschaft und Technik


- 1896 - Antoine Henri Becquerel entdeckt die Radioaktivität des Uran.
- 1979 - Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos des Planeten und seiner Monde.

Kultur


- 1836 - Die erste nichtschlagende Studentenverbindung Deutschlands, die Uttenruthia zu Erlangen, wird gegründet.
- 1838 - Uraufführung der Oper Guido et Ginèvra ou La Peste de Florence von Fromental Halévy in Paris.

Religion


- 1604 Erste Begegnung zwischen Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal in Dijon. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine einzigartige geistliche Freundschaft, die am 6. Juni 1610 zur Gründung der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heimsuchung Mariens oder Salesianerinnen führte.

Katastrophen


- 1966 - Japan. Eine Boeing 707 der BOAC prallt gegen den Berg Fuji (von den Japanern auch ehrfurchtsvoll Fujisan genannt, was so viel bedeutet wie "ehrenwerter Fuji"). Alle 124 Passagiere sterben.
- 1973 - Nantes, Frankreich. Vermutlich infolge eines Navigationsfehlers und Problemen im Funkverkehr kam es zu einer Kollision eines Spantax-Jets mit einer Iberia-Maschine im Luftraum von Nantes. Während die Spantax-Maschine schwer beschädigt notlanden konnte und alle Insassen wie durch ein Wunder überlebten, kamen alle 68 Insassen der Iberia-Maschine ums Leben.
- 1993 - Skopje, Mazedonien. Eine Fokker 100 der mazedonischen Palair stürzte unmittelbar nach dem Start wegen vereister Tragflächen ab. 83 von 97 Personen an Bord starben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1936 - Sepp Bradl gelingt im slowenischen Planica mit einer Weite von 101 m der erste Sprung eines Menschen mit Skiern über 100 m.

Geboren


- 1133 - Heinrich II. Vater von Richard Löwenherz
- 1512 - Gerhard Mercator, deutsch-niederländischer Kartograf
- 1583 - Friedrich IV. von der Pfalz, deutscher Kurfürst
- 1585 - Friedrich I. von Hessen-Homburg, deutscher Landgraf
- 1585 - Johann Georg I., Kurfürst von Sachsen
- 1601 - Johann Michael Moscherosch, deutscher Satiriker
- 1626 - Anton Heimreich, Chronist der Zweiten Marcellusflut
- 1680 - Joseph Munggenast, österreichischer Barockbaumeister
- 1696 - Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- 1733 - Teruya Kanga Sakugawa, okinawanischer Tode („Karate“) Meister
- 1774 - Christopher Ernst Friedrich Weyse, dänischer Komponist
- 1805 - Theodore Labarre, französischer Harfenvirtuose und Komponist
- 1817 - Moritz Carrière, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1830 - Étienne-Jules Marey, Physiologe
- 1843 - Eduard Fiechtner, letzter Ortsvorsteher von Untertürkheim
- 1853 - Arthur Foote, US-amerikanischer Komponist
- 1862 - Siegbert Tarrasch, deutscher Schachgroßmeister
- 1865 - Hermann Passow, deutscher Chemiker
- 1869 - Michael von Faulhaber, deutscher Kardinal
- 1870 - Frank Norris, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1870 - William H. Beveridge, britischer Ökonom
- 1871 - Rosa Luxemburg, Sozialdemokratische Theoretikerin, Mitbegründerin des Spartakusbundes
- 1880 - Sergej Natanowitsch Bernstein, russischer Mathematiker
- 1886 - Paul Radmilovic, britischer Wasserballer und Schwimmer
- 1887 - Heitor Villa-Lobos, brasilianischer Komponist und Dirigent
- 1888 - Friedrich Schnack, deutscher Dichter
- 1890 - Wilhelm Boden, deutscher Jurist und Politiker
- 1893 - Guus de Serière, niederländischer Fußballspieler
- 1896 - Lotte Eisner, deutsche Schriftstellerin und Filmkritikerin
- 1896 - Eduard Erdmann, lettischer Pianist und Komponist
- 1897 - Song Meiling, chinesische Ehefrau von Chiang Kai-shek
- 1898 - Zhou Enlei, chinesischer Politiker
- 1904 - Karl Rahner, deutscher Theologe
- 1905 - Günther Lüders, deutscher Schauspieler
- 1907 - Rosemarie Clausen, deutsche Theaterfotografin
- 1908 - Fritz Fischer, deutscher Historiker
- 1908 - Ludwig Goldbrunner, deutscher Fußballspieler
- 1908 - Rex Harrison, britischer Schauspieler
- 1909 - Ossip Kurt Flechtheim, deutscher Politikwissenschaftler
- 1910 - Ennio Flaiano, italienischer Schriftsteller
- 1910 - Josef Marzinkewitsch, polnischer Mathematiker
- 1911 - Gregor Determann, deutscher Politiker der Zentrumspartei
- 1913 - Josef Stroh, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1914 - Philip Farkas, US-amerikanischer Hornist
- 1918 - James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1921 - Ken Adam, deutsch-britischer Szenenbildner
- 1922 - Pier Paolo Pasolini, italienischer Filmregisseur und Dichter
- 1927 - Jack Cassidy, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1929 - J. B. Lenoir, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Tommy Tucker, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Walter Kasper, Kardinal, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
- 1934 - Daniel Kahneman, israelisch-amerikanischer Psychologe
- 1936 - Manfred Lepa, Richter am Bundesgerichtshof
- 1939 - Wolf Bauer, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Josef Piontek, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1942 - Felipe González, spanischer Rechtsanwalt und Politiker
- 1943 - Alfred Hartenbach, deutscher Politiker
- 1943 - Christian Führer, evangelischer Pfarrer der DDR
- 1943 - Thomas Prinzhorn, österreichischer Industrieller und Politiker
- 1944 - Derek Skinner, britischer Musiker
- 1945 - Friedrich Bohl, deutscher Politiker
- 1946 - Murray Head, britischer Sänger
- 1947 - Clodagh Rodgers, irischer Sänger
- 1947 - Eddie Hodges, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1948 - Eddie Grant, britischer Sänger
- 1950 - Tom Russell, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1950 - Willy Matheisl, deutscher Fotograf
- 1952 - Gary Grainger, britischer Musiker
- 1952 - Robin Hobb, Schriftstellerin und lebt in Tacoma, US-Staat Washington
- 1953 - Richard Sanderson, Sänger
- 1958 - Andy Gibb, britischer Sänger
- 1965 - Nadja Abd el Farrag, deutsche Sängerin, Moderatorin und Buchautorin
- 1970 - Yuu Watase, japanische Mangaka
- 1971 - John Frusciante, US-amerikanischer Musiker (Red Hot Chili Peppers)
- 1974 - Barbara Schöneberger, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1974 - Jens Jeremies, deutscher Fußballspieler
- 1975 - Jolene Blalock, US-amerikanische Schauspielerin
- 1976 - Sarunas Jasikevicius, litauischer Basketballspieler
- 1979 - Gonghong Tang, chinesische Gewichtheberin
- 1982 - Du Li, chinesische Sportschützin
- 1989 - Jake Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 1320 - Peter von Aspelt, Erzbischof von Mainz, Bischof von Basel
- 1534 - Correggio, italienischer Maler der Renaissance
- 1535 - Lorenzo Costa, italienischer Maler
- 1605 - Clemens VIII., Papst
- 1622 - Ranuccio I. Farnese, Herzog von Parma und Piacenza
- 1691 - Jean-Jacques Renouard de Villayer, französischer Jurist und Postpionier
- 1778 - Thomas Arne, britischer Komponist
- 1827 - Alessandro Volta, italienischer Physiker, Begründer der Elektrizitätslehre
- 1827 - Pierre-Simon Laplace, beschäftigte sich mit der Wahrscheinlichkeitstheorie
- 1829 - John Adams (Bounty), geistiger Gründervater der Pitcairner
- 1853 - August Kestner, deutscher Diplomat und Kunstsammler
- 1877 - Ernst Julius Otto, deutscher Komponist, Chorleiter und Kreuzkantor
- 1895 - Henry Creswicke Rawlinson, britischer Assyriologe und Diplomat
- 1895 - Nikolai Semjonowitsch Leskow, russischer Schriftsteller
- 1904 - Alfred Graf von Waldersee, deutscher Militär, Generalfeldmarschall Preußens
- 1907 - Friedrich Blass, deutscher Gelehrter
- 1914 - Georgi Jakowlewitsch Sedow, russischer Marineleutnant und Polarforscher
- 1923 - Dora Pejačević, kroatische Komponistin
- 1926 - Otto Ernst, deutscher Schriftsteller
- 1927 - Franz Mertens, deutscher Mathematiker
- 1928 - Emil Mayrisch, Präsident des Direktoriums der ARBED
- 1935 - Hans Schemm, Gauleiter der NSDAP
- 1941 - Ludwig Quidde, deutscher Historiker, Politiker und Pazifist
- 1944 - Rudolf Harbig, deutscher Leichtathlet
- 1945 - Hasso von Boehmer, Oberstleutnant im Generalstab
- 1945 - Ludwig Landmann, Politiker, Oberbürgermeister von Frankfurt am Main
- 1947 - Alfredo Casella, italienischer Komponist, Musiker und Musikkritiker
- 1947 - Carl Mannich, deutscher Chemiker
- 1952 - Georg Arends, Botaniker
- 1953 - Josef W. Stalin, sowjetischer Politiker
- 1953 - Sergei Sergejewitsch Prokofjew, russischer Komponist
- 1962 - Otakar Jeremiáš, tschechischer Komponist und Dirigent
- 1963 - Cowboy Copas, US-amerikanischer Musiker
- 1963 - Hawkshaw Hawkins, US-amerikanischer Musiker
- 1963 - Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1966 - Anna Andrejewna Achmatowa, russische Dichterin und Schriftstellerin
- 1969 - Hans Ekstrand, deutscher Politiker
- 1970 - Werner Jacobi, deutscher Politiker
- 1975 - Erwin Balzer, deutscher evangelisch-lutherischer Theologe
- 1977 - Tom Pryce, Autorennfahrer
- 1980 - Wilhelm Hoegner, deutscher Jurist und Politiker
- 1980 - Winifred Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele
- 1981 - Paul Hörbiger, österreichischer Schauspieler
- 1982 - Heinz Heck, deutscher Biologe und Zoodirektor in München
- 1982 - John Belushi, US-amerikanischer Sänger und Filmschauspieler
- 1984 - William Powell, US-amerikanischer Schauspieler
- 1986 - Ljudmila Rudenko, sowjetische Schachweltmeistrin
- 1987 - Josef Gregor, deutscher Volksliedpädagoge
- 1990 - Edmund Conen, deutscher Fußballspieler
- 1993 - Hans Christian Blech, deutscher Schauspieler
- 2000 - Hermann Ebeling, deutscher Schauspieler und Syn