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Auguste Comte
Isidore Marie Auguste François Xavier Comte ( - 19. Februar 1798 in Montpellier; † 5. September 1857 in Paris; sprich: Ogüst Kohmt) war Mathematiker, Philosoph und Religionskritiker, vor allem ist er jedoch als Begründer der Soziologie hervorgetreten.
Andere Persönlichkeiten, die wegen ihrer Folgewirkung häufig ebenfalls als wichtige Ahnherren der Soziologie genannt werden, sind Herbert Spencer, Ferdinand Tönnies, Max Weber und Emile Durkheim, doch hat Comte als erster den Begriff „Soziologie“ geprägt.
Leben
Sein Vater war der Steuerbeamte Louis-Auguste-Xavier Comte, seine Mutter Félicité-Rosalie Comte, er hatte drei jüngere Geschwister.
Nach dem Besuch der Schule in Montpellier begann Auguste Comte, an dem Eliteinstitut École Polytechnique in Paris zu studieren. Die École Polytechnique widmete sich den französischen und republikanischen Idealen, vor allem dem Fortschrittsgedanken. 1816 kam es zu einer Studentenrevolte, die École schloss vorübergehend. Die Kursteilnehmer konnten eine Neuzulassung zu einem späteren Zeitpunkt beantragen. So musste Comte die École verlassen und setzte seine Studien an der medizinischen Schule in Montpellier fort. Als die École später wiedereröffnet wurde, versuchte Comte jedoch nicht, sich erneut einzuschreiben.
Bald sah er unüberbrückbare Differenzen mit seiner katholisch-monarchistisch geprägten Familie und verließ diese, um nach Paris zu gehen und sich sein Geld durch kleine Hilfsarbeiten zu verdienen, u. A. als Privatlehrer für Mathematik. Er war schnell sehr belesen, studierte weite Felder historischer und philosophischer Literatur, holte sich Anregung bei so unterschiedlichen Autoren wie dem Physiokraten Turgot, bei Condorcet, Montesquieu, bei führenden philosophischen Aufklärern wie David Hume und Immanuel Kant, aber auch bei Ultrakonservativen wie Joseph de Maistre, ja selbst klerikale Denker des Mittelalters prägten seine Lektüre. Er wurde Student, Freund und Sekretär des bedeutenden Industrie- und Sozialtheoretikers Graf Claude-Henri Comte de Saint-Simon, der seinen Schüler in intellektuelle Gesellschaft brachte. In Saint-Simons Zeitschriften publizierte Comte seine ersten journalistischen Arbeiten. 1824 verließ er Saint-Simon, wieder wegen nicht beizulegender Meinungsverschiedenheiten.
Comte wusste jetzt, was er tun wollte: er arbeitete die Philosophie des Positivismus aus. Diese veröffentlichte er 1822 als Plan de traveaux scientifiques nécessaires pour réorganiser la société. Aber er erhielt keine akademische Anstellung. Ein Lehrstuhl blieb ihm "wegen der unmoralischen Falschheit seines mathematisierenden Materialismus" versagt. Selbst eine bescheidene Stelle als Mathematik-Repetitor verlor er später wegen seiner verrufenen Schriften wieder. Sein Alltagsleben hing von Förderern und von finanzieller Hilfe seiner Freunde ab. In seiner Privatwohnung hielt er Vorträge, die auch von bekannten Wissenschaftlern jener Zeit besucht wurden.
Er heiratete die ehemalige Prostituierte Caroline Massin, ließ sich aber 1842 wieder scheiden. Comte war bekannt als arrogante, energische und mitreißende Persönlichkeit. 1826 wurde er in eine psychiatrische Heilanstalt eingewiesen, welche er jedoch wieder verließ, ohne kuriert worden zu sein. Im April 1827 misslang ihm ein Selbstmordversuch. Stablilisiert durch seine Ehefrau konnte er danach wieder an seinen Plänen arbeiten, er gab auch wieder Vorlesungen. Seit April 1826 und bis zu seiner Scheidung veröffentlichte er die sechs Bände seiner Cours de philosophie positive, basierend auf seinen Vorlesungen als Privatgelehrter.
Ab 1841 wohnte er dann in der Rue Monsieur-le-Prince Nr. 10, heute Sitz eines Comte-Museums. Hier referierte er auch über Astronomie.
Von 1844 an verehrte Comte die Großbürgersgattin Clotilde de Vaux, ein Verhältnis, das platonisch blieb. Nach ihrem Tod 1846 wurde diese Liebe quasi-religiös und Comte sah sich als Gründer und Prophet einer neuen "Religion der Menschlichkeit". Der ehemals vor allem den strengen "Tatsachenwissenschaften" anhängende Comte rief praktisch eine neue Theokratie aus, Kritiker sahen in seinen Bestrebungen einen "gottlosen Katholizismus". Er veröffentlichte vier Ausgaben des Système de Politique des Positivs (1851 - 1854). Auguste Comte plädierte auch für die Emanzipation der Frauen - allerdings transportierten seine Vorstellungen ein teilweise sehr traditionelles Bild: der Mann habe sich im Lebenskampf und in den Professionen zu bewähren, die Frau müsste aus dem häuslichen Kreis heraus moralisch und ethisch in die Gesellschaft hinein wirken. Es bildeten sich einzelne "comtistische" Gemeinden in Frankreich, England, Schweden und Amerika. Comte hinterließ ein etwa 500 Seiten starkes "Testament".
Seine wissenschaftlichen Theorien
Comte sah zwei Universalgesetze in allen Wissenschaften am Werk: das Gesetz der drei Phasen (Drei-Stadien-Gesetz) („kindliche“ Religion, „jungenhafte“ Metaphysik, schließlich „männliche“ positive Wissenschaft) sowie das enzyklopädischen Gesetz. Indem er diese Theoreme kombinierte, entwickelte Comte eine systematische und hierarchische Klassifikation aller Wissenschaften, einschließlich der anorganischen Physik (Astronomie, Geowissenschaft und Chemie), der organischen Physik (Biologie), vor allem jedoch der neuartigen "sozialen Physik", die später „Soziologie“ genannt wurde und bei Comte auch proto-behaviouristische Psychologie und Ethik einschließen sollte.
Diese Idee einer speziellen Wissenschaft - weder Geisteswissenschaft, noch Metaphysik - für das Soziale war im 19. Jahrhundert weit verbreitet und ging nicht speziell von Comte aus. Die ehrgeizige - viele würden sagen überzogene - Weise, in der Comte dies vorstellte, war ihm jedoch einzig.
Comte sah diesen neuen Forschungszweig, die Soziologie, als die letzte und die größte von allen Wissenschaften, eine Disziplin, die alle weiteren Wissenschaften umfassen würde und die ihre Entdeckungen in ein zusammenhängendes und vollständiges Ganzes integrieren und beziehen würde. Dabei barg sein Ansatz durchaus Widersprüche: einerseits Orientierung an „harten Fakten“ und nachgewiesenen wissenschaftlichen Erkenntnissen („unwandelbare Naturgesetze“), andererseits Voraussetzung eines bald mystisch gefärbten Gemeinschaftsgeistes (esprit d'ensemble), der „Zweifelsucht“, egoistischen Individualismus und Liberalismus des vorangegangenen „metaphysischen“ Zeitalters durch Altruismus ersetzt.
Wirkung
Obgleich seine Theorien während seiner Lebenszeit und auch noch danach sehr einflussreich waren, sind sie doch bald umstritten gewesen. Comte prägte bereits 1838 die Bezeichnung „Soziologie“; Forschung auf „soziologischem“ Gebiet gab es aber durchaus schon vorher, nur existierte bis Comte kein verbindlicher Begriff dafür. Comtes besondere Hervorhebung des gegenseitigen Verbundenseins der unterschiedlichen Sozialelemente gilt heute als Vorwegnahme des modernen Funktionalismus. Dennoch: mit wenigen Ausnahmen wird seine Arbeit inzwischen als exzentrisch, mechanistisch und wissenschaftlich überholt betrachtet. Die teilweise naive Erkenntnistheorie des Positivismus, sein Verifikationismus, wurde z. B. von dem Physiker Max Planck kritisiert.
Trotzdem sollte man Comtes bleibenden Einfluss gerade in Frankreich und anderen Nationen mit industriellen und katholischen Tendenzen (Polen, Brasilien u. A.) nicht unterschätzen. Emile Durkheims objektive Methode der „sozialen Fakten“, die sich doch stark von Max Webers methodologischem Individualismus unterscheidet, verdankt Comtes Positivismus wahrscheinlich einiges. Auch die Naturwissenschaftlerin und Nobelpreisträgerin Marie Curie begeisterte sich für Aspekte des Positivismus. Die frühe wissenschaftliche Kriminologie Italiens wurde ebenfalls stark von der „positiven Philosophie“ beeinflusst, darunter der Kriminologe und Physiognomiker Cesare Lombroso, den Nietzsche so eifrig rezipierte. Selbst bei Albert Camus findet sich noch eine Unterscheidung zwischen dem eher abstrakten, idealistischen, dem Absoluten verpflichteten deutschen Denken „des ewigen Jünglings“ und der „mittelmeerischen Tradition...männlicher Stärke“, die sich eher der Natur und der konkreten Erfahrung als der Geschichtsphilosophie verpflichtet fühlt. Comtes Gesetz der drei Phasen klingt hier unüberhörbar an. Und auch ein bekannter Soziologe wie Pierre Bourdieu zitierte noch 1968 in einem Fachlehrbuch mehrmals Auguste Comte, dabei nicht immer nur in kritischer Absicht.
Comtes grandiose Vision der Soziologie als Königin aller Wissenschaften wurde nie verwirklicht. Dagegen gilt Comte heute vielen als typischer Vertreter des ungebrochenen und übersteigerten Fortschrittsglaubens des 19. Jahrhunderts und der frühen Moderne.
Ferner wurde Comtes Wortprägung „Positivismus“ von Kritikern seither zur Bezeichnung unhinterfragter Wissenschaftsgläubigkeit und zügelloser Sozialtechnologie verwendet, wobei der Begriff teilweise inflationär gebraucht wurde: bereits Karl Marx verwendete die Bezeichnung „Positivismus“ in sehr allgemeiner, kritischer Absicht und keineswegs nur bezogen auf ursprüngliche „echte“ Positivisten wie Comte. Der spätere sogenannte „logische Positivismus“ hat auch keine unmittelbaren Bezüge zu Auguste Comte (vgl. Positivismusstreit).
Neben seinen Theorien hat Comte außerdem verschiedene Kalender-Systeme entworfen, z. B. den Positivisten-Kalender.
Comtes Motto „Savoir pour prévoir, prévoir pour pouvoir“ (ungefähr: Wissen, um die Zukunft zu prognostizieren, prognostizieren, um handeln zu können) könnte heute noch als Motto der Wissenschaften, auch der Umfrage- und Marktforschung dienen; allerdings kann damit nicht mehr Comtes überspannter Determinismus, sein enger Instrumentalismus (beispielsweise schien ihm die Untersuchung ferner Galaxien irrelevant, da dies belanglos für menschliche Interessen sei und einfache Naturgesetze unnötig kompliziere) oder seine obskure Experten-Herrschaft gemeint sein.
Comtes Devise „Ordnung und Fortschritt“ erscheint sogar in der Flagge Brasiliens.
Werke
- Système de politique positive. (anonym publiziert, 1824)
- Cours de philosophie positive. (6 Bände, bis 1842)
- Traité élémentaire de géométrie analytique à deux et à trois dimensions. (1843)
- Discours sur l'esprit positif. (1844)
- Traité philosophique d'astronomie populaire, ou Exposition systématique de toutes les notions de philosophie astronomique qui doivent devenir universellement familières. (1844)
- Discours sur l'ensemble du Positivisme, ou Exposition sommaire de la doctrine philosophique et sociale propre à la grande république occidentale composée de cinq populations avancées, française, italienne, germanique, britannique et espagnole. (1848)
- République occidentale. Ordre et progrès. (1848)
- Calendrier positiviste, ou Système général de commémoration publique destiné surtout à la transition finale de la grande république occidentale composée de cinq populations avancées, française, italienne, germanique, britannique et espagnole composée par Auguste Comte, et publié au nom de la Société positiviste. (1849)
- Système de politique positive, ou Traité de sociologie, instituant la religion de l'humanité. (4 Bände,1851-1854)
- Catéchisme positiviste, ou Sommaire exposition de la religion universelle, en onze entretiens systématiques entre une femme et un prêtre de l'humanité. (1852)
- Appel aux conservateurs. (1855)
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- Lettres d'Auguste Comte à Monsieur Jacques-Pierre-Fanny Valat. 1815-1844. (1870)
- Lettres d'Auguste Comte à John Stuart Mill. 1841-1846. (1877)
- Opuscules de philosophie sociale. 1819-1828. (1883)
- Testament d'Auguste Comte, avec les documents qui s'y rapportent: pièces justificatives, prières quotidiennes, confessions annuelles, correspondance avec Mme de Vaux, publié par ses exécuteurs testamentaires, conformément à ses dernières volontés. (Herausgegeben von Pierre Laffitte, 1884)
- Lettres d'Auguste Comte, fondateur de la religion universelle et premier grand-prêtre de l'humanité, à Henry Edgar et à Monsieur John Metcalf. (Herausgegeben von Jorge Lagarrigue, 1889)
- Lettres d'Auguste Comte à Henry Dix Hutton. (1890)
- Lettres inédites de John Stuart Mill à Auguste Comte, publiées avec les réponses de Comte. (zusammen mit John Stuart Mill und einer Einführung von Lucien Lévy-Bruhl, 1899)
- Lettres d'Auguste Comte à divers, publiées par ses exécuteurs testamentaires. (mehrere Bände, bis 1905)
- Correspondance inédite d'Auguste Comte. (4 Bände, 1903-1904)
- Lettres d'Auguste Comte au docteur Robinet, son médecin et l'un de ses exécuteurs testamentaires et à sa famille. (Herausgegeben von Émile Corra, 1926)
- Lettres et fragments de lettres. (Herausgegeben von F. Germano Medeiros, 1926)
- Lettres inédites à Célestine de Blignières. (Herausgegeben von Paul Arbousse-Bastide, 1932)
- Nouvelles lettres inédites. (Herausgegeben von Paulo Estavão de Berrêdo-Carneiro, 1939)
- Le Prolétariat dans la société moderne. (Mit einer Einführung von Rudolfo Paula Lopes, 1946)
- Œuvres d'Auguste Comte. (12 Bände, 1968-1971)
- Écrits de jeunesse. 1816-1826. Suivis du Mémoire sur la cosmogonie de Laplace. 1835. (Rekonstruiert und herausgegeben von Paulo Estevão de Berrêdo Carneiro und Pierre Arnaud, 1970)
- Plan des travaux scientifiques nécessaires pour réorganiser la société. (Herausgegeben und annotiert von Angèle Kremer-Marietti, 1970)
- Sommaire appréciation de l'ensemble du passé moderne. (Herausgegeben und annotiert von Angèle Kremer-Marietti, 1971)
- La Science sociale. (Herausgegeben und eingeleitet von Angèle Kremer-Marietti 1972)
- Correspondance générale et confessions. (8 Bände, 1973-1990)
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- Die Soziologie. (1992)
- Plan der wissenschaftlichen Arbeiten, die für eine Reform der Gesellschaft notwendig sind. (1984)
- Rede über den Geist des Positivismus. (Herausgegeben von Iring Fetscher, 1956, 1966, 1979)
Literatur
- Gerhard Wagner: Auguste Comte zur Einführung. Junius, Hamburg 2001, ISBN 3885063352
Weblinks
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Comte, Auguste
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ja:オーギュスト・コント
ko:오귀스트 콩트
ms:Auguste Comte
1798
- 4. Januar: Die Republik Mülhausen stimmt für ihren Beitritt zu Frankreich
- 15. Februar: Frankreich zerstört den Kirchenstaat und errichtet die „Römische Republik”
- 12. April: Ausrufung der Helvetischen Republik, nachdem seit der Jahreswende 1797/1798 Revolutionen in verschiedenen Kantonen der Alten Eidgenossenschaft ausgebrochen und französische Truppen eingefallen waren
- 1. Mai: Das von den Franzosen besetzte linksrheinische Gebiet führt das staatliche Personenstandswesen ein
- Mai: Napoléon startet mit einem französischen Heer von 40 000 Mann nach Ägypten
- 24. Juli: Napoléon besiegt das ägyptische Heer und zieht in Kairo ein
- 1. August: Der britische Admiral Horatio Nelson vernichtet die französische Flotte im Nildelta
- 8. November: Der britische Kapitän John Fearn entdeckt die Insel Nauru
- Georgia verbietet als letzter der US-Bundesstaaten den Sklavenhandel, nur der Handel, der Einsatz von Sklaven ist nicht verboten
- England schlägt einen Aufstand in Irland blutig nieder
- Napoléon besetzt die Insel Malta und vertreibt die dort ansässigen Ritter des Malteserordens
- Henry Cavendish entwickelt sein Verfahren zur Messung der Gravitationskonstante
- Goethe gibt die erste Nummer der periodische Schrift Propyläen heraus (Organ für die Anschauungen der Weimarer Klassik)
Kultur
- 6. Juli: Uraufführung der Oper Die Geisterinsel von Johann Friedrich Reichardt an der Hofoper Berlin
- 25. Juli: Uraufführung der Oper L'Hôtellerie portugaise von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris
- 5. August: Uraufführung der Oper Le Rendez-vous supposé ou Le Souper de famille von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 12. Juni: Uraufführung der Oper „Der zweite Teil der Zauberflöte“, von Emanuel Schikaneder/Peter von Winter, im Freihaustheater Wien
- 26. Januar: Albert August Wilhelm Deetz, preußischer Soldat und Abgeordneter († 1859)
- 31. Januar: Carl Gottlieb Reißiger, Komponist und Hofkapellmeister in Dresden († 1859)
- 31. Januar: Henriette von Bissing, deutsche Erzählerin († 1879)
- 19. Februar: Auguste Comte, Begründer der Soziologie († 1857)
- 30. März: Luise Hensel, deutsche Dichterin († 1876)
- 2. April: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Germanist und Dichter († 1874)
- 3. April: Charles Wilkes, US-amerikanischer Marineoffizier und Polarforscher († 1877)
- 15. April: Ludwig Hofacker, Evangelischer Theologe († 1828)
- 24. April: Karl von Holtei, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Theaterleiter († 1880)
- 26. April: Eugène Delacroix, französischer Maler († 1863)
- 5. Mai: Christian Friedrich Scherenberg, deutscher Dichter († 1881)
- 19. Mai: Antonio Rolla, italienischer Violinvirtuose († 1837)
- 20. Mai: Heinrich August Wilhelm Stolze, deutscher Stenograph († 1867)
- 23. Mai: Ludwig Benjamin Henz, deutscher Eisenbahningenieur († 1860)
- 21. Juni: Wolfgang Menzel, deutscher Dichter der Spätromantik († 1873)
- 29. Juni: Giacomo Graf Leopardi, italienischer Dichter († 1837)
- 29. Juni: Giacomo Leopardi, italienischer Dichter († 1837)
- 29. Juni: Willibald Alexis, deutscher Schriftsteller und Dichter († 1871)
- 14. Juli: Alessandro Antonelli, Italienischer Architekt († 1888)
- 16. Juli: Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender († 1868)
- 25. Juli: Albert Knapp, deutscher Dichter († 1864)
- 29. Juli: Carl Blechen, deutscher Landschaftsmaler († 1840)
- 15. August: Henry de Labouchère, 1. Baron Taunton, britischer Staatsmann († 1869)
- 20. August: Paul Wilhelm Eduard Sprenger, österreichischer Architekt († 1854)
- 21. August: Jules Michelet, französischer Historiker († 1874)
- 25. August: Henrik Hertz, dänischer Schriftsteller († 1870)
- 28. August: Harro Paul Harring, Revolutionär, Dichter und Maler († 1870)
- 31. August: Georg Friedrich Puchta, deutscher Jurist († 1846)
- 1. September: Jean Augustin Franquelin, französischer Kunstmaler († 1839)
- 4. September: Hippolyte Dussard, französischer Wirtschaftswissenschafter (VWL) († 1876)
- 9. September: Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie († 1851)
- 11. September: Franz Ernst Neumann, deutscher Physiker († 1895)
- 25. September: Henry Scheffer, französischer Maler († 1862)
- 2. Oktober: Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen († 1849)
- 7. Oktober: Jean Baptiste Vuillaume, französischer Geigenbauer († 1875)
- 12. Oktober: Peter IV., König von Portugal, Kaiser von Brasilien († 1834)
- 22. Oktober: Jodocus Donatus Hubertus Temme, deutscher Politiker, Jurist und Schriftsteller († 1881)
- 5. November: Maria-Carolina von Bourbon-Sizilien, älteste Tochter König Franz' I. von Neapel († 1870)
- 23. November: Robert Oettel, Kaufmann, Stadtverordneter, Begründer der dt. Rassegeflügelzucht († 1884)
- 18. Dezember: Heinrich Smidt, deutscher Schriftsteller († 1867)
- 20. Dezember: Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe († 1850)
- 24. Dezember: Adam Mickiewicz, polnischer Dichter († 1855)
- Jigma Lingpa: Dzogchen-Meister der buddhistischen Nyingma-Tradition des Vajrayana
- Sojourner Truth, US-amerikanische Abolitionistin und Frauenrechtlerin († 1883)
- 26. Januar: Christian Gottlob Neefe, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler ( - 1748)
- 11. Februar: Karl Wilhelm Ramler, deutscher Dichter und Denker/Philosoph ( - 1725)
- 12. Februar: Stanisław August Poniatowski, der letzte polnische König ( - 1732)
- 13. Februar: Wilhelm Heinrich Wackenroder, deutscher Jurist und Schriftsteller ( - 1773)
- 10. Mai: George Vancouver, Britischer Offizier der Royal Navy und Entdecker ( - 1757)
- 14. Mai: David Ruhnken, niederländischer Gelehrter ( - 1723)
- 4. Juni: Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer ( - 1725)
- 1. Juli: Johann Friedrich Mende, deutscher Maschinenbauer ( - 1743)
- 15. Juli: Gaetano Pugnani, Italienischer Violinist und Komponist ( - 1731)
- 21. Juli: Charles Joseph de Croix, Graf Clerfait, österreichischer Feldmarschall ( - 1733)
- 1. August: François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral ( - 1753)
- 1. August: Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral und Seefahrer ( - 1760)
- 10. November: Gabriel Lenkiewicz, Ordensgeneral
- 26. November: Friedrich Albrecht Carl Gren, deutscher Chemiker ( - 1760)
- 1. Dezember: Christian Garve, bekannter Philisoph ( - 1742)
- 4. Dezember – Luigi Galvani, italienischer Arzt und Naturforscher ( - 1737)
- 9. Dezember: Johann Reinhold Forster, deutscher Naturwissenschaftler ( - 1729)
- 19. Dezember: Charles Joseph Panckoucke, französischer Schriftsteller und Verleger ( - 1736)
ko:1798년
Montpellier
Montpellier (Okzitanisch Montpelhièr) ist eine der größten Städte an der französischen Mittelmeerküste, gelegen in der Région Languedoc-Roussillon. Sie ist die Hauptstadt sowie Sitz der Préfecture des Départements Hérault. Die Einwohnerzahl lag 2004 bei 244.500 (1999: 225.392), zusammen mit den Vororten lag die Einwohnerzahl 1999 bei 459.916.
Die Stadt liegt in hügligem Gebiet etwa 10 km von der Mittelmeerküste entfernt am Fluss Lez. Der ursprüngliche Name Monspessulanus leitet sich entweder vom Mont Pelé (nackter Hügel, vegetationsarm) oder dem Mont de la Colline ab. Eine weitere Theorie ist die Namensgebung durch den Monte Pestelario. Die Stadt ist ein Industriezentrum und bekannt für Textilien, Metallverarbeitung, Wein, Druckindustrie und Chemikalien.
Geschichte
Montpellier ist eine der wenigen französischen Städte ohne römischen Hintergrund. Im frühen Mittelalter war das Dorf Villeneuve-lès-Maguelone eine der größeren Siedlungen in der Nähe, aber Überfälle von Piraten zwangen die Bewohner ein wenig weiter ins Inland zu ziehen. Montpellier wurde erstmals 985 erwähnt und wurde vom Wilhelm III. Graf von Toulouse gegründet. Zwei Weiler wurden vereinigt, eine Burg gebaut und diese Siedlung mit Mauern umschlossen. Die beiden heute noch bestehenden Türme der Wehranlage, der Tour des Pins und der Tour de la Babotte stammen allerdings aus späterer Zeit. Montpellier wurde schnell ein Handelszentrum mit Verbindungen über das Mittelmeer und entwickelte eine gemischte Bevölkerung mit Juden, Moslems und später auch Protestanten.
Montpellier kam über die Hochzeit von Marie von Montpellier mit Peter II. 1204 und deren Tod 1213 in den Besitz der Könige von Aragon. Montpellier erhielt 1204 die Stadtrechte und das Recht, jährlich zwölf regierende Stadträte zu ernennen. Nach dem Tod von Peter II. regierte das Köngishaus von Aragón bis die Stadt an Jakob II. von Mallora fiel und von dessen Sohn 1349 an den französischen König Philipp VI. verkaufte wurde, um die Kriegskasse im Kampf gegen Peter IV. von Aragón zu füllen.
Im 14. Jahrhundert erhielt Montpellier eine Kirche, noch nicht die Kathedrale, die dem Heiligen Peter geweiht war. Die Besonderheit der Kirche waren zwei hohe Türme. Nach weiterem Wachstum zog schließlich 1536 der Bischof von Maguelone in die Nachbargemeinde Montpelliéret, welches später von Montpellier vereinnahmt wurde.
Während der Reformation im 16ten Jahrhundert traten viele Einwohner dem Protestantismus bei, die Hugenotten, und es wurde eine Festung des protestantischen Widerstandes gegen das katholische Königshaus. König Ludwig XIII. belagerte die Stadt 1622 und eroberte sie nach acht Monaten. Die Zitadelle wurde anschließend gebaut um den Herrschaftsanspruch des Königs zu festigen.
Die Industialisierung machte im 19. Jahrhundert ein Industriezentrum aus der Stadt und in den 1960ern sorgte die Einwanderung der französischen Algerier für ein rasantes Wachstum.
Bildung
Geschichte der Universität
Montpellier ist eine der ältesten Universitätsstädte Frankreichs.
Bereits etwa im Jahre 980 findet ein reger Austausch zwischen jüdischen, christlichen und muslimischen Kulturen in Montpellier statt, insbesondere im Bereich der Medizin. Im Jahre 1180 erlaubt Wilhelm VIII., Herrscher von Montpellier, dass in Montpellier Medizin praktiziert und unterrichtet wird. Schnell wird es nötig, den Unterricht zu organisieren. Kardinal Konrad, ein Legat Papst Honorius III., gründet in Montpellier im Jahre 1220 die erste medizinische Fakultät Frankreichs.
1242 bestätigt der Bischof von Maguelone die Statuten der Hochschule für Freie Künste (école des arts libéreaux). Gegen 1260 sammeln sich Juristen in Montpellier.
1289 gründet Papst Nikolaus IV. durch die Schrift Quia Sapientia eine Universität in Montpellier. Medizin, Recht, Jura und Philosophie zählen zu den Disziplinen des angebotenen Studium generale.
Die Universität von Montpellier entwickelt sich zu einem intellektuellen Zentrum mit hohem Niveau. So schreibt sich beispielsweise François Rabelais, ein berühmter humanistischer Schriftsteller, 1531 an der medizinischen Fakultät ein.
Die Religionskriege beenden zunächst die prosperierende Entwicklung der Universität; die theologische Fakultät fällt ihnen zum Beispiel ganz zum Opfer. Die Tätigkeit der Universität beschränkt sich immer weiter auf die medizinische Fakultät. Dabei steht Montpellier in direktem Wettbewerb zu Paris; die meisten Ärzte der Könige stammen aus Montpellier.
Im Rahmen der französischen Revolution werden die Universitäten abgeschafft. Viele der Professoren unterrichten jedoch im Untergrund weiter. Die Notwendigkeit, Ärzte auszubilden, führt bereits wieder im Jahre 1794 zu der Errichtung dreier Écoles de Santé (Gesundheitsschulen) in Paris, Strasbourg und Montpellier. 1808 wird die medizinische Fakultät der neu gegründeten Universität von Montpellier (Université impériale) angegliedert. 1816 wird eine Fakultät für Literatur, 1838 eine naturwissenschaftliche Faktultät gegründet. Eine Hochschule für Pharmazie bildet sich bald. Die juristische Fakultät wird erst wieder im Jahr 1878 neu gegründet.
Hochschulen in Montpellier heute
Montpellier ist heute neben Paris, Toulouse und Aix-en-Provence eine der größten Studentenstädte Frankreichs. Mit mehr als 60.000 Studenten ist jeder vierte Bewohner der Stadt an einer der zahlreichen Hochschulen eingeschrieben.
Heute gibt es drei Universitäten in Montpellier:
- An der [http://www.univ-montp1.fr/ Université Montpellier I] werden u. a. Rechts-, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften sowie Medizin, Zahnmedizin und Pharamazie unterrichtet.
- An der [http://www.univ-montp2.fr/ Université Montpellier II - Sciences et Techniques du Languedoc] werden Naturwissenschaften studiert.
- Die [http://www.univ-montp3.fr/ Université Paul-Valéry (Montpellier III)] hat sich auf Literatur, Fremdsprachen, Geistes- und Sozialwissenschaften spezialisiert. Für ausländische Studenten werden hier Französischkurse angeboten. Der Campus liegt direkt neben dem der Université Montpellier II.
Darüber hinaus gibt es mehrere Grande écoles in Montpellier:
- [http://www.enscm.fr/ École Nationale Supérieure de Chimie] (Hochschule für Chemie)
- [http://www.ensam.inra.fr/ École Nationale Supérieure d'Agronomie] (Hochschule für Agrarwissenschaften)
- [http://www.supdeco-montpellier.com/ École Supérieure de Commerce: Sup de Co] (Hochschule für Betriebswirtschaftslehre)
Den Status einer unabhängigen Fakultät hat die Faculté de Théologie Protestante de Montpellier:
- [http://www.iptheologie.asso.fr/facmontpellier/index.htm Institut Protestant de Théologie] (Hochschule für evangelische Theologie)
Sehenswürdigkeiten
Neben den Gebäuden der Universität gibt es im Stadteil Antigone (östlich des Stadtzentrums) mehrere große Wohngebäude des katalanischen Architekten Ricardo Bofill, die im neoklassischen Stil gebaut sind.
Die Stadt beherbergt den ersten botanischen Garten Frankreichs, der 1593 gepflanzt wurde. Nahe der Universität ist die Kathedrale von Sankt Peter. Der Triumphbogen Porte du Peyrou steht in der Nähe, wurde 1691 im dorischen Stil gebaut und später zu Ehren von Louis XIV noch erweitert.
Im 17. Jahrhundert entstand der Aqueduc de Saint-Clément , der sich über 800 m im Stadtviertel Les Arceaux erstreckt. Er brachte Wasser von der 14 Kilometer entfernten Quelle St. Clément in die Stadt. Der Aquädukt füllte einen Wassertank nahe des Triumphbogens, von wo aus Springbrunnen und öffentliche Wasserentnahmestellen befüllt wurden.
Söhne und Töchter der Stadt
In Montpellier wurden geboren:
- Frédéric Bazille (Maler des Impressionismus, 1841-1871)
- Rochus von Montpellier (ca. 1295-1327), Heiliger der Pestkranken
- Antoine-Jérôme Balard (1802-1876), Chemiker
- Auguste Comte (1798-1857), einer der Gründer der Soziologie
- Léo Malet, französischer Kriminalschriftsteller
- Guillaume Mathieu, comte Dumas
- Charles Bernard Renouvier
- Émile Saisset
- Juliette Gréco, französische Chansonsängerin und Schauspielerin
- Édouard Albert Roche, französischer Mathematiker
Partnerstädte
- Louisville (Kentucky, USA) seit 1955
- Heidelberg (Baden-Württemberg, Deutschland) seit 1961 (siehe Weblink Heidelberghaus)
- Barcelona (Katalonien, Spanien) seit 1963
- Chengdu (Sichuan, Volksrepublik China) seit 1981
- Tiberias (Israel) seit 1983
- Fès (Marokko) seit 2003
Verkehr
Marokko
Montpellier hat einen internationalen Flughafen an der A 9 mit etwa 1,3 Millionen Fluggästen im Jahr 2004.
Der ÖPNV wird durch die TaM durchgeführt. Sie betreiben eine Straßenbahnlinie und zahlreiche Buslinien in der Region. Eine zweite Straßenbahnlinie wird zur Zeit gebaut (vorraussichtliche Fertigstellung Oktober 2006) und eine dritte ist in Planung.
Weblinks
- [http://www.ville-montpellier.fr/ Offizielle Homepage] (französisch)
- [http://www.maison-de-heidelberg.org/ Heidelberghaus in Montpellier]
Kategorie:Ort im Languedoc-Roussillon
ja:モンペリエ
5. SeptemberDer 5. September ist der 248. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 249. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 117 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1698 - Um seinem Volk asiatische Bräuche abzugewöhnen, führt der russische Zar Peter der Große eine Steuer auf Bärte ein.
- 1774 - Der erste Kontinentalkongress beginnt in Philadelphia, Pennsylvania. Die englischen Kolonien sprechen sich für die Einstellung des England-Handels aus.
- 1774 - Der englische Weltumsegler James Cook entdeckt auf seiner zweiten Reise eine im Pazifik 1500 km östlich von Australien gelegene Inselgruppe. Er nennt sie nach dem lateinischen Namen für Schottland (Caledonia) Neukaledonien.
- 1793 - Die französische Nationalversammlung beschließt die Terrorherrschaft, der in den kommenden acht Monaten 35.000 bis 40.000 Menschen zum Opfer fallen werden.
- 1869 - Der Grundstein für das Schloss Neuschwanstein wird gelegt.
- 1905 - Die Unterzeichnung des Vertrags von Portsmouth beendet den Russisch-Japanischen Krieg, führt jedoch in Japan zu den Hibiya-Ausschreitungen.
- 1914 - Im 1. Weltkrieg beginnt die Schlacht an der Marne, in deren Verlauf 550.000 Soldaten sterben.
- 1928 - Der britische Bakteriologe Alexander Fleming entdeckt, dass der Schimmelpilz "Penicillin notatum" das Wachstum von Bakterien hemmt.
- 1929 - Der französische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Aristide Briand schlägt auf einer Versammlung des Völkerbundes die Bildung einer europäischen Zoll- und Handelsunion als Vereinigte Staaten von Europa vor. Die Idee wird kaum zur Kenntnis genommen.
- 1936 - Der Fotograf Robert Capa nimmt im Spanischen Bürgerkrieg sein berühmtes Bild vom Tod des republikanischen Soldaten Frederico Borell García ("[http://www.pbs.org/wnet/americanmasters/database/images/capa/capa_big_pic1.jpg Loyalistischer Soldat im Moment seines Todes]") auf.
- 1938 - Auf Befehl Hitlers werden die in der Wiener Schatzkammer gelagerten Reichskleinodien nach Nürnberg gebracht.
- 1939 - Japan und die Vereinigten Staaten erklären ihre Neutralität im europäischen Krieg.
- 1944 - Kriegserklärung der UdSSR an Bulgarien
- 1946 - Pariser Abkommen (auch Gruber-De Gasperi-Abkommen) zwischen Österreich und Italien
- 1960 - Staatskrise in der Demokratischen Republik Kongo: Präsident Kasavubu und Premier Lumumba erklären sich gegenseitig für abgesetzt.
- 1968 - In Tibet wird ein Revolutionskomitee gebildet. Damit haben alle Provinzen von China ein solches.
- 1972 - Olympia-Attentat: Palästinensische Terroristen überfallen im Olympischen Dorf das israelische Team.
- 1973 - Palästinensische Terroristen überfallen die Saudi-Arabische Botschaft in Paris.
- 1975 - Attentat auf US-Präsident Gerald Ford
- 1977 - Hanns-Martin Schleyer wird von einem RAF-Kommando entführt. Der „Deutsche Herbst“ beginnt.
- 1978 - Die erste Camp-David-Konferenz zwischen Anwar as-Sadat und Menachem Begin in den USA beginnt. Sie dauert bis 17. September.
- 1991 - UdSSR aufgelöst. Der Volksdeputiertenkongress beschließt die Bildung einer Übergangsregierung, die aus den Präsidenten der einzelnen Republiken besteht. Im Dezember wurde die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gegründet.
- 1995 - Frankreich zündet auf dem Mururoa-Atoll eine Atombombe zu Versuchszwecken.
- 1999 - Wahldebakel für die SPD bei den Landtagswahlen in Brandenburg und im Saarland. Ottmar Schreiner tritt als Bundesgeschäftsführer zurück.
- 2002 - Anschlag auf den Hamid Karzai, den Präsidenten der Übergangsregierung von Afghanistan
Wirtschaft
- 1899 - Christine Hardt aus Dresden lässt sich den Büstenhalter patentieren.
- 1944 - Unterzeichnung des Zollunionsvertrages zur Gründung der Benelux-Wirtschaftsunion ( Inkrafttreten am 1. Januar 1948)
Wissenschaft und Technik
- 1869 - Der Meteorologe James Glaisher und sein Pilot Henry Coxwell steigen in einem Ballon mit offener Kabine bis auf 11.300 m auf.
- 1975 - In Bremerhaven wird das von Hans Scharoun entworfene Deutsche Schiffahrtsmuseum eröffnet.
- 1977 - Start der US-amerikanischen Raumsonde Voyager 1, welche am 5. März 1979 an Jupiter und am 12. November 1980 an Saturn vorbeifliegen wird.
- 1980 - Der Gotthard-Strassentunnel wird eröffnet.
Kultur
- 1958 - Die englische Ausgabe des Romans Doktor Schiwago von Boris Pasternak erscheint.
- 1980 - Uraufführung der Oper "Satyagraha" von Philip Glass an der Stadschouwburg an Rotterdam.
- 2001 - Start der Aufführung des Musikstücks "As slow as possible" von John Cage in Halberstadt mit einer Gesamtpieldauer von 639 Jahren
Religion
Katastrophen
- 2003 - Wirbelsturm "Fabian" überquert mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h die Inseln der Bermudas.
- 2005 - Tirol. Bei einem Seilbahnunglück im Gletscherskigebiet von Sölden kommen neun deutsche Touristen ums Leben, als ein Transporthubschrauber der auf dem Weg zur Bergstation war, einen Betonkübel verlor, der eine Gondel traf und mit in die Tiefe riss.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1948 - Im Tennis Davis Cup besiegt die Mannschaft der USA die Mannschaft von Australien mit 5:0 Punkten
- 1970 - Im Training zum Großen Preis von Italien in Monza verunglückt der deutsche Formel-1-Fahrer Jochen Rindt tödlich. Im Oktober wird er zum Weltmeister erklärt, da er die Gesamtwertung uneinholbar anführte.
- 2001 - Otto Rehhagels Debüt als griechischer Nationaltrainer missglückt beim WM-Qualifikationsspiel in Finnland mit einem 1:5 gegen die Nordeuropäer
Geboren
Otto Rehhagels
Otto Rehhagels
- 1187 - Ludwig VIII. ("der Löwe"), König von Frankreich
- 1500 - Maria, Regentin der Herrlichkeit Jever
- 1568 - Tommaso Campanella, italienischer Philosoph
- 1638 - Ludwig XIV. (der "Sonnenkönig"), französischer König
- 1733 - Christoph Martin Wieland, deutscher Dichter
- 1735 - Johann Christian Bach, deutscher Komponist
- 1764 - Henriette Herz, jüdische Schriftstellerin
- 1767 - August Wilhelm Schlegel, deutscher Dichter
- 1771 - Erzherzog Karl, Feldherr und Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen
- 1774 - Caspar David Friedrich, deutscher Maler und Grafiker
- 1779 - Franz von Sonnenberg, deutscher Dichter
- 1791 - Giacomo Meyerbeer, deutscher Komponist und Dirigent
- 1792 - Andrés de Santa Cruz, Staatspräsident von Peru
- 1823 - Willibald Beyschlag, deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Universitätsprofessor
- 1847 - Jesse James, US-amerikanischer Bandit
- 1867 - Amy Marcy Beach, USA, Schauspielerin, gest. 1944
- 1872 - Carl Friedrich von Siemens, deutscher Industrieller
- 1878 - Robert von Lieben, österreichischer Physiker
- 1883 - Mel Sheppard, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1885 - Useir Gadschibekow, aserbaischanischer Komponist
- 1888 - Sarvepalli Radhakrishnan, indischer Philosoph, Politiker, Staatspräsident
- 1890 - Johann Josef Demmel, deutscher Bischof († 1971)
- 1896 - Heimito von Doderer, österreichischer Erzähler
- 1902 - Hans G. Bentz, deutscher Schriftsteller
- 1902 - Fritz-Dietlof von der Schulenburg, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1902 - Darryl F. Zanuck, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1905 - Arthur Koestler, ungarischer Schriftsteller
- 1905 - Willy Schneider, deutscher Sänger
- 1907 - Wolfram Dörinkel, deutscher Politiker, FDP-MdB 1961-1965
- 1907 - Sunnyland Slim, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1912 - John Cage, US-amerikanischer Komponist
- 1912 - Kristina Söderbaum, schwedische Schauspielerin
- 1917 - Jean Bertin, französischer Ingenieur und Aeronautiker
- 1921 - Karl Decker, österreichischer Fussballspieler und -trainer
- 1922 - Gisela Trowe, deutsche Schauspielerin
- 1927 - Dionys Jobst, CSU-MdB 1969-1998
- 1928 - Albert Mangelsdorff, deutscher Musiker(† 2005)
- 1929 - Andrijan Grigorjewitsch Nikolajew, sowjetischer Kosmonaut
- 1931 - Walt Ford, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Francisco Javier Errázuriz Ossa, Erzbischof von Santiago de Chile und Kardinal
- 1935 - Dieter Hallervorden, deutscher Kabarettist und Komiker
- 1935 - Alfred Schmidt, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1939 - George Lazenby, australischer Dressman und Schauspieler
- 1939 - Clay Regazzoni, schweizerischer Formel-1-Rennfahrer
- 1939 - John Stewart, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1939 - Susumu Tonegawa, japanischer Biologe (Medizinnobelpreis 1987)
- 1940 - Raquel Welch, US-amerikanische Schauspielerin
- 1942 - Werner Herzog, deutscher Filmregisseur
- 1943 - Christine Merthan, österreichische Schauspielerin
- 1945 - Al Stewart, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Gérard d'Aboville, französischer Ruderer, überquerte als erster Mensch alleine im Ruderboot den Atlantik und den Pazifik
- 1946 - Dean Ford, britischer Musiker und Sänger
- 1946 - Freddie Mercury, britischer Sänger (Queen)
- 1946 - Buddy Miles, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Loudon Wainwright III, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Benita Ferrero-Waldner, österreichische Politikerin
- 1949 - Dave Clempson, britischer Musiker
- 1949 - Wolfgang Schuster, Stuttgarter Oberbürgermeister
- 1951 - Paul Breitner, deutscher Fußballspieler
- 1951 - Michael Keaton, US-amerikanischer Schauspieler
- 1958 - Sal Solo, britischer Musiker und Sänger
- 1959 - Waldemar Pawlak, polnischer Politiker
- 1959 - Frank Schirrmacher, deutscher Publizist und Autor
- 1962 - Peter Wingfield, britischer Schauspieler
- 1967 - Matthias Sammer, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1967 - Rein van Duijnhoven, niederländischer Torwart beim VfL Bochum
- 1973 - Rose McGowan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1976 - Carice van Houten, niederländische Schauspielerin
Gestorben
Carice van Houten
- 1165 - Nijo, 78. Kaiser von Japan (1158 - 1165)
- 1562 - Katharina Zell, Liederdichterin in Straßburg
- 1566 - Süleyman I., der Prächtige, der wohl berühmteste Sultan der Osmanen
- 1569 - Bernardo Tasso, italienischer Dichter
- 1569 - Pieter Bruegel der Ältere, niederländischer Maler
- 1693 - Odoardo II. Farnese, Sohn des Herzogs Ranuccio II. Farnese von Parma und Piacenza
- 1701 - Jakob II., König von England und als Jakob VII König von Schottland
- 1725 - Christian Wernicke, deutscher Epigrammatiker
- 1803 - Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos, französischer Schriftsteller und Offizier
- 1813 - James Wyatt, englischer Baumeister
- 1836 - Ferdinand Raimund, österreichischer Dramatiker
- 1855 - Thomas Livingstone Mitchell, britischer Forscher
- 1857 - Auguste Comte, französischer Philosoph, Mathematiker, Soziologe
- 1858 - Moritz Saphir, österreichischer Schriftsteller
- 1859 - Friedrich Olivier, deutscher Maler
- 1867 - Santiago Derqui, Präsident von Argentinien
- 1876 - Manuel Blanco Encalada, chilenischer Politiker
- 1877 - Crazy Horse, Kriegshäuptling der Oglala-Lakota-Sioux-Indianer
- 1879 - Adolf Harless, deutscher protestantischer Theologe
- 1893 - Hermann Hunaeus, Architekt
- 1894 - Edward Inglefield, britischer Admiral und Polarforscher
- 1902 - Rudolf Virchow, deutscher Mediziner und Politiker
- 1906 - Ludwig Boltzmann, österreichischer Physiker
- 1906 - Pjotr Stolypin, russischer Politiker
- 1917 - Albin Köbis, deutscher Matrose
- 1929 - Paul Leni, deutscher Regisseur und Bühnenbildner
- 1934 - Joop ter Beek, niederländischer Fußballspieler
- 1940 - Paul Goesch, Maler, Architekt, NS-Opfer
- 1943 - Walter Graf von Brockdorff-Ahlefeldt, deutscher General im Zweiten Weltkrieg
- 1945 - Louis Weinert-Wilton, deutscher Schriftsteller
- 1945 - William von Simpson, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Friedrich Hopfner, Geodät, Geophysiker und Planetenforscher
- 1956 - Walther Hensel, deutscher Volksliedforscher und Volksliedsammler
- 1969 - Hans-Joachim Rehse, Richter am Volksgerichtshof
- 1969 - Jan Bontjes van Beek, deutscher Bildhauer und Keramiker
- 1969 - Josh White, US-amerikanischer Musiker
- 1970 - Jochen Rindt, österreichischer Rennfahrer
- 1971 - Hans Domizlaff, deutscher Künstler
- 1973 - Hans Demmelmeier, deutscher Politiker und MdB
- 1979 - Alberto di Joric, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1982 - Douglas Bader, britischer Kampfflieger
- 1987 - Wolfgang Fortner, deutscher Komponist
- 1988 - Gert Fröbe, deutscher Schauspieler
- 1989 - Wenzel Lüdecke, deutscher Filmproduzent
- 1990 - Beppo Brem, deutscher Schauspieler
- 1992 - HP Zimmer, deutscher Maler und Bildhauer
- 1994 - Rudolf Raftl, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1997 - Agnes Gonxha Bojaxhio, Gründerin einer Hilforganisation
- 1997 - Georg Solti, ungarischer Dirigent
- 1997 - Mutter Teresa, Gründerin des Ordens »Missionarinnen der Nächstenliebe« (Friedensnobelpreis 1979)
- 2003 - Charles Hubert Sisson, britischer Schriftsteller
- 2005 - Heinz Melkus, deutscher Rennfahrer und Konstrukteur
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Roswitha, Albert, Bertin, Gerald, Maria Theresia, Hermine, David, Laurenz
Siehe auch
- 4. September - 6. September
- 5. August - 5. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0905
ja:9月5日
ko:9월 5일
ms:5 September
simple:September 5
th:5 กันยายน
1857
- 9. Januar: Erdbeben unbekannter Stärke in Fort Tejon, Kalifornien, USA. 1 Toter
- um 1857 wurde ein fast 4.000 km langes Seekabel von Amerika nach England verlegt
Politik
- 1. Januar: Constant Fornerod wird Bundespräsident der Schweiz
- Ende der Präsidentschaft (1853–1857) von Franklin Pierce ( - 23. November 1804: † 8. Oktober 1869): vierzehnter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- Beginn der Präsidentschaft (1857–1861) von James Buchanan ( - 23. April 1791: † 1. Juni, 1868): Fünfzehnter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika)
- Dänische Bücher und der Gebrauch der dänischen Sprache sind wieder in Skåneland erlaubt: 199 Jahre nach Anfang der schwedischen Okkupation
Kultur
- 9. April: Uraufführung der Operette Le Docteur Miracle (Der Wunderdoktor) von Georges Bizet am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 30. April: Uraufführung der Operette Dragonette von Jacques Offenbach am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 6. Mai: Uraufführung der Oper Erzsébet von Ferenc Erkel in Budapest
- 20. August: Der französische Dichter Charles Baudelaire wird wegen „Beleidigung der öffentlichen Moral und der guten Sitten“ zu einer Geldstrafe verurteilt
- 3. Oktober: Uraufführung der Oper Maître Griffard von Léo Delibes am Théâtre-Lyrique in Paris
- 27. Dezember: Uraufführung der Oper Pianella von Friedrich von Flotow in Schwerin
Wirtschaft
- 20. Februar: Gründung der Reederei Norddeutscher Lloyd in Bremen
- 17. Januar: Wilhelm Kienzl, österreichischer Komponist († 1941)
- 23. Januar: Andrija Mohorovicic, kroatischer Geophysiker († 1936)
- 11. Februar: Georg Wertheim, Kaufmann († 1939)
- 12. Februar: Eugène Atget, französischer Fotograf († 1927)
- 13. Februar: Friedrich Adler (Politiker), Politiker († 1938)
- 18. Februar: Max Klinger, Bildhauer, Maler und Grafiker († 1920)
- 22. Februar: Heinrich Rudolf Hertz, deutscher Physiker († 1894)
- 22. Februar: Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung († 1941)
- 26. Februar: Emile Coué, französischer Autor, Autosuggestion, Medizin († 1926)
- 7. März: Julius Wagner-Jauregg, österreichischer Arzt und Psychiater († 1940)
- 10. März: Christian Berrenrath, deutscher Theologe, Offizial im Erzbistum Köln († 1941)
- 27. März: Karl Pearson, britischer Mathematiker und Philosoph († 1936)
- 30. März: Gabriela Zapolska, polnische Schriftstellerin († 1921)
- 5. April: Alexander I., Fürst von Bulgarien
- 14. April: Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe († 1916)
- 20. April: Herman Bang, dänischer Schriftsteller († 1912)
- 25. April: Ruggiero Leoncavallo, italienischer Komponist († 1919)
- 27. April: Johannes Chrzaszcz, schlesischer Priester und Historiker († 1928)
- 30. April: Eugen Bleuler, Schweizer Psychiater († 1939)
- 5. Mai: António Teixeira de Sousa, portugiesischer Politiker († 1905)
- 13. Mai: Ronald Ross, englischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1932)
- 19. Mai: John Jacob Abel, US-amerikanischer Biochemiker († 1938)
- 31. Mai: Pius XI. (Papst), Papst († 1939)
- 2. Juni: Edward Elgar, englischer Komponist († 1934)
- 2. Juni: Karl Gjellerup, dänischer Schriftsteller
- 5. Juni: Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist († 1927)
- 6. Juni: Alexander Michailowitsch Ljapunow, russischer Mathematiker und Physiker († 1918)
- 14. Juni: Ignaz Petschek, böhmischer Bankier, Großindustrieller († 1934)
- 18. Juni: Arthur Hoffmann, Schweizer Politiker und Bundesrat († 1927)
- 30. Juni: Friedrich von Ingenohl, Chef der deutschen Hochseeflotte († 1933)
- 5. Juli: Clara Zetkin, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin († 1933)
- 9. Juli: Friedrich II. (Baden), Großherzog des Großherzogtums Baden († 1928)
- 11. Juli: Alfred Binet, französischer Pädagoge und Psychologe († 1911)
- 23. Juli: Carl Meinhof, Pastor und ein bedeutender deutscher Afrikanist († 1944)
- 24. Juli: Henrik Pontoppidan, dänischer Schriftsteller († 1943)
- 30. Juli: Thorstein Bunde Veblen, US-amerikanisch-norwegischer Ökologe und Soziologe († 1929)
- 31. Juli: Ernest Chuard, Schweizer Politiker († 1942)
- 6. August: Ludwig von Höhnel, österreichischer Marineoffizier, Afrikaforscher und Geograph († 1942)
- 8. August: Cécile Chaminade, französische Pianstin und Komponistin († 1944)
- 8. August: Maurice Yvon, französischer Architekt († 1911)
- 15. August: Albert Ballin, Hamburger Reeder († 1918)
- 18. August: Eusebius Mandyczewski österreichischer Musikwissenschaftler und Komponist († 1929)
- 8. September: Georg Michaelis, deutscher Jurist und Politiker († 1936)
- 15. September: William H. Taft, 27. Präsident der USA († 1930)
- 17. September: Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, russischer Pionier der Raumfahrt († 1935)
- 21. September: Johann Heinrich Louis Krüger, bearbeitete geodätische Aufzeichnung von Carl Friedrich Gauß († 1923)
- 22. September: Anita Augspurg, deutsche Juristin und Frauenrechtlerin († 1943)
- 26. September: Joachim von Bonin, deutscher Politiker († 1921)
- 30. September: Hermann Sudermann, Schriftsteller und Dramatiker († 1928)
- 5. Oktober: Fedor von Zobeltitz, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1934)
- 31. Oktober: Axel Munthe, schwedischer Arzt und Autor († 1949)
- 7. November: Paul Mankiewitz, deutscher Bankier († 1924)
- 11. November: Nathan Stein, erster Jude als Gerichtspräsident († 1927)
- 16. November: Jón Sveinsson, isländischer Schriftsteller („Nonni“) († 1944)
- 22. November: George Robert Gissing, englischer Schriftsteller († 1903)
- 26. November: Ferdinand de Saussure, Schweizer Sprachwissenschaftler († 1913)
- 27. November: Charles Scott Sherrington, britischer Neurophysiologe († 1952)
- 28. November: Alfons XII. (Spanien), spanischer König († 1885)
- 3. Dezember: Joseph Conrad, polnisch-englischer Schriftsteller († 1924)
- 6. Dezember: Adalbert Matkowsky, Berliner Schauspieler († 1909)
- 8. Dezember: Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent von Braunschweig († 1920)
- 12. Dezember: Max Devrient, deutscher Schauspieler († 1929)
- 16. Dezember: Edward Barnard, US-amerikanischer Astronom († 1923)
- 19. Dezember: Siegmund Lustgarten, österreichischer Arzt († 1911)
- Frederic Cliffe, englischer Komponist († 1931)
- Augustine Henry, irischer Pflanzenjäger († 1930)
- 2. Januar: Andrew Ure, englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie ( - 1778)
- 6. Januar: Albert Schwegler, Theologe, Philosoph und Historiker ( - 1819)
- 15. Februar: Michail Glinka, russischer Komponist ( - 1804)
- 9. März: Dominikus Savio, italienischer Heiliger ( - 1842)
- 21. März: William Scoresby, britischer Seefahrer und Forscher ( - 1789)
- 8. April: Heinrich Eduard Bethmann, deutscher Schauspieler und Theaterdirektor ( - 1774)
- 2. Mai: Alfred de Musset, französischer Schriftsteller ( - 1810)
- 14. Mai: Jacob Niclas Ahlström, schwedischer Kapellmeister und Komponist ( - 1805)
- 23. Mai: Augustin Louis Cauchy, französischer Mathematiker ( - 1789)
- 8. Juni: Karl Friedrich Nebenius, badischer Beamter ( - 1784)
- 15. Juni: Carl Czerny, österreichischer Pianist und Klavierpädagoge ( - 1791)
- 21. Juni: Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker ( - 1777)
- 16. Juli: Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter ( - 1780)
- 19. Juli: Stefano Franscini, Schweizer Politiker ( - 1796)
- 10. August: John Wilson Croker, englischer Parlamentsredner, Dichter und Journalist ( - 1780)
- 12. August: William Conybeare, englischer Geologe und Paläontologe ( - 1787)
- 5. September: Auguste Comte, Begründer der Soziologie ( - 1798)
- 5. Oktober: Wenzel Scholz, österreichischer Schauspieler ( - 1787)
- 7. Oktober: Louis McLane, US-amerikanischer Außenminister ( - 1786)
- 9. Oktober: Josef Ressel, österreichischer Forstbeamter ( - 1793)
- 23. Oktober: Friedrich Kammerer, Erfinder des Streichholzes ( - 1796)
- 28. Oktober: Louis Eugène Cavaignac, Premierminister der zweiten französischen Republik ( - 1802)
- 26. November: Joseph Freiherr von Eichendorff, deutscher Dichter ( - 1788)
- 3. Dezember: Christian Daniel Rauch, deutscher Bildhauer ( - 1777)
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simple:1857
MathematikerMathematiker beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung des Fachgebiets der Mathematik und mit der Anwendung der Erkenntnisse auf praktische Belange. Die Anwendung mathematischer Methoden führt zu exakten Erkenntnissen und Aussagen, in bestimmten Teilgebieten auch zu quantitativen Ergebnissen (z. B. aus der Numerik und der Statistik).
Die zunehmende Mathematisierung des Alltags führt dazu, dass Mathematiker in vielen Bereichen eingesetzt werden können, u. a. Forschung und Entwicklung, in den Wirtschaftswissenschaften, in Versicherungsunternehmen, im Öffentlichen Dienst (Schulen und Universitäten, Statistik), im Marketing, in der Meteorologie, in der Logistik, in der Bildverarbeitung, in der Sicherheitstechnik und natürlich in der Informationstechnik.
Sie können auf Spezialgebieten tätig sein, so z. B. Numerische Mathematik, Statistik, Mathematische Logik, Geometrie, Analysis, Modelltheorie und Wahrscheinlichkeitstheorie. Da viele Verfahren und Techniken sich auch auf andere Teilbereiche übertragen lassen, ist eine Abgrenzung in der Praxis eher schwer.
Ausbildung
Diplom-Mathematiker studieren an einer Universität oder an einer Fachhochschule (Zusatz FH). Die Regelstudienzeit an der Universität beträgt 9 oder 10 Semester, die tatsächliche Studienzeit beträgt jedoch durchschnittlich 13,0 Semester. Nach der Umstellung auf das europäische Studiensystem beträgt die Studiendauer bis zum Bachelor 6 Semester, die zum darauf aufbauenden Master weitere 4 Semester. Inwiefern diese Richtwerte mit der tatsächlichen Studiendauer übereinstimmen, wird sich noch zeigen, wenn die ersten Absolventen nach dem neuen System ihr Studium abschließen.
Studieninhalte
Studieninhalte im Grundstudium umfassen in der Regel: Analysis, Lineare Algebra, angewandte Mathematik (Numerik oder Stochastik), ein Wahlpflichtfach.
Bestandteile des Hauptstudiums:
- Reine Mathematik (Algebra, Analysis, Funktionentheorie, Differentialgeometrie, Topologie, Zahlentheorie)
- Angewandte Mathematik (Mathematische Statistik, Numerik der Differentialgleichungen, Funktionalanalysis, diskrete Mathematik, Steuerungstheorie, Optimierung, Methoden, Algorithmen)
- Nichtmathematische Anwendungsfächer (z. B. Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Physik, ingenieurtechnische Wissenschaften)
Akademische Grade
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung werden folgende Grade verliehen:
Deutschland
- Diplom-Mathematiker/Diplom-Mathematikerin
- Diplom-Mathematiker (Technomathematik)/Diplom-Mathematikerin (Technomathematik)
- Diplom-Technomathematiker/Diplom-Technomathematikerin
- Diplom-Mathematiker (Wirtschaftsmathematik)/Diplom-Mathematikerin (Wirtschaftsmathematik)
- Diplom-Wirtschaftsmathematiker/Diplom-Wirtschaftsmathematikerin
- Diplom-Finanz- und Wirtschaftsmathematiker/Diplom-Finanz- und Wirtschaftsmathematikerin
- Diplom-Computermathematiker/Diplom-Computermathematikerin
Österreich
- Magister/Magistra der Naturwissenschaften
- Magister/Magistra der Wirtschaftswissenschaften
- Diplom-IngenieurIn der Technischen Mathematik
Siehe auch: Liste bedeutender Mathematiker, Philosoph, Wissenschaftler, Astronomen, Physiker, Studium der Technischen Mathematik
Weblinks
- [http://www.mathematik.uni-bielefeld.de/DMV/ Deutsche Mathematiker-Vereinigung]
- [http://www-gap.dcs.st-and.ac.uk/~history/BiogIndex.html Biographien zahlreicher Mathematiker (Englisch)]
- [http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history/ MacTutor History of Mathematics archive. Beste Sammlung von Mathematiker-Biographien, Porträts, Karten u. a. mathematikhist. Material]
- [http://genealogy.math.ndsu.nodak.edu/ The Mathematics Genealogy Project ]
Kategorie:Beruf
ja:数学者
ko:수학자
th:นักคณิตศาสตร์
ReligionskritikReligionskritik bezeichnet die rationale Infragestellung von religiösen Glaubensaussagen, Konzepten und praktischen Erscheinungsformen. So wie es verschiedene Religionen, Ausdrucksformen innerhalb einer Religion und Religionsbegriffe gibt, so ist auch die Kritik daran (historisch) vielschichtig. Der Artikel stellt philosophische, naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, psychologische und theologische Kritikansätze in Vergangenheit und Gegenwart dar.
Die Kritik, die sich von "außen" gegen eine empirische Religion richtet, kann von "innen" auf verschiedene Weise beantwortet werden. Die christliche Theologie hat seit dem 2. Jahrhundert für die Verteidigung der christlichen Lehren die Begriffe und Teildisziplin der Apologetik entwickelt; die reformatorische Theologie stellt demgegenüber seit dem 16. Jahrhundert heraus, dass Gottes Wort als einziger gültiger Maßstab des Christentums seinerseits auch eine gewisse Religionskritik an der Apologetik enthält.
Religionskritik in der Antike
Vorsokratische griechische Ursprungsphilosophie
Die abendländische Geistesgeschichte hat seit der griechischen Ursprungsphilosophie das Konzept der "Vernunft" (griech. λογος) ins Zentrum ihrer Reflexion gerückt. Die "Warum"-Frage, aus dem Staunen über den Kosmos geboren, nach seinem Grund und Sinn suchend, ist der Beginn dieser philosophischen Haltung. Damit begann "das Sterben der Götter": In allen Varianten griechischen Geistes war eine Kritik an überkommener Religion, am Mythos der Götterwelt, am Schein oder am falschen Sein des allzu selbstverständlich Gegebenen, an der Unvernunft möglich, angelegt und großenteils auch ausformuliert. Wissen stand tendenziell von vornherein gegen Glauben.
Schon die Vorsokratiker suchten den Urgrund aller Dinge (griech. αρχη) nicht jenseits der Welt, sondern in ihr. Thales von Milet (um 630-560 v. Chr.) fand ihn in einem einheitlichen Urstoff, für ihn das Wasser. Auch die Theogonie Homers und Hesiods sah "Okeanos" als Ursprung aller Götter: ein uralter Schöpfungsmythos, der auch hinter der biblischen Vorstellung von der "Urflut" (Gen. 1, 2) steht. Doch Thales transformierte diesen Gedanken von einer mythischen in eine wissenschaftliche Aussage mit Anspruch auf empirische Prüfbarkeit.
Sein Schüler Anaximander (um 610-547 v. Chr.) versucht aus dem damals zugänglichen Wissen erstmals ein konsistentes Weltmodell abzuleiten. Er kommt vom Gedanken der unendlichen Zeit (Werden und Vergehen) zum negativen Grenzbegriff des Grenzenlosen (griech. απειρον): Der Urgrund kann selber kein bekannter Stoff sein, da alle Stoffe zeitlicher Veränderung unterliegen. Er muss in Allem enthalten sein, ohne je wahrnehmbar und bestimmbar zu werden. Das schließe alle positiven Aussagemöglichkeiten über ihn aus.
Für Anaximenes (um 585 - 524 v. Chr.) dagegen muss die grenzenlose Ursubstanz bestimmbar sein, da sonst aus ihr keine konkreten Dinge entstehen könnten. Er findet sie in der "Luft", die alle Substanzen durchdringt und als ständige Bewegung ihre Qualitätsänderungen bewirkt.
Pythagoras (ca. 580 - 500 v. Chr.) führt die Veränderungen der Dinge nicht auf einen Urstoff, sondern auf mathematisch berechenbare Gesetzmäßigkeiten zurück. Diese sind dem Menschen erkennbar, weil seinem Geist das Zahlensystem innewohnt. Damit nahm er Platons Ideenlehre vorweg und begründete - ausgehend von den Proportionen der Obertonreihe - die Lehre der Sphärenharmonien. Er bekämpfte die Göttermythen Homers und lehrte eine unpersönliche Gottheit ohne menschliche Eigenschaften. Aber er glaubte unter ägyptischem Einfluss auch an die zyklische Wanderung der unsterblichen Seelen und übernahm Rituale aus dem Apolloskult und dem Orpheuskult.
Auch Xenophanes (570 - 475 v. Chr.) kritisier | | |