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| Autonomie |
AutonomieAls eine Autonomie (von (alt)griechisch αυτονομία, (αὐτονομία) autonomía = sich selbst Gesetze gebend, selbstständig) bezeichnet man je nach Fachbereich oder Zusammenhang "Selbstständigkeit", "Unabhängigkeit", "Selbstverwaltung" oder "Entscheidungsfreiheit". Max Webers Definition lautet wie folgt: Autonomie bedeutet, daß nicht, wie bei Heteronomie, die Ordnung des Verbands durch Außenstehende gesatzt wird, sondern durch Verbandsgenossen kraft dieser ihrer Qualität (gleichviel wie sie im übrigen erfolgt). (Wirtschaft und Gesellschaft, Teil 1, Kap. 1, § 12)
Besondere Bedeutung hat die Autonomie in der Privat- und Tarifautonomie.
Politologie
Volle Autonomie
Staaten oder Gebiete werden als autonom angesehen, wenn sie sich außenpolitisch von anderen Staaten vertreten lassen, nach innen aber selbstständig sind. Dies sind oft Gebiete innerhalb von Staaten, in denen starke Minderheiten leben:
- Südtirol (zu Italien; Zweites Autonomiestatut von 1972)
- Gagausien (zu Moldawien)
- Autonome Republik Nachitschewan (zu Aserbaidschan)
- Karakalpakistan (zu Usbekistan)
- Färöer und Grönland (zu Dänemark)
- viele Republiken der Russischen Föderation (siehe auch Verwaltungsgliederung Russlands)
- teilweise ehemalige Kolonien, z. B. die des Vereinigten Königreiches und Frankreichs
Teilautonomie
Bestimmte Verwaltungseinheiten eines Staates haben gewisse Kompetenzbereiche, in denen sie frei über ihre Belange entscheiden dürfen. Beispiel: Das französische Département Elsaß hat eine Teilautonomie im ansonsten zentralisierten Bildungswesen (Ausmaß und Gestaltung des Deutschunterrichts, Ausmaß der Benutzung der deutschen Sprache im Unterricht).
Eingeschränkte Autonomie
Eine Verwaltungseinheit eines Staates, z. B. Bundesstaat, kann in bestimmten Kompetenzbereichen vollständig unabhängig über seine eigenen Belange entscheiden. Beispiel: Die Kantone der Schweiz haben Entscheidungsfreiheit in allen Bereichen, die nicht ausdrücklich an die Eidgenossenschaft delegiert wurden (Bildungswesen, innere Sicherheit, Sozialwesen, Gesundheitswesen), und solange die Entscheidungen nicht der Bundesverfassung widersprechen.
Autonomie als Protest
Der Begriff „Autonomie“ zur Kennzeichnung einer politischen oder kulturellen Protesthaltung kam in den 70er Jahren zunächst in Italien auf. Gemeint war, den herrschenden Werten und Regeln in Form einer „zweiten Gesellschaft“ entgegenzutreten, und diese gegen die Mehrheitsgesellschaft durchzusetzen. Konflikte mit dem staatlichen Gewaltmonopol, die sich aus diesem Konzept ergaben, führten zur Militarisierung von Teilen der Protestbewegung, die in Deutschland seit den frühen 80er Jahren als „Autonome“ bekannt wurden.
Philosophie
Siehe Autonomie (Philosophie)
Siehe auch
- Autarkie
- Emanzipation
- Souveränität
- Heteronomie
- Autokephalie
- Autonome
Kategorie:Politische Geographie
Kategorie:Herrschaftssoziologie
Griechische Sprache
Griechisch (griechisch ελληνικά) ist eine indogermanische Sprache, die einen eigenen Zweig dieser Sprachfamilie darstellt. Eine nähere Verwandtschaft scheint nur zur antiken makedonischen Sprache bestanden zu haben. Griechisch wird von ca. 16 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen ca. 10,5 Millionen in Griechenland leben, wo es Amtssprache ist. Die anderen Muttersprachler sind auf 35 andere Staaten verteilt. Auf Zypern ist Griechisch ebenfalls Amtssprache, offiziell neben dem Türkischen. Außerdem ist in einigen südalbanischen und süditalienischen Gemeinden, in denen Angehörige der griechischen Minderheit leben, das Griechische als lokale Amts- und Schulsprache zugelassen.
Siehe: Griko in Italien
Eine Vielzahl von altgriechischen Wörtern werden darüber hinaus auch in diversen Fachsprachen verwendet und haben Eingang in viele moderne Sprachen gefunden.
Die Sprachcodes nach ISO 639 für Neugriechisch (ab 1453) sind el
bzw. ell oder gre und für Altgriechisch (bis
1453) grc.
Geschichte
1453
Die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Sprache sind in Linearschrift B geschrieben. Sie begegnen ab dem 14. Jahrhundert v. Chr. - also in mykenischer Zeit - als sehr kurze Texte auf Transportamphoren, wo sie den Inhalt bezeichnen. Längere Texte auf zahlreichen Tontäfelchen, ebenfalls rein praktischer Natur, wurden in den Archiven einiger mykenischer Paläste gefunden. Sie stammen aus dem Beginn des 12. Jahrhundert v. Chr.. Nach Zerstörung der meisten bisher bekannten mykenischen Paläste im 12. Jh. ging die Linearschrift B und damit die Schriftlichkeit der ägäischen Welt nach herrschender Meinung verloren. Zumindest gibt es bisher keine Schriftfunde aus der Zeit der dunklen Jahrhunderte. Gegen Ende der dunklen Jahrhunderte, vermutlich um 800 v.Chr., übernehmen die Griechen das phönizische Schriftsystem, das sie im Grunde auch heute noch benutzen. Eines der bekanntesten frühen Beispiele der neuen alphabetischen Schrift zeigt der sog. Nestor-Becher. In klassischer Zeit ist eine Vielzahl von Dialekten feststellbar, zu den wichtigsten zählen das (noch heute in den Schulen als Altgriechisch gelehrte) Attische, das Ionische, das Dorisch-Nordwestgriechische, das Aeolische und das Arkadisch-Kyprische. Die am Anfang der schriftlichen Überlieferung stehenden homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, sind zum Beispiel in einer künstlerischen Sprachform verfasst, die Worte aus verschiedenen Dialekten benutzte, oft nach den Anforderungen des Metrums, im ganzen jedoch Ionisch mit äolischer Prägung ist.
Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. machte den dort gesprochenen attischen Dialekt zur Grundlage einer überregionalen Gemeinsprache (Koiné, griechisch κοινή, die Gemeinsame oder Allgemeine), die durch die Eroberungen Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Weltsprache und lingua franca aufstieg. Auch im Römischen Reich blieb Griechisch neben Latein Amtssprache, dies auch aufgrund der kulturellen Abhängigkeit der Römer von den Griechen. In der Osthälfte des Reiches war Griechisch bereits seit dem Hellenismus die dominierende Sprache. Der Einfluss fremder Sprachen und der fortbestehenden Dialekte führte immer wieder, insbesondere im 2. Jahrhundert, zu Bemühungen um eine Reinigung der griechischen Sprache unter Rückgriff auf das klassische Attisch. Eine solche bereinigte Form des Altgriechischen wurde nach der Teilung des Römischen Reiches (395) zur Amts- und Literatursprache des oströmischen Reiches, das nach der Abschaffung der lateinischen Amtssprache um 630 endgültig vom römischen zum byzantinischen Reich wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt versiegt die Produktion literarischer Werke auf Altgriechisch; die Sprache des byzantinischen Reiches weist da schon deutliche Unterschiede in Grammatik und Aussprache auf. Nach der arabischen Eroberung Syriens und Ägyptens blieb Griechisch dort zunächst noch für einige Jahrzehnte Amtssprache, bevor es diese Funktion ab etwa 700 an das Arabische verliert.
Während der Besetzung Griechenlands durch das osmanische Reich war der Unterricht in griechischer Sprache offiziell verboten. Jedoch lebte sie im Alltag der Griechen (und vielfach von Priestern heimlich gelehrt) fort, veränderte sich aber aufgrund geringer Schriftkenntnis und mangelnder Gelehrsamkeit relativ stark. Nach der modernen Staatsgründung wurde die so genannte Katharévousa (griechisch καθαρεύουσα, Reinsprache; die Grundlagen wurden von Korais geschaffen) offizielle Unterrichts- und Amtssprache, eine „künstlich“ geschaffene Standardsprache, die den Wortschatz der am klassischen Attisch orientierten Koiné abermals künstlich konservierte, jedoch innerhalb weitgehend neugriechisch geprägter Aussprache- und Grammatikstrukturen. Erst 1976 wurde die Volkssprache (Dimotikí, griechisch δημοτική) endgültig zur Sprache der staatlichen Verwaltung und der Wissenschaft; allerdings sind viele Katharévousa-Worte im Laufe der Zeit wieder in die Dimotikí zurück übernommen worden.
Im Verlauf der Jahrtausende hat sich die griechische Sprache vielfach in der Aussprache geändert, die Orthographie blieb jedoch dank vielerlei Bemühungen um eine Reinhaltung der Sprache weitgehend konstant. Die in hellenistischer Zeit in die griechische Schriftsprache eingeführten Akzente und Symbole für Hauchlaute wurden noch bis vor kurzem verwendet. Durch Erlass Nr. 297 des griechischen Präsidenten vom 29. April 1982 wurden der Akzent Gravis, der Akzent Zirkumflex sowie die Hauchzeichen Spiritus asper und Spiritus lenis abgeschafft. Es gibt seitdem in der griechischen Schriftsprache nur noch den Akzent Akut, der die betonte Silbe anzeigt.
Die griechische Sprache und Schrift hatte auf die Entwicklung Europas immensen Einfluss: Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet wurde auf der Basis des griechischen Alphabets entwickelt. Die Rückbesinnung auf das im Westen fast vergessene Griechisch, ausgelöst unter anderem durch die Flucht vieler Byzantiner in den Westen nach dem Fall Konstantinopels 1453, war eine der Hauptquellen der Renaissance und des Humanismus (siehe hierzu auch: Philhellenismus).
Noch heute werden wissenschaftliche Fachbegriffe gerne unter Rückgriff auf griechische (und lateinische) Wörter geprägt.
Das Neue Testament wurde ursprünglich in hellenistischem Griechisch geschrieben und das erste Mal von Erasmus von Rotterdam gedruckt.
Grammatik
Altgriechisch
Die ersten Grammatiken des Abendlandes wurden zu hellenistischer Zeit in der philologischen Schule von Alexandria abgefasst. Aristarch von Samotrake schrieb eine tékhne grammatiké des Griechischen. Die vermutlich erste autonome grammatische Schrift ist die tékhne grammatiké des Dionysios Thrax (2. Jh. v.Ch.), welche die Phonologie und Morphologie einschließlich der Wortarten umfasst. Die Syntax ist Gegenstand eines sehr systematischen Werks des zweiten bedeutenden griechischen Grammatikers, des Apollonios Dyskolos (2. Jh. n.Ch.). Angeblich im Jahre 169/8 "importierten" die Römer die griechische Grammatik und adaptierten sie.
Die Grammatik des Altgriechischen ist auf den ersten Blick recht ähnlich zum Lateinischen, was Partizipialkonstruktionen und sonstige grammatische Phänomene (AcI etc.) anbelangt, so dass Lateinkenntnisse beim Erlernen des Altgriechischen sehr hilfreich sind – und umgekehrt. Gutes Verständnis der deutschen Grammatik hilft allerdings auch; in vielen Fällen ist das Altgriechische dem Deutschen strukturell ähnlicher als dem Lateinischen, beispielsweise sind die bestimmten Artikel im Griechischen vorhanden, während sie im Lateinischen fehlen. Es gibt auch Fälle, in denen die Ähnlichkeit mit dem Lateinischen eher oberflächlicher Art ist und mehr Verwirrung stiftet als hilft – beispielsweise werden die Zeitformen der Verben im Griechischen oft anders verwendet als im Lateinischen.
Im Westen und auch in diesem Artikel werden gewöhnlich lateinische Begriffe (wie Substantiv, Dativ, Aktiv, Person … ) zur Bezeichnung von altgriechischen grammatischen und semantischen Kategorien verwendet, die direkte Übersetzungen der griechischen Definitionen darstellen. In Griechenland werden dagegen bis heute die griechischen Originalbegriffe aus der tékhne grammatiké des Dionysios Thrax verwendet.
Nominale Wörter
Hierzu zählen die Wortarten Substantiv, Adjektiv und Pronomen, die alle dekliniert werden. Auch Partizipien, Verbaladjektive und Infinitive werden dekliniert, sie gelten aber als Zwischenformen (sogenannte Nominalformen des Verbs). Hinsichtlich der Deklination ist folgendes zu benennen:
- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
- (allgemeine) Regeln:
- Maskulinum: bei Bezeichnungen für männliche Wesen, Winde, Flüsse und Monate
- Femininum: bei Bezeichnungen für weibliche Wesen, Länder, Inseln und Städte
- Neutrum: dient unter anderem zur Verkleinerung oder Verächtlichmachung von Wörtern männlichen und weiblichen Geschlechts.
- Für den sonstigen Gebrauch lassen sich keine eindeutigen Regeln aufstellen.
- Besonderheit des Neutrums: Bei Neutrum-Subjekten steht das Verb, auch wenn das Subjekt im Plural steht, in der 3. Person Singular. Diese Besonderheit besteht deswegen, weil das Griechische im Fall des Neutrums einen echten Plural nicht gebildet hat. Der Plural des Neutrums ist eigentlich ein aus dem Indogermanischen ererbter "kollektiver Singular", d.h. ein Sammelbegriff, der formal ein Singular ist, von der Funktion her aber einem Plural entspricht (wie im Deutschen: der Busch, das Gebüsch). Ferner haben im Neutrum – wie in allen indogermanischen Sprachen – Akkusativ und Nominativ identische Formen. Im Griechischen tritt noch die Form des Vokativs den beiden anderen Kasus als identisch hinzu.
Kasussystem
Von den acht Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen fünf erhalten: Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ und Vokativ. Die Funktionen der nicht erhaltenen Kasus des Indogermanischen haben sich im Griechischen auf den Dativ und den Genitiv verteilt. Die Aufteilung ähnelt der der deutschen Sprache.
Grundfunktionen der Kasus:
- Akkusativ
- echter Akkusativ (direktes Objekt)
- adverbial: Lativ (Richtung, Ausdehnung, Dauer)
- Genitiv
- echter Genitiv (Bereich)
- Separativ (Herkunft)
- Dativ
- echter Dativ (indirektes Objekt)
- Soziativ (Gemeinschaft)
- Instrumental (Mittel)
- Lokativ (Ort, Zeit)
Verben
Tempussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Tempusstämme: Präsensstamm, Aoriststamm, Perfektstamm, Futurstamm; wovon die ersten drei ein System bilden. Das Altgriechische besitzt aber kein ausgebildetes Tempussystem. Die Tempusstämme drücken Aspekte aus; – die subjektive Betrachtungsweise, das heißt die Art, wie der Sprechende den Verbalinhalt auffasst. Deswegen ist der Begriff Tempusstamm genaugenommen nicht richtig; besser zu sagen wäre Aspektstamm.
Der Aspekt des Präsensstamms ist durativ (linear, iterativ oder konativ). Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt der Verlauf oder das Andauern einer Handlung ausgedrückt.
Beispiele:
- νοσειν = (krank sein = ) krank darniederliegen
- (απο)θνησκειν = sterben ( = im Sterben liegen)
Der Aspekt des Aoriststamms ist punktuell. Das bedeutet, es wird der bloße Vollzug einer Handlung vermeldet. (Die Bezeichnung punktuell wird benutzt, um den Gegensatz zum linearen Präsensstamm auszudrücken. Der Aoriststamm ist die Normalform und benennt eine Handlung oder ein Ereignis, ohne ausdrücken zu wollen, ob diese Handlung in Wirklichkeit punktuell oder linear war/ist.) Bei diesem Aspekt wird in der Sprachpraxis gern ein bestimmter Punkt des Verbalbegriffs ins Auge gefasst, nämlich der Abschluss (effektiv) oder der Beginn (ingressiv) einer Handlung.
Beispiele:
- ingressiv: νοσησαι = krank werden oder erkranken
- effektiv: (απο)θανειν = sterben (als Moment des Dahinscheidens)
Der Aspekt des Perfektstamms ist resultativ. Das bedeutet, es wird mit diesem Aspekt ein (erreichter) Zustand oder einfach ohne jede nähere Bestimmung die Qualität einer Sache ausgedrückt.
Beispiele:
- τεθνηκεναι (τεθναναι) = (gestorben und nun) tot sein
- πεποιθεναι = vertrauen
Mit der Handhabung dieser drei Aspekte stellt der Griechischsprechende aber die zeitlichen Bezüge her, die von den Aspekten selbst nicht ausgedrückt werden. Die Aspekte gelten nun generell, während es eine direkt zeitliche Bedeutung nur im Indikativ gibt (bis auf das Futur. siehe unten).
Die Vergangenheit wird mit Hilfe der Nebentempora, die nur im Indikativ auftauchen, gebildet. Das sind im Präsensstamm das Imperfekt, im Perfektstamm das Plusquamperfekt und im Aoriststamm der Aorist. (Der Aoriststamm ist der älteste Tempusstamm und hat ein Haupttempus im Indikativ nie ausgebildet.)
Der vierte Tempusstamm des Altgriechischen, der Futurstamm, ist eine jüngere Entwicklung und hat in der Tat in allen Modi zeitliche Bedeutung.
Übersicht über die Tempusformen im Indikativ:
Modussystem
Es gibt im Altgriechischen vier Modi: Indikativ, Optativ, Konjunktiv, Imperativ. Die Funktionen, die diese Formen syntaktisch erfüllen, sind sehr vielfältig. Hier kann nur eine grundsätzliche Bestimmung ihrer Bedeutung vorgenommen werden.
Der Modus bringt die geistige Einstellung des Sprechenden gegenüber dem Verbalinhalt zu Ausdruck.
Mit dem Indikativ drückt der Sprecher aus, dass ihm ein Vorgang oder Zustand als wirklich (real) erscheint.
In den anderen Modi drückt der Sprecher aus, dass ihm der Vorgang oder Zustand nur als vorgestellt gilt.
Der Imperativ drückt einen Befehl aus.
Der Konjunktiv drückt einen Willen (Voluntativ) oder eine Erwartung (Prospektiv) aus. (Er hat also leicht futurische Bedeutung, was umgekehrt für das Futur in Bezug auf den Konjunktiv auch gilt).
Der Optativ drückt einen Wunsch (Kupitiv) oder eine Möglichkeit (Potentialis) aus.
Genera Verbi (eigentlich und für das Griechische besser: Diathese)
Von den drei Genera Verbi sind zwei (Aktiv und Medium) aus dem Indogermanischen geerbt. Das Passiv ist eine jüngere Entwicklung.
Das Aktiv drückt einfach eine Tätigkeit aus.
Das Medium drückt aus, dass das Subjekt an der Handlung beteiligt ist, oder an ihr interessiert ist, dass also eine nähere Beziehung zwischen Subjekt und Handlung besteht (transitives Medium). Ferner kann es ausdrücken, dass das Subjekt von seiner eigenen Handlung betroffen ist (intransitives Medium). Der Begriff Medium soll in etwa ausdrücken, dass diese Form zwischen Aktiv und Passiv stehe. Das ist jedoch weder sprachgeschichtlich, noch morphologisch richtig. Das Passiv ist im Griechischen der Grenzfall des Mediums, denn:
Das Passiv drückt die Wirkung einer Handlung auf das Subjekt aus, die nicht von ihm ausgeht. Insofern die Handlung nur noch auf das Subjekt wirkt, ohne von ihm auszugehen, bildet es den Grenzfall des Mediums. (Außerhalb des Futur- und Aoriststamms hat das Passiv keine eigenständige Form. Formal übernimmt dort das Medium neben der eigenen Funktion auch die des Passivs, was nur aus dem syntaktischen Zusammenhang, oder bei genauer Kenntnis der Beschaffenheit des entsprechenden Verbums zu unterscheiden ist.)
Beispiele:
Aktiv: er löst (etwas)
transitives Medium: er löst (etwas) für sich
intransitives Medium: er löst sich, er lässt sich lösen
Passiv: er wird gelöst (von jdm.)
- Singular
- Plural
- Dual (als Schwundform)
Erste Person (ich / wir), zweite Person (du / ihr), dritte Person (er, sie, es, Substantiv im Singular / sie, Substantiv im Plural).
Die Personalpronomen des Nominativ werden wie in vielen anderen indogermanischen Sprachen meist ausgelassen, wenn sie nicht besonders betont werden sollen. Es muss also nicht zwangsläufig ein das Subjekt ausdrücklich nennendes Bezugswort (Pronomen oder Substantiv) beim Verb stehen – die Endung reicht aus, um die Person und damit das Subjekt zu identifizieren.
Neugriechisch (Dimotiki)
Die neugriechische Sprache hat einen Großteil der altgriechischen Grammatik vereinfacht, ist aber immer noch eine stark flektierende Sprache. Sie ist eine der wenigen indogermanischen Sprachen, die eine synthetische (also nicht mit Hilfsverben konstruierte) Diathese behalten hat. Der Dativ ist bis auf wenige Formen wie εν τάξει (en táxei //) ("in Ordnung") verloren gegangen und wird meist durch die Konstruktion eis (eigentl. in... hinein) + Akkusativ ersetzt. Andere wichtige Änderungen der Grammatik sind der Verlust des Optativs (wird durch den Konjunktiv ersetzt), des Infinitivs (wird durch Nebensätze ersetzt "Ich will kaufen" -> "Ich will, dass ich kaufe") und des Duals (wird durch den Plural ersetzt), die Verkleinerung der Anzahl von Deklinationen und der verschiedenen Formen in jeder Deklinaton, der neue Modalpartikel θα (aus θέλω να ("ich will, dass...") > θε' να > θα) für das Futur und Konditional, die Einführung von Hilfsverben, die Reduzierung der Partizipien auf zwei, ein aktives und ein passives, die Erweiterung des Futurs auf die Aspektunterscheidung zwischen Präsens/Imperfekt und Aorist, der Verlust der dritten Person Imperativ, außer in Archaismen wie ζήτω! ('Lang lebe!'); neue Pronomen für die 2. Person Plural, da die alten wegen der Lautveränderung akustisch nicht mehr von denen der 1. Person Plural zu unterscheiden waren; und der Vereinfachung des Systems der Präfixe, wie bei der Augmentation und Reduplikation.
Das Phonemsystem der neugriechischen Sprache:
Vokale
geschlossen
halbgeschlossen
offen
Alle Vokale werden kurz ausgesprochen.
laut IPA
Konsonanten
p t k
b d g
v δ z γ
f θ s χ
m n
l
r
Siehe auch
- Griechisches Alphabet
- Liste griechischer Präfixe
- Liste griechischer Suffixe
- griechische Präpositionen
- Liste griechischer Magischer Quadrate
- Namenforschung
- Griechische Zahlen
- griechische Zahlwörter
- Griechische Phrasen und Redewendungen
Literatur
- Geschichte:
- Francisco R. Adrados: Geschichte der griechischen Sprache von den Anfängen bis heute. Tübingen/Basel 2002
- Hans Eideneier: Von Rhapsodie zu Rap. Aspekte der griechischen Sprachgeschichte von Homer bis heute. Tübingen 1999
- etymologische Wörterbücher (altgriechisch):
- Pierre Chantraine: Dictionnaire étymologique de la langue grecque : histoire des mots. 4 Bände. Paris 1968-80 (Neuauflage 1999)
- Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. 3 Bände. Heidelberg 1973
- Alois Vanicek: Griechisch-lateinisches etymologisches Wörterbuch. Leipzig 1877 (Nachdruck 1972)
- Wörterbücher (altgriechisch):
- Wilhelm Gemoll: Griechisch–Deutsches Schul- und Handwörterbuch bei Oldenburg Schulbuchverlag. ISBN 3-486-13401-9
- Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache in 4 Bänden. Braunschweig 1842 ff. (3. Aufl. 1880; Nachdruck 1954)
- Grammatiken (altgriechisch):
- Eduard Bornemann (u. Mitw. v. Ernst Risch): Griechische Grammatik. Frankfurt a.M. 1978
- Adolf Kaegi: Kurzgefasste griechische Schulgrammatik. Berlin 1884 (seither ständig nachgedruckt), ISBN 3-615-70100-3
- Historische Grammatik:
- Helmut Rix: Historische Grammatik des Griechischen. Laut- und Formlehre. Darmstadt 1992
Weblinks
- [http://www.geocities.com/kurogr/ Wörterbuch Mykenisches Griechisch - klassisches Altgriechisch - Englisch (PDF)]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/graeca/Auctores/g_alpha.html griechische Texte in der Bibliotheca Augustana]
- [http://info.uibk.ac.at/c/c6/c604/pdf/Hajnal/Griech.Dial.pdf Die Vorgeschichte der griechischen Dialekte] - Ein Aufsatz über Entstehen und Geschichte der altgriechischen Dialekte.
- [http://kypros.org/LearnGreek/ Online-Kurs vom zypriotischen Rundfunk CyBC, 105 Lektionen à 30 Min., engl., Real Audio]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.chairete.de/ Materialen zum Altgriechischen, Autoren]
- [http://www.altesprachen.de/heureka/heureka.htm Altesprachen.de]
- [http://www.geocities.com/Athens/Agora/6594/inhalt.html Altgriechisch] (Ziemlich umfangreicher Einstiegskurs)
- [http://www.combib.de/infoseiten/griechisch/griechisch.html Aussprachehilfe zum neutestamentlichen Griechisch] (Deutsche Schulaussprache, nicht Originalaussprache!)
- [http://www.gottwein.de/grueb/gr000.htm Altgriechischer Online-Sprachkurs]
- [http://www.gottwein.de/ Navicula Bacchi] (exzellente Seite rund um die Klassische Philologie mit sehr vielen Unterrichtsmaterialien)
- [http://www.archiv-vegelahn.de/nachschlagwerke_griechisch.html Bibliographie - Griechisch]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Einzelsprache
als:Griechische Sprache
ja:ギリシア語
ko:그리스어
ms:Bahasa Greek
simple:Greek language
th:ภาษากรีก
HeteronomieHeteronomie ist im Gegensatz zur Autonomie die Fremdgesetzlichkeit bzw. -bestimmtheit und meint die Abhängigkeit von fremden Einflüssen bzw. vom Willen anderer.
Philosophie
Seit Immanuel Kant wird der Begriff "Heteronomie" als Gegenbegriff zur Autonomie im Sinne der Willensfreiheit gebraucht. Aber schon bei ihm ist Heteronomie nicht gleichbedeutend mit uneingeschränkter Fremdbestimmung, die keine Eigenverantwortung mehr kennen würde. Heteronomie kann auch selbst gewählt werden.
Biologie
In der Biologie wird die Heteronomie-Diskussion vor allem in der Evolutionstheorie geführt (Determinismus).
Psychologie
In der Psychologie wird das Thema der Heteronomie als Abhängigkeitsverhältnis zu Personen oder von Krankheiten diskutiert, aufgrund dessen er nicht mehr freien Willens entscheiden kann.
Pädagogik
In der Pädagogik bildet bei Autoren wie Jean Piaget und Lawrence Kohlberg die Heteronomie ("Regeln sind heilig") gemeinsam mit der Autonomie von den jeweiligen Entwicklungsbedingungen abhängige bereichsspezifische Entwicklungsstände im moralischen Urteil.
Soziologie
Max Weber zum Beispiel behandelt das Thema Heteronomie im Kontext seiner Studien zur mittelalterlichen Stadt des Okzidents, in der er eine Entwicklung von der Heteronomie zur Autonomie beobachtet. Die Kriterien für die autonome im Unterschied zur heteronomen Stadt sind ihr Anstaltscharakter, die Gemeindeautonomie, die Form der Rechtsgenossenschaft mit einem rationalen, gesatzen öffentlichen und subjektiven Recht
, beginnenden demokratischen Strukturen, die ökonomische Ausrichtung des Bürgers an Marktchancen und die Anfänge eines modernen Proletariats. Dazu kommt die Durchbrechung traditionaler Bindungen und eine scharfe Trennung von Stadt und Land. In diesem Sinne ist die vorherige heteronome Stadt von den gegenteiligen Kriterien geprägt.
Die stadtsoziologischen Beobachtungen Max Webers lassen sich analog auch auf andere natürliche, soziologische und juristiche Personen und Gruppen übertragen.
Politologie
In der Politologie wird der Begriff vor allem in Bezug auf die Souveränität eines Staates oder politischen Verbandes verwendet. Dort wo die Verfassungsordnung eines Staates bzw. Verbandes von außen gesatzt wird, ist diese heteronom. Umgekehrt ist aber gerade der Staat eine Institution, gegenüber der die einzelne Person oder darin organisierte Gruppen heteronom sind. Dabei sind dann Staatsabsolutismus und Anarchie die korrespondierenden Extreme des Verhältnisses von Heteronomie und Autonomie.
Jura
In der Rechtswissenschaft spricht man in Bezug auf Körperschaften von Heteronomie, wenn diese sich z. B. durch rechtliche Regelungen nach anderen Akteuren richten mussen (beispielsweise werden bei einem heterokephalen Verband Leiter und Verbandsstab durch Außenstehende bestellt).
Theologie
In der Theologie wird zwischen der Heteronomie als unfreiwilliger Willensabhängigkeit (Tyrannei), Heteronomie als freiwilliger Willensgehorsam gegenüber natürlichen Autoritäten und der Heteronomie als Willensgehorsam gegenüber Gott (Theonomie) unterschieden. In diesem Sinne ist die natürliche Heteronomie und die Theonomie die Bedingung der Möglichkeit von Autonomie.
Alternativbegriff: Allonomie
Romano Guardini, der selbst kein dialektisches Verhältnis, sondern eine polare Spannungseinheit zwischen Autonomie und Heteronomie gegeben sieht, hat aufgrund der abschätzigen Wertung des Begriffs Heteronomie für die natürliche Heteronomie den aus dem französischen Wort für "fremd" abgeleiteten Begriff Allonomie eingeführt.
Literatur
- Frankfurter Arbeitskreis für politische Theorie & Philosophie (Hrsg.): Autonomie und Heteronomie der Politik. Politisches Denken zwischen Post-Marxismus und Poststrukturalismus, Transcript-Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3-89942-262-7
Kategorie:Herrschaftssoziologie
PrivatautonomieDie Privatautonomie ist das Prinzip, dass in einer freien Gesellschaft jeder frei seinen Willen bilden, äußern und diesem Willen entsprechend handeln kann. Für diesen Willen ist dann auch jeder vollständig und grundsätzlich unbegrenzt verantwortlich. Der Begriff wird vor allem in der Rechtswissenschaft und der Rechtsphilosophie verwendet. Er entstammt dem Denken des Liberalismus und setzt voraus, dass menschliche Handlungen auf der Vernunft beruhen.
Verfassungsrechtlich wird die Privatautonomie in Deutschland in der allgemeinen Handlungsfreiheit nach Art. 2 Abs. 1 GG verortet.
Privatautonomie äußert sich zum Beispiel im Zivilrecht in der Vertragsfreiheit, der Vereinigungsfreiheit, der Eigentumsfreiheit (→ Verfügungsrecht) und der Testierfreiheit.
Es lässt sich jedoch nicht ignorieren, dass tatsächlich große Unterschiede zwischen den Menschen bestehen, sowohl was ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten angeht als auch ihr Wissen und ihre Gewandtheit. In der Realität ist leider nicht jeder wirtschaftlich und sozial tatsächlich gleichberechtigt, bzw. nicht jeder auch wirklich materiell in der Lage seine rechtlichen Freiheiten zu nutzen, und nicht jeder Wille wird ohne (subtile) Zwänge geäußert. Zum Schutz solcher Menschen gegen Übervorteilung oder Überrumpelung sieht die Rechtsordnung Einschränkungen der Privatautonomie vor. Diese Einschränkungen treffen regelmäßig den, der einen Vorsprung an wirtschaftlicher Macht oder an Wissen hat.
Beispiele für derartige Einschränkungen der Privatautonomie im Zivilrecht sind die soziale Mietgesetzgebung, der Kontrahierungszwang und zahlreiche Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch, zum Beispiel über das Widerrufsrecht bei Verträgen, die "an der Haustür" abgeschlossen wurden.
Diesen Beispielen, in denen der Schwächere durch den Kontrahierungszwang vor evtl. diskriminierender Ablehnung seines Antrags geschützt werden soll, stehen insbesondere im Versicherungsvertragsrecht Pflichten zur Deckungsvorsorge gegenüber. Beispielhaft kann die Versicherungspflicht nach den Bestimmungen des Pflichtversicherungsgesetzes für KFZ-Halter genannt werden, nach deren Muster zahlreiche Versicherungspflichten im Bereich der Haftpflichtversicherung ausgestaltet sind
Siehe auch: Verbraucherschutz
Literatur
Zum Widerruf und Verbraucherschutz: Ultsch, in Schwarz/Peschel-Mehner (Hrsg.): [http://www.kognos.de/produktshow.php3?bereich=recht&prod=ri Recht im Internet]. Kognos Verlag Augsburg, ISBN 3-931314-04-9
Kategorie:Allgemeine Zivilrechtslehre
Kategorie:Rechtsphilosophie
Staat
Max Weber definiert in seiner Herrschaftssoziologie Staat als einen solchen politischen Anstaltsbetrieb, dessen Verwaltungsstab erfolgreich das Monopol legitimen physischen Zwanges (also das Gewaltmonopol) für die Durchführung der Ordnungen in Anspruch nimmt (Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, [http://www.textlog.de/7321.html Kap. 1, § 17]). In der Ökonomie wird der Staat oftmals als Summe aller Zwangsverbände betrachtet. Zur Unterscheidung oder Kongruenz von Staat und Gesellschaft siehe Staat und Gesellschaft.
Ein Staat (aus lat. status Zustand, Verfassung) ist ein ein Gebilde, das laut der Konvention von Montevideo folgende Eigenschaften aufweist:
- eine mehr oder weniger stabile Kernbevölkerung (Staatsvolk);
- einen klar abgegrenzten oder definierten Landbesitz (Staatsgebiet, Territorium);
- eine Regierung, die eine Staatsgewalt ausüben kann;
- die Fähigkeit, mit anderen Staaten in politischen Kontakt zu treten, d. h., ein Völkerrechtssubjekt zu sein.
Die klassische Staatsrechtslehre nennt nur die ersten drei Merkmale (Drei-Elemente-Lehre Jellineks). In diesem Sinne sind die Glieder eines Bundesstaates, wie die deutschen Länder auch "Staaten" (übrigens auch beschränkt Völkerrechtssubjekte, da sie auf Grund ihrer "Kulturhoheit" z. B. mit dem Heiligen Stuhl unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland Konkordate abschließen können). Der klassische Ausnahmefall eines Staates ohne Staatsgebiet ist - seit der Annexion Maltas durch Napoleon I. - der "Souveräne Malteserorden".
Die Souveränität ist kein definierendes Merkmal des Staates. Staaten können rechtlich auch dann fortbestehen, wenn sie unter Besatzung stehen (okkupiert sind); oder (in der älteren Staatsrechtslehre), wenn sie nur "souverän" sind (z. B. Samos im Osmanischen Reich). Jedoch muss faktisch eine Teilsouveränität gegeben sein.
Wie denn überhaupt das Völkerrecht mangels einer Welt-Legislative von Entscheidungen von Fall zu Fall abhängt (case law) und mithin ein sehr nachgiebiges Recht ist, wenn Völkerrechtssubjekte "Fakten setzen".
Völkerrechtliche Anerkennung
Ein Staat bedarf zu seiner Gründung keiner juristischen Legitimation (er wird 'ausgerufen', vgl. den Rütli-Schwur bei der Begründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Mittelalter - die neuzeitliche Schweizerische Konföderation besteht aber durchaus aus einzelnen Staaten, den Kantonen). International hat es sich eingebürgert, einen Staat anzuerkennen, sobald mehrere andere Staaten seine Existenz anerkannt haben.
Einige Gebiete wie Taiwan oder Nordzypern auf Zypern, die zwar die Merkmale eines Staates aufweisen, wurden dennoch, meist aus politischen Gründen, nicht allgemein anerkannt; diese werden als Stabilisierte De-Facto-Regime bezeichnet.
Die Konvention von Montevideo regt häufig zu Diskussionen an, ob es möglich ist, durch Kauf einer staatenlosen Insel oder Bohrinsel quasi eine Mikronation zu gründen. Die Anerkennung durch andere Staaten ist das Hauptproblem solcher Vorhaben.
Anzahl
Insgesamt gibt es 192 vollständig anerkannte souveräne Staaten. Darunter fallen die 191 Mitglieder der UNO sowie die Vatikanstadt. Weitere Staaten sind nur von einer Minderheit der weltweiten Staaten anerkannt, dies sind u. a. Taiwan, Westsahara (DARS), die Cookinseln und Niue.
Literatur
- Michail Bakunin, Gott und der Staat, Berlin: Karin Kramer 1995
- Karl Held (Hrsg.): [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm Der bürgerliche Staat]. Die Staatsableitung. München, 1999. 138 Seiten ISBN 3-929211-03-3
- Stefan Breuer: Der Staat. Entstehung, Typen und Organisationsstadien, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1998.
- Heide Gerstenberger, Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung buergerlicher Staatsgewalt, Münster: Westfälisches Dampfboot 2005
- Wolfgang Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, Sonderausgabe, München: C.H. Beck 2002
- Franz Oppenheimer: [http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/st/staat0.htm Der Staat], 3. überarbeitete Auflage von 1929
- OVG Münster, Urteil vom 14.02.1989, Az. 18 A 858/87, in: NVwZ 1989, S. 790.
Siehe auch
- Staatstheorie
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Staatliche Souveränität
- Territoriale Integrität
Kategorie:Politische Geographie
!
ja:国家 simple:State
Liste abhängiger GebieteDiese Liste abhängiger Gebiete umfasst Territorien, die weder eigenständige Staaten noch "normale" Bestandteile eines Landes sind. Es handelt sich somit um Gebiete, die aufgrund ihrer geographischen Lage (Inseln, Überseegebiete, Exklaven) oder ihres rechtlichen Status (Treuhandverwaltung, Besetzung, langfristige Verpachtung) entweder nicht vollständig zum Mutterland gehören oder in einer besonderen Beziehung zu ihm stehen bzw. eine außerordentliche Verwaltungsstruktur im Vergleich zum Rest des Landes haben (z.B. Hongkong innerhalb Chinas).
Manchmal beschränkt sich der Unterschied dieser Gebiete zum Hauptstaatsgebiet auch nur in der Ausgabe eigener Briefmarken oder auf gewisse Steuer- und Zollprivilegien.
Siehe auch: Liste der Staatsformen souveräner Staaten, Liste der offiziellen Staatennamen, Liste unabhängiger Staaten, Liste der Flaggen abhängiger Gebiete
Die Außengebiete Australiens werden von verschiedenen Ministerien und Organisationen des Bundes verwaltet.
- Ministerium für Transport und regionale Angelegenheiten: Ashmore- und Cartierinseln - Kokosinseln - Weihnachtsinsel
- Ministerium für Umwelt und Kulturerbe: Heard und McDonaldinseln
- Ministerium für Umwelt, Sport und Territorien: Korallenmeerinseln - Norfolkinsel
- Australian Antarctic Division: Australisches Antarktisterritorium (international nicht anerkannt)
Einige Gebiete mit besonderer Lage werden nicht vom Bund verwaltet, sondern sind Bestandteil eines Bundesstaates:
- Lord-Howe-Inselgruppe (New South Wales) - Macquarieinsel (Tasmanien) - Torresstraße-Inseln (Queensland)
- Chilenisches Antarktisterritorium - Desventuradosinseln - Sala y Gómez
- Bestandteile der Region Valparaíso: Juan-Fernández-Inseln - Osterinsel
Die Ansprüche auf das Antarktisterritorium werden international nicht akzeptiert, die Osterinsel strebt nach Unabhängigkeit.
Hongkong und Macao sind Sonderverwaltungszonen.
Die Färöer und Grönland sind Teil des dänischen Königreichs mit innerer Autonomie.
- Vier Überseedepartements (départements d'outre-mer): Französisch-Guayana - Guadeloupe - Martinique - Réunion
- Vier Überseekollektive (collectivités d'outre-mer): Französisch-Polynesien - Mayotte - St. Pierre und Miquelon - Wallis und Futuna
- Ein einzigartiges Kollektiv (collectivité sui generis): Neukaledonien
- Ein speziell verwaltetes Gebiet: Französische Süd- und Antarktisgebiete
- Die Îles éparses: Bassas da India - Europa - Îles Glorieuses - Juan de Nova - Tromelin
- Die Insel Clipperton, deren Verwaltung einem Hochkommissar auf Französisch-Polynesien obliegt.
Frankreichs Anspruch auf Adelieland, das zu den Französischen Süd- und Antarktisgebieten zählt, wird international nicht akzeptiert. Madagaskar beansprucht alle Gebiete der Iles Eparses bis auf Tromelin für sich, Mauritius erhebt Anspruch auf Tromelin, die Komoren auf Mayotte, Vanuatu auf den Ostteil von Neukaledonien, Suriname auf den Südwestteil von Französisch-Guayana.
Großbritannien besitzt eine Vielzahl von Überseeterritorien mit sehr differenzierten Selbstverwaltungsrechten:
- Kommissar: Britisches Antarktis-Territorium - Britisches Territorium im Indischen Ozean - Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Staatssekretär und gesetzgebender Rat: Falklandinseln - Kaimaninseln - Pitcairninseln - St. Helena
- Staatsminister und Parlament: Anguilla - Britische Jungferninseln - Gibraltar - Montserrat - Turks- und Caicosinseln
- Premierminister und Parlament: Bermuda
Guernsey, Jersey und Man sind direkt der britischen Krone unterstellt.
Mit Akrotiri und Dhekelia unterstehen zwei Stützpunktgebiete auf Zypern britischer Staatshoheit.
Die Ansprüche auf das Antarktisterritorium werden international nicht anerkannt, Argentinien beansprucht darüber hinaus die Falklandinseln und Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln für sich, Spanien Gibraltar, Mauritius und die Seychellen das Britische Territorium im Indischen Ozean.
- Zwei sich selbstverwaltende Gebiete in freier Assoziation mit Neuseeland: Cookinseln - Niue
- Ein sich selbstverwaltendes Territorium: Tokelau
- (Sub)antarktische Besitzungen: Antipoden - Aucklandinseln - Bountyinseln - Campbellinsel - Chathaminseln - Kermadecinseln - Ross-Nebengebiet - Snaresinseln
Neuseelands Ansprüche auf das Ross-Nebengebiet werden international nicht anerkannt. Die Cookinseln werden von Deutschland als selbständiger Staat angesehen, d.h. es bestehen diplomatische Beziehungen.
Aruba und die Niederländischen Antillen sind gleichberechtigte Teile des niederländischen Königreichs mit eigener Verfassung und innerer Autonomie.
Bouvetinsel - Jan Mayen - Norwegisches Antarktisterritorium (Königin-Maud-Land, Peter-I.-Insel) - Svalbard (Hauptinsel Spitzbergen)
Die Ansprüche auf das norwegische Antarktisterritorium werden international nicht anerkannt, Russland genießt in Svalbard vertragliche Sonderrechte.
Die Azoren und Madeira im Atlantik bilden zwei autonome Regionen Portugals.
- Eine autonome Region (zwei Provinzen) im Atlantik: Kanarische Inseln
- Zwei Exklaven (autonome Städte) an der Küste Marokkos: Ceuta - Melilla
- Drei Inseln/Inselgruppen vor der Küste Marokkos: Alhucemas - Islas Chafarinas - Vélez de la Gomera
Vélez de la Gomera ist mittlerweile auch mit dem Festland verbunden.
- Zwei Bundesstaaten außerhalb des Kerngebiets der USA: Alaska - Hawaii
- Zwei assoziierte Commonwealths: Nördliche Marianen - Puerto Rico
- Zwei organisierte, nichtinkorporierte Territorien: Amerikanische Jungferninseln - Guam
- Ein nichtorganisiertes, nichtinkorporiertes Territorium: Amerikanisch-Samoa
- Neun nichtinkorporierte Territorien: Bakerinsel - Howlandinsel - Jarvisinsel - Johnstoninsel - Kingmanriff - Midwayinseln - Palmyra - Navassa - Wake
- Ein Pachtgebiet: Guantánamo-Bucht (Kuba)
Haiti beansprucht Navassa für sich, die Marshallinseln Wake, Kuba die Guantánamo-Bucht.
Weitere Staaten
- Argentinien: Argentinisches Antarktisterritorium (international nicht anerkannt)
- Costa Rica: Kokosinsel
- Ecuador: Galápagosinseln (Provinz)
- Finnland: Åland (autonome Provinz mit weitgehender Selbständigkeit)
- Griechenland: Athos (autonome Mönchsrepublik unter griechischer Souveränität)
- Honduras: Schwaneninseln
- Indien: Andamanen und Nikobaren und Lakkadiven (zwei Unionsterritorien)
- Japan: Bonininseln - Marcusinsel - Parece Vela - Vulkaninseln
- Jemen: Sokotra
- Südafrika: Prinz-Edward-Inseln (zur Provinz Ostkap)
Gebiete mit Sonderstatus
- Antarktis: neutrales Gebiet gemäß Antarktisvertrag, international nicht anerkannte Ansprüche mehrerer Staaten
- Hans-Insel: gemeinsam von Dänemark und Kanada verwaltet
- Kosovo: formal Provinz Serbiens, unter UN-Verwaltung, eigene provisorische Regierung
- Perejil (Petersilieninsel): neutrales Gebiet gemäß Vereinbarung zwischen Spanien und Marokko
Status umstritten/unklar
Sich als souverän ansehende Gebiete, die nicht oder nur teilweise anerkannt werden:
- Abchasien: autonome georgische Republik, hat Unabhängigkeit erklärt
- Adscharien: autonome georgische Republik, bemüht sich um Abspaltung
- Demokratisch-arabische Republik Sahara: international nur von einigen afrikanischen Staaten anerkannt, von Marokko kontrolliert
- Hutt River Province: international nicht anerkannt, von Australien beansprucht
- Palästina (Gazastreifen, Westjordanland): international nur von einigen arabischen Staaten anerkannt, von Israel besetzt und beansprucht
- Papua: Unabhängigkeit zweimal ausgerufen, von Indonesien nicht anerkannt
- Puntland: international nicht anerkannt, völkerrechtlich zu Somalia
- Sealand: international nicht anerkannt, von Großbritannien beansprucht
- Seborga: international nicht anerkannt, von Italien beansprucht
- Somaliland: international nicht anerkannt, völkerrechtlich zu Somalia
- Südossetien: autonome georgische Republik, hat Unabhängigkeit erklärt
- Taiwan: international nur teilweise anerkannt, von der Volksrepublik China beansprucht
- Tibet: strebt nach Unabhängigkeit, von der Volksrepublik China beansprucht und kontrolliert
- Transnistrien: international nicht anerkannt, von Moldawien beansprucht
- Türkische Republik Nordzypern: nur von der Türkei anerkannt, auf dem Gebiet Zyperns
Weitere Gebiete mit separatistischen Tendenzen:
- Baskenland (Spanien)
- Casamance (Senegal)
- Korsika (Frankreich)
- Kurdistan (Irak)
- Québec (Kanada)
- Tschetschenien (Russland)
Streitigkeiten zwischen mehreren Staaten:
- Abu Musa: vom Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeinsam verwaltet, Iran bemüht sich um alleinige Kontrolle
- Arunachal Pradesh: indischer Bundesstaat, zum Großteil von der Volksrepublik China beansprucht
- Bakassi-Halbinsel: von Nigeria regiert, von Kamerun beansprucht
- Cabinda: Exklave Angolas, Konflikt mit diversen selbsterklärten Befreiungstruppen
- Dubki: zwischen Estland und Russland umstritten
- Golanhöhen: syrisches Gebiet, von Israel besetzt und annektiert, Libanon beansprucht sogenannte Sheba-Felder
- Hala'ib-Dreieck: zwischen Ägypten und dem Sudan umstritten
- Haymetinseln: zwischen den Cookinseln und Niue umstritten
- Hunterinseln und Matthewinseln: zwischen Frankreich und Vanuatu umstritten
- Ilemi-Dreieck: kenianisches Gebiet, vom Sudan beansprucht
- Kaschmir: zwischen Indien, der Volksrepublik China und Pakistan umstrittene Region
- Létéinsel: zwischen Niger und Benin umstritten
- Liancourt-Felsen: zwischen Japan und Südkorea umstritten
- Monjesinseln: von Venezuela besetzt, von Kolumbien beansprucht
- Nagorny-Karabach: zwischen Armenien und Aserbaidschan umstritten
- Olivenza: von Spanien verwaltet, von Portugal beansprucht
- Paracelinseln: von der Volksrepublik China besetzt, von Taiwan und Vietnam beansprucht
- Pedra Branca, Middle Rocks und South Ledge: zwischen Singapur und Malaysia umstritten
- Rockall: zwischen Dänemark, Großbritannien, Irland und Island umstritten
- San Andrés und Providencia: von Kolumbien verwaltet, von Nicaragua beansprucht
- Senkakuinseln: von Japan besetzt, von der Volksrepublik China und Taiwan beansprucht
- Spratlyinseln: komplett von der Volksrepublik China, Taiwan, Vietnam und in Teilen von Brunei, Malaysia, Philippinen beansprucht
- Südliche Kurilen: russisches Gebiet, von Japan beansprucht
- Tunb al Kubra und Tunb as Sughra: vom Iran besetzt, von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht
- Tuzla: zwischen Russland und der Ukraine umstritten
Weitere Grenzkonflikte:
- Mauretanien und Senegal (am Grenzfluss)
- Südafrika und Namibia (am Oranje)
- Äthiopien und Eritrea
- Argentinien und Chile (Grenzverlauf in den Anden)
- Guatemala beansprucht die Hälfte des Territoriums von Belize.
- Bolivien fordert einen Teil des chilenischen Gebietes, um Zugang zum Meer zu erhalten.
- Venezuela beansprucht den Teil Guyanas westlich des Essequibo.
- Suriname verlangt den Südostteil Guyanas.
- Slowenien und Kroatien
- Thailand, Malaysia, Kambodscha, Vietnam und Laos
- Indien und Bangladesch
- Armenien: Artchvašen (in Aserbaidschan)
- Aserbaidschan: Askipara, Azatamut, Karki (alle in Armenien), Nachitschewan (zwischen Armenien, Türkei und Iran)
- Belgien: Baarle-Hertog (22 Exklaven in den Niederlanden), Vennbahn (5 Exklaven in Deutschland)
- Brunei: Temburong (in Malaysia)
- Cooch Behar: Grenzgebiet von Indien (106 Exklaven) und Bangladesch (92 Exklaven)
- Deutschland: Büsingen (in der Schweiz)
- Italien: Campione d’Italia (in der Schweiz), Campo Santo Teutonico (im Vatikan)
- Kirgisistan: Barak (in Usbekistan)
- Niederlande: Baarle-Nassau (8 Exklaven in Belgien)
- Oman: Musandam, Wadi-e-Madha (beide in den Vereinigten Arabischen Emiraten)
- Russland: Oblast Kaliningrad (zwischen Litauen und Polen), Medwesche, Sankova (beide in Weißrussland)
- Spanien: Llivia (in Frankreich)
- Tadschikistan: Sarwan (in Usbekistan), Vorukh (in Kirgisistan)
- Timor-Leste: Oecussi (in Indonesien)
- USA: Point Roberts (in Kanada)
- Usbekistan: Schakimardan, Sokh (beide in Kirgisistan)
Siehe auch: Liste der Exklaven und Enklaven
!Liste abhängiger Gebiete
Kategorie:Liste (Geographie)
zh-min-nan:I-lāi-tē
Südtirol
Südtirol, amtlich: Autonome Provinz Bozen-Südtirol, italienisch: Alto Adige (die amtliche Bezeichnung wurde in den 1920ern nach französischer Vorlage geschaffen: Provinz am Oberlauf der Etsch, also 'Hochetsch') oder Sudtirolo, ladinisch: Südtirol,
bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol im Norden Italiens. Im Laufe der Zeit wurden die gesetzgeberischen Befugnisse dieser Region größtenteils an die beiden Provinzen übertragen.
Der Name Südtirol entstand im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für den südlichen Teil Tirols (ab Bozen). Zugleich wurde für den italienischen Landesteil (Bezirke Trient und Rovereto) auch der Begriff Welschtirol verwendet. Die Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol, zugleich italienisch-österreichische Staatsgrenze, verläuft seit dem 1. Weltkrieg am Alpenhauptkamm. Der bekannteste Übergang ist der Brennerpass, über den, mit Brenner-Autobahn und -Eisenbahn, eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen führt. Etwa 2015 soll dort der Brennerbasistunnel fertiggestellt sein.
Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen.
Land und Leute
Südtirol liegt an der "Südseite der Alpen" und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines fast mediterranen Klimas (in den Tallagen).
Zahlreiche Museen, Schlösser und Wochenmärkte werden von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geschätzt.
Bemerkenswert ist ferner, dass die Zahl der "Italiener" (italienische Sprachgruppe) in Südtirol stetig sinkt, während die Zahl der "Deutschen" (deutsche Sprachgruppe) steigt.
Medien
Unter den Printmedien sind besonders die landesweit erscheinenden Tageszeitungen und Magazine zu nennen:
Die älteste und verbreitetste Tageszeitung ist die deutschsprachige Tageszeitung Dolomiten, gefolgt (Gründungsjahr und Auflage) von der italienischsprachigen Tageszeitung Alto Adige - Corriere delle Alpi. Weiters gibt es noch den Lokalteil des Corriere della Sera (Corriere dell'Alto Adige), der aus der Tageszeitung Il Mattino dell'Alto Adige hervorgegangen ist und die kleinere Neue Südtiroler Tageszeitung
Unter den Wochenblättern sind die FF-Südtiroler Illustrierte, das Katholische Sonntagsblatt und die Südtiroler Wirtschaftzeitung zu nennen.
Unter den Rundfunkanstalten ist besonders der öffentlich-rechtliche Rai - Sender Bozen, der sein Radio und Fernsehprogramm in allen drei Landessprachen ausstrahlt.
Zusätzlich gibt es eine lokale Fernsehanstalt (VB33) und zahlreiche Lokalradios (unter diesem [http://www.medienindex.de/Radio_Suedtirol.htm Weblink] findet sich eine Liste der Südtiroler Radiostationen).
Geschichte
Das Gebiet an Etsch, Eisack und Rienz ist seit der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) besiedelt. Die Menschen hielten sich damals im Sommer überwiegend im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze auf. Dies belegen zahlreiche archäologische Fundstellen mit Funden aus dem 7. Jahrtausend bis zum 4. Jahrtausend vor Christus. In der darauf folgenden Jungsteinzeit begann der Mensch die fruchtbaren Mittelgebirgsterrassen entlang der Haupttäler zu besiedeln. Wichtige Funde aus dieser Zeit stammen vom Plunacker in Villanders, dem Hügel von Schloss Juval im Vinschgau oder vom Hauslabjoch (Ötzi). In der Bronzezeit begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, hauptsächlich wegen des Kupferbergbaus. In der späten Bronzezeit (1300-1000) und der älteren Eisenzeit war das heutige Südtirol von Menschen besiedelt, die Träger der inneralpinen Laugen-Melaun-Kultur waren. Die Räter sind in der jüngeren Eisenzeit Träger der Fritzens-Sanzeno-Kultur und damit die erste namentlich bekannte Urbevölkerung des mittleren Alpenraumes.
Von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderungszeit Teil des römischen Imperiums. Aus dieser Zeit stammen zwar keine Städte aber zahlreiche Meilensteine und römische Straßenstationen etwa Sebatum / St. Lorenzen im Pustertal, oder Sublavione im Eisacktal.
Zwischen dem 6. und 9. Jh. wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen. Wichtige Fundstellen aus dieser Zeit sind der Hügel von Kloster Säben bei Klausen, Castelfeder bei Auer und die Kirche St. Prokulus bei Naturns.
Als Teil des Frankenreiches und später des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte es strategische Bedeutung, weil seine Straßen nach Italien führten. Große Teile des Landes wurden 1004 und 1027 den Bischöfen von Trient und Brixen geschenkt.
Nachdem aber deren Verwalter ( Vögte), die Grafen von Tirol (vgl.: Meinhard II.), das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen Tirol. Südtirol ist eine der Gegenden mit den meisten Burgen in Europa, darunter die besonders berühmten Anlagen Schloss Tirol, Schloss Runkelstein, Churburg Burg Hocheppan und Schloss Taufers.
1363 ging die Grafschaft durch Margarethe Maultasch an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten. 1919, nach dem 1. Weltkrieg, wurde Südtirol von Italien annektiert. Die seitdem zugewanderten Italiener stellen heute etwa ein Viertel der Bewohner des Landes. Südtirol hat heute den Status einer autonomen Provinz innerhalb Italiens.
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Weiter im Hauptartikel: Geschichte Südtirols.
Sprache
Offizielle Amtssprachen in Südtirol sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch.
In Südtirol werden bairische Dialekte gesprochen. Der Wortschatz der Südtiroler Mundarten wird erfasst und beschrieben im Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich.
Berühmte Südtiroler
Siehe Portal:Südtirol/Persönlichkeiten.
Städte
Deutsche / Italienische Namen
- Bozen / (Bolzano)
- Meran / (Merano)
- Brixen / (Bressanone)
- Klausen / (Chiusa)
- Bruneck / (Brunico)
- Leifers / (Laives)
- Sterzing / (Vipiteno)
- Glurns / (Glorenza)
- Siehe auch: Liste der Gemeinden in Südtirol
Liste der Gemeinden in Südtirol]
Wirtschaft
Per Stichtag 22. Oktober 2001 existierten in Südtirol 51.207 Arbeitsstätten mit insgesamt 207.380 Mitarbeitern. Dies ist ein Zuwachs im Vergleich zu 1991 von 27.300 bzw. 15,2%.
Bekannte Berge und Täler
Eine Auswahl der berühmtesten Berge zu treffen, ist in einem bergigen Land wie Südtirol nicht einfach.
Der Ortler ist mit 3905m der höchste Berg Südtirols. Der Rosengarten bildet mit seinem Nachbarn, dem Schlern, ein eindrucksvolles Bild.
In einem Atemzug sollte man auch die Drei Zinnen erwähnen, die sich im Osten Südtirols befinden.
Mehr Berge gibt es im Südtirol Portal
Die Haupttäler sind: Etschtal, Eisacktal und Pustertal.
Südtirols Seen
Die Seen Südtirols (Auswahl):
Reschensee, Kalterer See, Haidersee, Karersee, Pragser Wildsee, Vernagtsee, Montiggler Seen, Mühlwalder See
Siehe auch
- Südtirol-Portal
- Südtirol-Projekt in Wikipedia
- [http://meta.wikimedia.org/wiki/Requests_for_new_languages#Bavarian_.28Austro-Bavarian_and_S.C3.BCdtirolerisch.29_.2830_support_.5Bthereof_4_anon._votes.5D.3B_11_oppose_.5Bthereof_4_anon._votes.5D.29 Antrag zur Eröffnung einer "bairischen" Wikipedia (Bayern, Österreich, Südtirol)]
Kategorie:Region
Weblinks
- [http://www.provinz.bz.it/ Südtiroler Bürgernetz]
- [http://directory.google.com/Top/World/Deutsch/Regional/Europa/Italien/Trentino-S%C3%BCdtirol/Reise_und_Tourismus/?il=1 Südtirol Tourismus Verzeichnis]
- [http://oschpele.ritten.org/ Südtiroler Dialekt]
- [http://www.geschichte-tirol.com/ www.geschichte-tirol.com]
- [http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/ Dokumentation zur Geschichte Südtirols]
- [http://www.dolnet.it Internet-Verzeichnis Südtirols]
Bozen-Südtirol
!
als:Südtirol
ja:ボルツァーノ自治県
Italien
Italien (italienisch Italia) ist ein Staat in Europa am Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt (in Rom). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba.
Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Kunst, Musik und Touristenziele.
Geografie
Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. Diese Halbinsel wird vom einem Gebirgszug, dem Appenin, in der Längsachse durchzogen. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u. a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Siehe auch Riviera.
Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.
Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum).
Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo.
Der höchster Berg Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur 4.748 m.
Bevölkerung
Italien hat eine Einwohnerzahl von 58.462.375 Einwohnern und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem 4. Rang hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Stadt- und Landbevölkerung
Rund 67% der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt.
Größte Städte
(Einwohner 31. Dezember 2004)
Lebenserwartung
Italien ist nach Japan das Land mit der höchsten Lebenserwartung der Welt. Sie beträgt bei Männern 78 Jahre, bei Frauen rund 83. Rund 19 % der Italiener sind älter als 65 Jahre. Die Italiener führen somit in Europa vor den Griechen und den Schweden die Liste der "langlebigsten" Bevölkerung an. Als Grund wird häufig die italienische Küche, also die mediterrane Ernährung,angeführt.
Religiöse Zugehörigkeit
Mit 83,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch geprägtes Land. Nur 0,6 % der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.226 Zeugen Jehovas und 35.000 Juden sowie Protestanten und Muslime. Die Katholische Kirche ist traditionell sehr stark in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (25,823) und Kardinälen (38) wiederspiegelt [http://www.nationmaster.com/red/country/it/Religion&b_cite=1].
Sprachen
Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999): Albanisch, Katalanisch, Griechisch, Kroatisch, Franko-Provenzalisch, Furlanisch, Okzitanisch und Sardisch. Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Italiens
Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Zentrum des Römischen Reichs. Nach dem Einfall der Goten zersplitterte das Land in viele kleine Staaten und wurde so zu einem „politischen Spielball“ der umliegenden Großmächte.
In der Risorgimento-Epoche, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde Italien unter Vorherrschaft des Königreichs Piemont-Sardinien, vor allem durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, zum Königreich Italien vereinigt. Da Italien sich zu Beginn des ersten Weltkriegs aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte das österreichische Südtirol annektieren.
Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Fascii genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht in Italien.
Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich, ähnlich wie später Hitler, selbst als "Duce" an die Spitze von Volk und Staat.
Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges überfiel Italien Abessinien, diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das alte (antike) Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der Achsenmächte, nach merklichem Zögerns des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem Rückzug der italienischen Truppen vor den anrückenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung in Rom im Herbst 1943, wechselte Italien die Fronten und erklärte nunmehr seinem vormals Verbündeten den Krieg. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde mit dem Widerstand der Resistenza beantwortet. Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer. Am 28. April 1945 kapitulierten die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten . Durch den Frontwechsel blieb Italien nach Kriegsende von größeren Gebietsabtretungen verschont. (Umland von Triest an Jugoslawien bzw. Slowenien und Kroatien, Dodekanes an Griechenland, kleinere Grenzberichtigungen zugunsten von Frankreich).
Die jüngste Geschichte Italiens zeichnet sich durch häufige Regierungswechsel und hohe Inflation aus. Italien ist Gründungsmitglied der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Vorläufer der EU) und hat 2001 seine Währung „Lira” durch den Euro abgelöst.
Politik
Hauptartikel: Italienische Politik
Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit 2001 Silvio Berlusconi.
Zudem ist Italien Mitglied in mehreren überstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Eintritt in die NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land als Gründungsmitglied der Europäischen Union am 1. Januar 1958 ein bedeutender Ansprechpartner in Europa.
Siehe auch: Liste der italienischen Premierminister
Schulwesen und Bildung
Hauptartikel: Schulsystem in Italien
Das Schulwesen Italiens ist - vor allem im Pflichtschulbereich - durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen für Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört.
Das Schulsystem gliedert sich in folgende drei Bereiche: Kindergarten (scuola dell' infanzia, 3-6), Pflichtschule (scuola elementare, 6-11; scuola media 11-14) , Oberstufe (Liceo: classico, scientifico, linguistico, artistico, economico, tecnologico, musicale, delle scienze umane; 14-19). Die früheren Fachoberschulen (istituti tecnici),
die auch schon früher zur allgemeinen Hochschulreife führten, werden in Gymnasien umgewandelt.
Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte
gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende
Fremdsprache kommt in der Sekundarstufe I dazu. Die 5-jährigen Gymnasien sehen daneben
i.d.R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Griechisch dazu.
Die Schulpflicht ist 2004 von 9 Jahren (6-15) auf 12 Jahre (6-18) verlängert worden.
Wer bereits nach der 12. Klasse das Gymnasium ohne Abitur (Diploma di Maturitá, 13. Klasse) verlässt, erhält automatisch eine Zugangsberechtigung zu einer Art Fachhochschule.
Wer mit 14 nicht auf das Gymnasium gehen will, muss eine Ausbildung an einer regionalen
Berufsfachschule machen (die u.U. mit einer Staatsprüfung und dem beruflichen Abitur abgeschlossen werden kann). Nach dem ersten Ausbildungsjahr kann alternativ eine betriebliche Ausbildung durchgeführt werden. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten
berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, wird von der zwölfjährigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.
Gesundheit und Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem in Italien ist wie in GB als nationaler Gesundheitsdienst stukturiert. Die Hausärzte erhalten eine Kopfpauschale für die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Negativ wird die lange Wartezeit auf stationäre Behandlung gesehen. Trotzdem hat die WHO in einem Ranking der Gesundheitssysteme Italien nach Frankreich auf den 2. Platz gestellt.
Die statistisch etwas längere Lebenserwartung wird mit einer sog. mediterranen Kost erklärt. Diese enthält z.B. viel Fisch und Olivenöl.
Leider ist auch in Italien Übergewichtigkeit auf dem Vormarsch.
Politische Gliederung
WHO
Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert, die allerdings weniger Kompetenzen haben als etwa die deutschen Bundesländer oder gar die Schweizer Kantone. Diese Regionen sind in insgesamt 108 Provinzen (province) und diese in Gemeinden unterteilt. Fünf Regionen haben einen Sonderstatus (statuto speciale), das ihnen eine größere Autonomie gewährt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.
- Abruzzen (Abruzzo)
- Aostatal (Valle d'Aosta) -
- Apulien (Puglia)
- Basilikata (Basilicata)
- Emilia-Romagna
- Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia) -
- Kalabrien (Calabria)
- Kampanien (Campania)
- Latium (Lazio)
- Ligurien (Liguria)
- Lombardei (Lombardia)
- Marken (Marche)
- Molise
- Piemont (Piemonte)
- Sardinien (Sardegna) -
- Sizilien (Sicilia) -
- Toskana (Toscana)
- Venetien (Veneto)
- Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige) -
- Umbrien (Umbria)
Siehe: Liste der italienischen Regionen, Liste der italienischen Provinzen
Wirtschaft
Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den | | |