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Augusto Pinochet

Augusto Pinochet

Augusto José Ramón Pinochet Ugarte [] (
- 25. November 1915 in Valparaíso) ist ein chilenischer General und Politiker. Vom 11. September 1973 bis zum 11. März 1990 regierte er Chile mit diktatorischen Mitteln, nachdem er maßgeblich am Putsch gegen den 1970 mit 36 Prozent der Stimmen gewählten Präsidenten Salvador Allende beteiligt war. Pinochet spaltet sowohl die chilenische Öffentlichkeit als auch die internationale Meinung: Einige, wie etwa Friedrich Hayek, halten ihm zugute, er habe Chile vor einem wirtschaftlichen und politischen Chaos bewahrt und sei entschlossen gegen die Linken vorgegangen. Für andere ist aber die Brutalität, mit der er die Opposition in Chile verfolgt hat, wichtiger; sie sehen in ihm einen typischen Militärdiktator, der sein Land mit Folter und Mord regiert hat. Nachdem bekannt wurde, dass er Millionen von US-Dollars verdeckt im Ausland angelegt hatte, sank sein Ansehen auch in konservativen Kreisen. Momentan laufen Prozesse wegen Steuerhinterziehung und Untersuchungen zum Korruptionsverdacht.

Biographie bis 1973

Pinochet wurde am 25. November 1915 in Valparaíso geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Nach dem Schulabschluss ging er an die chilenische Militärakadamie, schlug die Offizierslaufbahn ein und wurde 1936 mit 21 Jahren Leutnant. Pinochet heiratete 1943 Lucía Hiriart Rodríguez, mit der er mehrere Kinder hat. Im Jahr 1953 wurde er zum Major befördert und machte einen Universitäts-Abschluss im Fach Jura. Nach kurzer Lehrtätigkeit an der Militärakademie und einem Aufenthalt in Ecuador diente er 1956 als Militärattaché an der chilenischen Botschaft in Washington, D.C.. Ab 1965 besuchte Pinochet mehrfach Schulungen der US Army; man vermutet, dass seine engen Verbindungen zu hochrangigen US-Militärs und dem Geheimdienst CIA aus dieser Zeit stammen. Eduardo Frei ernannte ihn kurz vor Ende seiner Amtszeit 1970 zum Brigadegeneral, sein Nachfolger Salvador Allende übertrug ihm im Januar 1971 das Kommando über die Heeresgarnison in Santiago de Chile und beförderte ihn zum Divisionsgeneral. Am 23. August 1973, einen Tag nachdem der Kongress die Regierung ultimativ zum Rücktritt aufgefordert hatte, wurde Pinochet vom amtierenden Präsidenten Allende zum Nachfolger des zurückgetretenen Generals Carlos Prats bestellt und damit zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Putsch von 1973

Carlos Prats Am 11. September 1973 bombardierten Kampfjets den Präsidentenpalast Moneda. Es kam zum Sturz und Tod des demokratisch gewählten Präsidenten Allende. Kurze Zeit später übernahm eine Militärjunta die Macht und ernannte Pinochet zum Präsidenten Chiles. Anders als die meisten anderen südamerikanischen Staaten hatte Chile ein lange demokratische Tradition, in der es keine Versuche der Machtübernahme durch das Militär oder andere Kräfte gab. Doch ein großer Teil der Bevölkerung erwartete zu dieser Zeit eine Intervention des Militärs, da das in Allendes Wirtschafts- und Außenpolitik begründete, von den USA verhängte und militärisch durchgesetzte Wirtschaftsembargo sowie Streiks und Anschläge der Opposition das Land in ernsthafte Schwierigkeiten brachten. Pinochet versprach „keine Nation der Arbeiter, sondern eine Nation der Unternehmer“ zu bilden. Gleich nach seiner Amtsübernahme ging Pinochet mit großer Härte gegen die bisherige Regierung und ihre Unterstützer vor. Das Militär verhaftete Tausende tatsächlicher oder vermeintlicher Sympathisanten Allendes, die in den ersten Tagen im Fußballstadion von Santiago de Chile eingesperrt wurden. In den Gefangenenlagern der Armee und der Carabineros - dies ist die chilenische Polizei, die damals dem Verteidigungsministerium unterstellt wurde - gab es in diesen Tagen Menschenrechtsverletzungen, Folter und Mord. In der Karawane des Todes trieb das Militär einen Teil der Gefangenen in den Norden. Jahrelang waren sie in Lagern in der Wüste eingesperrt. Zwischen 2.500 und 80.000 Menschen wurden getötet oder verschwanden spurlos. Die genaue Zahl lässt sich heute nicht mehr exakt ermitteln. In den 1990er Jahren wurden Massengräber entdeckt. Das brutale Regime löste eine Massenflucht aus Chile aus. Bei der Verfolgung von chilenischen Oppositionellen griff das chilenische Militär auch auf das Ausland über, als im September 1976 der ehemalige chilenische Botschafter in den USA, Orlando Letelier, durch eine Autobombe getötet wurde. Bereits zwei Jahre zuvor starb General Carlos Prats, Pinochets Vorgänger als Armeebefehlshaber, auf dieselbe Weise in Buenos Aires. Für beide Anschläge macht man heute den chilenischen Geheimdienst DINA verantwortlich. Während fast der gesamten Herrschaftszeit von Pinochet wurden Oppositionelle oder vermutete Oppositionelle von seinem Regime verschleppt, gefoltert und ermordet. Zu den Folteropfern gehörten auch Kinder.

Wirtschaftliche Folgen

Parallel zu seinen repressiven politischen Maßnahmen leitete Pinochet eine Reihe neoliberaler Wirtschaftsreformen ein. Er begrenzte die öffentlichen Ausgaben und forcierte die Reprivatisierung der Industrie. Er holte die so genannten Chicago Boys – Wirtschaftswissenschaftler, die an der Universität von Chicago (bekannt durch Milton Friedman) studiert hatten – als Berater ins Land. Die Wiedererstarkung der chilenischen Wirtschaft wurde auch mit dem umstrittenen Begriff „Wunder von Chile“ bezeichnet. Mit der ökonomischen Liberalisierung erlangte Chile bemerkenswerte Wachstumszahlen, aber die sozialen Gegensätze im Land nahmen dadurch weiter zu. Im Mai 1983 organisierte die Opposition deshalb Demonstrationen und Streiks, was wiederum zu erheblichen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitstruppen führte. Im September 1986 wurde durch die "Frente Patriótico Manuel Rodríguez" (FPMR) ein Mordversuch auf Pinochet unternommen, bei dem dieser jedoch nur leichte Verletzungen davontrug.

Die Verfassung von 1980

1978 wurde die Regierung Pinochet bei einer Volksabstimmung im Amt bestätigt, die aber nach Ansicht ausländischer Beobachter nicht die Kriterien einer demokratischen Wahl erfüllte: Unter den Bedingungen der Militärdiktatur kamen die Gegner Pinochets nicht zu Wort, und die Wahlzettel sollen so dünn gewesen sein, dass die Bedingungen einer geheimen und freien Wahl nicht erfüllt waren. 75 Prozent der abgegebenen Stimmen unterstützten die Regierung. 1980 stellte die Regierung Pinochet eine neue Verfassung (Carta fundamental) zur Abstimmung, die mit Zwei-Drittel-Mehrheit unter ähnlichen Bedingungen vom Volk verabschiedet wurde. Pinochet konnte nun mit Rückendeckung der Verfassung bis 1989 im Amt bleiben und hatte zugleich erhebliche Kompetenzen zugesprochen bekommen.

Rückkehr zur Demokratie

Entsprechend der Verfassung von 1980 wurde im Oktober 1988 eine Volksabstimmung durchgeführt, bei der gefragt wurde, ob Pinochet der einzige Kandidat bei den Präsidentenwahlen von 1989 sein dürfte. Dabei überwogen jedoch die „Nein“-Stimmen, worauf es ein Jahr später zu freien Wahlen kam. Pinochet wurde am 11. März 1990 von Patricio Aylwin als Präsident abgelöst. Doch gemäß der von ihm maßgeschneiderten Verfassung konnte er Senator auf Lebenszeit bleiben und blieb außerdem Chef der Streitkräfte.

Haft in Großbritannien 1998 bis 2000

Ende September 1998 reiste Pinochet nach Großbritannien als Senator und Mitglied des Verteidigungsausschusses. Eine Woche zuvor war das britische Außenministerium wie immer davon informiert worden. Pinochet ließ sich in Großbritannien seinen kranken Rücken behandeln und traf sich mit der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher, die mit ihm u.a. wegen seiner Unterstützung im Falkland-Krieg freundschaftlich verbunden war. Der spanische Untersuchungsrichter Báltasar Garzón hatte schon seit längerem gegen Pinochet wegen Völkermord, Staatsterrorismus und Folter ermittelt, da auch spanische Staatsbürger unter den Opfern der Militärdiktatur waren. Während Pinochets Aufenthalt in London stellte Spanien daher ein Auslieferungsbegehren, aufgrund dessen Pinochet am 16. Oktober von der britischen Polizei in London verhaftet wurde. Die Verhaftung löste in Chile Unruhen aus. Das Land war tief gespalten in Pinochet-Gegner und -Anhänger. Präsident Eduardo Frei Ruiz-Tagle forderte die Freilassung Pinochets, angeblich um ihn vor ein chilenisches Gericht zu bringen. Auch die Schweiz hatte ein Auslieferungsgesuch gestellt. Das spanische Gesuch hatte Priorität, doch wenn Spanien es zurückgezogen hätte, wäre Pinochet für das Verschwinden des Schweizers Alexi Jaccard eventuell an die Schweiz ausgeliefert worden. Alexi Jaccard wurde – mutmaßlich im Auftrag Pinochets – in Argentinien verhaftet und ist dort „verschwunden“. Seine Haft in England verbrachte Pinochet unter sehr komfortablen Bedingungen unter Hausarrest. Er durfte unbegrenzt Besuch empfangen; unter anderem ließ er zu Weihnachten extra einen Priester aus Chile einfliegen. Das britische Urteil, ob Pinochet nach Spanien ausgeliefert werden sollte oder nicht, folgte nicht sofort. Es gab ein langes Tauziehen zwischen England, Spanien, Chile und weiteren Ländern, die ein Auslieferungsgesuch gestellt hatten. Das waren neben der Schweiz auch Frankreich und Belgien. Im November 1998 kam es zu einem ersten Urteil, wonach Pinochet die Immunität verloren hätte. Dieses Urteil wurde wegen möglicher Befangenheit eines der Richter aufgehoben, der Verbindungen zu der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte, die als Nebenklägerin gegen Pinochet auftrat. In einer zweiten Verhandlung im März 1999 entschied das Gericht, dass Pinochet keine diplomatische Immunität besitze. Jedoch dürfte er nicht für Taten vor 1988 belangt werden, da Großbritannien erst 1988 einer Anti-Folterkonvention beigetreten ist. Außerdem wurden viele Anklagepunkte der spanischen Justiz verworfen. Im April 1999 entschied der britische Innenminister Jack Straw, dass Pinochet an Spanien ausgeliefert werden dürfe. Die chilenische Regierung bat London daraufhin, Pinochet aus humanitären Gründen freizulassen. Die Regierung in Santiago führte das hohe Alter und den schlechten Gesundheitszustand Pinochets als Argumente an. Auch die USA forderte die Freilassung Pinochets, angeblich aus Angst vor weiteren Enthüllungen über die Verwicklung Amerikas in die Menschenrechtsverletzungen unter Pinochets Herrschaft. Ebenso machte sich der Vatikan für eine Freilassung des Katholiken Pinochet stark. Nach Prüfung der Gesundheit Pinochets wurde ihm eine schwere Erkrankung attestiert. Er wurde auf Entscheidung von Jack Straw am 2. März 2000 freigelassen und kehrte sofort nach Chile zurück, wo er relativ gesund wirkend von begeisterten Anhängern empfangen wurde. Zur Zeit steht er dort wieder unter Hausarrest.

Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen

Die Causa Pinochet

Ende 1998 lässt der spanische Sonderstaatsanwalt Baltazar Garzón Augusto Pinochet in einem Krankenhaus in London festnehmen, um ihn wegen Verbrechen an spanischen Bürgern zu belangen. Ein langwieriges Tauziehen über die Verhandlungsfähigkeit des Ex-Doktators beginnt. Am 3. März 2000 kehrt Pinochet nach Chile zurück und wird mit militärischen Ehren empfangen. Menschenrechtsgruppen und die Angehörigen der Opfer von Pinochets Diktatur antworteten mit Protesten und Mahnwachen, allerdings gibt es auch Solidaritätskundgebungen mit mehreren Hundert Teilnehmern. Zwei Tage später entzieht das Berufungsgericht in Santiago auf Antrag des Ermittlungsrichters Juan Guzmán Tapia mit 13:9 Stimmen Pinochet seine Immunität. Es geht um die so genannte „Todeskarawane“, den Mord an 75 Regimegegnern im Oktober 1973, von denen 18 Leichname noch nicht aufgetaucht sind und die deshalb nicht unter das Amnestiegesetz von 1978 fallen. Eine Spezialeinheit der Armee unter dem Kommando des Generals Arellano Stark, dem Delegierten Pinochets, hatte die Menschen ermordet. Am 1. Dezember 2000 leitet Guzmán überraschend das Verfahren ein. Am 5. Januar 2001 veröffentlicht das Militär einen Bericht, in dem sie erstmals das Schicksal der Verschwundenen untersuchen (allerdings nur von 200 von mehr als 1100): Angelbich wurden von den 18 Leichnamen 17 über dem Meer abgeworfen, was sich allerdings nicht belegen lässt. Die Militärs verlangen trotzdem die Einstellung nach dem Amnestiegesetz. Die Anwälte setzten trotzdem weiter auf die Prozessunfähigkeit. Am 18. Januar attestiert ein Ärzteteam „subkortikale, gefäßbedingte Demenz“ – in Chile (anders als in Großbritannien) zu wenig für eine Verfahrensunfähigkeit. Am 29. Januar erhebt Guzmán Anklage, und löst eine Solidaritätswelle unter Generälen und RN- und UDI-Politikern aus. Am 12. März kommt Pinochet gegen eine Kaution von 2.000.000 Pesos (etwa 3.500 Euro) frei. Im Juli 2001 erklärt ein Gericht Pinochet für nicht verhandlungsfähig. Damit ist das endgültige Ende der juristischen Verfolgung Pinochets wegen Menschenrechtsverletzungen beschlossen. Allerdings bedeutet das gleichzeitig das Ende der politischen Karriere als Senator auf Lebenszeit. Am 15. September 2005 wurde die Aufhebung der Immunität von Pinochet durch das Oberste Gericht bestätigt.

Kommission über die Folterung

Am 30. November 2004 veröffentlichte die staatliche chilenische Comisión Nacional sobre Prisión Política y Tortura (etwa: Nationale Kommission für politische Inhaftierung und Folter) ihren Bericht über die Greueltaten des Pinochet-Regimes. In dem Bericht wird belegt, dass Menschen einfach aufgrund des Verdachts „links“ zu sein, von der Geheimpolizei verschleppt, gefoltert und getötet wurden. Es wird ebenfalls belegt, dass die Folterungen regimeweit eingesetzt wurden und keinesfalls Ausnahmen waren: sämtliche Teilstreitkräfte der Armee und alle Sicherheitsorgane – Polizei und Geheimdienste – waren beteiligt. Ebenso legt der Report dar, dass die Foltermethoden im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt wurden.

Operation Condor

Am 14. Dezember 2004 erhob der zuständige Untersuchungsrichter in Santiago de Chile, Juan Guzmán, Anklage wegen Entführung von neun Personen (im Rahmen der Operation Condor) und Mord bei einem der Entführungsopfer und wegen der Ermordung von 119 Regimegegnern im Jahr 1975.

Pinochets Sichtweise

Die Pinochet-Stiftung verbreitete Ende 1998 eine Erklärung General Pinochets, er habe niemals jemandem den Tod gewünscht, und er empfinde Schmerz für jeden Chilenen, der in diesen Jahren sein Leben verloren habe. Er rechtfertigt seinen Militärputsch gegen Salvador Allende damit, dass die Bevölkerung an die Kasernentore klopfte. Es sei keineswegs eine Musterdemokratie zerstört worden. Vielmehr sei Chile davor bewahrt worden, in die Abhängigkeit der Sowjetunion zu geraten. Er habe das Land vor einem Bürgerkrieg gerettet. Diejenigen, die damals für alle Übel verantwortlich gewesen seien und den Marxismus gepredigt hätten, würden sich heute zu seinen Richtern aufschwingen. Nach seiner sensationellen Verhaftung sagte Pinochet selber: „Die Geschichte lehrt uns, dass Diktatoren nie ein gutes Ende finden.“

Schmiergeldzahlung

2005 wurde bekannt, dass der britische Luftfahrt- und Waffenkonzern British Aerospace (BAe) insgesamt 1,1 Millionen Pfund (rund 1,5 Millionen Euro) im Zeitraum zwischen Dezember 2004 und Oktober 2005 an Pinochet gezahlt haben soll. Im Gegenzug habe Pinochet Waffenverträge vermittelt. Das Geld wurde mit vierzehn Überweisungen an Pinochet zugeordnete Firmen - Takser Investment, Cornwall Overseas Corporation und Eastview Finance - gezahlt.

Zitate zum Fall Pinochet


- Für die einen wird Pinochet immer ein brutaler Diktator sein, die anderen feiern ihn als Retter des Vaterlandes. Es wird hundert Jahre dauern, bis wir Chilenen uns über seine Rolle einig werden. (Isabel Allende, Nichte Salvador Allendes, im Spiegel 44/1998)
- Auf beiden Seiten kocht das Blut. Die Freunde meines Vaters sind wütend und bereit, auf die Straße zu gehen. ... Opfer gab es auf beiden Seiten. Wir hatten hier einen Untergrundkrieg. Aber mein Vater hat niemanden umbringen lassen. (Lucía Pinochet Hiriart, Tochter Augusto Pinochets, im Spiegel 47/1998)
- Die Vorstellung, dass so ein brutaler Diktator wie Pinochet diplomatische Immunität beanspruchen könnte, ist für die meisten Menschen in diesem Land wohl ziemlich zum Kotzen. (Peter Mandelson, britischer Minister, 18. Oktober 1998)
- Mit allem Respekt, Euer Ehren, ich erkenne die Jurisdiktion von keinem anderen Gericht als in meinem Land an, wenn es darum geht, mich gegen die spanischen Lügen zu verteidigen. (Augusto Pinochet am Belmarsh Magistrates Court, 11. November 1998)
- Das internationale Recht bedeutet, dass bestimmtes Verhalten einschließlich Folter und Geiselnahme von niemandem hingenommen werden kann. Das gilt für Staatschefs ebenso wie für andere Menschen oder ganz besonders für sie. (Lordrichter Nicholls, 25. November 1998)
- Dass der Konsul ein Antisemit sei ist eine blanke Lüge. ... Er hat stets den höchsten Respekt der jüdischen Gemeinde genossen. (David Feuerstein, einer der Honoratioren der jüdischen Gemeinde in Chile. In London zeigte er dazu Fotos von Besuchen Pinochets in Synagogen und bei jüdischen Organisationen, "Spiegel" 4/1999)
- ... General Augusto Pinochet, der unser Land vor dem Kommunismus gerettet und in die Normalität zurückgeführt hat. ... Das Volk hat die Streitkräfte gerufen. ... Es war ein Bürgerkrieg mit Opfern auf beiden Seiten. (Stiftungsmanager Perez der Fundacion Augusto Pinochet Ugarte, die 1997 zum 80. Geburtstag von General Pinochet gegründet wurde., Süddeutsche Zeitung 19. Februar 1999)
- Ich werde erniedrigt. Ich bin ein Gentleman, der eine Ehre hat. (Augusto Pinochet, 16. April 1999)
- General Pinochet wird natürlich zum Sündenbock gestempelt, weil die internationale Linke Rache nehmen will. (Margaret Thatcher, 6. Juli 1999)
- Ein früherer Staatschef kann nicht behaupten, dass das Verüben eines international geächteten Verbrechens zu seinen Aufgaben gehört, die von der Immunität geschützt werden. (Lordrichter Browne-Wilkinson, 24. März 1999)
- An einem unbekannten Tag im Juli 1989 haben Sie Edmundo Meza foltern lassen, indem er aufgehängt wurde, ihm elektrische Schläge versetzt wurden, ein Schlauch in seinen After eingeführt wurde und er in einem Zustand akuten Unwohlseins gehalten wurde... (Ein britischer Richter am Bow Street Magistrates Court zu einem von 35 Ausweisungsgründen, 8. Oktober 1999)
- Unserer Ansicht nach ist er zu keinem Zeitpunkt geistig in der Lage, an einem Verfahren teilzunehmen und zu wissen, worum es geht. (Britische Fachärzte, Januar 2000) Siehe auch: Geschichte Chiles, Unidad Popular

Weblinks


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- [http://www.economiaysociedad.com/declaration_german.html Aufruf des Chilenischen Parlamentes an Militär und Polizei vom 22. August 1973, das Allende-Regime zu beenden] (deutsch/englisch/spanisch)
- [http://www.comisiontortura.cl/inicio/index.php Bericht der Comisión Nacional sobre Prisión Politíca y Tortura über die Folterungen des Pinochet-Regimes (PDF, spanisch, 16,7 MB)]
- [http://www.economiaysociedad.com/vhist.htm Texte von Pinochet-Unterstützern] (englisch/deutsch/spanisch) Pinochet, Augusto Pinochet, Augusto Pinochet, Augusto Pinochet, Augusto Pinochet, Augusto Pinochet, Augusto Pinochet, Augusto ko:아우구스토 피노체트 ja:アウグスト・ピノチェト nb:Augusto Pinochet simple:Augusto Pinochet zh-min-nan:Augusto Pinochet

25. November

Der 25. November ist der 329. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 330. in Schaltjahren)- somit bleiben noch 36 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1120 - Beim Untergang des White Ship stirbt Englands Kronprinz Wilhelm Atheling, Sohn Heinrichs I. von England.
- 1915 - Am Stone Mountain im US-Bundesstaat Georgia wird der Ku-Klux-Klan neu gegründet.
- 1918 - Paul von Lettow-Vorbeck ergibt sich - zwei Wochen nach dem offiziellen Waffenstillstand in Europa - mit den deutschen Schutztruppen in Deutsch-Ostafrika.
- 1945 - In Österreich gewinnt die ÖVP unter Leopold Figl die ersten Nationalratswahlen der Nachkriegszeit.
- 1945 - Operation Deadlight, die Versenkung erbeuteter deutscher U-Boote durch die britischen Streitkräfte, beginnt.
- 1960 - die drei Schwestern Mirabal werden in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert
- 1970 - Der japanische Schriftsteller Mishima Yukio nimmt sich per Seppuku das Leben.
- 1973 - Georgios Papadopoulos wird in Griechenland durch einen Militärputsch gestürzt und durch General Phaidon Gizikis ersetzt.
- 1975 - Suriname erlangt seine Unabhängigkeit; Johan Ferrier, der bisherige Gouverneur, wird erster Staatspräsident.
- 1975 - Richtungskämpfe in der Folge der Nelkenrevolution in Portugal: Offizier António Ramalho Eanes entmachtet die Fraktion um Hauptmann Otelo Saraiva de Carvalho im MFA.
- 1980 - In Obervolta stürzt Saye Zerbo in einem unblutigen Militärputsch Präsident Sangoulé Lamizana.
- 1986 - John Poindexter tritt aufgrund der Iran-Contra-Affäre als US-Sicherheitsberater zurück.
- 1988 - Rita Süssmuth wird als Nachfolgerin von Philipp Jenninger zur deutschen Bundestagspräsidentin gewählt.
- 1990 - Polens Dritte Republik: Im ersten Wahlgang der ersten freien Präsidentenwahl erreicht der polnisch-kanadische Geschäftsmann Stanisław Tymiński überraschend den zweiten Platz hinter Lech Wałęsa und damit die Stichwahl.
- 1992 - Das tschechoslowakische Parlament billigt die Auflösung der Tschechoslowakei zum 1. Januar 1993.
- 2001 - Bei einer Revolte inhaftierter Taliban-Kämpfer in der Stadt Masar-i-Scharif werden 600 Menschen getötet.

Wirtschaft


- 1973 - Das erste Sonntagsfahrverbot für den Individualverkehr in Deutschland und der Schweiz soll die Auswirkungen der ersten Ölkrise lindern helfen.

Wissenschaft, Technik

Kultur


- 1722 - Uraufführung der Oper Die betrogene und nachmals vergötterte Ariadne von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1766 - Uraufführung der romantischen und komischen Oper Lisuart und Dariolette oder Die Frage und die Antwort von Johann Adam Hiller in Leipzig.
- 1847 - Martha oder Der Markt zu Richmond, eine romantisch-komische Oper in 4 Akten von Friedrich von Flotow und Friedrich Wilhelm Riese wird im Theater an der Wien in Wien uraufgeführt. Wien
- 1920 - Der Maler Paul Klee wird von Walter Gropius - zunächst als Formmeister - an das Bauhaus in Weimar berufen.
- 1952 - Uraufführung des Bühnenstücks Die Mausefalle (orig. The Mousetrap) von Agatha Christie im „Ambassadors Theatre“ in London, das in der Folge zum längstlaufenden Bühnenstück der Welt wird.
- 1984 - Auf Initiative von Bob Geldof und Midge Ure zustande gekommen, nimmt in London Band Aid Do They Know It's Christmas? auf, um Geld gegen die Hungerkatastrophe in Äthiopien zu sammeln.
- 2000 - Der Wiener Künstler Friedrich Hundertwasser eröffnet in Uelzen den neuen Hundertwasser-Bahnhof.

Religion


- 1185 - Urban III. wird in Verona als Nachfolger des am gleichen Tage verstorbenen Papst Lucius III. gewählt; sein Amt als Erzbischof von Mailand behält er gleichwohl bei.

Katastrophen


- 2000 - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 im Kaukasus fordert 31 Todesopfer.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1983 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Marvis Frazier im Caesars Palace, Las Vegas, durch technischen KO.

Geboren


- 1547 - Samuel Fischer (Pfarrer), deutscher Theologe
- 1562 - Lope de Vega, spanischer Dichter
- 1609 - Henriette Maria, Königin von England
- 1697 - Gerhard Tersteegen, Prediger und Dichter von Kirchenliedern
- 1738 - Thomas Abbt, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1739 - Philipp Matthäus Hahn, Pfarrer, Konstrukteur und Erfinder
- 1752 - Johann Friedrich Reichardt, Komponist und Musikschriftsteller
- 1766 - Johann Maria Farina, italienischer Parfumeur
- 1787 - Franz Xaver Gruber, österreichischer Organist
- 1814 - Julius Robert von Mayer, deutscher Arzt und Physiker
- 1835 - Andrew Carnegie, US-amerikanischer Unternehmer
- 1838 - Elisabeth Werner, deutsche Schriftstellerin
- 1841 - Ernst Schröder, deutscher Mathematiker und Logiker
- 1844 - Carl Benz, deutscher Automobilentwickler
- 1847 - Philipp Biedert, deutscher Kinderarzt und Hochschullehrer
- 1878 - Georg Kaiser, deutscher Dramatiker
- 1881 - Peder Gram, dänischer Komponist
- 1881 - Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli), Papst
- 1895 - Wilhelm Kempff, deutscher Pianist und Komponist
- 1900 - Rudolf Höß, Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz
- 1901 - Arthur Liebehenschel, deutscher Nationalsozialist
- 1904 - Ba Jin, chinesischer Schriftsteller
- 1904 - Lillian Copeland, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1911 - Kurt Lütgen, deutscher Schriftsteller
- 1912 - Francis Durbridge, britischer Kriminalschriftsteller
- 1914 - Joe DiMaggio, US-amerikanischer Baseballspieler
- 1914 - Eddie Boyd, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1915 - Augusto Pinochet, chilenischer General und Diktator
- 1917 - Luigi Poggi, Kardinal der katholischen Kirche
- 1920 - Ricardo Montalban, Mexico Schauspieler
- 1922 - Ilja Hurník, tschechischer Komponist
- 1923 - Mauno Koivisto, finnischer Politiker und Regierungschef
- 1924 - Paul Desmond, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Annemarie Düringer, schweizerische Schauspielerin
- 1926 - Poul Anderson, US-amerikanischer Schriftsteller († 2001)
- 1926 - Tsung-Dao Lee, US-amerikanischer Physiker
- 1930 - Jan Peder Syse, norwegischer konservativer Politiker
- 1931 - Nat Adderley, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - Joseph Zoderer, österreichisch-italienischer Schriftsteller
- 1938 - Hans Brenner, deutscher Schauspieler
- 1940 - Reinhard Furrer, deutscher Wissenschaftsastronaut
- 1942 - Rosa von Praunheim, deutscher Regisseur
- 1943 - Dante M. Caputo, argentinischer Politiker
- 1943 - Roy Lynes, britischer Musiker
- 1944 - Ben Bevan, britischer Musiker (Electric Light Orchestra)
- 1944 - Bob Lind, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Maarten 't Hart, niederländischer Schriftsteller
- 1947 - Michael Albrecht, deutscher Politiker
- 1947 - Val Fuentes, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Eckhard Cordes, deutscher Manager, derzeit bei Daimler-Chrysler
- 1951 - Del Bromham, britischer Musiker
- 1952 - Thomas Ledin, schwedischer Sänger und Songschreiber
- 1959 - Steve Rothery, britischer Musiker (Marillion)
- 1960 - John Fitzgerald Kennedy Jr., Sohn von John F. Kennedy
- 1964 - Armin Eiberger, deutscher Musiker, Esslingen
- 1964 - Mark Lanegan, US-amerikanischer Sänger und Songwriter
- 1966 - Stacy Lattisaw, US-amerikanische Sängerin
- 1971 - Christina Applegate, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Simon Grötz, deutscher Medienriese

Gestorben


- 1076 - Egbert von Münsterschwarzach, in Münsterschwarzach; Abt, Seliger der katholischen Kirche (
- um 1010)
- 1560 - Andrea Doria, in Genua; genuesischer Flottenführer und Staatsmann (
- 30. November 1466)
- 1755 - Johann Georg Pisendel, Violinvirtuose und Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle
- 1786 - Nathanael Gottfried Leske, deutscher Naturforscher
- 1865 - Heinrich Barth, in Berlin; deutscher Afrikaforscher (
- 16. Februar 1821)
- 1881 - Theobald Böhm, deutscher Flötenbauer und Erfinder
- 1884 - Mathilde F. Anneke, Herausgeberin einer der ersten deutschen Frauenzeitungen (
- 1817)
- 1884 - Adolph Wilhelm Hermann Kolbe, deutscher Chemiker
- 1885 - Nicolás Avellaneda, argentinischer Präsident
- 1887 - Johann Jakob Bachofen, in Basel; schweizerischer Anthropologe (
- 22. Dezember 1815)
- 1900 - Willibald Beyschlag, deutscher evangelischer Theologe
- 1901 - Joseph Rheinberger, liechtensteinischer Komponist (
- 1839)
- 1903 - Sabino Arana Goiri, spanisch-baskischer Autor und Politiker (
- 1865)
- 1916 - Eduard Züblin, schweizerischer Ingenieur und Unternehmer (
- 11. März 1850)
- 1925 - Rama VI., König von Siam
- 1927 - József Rippl-Rónai, in Kaposvár; ungarischer Maler, Graphiker und Kunsthandwerker (
- 23. Mai 1861)
- 1947 - Léon-Paul Fargue, in Paris; französischer Lyriker (
- 4. März 1878)
- 1956 - Alexander Dowschenko, in Moskau; ukrainischer Filmregisseur und Drehbuchautor (
- 11. September 1894)
- 1959 - Jean Grémillon, in Paris; französischer Filmregisseur und Komponist (
- 3. Oktober 1901)
- 1965 - Alfred Nissle, deutscher Arzt und Wissenschaftler
- 1967 - Ossip Zadkine, in Paris; weißrussischer Maler und Bildhauer (
- 14. Juli 1890)
- 1967 - Heinz Hilpert, deutscher Theaterregisseur (
- 1. März 1890)
- 1968 - Upton Sinclair, in Bound Brook, New Jersey; US-amerikanischer Schriftsteller (
- 20. September 1878)
- 1973 - Laurence Harvey, in London; britischer Filmschauspieler und Regisseur (
- 1. Oktober 1928)
- 1974 - Nick Drake, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1974 - Sithu U Thant, in New York City; 3. UN-Generalsekretär (
- 22. Januar 1909)
- 1975 - Yukio Mishima, in Tokyo; japanischer Schriftsteller (
- 14. Januar 1925
- 1981 - Morris Kirksey, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1983 - Lotte Eisner, deutsche Schriftstellerin und Filmkritikerin
- 1985 - Elsa Morante, in Rom; italienische Schriftstellerin (
- 18. August 1918)
- 1993 - Anthony Burgess, in London; britischer Schriftsteller (
- 25. Februar 1917)
- 1998 - Enrico Sabbatini, italienischer Kostüm- und Produktionsdesigner für Bibelfilme
- 1999 - Angelika Hurwicz, deutsche Schauspielerin
- 1999 - Pierre Bézier, französischer Mathematiker
- 2002 - Karel Reisz, englischer Regisseur
- 2003 - Anneliese Römer, deutsche Schauspielerin
- 2004 - Vladimir Rivero Hernandez, portugiesischer Handballspieler (
- 1971)
- 2005 - George Best, nordirisches Fußball-Idol (
- 22. Mai 1946)
- 2005 - Richard Burns, englischer Ralleyfahrer (
- 17. Januar 1971)

Feiertage und Gedenktage


- Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (UNO)
- In der katholischen, evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche Gedenktag für die heilige Katharina von Alexandrien

Siehe auch


- 24. November - 26. November
- 25. Oktober - 25. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1125 ja:11月25日 ko:11월 25일 simple:November 25 th:25 พฤศจิกายน

Valparaíso

Valparaíso (dt. Paradiestal) ist eine Hafenstadt in Chile mit ca. 278.000 Einwohnern. Die Agglomeration Valparaísos umfasst 905.300 Einwohner (Stand: 2004). Die Stadt ist Sitz des chilenischen Kongresses. Valparaíso ist an einer malerischen und nach Norden offenen Bucht des Pazifischen Ozeans gelegen und zählt zu den schönsten Städten der Welt. Ihr Hafen ist einer der bedeutendsten des Landes. Der Charakter der Stadt ist weltberühmt und Inhalt zahlreicher literarischer, musikalischer und künstlerischer Interpretationen. Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt des Landes. Im Juli 2003 wurde der historische Stadtkern mit seiner Architektur aus der Kolonialzeit von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Geografie

Weltkulturerbe Valparaísos Klima ist mediterran. Auch im Sommer sorgt die Meereslage für eine frische Brise. Die Stadt liegt auf 33,5° südlicher Breite, über 120 km bzw. 2 Stunden per Fernstraße (nord)westlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Die Einwohner der Stadt werden im Spanischen "Porteños" genannt (in Anlehnung an den Hafen "Puerto"). Unweit der Stadt liegt auch der mondäne Urlaubsort Viña del Mar.

Sehenswürdigkeiten

Viña del Mar Zahlreiche Gebäude in altem Stil finden sich in der von Hügeln geprägten Stadt, so dass sich bereits ein zielloser Spaziergang durch die Stadt lohnt. Das Altstadtviertel Cerro Alegre dient als beliebter Wohnort für Künstler und Studenten. Hier liegen auch viele urige Kneipen. Bereits Pablo Neruda, der in Valparaíso lebte, faszinierten die zahllosen Treppen der Stadt. Ein besonderes Erlebnis sind die Ascensores, Aufzüge überall in der Stadt verstreut. Das historische Zentrum Valparaísos wurde im Juli 2003 von der Unesco zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Wie fast überall in Chile isst man Fisch und Meeresfrüchte. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das See- und Meermuseum.

Geschichte

Vorkolonialzeit

Die Bucht um Valparaíso war von den Changos bevölkert, einer ethnischen Gruppe, die sich der Fischerei und Landwirtschaft widmeten.

Kolonialzeit

Die Bucht wurde 1536 von dem Spanier Juan de Saavedra entdeckt. Sein Schiff wurde von Diego de Almagro ausgesandt. Die Gründung der Stadt erfolgt im Jahr 1544 durch Don Juan Bautista Pastene. Zunächst, während der Kolonialzeit, entwickelte sich Valparaiso jedoch nur langsam und blieb ein kleines Dorf, auch wegen zahlreicher Überfälle von Piraten. Erst mit dem Ausbau der Handelsbeziehungen zu Großbritannien und den USA gegen Ende des 18. Jahrhunderts beschleunigte sich die Entwicklung.

Chilenische Unabhängigkeit

Juan Bautista Pastene Vor der Eröffnung des Panama-Kanal war Valparaiso der erste größere Hafen, den Schiffe nach der Umfahrung von Kap Horn erreichten. Deshalb war im 19. Jahrhundert der Hafen der Stadt der dominierende am südlichen Pazifik und neben San Francisco einer der beiden bedeutendsten Häfen an der Westküste Amerikas. Teile des Stadtgebietes entstanden durch Aufschüttungen im Meer. Die Stadt wurde mehrfach, so auch 1822 und 1851 durch Erdbeben beschädigt. In der Zeit von 1850–1860 wurden die Börse der Stadt, die erste private Bank Chiles sowie die Feuerwehr gegründet. In den selben Zeitraum fällt die Eröffnung der Eisenbahnverbindung nach Santiago de Chile. Am 31. März 1866 wurde die Stadt im Spanisch-Südamerikanischen Krieg von einer spanischen Flotte bombardiert, die unter dem Kommando von Admiral Mendez Núñez stand. Die Fregatten Numanci, Blanca, Villa Madrid, Resolución und Vencedora beschossen die Stadt rund 3 Stunden lang, wobei etwa 2600 Granaten verschossen wurden. Die Stadt wurde schwer zerstört. Bereits 1885 hatte die Stadt 115.147 Einwohner, darunter wohl 10.000 Fremde. 16. August 1906 erschütterte erneut ein starkes Erdbeben mit anschließendem Tsunami die Stadt. Die heute in Nähe der Küstenlinie stehenden Gebäude stammen fast ausschließlich aus der Zeit nach dem Erdbeben. Mit der Eröffnung des Panamakanals sank die Bedeutung des Hafens. Im Jahr 1920 hatte Valparaíso 182.422 Einwohner.

Militärputsch

Panamakanal Der Militärputsch in Chile von 1973 nahm seinen Anfang im Hafen Valparaísos. Am Ende der Ära Pinochet wurde der chilenische Kongress in die Stadt verlegt.

Wirtschaft

Panamakanal Valparaísos Hafen zählt zu den wichtigsten Häfen Südamerikas. In der Stadt gibt es eine große Anzahl von Hochschulen, darunter die Universidad Técnica Federico Santa María, die Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, die Universidad de Valparaíso und die Universidad de Playa Ancha de Ciencias de la Educación. Valparaíso ist somit auch eine bedeutende Stadt der Bildung.

Kultur

Die Zeitung El Mercurio de Valparaíso ist die älteste noch existierende spanischsprachige Zeitung. Eine romantische Beschreibung der Stadt erhält man im gleichnamigen Lied von Osvaldo Rodríguez, gesungen u.a. von Eduardo Cisternas.

Söhne und Töchter der Stadt


- Salvador Allende, promovierter Arzt und von 1970 bis 1973 Präsident Chiles
- Tom Araya, Sänger und Bassist der Thrash Metal Band Slayer
- Rodrigo Gonzalez, Mitglied der Band Die Ärzte und spielt Bass
- Arno Görke, deutscher Bühnen- und TV-Schauspieler und Komödiant
- Manfred Max-Neef, chilenischer Ökonom
- Augusto Pinochet, chilenischer General unter Allende; Putschist, Diktator von 1973-1990
- Gaston Salvatore, deutscher Schriftsteller
- Maria Cecilia Toledo, Mezzosopran, Gründerin und künstlerische Direktorin von "Ópera en el Mar"
- Chris Watson, australischer Labour-Politiker und der 3. Premierminister des Landes

Siehe auch


- Liste der Städte in Chile

Weblinks


- [http://www.valparaisonline.cl/ valparaisonline.cl] Kategorie:Ort in Chile Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Hauptstadt in Südamerika Kategorie:Ort mit Seehafen

General

General, Plural Generale oder Generäle, bezeichnet im Militär den höchsten Dienstgrad der höchsten Dienstgradgruppe der Offiziere bei Heer und Luftwaffe. Bei den meisten Armeen wird der Dienstgrad auf den Schulterstücken durch goldene Sterne angezeigt. In den meisten NATO-Staaten trägt er vier Sterne. In der Bundeswehr wird er nach der Bundesbesoldungsordnung B 10 besoldet. Nachgeordnet sind die Dienstgrade Generalleutnant (3 Sterne, B 9), Generalmajor (2 Sterne, B 7) und Brigadegeneral (1 Stern, B 6). Der dem General entsprechende Rang bei der Marine lautet Admiral. Im Sanitätsdienst heißen die höchsten Dienstgrade:
- Generalarzt / Generalapotheker bzw. (Marine): Admiralarzt / Admiralapotheker
- Generalstabsarzt bzw. Admiralstabsarzt
- Generaloberstabsarzt bzw. Admiraloberstabsarzt

Geschichte

General ist eine im späteren Mittelalter aufkommende, aber eher selten verwendete Abkürzung für alle mit General- zusammengesetzten Titel. In Frankreich und Spanien nimmt die Benennung gerade bei militärischen Titeln im 15. Jahrhundert zu. Seit dem 16. Jahrhundert ist es eine fast ausschließlich militärische Bezeichnung. Deutsche Armeen kannten seit dem 19. Jahrhundert folgende Generaldienstgrade:
- Generalmajor
- Generalleutnant
- General der Infanterie, General der Kavallerie, General der Artillerie, (in der Wehrmacht auch: General der Flieger, General der Pioniere, General der Fernmeldetruppe, General der Nachschubtruppe, General der Panzertruppe, General der Fallschirmjäger).
- Generaloberst
- Generalfeldmarschall (nur im Kriegsfall oder für besondere Verdienste) Diese Reihenfolge wurde mit der Aufstellung der Bundeswehr aus politischen Gründen und zugunsten der Vereinheitlichung im NATO-Rahmen abgeändert (siehe unten).

Deutschland

Generalfeldmarschall Bei der deutschen Bundeswehr gibt es vier Generalsdienstgrade:
- 1 Stern: Brigadegeneral
- 2 Sterne: Generalmajor
- 3 Sterne: Generalleutnant
- 4 Sterne: General Ein Brigadegeneral kann im deutschen Heer unter anderem eine Brigade führen (wenn er denn befördert wurde (Wartezeiten sind die Regel!)), ein Generalmajor beispielsweise eine Division, ein Generalleutnant ein Korps. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Dienstposten für Generale, zum Beispiel im Ministerium oder in verschiedenen Kommandobehörden, Ämtern und Schulen. Der (Viersterne-)Generals-Rang bleibt in der nationalen Hierarchie dem Generalinspekteur der Bundeswehr vorbehalten. Weitere Vier-Sterne-Generalsdienstposten können von Offizieren der Bundeswehr im multinationalen Bereich (NATO) wahrgenommen werden. Beispiel hierfür war General Harald Kujat in seiner Zeit als Vorsitzender des Militärausschusses der NATO. Alle Generalsränge werden unabhängig von ihrem Grad mit Herr/Frau General oder – im Sanitätsdienst – Generalarzt angesprochen. Zum General wird man nicht "planmäßig" befördert, sondern (in Deutschland) durch den Bundespräsidenten ernannt, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist (Art. 60 Abs. 1 GG). Die Soldatenlaufbahnverordnung regelt die Ernennung zum Brigadegeneral und die eventuell folgenden Beförderungen bis hin zum 4-Sterne-General nur allgemein. : § 5 (4) SLV: Eine Beförderung ist nicht zulässig vor Ablauf eines Jahres seit der Einstellung oder der letzten Beförderung [...], soweit in dieser Verordnung keine andere Frist bestimmt ist, es sei denn, dass der bisherige Dienstgrad nicht regelmäßig durchlaufen zu werden brauchte. Da jedoch die Beförderung zum Oberst im Allgemeinen mittels „mindestens 15 Jahre Offizier gewesen sein“ (§25 (3) SLV) geregelt ist, und wenn man im besten Falle annimmt, dass man mit 18 Jahren als Offizieranwärter beginnt, mit 21 Jahren Leutnant und mit 36 Jahren Oberst wird, so könnte man theoretisch mit 37 Jahren Brigadegeneral werden. In der DDR waren die Rangstufen entsprechend dem sowjetischen System GeneralmajorGeneralleutnantGeneraloberstArmeegeneral.

Schweiz

Die entsprechenden Dienstgrade lauten:
- Brigadier
- Divisionär
- Korpskommandant
- General (Oberbefehlshaber der Armee nur in Kriegszeiten) Die Schweizer Armee verwendet anstelle der Sterne das Edelweiss als Gradabzeichen. In der Schweiz wird nur bei einer Kriegsmobilmachung ein General als Oberbefehlshaber der Armee eingesetzt. Dieser wird von der Bundesversammlung gewählt. Die bekanntesten Schweizer Generäle sind:
- General Guillaume-Henri Dufour während des Sonderbundskrieges 1847
- General Hans Herzog während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871
- General Ulrich Wille während des Ersten Weltkrieges 1913 - 1918
- General Henri Guisan während des Zweiten Weltkrieges 1939 - 1945 siehe auch: Liste Schweizer Generäle Ausnahme von der Regel ist der Generalsrang des an der Demarkationslinie in Panmunjeom, Südkorea eingesetzten Offiziers, momentan Gerhard Brügger. Dieser hat, aus Gleichstellungsgründen, ebenfalls Generalsrang in Form eines Generalmajors (2-Sterne-General).

Österreich

Österreich hat Ende 2002 seine Generalsstruktur verändert und dem deutschen System angepasst: alt:
- Brigadier
- Divisionär
- Korpskommandant
- General neu:
- Brigadier
- Generalmajor
- Generalleutnant
- General Derzeit ist General Roland Ertl als Chef des Generalstabes in Österreich der ranghöchste Offizier.

Weblinks


- [http://www.generals.dk The Generals of WWII] (englisch) Kategorie:Dienstgrad (Bundeswehr) Kategorie:Militär (Österreich) Kategorie:Militär (Schweiz) Kategorie:Generalsdienstgrad Kategorie:Offiziersdienstgrad ja:将軍

Politiker

Als Politiker bezeichnet man Personen, die politische Ämter innehaben oder sie anstreben. Meist werden sie dabei durch Parteien und Verbände unterstützt. Politiker agieren auf allen Ebenen eines Staates (Bund, Länder oder Gemeinden). Politische Ämter können Regierungsämter (z.B. Minister), das Abgeordnetenmandat in einem Parlament oder ein Amt in einer Partei (z.B. Parteivorsitzender) sein. Politiker haben das Ziel durch ihr Handeln Einfluss auf wichtige politische Entscheidungen zu nehmen. Hierzu können sie zum einen ihre durch politische Ämter gesicherten Rechte nutzen (Beispielsweise bei Abstimmungen im Parlament). Außerdem können sie durch Meinungsäußerung Einfluss nehmen. Als Mitglied einer Partei vertritt ein Politiker deren Interessen. Es gibt jedoch auch Politiker, die sich keiner Partei anschließen (Parteilose), oder deren Aufgabe nicht die Interessenvertretung ihrer Partei ist (zum Beispiel Bundespräsident). Neben dem Berufspolitiker, der zum Beispiel als Abgeordneter, Staatssekretär oder Minister arbeitet gibt es noch den ehrenamtlich arbeitenden Politiker, der die Politik nur neben seinem Beruf ausübt.

Theorien zum politischen Handeln

Das Handeln von Politikern ist Gegenstand der Politikwissenschaft. Sie erklärt das Handeln der Politiker und den politischen Wettbewerb (Streben der Politiker nach Macht).

Ethische Ansätze zur Erklärung von Politikerhandeln

Grundsätzliche Bedeutung für die politische Motivation einzelner hat der Wunsch gute politische Entscheidungen herbeizuführen, um beispielsweise der eigenen Region oder dem ganzen Land zu helfen. Dies führt zu einem weiten und ganzheitlichen Denken und vollem Einsatz zum Wohle aller Bürger, wie es beispielsweise die Verantwortungsethik postuliert. Oft werden diese langfristigen Ziele jedoch von den Wählern nicht als beste Wahl wahrgenommen, weswegen der politische Erfolg solcher Positionierungen begrenzt ist. Ferner gehen die Auffassungen darüber, was langfristig das "Wohl aller Bürger" bzw. "Wohl des Staatsvolkes" darstellt sowie auf welchem Weg dieses erreicht werden soll, auseinander. Auch dies trägt dazu bei, dass sich im politischen Wettbewerb nicht zwangsläufig das "beste" Modell durchsetzt. Zweifelsohne lässt sich auch für Politiker, deren Handeln an heren Zielen orientiert ist, ein karrierebezogenes Politikerbild erklären: Die Überzeugung, selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen, führt zu einem Streben nach Macht und Einfluss.

ökonomische Theorie der Politik

Einen weniger positiven Ansatz zur Erklärung des Handelns von Politikern mit wirtschaftlichen Grundsätzen liefert die ökonomische Theorie der Politik (ÖTP). Sie erklärt Strukturen und Verhalten überwiegend auf Basis neoklassischen Theorie. Grundsätzliche Annahme ist dabei, dass sich Politiker als rationale Nutzenmaximierer verhalten. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Politiker eine starke Wiederwahlorientierung haben und deswegen eine Politik betreiben, die bei den nächsten Wahlen zu einer Stimmenmaximierung führt. Hierzu lassen sich zwei wichtige Stränge unterscheiden: (1) Orientierung an kurzfristigen Zielen: Ein gemäß der ÖTP nutzenmaximierender Politiker wird bei seinen Entscheidungen berücksichtigen, dass der Wähler eher die Erreichung kurzfristiger Ziele als das Anstreben langfristiger Ziele honoriert, da der Wähler selbst eine starke Gegenwartspräferenz aufweist, was wiederum daran liegt, dass langfristig ausgerichtete Konzepte dem politisch und ökonomisch weniger gebildeten Wähler wegen der hohen Komplexität nicht vermittelbar sind. Auf Wiederwahl bedacht wird der Politiker daher vor kurzfristig schmerzhaften Maßnahmen zurückschrecken, auch wenn diese ökonomisch unbedingt nötig sind. Beispiele für eine solche Politik sind die dauerhaft zu beobachtende Neuverschuldung reicher Industrienationen, fehlende Rücklagen im gesetzlichen Rentensystem, zyklische statt antizyklischer Wirtschaftspolitik oder fehlender Mut zu schmerzhaften aber notwendigen Reformen. (2) Orientierung am Medianwähler: Ein wichtiger Ansatz in diesem Zusammenhang ist das Medianwählermodell: Geht man bei Politikern vom Ziel der Stimmenmaximierung aus, so führt ein Politiker bzw. eine Partei genau diejenige Politik aus, die der Medianwähler wünscht. Dadurch werden von den großen Parteien politische Ränder und Problembereiche vernachlässigt. Zudem können für den Bürger sichtbare, ökonomisch aber nicht zwangsläufig vernünftige Maßnahmen unterstellt werden, während möglicherweise wichtigeren Zielen, die jedoch nicht vom Wähler als solche erkannt werden, nicht nachgegangen wird. Vielmehr können dann individuell spürbare Maßnahmen bei wenig spürbaren Belastungen für den Wähler unterstellt werden.

Siehe auch


- Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates
- Bundesregierung (Deutschland)
- Bundesregierung (Österreich)
- Liste der Bundestagsabgeordneten
- Liste der Politiker der DDR
- Hinterbänkler

Literatur


- Max Weber: Politik als Beruf. 1919. ISBN 315008833X) ([http://www.textlog.de/weber_politik_beruf.html Online Text])
- Niccolò Machiavelli: Der Fürst. 1513, ISBN 3150012198
- Hans Herbert von Arnim: Das System - Die Machenschaften der Macht, München, Droemer Knaur, 2001
- ders.: Fetter Bauch regiert nicht gern. Die politische Klasse - selbstbezogen und abgehoben, durchgesehene und mit einem aktuellen Vorwort versehene Taschenbuchausgabe, München: Droemer Knaur, 1999,
- ders.: Der Staat als Beute. Wie Politiker in eigener Sache Gesetze machen, München: Droemer Knaur, 1998.
- ders.: Diener vieler Herren. Die Doppel- und Dreifachversorgung von Politikern, München: Droemer Knaur, 1998.

Weblinks


- [http://www.rulers.org Verzeichnis von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs] (Englisch) ! Politiker Politiker Politiker ja:政治家

11. September

Der 11. September ist der 254. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 255. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 111 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 490 v.Chr. - Sieg der Griechen über die Perser bei Marathon
- 260 - Der raetische Statthalter Simplicinius Genialis setzt einen Weihestein anlässlich seines Sieges über die Juthungen.
- 1297 - William Wallace erringt bei der Schlacht von Stirling Bridge einen sensationellen Sieg über die englischen Truppen und verjagt sie aus Schottland.
- 1649 - Unter Oliver Cromwell beginnen die Strafzüge der im Englischen Bürgerkrieg siegreichen Puritaner gegen aufständische Iren mit einem Massaker in Drogheda.
- 1709 - Spanischer Erbfolgekrieg: In der Schlacht bei Malplaquet wird Frankreich von Großbritannien und Österreich und deren Verbündeten besiegt.
- 1714 - Eroberung Barcelonas durch Truppen des Philipp V. (Spanien)
- 1914 - Australien führt auf Neupommern im Bismarck-Archipel eine Invasion durch und bezwingt das deutsche Truppenkontingent.
- 1941 - Grundsteinlegung für das Pentagon
- 1943 - Deutsche Truppen besetzen Korsika und Kosovo-Metohien, Beginn der Auflösung der Ghettos von Minsk und Lida durch die Nazis
- 1944 - Die ersten alliierten Truppen der US-Armee überqueren die Grenze des Deutschen Reiches nördlich von Trier. In der sog. "Brandnacht" in Darmstadt sterben bei einem Großangriff der Royal Air Force mit anschließendem Feuersturm 11.500 Menschen.
- 1945 - Konstituierung des Alliierten Rates der vier Besatzungsmächte in Österreich.
- 1954 - Feierliche Eröffnung des Bundessozialgerichts in Kassel.
- 1961 - Beginn des bewaffneten Aufstandes in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer.
- 1961 - Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet.
- 1962 - Schifffahrtsprotokoll zwischen Taiwan und Deutschland.
- 1973 - In Chile findet unter Augusto Pinochet ein Militärputsch gegen die Regierung Salvador Allendes statt. Den putschenden Militärs fallen in den ersten Tagen ca. 3.000 Chilenen zum Opfer. Über 1 Million Menschen flüchten ins Exil.
- 1974 - Portugal wird wieder Mitglied in der UNESCO.
- 1989 - Gründung des DDR-Regime-kritischen Neuen Forums in Ost-Berlin
- 1989 - Ungarn öffnet den Eisernen Vorhang, um Deutschen aus der DDR die Möglichkeit zur Flucht in den Westen zu geben.
- 1989 - Montagsdemonstration in Leipzig. Die Sicherheitskräfte versuchen mit brutaler Gewalt und Verhaftungen weitere Montagsdemonstrationen zu verhindern.
- 1991 - Offizieller Besuch von Deutschlands Außenminister Hans-Dietrich Genscher in Tallinn, Estland.
- 2001 - Terroranschläge in den USA: Mehrere Flugzeuge werden entführt und u. a. in das World Trade Center und das Pentagon gelenkt. Es sterben etwa 2.900 Menschen – „11. September“ wird später Wort des Jahres 2001.
- 2003 - Das spanische Kulturinstitut in Kuba wird durch die dortige Regierung geschlossen.

Wissenschaft und Technik


- 1974 - Charles Kowal entdeckt den Jupitermond Leda (Jupiter XIII).
- 1985 - Die Raumsonde ISEE-3/ICE passiert Giacobini-Zinner – damit wird erstmals ein Komet von einer Sonde erforscht.

Kultur


- 1814 - Uraufführung der Oper Die Alpenhütte von Conradin Kreutzer in Ludwigsburg.
- 1847 - Der Ohrwurm "Oh! Susannah" (I come from Alabama) des Komponisten Stephen Collins Foster wird erstmals in einem Saloon in Pittsburgh, Pennsylvanien, vorgetragen.
- 1933 - Uraufführung des Propagandafilms Hitlerjunge Quex in Berlin.
- 1962 - The Beatles nehmen ihre erste Single "Love Me Do" auf.
- 1965 - Erster Deutschland-Auftritt der Rolling Stones in der Westfalenhalle in Münster.

Religion


- 838 - Weihe der ersten Klosterkirche von Hirsau
- 910 - Herzog Wilhelm I. von Aquitanien gründet das Kloster Cluny, das ein Motor für Kirchenreformen wird.
- 1812 - Die Württembergische Bibelanstalt wird gegründet
- 1955 - Der Bern-Tempel, der erste Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Europa, wird geweiht.

Katastrophen


- 1905 - Das japanische Schlachtschiff Mikasa sinkt nach einer Munitionsexplosion. Von der 935 Mann starken Besatzung kommen 256 Mann ums Leben und 343 Mann werden verletzt.
- 1944 - Bombenangriff auf die Innenstadt von Darmstadt, es sterben 12.300 Menschen. 6000 Gebäude werden zerstört; 70.000 Menschen werden obdachlos.
- 1968 - Nizza, Frankreich. Absturz einer Caravelle der Air France.
- 1985 - Eisenbahnunglück in Portugal; 49 Menschen sterben, 145 werden verletzt.
- 2001 - Terroranschlag auf das World Trade Center

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1522 - Ulisse Aldrovandi, italienischer Arzt und Naturforscher
- 1525 - Johann Georg, Kurfürst von Brandenburg
- 1611 - Henri de La Tour d'Auvergne, vicomte de Turenne, französischer Heerführer und Marschall von Frankreich
- 1657 - Johann Sinapius, schlesischer Gelehrter (Historiker)
- 1711 - Heinrich Melchior Mühlenberg, Begründer des deutschsprachigen lutherischen Gemeindewesens in Britisch-Nordamerika
- 1724 - Johann Bernhard Basedow, deutscher Pädagoge, Philosoph und Schriftsteller
- 1743 - Nicolai Abraham Abildgaard, dänischer Maler, Bildhauer und Architekt der Neoklassik
- 1749 - Justus Perthes, deutscher Verleger, Gründer eines geografisch-kartografischen Verlags
- 1786 - Friedrich Kuhlau, deutscher Komponist
- 1793 - Christian Gottfried Lorsch, Bürgermeister der Stadt Nürnberg
- 1798 - Franz Ernst Neumann, deutscher Physiker
- 1805 - Friedrich von Bothmer, bayerischer General der Infanterie
- 1816 - Carl Zeiss, deutscher Mechaniker und Unternehmer
- 1817 - Matthäus Hörfarter, katholischer Theologe
- 1822 - Olga Nikolajewna Romanowa, Königin von Württemberg
- 1822 - Heinrich Adolph Meyer, deutscher Meeresforscher und Fabrikant
- 1824 - Jakob Bernays, deutscher Philologe und philosophischer Schriftsteller
- 1825 - Eduard Hanslick, deutscher Musikwissenschaftler und einer der einflussreichsten Wiener Musikkritiker seiner Zeit
- 1833 - Carl von Noorden, deutscher Historiker
- 1838 - Adam Asnyk, polnischer Lyriker und Dramatiker
- 1843 - Adolf Wach, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1845 - Jean-Maurice-Émile Baudot, französischer Ingenieur und Erfinder
- 1850 - Bernhard Howaldt, deutscher Unternehmer und Ingenieur
- 1853 - Katharina Schratt, österreichische Schauspielerin
- 1854 - Peter Hille, deutscher Schriftsteller
- 1860 - Marianne von Werefkin, russisch-schweizerische Malerin
- 1862 - O. Henry, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1862 - Augustin Henninghaus, deutscher Missionar und Bischof
- 1863 - Georg Witkowski, deutscher Literaturhistoriker
- 1873 - Rudolf Kassner, österreichischer Philosoph
- 1874 - Franjo Dugan, kroatischer Komponist
- 1876 - Alfonso Broqua, uruguayischer Komponist
- 1876 - Stanley Rowley, australischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1877 - Felix Edmundowitsch Dserschinski, polnischer Bolschewik und Chef des KGB-Vorgängers
- 1877 - James Jeans, englischer Physiker, Astronom und Mathematiker
- 1881 - Asta Nielsen, dänische Schauspielerin
- 1883 - Grigori J. Sinowjew, sowjetischer Politiker
- 1885 - D. H. Lawrence, englischer Schriftsteller
- 1891 - Noël Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer
- 1892 - Friedrich Schröder Sonnenstern, deutscher bildender Künstler
- 1899 - Jimmie Davis, US-amerikanischer Sänger und Politiker
- 1900 - Semjon Alexejewitsch Lawotschkin, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1901 - Hans Mühlenfeld, deutscher Politiker (DP, später FDP), MdB, Botschafter, Minister in Niedersachsen
- 1901 - Joachim Maass, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1903 - Karl Joseph Leiprecht, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- 1903 - Theodor W. Adorno, deutscher Sozial-Philosoph und Komponist
- 1904 - Friedrich Schönauer, deutscher SPD- Politiker, MdB 1949-1950
- 1906 - Gustav Seitz, deutscher Bildhauer und Zeichner
- 1908 - Liselotte Strelow, deutsche Fotografin
- 1909 - Joachim Fernau, preußischer Schriftsteller und Maler
- 1910 - Gerhard Schröder (CDU), deutscher Politiker, 1953-1961 Bundesinnenminister, 1961-1966 Bundesaußenminister, 1966-1969 Bundesverteidigungsminister
- 1916 - Josef Gauchel, deutscher Fußballspieler
- 1917 - Ferdinando Edralin Marcos, philippinischer Diktator
- 1917 - Herbert Lom, tschechischer Schauspieler
- 1918 - Peter Palitzsch, deutscher Theaterregisseur
- 1919 - Ota Sik, tschechisch-schweizerischer Wirtschaftswissenschaftler und Maler
- 1934 - Norma Croker, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1935 - Arvo Pärt, estnischer Komponist
- 1935 - Ben Hewitt, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - Estiphan Panoussi, persisch-US-amerikanischnischer orientalischer Philologe und Philosoph
- 1935 - German Stepanowitsch Titow, sowjetischer Kosmonaut
- 1935 - Jacques Gaillot, französischer katholischer "Bischof ohne Bistum"
- 1937 - Tomas Venclova, litauischer Dichter und Schriftsteller
- 1938 - Charles Patrick, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Bernie Dwyer, britischer Musiker
- 1940 - Brian De Palma, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1940 - Klaus Gerwien, deutscher Fußballspieler
- 1944 - Phil May, britischer Musiker
- 1945 - Franz Beckenbauer, deutscher Fußballspieler, -trainer und -funktionär
- 1945 - Leo Kottke, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Dennis Tufano, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - John Martyn, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Maria Eichhorn, deutsche CSU-Politikerin, MdB seit 1990
- 1953 - Tom Shaw, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Herbert Bösch, österreichischer Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1957 - Jon Moss, britischer Musiker
- 1958 - Scott Patterson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963 - Virginia Madsen, US-amerikanische Schauspielerin
- 1965 - Baschar al-Assad, syrischer Diktator
- 1965 - Richard Melville Hall (alias Moby), US-amerikanischer Musiker
- 1971 - Richard Ashcroft, britischer Musiker
- 1976 - Rene El Khazraje, deutsch-marokkanischer Rap-Musiker
- 1977 - Matthew Stevens, britischer Snookerspieler
- 1980 - Antonio Pizzonia, brasilianischer Formel-1-Rennfahrer
- 1983 - Lauryn Williams, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1987 - Tyler Hoechlin, US-Amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 889 - Willibert, von 870 bis 889 Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1227 - Ludwig IV., Landgraf von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen
- 1563 - Johann Pennarius, Weihbischof in Köln
- 1570 - Johannes Brenz, deutscher Reformator und protestantischer Theologe
- 1599 - Beatrice Cenci, römische Patrizierin
- 1611 - Jan Fyt, belgischer Maler
- 1627 - Matthäus Ulicky, reformatorischer Prediger in Böhmen, wird hingerichtet
- 1629 - Adam Graf von Herberstorff, bayerischer Statthalter von Oberösterreich
- 1646 - Odoardo I. Farnese, Herzog von Parma
- 1661 - Jan Fyt, belgischer Maler
- 1680 - Go-Mizunoo, 108. Kaiser von Japan
- 1688 - Eduard von Keyserling, deutscher Dichter des Barock
- 1714 - Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg
- 1719 - Domenico Martinelli, italienischer Architekt
- 1733 - François Couperin, französischer Organist und Komponist
- 1756 - Johann Nikolaus Frobes, deutscher Mathematiker, Physiker und Philosoph
- 1781 - Johann August Ernesti, deutscher Theologe und Philologe
- 1789 - Luka Sorkočević, kroatischer Diplomat und Komponist
- 1823 - David Ricardo, englischer Nationalökonom
- 1825 - Christian Jakob Salice-Contessa, schlesischer Kommunalpolitiker und romantischer Schriftsteller
- 1863 - Johann Wilhelm Schirmer, deutscher Maler und Graphiker
- 1869 - Thomas Graham, britischer Chemiker
- 1870 - Joseph Anton von Maffei, deutscher Industrieller, Eisenbahnfabrikant
- 1886 - Eduard Flegel, litauischer Afrikareisender
- 1888 - Domingo Faustino Sarmiento, Präsident von Argentinien
- 1893 - Adolphe Yvon, französischer Maler
- 1900 - Otto Martin Torell, schwedischer Geologe, Naturforscher und Nordpolfahrer
- 1905 - Arnous de Rivière, französischer Schachspieler
- 1915 - William Cornelius Van Horne, US-amerikanischer, Eisenbahnpionier und Unternehmer
- 1943 - Oswald Teichmüller, deutscher Mathematiker
- 1949 - Henri Rabaud, französischer Komponist
- 1950 - Jan Christiaan Smuts, süddafrikanischer Staatsmann und Soldat
- 1954 - Rupert Hollaus, österreichischer Motorradrennfahrer
- 1955 - Günter Biedermann, österreichischer Informatiker
- 1958 - Hans Grundig, deutscher Maler und Graphiker
- 1963 - Richard Oswald, österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 1967 - Kurt Ulrich, deutscher Filmproduzent
- 1970 - Ernst May, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1971 - Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, sowjetischer Politiker und Regierungschef
- 1973 - Salvador Allende Gossens, chilenischer Arzt und Präsident
- 1977 - Paul Burkhard, schweizerischer Komponist
- 1978 - Georgij Markow, bulgarischer Schriftsteller, im Exil ermordet
- 1978 - O.E. Hasse, deutscher Schauspieler
- 1978 - Ronnie Peterson, schwedischer Formel-1-Rennfahrer
- 1979 - Alexander Schawinsky, deutscher Bühnenbildner, Fotograf und Maler
- 1980 - Christian Mergenthaler, Ministerpräsident von Württemberg, MdR
- 1984 - Else Reventlow, deutsche Frauenrechtlerin, Sozialdemokratin, Redakteurin
- 1987 - Lorne Greene, kanadischer Filmschauspieler
- 1987 - Peter Tosh, jamaikanischer Musiker
- 1990 - Iris von Roten, schweizerische Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin
- 1994 - Friedrich Schmiedl, österreichischer Raketenpionierer und Erfinder der Raketenpost
- 2001 - Keith A. Glascoe, US-amerikanischer Feuerwehrmann, stellvertretend für die im World Trade Center getöteten Menschen
- 2002 - Johnny Unitas, US-amerikanischer Sportler
- 2002 - Kim Hunter, US-amerikanische Schauspielerin
- 2003 - Anna Lindh, schwedische Außenministerin
- 2003 - John Ritter, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Fred Ebb, US-amerikanischer Musical-Texter
- 2004 - Margaret Kelly, französische Tänzerin
- 2004 - Petros VII., zypriotischer orthodoxer Patriarch von Alexandria
- 2005 - John Slade, US amerikanischer Broker
- 2005 - Henryk Tomaszewski, polnischer Plakatmaler

Feier- und Gedenktage


- 2001 - Anschlag auf das World Trade Center in New York City/USA
- Patriot Day (USA)
- Gedenktag des Heiligen St. Deiniol
- Katalanischer Nationalfeiertag

Siehe auch

:10. September - 12. September :11. August - 11. Oktober :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0911 ja:9月11日 ko:9월 11일