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| Aussprache Der Französischen Sprache |
Aussprache der französischen SpracheViele Deutschsprachige stellt die Aussprache der französischen Sprache vor Probleme, da das Französische mehrere Laute enthält, die im Deutschen unbekannt sind. Dazu zählen vor allem die Nasallaute.
Weitere Schwierigkeiten treten beim Erlernen der Schriftsprache auf, weil sich Schriftbild und die korrekte Aussprache seit Jahrhunderten auseinander entwickelt haben, allerdings meist recht einfachen Regeln folgt.
Stumme Zeichen
Wortanfang
Ein h am Wortbeginn bleibt stumm.
Wortende
Die Konsonanten werden am Wortende praktisch nie ausgesprochen. Bei der Konjugation der Verben gilt die Regel, dass die Konjugationssilbe -ent für die dritte Person Plural stumm bleibt.
- haut - [] "hoch"
Auch ein e am Wortende ist zumeist stumm. Es zeigt meist das weibliche Geschlecht des Wortes an. Außerdem ist es ein Hinweis darauf, dass der Konsonant vorher zu artikulieren ist.
- haut - [] - "hoch" (männliche Form)
- haute - [] - "hoch" (weibliche Form)
Konsonanten
Bei den seltenen Konsonantenhäufungen ist oftmals auch der eine oder andere Buchstabe nur noch ein stummes Überbleibsel der Etymologie, weil er dem Wohlklang im Wege stand:
- "le doigt" - [] - der Finger, die Zehe
- "les doigts" - [] - der Finger, die Zehen
Bisweilen aber tauchen stumme Konsonanten am Wortende in der Aussprache wieder auf, wenn das folgende Wort mit einem Vokal beginnt. Es wird dann eine so genannte Liaison vorgenommen, also beide Wörter werden zusammenhängend ausgesprochen.
- "vous" - [] - ihr / Sie
- "vous êtes" - [] - ihr seid / Sie sind
Da das "h" im Französischen nicht gesprochen wird, wird also auch bei vielen Wörtern, die mit "h" beginnen, eine Liaison vorgenommen.
- "deux" - [] - zwei
- "deux heures" - [] - zwei Uhr
Jedoch wird nicht immer eine Liaison durchgeführt. In manchen Fällen besteht ein Wahlrecht.
Zudem gibt es eine ganze Reihe von Wörtern, die mit einem "aspirierten h" beginnen. Dieses "h" bleibt zwar ebenso stumm, aber durch seine Existenz wird gewissermaßen die Autonomie des Wortes bewahrt, also keine Liaison vorgenommen.
- "haricot" - [] - die Bohne
- "deux haricots" - [] - zwei Bohnen
Faustregeln
Zur Aussprache gewisser Buchstaben bzw. Buchstabengruppen lassen sich zumeist schnell Regeln finden, die auch in den meisten Fällen Gültigkeit haben.
- "u" - []
- "ai" - meist [] (neben []) (gilt nicht, wenn das "i" zur Buchstabengruppe "ill" gehört)
- "oi" - [] (gilt nicht, wenn das "i" zur Buchstabengruppe "ill" gehört)
- "(e)au(x)" - []
- "eu(x)" - meist [] (neben [])
- "œ(u)" - meist [] (neben [])
- "é" - meist [] (neben [])
- "è", "ê" - immer []
- "ô" - immer []
- Vokal(e) + "n" oder "m", wenn kein Vokal oder weiteres "n, m" folgt - nasale Aussprache des Vokals (oft mit neuer Klangfarbe des Vokals); siehe unten.
- "j" - [] stimmhafter sch-Laut
- "c" vor "e, i, y" und den jeweiligen Vokalbuchstaben mit diakritischen Zeichen (Vokalbuchstaben, die helle Vokale wiedergeben, außer "œ" und "u") - [], sonst []
- "ç" - []; nur vor "a", "o" und "u" und den jeweiligen Vokalbuchstaben mit diakritischen Zeichen (Vokalbuchstaben, die dunkle Vokale wiedergeben, außerdem "u")
- "g" vor "e, i, y" und den jeweiligen Vokalbuchstaben mit diakritischen Zeichen - [] stimmhafter sch-Laut, sonst []
- "gu" vor "e" und "i" und den jeweiligen Vokalbuchstaben mit diakritischen Zeichen - []
- "q(u)" - []
- "ch" - []
- "ill" - meist [], nach Vokalbuchstaben [] ("ll" wird ähnlich dem Spanischen zu einem j-Laut in diesem Fall)
Homonyme
In speziellen Fällen können Homonyme unterschiedliche Aussprachen haben:
- "le/les fils" - [] / [] - der Sohn, die Söhne
- "le fil" - [] - der Faden
- "les fils" - [] - die Fäden
Die Nasalvokale
Die Nasalvokale tauchen immer dann auf, wenn nach dem Vokal ein m oder n und danach ein anderer Konsonant oder das Wortende folgt. In diesen Fallen dient das m oder n nur zur Anzeige der nasalen Aussprache des davor stehenden Vokals. Im Folgenden wird die nasale Aussprache durch das "~" verdeutlicht:
- un - [] - "eins"
- mon - [] - "mein"
- pompe - [] - "Pumpe"
- plante - [] - "Pflanze"
- main - [] - "Hand"
- grand-mère - [] - "Großmutter"
Folgt dem m bzw. n derselbe Konsonant oder ein Vokal, dann tritt keine Nasalierung ein:
- grammaire - [] - "Grammatik"
- pomme - [] - "Apfel"
- Anne - [] - "Anna"
- une - [] - "eine"
Die Adjektive
Das Adjektiv nimmt stets das Geschlecht und auch die Zahl des Bezugswortes an. Dabei wird die weibliche Form meist durch das Anfügen eines "e" gebildet, was dazu führt, dass sich die Aussprache ändert:
- "rond" - [] - rund (männliche Form)
- "ronde" - [] - runde (weibliche Form)
Eine ganze Reihe von Adjektiven aber ändert sich im Stamm, aber nicht immer in der Aussprache:
- "turc" - [] - türkisch (männliche Form)
- "turque" - [] - türkische (weibliche Form)
- "long" - [] - lang (männliche Form)
- "longue" - [] - lange (weibliche Form)
- "dangereux" - [] - gefährlich (männliche Form)
- "dangereuse" - [] - gefährliche (weibliche Form)
Schließlich gibt es auch Adjektive, deren männliche und weibliche Formen, die deren Schriftbild und Aussprache identisch sind:
- "autre" - [] - anderer, andere
- "fragile" - [] - zerbrechlicher, zerbrechliche
Die Adjektive "beau", "nouveau" und "vieux" haben drei Formen:
- "beau" - [] - schön (männliche Form)
- "belle" - [] - schöne (weibliche Form)
- "bel" - [] - schön (2. männliche Form)
Diese zweite Form wird immer dann benutzt, wenn dem Adjektiv ein männliches Substantiv mit vokalischen Anlaut folgt, um das Aufeinandertreffen zweier Vokale zu vermeiden - im Sinne des Wohlklangs.
Bsp.: "un bel homme" - []
Die Adjektive stehen im Französischen in der Regel hinter dem Substantiv, auf welches sie sich beziehen.
- "un homme triste" - [] - ein trauriger Mensch/Mann
- "la langue hongroise" - [] - die ungarische Sprache
Eine ganze Reihe von kurzen, häufig verwendeten Adjektiven aber steht immer vor dem entsprechenden Substantiv:
- "un bon livre" - [] - ein gutes Buch
- "une grande maison" - [] - ein großes Haus
daher: "une jolie voiture française" - [] - ein schönes französisches Auto
In einigen Fällen die Stellung des Adjektives die Bedeutung ändern:
- "un grand homme" - [] - ein großartiger Mensch/Mann
- "un homme grand" - [] - ein groß gewachsener Mensch/Mann
Will man die Bedeutung des Adjektivs unterstreichen, setzt man es vor das Substantiv.
Die Adverbien
Adverbien werden gebildet, indem an die weibliche Form des Adjektivs die Silbe "-ment" angefügt wird. Bei vielen kurzen Adverbien sind beide Formen identisch.
- "lent" - [] - langsam (männliche Form)
- "lente" - [] - langsame (weibliche Form)
- "lentement" - [] - langsam (Adverb)
- "haut" - [] - hoher
- "haute" - [] - hohe
- "haut" - [] - hoch (Adverb)
Die Mehrzahlbildung
Die Bildung der Mehrzahl ist im Französischen nicht sehr schwierig und erfolgt in den meisten Fällen durch das Anhängen eines "s", das allerdings in der Aussprache im Allgemeinen stumm bleibt. Auch wenn sich eine Endsilbe wie "-es" ergeben sollte, hört man zwischen Einzahl- und Mehrzahlform keinen Unterschied - es sei denn, es kommt zu einer Liaison.
- "heure" - [] - die Stunde
- "heures" - [] - die Stunden
Bei vielen Substantiven, die in der Einzahl auf "-al" enden, lautet die Mehrzahlform auf "-aux".
- "cheval" - [] - das Pferd
- "chevaux" - [] - die Pferde
Andere folgen der normalen Mehrzahlbildung mit -s. Die bekanntesten sind
- "bal" - [] - der Tanzball
- "cal" - [] - die Schwiele
- "carnaval" - [] - der Karneval
- "chacal" - [] - der Schakal
- "festival" - [] - das Festival
- "récital" - [] - das Rezital
- "régal" - [] - der Leckerbissen
Bei Substantiven, die auf "s" oder "x" enden, sind Einzahl- und Mehrzahlform identisch.
- "la voix" - [] - die Stimme
- "les voix" - [] - die Stimmen
Letzten Endes kennzeichnet also nur der Artikel in der Aussprache den Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl.
- "le livre rouge" - [] - das rote Buch
- "les livres rouges" - [] - die roten Bücher
Die Geschlechter
Im Französischen gibt es nur zwei Geschlechter: männlich und weiblich. Den Substantiven ist es allerdings oft nicht entnehmbar, welches Geschlecht sie haben. Es muss also der Artikel - "le" für männlich, "la" für weiblich - (oder besser "un" oder "une" - siehe unten) mitgelernt werden. Die Mehrzahlform des bestimmten Artikels lautet in beiden Fällen "les".
- "le tour" - [] - die Rundfahrt
- "la tour" - [] - der Turm
- "les tours" - [] - die Türme; die Rundfahrten
Die Geschlechter stimmen oft nicht mit jenen überein, die man im Deutschen gewöhnt ist.
- "la lune" - [] - der Mond
- "le soleil" - [] - die Sonne
Das Erlernen des Geschlechtes wird dadurch erschwert, dass die bestimmten Artikel apostrophiert werden, wenn das Substantiv mit einem Vokal oder einem stummen h (außer bei aspiriertem h) beginnt (daher besser mit "un" oder "une" lernen).
- "l’heure" - [] - die Stunde --- ist weiblich; aber: "une heure" - [] - eine Stunde
- "l’homme" - [] - der Mann --- ist männlich; und: "un homme" - [] - ein Mann
- "le haricot" - [] - die Bohne --- ist männlich
- "la hache" - [] - die Axt --- ist weiblich
Die Apostrophierung
Französisch erhält seinen Wohlklang nicht nur durch den Wegfall der Aussprache "unnötiger" Konsonanten, sondern auch durch das Auslassen von Vokalen, damit es zu keiner Häufung kommt. Das Auslassen wird dann durch einen Apostroph gekennzeichnet.
- "ce" - [] - "es"
- "que" - [] - was, wie, das(s)
- "c’est" - [] - es ist
- "Qu’est-ce que c’est?" - [] - Was ist das?
- "je" - [] - ich
- "ai" - [] - habe (1. Person Einzahl von "haben")
- "j’ai" - [] - ich habe
- "j’en ai marre" - [] - Ich habe genug davon!
Aber nicht immer wird apostrophiert:
- "te" - [] - dich
- "Je t’aime" - [] - Ich liebe dich.
Aber:
- "tu" - [] - du
- "tu as" - [] - du hast
- "tu avais" - [] - du hattest
In der Umgangssprache wird "tu" zumeist trotzdem verkürzt (z.B. "t'as" statt "tu as").
Fragestellungen auf Französisch
Will man im Französischen eine Frage stellen, hat man drei Möglichkeiten. Das ist so teilweise auch im Deutschen üblich.
Einmal als Intonationsfrage. Dabei entspricht die Wortstellung dem Aussagesatz, lediglich die Sprechmelodie ist anders, sie hebt sich zum Ende des Satzes hin.
- "Vous êtes gentils." - [] - Ihr seid freundlich.
- "Vous êtes gentils?" - [] - Ihr seid freundlich?
Die zweite, ebenfalls sehr umgangssprachliche und für Französisch Lernende aufgrund der Fragesignalisierung zu Beginn des Satzes sehr einfache Form besteht darin, dem Aussagesatz ein "est-ce que" voranzustellen. Sollte ein Fragewort den Satz einleiten, steht dieses vor "est-ce que".
- "Il est six heures." - [] - Es ist sechs Uhr.
- "Est-ce qu’il est six heures?" - [] - Ist es sechs Uhr?
- "Que?" - [] - Was? / Wie?
- "Qu’est-ce que c’est?" - [] - Was ist das?
Die dritte Möglichkeit der Fragestellung ist die Inversion, also die Umkehrung der Satzstellung von Personalpronomen und dazugehörigem Verb. Sie entspricht unserer deutschen Fragestellung.
- "Qu’est-ce que vous faites?" - [] - Was machen Sie? / Was macht ihr?
wird zu
- "Que faites-vous?" - [] - Was machen Sie? / Was macht ihr?
- "Est-ce qu’il est six heures?" - [] - Ist es sechs Uhr?
wird zu
- "Est-il six heures?" - [] - Ist es sechs Uhr?
Die Inversion gilt als eleganter, aber auch schwerfälliger und wird vor allem in der Schriftform benutzt.
Verneinungen
Wird im Französischen eine Satzaussage verneint, geschieht das immer durch zwei Wörter. Das konjugierte Verb (niemals das Partizip) wird von der Verneinung gewissermaßen von beiden Seiten umfasst. Die Verneinung beginnt zunächst immer mit der Partikel "ne"; es folgt das Verb; schließlich folgt die eigentliche Verneinung, je nachdem, welche Art von Verneinung vorliegt.
- "ne ... pas" - [] - nicht
- "ne ... rien" - [] - nichts
- "ne ... jamais" - [] - niemals
- "ne ... plus" - [] - nicht mehr
aber
- "ne ... que" - [] - nur
Dabei werden auch hier oft Apostrophierungen vorgenommen:
- "Je n’ai pas d’argent" - [] - Ich habe kein Geld.
- "J’en n’ai rien" - [] - Ich habe nichts davon.
- "Je n’ai jamais fumé" - [] - Ich habe nie geraucht.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Einleitungspartikel bzw. deren apostrophierte Formen in der Umgangssprache oft weggelassen wird.
Rechtschreibreform?
Eine Reform der Schrift weg von der Schreibweise des 11./12. Jahrhunderts hin zu einer Schreibweise, die mehr an der modernen Aussprache angelehnt ist, wird stets mit folgendem Argument abgeschmettert: Man will die Eindeutigkeit der geschriebenen Wörter bewahren, die in der Aussprache schon längst Homonyme sind, also identisch gesprochen werden.
- je vois - [] - ich sehe
- il voit - [] - er sieht
- elle voit - [] - sie sieht
- ils voient - [] - sie sehen
- elles voient - [] - sie sehen (Gruppe rein weiblicher Individuen)
- la voie - [] - das Gleis
- les voies - [] - die Gleise
- la voix - [] - die Stimme
- les voix - [] - die Stimmen
oder auch
- eau - [] - Wasser
- eaux - [] - Wässer
- haut - [] - hoch/hoher
- hauts - [] - hohe (männliche Form der Mehrzahl)
Das Argument der Eindeutigkeit mag aufgrund dieser Beispiele zunächst einleuchten. Da aber die Wörter stets in einem bestimmten Kontext stehen, wird deren Bedeutung stets klar. Ansonsten wäre im Französischen keine mündliche Verständigung mehr möglich - was aber augenscheinlich nicht der Fall ist.
Kategorie:Sprache
Kategorie:Phonetik
Kategorie:Phonologie
Französische Sprache
Die französische Sprache (Französisch) gehört zur
romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen. Sie wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 130 Millionen Sprecher
(Stand für beide Zahlen 1999).
Der Language Code ist fr bzw. fra oder
fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis
ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch
(ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.
Geschichte der französischen Sprache
Die französische Sprache entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches aus dem Vulgärlatein der gallo-römischen Bevölkerung in der Nordhälfte des heutigen Frankreichs. Allerdings färbte die keltische Bevölkerung die neu entstehende Volkssprache vorwiegend im Klangbild. Einen stärkeren Einfluss übten die Germanen, insbesondere die Franken, aus. Sie eroberten das Gebiet in der Spätantike und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Dabei bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d'oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden.
Unter den Kapetingern kristallisiert sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reift. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik werden die anderen Dialekte stark zurückgedrängt.
Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron besteigt, wird das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst.
Mit den Albigenserkreuzzügen erreicht Frankreich seine heutige Ausdehnung. Dabei werden die Langues d'oc (siehe unten) zugedrängt und unterdrückt.
Durch den Edikt von Villers-Cotterêts wird 1539 die Französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt.
Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française, die sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache" beschäftigt.
Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien). In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 unabhängig gewordene Belgien erobert ebenfalls Kolonien, wo die französische Sprache eingeführt wird.
Im 18. Jahrhundert übernimmt das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Als Großbritannien im 19. Jahrhundert zur herrschenden Kolonialmacht, und die USA im 20. Jahrhundert zur Weltmacht wurden, ändert sich die Sprachsituation zu Gunsten der englischen Sprache.
Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch sie eine Renaissance erfahren. 1994 wird in Frankreich das Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll.
Aussprache
Siehe: Aussprache der französischen Sprache
Verbreitung
Amtssprache
Französisch ist allein oder zusammen mit anderen Sprachen Amtssprache in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler)
Außerdem ist Französisch eine der Amtssprachen der Europäischen, der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten sowie der Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Französisch ist darüber hinaus Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Algerien
- Andorra
- Dominica
- Kanalinseln (unter britischer Krone)
- Libanon
- Louisiana (USA)
- Marokko
- Mauretanien
- Tunesien
Zudem bildet Französisch die Grundlage verschiedener Terminologien, z.B. in der gastronomischen Fachsprache und im Ballett.
Sprachvarianten der französischen Sprache
Französisch ist eine indoeuropäische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen geteilt werden: langues d'oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und langues d'oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprachen ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d'oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück.
Sie grenzen sich von den langues d'oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja - Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d'oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt.
Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, was mitunter keiner der beiden anderen gallo-romanischen Sprachen zugeordnet wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es von manchen als Dialekt der langues d'oc angesehen.
Gallo-romanische Sprachen:
- langues d'oïl (Französisch)
- Gallo, Wallonisch, Picardisch
- Franko-Provenzalisch
- langues d'oc (Okzitanisch)
- Provenzalisch, Languedokisch, Gaskognisch
Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch landestypische Eigenheiten der französischen Sprache:
- Belgisches Französisch
- Schweizer Französisch
- Französisch in den USA
- Cajun
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Französisch in Kanada
- Kanadisches oder Quebecer Französisch
- Akadisches Französisch
- Neufundländisches Französisch
- Michif
- Jèrriais
- Französisch geprägte Kreolsprachen
Alle wichtigen Dinge zur Konjugation finden sich unter französische Konjugation
Objekt
Objektpronomen
Welches Objektpronomen ersetzt welches Objekt?
Dieses "de" kann auch ein Teilungsartikel sein.
Welches Objektpronomen steht in welcher Reihenfolge im Satz?
wobei
- [se] für ein eventuelles Reflexivpronomen steht,
Wo stehen die Objektpronomen im Satz?
- Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb.
- Ausnahme bei Infinitivkonstruktionen: Objektpronomen stehen dann vor dem handlungstragenden Infinitiv
Beispiele
Modus Indicatif :
Modus Subjonctif :
Dieses Modus existiert nicht im Deutschen. Er ist mit Konstruktionen mit "que" zu verwenden.
Modus Conditionnel :
Dieses Modus drückt die Bedingung aus.
Außerdem hat die französische Sprache das Modus Impératif, das in Présent und Passé geteilt ist. Diese Teilung gilt auch für die Moden Participe und Infinitif.
Konnektoren
cause (Ursache)
conjonctions:
parce que
puisque,
pour la simple et bonne raison que,
comme,
étant donné que,
du fait que,
attendu que,
considérant que,
vu que,
soit parce que,
sous prétexte que,
ce n'est pas parce que,
car,
en effet,
tellement,
tant,
d'autant plus que,
d'autant moins que,
d'autant mieux que,
surtout que,
à présent que,
maintenant que,
dès l'instant où,
dès lors que,
du moment que
prépositions:
à cause de,
grâce à,
avec,
étant donné,
du fait,
à la lumière de,
attendu que,
eu égard à,
vu,
à la suite de,
par suite de,
sous,
à,
pour,
par,
de,
à force de,
faute de,
par manque de,
à defaut de,
sous prétexte que,
sous couleur de,
sous couvert de
conséquence (Folge)
conjonctions:
si bien que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
en sorte que,
tel +Nomen +que,
verbe +tellement,
verbe +tant,
si +Adj. +que,
au point que,
tant et si bien que,
tant et tant que,
à telle enseigne que,
pour que,
il s'en faut de ... que,
sans que,
donc,
partant,
par conséquant,
en conséquence,
c'est pourquoi,
voilà pourquoi,
de ce fait,
c'est pour cela que,
alors,
depuis lors,
dès lors,
de cette manière,
ainsi,
aussi,
du coup,
d'où,
de là
but (Ziel)
conjonctions:
pour,
afin de,
pour que,
afin que,
si...c'est pour que,
de manière à,
de façon à,
de manière que,
de façon que,
de sorte que,
de manière à ce que,
de façon à ce que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
pour ne pas,
afin de ne pas,
de peur de,
de crainte de,
il faut que,
il suffit de
prépositions:
dans le but de,
en vue de,
à dessein de,
histoire de,
question de,
affaire de,
dans/avec l'intention de,
dans la perspective de,
dans le souci de,
avec l'idée de,
dans/avec l'espoir de,
avec l'arrière-pensée de,
dans le seul but de,
à seule fin de,
en vue de,
en perspective de,
dans un souci de
condition (Bedingung)
conjonctions:
à condition que,
à la seule condition que,
à une seule contition, c'est que...,
sous la condition que,
pourvu que,
pour peu que,
si tant est que,
pour autant que,
dans la mesure où
prépositions:
à,
à condition de,
faute de,
à defaut de,
à moins de,
quitte à,
au risque de,
avec,
en das de,
sans,
en l'absence de,
sauf,
sous réserve de
hypothèse (Annahme)
conjonctions:
à supposer que,
en supposant que,
supposé,
une supposition,
en admettant que,
au cas où,
dans le cas où,
pour le cas où,
dans l'hypothèse où,
des fois que,
suivant que,
selon que,
soit que,
...,autrement,
...,sans cela/quoi,
...,faute de quoi,
à moins que
opposition (Gegensatz)
adverbes:
au contraire,
à l'opposé,
inversement,
en revanche,
par contre,
à la place
prépositions:
contrairement à,
au contraire de,
contre,
à l'encontre de,
à/au rebours de,
à l'opposé de,
à l'inverse de,
au détriment de,
face à,
en face de,
à côté de,
auprès de,
au lieu de,
à la place de,
loin de
conjonctions:
et,
alors que,
tandis que,
alors même que,
pendant que,
tandis que,
cependant que,
là où,
autant...autant...,
au lieu que
concession (Einschränkung)
adverbes:
pourtant,
cependant,
nonobstant,
néanmoins,
toutefois,
seulement,
malheureusement,
quand même,
tout de même,
malgré tout
coordonnants:
mais,
or,
et
prépositions:
malgré,
sans,
en dépit de,
au mépris de,
nonobstant,
avec,
pour,
sans,
au risque de,
quitte à
conjonctions:
bien que,
quoique,
sans que,
encore que,
même si,
quand bien même,
tout/pour/si/aussi/quelque +Adj. +que +Subj.,
quoi que ce soit,
quoi qu'il arrive/advienne,
où que,
quel que soit
comparaison (Vergleich)
conjonctions:
comme,
comme pour,
comme quand,
comme lorsque,
aussi +Adj./Adv. +que...,
autant +de +Nominalgruppe +que...,
rien ne...tant que,
ainsi que,
au même titre que,
de même que,
tel que,
tel...,tel...,
autant...,autant...,
plus...que,
rien de plus +Adj...que de +Inf.,
davantage,
meilleur que,
mieux que,
pire que,
pis que,
plutôt que,
à mesure que,
au fur et à mesure que,
tant que,
plus...,plus...,
moins...,moins...,
d'autant plus/moins/mieux...que...
prépositions:
comme,
de,
en
Französische Wendungen im deutschen Sprachgebrauch
- à - je, zu (je), für (je); vor Preisangaben von Waren.
- à bas [a'ba] - "nieder mit".
- a condition - bedingungsweise (Lieferung).
- à deux mains - mit beiden Händen
- à discretion - nach Belieben.
- à fonds perdu - auf Verlustkonto, nichtrückzahlbar.
- à jour - "bis zu dem Tage", auf dem laufenden.
- à la ... - nach Art von ...
- à la bonne heure - ["zur guten Stunde"], sehr gut!, bravo!, ausgezeichnet!
- à la carte [-'kart] - nach der (Speise-)Karte, nach Wahl
- à la mode - nach der Mode, modisch
- à la suite[-'syit] - im Gefolge
- à propos - nebenher bemerkt
- à quatre - zu vieren
- à tout prix - um jeden Preis
- comme il faut - wie es sich gehört
- déjà-vu
- jour-fix
- peut-à-peut
- vis-à-vis
Sprachregulierung
Die Französische Sprache wird reguliert durch:
- Académie française
- Loi Toubon - Gesetz zum Schutz der französischen Sprache
Siehe auch
- Frankophonie
- Sprachen in Frankreich
- Französische Rechtschreibreform
- Französischunterricht
- Argot
- Verlan
- Gérondif
- Gallizismus
Weblinks
- [http://www.academie-francaise.fr/ L'académie française]
- [http://sf.gidoo.de/de/service/rectifications-orthographiques.html Informationen zu den orthografischen Korrekturen (rectifications orthographiques)]
- [http://www.russki-mat.net/frz/Argot.htm Wörterbuch der französischen Umgangssprache]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/franzoesisch-lernen.htm Vollständige franzöische Grammatik - sehr anschaulich]
- [http://www.verben.info/ Französische Verben online üben]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Französische Sprache
ja:フランス語
ko:프랑스어
simple:French language
th:ภาษาฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-gí
FemininumIn der deutschen Schulgrammatik wird das Genus [] (lat. für Geschlecht; Pl.: Genera []) auch als grammatisches Geschlecht bezeichnet. Geschlecht ist hier nicht als biologisches Geschlecht (Sexus (Sprache)) zu verstehen, sondern als Klassifizierungsbezeichnung. Wenn man also sagt, ein Wort weise ein bestimmtes Genus auf, heißt das, es gehört zu einer bestimmten Klasse von Wörtern, die sich grammatisch gleich verhalten.
Das Genus-System, das vor allem in den indogermanischen (mit ursprünglich drei Genera) und semitischen Sprachen (ursprünglich zwei Genera) vorkommt, ist nur eine spezielle Ausprägung des Nominalklassen-Systems, das sich in anderen Ausprägungen auch noch in vielen anderen Sprachgruppen findet, zum Beispiel findet man bei den Bantusprachen bis zu zehn solcher Klassen. Viele andere Sprachen, z.B. die Turksprachen, kommen jedoch ohne Nominalklassen aus.
Genauere Definition in der Linguistik
In der Linguistik ist das Genus eine morphologische Kategorie vor allem im Bereich der Substantive. In einigen Sprachen sind auch Verben vom Genus abhängig, zum Beispiel im Russischen und Arabischen. Sprachen, die den Zusammenhang von Wörtern dadurch anzeigen, dass diese Wörter formal in Übereinstimmung gebracht werden (Kongruenz), können Substantive in Klassen einteilen, die auch als Genera bezeichnet werden. Wörter, die sich auf das Substantiv beziehen, müssen dann so flektiert werden, dass sie zum Genus des Substantivs passen (Genuskongruenz).
Beispiele
Hier ein Beispiel aus dem Italienischen und aus dem Deutschen (Übersetzung). Beide Sprachen zeigen Genuskongruenz.
Questa è una faccenda seria. 'Das ist eine ernsthafte Angelegenheit.'
Hier kongruieren questa, una und seria mit faccenda im Genus. Im Deutschen hingegen kongruieren nur eine und ernsthafte mit dem Substantiv Angelegenheit. Wird ein anderes Substantiv eingesetzt, das zu einem anderen Genus gehört, müssen die kongruierenden Wörter angepasst werden:
Questo è un problema serio. 'Das ist ein ernsthaftes Problem.'
problema gehört (trotz gleicher Endung wie faccenda) einem anderen Genus an. Genauso verhält es sich mit dem Unterschied zwischen den deutschen Wörtern Angelegenheit und Problem.
Verwechslung von Genus und Sexus
In der europäischen Grammatiktradition werden die verschiedenen Genera irreführenderweise mit Termini wie Maskulinum, Femininum und Neutrum bezeichnet, die einen Zusammenhang zum biologischen Geschlecht (vergleiche Sexus) nahe legen. Ein solcher Zusammenhang ist im Bereich der Wörter, die belebte Wesen bezeichnen, zwar sehr häufig, aber keineswegs zwingend, denn das Mädchen ist weiblich, obwohl es im Neutrum steht (der Artikel bezieht sich hier auf den Diminutiv, welcher immer sächlich ist); ein Kind ist entweder männlich oder weiblich, obwohl es immer im Neutrum steht; ein Gast, eine Geisel oder eine Person können männlich oder weiblich sein, obwohl das Substantiv immer im Maskulinum oder Femininum steht. (Extrem-Beispiel: Der Dienstbote und die Schildwache hatten ein Verhältnis; er wurde schwanger, und sie wurde dem Kind ein guter Vater. – Der Dienstbote war typischerweise eine Frau, und die Wache war früher immer ein Mann. Jedoch ist der zweite Satzteil ungrammatisch, da im Deutschen die Wörter er und sie nur in dem Falle, dass sie sich auf das natürliche Geschlecht beziehen, eine kontrastive (gegenüberstellende) Bedeutung haben.)
Die Feministische Linguistik hat darauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund dieser Problematik eine Wahrnehmungsverzerrung stattfindet, die insbesondere immer dann zusätzlich verstärkt wird, wenn das spezifische Maskulinum nicht gekennzeichnet wird.
Genus verbi
In der lateinischen Schulgrammatik wird die Unterscheidung von Aktiv und Passiv traditionell als Genus verbi (also Geschlecht des Verbs) bezeichnet, heute wird diese Kategorie als Diathese bezeichnet.
Kategorie:Grammatik
ja:性 (文法)
NasalNasal bedeutet durch die Nase und wird wie folgt verwendet:
- in der Medizin z. B. für Sonden oder Tuben, die nasal eingeführt werden: Nasale Einführung
- in der Anatomie "zur Nase hin" oder "an der Nase" gelegen, siehe Lage- und Richtungsbezeichnungen
- in der Phonetik: Sprachlaut, bei dem das Velum (Gaumensegel) gesenkt wird, so dass die Luft ganz oder teilweise durch den Nasenraum entweichen kann, siehe Nasal (Phonetik)
- als Art der Drogeneinnahme: viele Amphetamine (z.B. Speed, Kokain) und Methamphetamine (z.B. Crystal) werden nasal eingenommen
Diakritische ZeichenDiakritische Zeichen (auch Diakritikum mit Pl. Diakritika) sind zu Buchstaben gehörige kleine Zeichen wie Punkte, Striche, Häkchen oder Kringel, die eine besondere Aussprache oder Betonung markieren und unter oder über dem Buchstaben angebracht sind, in einigen Fällen auch durch den Buchstaben hindurch. Ihre Verwendung ist oft auf einzelne oder verwandte Sprachen beschränkt, wodurch sie als Schibboleth (Erkennungsmerkmal von Sprachen) dienen können. Diakritische Zeichen sind vor allem in den vielen Varianten des lateinischen Alphabets zu finden, in anderen weitverbreiteten Alphabeten, z. B. dem kyrillischen, werden bei Bedarf eher neue Buchstaben eingeführt.
In der arabischen Schrift in ihrer klassischen Form unterscheiden sich zehn Buchstaben nur durch die Anzahl der darüber oder darunter gesetzten Punkte. Im von der arabischen Schrift abgeleiteten Systemen, etwa der persischen Schrift, werden neue Buchstaben durch eine Vermehrung der Punkte geschaffen.
In der neuhochdeutschen Rechtschreibung gibt es außer in Fremdwörtern lediglich die Umlaut-Punkte (in ä, ö, ü), die optisch mit dem Trema übereinstimmen. Da die Umlaute von den Basisbuchstaben völlig verschiedene Laute darstellen, werden sie im Deutschen als eigenständige Buchstaben aufgefasst und nicht beispielsweise A mit Trema genannt. In Zitaten fremdsprachiger Texte sollten fremdsprachige diakritische Zeichen weitgehend beibehalten werden, beispielsweise Zedillen ç, Hatschek š und Tilde ñ. Allerdings ist bei deutschen Computertastaturen im Allgemeinen nur die einfache Eingabe der unter anderem im Französischen verwendeten Akzente Akut ´, Gravis ` und Zirkumflex ^ möglich.
Ein und dasselbe diakritische Zeichen kann in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Funktion haben. Auch variiert mitunter das Aussehen der diakritischen Zeichen. (Im Altgriechischen etwa wird ~ als Zirkumflex bezeichnet.)
Von den diakritischen Zeichen zu unterscheiden sind die Ligaturen, z. B. das deutsche ß, die eine Verschmelzung zweier Buchstaben zu einem neuen darstellen. Zum Teil sind diakritische Zeichen aus Ligaturen entstanden, wobei der untergeordnete Laut im Laufe der Zeit zu einem diakritischen Zeichen umgebildet wurde. So entstanden etwa die deutschen Umlautpunkte aus einem über a, o bzw. u geschriebenen kleinen e.
Eingabe von Diakritika
Auf Schreibmaschinen verursachen diakritische Zeichen keinen Zeichenvorschub, die Walze bleibt stehen, dann wird der Basisbuchstabe eingegeben. Diese unlogische Eingabefolge ist darin begründet, dass die umgekehrte mit unverhältnismäßigem mechanischem Aufwand verbunden wäre.
Dies wurde bei Computertastaturen für die in der jeweiligen Sprache gebräuchlichen diakritischen Zeichen meist beibehalten, um den Umstieg von der Schreibmaschine auf den Computer zu erleichtern. Da beim Anschlag von Akzenttasten (wie z. B. ^, ¨, °, ~, `, ´) zunächst keine Anzeige erfolgt, werden diese bisweilen als Tottasten, tote Tasten oder Deadkeys (englisch) bezeichnet. Um ein diakritisches Zeichen ohne Trägerbuchstaben einzugeben, sollte nach den neuesten Empfehlungen als „Basisbuchstabe“ das feste Leerzeichen (Unicode U+00A0) verwendet werden, gefolgt vom jeweiligen diakritischen Zeichen, z. B. Akut-Akzent (´ Unicode U+00B4). Dieser wird oft fälschlich für den ähnlich aussehenden Apostroph (’ Unicode U+2019) verwendet.
Eine andere Eingabemethode verwendet eine Kompositionstaste (engl.: compose, multi-key), so kann z. B. ein ä durch die aufeinander folgende Betätigung der Tasten <"> erzeugt werden.
Diakritika in Unicode
Der Unicode-Standard schreibt die folgende (logisch einsichtige) Reihenfolge vor: zuerst der Basisbuchstabe, dann das diakritische Zeichen.
In vielen Sprachen und noch mehr in sprachwissenschaftlichen Texten ist das Stapeln von diakritischen Zeichen üblich. Hier ist in Unicode die Reihenfolge der Eingabe und Speicherung wie folgt vorgeschrieben: zuerst
das Basiszeichen, dann die Diakritika unter dem Basiszeichen von oben nach unten, und dann die Diakritika über dem Basiszeichen von unten nach oben. Allerdings ist derzeit (Januar 2005) die Unterstützung des Stapelns beliebiger Diakritika sowohl bei Schriften als auch durch Software noch recht dürftig. Hierzu bedarf es fortgeschrittener Schrifttechniken wie OpenType, AAT oder Graphite.
Die wichtigsten diakritischen Zeichen des lateinischen Alphabets
Die Namen beziehen sich meist auf die Form des Zeichens, zum Teil aber auch auf eine Funktion des Zeichens, die es in einer Sprache haben kann. Dieser Name wird auch dann verwendet, wenn es in einer anderen Sprache eine andere Funktion hat.
Beispiele:
- Akut (eigentlich „scharfer, steigender Akzent“, z. B. in der Pīnyīn-Umschrift des Chinesischen; im Französischen aber für einen geschlossenen Vokal, im Tschechischen und Ungarischen für einen langen Vokal)
- Das Trema bezeichnete ursprünglich die getrennte Aussprache zweier Vokale, wie im Griechischen, Französischen und Niederländischen (Beispiel: Alëuten, Citroën). Im Deutschen, Schwedischen, Türkischen und anderen Sprachen ordnet es einem Vokalbuchstaben eine andere [eine helle] Aussprache zu. Der Name Trema bezeichnet nur die Form. Er bedeutet im Griechischen „Punkt“.
„Diakritisches Zeichen“ ist bei sprachübergreifender Verwendung des Begriffs also ein Phänomen auf materieller, nicht auf funktioneller Ebene, so wie Phon im Gegensatz zu Phonem und Graph im Gegensatz zu Graphem.
- Akut ([lat.: „scharf“], accent aigu, acute accent, Kreska, wie in é), siehe auch: Óó
- Apostroph (im Tschech. eine allografische Variante des Hatscheks: wie in ď)
- Breve (Brevis [lat.: „kurz“], Halbkreis, wie in ă; beachte die runde Form)
- Cédille (Zedille, Zedilla [span.: „kleines z“], Cedille, Cedilla, wie in ç)
- Cédille, übergesetzte (übergesetztes Komma, der Form nach wie ein übergesetztes einfaches schließendes deutsches Anführungszeichen!, im Lett. eine allografische Variante der Cédille, wie in ģ)
- Doppelakut (wie in ő)
- Gravis ([lat.: „schwer“], Grave, accent grave, wie in è)
- Hatschek (Háček, Caron, Häkchen, wie in č; beachte die spitze Form)
- Komma, untergesetztes (im Rumän. und Lett. eine allografische Variante der Cédille, wie in ș)
- Krouzek (Ring, Kringel, Kreisakzent, wie in å) siehe auch: Åå
- Makron (Macron, Querstrich, Balken, Längestrich, wie in ā)
- Ogonek (Nasalhaken, Krummhaken, wie in ę)
- Punkt (wie in i, ż)
- Schrägstrich (Slash, Kreska ukośna, wie in Ø) siehe auch: Øø
- Tilde (wie in ñ)
- Trema ([griech.: „Loch, Punkt“], Diärese, Umlautzeichen, wie in ü)
- Zirkumflex ([lat.: „Wölbung“], circumflex accent, Circonflexe, wie in ê)
Literatur
- Duden: Satz und Korrektur. Mannheim 2003, S. 341
- Bußmann, Hadumod: Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart ³2002
Weblinks
- [http://unicode.e-workers.de/diakritisch.php Aussehen und Benennung diakritischer Zeichen im lateinischen Zeichensatz]
Siehe auch:
- Tastaturlayout
- Akzent
- Wikipedia:Sonderzeichen
- Umlaut
Kategorie:Schriftzeichen
als:Diakritisches Zeichen
ja:ダイアクリティカルマーク
zh-min-nan:Phiat-im hû-hō
Aussprache der spanischen SpracheDie Aussprache der spanischen Sprache weicht zum Teil erheblich von der deutschen Sprache ab.
So treten z. B. im Spanischen viele dem Deutschen fremde Reibe- und Dentallaute auf.
Viele spanischen Konsonanten müssen anders als im Deutschen ausgesprochen werden, um verstanden zu werden oder um Missverständnisse zu vermeiden.
Zusammenhang zwischen Aussprache und Schreibweise
Bis auf wenige Ausnahmen ist auf Grund der Schreibweise eines spanischen Wortes
seine Aussprache genau festgelegt und umgekehrt kann durch Hören eines Wortes
weitgehend auf die Schreibweise geschlossen werden.
Dementsprechend werden im Spanischen Fremdwörter in der Regel sehr schnell der spanischen Schreibung angepasst, wenn sie nicht gleich durch rein spanische Wörter ersetzt werden. So ist es ganz selbstverständlich, englische Ausdrücke wie "Whisky" oder "Inline-Skating" "güisqui" oder "monopatín" zu schreiben. Sogar Abkürzungen wie "CD-ROM" können zu "cederrón" transformieren, so wie es gesprochen wird.
Betonung
Spanische Wörter werden in der Regel auf der vorletzten Silbe betont, wenn sie mit einem Vokal (oder mit den Buchstaben -n und -s) enden und auf der letzten Silbe betont, wenn sie mit einem Konsonanten (ausgenommen n und s) enden. In allen übrigen Fällen wird die Betonung durch einen Akzent angezeigt.
Vokale
Im Spanischen wird, anders als im Deutschen, nicht zwischen kurzen und langen Vokalen unterschieden.
Die Vokale werden immer gleichlang gesprochen.
Monophthonge
Die spanische Sprache kennt lediglich die fünf Monophthonge
- a, gesprochen wie im deutschen Wort kann
- e, gesprochen wie im deutschen Wort kennt
- i, gesprochen wie im deutschen Wort Kind
- o, gesprochen wie im deutschen Wort kommt
- u, gesprochen wie im deutschen Wort Kuss
Diphthonge
Doppellaute im Spanischen sind
- ai, gesprochen wie ei im deutschen Wort klein
- au, gesprochen wie au im deutschen Wort Haus
- ei, gesprochen wie ai im englischen Wort pain
- eu, gesprochen wie e-u hintereinander, jedoch nicht wie das deutsche eu
- ia, gesprochen wie ia im Wort Wikipedia
- ie, gesprochen wie ie
- io, gesprochen wie i-o
- iu, gesprochen wie i-u
- oi, gesprochen wie eu im deutschen Wort heute
- ou, gesprochen wie o im englischen Wort home
- ua, gesprochen wie ua
- ue, gesprochen wie u-e
- ui, gesprochen wie u-i
- uo, gesprochen wie u-o
In einigen Fällen, in denen eine Silbe mit Gue oder Gui beginnt, wird zur eindeutigen Kennzeichnung der Aussprache ein Trema (Dieresis) verwendet: guey wird wie gej, güey wird wie gwei ausgesprochen.
Triphthonge
Der einzige Triphthong im Spanischen ist uei, wie er im Wort buey ("Ochse") auftritt.
Konsonanten
Literatur
- Antonio Quilis, Joseph A. Fernández: Curso de fonética y fonología españolas. Madrid 1996.
Kategorie:Spanische Sprache
Kategorie:Phonologie
Kategorie:Phonetik
Homonym]
Ein Homonym (v. griech.: ομόνυμο aus ομο- homo- = gleich- + όνομα ónoma = Name) ist ein Wort, das für verschiedene Begriffe stehen kann. Umgangssprachlich werden solche mehrdeutigen Bezeichnungen auch Teekesselchen genannt. Genauer lassen sich zum einen Homographen (gleiche Schreibweise) und Homophone (gleicher Klang) und zum anderen Polyseme (Bedeutungsverschiebungen) von normalen Homonymen unterscheiden. Diese nicht immer eindeutigen Unterscheidungen sind unter anderem in der Lexikographie von Bedeutung.
Aristoteles erläutert "Homonym" in der Kategorienschrift folgendermaßen: Zwei Dinge sind homonym, wenn sie
- dieselbe Bezeichnung und
- verschiedene Definition
aufweisen.
Das Gegenteil des Homonyms ist das Synonym, bei dem unterschiedliche Bezeichnungen für den selben Begriff verwendet werden. Gegensätzliche Begriffe bezeichnet man als Antonyme.
Die japanische Sprache und die chinesische Sprache sind besonders reich an Homonymen, die jedoch oft auf Grund der Zeichen- bzw. Bilderschrift nur Homophone, jedoch keine Homographen sind.
Beispiele
Beispiele für Homographen sind
- das Spiel-ende und der Spielend-e
- modern (verwesen) und modern (neu)
- Wach-stube und Wachs-tube
- Montage (Plural von Montag) und Montage (montieren)
Beispiele für Homophone sind
- Wahl und Wal
- Lehre und Leere
Beispiele für nicht-polyseme Homonyme sind
- Reif (Ring) und reif (ausgereift)
- Arm (Körperteil) und arm (mittellos)
- Tau (Niederschlag), Tau (Seil) und Tau (griech. Buchstabe)
- Lehre (Berufsausbildung) und Lehre (Messinstrument)
Beispiel für Polyseme sind (vgl. Polysemie)
- Schloss (Verriegelung) und Schloss (Gebäude)
- Bank (Geldinstitut) und Bank (Sitzgelegenheit)
- Lehre (Berufsausbildung) und Lehre (Dogma)
- Leiter (Leiter (Gerät)) und Leiter (Leitung (Funktion))
Entstehung von Homonymen
Homonyme können zum einen aus verschiedenen Wörtern entstehen, die sich dahingegend verändern, dass sie schließlich gleich klingen (Homophone) oder gleich geschrieben werden (Homographen). Zum anderen können sich die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes so verschieben, dass schließlich unterschiedliche Begriffe entstehen (Polyseme). Zusätzlich kann fast jedes Wort je nach Verwendung unterschiedliche Bedeutungen annehmen und somit zum Homonym werden. Beispiele dafür sind für unterschiedliche Objekte stehende Personalpronomen, mehrdeutige Akronyme, und Metaphern.
Siehe auch: Mehrdeutigkeit
Homonymzusätze
Zur Unterscheidung von Homonymen können ihnen so genannte Homonymzusätze oder Qualifikatoren hinzugefügt werden. In Wörterbüchern werden dazu üblicherweise hochgestellte Zahlen verwendet, während beispielsweise in Thesauri verschiedene Zusätze in Klammern angehängt werden. In den Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) der Schlagwortnormdatei (SWD) werden dafür nach Winkelklammern (< und >) benutzt.
Für Absatz gibt es in der SWD zum Beispiel drei Einträge:
- Absatz für den Absatz von Waren, weil dies innerhalb des Einsatzzweckes der SWD (Literaturverschlagwortung) die häufigste Verwendungsform ist
- Absatz
- Absatz wobei die Bezeichnung Schuhabsatz vorzuziehen ist
Allerdings lassen sich Homonymprobleme in kontrollierten Umgebungen oft auch durch das Ausweichen auf andere Bezeichnungen lösen. Statt Bank (Sitzgelegenheit) kann beispielsweise festgelegt werden, dass eine Bank zum Sitzen immer "Sitzbank" genannt werden muss.
Die Homonymzusätze selbst sollten möglichst eindeutig definierte und überschaubare Begriffe sein. Zum Beispiel kann festgelegt werden, dass die Homonymzusätze einzelne Fachgebiete oder Fachsprachen bezeichnen sollen (Ring , Ring , Ring ...)
In der Wikipedia werden zur Vermeidung von homonymen Einträgen Homonymzusätze in runden Klammern und so genannte Begriffsklärungsseiten verwendet (näheres siehe dort und in der Liste der Homonymzusätze).
Verschwinden von Homonymen
Homonymie kann eine Ursache für das Verschwinden von Wörtern sein (Homonymenkonflikt durch Mehrdeutigkeit).
Beispiele
- Wenn ein Wort sehr viele Bedeutungen hat, es also mehrdeutig wird, verschwinden oft einige Bedeutungen, manchmal auch das ganze Wort, zum Beispiel weil auf andere Bezeichnungen ausgewichen wird.
- Wenn ein Wort in der sprachlichen Ebene sinkt, werden gleich- oder ähnlichlautende andere Wörter oft ebenfalls verdrängt: Ficke - Kleidertasche - wurde unüblich wegen "ficken", einem als "obszön" betrachteten Wort. (Gegenbeispiel: Wenn sich die Kontexte klar unterscheiden, können Homophone auf der normalen Sprachebene auch neben der niedrigeren bestehen bleiben: Das vulgäre "to jack off" im Englischen hat z.B. keinen Einfluss auf die anderen Lesarten von "jack / to jack / Jack-of-all-trades".)
- Im Japanischen ist die Zahl "Vier" homophon mit dem Wort für "Tod" (shi). Daher gibt es eine zweite Aussprache (yon) für "Vier", die in Kontexten gebraucht wird, wo durch die Homophonie eine Mehrdeutigkeit mit negativer Konnotation entstehen könnte.
Ähnliche Begriffe mit unterschiedlicher Bedeutung in verschiedenen Dialekten einer Sprache sind Paronyme.
Veränderung von Homographen durch die Rechtschreibreform
Durch die Rechtschreibreform wurden einige Homographen beseitigt.
- Bettuch -> Bettuch, Betttuch oder Bett-Tuch
Andererseits wurden neue geschaffen, insbesondere auf dem noch umstrittenen Gebiet von Getrennt- und Zusammenschreibung
- sitzenbleiben, sitzen bleiben -> sitzenbleiben
:(Diese Regel wird voraussichtlich zurückgenommen.)
Weblinks
- [http://titan.bsz-bw.de/cms/public/arbeit/agsach/hzliste.pdf Liste der normierten Homonymenzusätze (PDF)] für Personenschlagwörter der Schlagwortnormdatei
- [http://www.phonetik-buero.de/lernmaterial/lernmaterial.htm Liste von Homographen, Homonymen und Homophonen im Deutschen] von Jürgen Trouvain
Kategorie:Semantik
Kategorie:Dokumentation
ja:同音異義語
Kategorie:SpracheArtikel über Sprachfamilien sollten unter :Kategorie:Sprachfamilie, Artikel zu einzelnen Sprachen unter :Kategorie:Einzelsprache, Artikel über Dialekte unter :Kategorie:Dialekt eingeordnet werden. Artikel zu sprachübergreifenden grammatischen Themen gehören in die :Kategorie:Grammatik.
Kategorie:Sprache, Schrift und Zeichen
als:Kategorie:Schprôche
ja:Category:言語
simple:Category:Languages
th:Category:ภาษา
zh-min-nan:Category:Gí-giân
Kategorie:PhonologieIn Abgrenzung zur :Kategorie:Phonetik
Kategorie:Linguistik
ja:Category:音韻論
ko:분류:음운론
Acidbutyrometrie
Ein Butyrometer ist ein Instrument aus Glas zur Bestimmung des Fettgehalts in Milch und Milchprodukten mittels Acidbutyrometrie (nach DIN 10310). Es gibt Versionen für Milch, Käse, Butter und Rahm.
Entwickelt wurden die ersten Butyrometer von Niklaus Gerber, welcher als Erfinder der Acidbutyrometrie gilt.
Funktionsprinzip
Innerhalb des Butyrometers wird die zu prüfende Milch mittels konzentrierter Schwefelsäure und Amylalkohol in seine Bestandteile zerlegt. Die Schwefelsäure fällt dabei das Milcheiweiss und den Milchzucker aus. Durch das Zentrifugieren und durch den zugegebenen Amylalkohol lässt sich das Milchfett von den übrigen Bestandteilen trennen. Den Fettgehalt kann dann nach dem Zentrifugieren an dem unteren skalierten Teil des Butyrometers direkt in Gewichtsprozenten ablesen. Die Anzeige erfolgt je nach verwendetem Butyrometertyp entweder in g Fett/100 ml Milch oder in g Fett/100 g Milch.
Kategorie:Laborgerät
Kategorie:Messgerät
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Orjen
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Roger Faligot
Roger Faligot est un journaliste français auteur d'ouvrages d'enquête et d'histoire contemporaine.
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Kinmen
Jinmen est une île de la province du Fujian, en Chine, sous la juridiction de la République de Chine (Taiwan).
Elle est aussi appelée Kinmen ou Quemoy.
Lien externe
- [http://www.tianli-a-taiwan.fr/040.htm Histoire et photos de Kinmen-Jinmen]
Fujian, en Chine, sous la juridiction de la République de Chine (Taiwan).
Elle est aussi appelée Kinmen ou Quemoy.
Lien externe
- [http://www.tianli-a-taiwan.fr/040.htm Histoire et photos de Kinmen-Jinmen]
La place d'Espagne doit son nom au fait qu'elle fut pendant longtemps considérée comme territoire espagnol. Ainsi lorsqu'on était sur cette place, on ne dépendait plus des lois de la ville mais de celles d'Espagne. La place fut également française.
Ainsi, l'église de la Trinité des Monts, en haut de grands escaliers, fut construite par ordre du roi de France Louis XIII.
Catégorie:Rome
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Quemoy
Jinmen est une île de la province du Fujian, en Chine, sous la juridiction de la République de Chine (Taiwan).
Elle est aussi appelée Kinmen ou Quemoy.
Lien externe
- [http://www.tianli-a-taiwan.fr/040.htm Histoire et photos de Kinmen-Jinmen]
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