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| Antonia Major |
Antonia MajorAntonia ( - 39 v. Chr.), zur Unterscheidung von ihrer gleichnamigen jüngeren Schwester die Ältere (lateinisch: maior) genannt, war eine Tochter von Marcus Antonius und Octavia, der Schwester des Augustus.
Sie heiratete Lucius Domitius Ahenobarbus. Ihr Sohn Gnaeus Domitius Ahenobarbus heiratete Agrippina die Jüngere; deren Sohn war der Kaiser Nero. Antonias und Ahenobarbus’ Tochter Domitia Lepida heiratete Valerius Messala Barbatus, deren Tochter Messalina heiratete den Kaiser Claudius und hatte mit ihm zwei Kinder.
Kategorie:Patrizier
Kategorie:Frau
Kategorie:Antonier
39 v. Chr.
Politik und Weltgeschehen
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ko:기원전 39년
nb:39 f.Kr.
Antonia die JüngereAntonia ( - 36 v. Chr.; † 37 n. Chr.), zur Unterscheidung von ihrer gleichnamigen älteren Schwester die Jüngere (lateinisch: minor) genannt, war eine Tochter des römischen Politikers Marcus Antonius und der Octavia, der Schwester des Kaisers Augustus.
Leben
Augustus
Sie heiratete Nero Claudius Drusus, den Sohn von Augustus' Frau Livia Drusilla aus früherer Ehe und Bruder des späteren Kaisers Tiberius. Ihre Kinder waren Germanicus, Livilla und der Kaiser Claudius. Sie war die Großmutter von Caligula und Agrippina der Jüngeren und die Urgroßmutter Neros.
Nach dem Tod ihres Ehemanns im Jahr 9 v. Chr. heiratete sie nicht wieder. Als ihr Sohn Germanicus im Jahr 19 n. Chr. starb, wurde es ihr von Tiberius und Livia verboten, dem Begräbnis beizuwohnen. Nach dem Tod Livias im Jahr 29 übernahm sie die Erziehung der jüngsten Kinder von Germanicus und Agrippina der Älteren, Caligula und Drusilla.
Im Jahr 31 deckte sie eine Verschwörung des Prätorianerpräfekten Lucius Aelius Seianus auf, an der auch ihre Tochter Livilla beteiligt war. Dies führte zu Seianus’ Sturz und zu Livillas Tod. Claudius – ihre größte Enttäuschung (sie soll ihn als „Monster“ bezeichnet haben) - war das einzige ihrer Kinder, das sie überlebte.
Im Jahr 37 beging sie auf Befehl des neuen Kaisers Caligula Selbstmord, nachdem sie Trauer über den Mord an ihrem jüngsten Enkel Tiberius Gemellus geäußert hatte. In Suetons „Leben des Gaius“ wird jedoch erwähnt, dass Caligula ihr das Gift selbst gegeben haben könnte. Caligula hatte ihr zuvor noch den Ehrentitel Augusta verliehen.
Literatur
- Nikos Kokkinos: Antonia Augusta. Portrait of a great Roman lady. Routledge, London 1992, ISBN 0-415-08029-0.
- Walter Trillmich: Familienpropaganda der Kaiser Caligula und Claudius. Agrippina Maior und Antonia Augusta auf Münzen. de Gruyter, Berlin 1978 (Antike Münzen und geschnittene Steine, 8), ISBN 3-11-007259-9.
Weblinks
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Antonia minor
Antonia minor
Kategorie:Antonier
OctaviaOctavia ist der Name von
- Octavia Maior, Stiefschwester von Augustus, Tochter von Gaius Octavius (Vater des Prinzeps) und dessen erster Frau Ancharia.
- Octavia Minor (um 70 v. Chr.–11 v. Chr), ältere Schwester des Augustus, Tochter von Gaius Octavius und Atia.
- Claudia Octavia (März 40 – 8. Juni 62), Tochter von Claudius und Messalina, erste Frau von Nero.
- einem Drama über Claudia Octavia, siehe Octavia (Drama)
- einem Roman von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, Römische Octavia (Nürnberg 1685-1707, 7 Bde.; Braunschweig 1712)
- ein Auto der Herstellers Škoda, siehe Škoda Octavia
ja:オクタウィア
Lucius Domitius AhenobarbusDen Namen Lucius Domitius Ahenobarbus trugen im Römischen Reich mindestens vier bedeutende Personen:
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- Lucius Domitius Ahenobarbus, Konsul 94 v. Chr.
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- Lucius Domitius Ahenobarbus († 48 v. Chr.), Konsul 54 v. Chr., war der Sohn von Gnaeus Domitius Ahenobarbus (Konsul 96 v. Chr.) und Ehemann von Porcia, der Schwester des jüngeren Cato. Er war ein Freund Ciceros und Feind Caesars, ein starker Anhänger der aristokratischen Partei. Anfangs bekämpfte er Pompeius, verbündete sich dann aber mit ihm gegen Caesar. Er war Konsul 54 v. Chr. und wurde 49 v. Chr. vom Senat zum Nachfolger Caesar als Statthalter in Gallien ernannt. Nach dem Ausbruch der Bürgerkriegs befehligte er die Truppen des Pompeius in Corfinium, wo er unterlag. Obwohl er von Caesar mit Großzügigkeit behandelt wurde, wiegelte er Massilia (Marseille) zu erfolglosem Widerstand gegen ihn auf. Nach seiner Niederlage ging er nach Griechenland zu Pompeius und wurde nach der Schlacht von Pharsalus, in der er den rechten Flügel gegen Marcus Antonius befehligte, auf der Flucht erschlagen (Caesar, Bellum Civile, i., ii., iii.; Cassius Dio xxxix., xli.; Appianus, Bellum Civile ii. 82).
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- Lucius Domitius Ahenobarbus († 25) war verheiratet mit Antonia maior, Tochter des Marcus Antonius, Vater von Gnaeus Domitius Ahenobarbus und Großvater Neros. Er diente als Feldherr unter Augustus und war Konsul im Jahr 16 v. Chr.. Als Statthalter von Illyricum (6 v. Chr. – 1 v. Chr.) führte er Feldzüge nach Germanien, wobei er als einziger römischer Militärbefehlshaber über die Elbe vordrang. Auf ihn zurück gehen auch die pontes longi (lange Brücken), der Bohlenweg im Sumpfland zwischen Rhein und Ems.
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- Lucius Domitius Ahenobarbus war der Geburtsname Kaiser Neros.
Kategorie:Römische Geschichte
Gnaeus Domitius AhenobarbusDen Namen Gnaeus Domitius Ahenobarbus trugen im Römischen Reich mindestens sechs Politiker:
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- Gnaeus Domitius Ahenobarbus, Konsul 192 v. Chr.
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- Gnaeus Domitius Ahenobarbus, nachgewählter Konsul 162 v. Chr.
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- Gnaeus Domitius Ahenobarbus, Konsul 122 v. Chr., Censor 115 v. Chr.
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- Gnaeus Domitius Ahenobarbus, Volkstribun im Jahr 104 v. Chr., brachte ein Gesetz ein (lex Domitia de Sacerdotiis), nach dem die Oberpriester durch das Volk in den comitia populi tributa zu wählen seien anstatt wie bisher durch Kooptation; das Gesetz wurde von Sulla aufgehoben, von Caesar wieder in Kraft gesetzt und (vermutlich) von Marcus Antonius wieder aufgehoben (Cicero, De Lege Agraria, ii. 7; Sueton, Nero, 2). Ahenobarbus wurde 103 v. Chr. zum pontifex maximus gewählt, 96 v. Chr. zum Konsul und 92 v. Chr. zum Censor gemeinsam mit Lucius Licinius Crassus, mit dem er häufig uneins war. Bei der Unterdrückung der kürzlich eingerichteten lateinischen Rhetorikschule, die sie als schädlich für die öffentliche Moral ansahen, arbeiteten sie jedoch zusammen (Aulus Gellius xv. 11).
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- Gnaeus Domitius Ahenobarbus, Konsul 32 v. Chr.. Er begleitete seinen Vater Lucius Domitius Ahenobarbus (Konsul 54 v. Chr.) in Corfinium und bei der Schlacht von Pharsalus, und konnte, nachdem Caesar ihn begnadigt hatte, im Jahr 46 v. Chr. nach Rom zurückkehren. Nach Caesars Ermordung verbündete er sich mit Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus und wurde 43 v. Chr. durch die lex Pedia so verurteilt, als habe er an der Verschwörung teilgenommen. Er errang größere Erfolge zur See im Ionischen Meer gegen das Zweite Triumvirat, und wurde schließlich – dank der Vermittlung durch Gaius Asinius Pollio – mit Marcus Antonius ausgesöhnt, der ihn zum Statthalter in Bithynien machte. Er nahm an Marcus Antonius’ Feldzug gegen die Parther teil und wurde im Jahr 32 v. Chr. Konsul. Als der Krieg zwischen Marcus Antonius und Octavian ausbrach, unterstützte er anfangs ersteren, brach dann aber mit ihm, empört über eine Intrige mit Kleopatra, und wechselt kurz vor der Schlacht bei Actium auf Octavians Seite (31 v. Chr.). Er starb wenig später (Cassius Dio xlviii.-l; Appianus, Bellum Civile iv., v.).
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- Gnaeus Domitius Ahenobarbus war ein Sohn von Lucius Domitius Ahenobarbus (Konsul 16 v. Chr.) und Antonia Major, seit 28 verheiratet mit Agrippina der Jüngeren, und Vater von Kaiser Nero; er war Konsul im Jahr 32.
Kategorie:Römische Geschichte
Nero
. Auf der Rückseite die Ara Pacis.]]
Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus ( - 15. Dezember 37 n. Chr.; † 9. Juni 68 n. Chr. durch Suizid) war von 54 bis 68 Kaiser des Römischen Reiches und Künstler. Er war der letzte Vertreter der julisch-claudischen Dynastie.
Leben
julisch-claudischen Dynastie
Kindheit
Nero wurde als Sohn von Gnaeus Domitius Ahenobarbus und Julia Agrippina, einer Schwester des Kaisers Caligula, in Antium an der Küste Latiums geboren. Er trug zunächst den Namen Lucius Domitius Ahenobarbus.
Seine als sehr schön geltende Mutter war für ihren Ehrgeiz, Stolz und Mut, aber auch für ihren Machthunger bekannt und verfolgte stets das Ziel, ihren Sohn zum Imperator zu machen. Deshalb sorgte sie für eine hervorragende Ausbildung Neros in Literatur, Latein und Mathematik. Nach Vollendung seines zwölften Lebensjahres holte sie Seneca aus der Verbannung zurück, einen damals sehr bekannten Philosophen, welcher das Leben des Lucius entscheidend prägte.
Lucius jedoch interessierte sich vor allem für Kunst und flüchtete mehrmals ins Theater.
Aufstieg zum Herrscher
Nachdem ihr Mann an Wassersucht verstorben war, heiratete Agrippina den Herrscher Claudius, der am 25. Februar 50 Lucius adoptierte. Dieser erhielt den Namen Tiberius Claudius Nero Drusus Germanicus Caesar und stand durch Einflussnahme seiner Mutter kurz darauf bereits an erster Stelle in der Thronfolge.
Drei Jahre später fädelte Agrippina eine Ehe zwischen ihrem 16-jährigen Sohn und der 12-jährigen Octavia ein. Möglicherweise ließ sie Claudius im Jahre 54 sogar vergiften, damit Nero schneller die Herrschaft übernehmen konnte.
Regierungszeit
54
Nero, der sich wesentlich mehr für Kunst und Musik interessierte, war kein begabter Staatsmann und Politiker. Er hat vermutlich Kriege und Gewalt eher verabscheut und führte in seiner Herrschaftszeit lediglich 4 Jahre Krieg. In seiner Regierungszeit kam es zum Jüdischen Aufstand, woraufhin Nero den späteren Kaiser Vespasian nach Judäa schickte. Die Steuerlast nahm enorm zu und die Legionen waren in einem desolaten Zustand, was Nero zahlreiche Gegner einbrachte.
Von Nero stammt der berühmte Satz "Wenn ich doch bloß nicht schreiben könnte!", den er gesagt haben soll, als er sein erstes Todesurteil unterschreiben musste. Die meisten Verbrecher verurteilte er wahrscheinlich lieber zur Zwangsarbeit, während der Adel die Möglichkeit zum Suizid hatte.
Nero förderte in seiner Regierungszeit die Naturwissenschaften, die Geographie und den Handel, ganz besonders aber Kunst und Kultur, wobei er allem Griechischen verbunden war und sich bewusst als Philhellene verstand. Er organisierte eine Expedition zur Entdeckung der Nilquelle, welche jedoch scheiterte, und Ausgrabungen in Karthago. Er selbst hielt sich für einen talentierten Sänger, Dichter und Lyraspieler. Tatsächlich scheinen einige seiner Lieder im Volk sehr populär gewesen zu sein.
Verbrechen
Nero werden zahlreiche Verbrechen angelastet, so soll er seinen Stiefbruder Britannicus vergiftet haben. Da dieser jedoch schon seit seiner Kindheit an Fallsucht litt und körperlich schwächlich war, ist sich die Geschichtsschreibung über den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte nicht einig. Es ist also auch möglich, dass Britannicus an einem Anfall gestorben ist.
Fallsucht
Agrippina verlor nach und nach die Kontrolle über ihren Sohn. Sie versuchte deshalb durch Intrigen, Verschwörungen und Bestechungen Nero zu stürzen. Nero, der seine Mutter zu Recht fürchtete, setzte deshalb eine Untersuchungskomission ein, der auch Seneca angehörte, welche Agrippina jedoch nichts nachweisen konnte. Auf Drängen Senecas und unter Mithilfe eines seiner Lehrer versuchte er, Agrippina mit einem Schiff versenken zu lassen, was jedoch scheiterte, da es ihr gelang, an Land zu schwimmen. Am 23. März 59 ließ er sie in ihrer Villa ermorden. Nero ließ auch zahlreiche Hochverratsprozesse durchführen und zog das Vermögen der Hingerichteten ein, womit sich seines gleichzeitig vermehrte.
Nero verliebte sich 62 in Poppaea Sabina. Diese forderte ihn auf, Octavia zu verstoßen. Schließlich ließ der Kaiser seiner kinderlosen Frau ein Verhältnis mit einem Sklaven anhängen und verbannte sie, um zwölf Tage später seine Geliebte zu heiraten. Es kam daraufhin zu schweren Unruhen und Aufständen. Deshalb behauptete man, Octavia habe zusammen mit ihrem Geliebten versucht, den Kaiser abzusetzen, und verbannte sie auf eine Insel. Nero gab den Auftrag, ihr die Pulsadern aufzuschneiden und sie in heißem Dampf zu ersticken, was wenige Tage später auch erfolgte.
Nero und Poppaea hatten eine gemeinsame Tochter, Claudia, sie wurde am 21. Januar 63 geboren, starb jedoch vier Monate später. Zwei Jahre später war Poppaea wieder schwanger. Es wird behauptet, Nero hätte sie während dieser Zeit aus Verärgerung durch einen Fußtritt in den Unterleib getötet, diese Darstellung ist jedoch umstritten; sicher ist nur, dass Poppaea während ihrer Schwangerschaft im Jahre 65 gestorben ist.
Im selben Jahr wurde Seneca durch Nero zum Suizid gezwungen.
Der große Brand Roms
In der Nacht vom 18. zum 19. Juli 64 brach in Rom ein Brand aus, der sich durch starken Wind, dichte und hohe Bebauung rasch ausbreitete und innerhalb von 9 Tagen einen großen Teil Roms (10 von 14 Stadtteilen) vernichtete. Angeblich hat Nero das Feuer legen lassen, um ein schöneres und größeres Rom aufbauen zu lassen. Der Sage nach hat er den Brand vom Palatin aus beobachtet und besungen, während er sich selbst auf der Lyra begleitete.
Tatsächlich befand sich Nero in seinem 50 Kilometer weit entfernten Geburtsort, während der Palatin in Flammen stand. Wahrscheinlich brach der Brand, wie viele andere auch, auf einem Marktplatz durch Unvorsichtigkeit aus. Dennoch ist Nero, der durch den Brand gleichfalls beträchtlichen Schaden erlitten hatte, als Brandstifter Roms in die Geschichte eingegangen.
Der Legende zufolge sah die damals noch junge Christengemeinde in Rom ein neues Sodom und Gomorra und glaubte, der Brand sei das prophezeite Armageddon. Einige von ihnen zeigten vermutlich auch öffentlich ihre Freude über die Katastrophe, wodurch sie schnell in Verdacht gerieten, das Feuer gelegt zu haben.
Auf den Rat seiner Berater hin ließ Nero etwa 200 bis 300 von ihnen verhaften und, nachdem sie gestanden hatten, zu grausamen Todesstrafen verurteilen. Die meisten wurden verbrannt, einige gekreuzigt oder in der Arena den Tieren vorgeworfen. Sie fanden unter Nero jedoch nicht wegen ihres Glaubens den Tod, sondern wegen angeblicher Brandstiftung. Die damnatio memoriae, die Ächtung des Andenkens Neros, hat niemanden an dieser Legende der ersten Christenverfolgung zweifeln lassen.
Tatsächlich jedoch ist in den Handschriften der Annalen des Tacitus nicht von Christen ("christiani"), sondern von Wucherern ("chrestiani"; vom griechischen Wort "chrestai") die Rede. Demzufolge handelte es sich bei den verurteilten Brandstiftern um römische Bauspekulanten. Die tatsächlichen Christenverfolgungen gelten erst später für Maximinus Thrax (235 n. Chr.) und Decius (249 n. Chr.) als historisch gesichert und fanden ihren Höhepunkt in der großen Christenverfolgung unter Diokletian (303 n. Chr.). Ob es unter Domitian eine Christenverfolgung gab, ist äußerst fraglich. Es dürfte sich hierbei eher um konvertierte Juden gehandelt haben, die sich weigerten, dieselbe Steuer wie Nicht-Konvertierte zu zahlen. Die angeblichen Christenverfolgungen unter Trajan und seinen Nachfolgern müssen ebenfalls stark bezweifelt werden, da diese Caesaren als tolerante Herrscher in die Geschichte eingegangen sind.
Beim Wiederaufbau Roms ließ Nero breitere Straßen anlegen und beschränkte die maximale Höhe der Häuser, die nun alle eigene Mauern haben mussten, auf 25 Meter; überall sorgte er für Brandschutzmaßnahmen. Sich selbst ließ Nero ein riesiges, prunkvolles Anwesen mit großen Kunstschätzen und technischen Raffinessen errichten, die Domus Aurea (das Goldene Haus Neros). Dieses Anwesen wurde kurz nach Neros Tod geplündert und abgerissen.
Domus Aurea
Entfremdung und Tod
66 n. Chr. reiste Nero nach Griechenland, wo er an den olympischen Spielen teilnahm. Als Verehrer der griechischen Kultur hielt er sich fast ein Jahr lang in Griechenland auf, bis er von seinen Beratern zur Rückkehr nach Rom gedrängt wurde, wo die Stimmung sich inzwischen sehr verschlechtert hatte. Zwar kehrte er im Januar 68 unter großem Jubel nach Rom zurück, er gab sich jedoch ganz seinen Vergnügungen hin, besuchte Theater und Konzerte und trat selbst als Künstler auf. Adlige Praetorianer und der Senat beschlossen, den Kaiser, der inzwischen auch vom Volk verhöhnt wurde, zu stürzen; gleichzeitig erhob sich die Armee, die Nero sträflich vernachlässigt hatte bzw. es versäumt hatte, sie an sich zu binden. Nero, inzwischen von seiner dritten Frau Statilia Messalina verlassen, floh aus der Stadt.
Der Senat erklärte Nero zum Staatsfeind. Seine Freunde rieten ihm daraufhin zum Suizid, Nero glaubte jedoch, nach Ägypten fliehen zu können. Als die Reiter sich seinem Zufluchtsort näherten, versuchte Nero, sich einen Dolch in die Kehle zu stechen, um einer Verhaftung zu entgehen. Bei seinem Selbstmord musste ihm einer seiner Sklaven helfen, da er selbst es nicht fertig brachte, sich mit dem Dolch das Leben zu nehmen. Er starb im geringen Alter von nur 30 Jahren. Der Überlieferung nach sollen seine letzten Worte Qualis artifex pereo gewesen sein – "Welch ein Künstler geht mit mir zu Grunde!".
Die Tatsache, dass das römische Reich trotz der Unfähigkeit Neros (der nicht nur die Armee vernachlässigte, sondern auch enorme Schulden anhäufte) und seiner psychopathische Züge offenbarenden Regierung nicht ernsthaft Schaden nahm, liegt nicht zuletzt daran, dass der Verwaltungsapparat weiter funktionierte und die Grenzsicherung durch die Armee weiterhin gewährleistet war.
Nero im Urteil der Nachwelt
Nero ist eine der umstrittensten Personen in der Weltgeschichte. An der Beurteilung seiner Person schieden sich schon in der Antike die Geister. Während einzelne antike Autoren ihm durchaus positive Seiten abgewannen, überwog doch schon bald nach seinem Tod die einhellige Ablehnung der Persönlichkeit und der Politik Neros. Insbesondere die römischen Historiker Sueton und Tacitus, deren Werke die wichtigsten Quellen zum Leben des Kaisers darstellen, gaben ihrer Verachtung offen Ausdruck.
Diese Verachtung hatte ihren Grund teils in der Abneigung der Römer gegen Neros Vorliebe für alles Griechische, teils – etwa bei Tacitus – in der Ablehnung des Kaisertums überhaupt, als dessen Entartung Neros Herrschaft erschien. Ein weiterer Grund waren die durch den manischen Charakter Neros ausgelösten Handlungen (wie den Familienmorden und den Hinrichtungswellen).
Christliche Autoren späterer Jahrhunderte, die Nero schon wegen der Hinrichtung ihrer Glaubensbrüder nach dem Brand von Rom verurteilten, prägten endgültig das Bild des Kaisers als größenwahnsinnigem Tyrannen. Im Mittelalter galt er geradezu als Verkörperung des Antichrist. Dieses negative Bild überwiegt bis heute.
Die Zeit Neros, insbesondere der Brand Roms und die Christenverfolgung, übten auf viele spätere Künstler Faszination aus. So entstanden zahlreiche Dramen (etwa Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea, eine der frühesten Opern) und historische Romane, von denen Henryk Sienkiewicz' Quo Vadis wohl am bekanntesten ist. Das Buch wurde mehrmals verfilmt; bekannt ist vor allem der Monumentalfilm von 1951, in dem Peter Ustinov den Kaiser verkörperte und für diese Darstellung einen Oscar erhielt. 2004 entstand der TV-Zweiteiler "Nero" mit Hans Matheson in der Hauptrolle.
Quellen
- Sueton: Cäsarenleben, Stuttgart: Kröner 2001
Literatur
- Massimo Fini: Nero – 2000 Jahre Verleumdung, München 1994. Die Neutralität dieses Werkes ist stark umstritten, Wertungen aus diesem Buch sind aber auch in diesem Artikel enthalten.
- Jürgen Malitz: Nero, München 1999.
- Gerhard H. Waldherr: Nero. Eine Biografie, Regensburg: Friedrich Pustet 2005.
Weblinks
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Kategorie:Mann
Kategorie:Kaiser (Rom)
Kategorie:Wikipedia:Neutralität
Kategorie:Claudier
Kategorie:Geboren 37
Kategorie:Gestorben 68
ja:ネロ
ko:네로
Messalina
Valeria Messalina ( - um 25 n. Chr.; † 48 n. Chr.) war die dritte Frau des römischen Kaisers Claudius.
Ihre Eltern waren Domitia Lepida und Marcus Valerius Messala Barbatus. Da beide Elternteile Enkel der Octavia Minor waren, waren Messalinas Eltern Cousin und Cousine. Claudius heiratete noch vor seinem Herrschaftsantritt (etwa 38/39 n. Chr.) die erst 14-jährige Valeria Messalina. Sie gebar Claudius zwei Kinder: im Jahre 40 n. Chr. die Tochter Octavia und im Jahre 41 n. Chr. den Sohn Britannicus. Die Tochter Octavia wurde später die erste Ehefrau des Kaisers Nero.
Messalina wird bis heute als sittenlos und grausam beschrieben. Da Intrigen, Verschwörungen und das brutale Verfolgen der eigenen Interessen im Adel des römischen Imperiums an der Tagesordnung waren, bildete Messalina hier weder eine Ausnahme, noch ist sie ein Extrembeispiel dieser "Tugenden". Bei der Beschreibung der Grausamkeiten und Skandale Messalinas und ihrer Zeitgenossen muss man sich auch das damalige moralische und kulturelle Klima vor Augen halten.
Im Jahre 41 n. Chr. wurde Claudius Kaiser des römischen Imperiums. Damit veränderte sich das Leben von Messalina ebenfalls. Zum einen rückte sie plötzlich und unerwartet an die Spitze des römischen Adels, zum anderen wurden von ihr, einer erst 16-jährigen, die Qualitäten einer hingebungsvollen Mutter und moralisch integren Frau und Herrscherin erwartet.
Claudius war in seine um 35 Jahre jüngere und sprichwörtlich schöne Frau verliebt; auch später ignorierte er den offen kritisierten Lebenswandel Messalinas und gab ihren Forderungen sehr leicht nach. Beschäftigt mit den Regierungsgeschäften, hatte er auch keine Zeit, sich mit Messalina, die fast noch ein Kind war, zu beschäftigen oder ihr Unterhaltung und Ablenkung vom langweiligen Leben als Kaiserin zu bieten. So fing Messalina an, sich selbst mit Festen und Banketten zu unterhalten. Die Vergnügungen der jungen Kaiserin hatten bald den Ruf, in opulente und zügellose Orgien auszuarten. So soll Messalina auch mehrere Liebhaber gehabt haben.
Einer dieser Liebhaber, Narcissus, verkaufte mit Hilfe von Messalinas Einfluss auf ihren Mann Claudius römische Bürgerrechte. So soll Messalina ihren Mann auch beeinflusst haben Todesurteile gegen Personen auszusprechen, von denen sich Messalina gestört, beleidigt oder zu wenig beachtet fühlte. Unter anderem soll sie ihre Cousine Livilla nur aus diesem Grund angeklagt haben, ihr Mann unterzeichnete das Todesurteil für Livilla. Messalina wird, als Beweis für ihre schandhafte Triebhaftigkeit, auch nachgesagt sich selbst als Prostituierte angeboten zu haben. Dies wird ihr vor allem von antiken zeitgenössischen Autoren vorgeworfen, die dabei nicht erwähnen, dass sich der Kaiser durchaus auch Geliebte zuführen ließ. Messalina trug die Hauptschuld an der Verbannung des Gelehrten Seneca.
Die Kritik an Messalinas hemmungsloser Vergnügungssucht wurde in Rom immer lauter und offener und kam auch ihrem Mann zu Ohren. Wieso er nichts dagagen tat, Messalina verwarnte oder zur Ordnung rief, ist ungeklärt.
Im Jahr 48 soll sich Messalina in den designierten Konsul Gaius Silius verliebt haben. Um offiziell mit Silius zusammenleben zu können, wollte sie sich von Claudius scheiden lassen. Angeblich berichtete Messalina ihrem Mann von einem Traum, in dem er sterben würde, um so eine einfachere Scheidung zu erhalten. Claudius stimmte dieser Scheidung zu. Kurze Zeit später und ohne eine offizielle Bekanntmachung abzuwarten, feierten Messalina und Silius ihre Hochzeit. Als Claudius sich kurze Zeit später in Ostia aufhielt, wurde ihm die Nachricht von einem von Messalina und Silius geplanten Mordanschlag überbracht. Er ließ seine Frau und Silius verhaften und einen Großteil der Festgäste sofort hinrichten.
Der Sekretär Narcissus, ebenfalls ein ehemaliger, aber verschmähter Liebhaber Messalinas, konnte Claudius dazu bewegen, den Hinrichtungsbefehl für die beiden Anführer der Verschwörung zu geben. Valeria Messalina und Gaius Silius starben durch die Schwerter der kaiserlichen Prätorianer.
Literatur
- Alexander Demandt: Das Privatleben der römischen Kaiser. Beck, München 1997.
- Wolfgang Schuller: Das Römische Reich. Theiss, Stuttgart 2002.
- Michael Grant: Die römischen Kaiser. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1985.
- Franesco Mazzei: Messalina. Heyne Biographien , München 1985.
Weblinks
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Messalina, Valeria
Messalina, Valeria
Messalina, Valeria
Kategorie:PatrizierKategorie:Römer
Kategorie:AntonierKategorie:Römisches Geschlecht Sydney WoodersonSydney Charles Wooderson (born August 30, 1914) , was an English athlete who's peak career was in the 1930s and 1940s. He was one of Britain’s greatest middle-distance runners and had an amazing sprint finish.
He set the world mile record of 4min 6.4sec at London’s Motspur Park on August 28, 1938. This record stood for nearly five years.
Career
Born in Camberwell, London, he was 5ft 6in and weighed less than 9st. At 18 he became the first British schoolboy to break 4min 30sec for the mile.
He won the British mile title for the five years up to the outbreak of the war in 1939.
At the 1936 Berlin Olympics, he suffered an ankle injury and failed to qualify for the final.
However, in 1937, after surgery, his perfomance increased and culminated in his world mile record of 1938.
Also in 1938, he set world records in the 800m and 880 yards with times of 1min 48.4sec and 1min 49.2sec respectively.
Immediately after the war in 1945, he ran his fastest mile, 4min 4.2sec, just behind Arne Andersson of Sweden.
In Oslo at the 1946 European Championships, when he won the 5,000m in 14min 8.6sec, the second-fastest time to that point.
Sydney is now in his eighties and lives in Devon in the South of England. He remains a life member of Blackheath Harriers.
References
- [http://www.timesonline.co.uk/article/0,,2094-1892363,00.html Times article]
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Grive var medarbetare i Aftonbladet 1951-1956. Han uppträdde som varietéartist 1953-60. Han anställdes som reporter på SVT 1960.
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Ronny Eriksson
Ronny Eriksson, född 12 april 1953, svensk komiker med Piteå som hemort. Var bisittare i programmet Snacka om nyheter som sändes i SVT.
Sångare i Euskefeurat m.fl. norrländska grupper. Även ståuppkomiker.
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