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August Von Sachsen-Weißenfels

August von Sachsen-Weißenfels

Herzog August von Sachsen-Weißenfels (
- 13. August 1614 in Dresden, † 4. Juni 1680 in Halle (Saale)) war der erste Herrscher über das kursächsische Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Weißenfels und letzter Administrator des Erzstiftes Magdeburg.

Leben

Herzog August war der zweite Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen, von dessen zweiter Ehefrau Magdalena Sibylle, einer Tochter des Markgrafen Albrecht Friedrich von Preußen. Seine Geschwister waren die Herzöge Moritz von Sachsen-Zeitz und Christian von Sachsen-Merseburg, der Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen, die Herzoginnen Maria Elisabeth, die Ehefrau des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf und Magdalena Sibylle, die Ehefrau des Herzogs Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg. Mit 13 Jahren wurde Herzog August am 23. Januar 1628 durch das Magdeburger Domkapitel zum Erzbischof gewählt, um den bisherigen Administrator Christian Wilhelm von Brandenburg zu ersetzen. Zu diesem Zeitpunkt war August dort bereits drei Jahre Koadjutor. Sein Amt als Erzbischof konnte er aber erst antreten, als der durch den Papst und den Kaiserlichen unterstützte Mitbewerber Leopold Wilhelm von Österreich, der das Erzbistum dem Katholizismus zurückführen sollte und nach der Eroberung von Magdeburg im Jahre 1631 auch Erzbischof wurde, infolge des Prager Friedens darauf verzichtete. Als sich die schwedischen Truppen 1638 aus seiner Residenzstadt Halle zurückzogen, konnte Herzog August am 19. Oktober desselben Jahres endlich in sein Amt eingeführt werden. Abgesichert durch ein Neutralitätsabkommen mit Torstensson konnte sich Herzog August endlich am 31. Dezember 1642 dauernd in Halle niederlassen. Dies war der Beginn eines veritablen Aufschwungs der Stadt zu einem höfischen Zentrum. Mit der Zeit wirkten am Hofe Herzog Augusts unter anderem David Elias Heidenreich, die Kapellmeister Philipp Stolle, David Pohle und Johann Philipp Krieger, der Organist Christian Ritter und der Schriftsteller Johann Beer. 1643 wurde Herzog August durch Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Er verlieh ihm den Gesellschaftsnamen der Wohlgeratene und das Motto in Güte tugendhaft. Als Emblem wurde ihm die Wurzel Bibernell zugedacht. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich sein Eintrag unter der Nr. 402. Dort ist auch das Reimgesetz verzeichnet, das er anläßlich seiner Aufnahme verfaßte: Die wurtzel Bibernel in güte tugendhaft
Den Stein' und Waßersucht ist alzu wol gerathen
Drumb Wolgerahten ich von solcher tugend kraft
Genennet worden bin: Man kommen sol Zu statten
Gemeinen nutzen wol: Ja wo die Tugend haft
Aldar thun sich herfür die hochgewünschte thaten:
Die wolgerahtne frucht wird gültig vorgebracht,
Weil tugend übertrift in allem bloße macht. Am 23. November 1647 heiratete Herzog August Anna Maria, eine Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin. Mit ihr hatte er zwei Söhne, seinen Nachfolger als Herzog von Sachsen-Weißenfels, Johann Adolph I. von Sachsen-Weißenfels, und August d. J. von Sachsen-Weißenfels. Durch die Erfüllung des väterlichen Testaments 1652 und die Erbvergleiche mit seinen Brüdern konnte Herzog August seinen Herrschaftsbereich sichern und vergrößern. Dabei ist besonders der Vergleich vom 22. April 1657 und der Zugewinn der Herrschaft Barby zu erwähnen. Am 15. Juli 1667 trugen die Söhne Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar fünf Jahre nach dessen Tod Herzog August die Präsidentschaft der Fruchtbringende Gesellschaft an. Er nahm dieses Amt zwar an, war aber weder Künstler noch Wissenschaftler und auch nur sehr begrenzt an solchen Themen interessiert. Unter seiner Leitung wandelte sich die Fruchtbringende Gesellschaft immer mehr zu einem höfischen Orden mit reinen Repräsentationsaufgaben. Am 11. Dezember 1669 starb seine erste Ehefrau Anna Maria. Nach dem obligaten Trauerjahr ehelichte Herzog August am 29. Januar 1672 Johanna Walpurgis, eine Tochter des Grafen Georg Wilhelm von Leiningen-Westerburg. Mit ihr hatte er drei Töchter: Magdalena Sibylle, Sophia und Catharina. Im Alter von 66 Jahren starb Herzog August von Sachsen-Weißenfels am 4. Juni 1680 in Halle.

Literatur


- [http://miami.uni-muenster.de/servlets/DSOViewerServlet?AbsPos=190&DocID=203&DvID=211 Johann Hübners ... Drey hundert und drey und dreyßig Genealogische Tabellen, Tab. 169] Kategorie:Evangelischer Bischof (17. Jh.) Kategorie:Herzog (Sachsen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann Kategorie:Fruchtbringende Gesellschaft Kategorie:Geboren 1614 Kategorie:Gestorben 1680

13. August

Der 13. August ist der 225. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 226. in Schaltjahren) - somit bleiben 140 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 900 - Zwentibold von Lotharingen fällt in einer Schlacht gegen die aufständischen Grafen.
- 1521 - Die Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan - das heutige Mexiko-Stadt - fällt an Hernán Cortés.
- 1704 - In der Schlacht von Höchstädt unterliegen im Spanischen Erbfolgekrieg Franzosen und Bayern alliierten Truppen unter dem Kommando von John Churchill, 1. Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen.
- 1727 - Abendmahlsfeier in der Kirche zu Berthelsdorf; Zusammenschluss der Einwohner Herrnhuts zur Herrnhuter Brüdergemeine.
- 1809 - Tiroler Schützen unter Freiheitskämpfer Andreas Hofer bezwingen französische Truppen am Bergisel.
- 1905 - Norwegen wird unabhängig. In einer Volksbefragung wollten nahezu 100 Prozent der Stimmberechtigten die Auflösung der Personalunion mit Schweden.
- 1923 - Gustav Stresemann bildet die erste Große Koalition in Deutschland.
- 1934 - Adolf Hitler besucht zum 300jährigen Jubiläum die Passionsspiele in Oberammergau. Diese christlichen Mysterienkultspiele dienen damit der antijüdischen Propaganda.
- 1940 - Im Zweiten Weltkrieg beginnt die Luftschlacht um England.
- 1942 - Walt Disneys TrickfilmBambi“ hat Premiere.
- 1944 - Rumänien löst sich im Zweiten Weltkrieg aus dem Bündnis mit Deutschland und verbündet sich mit der Sowjetunion.
- 1948 - Österreich wird Mitglied in der UNESCO.
- 1952 - Deutschland und Japan werden Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF).
- 1960 - Die Zentralafrikanische Republik erlangt ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1961 - In der Nacht vom 12. auf den 13. August beginnen NVA, Angehörige der Deutschen Grenzpolizei und der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei sowie Betriebskampfgruppen der DDR die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Dies führt letztlich zum Bau der Berliner Mauer.
- 1979 - Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik

Kultur


- 1821 - Uraufführung der Oper Adele von Budoy von Conradin Kreutzer in Königsberg.
- 1876 - Bei den ersten Bayreuther Festspielen wird bis zum 17. August "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner erstmals aufgeführt.

Religion

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - In Athen werden die XXVIII. Olympischen Sommerspiele eröffnet.

Katastrophen


- 1935 - Die Staumauer Alla Sella Zerbino bei Ovada in den Ligurischen Apenninen, Italien bricht bei einem Hochwasser. Die Flutwelle richtet in Molare und Ovada großen Schaden an; es gibt 100 oder mehr Tote.
- 2002 - In Sachsen überschwemmt die Jahrhundertflut weite Gebiete.

Geboren


- 1514 - Joachim Mynsinger von Frundeck, deutscher Jurist der Humanistenzeit
- 1614 - August von Sachsen-Weißenfels, deutscher Herrscher
- 1617 - Johann Andreas Quenstedt, Vertreter der lutherischen Orthodoxie
- 1651 - Balthasar Permoser, österreichischer Barock-Bildhauer
- 1662 - Charles Seymour, 6. Herzog von Somerset, Master of the Horse und Lord President of the Council
- 1671 - Jean-Alphonse Turrettini, schweizerischer reformierter Theologe
- 1700 - Heinrich Graf von Brühl, sächsischer Premierminister
- 1740 - Iwan VI., russischer Zar von 1740 bis 1741
- 1743 - Marie Elisabeth, österreichische Äbtissin
- 1757 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1802 - Nikolaus Lenau, österreichischer Schriftsteller
- 1814 - Anders Jonas Ångström, schwedischer Astronom und Physiker
- 1815 - Eduard von Regel, deutscher Gärtner und Botaniker
- 1816 - Rudolf von Gneist, deutscher Jurist und Politiker
- 1819 - George Gabriel Stokes, irischer Mathematiker und Physiker
- 1836 - Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan
- 1842 - Albert Sorel, französischer Schriftsteller
- 1844 - Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist
- 1844 - Friedrich Miescher, deutscher Mediziner und Professor für Physiologie
- 1852 - Christian Krohg, norwegischer Maler
- 1860 - Annie Oakley, US-amerikanische Kunstschützin
- 1863 - William I. Thomas, US-amerikanischer Soziologe
- 1867 - Arthur Eichengrün, deutscher Chemiker
- 1867 - George Luks, US-amerikanischer Maler
- 1867 - Rudolf Georg Binding, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Tony Garnier, französischer Architekt
- 1871 - Karl Liebknecht, sozialistischer deutscher Politiker
- 1872 - Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker
- 1884 - Guus Lutjens, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - John Logie Baird, britischer Techniker und Fernsehpionier
- 1888 - Walter Jauch, deutscher Versicherungskaufmann
- 1891 - Reinold von Thadden-Trieglaff, deutscher Theologe
- 1894 - Paul Blobel, deutscher Architekt und SS-Standartenführer
- 1899 - Alfred Hitchcock, englischer Filmregisseur und Produzent
- 1902 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1902 - Felix Wankel, deutscher Maschinenbauer und Erfinder des Wankelmotors
- 1902 - Sergej Artenjewitsch Balassanjan, turkmenischer Komponist
- 1906 - Hans Schaefer, deutscher Mediziner und Mitbegründer der Max-Planck-Gesellschaft
- 1907 - Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, deutscher Industrieller
- 1908 - Willi Beuster, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Werner Otto, deutscher Unternehmer
- 1912 - Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler
- 1912 - Salvador E. Luria, US-amerikanischer Mikrobiologe, Nobelpreisträger
- 1913 - Makarios III., Theologe und Erzbischof von Zypern, Staatspräsident
- 1913 - Richard Stone, britischer Ökonom
- 1918 - Frederick Sanger, britischer Biochemiker, 2-facher Nobelpreisträger
- 1920 - George Shearing, britischer Musiker
- 1920 - Jean-Marcel Honoré, emeritierter Erzbischof von Tours und Kardinal
- 1921 - Engelbert Niebler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1921 - Jimmy McCracklin, US-amerikanischer Musiker
- 1926 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist und Pionier für elektronische und experimentelle Musik
- 1926 - Fidel Castro, kubanischer Revolutionär
- 1928 - Johannes Poethen, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Michael A. Roth, deutscher Teppichgroßindustrieller und Fußballvereinspräsident
- 1936 - Günther Heyenn, deutscher Politiker der SPD
- 1937 - Felicia Weathers, US-amerikanische Opernsängerin
- 1939 - Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Sozialwissenschaftler
- 1939 - Erika Berger, deutsche Fernseh-Moderatorin und Sexberaterin
- 1939 - Joe Scott Hill, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Paul Eßling, deutscher Attentäter
- 1940 - Sean James Stokes, britischer Musiker und Sänger
- 1941 - Craig Douglas, britischer Sänger
- 1941 - Henning Voscherau, deutscher Notar und Politiker, von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister Hamburgs
- 1941 - Knut Kiesewetter, deutscher Sänger, Liedermacher und Posaunist
- 1941 - Ambrogio Fogar, italienischer Abenteurer und Autor
- 1942 - Son Seals, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1942 - Sheila Armstrong, englische Sopranistin
- 1943 - Wolfgang Engel, deutscher Theaterregisseur
- 1948 - Kathleen Battle, US-amerikanische Sopranistin
- 1949 - Bartholomäus Kalb, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1949 - Cliff Fish, britischer Musiker und Sänger
- 1950 - Krzysztof Kolberger, polnischer Schauspieler
- 1951 - Dan Fogelberg, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1955 - Mulgrew Miller, US-amerikanischerJazzpianist
- 1958 - Sean Feargal Sharkey, britischer Sänger
- 1959 - Thomas Ravelli, schwedischer Fußballspieler
- 1964 - Ian Haugland, schwedischer Musiker
- 1966 - Uta Glaubitz, deutsche Autorin
- 1967 - Amelie Nothomb, belgische französischsprachige Schriftstellerin
- 1968 - Jutta Nardenbach, deutsche Fußballspielerin
- 1968 - Uwe Bindewald, deutscher Fußballspielere
- 1969 - Urs Wehrli, Schweizer Komiker und Kabarettist
- 1969 - Midori Ito, japanische Eiskunstläuferin
- 1970 - Alan Shearer, englischer Fußballspieler
- 1971 - Heike Makatsch, deutsche Schauspielerin
- 1971 - Moritz Bleibtreu, deutscher Schauspieler
- 1977 - Michael Klim, australischer Schwimmer
- 1978 - Kai Schmitt, deutscher Musiker

Gestorben


- 587 - Radegundis, Tochter König Berthachars und dessen Frau Amalberga
- 1191 - Philipp I. von Heinsberg, Erzbischof des Erzbistums Köln und Erzkanzler von Italien
- 1447 - Filippo Maria Visconti, Regent von Pavia und Herzog von Mailand
- 1523 - Gerard David, niederländischer Maler
- 1749 - Johann Elias Schlegel, deutscher Dichter und Dramatiker
- 1755 - Francesco Durante, italienischer Komponist und Musikpädagoge
- 1809 - Marc Antoine Berdolet, französischer katholischer Priester und Bischof von Aachen
- 1816 - Pehr Hilleström, schwedischer Maler
- 1826 - René Théophile Hyacinthe Laënnec, französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops
- 1863 - Eugène Delacroix, französischer Romantiker, gilt als Wegbereiter des Impressionismus
- 1865 - Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt und Hygiene-Pionier
- 1884 - Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General
- 1895 - Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist
- 1896 - John Everett Millais, britischer Maler
- 1896 - Philipp Ludwig von Seidel, deutscher Mathematiker und Astronom
- 1899 - Gustav von Mevissen, deutscher Politiker und Unternehmer
- 1907 - Hermann Karl Vogel, deutscher Astronom und Physiker
- 1908 - Emil Gött, deutscher Schriftsteller
- 1910 - Florence Nightingale, englische Krankenpflegerin und Erfinderin des Kriegslazaretts
- 1912 - Jules Massenet, französischer Opernkomponist
- 1913 - August Bebel, deutscher sozialistischer Politiker
- 1916 - Pierre de Ségur, französischer Schriftsteller
- 1917 - Eduard Buchner, deutscher Chemiker
- 1927 - Hermann Abert, deutscher Musikgelehrter
- 1927 - Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist
- 1943 - Jakob Gapp, österreichischer Priester im Widerstand gegen das Nazi-Regime
- 1946 - Herbert George Wells, englischer Schriftsteller
- 1952 - Wilm Hosenfeld, Wehrmachtsoffizier im Zweiten Weltkrieg
- 1953 - Paul Kemp, deutscher Schauspieler
- 1955 - Lois Welzenbacher, österreichischer Architekt
- 1955 - Wilhelm Kreis, deutscher Architekt
- 1969 - Jacob do Bandolim, brasilianischer Mandolinist und Komponist
- 1971 - King Curtis, US-amerikanischer Musiker
- 1972 - Hans von Benda, deutscher Dirigent, Musikredakteur und Offizier
- 1974 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1977 - Henry Williamson, britischer Schriftsteller
- 1982 - Joe Tex, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1984 - Tigran Petrosjan, armenischer Schach-Großmeister
- 1994 - Elias Canetti, deutschsprachiger Schriftsteller, Nobelpreisträger
- 1994 - Manfred Wörner, deutscher Politiker, siebter NATO-Generalsekretär
- 1996 - António de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - António Sebastião Ribeiro de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist
- 1998 - Julien Green, französisch-britischer Schriftsteller
- 1999 - Ignatz Bubis, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
- 2000 - Ria Deeg, deutsche Widerstandskämpferin
- 2003 - Lothar Emmerich, deutscher Fußballspieler
- 2004 - Josef Paul Kleihues, deutscher Architekt
- 2005 - David Lange, neuseeländischer Politiker
- 2005 - Francy Boland, belgischer Jazz-Pianist und Arrangeur

Feier- und Gedenktage

Francy Boland
- Der Jahrestag des Mauerbaus ist in Deutschland ein wichtiger politischer Gedenktag.
- Internationaler Linkshändertag
- Katholischer Gedenktag: Marco d'Aviano
- regionaler katholischer Gedenktag (Diözese Lüttich): Zwentibold

Siehe auch


- 12. August - 14. August
- 13. Juli - 13. September
- August - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0813 ja:8月13日 ko:8월 13일 simple:August 13 th:13 สิงหาคม

1614

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Letzte Einberufung der französischen Generalstände vor 1789
- Der Polnisch-Türkische Krieg beginnt (endet 1621)
- John Napier publiziert seine Logarithmentafel
- Die Handelsgesellschaft der Welser in Augsburg ist am 1. Juli zahlungsunfähig
- Fettmilchaufstand, eine von dem Lebkuchenbäcker Vinzenz Fettmilch angeführte, judenfeindliche Revolte in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main
- Im Vertrag von Xanten fällt das Herzogtum Kleve fällt Kurbrandenburg, das Herzogtum Berg an Pfalz-Neuburg
- Die spätere Hauptstadt von Albanien, Tirana wird gegründet

Geboren


- John Wilkins: Bischof von Chester († 1672)
- 6. Januar: Erzherzog Leopold Wilhelm, Statthalter der spanischen Niederlande, Feldherr und Kunstmäzen († 1662)
- 2. Februar: William Forbes, Soldat und Söldner
- 2. Mai: Christian Reichsgraf zu Rantzau, von 1648 bis 1663 Statthalter im königlich-dänischen Teil von Schleswig-Holstein († 1663)
- 13. August: August von Sachsen-Weißenfels, Deutscher Herrscher († 1680)
- 16. Dezember: Eberhard III., Herzog von Württemberg († 1674)

Gestorben


- 4. März: Gerhard Eobanus Geldenhauer, war Magister und evangelischer Theologe (
- 1536)
- 6. oder 7. April: El Greco, griechisch-spanischer Maler (
- um 1541)
- 21. Juni Bartholomäus Scultetus, Görlitzer Bürgermeister, Mathematiker (
- 1540)
- 1. Juli: Isaac Casaubon, Gelehrter Protestant, Humanist (
- 1559)
- 14. Juli: Kamillus von Lellis, italienischer Ordensgründer und ein Heiliger (
- 1550)
- 21. August: Erzsébet Báthory, ungarische Adlige (
- 1560) ko:1614년

4. Juni

Der 4. Juni ist der 155. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 156. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 210 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 774 - Die neun Monate andauernde Belagerung von Pavia durch die Franken endet mit der Kapitulation der Stadt.
- 1525 - Im Bauernkrieg zerschlagen die Landsknechte des Truchsess von Waldburg den "Hellen Lichten Haufen" der fränkischen Bauern in der Schlacht bei Würzburg.
- 1745 - Im Zweiten Schlesischen Krieg kommt es zur Schlacht bei Hohenfriedeberg.
- 1844 - In Schlesien kommt es zum Weberaufstand.
- 1848 - In Deutschland wird die erste deutsche Reichsmarine gegründet.
- 1920 - Mit dem Vertrag von Trianon zwischen den Alliierten und Ungarn wird der vierte der Pariser Vorortverträge zur Beendigung des Ersten Weltkriegs unterzeichnet.
- 1928 - Gustav Hartmann, der Eiserne Gustav, erreicht mit seiner Pferdekutsche Paris.
- 1946 - Oberst Juan Domingo Perón wird Staatspräsident in Argentinien.
- 1961 - Die Sportschau wird erstmals in der ARD ausgestrahlt.
- 1963 - Der britische Heeresminister John Profumo tritt zurück, weil er vor einem Untersuchungsausschuss über sein Verhältnis mit dem Fotomodell Christine Keeler die Unwahrheit gesagt hat.
- 1970 - Tonga erlangt Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1978 - Kolumbien. Julio César Turbay Ayala wird vom kolumbianischen Parlament zum Präsidenten gewählt.
- 1979 - Kanada. Charles Joe Clark wird neuer Premierminister.
- 1980 - Polizei und BGS räumen die "Republik Freies Wendland", ein von Atomkraftgegenern errichtetes Dorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg.
- 1989 - Als Ergebnis der Runden-Tisch-Gespräche finden die ersten freien Wahlen in Polens Nachkriegsgeschichte statt.
- 1989 - Tiananmen-Massaker: Chinas Machthaber beenden gewaltsam wochenlange Massendemonstrationen der Demokratiebewegung auf Pekings Platz des Himmlischen Friedens: Tausende sterben.
- 1989 - Iran. Tod von Ayatollah Khomeini. Ayatollah Chāmene'ī rückt an seine Stelle.
- 2001 - Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal
- 2003 - Surya Bahadur Thapa wird Premierminister von Nepal

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1666 - "Der Misanthrop", eine Komödie in fünf Akten von Molière, wird in Paris uraufgeführt.
- 1780 - Uraufführung der Oper La finta Amante von Giovanni Pacini in Mohilew am Dnjepr.
- 1921 - Uraufführung der Oper Mörder, Hoffnung der Frauen von Paul Hindemith an der Staatsoper in Stuttgart.

Religion

Katastrophen


- 1989 - Bei Ufa (Russland) sterben 645 Menschen, als zwei sich begegnende Züge durch Funkenflug eine Gasexplosion an einer undichten Pipeline auslösen.
- 2000 - Ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf Sumatra, Indonesien, fordert 103 Menschenleben.
- 2002 - Die Zeyzoun-Talsperre in Syrien bricht. Durch die Flutwelle gibt es bis zu 100 Todesopfer.
- 2005 - Bei einem Brand im Frejus-Tunnel sterben zwei Menschen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1950 - Im Stadion der polnischen Armee in Warschau beginnt mit einem 5:2-Sieg gegen die polnische Fußballnationalmannschaft die Serie der ungarischen Goldenen Elf um Ferenc Puskás, die erst am 4. Juli 1954 im WM-Finale im Berner Wankdorfstadion endet.

Geboren


- 1489 - Anton II., der Gute, Herzog von Lothringen
- 1604 - Claudia de Medici, Erzherzogin von Österreich und Landesfürstin von Tirol
- 1612 - August Carpzov, deutscher Staatsmann
- 1628 - Christoph Delphicus von Dohna, schwedischer Feldmarschall
- 1694 - François Quesnay, französischer Arzt und Ökonom
- 1738 - Georg III. (Vereinigtes Königreich), König von Großbritannien und Irland
- 1739 - Johann Beckmann, deutscher Landwirt und Theologe
- 1754 - Franz Xaver von Zach, deutsch-österreichischer Astronom, Geodät, Mathematiker und Offizier
- 1770 - James Hewitt, US-amerikanischer Komponist
- 1816 - Adele Muzzarelli, italienische Soubrette, Sängerin und Tänzerin
- 1841 - Karl Binding, deutscher Strafrechtler
- 1862 - Camille Decoppet, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1867 - Alfred Vierkandt, deutscher Soziologe
- 1867 - Carl von Mannerheim, finnischer Heerführer und Staatsmann
- 1877 - Heinrich Otto Wieland, deutscher Biochemiker, Nobelpreis für Chemie 1927
- 1878 - Frank Buchman, US-amerikanischer Theologe und geistiger Führer der Oxford-Gruppe
- 1879 - Theodor Haecker, deutscher Schriftsteller, Kulturkritiker und Übersetzer
- 1881 - Natalia Gontscharowa, russische Malerin
- 1882 - John Bauer, schwedischer Maler
- 1882 - Karl Valentin, bayerischer Komiker
- 1883 - Hans Ehrenberg, deutscher Theologe
- 1891 - Leopold Vietoris, österreichischer Mathematiker
- 1896 - Stringer Davis, englischer Schauspieler und Ehemann von Margaret Rutherford
- 1907 - Rosalind Russell, US-amerikanische Schauspielerin
- 1908 - Jan Zdeněk Bartoš, tschechischer Komponist
- 1910 - Christopher Cockerell, britischer Ingenieur und Erfinder des Hovercrafts
- 1913 - Arved Deringer, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1915 - Heinrich Tenhumberg, Bischof von Münster
- 1924 - Dennis Weaver, US-amerikanischer Schauspieler
- 1924 - Heinz Westphal, deutscher SPD-Politiker, MdB und Bundesminister
- 1927 - Willy Hagara, österreichischer Schlagersänger und Schauspieler
- 1929 - Günter Strack, deutscher Theater- und Fernsehschauspieler
- 1931 - Erasmus Schöfer, deutscher Schriftsteller
- 1932 - John Drew Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler
- 1932 - Oliver Nelson, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Carlota Alfaro, puertoricanische Modedesignerin
- 1933 - Godfried Danneels, Erzbischof von Mechelen-Brüssel und ein Kardinal
- 1934 - Vilhjalmur Einarsson, isländischer Leichtathlet und olympischer Medaillengewinner
- 1934 - Yaak Karsunke, deutscher Schriftsteller
- 1936 - Bruce Dern, US-amerikanischer Schauspieler
- 1937 - Freddy Fender, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1940 - Cliff Bennett, britischer Sänger
- 1941 - Klaus Michael Grüber, deutscher Theater- und Opernregisseur
- 1943 - Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main
- 1944 - Ricky Shayne, libanesischer Sänger
- 1944 - Roger Ball, britischer Musiker
- 1945 - Gordon Waller, britischer Sänger
- 1947 - Viktor Klima, österreichischer SPÖ-Politiker, Bundeskanzler 1997-2000
- 1948 - Jürgen Sparwasser, deutscher Fußballspieler
- 1949 - Rainer Ulrich, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1950 - Peter Van Hooke, britischer Musiker
- 1951 - Bronislaw Malinowski (Leichtathlet), polnischer Leichtathlet
- 1952 - Jimmy McCulloch, britischer Musiker
- 1956 - Bernd Posselt, deutscher Politiker, Journalist und Vertriebener
- 1956 - John R. MacArthur, US-amerikanischer Journalist und Kommentator
- 1957 - Norbert Nachtweih, deutscher Fußballspieler
- 1958 - Andreas Giebel, deutscher Komiker
- 1961 - Colin McKee, britischer Musiker
- 1961 - Ferenc Gyurcsány, ungarischer Politiker, Regierungschef
- 1962 - Den Harrow, italienischer Musiker
- 1962 - El DeBarge, US-amerikanischer Sänger
- 1966 - Cecilia Bartoli, italienische Opernsängerin
- 1970 - Mark Kirchner, deutscher Biathlet
- 1970 - Richie Hawtin, revolutionärer kanadischer Techno-Produzent
- 1975 - Julian Marley, jamaikanischer Reggaemusiker
- 1975 - Angelina Jolie, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Dana Bönisch, deutsche Schriftstellerin
- 1985 - Lukas Podolski, deutscher Fußballspieler
- 1985 - Anna-Lena Grönefeld, deutsche Profi-Tennisspielerin

Gestorben


- 1039 - Konrad II., Kaiser des heiligen römischen Reiches seit 1027
- 1135 - Song Huizong, Chinesischer Kaiser, Maler und Kalligraph
- 1351 - Mastino II. della Scala, Herr von Verona
- 1534 - Veit Warbeck, Übersetzer des Romans Die schöne Magelone
- 1541 - Pedro de Alvarado, spanischer Eroberer
- 1585 - Muretus, französischer Humanist
- 1680 - August von Sachsen-Weißenfels, deutscher Herzog von Sachsen-Weißenfels
- 1763 - Johann Friedrich Karl von Ostein, Erzbischof und Kurfürst von Mainz und Bischof von Worms
- 1769 - Giambattista Lolli, italienischer Schachspieler
- 1792 - Jakob Michael Reinhold Lenz, deutscher Schriftsteller
- 1792 - John Burgoyne, englischer General und Schriftsteller
- 1798 - Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer
- 1809 - Nicolai Abraham Abildgaard, dänischer Maler, Bildhauer und Architekt der Neoklassik
- 1830 - Antonio José de Sucre, südamerikanischer Freiheitsheld
- 1846 - Friedrich Bernhard Gottfried Nicolai, deutscher Astronom
- 1852 - James Pradier, französischer Bildhauer
- 1872 - Jean-Baptiste Vaillant, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1872 - Stanislaw Moniuszko, polnischer Komponist
- 1875 - Eduard Mörike, deutscher Lyriker, Erzähler und Übersetzer sowie Pfarrer
- 1876 - Abd ul Asis (Abdülaziz), 32. Sultan der Osmanen
- 1887 - William Almon Wheeler, 19. US-Vizepräsident
- 1913 - Léon Deubel, französischer Lyriker
- 1919 - Hedwig Dohm, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
- 1938 - John Flanagan, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1941 - Wilhelm II., letzter deutscher Kaiser und König von Preußen
- 1942 - Mordechaj Gebirtig, jiddisch-polnischer Poet und Komponist
- 1942 - Reinhard Heydrich, SS-Offizier und Organisator des Holocaust
- 1945 - Friedrich Carl Georg Kaiser, Dramatiker der expressionistischen Generation
- 1948 - Albrecht Graf zu Stolberg-Wernigerode, deutscher Politiker und Reichstagsabgeordneter
- 1949 - Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler
- 1956 - Elisabeth Walter, deutsche Lehrerin und Schriftstellerin
- 1957 - Louise Schroeder, deutsche SPD-Politikerin und MdB
- 1971 - Georg Lukács, jüdisch-ungarischer Philosoph, Literaturwissenschaftler und -kritiker
- 1973 - Maurice René Fréchet, französischer Mathematiker
- 1976 - Bruno Beye, deutscher Maler und Graphiker
- 1984 - Hans Kies, deutscher Bildhauer und Politiker
- 1989 - Ingeborg Kleinert, deutsche SPD-Politikerin und MdB
- 2001 - Felicitas Kukuck, deutsche Komponistin
- 2001 - John Hartford, US-amerikanischer Country-Sänger
- 2003 - Karlhans Krohn, deutscher Entwickler des Indiaca-Sports
- 2003 - Maria Singer, österreichische Volksschauspielerin
- 2004 - Nino Manfredi, italienischer Schauspieler
- 2004 - Rolf Moebius, deutscher Schauspieler
- 2004 - Steve Lacy, US-amerikanischer Jazzsaxophonist
- 2004 - Werner H. Spross, schweizerischer Unternehmer, Investor, Milliardär und Mäzen

Feier- und Gedenktage


- Namenstag: Werner
- Internationaler Tag der Kinder, die unschuldig zu Aggressionsopfern geworden sind (UNO)

Siehe auch


- 3. Juni - 5. Juni
- 4. Mai - 4. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0604 ja:6月4日 ko:6월 4일 simple:June 4 th:4 มิถุนายน

1680

Ereignisse

Kultur


- 6. Februar: Uraufführung der Oper L'Honestà negli Amori von Alessandro Scarlatti im Palazzo Bernini in Rom

Geboren


- 3. Januar: Johann Baptist Zimmermann, deutscher Maler und Stuckateur des Barock († 1758)
- 5. März: Joseph Munggenast, österreichischer Barockbaumeister († 1741)
- 11. Mai: Ignaz Kögler, Deutscher Jesuit und China-Missionar († 1746)
- 29. Mai: Ferdinand Albrecht II. (Braunschweig), Herzog von Braunschweig († 1735)
- 18. JuniJohann Georg Zimmermann, Postkommissar († 1734)
- 22. September: Barthold Heinrich Brockes, deutscher Schriftsteller († 1747)
- 17. Oktober: Anna Constantia Gräfin von Cosel, bekannteste Mätresse August des Starken († 1765)
- 24. November: Karl Joseph von Lothringen, Bischof in Olmütz, Osnabrück und Trier († 1715)
- Vitus Bering (Behring), dänischer Seefahrer († 1741)

Gestorben


- 11. Februar: Elisabeth von Herford, Pfalzgräfin, Äbtissin (
- 1618)
- 15. Februar: Jan Swammerdam, niederländischer Naturforscher, Begründer der Präformationslehre (
- 1637)
- 17. März: François de La Rochefoucauld, französischer Schriftsteller (
- 1613)
- 23. März: Nicolas Fouquet, war vicomte de Melun, vicomte de Vaux, marquis de Belle-Isle (
- 1615)
- 5. April: Shiwaji, Anführer der Marathen (
- 1630)
- 31. Mai: Joachim Neander, deutscher Dichter von Kirchenliedern (
- 1650)
- 4. Juni: August von Sachsen-Weißenfels, deutscher Herrscher (
- 1614)
- 10. Juli: Louis Moréri, französischer Enzyklopädist (
- 1643)
- 22. August: Johann Georg II. (Sachsen), Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie) (
- 1613)
- 11. September: Go-Mizunoo, 108. Kaiser von Japan (
- 1596)
- 30. September: Johann Grueber, Missionar (
- 1623)
- 1. Oktober: Pierre-Paul Riquet, französischer Ingenieur (
- 1609)
- 16. Oktober: Raimund von Montecuccoli, österreichischer Feldherr, Diplomat und Staatsmann (
- 1609)
- 27. November: Athanasius Kircher, deutscher Jesuit, Universalgelehrter und Erfinder (
- 1602)
- 28. November: Gian Lorenzo Bernini, italienischer Bildhauer und Baumeister (
- 1598)
- 7. Dezember: Peter Lely, britischer Maler (
- 1618) ko:1680년 th:พ.ศ. 2223

Halle (Saale)

Halle (Saale) ist eine Stadt in Mitteldeutschland. Mit etwa 237.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt sowie eines von drei Oberzentren des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist gleichzeitig Sitz des Saalkreises. Außerdem ist Halle Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“. Nächstgrößere Städte sind Leipzig, etwa 30 km südöstlich, Dresden, etwa 130 km südöstlich und Berlin, etwa 150 km nordöstlich. Halle ist Sitz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Leopoldina und zweier anderer Hochschulen (siehe Bildungseinrichtungen). Ferner ist Halle ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof und eingebunden in das S-Bahn-Netz Halle-Leipzig. Zu DDR-Zeiten war Halle durch die umliegende Chemieindustrie geprägt. Seit der Wende konzentriert sich die Stadt auf technologieorientierte Branchen (Wissenschafts- und Innovationspark Heide-Süd und Weinberg-Campus), Lebensmittelindustrie (Halle ist Sitz der Halloren Schokoladenfabrik - der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands - und des Backwaren-Herstellers Kathi) sowie gewerbliche Wirtschaft. Die Einwohnerzahl der Stadt Halle (Saale) überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Westlich der Saale entstand in den 1960er Jahren die Wohnvorstadt Halle-Neustadt, die damals sogar als eigenständiger Stadtkreis geführt wurde, jedoch noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands wieder mit Halle vereinigt wurde. Dadurch hatte die Stadt Halle 316.000 Einwohner. Bis zum Ende des ersten Quartals 2004 ging die Einwohnerzahl durch zahlreiche Wegzüge um etwa 78.500 zurück. Dabei fiel diese Zahl nur deshalb nicht noch größer aus, weil zeitgleich etwa 95.000 Menschen in die Stadt zogen.

Geografie

Wiedervereinigung Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, der größere Teil östlich der schiffbaren Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet, und unterhalb der Mündung der Weißen Elster.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden, genannt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden, grenzen an die Stadt Halle (Saale). Mit Ausnahme von Korbetha, Hohenweiden und Döllnitz, die Teil des Landkreises Merseburg-Querfurt sind, gehören alle zum Saalkreis. Sennewitz und Gutenberg (beide Verwaltungsgemeinschaft Götschetal-Petersberg), Oppin und Peißen (beide Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis-Ost), Einheitsgemeinde Kabelsketal, Einheitsgemeinde Schkopau (ehemalige Verwaltungsgemeinschaft Saale-Elster-Aue), Holleben, Angersdorf und Zscherben (alle Verwaltungsgemeinschaft Westliche Saaleaue), Bennstedt, Lieskau, Zappendorf und Salzmünde (alle Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis) sowie Brachwitz (Verwaltungsgemeinschaft Wettin)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet ist in die 5 Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West gegliedert. Die meisten Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Stadtviertel unterteilt. Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen sind hier aufgeführt.

Geschichte

hier hier hier Halles Salzquellen wurden bereits in der Vorzeit genutzt. Neuere Grabungen auf dem Markt belegen die Kontinuität der Bedeutung des Salzes für die Stadt. Der Besiedlung des Stadtgebietes in der Vorgeschichte folgten mutmaßlich die Hermunduren, die Angeln und Warnen (Thüringer) und die Wenden, welche den Ort Dobrebora nannten. 735 eroberte der fränkische Hausmeier Karl Martell die Gegend um Halle, ließ die Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg errichten und schenkte 738 seinen Soldaten das Salzwerk Dobrebora und die Ritterfahne mit dem Titel "Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft". Im Chronicon Moissiacence 806 wird der Ort Halle als "Halla" erstmals genannt, was "Stätte der Salzgewinnung" bedeutet. 968 gründet Otto I. das Erzbistum Magdeburg, zu dem auch Halle bis zum Jahre 1680 gehört. Um 1120 wird die Stadt umfassend erweitert und 1263 wird zwischen dem Magdeburger Erzbischof Rupertus und der Stadt Halle ein Vertrag geschlossen, nach dem der Erzbischof keine Burg im Umkreis einer Meile und keine weiteren Solbrunnen anlegen darf. 1281 wird Halle urkundlich erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt und 1310 wird die Selbstverwaltung der Stadt vertraglich festgehalten. 1341 beginnt der Bau für einen starken Turm zwischen Waage und Rathaus, welcher bis 1835 zur sicheren Unterbringung der städtischen Privilegien dient. 1418 beginnt der Bau am Roten Turm, einem Glockenturm „zur Ehre Gottes und der Stadt Halle wie der ganzen Umgebung zur Zierde“. Er wird später zum Wahrzeichen der Stadt. 1478 endet die etwa 200-jährige städtische Selbstständigkeit. 1484 lässt Erzbischof Ernst in der Nordwestecke der Stadt die Moritzburg als befestigtes Wohnschloss erbauen und zieht 1503 feierlich ein. Bis 1680 wird Halle Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg sein. 1530/39 werden die romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien zur viertürmigen Marktkirche umgebaut. 1541 wird die Reformation eingeführt und das Erzbistum fortan von einem erzbischöflichen Administrator verwaltet. 1625 besetzen Kaiserliche Truppen unter Wallenstein die Stadt. 1637 wird die Moritzburg im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges ausgebrannt. Nach dem Tod des letzten erzbischöflichen Administrators, Herzog August von Sachsen, im Jahre 1680 fällt Halle mit dem gesamten Erzstift Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg und wird mit diesem ab 1701 Teil des Königreichs Preußen. 1694 wird die Universität Halle mit zunächst vier Fakultäten gegründet. Nach dem Tilsiter Frieden im Jahr 1807 wird Halle Teil des neugebildeten Königreichs Westphalen. Doch fällt sie 1815 wieder an Preußen, das die Stadt der neu gebildeten Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, eingliedert. Durch die Verwaltungsgliederung entsteht der bis heute bestehende Saalkreis mit Sitz in Halle. 1819 entsteht der Stadtkreis Halle, der jedoch 1828 bereits wieder aufgelöst und die Stadt unmittelbar der Regierung in Merseburg unterstellt wird. 1882 fahren die ersten Pferdebahnen als Vorläufer der Straßenbahnen. Fortan ist sie quasi eine kreisfreie Stadt, die 1890 die Grenze von 100.000 Einwohner überschreitet und damit Großstadt wird. 1891 fährt in Halle die erste elektrische Straßenbahn Europas. Halle erleidet im Zweiten Weltkrieg als eine der wenigen größeren Städte nur geringe Zerstörungen. Zwei Bombenangriffe (der erste am 31. März 1945, der zweite einige Tage später).Ziel waren die Bahnhofsanlagen, die aber nicht getroffen wurden. Zerstörungen nur zwischen Bahnhof und Zentrum (1.Angriff) bzw. im südlichen Stadtteil (2.Angriff). Am 17. April 1945 wird Halle von amerikanischen Truppen besetzt, dabei wird der Rote Turm in Brand geschossen. Dass die Stadt dabei keine größeren Schäden erlitt, verdankt sie dem damals hier ansässigen Felix Graf von Luckner, der zusammen mit dem Oberbürgermeister die Stadt an die amerikanischen Truppen übergab. Im Juli zogen die Amerikaner wieder ab und die Sowjetunion wird die Besatzungsmacht. Halle wird Hauptstadt der Provinz Sachsen, welche kurze Zeit später im Land Sachsen-Anhalt aufgeht. Mit der Auflösung der Länder in der DDR 1952 wird Halle Bezirksstadt des Bezirks Halle. Die Aufsiedelung des Wohngebiets Halle-West ab 1964 führt 1967 zur Gründung der selbständigen Stadt Halle-Neustadt, die 1971 eine kreisfreie Stadt wird. Im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wird Halle-Neustadt im Mai 1990 wieder mit Halle vereinigt. Die Stadt gehört seither wieder zum neu errichteten Land Sachsen-Anhalt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Halle (Saale) eingemeindet:
- 1817: Glaucha und Neumarkt
- 1891: Gutsbezirk Freiimfelde
- 1900: Giebichenstein, Trotha, Kröllwitz und Gimritz
- 1950: Stadt Ammendorf (mit den Stadtteilen Beesen, Burg in der Aue, Osendorf, Planena und Radewell) sowie Bruckdorf, Büschdorf, Dölau, Diemitz, Dautzsch, Lettin, Mötzlich, Nietleben, Reideburg, Seeben, Wörmlitz-Böllberg, Tornau, Kanena und Passendorf
- 1967: Ausgliederung des Neubaugebiets Halle-West nördlich von Passendorf, das unter der Bezeichnung Halle-Neustadt eine selbständige Stadt, später eine kreisfreie Stadt wurde
- 1990: Halle-Neustadt

Einwohnerentwicklung

Für das Jahr 2020 wurde vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt in der 3. Regionalisierten Bevölkerungsprognose eine Einwohnerzahl von 195.149 vorhergesagt. Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter beziehungsweise um Angaben der Stadtverwaltung. 1870 ¹ Volkszählungsergebnis
² Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt

- 6. Mai 1990: Vereinigung von Halle und Halle-Neustadt

Halloren, Hallenser und Hallunken

Hallenser, Halloren und Hallunken soll man in Halle an der Saale öfter antreffen. Diese ironisch gemeinte Kategorisierung der Einwohner Halles geht auf Heinrich Heine zurück, der einst von Hallensern, Halloren und Hallunken sprach. Laut Heine sind Hallenser die in Halle an der Saale geborenen und Hallunken alle Zugezogenen. Als Halloren gelten die alteingesessenen Hallenser, was aber so nicht ganz richtig ist, weil nur die Brüder der Salzwirkerzunft sich als Hallore bezeichnen dürfen.

Religionen

Die Stadt Halle (Saale) gehörte von Anfang an zum Erzbistum Magdeburg. Ab 1194 gab es in Halle Erzpriestersitze, doch hatte die Stadt wohl erst seit dem 12. Jahrhundert ihre planmäßige Einordnung im Kirchengefüge des Erzbistums. Ab 1518 zog die Reformation Zug um Zug in der Bürgerschaft der Stadt ein. 1541 konnte dieser Prozess abgeschlossen werden und Halle war fortan über viele Jahre eine protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gründete sich im 17. Jahrhundert auch eine reformierte Gemeinde. 1698 gründete August Hermann Francke in Halle die nach ihm benannten Franckesche Stiftungen, eine bis heute bestehende soziale Einrichtung. 12 Jahre später 1710 war Francke zusammen mit dem Juristen Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667-1719) Mitbegründer der Cansteinschen Bibelanstalt, die bis heute ihren Sitz in Halle hat und sich dem Druck und der Verbreitung von Bibeln widmet. Nach dem Übergang an Preußen gehörte die Stadt zum Herzogtum Magdeburg und teilte die kirchlichen Geschicke mit dem ganzen Herzogtum, das heißt 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Alle Kirchengemeinden Halles gehörten danach zur "Evangelischen Kirche in Preußen" beziehungsweise deren Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als "summus episcopus" war. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Halles gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Halle-Naumburg innerhalb der Propstei Halle-Saalkreis, deren Sitz sich in Halle befindet. Im 19. Jahrhundert vermehrte sich auch die Zahl der Katholiken in Halle. Sie gehörten ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Erzbischof immer schwerer seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde und zu dessen Amtsbezirk auch die Pfarrgemeinden in Halle gehörten. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete 1972 formell abgetrennt und zum Bischöflichen Amt Magdeburg erhoben. Leiter dieses Amtes wurde ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bischöfliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdiözese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Halles gehören somit heute zum Dekanat Halle innerhalb des Bistums Magdeburg. Neben den beiden großen Kirchen gibt es aber noch unzählige andere Kirchen, die hauptsächlich als Freikirchen bezeichnet werden. In Halle gibt es außerdem zwei jüdische Gemeinden. Eine Gemeinde gehört dem Zentralrat der Juden in Deutschland an und zählt 750 Mitglieder, die andere befindet sich unter dem Dach der liberalen Gemeinden Deutschlands, der Union progressiver Juden in Deutschland und zählt 250 Mitglieder. Die große Mehrzahl der Hallenser Bevölkerung ist jedoch säkularisiert.

Politik

An der Spitze der Stadt Halle stand der vom Erzbischof unter Oberhoheit des Burggrafen eingesetzte Schultheiß beziehungsweise Salzgraf. 1258 taucht erstmals der Rat auf. Doch wurde er vom Landesherrn, dem Erzbischof von Magdeburg, erst 1310 verfassungsmäßig anerkannt. Danach konnte das Bürgertum auch ein Mitspracherecht in der Stadtverwaltung erlangen. Nach dem Übergang an Preußen setzte der preußische König 1780 einen Oberbürgermeister ein. Ab 1807 war Halle Teil des Königreichs Westfalen und wurde von einem "Maire" geleitet. Nach dem erneuten Übergang an Preußen 1815 stand wieder ein Bürgermeister an der Spitze der Stadt und 1831 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Stadt der Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister. Während der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtverordnetenversammlung, später Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1993 wird der Oberbürgermeister direkt von den Bürgern der Stadt gewählt. Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1798:

Stadtrat

Der Stadtrat der Stadt Halle setzt sich neben der Oberbürgermeisterin seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 aus folgenden Sitzen zusammen:

Wappen

Das Wappen der Stadt Halle (Saale) zeigt in Silber einen nach oben geöffneten roten Halbmond zwischen zwei roten Sternen oder eine Siedepfanne mit zwei Salzkristallen. Das Wappen taucht erstmals in einem Gerichtssiegel des 14. Jahrhunderts auf und wurde alsbald in das Ratssiegel der Stadt aufgenommen, das seinerzeit eine thronende Maria darstellte. Um das Jahr 1450 wurden Mond und Sterne als offizielles Stadtwappen eingeführt. Über die Bedeutung gibt es keinerlei Nachweise, lediglich sagenhafte Erzählungen, die versuchen, die Wappensymbole zu deuten. Die älteste noch erhaltene Darstellung des Wappens stammt aus 1457 und befindet sich an der Moritzburg über dem Moritztor. Einer Sage über die Entstehung des Wappens nach wurde der Bischof von den Halloren gebeten eine Stadt an der Stelle ihrer Hütten errichten zu dürfen. Der Bischof lachte und fragte ob sie jemand gefunden hätten, der ihre Hütten kaufen wolle. Darauf antworteten die Halloren; „Han wir hüte Water und Holt, So han wir morne Silber und Gold“. Darauf hin erwiederte der Bischof „Nun so baut in Gottes Namen mit Wasser und Holz und es leuchte euch Sonne, Mond und Sterne“

Städtepartnerschaften

Halle (Saale) unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- 25px Oulu (Finnland), seit 1968
- 25px Coimbra (Portugal), seit 1974
- 25px Linz (Österreich), seit 1975
- 25px Grenoble (Frankreich), seit 1976
- 25px Karlsruhe (Baden-Württemberg), seit 1987
- 25px Hildesheim (Niedersachsen), seit 1992
- 25px Ufa (Baschkirien, Russland), seit 1997 (erneuert, war schon vor 1990 Partnerbezirk)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

1997 Im Nordosten des Stadtgebiets von Halle (Saale) führt die Bundesautobahn 14 Magdeburg-Leipzig-Dresden vorbei. Sie kreuzt sich östlich von Halle am "Schkeuditzer Kreuz" mit der A9 München-Berlin. Zukünftig gibt es den Anschluss an die A 38 Leipzig-Göttingen. Im Westen ist die 2004 eröffnete A 143 (Mitteldeutsche Schleife). Durch das hallesche Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 6, B 91, B 80 und B 100. Der Hauptbahnhof Halle ist ein Bahnknotenpunkt mit ICE-Anschluss an die Strecke Frankfurt-Berlin. Der internationale Flughafen Leipzig/Halle befindet sich nur 15 Kilometer östlich der Stadt beim Schkeuditzer Kreuz und hat Bahnanschluss. Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV bedienen einerseits die S-Bahn-Linie S10, die seit Ende 2004 mit der S-Bahn Leipzig zu einem gemeinsamen S-Bahn-Netz Leipzig-Halle im Halbstundentakt verbunden ist, sowie andererseits mehrere Straßenbahn- und Omnibuslinien der HAVAG (1918 bis 1951 Städtische Straßenbahn Halle, 1951 bis 1990 Verkehrsbetriebe Halle).

Projekte der Stadt


- Riebeckplatz - komplexer Umbau eines der größten städtischen Kreisverkehre in Deutschland
- Umgestaltung des Marktplatzes
- Phänomena
- Multimediastandort: Mitteldeutsches Medienzentrum (MMZ), eröffnet 10/2005
- Hallesches Eichendorff-Jahr 2005
- Halles 1200-jähriges Stadtjubiläum 2006

Medien


- In Halle steht das Hörfunkzentrum des MDR.
- Funkhaus Halle (89,0 RTL und Radio Brocken)
- Lokalfernsehsender TV Halle Außerdem gibt es das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Corax.

Printmedien


- Als Tageszeitung erscheinen die Mitteldeutsche Zeitung, die mehrere Lokalausgaben hat, sowie eine Regionalausgabe der Bild-Zeitung für Halle.
- Daneben gibt es mehrere Anzeigenblätter und Veranstaltungsmagazine.

Ansässige Unternehmen


- Stadtwerke Halle
- Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG)
- Kathi Backmischungen
- Halloren Schokoladenfabrik
- KSB-Pumpen, Niederlassung
- Transformatorenwerk, ABB
- Waggonbau Ammendorf (Bombardier-Gruppe), schließt Ende 2005
- zahlreiche Callcenter (ADAC, Dell, Sparkasse-Direkt, transcom u.a.), wichtigste Wachstumsbranche in Halle Callcenter

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt Halle ist Sitz folgender Einrichtungen, Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Bundesgrenzschutzamt Halle
- Bundesvermögensamt Halle
- Kreiswehrersatzamt Halle
- Kulturstiftung des Bundes - Stiftung für die Förderung von Kunst und Kultur im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes
- Landratsamt Saalkreis
- Landesverwaltungsamt (ehem. Regierungspräsidium)
- LVA, Landesversicherungsanstalt

Bildung und Forschung


- Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - Die Universität entstand 1817 durch Vereinigung der beiden Universitäten Wittenberg (gegründet 1502 als Kursächsische Landesuniversität) und Halle (gegründet 1694). In Napoleonischer Zeit waren beide Einrichtungen kurzzeitig geschlossen. 1993 wurde die Pädagogische Hochschule Halle-Köthen und Teile der Technischen Hochschule Merseburg integriert.
- Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt - mit 5,3 Mio. Bestandseinheiten die größte wissenschaftliche Allgemeinbibliothek des Landes
- Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design; Die Hochschule hat ihren heutigen Status seit 1958. Sie geht jedoch auf eine reformierte Werkkunstschule zurück.
- Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle - Die Hochschule geht zurück auf die Evangelische Kirchenmusikschule Aschersleben, die 1926 als erste Einrichtung ihrer Art gegründet wurde. 1939 wurde diese nach Halle verlegt und seit 1993 ist sie eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen.
- Leopoldina - Deutsche Akademie der Naturforscher. Sie wurde 1652 in Schweinfurt gegründet und ist damit die älteste Akademie (naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft) in Deutschland. Seit 1878 hat sie ihren Sitz in Halle (Saale).
- Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung
- Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung
- Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik
- Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik
- Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie
- Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO)
- Institut für Strukturentwicklung und Wirtschaftsförderung
- Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IfW)
- UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle
- Deutsches Jugendinstitut, Außenstelle Halle

Freizeit- und Sportanlagen


- Naturbäder: Hufeisensee, Saale-Elster-Kanal, Heidesee, Angersdorfer Teiche
- Stadien: Kurt-Wabbel, Stadion am Bildungszentrum (Neustadt), Stadion der Waggonbauer (Ammendorf), Leichtathletikstadion Robert-Koch
- Fußballplätze (Vereinsplätze): Hallescher FC, VfL Halle 96 u. a.
- Tennisplätze (Klubanlagen): Sandanger, Böllberger Weg u. a.
- Pferderennbahn
- Flugsport, Flughafen Halle-Oppin

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Deutsches Jugendinstitut Deutsches Jugendinstitut Deutsches Jugendinstitut Deutsches Jugendinstitut Sehenswert ist in Halle vor allem die bemerkenswert gut erhaltene historische Altstadt.

Theater


- Opernhaus Halle - Musiktheater und Ballett (BALLETT ROSSA)
- neues theater Halle - Sprechtheater mit mehreren Bühnen, gelegen auf der vom langjährigen Intendanten Peter Sodann entwickelten sog. "Kulturinsel"
- Puppentheater der Stadt Halle - Puppentheater für Erwachsene und Kinder
- Thalia Theater Halle - Kinder- und Jugendtheater
- Theatrale - oder auch "Freie Komödianten" genannt
- Theater Apron - Freie Theatergruppe, bestehend aus Studenten
- Schiller-Bühne - ein Wandertheater
- Figurentheater Anna-Sophia - Klassische und moderne Märchen mit Puppen für Kinder

Museen


- Händelhaus (Geburtshaus des Komponisten), Musikmuseum der Stadt Halle
- Moritzburg (Halle) Stiftung Moritzburg / Staatliche Galerie
- Beatles Museum
- Geiseltalmuseum
- Landesmuseum für Vorgeschichte
- Stadtmuseum Halle, Christian-Wolff-Haus
- Museum in den Franckeschen Stiftungen (Schulstadt)
- Salinemuseum
- Marienbibliothek

Sonstige Sehenswürdigkeiten


- Burg Giebichenstein am Saaleufer
- Leipziger Turm
- Roter Turm (mit 76 Glocken zweitgrößtes Glockenspiel weltweit) und Marktkirche St. Marien, die zusammen "Fünf Türme" als Wahrzeichen Halles ergeben
- Marienbibliothek
- Alter Markt mit Eselsbrunnen (1906) und Moritzkirche (Halle)
- Hallescher Dom mit Neuer Residenz
- Naherholungsgebiete Saaleaue Peißnitzinsel und Dölauer Heide
- Stadtgottesacker (von Ratsbaumeister Nickel Hofmann 1557-1594 errichtet), eine der wenigen noch erhaltenen Camposanto-Friedhofsanlagen nördlich der Alpen
- Konzerthalle Ulrichskirche
- Stadthaus
- Durch Halle führt die Ferienstraße "Straße der Romanik" sowie der Saale-Radwanderweg
- Hallescher Bergzoo
- Botanischer Garten der Martin-Luther-Universität
- Geologischer Garten am Institut für Geologische Wissenschaften der Martin-Luther-Universität
- Planetarium Halle

Regelmäßige Veranstaltungen


- Vor Ostern: Frühjahrsmarkt (Rummel) bei der Eissporthalle
- Mai: Hallesche Musiktage an verschiedenen Spielstätten
- Mai: Internationales Kinderchorfestivals "Fröhlich sein und singen"
- Juni: Händel-Festspiele mit "Händels Open"
- August: Hallesches Laternenfest auf der Peißnitzinsel, mit Bootskorso auf der Saale, Konzerten der Pop- und Rockmusik, Höhenfeuerwerk, Fischerstechen der Halloren
- September: Salzfest um die Saline
- Dezember: Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten


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