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| Australasiatisches Mittelmeer |
Australasiatisches Mittelmeer abgrenzenden Inselketten und Inseln sowie den integrierten Nebenmeeren beider Ozeane]]
Das Australasiatische Mittelmeer, das bis 7.440 m tief ist und 9,08 Mio. km² Fläche bedeckt, ist ein westliches Mittelmeer des Pazifischen Ozeans.
Geographie
Das Australasiatische Mittelmeer, das zu den Interkontinentalen Mittelmeeren gehört, liegt im australasischen Raum zwischen Südostasien und Australien.
Im Unterschied zum Amerikanischen Mittelmeer - vor allem aber zum Europäischen Mittelmeer ist das Australasiatische Mittelmeer am wenigsten durch Festländer vom Weltmeer abgetrennt. Während es durch die Malaiische Halbinsel und die engmaschigen Sundainseln gut vom Indik abgetrennt ist, sind die Inselgruppen und -ketten, die das Mittelmeer vom Pazifik abtrennen, wesentlich weitmaschiger.
Es besteht unter anderen aus der Arafurasee, zu welcher der Golf von Carpentaria gehört, der Bandasee, der Celebessee, der Javasee, der Molukkensee, der Seramsee, dem Südchinesischen Meer, zu dem der Golf von Thailand und der Golf von Tonkin gehören, der Sulusee und der Timorsee, zu dem der Joseph-Bonaparte Golf gehört; Arafura- und Timorsee, der zuletzt genannte Golf und der zuvor erwähnte Golf von Carpentaria sind die südlichsten Bereiche des Australasiatischen Mittelmeeres.
Das Australasiatische Mittelmeer grenzt an oder enthält diese Staaten: Brunei, China, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Philippinen, Thailand, und Vietnam; dies sind alles Länder die an das Südchinesische Meer (ein im Australasiatischen Mittelmeer integriertes Nebenmeer des Pazifiks) und dessen Randmeere stoßen. Außerdem grenzt es an das nördliche Australien und an den äußersten Südwesten von Papua-Neuguinea. Des weiteren liegt Singapur innerhalb dieses Mittelmeeres.
Zu diesem großflächigen Mittelmeer, das zu den ozeanischen Nebenmeeren gezählt wird, gehören neben den zahlreichen großen und kleinen Inseln und Inselgruppen/-ketten sowie Eilanden des Indonesischen Archipels (z.B. Große Sunda-Inseln, Kleine Sunda-Inseln, Molukken und Philippinen-Inseln) auch Groote, Melville, und Taiwan.
Zwischen diesen Inseln, Inselgruppen und -ketten ist das Australasiatische Mittelmeer unter anderen über die Lombok- und Malakkastraße bzw. über die Straße von Singapur mit dem Indik verbunden. Durch die Luzonstraße und Taiwanstraße und andere Meeresstraßen bestehen Verbindungen zum Pazifik.
Daten
Das Australasiatische Mittelmeer bedeckt mit seinen zahlreichen Teilmeeren 9,08 Mio. km² Fläche. Seine tiefste Stelle liegt 7.440 m unter NN (hierzu und für weitere Daten siehe nachfolgend unter Meeresboden).
Meeresboden
Innerhalb des Australasiatischen Mittelmeeres bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und ein Meerestief:
Zu den Tiefseebecken gehört das bis 3.680 m tiefe Arubecken, das in der Arafurasee liegt, das bis 4.972 m tiefe Bacanbecken, das den Südostteil der Molukkensee darstellt, das bis 5.801 m tiefe Bandabecken, das in der Bandasee liegt, das bis 5.318 m tiefe Burubecken in der Seramsee, das bis 6.218 m tiefe Celebesbecken in der Celebessee, das bis 6.961 m tiefe Floresbecken in der Floressee, das bis 3.497 m tiefe Sawubecken in der Sawusee, das bis 5.559 m tiefe Südchinesische Becken im Südchinesischen Meer und das bis 7.022 m tiefe Sulubecken in der Sulusee. Das Meerestief ist die 7.440 m tiefe Webertief, welche im äußersten Osten der Bandasee liegt und die tiefste Stelle im Australasiatischen Mittelmeer darstellt.
Nebenmeere, Golfe & Meeresstraßen
Neben- bzw. Teilmeere, Golfe und/oder große Meeresstraßen des Australasiatischen Mittelmeeres sind:
- Arafurasee
- Golf von Carpentaria
- Balisee
- Bandasee
- Celebessee
- Floressee
- Javasee
- Johorstraße
- Lombokstraße
- Luzonstraße
- Makassarstraße/Straße von Makassar
- Malakkastraße/Straße von Malakka
- Molukkensee
- Sawusee/Savusee
- Seramsee
- Südchinesisches Meer
- Golf von Thailand
- Golf von Tonkin
- Straße von Qiongzhou
- Straße von Singapur
- Straße von Taiwan
- Sawusee
- Sulusee
- Sundastraße
- Taiwanstraße
- Timorsee
- Joseph-Bonaparte-Golf
Inselgruppen und Inseln
Die größten Inselgruppen, Inseln und Halbinseln im Australasiatischen Mittelmeer sind (im Uhrzeigersinn):
- Bathurst
- Groote
- Hainan Dao
- Indochinesische Halbinsel; u.a.:
- Dao Phu Quốc
- Ko Chang
- Ko Kut
- Malaiische Halbinsel; u.a.:
- Samui-Archipel; u.a.:
- Nang Yuan
- Ko Phangan
- Ko Samui
- Koh Tao
- Tioman
- Melville-Insel
- Molukken:
- Süd-Molukken; u.a.:
- Halmahera
- Sula-Inseln
- Ternate
- Nord-Molukken; u.a.:
- Ambon
- Aru-Inseln
- Buru
- Seram
- Tanimbar-Inseln
- Neuguinea (der Süden und Westen der Insel)
- Paracel-Inseln
- Pratas-Inseln
- Philippinen; u.a.:
- Luzon
- Mindanao
- Samar
- Negros
- Mindoro
- Panay
- Palawan
- Riau-Inseln; u.a.:
- Anamba-Inseln
- Batam
- Bintan
- Karimun
- Lingga-Inseln
- Natuna-Inseln
- Sangi-Archipel
- Spratly-Inseln
- Sundainseln:
- Große Sunda-Inseln; u.a.:
- Borneo (Kalimantan)
- Java
- Sulawesi
- Sumatra
- Bangka-Belitung-Inseln; u.a.:
- - Bangka
- - Belitung
- - Lepar
- Kleine Sunda-Inseln; u.a.:
- Bali
- Flores
- Komodo
- Lombok
- Sumba
- Sumbawa
- Timor
- Taiwan
- Talaud-Archipel
Staaten & Abhängige Gebiete
Das Australasiatische Mittelmeer abgrenzende oder darin liegende Staaten und von anderen Staaten abhängige Gebiete sind:
- Australien
- Brunei
- China
- Indonesien
- Kambodscha
- Malaysia
- Papua-Neuguinea (äußerster Südwesten)
- Philippinen
- Singapur
- Thailand
- Vietnam
Siehe auch
Nebenmeer (= Oberbegriff für):
- Binnenmeer
- Binnensee
- Mittelmeer
- Randmeer
Kategorie:Meer
Inselkette
Eine Inselkette ist eine bestimmte Form von der Inselgruppe, bei denen die einzelnen Inseln aneinander gereiht positioniert sind.
Meist ist eine Inselkette vulkanischen Ursprungs. Liegt die Inselkette am Rand einer Subduktionszone, handelt es sich im allgemeinen um einen Inselbogen.
Einige Inselketten
- Alëuten, sichelförmige Inselkette
- Antillen (Karibik), (Kuba bis Aruba) fast 3500 km
- Inseln unter dem Winde
- Inseln über dem Winde
- Äolischer Inselbogen (Italien)
- Bermuda
- Florida Keys etwa 350 km
- Friesische Inseln
- Hawaii über 3000 km schnurstracks Nordwest (Pazifik, USA)
- Kornaten (Kroatien)
- Kanarische Inseln (Nordwest-Afrika)
- Lofoten
- Maskarenen im Indischen Ozean
- Neu-Hebriden Inselbogen (Vanuatu) im Südwest-Pazifik
- ostasiatischer Inselbogen im Pazifik von den Kurilen bis Taiwan
- Kurilen 1200 km (Russland/ Japan)
- Japanische Inselkette: etwa 5000 km; die größten dieser Inseln sind Sachalin (russisch), Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyushu
- Ryukyu-Inseln mit Okinawa
- Sumatra, Java und Kleine Sunda-Inseln
- Tuvalu-Inselkette
- Marsvulkane am Tharsis-Plateau
Kategorie:Physische Geographie
InselEine Insel ist eine Landmasse, die vollständig von Wasser umgeben ist, aber nicht als Kontinent gilt. Auch durch den Menschen künstlich erstellte Bauwerke (Brücken, Fahrdämme) verändern die Inseleigenschaft nicht, wenn die Natur bis dahin für die vollständige Wasserumgebung gesorgt hat. Sylt ist also nach wie vor eine Insel. Der Peloponnes ist dementsprechend eine Halbinsel - obwohl ein Kanal die Landenge und Verbindung zur Attika durchschneidet.
Einige Länder haben diese Definition noch erweitert. So darf in Kanada erst dann von einer Insel gesprochen werden, wenn auf einem Stück Land ein Baum wächst. Diese Definition ist dort nötig, da nur auf Inseln gebaut werden darf.
Man unterscheidet zwei Arten hinsichtlich der Lage von Inseln:
#Ozeanische Inseln, die oft als Bestandteil mittelozeanischer Rücken, frei vom Kontinent aus dem Meer aufragen (meist Vulkane oder Koralleninseln (Atolle))
#Kontinentale Inseln, die auf dem Festlandsockel ruhen.
Eine weitere denkbare Unterscheidung wäre die nach der Art des Gewässers in:
#Hochseeinsel, wie z.B. Helgoland bzw. See- oder Meeresinsel
#Binnenseeinsel
#Flussinsel
Große Inseln
Legende: ~= bedeutet: bitte ausfüllen
Geowissenschaftlich interessante Inseln in der Wikipedia
- Kachelotplate
- Sable Island
- Surtsey
Verwandte Themen
- Größte Insel
- Schwimmende Insel
- Gefängnisinsel
- Schatzinsel
- Inselkette
- Liste der Inseln
- Liste der Inselstaaten
- Liste britischer Inseln
- Liste dänischer Inseln
- Liste deutscher Inseln
- Liste griechischer Inseln
- Liste niederländischer Inseln
- Liste polnischer Inseln
- Liste russischer Inseln
- Liste unbewohnter Inseln
siehe auch
- Insel (Altmark), Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt
- Kommissionsinsel, Stadtviertel der Stadt Kehl am Rhein
- Insel-Verlag, Insel-Bücherei
Kategorie:Physische Geographie
ja:島
ko:섬
ms:Pulau
simple:Island
th:เกาะ
zh-min-nan:Tó-sū
Ozean
Ein Ozean (Mehrzahl die Ozeane, von griechisch ωκεανός - der Ozean, auch als antiker Gott Okeanos) ist ein größerer Teil des Weltmeeres der Erde oder eines anderen Himmelskörpers.
Ozeane auf der Erde
Lage
Insgesamt sind 71 Prozent der Erdoberfläche von Meeren (die Ozeane und deren Nebenmeere) bedeckt. Sie konzentrieren sich auf der Wasserhemisphäre, deren Zentrum im riesigen Pazifik nahe Neuseeland liegt. Auf der gegenüberliegenden Landhemisphäre befinden sich nur der Atlantik, der Arktische Ozean und Teile des Südlichen Ozeans sowie des Indiks.
Die Aufteilung der Erd-Ozeane
Umgangssprachliche Aufteilung - 3 Ozeane
Im allgemeinen und nicht nur aus ökologischer Sicht wohl überholten Sprachgebrauch spricht man von nur drei Ozeanen (Atlantischer Ozean oder Atlantik, Indischer Ozean oder Indik und Pazifischer Ozean oder Pazifik).
Bei dieser Sichtweise wird der Arktische Ozean (Nordpolarmeer) als Teil des Atlantiks angesehen und der Südliche Ozean (Südpolarmeer), dessen Abgrenzungen mittels Breiten- und Längengraden ermittelt wurde, zu den (allen) 3 zuerst genannten Ozeanen gezählt.
Wissenschaftliche Aufteilung - 5 Ozeane
Wissenschaftlich bzw. offiziell betrachtet gibt es allerdings fünf Ozeane, weil alle im allgemeinen Sprachgebrauch erwähnten Bereiche des Weltmeeres als eigenständige Glieder gelten, so dass der Arktische Ozean (Nordpolarmeer) und der Südliche Ozean (Südpolarmeer) als separate Meere bzw. Ökosysteme herausgestellt werden.
- der Arktische Ozean (Nordpolarmeer)
- der Atlantische Ozean (Atlantik)
- der Indische Ozean (Indik)
- der Pazifische Ozean (Pazifik oder Stiller Ozean)
- der Südliche Ozean (Südpolarmeer)
Hemisphärische Aufteilung - 7 Teil-Ozeane
Eine alternative Betrachtungsweise teilt die zwei größten Ozeane der Erde in ihre Hemisphären auf (Nord- und Süd-Atlantik, Nord- und Süd-Pazifik) und zählt den Indik, das Nordpolarmeer und das Südpolarmeer dazu.
Historische Aufteilung - 7 Ozeane (bzw. Weltmeere)
Historisch spricht man von den Sieben Weltmeeren, die neben Atlantik, Pazifik und Indik auch die Karibik, das Mittelmeer, das Gelbe Meer und die Ostsee umfassen (oder auch andere Meere, die als Nebenmeere der Ozeane gelten, wie das Schwarze Meer oder die Nordsee).
Urgeschichtliche Aufteilung - 1 Ozean (bzw. Weltmeer)
Da sich im Lauf der Erdgeschichte die Verteilung von Land- und Wassermassen durch die von der Plattentektonik angetriebene Kontinentaldrift ständig verändert, können auch urgeschichtliche Ozeane (Urozean) unterschieden werden. So existierte in der Trias ein weltumspannender Ozean (bzw. Weltmeer), Panthalassa (Allmeer) genannt; das davon abzweigende Urmittelmeer wird Tethysmeer genannt.
Gestalt der Ozeane
Die einzelnen Ozeane, die zwischen den Kontinenten liegen, unterscheiden sich unter anderen durch Größe, Salzgehalt, ein eigenes Gezeiten-System, Wellen (Seegang) und Meeresströmungen sowie historisch-geologisch von den anderen Teilen des Weltmeeres.
Innerhalb der Ozeane und ihren Nebenmeeren bzw. auf deren Meeresboden befinden sich teils sehr hohe und langgestreckte Mittelozeanische Rücken, teils sehr viele und niedrigere Schwellen, große und kleine Tiefseebecken, Tiefseerinnen und verschiedene Meerestiefs und im Pazifik auch noch der Pazifische Feuerring. Außerdem ragen zahlreiche Inseln, Inselgruppen und Archipele aus diesen Meeren heraus und Halbinseln in diese hinein. Nord- und Südpolarmeer sind teils oder ganz von Pack- und Treibeis bedeckt.
Ozeane auf anderen Planeten
Ozeane sind wahrscheinlich nicht nur auf der Erde vorhanden, sondern unter einer mächtigen Eiskruste verborgen auch auf dem Jupitermond Europa, vielleicht auch auf den anderen Monden Ganymed und Kallisto. Viele Hinweise deuten darauf hin, dass der Mars in der Frühzeit seiner Entwicklung offene Wasserflächen enthielt. Ein Ozean aus Kohlenwasserstoffen (Methan, Ethan) könnte auf dem Saturnmond Titan existieren. Darüber, ob die großen Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun vielleicht ebenfalls Schichten flüssiger Phasen, eventuell aus Helium oder Wasserstoff, beherbergen, kann nur spekuliert werden. Zur Herkunft der Ozeane siehe Herkunft des irdischen Wassers.
Siehe auch
- Geographie
- Geowissenschaften
- Globales Förderband
- Kontinent
- Meeresboden
- Meereskunde
- Meerestief
- Meerestiefe
- Nebenmeer (= Oberbegriff für):
- Binnenmeer
- Binnensee
- Mittelmeer
- Randmeer
- Ozeanografie
- Pazifischer Feuerring
- Planetologie
- Plattentektonik
- Schwelle
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Urozean
- Wasser
- Weltmeer
Weblinks
- [http://www.mapsofworld.com/world-ocean-map.htm Oceans & Seas of the World (eng.)]
- [http://www.oceano.org/ Institute Oceanographique Paris/Monaco]
- [http://www.reiseberichte.com/ Reiseberichte aus aller Welt]
- [http://www.mapquest.com/atlas/main.adp?region=oceans Mapquest - World Atlas: Oceans]
- [http://bluefront.org Blue Frontier Campaign (eng.)]
Kategorie:Geowissenschaft
Kategorie:Physische Geographie
Kategorie:Ozeanologie
ja:大洋
ko:대양
ms:Lautan
simple:Ocean
th:มหาสมุทร
zh-min-nan:Hái-iûⁿ
MittelmeereMittelmeere sind sehr große Nebenmeere der Ozeane, die mit diesen verbunden sind, aber durch große Festland-Flächen und Festland-Halbinseln sowie größere Inselketten oder/und im Meer liegende Schwellen und Rücken deutlich vom Weltmeer abgegrenzt sind.
Von den Mittelmeeren sind die deutlich kleineren Binnenmeere und die noch kleineren Binnenseen, die jeweils noch stärker von Landmassen eingefasst sind und generell nur durch eine sehr schmale Meerenge Zugang zum Ozean haben, und Randmeere, die am Rand der Kontinente bzw. Ozeane liegen und wesentlich weniger von diesen abgetrennt sind, zu unterscheiden.
Mittelmeerarten
Auf der Erde gibt es insgesamt „nur“ 4 Mittelmeere, wobei man zwei Arten unterscheidet - Interkontinentale Mittelmeere (3 Stück) und Intrakontinentale Mittelmeere (1 Stück):
Interkontinentale Mittelmeere befinden sich zwischen zwei oder mehreren Kontinenten:
- Arktisches Mittelmeer (ist auch ein Ozean; liegt zwischen Amerika, Asien und Europa)
- Australasiatisches Mittelmeer (liegt zwischen Asien und Australien) - (Nebenmeer des Pazifiks)
- Europäisches Mittelmeer (liegt zwischen Afrika, Asien und Europa) - (Nebenmeer des Atlantiks)
Teils wird auch das Rote Meer, das zwischen Afrika und Asien liegt, als Interkontinentales Mittelmeer bezeichnet; aufgrund seiner deutlich geringeren Größe gilt dies aber nur als Binnenmeer des Indiks.
Intrakontinentale Mittelmeere gehören nur einem Kontinent an:
- Amerikanisches Mittelmeer (gilt auch als Randmeer; liegt innerhalb Amerikas) - (Atlantik)
: Das Amerikanische Mittelmeer wird teils zu den Interkontinentalen Mittelmeeren gezählt, sofern man Nord- (Mittel-) und Südamerika als einzelne Kontinente betrachtet.
Teils werden auch die Hudsonbai, ein auf dem bzw. im Kanadischen Schild in Nordamerika liegendes Randmeer des Atlantiks, der Persische Golf, ein innerhalb Asiens liegendes Binnenmeer des Indiks, und die Ostsee, ein innerhalb Nordosteuropa liegendes Binnenmeer des Atlantiks bzw. der Nordsee, zu den Intrakontinentalen Mittelmeeren gezählt; aufgrund ihrer jeweils nur verhältnismäßig geringen Größe gelten diese Nebenmeere jedoch nicht als Mittelmeer.
Siehe auch
Nebenmeer (= Oberbegriff für):
- Binnenmeer
- Binnensee
- Mittelmeere
- Randmeer
Kategorie:Meer
MittelmeereMittelmeere sind sehr große Nebenmeere der Ozeane, die mit diesen verbunden sind, aber durch große Festland-Flächen und Festland-Halbinseln sowie größere Inselketten oder/und im Meer liegende Schwellen und Rücken deutlich vom Weltmeer abgegrenzt sind.
Von den Mittelmeeren sind die deutlich kleineren Binnenmeere und die noch kleineren Binnenseen, die jeweils noch stärker von Landmassen eingefasst sind und generell nur durch eine sehr schmale Meerenge Zugang zum Ozean haben, und Randmeere, die am Rand der Kontinente bzw. Ozeane liegen und wesentlich weniger von diesen abgetrennt sind, zu unterscheiden.
Mittelmeerarten
Auf der Erde gibt es insgesamt „nur“ 4 Mittelmeere, wobei man zwei Arten unterscheidet - Interkontinentale Mittelmeere (3 Stück) und Intrakontinentale Mittelmeere (1 Stück):
Interkontinentale Mittelmeere befinden sich zwischen zwei oder mehreren Kontinenten:
- Arktisches Mittelmeer (ist auch ein Ozean; liegt zwischen Amerika, Asien und Europa)
- Australasiatisches Mittelmeer (liegt zwischen Asien und Australien) - (Nebenmeer des Pazifiks)
- Europäisches Mittelmeer (liegt zwischen Afrika, Asien und Europa) - (Nebenmeer des Atlantiks)
Teils wird auch das Rote Meer, das zwischen Afrika und Asien liegt, als Interkontinentales Mittelmeer bezeichnet; aufgrund seiner deutlich geringeren Größe gilt dies aber nur als Binnenmeer des Indiks.
Intrakontinentale Mittelmeere gehören nur einem Kontinent an:
- Amerikanisches Mittelmeer (gilt auch als Randmeer; liegt innerhalb Amerikas) - (Atlantik)
: Das Amerikanische Mittelmeer wird teils zu den Interkontinentalen Mittelmeeren gezählt, sofern man Nord- (Mittel-) und Südamerika als einzelne Kontinente betrachtet.
Teils werden auch die Hudsonbai, ein auf dem bzw. im Kanadischen Schild in Nordamerika liegendes Randmeer des Atlantiks, der Persische Golf, ein innerhalb Asiens liegendes Binnenmeer des Indiks, und die Ostsee, ein innerhalb Nordosteuropa liegendes Binnenmeer des Atlantiks bzw. der Nordsee, zu den Intrakontinentalen Mittelmeeren gezählt; aufgrund ihrer jeweils nur verhältnismäßig geringen Größe gelten diese Nebenmeere jedoch nicht als Mittelmeer.
Siehe auch
Nebenmeer (= Oberbegriff für):
- Binnenmeer
- Binnensee
- Mittelmeere
- Randmeer
Kategorie:Meer
Südostasien
& Indochinesische Halbinsel) und Indonesischem Archipel]]
Südostasien ist ein Teil des asiatischen Kontinents und umfasst etwa die Hinterindische Halbinsel und den Indonesischen Archipel.
Religionen
In Südostasien leben etwa 600 Mio. Menschen.
Buddhismus (240 Mio.) und Islam (230 Mio.) sind die Hauptreligionen in diesem Teil Asiens.
Auch etwa 130 Mio. Christen leben in Südostasien. Die meisten davon auf den Philippinen (rund 80 Mio.), Indonesien (30 Mio.) und Vietnam (etwa 7-8 Mio.)
Der Islam spielt erst seit den religiös inspirierten Aufständen in den siebziger Jahren in Indonesien und den Philippinen politisch eine größere Rolle. Traditionell ist der Islam in Südostasien synkretistisch und gemäßigt; er wurde ab dem 13. Jahrhundert via Indien importiert. Aufgrund der globalen Islam-Renaissance sowie politischer und sozialer Repression gewannen Fundamentalisten in den letzten Jahren aber an Zulauf. Am berüchtigtsten ist die indonesische Jemaah Islamiah (JI), die mit Terror das Ziel eines südostasiatischen Kalifats verfolgt und über enge Kontakte zur al Kaida verfügen soll.
Geographie
Im Norden grenzt Südostasien, welches das Australasiatische Mittelmeer enthält, an China, im Osten an den Pazifischen Ozean (mit Polynesien und Melanesien), im Südosten an Australien und im Süden und Westen an den Indischer Ozean (mit der Andamanensee und dem Golf von Bengalen) und im Westen an Indien.
Teilgebiete & Abgrenzung
Südostasien besteht u.a. aus der Hinterindischen Halbinsel und Chinas Südküste, beides Bereiche des asiatischen Festlands, dem Indonesischen Archipel:
Hinterindische Halbinsel:
- Indochinesische Halbinsel
- Malaiische Halbinsel
Meere
An Südostasien grenzen diese Meere:
alphabetisch sortiert
- Indischer Ozean
- Andamanensee
- Australasiatisches Mittelmeer (siehe dort)
- Golf von Bengalen
- Malakkastraße
- Pazifischer Ozean
- Australasiatisches Mittelmeer (siehe dort)
- Malakkastraße
Inselwelt
Siehe: Australasiatisches Mittelmeer
Geschichte
Unmittelbar nach ihrer Unabhängigkeit in den 1950er Jahren verfolgten die südostasiatischen Staaten einen nationalistisch inspirierten Alleingang. Wirtschaftspolitisch verfolgten sie mit Ausnahme Singapurs bis in die siebziger Jahre das Konzept der Importsubstitution. Äußere Einflüsse – die kommunistische Bedrohung durch China und die Sowjetunion, vor allem der Korea-Krieg 1950-53 und die Indochina-Krisen seit den 1960er Jahren – zeigten auf sicherheitspolitischem Gebiet die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit der westlich orientierten Staaten auf. Erste Gehversuche regionaler Kooperation, vor allem die SEATO, scheiterten jedoch rasch. Der traditionelle bilaterale Ansatz Washingtons in Südostasien erschwerte die regionale Kooperation zusätzlich, die anfänglich ganz unter dem Motto stand, die bilateralen regionale Konflikte einzudämmen, um so einen von Einmischungen freien Entwicklungsweg verfolgen zu können. Regionale Kooperation als solche hatte keinen Wert an sich.
Die Politik hinkte daher der in den siebziger Jahren verstärkt einsetzenden Regionalisierung – vorangetrieben von den Marktkräften, namentlich japanischen Konzernen und auslandchinesischen Firmennetzwerken – lange Zeit hinterher. Erst Anfang der neunziger Jahre begannen die in der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) verbundenen Regierungen, den Integrationsprozess mit der Schaffung einer Freihandelszone (AFTA) aktiv zu steuern. Zu diesem Zeitpunkt hatten alle Mitglieder einen marktwirtschaftlichen, exportorientierten Pfad eingeschlagen. – Seit den 1990er Jahren versteht es ASEAN zudem, sicherheitspolitische und ökonomische Institutionen zu etablieren und damit Brücken zwischen Südost- und Ostasien zu schlagen, wobei auch die USA geschickt einbezogen wurde. Vor allem der nach der Asien-Krise 1997 entstandene Koordinationsmechanismus ASEAN+3, der ASEAN mit China, Japan und Südkorea verbindet, scheint ausbaufähig. Insgesamt gilt ASEAN, der mit Ausnahme Osttimors alle zehn südostasiatischen Nationen angehören, als das erfolgreichste Regionalbündnis nach der EU. Bis 2020 soll gar eine Asiatische Gemeinschaft mit einer ökonomischen, kulturellen und sicherheitspolitischen Säule entstehen; eine supranationale Zusammenarbeit ist indes nicht geplant. Am aktivsten vorangetrieben wird das Integrationsprojekt von Singapur und Thailand, wogegen die ökonomisch weniger entwickelten Staaten, speziell Vietnam, eher bremsen.
Staaten
alphabetisch sortiert
- Bangladesh - wohl nur der äußerste Südosten des Staats
- Brunei - kompletter Staat
- China - wohl nur der äußerste Süden des Staats
- Indonesien - kompletter Staat
- Indien - nur der äußerste Südosten des Nordostteils des Staats
- Andamanen und Nikobaren - komplette Inselgruppe
- Kambodscha - kompletter Staat
- Laos - kompletter Staat
- Malaysia - kompletter Staat
- Myanmar (früher Birma oder Burma) - kompletter Staat
- Osttimor (offiziell Timor-Leste) - kompletter Staat
- Philippinen - kompletter Staat
- Singapur - kompletter Staat
- Taiwan - komplettes Gebiet
- Thailand (früher Siam) - kompletter Staat
- Vietnam - kompletter Staat
Siehe auch
- ASEAN
- Asien
- Nordasien
- Ostasien
- Südasien
- Südostasien
- Hinterindische Halbinsel:
- Indochina
- Indochinesische Halbinsel
- Malaiische Halbinsel
- Vorderasien
- Zentralasien
Ostindien-Kompanie
Literatur
- Reginald le May: Südostasien. Das Erbe Indiens. Zürich 1967
Kategorie:Asien
Kategorie:Südostasien
ja:東南アジア
ko:동남아시아
ms:Asia Tenggara
th:เอเชียตะวันออกเฉียงใต้
zh-min-nan:Tang-lâm-a
Australien (Kontinent)Der Kontinent Australien umfasst eine Hauptlandmasse, das eigentliche Australien oder frühere Neuholland, und die vorgelagerten Inseln Tasmanien und Neuguinea, welches auch Papua oder Irian genannt wird. Der nördlichste Punkt liegt direkt am Äquator, auf der Insel Kabare, im Süden erstreckt sich der Kontinent bis zum Südostkap auf Tasmanien bei 43° Süd. Die Ost-West-Ausdehnung reicht vom Cape Byron am 153. Längengrad Ost bis zum Cape Inscription am 113. Längengrad Ost.
Mit einer Fläche von 8.500.000 km² (fast so groß wie Europa) ist er etwa viermal so groß wie die größte Insel der Erde, Grönland.
Häufig werden zum Kontinent Australien auch die im Pazifik gelegenen Inselstaaten gezählt, insbesondere aus kulturellen und politischen Gründen Neuseeland. Diese Gesamtregion wird jedoch als kultureller Kontinent Ozeanien bezeichnet.
Ozeanien
Politische Gliederung
Unabhängige Staaten
- Australien
- Papua-Neuguinea
Abhängige Gebiete
- Papua (bis 2002 Irian Jaya) – indonesische Provinz (Teil Neuguineas)
Erdgeschichtliche Entstehung
Die meiste Zeit bildeten Australien, Neuguinea und Tasmanien eine zusammenhängende Landmasse, Sahul. Diese war Teil des südlichen Superkontinents Gondwana, der vor etwa 200 Millionen aufgrund der Kontinentaldrift vom Urkontinent Pangäa getrennt wurde. In dieser Zeit herrschte in Gondwana ein mildes Klima vor.
Nachdem sich nacheinander Afrika und Madagaskar (vor ca. 160 Millionen Jahren), Indien (vor ca. 125 Millionen Jahren) und Neuseeland (vor ca. 80 Millionen Jahren) von Gondwana abspalteten, driftete Sahul langsam nach Norden, blieb aber bis vor 45 Millionen Jahre weiterhin mit Antarktika verbunden. Nach der Trennung von Antarktika kam es durch die neu auftretenden Meeresströmungen zwischen diesen Kontinenten zu einem kühleren und trockeneren Klima. Dieser Effekt wurde noch verstärkt, nachdem sich auch Südamerika und der antarktische Kontinent trennten und damit die zirkumpolare Strömung einsetzte.
Vor 15 Millionen Jahren kollidierte der nördliche Teil Sahuls mit Südostasien, wodurch sich die Gebirge Neuguineas auffalteten. Aus dieser Kollision entstand auch die Torres Strait, die allerdings zu dieser Zeit noch über dem Meeresspiegel lag. Erst vor 8000 Jahren wurde die Torres Strait, vor etwa 12.000 Jahren auch die Bass Strait überflutet und damit die kontinuierliche Landverbindung zwischen Neuguinea, Australien und Tasmanien unterbrochen.
siehe auch Plattentektonik
Geographie
Plattentektonik
Physische Geographie
Australien zeichnet sich durch sein trockenes, flaches Hinterland aus. Im Osten wird das flache Zentrum von der Great Dividing Range begrenzt, die mit dem Mount Kosciuszko eine Höhe von 2228 Metern erreicht. Diese Gebirgskette zieht sich bis nach Tasmanien. Im dünn besiedelten Westen des Kontinents befinden sich Wüsten wie beispielsweise die Nullarbor-Wüste. Diese flachen Landschaften werden nur gelegentlich von Erhebungen wie den Macdonnell Ranges unterbrochen. Markantes Wahrzeichen des australischen Festlandes ist der Inselberg Uluru.
Im Gegensatz zum Rest des Kontinents befinden sich auf Neuguinea aufgrund der Kollision mit der asiatischen Kontinentalplatte stark zerklüftete Gebirge. Eine etwa 200 km breite Gebirgskette durchzieht die gesamte Insel von West nach Ost. Hier befindet sich auch der höchste Berg des Kontinents, die Djajaspitze mit 5030 Meter Höhe.
Zu den bekanntesten Flüssen gehören beispielsweise der Darling River, Murray, Snowy River und Sepik. Das Innere des Kontinents ist arm an Süßwasser-Reservoirs, große Salzseen wie Lake Eyre bestimmen die Landschaft.
siehe auch Geographie Australiens
Klima
Der Kontinent nimmt drei Klimazonen ein: die tropische Zone (nördlich des Wendekreis des Steinbocks), die subtropische Zone (südlich des Wendekreis des Steinbocks) und die kühlgemäßigte Zone im äußersten Süden und auf Tasmanien.
Neuguinea im äußersten Norden ist ganzjährig starken tropischen Regenfällen ausgesetzt. Temperaturen an der Küste liegen hier meist bei etwa 30°C. In den höheren Gebirgsregionen kann es jedoch auch zu Nachtfrost kommen.
Im Bereich der Hauptlandmasse treten dagegen deutliche saisonale Klima-Unterschiede hervor. Wetterbestimmend sind hier hauptsächlich drei Phänomene, der Tropische Tiefdruckgürtel, die Passatwindzone und die Subpolaren Westwinde.Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen.
Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.
Südaustralien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs.
Ökologie
Aufgrund seiner Größe und Lage existiert in Australien eine bemerkenswerte Vielfalt an Ökosystemen, von Wüsten, Woodlands und Shrublands, über den gemäßigten bis zum tropischen Regenwald. Diese werden durch zahlreiche Nationalparks geschützt.
Die biogeografische australische Region schliesst auch die indonesischen Inseln östlich von Bali mit ein. Die Grenze zur orientalischen Zone wird dabei durch die Wallace-Linie gebildet.
Durch die lange Isolation des Kontinents konnte sich hier eine Flora und Fauna etablieren, die weitgehend unbeeinflusst von evolutionären Entwicklungen auf anderen Kontinenten blieb. Alle rezenten Arten der Kloakentiere kommen nur in Australien und Neuguinea vor. Der Kontinent weist ausserdem die weltweit höchste Diversität an Beutelsäugern auf. Besonderheiten der Vogelwelt sind beispielsweise die Paradiesvögel, eine auf die tropischen Regionen beschränkte Familie. Die Flora weist Ähnlichkeiten zu Florenelementen Südamerikas sowie zu Fossilfunden in der Antarktis auf, ein Hinweis auf die erst späte Trennung dieser Kontinente.
siehe auch Fauna Australiens
Bevölkerung
Der Kontinent Australien ist mit ungefähr 28,4 Millionen Einwohnern nach der Antarktis der bevölkerungsärmste [weniger als Spanien (40 Mio.) oder Polen (39 Mio.)].
Indigene Bevölkerung
Die indigene Bevölkerung des Kontinents setzt sich aus den Aborigines der Hauptlandmasse, den Tasmaniern, den Papua sowie den melanesischen Völkern Neuguineas und der vorgelagerten Inseln zusammen. Diese Gruppen bilden jedoch keine einheitlichen Kulturen, sondern bilden eine Vielzahl von sprachlich und kulturell abgrenzbaren Einheiten. Namentlich die Bevölkerung Neuguineas gilt als eine der heterogensten der Welt. Während in Papua-Neuguinea weiterhin ein Großteil der Bevölkerung und auch in West-Papua noch fast die Hälfte der Einwohner indigenen Ursprungs ist, stellen die Aborigines nur noch knapp zwei Prozent der australischen Bevölkerung. Die Tasmanier wurden nach der Besiedlung durch die Europäer fast vollständig vernichtet.
siehe auch Indigene Völker Australien-Ozeaniens
Einwanderung
Aufgrund der unterschiedlichen Kolonialgeschichte der australischen Regionen sind auch die Einwanderungsmuster sehr verschieden. So ist die Mehrheit der Bevölkerung des australischen Bundes britischstämmig, seit den 70er Jahren nimmt jedoch die Zuwanderung aus dem asiatischen Raum zu. In Papua-Neuguinea hat Einwanderung nie eine bedeutende Rolle gespielt, während das Transmigrasi-Programm der indonesischen Regierung zur Umsiedlung von etwa 1,2 Millionen Menschen, vor allem aus Sumatra und Java, nach West-Papua geführt hat.
Sprachen
In Neuguinea sind weiterhin mehrere hundert Papua-Sprachen verbreitet, als Verkehrssprache hat sich hier jedoch Tok Pisin durchgesetzt. Amtssprache Australiens und Papua-Neuguineas ist Englisch, in West-Papua Bahasa Indonesia.
siehe auch Sprachen in Papua-Neuguinea, Australische Sprachen
Religion
Die Mehrheit der Bevölkerung gehört christlichen Religionsgemeinschaften an, vor allem in Papua-Neuguinea ist der Anteil mit 96 Prozent aufgrund erfolgreicher Missionierung sehr hoch. Die Ausübung des Glaubens erfolgt jedoch häufig in Kombination mit traditionellen Glaubensvorstellungen mit animistischem Hintergrund. In West-Papua stellen Muslime etwa 20 Prozent der Bevölkerung, vor allem indonesische Einwanderer.
Geschichte
Besiedlung
Der australische Kontinent wurde vor mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren von Südostasien aus besiedelt. Aufgrund einer Eiszeit lag zu dieser Zeit der Meeresspiegel niedriger, so dass die Meerespassage zum heutigen Neuguinea vereinfacht war. Bis vor 35.000 Jahren hatte sich die Bevölkerung über die kontinuierliche Landverbindung bis nach Tasmanien ausgebreitet. Die ersten menschlichen Gemeinschaften besiedelten vermutlich die Küste. Vor etwa 30.000 Jahren entstanden dann auch die ersten Siedlungen im Hochland Neuguineas.
Entdeckung
Schon im Altertum ist von einem südlichen Kontinent, wie Ptolemäus ihn im 1.und 2. Jh. n. Chr. als terra australis incognita (unbekanntes südliches Land) erwähnt, ausgegangen worden, als nötiges Gegengewicht zu Eurasien. Doch die Vorstellung, der Äquator sei eine Feuerbarriere, machte eine mögliche Entdeckung unmöglich. Nach seiner Entdeckung wurde Terra Australis Incognita zuerst in Terra Australis und schließlich Australien umbenannt.
Neuguinea war der erste Teil des Kontinents, der Anfang des 16. Jahrhunderts von europäischen Seefahrern gesichtet wurde. 1526 landete der Portugiese Jorge de Meneses durch Zufall auf der Insel. Von ihm stammt angeblich auch der Begriff Papua, malaiisch für kraus, als Anspielung auf das krause Haar der melanesischen Bevölkerung. Nach der Landung des Spaniers Íñigo Ortiz de Retez 1545 begann man mit dem Export von Edelhölzern und anderen Luxusgütern.
Der Hauptteil des Kontinents wurde im Jahr 1606 durch den Niederländer Willem Jansz entdeckt. In den folgenden Jahrzehnten strandeten weitere holländische Handelsschiffe an der australischen Küste, maßen dieser Entdeckung jedoch keine besondere Bedeutung bei. Im Jahre 1642 entschloß sich die Niederländische Ostindien-Kompanie jedoch zu einer geplanten Erforschung des Kontinents. Dabei entdeckte Abel Tasman das heutige Tasmanien. In einer Expedition unter Willem de Vlamingh ab 1696 wurden weite Teile der Westküste kartografiert. Da die Landschaft aber trocken und unfruchtbar wirkte, zeigten die Holländer kein Interesse, Australien zu kolonisieren.
Kolonisation
Im April oder Mai des Jahres 1770 erreichte James Cook die fruchtbare Ostküste und nahm Teile des Landes als britische Kolonie New South Wales für England in Besitz. Diese war als Sträflingskolonie geplant, die ersten Schiffe mit Siedlern und Sträflingen trafen am 26. Januar 1788 in Sydney Cove ein. Bis 1836 werden weitere Kolonien gegründet, die das gesamte Australien, abgesehen von Neuguinea unter britische Kontrolle bringen.
1828 beginnt mit dem Erwerb der Halbinsel Vogelkop durch die Niederländer auch die Kolonisation Neuguineas. Den Rest der Insel teilen 1884 die Niederlande, Großbritannien und das Deutsche Reich unter sich auf. Der Westteil geht an die Niederlande, Großbritannien erhält den Südosten, Deutschland den Südwesten. 1906 wird der britische Teil an Australien übergeben, der deutsche Teil geht 1919 unter australische Kontrolle.
Unabhängigkeitsbestrebungen
Zwischen 1855 und 1890 erhielten die einzelnen britischen Kolonien des Hauptkontinents das Privileg des Responsible Government und damit eine größere Unabhängigkeit vom britischen Empire. London behielt allerdings vorerst die Kontrolle über Außenpolitik, Verteidigung und Außenhandel. In den Kolonien beginnen die Planungen für einen Zusammenschluss der Einzelstaaten.
Am 1. Januar 1901 formierten sich die einst voneinander unabhängigen Kolonien des Festlands mit Tasmanien zum Commonwealth of Australia. Am 26. September 1907 erhält der Australische Bund mit dem Dominionstatus die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien.
Während des Zweiten Weltkriegs wird der Norden Neuguineas von 1942 bis 1945 von Japan besetzt. Auch das australische Festland ist in dieser Zeit von japanischer Invasion bedroht.
Indonesien, seit 1949 unabhängig, erhebt Anspruch auf den Westteil Neuguineas, dieses bleibt aber vorerst niederländisch. 1957 begannen die Niederlande und Australien Pläne für die Unabhängigkeit eines vereinigten Neuguineas in den 1970er Jahren zu entwickeln. 1961 wurde eine Versammlung in Westpapua abgehalten und ein Parlament, der Nieuw Guinea Raad, eingeführt. Indonesien marschierte daraufhin ein und begann etwas später, die Papua aus Gebieten zu vertreiben, in denen Siedler aus Indonesien angesiedelt werden sollten. 1963 wurde West-Papua offiziell indonesische Provinz. Trotz fortlaufender Autonomie-Bestrebungen erkennt Indonesien die Unabhängigkeit der Provinz bis heute nicht an. Der östliche Teil der Insel erhielt 1975 die vollständige Unabhängigkeit von Australien.
Siehe auch: Geschichte Australiens
Weblinks
Kategorie:Kontinent
Europäisches Mittelmeer
Das Europäische Mittelmeer (meist nur Mittelmeer bzw. auch Mittelländisches Meer genannt), das etwa 2,5 Mio. km² groß und bis zu 5.267 m tief ist, ist ein Mittelmeer zwischen Europa, Afrika und Asien das von einem eigenen schmalen Klimagürtel umschlossen und von einer eigenen Flora und Fauna geprägt wird.
Geographie
Das Europäische Mittelmeer, das auch ein Binnenmeer des Atlantiks ist, liegt als am stärksten von Festländern umgebenes bzw. vom Ozean getrenntes Mittelmeer zwischen den eben genannten Kontinenten. Im Westen ist es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden, im Nordosten über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und im Südosten über den Sueskanal (seit 1869) mit dem Roten Meer, einem Binnenmeer des Indiks.
Zu diesem großflächigen Mittelmeer, das zu den ozeanischen Nebenmeeren gezählt wird, gehören neben zahlreichen kleinen Inseln, großen und kleinen Inselgruppen und Eilanden die großen Inseln Korsika, Sardinien, Sizilien, Kreta, Rhodos und Zypern; in das Europäische Mittelmeer ragt von Norden her die Apenninenhalbinsel mit dem Großteil Italiens; sie trennt das eigentliche Meer von der Adria.
Daten
Das Europäische Mittelmeer bedeckt etwa 2,5 Mio km² Fläche. Seine größte Meerestiefe liegt bei 5.267 m (siehe Meeresboden).
Römischer Name
In der Antike wurde das Europäische Mittelmeer von den Römern Mare Nostrum genannt, was Unser Meer bedeutet. Diese Namensgebung resultiert daraus, dass das Römische Reich (Imperium Romanum) zeitweise das gesamte Mittelmeer umschloss.
Geschichte / Geologie
Das Europäische Mittelmeer ist ein Überrest des Tethysmeeres des Erdmittelalters. Vor 6 Millionen Jahren schloss sich die Straße von Gibraltar aufgrund der plattentektonischen Kollision Afrikas mit Europa. Teile des Mittelmeeres trockneten wiederholt aus, so dass sich am Meeresboden mächtige tertiäre Gips- und Salzlager finden. Zuletzt war das Nebenmeer des Atlantiks während der Eiszeiten zumindest teilweise ausgetrocknet. Daher fand Henry Cosquer, ein französischer Taucher, 1985 nahe Marseille eine später nach ihm benannte Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, deren Eingang 36 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.
Im 2. Weltkrieg war das Europäische Mittelmeer Kriegsschauplatz (siehe hierzu unter Mediterranean Theatre of Operations).
Salinität
Der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres liegt mit rund 38 Promille höher als der des Atlantiks. Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die nicht durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse und Ströme ausgeglichen wird. Daher fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserstrom in den Atlantik ab, während an der Oberfläche eine entsprechend zum Netto-Wasserverlust noch stärkere Gegenströmung salzärmeres und daher leichteres Ozeanwasser in das Mittelmeer transportiert.
Meereswelt
Meeresboden
Innerhalb des Europäischen Mittelmeeres bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und ein Meerestief.
Im Westteil des Meeres liegt das Algerisch-Provenzalische Becken, das bis zu 3.255 m tief ist. In seinem westlichen Mittelteil befindet sich das Tyrrhenische Becken im Tyrrhenischen Meer, das bis zu 3.758 m tief ist. In seinem östlichen Mittelteil liegt das Ionische Becken im Ionischen Meer, das in der Calypsotief - der tiefsten Stelle des Europäischen Mittelmeers - bis zu 5.267 m tief ist. Im Osten befindet sich das Levantische Becken im Levantischen Meer, das bis zu 4.517 m tief ist.
Horizontale Gliederung
Das Europäische Mittelmeer ist durch zahlreiche Nebenmeere, Golfe, Buchten und Meeresstraßen gegliedert; an seinem West- und Ostrand stößt es jeweils an eine Meerenge, die zum Ozean bzw. zu einem Binnenmeer überleiten.
Im Westen ist das Europäische Mittelmeer durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden. Im Nordosten ist es über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden und im Südosten über den 1869 fertiggestellten Sueskanal auch mit dem Roten Meer, ein Binnenmeer des Indischen Ozeans. Das Marmarameer - nicht aber das Schwarze Meer - wird häufig noch zum Mittelmeer gezählt.
Während sein Westteil keinen besonderen Namen trägt, ist das Europäische Mittelmeer durch eigene Nebenmeere und Buchten stark untergliedert: Im Norden liegt das Ligurische Meer mit dem Golf von Genua, im Mittelteil befinden sich das Tyrrhenische Meer, die Straße von Messina, das Ionische Meer, die Straße von Sizilien, die Kleine Syrte (Golf von Gabès), die Straße von Otranto, das Adriatische Meer, die Große Syrte, die Ägäis und im Ostteil das Levantische Meer.
Küsten
Bekannte Küstenabschnitte sind beispielsweise:
- Côte d’Azur
- Costa del Sol
- Riviera
- Sahel
Inselwelt
Die bedeutendsten Inseln, Inselgruppen und Halbinseln im Europäischen Mittelmeer sind (von West nach Ost): Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien, Malta, Peloponnes, Kreta, Dodekanes (Rhodos), Zypern.
: Für weitere Inseln im Europäischen Mittelmeer siehe hier.
Zuflüsse
In das Europäische Mittelmeer bzw. in dessen Randmeere münden unter anderen diese Flüsse und Ströme, die bis auf den Muluja, einige kleinere Bäche bzw. Flüsse und insbesondere den Nil alle aus nördlichen Himmelsrichtungen einmünden:
- Arno - Ligurisches Meer
- Drin - Adria
- Ebro - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Ebros (Ewros) - Ägais
- Etsch - Adria
- Großer Mäander - Ägais
- Júcar - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Kleiner Mäander - Ägais
- Muluja (Wadi al-Muluyah) - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Nil - Levantinisches Meer
- Piave - Adria
- Po - Adria
- Rhône - Ligurisches Meer
- Segura - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Seman - Adria
- Strymon - Ägäis
- Tiber - Tyrrhenisches Meer
Staaten & Abhängige Gebiete
Anrainerstaaten sind:
- Im Norden: Gibraltar, Spanien, Frankreich, Monaco, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland und die Türkei
- im Osten Syrien, der Libanon, Israel und der Gazastreifen
- im Süden Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko, sowie die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla.
Literatur
- Hofrichter, Robert: Das Mittelmeer, Bd. 1: Allgemeiner Teil. Spektrum Akademischer Verlag, 2002. - ISBN 3-82741-050-9
- Ders., Das Mittelmeer, Bd. 2/2 : Bestimmungsführer. Spektrum Akademischer Verlag, März 2006. - ISBN 3-82741-170-X
- Bergbauer, Matthias/Humberg, Bernd: Was lebt im Mittelmeer? Franckh-Kosmos Verlag, 1999. - ISBN 3-44007-733-0
- Bärtels, Andreas: Pflanzen des Mittelmeerraumes. Ulmer, 2003. - ISBN 3-80013-287-7
- Wagner, Horst-Günter: Mittelmeerraum. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Darmstadt 2001 (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 93 Abb., 29 Tab., 75 Bilder, 381 S. - ISBN 3-534-12339-5.
Weblinks
- [http://www.eckart-winkler.de/reise/specials/ins_mit.htm Die größten Mittelmeer-Inseln]
- [http://europa.eu.int/comm/research/rtdinfsup/de/sea1.htm Planet Ozean - Sonniges Mittelmeer] (Europäische Kommission)
Siehe auch
- Mittelmeerraum
- Nebenmeer
- Binnenmeer
- Mittelmeere
- Randmeer
!
ja:地中海
ko:지중해
th:ทะเลเมดิเตอร์เรเนียน
zh-min-nan:Tē-tiong-hái
FestlandUnter Festland versteht man im Allgemeinen jenen Teil der Landfläche der Erde, der einer kontinentalen Hauptmasse angehört bzw. mit dieser direkt verbunden ist.
Landflächen, die nicht zum Festland gehören, nennt man Inseln. Bei Inselgruppen werden gelegentlich auch die Hauptinseln als Festland bezeichnet - im Gegensatz zu den Nebeninseln.
Sonderfälle:
- Wenn die Bewohner Großbritanniens vom Festland sprechen, verstehen sie darunter den europäischen Kontinent.
Kategorie:Physische Geographie
Malaiische Halbinsel
Die Malaiische Halbinsel, auch Malaien-Halbinsel, deren Südteil Malacca- oder Malakka-Halbinsel genannt wird, ist eine lange schmale Fortsetzung des Festlandes von Südostasien bzw. das südliche Ende der Hinterindischen Halbinsel.
Geographie
Die Malaiische Halbinsel liegt zwischen dem Golf von Thailand im Nordosten, dem südchinesischen Meer im Osten, der Straße von Johor im Süden, der Straße von Malakka im Südwesten und der Andamanensee im Westen; damit trennt sie die nordöstlichen Bereiche des Indik von den Westlichen des Pazifik.
Auf der Halbinsel liegen Teile des Staatsgebietes von Myanmar, Thailand und Malaysia (von Norden nach Südosten betrachtet).
Im Norden geht die Malaiische Halbinsel etwa am 13. nördlichen Breitengrad in den eigentlichen asiatischen Kontinent und den Hauptbereich von Hinterindien über, an den auch die östlich benachbarte Indochinesische Halbinsel angrenzt. Ihre nördliche Abgrenzung entspricht etwa der gedachten, völlig gerade Linie von Tavoy (etwa 14° nördlicher Breite) in Myanmar nach Bangkok (13,73° N) in Thailand. Im Süden reicht sie bis etwa 1° nördlicher Breite an der Straße von Johor bei der malaysischen Stadt Johor Baharu, die fast am Äquator liegt; der Südtteil der Halbinsel heißt Malacca oder Malakka-Halbinsel.
Die Länge der so genannten Mittellinie der gesamten Malaiischen Halbinsel von Tavoy bis Johor Baharu beträgt 1.555 km. Die engste Stelle bildet der Isthmus von Kra in Thailand mit etwa 60 km Breite.
Südwestlich der Straße von Malakka liegt die indonesische Insel Sumatra, die wie das weiter östlich liegende Borneo zu den Großen Sunda-Inseln gehört. Südlich der Straße von Johor liegt der Inselstaat Singapur.
Landschaftsbild
Die Erdoberfläche der Malaiischen Halbinsel ist vielgestaltig. Bergregionen wechseln sich mit Tiefebenen, Seen und schönen Stränden sowie den für äquatornahe Gebiete typischen Regenwaldflächen ab.
Bergwelt
Auf der Halbinsel verläuft die südliche Fortsetzung der hinterindischen Zentralkette, zu der auch die Perakkette gehört. In diesem Gebirge, das im Süden der Halbinsel liegt, liegt deren höchste Erhebung, der 2.187 m hohe Gunung Tahan und in einer etwas weiter westlich liegenden Bergkette der 2.184 m hohe Gunung Korbu (Malaysia). Im äußersten Süden der Malakka-Halbinsel liegt der 1.010 m ü. NN aufragende Gunung Belumut (Malaysia). Der Mittelteil ist insbesondere südlich des Isthmus von Kra deutlich flacher gegliedert. Trotzdem erhebt sich aus diesem Tiefland der 1.786 m hohe Khao Luang (Thailand). Im Norden ragt der Recho Taung (Myanmar/Thailand) 1.330 m hoch auf.
Regenwald und Gewässer
Die Westküste der Halbinsel ist wirtschaftlich weiter entwickelt als deren Ostküste. Im Binnenland findet man noch Reste des Regenwaldes. Im Taman Negara, dem Nationalpark im Norden des malaysischen Teils der Halbinsel, gibt es noch Urwald. Südlich davon liegt schwer zugänglich der Chini-See (tasek Chini), ein sagenumwobener Sumpfsee, in dem eine alte Stadt versunken sein soll. Im Mittelteil der Halbinsel liegt der Thale Luang, ein Binnensee unweit der Ostküste.
Geschichte
Am eben erwähnten Chini-See leben noch die orang asli, die Urbevölkerung der Malaiische Halbinsel. Die Halbinsel war lange zwischen den rivalisierenden europäischen Mächten Portugal, England und Niederlande umkämpft war, weil die Straße von Malakka eine wichtige Passage auf der Gewürzroute und das Tor zum China-Handel bildet. Das im 15. Jahrhundert gegründete Malakka wurde 1511 portugiesisch, 1641 niederländisch und 1824 britisch. Im Zweiten Weltkrieg eroberten die Japaner die Halbinsel, nach Kriegsende erhielt Singapur den Status einer Kronkolonie mit Selbstverwaltung. In den anderen Teilgebieten fand ein Guerillakampf gegen die Briten statt. Am 31. August 1957 wurde der Malaiische Bund von Großbritannien unabhängig und vereinigte sich schließlich 1963 mit Singapur, Sarawak und Sabah zur Föderation Malaysia, wobei Singapur später wieder ausgetreten ist.
Klima
Sabah
Sabah
Die Halbinsel ist geprägt durch drei Zonen, die Westküste, das Binnenland und die Ostküste. Diese drei Zonen weisen Unterschiede hinsichtlich der Niederschlagsverhältnisse auf.
Meere
An die Malaiische Halbinsel grenzen die folgenden Gewässer
- Indischer Ozean
- Andamanensee
- Pazifischer Ozean
- Australasiatisches Mittelmeer
- Südchinesisches Meer
- Golf von Thailand
- Straße von Johor (an der Malakka-Halbinsel)
Inselwelt
Vor der Malaiischen Halbinsel liegen u. a. folgende Inseln, Inselgruppen und Eilande
- Andamanen und Nikobaren
- Andamanen
- Nikobaren
- Koh Chan
- Koh Lanta
- Koh Libong
- Koh Muk
- Koh Phayam
- Koh Yao Yai
- Koh Sukhon
- Koh Kerutao
- Langkawi
- Mergui-Archipel
- Phuket
- Penang
- Sumatra
- Borneo
- Riau-Inseln; darunter
- Anamba-Inseln
- Batam
- Bintan
- Karimun
- Lingga-Inseln
- Natuna-Inseln
- Samui-Archipel; darunter
- Nang Yuan
- Ko Phangan
- Ko Samui
- Koh Tao
- Sumatra
- Tioman
Politische Gliederung
Staaten
Auf der Malaiischen Halbinsel liegen Teilbereiche folgender Staaten
- Malaysia - Westteil des Staats
- Myanmar - äußerster Südteil des Staats
- Thailand - Südtteil des Staats
Anrainerstaaten
Anrainerstaaten der Malaiischen Halbinsel sind
- Indonesien - im Süden jenseits der Malakkastraße
- Singapur - im Süden jenseits der Straße von Johor
Siehe auch
- Asien
- Nordasien
- Ostasien
- Südasien
- Südostasien
- Hinterindische Halbinsel
- Indochina
- Indochinesische Halbinsel
- Malaiische Halbinsel
- - Malacca oder Malakka-Halbinsel
- Vorderasien
- Zentralasien
Kategorie:Asien
Kategorie:Südostasien
Kategorie:Halbinsel
ja:マレー半島
ko:말레이 반도
th:คาบสมุทรมลายู
SundainselnDie Sundainseln (Sunda-Archipel) sind eine weitflächige Inselgruppe in Südostasien zwischen Australien und der Halbinsel Malakka mit vier sehr großen und tausenden kleiner Inseln. Ihr überwiegender Teil gehört politisch zu Indonesien.
Geografisch werden sie auch als Malaiischer Archipel bezeichnet, der in der Eiszeit - bei etwa 100 Meter tieferem Wasserstand - teilweise zusammen hängende Gebirgsketten und eine Landbrücke zu Hinterindien bildete. Der Archipel gliedert sich in Ost-West-Richtung in zwei sehr unterschiedliche Teile:
Große Sunda-Inseln mit Sumatra (im Westen, gegenüber der Malaiischen Halbinsel) und dem anschließenden Java, der indonesischen Hauptinsel,
sowie dem riesigen Borneo (Kalimantan, viertgrößte Insel der Welt) und Sulawesi (früher meist Celebes genannt).
Die Kleinen Sunda-Inseln schließen sich östlich an die Großen Sunda-Inseln an: Bali, Lombok, Sumbawa, Flores usw. bis Timor und einer Inselkette bis vor die Küste Neuguineas,
sowie nördlich davon die verstreute Gruppe der Molukken.
Alle großen und die meisten kleineren Sundainseln sind jeweils von einem Kranz kleinerer bis kleinster Inseln umgeben.
Zwischen den Inseln liegen ringförmig um Borneo und Celebes folgende, bis zu 600 km breite Meere:
- Südchinesisches Meer, Javasee (nordwestlich und südlich Borneos)
- Celebessee, Floressee, Banda- und Molukkensee.
- im Südosten ferner die Timorsee (gegen Australien) und die Arafura- und Ceressee (westlich Neuguineas).
Siehe auch
- Insulinde, niederländisch Indien, Philippinen
Kategorie:Inselgruppe
Kategorie:Geographie (Indonesien)
Inselgruppe]
Eine Inselgruppe ist eine Ansammlung mehrerer (kleineren) Inseln.
Im weiten Sinne werden alle Ansammlungen von Inseln als "Inselgruppe" bezeichnet, wobei die Größe keine Rolle spielt.
Im engeren Sinne bezeichnet man nur kleinere Inselansammlungen als "Inselgruppe". Größere Ansammlungen nennt man Archipel.
Sind die Inseln aneinandergereiht nennt man sie Inselkette.
Einige Inselgruppen
- Molukken
- Philippinen
- Balearen
- Galápagos-Inseln
- Polynesien
- Kanaren
- Kapverdische Inseln
- Mikronesien
- Melanesien
- Magdalenen
- Sundainseln
- Japan
- Andamanen und Nikobaren
Kategorie: Physische Geographie
Inselkette
Eine Inselkette ist eine bestimmte Form von der Inselgruppe, bei denen die einzelnen Inseln aneinander gereiht positioniert sind.
Meist ist eine Inselkette vulkanischen Ursprungs. Liegt die Inselkette am Rand einer Subduktionszone, handelt es sich im allgemeinen um einen Inselbogen.
Einige Inselketten
- Alëuten, sichelförmige Inselkette
- Antillen (Karibik), (Kuba bis Aruba) fast 3500 km
- Inseln unter dem Winde
- Inseln über dem Winde
- Äolischer Inselbogen (Italien)
- Bermuda
- Florida Keys etwa 350 km
- Friesische Inseln
- Hawaii über 3000 km schnurstracks Nordwest (Pazifik, USA)
- Kornaten (Kroatien)
- Kanarische Inseln (Nordwest-Afrika)
- Lofoten
- Maskarenen im Indischen Ozean
- Neu-Hebriden Inselbogen (Vanuatu) im Südwest-Pazifik
- ostasiatischer Inselbogen im Pazifik von den Kurilen bis Taiwan
- Kurilen 1200 km (Russland/ Japan)
- Japanische Inselkette: etwa 5000 km; die größten dieser Inseln sind Sachalin (russisch), Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyushu
- Ryukyu-Inseln mit Okinawa
- Sumatra, Java und Kleine Sunda-Inseln
- Tuvalu-Inselkette
- Marsvulkane am Tharsis-Plateau
Kategorie:Physische Geographie
MittelmeereMittelmeere sind sehr große Nebenmeere der Ozeane, die mit diesen verbunden sind, aber durch große Festland-Flächen und Festland-Halbinseln sowie größere Inselketten oder/und im Meer liegende Schwellen und Rücken deutlich vom Weltmeer abgegrenzt sind.
Von den Mittelmeeren sind die deutlich kleineren | | |