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| Aus Der Neuen Welt |
Aus der neuen WeltDie 9. Sinfonie e-moll op. 95 Antonín Dvořáks trägt den Namen Aus der Neuen Welt, da sie von Dvoráks dreijährigem Amerikaaufenthalt inspiriert wurde. Neben einer Melodie aus der Oper Hans Heiling von Heinrich Marschner sind die Themen jedoch nicht echt indianisch, sondern inspiriert durch Dvořáks Besuch der "Buffalo Bill Cody's Wild West Show", in der der Kampf gegen die Indianer mit viel Tamtam nachgestellt wurde.
Als Antonín Dvořák (1841 - 1904) 1892 amerikanischen Boden betrat, um der Berufung zum Direktor des National Conservatory of Music Folge zu leisten, war er bereits ein weltbekannter Komponist. Seinen Ruhm begründete er mit der Komposition „Die Erben des Weißen Berges“ (1872), der Dank seiner „Mährischen Duette“ sowie der „Slawischen Tänze“ sogar über den eines Bedřich Smetana hinauswuchs. Es war daher nicht verwunderlich, dass Jeanette Thurber, die Witwe eines wohlhabenden Kaufmanns und Mitbegründerin des New Yorker Instituts, ihm diesen lukrativen und prestigeträchtigen Posten anbot.
Mit der 9. Sinfonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthaltes entstand, schuf Dvořák sein wohl populärstes sinfonisches Werk. Obwohl Dvořák als Dirigent und Lehrer die Aufgabe übernommen hatte, eine junge Musikergeneration heranzubilden, die einen national-amerikanischen Musikstil entwickeln sollte, ist seine 9. Sinfonie keinesfalls amerikanische Musik. Er selbst äußerte sich dazu folgendermaßen: „Aber den Unsinn, dass ich indianische oder amerikanische Motive verwendet hätte, lassen Sie aus, weil das eine Lüge ist. Ich habe nur im Geiste dieser amerikanischen Volkslieder geschrieben.“
Dieser „Geist“ lässt sich in verschiedenen harmonischen und rhythmischen Eigenheiten nachweisen. So basiert die Englischhorn-Melodie des 2. Satzes auf der in der Indianermusik gebräuchlichen halbtonlosen fünftönigen Skala. In rhythmischer Hinsicht tritt die für Negro-Spirituals typische Synkope in Erscheinung (1. und 3. Hauptthema des 1. Satzes). Daneben zeigt sich unverkennbar der böhmische Musiker mit seiner in der heimatlichen Volksmusik verwurzelten Tonsprache, wie z. B. beim gemütvollen Ländler des Scherzo-Trios.
Die Themen seiner Ecksätze sind kurz und prägnant und einer zyklischen Grundkonzeption untergeordnet: das 1. Hauptthema des 1. Satzes, man könnte es als das „Motto“ der Sinfonie bezeichnen, erscheint in allen folgenden Sätzen und im Finale sind außerdem die Hauptthemen des 2. und 3. Satzes andeutungsweise verarbeitet.
Inspiration holte sich der Meister nicht zuletzt bei Longfellows Indianer-Epos „Song of Hiawatha“. Das Scherzo geht wahrscheinlich auf den Tanz Pau-Puk-Keewis auf dem Hochzeitsfest zurück, während das Largo an das Begräbnislied auf Minnehaha denken lässt.
Am 16. Dezember 1893 erlebte die Sinfonie „Aus der neuen Welt“ durch das Orchester der Philharmonischen Gesellschaft unter der Leitung des deutschen Dirigenten Anton Seidl in der Carnegie Hall ihre Uraufführung. Nach stürmischen Ovationen des Publikums wurde das Largo noch einmal dargeboten.
Weblinks
- [http://www.listeningadventures.org/listeningadventures/splash.html Carnegie Hall Listening Adventures multimedia presentation] (engl.)
- http://www.nextron.ch/~coub/sounds_dvorak9.html
Dvořák, 9.
Dvořák, Sinfonie 9.
Dvorak
ja:交響曲第9番 (ドヴォルザーク)
SinfonieDie Sinfonie oder Symphonie (griech.: Zusammenklang) bezeichnet seit Beginn des 17. Jahrhunderts (unter dem damaligen italienischen Begriff Sinfonia) ein Werk für Orchester (auch mit Gesang) ohne bestimmte Form. Die Sinfonia fand sowohl in der Kirchenmusik als auch in der Oper oder im Ballett als Einleitungsstück (Ouvertüre) Verwendung. Ab 1740 kristallisierte sich die dreiteilige Form (schnell - langsam - schnell) der Sinfonia heraus, sie löste sich aus ihrem Zusammenhang zur Neapolitanischen Oper und wurde eigenständiges Musikstück.
Zu den bedeutenden Komponisten der vorklassischen Sinfonie gehören der Italiener Giovanni Battista Sammartini, Johann Stamitz (Mannheimer Schule) und Georg Christoph Wagenseil (Wiener Schule). Im Laufe des 18. Jahrhunderts erweiterte sich mit der Ausbreitung nach Nordeuropa die italienische dreisätzige Form der Sinfonia um das Menuett, einem zusätzlichen, vor dem Finalsatz eingeschobenen Satz - so vor allem in den Sinfonien der Mannheimer und der Wiener Schule.
Die klassische Sinfonie ab Mitte des 18. Jahrhunderts wird vor allem mit den Komponisten Joseph Haydn (104 Sinfonien), Wolfgang Amadeus Mozart (über 50 Sinfonien) und Ludwig van Beethoven (neun Sinfonien) in Verbindung gebracht. Gewichtigster Satz ist der erste, der so genannte Kopfsatz, der meist in Sonatenhauptsatzform mit evtl. langsamer Einleitung gehalten ist und zwei gegensätzliche Themen (Hauptthema und Seitenthema) vorstellt und verarbeitet. Der zweite Satz ist ein langsamer Satz, oftmals in Liedform, der dritte ein Menuett oder später ein Scherzo, und der vierte Satz - das Finale - meist entweder ein Rondo oder ein Sonatenhauptsatz.
Beethoven führt diese Form bis an ihre Grenzen und vergrößert außerdem das Orchester bis hin zum Einsatz eines Chores in seiner 9. Sinfonie, deren Finalsatz die bekannte Ode an die Freude von Friedrich Schiller zur Grundlage hat.
Auch die Tonartenfolge ist in der klassischen Sinfonie meist noch streng gehandhabt. Für jede Sinfonie kann eine Grundtonart angegeben werden, in der das Werk beginnt und (meistens) auch endet. Die Ecksätze (Kopfsatz und Finale) sind in dieser Grundtonart komponiert, sowie meist auch der 3. Satz. Der langsame Satz hingegen steht im allgemeinen in einer verwandten Tonart, der Dominante, Subdominante oder einer Paralleltonart.
Die romantische Sinfonie kann in zwei Bereiche eingeteilt werden. Auf der einen Seite wird die klassische Sinfonie in romantischer Tonsprache weitergeführt - hier sind vor allem Franz Schubert (acht Sinfonien), Felix Mendelssohn Bartholdy (fünf Sinfonien, dazu zwölf Streichersinfonien), Robert Schumann (vier Sinfonien), Johannes Brahms (vier Sinfonien), Anton Bruckner (acht Sinfonien, dazu zwei Frühwerke und eine unvollendete), Gustav Mahler (neun Sinfonien, dazu eine unvollendete) und Pjotr Iljitsch Tschaikowski (sechs Sinfonien) zu nennen, auf der anderen Seite wird versucht, die Form der Sinfonie durch Einbindung eines außermusikalischen Programms (Programm) aufzubrechen, was zur so genannten Sinfonischen Dichtung führte - so vor allem bei Hector Berlioz, Franz Liszt und Richard Strauss.
Die Gattung der Sinfonie löst sich im Lauf der romantischen Epochen zunehmend von der tradierten, viersätzigen Sinfonie der Klassik. Die Reihenfolge der Sätze wird oft vertauscht, die Anzahl der Sätze variiert. Auch die Einheit der Tonarten wird nicht mehr als bindend angesehen: so beginnt Gustav Mahlers 5. Sinfonie etwa in cis-Moll, endet aber in D-Dur. Als neues Ordnungsprinzip des sinfonischen Zyklus' wird oft die motivische Verschränkung gewählt: Motive und Themen werden übergreifend in mehreren Sätzen eines Werks verarbeitet.
Die Erweiterung des Aufführungsapparats führt auch zur Entwicklung der Sonderform der Sinfoniekantate, die die Sinfonie mit dem menschlichen Gesang verbindet.
Im 20. Jahrhundert gab es trotz einiger Sinfonie-Kompositionen von Sergej Prokofjew oder Dmitri Schostakowitsch - auch aufgrund der stilistischen Zersplitterungen der „Moderne“ - keinen einheitlichen Sinfonie-Begriff mehr.
Weblinks
Siehe auch: Liste der Sinfonien
Kategorie:Gattungen und Formen (Musik)
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ja:交響曲
ko:교향곡
Antonín Dvořák
Antonín Leopold Dvořák // (Bild:Loudspeaker.png Aussprache) ( - 8. September 1841 in Nelahozeves, Mühlhausen an der Moldau; † 1. Mai 1904 in Prag) war ein böhmischer Komponist.
Leben
Herkunft und Jugend
Komponist
Dvořáks Vater František Dvořák betrieb eine Gaststätte und einen Metzgerladen, den er von seinem Vater geerbt hatte. Seine Mutter Anna Zděnková war die Tochter eines Gutsaufsehers. Die beiden hatten am 17. November 1840 geheiratet, Antonín war das erste von neun Kindern dieser Ehe.
Mit sechs Jahren ging er in die Schule von Nelahozeves und begann, von seinem Lehrer auch Geigenunterricht zu bekommen. 1853 übersiedelte er nach Zlonice, um dort Deutsch zu lernen, ohne das man in Böhmen nicht auskam. Beim dortigen Kantor Antonín Liehmann lernte er weiter Klavier und Orgel. Während dieser Zeit spielte Dvořák gelegentlich aushilfsweise Orgel, wirkte in der Kapelle seines Lehrers mit und fing an zu komponieren. Entgegen einer lange verbreiteten und durch einen gefälschten Gesellenbrief gestützten Legende gibt es keine Anzeichen dafür, dass Dvořáks Eltern ihn ins Metzgerhandwerk drängen wollten oder dass er eine Ausbildung in dieser Richtung anfing.
Im Herbst 1856 ging Dvořák nach Česká Kamenice, vermutlich um seine Deutschkenntnisse aufzubessern und sich für die (deutschsprachige) Prager Orgelschule vorzubereiten. Ab Oktober 1857 besuchte er für zwei Jahre die Orgelschule, daneben eine Allgemeinschule, und gleichzeitig trat er als Bratschist in das zweimal jährlich auftretende Orchester des Cäcilienvereins ein.
Erste Jahre als Berufsmusiker
Da seine Versuche, eine Stelle als Organist zu erlangen, scheiterten, arbeitete er ab Sommer 1859 als Bratschist in der Kapelle von Karl Komzák, die in Kaffeehäusern und auf öffentlichen Plätzen Potpourris, Ouvertüren und Tänze spielte. Dieses Leben als Musiker zog sich über 11 Jahre hin, ohne dass Dvořák mit Kompositionen an die Öffentlichkeit ging. Nach den überlieferten Werken zu urteilen, scheint er jedoch autodidaktisch seinen Kompositionsstil fast planmäßig weiterentwickelt zu haben, angefangen bei Mozart über Mendelssohn und Schumann bis zu Wagner am Ende der 1870er Jahre. In den musikalischen Formen lag der Schwerpunkt zunächst beim Streichquartett.
Ab 1862 spielte Komzáks Kapelle auch im neueröffneten Prager Interimstheater, um 1865 vollständig in dem Opernorchester aufzugehen. Das Interimstheater war – bis zum Bau des Nationaltheaters – das erste Theater, in dem sich national geprägte tschechische Opern und Schauspiel entwickeln konnten. Eine wichtige Rolle in diesem Umfeld spielte Bedřich Smetana, dessen Opern Die Brandenburger in Böhmen und Die verkaufte Braut 1866 uraufgeführt wurden.
Ab 1865 erteilte Dvořák neben seiner Arbeit am Theater Klavierunterricht. Zu seinen Schülerinnen gehörten die Schwestern Josefina und Anna Čermáková. In die 16jährige Josefina verliebte er sich unglücklich, die zu der Zeit 11jährige Anna heiratete er acht Jahre später, am 17. November 1873.
Schritt an die Öffentlichkeit
1870 schrieb Dvořák seine erste Oper Alfred auf ein deutschsprachiges Libretto, die aber zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt wurde und wohl eher ein Übungsstück darstellte. Das erste für die Öffentlichkeit bestimmte Werk war die Oper Der König und der Köhler auf ein Libretto in tschechischer Sprache von Bernhard J. Lobeský. Um mehr Zeit für das Komponieren zu haben, gab er im Juli 1871 seine Stelle als Orchestermusiker auf. Gleichzeitig mit der Komposition führte er im Laufe der Jahre 1871-73 Lieder, kammermusikalische Werk und den Hymnus Die Erben des Weißen Berges für Chor und Orchester auf, die gut bis enthusiastisch aufgenommen wurden.
Allein mit seiner Oper Der König und der Köhler hatte er weniger Glück. Die 1873 am Interimstheater aufgenommen Proben wurden bald abgebrochen, weil das Werk als zu schwierig und unsingbar erachtet wurde. Dvořák überdachte daraufhin seinen Kompositionsstil und wandte sich von der Neudeutschen Schule ab. Seine Oper schrieb er komplett neu und führte sie im November 1874 erfolgreich auf.
1874 begann Dvořák an einer privaten Musikschule zu unterrichten und trat im Februar eine Organistenstelle an, die er bis Februar 1877 behielt.
Internationaler Durchbruch
In den Jahren 1874 bis 1877 wurde ihm jährlich ein staatliches Stipendium verliehen. Mitglied der begutachtenden Kommission war Eduard Hanslick, später auch Johannes Brahms. Dieser verhalf ihm 1877 schließlich zu seinem endgültigen Durchbruch, indem er sich bei seinem Verleger Fritz Simrock für die Veröffentlichung der Klänge aus Mähren, einer Sammlung von Duetten, einsetzte. Gleichzeitig war dies der Beginn einer lebenslangen Freundschaft zwischen den beiden Komponisten.
Auslandsreisen
1884 unternahm Dvořák auf Einladung der Philharmonic Society die erste von mehreren Reisen nach London. Als Auftragswerke für Birmingham bzw. Leeds entstanden in diesem und dem folgenden Jahr die Oratorien Die Geisterbraut (nach einer Ballade von Karel Jaromír Erben) und Die Heilige Ludmilla.
Nach der ersten Londonreise legte sich Dvořák eine Sommerresidenz in Vysoka (bei Příbram) zu, wo er fernab der Stadt seiner Liebe zur Natur nachgehen konnte. Auch in seiner öffentlichen Tätigkeit lässt sich ab 1887 eine ruhigere Phase ausmachen, in der er weniger Aufträge annahm, ältere Werke überarbeitete und die Oper Die Jakobiner schrieb.
Anfang 1889 ging Dvořák auf Einladung der kaiserlichen russischen Musikgesellschaft auf eine Konzertreise nach Moskau und Petersburg. Nach einem weiteren Besuch in London kehrte er nach Prag zurück, wo er die Ehrendoktorwürde der Karlsuniversität verliehen bekam. Im Oktober 1890 nahm er schließlich eine Stelle als Professor am Konservatorium an, die ihm schon im Januar 1889 angeboten worden war, die er aber zu der Zeit wegen der anderen Verpflichtungen ausgeschlagen hatte.
In der Neuen Welt
Im September 1892 trat Dvořák eine Stelle als Direktor des National Conservatory of Musik in New York an. Die Stelle war mit 15.000 Dollar jährlich dotiert und somit ein attraktives finanzielles Angebot für Dvořák, wenn er auch für diesen langen Aufenthalt eine Lösung für seine Familie finden musste. Seine Frau, seine Tochter Otilie und sein Sohn Antonín begleiteten ihn. Die anderen vier Kinder kamen nur für die Sommermonate 1893 in die USA, die die Familie in dem tschechisch geprägten Spillville in Iowa verbrachten.
Initiatorin des Angebots war die Präsidentin Jeanette Thurber, die von der Idee geleitet wurde, Amerika von der Vorherrschaft der europäischen Kunstmusik zu lösen und ein nationales amerikanisches Kunstidiom zu fördern. Dvořák ließ sich von dieser Idee begeistern und studierte Spirituals der schwarzen Plantagenarbeiter und Indianermelodien, in denen er die Grundlage für eine charakteristisch amerikanische Musik sah.
Für New York schrieb Dvořák einige seiner bekanntesten Werke: Die Sinfonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt", das Te Deum und das Streichquartett op. 96, das oft als Amerikanisches Streichquartett bezeichnet wird. Hier zeigte sich der Einfluss des Landes in bestimmten Eigenarten der Komposition, wie Pentatonik, einem erniedrigten Leitton, dem Scotch snap und der Synkopierung.
Zu Dvořáks Hauptaufgaben am Konservatorium zählte der Kompositionsunterricht, bei dem unter anderem Rubin Goldmark sein Schüler war.
Ende des Amerika-Aufenthalts
Offiziell war Dvořáks Vertrag zunächst für zwei Jahre abgeschlossen, dann um zwei Jahre verlängert worden. Jedoch reiste er schon im April 1895 wieder heim. Ein Grund dafür mag die finanzielle Lage seiner Mäzenin Thurber gewesen sein, die sich durch die Wirtschaftskrise dramatisch verschlechtert hatte, so dass er mehrmals auf sein Gehalt warten musste. Er selbst führte aber im wesentlichen seine Kinder an, um deren Obhut in Prag er besorgt war und von denen seine Frau nicht getrennt sein wollte.
So verbrachte Dvořák zunächst einige ruhige Monate in Vysoká, um im November wieder seine Tätigkeit am Prager Konservatorium aufzunehmen. Er erwog kurze Zeit einen Umzug nach Wien, wo er am Konservatorium eine Stelle hätte bekommen können, entschied sich dann aber dagegen. In dieser Zeit entstanden seine letzten Streichquartette.
Sinfonische Dichtungen
Das Jahr 1896 markiert Dvořáks Abkehr von der Absoluten Musik. Er hatte zwar schon vorher Werke geschrieben, die man als Programmmusik bezeichnen konnte, so vor allem 1889 die Poetische Stimmungsbildern für Klavier, die er als "Programmusik, aber im Sinne Schumanns" bezeichnete, oder das Dumky-Trio (ein Klaviertrio) im gleichen Jahr. Doch nun wendete er sich direkt der Sinfonischen Dichtung zu, eine Gattung, die im Streit um die Neudeutsche Schule um Franz Liszt und Wagner eine wichtige Rolle gespielt hatte.
Innerhalb eines Jahres schrieb er den Wassermann, die Mittagshexe, das Goldene Spinnrad und die Waldtaube. Heldenlied, alle nach Balladen aus der Sammlung Kytice des tschechischen Dichters Karel Jaromír Erben. Zusammenfassungen der jeweiligen Handlung gab er den Hörern in Prosaform mit. Dazu kam noch im nächsten Jahr das Heldenlied, dessen Programm er nicht explizit veröffentlichte, das er aber in einem Brief erklärte.
Die letzten Jahre
Karel Jaromír Erben]
Dvořák hatte nun mit seinem Kammermusik- und Orchesterschaffen abgeschlossen. In seinen letzten Jahren komponierte er nur noch Opern: 1898 die Teufelskäthe, 1900 Rusalka und 1902/3 Armida.
Während der Uraufführung der Armida musste Dvořák wegen Hüftschmerzen das Theater verlassen. Nach einigen Tagen Ruhe zog er sich eine Grippe zu und wurde bettlägerig. Er starb am 1. Mai 1904 im Kreis seiner Familie, vermutlich an einem Gehirnschlag.
Musik
In seinem Werk verband er Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik. Zu seinen Hauptwerken gehören seine neun Sinfonien (darunter am bekanntesten die Nr. 9, Aus der Neuen Welt), das Cellokonzert, Oratorien von unvergleichlicher Suggestivkraft, wie das Stabat Mater und das Requiem, zahlreiche Kammermusikwerke, die 16 slawischen Tänze und die Oper Rusalka.
Mit Dvořáks vielseitigem Werk fand das tschechische Musikschaffen seine unverwechselbare nationale Identität. Was Bedřich Smetana mit den nationalen Stoffen und folkloristischen Zügen einiger seiner Opern und mit seinem Zyklus "Mein Vaterland" eingeleitet hatte, führte Dvořák zu einem beeindruckenden Höhepunkt. Unbeirrt von ideologischen Strömungen ging er seinen eigenen Weg und ließ es sich nicht nehmen, sowohl Richard Wagner als auch Johannes Brahms in gleicher Weise zu bewundern.
Heimatliebe, Naturverbundenheit, tiefe Religiosität, aber ebenso berauschende Lebensfreude kommen im Werk dieses bescheidenen Menschen zum Ausdruck, der geduldig eine lange Durststecke des Misserfolgs durchstand, bis durch die Empfehlung von Brahms seine "Slawischen Tänze" im Druck erschienen und die Musikwelt auf ihn aufmerksam wurde. Mit unübertrefflichem Einfallsreichtum hat Dvořák stets mitreißende Musik geschaffen. Nachdem zunächst nur wenige seiner Werke im internationalen Musikbetrieb Fuß gefasst hatten, machten Pioniertaten wie die Gesamteinspielung seiner Sinfonien durch István Kertész bewusst, dass das gesamte Werk des böhmischen Meisters Beachtung verdient.
Symphonien
- 1. Symphonie Die Glocken von Zlonice - 1865
- 2. Symphonie - 1865
- 3. Symphonie - 1873
- 4. Symphonie - 1874
- 5. Symphonie - 1875
- 6. Symphonie - 1880
- 7. Symphonie - 1884/85
- 8. Symphonie - 1889
- 9. Symphonie Aus der neuen Welt - 1893
Siehe auch
- Liste der Komponisten
- Portal:Musik
Weblinks
- [http://www.klett-verlag.de/musik/dvorak/start.html Antonín Dvořák auf Klett-Verlag.de]
Dvořák, Antonín
Dvořák, Antonín
Dvořák, Antonín
Dvořák, Antonín
ja:アントニン・ドヴォルザーク
th:แอนโทนิน โวรัก
Heinrich MarschnerHeinrich Marschner ( - 16. August 1795 in Zittau; † 14. Dezember 1861 in Hannover) war ein deutscher Komponist der Romantik, Kapellmeister in Dresden und Leipzig, ab 1831 Leiter der Hofkapelle Hannover. Zeitlebens stand er im Schatten Richard Wagners.
Leben
Heinrich August Marschner wurde als Sohn böhmischer Handwerker geboren. Schon früh begann er zu komponieren und wurde unter die Fittiche seines Mentors, des Thomaskantors Johann Gottfried Schicht genommen.
Im Jahre 1817 wurde er der Musiklehrer des Grafen Zichy in Preßburg. Während dieser Jahre begann er seine ersten Opern zu schreiben. So entstanden unter anderem die Oper Heinrich IV. und D‘Aubigné, welche unter Carl Maria von Weber 1820 in Dresden uraufgeführt wurde. Im Jahre 1821 zog er nach Dresden, wo er von 1824 an Musikdirektor an der dortigen Oper war. Mit der Oper Der Holzdieb, welche 1825 in Dresden uraufgeführt wurde, führte Marschner die Tradition der nationalen deutschen Oper à la Weber fort. Nach einem Intermezzo als Musikalischer Leiter der Oper in Leipzig in den Jahren 1827 bis 1831 wurde er 1831 Hofkapellmeister der Oper in Hannover. Während seiner Zeit in Hannover schuf er auch sein bedeutendstes Werk, den Hans Heiling, welches ein Schlüsselwerk der deutschen romantischen Oper werden sollte.
Mit der Komposition dieser Oper war Marschner auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Er war auch mit den Nachfolgewerken noch einige Zeit erfolgreich, jedoch überstrahlten ihn der Ruhm eines Giacomo Meyerbeer oder später der Ruhm eines Richard Wagner. Die Hoffnung, in Berlin der Nachfolger eines Gaspare Spontinis an der Hofoper zu werden, erfüllten sich nicht. So blieb Marschner bis 1859 an der Oper in Hannover.
In seinen letzten Lebensjahren war Marschner fast wieder vergessen. Er starb 1861 in Hannover. Seine Grabstätte befindet sich auf dem dortigen Neustädter Friedhof. An der Georgstraße erinnert ein Denkmal an ihn.
Zu seinen Lebzeiten genoss er eine hohe Wertschätzung unter seinen Musikerkollegen, wie z.B Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann oder auch Richard Wagner, der bei Marschner den dramatisch geführten Sprechgesang in seinen Musiktragödien perfektionierte. Die Titelgestalten Marschners in seinen Opern sind mit Vorliebe gespenstisch dämonische Typen, welche häufig eine gespaltene Persönlichkeit besitzen, die schließlich auch einen romantischen Helden verkörpern. Marschners bekannteste Melodie stammt aus seiner romantischen Oper Hans Heiling und erlangte ihre Bekanntheit durch Antonín Dvořák, der sie in seiner Symphonie Aus der Neuen Welt verwendete.
Opern
- Titus 1817
- Der Kyffhäuserberg 1817 (Uraufführung: 2. Januar 1822 Zittau)
- Saidar und Zulima 1818 (Uraufführung: 26. November 1818 Preßburg)
- Heinrich IV und D‘Aubigné 1819 (Uraufführung: 19. Juli 1820 Dresden)
- Der Holzdieb (Uraufführung: 22. Februar 1825 Hofoper Dresden)
- Lukretia (Uraufführung: 17. Januar 1827 Danzig)
- Der Vampyr (Uraufführung: 29. März 1828 Leipzig)
- Der Templer und die Jüdin (Uraufführung: 22. Dezember 1829 Leipzig)
- Des Falkners Braut (Uraufführung: 10. März 1832 Leipzig)
- Hans Heiling (Uraufführung: 24. Mai 1833 Königliche Hofoper Berlin)
- Das Schloß am Ätna (Uraufführung: 29. Januar 1836 Leipzig)
- Der Bäbu (Uraufführung: 19. Februar 1838 Hoftheater Hannover)
- Das stille Volk
- Ali Baba (Uraufführung: 22. Juli 1823 Dresden
- Der Wiener in Berlin
- Fridthjof’s Saga
- Kaiser Adolph von Nassau (Uraufführung: 05. Januar 1845 Dresden)
- Austin (Uraufführung: 25. Januar 1852 Hannover)
- Sangskönig Hiarne und das Tyringschwert (Uraufführung: 13. September 1863 Frankfurt am Main)
Singspiele
- Schön Ella 1822
- Prinz Friedrich von Homburg
- Der Goldschmied von Ulm 1856
- Die Hermannschlacht
Literatur
- Brigitta Weber: Heinrich Marschner. Königlicher Hofkapellmeister in Hannover. Hannover: Niedersächsische Staatstheater 1995. (Prinzenstraße. 5) ISBN 3-931266-01-X
- Von der Lucretia zum Vampyr. Neue Quellen zu Marschner. Dokumente zur Entstehung und Rezeption der Lucretia. Vollständige Edition des Reise-Tagebuchs von 1826 bis 1828. Anmerkungen zu Marschners journalistischem Wirken. Hrsg. und kommentiert von Till Gerrit Waidelich. Tutzing: Schneider 1996. ISBN 3-7952-0837-8
- Heinrich August Marschner. Bericht über das Zittauer Marschner-Symposium. Ein Symposium des Instituts für Kulturelle Infrastruktur Sachsen. Hrsg. von Allmuth Behrendt und Matthias Theodor Vogt. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 1998. (Kulturelle Infrastruktur. Bd. 5) ISBN 3-931922-22-7
- Reclams Opernführer, Reclam Verlag 1994, ISBN 3-15-010406-8
Weblinks
- [http://www.bartnicki.de/Stadttafeln%20Ortsteil%20Mitte/52%20Marschner.html Stadttafel Rathenaustr. 14, Hannover]
- [http://www.komponisten.at/komponisten/141.html Heinrich Marschner auf komponisten.at]
- [http://www.andreas-gruen.de/repertoire/marschner.htm Heinrich Marschner: Zwölf Bagatellen]
- [http://opera.stanford.edu/Marschner/ Heinrich Marschner auf Opera Glass']
- [http://internet.hannover-stadt.de/stadtarchiv/ges/person/marschner/marschner.htm Archivalien im Stadtarchiv Hannover]
Siehe auch: Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
Marschner, Heinrich
Marschner, Heinrich
Marschner, Heinrich
Marschner, Heinrich
Marschner, Heinrich
Marschner, Heinrich
1841
- 13. Januar: Die Aufhebung aller Klöster im Schweizer Kanton Aargau führt zum Aargauer Klosterstreit
- 13. April: Die Semper-Oper in Dresden wird eingeweiht
- 24. Juni: Die Berliner Schwermaschinenfabrik August Borsig liefert ihre erste Lokomotive aus
- P. T. Barnum übernimmt das American Museum und baut es zu einem der größten Entertainmentkonzerne des 19. Jahrhunderts aus
- Dardanellen-Vertrag zwischen den 5 Großmächten und der Türkei: Dardanellen und Bosporus für Kriegsschiffe gesperrt; Unabhängigkeit der Türkei
Kultur
- 21. Januar: Uraufführung der komischen Oper Le Guittarero von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 6. März: Uraufführung der Oper Les Diamants de la couronne (Die Krondiamanten) von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris
- 13. März: Uraufführung der Oper Il Proscritto von Otto Nicolai am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 31. März: Uraufführung der 1. Sinfonie („Frühlingssinfonie“) von Robert Schumann durch das Gewandhausorchester Leipzig, Dirigent ist Felix Mendelssohn Bartholdy
- 3. Dezember: Uraufführung der tragischen Oper Catarina Cornaro, Königin von Cypern von Franz Lachner in München
- 22. Dezember: Uraufführung der Oper La Reine de Chypre von Fromental Halévy in Paris
- 26. Dezember: Uraufführung der Oper Maria Padilla von Gaetano Donizetti am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- Der Braunschweiger Gewerbeverein gründet das Zeichen-Instituth
- 5. Januar: Henryk Dobrzycki, polnischer Arzt, Philantrop und Komponist († 1914)
- 5. Januar: Hermann Howaldt, war ein bekannter Bildhauer, Erzgießer und Kupfertreiber († 1891)
- 11. Januar: Otto von Gierke, deutscher Jurist und Historiker († 1921)
- 14. Januar: Berthe Morisot, französische Malerin des Impressionismus († 1895)
- 18. Januar: Emmanuel Chabrier, französischer Komponist und Pianist († 1894)
- 28. Januar: Victor Ernst Nessler, deutscher Komponist († 1890)
- 29. Januar: Henry Morton Stanley, britisch-amerikanischer Journalist, Afrikaforscher und Buchautor († 1904)
- 30. Januar: Félix Faure, 7. Präsident Frankreichs († 1899)
- 30. Januar: Samuel Loyd, Amerikas berühmtester Spiele-Erfinder und Rätselspezialist († 1911)
- 2. Februar: François-Alphonse Forel, Schweizer Arzt, Naturforscher und Gründer der Limnologie († 1912)
- 4. Februar: Samuel J. Tilden, US-amerikanischer Politiker († 1886)
- 7. Februar: Hermann Menge, Autor einer nach ihm benannten Bibelübersetzung, der Menge-Bibel († 1939)
- 9. Februar: Quintin Steinbart, Schulleiter († 1912)
- 19. Februar: Elfrida Andrée, schwedische Organistin und Komponistin († 1929)
- 21. Februar: Hugo Licht, Architekt und Stadtbaurat in Leipzig († 1923)
- 25. Februar: Pierre-Auguste Renoir, französischer Maler des Impressionismus († 1919)
- 6. März: Alfred Cornu, französischer Physiker († 1902)
- 7. März: Olegario Víctor Andrade, argentinischer Dichter († 1882)
- 24. März: Georg Howaldt, Kommerzienrat, Ingenieur († 1909)
- 7. Mai: Gustave Le Bon, französischer Arzt und Soziologe († 1931)
- 16. Mai: Hermann Joseph Schmitz, Weihbischof in Köln († 1899)
- 4. Juni: Karl Binding, deutscher Professor für Strafrecht († 1920)
- 18. Juni: Lester Frank Ward, US-amerikanischer Soziologe († 1913)
- 26. Juni: Paul Wallot, deustcher Architekt († 1912)
- 13. Juli: Otto Wagner, österreichischer Architekt († 1918)
- 18. Juli: Henriette Johanne Marie Müller, Hamburger Original († 1916)
- 24. Juli: Francisco António da Veiga Beirão, portugiesischer Politiker († 1916)
- 12. August: Franz Schwechten, deutscher Architekt († 1924)
- 18. August: Lothar Anton Alfred Pernice, Professor für römisches Recht
- 25. August: Emil T. Kocher, Schweizer Chirurg und Nobelpreisträger († 1917)
- 28. August: Julius Stinde, deutscher Chemiker, Journalund Schriftsteller († 1905)
- 2. September: Julius Payer, österreichisch-ungarischer Polar- und Alpenforscher († 1915)
- 8. September: Antonín Dvořák, tschechischer Komponist († 1904)
- 28. September: Georges Clemenceau, französischer Politiker († 1929)
- 1. Oktober: Hermann Credner, deutscher Geowissenschaftler († 1913)
- 6. Oktober: Frédéric Bazille, französischer Maler. († 1870)
- 11. Oktober: Friedrich Hegar, Schweizer Komponist und Dirigent († 1927)
- 16. Oktober: Hirobumi Ito, japanischer Politiker, Staatsmann und Premierminister († 1909)
- 16. Oktober: Ito Hirobumi, japanischer Staatsmann und erster Ministerpräsident († 1909)
- 29. Oktober: Rudolph Sohm, deutscher Rechtswissenschaftler († 1917)
- 1. November: Minna Cauer, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin († 1922)
- 9. November: Eduard VII., britischer König und Prince of Wales († 1910)
- 20. November: Victor D'Hondt, belgischer Jurist († 1901)
- 20. November: Wilfrid Laurier, kanadischer Premierminister († 1919)
- 22. November: Gustav Haensel, Stadtverordnetenvorsteher und Ehrenbürger von Pirna († 1923)
- 25. November: Ernst Schröder, deutscher Mathematiker und Logiker († 1902)
- 6. Dezember: Carl August von der Meden, erstee Präsident des Deutschen Tennis Bundes († 1911)
- 10. Dezember: Joseph Henry Blackburne, britischer Schachgroßmeister († 1924)
- 20. Dezember: Ferdinand Buisson, französischer Pädagoge († 1932)
- 27. Dezember: Philipp Spitta (Musikwissenschaftler)
- 4. Januar: Thomas Rickman, britischer Architekt ( - 1776)
- 6. Januar: Benedikt Arnstein, Schriftsteller ( - 1761)
- 6. Februar: Anton Hasenhut, österreichischer Schauspieler und Komiker ( - 1766)
- 10. Februar: Josef Alois Gleich, österreichischer Beamter und Theaterdichter ( - 1772)
- 11. Februar: Ferdinand Olivier, deutscher Maler ( - 1785)
- 19. Februar: Sebastian Fahrländer, Schweizer Arzt und Politiker ( - 1768)
- 20. Februar: Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, deutscher Apotheker und Entdecker des Morphiums ( - 1783)
- 21. Februar: Dorothea Tieck, deutsche Shakespeare-Übersetzerin ( - 1799)
- 28. Februar: Claude Chauveau-Lagarde, französischer Advokat ( - 1756)
- 1. März: Claude Victor-Perrin, Marschall von Frankreich, französischer General ( - 1764)
- 8. März: Christoph August Tiedge, deutscher Dichter ( - 1752)
- 11. März: Wilhelmine Halberstadt, deutsche Pädagogin und Schriftstellerin ( - 1776)
- 16. März: Felix Savart, Frazösischer Arzt und Physiker ( - 1791)
- 31. März: George Green, britischer Mathematiker und Physiker ( - 1793)
- 2. April: Gustav von Rauch, preußischer General und Kriegsminister ( - 1774)
- 4. April: William H. Harrison, US-amerikanischer General und der 9. Präsident der USA ( - 1773)
- 28. April: Pierre Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien ( - 1803)
- 30. April: Peter Andreas Heiberg, dänischer Satiriker ( - 1758)
- 23. Mai: Franz von Baader, deutscher Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph ( - 1765)
- 1. Juni: David Wilkie, britischer Maler ( - 1785)
- 27. Juli: Michail Jurjewitsch Lermontow, russischer Dichter ( - 1814)
- 29. Juli: Friederike von Mecklenburg-Strelitz, Tochter des Herzogs Karl II. (Mecklenburg-Strelitz) ( - 1778)
- 14. August: Johann Friedrich Herbart, deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge ( - 1776)
- 27. August: Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist ( - 1776)
- 15. September: Alessandro Rolla, italienischer Violinspieler und Komponist ( - 1757)
- 24. September: Karl Stülpner, erzgebirgischer Volksheld ( - 1762)
- 28. September: Johann Georg von Dillis, deutscher Maler ( - 1759)
- 9. Oktober: Karl Friedrich Schinkel, preußischer Architekt und Maler ( - 1781)
- 28. Oktober: Johan August Arfvedson, schwedischer Chemiker ( - 1792)
- 14. November: Thomas Bruce, britischer Diplomat ( - 1788)
- 14. November: Lord Thomas Bruce, 7. Earl of Elgin, britischer Diplomat und Archäologe
- 18. November: Agustín Gamarra, Staatspräsident von Peru ( - 1785)
- 8. Dezember: Johann Heinrich Dannecker, deutscher Bildhauer ( - 1758)
- 22. Dezember: Daniil Nikititsch Kaschin, russischer Komponist ( - 1769)
ko:1841년
1904
- Frauenkongreß in Berlin unter Vorsitz von Lina Morgenstern
- 14. Juni: Die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria empfängt eine Abordnung des in Berlin tagenden internationalen Frauenkongresses in Privataudienz
Politik
- 1. Januar: Robert Comtesse wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Erstes Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten wird in Bayern eingerichtet
- 1. Januar: Das „Büro für Sozialpolitik“ wird in Berlin eröffnet
- 1. Januar: Leistungsänderung auf 26 Wochen Leistung im Krankenversicherungsgesetz tritt in Kraft
- 1. Januar: Das Kinderschutzgesetz tritt in Deutschland in Kraft. Es verbietet die Arbeit von Kindern unter 12 Jahren in allen gewerblichen Betrieben
- 12. Januar: Während des Aufstands der Herero im damaligen Deutsch-Südwestafrika erlässt der deutsche General von Trotha seinen berüchtigten „Aufruf an das Volk der Herero“
- 16. Januar: Rosa Luxemburg wird vom Amtsgericht Zwickau wegen Majestätsbeleidigung zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Während des Wahlkampfes 1903 hatte sie Kaiser Wilhelm II. Inkompetenz vorgeworfen. Die Sozialdemokratin tritt ihre Haftstrafe aber erst am 26. August 1904 an
- 6. Februar: Japan bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Russland ab und zieht seinen Botschafter aus Sankt Petersburg zurück
- 8. Februar: Japanischer Überraschungsangriff auf Port Arthur, Beginn des Russisch-Japanischen Krieges
- 8. April: Bildung der Entente cordiale zwischen Großbritannien und Frankreich
- 27. April: Chris Watson von der Australian Labour Party wird Ministerpräsident Australiens; er ist der erste nationale Regierungschef, der einer Arbeiterpartei angehört
- 17. Juni: Der russische Generalgouverneur von Finnland kommt bei einem Attentat ums Leben
- 28. Juli: Der russische Innenminister von Plewe wird durch ein Bombenattentat von Anarchisten ermordet
- 11. August: Schlacht am Waterberg: Deutsche Kolonialtruppen unter Lothar von Trotha bekämpfen im Hererokrieg einheimische Hereros, die nach Osten ausweichen
- 7. September: Nachdem eine britische bewaffnete Expedition unter Francis Younghusband im August Lhasa erreicht hatte, muss Tibet in einem Vertrag Großbritannien weit reichende Handelsrechte und einen Militärstützpunkt in Lhasa einräumen. China protestiert, da es Tibet als seine Interessenssphäre betrachtet
- 15. Oktober: Friedrich August III. wird König von Sachsen
- 22. Oktober: Doggerbank-Zwischenfall: Versehentlicher Beschuss englischer Fischerboote durch die russische Flotte
- 8. November: Wiederwahl von Theodore Roosevelt zum Präsidenten der USA
- 29. November: Massenproteste in Sankt Petersburg und Moskau gegen den Krieg mit Japan und die Zarenherrschaft
Katastrophen
- 23. Januar: Ein Großfeuer zerstört die norwegische Stadt Ålesund fast vollständig; über 10.000 Menschen werden obdachlos
- 7. Februar: Großfeuer in Baltimore; 1 Mensch kommt ums Leben, die Sachschäden betragen 50 Mio. Dollar
- 15. Mai: Der Geschützte Kreuzer „Yoshino“ sinkt nach der Kollision mit dem Panzerkreuzer „Kasuga“ (beide Japan) östlich von Lüda. 329 Tote unter der 419 Mann starken Besatzung
- 15. Juni: Auf dem East River in New York sinkt der Raddampfer General Slocum mit 1388 Personen an Bord nach einem Brand. Mindestens 1021 Tote
Wirtschaft
- 17. November: Die Rheinische Creditbank übernimmt die Oberrheinische Bank für 20 Millionen Mark
Wissenschaft und Technik
- 22. März: Erstes Farbfoto auf der Titelseite einer Zeitung (Daily Illustrated Mirror)
- 30. April: Weltausstellung in St. Louis, Missouri, USA: Louisiana Purchase Exposition, das Lousiana-Monument
- 20. September: Dem US-Amerikaner Wilbur Wright gelingt erstmals ein gesteuerter Rundflug mit einem Motorflugzeug
- 4. Dezember: Charles Dillon Perrine entdeckt den Jupitermond Himalia (Jupiter VI)
- 25. Dezember Gründung von Rolls-Royce
- Die Firma Magirus baut die erste maschinell betriebene Drehleiter der Welt
- Errichtung der Küstenfunkstelle Elbe-Weser Radio
- Ingenieure der US-Army errichten den Panama-Kanal (bis 1914)
Kultur
- 20. Januar: Uraufführung der Operette Der Göttergatte von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien
- 21. Januar: Uraufführung der Oper Jenufa von Leoš Janáček in Brünn, (Brno)
- 22. Januar: Uraufführung der Oper Nal und Damajanti (Orig.: Nal' i Damajanti) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau
- 17. Februar: Uraufführung der Oper Madama Butterfly von Giacomo Puccini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 16. März: Uraufführung der Oper La Fille de Roland von Henri Rabaud an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung des Dramas Resurrezione (Auferstehung) von Franco Alfano am Teatro Vittorio Emanuele in Turin
- 22. Dezember: Uraufführung der Operette Die Juxheirat von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 27. Dezember: Peter Pan wird in London von James Matthew Barrie uraufgeführt
- Alexander Skrjabin hat seine 3. Symphonie geschaffen
- Anton von Webern schließt das Musikpoem „Im Sommerwind“ ab und besucht Kompositionskurse von Arnold Schönberg in Wien
- Charles Ives vollendet den Marsch „1776“
- Claude Debussy schreibt nach Trennung von seiner ersten Frau „Trois Chansons de France“ für seine zweite Gattin
- Giacomo Puccinis Oper „Madame Butterfly“ wird in der Mailänder Scala ausgepfiffen
- Die „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler entstehen, außerdem entwirft der Komponist einen unfallsicheren Spielplatz für seine Töchter in Maiernigg am Wörthersee
- Das Violinkonzert von Jean Sibelius ist erstmals zu hören
- Max Reger schließt die „Bach-Variationen“ ab, eines seiner bedeutendsten Klavierwerke
- In Berlin wird Ruggiero Leoncavallos Werk „Der Roland von Berlin“ auf die Opernbühne gebracht
- Sergej Rachmaninows Oper „Francesca di Rimini“ ist fertig
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. Mai: Gründung des deutschen Fußballvereins „Spiel-Club Westfalia“, der später in den FC Schalke 04 umbenannt wird
- 21. Mai: In Paris wird der Weltfussballverband FIFA von den Fussballverbänden folgender Länder gegründet: Belgien, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien
- 1. Juli: Gründung des Sport und Fussballvereins Bayer 04 Leverkusen
- 1. Juli: Beginn der Olympischen Sommerspiele in St. Louis, Missouri, USA
- 20. Juli: Gründung des „Schwimm- und Eisklub Schwenningen e. V.“ der später in SERC Wild Wings umbenannt wird
- 23. November: In St. Louis gehen die III. Olympischen Sommerspiele zu Ende.
- Gründung des deutschen Fußballvereins SC Freiburg
- 2. Januar: Walter Heitler, deutscher Physiker († 1981)
- 2. Januar: Walther Hewel, († 1945)
- 5. Januar: Otto Niebergall, deutscher Politiker († 1977)
- 7. Januar: Fjodor Jefimowitsch Bokow, politisches Mitglied des Kriegsrates der Sowjetischen († 1984)
- 8. Januar: Karl Brandt, Mediziner und Leibarzt von Adolf Hitler († 1948)
- 8. Januar: Otto Spülbeck, Bischof des Bistums Meißen († 1970)
- 8. Januar: Tampa Red, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist († 1981)
- 9. Januar: Adolf Schröter, deutscher Porträt- und Landschaftsmaler († 1997)
- 9. Januar: Hermann Gösmann, 6. Präsident des DFB († 1979)
- 9. Januar: Viktor Brack, deutscher Nationalsozialist († 1948)
- 10. Januar: Henning von Tresckow, deutscher Berufsoffizier und Widerstandskämpfer († 1944)
- 13. Januar: Anton Besold, deutscher Politiker († 1991)
- 13. Januar: Richard Addinsell, britischer Filmkomponist († 1977)
- 15. Januar: Ludwig Freund, tschechischer Politiker und Publizist († 1952)
- 18. Januar: Cary Grant, US-amerikanischer Schauspieler († 1986)
- 22. Januar: George Balanchine, russischer Choreograph, Gründer des American Ballet († 1983)
- 23. Januar: Karl Schlechta, deutscher Nietzsche-Forscher († 1985)
- 25. Januar: Géza Fried, ungarischer Pianist und Komponist
- 26. Januar: Otto Kässbohrer, deutscher Unternehmer und Fahrzeugkonstrukteur († 1989)
- 26. Januar: Seán MacBride, irischer Politiker und Friedensnobelpreisträger († 1988)
- 29. Januar: Arnold Gehlen, deutscher Philosoph und Soziologe († 1976)
- 30. Januar: Fritz Duda, deutscher Maler und Grafiker († 1991)
- 31. Januar: Frederick H. Boland, irischer Politiker († 1985)
- 2. Februar: Waleri Pawlowitsch Tschkalow, sowjetischer Pilot († 1938)
- 3. Februar: Luigi Dallapiccola, italienischer Komponist († 1975)
- 4. Februar: Teo Otto, Bühnenbildner († 1968)
- 5. Februar: Walter Gross, deutscher Kabarettist († 1989)
- 6. Februar: Theo Balden, deutscher Bildhauer und Grafiker († 1995)
- 7. Februar: Ernst Ginsberg, deutscher Schauspieler und Regisseur († 1964)
- 10. Februar: Otto Dannebom, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 12. Februar: Rudolf Platte, deutscher Schauspieler († 1984)
- 15. Februar: Antonin Magne, französischer Radrennfahrer († 1983)
- 16. Februar: George F. Kennan, US-Historiker und Diplomat († 2005)
- 16. Februar: Hugo Wiener, österreichischer Komponist und Pianist († 1993)
- 17. Februar: Hans Morgenthau, deutscher Jurist und Politikwissenschaftler († 1980)
- 21. Februar: Alexei Nikolajewitsch Kossygin, Ministerpräsident der Sowjetunion († 1980)
- 22. Februar: Arkadi Petrowitsch Gaidar, russischer Jugendschriftsteller († 1941)
- 22. Februar: Ernst Jakob Henne, deutscher Motorsportler († 2005)
- 26. Februar: Curth Georg Becker, deutscher Maler und Graphiker († 1972)
- 26. Februar: Hans-Joachim Fricke, deutscher Politiker († 1974)
- 27. Februar: André Leducq, französischer Radrennfahrer († 1980)
- 27. Februar: Josef Maria Camenzind, Schweizer katholischer Geistlicher und Schriftsteller († 1985)
- 27. Februar: Theodor Ritterspach, Richter am Bundesverfassungsgericht († 1999)
- 28. Februar: Wilhelm Michels, Pädagoge und Schulleiter,Freund Arno Schmidts († 1988)
- 1. März: Glenn Miller, US-amerikanischer Jazz-Posaunist und Bandleader († 1944)
- 3. März: Javier Delicado Puche, spanischer Dichter († 2004)
- 4. März: Edgar Jené, Maler und Grafiker, Surrealist († 1984)
- 4. März: George Gamow, russisch-US-amerikanischer Physiker († 1968)
- 4. März: Joseph Schmidt, deutsch-österreichischer Kammersänger und Kantor († 1942)
- 5. März: Karl Rahner, katholischer deutscher Theologe († 1984)
- 7. März: Reinhard Heydrich, führender NS-Politiker († 1942)
- 8. März: Hans Tschiggfrey, österreichischer Politiker († 1963)
- 8. März: Nikos Skalkottas, griechischer Komponist († 1949)
- 8. März: Viktor de Kowa, († 1973)
- 11. März: Albrecht von Hagen, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1944)
- 12. März: Adolf Arndt, deutscher Politiker († 1974)
- 12. März: Bodo Uhse, deutscher Schriftsteller († 1963)
- 13. März: Erhart Kästner, deutscher Schriftsteller († 1974)
- 13. März: Paul Mattick, deutscher Kommunist und politischer Schriftsteller († 1981)
- 15. März: Brunolf Baade, deutscher Ingenieur der Flugzeugindustrie († 1969)
- 20. März: Burrhus Frederic Skinner, US-amerikanischer Psychologe († 1990)
- 21. März: Max Steenbeck, deutscher Physiker († 1981)
- 25. März: Johann Baptist Gradl, deutscher Politiker († 1988)
- 26. März: Alexander Schawinsky, Bühnenbildner, Fotograf und Maler († 1979)
- 26. März: Hermann Schroeder, deutscher Komponist und katholischer Kirchenmusiker († 1984)
- 26. März: Willy Fischer, deutscher Politiker († 1951)
- 30. März: E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics († 1987)
- 31. März: Harry Buckwitz, deutscher Regisseur († 1987)
- 1. April: Nikolai Erastowitsch Bersarin, erster sowjetischer Stadtkommandant von Berlin († 1945)
- 5. April: Hermann Bruse, deutscher Maler und Graphiker († 1953)
- 6. April: Erwin Komenda, Automobildesigner († 1966)
- 6. April: Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker und Bundeskanzler der BRD († 1988)
- 7. April: Curt Querner, Maler († 1976)
- 8. April: Herbert Wolff, deutscher Politiker († 1958)
- 8. April: John Antill, australischer Komponist († 1986)
- 8. April: John Richard Hicks, Ökonom († 1989)
- 9. April: Ludwig Hohl, Schweizer Autor († 1980)
- 10. April: Joachim Gottschalk, deutscher Schauspieler († 1941)
- 10. April: Scott E. Forbush, amerikanischer Geophysiker († 1984)
- 11. April: Werner Berg, deutscher Maler († 1981)
- 12. April: Paul Dahlke, deutscher Schauspieler († 1984)
- 14. April: John Gielgud, britischer Schauspieler († 2000)
- 21. April: Odilo Globocnik, österreichischer Nationalsozialist († 1945)
- 22. April: Robert Oppenheimer, US-amerikanischer Physiker († 1967)
- 24. April: Willem de Kooning, US-amerikanischer Maler († 1997)
- 27. April: Cecil Day-Lewis, Schriftsteller und Dichter († 1972)
- 28. April: Elisabeth Schumacher, deutsche Widerstandskämpferin († 1942)
- 28. April: Willi Kollo, deutscher Komponist († 1988)
- 3. Mai: Bill Brandt, deutscher Fotograf († 1983)
- 4. Mai: Josef Pieper, christlicher Philosoph († 1997)
- 4. Mai: Umm Kultum, Ägyptische Sängerin († 1975)
- 6. Mai: Max Mallowan, britischer Archäologe († 1978)
- 6. Mai: Moshé Feldenkrais, entwickelte die Feldenkrais-Methode († 1984)
- 9. Mai: Gregory Bateson, britischer Anthropologe († 1980)
- 10. Mai: Antonio Buenaventura, philippinischer Komponist
- 11. Mai: Salvador Dalí, spanischer Maler des Surrealismus († 1989)
- 11. Mai: Willi Sommerfeld, bekannter Stummfilmpianist
- 16. Mai: François Marty, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1994)
- 17. Mai: Jean Gabin, französischer Schauspieler († 1976)
- 20. Mai: Margery Allingham, englische Krimi-Schriftstellerin († 1966)
- 21. Mai: Robert Montgomery, US-amerikanischer Schauspieler († 1981)
- 24. Mai: Sefton Delmer, britischer Journalist († 1979)
- 25. Mai: Kurt Thomas, deutscher Komponist und Chorleiter († 1973)
- 25. Mai: Lizzi Waldmüller, österreichische Filmschauspielerin und Sängerin († 1945)
- 27. Mai: Chuhei Nambu, japanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1997)
- 29. Mai: Gregg Toland, US-amerikanischer Kameramann († 1948)
- 2. Juni: Johnny Weissmüller, US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler († 1984)
- 5. Juni: Hans Furler, deutscher Politiker († 1975)
- 10. Juni: Frederick Loewe, US-amerikanischer Komponist († 1988)
- 10. Juni: Willi Agatz, deutscher Politiker († 1957)
- 11. Juni: Clarence Smith, US-amerikanischer Jazz-Pianist († 1929)
- 11. Juni: Emil František Burian, tschechischer Komponist († 1959)
- 13. Juni: Hermann Stoll, deutscher Geologe und Prähistoriker († 1944)
- 14. Juni: Margaret Bourke-White, US-amerikanische Fotoreporterin († 1971)
- 19. Juni: Karl Fellinger, Arzt († 2000)
- 20. Juni: Heinrich von Brentano di Tremezzo, deutscher Politiker († 1964)
- 24. Juni: Kurt Kusenberg, deutscher Kunstkritiker und Schriftsteller († 1983)
- 25. Juni: Matthias Hoogen, deutscher Politiker († 1985)
- 25. Juni: Wladimir Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot († 1985)
- 26. Juni: Peter Lorre, US-amerikanischer-ungarischer Filmschauspieler († 1964)
- 29. Juni: Witold Hurewicz, polnischer Mathematiker († 1956)
- 30. Juni: Oskar Paulini, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 2. Juli: René Lacoste, französischer Tennisspieler und Modeschöpfer († 1996)
- 3. Juli: Otto Gotsche, deutscher Politiker und Schriftsteller († 1985)
- 3. Juli: Paul Bronisch, deutscher Künstler und Bildhauer († 1989)
- 5. Juli: Ernst Mayr, Deutsch-amerikanischer Biologe († 2005)
- 9. Juli: Heinz Jost, Chef der Einsatzgruppe A, Amtschef Amt VI SD-Ausland im RSHA († 1964)
- 12. Juli: Pablo Neruda, chilenischer Dichter und Diplomat († 1973)
- 14. Juli: Isaac Bashevis Singer, polnischer Schriftsteller und Nobelpreisträger († 1991)
- 15. Juli: Rudolf Arnheim, deutsch-amerikanischer Kunstpsychologe
- 16. Juli: Goffredo Petrassi, italienischer Komponist († 2003)
- 17. Juli: Charlotte Prinz, deutsche Malerin († 1993)
- 22. Juli: Karl Veken, Schriftsteller († 1971)
- 22. Juli: Otto Rombach, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1984)
- 27. Juli: Hermann Jansen, Generalvikar und Domherr in Köln
- 27. Juli: Oskar Lange, polnischer Nationalökonom und Minister († 1965)
- 27. Juli: Ljudmila Rudenko, sowjetische Schachweltmeistrin († 1986)
- 28. Juli: Pawel Alexejewitsch Tscherenkow, russischer Physiker und Nobelpreisträger († 1990)
- 2. August: Werner Seelenbinder, deutscher Ringer und Kommunist († 1944)
- 3. August: Wilhelm Naegel, deutscher Politiker († 1956)
- 4. August: Witold Gombrowicz, polnischer Schriftsteller († 1969)
- 7. August: Erwin Fischer, deutscher Jurist († 1996)
- 7. August: Hanna Melzer, deutsche Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime († 1960)
- 8. August: Achille Varzi, italienischer Rennfahrer († 1948)
- 8. August: István Szelényi, ungarischer Komponist († 1972)
- 9. August: Hasso von Boehmer, Oberstleutnant im Generalstab und Widerstandskämpfer († 1945)
- 12. August: Alexej Nikolajewitsch Romanow, Thronfolger, Kronprinz, Sohn des Zaren Nikolaus II. († 1918)
- 16. August: Wendell Meredith Stanley US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1971)
- 20. August: Hans-Georg Lindenstaedt, deutscher Tischtennisspieler († 1975)
- 21. August: Count Basie, US-amerikanischer Jazz-Pianist († 1984)
- 21. August: William Basie, US-amerikanischer Jazz-Pianist, Organist und Bandleader († 1984)
- 22. August: Deng Xiaoping, chinesischer Politiker († 1997)
- 22. August: Walter Bach, österreichischer Komponist († 1977)
- 24. August: Ludwig Schmidseder, deutscher Komponist († 1971)
- 26. August: Christopher Isherwood, englisch-amerikanischer Schriftsteller († 1986)
- 27. August: Ernst Degn, österreichischer Maler († 1990)
- 29. August: Werner Forßmann, deutscher Mediziner, Erfinder des Herzkatheters († 1979)
- 11. September: Friedrich Schönauer, deutscher Politiker († 1950)
- 13. September: Richard Scheringer, deutscher Antifaschist und Mitglied der KPD († 1986)
- 16. September: Alfred Klahr, österreichischer Kommunist und Journalist († 1944)
- 17. September: Edgar G. Ulmer, US-amerikanischer Filmregisseur († 1972)
- 17. September: Frederick Ashton, britischer Tänzer und Choreograph († 1988)
- 17. September: Jürgen Kuczynski, deutscher Historiker und Gesellschaftswissenschaftler († 1997)
- 17. September: Wilfried Schreiber, Professor für Sozialpolitik († 1975)
- 18. September: Dolores Viesèr, österreichische Schriftstellerin und Erzählerin († 2002)
- 21. September: Franz Stock, katholischer Theologe († 1948)
- 21. September: Hans Hartung, deutsch-französischer Maler und Grafiker († 1989)
- 23. September: Alfred Baum, Schweizer Komponist, Pianist und Organist († 1993)
- 23. September: Wilhelm Reitz, deutscher Politiker und MdB († 1980)
- 27. September: Edvard Kocbek, slowenischer Schriftsteller und Publizist († 1981)
- 27. September: Koene Dirk Parmentier, niederländischer Luftfahrtpionier († 1948)
- 28. September: Luperce Miranda, brasilianischer Mandolinist und Komponist († 1977)
- 29. September: Egon Eiermann, bedeutender deutscher Architekt († 1970)
- 29. September: Georg Ferdinand Duckwitz, deutscher Diplomat († 1973)
- 29. September: Greer Garson, US-amerikanische Filmschauspielerin († 1996)
- 29. September: Jean-Pierre Timbaud, Funktionär einer französischen Gewerkschaft († 1941)
- 1. Oktober: Hermann Ehlers, deutscher Politiker († 1954)
- 1. Oktober: Otto Frisch, österreichisch-britischer Physiker († 1979)
- 2. Oktober: Graham Greene, britischer Schriftsteller († 1991)
- 2. Oktober: Lal Bahadur Shastri, indischer Politiker und Regierungschef († 1966)
- 3. Oktober: Charles Pedersen, Chemiker bei DuPont († 1989
- 4. Oktober: Theodor Eschenburg, Politikwissenschaftler, Publizist und Staatsrechtler († 1999)
- 6. Oktober: Horst Lange, deutscher Schriftsteller († 1971)
- 8. Oktober: Yves Giraud-Cabantous, französischer Rennfahrer († 1973)
- 12. Oktober: Ding Ling, chinesische Schriftstellerin († 1986)
- 13. Oktober: Jutta Hecker, deutsche Schriftstellerin († 2002)
- 15. Oktober: Wolfgang Weyrauch, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 17. Oktober: Josef Klehr, SS-Unterscharführer; Sanitäter in Auschwitz; Massenmörder († 1988)
- 20. Oktober: Adelaide Hall, Jazz-Sängerin († 1993)
- 20. Oktober: Mario von Galli, Jesuit, theologischer Redaktor und Publizist († 1987)
- 20. Oktober: Sergei Ignatjewitsch Rudenko, sowjetischer Pilot († 1990)
- 25. Oktober: Cemal Reşid Rey, türkischer Komponist († 1985)
- 3. November: Franz Varelmann, deutscher Politiker und MdB († 1978)
- 6. November: Paul Bleiß, deutscher Politiker († 1996)
- 10. November: Tawee Boonyaket, Landwirtschaftsminister und Premierminister von Thailand († 1971)
- 13. November: Günter Reimann, deutscher Journalist und Kommunist († 2005)
- 13. November: Peter Graf Yorck von Wartenburg, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1944)
- 14. November: Arthur Michael Ramsey, Erzbischof von Canterbury († 1988)
- 14. November: Dick Powell, US-amerikanischer Schauspieler († 1963)
- 16. November: Josef Baumgartner, deutscher Politiker († 1964)
- 16. November: Renée Saint-Cyr, französische Schauspielerin († 2004)
- 17. November: Isamu Noguchi, japanischer Bildhauer († 1988)
- 17. November: Paul Chaudet, Schweizer Politiker († 1977< | | |