Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Autonome Region (Spanien)

Autonome Region (Spanien)

Als autonome Gemeinschaften (spanisch comunidades autónomas) werden die Regionen Spaniens bezeichnet. Die autonomen Gemeinschaften sind Gebietskörperschaften, die im Rahmen der spanischen Verfassung mit bestimmten Kompetenzen in Gesetzgebung und Vollziehung ausgestattet werden. Das Maß der jeweils eingeräumten Autonomie variiert dabei von Gemeinschaft zu Gemeinschaft. Spanien besteht insgesamt aus 17 autonomen Gemeinschaften. Dazu kommen noch die beiden autonomen Städte (ciudades autónomas) Ceuta und Melilla. Die autonomen Gemeinschaften gliedern sich ihrerseits teilweise in bis zu acht Provinzen.

Entstehung

Die Einteilung Spaniens in autonome Gemeinschaften gründet sich auf die spanische Verfassung von 1978 (Artikel 2), die den Gemeinschaften auch (anders als etwa in Frankreich) ausdrücklich ihre Autonomie garantiert. Die Bildung der autonomen Gemeinschaften wird dabei durch Artikel 143 geregelt. Die Verfassung von 1978 fixiert in ihrem Artikel 143 einen in dieser Art weltweit einmaligen Prozess der Bildung von regionalen Gebietskörperschaften durch einen freien Zusammenschluss von Provinzen. Die Provinzen bestanden (als bloße Verwaltungssprengel der Zentralregierung) schon lange und wurden so als geeignete Grundlage für die Entstehung der autonomen Gemeinschaften betrachtet. Sieben der 17 entstandenen autonomen Gemeinschaften bestehen dabei aus nur einer Provinz. Die Verfassung sieht dabei nur einen flexiblen Rahmen für die jeweiligen Autonomiestatute vor, der für jede Gemeinschaft individuell eine weitergehende oder engere Autonomie ermöglicht. Die Autonomiestatute der einzelnen Regionen – die im Gegensatz zu einem Bundesstaat der Zustimmung des nationalen Parlaments bedürfen – wurden nach teilweise jahrelangen Diskussionen zwischen 1979 und 1983 verabschiedet. Darauf folgte ein jahrelanger Prozess mit allmählich zunehmender Autonomie, der unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass schon die Verfassung mehrjährige Übergangsfristen vorsah, innerhalb derer die autonomen Gemeinschaften allmählich von einer „Vor-Autonomie“ zu einer „vollen Autonomie“ gelangen sollten – wobei „volle“ Autonomie nicht mit Unabhängigkeit zu verwechseln ist. Aber auch innerhalb der beiden von der Verfassung (in Artikel 148 Absatz 2) vorgesehenen Gruppen „vor-“ und „vollautonomer“ Gemeinschaften gab es von Anfang an erhebliche Unterschiede. Zu den 17 autonomen Gemeinschaften kamen 1995 noch die beiden autonomen Städte Ceuta und Melilla, die eine ähnliche Autonomie genießen. So ist heute (bis auf einige kleine Inseln vor Marokko, die als sogenannte plazas del soberanía unmittelbar der Zentralregierung in Madrid unterstehen) ganz Spanien in autonome Gemeinschaften (bzw. autonome Städte) aufgeteilt.

Charakterisierung der autonomen Gemeinschaften

Die autonomen Gemeinschaften sind sehr heterogen und zeigen eine überraschende Vielfalt. So sind die beiden kleinsten Gemeinschaften, die Balearen und La Rioja, nur ca. 5.000 km² groß, während die beiden größten, Andalusien und Kastilien-León mit jeweils ca. 90.000 km² größer sind als Österreich. Auch die Bevölkerungszahl ist sehr unterschiedlich (280.000 in La Rioja, fast 7,5 Millionen in Andalusien). Dies erklärt zum Teil auch die großen Unterschiede im Grad der Autonomie, da sich auch die jeweilige Leistungsfähigkeit der Gemeinschaften zu einem wichtigen Teil aus ihrer Größe ergibt. So kann grob auch gesagt werden, dass die kleineren autonomen Gemeinschaften für sich nur eine schwächer ausgeprägte Autonomie in Anspruch nehmen, während die großen zahlreiche Kompetenzen des Gesamtstaats übernehmen. Eine gewisse Sonderstellung nehmen vor allem das Baskenland und Katalonien ein, die beide ein besonders weitgehendes Bedürfnis nach Autonomie haben. So haben beide Gemeinschaften ihre eigenen Polizeikörper (Ertzaintza im Baskenland und Mossos d'Esquadra in Katalonien). Diese besondere Rolle ist vor allem auf die jeweilige Geschichte zurückzuführen, die (jedenfalls nach Darstellung baskischer und katalanischer Nationalisten) jahrhundertelang von Bevormundung und Unterdrückung durch die Zentralregierung in Madrid geprägt war. Ihren Höhepunkt fand diese Entwicklung – nach einer kurzen Phase der Autonomie während der Zeit der Republik – unter dem faschistischen Regime Francisco Francos. Nach dem Tod Francos und der Wiederherstellung der Monarchie waren die autonomen Gemeinschaften nicht zuletzt zur Bewahrung der brüchig gewordenen Einheit des spanischen Staats gedacht. Daraus erklärt sich auch, dass trotz der Einteilung Spaniens in autonome Gemeinschaften und der teilweise sehr weitreichenden Kompetenzen die spanische Verfassung in ihrem Artikel 2 bestimmt, dass „die Verfassung sich auf der unauflöslichen Einheit der spanischen Nation [gründet]“. In diesem Spannungsfeld zwischen Autonomie und Einheit ist auch die in den letzten Jahren vor allem vom Baskenland ausgegangene Diskussion über eine Neuregelung der Kompetenzverteilung zwischen dem Gesamtstaat und den autonomen Gemeinschaften zu sehen. Auch derzeit sorgt gerade ein Entwurf für ein neues Autonomiestatut für Katalonien für große Aufregung, das Katalonien und die Katalanen als eine „Nation“ bezeichnet.

Liste der autonomen Gemeinschaften

Die 17 autonomen Gemeinschaften sind (in alphabetischer Reihenfolge):
- Andalusien (spanisch Andalucía)
- Aragonien (spanisch Aragón, katalanisch Aragó)
- Asturien (asturisch Asturies, spanisch Asturias)
- Balearische Inseln (katalanisch Illes Balears, spanisch Islas Baleares)
- Baskenland (baskisch Euskadi, spanisch País Vasco)
- Extremadura
- Galicien (galicisch Galiza, spanisch Galicia)
- Kanarische Inseln (spanisch Islas Canarias)
- Kantabrien (spanisch Cantabria)
- Kastilien-La Mancha (spanisch Castilla-La Mancha)
- Kastilien-León (spanisch Castilla y León)
- Katalonien (katalanisch Catalunya, spanisch Cataluña)
- La Rioja
- Madrid (spanisch Comunidad de Madrid)
- Murcia (spanisch Región de Murcia)
- Navarra (baskisch Nafarroa)
- València (valencianisch Comunitat Valenciana, spanisch Comunidad Valenciana)

Siehe auch


- Liste der spanischen autonomen Gemeinschaften nach Fläche
- Liste der spanischen autonomen Gemeinschaften nach Einwohnerzahl
- Liste der Flaggen der autonomen Gemeinschaften Spaniens
- Liste der ISO 3166-2-Codes für Spanien

Weblinks


- [http://www.map.es/servicios_al_ciudadano/politica_autonomica/datos_de_CCAA_y_enlaces/index.html Informationen zu den autonomen Gemeinschaften vom Ministerium für öffentliche Verwaltung (spanisch)] Kategorie:Spanien ja:スペインの地方行政区画 ko:에스파냐의 자치 지방 simple:Autonomous communities of Spain

Region

Als Region bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch ein Gebiet, dessen Bewohner eine enge kulturelle, sprachliche oder wirtschaftliche Bindung pflegen, wie zum Beispiel Ruhrgebiet, Rhein-Main, Region Saar-Lor-Lux, Euregio Maas-Rhein, Region Köln/Bonn, Mitteldeutschland. Eine Region ist in der Regel räumlich zusammenhängend. Sie hat meistens aufgrund ihrer historischen, geographischen, klimatischen oder wirtschaftlichen Entwicklung ganz spezielle Eigenheiten - regionale Kultur und Tradition, regionale Sprache (Dialekt), regionale Küche, regionale Wirtschaftsentwicklung (behandelt im Rahmen der Regionalökonomie) usw. Deshalb liegen die Aspekte einer Region vorwiegend bei den kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren. In der Abgrenzung zum Landschaftsbegriff konnte keine allgemein gültige Definition gefunden werden. Als weitere Bezeichnungen für Region findet man deshalb auch Gegend oder Landschaft. In einigen Bundesländern Deutschlands wurden Regionen bzw. Regionalverbände eingerichtet, zu deren Aufgabenbereich die Regionalplanung (Landesentwicklungsplan etc.) gehört. In Baden-Württemberg wurden z. B. zum 1. Januar 1973 insgesamt 12 Regionalverbände bzw. Regionen eingerichtet, die jeweils aus etwa 3 bis 4 Stadtkreisen bzw. Landkreisen bestehen. Die Regionen tragen meist landschaftsbezogene Namen. Sie sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Als „Parlament“ haben sie eine Verbandsversammlung. Die Region Hannover ist ein Kommunalverband besonderer Art, der 2001 durch Fusion des Landkreises Hannover und der vormals kreisfreien Stadt Hannover entstand. In diesem zweiten Sinne wird heute auch vom Europa der Regionen als politisches Konzept gesprochen. Siehe auch:
- Liste der Regionen in der Schweiz !Region ja:地方

Gebietskörperschaft

Eine Gebietskörperschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die sich durch ihre Beziehung zu einem Territorium in Form von Hoheitsgewalt im Rahmen der ihr zugewiesenen Aufgaben über alle Personen, die sich auf ihrem Gebiet aufhalten (Gebietshoheit), und Mitgliederkraft Wohnsitz (bzw. Sitz bei juristischen Personen) auszeichnet. Es handelt sich somit um eine Organisationseinheit, der einzelne Aufgaben für einen bestimmten Teil des Staatsgebiets zugewiesen sind. Gebietskörperschaften zeichnen sich durch Selbstorganisation und Kommunale Selbstverwaltung durch eigene Organe (z.B. Bürgermeister, Gemeinderat) im Rahmen der ihnen zugewiesenen Aufgaben aus. Teile des Staatsgebiets können gleichzeitig verschiedenen Gebietskörperschaften auf unterschiedlicher Ebene zugewiesen sein. Bestes Beispiel hierfür sind die kommunalen Gebietskörperschaften Gemeinde und Landkreis. Eine Gebietskörperschaft ist in der Regel eine juristische Person des öffentlichen Rechts und somit selbständiges Rechtssubjekt. Die Bundesrepublik Deutschland und die einzelnen Länder sind ebenfalls Gebietskörperschaften, die wegen ihrer Staatsqualität eine Sonderstellung inne haben. In der Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung VGR werden die Finanzen der Gebietskörperschaften, hier verstanden als "Bund", "Länder" und "Gemeinden" zusammengefasst. Zusammen mit der Sozialversicherung bilden die Gebietskörperschaften den Sektor Staat. Verwandte Themen:
- Körperschaft des öffentlichen Rechts
- Bundesrepublik
- Staatliche Souveränität
- Vertretungskörperschaft Kategorie:Politische Geographie Kategorie:Körperschaft des öffentlichen Rechts Kategorie:Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Exekutive

Die Exekutive (von lat. 'exsequi' = ausführen, auch: ausführende Gewalt oder vollziehende Gewalt) ist in der Staatstheorie eine der drei unabhängigen Gewalten (Gewaltenteilung) neben Legislative (Gesetzgebung) und Judikative (Rechtsprechung). Sie umfasst die Regierung (Gubernative) und die öffentliche Verwaltung (Administrative), der in erster Linie die Ausführung der Gesetze anvertraut ist. Auch die Exekutive kann normsetzende Befugnisse wahrnehmen, zum Beispiel mit dem Recht auf Erlass von Rechtsverordnungen. Dabei haben Verordnungen nicht den Status von Gesetzen, sondern werden vielmehr von bestehenden Gesetzen abgeleitet. Zur Exekutive gehören in Deutschland die Bundesregierung, die Länderregierungen, die Landesverwaltungen und alle nachgeordneten Vollzugsorgane, wie zum Beispiel Polizei und Finanzamt. Aber auch die Kreisverwaltungen (Landratsamt), Stadtverwaltungen und Gemeindeverwaltungen gehören zu der vollziehende Gewalt der Kommunen. Die vollziehende Gewalt ist an Gesetz und Recht gebunden (vgl. auch Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG). In der Schweiz heißt die Exekutive auf Bundesebene Bundesrat und auf kantonaler Ebene Regierungsrat (seltener Staatsrat oder schlicht Regierung). Bundesrat und Regierungsrat ist dabei sowohl die Bezeichnung des Gremiums, wie auch der Titel jedes Mitgliedes des Gremiums. Die Kompetenzbereiche der Bundes- und Regierungsräte heißen Departemente (Ministerien). Die Vollzugsorgane sind den Departementen untergeordnet. Kategorie:Politischer Begriff Kategorie:Staats- und Verfassungsrecht Kategorie:Staatsgewalt ja:行政 ms:Eksekutif

Ceuta

Ceuta [] ist eine autonome spanische Exklave an der Mittelmeerküste Marokkos, nahe der Straße von Gibraltar. Wie Melilla gehört Ceuta politisch zu Spanien, geographisch jedoch zu Afrika. Sie ist eine 18,5 km² große Halbinsel, die 21 km von der Küste der spanischen Halbinsel entfernt ist. Die Stadt ist bekannt als Anlaufpunkt für illegale Immigration von Afrikanern in die Europäische Union.

Geschichte

Die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt begann mit den Phöniziern. Es ist aber nicht gesichert, ob an der Stelle des heutigen Ceuta dauerhafte Siedlungen existierten. Die Griechen nannten den Ort Επτά Αδελφοί (Heptá Adelphoí - Sieben Brüder). 319 v. Chr. übernahmen die Karthager die Stadt, nach dem Zweiten Punischen Krieg wurde Ceuta als Septem Fratres (Sieben Brüder) römisch, und die Einwohner erhielten das römische Bürgerrecht. Ceutas strategische und wirtschaftliche Bedeutung wuchs, und sie wurde neben dem konkurrierenden Tanger zur bedeutendsten Stadt der römischen Provinz Mauretania Tingitana. 429 eroberten die Vandalen die Stadt, 534 fiel sie wieder an das Byzantinische Reich als Nachfolger des Römischen Reiches, um dann 616 von den Westgoten erobert zu werden. Im Jahr 709 nahmen schließlich die Araber die Stadt ein, zwei Jahre, bevor sie auf die spanische Halbinsel zogen und diese für Jahrhunderte besetzten. 1415 wurde die Stadt von König Johann I. für Portugal während der Reconquista zurückerobert. 1668 wurde Ceuta als Ergebnis des Restaurationskrieges im Frieden von Lissabon von Portugal an Spanien abgetreten. Nach der Unabhängigkeit Marokkos (1956) wurde Ceuta ein Souveräner Ort (Plaza de soberanía), der direkt der spanischen Regierung unterstellt war. Ceuta ist seit 1995 eine Autonome Stadt (spanisch ciudad autónoma) und genießt ähnliche Rechte wie die autonomen Gemeinschaften. Sinngemäß das gleiche gilt für Melilla, während die drei unbewohnten Plazas del Soberanía unmittelbar der spanischen Regierung unterstehen.

Weitere Daten

Bevölkerungsdichte: 4.035 Einw./km²
höchste Erhebung: 345 m

Aktuelles

Migranten aus schwarzafrikanischen Ländern versuchen über Algerien und Marokko nach Melilla und Ceuta zu gelangen, um nach Spanien oder in andere Länder der EU einzureisen. Siehe auch den Artikel zu Melilla.

Weblinks

[http://www.ceuta.es Offizielle Website der Stadt Ceuta] Kategorie:Spanische autonome Gemeinschaft Kategorie:Exklave ja:セウタ zh-min-nan:Ceuta

Melilla

Melilla [] ist eine zu Spanien gehörende autonome Stadt an der Mittelmeerküste von Marokko. Wie Ceuta gehört sie politisch zu Spanien, geographisch jedoch zu Afrika. Bis 1995 wurde Melilla als Teil der Provinz Málaga betrachtet. Seitdem verfügt die Exklave über ein Autonomiestatut, ähnlich wie die autonomen Gemeinschaften. In ihr leben rund 68.000 Menschen (Stand: 2004). In ISO 3166-1 ist die Kombination EA für Melilla und Ceuta reserviert.

Lage

Die Stadt liegt auf einer Halbinsel und ist von Wallanlagen umgeben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Industriezweige Melillas sind die Fischverarbeitung und der Schiffbau. Vom Freihafen aus werden vor allem Fisch, Obst, Eisen und Blei exportiert. Der grenzübergreifende Handel sowie finanzielle Transfers aus dem spanischen Festland oder der restlichen EU sind weitere wirtschaftliche Stützen der Stadt.

Geschichte

Melilla geht auf eine Gründung der Phönizier zurück (Rusadir). Die Stadt war zunächst Grenzbefestigung des Königreichs von Tlemcen und des Königreichs von Fez. 1497 wurde die Stadt von Spanien erobert. Seit der Staatsgründung im Jahr 1956 beansprucht Marokko Melilla, das benachbarte Ceuta sowie einige kleine spanische Inseln vor der afrikanischen Küste.

Aktuelles

Migranten aus schwarzafrikanischen Ländern versuchen über Algerien und Marokko nach Melilla zu gelangen, um nach Spanien oder in andere Länder der EU einzureisen. Die Stadt ist zum Schutz vor illegaler Einwanderung mit zwei Zäunen (3 m und 8 m hoch), Bewegungsmeldern, Nachtsichtgeräten und Kameras gesichert; die Guardia Civil patrouilliert hier. Die Situation verschärfte sich Ende September 2005, da sich unter den Migranten herumgesprochen haben dürfte, dass Spanien die Zäune verstärken will. Während der Grenzübertritte kam es seit Ende September/Anfang Oktober 2005 vermehrt zu Todesfällen. Marokko schob Flüchtlinge ab, die an den Grenzanlagen von Melilla gescheitert waren. Dabei wurde Marokko von internationalen Hilfsorganisationen beschuldigt, Flüchtlinge in der Wüste ausgesetzt zu haben. Die marokkanische Regierung dementierte diese Vorwürfe. Die Notwendigkeit einer umfassenden politischen Lösung dieser Probleme zeichnet sich zunehmend ab.

Söhne und Töchter der Stadt


- Fernando Arrabal, spanisch-französischer Schriftsteller und Dichter Kategorie:Spanische autonome Gemeinschaft Kategorie:Enklave ja:メリリャ zh-min-nan:Melilla

Liste der Provinzen Spaniens

Spaniens ist in 17 Autonome Regionen und 2 Autonome Städte mit unterschiedlichen Ausmaßen an Eigenständigkeit gegliedert. Unterhalb der Autonomen Regionen ist der Staatsverband in 50 Provinzen unterteilt. Viele der spanischen Provinzen sind nach der jeweiligen Hauptstadt benannt. Lediglich zwei Städte, Mérida in der Extremadura und Santiago de Compostela in Galicien, sind zwar Hauptstadt einer Autonomen Region, jedoch nicht Hauptstadt einer Provinz. Sieben Autonome Regionen bestehen aus einer einzigen Provinz: Asturien, Balearen, Kantabrien, La Rioja, Madrid, Murcia und Navarra. Die Provinzen untergliedern sich ihrerseits in Gemeinden (span. municipios). Siehe hierzu die Liste der Gemeinden in den jeweiligen Provinzen.

Institutionen und Funktion

In denjenigen Autonomen Regionen, die aus mehreren Provinzen bestehen, verfügen die Provinzen jeweils über eine Diputación Provincial als Selbstverwaltungsorgan zwischen Region und Gemeinden (municipios). Außerdem wird die Einteilung in Provinzen von der spanischen Zentralverwaltung sowie zu statistischen Zwecken verwendet. Bei den Wahlen zum spanischen Parlament dienen die Provinzen und die beiden zu keiner Provinz gehörenden Autonomen Städte Ceuta und Melilla als Wahlkreise. Dabei wird in jeder Provinz nach Verhältniswahlrecht eine ihrer Einwohneranzahl entsprechende Zahl von Abgeordneten gewählt.

Provinzen nach Autonomen Regionen

Die 50 Provinzen verteilen sich im Einzelnen wie folgt auf die Autonomen Regionen:
- Andalusien (span. Andalucía): Provinzen: Almería, Cádiz, Córdoba, Granada, Huelva, Jaén, Málaga, Sevilla
- Aragón (katalanisch Aragó): Provinzen: Huesca, Teruel, Saragossa
- Asturien (span. Asturias, asturisch Asturies): Provinz=Region
- Balearische Inseln (span. Islas Baleares, katalanisch Illes Balears): Provinz=Region
- Baskenland (span. País Vasco, baskisch Euskadi): Provinzen: Álava (baskisch Araba), Bizkaia (span. Vizcaya), Gipuzkoa (span. Guipúzcoa)
- Extremadura: Provinzen: Badajoz, Cáceres
- Galicien (span. Galicia, galicisch Galiza): Provinzen: A Coruña (span. La Coruña), Lugo, Ourense (span. Orense), Pontevedra
- Kanarische Inseln (span. Islas Canarias): Provinzen: Las Palmas, Santa Cruz de Tenerife
- Kantabrien (span. Cantabria): Provinz=Region
- Kastilien-León (span. Castilla y León): Provinzen: Ávila, Burgos, León, Palencia, Salamanca, Segovia, Soria, Valladolid, Zamora
- Kastilien-La Mancha (span. Castilla-La Mancha): Provinzen: Albacete, Ciudad Real, Cuenca, Guadalajara, Toledo
- Katalonien (span. Cataluña, katalanisch Catalunya): Provinzen: Barcelona, Girona (span. Gerona), Lleida (span. Lérida), Tarragona
- La Rioja: Provinz=Region
- Madrid (Comunidad de Madrid): Provinz=Region
- Murcia (Región de Murcia): Provinz=Region
- Navarra (baskisch Nafarroa): Provinz=Region
- Valencia (span. Comunidad Valenciana, valencianisch Comunitat Valenciana): Provinzen: Valencia (valencian. València), Castellón (valencian. Castelló), Alicante (valencian. Alacant)

Alphabetische Übersichtstabelle

Geschichte

Die heutigen spanischen Provinzen wurden im Jahre 1833 durch die Verwaltungsreform von Javier de Burgos geschaffen. Dabei wurden die größeren historischen Territorialeinheiten aufgelöst und das spanische Territorium nach dem Vorbild der französischen Départements in ungefähr gleich große Provinzen aufgeteilt, die jeweils nach ihrer Hauptstadt benannt wurden. Lediglich die baskischen Provinzen Vizcaya, Guipúzcoa und Álava sowie Navarra behielten ihre traditionelle Steuerautonomie und ihre alten Namen. Die Einteilung in Provinzen blieb bis zur Verabschiedung der neuen spanischen Verfassung von 1978 die Grundlage der territorialen Gliederung Spaniens. Lediglich während der zweiten spanischen Republik besaßen Katalonien (ab 1931) und das Baskenland (ab 1936) autonome Regionalregierungen. Durch die Verfassung von 1978 wurde die Bildung von Autonomen Regionen (Comunidades Autónomas) aus einer oder mehreren Provinzen ermöglicht. In den sieben Autonomen Regionen, die nur aus einer Provinz bestehen (Asturien, Balearen, Kantabrien, La Rioja, Madrid, Murcia und Navarra) gingen die Selbstverwaltungsfunktionen der Provinzen auf die neugeschaffenen Regionen über. Die Provinzen Oviedo (Asturien), Palma de Mallorca (Balearen), Santander (Kantabrien) und Logroño (La Rioja) übernahmen auch den Namen der jeweiligen Region anstelle des Namens der Hauptstadt. In den übrigen Regionen bestehen die Provinzen als eigene Ebene der Selbstverwaltung fort. Vor allem in Katalonien wird die Provinzeinteilung jedoch als künstlich betrachtet und gefordert, sie durch die Comarques zu ersetzen. Kategorie:Spanien Spanien, Provinzen ko:에스파냐의 주

1978

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Kranich (lat. Grus grus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Willy Ritschard wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Großbritannien, Irland und Dänemark werden Vollmitglieder der Europäischen Gemeinschaft
- 1. Januar: Bildung der Gemeinde Feldhorst, Kreis Stormarn, aus den bisher eigenständigen Dörfern Steinfeld und Havighorst (KO)
- 2. Januar: In Hamburg feiert die Staatsoper ihr 300jähriges Bestehen
- 17. Januar: Die Poullain-Affäre kostet den nordrhein-westfälischen Finanzminister Friedrich Halstenberg (SPD) sein Amt. Die Westdeutsche Landesbank Girozentrale kündigt am selben Tag nachträglich fristlos ihrem zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Ludwig Poullain
- 25. Januar: Swasiland wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Februar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Komoren und Deutschland
- 2. Februar: trat der damalige deutsche Verteidigungsminister Georg Leber von seinem Amt zurück. Den Anlass für den Sturz bildete dabei eine Abhör-Affäre des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), für die er die Verantwortung übernahm
- 15. Februar: Kap Verde wird Mitglied in der UNESCO
- 24. Februar: Aufnahme Spaniens in den Europarat
- 13. März: Der frühere italienische Ministerpräsident Aldo Moro wird von der Terrorgruppe Brigate Rosse (Rote Brigaden) entführt und später ermordet
- 15. März: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mauritius
- 18. März: Todesurteil gegen den ehemaligen pakistanischen Ministerpräsidenten Zulfikar Ali Bhutto wird verhängt
- 27. April: Afghanistan. Militärputsch gegen Mohammad Daud. Taraki wird neuer Präsident und Amin zweiter Mann im Staat
- 8. Mai: Reinhold Messner und Peter Habeler besteigen als erste Menschen den Mount Everest ohne Sauerstoffgerät
- 13. Mai: Komoren. Präsident Ali Soilih wird durch den ehemaligen Präsidenten Ahmed Abdallah unter Mitwirkung von Bob Denard gestürzt
- 17. Juni: Jacques de Larosière, Frankreich, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 26. Juni: Bombenanschlag auf das Schloss Versailles durch bretonische Separatisten
- 7. Juli: Die Salomonen werden von Großbritannien unabhängig
- 10. Juli: Staatspräsident Mokhtar Ould Daddah von Mauretanien wird während eines Militärputschs gestürzt
- 13. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Argentinien sowie zwischen Deutschland und Indonesien
- 17. Juli: Ali Abdallah Saleh wird Staatspräsident des Nordjemen
- 25. Juli: In London wird das erste Retortenbaby geboren
- 26. Juli: Das Landgericht Hamburg weist die Sexismus-Klage von Alice Schwarzer ab
- 21. August: Gründung der Deutschen Botschaftsschule Peking, Volksrepublik China
- 26. August: Johannes Paul I. wird zum Papst gewählt
- 26. August: Sigmund Jähn fliegt als erster Deutscher ins Weltall
- 19. September: Salomonen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 22. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Schweden
- 27. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Finnland. In Kraft seit dem 25. April 1979
- 1. Oktober: Tuvalu wird unabhängig von Großbritannien
- 16. Oktober: Johannes Paul II. wird zum Papst gewählt
- 20. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Neuseeland
- 2. November: Namibia wird Mitglied in der UNESCO
- 3. November: Dominica wird unabhängig von Großbritannien
- 5. November: 50,47 % der Österreicher stimmen bei einer Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf, das erste und einzige kommerzielle Kernkraftwerk in Österreich
- 11. November: Maumoon Abdul Gayoom wird Staatspräsident auf den Malediven
- 23. November: der Genfer Wellenplan zur Neuordnung der Sendefrequenzen der Rundfunksender im Lang- und Mittelwellenbereich tritt in Kraft
- 25. November: Abkommen zwischen Deutschland und Oman über wirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit
- 27. November Es wird die Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK (Partîya Karkêren Kurdîstan) im Dorf Fis bei Landkreis Lice in Diyarbakir bekannt gegeben. Vor der Gründung war die Partei als „Apocular“ bekannt, die von 1974 bis 1978 ideologisch, politisch und soziologische Untersuchungen zu der kurdischen Gesellschaft durchführten. Gründer, Vorsitzender, Stratege und Ideologe der PKK ist seit der Gründung Abdullah Öcalan
- 5. Dezember: Afghanistan. Unterzeichnung eines Vertrages über „Freundschaft, gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit“ durch Taraki in Moskau
- 8. Dezember: Dominica wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 19. Dezember: Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Jemen
- 22. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Israel
- 27. Dezember: Spanien. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- Die Vereinten Nationen entsenden Mission UNIFIL in den Libanon, um den libanesischen Bürgerkrieg beenden zu helfen
- Beitritt Liechtensteins zum Europarat
- Erstausstrahlung von Douglas Adams' Per Anhalter durch die Galaxis auf BBC Radio 4
- Die Kommunisten übernehmen die Macht in Afghanistan

Kultur


- In Rennes (Frankreich) findet das 5. Festival des Arts Traditionnels statt, bei dem sowohl Amateur- als auch professionelle Künstler auftreten. Es wird unter anderem die traditionelle Dhikr-Zeremonie der Dscherrahi-Derwische aus Istanbul (Türkei) unter der Leitung von Sheikh Muzaffer Efendi aufgeführt, nachdem die türkische Regierung erstmals die Erlaubnis dazu gegeben hat, dass Anhänger eines Sufi-Ordens die Türkei zu diesem Zweck verlassen dürfen
- 12. April: Uraufführung der Oper Le Grand Macabre von György Ligeti an der Königlichen Oper in Stockholm
- 9. Juli: Uraufführung der Oper Lear von Aribert Reimann an der Bayerischen Staatsoper in München
- 1. Oktober: Uraufführung der Oper Christophorus oder Die Vision einer Oper von Franz Schreker in Freiburg im Breisgau
- 25. Dezember: Uraufführung der Oper Der Engel von Prag von Cesar Bresgen am Festspielhaus Salzburg

Gesellschaft


- 1978 ist ein „Dreipäpstejahr“: Nach dem Tod von Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini (Paul VI.) wurde Albino Luciani (Johannes Paul I.) zum Papst gewählt, starb allerdings nach 33 Tagen im Amt, bevor Karol Wojtyła (Johannes Paul II.) Papst wurde

Katastrophen


- 1. Januar: Bombay, Indien. Eine Boeing 747 der Air India explodierte und stürzte ins Meer, Minuten nach dem Start. Alle 213 Menschen an Bord starben
- 1. März: Los Angeles, Kalifornien, USA. Eine McDonnell Douglas DC-10 der Continental Airlines auf dem Weg nach Honolulu, Hawaii, schießt über die Landebahn hinaus und geht sofort in Flammen auf. Durch die schnelle Reaktion der Flughafen-Feuerwehr starben nur 3 Menschen, 195 konnten gerettet werden
- 17. März: Ölpest vor der bretonischen Küste: Der Öltanker Amoco Cadiz (BP/Amoco, USA) sinkt und verliert 223.000 t Rohöl
- 20. April: Russland. Eine Boeing 707 der Korean Air war durch russische Kampf-Jets beschossen und zur Notlandung auf einem zugefrorenen See gezwungen worden. 2 Menschen starben, 107 überlebten
- 8. Mai: Pensacola, Florida, USA. Eine Boeing 727 der National Airlines stürzt beim Landeanflug auf Pensacola in ca. 4 m tiefes Wasser. 3 Menschen starben
- 18. Mai: der 351 Meter hohe Sendemast des Langwellensenders Zehlendorf bricht nach einer Flugzeugkollision zusammen.
- 26. Juni: Toronto, Kanada. Eine Douglas DC-9 der Air Canada schoss beim Start über die Landebahn hinaus. 2 von 107 Menschen an Bord starben.
- 11. Juli: San Carlos de la Rapita/Costa Dorada, Spanien. Ein mit 23 Tonnen Propylen-Flüssiggas beladener Tankwagen kommt von der Nationalstraße 340 ab. Er durchbricht die Mauer des Campingplatzes [Los Alfaques], wo er explodiert und den Platz in eine Flammenhölle verwandelt. 216 Menschen sterben und über 300 werden verletzt, davon 64 schwer.
- 3. September: Schweres Erdbeben auf der Schwäbischen Alb mit Epizentrum Albstadt, Stärke 7–8 auf der 12-teiligen Mercalli-Skala (Stärke 6 auf der Richterskala)
- 16. September: Erdbeben der Stärke 7,8 im Iran, ca. 15.000 Tote
- 25. September: Über San Diego stößt eine Boeing 727 der Pacific Southwest Airlines mit einem Sportflugzeug vom Typ Cessna 172 zusammen und stürzt auf ein Siedlungsgebiet nördlich der Innenstadt. 151 Menschen sterben in den Flugzeugen insgesamt und am Boden ca. 10 durch Zerstörungen der Wrackteile. Es war eines der schwersten Unglücke in den USA.
- 15. November: Colombo, Sri Lanka. Eine Douglas DC-8 auf dem Rückflug von Mekka geriet in einen Wirbelsturm während des Landeanflugs auf den Flughafen Bandaranaike, etwa 1 km entfernt. 183 Menschen starben, 66 wurden gerettet.
- 23. Dezember: Palermo, Sizilien, Italien. Eine Douglas DC-9 der Alitalia stürzte beim Landeanflug ca. 6 km vor dem Flughafen ins Mittelmeer. 21 Menschen wurden durch Besatzungen von Fischerbooten gerettet, 108 Menschen starben.
- 28. Dezember: Portland, Oregon, USA. Einer Douglas DC-8 der United Airlines ging der Treibstoff kurz vor der Landebahn aus. 10 Menschen starben, 179 wurden gerettet.
- 28. Dezember: starke Schneefälle in Norddeutschland weiten sich zur Schneekatastrophe aus.

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Mario Andretti wird Formel-1-Weltmeister
- 15. Februar: Leon Spinks gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Muhammad Ali im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 9. Juni: Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 3. August: Abreise der 1. Mannschaft des FC Falke von 1930 Markt-Schwaben eV in die USA
- 20. August: An dem Tag hatte das längste Spiel in der Geschichte des Sports stattgefunden. Das Match zwischen US-Tischtennisspieler Danny Price und Randy Nunes dauerte 132 Stunden und 31 Minuten. Das Spiel wurde in das Guinness: Buch der Rekorde eingetragen
- 10. November: Larry Holmes gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Alfredo Evangelista im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch K.O
- Fußballweltmeisterschaft in Argentinien, Weltmeister wurde Argentinien vor den Niederlanden, Brasilien und Italien

Geboren


- 1. Januar: Nina Bott, deutsche Schauspielerin
- 2. Januar: David Mujiri, georgischer Fußballspieler
- 3. Januar: Mike York, US-amerikanischer Eishockeyspieler
- 4. Januar: Marius Ebbers, deutscher Fußballspieler
- 4. Januar: Alexander Weber, deutscher und argentinischer Sportler
- 4. Januar: Karine Ruby, kanadischer Snowboarder
- 4. Januar: Emily Deschanel, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Januar: Franck Montagny, französischer Rennfahrer in der Formel 1
- 5. Januar: Emilia Rydberg, schwedische Sängerin, äthiopischer Abstammung
- 7. Januar: Jean Charles de Menezes, Brasilianer, in London von Polizisten erschossen († 2005)
- 8. Januar: Leonardo Bertagnolli, italienischer Radrennfahrer
- 9. Januar: Simone Niggli-Luder, Schweizer Orientierungsläuferin
- 9. Januar: A.J. McLean, US-amerikanischer Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
- 10. Januar: Facundo Quiroga, argentinischer Fußballspieler
- 10. Januar: Tanel Tein, estnischer Basketballspieler
- 14. Januar: Shawn Crawford, US-amerikanischer Leichtathlet
- 15. Januar: Franco Pellizotti, italienischer Radrennfahrer
- 17. Januar: Ingo Rust, deutscher Politiker und MdL
- 18. Januar: Sebastian Siedler, deutscher Radrennfahrer
- 18. Januar: Stev Theloke, deutscher Schwimmer
- 18. Januar: Thor Hushovd, norwegischer Radrennfahrer
- 19. Januar: Katja Kipping, deutsche Politikerin
- 19. Januar: Bernard Williams (Leichtathlet), US-amerikanischer Leichtathlet
- 21. Januar: Faris Al-Sultan, deutscher Triathlet
- 23. Januar: Markus Dworrak, deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: Denis Nikolajewitsch Menschow, russischer Radrennfahrer
- 26. Januar: Adam Svoboda, tschechischer Eishockeyspieler
- 27. Januar: Robert Förster, deutscher Radrennfahrer
- 28. Januar: Jamie Carragher, englischer Fußballspieler
- 28. Januar: Gianluigi Buffon, italienischer Fußballspieler
- 28. Januar: Pape Bouba Diop, senegalesischer Fußballspieler
- 29. Januar: Martin Schmitt, deutscher Skispringer
- 1. Februar: Marion Wagner, deutsche Leichtathletin
- 1. Februar: Claudia Künzel, deutsche Skilangläuferin
- 3. Februar: Joan Capdevila, spanischer Fußballspieler
- 7. Februar: Daniel van Buyten, belgischer Fußballspieler
- 7. Februar: Adama Njie, gambische Leichtathletin
- 7. Februar: Colin Beardsmore, kanadischer Eishockey-Profi
- 7. Februar: David Aebischer, Schweizer Profi-Eishockey-Torhüter
- 7. Februar: Ashton Kutcher, US-amerikanischer Schauspieler und Showmoderator
- 9. Februar: Gro Marit Istad-Kristiansen, norwegische Biathletin
- 10. Februar: Don Omar, Reggaeton-Musiker
- 13. Februar: Edsilia Rombley, niederländische Sängerin
- 14. Februar: Rie Rasmussen, dänisches Fotomodell und Schauspielerin
- 15. Februar: Kerstin Tzscherlich, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 16. Februar: Vala Flosadóttir, isländische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 18. Februar: Oliver Pocher, deutscher Entertainer, Showmaster und Komiker
- 18. Februar: Josip Šimunić, kroatischer Fußballer
- 20. Februar: Julia Jentsch, deutsche Schauspielerin
- 20. Februar: Lauren Ambrose, US-amerikanische Film- und Fernsehschauspielerin
- 21. Februar: Ralf Bartels, deutscher Kugelstoßer
- 23. Februar: Lars Klingbeil, deutscher Politiker
- 27. Februar: Emelie Öhrstig, schwedische Skilangläuferin
- 28. Februar: Benjamin Raich, österreichischer Skirennläufer
- 1. März: Stefan Nimke, Profi-Radsportler
- 3. März: Britta Carlson, Bankkauffrau und erfolgreiche deutsche Fußballspielerin
- 4. März: Nathanael Ackerman, britisch-US-amerikanischer Freistilringer
- 4. März: Giovanni Zarrella, deutscher Popsänger
- 8. März: Mohammed Bouyeri, mutmaßlicher Mörder von Theo van Gogh
- 10. März: André Höhne, deutscher Leichtathlet
- 11. März: Didier Drogba, ivorischer Fußballspieler
- 11. März: Luque, spanischer Fußballspieler
- 12. März: Daniel Becke, deutscher Radrennfahrer
- 12. März: Arina Tanemura, eine japanische Manga-Zeichnerin (Mangaka
- 14. März: Pieter van den Hoogenband, niederländischer Schwimmer
- 18. März: Brooke Hanson, australische Schwimmerin
- 18. März: Charlotte Roche, deutsche Fernseh-Moderatorin
- 21. März: Rani Mukherjee, indische Schauspielerin und Fotomodell
- 21. März: Kevin Federline, US-amerikanischer Tänzer und Schauspieler
- 22. März: Heinz Winckler, südafrikanischer Sänger
- 23. März: Wálter Samuel, argentinischer Fußballspieler
- 23. März: Nicholle Tom, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. März: Bertrand Gille, französischer Handballer
- 28. März: Nafisa Joseph, indisches Model († 2004)
- 30. März: Christoph Spycher, Schweizer Fußballprofi
- 31. März: Vivian Schmitt, deutsche Pornodarstellerin
- 2. April: Nicholas Berg, im dritten Golfkrieg im Irak enthaupteter US-amerikanischer Geschäftsmann
- 4. April: Lemar, britischer Sänger
- 4. April: René Wolff, deutscher Bahnradsportler
- 5. April: Dwain Chambers, britischer Leichtathlet
- 5. April: Franziska van Almsick, deutsche Schwimmerin und Olympia-Siegerin
- 8. April: Nico Frommer, deutscher Fußballspieler
- 9. April: Vesna Pisarović, kroatische Sängerin und Komponistin
- 9. April: Jorge Andrade, portugiesischer Fußballspieler
- 10. April: Eva Bramböck, österreichische Triathletin
- 13. April: Sylvie van der Vaart, niederländische Moderatorin, Schauspielerin und Fotomodell
- 15. April: Philippe Baden Powell de Aquino, brasilianischer Pianist
- 17. April: Monika Bergmann-Schmuderer, deutsche Skirennläuferin
- 17. April: Hannu Manninen, finnischer Nordischer Kombinierer
- 18. April: Maxim Podoprigora, österreichischer Schwimmer
- 19. April: Gabriel Heinze, argentinischer Fußballspieler
- 19. April: Dorothee Mantel, deutsche Politikerin und MdB
- 19. April: James Franco, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. April: Stefan Wächter, deutscher Fussballtorhüter
- 22. April: Marc Pircher, österreichischer Musiker
- 23. April: Gezahegne Abera, Marathonläufer und Olympiasieger
- 24. April: Ronny Scholz, deutscher Radrennfahrer
- 26. April: Peter Madsen, dänischer Fußballspieler
- 27. April: Fisz, polnischer Rapper
- 27. April: Jakub Janda, tschechischer Skispringer
- 28. April: Nate Richert, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. Mai: Riitta Liisa Lassila, finnische Skilangläuferin
- 7. Mai: James Carter (Leichtathlet), US-amerikanischer Leichtathlet
- 8. Mai: Lúcio, brasilianischer Fußballnationalspieler
- 10. Mai: Mithat Demirel, deutscher Basketballspieler
- 10. Mai: Danny Draven, US-amerikanischer Horrorfilmregisseur
- 11. Mai: Laetitia Casta, französisches Fotomodell
- 12. Mai: Jason Biggs, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Mai: Gustavo Antonio Varela, uruguayischer Fußballspieler
- 15. Mai: Egoi Martínez, spanischer Radrennfahrer
- 16. Mai: Olga Alexejewna Saizewa, russische Biathletin
- 18. Mai: Ricardo Carvalho, portugiesischer Fußballspieler
- 21. Mai: Briana Banks, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 22. Mai: Katie Price, britisches Fotomodell und Boxenluder
- 23. Mai: Scott Raynor, Schlagzeuger der amerikanischen Pop-Punk-Band Blink 182
- 26. Mai: Benji Gregory, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Mai: Fabian Del Priore, deutscher Komponist, Arrangeur und Sound Designer
- 29. Mai: Sébastien Grosjean, französischer Tennisspieler
- 1. Juni: Hasna Benhassi, marokkanische Leichtathletin und Olympionikin
- 2. Juni: Nikki Cox, US-amerikanische Schauspielerin
- 3. Juni: Michael Clivot, deutscher Politiker
- 5. Juni: Fernando Meira, portugiesischer Fußballspieler
- 6. Juni: Faudel, algerischer Raïmusiker
- 9. Juni: Miroslav Klose, deutscher Profi-Fußballspieler
- 9. Juni: Matthew Bellamy, Frontmann der englischen Indie-Rockband Muse
- 11. Juni: Jasmin Hutter, Schweizer Politikerin
- 11. Juni: Joshua Jackson, US-amerikanischer Schauspieler
- 13. Juni: Natalie Alison, österreichische Schauspielerin
- 13. Juni: Mathis Künzler, Schweizer Schauspieler
- 16. Juni: Daniel Brühl, deutscher Schauspieler
- 19. Juni: Dirk Nowitzki, deutscher Basketballspieler
- 19. Juni: Glennis Grace, niederländische Sängerin
- 20. Juni: Nils Schumann, deutscher Leichtathlet
- 20. Juni: Frank Lampard, englischer Fußballspieler
- 24. Juni: Shunsuke Nakamura, japanischer Fußball-Mittelfeldspieler
- 26. Juni: Juan Román Riquelme, argentinischer Fußballspieler
- 27. Juni: Petra Frey, österreichische Schlagersängerin
- 27. Juni: Marc Terenzi, US-amerikanischer Pop-Sänger
- 1. Juli: Christoph Dabrowski, deutscher Fußballspieler
- 2. Juli: Darlington Omodiagbe, nigerianischer Fußballspieler
- 3. Juli: Mizuki Noguchi, japanische Marathonläuferin
- 3. Juli: Kim Kirchen, luxemburgischer Radrennfahrer
- 4. Juli: Emile Mpenza, belgischer Fußballprofi
- 8. Juli: Dimitrios Grammozis, griechischer Fußballspieler
- 9. Juli: Gulnara Samitowa, russische Leichtathletin
- 10. Juli: Boris Blank (Eishockeyspieler), deutscher Eishockeynationalspieler
- 11. Juli: Charlotte Engelhardt, deutsche Moderatorin und Schauspielerin
- 11. Juli: Filiz Polat, deutsch-türkische Politikerin
- 12. Juli: Michelle Rodriguez, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. Juli: Topher Grace, US-amerikanischer Schauspieler
- 13. Juli: Antonio da Silva, brasilianischer Fußballspieler
- 14. Juli: Mattias Ekström, schwedischer Autorennfahrer
- 15. Juli: Stephan Schreck, deutscher Radrennfahrer
- 16. Juli: Evi Allemann, Schweizer Nationalrätin
- 18. Juli: Rogier Oosterbaan, niederländischer Skirennläufer
- 20. Juli: Zoltan Fejer-Konnerth, Tischtennisspieler
- 21. Juli: Damian Marley, jamaikanischer Roots Reggae-Musiker
- 21. Juli: Josh Hartnett, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Juli: Louise Joy Brown, das erste Retortenbaby
- 25. Juli: Lisa Maria Potthoff, deutsche Schauspielerin
- 25. Juli: Francisco Peña, spanischer Fußballspieler
- 5. August: Kim Gevaert, belgische Leichtathletin
- 7. August: Michael Holt, Snooker-Spieler
- 7. August: Juan Miguel Mercado, spanischer Radrennfahrer
- 8. August: Alexander Bugera, deutscher Fußballspieler
- 9. August: Audrey Tautou, französische Schauspielerin
- 10. August: Oli P., deutscher Schauspieler, Sänger und Moderator
- 12. August: Hayley Wickenheiser, kanadische Eishockey- und Softballspielerin
- 13. August: Kai Schmitt, deutscher Akkordeonist und Klavierhumorist
- 13. August: Beniamin Mwaruwari, Fußballspieler aus Simbabwe
- 14. August: Marcel Fischer, Schweizer Fechter
- 15. August: Christopher Brown, Leichtathlet von den Bahamas
- 16. August: Sylvia Benzinger, deutsche Weinkönigin
- 23. August: Kobe Bryant, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. August: Yves Allegro, Schweizer Tennisspieler
- 25. August: Christian Maicon Hening, brasilianischer Fußballprofi
- 27. August: Sebastian Haseney, deutscher Nordisch Kombinierer
- 29. August: Jens Boden, deutscher Eisschnellläufer
- 4. September: Danijel Ljuboja, Fußballspieler beim VfB Stuttgart
- 4. September: Wes Bentley, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. September: Curse, deutscher Rapper
- 6. September: Süreyya Ayhan, türkische Leichtathletin
- 8. September: Marco Sturm, deutscher Eishockeyspieler
- 11. September: Dejan Stanković, serbischer Fußballspieler
- 11. September: Edward Reed, US-amerikanischer Footballspieler
- 12. September: Lukáš Došek, tschechischer Fußballspieler
- 12. September: Benjamin McKenzie, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. September: Carmen Kass, estnisches Topmodel
- 15. September: Marko Pantelić, serbischer Fußballer
- 16. September: Claudia Marx, deutsche Leichtathletin
- 16. September: Michael Uhrmann, deutscher Skispringer
- 19. September: Mariano Puerta, argentinischer Tennisspieler
- 20. September: Sarit Hadad, israelische Sängerin
- 22. September: Shay Sweet, US-amerikanische Pornodarstellerrin
- 23. September: Ingrid Jacquemod, französische Skirennläuferin
- 24. September: Wietse van Alten, niederländischer Bogenschütze
- 25. September: Martin Koukal, tschechischer Skilangläufer
- 26. September: Pascal Borel, deutscher Profi-Fußballspieler
- 28. September: Bushido (Rapper), Rapper
- 29. September: Karen Putzer, italienische Skirennläuferin
- 29. September: Kurt Nilsen, norwegischer Musiker
- 2. Oktober: Ayumi Hamasaki, japanische Pop-Musikerin
- 2. Oktober: Simon Pierro, deutscher Zauberkünstler
- 3. Oktober: Gerald Asamoah, deutscher Fußballspieler
- 3. Oktober: Claudio Pizarro, peruanischer Fußballnationalspieler
- 4. Oktober: Alexander Herr, deutscher Skispringer
- 9. Oktober: Nicky Byrne, irischer Popsänger und Mitglied der Boygroup Westlife
- 9. Oktober: Mia Aegerter, Schweizer Popsängerin und Schauspielerin
- 10. Oktober: Georgina Evers-Swindell, neuseeländische Ruderin
- 10. Oktober: Caroline Evers-Swindell, neuseeländische Ruderin
- 11. Oktober: Sascha Reinelt, deutscher Hockeyspieler
- 12. Oktober: Baden Cooke, australischer Radprofi
- 12. Oktober: Georg Hettich, deutscher Nordisch Kombinierer
- 13. Oktober: Jan Šimák, tschechischer Fußballspieler
- 13. Oktober: Jermaine O'Neal, US-amerikanischer Basketballspieler
- 14. Oktober: Paul Hunter, britischer Snooker-Spieler
- 14. Oktober: Allison Forsyth, kanadische Skirennläuferin
- 14. Oktober: Usher Raymond, US-amerikanischer R&B-Sänger
- 19. Oktober: Ruslan Chagaev, usbekischer Boxer
- 20. Oktober: Kira (Musikerin), deutsche Musikerin
- 27. Oktober: Sergei Wiktorowitsch Samsonow, russischer NHL-Profi
- 27. Oktober: Josh Ritter, Sänger und Songwriter
- 27. Oktober: Vanessa Mae, Singapurische Violinistin
- 28. Oktober: Jus

Parlament

Parlament (vom
altfranz.: parlement = Unterredung; vom franz.: parler = reden) ist die gesetzgebende Versammlung (Legislative) von Vertretern einer größeren administrativen Gebietseinheit, insbesondere
- einzelner Staaten (Zentral- oder Bundesstaat, Bundesrepublik),
- enger Vereinigungen von Staaten (z.B. USA, Europäische Union)
- und Bundesländern, Gebieten oder Kantonen.
- Keine Parlamente im staatsrechtlichen Sinne sind hingegen die Gemeindevertretung (Gemeinderäte) in Deutschland oder Österreich, oder die für politische Bezirke tätigen Gremien.

Struktur, Aufgaben und Arbeitsweise von Parlamenten

In einer Demokratie werden die Vertreter eines Parlaments durch Wahlen bestimmt, in anderen Regierungsformen finden auch Ernennungen statt. In demokratischen Staaten übt das Parlament außer der Gesetzgebung auch das Budgetrecht und die Kontrolle der Regierung aus. Abgeordnete haben gegenüber der Regierung und einzelnen Ministern das Recht auf Auskunft und gegebenenfalls zum Misstrauensantrag. Die Regelungen hierzu sind in der Verfassung des jeweiligen Staates und in der parlamentarischen Geschäftsordnung niedergelegt. Die meisten Parlamente bestehen aus zwei Häusern (Zweikammersystem; die Mitglieder der kleineren Kammern werden vielfach nicht direkt gewählt, sondern von Bundesländern entsandt). Wichtige Organe sind Parlamentspräsident(in) und Stellvertreter, Fraktions-Vorsitzende der Parlamentsparteien und die themenbezogenen Ausschüsse, in denen die Gesetzentwürfe vorbereitet werden. Hinsichtlich der Arbeitsweise unterscheidet man sog. Arbeits- und Redeparlamente:
- In einem Redeparlament (typisch dafür ist das britische Unterhaus) werden alle politischen Fragen in Diskussionen und vorwiegend im Plenum erörtert,
- während in einem Arbeitsparlament (z.B. US-Kongress) ein Großteil der Arbeit in Parlamentsausschüssen stattfindet,
- In den meisten Staaten ist das Parlament eine Mischform dieser beiden Typen.
- Unabhängig von diesen Strukturen spielt bei der Parlamentsarbeit auch das (oft als fragwürdig angesehene) Lobbying eine Rolle, das (positiver betrachtet) auch als Kooperation mit Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften oder anderen Standesvertretungen zu betrachten ist.
- In vielen Ländern ist in der abschließenden Beratung eines Gesetzentwurfs die Möglichkeit einer halb-öffentlichen Beratung vorgeschaltet, wo politische und andere große Organisationen oder Verbände ihre Stellungnahmen und Verbesserungsvorschläge einbringen können. In der Schweiz heißt dieser Vorgang Vernehmlassung. Als Parlament im weiteren Sinne werden auch Delegiertenversammlungen von internationaler Organisationen bezeichnet, z. B. die Parlamentarische Versammlung der OSZE. Vielfach haben auch Parteitage die Funktion eines "Parteiparlaments", wenngleich ihre Delegierten nicht immer gewählt, sondern auch ernannt oder nominiert werden können.

Einzelne Parlamente

Europäische Union

Das Europaparlament ist die Volkvertretung der Bürger der Europäischen Union, es hat jedoch weniger Kompetenzen als nationale Parlamente. Die Mitgliedsstaaten werden legislativ durch den Rat der Europäischen Union vertreten.

Deutschland

Deutsches Parlament auf Bundesebene ist der Bundestag. Häufig wird auch der Bundesrat als Parlament bezeichnet; staatsrechtlich gesehen ist er dies jedoch nicht, wenngleich er Funktionen eines Parlaments wahrnimmt: Er ist lediglich jenes Verfassungsorgan, durch welches die Bundesländer gemäß Grundgesetz-Artikel 50 an der Gesetzgebung des Bundes beteiligt sind. Weitere deutsche Parlamente sind die Länderparlamente. Die letzte Volkskammer der DDR vom 18. März 1990 war ebenfalls ein Parlament im wahrsten Sinn des Wortes.

Österreich

In Österreich besteht das Parlament auf nationaler Ebene aus Nationalrat als Volksvertretung und Bundesrat als Vertretung der Bundesländer.

Schweiz

In der Schweiz besteht das nationale Parlament aus einem Zweikammersystem mit Nationalrat und Ständerat als untereinander gleichrangige und gleichberechtigte Parlamentskammern, die zusammen als Vereinigte Bundesversammlung den Bundespräsidenten, die Bundesräte, den General und die Bundesrichter wählen sowie über Begnadigungen entscheiden.

Polen

In Polen gibt es ebenfalls ein Zweikammersystem mit Sejm und Senat. Der Sejm bestellt den Ministerpräsidenten und den Ministerat. Den beiden Kammern kommt die Legislative zu.

Litauen und Lettland

In Litauen und Lettland gibt es ein Einkammersystem Seimas. Der Seimas bestellt den Ministerpräsidenten, der das Ministerkabinett formiert. Dem Seimas kommt die Legislative zu´.

Erklärungen zu den internationalen Parlamenten


- Die Listen der Parlamente der Staaten der Erde sind nach Parlament, Erster und Zweiter Kammer gegliedert.
- Bei Staaten mit einem Einkammersystem steht der Name des Parlaments in selbiger Spalte.
- Bei Staaten mit einem Zweikammernsystem steht der Name des Parlaments ebenfalls in selbiger Spalte. Manche Staaten mit solch einem System haben keinen Oberbegriff als Namen für das Parlament (z. B. Äthiopien), oder er ist mit dem der Ersten Kammer identisch. Hier werden lediglich die Namen der beiden Kammern angegeben.
- Als Erste Kammer sind die vom Volk gewählten Kammern angegeben (z. B. Abgeordnetenkammer).
- Als Zweite Kammer sind Versammlungen die nicht vom Volk gewählt wurden angegeben (z. B. Senat). Hierbei handelt es sich um verschiedene Vertreter der Gesellschaft (z. B. Adel, Klerus); in föderalistischen Staaten sind es in der Regel Vertreter von Gliedstaaten. Manche dieser Kammern haben nur eine beratende Funktion, andere sind an der Gesetzgebung beteiligt.
- Eigentlich bezeichnet man aus der Geschichte heraus die vom Volk gewählte Kammer als „Zweite Kammer“. Doch im Zuge der Demokratisierung wurde sie in den meisten Fällen zum bedeutenderen legislativen Organ, was eine Bezeichnung als „Erste Kammer“ gerechtfertigen kann. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Niederlande, wo die Kammern offiziell als Erste und Zweite Kammer bezeichnet werden.
- In der Parlament-Spalte ist ebenfalls der Sitz des Parlaments angegeben. In den meisten Fällen ist er mit der Hauptstadt identisch. Staaten in denen der Parlamentssitz von der Hauptstadt abweicht sind kursiv angegeben (z. B. Bolivien).

Liste der Parlamente

Hauptartikel Liste der Parlamente

Funktionen


- Gesetzgebungsfunktion/Legislative Funktion: Eine der Hauptfunktionen von Parlamenten ist der Beschluss von Gesetzen, diese Funktion fällt dem Parlament durch die Gewaltenteilung zu.
- Wahlfunktion: Die Parlamente wählen Personen wie den Parlamentspräsidenten, hohe Richter oder in parlamentarischen Regierungssystemen das Regierungsoberhaupt.
- Kontrollfunktion: Die Parlamente haben oft die Aufgabe, die Exekutive zu kontrollieren. Dazu verfügen sie über Kontrollrechte wie das Recht, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen oder über Geheimdienstaktionen informiert zu werden. Die Kontrollfunktion wird normalerweise vor allem von der Opposition wahrgenommen. Kontrolliert werden Richtung, Effizienz und die Rechtmäßigkeit des Regierungshandelns. Um die Exekutive wirksam kontrollieren zu können ist das Parlament in der Lage, das Regierungsoberhaupt abzuwählen, beispielsweise durch ein konstruktives Misstrauensvotum, oder anzuklagen, wie beim Impeachment.
- Kommunikationsfunktion/Öffentlichkeitsfunktion: Sie lässt sich unterteilen in Repräsentations- oder Artikulationsfunktion, das Parlament soll die in der Öffentlichkeit vorhandenen Auffassungen zum Ausdruck bringen und Willensbildungs- oder Öffentlichkeitsfunktion, nach der das Parlament das Volk informieren soll.

Rechte


- Budgetrecht: Eines der ältesten Rechte von Parlamenten ist das Budgetrecht. Der Haushalt wird als Gesetz verabschiedet und kann auch dazu dienen, die Regierung zu kontrollieren.
- Interpellationsrechte: Um die Kontrollfunktion wahrnehmen zu können haben Parlamente das Recht, Regierungsmitgliedern Fragen zu stellen.
- Selbstauflösungsrecht: So bezeichnet man das Recht eines Parlamentes, sich selbst aufzulösen, so dass es zu Neuwahlen kommt. Nicht jedes Parlament, so auch der Bundestag, haben das Recht zu Selbstauflösung.

Bilder von Parlamentsgebäuden

Bild:Reichstag mit Wiese.jpg|Reichstagsgebäude in Berlin Bild:CIMG2174_parlament_wien.jpg|Parlament in Wien Bild:Bundeshaus - Parlamentsgebäude Südfassade - 001.jpg|Bundeshaus in Bern Bild:European_parliament_with_flags.jpg|Europäisches Parlament in Straßburg Bild:Parliament_UK.JPG|Houses of Parliament in London Bild:US Capitol.jpg|US-Kapitol in Washington Bild:Parlament_italien.JPG|Palazzo Montecitorio in Rom Bild:Parlament Budapest3.jpg|Ungarisches Parlament in Budapest Bild:Riksdagen-fran-vattnet-2004-05-09.jpg|Schwedischer Reichstag in Stockholm Bild:Christiansborg Slot11.jpg|Schloss Christiansborg in Kopenhagen Bild:norwegisches_Parlament.jpg|Norwegisches Parlament (Stortinget) in Oslo Bild:finnisches_Parlament.jpg|Finnisches Parlament (Eduskunta) in Helsinki Bild:Knesset in Jerusalem Israel.jpg|Knesset in Jerusalem Bild:National People's Congress.JPG|Nationaler Volkskongress in Peking Bild:Japanese national diet building.jpg|Japanischer Reichstag in Tokio

Parlamentsgeschichte

Frankreich

Im Frankreich des Ancien Régime wurde mit Parlament ein Gerichtshof bezeichnet, der als eine der ältesten Institutionen des Reiches galt. Das Parlament konnte die königliche Rechtsprechung bestätigen oder auch korrigieren, in dem es, vor allem im 18. Jahrhundert, ein Gesetz zur "remontrance" an den König zurückverwies. Die verschiedenen Kammern der Parlamente wurden nach ihren Jurisdiktionsbereichen unterschieden ("grande chambre", "chambre des enquêtes", "chambre de requêtes", "tournelle criminelle" und auch die "chambre de l'édit" (bis 1685, siehe Wiederrufung des Ediktes von Nantes)). Besonders im 18. Jahrhundert galten die Parlamente als ein Hort der Opposition von Teilen des Adels ("noblesse d'épée" wie auch der "noblesse de robe") als auch von Teilen des dritten Standes gegen einen als despotisch empfundenen Absolutismus, zu dem sich die jansenistische Opposition gegen die Jesuiten und eine ultramontane Kirche gesellte. Im Königreich Frankreich wurden neben dem ersten und wichtigsten Parlament von Paris noch die Parlamente von Toulouse (1303), Grenoble (1453), Rouen (1499), Aix (1502), Rennes (1533), Pau (1620), Metz (1633), Douai (1686), Dôle (1676), Besançon (1676) und zuletzt Nancy (1775) eingerichtet. Siehe auch: Parlement

England

Das englische Parlament entwickelte sich aus dem adligen Beraterkreis der normannischen Könige, dem so genannten
witan. In ihm waren nicht nur persönliche Vertrauensleute des Königs vertreten, sondern sowohl Hoch- als auch Landadlige und hohe geistliche Würdenträger, die aufgrund ihrer Macht einen Anspruch auf die Mitgliedschaft besaßen. Die Beratung des Königs durch den witan' wurde nicht nur als Pflicht seiner Mitglieder, sondern auch als ihr Recht verstanden. Der König war also verpflichtet, den Rat einzuholen. Unter den frühen Normannenkönigen wurden die Parlamente nur jeweils nach Bedarf einberufen, wenn wichtige Themen zu beraten waren. Am 20. Januar 1265 waren erstmals auch niedere Ritter und bürgerliche Vertreter von Grafschaften und Städten zu einem Parlament eingeladen. So entstand das House of Commons, das Unterhaus<