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Auguste Marie Johanna Von Baden

Auguste Marie Johanna von Baden

Auguste Marie Johanna (
- 10. November 1704 in Aschaffenburg ; † 8. August 1726 in Paris) Auguste Marie Johanna war das neunte Kind des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, gen. Türkenlouis und der 20 Jahre jüngeren Prinzessin Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg. Sie heiratete am 13. Juli 1724 in Sarri den Herzog Ludwig von Orleans (Duc Louis d´Orléans) (
- 4. August 1703 - † 4. Februar 1752). Sie schenkte dem Herzog einen Sohn, Ludwig Philipp, der seinem Vater als Herzog folgte. Ein weiterer Träger des Namens Ludwig, Herzog von Orléans war Ludwig XII. von Frankreich. Auguste Marie Johanna hatte 8 Geschwister, von denen aber nur 2 das Erwachsenenalter erreichten:
- Erbprinz Leopold Wilhelm Günzburg (
- 28. November 1695; † 19. Mai 1696 in Günzburg)
- Charlotte (
- 7. August 1696 in Günzburg; † 16. Januar 1700)
- Karl Josef (
- 30. September 1697 in Augsburg; † 9. März 1703 in Schlackenwerth)
- Wilhelmine (
- 14. August 1700 in Nürnberg; † 16. Mai 1702 in Schlackenwerth)
- Luise (
- 8. Mai 1701 in Nürnberg; † 23. September 1707)
- Markgraf Ludwig Georg Simpert (
- 7. Juni1702 in Ettlingen; †22. Oktober 1761 in Rastatt)
- Wilhelm Georg Simbert (
- 5. September 1703 in Aschaffenburg; † 16. Februar 1709 in Baden-Baden)
- Markgraf August Georg Simpert (
- 14. Januar 1706 in Rastatt; † 21. Oktober 1771 in Rastatt) Baden, Auguste Marie Johanna Baden, Auguste Marie Johanna Baden, Auguste Marie Johanna Siehe auch:
- Stammtafel von Baden

10. November

Der 10. November ist der 314. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 315. in Schaltjahren) - somit bleiben 51 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahr
- 911 - Konrad I. wird in Forchheim zum König des ostfränkischen Reichs gekrönt und beendet damit die Herrschaft der Karolinger über das Ostfränkische Reich
- 1202 - Das Heer des Vierten Kreuzzugs trifft vor Zara ein und beginnt mit der Belagerung der Stadt.
- 1293 - Raden Wijaya wird als Kertarajasa Jayawardhana, erster Herrscher von Majapahit auf der indonesischen Insel Java, gekrönt
- 1444 - Wladislaw III., polnisch-ungarischer König, verliert in der Schlacht bei Warna gegen das osmanische Reich, das damit die Herrschaft über den Balkan übernimmt.
- 1775 - Im amerikanischer Unabhängigkeitskrieg wird das Marinecorps gegründet.
- 1813 - Britische Truppen besiegen in der Schlacht bei Chrysler's Farm eine zehnfach überlegene amerikanische Armee und wehren damit eine Invasion nach Kanada ab.
- 1859 - Im Frieden von Zürich wird der Krieg um Norditalien zwischen Österreich und Frankreich beendet.
- 1871 - Henry Morton Stanley, Korrespondent und Afrikareisender, findet den Missionar und Afrikaforscher David Livingstone in Ujiji am Tanganjikasee.
- 1914 - In der Ersten Flandernschlacht setzt die deutsche Heeresleitung schlecht ausgebildete freiwillige Jugendliche ein, wobei mehr als 2.000 von ihnen sterben (vergleiche Mythos von Langemarck).
- 1918 - Kaiser Wilhelm II. geht ins niederländische Exil und in Berlin bilden SPD und USPD den Rat der Volksbeauftragten als neue Reichsregierung
- 1928 - Hirohito wird zum Tennō gekrönt und besteigt im Shishiden-Palast in Kyoto mit seiner Frau Nagako den japanischen Kaiserthron
- 1944 - Gestapo und SS erhängen in Köln 13 Edelweißpiraten
- 1953 Der Leichnam Mustafa Kemal Atatürks wird in das Mausoleum Anitkabir in Ankara überführt.
- 1960 - Madagaskar, Niger und Senegal werden Mitglieder in der UNESCO.
- 1977 - Die RAF-Terroristen Christoph Wackernagel und Gert Richard Schneider werden nach einer Schießerei festgenommen.
- 1977 - Spanien wird Mitglied im Europarat
- 1988 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und der Zentralafrikanischen Republik. In Kraft seit dem 2. Januar 1991
- 1989 - Todor Schiwkow wird als bulgarischer Politbürochef abgelöst.
- 1994 - Irak erkennt die Grenzen Kuwaits an
- 1994 - Palau wird aus der Treuhandverwaltung der Vereinten Nationen entlassen. Die Inselrepublik im West-Pazifik mit rund 15 000 Einwohnern wird damit als Republik Palau ein unabhängiges Land
- 1998 - Ungarn. Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der EU
- 1999 - In den USA wird ein 17-Jähriger zu 111 Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte am 21. Mai 1998 in Springfield (Oregon) seine Eltern erschossen und in seiner Schule ein Blutbad angerichtet
- 2001 - Australien. Wahlen zum Repräsentantenhaus
- 2002 - Mit einer unsanften Landung kehrt der ESA-Astronaut Frank de Winne als erster Belgier im All auf die Erde zurück.
- 2003 - Die iranische Führung gibt einen sofortigen Stopp ihres Programms zur Uran-Anreicherung bekannt.
- 2004 - John Ashcroft, der Justizminister der USA gibt seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekannt.

Wirtschaft


- 2004 - Der Euro übersteigt erstmals 1,3 USD und notiert mit 1,3005 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit seiner Einführung 1999. Als Gründe werden zunehmende Sorgen der Investoren nach der Wiederwahl von George W. Bush aufgrund der hohen amerikanischen Defizite in Handelsbilanz und Budget gesehen.

Wissenschaft, Technik


- 1983 - Der Student Fred Cohen präsentiert an der University of Southern California den weltweit ersten Computervirus auf einem Unix-System.

Kultur


- 1754 - Uraufführung des musikalischen Dramas "L'Issipile" von Ignaz Holzbauer in Mannheim.
- 1797 - Uraufführung der Oper "Le Dénouement inattendu" von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1846 - Uraufführung der Oper "Gli Orazi ed I Curiazi" von Saverio Mercadante am Teatro San Carlo in Neapel.
- 1959 - Uraufführung der Rundfunkoper "Przygoda Króla Artura" (Die Abenteuer König Arturs) von Grażyna Bacewicz im Sender Radio Warschau.
- 1958 - Das Theaterstück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" von Bertolt Brechts wird in Stuttgart uraufgeführt, 17 Jahre nach seiner Entstehung im finnischen Exil.
- 1969 - In den USA wird zum ersten Mal die "Sesamstraße" ausgestrahlt.

Religion


- 1943 - in Hamburg werden die Lübecker Märtyrer, die katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hingerichtet

Katastrophen


- 1940 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Rumänien fordert etwa 1.000 Tote
- 1944 - Die Explosion des Munitionstransporters Mount Hood der US-Navy im Marinestützpunkt Manus (Bismarck-Archipel) führt zu etwa 1000 Toten und Verletzten sowie 30 beschädigten Schiffen.
- 1946 - Nach einem Erdbeben der Stärke 7,3 in Ancash, Peru, sind etwa 1.400 Tote zu beklagen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1978 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Alfredo Evangelista im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, durch KO.

Geboren

Nevada
- 1433 - Karl der Kühne, letzter Herzog von Burgund
- 1483 - Martin Luther, deutscher Mönch und Reformator
- 1489 - Heinrich II., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel
- 1490 - Johann III., Regent der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg
- 1547 - Gebhard I. von Waldburg, Kurfürst und Erzbischof von Köln (1577-1583)
- 1577 - Jacob Cats, niederländischer Dichter und Politiker
- 1620 - Ninon de Lenclos, französische Kurtisane und Salonière
- 1668 - François Couperin, französischer Organist und Komponist
- 1683 - Georg II., englischer König von 1727 bis 1760
- 1697 - William Hogarth, sozialkritischer englischer Maler und Graphiker
- 1704 - Auguste Marie Johanna von Baden, neuntes Kind des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden
- 1728 - Oliver Goldsmith, britischer Schriftsteller
- 1755 - Franz Anton Ries, deutscher Violinist
- 1759 - Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Dramatiker
- 1772 - Jan Kaňka, tschechischer Komponist
- 1772 - Horace-François Sébastiani, französischer General, Diplomat und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1786 - Franz Carl Adelbert Eberwein, Musikdirektor und Dirigent an der großherzoglichen Oper in Weimar
- 1801 - Samuel Gridley Howe, US-Amerikaner, Gründer der Perkins School for the Blind
- 1807 - Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution
- 1809 - Moriz Adolph Briegleb, deutscher Politiker
- 1810 - Martin Eduard Sigismund Simson, deutscher Jurist und Politiker
- 1811 - Louis Kufferath, deutscher Komponist
- 1825 - Johann Jakob Scherer, schweizerischer Politiker
- 1829 - Elwin Bruno Christoffel, deutscher Mathematiker
- 1834 - José Hernández, argentinischer Journalist und Poet
- 1843 - Max Honsell, deutscher Wasserbauingenieur
- 1862 - Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe
- 1873 - Henri Rabaud, französischer Komponist
- 1875 - Johanna Niese, österreichische Schauspielerin
- 1878 - Jorge Ubico Castañeda, guatemaltekischer Staatspräsident
- 1878 - Karl Hofer, deutscher Maler des Expressionismus
- 1880 - Jacob Epstein, englischer Bildhauer und Zeichner
- 1882 - Max Mell, österreichischer Lyriker und Dramatiker
- 1885 - Lou Albert-Lasard, deutsch-französische Malerin
- 1885 - Zofia Nałkowska, polnische Schriftstellerin
- 1887 - Arnold Zweig, deutscher Schriftsteller
- 1887 - Hans Erhard, deutscher Politiker
- 1888 - Andrei Nikolajewitsch Tupolew, russischer Flugzeugkonstrukteur
- 1888 - Juan Antonio Ríos Morales, Präsident Chiles von 1942 bis 1946
- 1889 - Boris Nikolajewitsch Jurjew, sowjetischer Hubschrauberkonstrukteur und -pionier
- 1889 - Claude Rains, englischer Schauspieler
- 1890 - Carl Friedrich Wilhelm Borgward, deutscher Ingenieur und Autokonstrukteur
- 1904 - Tawee Boonyaket, Landwirtschaftsminister und Premierminister von Thailand
- 1905 - Kurt Eggers, deutscher Schriftsteller und NS-Kulturpolitiker
- 1905 - Louis Harold Gray, britischer Physiker und Radiologe sowie Begründer der Radiobiologie
- 1907 - Hedwig Bollhagen, deutsche Keramikerin, Mitbegründerin der HB-Werkstätten für Keramik
- 1907 - Wanda Jakubowska, polnische Regisseurin
- 1909 - Robert Arthur, US-amerikanischer Autor
- 1913 - Álvaro Barreirinhas Cunhal, portugiesischer Politiker
- 1914 - Edmund Conen, deutscher Fußballspieler
- 1916 - Paul Leyhausen, deutscher Zoologe und Psycologe
- 1918 - Ernst Otto Fischer, deutscher Chemiker
- 1919 - Kurt Schmücker, deutscher Politiker
- 1919 - Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, russischer Erfinder
- 1919 - Rudi Adams, deutscher Politiker und MdB
- 1919 - Willi-Peter Sick, deutscher Politiker und MdB
- 1921 - Onie Wheeler, US-amerikanischer Musiker
- 1924 - Tsai Wan-lin, taiwanischer Unternehmer
- 1925 - Richard Burton, britischer Schauspieler
- 1928 - Ennio Morricone, italienischer Filmmusik-Komponist
- 1929 - Marilyn Bergman, US-amerikanische Komponistin und Liedtexterin
- 1931 - Heinz Küpper, deutscher Schriftsteller
- 1931 - Louise Martini, österreichische Schauspielerin
- 1932 - Roland Bulirsch, deutscher Mathematiker
- 1932 - Roy Scheider, US-amerikanischer Schauspieler
- 1937 - Karin Eickelbaum, deutsche Film- und Theaterschauspielerin
- 1938 - Eberhard Rinne, Richter am Bundesgerichtshof von 1986 bis 2003
- 1938 - Fethullah Gülen, türkischer Philosoph
- 1939 - Russell Means, US-Amerikaner indianischer Abstammung, Mitglied des American Indian Movement
- 1939 - Tommy Facenda, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Screamin' Lord Sutch, britischer Sänger und Politiker
- 1942 - Hans-Rudolf Merz, schweizerische Politiker, Bundesrat
- 1943 - Mel Noonan, australischer Sänger und Songschreiber
- 1944 - Askar Akajew, kirgisischer Staatspräsident
- 1944 - Tim Rice, britischer Musical- und Filmtexter
- 1945 - Lew Rywin, polnischer Filmproduzent ("Rywin-Affäre")
- 1945 - Willi Lippens, deutscher Fußballspieler mit niederländischem Pass
- 1946 - Johannes Swoboda, österreichischer Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1947 - Dave Loggins, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1947 - Glen Vuxton, US-amerikanischer Musiker (Alice Cooper)
- 1948 - Greg Lake, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Hugh Moffatt, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1949 - Donna Fargo, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1950 - Ronnie Hammond, US-amerikanischer Sänger
- 1951 - Rithie Cole, britischer Musiker
- 1955 - Roland Emmerich, deutscher Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor
- 1958 - Hans-Uwe Pilz, deutscher Fußballspieler
- 1958 - Rainer Bärensprung, deutscher Musiker
- 1960 - Neil Gaiman, englischer SF- und Fantasy-Schriftsteller
- 1965 - Eddie Irvine, irischer Formel-1-Rennfahrer
- 1965 - Michaela Gerg, deutsche Skirennläuferin
- 1966 - Aka Mortschiladse, georgischer Schriftsteller
- 1967 - Andreas Scholl, deutscher Countertenor
- 1969 - Jens Lehmann, deutscher Fussballtorhüter
- 1971 - Warren G, US-amerikanischer Rapper
- 1973 - Patrik Berger, tschechischer Fußballspieler
- 1975 - Christian Morgenstern, deutscher Techno-Musiker
- 1977 - Brittany Murphy, US-amerikaische Schauspielerin
- 1978 - Ken Bardowicks, deutscher Zauberkünstler
- 1978 - Nadine Angerer, deutsche Fußballspielerin

Gestorben


- 461 - Leo I. der Große, Papst und Kirchenlehrer
- 627 - Justus von Canterbury, Bischof von Rochester, Erzbischof von Canterbury
- 765 - Junnin, 47. Kaiser von Japan
- 1066 - Johannes Scotus von Mecklenburg, deutscher Bischof und Märtyrer, katholischer Heiliger
- 1241 - Coelestin IV., Papst
- 1503 - Israhel van Meckenem der J., niederdeutscher Kupferstecher
- 1543 - Matthäus Aurogallus, deutscher Hebraist, Rektor der Universität Wittenberg
- 1549 - Paul III., Papst
- 1608 - Andreas Avellino, italienischer Priester, Mönch und Missionar, katholischer Heiliger
- 1753 - Bertrand François de La Bourdonnais, französischer Admiral und Seefahrer
- 1799 - Joseph Black, schottischer Chemiker
- 1806 - Claude-Nicolas Ledoux, französischer Architekt
- 1850 - Sir Phineas Riall, britischer General
- 1856 - Johann Kaspar Zeuß, deutscher Philologe
- 1861 - Henri Mouhot, französischer Naturwissenschafter und Forschungsreisender
- 1886 - Filipina Brzezińska, polnische Komponistin
- 1887 - Emma Lazarus, US-amerikanische Dichterin
- 1891 - Arthur Rimbaud, französischer Dichter
- 1898 - Sir John Fowler, britischer Ingenieur und Erfinder
- 1928 - Anita Berber, deutsche Tänzerin
- 1938 - Kemal Atatürk, Staatsgründer und erster Präsident der Republik Türkei
- 1943 - Hermann Lange, deutscher katholischer Priester, Märtyrer
- 1943 - Eduard Müller, deutscher katholischer Priester, Märtyrer
- 1943 - Johannes Prassek, deutscher katholischer Priester, Märtyrer
- 1943 - Karl Friedrich Stellbrink, deutscher evangelischer Pfarrer, Märtyrer
- 1944 - Barthel Schink, NS-Widerstandskämpfer
- 1944 - Friedrich Werner von der Schulenburg, deutscher Diplomat
- 1963 - Otto Flake, deutscher Schriftsteller
- 1974 - Wolfgang Schadewaldt, deutschen Altphilologen, Literaturwissenschaftler, Autor und Übersetzer
- 1976 - Wout Buitenweg, niederländischer Fußballspieler
- 1978 - Theo Lingen, deutscher Schauspieler
- 1979 - Friedrich Torberg, österreichischer Schriftsteller
- 1981 - Abel Gance, französischer Filmregisseur
- 1982 - Leonid Iljitsch Breschnew, Generalsekretär der KPdSU
- 1994 - Carmen McRae, US-amerikanische Jazz-Sängerin
- 1995 - Kenule Beeson Saro-Wiwa, nigerianischer Bürgerrechtler
- 1996 - Peter Beier, deutscher evangelischer Theologe, Präses der Ev. Kirche im Rheinland
- 2000 - Jacques Chaban-Delmas, französischer Politiker
- 2002 - Gert Westphal, deutscher Schauspieler
- 2003 - Canaan Sodingo Banana, simbabwischer Politiker
- 2003 - Cyla Wiesenthal, Ehefrau von Simon Wiesenthal

Feiertage und Gedenktage


- katholisch: Justus, Leo, Martin,

Siehe auch


- 9. November - 11. November
- 10. Oktober - 10. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1110 ja:11月10日 ko:11월 10일 simple:November 10 th:10 พฤศจิกายน

Aschaffenburg

Aschaffenburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern und liegt an den Flüssen Main und Aschaff, am westlichen Rand des Spessarts und am oberen linken Eck des Mainvierecks. Aschaffenburg ist Teil der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main. Aschaffenburg gilt als das Tor zum Spessart, und wird wegen seines milden Klimas auch das Bayerische Nizza genannt. Aschaffenburg ist Sitz des Landkreises Aschaffenburg und der Fachhochschule Aschaffenburg. __toc__

Geschichte

Fachhochschule Aschaffenburg Aschaffenburg, im Mittelalter Ascaphaburc genannt, wurde im 5. Jahrhundert von den Alemannen gegründet. Seit dem 10. Jahrhundert bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 gehörte Aschaffenburg zum Mainzer Kurfürstentum und war damals die Zweitresidenz der Mainzer Erzbischöfe. 975 wurde mit dem Bau der Stiftskirche St. Peter, später St. Peter und Alexander, begonnen. 989 ließ der Erzbischof von Mainz, Willigis, eine Holzbrücke über den Main bauen. Um 1122 befestigte der Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken die Siedlung. 1144 erhielt Aschaffenburg das Marktrecht und 1161 Stadtrechte. Die Stiftsherren von St. Peter und Alexander beauftragten 1516 „Mathis, den Maler" (heute bekannt als Matthias Grünewald) mit der Erstellung von Altargemälden. Ebenfalls in dieser Zeit führte Martin Luther den berühmten Schriftwechsel zum Ablasshandel mit dem auch in Aschaffenburg residierenden Mainzer Erzbischof und Kurfürsten Albrecht von Brandenburg. Albrecht von Brandenburg]] Nach der Zerstörung der alten Burg im Jahre 1552 im Markgräflerkrieg ließ 1605 Johann Schweikard von Kronberg das Schloss Johannisburg errichten, das 1619 fertig gestellt war. Von 1631 bis 1634 war Aschaffenburg Bestandteil des Schwedischen Staates in Mainz. 1803 wurde Aschaffenburg Teil des neu gegründeten Fürstentums Aschaffenburg, welches für die Jahre 1810 bis 1813 im Großherzogtum Frankfurt aufging. Am Ende der Befreiungskriege, nach dem Wiener Kongress 1814, kam das Gebiet des Fürstentums zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg zu Bayern, wozu es seitdem gehört. 1840 bis 1848 ließ König Ludwig I. von Bayern das Pompejanum errichten. Ebenso wie das Schloss Johannisburg wurde es im Zweiten Weltkrieg 1945 durch Artilleriebeschuss schwer beschädigt. Das Schloss wurde ab 1954 wieder aufgebaut, das Pompejanum erst ab 1984. Heute beherrscht es wieder das Bild der Stadt, vom Main aus gesehen. 1904 eröffnete in Aschaffenburg die erste Fahrschule Deutschlands. 1955 bis 1961 wurde die Autobahn A3 fertiggestellt. 1958 erhielt die Stiftskirche St. Peter und Alexander den päpstlichen Titel Basilika minor, wurde also zur Stiftsbasilika St. Peter und Alexander. 1978 initiierte Guido Knopp einen Geschichtsdiskurs, die jährlich stattfindenen Aschaffenburger Gespräche, die mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Geschichtsdiskussion in Deutschland geworden sind. 1995 eröffnete die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt in den ehemaligen Räumen der amerikanischen Garnison eine Außenstelle in Aschaffenburg (in dieser Zeit Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg), die bald darauf zur selbständigen Fachhochschule Aschaffenburg wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftsstandort Aschaffenburg

Von 20.000 deutschen Unternehmen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHT) wurde Aschaffenburg auf Platz 3 der besten Wirtschaftsstandorte gewählt. Als Standortstärken wurden "Nähe zum Kunden", "Verkehrsinfrastruktur", "Bildungseinrichtungen" und "Hochschulkooperationen" angegeben. Aschaffenburg weist eine sehr gute Verkehrsanbindung über die A3 auf, welche tangential die Stadt im Norden berührt und von jedem Ort der Stadt in nur wenigen Minuten über zwei Auffahrten erreicht werden kann. Der Rhein-Main Flughafen in Frankfurt ist rund 30 Auto-Minuten entfernt - Frankfurt am Main ist sehr schnell mit dem Zug erreichbar. Es existiert ein Binnenhafen. Der Raum Aschaffenburg ist eines der traditionellen Zentren der deutschen Textilindustrie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren rund 35.000 Personen in der Region in dieser Branche beschäftigt. Die arme Bevölkerung im Spessart verdiente sich mit Heimarbeit als Zulieferer für die Fabriken ein dringend benötigtes Zubrot. Durch die Globalisierung und die Verlagerung von lohnintensiven Branchen in Billiglohnländer wurden in der Region viele Arbeitsplätze in der Fertigung abgebaut, die Unternehmen sind aber weitgehend noch vor Ort und ziehen überregional Kunden durch ihren Fabrikverkauf an. Bedingt durch den Holzreichtum des Spessarts war Aschaffenburg auch Zentrum der Papierindustrie. Heute sind zwei bedeutende Betriebe für Verpackungs- und Sanitärpapiere in der Stadt und im Umland tätig. Zwei große Werke der Automobilzulieferindustrie sind in der Stadt Aschaffenburg ansässig, die in weltweit tätige Konzerne integriert sind. Dazu kommen weitere Zulieferer in der Stadt und in der Region. Die Linde AG, Wiesbaden, hat in Aschaffenburg die weltweite Zentrale ihres Bereichs Material Handling, dessen wichtigste Produkte Gabelstapler sind. In der Region siedeln sich auch viele Unternehmen für Mess- und Regeltechnik an. An Bedeutung gewinnen die Unternehmen für Informationstechnologie und Softwareberatung.

Einkaufsstadt

Über 720 Geschäfte laden derzeit in Aschaffenburg auf über 200.000 m² zum Shoppen ein. Pro Kopf sind das 2,92 m² Ladenfläche. Die Fußgängerzonen (z. B. Herstallstraße, Sandgasse, Steingasse, Roßmarkt, Frohsinnstraße) bieten alleine knapp 50.000 m² Verkaufsfläche. Des Weiteren befindet sich hier die City-Galerie, das mit ebenfalls über 50.000 m² größte Einkaufszentrum Nord-Bayerns, das in einer Stadt liegt. Mit einer Kaufkraftkennziffer von 107,4 liegt der Aschaffenburger Bürger weit über dem Landesdurchschnitt (100). Das entspricht einer Kaufkraft von 17.709 € pro Einwohner/in. Mit all diesen Geschäften werden nicht nur die knapp 70.000 Aschaffenburger versorgt, sondern auch weitere 400.000 aus dem süd-östlichen Rhein-Main-Gebiet, weitere 175.000 Einwohner aus dem Landkreis Aschaffenburg, 131.000 aus dem Landkreis Miltenberg sowie 132.000 aus dem Landkreis Main-Spessart. Insgesamt ergibt das rund 733.000 potentielle Kunden. Aschaffenburg weist die höchste Dichte an Gaststätten und Kneipen in Deutschland auf - auf rund 400 Einwohner entfällt ein Betrieb der Gastronomie.

Verkehr

Landkreis Main-Spessart Landkreis Main-Spessart
- Aschaffenburg ist für den Personenverkehr Knotenpunkt der Bahnlinien von Würzburg nach Hanau und Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt und Amorbach, und auch ICE-Halt. Im Eisenbahngüterverkehr ist Aschaffenburg jedoch nach Stillegung seines Rangierbahnhofes kein Eisenbahnknoten mehr.
- Die Autobahn A 3 führt nach Frankfurt am Main (etwa 40 km entfernt) und Würzburg (etwa 80 km entfernt).
- Der südliche Endpunkt der A 45 liegt bei Aschaffenburg.
- Der Flugplatz Aschaffenburg befindet sich etwa 10 km entfernt im Bereich der Gemeinde Großostheim. Im Oktober 2005 wurde bekannt, dass Aschaffenburg Sitz der Verkehrsgesellschaft der neuen Westfrankenbahn wird. Dies wird das sechste regionale Verkehrsnetz unter dem Dach der DB AG Holding sein. Die Zuständigkeit der regionalen Gesellschaft betrifft die Verbindungen zwischen Aschaffenburg-Miltenberg, Miltenberg-Seckach, Miltenberg-Wertheim, Wertheim-Crailsheim/Heilbronn und Lauda-Würzburg. Mit dieser Dezentralisierungsmaßnahme will sich die Deutsche Bahn AG wieder um die Kunden in der Region kümmern und sich besser auf die Bedürfnisse vor Ort einstellen. Es wird erwartet, dass damit 250 Arbeitsplätze, die im Zuge der Zentralisierung abgezogen wurden, wieder an den Bayerischen Untermain zurückkehren.

Öffentliche Einrichtungen


- Justizvollzugsanstalt

Agglomeration

Betrachtet man die Einwohnerzahl von Städten, muss man berücksichtigen, dass eine Definition nach formalen Stadtgrenzen willkürlich ist. In der Geografie hat man sich folglich von der administrativen Stadtgrenze als Stadtdefinition verabschiedet. So stehen für die vielfältigen Abgrenzungskriterien heute Begriffe wie Ballungsraum, Ballungsgebiet, Verdichtungsraum oder Agglomeration. Aschaffenburgs reale Stadtgrenze ist, zumindest teilweise, eng gezogen. So gehören zum Beispiel die etwas außerhalb gelegenen Stadtteile Nilkheim und Obernau zum Stadgebiet, jedoch nicht einige direkt angrenzende Gemeinden (Goldbach, Hösbach, Glattbach, Mainaschaff). Die Agglomeration gibt an, wie viele tatsächliche Einwohner die Stadt Aschaffenburg hat, die aber nicht von ihr verwaltet werden. Aschaffenburg hatte im Jahre 2002 rund 68.000 Einwohner (formale Stadtgrenze). Die Agglomeration betrug jedoch 168.000 Einwohner. Was man häufig über den Umweg der Einwohnerzahl wirklich zu beschreiben sucht, ist die Bedeutung einer Stadt.

Hochschulen

Universität Aschaffenburg

1798 wurde der Unterrichtsbetrieb der Universität Aschaffenburg mit Dozenten der vom revolutionären Frankreich geschlossenen Mainzer Universität begonnen. Aus dem Jahre 1808 datiert die Stiftungsurkunde des Kurfürsten Karl Theodor von Dalberg für die Fürstlich Primatische und Erzbischöflich Regensburgische Universität zu Aschaffenburg mit theologischer, juristischer und philosophischer Fakultät. 1809 erfolgte die Umbenennung in Karls-Universität. Nach der Reorganisation des Unterrichtswesens des Großherzogtums Frankfurt nach französischem Muster wurde Aschaffenburg 1812 Landesuniversität mit Teileinrichtungen an mehreren Orten. 1808 ging die die theologische Fakultät in das Priesterseminar über. 1814, nachdem Aschaffenburg bayerisch geworden war, wurde die juristische Fakultät geschlossen und 1818 wurde der Rest der Universität in ein bayerisches Lyceum als hochschulgleiche Einrichtung umgewandelt, die 1873 geschlossen wurde.

Fachhochschule Aschaffenburg

Am 5. Oktober 1995 nahm die Fachhochschule Aschaffenburg den Lehrbetrieb, zunächst als Abteilung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg auf. Seit dem 1. Oktober 2000 ist die Fachhochschule Aschaffenburg eigenständig und in die Fachbereiche Ingenieurwissenschaften (IW) sowie Wirtschaft und Recht (W+R) gegliedert mit den Studienfächern Betriebswirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht, Elektro- und Informationstechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. Die Zahl der Studenten beträgt ca. 1.300 Eingeschriebene; die Zahl der Professoren hat die Zahl 45 überschritten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

2000 2000
- [http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_02.php Schloss Johannisburg] (Renaissance) mit der Hofbibliothek
- Pompejanum (Nachbildung des "Haus des Castor und Pollux" aus dem antiken Pompeji)
- [http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_01.php Stiftsmuseum]: Das ehemaligen Kapitelhaus des Stiftes St. Peter und Alexander, einem Bau der bis auf die Gründung des Stiftes im 10. Jahrhundert zurückreicht, beherbergt heute das Stiftsmuseum der Stadt Aschaffenburg. Im Stammhaus der städtischen Museen sind die Archäologie, mittelalterliche Plastik, kirchliche Schätze, altdeutsche Tafelmalerei und religiöse Volkskunst ausgestellt.Besonders hervorzuheben ist das 'Aschaffenburger Tafelbild' von 1250 und das älteste Schachbrett Deutschlands, das in der Ausstellung gezeigt wird.
- [http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_04.php Gentilhaus] Das Gentilhaus wurde von dem Aschaffenburger Industriellen und Sammler Anton Gentil für seine umfangreiche Sammlung in den 20er Jahren erbaut. Neben mittelalterlicher Plastik, Gemälden und volkstümlicher Keramik, beherbergt die Sammlung v.a. Werke von Künstlern, die mit Anton Gentil befreundet waren.
- [http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_03.php Naturwissenschaftliches Museum] Die Ausstellung verdankt ihre Bedeutung v.a. der umfangreichen Sammlung von Insekten, sowie einer repräsentativen Darstellung von Mineralogie und Geologie des Spessart. Angesiedelt ist es im Schönborner Hof, der von der Familie Schönborn als Stadtpalais 1673-1681 errichtet worden ist.
- Stiftskirche St. Peter und Alexander mit spätromanischem Kreuzgang
- "Die Beweinung Christi" von Matthias Grünewald in der Stiftskirche St. Peter und Alexander
- Park Schönbusch (Englischer Landschaftsgarten) mit Schlösschen, Irrgarten, Musikpavillion
- Altstadtfriedhof (mit den Gräbern von Clemens Brentano und Wilhelm Heinse)
- Altstadt mit Fachwerkhäusern
- Denkmal von Pater Bernhard unterhalb der Willigis-Brücke (s.o.)
- Automobilmuseum Rosso Bianco Collection

Veranstaltungen


- KOMMZ (erstes Augustwochenende, Open-Air Festival im Nilkheimer Park)
- Ab-Town (erstes Oktoberwochenende, 1. Aschaffenburger Kneipen- und Kulturfestival )
- Hypovereinsbanklauf
- Volksfest (im Juni)
- Stadtfest (letztes August-Wochenende Samstags und Sonntags)
- Sandsturm (jährlich im Juni oder Juli mit den Kneipen in und um die Sandgasse by kommweichei.com)
- Dalbergfest (jährlich der letzte Juli-Sonntag)
- Carillonfest und Kunsthandwerkermarkt im Schlosshof (immer erstes August-Wochenende)

Stadtgliederung

Stadtteile

Die Stadt Aschaffenburg gliedert sich in 10 Stadtteile: Quelle: [http://www.aschaffenburg.de/ http://www.aschaffenburg.de/]

Eingemeindungen

In die kreisfreie Stadt Aschaffenburg wurden eingemeindet:
- 15. Januar 1855: die Gemeinde Nilkheim
- 1. März 1901: die Gemeinde Leider
- 1. Juli 1901: die Gemeinde Damm
- 1. April 1939: die Gemeinde Schweinheim
- 1. April 1975: die Gemeinde Gailbach
- 1. Mai 1978: die Gemeinde Obernau

Politik

Stadtrat

Der Aschaffenburger Stadtrat besteht aus 44 Mitgliedern die sich wie folgt aufgliedern:
- CSU: 19 Sitze
- SPD: 17 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen: 3 Sitze
- UVB: 3 Sitze
- FDP: 1 Sitz
- KI: 1 Sitz

Bürgermeister

Wappen

Beschreibung:
In Silber eine rote Burg mit blauen Dächern; im kleeblattförmigen Torbogen der thronende, blau gekleidete hl. Martin, die Rechte segnend erhoben, mit der Linken den goldenen Krummstab haltend.
Bedeutung:
Das Stadtwappen zeigt den heiligen Martin von Tours, der als Schutzpatron der Stadt verehrt wird, weil sich sein Bild im Stadtwappen befindet (was aber von der Zugehörigkeit zum Erzstift Mainz rührt). Aufgrund der Beteiligung an den Bauernkriegen 1528 war es der Stadt von Kurfürst und Erzbischof Albrecht von Brandenburg aberkannt worden. Erst König Ludwig I. von Bayern gab der Stadt 1836 ihr altes Wappen zurück, nachdem sie jahrhundertelang nur ein gotisches A als Wappen führen durfte.

Partnerstädte


- seit 1956: Perth (Schottland)
- seit 1975: St. Germain-en-Laye (Frankreich)
- seit 1996: Miskolc (Ungarn)

Persönlichkeiten

Für die Persönlichkeiten mit Bezug zu Aschaffenburg siehe Liste Persönlichkeiten (Aschaffenburg).

Wissenswertes


- Einer Sage zufolge soll der Kapuzinerpater Bernhard von Trier Schloss und Stadt 1631 vor der Plünderung durch die Truppen des schwedischen Königs Gustav Adolf auch durch seine Pfiffigkeit gerettet haben. Nachdem er die Schlüssel der Stadt übergeben hatte, ließ der schwedische König vernehmen, dass er es sehr schade fände, das erst wenige Jahre zuvor fertiggestellte Schloss niederbrennen zu müssen, da er es leider nicht mit nach Schweden nehmen könne. Der Kapuziner meinte jedoch, er könne dies durchaus tun, er müsse es einfach dorthin rollen. Fragend runzelte Gustav Adolf die Stirn und der schlaue Pater verwies auf die unter jedem der zahlreichen Fenster eingemeißelten Räder (das Mainzer Wappen). Daraufhin musste der König lachen und verzichtete auf eine Zerstörung.
- Das Mineral Aventurin findet sich in Deutschland nur an ein paar Stellen, nämlich in der Nähe von Aschaffenburg und bei Mariazell in der Steiermark. Ansonsten findet man es in Europa in größerem Maße besonders am Ural.
- Der Aschaffenburger Mundartdichter Karl Reuß schreibt in der ersten Strophe seines Gedichtes in dem Band Ascheborjer Posse zu seiner Heimatstadt: ::O du mei liebes Ascheborg ::Du Städtsche wunnerbor ::Wie liegste drin im griene Tal, ::Sou schöi, sou sunnekloor!
- Ein weiterer Aschaffenburger Mundartdichter, Emil Anders, beschreibt auf treffende Weise die Liebe zu Aschaffenburg in seinem Gedicht "Häämweh": ::
Von Ascheberg zog ich mal fort ::in´s weite, fremde Land. ::Ich wor so jung, doch an käm Ort ::die Heimat je ich fand. ::Vermißt hab´ ich moi Ascheberg, ::moi Schloß un aa de Mää, ::moi Schönthal un de Spessartberg, ::nie war ich so allää! ::Nach lange Johr´n kehrt ich zurück, ::es winke schon von fern, ::die Term vom Schloß, die alte Brick, ::wie geh´ ich häm so gern; ::häm doch zu dir moi Ascheberg, ::zum Schloß un aa zum Mää, ::zum Schönthal, zu de Spessartberg, ::ich bin nit mehr allää! ::Geh´ von de Welt ich unbeschwert, ::such ich im Himmel dann, ::e Plätzje, wo ich ungestört ::als nunnergucke kann; ::grod nunner uff moi Ascherberg, ::uffs Schloß un uff de Mää, ::uffs´ Schonthal, uff die Spessartberg, ::dann bin ich nit allää!

Literatur


- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/1/seite/0899/meyers_b1_s0899.html#Aschaffenburg Aschaffenburg], in:
Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888, Bd. 1, S. 899 f.

Weblinks


- [http://www.aschaffenburg.de/ Internetpräsenz der Stadt Aschaffenburg]
- [http://www.info-aschaffenburg.de/ www.info-aschaffenburg.de]
- [http://www.mainwetter.de/ Wetterstation Aschaffenburg]
- [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/vaterland/content/orte/Aschaffenburg.shtml Aschaffenburg: Denkmale und Gedenktafeln bayerisch-jüdischer Soldaten (Haus der Bayerischen Geschichte)]

Gaststätten/Kultur


- [http://www.bambel.de.vu/ Gastronomiebetrieb Hannebambel - eines der ältesten Kneipenkollektive Deutschlands]
- [http://www.colossal.de/ Colossaal - einer der wichtigsten Liveklubs der Region]
- [http://www.hofgarten-kabarett.de/ Hofgarten Kabarett - von und mit Urban Priol]
- Schlappeseppel - die urigste Kneipe Aschaffenburgs überhaupt Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Aschaffenburg ja:アシャッフェンブルク


1726

Ereignisse


- Jonathan Swift veröffentlicht „Gullivers Reisen
- Voltaire geht für drei Jahre ins Exil nach England
- Gründung von Montevideo durch spanische Siedler
- Erste urkundliche Registration des El Niño

Kultur


- 17. Juli: Uraufführung der Oper Claudius, Römischer Käyser von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg

Geboren


- 18. Januar: Heinrich Prinz von Preußen, Feldherr und Diplomat († 1802)
- 28. Januar: Laurent Angliviel de La Beaumelle, französischer Schriftsteller († 1773)
- 28. Januar: Christian Felix Weiße, deutscher Schriftsteller († 1804)
- 16. Februar: Friedrich Freiherr von der Trenck, († 1794)
- 20. Februar: William Prescott, amerikanischer Oberst im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg († 1795)
- 25. Februar: Wilhelmine von Hessen-Kassel, hessische Prinzessin, Ehefrau des Prinzen Heinrich von Preußen († 1808)
- 11. März: Wassili Jakowlewitsch Tschitschagow, russischer Admiral und Polarforscher († 1809)
- 7. April: Charles Burney, britischer Komponist und Musikhistoriker († 1814)
- 3. Juni: James Hutton, schottischer Naturforscher und Geologe († 1797)
- 26. Juni: Vittorio Amadeo III., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen († 1796)
- 7. September: André Danican Philidor, galt zu seinen Lebzeiten als bester Schachspieler der Welt († 1795)
- 14. Oktober: Karl Aloys von Königsegg-Aulendorf, Weihbischof in Köln († 1796)
- 16. Oktober: Daniel Chodowiecki, der populärste deutsche Grafiker und Illustrator des († 1801)

Gestorben


- 26. Februar: Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern (
- 1662)
- 26. April: Jeremy Collier, englischer Geistlicher (
- 1650)
- 18. Juni: Michel Richard Delalande, französischer Komponist (
- 1657)
- 20. Juli: Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit (
- 1663)
- 8. August: Auguste Marie Johanna von Baden, Tochter des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden (
- 1704)
- 16. September: Jakob Prandtauer, österreichischer Barockbaumeister (
- 1660)
- 17. September: Louis Remy de la Fosse, französischer Architekt, der in Deutschland wirkte (
- um 1659)
- 13. November: Sophie Dorothea, Kurfürstin von Hannover (
- 1666)
- 31. Dezember: Peter Kolb, deutscher Lehrer und Völkerkundler (
- 1675) ko:1726년

Ludwig Wilhelm (Baden)

Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt der Türkenlouis oder Schild des Reichs (
- 8. April 1655 in Paris; † 4. Januar 1707 in Rastatt) war der siegreiche kaiserliche Feldherr in den Türkenkriegen. Die Türken nannten ihn, aufgrund seines roten Kollers (Uniformjacke), die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den Roten König.

Leben und Person

Frühe Jahre

Ludwig Wilhelm wurde am 8. April 1655, sechs Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, im Hôtel de Soissons in Paris geboren und ist am 4. Januar 1707 in seinem noch nicht vollendeten Schloss in Rastatt gestorben. Sein Name wurde nach seinem Großvater Markgraf Wilhelm (1593-1677), und seinem Taufpaten Ludwig XIV., dem König von Frankreich gewählt. Er ist der Sohn des Erbprinzen Ferdinand Maximilian von Baden (16251669) und Ludovica (Luise) von Savoyen-Carignan (16271689), deren Bruder Eugen Moritz von Savoyen-(Soissons)-Carignan der Vater des berühmten Prinzen Eugen war. Durch eine leichtfertige, beleidigende Bemerkung seines Vaters Prinz Ferdinand Maximilian über dessen Gemahlin, die stark unter dem Einfluss ihrer Mutter stand, kam es zum Bruch zwischen seinen Eltern. So kam es, dass der Vater ohne seine Gemahlin aus Paris zurück in das ferne, heimatliche Baden fahren musste und der junge Ludwig Wilhelm ohne seine Mutter aufwuchs. An ihre Stelle trat die zweite Frau seines Großvaters, die Gräfin Maria Magdalena von Öttingen. Früh starb auch sein Vater im Jahre 1669 an Wundbrand, den er sich bei einer Fahrt zur Jagd in Heidelberg zugezogen hatte, als sich ein Gewehr entzündete. Wenig später schickte der Großvater seinen Enkel im Herbst 1670 in Begleitung seines Hofmeister Cosimo Marzi Medici und dem Präzeptor Vloßdorf auf Kavaliersreise. Diese mit fünfzehneinhalb Jahren recht frühe Reise bildete gewöhnlich den Abschluss der Erziehung und spiegelte die Sorge des Markgrafen um einen Nachfolger nach dem Tod Ferdinand Maximilians.

Kavaliersreise

Kavaliersreise Die erste Station der Reise führte ihn in das Kloster de la Visitation in Besançon, wo er seine Tante Katharina Franziska Henriette von Baden besuchte, die dort Nonne war. In Besançon hörte er juristische Vorlesungen und ließ sich in militärischen Dingen unterrichten. Weiter ging die Reise über Genf, Mailand, Florenz nach Rom, wo er eine Audienz bei Papst Klemens X. erhielt, der gerade mit dem Vizekönig von Neapel und einem französischen Gesandten speiste. Der Vizekönig von Neapel war von Ludwig Wilhelm so angetan, dass er ihm einen soldatischen Posten anbot, den Ludwig Wilhelm, mit Rücksicht auf seinen Großvater, jedoch ablehnte. Seinen Rombesuch schloss Ludwig Wilhelm mit einem Besuch bei den Medici ab. Die Reise ging weiter nach Venedig und über Innsbruck wieder zurück nach Baden-Baden. Als er dort wieder ankam, war er neunzehn Jahre alt.

Militärische Laufbahn

Baden-Baden Der junge Ludwig Wilhelm begann seine militärische Laufbahn 1674 im Alter von 19 Jahren mit dem Eintritt in die kaiserliche Armee, sein militärischer Lehrmeister war der berühmte Raimund von Montecuccoli. Schon seit 1672 tobte der Französisch-Holländische Krieg, der Beginn des Versuchs Ludwig XIV., die Vorherrschaft in Europa zu erringen. Zeit seines Lebens sollte Ludwig Wilhelm fortan in die Wirren des Krieges verwickelt sein. Wegen seines hervorragenden Verhaltens bei der Einnahme der Festung Philippsburg verlieh ihm der Kaiser Leopold I. 1676 ein Infanterieregiment. Als 1679 sein Großvater starb wurde er regierender Markgraf von Baden-Baden, doch zum regieren kam er wenig, da er stets im Dienste des Kaisers im Krieg war. Nach dem Frieden von Nijmegen ernannte der Kaiser Ludwig Wilhelm zum Obristfeldwachtmeister zu Pferd und zu Fuß, was einem Majorsrang entsprach. Seinen Spitznamen Türkenlouis erwarb er sich als Reichsfeldmarschall durch seine Erfolge im Kampf gegen die Osmanen im Großen Türkenkrieg 16831699. Zuhause kämpfte er am Rhein seit 1693 gegen die Franzosen. Die Beute aus den Türkenkriegen, der Türkenschatz, befindet sich heute im Karlsruher Schloss und kann dort besichtigt werden (siehe [http://www.tuerkenbeute.de]). Karlsruher Schloss Ludwig Wilhelm machte schon früh in seiner Karriere in der kaiserlichen Armee als Generalwachtmeister bei der Befreiung Wiens 1683 auf sich aufmerksam und wurde am 23. November 1683 zum General der Kavallerie befördert. Bereits am 12. Dezember 1686 war er Feldmarschall und wurde 6. September 1689 zum Oberbefehlshaber an der osmanischen Front befördert. Dort konnte er in über 20 Schlachten sein strategisches Können unter Beweis stellen und die Osmanen zurück drängen. Gleichzeitig wurden seine eigenen Besitzungen in Baden von den Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört, so auch 1689 sein Stammsitz in Baden-Baden. Der Marquis de Villars schätzte ihn 1687 wie folgt ein: :Er – Ludwig Wilhelm I., Markgraf von Baden, der „Türkenlouis” – besitzt großen Mut, im Kampf hat er einen klaren und sicheren Blick. Er ist sehr tätig, wachsam, immer auf dem Pferd und von allen am meisten geeignet, ein großer Soldat zu werden, wenn der Eigendünkel ihm nicht in die Quere kommt. Denn auf Ratschläge hört er wenig, und wenn er sich gezwungen sieht, ihnen zu folgen, tut er es erst spät und niemals, ohne wenigstens ein paar Änderungen vorgenommen zu haben, damit man glauben soll, es seien seine eigenen Gedanken. Er möchte umgänglich erscheinen, ist jedoch das Gegenteil für jemand, der ihm nicht blind gehorcht. [...] Für das Hofleben ist er wenig geeignet, da er mit den Ministern allzu frei und heftig redet. Insgesamt hat er alle Tugenden, die einer haben muss, wenn er eines Tages eine Armee würdig führen will – aber auch alle Fehler, die die Lust, sie ihm anzuvertrauen, benehmen. 1687 Aufgrund seiner Verdienste und der in Abwesenheit entstandenen Verwüstungen seiner Besitzungen, vermittelte Kaiser Leopold I. ihm eine sehr lukrative Ehe mit einer der Töchter des verstorbenen Herzogs Julius Franz von Lauenburg (1641-1689). Anders als vom Leopold I. geplant verliebte Ludwig Wilhelm sich jedoch in die jüngere der beiden Schwestern, welche eigentlich für seinen Vetter Prinz Eugen von Savoyen vorgesehen war. Da die Zuneigung auf Gegenseitigkeit beruhte war man sich schnell einig, was der älteren der beiden Schwestern sehr mißviel. Zutieftst gekränkt lehnte diese den Prinzen Eugen als Partner mit der Begründung ab, dieser sei kein regierender Fürst. Kurz nach seiner Heirat mit Sibylla Augusta musste Ludwig Wilhelm jedoch wieder in den Krieg gegen die Osmanen ziehen. In der Schlacht bei Slankamen konnte er 1691 seinen größten Triumph erzielen und wurde vom Kaiser Leopold I. zum Generalleutnant aller kaiserlicher Truppen ernannt. Dieser sehr seltene Titel wurde im 17. Jahrhundert nur 5 mal verliehen. Später wurde Ludwig Wilhelm als Anerkennung seiner Leistungen im Kampf gegen die Osmanen der Orden vom Goldenen Vlies verliehen. Aufgrund der Ereignisse im Pfälzischen Erbfolgekrieg musste der Kaiser ihn an die heimatliche Front am Rhein zurück rufen, und sein Vetter trat seine Nachfolge im Krieg gegen die Osmanen an. Prinz Eugen war nicht weniger erfolgreich und siegte am 11. September 1697 bei Zenta (Senta) über Sultan Mustafa II. damit erreichte er im Frieden von Karlowitz schließlich den erwünschten Erfolg. Fortan war Ludwig Wilhelm stets im Schatten seines Vetters Prinz Eugen.
Ludwig Wilhelm kämpfte derweil am Rhein gegen die Franzosen, die im Jahre 1697 im Friede von Rijswijk ihre rechtsrheinischen Gebietsgewinne wieder zurück geben mussten.
Friede von Rijswijk
Nachdem sein Schloss in Baden-Baden zerstört war, verlegte Ludwig Wilhelm seine Residenz von Baden-Baden nach Rastatt, hierzu wurde Rastatt zur Residenzstadt erhoben und in eine Festung umgebaut. In Rastatt erbaute er 16971707 das Schloss Rastatt und plante die Stadt nach dem Vorbild von Versailles. Rastatt gilt hierbei als erste in Deutschland erstellte Residenz nach französischem Vorbild. Als Architekt wurde Domenico Egidio Rossi 1679-1715 verpflichtet. 1715 Leider kam es im Anschluss an die Erfolge zwischen dem Kaiser und dem Markgrafen zum Verwürfnis, als der Kaiser ihm den Aufstieg zum Hochadel verwehrte. Obwohl der Kaiser ihm die Kurwürde nicht zugestehen wollte, einigte man sich, und der Markgraf focht wieder für den Kaiser. So kam es, dass der Markgraf beim Gefecht am Schellenberg (siehe Schlacht von Höchstädt) gegen die Franzosen schwer verwundet wurde und in seinem noch nicht fertigen Schloss in Rastatt seinen Verletzungen erlag.

Schlachten, Gefechte und Belagerungen

Der Türkenlouis war in den 57 Schlachten, Gefechten und Belagerungen seines Lebens niemals besiegt worden und ging meist als Sieger hervor. Diese waren unter anderem:
- 1683 Belagerung Wiens durch die Osmanen
- 1683 Gefecht bei Preßburg (heute Bratislava)
- 1683 Schlacht bei Parkany
- 1684 Belagerung von Neuhäusel
- 1684 Schlacht bei Hanzsabek
- 1684 Belagerung von Ofen
- 1685 Schlacht bei Gran
- 1686 Belagerung Ofen
- 1686 Belagerung von Fünfkirchen
- 1687 Schlacht bei Mohács
- 1688 Schlacht von Kostainicza
- 1688 Schlacht bei Dervent
- 1688 Belagerung von Belgrad
- 1689 Schlacht bei Batotschina
- 1689 Schlacht bei Semendria?
- 1689 Schlacht bei Nissa
- 1689 Schlacht bei Widdin (Vidin)
- 1690 Belagerung von Belgrad
- 1691 Schlacht bei Slankamen (auch Szalankamen)
- 1699 Belagerung von Großwardein
- 1702 Schlacht von Friedlingen
- 1702 Schlacht am Käferholz
- 1704 Schlacht am Schellenberg
- 1705 Schlacht in Pfaffenhofen

Ehe und Nachkommen

Am 27. März 1690 heiratete der Markgraf die 20 Jahre jüngere Prinzessin Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg. Sie wurde am 21. Januar 1675 in Ratzeburg in Böhmen geboren. Augusta starb im Alter von 58 Jahren am 10. Juli 1733. 1733 Mit ihren Kindern, hatte Franziska Sibylla Augusta und der Markgraf wenig Glück sie mussten viele Schicksalsschläge einstecken. Die erste Schwangerschaft endete mit einer Fehlgeburt, das erste Kind lebte ein halbes Jahr, das zweite vier Jahre, das dritte sechs Jahre, das vierte drei Jahre. Das fünfte starb nach vier Monaten. Im Ganzen waren es neun Kinder, die aus der Ehe hervor gingen, wovon nur drei das zehnte Lebensjahr erreichten, eine Tochter und zwei Söhne. Die Tochter starb mit 22 Jahren im Kindbett, die Söhne wurden 53 und 65 Jahre alt. Folgende Kinder gingen aus der Ehe hervor:
- Erbprinz Leopold Wilhelm Günzburg (
- 28. November 1695; † 19. Mai 1696 in Günzburg)
- Charlotte (
- 7. August 1696 in Günzburg; † 16. Januar 1700)
- Karl Josef (
- 30. September 1697 in Augsburg; † 9. März 1703 in Schlackenwerth)
- Wilhelmine (
- 14. August 1700 in Nürnberg; † 16. Mai 1702 in Schlackenwerth)
- Luise (
- 8. Mai 1701 in Nürnberg; † 23. September 1707)
- Markgraf Ludwig Georg Simpert (
- 7. Juni1702 in Ettlingen; †22. Oktober 1761 in Rastatt)
- Wilhelm Georg Simbert (
- 5. September 1703 in Aschaffenburg; † 16. Februar 1709 in Baden-Baden)
- Augusta Marie Johanna (
- 10. November 1704 in Aschaffenburg; † 8. August 1726 in Paris) - 13. Juli 1724 verheiratet mit Ludwig, Herzog von Orléans (
- 4. August 1703; † 4. Februar 1752)
- Markgraf August Georg Simpert (
- 14. Januar 1706 in Rastatt; † 21. Oktober 1771 in Rastatt)

Grabmal

Rastatt Das Grabmal von Ludwig Wilhelm findet sich in der Stiftskirche in Baden-Baden dem Grablege der markgräflichen Familie, dort ist sein Epitaph in Form eines Barockaltars dargestellt, umgeben von Figuren die Gerechtigkeit, Tapferkeit und Weisheit symbolisieren sollen. Sein Herz und seine inneren Organe wurden im Kloster Lichtenthal beigesetzt, welches in früheren Zeiten das Grablege der Markgrafen war.

Literatur


- Otto Flake: Türkenlouis - Gemälde einer Zeit. 2. Aufl., Fischer Verlag 1988, ISBN 3-596-25788-3
- Uwe A. Oster: Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden. Der „Türkenlouis“. Feldherr im Schatten von Prinz Eugen. Bergisch-Gladbach 2000, ISBN 3-404-61467-4
- Wolfgang Froese/Martin Walter (Hrsg.): Der Türkenlouis. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden und seine Zeit. Gernsbach: Casimir Katz Verlag 2005, ISBN 3-925825-88-6

Weblinks


- http://www.tuerkenbeute.de Virtuelle Ausstellung mit zahlreichen Informationen zur Person
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adb/images/adb019/@ebt-link?target=idmatch(entityref,adb0190487) Artikel in der] ADB Siehe auch:
- Türkenkriege
- Schlacht am Käferholz
- Stammtafel von Baden Baden, Ludwig Wilhelm von Baden, Ludwig Wilhelm von Kategorie:Zähringer Baden, Ludwig Wilhelm von Baden, Ludwig Wilhelm von Baden, Ludwig Wilhelm von Baden, Ludwig Wilhelm von Baden, Ludwig Wilhelm von Baden, Ludwig Wilhelm von

Türkenlouis

Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt der Türkenlouis oder Schild des Reichs (
- 8. April 1655 in Paris; † 4. Januar 1707 in Rastatt) war der siegreiche kaiserliche Feldherr in den Türkenkriegen. Die Türken nannten ihn, aufgrund seines roten Kollers (Uniformjacke), die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den Roten König.

Leben und Person

Frühe Jahre

Ludwig Wilhelm wurde am 8. April 1655, sechs Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, im Hôtel de Soissons in Paris geboren und ist am 4. Januar 1707 in seinem noch nicht vollendeten Schloss in Rastatt gestorben. Sein Name wurde nach seinem Großvater Markgraf Wilhelm (1593-1677), und seinem Taufpaten Ludwig XIV., dem König von Frankreich gewählt. Er ist der Sohn des Erbprinzen Ferdinand Maximilian von Baden (16251669) und Ludovica (Luise) von Savoyen-Carignan (16271689), deren Bruder Eugen Moritz von Savoyen-(Soissons)-Carignan der Vater des berühmten Prinzen Eugen war. Durch eine leichtfertige, beleidigende Bemerkung seines Vaters Prinz Ferdinand Maximilian über dessen Gemahlin, die stark unter dem Einfluss ihrer Mutter stand, kam es zum Bruch zwischen seinen Eltern. So kam es, dass der Vater ohne seine Gemahlin aus Paris zurück in das ferne, heimatliche Baden fahren musste und der junge Ludwig Wilhelm ohne seine Mutter aufwuchs. An ihre Stelle trat die zweite Frau seines Großvaters, die Gräfin Maria Magdalena von Öttingen. Früh starb auch sein Vater im Jahre 1669 an Wundbrand, den er sich bei einer Fahrt zur Jagd in Heidelberg zugezogen hatte, als sich ein Gewehr entzündete. Wenig später schickte der Großvater seinen Enkel im Herbst 1670 in Begleitung seines Hofmeister Cosimo Marzi Medici und dem Präzeptor Vloßdorf auf Kavaliersreise. Diese mit fünfzehneinhalb Jahren recht frühe Reise bildete gewöhnlich den Abschluss der Erziehung und spiegelte die Sorge des Markgrafen um einen Nachfolger nach dem Tod Ferdinand Maximilians.

Kavaliersreise

Kavaliersreise Die erste Station der Reise führte ihn in das Kloster de la Visitation in Besançon, wo er seine Tante Katharina Franziska Henriette von Baden besuchte, die dort Nonne war. In Besançon hörte er juristische Vorlesungen und ließ sich in militärischen Dingen unterrichten. Weiter ging die Reise über Genf, Mailand, Florenz nach Rom, wo er eine Audienz bei Papst Klemens X. erhielt, der gerade mit dem Vizekönig von Neapel und einem französischen Gesandten speiste. Der Vizekönig von Neapel war von Ludwig Wilhelm so angetan, dass er ihm einen soldatischen Posten anbot, den Ludwig Wilhelm, mit Rücksicht auf seinen Großvater, jedoch ablehnte. Seinen Rombesuch schloss Ludwig Wilhelm mit einem Besuch bei den Medici ab. Die Reise ging weiter nach Venedig und über Innsbruck wieder zurück nach Baden-Baden. Als er dort wieder ankam, war er neunzehn Jahre alt.

Militärische Laufbahn

Baden-Baden Der junge Ludwig Wilhelm begann seine militärische Laufbahn 1674 im Alter von 19 Jahren mit dem Eintritt in die kaiserliche Armee, sein militärischer Lehrmeister war der berühmte Raimund von Montecuccoli. Schon seit 1672 tobte der Französisch-Holländische Krieg, der Beginn des Versuchs Ludwig XIV., die Vorherrschaft in Europa zu erringen. Zeit seines Lebens sollte Ludwig Wilhelm fortan in die Wirren des Krieges verwickelt sein. Wegen seines hervorragenden Verhaltens bei der Einnahme der Festung Philippsburg verlieh ihm der Kaiser Leopold I. 1676 ein Infanterieregiment. Als 1679 sein Großvater starb wurde er regierender Markgraf von Baden-Baden, doch zum regieren kam er wenig, da er stets im Dienste des Kaisers im Krieg war. Nach dem Frieden von Nijmegen ernannte der Kaiser Ludwig Wilhelm zum Obristfeldwachtmeister zu Pferd und zu Fuß, was einem Majorsrang entsprach. Seinen Spitznamen Türkenlouis erwarb er sich als Reichsfeldmarschall durch seine Erfolge im Kampf gegen die Osmanen im Großen Türkenkrieg 16831699. Zuhause kämpfte er am Rhein seit 1693 gegen die Franzosen. Die Beute aus den Türkenkriegen, der Türkenschatz, befindet sich heute im Karlsruher Schloss und kann dort besichtigt werden (siehe [http://www.tuerkenbeute.de]). Karlsruher Schloss Ludwig Wilhelm machte schon früh in seiner Karriere in der kaiserlichen Armee als Generalwachtmeister bei der Befreiung Wiens 1683 auf sich aufmerksam und wurde am 23. November 1683 zum General der Kavallerie befördert. Bereits am 12. Dezember 1686 war er Feldmarschall und wurde 6. September 1689 zum Oberbefehlshaber an der osmanischen Front befördert. Dort konnte er in über 20 Schlachten sein strategisches Können unter Beweis stellen und die Osmanen zurück drängen. Gleichzeitig wurden seine eigenen Besitzungen in Baden von den Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört, so auch 1689 sein Stammsitz in Baden-Baden. Der Marquis de Villars schätzte ihn 1687 wie folgt ein: :Er – Ludwig Wilhelm I., Markgraf von Baden, der „Türkenlouis” – besitzt großen Mut, im Kampf hat er einen klaren und sicheren Blick. Er ist sehr tätig, wachsam, immer auf dem Pferd und von allen am meisten geeignet, ein großer Soldat zu werden, wenn der Eigendünkel ihm nicht in die Quere kommt. Denn auf Ratschläge hört er wenig, und wenn er sich gezwungen sieht, ihnen zu folgen, tut er es erst spät und niemals, ohne wenigstens ein paar Änderungen vorgenommen zu haben, damit man glauben soll, es seien seine eigenen Gedanken. Er möchte umgänglich erscheinen, ist jedoch das Gegenteil für jemand, der ihm nicht blind gehorcht. [...] Für das Hofleben ist er wenig geeignet, da er mit den Ministern allzu frei und heftig redet. Insgesamt hat er alle Tugenden, die einer haben muss, wenn er eines Tages eine Armee würdig führen will – aber auch alle Fehler, die die Lust, sie ihm anzuvertrauen, benehmen. 1687 Aufgrund seiner Verdienste und der in Abwesenheit entstandenen Verwüstungen seiner Besitzungen, vermittelte Kaiser Leopold I. ihm eine sehr lukrative Ehe mit einer der Töchter des verstorbenen Herzogs Julius Franz von Lauenburg (1641-1689). Anders als vom Leopold I. geplant verliebte Ludwig Wilhelm sich jedoch in die jüngere der beiden Schwestern, welche eigentlich für seinen Vetter Prinz Eugen von Savoyen vorgesehen war. Da die Zuneigung auf Gegenseitigkeit beruhte war man sich schnell einig, was der älteren der beiden Schwestern sehr mißviel. Zutieftst gekränkt lehnte diese den Prinzen Eugen als Partner mit der Begründung ab, dieser sei kein regierender Fürst. Kurz nach seiner Heirat mit Sibylla Augusta musste Ludwig Wilhelm jedoch wieder in den Krieg gegen die Osmanen ziehen. In der Schlacht bei Slankamen konnte er 1691 seinen größten Triumph erzielen und wurde vom Kaiser Leopold I. zum Generalleutnant aller kaiserlicher Truppen ernannt. Dieser sehr seltene Titel wurde im 17. Jahrhundert nur 5 mal verliehen. Später wurde Ludwig Wilhelm als Anerkennung seiner Leistungen im Kampf gegen die Osmanen der Orden vom Goldenen Vlies verliehen. Aufgrund der Ereignisse im Pfälzischen Erbfolgekrieg musste der Kaiser ihn an die heimatliche Front am Rhein zurück rufen, und sein Vetter trat seine Nachfolge im Krieg gegen die Osmanen an. Prinz Eugen war nicht weniger erfolgreich und siegte am 11. September 1697 bei Zenta (Senta) über Sultan Mustafa II. damit erreichte er im Frieden von Karlowitz schließlich den erwünschten Erfolg. Fortan war Ludwig Wilhelm stets im Schatten seines Vetters Prinz Eugen.
Ludwig Wilhelm kämpfte derweil am Rhein gegen die Franzosen, die im Jahre 1697 im Friede von Rijswijk ihre rechtsrheinischen Gebietsgewinne wieder zurück geben mussten.
Friede von Rijswijk
Nachdem sein Schloss in Baden-Baden zerstört war, verlegte Ludwig Wilhelm seine Residenz von Baden-Baden nach Rastatt, hierzu wurde Rastatt zur Residenzstadt erhoben und in eine Festung umgebaut. In Rastatt erbaute er 16971707 das Schloss Rastatt und plante die Stadt nach dem Vorbild von Versailles. Rastatt gilt hierbei als erste in Deutschland erstellte Residenz nach französischem Vorbild. Als Architekt wurde Domenico Egidio Rossi 1679-1715 verpflichtet. 1715 Leider kam es im Anschluss an die Erfolge zwischen dem Kaiser und dem Markgrafen zum Verwürfnis, als der Kaiser ihm den Aufstieg zum Hochadel verwehrte. Obwohl der Kaiser ihm die Kurwürde nicht zugestehen wollte, einigte man sich, und der Markgraf focht wieder für den Kaiser. So kam es, dass der Markgraf beim Gefecht am Schellenberg (siehe Schlacht von Höchstädt) gegen die Franzosen schwer verwundet wurde und in seinem noch nicht fertigen Schloss in Rastatt seinen Verletzungen erlag.

Schlachten, Gefechte und Belagerungen

Der Türkenlouis war in den 57 Schlachten, Gefechten und Belagerungen seines Lebens niemals besiegt worden und ging meist als Sieger hervor. Diese waren unter anderem:
- 1683 Belagerung Wiens durch die Osmanen
- 1683 Gefecht bei Preßburg (heute Bratislava)
- 1683 Schlacht bei Parkany
- 1684 Belagerung von Neuhäusel
- 1684 Schlacht bei Hanzsabek
- 1684 Belagerung von Ofen
- 1685 Schlacht bei Gran
- 1686 Belagerung Ofen
- 1686 Belagerung von Fünfkirchen
- 1687 Schlacht bei Mohács
- 1688 Schlacht von Kostainicza
- 1688 Schlacht bei Dervent
- 1688 Belagerung von Belgrad
- 1689 Schlacht bei Batotschina
- 1689 Schlacht bei Semendria?
- 1689 Schlacht bei Nissa
- 1689 Schlacht bei Widdin (Vidin)
- 1690 Belagerung von Belgrad
- 1691 Schlacht bei Slankamen (auch Szalankamen)
- 1699 Belagerung von Großwardein
- 1702 Schlacht von Friedlingen
- 1702 Schlacht am Käferholz
- 1704 Schlacht am Schellenberg
- 1705 Schlacht in Pfaffenhofen

Ehe und Nachkommen

Am 27. März 1690 heiratete der Markgraf die 20 Jahre jüngere Prinzessin Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg. Sie wurde am 21. Januar 1675 in Ratzeburg in Böhmen geboren. Augusta starb im Alter von 58 Jahren am 10. Juli 1733. 1733 Mit ihren Kindern, hatte Franziska Sibylla Augusta und der Markgraf wenig Glück sie mussten viele Schicksalsschläge einstecken. Die erste Schwangerschaft endete mit einer Fehlgeburt, das erste Kind lebte ein halbes Jahr, das zweite vier Jahre, das dritte sechs Jahre, das vierte drei Jahre. Das fünfte starb nach vier Monaten. Im Ganzen waren es neun Kinder, die aus der Ehe hervor gingen, wovon nur drei das zehnte Lebensjahr erreichten, eine Tochter und zwei Söhne. Die Tochter starb mit 22 Jahren im Kindbett, die Söhne wurden 53 und 65 Jahre alt. Folgende Kinder gingen aus der Ehe hervor:
- Erbprinz Leopold Wilhelm Günzburg (
- 28. November 1695; † 19. Mai 1696 in Günzburg)
- Charlotte (
- 7. August 1696 in Günzburg; † 16. Januar 1700)
- Karl Josef (
- 30. September 1697 in Augsburg; † 9. März 1703 in Schlackenwerth)
- Wilhelmine (
- 14. August 1700 in Nürnberg; † 16. Mai 1702 in Schlackenwerth)
- Luise (
- 8. Mai 1701 in Nürnberg; † 23. September 1707)
- Markgraf Ludwig Georg Simpert (
- 7. Juni1702 in Ettlingen; †22. Oktober 1761 in Rastatt)
- Wilhelm Georg Simbert (
- 5. September 1703 in Aschaffenburg; † 16. Februar 1709 in Baden-Baden)
- Augusta Marie Johanna (
- 10. November 1704 in Aschaffenburg; † 8. August 1726 in Paris) - 13. Juli 1724 verheiratet mit Ludwig, Herzog von Orléans (
- 4. August 1703; † 4. Februar